Veränderungen und Entwicklungen im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen

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1 Veränderungen und Entwicklungen im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW Fachbereich Kommunaler Verwaltungsdienst Abteilung Hagen Von: Timo Cowalski Tanja Görzel Janina Haupt Michaela Höfer Eva-Christin Wolff

2 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung Theoretischer Hintergrund Einflussfaktor Schule Einleitung in die Thematik Kriterien einer Ganztagsschule Formen und Mischformen der ganztägigen Konzeption Ziele des ganztägigen Konzeptes Sachstandslage in Nordrhein- Westfalen Offene Ganztagsgrundschule Gebundener Ganztag an weiterführenden Schulen Sachstandslage in Lüdenscheid Offene Ganztagsgrundschulen Gebundener Ganztag an weiterführenden Schulen Das Abitur nach 8 Jahren Einflussfaktor Gesellschaft Gesellschaftlicher Wandel Familie heute Entwicklung der Familie Einfluss des Krieges auf die Familie Familie heute Der Wertewandel Theorien zum Thema Wertewandel Die Veränderung der Werte Einflussfaktor Geld Begriffsdefinition und Funktionen Taschengeld und seine Bedeutung Weitere finanzielle Mittel von Kindern und Jugendlichen Konsumverhalten und seine Auswirkungen Einflussfaktor Medien Veränderung des Medienkonsums Medien und neue Medien Die Entstehung des Internets Die Entstehung der Unterhaltungselektronik

3 Mediennutzung in der Freizeit Auswirkungen und Risiken der neuen Medien Der Einfluss der Medien Mediennutzung in der Schule Warum hat sich die Mediennutzung in den Schulen verändert? Welche Auswirkung hat die Veränderung der Mediennutzung in... den Schulen Einfluss auf die Personalentwicklungen der Schulen Methode der Befragung Formen sozialwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden Der Fragebogen Das Interview Sonstige Methoden Ausgewählte Methode Die Vorteile Die Nachteile Personenkreis Durchführung der Befragung Erstellung des Fragebogens Festlegung der Testart Inhalt des Fragebogens Gütekriterien eines wisschenschaftlichen Tests Objektivität Reliabilität Validität Zwischenergebnis zur Erfüllung der Hauptkriterien Nebenkriterien Gesamtergebnis zur Erfüllung der Gütekriterien Testentwicklung Konstruktionsstrategie Testlänge, Testdauer Aufbau und Struktur des Fragebogens Entwicklung der Fragen Ergebnis zur Erstellung des Fragebogens Organisation der Befragung

4 4.2.1 Durchführung eines Pretests Organisation der Befragung an Lüdenscheider Schulen Ablauf der Befragung Ablauf der Befragung an Grundschulen Ablauf der Befragung an weiterführenden Schulen Erhebung der Befragungsdaten/allgemeine Statistik Erhebung der Befragungsdaten Auswertungsobjektivität Berechnung der Reliabilität Allgemeine Statistik Allgemeine Statistik über die Grundschulen Allgemeine Statistik über die weiterführenden Schulen Auswertung Untersuchungsgegenstand Schule... Schwerpunkte: Dauer des Schulaufenthaltes, Zeit für Hausaufgaben... und zum Lernen (sowie in weiterführenden Schulen das Vorbereiten... von Referaten), tatsächlich übrig bleibende Freizeit Ergebnis Grundschulen Weiterführende Schulen Analyse Grundschulen Weiterführende Schulen: Schlussfolgerung Untersuchungsgegenstand Freizeit... Schwerpunkte: Freizeitaktivitäten/Vereinstätigkeiten/Lieblingsaufenthaltsorte... /Wünsche nach weiteren Freizeitangeboten Ergebnis Ergebnisse der Grundschulen Ergebnisse der weiterführenden Schulen Analyse Analyse der Ergebnisse der Grundschulen Analyse der Ergebnisse der weiterführenden Schulen Schlussfolgerung Untersuchungsgegenstand Geld... Schwerpunkte: Frei verfügbares Geld/Verwendung des Geldes Ergebnis

5 Grundschulen Weiterführende Schulen Analyse Grundschulen Weiterführende Schulen Untersuchungsgegenstand Medien... Schwerpunkte: Medienpräferenz, Medienkonsum, Kommunikationsmedien Ergebnis Ergebnis Grundschulen Ergebnis Weiterführende Schulen Analyse Analyse Grundschüler: Analyse weiterführende Schulen Schlussfolgerung Fehlerdiskussion Vergleich des Freizeitverhaltens der Jugend in Lüdenscheid mit... dem Forschungsergebnis der Shell Jugendstudie im besonderen Hinblick... auf Veränderungen und Entwicklungen Fazit Literaturverzeichnis Erstellungsplan

6 1. Einleitung Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. Inhaltlich könnte man dieses Zitat ohne weiteres einer der aktuellen Jugendstudien zuordnen. Tatsächlich stammt es von Sokrates, der diese Feststellung vor weit über zwei Jahrtausenden getroffen hat. Wir sehen die Jugend ist nicht erst seit heute eine Generation, mit der es sich zu beschäftigen lohnt und der Aufmerksamkeit zu widmen ist. Wer ist das die Jugend? Was sind die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen? Dieses heraus zu finden ist das Ziel der Projektarbeit. Konkret geht es darum, dass Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen in Lüdenscheid sowie dessen Veränderungen und Entwicklungen aufzuzeigen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Punkten der Menge an Freizeit, der Art ihrer Gestaltung und auf den Wünschen der Kinder und Jugendlichen im Hinblick auf neue Freizeitangebote. Der Stadt Lüdenscheid soll mit dieser Arbeit eine Handlungshilfe zur Verfügung gestellt werden, die insbesondere für die Fortschreibung des kommunalen Kinder- und Jugendförderplanes sowie die Optimierung ihrer Kinder- und Jugendarbeit, beispielsweise der bedarfsgerechten Verbesserung des Freizeitangebots, von Bedeutung ist. Die heutige Jugend hat vielfach differierende und differenzierte Ansichten und Bedürfnisse, was unter anderem auch durch ein sehr vielschichtiges Freizeitspektrum offenkundig wird. Die beste Quelle für Auskünfte darüber sind die Kinder und Jugendlichen selbst. Grundlage dieser Arbeit sind daher Erkenntnisse, die durch eine direkte Befragung der Betroffenen - in diesem Fall der Kinder und Jugendlichen in Lüdenscheid - und nicht durch eine bundesweite Studie, wie beispielsweise der Shell Jugendstudie 2010 oder Veröffentlichungen in der Presse, gewonnen worden sind. Die Projektgruppe hat repräsentativ für alle Kinder und Jugendlichen der Stadt alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3, 6, 9 und 12 aller Lüdenscheider Schulen per Fragebogen befragt und diese gebeten, Auskünfte über sich, ihr Freizeitverhalten und ihre Freizeitwünsche zu geben. Diese Projektarbeit stellt die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Befragung vor. 6

7 Erstellt wurde diese Projektarbeit gemeinsam von fünf Studierenden der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Hagen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Lüdenscheid. Redaktionell sei darauf hingewiesen, dass zur Optimierung des Leseflusses der maskuline Plural auch die weibliche Form inhaltlich einschließt, also z.b. die Schüler in dieser Arbeit die Schülerinnen und Schüler umfassen. 7

8 2. Theoretischer Hintergrund 2.1 Einflussfaktor Schule Einleitung in die Thematik Das Konzept der Ganztagsschule hat hier zu Lande eine gewisse Form von Tradition 1, denn wie auch in anderen Ländern Europas war diese Schulform im 19. Jahrhundert auch in Deutschland fester Bestandteil des schulischen Alltags. Allerdings gab es zu diesen Zeiten im Vergleich zur heutigen Form des Ganztages eine zweistündige Unterbrechungszeit in den Mittagsstunden, in der die Tätigkeiten der Kinder und Jugendlichen nicht in die Verantwortung der Schule fielen, sondern sie z.b. zum Essen nach Hause zu ihren Familien gingen oder sich für den nachmittäglichen Unterricht präparierten. Diese Unterbrechungszeit ist zu Zeiten der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert weggefallen, um die mehrfachen Hin- und Rückwege zur Schule für die Schüler zu vermeiden. Während in dieser Zeit andere Länder neben der Vermittlung von Lernstoff erzieherische Elemente mit in den Schulalltag einfließen ließen, blieb die deutsche Form des Ganztages traditionell ausschließlich auf die Unterrichtsinhalte bezogen. 2 Erst in der Weimarer Republik wurden anhand von reformpädagogischen Modellen 3 die Ganztagseinrichtungen erneuert, damals allerdings im Vergleich zu heute nur in einer geringen Zahl. Zu der Zeit des Regimes der Nationalsozialisten fand diese Änderungen des Schulsystems in Deutschland ein Ende. 4 Erst nach dem zweiten Weltkrieg, und zwar in den 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, in denen Maßnahmen zum Umbau des damaligen Schulsystems stattfanden 5, begann die Idee der Ganztagsschule wieder Einzug zu halten. 6 In den 1970er Jahren gab es eine Periode des Ausprobierens mit ganztägigen Schulkonzepten. Allerdings blieb die Zahl der ganztägigen Schulen trotzdem bis in die 1990er Jahre hinein eher niedrig und fand ihren Schwerpunkt vor allem begrenzt auf wenige Bundesländer, zu denen auch Nordrhein-Westfalen zählte. Seit nunmehr Mitte der 1990er Jahre gibt es allerdings verstärkte Bemühungen um eine Erweiterung der schulischen Angebote. 7 Diese Bemühungen wurden insbesondere gefördert durch die in den letzten Jahren bekanntgewordenen Ergebnisse von internationalen Studien zu Schule und Bildung, wie z.b. 1 Vgl. Klieme, Holtappels, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Appel, Rutz, Seite 17 3 Vgl. Klieme, Holtappels, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Appel, Rutz, Seite 18 5 Vgl. Klieme, Holtappels, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Appel, Rutz, Seite 18 7 Vgl. Klieme, Holtappels, Rauschenbach, Stecher, Seite 354 8

9 die PISA-Studie im Jahr 2000 oder die OECD-Studie im Jahr 2006, die den schlechten Stand des deutschen Bildungswesens in Bezug auf die Ergebnisse anderer Länder herauskristallisierte. Diese Resultate führten zu einer erneuten bildungspolitischen Auseinandersetzung hinsichtlich der Einführung von ganztägigen schulischen Konzepten. Darüber hinaus haben es aber auch die veränderten Bedingungen, unter denen die Kinder und Jugendlichen heutzutage aufwachsen, notwendig werden lassen, die bildungspolitischen Zielsetzungen zu überarbeiten. So liegt als eine veränderte Lebensbedingung der Wandel zu einer von Wissen geprägten Gesellschaft vor, der an die Schüler die Anforderung stellt, mehr Fähigkeiten zu erlangen und Kenntnisse vorzuweisen als noch vor wenigen Jahren und Jahrzehnten Kriterien einer Ganztagsschule Die verschiedenen Länder der Bundesrepublik Deutschland entwickelten selbstständig Richtlinien zu dem Auf- bzw. Ausbau der ganztägigen Schulkonzepte, sodass es in der deutschen Bildungslandschaft eine Vielzahl unterschiedlicher organisatorischer Formen gibt. 9 So gibt es z.b. je nach Bundesland unterschiedliche Benennungen für die Ganztagsschule sowie verschiedene Strukturen, wie hinsichtlich der Öffnungszeiten, die zwischen drei und fünf Tagen in der Woche mit sieben bis neun Stunden pro Tag liegen können. 10 Die Kultusministerkonferenz der Länder hat sich trotz dieser Vielfalt und der Unterschiede auf Kriterien geeinigt, die von der ganztägigen Konzeption bundesweit erwarten werden. Die folgende Definition beinhaltet dabei sowohl den Aspekt des ganztägigen Unterrichts als auch den der Betreuung. Der Definition der Kultusministerkonferenz zufolge sind Ganztagsschulen Schulen, bei denen im Primarbereich - also im Bereich der Grundschule - als auch im Bereich der Sekundarstufe I: - an mindestens drei Tagen pro Woche für minimal sieben Zeitstunden täglich ein ganztägiges Angebot, d.h. genauer Unterricht und/oder außerunterrichtliche Angebotselemente, für die Schülerschaft durchgeführt werden Vgl. Zeller, Seite 7 9 Vgl. Klieme, Holtappels, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. (Vgl. 1. Link) 11 Vgl. Klieme, Holtappels, Rauschenbach, Stecher, Seite 355 9

10 - an Tagen, an denen das ganztägige Konzept stattfindet, für die teilnehmenden Schüler ein Mittagsessen angeboten wird. - bei denen die Nachmittagsangebote in einer methodischen Verbindung mit dem Vormittagsunterricht stehen und diese unter der Verantwortung und Aufsicht des Schulleiters organisiert und in einer intensiven Zusammenarbeit mit diesem durchgeführt werden Formen und Mischformen der ganztägigen Konzeption Es gibt unterschiedliche Formen von Ganztagsschulen, die abhängig von verschiedenen Einflussfaktoren sein können. 14 Sie lassen sich trotzdem in den drei folgenden grundlegenden Modellen darstellen: Eine dieser Formen ist das voll gebundene Modell. Das bedeutet, es gibt Schulzeiten für die gesamte Schülerschaft, die bindend sind. Dies heißt in Verbindung mit der Definition der Kultusministerkonferenz, dass alle teilnehmenden Schüler verpflichtet sind, an mindestens drei Tagen pro Woche für mindestens sieben Stunden pro Tag an den ganztägigen Angeboten teilzunehmen. Es gibt bei dieser Form eine Verknüpfung von Unterricht mit außerunterrichtlichen Elementen, wie Arbeitsgemeinschaften, Betreuungen und Förderungen, die von Lehrern aber auch anderen Arbeitskräften, wie Erziehern, Sozialpädagogen, Übungsleitern, Schülern und Studierenden, Praktikanten, Zivildienstleistenden, Bewegungs-, Spiel- und Sportpädagogen, aber auch entsprechenden Eltern 15 durchgeführt und unterstützt werden. Weitere Ausführungen zu den außerunterrichtlichen Angeboten an Ganztagsschulen werden im Rahmen des Gliederungspunktes 5.1 dieser Projektarbeit vorgenommen. Diese Form von Ganztagsschulen befindet sich im Vergleich zu der folgenden Form des Ganztages im Normalfall in schulischer Trägerschaft. Das zweite Modell ist die Ganztagsschule in offener Form. Bei diesem Modell können sich einzelne Schüler bzw. Schülergruppen an den ganztägigen Angeboten der Schule beteiligen. In dieser offenen Form der Ganztagsschule gibt es eine Kombination aus festgelegten Schulzeiten für die gesamte Schülerschaft, wobei dies der klassischen Halbtagsschule entspricht, und weitergehend die Bereitstellung von freiwilligen Angeboten für Teile der 12 Vgl. Quellenberg, Seite Vgl. (Vgl. 1. Link) 14 Vgl. Dieckmann, Höhmann, Tillmann, Seite Vgl. Schröer, Seite 23 10

11 Schülerschaft. 16 Allerdings ist für die Schüler, die für die Offene Ganztagsschule angemeldet sind, die Teilnahme an den Zusatzangeboten verpflichtend. 17 Diese Angebote finden am Nachmittag statt, umfassen schwerpunktmäßig das Mittagessen, Spiel-, Freizeit- und Sportangebote, aber auch die Hausaufgabenbetreuung. Die Angebote werden von Lehrern und weiterem Personal durchgeführt. Im Vergleich zu der Ganztagsschule in gebundener Form, ist diese Art teilweise in außerschulischer Trägerschaft. 18 Die Kooperationspartner können u.a. Träger der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch Sportvereine, Musikschulen, Betriebe, Bibliotheken, kirchliche Organisationen oder Wohlfahrtsverbände sein, um nur einige zu nennen. 19 Das dritte Modell ist die teilweise gebundene Ganztagsschule. Bei dieser Form entscheidet sich ein Teil der Schülerschaft, das können z.b. einzelne Klassen oder eine Stufe sein, an den schulischen Ganztagsangeboten für minimal drei Tage in der Woche und je mindestens sieben Zeitstunden pro Tag teilzunehmen. Die Teilnahme an den ganztägigen Konzeptionen wird von den Schülern bzw. deren Eltern für mindestens ein Schulhalbjahr angemeldet. Neben den genannten Grundformen haben sich in der Praxis aber auch vermehrt Mischformen gebildet, von denen folgend einige aufgeführt werden: - Es gibt so z.b. ganztägige Konzeptionen, bei denen die Schule in schulischer Trägerschaft bleibt, es allerdings ganztägige Programme gibt, die von verschiedenen außerschulischen Trägern durchgeführt werden. So entsteht eine bewusste Zusammenarbeit der Schule mit außerschulischen Partnern. - Weitergehend gibt es Ganztagskonzepte, bei denen eine getrennte Trägerschaft von schulischem Unterrichtsbetrieb und der Betreuungsangebote, wie z.b. durch Horte, vorliegt. Diese werden dann u.a. durch Träger der Jugendhilfe oder Fördervereinen durchgeführt Vgl. Holtappels, Klieme, Radisch, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Müller, Seite Vgl. Holtappels, Klieme, Radisch, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Arnoldt, Seite Vgl. Holtappels, Klieme, Radisch, Rauschenbach, Stecher, Seite 39 11

