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1 Open Source Veranstaltung Open-Source-Lösungen: Chancen für den Mittelstand Prof. Dr.-Ing. Kai-Oliver Detken Private URL: Business URL:

2 Dienstleistungen / Portfolio Solutions (Lösungen) zur Identifizierung der Probleme und Angebot einer Lösung innerhalb eines Pflichtenhefts für die Umsetzung des Projekts Kundenorientierte Workshops, Coaching, Schulungen zur Projektvorbereitung und - begleitung Nationale und internationale Förderprojekte auf Basis neuer Technologien, um neues Know-how aufzubauen oder Fördermöglichkeiten aufzuzeigen Technologie- und Markttrends, um strategische Entscheidungen für und mit dem Kunden vor einer Projektrealisierung treffen zu können Software-Entwicklung zur Anpassung von Schnittstellen und Internet-Projekten sowie der Schaffung innovativer eigener Produkte

3 Ausgangssituationen im Mittelstand Der IT-Umgebung wird nicht die volle Aufmerksamkeit geschenkt, da das Kerngeschäft im Vordergrund steht Das Know-how für neue IT-Technologien ist nicht vorhanden und wird auch nicht von externen Dienstleistern abgefragt Entscheidungen im IT-Umfeld werden kurzfristig und aus dem Bauch heraus getroffen Es wird oftmals nicht die beste Lösung eingesetzt, sondern die gerade verfügbare Neuanschaffungen werden bis zuletzt heraus gezögert, g da sie mit einer Umstellung im Prozessablauf meistens einhergehen und Investitionskosten beinhalten Aufgrund der dünneren Personaldecke und der höheren Belastung bleibt wenig Zeit für langfristige Planungen Es wird erst über Neuanschaffungen nachgedacht, wenn ein Problem aufgetreten ist Die IT-Sicherheit besitzt keinen hohen Stellenwert (siehe Backup-Lösungen, Firewall-Technik, WLAN, Datensicherheit etc.)

4 Vorteile beim Einsatz von Microsoft Microsoft wird oftmals in Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) eingesetzt, da private Erfahrungen existieren Menübasierte Bedienung und Rückwärtskompatibilität zu früheren Microsoft-Produkten wird als großer Vorteil gesehen MS-Office-Produkte haben sich heute zum Quasistandard gemausert (siehe doc- und xls-format) Einfache Installation ti und Erweiterungen durch 3rd Party Produkte Große Unterstützung an Treibern

5 Nachteile beim Einsatz von Microsoft Quelle: diepresse.com: EU verhängt 899 Mio. Euro Strafe gegen Microsoft, Neues Betriebssystem Vista/Windows7 besitzt kaum Alleinstellungsmerkmale zu Windows XP Lizenzkosten sind relativ hoch gegenüber gg der Konkurrenz Office2007/2010 enthält ein völlig neues Benutzerkonzept Fehler werden nicht freiwillig kommuniziert und ausgemerzt Neue Leistungsmerkmale werden relativ langsam eingearbeitet bzw. nicht auf Wunsch Closed-Software, die nicht erweitert oder untersucht werden kann

6 Einsatz von Open Source Software Den Argumenten von Microsoft stehen die Open-Source-Vorteile entgegen: Größtenteils lizenzkostenfreie Nutzung Anpassbarkeit durch Einsicht in den Quellcode Die Produkte werden teilweise weltweit von einer Community entwickelt Jede gewünschte Änderung ist machbar OpenOffice ist fast so leistungsfähig und ebenso zu bedienen wie MS-Office2003 Desktop-Distributionen D erfahren durch kostenlose Weitergabe und hoher Leistungsfähigkeit große Verbreitung (u.a. Ubuntu, Knopix) Es werden offene Standards unterstützt Sicherheitsprobleme werden kommuniziert und gemeinschaftlich kompensiert

7 Erfolgreiche Open-Source-Projekte Webserver: Apache (www.apache.org) Mailserver: Postfix/Cyrus (www.postfix.org) Datenbanken: MySQL/PostgreSQL (www.mysql.org, org) File-Services: Samba (www.samba.org) Druckdienst: CUPS (www.cups.org) Verzeichnisdienste: LDAP (www.openldap.org) Sicherheit: iptables, openswan, Squid, Snort Virtualisierung: Xen (www.xen.org) Monitoring: Nagios (www.nagios.org) VoIP: Asterisk (www.asterisk.org)

8 Nachteile von Open Source Die Handhabung ist nicht immer einfach Es gibt keine Garantien vom Hersteller Keine Garantie für Weiterentwicklung, Fehlerbehebung und Sicherheitspatches Die Administration kann einen höheren h Aufwand einnehmen Der Quellcode ist oftmals nicht strukturiert und ausreichend dokumentiert Höherer Schulungswand, wenn vorher andere Lösung verwendet wurden Hardware-Hersteller bieten nicht immer Treiber an

