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1 Grüne Logistik aus der Sicht von Verladern und Logistikern Ein kritischer Vergleich von Wunsch und Wirklichkeit Prof. Dr. Herwig Winkler / Carmen Lippitz, Bakk. Mai 2014

2 Projektteam und Kontakt Prof. Dr. habil. Herwig Winkler Carmen Lippitz, Bakk. Forschungs- und BeratungsgesmbH Prof. Dr. habil. Herwig Winkler Am Forstgarten 2/ Klagenfurt am Wörthersee Tel.: +43 (0) URL: 2

3 Aufbau und Inhalt 1 Definitorische Grundlagen und Ziele der Arbeit 2 Forschungskonzeption und Charakterisierung der Stichprobe 3 Ergebnisse zum Kenntnisstand und den ökologischen Auswirkungen in der Logistik 3.1 Ergebnisse zum Kenntnisstand und zum Grad der Umsetzung der Grünen Logistik 3.2 Ökologische Auswirkungen von Transport und Lagerung 3.3 Bedeutung von Schadstoff- und Lärmemissionen sowie des Flächenverbaus in der Logistik 3.4 Ökologische Auswirkungen durch den Betrieb von Logistikimmobilien 4 Vergleich von derzeitigen und zukünftig geplanten ökologische Maßnahmen in der Logistik 4.1 Erwartung und Realisierung ökologischer Maßnahmen im Transport heute und in Zukunft 4.2 Erwartung und Realisierung ökologischer Maßnahmen im Fuhrpark heute und in Zukunft 4.3 Erwartung und Realisierung ökologischer Maßnahmen im Bereich der Logistikimmobilien heute und in Zukunft 4.4 Bedeutung des Kombinierten Verkehrs 5 Bedeutung ökologischer Faktoren bei der Auftragsvergabe 5.1 Schlüsselfaktoren bei der Auftragsvergabe 5.2 Bereitschaft zur Bezahlung höherer Preise und Akzeptanz längerer Lieferzeiten aufgrund einer Grünen Logistik 6 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse 3

4 1 Definitorische Grundlagen und Ziele der Arbeit 4

5 Definitorische Abgrenzung der "Grünen Logistik" Unter "Grüner Logistik" verstehen wir die Gestaltung der Logistiksysteme und prozesse mit dem Ziel, negative ökologische Auswirkungen möglichst zu vermeiden oder zu vermindern. Untersuchungsgegenstand ist primär die für die logistische Leistungserstellung erforderlichen Ressourcen- und Energieverbräuche, die auftretenden Emissionen sowie die Landnutzung in den Transport-, Umschlag- und Lagersystemen und -prozessen. Ansatzpunkte für ökologische Verbesserungen in der Logistik, ohne die ökonomische Leistungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit einzuschränken, bieten neue technologische Lösungen, organisatorische Ansätze und verhaltensbezogene Maßnahmen des eingesetzten Personals. Quelle: Verfasser 5

6 Hintergrund und Ziel der Arbeit Viele Unternehmen sehen sich heute aufgrund des gesellschaftlichen Drucks und verschiedener gesetzlicher Vorgaben bei der Leistungserstellung gezwungen, umweltbelastende Einflüsse zu vermeiden oder zu reduzieren und Ressourcen sowie Energie bewusster und effizienter zu nutzen. In der Logistik gelten insbesondere der Gütertransport auf der Straße und der Betrieb von Logistikimmobilien häufig als ökologisch problematisch. Diese Logistikbereiche stehen zunehmend auch stark in der öffentlichen Diskussion. Dies betrifft sowohl Verlader als auch Spediteure und Transporteure gleichermaßen. Das Ziel der gegenständlichen Untersuchung besteht daher darin, den Status Quo zur Umsetzung der Grünen Logistik in österreichischen Logistik- und Industrieunternehmen zu erheben. Dabei sollen insbesondere auch die unterschiedlichen Entwicklungsstände sowie die zukünftigen Erwartungen festgestellt und verglichen werden. Das Ergebnis der vorliegenden Arbeit stellt insbesondere eine wertneutrale Bestandsaufnahmen der Realisierung der Grünen Logistik zwischen Wunsch und Wirklichkeit heute und in Zukunft dar. 6