12 Ziele des ganztägigen Konzeptes Es sind vor allem bildungs-, familien- und arbeitsmarktpolitische Gründe, die den Ausbau der ganztägigen Schulformen bestärken. 21 Zunächst wird an dieser Stelle genauer auf die bildungspolitischen Ziele eingegangen. Es ist ein bildungspolitisches Ziel des ganztägigen Schulkonzeptes durch längere Schulzeiten Bildungsbenachteiligungen entgegen zu steuern und insbesondere auch Schülern aus sozial schwachen Elternhäusern verbesserte Voraussetzungen für das erfolgreiche Gelingen ihrer schulischen Laufbahn, 22 und auch günstigere Integrationsvoraussetzungen z.b. für Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund zu schaffen. 23 Dies ist im besonderen Maße durch den größeren Zeitfaktor im Vergleich zu den zeitlichen Voraussetzungen von Halbtagsschulen möglich, anhand dessen Lernvorgänge mit mehr Zeit angegangen und entwickelt werden können. Es hat unter anderem auch den positiven Nebeneffekt, dass Stresssituationen für die Schüler reduziert, ggf. sogar vermieden werden können, und auch die Qualität des Unterrichts verbessert wird. So ist es durch den größeren zeitlichen Rahmen einfacher, zusätzliche Unterrichtsangebote einfließen zu lassen, die in Halbtagsschulen immer wieder durch strukturbedingte und hierbei vor allem zeitliche Vorgaben eine Einschränkung finden. 24 Weitergehend ist eine umfassendere Förderung möglich, die nicht in Abhängigkeit steht zu zeitlichen, finanziellen und erzieherischen Bedingungen des Elternhauses. So können für alle Kinder und Jugendlichen in Ahnlehnung an den Zielsetzungsgedanken der Chancengleichheit gute Voraussetzungen erzielt werden. Neben Förderung in Gruppen ist es weitergehend ebenso möglich Einzelförderungen zur Aufarbeitung individueller Problematiken anzubieten. 25 Zum Bereich der Förderung gehört auch die Erfüllung der Hausaufgaben, damit die Schüler mit deren Bearbeitung weitestgehend fertig sind, wenn sie z.b. am frühen Abend nach Hause kommen. Aus diesem Grund sind alle ganztägigen Schulen gehalten, die Hausaufgabenthematik mit in ihr Strukturprinzip zu integrieren. 26 Bei dieser Thematik muss natürlich eine Differenzierung zwischen den verschiedenen Formen des Ganztages vorgenommen werden. So können die offenen Ganztagsschulen die Erfüllung der Hausaufgaben auf Grund der Freiwilligkeit, die dieses Konzept beinhaltet, nur teilweise realisieren. Bei den Ganztagsschulen in gebundener Form muss berücksichtigt werden, dass sie einen überdurchschnittlichen Zeitverbrauch für die Erledigung der Hausaufgaben begrenzen 21 Vgl. Klieme, Holtappels, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Börner, Beher, Düx, Züchner, Seite Vgl. Beher, Haenisch, Hermens, Liebig, Nordt, Schulz, Seite 9 24 Vgl. Appel, Rutz, Seite Vgl. ebenda, Seite Vgl. ebenda, Seite 79 12

13 wollen, um so die gebundenen sowie die ungebundenen Freizeitbereiche der Schüler nicht zu sehr einzuschränken oder deren Bestand sogar auszulöschen. 27 Neben der oben erwähnten Förderung der leistungsschwächeren Schüler können durch den größeren Zeitrahmen auf der anderen Seite auch sehr begabte Schüler gefördert werden. 28 Zwar bringt es dieses größere zur Verfügung stehende Zeitvolumen mit sich, dass die Schüler mehr Zeit zum Lernen haben, auf der anderen Seite sind die Schüler einer Ganztagsschule im Vergleich zu ihren Altersgenossen, die eine Halbtagsschule besuchen, dadurch aber auch in einem größeren zeitlichen Umfang gebunden, denn der Unterricht in einer Halbtagsschule endet meist mittags und folglich finden die Tätigkeiten, wie die mittägliche Mahlzeit aber auch die weitergehende Zeitplanung, in einem familiären oder anderweitig privaten Bereich statt. 29 An dieser Stelle soll nun auf die familienpolitischen Ziele des ganztägigen Konzeptes eingegangen werden. Familienpolitische Ziele sind unter anderem die Entwicklung und Durchführung von Angeboten, die die Familien unterstützen, um so eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Elternhaus aufzubauen. Weitergehend soll durch die Ganztagsschule für die Erziehungsberechtigten die Kombination von Familie und Beruf möglich gemacht bzw. vereinfacht werden. 30 Die ganztägige Konzeption kann dabei z.b. insbesondere familiäre Formen, wie die der Familien mit nur einem Elternteil, Familien mit Eltern, die beide berufstätig sein wollen, und auch Eltern mit unzureichender Erziehungsfähigkeit entlasten. 31 Im Rahmen der Thematik der familienpolitischen Ziele ist anzumerken, dass es fraglich ist, in welcher Weise sich die längere Schulzeit auf die Zeit in den Familien auswirkt. 32 Auf der einen Seite wird zwar die Familie durch die Strukturen der ganztägigen Form beispielsweise von der mittäglichen Essensversorgung sowie der bereits aufgeführten Aufgabe der Hausaufgabenbetreuung befreit. Auf der anderen Seite führen aber damit die Ganztagsschulen auch vermehrt Aufgaben durch, die traditioneller Weise in die Verantwortung der Familie fallen. 33 Über diese interfamiliären Einflüsse hinaus können auf Grund des ganztägigen Angebotes weitergehend auch Beeinflussungen und Veränderungen des Freizeitverhaltens der Schüler angenommen werden. So verändert die Ganztagsschule bzw. das ganztägige Angebot, die besonders in den alten Bundesländern bisher vorliegenden Zeitstrukturen, in der die Schule 27 Vgl. Appel, Rutz, Seite Vgl. Holtappels, Klieme, Radisch, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Züchner, Seite Vgl. Holtappels, Klieme, Radisch, Rauschenbach, Stecher, Seite Vgl. Appel, Rutz, Seite Vgl. Züchner, Seite Vgl. Züchner, Seite

14 ursprünglich in den Morgenstunden angesiedelt war. 34 Der Aspekt der geringer werdenden frei verfügbaren Zeit wird versucht durch die Ganztagsschule aufzufangen, denn die ganztägige Anwesenheit der Schüler in der Schule führt dazu, dass die in unserer Gesellschaft immer bedeutendere Freizeitplanung in den Erziehungs- und Bildungsauftrag von Ganztagsschulen integriert wird. 35 So ist es notwendig, dass sich die Ganztagsschule nach den Wünschen der Schüler und ihrer Eltern richtet. 36 Die Ganztagsschule wird somit für die Kinder und Jugendlichen zu einem Platz persönlich gewählter Freizeitaktivitäten. 37 Als ein arbeitsmarktpolitisches Ziel in Verbindung mit der ganztätigen Schule wird angestrebt, den Schülern qualifizierte Fähigkeiten und Kompetenzen beizubringen, um ihnen somit die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit für die Arbeitswelt zu sichern. 38 Diese können besonders durch die Kooperation mit Betrieben und Firmen gefördert und verbessert werden, da den Schülern dort ein Einblick in die Arbeitsmarktstrukturen gegeben werden kann Sachstandslage in Nordrhein- Westfalen Innerhalb dieses Gliederungspunktes wird komprimiert eine Lagebeschreibung des Sachstandes in Nordrhein-Westfalen gegeben. In diesem Bundesland erweitert die Landesregierung nach und nach die ganztägige Form der Schule. Dieser verstärkte Ausbau lässt sich auch an den Schülerzahlen der Ganztagsschulen erkennen. So nimmt im aktuellen Schuljahr jeder dritte Schüler in Nordrhein-Westfalen an ganztägigen Angeboten teil. Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Weiterentwicklung und den Ausbau des ganztägigen Konzepts als Schulform in den nächsten Jahren dem Bedarf entsprechend weiterzuführen. 39 Folgend soll ein Einblick gegeben werden, wie die aktuelle Sachstandslage in Nordrhein- Westfalen in Bezug auf die Offenen Ganztagsgrundschulen und dem gebundenen Ganztag in den weiterführenden Schulen ist. 34 Vgl. ebenda, Seite Vgl. Appel, Rutz, Seite Vgl. ebenda, Seite Vgl. ebenda, Seite Vgl. Beher, Haenisch, Hermens, Liebig, Nordt, Schulz, Seite 9 39 Vgl. (Vgl. 1. Link) 14

15 Offene Ganztagsgrundschule In Nordrhein-Westfalen wurde das Konzept der Offenen Ganztagsgrundschule im Schuljahr 2003/2004 zunächst mit 235 Schulen eingeführt. 40 Zwei Jahre später, im Schuljahr 2005/2006, war die Anzahl bereits auf offen organisierter Ganztagsschulen gestiegen. Es standen zu diesem Zeitpunkt Plätze für ca Kinder zur Verfügung. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass diese Zahl auch die Anzahl von etwa Plätzen für Kinder, die einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen, beinhaltet. 41 Den Angaben auf der Internetseite des nordrheinwestfälischen Schulministeriums nach, waren im Schuljahr 2009/2010 von insgesamt Grundschulen nun bereits Schulen in offener Form konzipiert. Weitere 15 Grundschulen waren in gebundener Form organisiert. 42 Dieses Zahlenverhältnis belegt, dass Ganztagsschulen im Primarbereich vorwiegend in offener Form bestehen. In diesem Schuljahr war es möglich, eine Anzahl von Plätzen bereitzustellen. Im aktuellen Schuljahr 2010/2011 gibt es nun Mittel seitens der Landesregierung für Plätze im offenen Ganztag des Primarbereichs. 43 Diese Zahlen machen sichtbar, dass der Bedarf nach ganztägigen Angeboten im Bundesland mit der größten Bevölkerungszahl sehr groß ist. 44 Gemäß dem Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung (12-63 Nr. 4) vom mit Berücksichtigung des Runderlasses vom zur offenen Ganztagsschule im Primarbereich, ist es eine Zielsetzung des Konzeptes auf Attraktivität und Qualität der Offenen Ganztagsgrundschulen gesteigerten Wert zu legen. In diesem Zusammenhang soll auch der Bereich der Entwicklungsförderung der Kinder im Hinblick auf ihre schulische, soziale und auch persönliche Förderung vermehrt berücksichtigt werden. 45 Die Landesregierung hilft sowohl den Schulen als auch den Schulträgern bei der Entwicklung und Durchführung des Ganztages unter anderem durch finanzielle Förderungen und weitere Unterstützungsprogramme. 46 Darüber hinaus hilft die Landesregierung den Schulen bei dieser Qualitätsentwicklung durch entsprechende Fortbildungen und Materialien Vgl. (Vgl. 2. Link) 41 Vgl. (Vgl. 3. Link) 42 Vgl. (Vgl. 4. Link) 43 Vgl. (Vgl. 4. Link) 44 Vgl. Beher, Haenisch, Hermens, Nordt, Prein, Schulz, Seite Vgl. (Vgl. 5. Link) 46 Vgl. (Vgl. 3. Link) 47 Vgl. (Vgl. 1. Link) 15

16 Gebundener Ganztag an weiterführenden Schulen Den Daten des nordrhein-westfälischen Schulministeriums zufolge findet auch bei den weiterführenden Schulen mit gebundenem Konzept in der Sekundarstufe I ein deutlicher Ausbau statt. So entwickeln sich immer mehr Schulen zu Ganztagsschulen oder bauen den Ganztagsbetrieb aus. Es gibt zur Förderung dieses Ausbaus und der Verbesserung verschiedene Unterstützungsprogramme seitens der Landesregierung. Auf ihrer Internetseite befinden sich auch Zahlen zu dem Vorkommen der Ganztagsschulen im weiterführenden Schulbereich. Diese entsprechen einem im Frühjahr 2010 prognostizierten Blick auf den Stand im Schuljahr 2010/2011. Anzumerken ist hierbei, dass die Anzahl der Schulen dem Stand des letzten Schuljahres entspricht. Die Zahlen legen dar, dass von den insgesamt 672 Hauptschulen, 333 Schulen in einer ganztägigen Form konzipiert sind. Die 559 Realschulen sind in 127 Fällen Ganztagsschulen. Bei den 630 Gymnasien sind 137 Ganztagsschulen. Von 221 Gesamtschulen sind insgesamt 212 Schulen in ganztägiger Konzeption organisiert. 48 Der Ausbau dieser Schulformen wird, wie bereits oben angeführt, noch erweitert. So gibt es, um nur einige Beispiele anzuführen, seit den letzten zwei Jahren 116 neue Ganztagsgymnasien sowie weitergehend 100 neue Ganztagsrealschulen. 49 Über die Neuentstehung hinaus erweitern aber auch bereits bestehende Ganztagsschulen ihre ganztägige Form, wie z.b. 229 Hauptschulen seit Vgl. (Vgl. 4. Link) 49 Vgl. (ebenda) 50 Vgl. (Vgl. 4. Link) 16

17 2.1.3 Sachstandslage in Lüdenscheid Offene Ganztagsgrundschulen In der Stadt Lüdenscheid gibt es nach den Daten der amtlichen Schulstatistik zum im Primarbereich insgesamt eine Gesamtschülerzahl von Schülern verteilt auf 112 Klassen in elf Grundschulen. Nach der Information der Internetseite der Stadt Lüdenscheid, Stand Schuljahr 2009/2010, wird in den folgenden Grundschulen die offene Form des Ganztages angeboten: Adolf-Kolping-Schule, Schule Bierbaum, Schule Brügge, Erwin-Welke-Schule, Hermann- Gmeiner-Schule, Knapper-Schule, Schule Lösenbach, Pestalozzischule, Schule Schöneck, Tinsberger Schule, Wehberger Schule sowie der Westschule. Diese Offenen Ganztagsgrundschulen sind von Montags bis Freitags in der Zeit von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr für die Schüler geöffnet. Darüber hinaus ist in einem Teil der Schulferien ebenfalls eine Betreuung möglich. Dies entspricht auch den Ausführungen des bereits im vorletzten Gliederungspunkt angeführten Runderlasses, der darlegt, dass eine Betreuung in den Ferien stattfinden kann. 51 Für die Teilnahme an der Betreuung in den Tageseinrichtungen und in der Tagespflege ist laut dem Ratsbeschluss vom ein Elternbeitrag zu zahlen, der sich anhand des jährlichen Einkommens der Eltern bemisst. Dieser Aspekt ist auch auf der Internetseite des Schulministeriums angeführt. 52 Über die offene Form der Ganztagsgrundschule hinaus ist in Lüdenscheid an den städtischen Grundschulen, mit Ausnahmen der Hermann-Gmeiner- Schule, der Knapper Schule und der Tinsberger Schule, eine Betreuung im Rahmen der Maßnahme Schule von 8 bis 13 Uhr möglich. Diese Form der Betreuung wird von den an den Schulen wirkenden Betreuungsvereinen oder von den freien Trägern organisiert. Für diese Art der Betreuung fällt ebenfalls ein zu zahlender Monatsbeitrag an. Bei dieser Betreuungsvariante gibt es keine Betreuung in den Schulferien. 53 Wie Passagen des Kita-Plans der Stadt Lüdenscheid verdeutlichen, gab es im Bereich der Kinderbetreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschule einen Anstieg an zur Verfügung stehenden Plätzen. So waren im Schuljahr 2005/2006 für diesen Bereich 231 Plätze vorhanden. Diese stiegen bis 2010 in kontinuierlicher Weise auf 640 Plätze an. Für diese zur Verfügung stehenden 640 Plätzen sind dem Stand vom zufolge, 637 Kinder angemeldet. 51 Vgl. (Vgl. 1. Link) 52 Vgl. (Vgl. 2. Link) 53 Vgl. (Vgl. 2. Link) 17