9 Gründe für die Einführung von OSS Quelle: Open Heise: Open Source in deutschen Unternehmen (Trendstudie), 2009

10 Zufriedenheit der Anwender Bei lizenzpflichtiger Software ist die Zufriedenheit deutlich geringer Lediglich 15 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden, 29 Prozent zufrieden 49 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden mit ihrer Open-Source- Software, 48 Prozent zufrieden Weniger zufrieden sind lediglich zwei Prozent, unzufrieden nur ein einziger Teilnehmer Open Source erfüllt in hohem Maße die Ansprüche der Anwender Quelle: Open Heise: Open Source in deutschen Unternehmen (Trendstudie), 2009

11 Open-Source-Plattform für KMUs Zentrale Unternehmensanforderungen Zentraler LDAP-Verzeichnisdienst ist notwendig für Profil-basierte Authentifizierung, Gruppenrichtlinien und Single-Sign-On (SSO) Einsatz einer Groupware wird immer notwendiger für effizientere Gruppenkommunikation Office-Anwendungen wie s, Word-Texte, Tabellenkalkulation etc. müssen nutzbar sein Anbindung mobiler Endgeräte Sichere Anbindung externer Außenstandorte Voice-over-IP (VoIP) Kommunikation Monitoring sämtlicher aktiver Komponenten (Server, Switches, Router)

12 Univention Corporate Server (UCS) UCS als zentraler LDAP-Verzeichnisdienstserver: Wbb Web-basiertes Front-end zum zentralen Management (Single-Point-of-Administration) LDAP-basierte Verzeichnisdienstunterstützung Out-of-the-Box the Installation Unterstützung verschiedener Client-Plattformen (Windows, Linux, Apple) Domänen-basierte Infrastruktur (einheitlicher Vertrauenskontext) Hohe Skalierbarkeit (Unterstützung mehrerer 100 Server) Hohe Verfügbarkeit durch Master-/Slave- bzw. Backup-Server Active Directory Connector zur Übernahme von Benutzern, Gruppen und anderen Objekten aus der AD

13 Groupware-Lösungen (1) UCS unterstützt die wesentlichen Linux-basierten Groupware-Systeme: Kolab 2 (www.kolab.org) Scalix (www.scalix.com) Zarafa (www.zarafaserver.de) OpenXchange (www.open-xchange.com) OpenGroupware (www.opengroupware.org)

14 Groupware-Lösungen (2) Bei der Kolab-Variante können auf der Client-Seite folgende Mailsysteme zum Einsatz kommen: MS Outlook ist über einen zusätzlichen Connector nutzbar; der Anwender kann weiter mit Outlook arbeiten ohne Kenntnisse der Serverumgebung (allerdings gibt es Kompatibilitätsprobleme) KDE Kontact: Ist eine Alternative zum Outlook-Client und kommt ohne Connector aus; es wird demnächst auch eine Windows- Version geben Horde: Webzugriff auf die Groupware-Daten von unterwegs, inkl. voller Groupware- Funktionalität

15 Alternative OSGA Die Groupware OSGA (www.osga.de) ist eine Eigenentwicklung g der DECOIT GmbH, die aus einem Bremer Forschungsprojekt heraus resultierte OSGA arbeitet plattformunabhängig und kann durch Browsertechnologie von jedem Betriebssystem aus verwendet werden Sie lässt sich individuell an die Bedürfnisse eines Unternehmens anpassen Diverse Module sind enthalten: Kalender, Adressen, Anrufe, Urlaub, SyncModul, NOC, Projekte, Helpdesk, Aufgaben, Asterisk, PW-Admin Demoversion o ist auf der Webseite e verfügbar

16 Groupware-Studie der ix Neue Auflage der ix-studie ist Anfang des Jahres vom Heise-Verlag herausgekommen Seitens der DECOIT wurden diverse Artikel mitgeschrieben und eigene Erfahrungen eingebracht Insgesamt werden 18 Groupware- Lösungen vorgestellt Dazu gehören auch der UCS mit Kolab und Zarafa & Co. sowie OSGA Ziel der Studie ist es, den Lesern Informationen für eine fundierte Entscheidung zu liefern und sie in die Lage zu versetzen, die richtigen Fragen zu stellen