7 2 Forschungskonzeption und Charakterisierung der Stichprobe 7

8 Forschungsdesign und -prozess Nach einer umfassenden Literaturrecherche wurden die Ansatzpunkte für die Implementierung der Grünen Logistik bestimmt. Darauf aufbauend erfolgte die Entwicklung eines Online-Fragebogens als Erhebungsinstrument für eine empirische Untersuchung. Die Datenerhebung wurde im Zeitraum von Anfang November 2013 bis Ende Jänner 2014 durchgeführt. Die Recherche der zu befragenden Personen erfolgte über das soziale Netzwerk XING. Damit war es möglich, nach den Unternehmen sowie den für die Befragung erforderlichen kompetenten Personen zu suchen. Rücklaufstatistik: Anzahl der versendeten Fragebögen 306 verladende Wirtschaft 420 Logistikdienstleister Anzahl der vollständig ausgefüllten Fragebögen 79 verladende Wirtschaft 82 Logistikdienstleister Rücklaufquote 25,81% verladende Wirtschaft 19,52% Logistikdienstleister 8

9 Charakterisierung des Samples (I): Niederlassung der befragten Unternehmen Bitte teilen Sie uns mit, in welchem Bundesland Ihre Niederlassung liegt Wien Niederösterreich Anzahl der Stimmen nmin = 76 nmax= 77 Oberösterreich Salzburg 8 10 Tirol 5 6 Vorarlberg 4 5 Steiermark Kärnten Burgenland verladende Wirtschaft Logistikdienstleister Quelle: Verfasser Mehr als ein Drittel der Teilnehmer der Logistikdienstleistungsbranche stammen aus den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark. Die höchste Teilnahme der verladenden Wirtschaft ist auf die Steiermark und Wien zurückzuführen. Die höchste Beteiligung gesamt kam aus der Steiermark und Oberösterreich. 9

10 Charakterisierung des Samples (II): Anzahl der Mitarbeiter Wie viele Mitarbeiter sind in Ihrem Unternehmen tätig? Verladende Wirtschaft Logistikdienstleister nmin = 77 nmax= 80 27% 9% 25% 29% 45% 10% 35% 20% bis über 1000 bis über % der Antworten der verladenden Wirtschaft stammen von großen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern. 65% der Stimmen der Logistiker kommen aus kleineren Betrieben bis 250 Mitarbeiter. Quelle: Verfasser 10

11 Charakterisierung des Samples (III): Umsatz der Unternehmen Bitte geben Sie an, welchen Umsatz Ihr Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftet hat Verladende Wirtschaft Logistikdienstleister nmin = 63 nmax= 71 2% 3% 27% 41% 31% 68% 8% 20% bis 5 Mio 5,1 bis 10 Mio 10,1 bis 50 Mio über 50 Mio bis 5 Mio 5,1 bis 10 Mio 10,1 bis 50 Mio über 50 Mio Quelle: Verfasser Mit 95% haben sehr umsatzstarke Unternehmen der verladenden Wirtschaft (> 10,1 Mio ) an der Befragung teilgenommen. Die Verteilung nach Umsatzzahlen der Logistikdienstleister ist dagegen ausgeglichen. 11

12 Charakterisierung des Samples (IV): Branchenübersicht Bitte teilen Sie uns mit, in welcher Branche Ihr Unternehmen aus der verladenden Wirtschaft tätig ist. Bitte teilen Sie uns mit, in welcher Branche die Kunden Ihres Logistikdienstleisters überwiegend tätig sind. Automobilindustrie Bergbau Chemieindustrie Lebensmittelindustrie Energieindustrie Elektroindustrie Handel Holzindustrie Maschinenbau Papierindustrie Textilindustrie Sonstiges Anzahl der Stimmen verladende Wirtschaft Logistikdienstleister nmin = 78 nmax= 82 Mehrfachnennungen Quelle: Verfasser Der Handel und die Automobilindustrie sind die bestimmenden Branchen der verladenden Wirtschaft. Die Kunden der Logistikdienstleister sind überwiegend in denselben Bereichen tätig: Handel, Auto- und Lebensmittelindustrie. 12

13 3 Ergebnisse zum Kenntnisstand und den ökologischen Auswirkungen in der Logistik 13

14 3.1 Ergebnisse zum Kenntnisstand und zum Grad der Umsetzung der Grünen Logistik 14

15 Bekanntheitsgrad des Begriffs "Grüne Logistik" Kennen Sie den Begriff Grüne Logistik bereits? Verladende Wirtschaft Logistikdienstleister nmin = 83 nmax= 88 6% 20% 80% 94% Ja Nein Ja Nein 80% der verladenden Wirtschaft ist der Begriff der Grünen Logistik bekannt. In der Branche der Logistikdienstleister sind es 94%. Quelle: Verfasser 15

16 Stand zur Umsetzung der Grünen Logistik Wird Grüne Logistik in Ihrem Unternehmen bereits umgesetzt? Verladende Wirtschaft Logistikdienstleister nmin = 83 nmax= 86 29% 37% 71% 63% Ja Nein Ja Nein Grüne Logistik wird bei 29% der verladenden Wirtschaft umgesetzt. In den Unternehmen der Logistikdienstleister sind es bereits 63%. Quelle: Verfasser 16

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