18 Betreuungsangebote finden bei zwei der Grundschulen anhand von Kooperationen mit Horten statt. Weitergehend ist anzumerken, dass sich Betreuungsvereine an fast allen Grundschulstandorten angesiedelt haben, die bis Uhr die außerunterrichtliche Betreuung und Zusatzangebote durchführen. Weitergehend gibt es in Lüdenscheid bei zwei Grundschulen Kooperationen mit CVJM-Jugendfreizeitstätten. Unter Hinzuziehung der Plätze im offenen Ganztagsbereich (OGS), der Hortplätze sowie der momentanen Plätze in großen altergemischten Gruppen, und die Tagespflegeplätze für Grundschulkinder beläuft sich die Betreuungsmöglichkeit auf 739 Plätze Gebundener Ganztag an weiterführenden Schulen Die Stadt Lüdenscheid ist im weiterführenden Bereich Schulträger von zwei Hauptschulen, zwei Realschulen, drei Gymnasien, einer Gesamtschule, einer Förderschule und einer Schule für Kranke. Von diesen ist die Hauptschule Stadtpark (der amtlichen Schulstatistik zufolge mit 381 Schülern), die Adolf-Reichwein-Gesamtschule (mit 1225 Schülern) und die Friedensschule der Stadt Lüdenscheid mit dem Förderschwerpunkt Lernen (mit 214 Schülern) als Ganztagsschule organisiert Das Abitur nach 8 Jahren In den letzten Jahren entwickelt sich die gymnasiale Oberstufe nach und nach von einem 9- jährigen Gymnasium zu einem 8 Jahre dauernden Gymnasium. In den einzelnen Bundesländern gab es allerdings einen unterschiedlichen Einführungszeitpunkt dieses sogenannten G8-Abiturs. In Nordrhein-Westfalen wurde die verkürzte Zeit bis zum Abitur im Jahre 2005 eingeführt. So machen die im Jahre 2005 in die 5. Klasse eingeschulten Kinder als erste Gruppe dieses Konzeptes im Jahre 2013 Abitur. In dem Jahr wird es in Nordrhein- Westfalen dann zu einem zweifachen Abiturjahrgang kommen, da der letzte Jahrgang mit 9 Jahren zum Abitur ebenfalls 2013 seinen Abschluss machen wird. Für die meisten der Schüler, die ihr Abitur nach acht Jahren ablegen, ist die Umstellung auf das G8-Abitur im Vergleich zu ihren Vorgänger-Jahrgängen mit einer größeren zeitlichen Belastung verbunden, die auch Auswirkungen auf ihre nach der Schule stattfindenden Freizeittätigkeiten haben könnte. 55 Die Schulzeit wird in der gymnasialen Form der Oberstufe 54 Vgl. (Vgl. 3. Link) 55 Vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung, Seite 63 18

19 auf acht anstatt neun Schuljahre verkürzt. Dies hat Auswirkungen auf andere Schulformen, 56 da diese Umstrukturierungsprozesse nur an den Gymnasien aber nicht an den Gesamtschulen von statten gehen. 57 In Nordrhein-Westfalen wird es im Schuljahr 2009/2010 das letzte Mal eine zehnte Klasse als Abschlussklasse der Sekundarstufe I geben, denn das achtjährige Gymnasium besteht in der Sekundarstufe I aus den Klassen 5 bis 9, an die sich weiterhin eine dreijährige gymnasiale Oberstufe mit einer Einführungsphase in nun Klasse 10 anstatt Klasse 11 und einer anschließenden zweijährigen Qualifikationsphase, bestehend aus nun den Klassen 11 und 12 anschließen. 58.So erlangen die Schüler in den Gymnasien die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe am Ende der 9.Klasse mit der Versetzung in die 10.Klasse. Den schulischen Teil der Fachhochschule erreichen die Schüler weiterhin am Ende der Qualifikationsphase. Im Vergleich zu den G9-Jahrgängen jetzt aber nach der Jahrgangsstufe 11, da das Abitur nun bereits am Ende der 12. Jahrgangsstufe stattfindet. 59 Doch insbesondere der doppelte Abiturjahrgang im Jahr 2013 stellt eine schwierige Aufgabe für die Schulen, weitergehend aber auch für die Hochschulen und Ausbildungsbereiche dar. So wird es eine größere Nachfrage nach Studien- und Ausbildungsplätzen geben werden. Den aktuellen Prognosen nach wird es für das Jahr 2013 etwa Studienberechtigte mit Fachhochschulreife und Allgemeiner Hochschulreife geben. Im Vergleich zu der Prognose für das Jahr 2012 wäre das ein Zuwachs von ca Studienberechtigten in Nordrhein-Westfalen. Beachtet werden muss hierbei auch, dass eine Vielzahl der Studienberechtigten nach der Beendung ihrer Schullaufbahn eine Berufsausbildung beginnt, oder z.b. durch die Ableistung eines freiwilligen sozialen Dienstes sowie die Absolvierung von Praktika oder Auslandsaufenthalten nicht sofort mit dem Studium beginnen. Deshalb ist die Zahl der Studienberechtigten größer als die der eigentlichen Studienanfänger. Im Jahr 2013 werden Studienanfänger erwartet. Um diese Problematik und hier insbesondere die verkürzte Schulzeit für die G8-Jahrgänge zu kompensieren, sieht die Ausbildungsverordnung in Nordrhein-Westfalen eine besondere Förderung dieser Jahrgänge durch Vertiefungskurse vor. Innerhalb dieser Kurse können die Schüler ihre Defizite ausgleichen. Zudem soll ihnen bei der Abiturvorbereitung geholfen werden. Um sicherzustellen, dass beide Abiturjahrgänge zum Abschluss ihrer jeweiligen Einführungsphasen den gleichen Lernstand haben, werden die Resultate der zentral gestellten Prüfungen am Ende dieser Phase miteinander verglichen Vgl. Van Ackeren, Block, Seite Vgl. (Vgl. 6. Link) 58 Vgl. (Vgl. 7. Link) 59 Vgl. https://services.nordrheinwestfalendirekt.de(vgl. 1. Link) 60 Vgl. (Vgl. 8. Link) 19

20 Doch was sind eigentlich die Gründe für die Verkürzung der gymnasialen Oberstufenzeit? Im Vergleich mit anderen Ländern wird deutlich, dass die Studierenden in Deutschland länger für die Fertigstellung ihres Studium benötigen. Die deutschen Studenten sind zurzeit ihres Abschlusses meist um die 30 Jahre alt. Dagegen sind in anderen Ländern, wie z.b. in Großbritannien, die meisten Hochschulabsolventen unter 25 Jahre alt. 61 Demzufolge ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hochschulabsolventen eingeschränkt. 61 Vgl. (Vgl. 1. Link) 20

21 2.2 Einflussfaktor Gesellschaft Gesellschaftlicher Wandel Unsere heutige Gesellschaft ist geprägt von Wandlungen und Einflüssen, die diese in ihren Strukturen verändert haben. Begriffe, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, sind z.b. Demographischer Wandel, Leistungsdruck aber auch die veränderte Arbeitsmarktsituation. Im Rahmen der gesellschaftlichen Veränderungen und Einflüsse wird die Projektgruppe im Hinblick auf die Thematik der Projektarbeit ihren Fokus auf den Aspekt des Leistungsdruckes und der Arbeitsmarktsituation legen, da bereits auch die Kinder und Jugendlichen in ihrer momentanen Lebenssituation damit konfrontiert werden. In der modernen Gesellschaft wird der Leistungsdruck bereits auch bei Schülern immer deutlicher. So sind es häufig die Eltern, die sich wünschen, dass ihr Kind einen hohen Schulabschluss erreicht, deshalb erhalten bereits auch schon Grundschüler Nachhilfeunterricht und werden auch durch weitere Maßnahmen gefördert. 62 Neben dem so von manchen Elternhäusern erzeugten Druck, ist es auch die immer schwieriger werdende Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, die insbesondere die Zukunftsaussichten der Jugend belastet. Es sind in diesem Zusammenhang Themen, wie das geringe Vorhandensein von Ausbildungsplätzen aber auch Arbeitslosigkeit, mit der die heutige Jugend konfrontiert wird. 63 Die Situation der komplexeren Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt bringt zunehmend die Forderung nach Anpassungsfähigkeit mit sich, der sich die junge Generation stellen muss. 64 Auf Grund der Tatsache, dass das Angebot an Ausbildungsplätzen gering bzw. die Erwartungen innerhalb des jeweiligen Ausbildungsberufes für einige zu groß sind, bereitet der Übergang zwischen der Beendigung der Schule und dem Einstieg in die Ausbildung für viele in dieser Altersgruppe Probleme. Besonders schwierig ist die Situation für Jugendliche ohne oder mit geringer schulischer Qualifikation, da sie häufiger arbeitslos sein werden oder zu niedrig entlohnte Arbeiten annehmen müssen als Leistungsstärkere in ihrer Altersgruppe. 65 Der höhere Leistungsdruck kann dabei für die Schüler sowohl seelische, als auch körperliche Konsequenzen nach sich ziehen. So kann er Konzentrationsschwierigkeiten, 62 Vgl. Thorben, Seite 2 63 Vgl. Gensicke, Seite Villanyi, Witte, Sander, Seite (Vgl. 1. Link) 21

22 Selbstbewusstseinsproblematiken, Depressionen, aber auch psychosomatische Symptome, wie Kopfschmerzen und Schlafprobleme hervorrufen Familie heute Die Familie gilt als sichere Zuflucht, als ein Schutz gegenüber der Außenwelt. Die Beziehungen zu den Eltern oder Geschwistern, zu dem (Ehe-)Partner und zu den eigenen Kindern gelten als die wichtigsten Beziehungen während des ganzen Lebens. Doch nicht immer waren Familien so wie heute, im Laufe der Jahrhunderte haben sie eine Entwicklung durchgemacht Entwicklung der Familie In den früheren Jahrhunderten war die Ehe von materiellen Grundlagen abhängig. Nicht jeder konnte oder durfte heiraten und so gab es nur für wenige eine Wahl. Die Ehe war eher zweckbezogen und nur wenig emotional geprägt. 67 Zu Beginn der Industrialisierung war der Aufbau und Funktion der Familien eng mit der Produktionsweise der verschiedenen Bevölkerungsgruppen verknüpft. Da die vorindustrielle Wirtschaft überwiegend eine Familienwirtschaft war, waren auch die Familien die primären Produktionsstätten. Die Familie der vorindustriellen Zeit war eine soziale, rechtliche, politische und wirtschaftliche Einheit. Die ganze Familie, inklusive aller Verwandten und nicht verwandten Mitglieder der Hausgemeinschaft erfüllten spezielle Funktionen, wie zum Beispiel die Produktion, die Konsumtion, Sozialisation und Alters- und Gesundheitsvorsorge. Ausschlaggebend für die Auswahl des Lebensgefährten waren damals die Arbeitskraft und die Mitgift der Frau. Auch die Kinder wurden eher als Arbeitskräfte angesehen. Die Eheschließungen dienten damals der Sicherung des Besitz und waren nur selten aus Liebe. 66 Thorben, Seite 3 67 Vgl. Diefenbach; Joos; Meyer; Prof. Dr. Klein; Niephaus; Dr. Kopp; Dr. Neyer; Dr. Schneider; Alt; Bayer; Bauereiß; Dr. Bender; Dr. Bien; Dannenbeck; Härtl; Marbach.; Dr.Rosendorfer; Dr. Sardei- Biermann; Dr. Tölke; Weidacher; Henze; Dr. Klar; Schreier, S. 6 S

23 Einfluss des Krieges auf die Familie Besonders beeinflusst wurde die Familiensituation der Bürger der Bundesrepublik durch den zweiten Weltkrieg. Während des Krieges wurden Familienmitglieder getrennt und in der Nachkriegszeit wieder zusammengeführt. Die traditionelle Rollenverteilung der Familien war aber schon durch den Krieg unterbrochen worden, denn damals mussten die Frauen notgedrungen die Rolle des Familienoberhauptes einnehmen. Das Überleben der Kinder zu sichern und deren seelische Schäden durch die Kriegseinflüsse so klein wie möglich zu halten war ihre Hauptaufgabe. Häufig war durch die jahrelange Trennung auch eine nicht leicht zu überwindende Entfremdung entstanden. Die Beziehungen zu den Kindern waren schwierig, denn je nachdem wie lange der Vater weg war, so war er vielleicht für das Kind eine völlig fremde Person. Zudem kamen viele Männer sehr geschwächt aus dem Krieg zurück und es entwickelte sich ein Rollentausch, die früheren Versorger mussten nun noch lange von ihren Frauen gepflegt werden. Für die Männer war es schwierig sich in diese neue Situation hineinzufinden. Erschwerend kam hinzu, dass sie nur schwer wieder in ihre Berufe zurückfanden, da viele Betriebe überhaupt nicht mehr existierten. Im Gegensatz hatten die Erfahrungen des Krieges die Frauen selbstständiger werden lassen, sie hatten erlebt, dass sie Krisensituationen auch ohne Männer meistern konnten. Durch all diese Einflussfaktoren konnten innerhalb der Familien Streitigkeiten und Krisen entstehen. Die Scheidungsrate stieg an. Zwischen 1946 und 1948 verdoppelte sie sich sogar im Vergleich zur Vorkriegszeit Familie heute Heutzutage existiert die Familie in vielen Formen und die so genannte klassische Familie wird immer seltener. Die Kinder wachsen heutzutage in so genannten Patchworkfamilien auf oder werden von einzelnen Elternteilen betreut. Durch die Zunahme der Scheidungsraten ist der Anteil an den allein erziehenden Müttern und Vätern gestiegen. Ebenso gibt es aber auch viele, die wieder mit neuen Partnern zusammenleben und diese bringen 68 Vgl. Höhn, S. 95 S

24 gegebenenfalls wiederum Kinder mit in die Beziehung 69. Die traditionelle Rolle des Vaters als Familienoberhaupt ist heute nicht mehr selbstverständlich. Die mit den Jahrzehnten zunehmende außerhäusliche Erwerbstätigkeit der Frau, hat diese auch in finanzieller Hinsicht unabhängiger gemacht. Der Anteil der Frauen die gerne berufstätig sind, ist enorm hoch. Dennoch hat die starke Berufsorientierung nichts an dem Stellenwert der Familie und Kinder geändert. 70 Um Kinder und Familie besser miteinander verbinden zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon wäre zum Beispiel die Elternzeit. In Deutschland dauert diese längstens drei Jahre. Sowohl Mütter als auch Väter können diese in Anspruch nehmen. Es ist möglich die Elternzeit gleichzeitig oder nacheinander zu nehmen Der Wertewandel Der Begriff Wertewandel wurde in den vergangenen Jahren häufig verwendet und diskutiert. In diesem Abschnitt der Projektarbeit befasst sich die Projektgruppe näher mit diesem Begriff. Unbestritten ist, dass sich die Werte in jeder Gesellschaft und zu jeder Zeit wandeln. Dies heißt jedoch nicht unbedingt, dass sich die Werte selbst ändern, sondern gegebenenfalls nur ihre Bedeutung. Ein Beispiel dafür ist der Wert Freiheit der schon vor dreißig Jahren existierte und auch heute immer noch existiert, dennoch ist die Bedeutung dieses Wertes in den 70er Jahren wesentlich mehr ins Bewusstsein gerückt ist, als beispielsweise in den 90er Jahren Theorien zum Thema Wertewandel Bevor verschiedene Theorien zum Thema Wertewandel vorgestellt werden ist zunächst einmal der Begriff Wert zu erläutern. Als Werte versteht man Vorstellungen die von einer Gesellschaft allgemein als wünschenswert angesehen werden und nach denen man sein Verhalten lenkt. Werte erfüllen die Funktion ein Gemeinschaftsleben zu ermöglichen, die Bindung an Werte können die Menschen über Zeiten miteinander vereinen. In der Literatur gibt es jede Menge Bücher und Forschungsergebnisse zum Thema Wertewandel. Einer der bekanntesten Theoretiker zum Thema Wandel der Werte ist wohl der US-amerikanische Politologe Roland F. Inglehart. Seine Theorie besagt, dass die so 69 Vgl. Höhn, S. 178 S Vgl. Peuckert, S. 259 S