17 Linux-Desktop Nutzung Linux-Desktop Systeme bieten heute alle bekannten Standardanwendungen und Tools Die Oberfläche kann mittels KDE oder GNOME sehr Windows-ähnlich aussehen Dabei lässt sich der Univention Corporate Desktop (UCS) über den UCS-Server zentral verwalten und updaten (KDE-Oberfläche) Als Browser können Firefox oder Chrome Als Office-Software kann openoffice3.x zum Einsatz kommen (Text, Tabellen, Präsentation, Datenbank, Zeichnung) Als -Client kann KDE Kontact t eingesetzt werden Über Virtualisierung kann zusätzlich jede Windows-Applikation auf Linux zum Einsatz kommen (z.b. über VirtualBox)

18 Sichere Anbindung von Außenstellen Firewall-, Proxy-, IDS-, VPN-Technik basieren heute in vielen Fällen bereits auf Open Source Das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt ausdrücklich den Einsatz von Open Source, da es quelloffen vorliegt! Der Linux-Kernel ermöglicht eigene Erweiterungen IPsec zur sicheren Standortkopplung und PPTP zur Einwahl in das Unternehmen Priorisierung sollte für VoIP oder andere sensible Applikationen beachtet werden Diverse Geräte für unterschiedliche Einsatzzwecke sind am Markt verfügbar (z.b. Securepoint, Snapgear); nicht alle bieten standardkonforme Implementierung Lizenzkostenfreie Nutzung bei einigen Anbietern möglich Vorteile der Eigenumsetzung: Providerunabhängigkeit i it und Gerätewahl

19 Monitoring aller Ereignisse Als zusätzliches Modul der Groupware wurde von der DECOIT GmbH das sog. Network Operation Center (NOC) integriert Es ermöglicht die Abbildung der Netztopologie sowie Statistikerfassung der aktiven Netzwerkkomponenten und Server- Systeme Dadurch kann das gesamte Netz, inkl. der Außenstellen mit seinen Diensten kontinuierlich auf Qualitätsstandards hin untersucht werden Abweichungen werden sofort erkannt und per oder SMS gemeldet. Dadurch ist eine proaktive Überwachung sämtlicher IT- Systeme ermöglicht worden Die Realisierung fasst verschiedene Tools zusammen (u.a. Nagios, InterMapper, Cacti)

20 VoIP-Telefonie Bietet VoIP und Unified Communication an (http://www.voip-asterisk.info) Bildet eine komplette PBX in Software ab Es fallen keine Lizenzkosten an Ist sehr modular aufgebaut Diverse Funktionsmerkmale: Blacklisten, Weiterleiten, Musik-on-hold, Warteschleifen, IVR, Mailbox, CTI, Faxintegration, ENUM, SMS etc. Spricht diverse Protokolle: ISDN, SIP, H.323, (S)RTP, MGCP, IAX2, SCCP etc. Standardkonforme Endgeräte lassen sich ohne Probleme verwenden (keine Systemtelefone) Lässt sich in diversen Einsatzszenarien flexibel einsetzen Anbindung der Außenstellen kann direkt über die VPN-Verbindungen vorgenommen werden

21 Warenwirtschaftssystem auf OSS-Basis JANIS (Java-based Application Network Information System) besteht aus reinen Open-Source-Zutaten und beinhaltet dadurch keinerlei Lizenzkosten durch die entwickelten Module lassen sich Unternehmensprozesse individual anpassen, so dass alle Prozesse abgebildet werden können neben der Warenwirtschaft enthält diese Lösung auch eine komplette Finanzbuchhaltung und Lagerverwaltung JANIS ist als Individuallösung von der DECOIT GmbH entwickelt worden und kann für jedes Unternehmen angepasst werden JANIS läuft seit Januar 2008 erfolgreich bei einer Unternehmensgruppe Der Quellcode wird jedem Kunden nach Abschluss des Projektes zur Verfügung gestellt (Investitionssicherheit!) i i h i Bild: ACD Elektronik, Achstetten

22 Zusammenfassung Es lassen sich heute mannigfaltige Open-Source-Lösungen einsetzen Dadurch können hohe Lizenzkosten für KMUs eingespart werden Es lassen sich heute OSS-Plattformen bauen, die Lösungen aus einem Guss anbieten (wir können Kundenbeispiele nennen!) KMUs erhalten dadurch eine höhere Flexibilität als durch Closed- Source-Software und können besser auf den Markt reagieren UCS bietet sich als Identity-Management-Plattform an, um darauf aufbauend weitere Open-Source-Lösungen umzusetzen Dabei gibt es im OSS-Umfeld keine Unterschiede mehr bzgl. Leistungsfähigkeit it zu Microsoft-Umgebungen Durch das neue Bedienerkonzept von Microsoft müssen sich gerade heute viele Unternehmen und Behörden umstellen: eine weitere Chance für Linux!

23 Haben Sie Fragen? Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit! DECOIT GmbH Fahrenheitstraße 9 D Bremen Tel.:

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