25 genannten postmaterielle Werte die materialistischen Wertvorstellungen ablösen, wenn der Wohlstand einer Gesellschaft zunimmt. Unter materiellen Werten versteht Inglehart die Deckung physiologischer Bedürfnisse und die wirtschaftliche Stabilität. Ein Beispiel für solche Werte sind die Sicherheit und die Versorgung. Laut Inglehart beziehen sich postmaterielle Werte hingegen auf die Selbstverwirklichung. Der Naturschutz und die Meinungsfreiheit wäre ein Beispiel für postmaterielle Werte. Clyde Kluckhohn definiert Werte als Vorstellung vom gesellschaftlich Wünschenswerten. Sie werden somit als handlungsleitende Orientierungslinien sowohl für den Einzelnen als auch für Gruppen verstanden 71 Die Theorie vom Werteverfall wurde durch Peter Kmieciak und Noelle-Neumann vertreten. Elisabeth Noelle-Neumann war Professorin für Kommunikationswissenschaft. Diese beiden vertreten die Theorie, dass vor allem historisch verbindliche Werte wie zum Beispiel Gehorsam, Pflichtgefühl und Fleiß an Bedeutung verloren. Folge dessen sei eine Unsicherheit in Bezug auf die Frage, an welchen Werten man sich denn nun orientiere und wie man sein Leben gestalten solle. Die Theorie der Werterelativität des Sozialforschers Karl Heinz Hillmann unterscheidet zwischen allgemeinen und speziellen Tendenzen. Eine allgemeine Tendenz sei zum Beispiel der Verlust der Selbstverständlichkeit traditioneller Normen Die Veränderung der Werte Im Laufe der Zeit wandeln sich Gesellschaften und somit auch die Werte, die in ihnen zu Grunde liegen. Betrachtet man die Bundesrepublik Deutschland, so stellt man fest, dass als sich Anfang der 60er Jahre das politische Klima in der Bundesrepublik Deutschland veränderte, auch ein Wertewandel erfolgte. Nicht mehr der Gedanke an weiteren und sicheren Ausbau des innerhalb so weniger Jahre Erreichten bestimmte das geistige Klima, sondern aktivistisches Begehren nach Bewegung, Aufbruch und Emanzipation. 73 Insgesamt waren die sechziger und siebziger Jahre gekennzeichnet durch ihren beschleunigten Wertewandel. Normen die vorher als selbstverständlich angesehen wurden, waren dies nun nicht mehr, sondern wurden hinterfragt. Werte wie Disziplin, Gehorsam, Pflichtgefühl, Unterordnung und Bescheidenheit erlebten einen Rückgang während hingegen 71 Höhn, S Vgl. Dunker, S.1 S.2 73 Höhn, S

26 die Selbstbestimmungswerte deutlich zunahmen. Die Menschen waren interessiert an Werten wie Kreativität, Spontaneität, Eigenständigkeit und Selbstverwirklichung. Demonstrationen, Umweltschutz und Jugendproteste waren in den Köpfen der Menschen. In den neunziger Jahren spielten Werte wie Partnerschaft und Familie eine besonders wichtige Rolle.. Aspekte wie eine sichere Zukunft, finanzielle Unabhängigkeit und Spaß und Freude waren den Menschen ebenfalls besonders wichtig. 74 Die Familie, die Partnerschaft und der Freundeskreis blieben im Laufe des Wertewandels immer im Mittelpunkt der Jugendlichen. 75 Werten wie Familie und Freunde haben wurden schon immer eine enorme Bedeutung beigemessen und sie standen immer im Mittelpunkt, trotzdem stellte die Shell Studie fest, dass die Bedeutung dieser Werte für die Jugendliche in den letzten 8 Jahren sogar noch mehr an zugenommen hat. Die persönlichen Bindungen, sei es zur Familie oder zum Partner oder Freundeskreis waren schon immer besonders ausgeprägt und wichtig und werden auch weiterhin immer wichtiger. Für die Jugend der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, sich in Schule und Job zu beweisen, aber trotzdem das Leben voll auskosten zu können Vgl. Höhn (2203), S Vgl. Prof. Dr. Albert;Prof. Dr. Hurrelmann;Dr. Quenzel, S Vgl. Prof. Dr. Albert; Prof. Dr. Hurrelmann; Dr. Quenzel, S.196 S

27 2.3 Einflussfaktor Geld Unter diesem Gliederungspunkt soll erläutert werden, welchen Einfluss der Faktor Geld in der Gesellschaft und hier speziell auf Kinder und Jugendliche hat. Dazu wird zunächst kurz der Begriff Geld definiert und seine wesentlichen Funktionen vorgestellt. Anschließend soll dargestellt werden, über welche finanziellen Mittel Kinder und Jugendliche heute verfügen können und welche Bedeutung ihnen zukommt. Darüber hinaus soll kurz auf die Rolle von Kindern und Jugendlichen in der Konsumgesellschaft eingegangen werden Begriffsdefinition und Funktionen Mit dem Begriff Geld wird eine festgelegte Werteinheit bezeichnet, die als allgemein akzeptiertes Zahlungsmedium gilt. Es kommt unter anderem in den Erscheinungsformen Papier- und Münzgeld, aber auch in Form von Bank- und Giralgeld vor. Die wesentlichen drei Funktionen sind: Tausch- bzw. Zahlungsmittel Wertaufbewahrungsmittel Recheneinheit 77 Geld als Tausch- und Zahlungsmittel Geld hat die Funktion eines Tausch- bzw. Zahlungsmittels für die Volkswirtschaft, das heißt, dass Waren und Dienstleistungen im Eintausch gegen Geld erworben werden können. Möglich ist dies, da dem Geld eine feste Werteinheit zugeordnet ist, beispielsweise 1, 2, 5, 10, etc., die für alle, die es verwenden, verbindlich ist. Geld als Wertaufbewahrungsmittel Geld dient als Wertaufbewahrungsmittel. Durch Geld besteht die Möglichkeit, einen Wert für die Zukunft aufzubewahren. Ein gutes Beispiel für die Verdeutlichung der Funktion als Wertaufbewahrungsmittel ist das Sparen. Geld, das gespart wird, wird aufbewahrt, um es 77 vgl. Otmar Issing, Seite 1 f. 27

28 zukünftig, beispielsweise für den Erwerb von Konsum- und Luxusgütern wie Markenbekleidung, Stereoanlage, einem Auto oder ähnlichem, zu verwenden. Geld als Recheneinheit Geld hat die Funktion einer Recheneinheit. Durch seinen feststehenden Wert kann es leicht gezählt werden. Auch dient es dazu, Waren einen genauen Wert zuzumessen Taschengeld und seine Bedeutung Der Faktor Geld spielt in der heutigen Konsumgesellschaft eine große Rolle. Nur wer Geld besitzt ist in der Lage, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die Erwachsenen, sondern beginnt schon im Kindesalter. Daher ist es wichtig, dass schon früh der richtige Umgang mit Geld gelernt wird, da bereits hier die Grundlagen für sinnvolles Haushalten/Wirtschaften im Erwachsenenalter geschaffen werden. Kinder und Jugendliche müssen den Wert und die Bedeutung von Geld kennenlernen, um abschätzen zu können, was sich hinter Begrifflichkeiten wie teuer und billig verbirgt oder dass es sich lohnt, für die Erfüllung seiner Wünsche zu sparen. Das beste Mittel, Kindern und Jugendlichen einen sinnvollen Umgang mit Geld nahezubringen, ist die Zahlung von Taschengeld. Taschengeld was ist das? Bei Taschengeld handelt es sich um Beträge, die Eltern ihren Kindern regelmäßig frei zur Verfügung stellen. Wie die Bezeichnung Taschengeld bereits verdeutlicht, handelt es sich hierbei zumeist um kleinere Beträge, mit deren Hilfe die Kinder und Jugendlichen den richtigen Einsatz von Geld erlernen sollen, aber auch die Möglichkeit haben, sich eigene Wünsche erfüllen zu können. Einen entscheidenden Aspekt innerhalb dieses Lernprozesses stellt die Höhe des Taschengeldes dar. Wichtig hierbei ist, dass das Taschengeld nicht zu hoch ausfällt. Ziel des Taschengeldes ist schließlich, dass die Kinder lernen, Prioritäten zu setzen, das heißt, dass die Erfüllung eines Wunsches vielfach dazu führt, dass vorerst auf etwas anderes verzichtet werden muss. Gerade dies ist jedoch nicht gewährleistet, wenn den Kindern und Jugendlichen so viel Geld zur Verfügung steht, dass sie sich jederzeit alle Wünsche erfüllen können. 28

29 Andererseits darf das Taschengeld auch nicht zu gering ausfallen, da es den Kindern und Jugendlichen gerade eine gewisse Selbständigkeit und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen soll. Der Entscheidung darüber, ob und in welcher Höhe Taschengeld gezahlt werden sollte, kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Hilfestellung bei der Festsetzung bieten unter anderem Jugendämter und die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS). Diese haben spezielle Tabellen entwickelt, in denen nach Alter gestaffelte Empfehlungen über die Höhe des zu zahlenden Taschengeldes abgegeben werden. Hierin erfolgt auch der Hinweis, dass sich bei Kindern bis zu 9 Jahren eine wöchentliche, ab 10 Jahren eine monatliche Auszahlung des Taschengeldes empfiehlt. 78 Die Gründe hierfür liegen darin, dass Kinder ab 10 Jahren eher in der Lage sind, sich ihr Geld über einen Monat einzuteilen. Dies fällt kleineren Kindern mitunter sehr schwer. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Taschengeldtabellen nicht um verbindliche Vorgaben, an deren Einhaltung die Eltern gebunden sind. Vielmehr sind sie als Empfehlungen zu verstehen, die Eltern eine Orientierungshilfe bei der Festsetzung des Taschengeldes bieten sollen. Diese Tabellen können direkt bei den Jugendämtern oder im Internet, beispielsweise unter oder eingesehen werden. Neben der Vermittlung des richtigen Umgangs mit Geld kommen dem Taschengeld noch weitere wichtige Bedeutungen zu. Der Bezug von Taschengeld und damit das freie Verfügen über ein bestimmtes finanzielles Budget bedeutet für die Kinder und Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Es obliegt nun ihrer eigenen Entscheidung, ob und wofür sie ihr Geld verwenden oder ob sie es sparen. Sie sind demnach nicht mehr länger darauf angewiesen, das zur Realisierung ihrer Wünsche benötigte Geld von ihren Eltern zu erbetteln. 79 Um die Selbstbestimmung der Kinder und Jugendlichen nicht zu untergraben, sollten Eltern ihren Kindern daher weder vorschreiben, wie sie ihr Geld zu verwenden haben noch die getätigten Ausgaben kontrollieren. Hinweise auf einen sparsamen und sinnvollen Einsatz können einzelfallbezogen jedoch durchaus angebracht sein. Eigenes Geld bedeutet auch Teilnahme am sozialen Leben. Für Kinder und Jugendliche, die über keine eigenen finanziellen Mittel verfügen können, kann dies eine Ausgrenzung aus der Gruppe von Gleichaltrigen bedeuten, was sich negativ auf die Entwicklung bzw. den Erhalt des Selbstwertgefühls auswirken kann. Zu befürchten ist eine derartige Isolation insbesondere dann, wenn die Kinder und Jugendlichen aufgrund des Fehlens von 78 vgl. Taschengeldtabelle 79 vgl. 29

30 Taschengeld nicht an Freizeitaktivitäten, wie dem Besuch des Kinos, des Schwimmbades oder ähnlichem teilnehmen können, weil sie sich den Eintritt nicht leisten können. Auch aus diesem Grund ist es daher wichtig, Kindern und Jugendlichen ein gewisses monatliches Budget zur Verfügung zu stellen. Dieses zur Verfügung stellen kann hierbei auf verschiedene Weisen erfolgen. Bei Kindern bis zu einem Alter von 9 Jahren empfiehlt sich eine wöchentliche Barauszahlung des Taschengeldes, bei Kindern ab 10 Jahren kann die Zahlung monatlich erfolgen. Bei älteren Kindern bzw. Jugendlichen besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, das Taschengeld auf ein Spar- oder Girokonto auf Guthabenbasis zu überweisen. Hierdurch wird den Kindern und Jugendlichen die Eigenverantwortung für ihr Geld übertragen und Vertrauen von den Eltern entgegen gebracht Weitere finanzielle Mittel von Kindern und Jugendlichen Nebenjobverdienst Neben dem bereits erwähnten Taschengeld besteht für Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich durch die Ausübung eines Nebenjobs etwas dazu zu verdienen. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass diese Möglichkeit aus jugendschutzrechtlichen Gründen erst für Kinder ab 13 Jahren besteht. Ab diesem Alter dürfen Kinder sogenannte leichte Tätigkeiten, wie das Austragen von Werbeblättchen oder Zeitungen, ausüben. Allerdings darf hierbei eine Arbeitszeit von maximal zwei Stunden pro Tag nicht überschritten werden. Jugendlichen ab 15 Jahren, für die eine Vollzeitschulpflicht besteht, ist es zusätzlich gestattet, bis zu vier Wochen im Jahr einem Ferienjob nachzugehen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden nicht überschritten, keine Arbeit in der Zeit von 20 bis 6 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen ausgeübt werden darf. 80 Die Ausübung eines Neben-/Ferienjobs hat zwei wesentliche positive Effekte finanzieller Aspekt sozialer Aspekt 80 vgl. 30

31 Finanzieller Aspekt Die Kinder und Jugendlichen haben einen finanziellen Profit aus der Tätigkeit. Die Ausübung eines Neben- oder Ferienjobs bietet die Möglichkeit, sich etwas zum Taschengeld dazu zu verdienen und so das monatliche Budget, das unter anderem für die Freizeitgestaltung verwendet werden kann, zu erhöhen. Sozialer Aspekt Die Ausübung einer Tätigkeit hat einen sozialen Aspekt, da die Kinder und Jugendlichen erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln können. Durch die Arbeit bekommen sie unter anderem Einblicke in den veränderten Tagesablauf, den eine Berufstätigkeit mit sich bringt, beispielsweise, was es heißt morgens früh aufzustehen und acht Stunden am Tag zu arbeiten. Auch wächst durch die Tätigkeit das Verständnis dafür, dass Geld nicht einfach da ist, sondern erst verdient werden muss. Ein weiterer positiver Nebeneffekt eines Nebenjobs ist ein Gefühl von Stolz und Selbstwertgefühl, das sich bei den Kindern und Jugendlichen einstellt. Das Wissen darum, sich die finanziellen Mittel zur Realisierung seiner Wünsche teilweise selbst erarbeitet zu haben kann dazu führen, dass die Kinder und Jugendlichen sich im Vorfeld von Anschaffungen Gedanken über die Notwendigkeit machen. Sonderzahlungen Ebenfalls zu einer Erhöhung des den Kindern und Jugendlichen monatlich frei zur Verfügung stehenden Budgets tragen Sonderzahlungen bei. Zu nennen sind hier insbesondere Zuwendungen von Eltern, Großeltern oder sonstigen Verwandten und Bekannten, die zu besonderen Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten, Konfirmation, etc. gezahlt werden Konsumverhalten und seine Auswirkungen Unter dem Begriff Konsum ist im Allgemeinen der Kauf von Gütern und Dienstleistungen zum privaten Ge- oder Verbrauch zu verstehen, wobei hierunter nicht nur die Güter fallen, die zum Überleben notwendig sind (z.b. Nahrungsmittel, Bekleidung, etc.), sondern auch diejenigen, die das Leben schöner machen (z.b. Luxusgüter wie Stereoanlage, Fernseher, Auto, usw.). 31

32 Eine besonders interessante Gruppe potentieller Kunden für die Konsumgüterindustrie stellen Kinder und Jugendliche dar. Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen verfügt aufgrund regelmäßiger Taschengeldzahlungen, aber auch Sonderzahlungen zu Geburtstagen, Weihnachten oder anderen Anlässen über ein großes finanzielles Budget und damit eine hohe Kaufkraft 81, wodurch sie als besonders zahlungskräftige Zielgruppe der Werbe- und Konsumgüterindustrie angesehen wird. Aus diesem Grund bemühen sich diese besonders um die Gruppe der Kinder und Jugendlichen. So wird beispielsweise durch eine jugendlich gestylte Werbung 82 und eine Platzierung der Produkte auf Augenhöhe versucht, in den Kindern und Jugendlichen Bedürfnisse zu wecken. Da diese im Umgang mit Werbung vielfach noch sehr unerfahren und daher schnell zu beeinflussen sind, lassen sie sich oft besonders leicht zu Spontankäufen animieren und sind für die Werbeindustrie daher von besonderer Bedeutung. Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen eignet sich gut für die Etablierung und den Vertrieb von Markenprodukten, da für viele von ihnen der Besitz von Statussymbolen wie Markenkleidung, dem neusten Handy, etc. Inbegriffe von Erfolg und Anerkennung und daher besonders erstrebenswert sind. Allerdings bringt diese Markenfixierung auch Probleme mit sich. So kann eine derart starke Markenorientierung zu einem Konsumdruck führen, der innerhalb der Gruppe von Gleichaltrigen ein starkes Konkurrenz- und Neiddenken auslöst und zu Ausgrenzungen aus der Gruppe führen kann. In diesem Fall entscheidet dann der Besitz oder eben Nichtbesitz von bestimmten Gütern über die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Auch besteht die Gefahr, dass sich Kinder und Jugendliche, um nicht als Außenseiter dazustehen, finanziell übernehmen. Durch Werbung und die Geldwirtschaft, die mit Krediten und Ratenzahlungen auf Kundenfang gehen, werden sie zum Kaufen animiert und laufen Gefahr, in eine finanzielle Abhängigkeit von Sparkassen und Banken oder von der Familie und Freunden zu geraten, aus der sie nur schwer wieder herauskommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche früh lernen, dass nicht alle Bedürfnisse sofort befriedigt werden und dass es nicht immer nur Markenprodukte sein müssen. Dies zu erreichen ist eine grundlegende Aufgabe von Eltern und der Gesellschaft im Rahmen der Finanzerziehung der jungen Generation. 81 vgl. Kids Verbraucher Analyse Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik 32

33 2.4 Einflussfaktor Medien In diesem Abschnitt untersucht die Projektgruppe die Veränderung des Medienkonsums im Laufe des letzten Jahrhunderts, die Mediennutzung der Jugendlichen in ihrer Freizeit und die Mediennutzung innerhalb der Schulen, beginnen wird die Projektgruppe mit der Veränderung des Medienkonsums Veränderung des Medienkonsums Unbestritten ist, dass sich die Medien und auch ihre Nutzung im Laufe des letzten Jahrhunderts verändert hat. Während früher Gesellschaftsspiele in den Kinder- und Jugendzimmer dominierten, sind es heute die Spielkonsolen und Computer. Während Kinder und Jugendliche sich früher persönlich getroffen haben, kann dies heutzutage oft auch in so genannten Chatrooms oder Online-Communitys geschehen. Einen besonderen Boom erlebten in den letzten Jahren die Digitalkameras und das Fotohandys. Die Jugendlichen fotografieren und stellen diese Fotos dann ins Internet. 83 Mittlerweile sind Millionen von Menschen Mitglieder in Internetplattformen wie Facebook, StudiVZ oder ähnliches. Diese Veränderung im Freizeitverhalten und in der Nutzung der Medien liegt zum einen auch daran, dass heutzutage deutlich mehr und andere Medien zur Verfügung stehen. Während bis vor einigen Jahren hauptsächlich die Tageszeitung und Fernseher als Nachrichtenquelle diente, ermöglicht das Internet zu jeder Zeit aktuellste Geschehnisse zu beobachten. Statt wie früher nur Bücher zu lesen gibt es heute die Auswahl zwischen Unmengen an Spielfilmen und hatte man vor einigen Jahren ein Telefon oder gar ein übergroßes sündhaft teueres Funktelefon, so gibt es heute kleine handliche Handys die mit enormer Technik ausgestattet sind und die man zu teilweise ganz kleinen Preisen erweben kann. Gleichzeitig ist das Angebot an frei zur Verfügung stehenden elektronischen Artikeln / Medien riesig geworden. DVD-Player, Laptops, Spielkonsolen und dergleichen sind leicht - und je nachdem in welcher Qualität - auch relativ günstig zu erwerben. Die hat auch die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung enorm gesteigert was zur Folge hatte, dass sich das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen deutlich geändert hat. Dies lässt sich auch gar 83 Vgl. Jörissen, S

34 nicht vermeiden, denn die Kinder und Jugendlichen werden in jeder Situation, mit den neuen Medien konfrontiert und das Verständnis und der Umgang mit diesen Medien, insbesondere dem Computer und Internet, wird auch in ihrer beruflichen Zukunft erwartet. Um die Veränderung des Medienkonsums und der Freizeitgestaltung genauer Betrachten zu können, ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, was man unter den Begriffen Medien und neue Medien versteht Medien und neue Medien Nach der Definition im BROCKHAUS von 1999 bezeichnet der Begriff Medien Träger bzw. Vermittlungssysteme für verschiedenste Informationen. Der Begriff Neue Medien ist seit den 70er Jahren eine gebräuchliche Bezeichnung für Kommunikationsmittel, die durch die Entwicklung neuer Technologien entstanden sind 84 Während der 70er Jahre war beispielsweise das Kabelfernsehen unter den Begriff Neue Medien zu fassen, heutzutage versteht man unter Neuen Medien jedoch eher solche Dinge wie den Computer, Internet, DVD- und Blu-ray-Player etc. 85 Insbesondere der Computer und das Internet haben unser Leben sehr geprägt und auch verändert. Durch das Internet ist es möglich zu jeder Zeit eine Unmenge an Informationen abzurufen oder sich über den ganzen Globus hinweg live mit anderen Menschen auszutauschen. Doch wie ist das Internet überhaupt entstanden? Die Entstehung des Internets Das Internet und die Funktion die es heute erfüllt, waren so ursprünglich nicht geplant, es ist vielmehr aus einem Netzwerk für militärische Zwecke entstanden, dass in den USA Ende der 60er Jahre entwickelt wurde. Durch das so genannte ARPANET (Advanced Research Projects Agency Network) wurden mehrere Großrechner durch eine Telefonleitung miteinander verbunden. Als das ARPANET Anfang der 70er Jahre auch für nichtmilitärische Zwecke geöffnet wurde, beschränkte sich dies jedoch zunächst auf die Vernetzung der Regierungsbereiche. Erst 1983 war die Geburtsstunde des Internets, denn zunehmend wurden auch Universitäten und Forschungseinrichtungen an das Netz angeschlossen, auch die Schulen, Behörden, Institutionen, Medienkonzerne und Wirtschaftsunternehmen und 84 Hunneshagen, S Vgl. Hunneshagen, S

35 schließlich auch private Nutzer wurden an der Vernetzung beteiligt. 86 Heutzutage wird das Internet vielfältig genutzt. Es dient als Wissens- und Informationsquelle, als Kommunikationsmöglichkeit und als Unterhaltungsmedium. Aber auch andere Unterhaltungsmedien spielen in unserem Leben eine enorme Rolle und ihr Stellenwert und ihre Nutzung hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts verändert Die Entstehung der Unterhaltungselektronik Der Begriff Unterhaltungselektronik ist weit gefächert, er umfasst abgesehen vom gerade erwähnten Internet auch den Fernseher, Radio, Mp3-Player DVD-Player und einer Unmenge an anderen elektronischen Geräten, die zur Unterhaltung und zum Vergnügen dienen. Das Fernsehen und der Rundfunk sind mithin die ältesten Unterhaltungsmedien. Die Geschichte des Fernsehers reicht bis ins 19. Jahrhundert, denn bereits 1817 wurde die Lichtempfindlichkeit von Selen entdeckt wurde durch das Buch Beträge zum elektrischen Fernsehen von Paul Eduard Liesegang der Begriff des Fernsehens geprägt begann der Start regelmäßiger Fernsehsendungen aus dem Berliner Box-Haus erfolgte der Übergang zur Elektronik. Am gab es in Deutschland den ersten öffentlichen Programmdienst der Welt, der dreimal in der Woche Ausschnitte aus Filmen und Wochenshow zeigte erfolgte mit Hilfe der Ikonoskop-Kamera die erste Liveübertragung aus dem Berliner Olympiastadion in 28 Berliner Fernsehstudios. Am wurde nach zweijährigem Versuchsbetrieb das Fernsehen (NWDR) in der Bundesrepublik (Berlin und Langenberg) eröffnet. Schon 1955 konnten durch die 80 Fernsehsender in Westeuropa bereits 150 Millionen Menschen erreicht werden und auch in der Bundesrepublik hatten schon 70 % der Bevölkerung Empfangsmöglichkeiten. Heutzutage ist der Fernseher für viele nicht mehr wegzudenken und es werden immer mehr der klobigen und Platz einnehmenden Fernseher durch dünne Flachbildschirme in allen 86 Vgl. Hunneshagen, S

36 Größenvariationen mit besonders scharfen Bildern ersetzt und auch die Programmvielfalt ist unbeschreiblich groß. 87 Die Geschichte des Rundfunks ist sogar noch älter als die des Fernsehers. Bereits 1744 hatte ein Leipziger Physiker sich erste Gedanken über die Übermittlung von Nachrichten mit Hilfe der Elektrizität machte. Aus diesen Gedanken entwickelte sich nach und nach der Rundfunk. Bereits 1890 wurde ein Apparat entwickelt mit dem der Empfang einzelner Zeichen möglich war. Dies war ein bedeutender Schritt in Richtung drahtlose Telegrafie wurde mit dem drahtlos-telefonischen Wirtschaftsrundspruchdienst der erste gebührenpflichtige Rundfunkbetrieb der Welt gestartet. Am wurde der deutsche Rundfunk eröffnet gab es schon zehn Millionen Rundfunkteilnehmer in der Bundesrepublik, 1994 waren es dann 36 Millionen. 88 Aber nicht nur der Rundfunk hat sich im laufe des letzten Jahrhunderts verändert, als mit Space War 1962 der Urvater des Computerspiels auf den Markt geworfen wurde, entwickelte sich eine ganz neue Branche der Unterhaltungselektronik wurde durch dieses Spiel inspiriert der erste Videospielautomat entwickelt. Schon1988 verkaufte dann beispielsweise Nintendo sieben Millionen Famicom/ NES- Geräte. 89 Heute reicht das Angebot von diversen Computerspielen, Computer-Online-Spielen über Nintendo Wii bis hin zur Playstation 3 und noch vielem mehr. Es wird auch nicht mehr nur mit dem Joystick oder Controller gespielt sondern ganzer Körpereinsatz ist nun gefordert. Fest steht, dass durch die Entwicklung der Unterhaltungselektronik die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ausgesprochen vielfältig geworden ist. 87 Vgl. Wiesinger, S.11 S Vgl. Wiesinger, S. 47 S Vgl. Wiesinger, S. 141 S

37 Mediennutzung in der Freizeit Unbestritten ist, dass sich der Medienkonsum Jugendlicher im Laufe der Jahrzehnte verändert hat, wie bereits erwähnt hat dies einen einfachen Grund: Auch die Medien haben sich im laufe der Jahrzehnte verändert. Während die Kinder und Jugendlichen früher nur persönlich mit ihren Freunden reden konnten, ist dies heute beispielsweise auch durch Handys, Chatrooms und Internetplattformen möglich. Aber nicht nur die Kommunikationsmöglichkeiten, sondern auch die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung haben sich sehr gewandelt. Während früher Kinder draußen zusammen zum Beispiel Fußball spielten, besteht heute die Möglichkeit einen Controller in die Hand zu nehmen und alleine oder mit Freunden am PC oder vor Videospielkonsolen zu spielen. Zwischenzeitlich sind diese Medien ein fester und zentraler Bestandteil des täglichen Lebens von Kindern und Jugendlichen. Sie wachsen damit auf. Es beginnt mit dem CD-Player mit Kinderliedern und Hörspielen für die ganz Kleinen und geht weiter zu den Computer- und Videospielen und Musikmedien für die älteren. 90 Ein Leben ohne Medien ist heute für niemanden mehr möglich, selbst, wenn er ihnen noch so ablehnend gegenübersteht. 91 Dennoch bergen diese Medien auch Gefahren und Risken Auswirkungen und Risiken der neuen Medien Natürlich bieten die neuen Medien viele Vorteile für Kinder und Jugendliche, insbesondere in Bezug auf Schule und Beruf. Theoretisch dürfte es bei der Fülle an Freizeitangeboten durch die Medien auch keine Langeweile mehr aufkommen. Dennoch gibt es auch negative Auswirkungen. Diese müssen nicht alle Kinder und Jugendlichen betreffen, aber sie existieren. Insbesondere Kinder gelten als besonders beeinflussbar, daraus folgt, dass auch Medien sie speziell beeinflussen könnten. Grund dafür ist, dass die Kinder erst noch dabei sind, sich eine eigene Sicht der Welt anzueignen. Oft wird davor gewarnt, dass die Medien einen schlechten Einfluss auf die Kinder haben könnten, insbesondere wenn es um gewalthaltige 90 Vgl. Dr. Theunert; Löhr; Amend;; Graf; Vogel; Dr. Vilgertshofer; Dr.Hesse; Dr. Sommer;Prof. Dr. Spanhel; Paul., S Dr. Theunert; Löhr; Amend;; Graf; Vogel; Dr. Vilgertshofer; Dr.Hesse; Dr. Sommer;Prof. Dr. Spanhel; Paul., S

38 Inhalte geht. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen dabei häufig Fernsehen, Film und Video, sowie Computerspiele. 92 Es gibt vereinzelnd Menschen für die es schwierig ist, zwischen der Realität und der Fiktion zu unterscheiden, um das zu verdeutlichen seien einmal Fernsehserien wie Dallas oder Lindenstraße aufgeführt. Die Helden dieser Serien gehören zu den beliebtesten Fernsehfiguren. Problematisch wird es dann, wenn selbst erwachsene Amerikaner den Schauspieler Larry Hagman, Darsteller von J.R. in der Fernsehserie Dallas, auf offener Straße eine Ohrfeiger geben, weil J.R. so ein gemeiner Mensch ist. Dieses sind zwar nur Einzelfälle, aber dennoch wenn schon Erwachsene vereinzelt Schwierigkeiten haben zwischen der Realität und der Fiktion zu unterscheiden, gibt es sicherlich auch vereinzelt Kinder, die damit Probleme haben. 93 Häufig wird sich auch die Frage gestellt ob zum Beispiel der Umgang mit dem Computer andere Freizeitaktivitäten verdrängt. Bereits erste Untersuchungen aus den 80er Jahren zeigen, dass es Unterschiede im Verhalten so genannter Computernutzer und Computerfreaks gab. Jedoch ist vorab zu sagen, dass diese Studie schon bereits diejenigen als Computerfreak bezeichneten, die sich in der Woche sieben Stunden mit dem Computer befassten. Es wurde festgestellt dass die sog, Computerfreaks unter den Jugendlichen weniger Bücher lasen als diejenigen, die den Computer nicht so häufig nutzten. Die Computerfreaks interessierten sich damals mehr für Comichefte oder Sachbücher, Romane rückten in den Hintergrund. Auch die Einstellung gegenüber dem Computer war deutlich positiver als die Einstellung der weniger an Computern interessierten Jugendlichen. Die sportliche Aktivität beider Gruppen unterschied sich jedoch nicht. 94 Heute ist die oben genannte Definition des Computerfreak natürlich nicht mehr haltbar, aber durch diese 80er Jahre Studie wird deutlich, dass das Thema Konsequenzen und Auswirkung neuer Medien nicht erst ein Phänomen des neuen Jahrtausends ist. Auch werden immer häufiger die Gefahren und Risiken des Internets diskutiert. In Chatrooms können Gefahren auf Kinder und Jugendliche lauern. Es besteht die Möglichkeit, dass sie auf Personen reinfallen, die nicht diejenigen sind, für die sie sich ausgeben. 92 Vgl. Dr. Theunert; Löhr; Amend;; Graf; Vogel; Dr. Vilgertshofer; Dr.Hesse; Dr. Sommer;Prof. Dr. Spanhel; Paul., S.24 S Vgl. Dr. Theunert; Löhr; Amend;; Graf; Vogel; Dr. Vilgertshofer; Dr.Hesse; Dr. Sommer;Prof. Dr. Spanhel; Paul., S Vgl. Bauer; Zimmermann, S. 88 S

39 Ebenso ein Problem ist der Datenschutz im Internet. Gibt man beispielsweise einen beliebigen Namen einer Person bei Google ein, so ist die Wahrscheinlichkeit riesig, dass der Computer jede menge Daten über die gesuchte Person ausspuckt. Egal, ob diese das will oder nicht. Besonders häufig werden solche Online-Communitys wie Facebook, StudiVZ etc. in den Nachrichten angeprangert, sich nicht an die Datenschutzbestimmungen zu halten, oder es wird vorgeworfen dass dort mit Leichtigkeit persönliche Daten geklaut werden können. Aber trotz dieses Risikos, ist die Anzahl an Teilnehmern an solchen Online- Community riesig. Aber woher kommt das? Was zeichnet diese Online-Communitys aus Online-Communitys dienen als Plattform um sich selbst zu Präsentieren und dazustellen. Weiterhin kann man dort auch einen Blick auf das Leben fremder Personen werfen, sich ihre Fotos anschauen, sehen was sie gerade machen und seine Kommentare dazu abgeben. Online-Comunitys sind auf die aktive Teilnahme ihrer Mitglieder angewiesen, die Website muss immer an die jeweiligen Anforderungen ihrer Mitglieder angepasst und dementsprechend gestaltet werden. Jede Community hat ein bestimmtes und eigenes Regelwerk, es gibt bestimmte Eintritts- und Austrittsvoraussetzungen und Gesetze an die sich gehalten werden muss. Sie sind von der Mitwirkung ihrer Mitglieder abhängig und bieten diesen immer mindestens eine Möglichkeit der Kommunikation untereinander. Weiterhin sind die Mitglieder einer Community an mehr oder weniger stark abgegrenzten gemeinsamen Themen interessiert Der Einfluss der Medien Es gibt in der Forschung jede Menge Theorie die sich mit den verschiedenen Einflüssen von Medien beschäftigen. Eine davon ist beispielsweise die Theorie in wie weit sich die Medien auf die Werteorientierungen der Kinder und Jugendlichen auswirken. Diese Theorie unterscheidet zwischen Kindern und Jugendlichen die eher konsumfreudig seien und Kinder und Jugendlichen die eher auf Selbstverwirklichung ausgerichtet wären. Jugendliche die viel Wert auf Selbstverwirklichung legen, würden in der Regel häufiger lesen weniger Fernsehen als Jugendliche, die sehr konsumfreudig sind. 96 und sehen Eine andere Theorie ist die so genannte Wissenskluft-Hypothese. Diese Theorie besagt dass der Wissensstand bei den einzelnen Menschen unterschiedlich sei, obwohl sie gemeinsame kulturelle Erfahrungen hätten. Dieser Wissenstand hänge von dem sozialen Kontext, von der Zugehörigkeit zu Gruppen und der individuellen Nutzung von Wissen ab. 95 Vgl. Jörissen, S. 187 S Vgl. Bauer; Zimmermann, S

40 Jugendliche die bereits einen großen Wissenstand hätten, seien eher daran interessiert sich mit dem Neuen auseinanderzusetzen und zu befassen. Durch die neuen Medien könnten dann so bereits bestehende Wissensunterschiede noch vergrößert werden. 97 Eine andere Theorie hingegen besagt genau das Gegenteil. Danach hätten alle Menschen die Möglichkeit die Medien zu nutzen, diese Medien seien sozusagen die großen Gleichmacher. 98 Häufig werden die Medien auch als Vierte Gewalt in unserer Demokratie bezeichnet. Dieser Begriff soll zum Ausdruck bringen wie viel Macht die Medien auf unsere Politik haben, und welche Verantwortung sie dadurch tragen. Sie erfüllen die Funktion eines Beobachters und im besten Fall neutralen Berichterstatters. Sie informieren das Volk über das tägliche Geschehen rund um den Globus. Sie können durch ihre Berichterstattung die Aufmerksamkeit von Massen auf ein bestimmtes Thema lenken. Medien geben Politikern die Chance ihre Meinungen der Öffentlichkeit kund zu tun und mit anderen Politikern zu diskutieren. Sie liefern Hintergrundwissen zu aktuellen Ereignissen und dem politischen Geschehen und erfüllen somit auch eine Bildungsfunktion. Die Menschen können sich die verschiedenen Sichtweisen ansehen und sich ihre eigene Meinung über das Geschehen bilden. Weiterhin können Medien im Rahmen ihrer Kritik- und Kontrollfunktion Missstände aufdecken und Kritik äußern. Dies geschieht zum einen über Reporter und Journalisten, die Hintergründe erforschen und ihre Meinungen publizieren, zum anderen kann es dadurch geschehen, dass Dritte die Möglichkeit bekommen, in der Öffentlichkeit auf Missstände hinzuweisen und Kritik zu äußern Mediennutzung in der Schule Vergleicht man mal die Medien die früher in und von den Schulen genutzt wurden, mit den Medien die heute in und von den Schulen genutzt werden, so hat sich doch einiges getan. Diente früher noch ein Diaprojektor zu Vorstellung einer Präsentation, so geschieht dies heutzutage durch einen zurechtgeschnittenen und auf DVD überspielten Film. Lehrer haben die Möglichkeit anstatt die einfache Tafel zu nutzen, ihre Notizen, Ausarbeitungen etc. durch eine Powerpointpräsentation dazustellen und später an alle Schüler per zu verschicken, ohne das diese etwas mitschreiben mussten. Fühlt sich ein Lehrer mit der Frage eines Schülers überfordert oder kann diese gerade nicht beantworten, gibt es die Möglichkeit im schuleigenen Computer das Internet zu nutzen und die Frage doch noch zeitnah zu beantworten. Auch die mal mehr und mal weniger erfolgreiche Plattform des E- Learnings gab es früher nicht. Eine allgemeingültige Definition des E-Learning gibt es nicht, 97 Vgl. Bauer; Zimmermann, S Vgl. Bauer; Zimmermann, S

41 jedoch lässt sich sagen, dass es beim E-Learning darum geht, dass der Lernprozess durch Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützt wird Warum hat sich die Mediennutzung in den Schulen verändert? Die Veränderung der Mediennutzung in den Schulen ist zum einen eine logische Konsequenz aus dem weiten und großen Angebot an neuen Medien, zum anderen aber auch ein notwendiges Muss. Kinder und Jugendliche müssen in den Umgang mit neuen Medien, eingeführt werden, denn dieser ist Voraussetzung für ihre spätere berufliche Entwicklung. [ ] mit der Einführung neuer Medien in Schulen [sind] große (bildungspolitische) Hoffnungen verbunden, die von dem erhöhten Interesse der Schüler/innen, über eine Leistungssteigerung bis hin zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des so genannten Standortes Deutschland reichen. Mit der Einführung neuer Medien kommen wie bei jeder Innovation neue Anforderungen und Aufgaben auf die Schule zu, die konzeptionelle und praktische Arbeiten erforderlich machen 99 Aber damit eine Organisation wie ein Schule in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft überleben kann bleibt ihr nichts anderes übrig als sich anzupassen und den Umgang mit den Veränderungen zu erlernen Welche Auswirkung hat die Veränderung der Mediennutzung in den Schulen? Die neuen Medien geben dem Lehrer oder der Lehrerin bzw. den Schulen die Möglichkeit die Qualität des Unterrichts zu verbessern, der Unterricht kann aktueller, anschaulicher und interessanter gestaltet werden, es bietet sich ein fachübergreifender und projektorientierter Unterricht an. Durch die neuen Medien spielen auch große Entfernungen keine so große Rolle mehr wie früher, inzwischen können sich Schüler/Innen und auch die Schulen innerhalb der ganzen Bundesrepublik und auch darüber hinaus, austauschen, helfen und beraten. Durch das Internet wird so viel Information in einer Schnelligkeit bereitgestellt, wie dies nie zu vor geschehen konnte. Schüler/Innen können neue Methoden des Wissenserwerbs 99 Hunneshagen, S. 32 S Vgl. Hunneshagen, S

42 lernen, wie zum Beispiel die Methoden der Internetrecherche. 101 dadurch die Chance selbständiger zu arbeiten und zu lernen. Schüler/Innen bekommen Das Internet kann und wird genutzt zur Bereitstellung von Informationen, zur Recherche von Datenbeständen und zur Kommunikation. 102 Die Schüler erlernen den Umgang mit den neuen Medien und erlernen somit auch eine wichtige Qualifikation für ihr späteres berufliches Leben. Natürlich bieten die neuen Medien nicht nur Vorteile, sondern bringen auch Nachteile mit sich. Schreibt der Lehrer oder die Lehrerin seine Notizen nicht mehr selbst an die Tafel, sondern zeigt eine fertig gestellte Powerpointpräsentation die im Anschluss an den Unterricht per verteilt wird, besteht natürlich die Gefahr, dass die Kinder und Jugendlichen während des Unterrichts nicht mehr vernünftig aufpassen, weil sie sich denken, dass sie es je eh nach Hause geschickt bekommen. Während der Internetrecherche bietet sich natürlich auch die Gelegenheit für Kinder und Jugendliche sich unbemerkt mit völlig anderen Dingen zu beschäftigen als es die vorgegebene Aufgabe erfordert. Alles in allem überwiegen aber die Vorteile der Nutzung der neuen Medien, und die Schulen können und dürfen nicht auf diese verzichten Einfluss auf die Personalentwicklungen der Schulen In den Schulen soll mit Hilfe der neuen Medien gelehrt werden und den Schülern soll der Umgang mit diesen Medien beigebracht werden, dies hat aber auch zur Folge, dass die Lehrerinnen und Lehrer selbst zunächst erstmal damit vertraut gemacht werden müssen. Damit dies geschehen kann gibt es vier Hauptvoraussetzungen. 1. Fachdidaktisches Handlungsrepertoire, um neue Unterrichtsmethoden und Lern- und Lehrinhalte zu bearbeiten. 2. Kooperationsfähigkeit. 3. Selbstreflexion des eigenen pädagogischen Handels. 4. Selbstbeurteilung von Lernprozessen im Hinblick auf gesetzte Ziele und die Interessen der Schüler/innen Vgl. Hunneshagen, S Vgl. Hunneshagen, S Hunneshagen, S

43 Der Schulleitung kommt hierbei die Aufgabe zu, den notwendigen Unterstützungsbedarf festzustellen und bei Bedarf die Teilnahme an Fortbildungen zu ermöglichen Vgl. Hunneshagen, S

44 3. Methode der Befragung 3.1 Formen sozialwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden Unter dem Begriff der empirischen Sozialforschung ist die systematische Erfassung und Deutung sozialer Tatbestände 105 zu verstehen. Hierzu zählen beispielsweise beobachtbares menschliches Verhalten oder durch Sprache vermittelte Meinungen, Informationen, Einstellungen, Werturteile und Absichten 106. Zur Erhebung und Auswertung dieser Daten können eine Vielzahl von Untersuchungsmethoden herangezogen werden. Zu nennen sind hier unter anderem die Befragung in Form von persönlichen, schriftlichen und telefonischen Interviews, systematische Beobachtungsverfahren, die Inhaltsanalyse und Experimente. 107 Im Folgenden soll auf die wichtigsten sozialwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden eingegangen werden Der Fragebogen Der Fragebogen als Form der schriftlichen Befragung ist das wohl bekannteste Instrument der Datenerhebung, das häufig in der Psychologie und in den Sozialwissenschaften zum Einsatz kommt. Er wird vornehmlich dazu verwendet, um soziale und politische Einstellungen, Meinungen, Interessen und psychologische Eigenschaften zu erfassen. 108 Da im Alltag der Begriff des Fragebogens häufig im Zusammenhang mit dem Ausfüllen von Anträgen, Formularen oder für die Beantwortung einer bloßen Aneinanderreihung von Fragen verwendet wird, ist es erforderlich, den sozialwissenschaftlichen Begriff des Fragebogens eindeutig abzugrenzen, sowie seine Erscheinungsformen, Merkmale und Verwendungsmöglichkeiten zu erläutern. Folgende Anwendungsmöglichkeiten eines Fragebogens sind denkbar: postalischer Versand schriftliche Gruppenbefragung schriftliche Nachbefragung 105 Atteslander, Seite vgl. Attelander, Seite 3 f. 107 vgl. Diekmann, Seite Wikipedia Fragebogen 44

45 Im Allgemeinen wird unter dem Begriff der schriftlichen Befragung der postalische Versand, verbunden mit der Bitte um Rücksendung der Fragebögen, verstanden, das heißt, dass in der eigentlichen Befragungssituation kein Interviewer anwesend ist. Des Weiteren ist es möglich, mit Hilfe eines Fragebogens schriftliche Gruppenbefragungen durchzuführen, bei denen der Fragebogen im Beisein des Interviewers ausgefüllt wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer schriftlichen Nachbefragung. Diese zeichnet sich durch eine Kombination der schriftlichen mit der persönlichen oder telefonischen Befragung aus. Ziel der schriftlichen Nachbefragung ist eine Bestätigung der zuvor vom Befragten persönlich oder telefonisch gemachten Angaben. Es wird zwischen teil- und vollstandardisierten Fragebögen unterschieden. Ein teilstandardisierter Fragebogen liegt vor, wenn die Fragen einheitlich formuliert und angeordnet sind, die Antworten vom Befragten jedoch individuell und frei formuliert werden können. Demgegenüber zeichnet sich ein vollstandardisierter Fragebogen nicht nur durch eine einheitliche Formulierung und Anordnung der Fragen, sondern auch dadurch aus, dass der Befragte zwischen vorgegebenen Antworten wählen muss. Der Sinn der Standardisierung von Fragen und Antwortmöglichkeiten eines Fragebogens besteht darin, dass alle befragten Personen einen identischen Fragebogen erhalten, wodurch die Befragung einer großen Anzahl von Personen und somit eine bessere Repräsentativität erreicht werden kann. Allerdings gibt es auch Nachteile, die gegen eine Standardisierung von Fragebögen sprechen. Zum einen können aufgrund der Standardisierung individuelle Bedürfnisse, wie sie zum Beispiel aufgrund von Sprach- oder Verständnisschwierigkeiten entstehen, nicht berücksichtigt werden. Zum anderen werden die Befragten durch die Vorgabe von Antwortmöglichkeiten stark beeinflusst und eingeschränkt. Bevor eine schriftliche Befragung erfolgen kann, muss ein Untersuchungsgegenstand festgelegt und ein Fragebogen erstellt werden. Hierbei sind die zwei Aspekte der inhaltlichen Gestaltung des Gesamtfragebogens und der optischen Aufbereitung des Fragebogens zu berücksichtigen vgl. Schnell, Hill, Esser, Seite

46 Die Konstruktion eines Fragebogens für eine postalische Befragung erfordert ein höheres Maß an Sorgfalt als bei Fragebögen, die beispielsweise als Leitfaden für ein Interview verwendet werden, da der Befragte diesen ohne Hilfe eines Interviewers auszufüllen hat. 110 Aus diesem Grund sollten alle Fragen möglichst verständlich formuliert werden, was komplizierte und zu komplexe Fragestellungen von vornherein ausschließt. Außerdem wird durch eine einfache und verständliche Ausdrucksweise die Gefahr von unsorgfältig, unvollständig oder gar nicht ausgefüllten Fragenbögen reduziert. Für den Erfolg oder Misserfolg einer schriftlichen Befragung sind eine Reihe von Faktoren ausschlaggebend, die im Vorfeld der Befragung beachtet werden müssen. Zu nennen ist an dieser Stelle die Bedeutung der ersten Fragen. Im Rahmen der Fragebogenkonstruktion sollte ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, dass sich die ersten Fragen einer schriftlichen Befragung eng am Thema der Untersuchung orientieren, um die Erwartungshaltung des Befragten nicht zu enttäuschen 111, da sich an ihnen erfahrungsgemäß das Engagement des Befragten zur Beantwortung des Fragebogens entscheidet. Daher sollten sie möglichst einfach formuliert sein, interessant in die Thematik einführen und leicht zu beantworten sein. Darüber hinaus gilt es bei der Formulierung von Fragen- und Themenkomplexen zu beachten, dass zu einem Themenbereich immer mehrere Fragen gestellt, Fragen, die denselben Aspekt des Themas behandeln nacheinander abgefragt und neue Fragenkomplexe mit Überleitungsfragen eingeleitet werden sollten. 112 Der Intention des Fragebogenerstellers entsprechend können in einem Fragebogen verschiedene Fragetypen zur Anwendung kommen, wovon die wichtigsten im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen. Bei den sogenannten offenen Fragen (W-Fragen) wird dem Befragten eine Frage gestellt, ihm jedoch keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Er hat hierbei die Gelegenheit, die Frage entsprechend seiner Meinung oder Einstellung zu beantworten. Geschlossene oder Ja-Nein-Fragen zeichnen sich dadurch aus, dass für ihre Beantwortung nur diese zwei Antwortkategorien zugelassen sind. Gelegentlich kann es auch vorkommen, dass die Antwort weiß nicht als dritte Antwortmöglichkeit zugelassen wird. 110 vgl. Schnell, Hill, Esser, Seite Schnell, Hill, Esser, Seite vgl. Schnell, Hill, Esser, Seite 343 f. 46

47 Des Weiteren können Eingruppierungs- oder Rangordnungsfragen gestellt werden. Bei Eingruppierungsfragen werden feste Wertebereiche aufgezeigt, in die sich der Befragte einordnen soll; bei Rangordnungsfragen wird der Befragte dazu aufgefordert, vorgegebene Antwortmöglichkeiten, beispielsweise nach der Wichtigkeit, zu ordnen. Darüber hinaus kann zwischen Fragen unterschieden werden, für deren Beantwortung nur eine einzige Antwort vorgesehen ist (Einfachwahl) und solchen, bei denen auch Mehrfachnennungen zulässig sind. Ein weiteres Instrument ist das der Filterfragen. Diese Art von Fragen kommt immer dann zum Einsatz, wenn einige Fragen oder ganze Fragenkomplexe nicht für alle Befragten relevant sind. Hierbei erhält der Befragte dann eine genaue Anweisung, wie bei der Beantwortung der Frage vorzugehen ist und welche Frage im Anschluss zu beantworten ist. Bei der Erstellung eines Fragebogens sollte auf die Verwendung und räumliche Anordnung von schwierigen und sensiblen Fragen geachtet werden. Hierbei empfiehlt es sich, dass derartige Fragen an den Schluss des Fragebogens gestellt werden, um nicht einen vorzeitigen Abbruch der Befragung zu provozieren. 113 Bestehen jedoch inhaltliche Zusammenhänge zu anderen Themenblöcken, sollten diese Fragen am Ende des entsprechenden Blocks behandelt werden, um so eine unnötige Verwirrung des zu Befragenden zu vermeiden. Neben dem richtigen Einstieg in die Thematik des Untersuchungsgegenstandes und einer verständlichen Formulierung der Fragen haben das Format und das äußere Erscheinungsbild des Fragebogens einen wesentlichen Anteil an dem Erfolg oder Misserfolg einer schriftlichen Befragung. Ein Fragebogen, der keine klare Struktur aufweist, nur schwer verständlich und schlecht zu handhaben ist, wird bei dem Befragten keine oder nur eine geringe Bereitschaft zur Beantwortung hervorrufen. Aus diesem Grund kommt dem Deckblatt des Fragebogens eine besondere Bedeutung zu. Es ist daher so zu gestalten, dass der Betrachter auf den ersten Blick einen Eindruck von der Bedeutung des Untersuchungsgegenstandes erhält und sein Interesse an dem Fragebogen geweckt wird. Darüber hinaus sollte das Deckblatt erkennen lassen, wer Auftraggeber der Studie ist und von wem sie durchgeführt wird. Auch ist es sinnvoll, dem Befragten Hinweise zur Handhabung und Beantwortung des Fragebogens zu geben (z.b. Es ist grundsätzlich nur eine einzige Antwortmöglichkeit anzukreuzen, es sei denn, die Fragestellung enthält eine anders lautende Angabe.). Nachdem der Fragebogen erstellt worden ist, empfiehlt es sich, diesen in einem Pretest empirisch zu testen. Anhand dieses Testes kann der Fragebogen unter realen Bedingungen 113 vgl. Schnell, Hill, Esser, Seite

48 erprobt werden, so dass im Vorfeld der tatsächlich relevanten Befragung noch eventuell aufgetretene Unverständlichkeiten und Probleme behoben werden können. Erst nachdem sich der Fragebogen bewährt hat, wird er für die eigentliche Befragung verwendet. Der Fragebogen als Instrument der empirischen Sozialforschung hat wie jede wissenschaftliche Untersuchungsmethode Vor- und Nachteile, die sich bei seiner Anwendung ergeben. Eine genaue Darstellung der Vor- und Nachteile dieser Methode erfolgt unter der Gliederungsziffer Das Interview Mit dem Begriff Interview wird die mündliche Form der Befragung durch einen Fragesteller, der auch Interviewer genannt wird, bezeichnet. Das Ziel eines Interviews ist es, persönliche Informationen oder Sachverhalte, beispielsweise zur politischen oder sozialen Einstellung, Interessen oder Vorlieben des Befragten, zu ermitteln. Das Interview als Prozess der Aufnahme von Antworten auf gestellte Fragen stellt eine soziale Situation dar, deren Struktur insbesondere durch die verbale Kommunikation zwischen Interviewer und Interviewtem geprägt wird. 114 Es kommt in verschiedenen Erscheinungsformen vor, die nach dem Grad der Strukturierung, der auch als Standardisierung bezeichnet wird, differenziert werden. Zu unterscheiden sind hierbei wenig strukturierte, teilstrukturierte und stark strukturierte Interviewsituationen. Eine wenig strukturierte Interviewsituation zeichnet sich dadurch aus, dass der Interviewer das Gespräch ohne einen vorformulierten Fragebogen führt. Er hat somit im Rahmen der Gesprächsgestaltung einen großen Spielraum, was bedeutet, dass er die Abfolge oder Formulierung seiner Fragen den Bedürfnissen des Befragten individuell anpassen kann. Die Bezeichnung wenig strukturiert bringt hier zum Ausdruck, dass der Interviewer zwar Vorstellungen zum Inhalt des Gesprächs hat und durch seine Fragen bestimmte Ziele verfolgt, der eigentliche Gesprächsverlauf jedoch von den Antworten des Befragten abhängig ist. Der Interviewer hat in dieser Gesprächssituation demnach eine eher lenkende Funktion. 115 Diese Form des Gesprächs erfordert ein hohes Maß an Anpassungsvermögen des Interviewers und setzt eine sorgfältige Schulung des Fragestellers voraus. Begründet wird dies darin, dass der Interviewer nicht nur auf den Verlauf des Gesprächs zu achten, nicht nur Hinweise auf der Sprachebene und Bedeutungszusammenhänge wahrzunehmen, 114 vgl. Schnell, Hill, Esser, Seite vgl. Schnell, Hill, Esser, Seite

49 sondern auch die ganze Umgebung zu beobachten 116 hat. Darüber hinaus muss der Interviewer dazu in der Lage sein, ein Gespräch durch gezieltes Nachfragen in Gang halten. Das Ziel wenig strukturierter Befragungen ist es, die Meinungsstruktur des Befragten zu erfassen. Anwendungsbeispiele für eine wenig strukturierte Befragung sind das Experteninterview als Form der Einzelbefragung und die Gruppendiskussion als Form der Gruppenbefragung. Bei Befragungen mit teilstrukturiertem Charakter handelt es sich um Gespräche, die aufgrund vorbereiteter, vorformulierter Fragen erfolgen. Der Interviewer hat zwar grundsätzlich immer noch die Möglichkeit, die Abfolge der Fragen nach dem Gesprächsverlauf festzulegen, jedoch ist er diesmal an den bestehenden Fragenkatalog und die Formulierung der Fragen gebunden. Das Gespräch basiert demnach auf einem Leitfaden, der im Verlauf des Gesprächs zu beachten ist. Angewendet werden kann diese Form der Befragung sowohl als Einzelbefragung in Form eines Leitfadengespräches als auch bei Gruppenbefragungen. Darüber hinaus gibt es noch die Form der stark strukturierten Befragung. Grundlage dieser Befragungsvariante ist die Konstruktion eines standardisierten Fragebogens, anhand dessen der genaue Inhalt des Gesprächs, die Anzahl, die Formulierung der Fragen und deren Abfolge festgelegt wird. Aufgrund dieser starken Strukturierung bleibt dem Interviewer kein Freiraum bei der Durchführung seiner Befragung. Er hat demnach keine Möglichkeit, auf die individuellen Bedürfnisse des zu Befragenden einzugehen. Die Form des standardisierten Interviews wird vor allem dazu verwendet, um eine Gleichheit der Interviewsituation und eine Vergleichbarkeit der Antworten zu erreichen. Nur durch eine Standardisierung des Befragungsprozesses kann verhindert werden, dass es in Folge von veränderten Frageformulierungen zu unterschiedlichen Interpretationen der Befragten kommt, was zu einer Beeinträchtigung des Ergebnisses bei empirischen Forschungen führen würde. Alle Formen der mündlichen Befragung haben gemeinsame Faktoren den Interviewer und die persönliche Beziehung zwischen Interviewer und Befragtem. Bei der persönlichen Befragung ist es kaum vermeidbar, dass der Interviewer direkten Einfluss auf den Gesprächsverlauf nimmt. Aus diesem Grund ist es erforderlich, Interviewer im Vorfeld einer Befragung in den verschiedenen Befragungstechniken zu schulen, damit der Verlauf und der Erfolg des Interviews nicht gefährdet werden. Zu unterscheiden sind hierbei die weiche, die harte und die neutrale Interviewtechnik, worunter das Verhalten des Interviewers während des Gesprächs zu verstehen ist Atteslander, Seite vgl. Atteslander, Seite

50 Das Konzept des weichen Interviews (non-directive method) zeichnet sich dadurch aus, dass der Interviewer während des Gesprächs eine eher untergeordnete Rolle spielt. Dies kommt darin zum Ausdruck, dass der Gesprächsverlauf weitestgehend von dem Befragten und nicht vom Interviewer bestimmt wird. Der Interviewer hat bei dieser Interviewform hauptsächlich die Aufgabe, den Gesprächsfluss aufrechtzuerhalten, zum Beispiel ein stockendes Gespräch wieder in Gang zu bringen und den Befragten zum Weiterreden zu animieren. Ein hartes Interview hingegen ist durch eine schnelle Abfolge der Fragen gekennzeichnet. Das Ziel dieser Befragungsart ist es, den Befragten zu einer spontanen Beantwortung der Fragen zu animieren und ihm keine Möglichkeit zu intensiven Überlegungen zu geben. Hierdurch soll erreicht werden, dass der Befragte wahrheitsgemäße Angaben macht, da er durch die schnelle Fragenabfolge keine Gelegenheit zum längeren Nachdenken hat. 118 Ziel der neutralen Interviewführung ist die Ausschaltung der Gefühls- oder Beziehungsebene zwischen dem Interviewer und dem Befragten. Die Funktion des Interviewers beschränkt sich demnach ausschließlich auf die Übermittlung von Stimuli und den Empfang von Reaktionen des Befragten. 119 Im Rahmen der Neutralität ist der Interviewer dazu angehalten, seine eigenen Einstellungen zum Untersuchungsgegenstand zu verbergen. Er darf insbesondere weder seine Zustimmung, noch seine Missbilligung zu den Aussagen des Befragten zum Ausdruck bringen. Allerdings kann das Bemühen des Interviewers, Neutralität auszustrahlen, auch dazu führen, dass sich bei dem Befragten ein Gefühl von Unbehagen einstellt, was eine Gefährdung der Gesprächssituation darstellt. Aus diesem Grund hat es sich in der Praxis bewährt, dass der Interviewer eine Haltung freundlichen Gewährenlassens annimmt. Er lacht über die Witze des Befragten, er macht Ausrufe, wenn der Befragte etwas sagt, dass offensichtlich Erstaunen erregen soll ( ), macht unterstützende Bemerkungen ( ). Er vermeidet jedoch gewissenhaft eine direkte Zustimmung oder Ablehnung der Einstellungen des Befragten. 120 Neben dem Grad der Standardisierung und der Interviewtechnik gibt es beim Interview auch bei der anschließenden Bewertung der Aussagen einige Aspekte zu berücksichtigen. Wird ein Interview zu Meinungsforschungszwecken durchgeführt, muss unbedingt beachtet werden, wie die gegebenen Antworten kategorisiert werden sollen. Dies kann in Form einer einfachen Ja-Nein-Dichotomie oder durch die Bildung mehrerer Antwortkategorien erfolgen. Der Vorteil der Ja-Nein-Dichotomie besteht darin, dass sich der Befragte für eine Antwortmöglichkeit - Ja oder Nein - entscheiden muss. Allerdings muss in diesem Fall bei der Formulierung der Fragen darauf geachtet werden, dass innerhalb einer Antwort nicht 118 vgl. Atteslander, Seite vgl. Atteslander, Seite Schnell, Hill, Esser, Seite

51 gleichzeitig mit Ja und mit Nein geantwortet werden kann, was häufig bei Doppelfragen, die mit oder verbunden sind, der Fall sein kann. Des Weiteren sind unbedingt Fragen mit Suggestiv-Wirkung zu vermeiden, das heißt, dass durch die Art der Fragestellung keine Manipulation der Antwort erfolgen darf. Der Nachteil von Ja-Nein-Alternativen besteht in der Gefahr einer vorschnellen Pauschalierung der Antworten. Werden dem Befragten mehrere Antwortmöglichkeiten angeboten, zwischen denen er sich entscheiden muss, ist auf ein Gleichgewicht zwischen positiven und negativen Antwortkategorien - zum Beispiel immer, häufig, gelegentlich, selten, nie - zu achten. Neben den bereits beschriebenen Formen des strukturierten, teilstrukturierten und wenig strukturierten Interviews, gibt es noch einige weitere Erscheinungsformen. Eine besondere Form des Interviews stellt das sogenannte narrative Interview dar. Kennzeichnend hierfür ist, dass ihm weder ein Fragebogen noch ein Leitfaden zu Grunde liegt, an dem sich der Interviewer orientieren kann. Das Ziel eines narrativen Interviews ist das Verstehen, das Aufdecken von Sichtweisen und Handlungen von Personen sowie deren Erklärung aus eigenen sozialen Beziehungen. 121 Beim narrativen Interview geht es um die Erzählung einer eigenerlebten Geschichte durch den Befragten; das heißt, dass der Interviewer erst am Schluss der Erzählung aktiv wird, indem er Fragen mit der Bitte um Erläuterung oder weitere Präzisierung stellt. Ein weiteres Charakteristikum dieser Art von Interview ist, dass es vielfach auf Video oder Tonband aufgezeichnet und anschließend inhaltsanalytisch verarbeitet wird. Eine weitere spezielle Form des Interviews ist das Telefoninterview, das häufig von Marktund Meinungsforschungsinstituten verwendet wird. Die wesentlichen Vorteile dieser Methode liegen in einer hohen Erreichbarkeit der zu Befragenden und einer schnellen Verarbeitungsmöglichkeit der erhaltenen Daten. Nachteile hingegen sind eine erschwerte Kontrolle der Situation Interview, das heißt, wer antwortet tatsächlich, ein hoher Grad an Artefakten, das heißt, bei Fragen mit mehreren Antwortmöglichkeiten eine verstärkte Nennung der ersten oder der letzten Antwortmöglichkeit und eine Begrenzung auf relativ einfache Fragegegenstände. 121 Atteslander, Seite

52 3.1.3 Sonstige Methoden Nachdem unter den beiden vorausgehenden Gliederungspunkten die wohl bekanntesten und am häufigsten verwendeten sozialwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden Fragebogen und Interview vorgestellt worden sind, sollen nun noch die weniger häufig angewandten Methoden der Beobachtung, des Experiments und der Inhaltsanalyse erläutert werden. Die Beobachtung Unter dem Begriff der Beobachtung versteht man das systematische Erfassen, Festhalten und Deuten sinnlich wahrnehmbaren Verhaltens zum Zeitpunkt seines Geschehens. 122 Zu unterscheiden sind hierbei die alltägliche und die wissenschaftliche Beobachtung. Während die alltägliche Beobachtung der Orientierung eines jeden Individuums in seiner Umwelt dient, werden bei der wissenschaftlichen Beobachtung systematische Verfahrensweisen und Wahrnehmungsprozesse entwickelt und verwendet, durch die die soziale Realität erfasst werden soll. Bei der wissenschaftlichen Beobachtung ist es hilfreich, einer Systematik zu folgen. Diese kann beispielsweise durch die Erstellung eines Beobachtungsplanes und einer genauen Organisation des Beobachtungsprozesses erreicht werden. Hierbei sollte unter anderem festgelegt werden, was von wem, wann und wo beobachtet wird, ob und in welcher Form das Beobachtete interpretiert wird und wie das Beobachtete zu protokollieren ist. 123 Da es sich bei der wissenschaftlichen Beobachtung um einen Vorgang handelt, der hohe soziale und fachliche Anforderungen an den Forscher stellt, sollte im Vorfeld der Beobachtung eine intensive Schulung der Beobachter durchgeführt werden. Die wissenschaftliche Beobachtung ist eine Untersuchungsmethode mit Doppelcharakter, die einerseits der Erfassung und Deutung sozialen Handelns dient und andererseits selbst soziales Handeln darstellt. 124 Dies wird vor allem dann deutlich, wenn der Beobachter nicht nur passiv das soziale Geschehen verfolgt, sondern aktiv daran teilnimmt. 122 Atteslander, Seite vgl. Wikipedia Beobachtung 124 vgl. Atteslander, Seite 73 52

53 Bei der wissenschaftlichen Beobachtung können verschiedene Formen unterschieden und eine Differenzierung nach dem Grad der Strukturiertheit (unstrukturiert oder strukturiert) dem Grad der Natürlichkeit der Beobachtungssituation (Feld- oder Laborbeobachtung) der Teilnahme oder Nichtteilnahme des Beobachters oder der Offenheit vorgenommen werden. 125 Der Begriff Strukturiertheit oder auch Standardisierung gibt in diesem Zusammenhang an, welche Vorgaben der Beobachter im Vorfeld und während der Beobachtung zu berücksichtigen hat. Handelt es sich um eine unstrukturierte Beobachtung, sind lediglich ein grober Rahmen und Leitlinien vorgegeben, die der Beobachter im Verlauf der Beobachtung nicht aus dem Blick verlieren sollte. Durch diese nur geringen Vorgaben hat der Beobachter eine gewisse Flexibilität und Offenheit im Hinblick auf den Beobachtungsgegenstand. Angewendet wird die Methode der unstrukturierten Beobachtung nicht zur Überprüfung vorhandener Hypothesen, sondern zur Entwicklung neuer Hypothesen. 126 Einer strukturierten Beobachtung hingegen liegt ein festes Beobachtungsschema zugrunde, das festlegt, was und wie zu beobachten ist. 127 Durch dieses Schema wird eine Kontrollierund Vergleichbarkeit der erfassten Daten gewährleistet, die Beobachtung somit der subjektiven Interpretation des Beobachters weitgehend entzogen. Ein Nachteil dieser Beobachtungsvariante ist, dass Verhaltensweisen, die erst im Verlauf der Beobachtung auftreten, häufig nicht wahrgenommen oder als nicht beobachtungsrelevant eingeschätzt werden, da sie keiner Beobachtungskategorie zugeordnet werden können. Dies hat zur Folge, dass für die Forschungsfrage wichtige Aspekte eventuell unberücksichtigt bleiben. Aufgrund des detaillierten Beobachtungsschemas eignet sich die strukturierte Beobachtung besonders gut für die Überprüfung bereits erstellter Hypothesen. Unter Natürlichkeit der Beobachtungssituation ist das äußere Umfeld zu verstehen, in dem die Beobachtung durchgeführt wird. Hierbei muss zwischen einer Feld- und einer Laborbeobachtung differenziert werden. 125 vgl. Wikipedia Beobachtung 126 vgl. Atteslander, Seite Atteslander, Seite 86 53

54 Der Begriff Feldbeobachtung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Beobachtung in einem natürlichen sozialen Umfeld, beispielsweise am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder ähnlichen Orten bzw. Situationen unter den dort herrschenden Bedingungen erfolgt, wohingegen die Beobachtung bei einer Laborbeobachtung in einer künstlich erzeugten Situation vorgenommen wird. Der Vorteil der Feldbeobachtung im Vergleich zur Laborbeobachtung besteht darin, dass hierbei komplexe soziale Geschehen untersucht werden können, die nicht durch Handlungen des Beobachters beeinflusst werden. Der Vorteil der Laborbeobachtung im Vergleich zur Feldbeobachtung besteht darin, dass eine Situation geschaffen werden kann, in der alle äußeren Faktoren, die zu einer negativen Beeinflussung der zu untersuchenden Situation führen könnten, ausgeschaltet werden können. Darüber hinaus kann bei der wissenschaftlichen Beobachtung zwischen einer aktiv- oder passiv-teilnehmenden und einer nicht-teilnehmenden Beobachtung unterschieden werden. Eine aktiv-teilnehmende Beobachtung liegt vor, wenn der Beobachter an dem sozialen Geschehen selbst aktiv beteiligt ist, er also eine Alltagsrolle in dem sozialen Feld übernimmt. 128 Passiv-teilnehmende Beobachtung hingegen bedeutet, dass der Beobachter zwar in der zu untersuchenden Situation persönlich anwesend ist, ihm jedoch lediglich die Beobachterrolle, zum Beispiel in Form eines wartenden Besuchers, zu Teil wird, er demnach also nicht aktiv in das Geschehen eingreift. Hiervon abzugrenzen ist die Form der nicht-teilnehmenden Beobachtung. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass der Beobachter in der sozialen Situation, die es zu untersuchen gilt, nicht unmittelbar anwesend ist. Die Beobachtung und Bewertung der Situation und der handelnden Personen erfolgt hierbei beispielsweise per Videoaufzeichnung. Das Differenzierungskriterium der Offenheit bezieht sich auf die Transparenz der Beobachtungssituation für die Beobachteten. Hierbei kann grundsätzlich zwischen einer offenen und einer verdeckten Beobachtung unterschieden werden. Während die Beobachteten bei der offenen Beobachtung von der Anwesenheit des Beobachters Kenntnis haben, ist der Beobachter bei der verdeckten Beobachtung nicht als solcher zu erkennen. Der Vorteil dieser Beobachtungsform ist, dass die Beobachteten in ihrem Verhalten nicht gestört werden und sich daher möglichst natürlich verhalten. 128 vgl. Atteslander, Seite 92 54

55 Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Mischformen, die situationsbezogen zum Einsatz kommen. Die Beobachtung als sozialwissenschaftliche Untersuchungsmethode wird eher selten verwendet. Gründe hierfür liegen unter anderem in den hohen sozialen und fachlichen Anforderungen an die Forscher, darin, dass eine Beobachtung nicht immer möglich ist und daran, dass im Vergleich zur Befragung nur geringe Fallzahlen erreicht werden können. Das Experiment Unter einem Experiment im Sinne der Wissenschaft ist eine wiederholbare Beobachtung unter kontrollierten Bedingungen 129 zu verstehen, bei der eine oder mehrere unabhängige Variablen so manipuliert werden, dass eine Überprüfungsmöglichkeit der zu Grunde liegenden Hypothese, das heißt, der Behauptung eines Kausalzusammenhangs, in unterschiedlichen Situationen, gegeben ist. 130 Hierbei können mehrere Arten unterschieden werden, von denen im Folgenden das Laboratoriums- und das Feldexperiment kurz vorgestellt werden sollen. Ein Laboratoriumsexperiment zeichnet sich dadurch aus, dass Sachverhalte oder Vorgänge unter planmäßig vereinfachten, reinen Bedingungen untersucht 131 werden. Das bedeutet, dass eine künstliche Situation geschaffen wird, in der alle Störvariablen, das heißt, alle außer der zu untersuchenden Variablen, ausgeschaltet werden. Hierdurch sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob ein Kausalfaktor tatsächlich die ihm zugeschriebene Wirkung hervorruft. Bei einem Feldexperiment hingegen wird der zu untersuchende Gegenstand nicht aus seiner natürlichen Umgebung herausgelöst 132, sondern in seiner realen Umwelt untersucht. Diese Form des Experimentes eignet sich immer dann, wenn die äußeren Forschungsbedingungen günstig sind, das heißt, eine starke Beeinflussung des zu untersuchenden Faktors durch andere Faktoren weitgehend ausgeschlossen werden kann. Im Rahmen der Durchführung eines Experimentes ist es möglich, Extremsituationen zu konstruieren, anhand derer bereits vorhandene Hypothesen unter strengen Prüfbedingungen getestet und bestätigt oder eventuell widerlegt werden können. Der Unterschied zwischen einem Experiment und einer reinen Betrachtung des sozialen Geschehens besteht darin, 129 AtteslanderSeite vgl. Atteslander, Seite 179 f. 131 Atteslander, Seite Atteslander, Seite

56 dass bei einem Experiment zunächst eine ausführliche Planung der zu untersuchenden Situation erfolgt. Im Anschluss daran wird das Verhalten der Versuchspersonen eingehend beobachtet, gemessen und mit bereits vorliegenden Erkenntnissen verglichen. Das Experiment ist eine sichere Methode, mit der sich Kausalbeziehungen im sozialen Bereich feststellen lassen und so zuverlässige Aussagen über Ursache-Wirkungs- Beziehungen getroffen werden können. Der Vorteil bei der Untersuchung sozialer Zusammenhänge im Rahmen eines Experimentes besteht darin, dass sämtliche Bedingungen konstant gehalten und soziale Zusammenhänge somit unter Kontrolle dargestellt und reproduziert werden können. 133 Problematisch ist jedoch, dass die soziale Realität im Verlauf eines Experimentes nur unvollkommen berücksichtigt werden kann, da lediglich eine isolierte Betrachtung eines bestimmten und begrenzten Bereiches menschlichen Handelns erfolgt. Auf Grund der Vielfalt der nicht berücksichtigten sozialen Faktoren ist eine Übertragung der erzielten Ergebnisse und eine Anwendung der durch das Experiment bestätigten allgemeinen Hypothese auf die Wirklichkeit daher nicht ohne weiteres möglich. Die Inhaltsanalyse Die Inhaltsanalyse, die auch unter den Bezeichnungen Text-, Dokumenten- oder Bedeutungsanalyse bekannt ist, ist ein Instrument zur systematischen Erhebung und Auswertung von Texten, Bildern und Filmen 134, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse von Texten liegt. Zu unterscheiden sind hierbei die quantitative und die qualitative Inhaltsanalyse. Im Folgenden soll jedoch aufgrund der Komplexität und der schwierig zu definierenden Aspekte der qualitativen Inhaltsanalyse nur auf die quantitative Inhaltsanalyse eingegangen werden. Neben der Beschreibung und Auswertung des eigentlichen Textinhaltes liegt ein weiteres Ziel der Inhaltsanalyse darin, die Zusammenhänge der Entstehung und Verwendung des Textes zu untersuchen, um hierdurch Rückschlüsse auf die anderen Elemente des Kommunikationsprozesses (Sender, Empfänger, soziale Situation) zu ziehen. Der Begriff der Inhaltsanalyse kann somit wie folgt definiert werden: Inhaltsanalyse ist eine Methode der Datenerhebung zur Aufdeckung sozialer Sachverhalte, bei der durch die Analyse eines vorgegebenen Inhalts (z.b. Text, Bild, Film) Aussagen über 133 vgl. Atteslander, Seite Diekmann, Seite

57 den Zusammenhang seiner Entstehung, über die Absicht seines Senders, über die Wirkung auf den Empfänger und/oder auf die soziale Situation gemacht werden. 135 Kernpunkt der Inhaltsanalyse ist die Festlegung eines für die Forschungsfrage relevanten Kategoriensystems, anhand dessen die Daten des Kommunikationsinhaltes in numerische Daten überführt werden können. Wichtig hierbei ist, dass jedes untersuchte Textelement nur einer Kategorie zuzuordnen sein darf, da eine fehlerfreie Auswertung sonst nicht möglich ist. Darüber hinaus ist zu beachten, dass eine einheitliche Klassifikation der Kategorien erfolgt, da eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse sonst nicht gewährleistet werden kann. Diesen Vorgang der numerischen Überführung der Daten in ein Codeblatt (Codesheet) bezeichnet man als Verschlüsselung oder Codierung. Aufgrund seiner großen Bedeutung für die Fehlerlosigkeit und Aussagefähigkeit der Ergebnisse ist eine intensive Schulung der Codierer unbedingt erforderlich. Nachdem die gewonnen Daten übertragen und erfasst worden sind, werden diese statistisch analysiert. Bevor eine Inhaltsanalyse durchgeführt werden kann, müssen eine Reihe von Arbeitsschritten erledigt werden. So ist beispielsweise vor Beginn der Analyse eine Festlegung des Analysematerials, das heißt, welche Art und Klasse von Texten man der Forschungsfrage entsprechend analysieren will 136 zwingend notwendig. Für diese Frage wesentlich ist, dass die Texte relevant für den Zweck der Untersuchung sind, sie existieren und sie zugänglich sind. 137 Anschließend wird der Umfang des zu untersuchenden Analysematerials festgelegt. Hierbei ist zu entscheiden, ob eine Vollerhebung oder lediglich eine Stichprobe des Analysematerials untersucht werden soll. Daraufhin werden dem Untersuchungsziel entsprechend die Zähleinheiten, zum Beispiel bestimmte Wörter, Wortgruppen, Sätze oder Satzteile festgelegt, Hypothesen formuliert und ein Kategoriensystem entwickelt. Erst im Anschluss daran beginnt die eigentliche Arbeit, die Codierung. Da diese Form der Untersuchung sehr zeitaufwendig ist und sich nicht so gut für die Erforschung sozialen Verhaltens eignet, kommt sie im Bereich der empirischen Sozialforschung eher selten zum Einsatz. Zwar wurden innerhalb der letzten Jahre eine 135 Atteslander, Seite Atteslander, Seite Atteslander, Seite

58 Vielzahl von Computerprogrammen für die Analyse von Texten sowie Bild- und Tonmaterial entwickelt, mit deren Hilfe sich der Codierungsaufwand verkürzen lässt, trotzdem wird bei der empirischen Sozialforschung eher auf die Untersuchungsmethoden der mündlichen oder schriftlichen Befragung oder der Beobachtung zurückgegriffen. 3.2 Ausgewählte Methode Um die Veränderung und Entwicklung des Freizeitverhaltens von Jugendlichen zu erforschen hat sich die Projektgruppe für die Methode der schriftlichen Befragung in Form eines Fragebogens entschieden. Aber auch diese Methode hat natürlich ihre Vor- und Nachteile Die Vorteile Ein Vorteil der bei dieser Methode immer genannt wird, ist die Einsparung von Kosten, diese sind im Vergleich zur Interviewdurchführung geringer, da weniger geschultes Personal benötigt wird. Jedoch spielen die Kosten für die Projektgruppe keine Rolle, denn von vorne rein war festgelegt, dass die 5 Mitglieder der Projektgruppe die gesamte Datenerhebung alleine durchführen und kein weiteres Personal benötigt wird. Ein weiterer Vorteil der schriftlichen Befragung ist, dass es keine Interviewereinflüsse. Durchdachter Antworten können gegeben werden da in der Regel kein Zeitdruck besteht und die befragte Personen sich unbeobachtet fühlen. Die gegebenen Antwort können in Ruhe geprüft. Interviewerfehler werden vermieden. Es kann ein größerer Personenkreis in einer kürzeren Zeit befragt werden als bei anderen Erhebungsmethoden. Die Projektgruppe hat beispielsweise insgesamt 2596 Schüler schriftlich befragt. Diese Menge an persönlichen Interviews wären für die fünf Mitglieder alleine und in dieser Zeit niemals machbar gewesen. Ein weiterer Vorteil der schriftlichen Befragung ist, dass die Antworten bei anonymeren Fragebögen ehrlicher. 138 Trotz all dieser Vorteile birgt die schriftliche Befragung aber auch Nachteile 138 Vgl. Schnell; Hill; Esser, S. 358 ff, Jacob; Heinz; Décieux; Eirmbter, S.2 ff.. 58

59 3.2.2 Die Nachteile Bei der schriftlichen Befragung kann die Aktivität der Beteiligten deutlich geringer sein, als zum Beispiel bei einem persönlichen Interview. Bei der postalischen Befragung ist die Ausfallquote deutlich höher, da die zu befragenden Personen eventuell keine Lust haben ihre Zeit für einen solchen Fragebogen zu opfern oder keine Lust sich den Aufwand zu machen. Um dieses zu vermeiden hat sich die Projektgruppe entschieden, die Schulen persönlich aufzusuchen, die Fragebögen persönlich in den Klassen abzugeben und sofern es geht am Ende der Stunde wiederabzuholen. Dieses erhöhte wiederum aber deutlich den Arbeitsaufwand. Ein weiterer Nachteil ist, dass generell nicht ermittelbar ist von wem die Fragebögen wirklich ausgefüllt wurden, ob auch wirklich eine Person aus dem zu befragenden Personenkreis, den Fragebogen ausgefüllt hat, oder ob es doch jemand anderes gemacht hat, oder dies eventuell sogar in Gruppenarbeit erledigt wurde oder einige Schüler die Fragebögen doppelt ausgefüllt haben. Auch die Möglichkeit zur Gewinnung spontaner Antworten ist nicht gegeben, da die Befragten in der Regel in aller Ruhe über die Fragen und ihre Antworten nachdenken. Weiterhin kommen Fehlantworten häufig vor, da Fragen Missverstanden oder überhaupt nicht verstanden werden. Falls Fragen bestehen oder Missverstände auftreten können diese nicht geklärt werden. Diesen Nachteil konnte die Projektgruppe auch nicht durch ihre Anwesenheit in den Klassenräumen beseitigen, denn aus zeitlichen Gründen war es der Projektgruppe nur möglich sich in den einzelnen Klassen kurz vorzustellen und die Schüler persönlich zu bitten die Fragebögen auszufüllen, danach wurden sie rumgereicht und die Projektgruppe hat sich wieder verabschiedet Vgl. Schnell; Hill; Esser, S. 358 ff, Jacob; Heinz; Décieux,; Eirmbter, S.2 ff. 59

60 3.3 Personenkreis Bei der Durchführung einer empirischen Studie, bei der der Untersuchungsgegenstand einer bestimmten Gruppe von Menschen gilt, sind einige grundlegende Formalien zu beachten. In dieser Studie bilden Lüdenscheider Kinder und Jugendlichen den zu betrachtenden Untersuchungsgegenstand. Zunächst stellte sich die Frage, welche und wie viele Mitglieder dieser Bevölkerungsgruppe für die Repräsentativität der Studie befragt werden müssten. Bei der Untersuchung von Bevölkerungen (Populationsbeschreibende Studien) ist es grundsätzlich problematisch den Probandenkreis mittels einer Stichprobe zu bilden. Eine Stichprobe ist definitionsgemäß ein Ausschnitt aus der Grundgesamtheit. Die Grundgesamtheit selbst ist in diesem Fall die Lüdenscheider Jugend. Entsprechend der wissenschaftlichen Definition für die Stichprobe muss diese alle möglichen Merkmale der Grundgesamtheit exakt widerspiegeln und darf sich von ihr lediglich in der Anzahl ihrer Mitglieder unterscheiden. Dies bedeutet für die Untersuchung von Bevölkerungsgruppen, dass alle Merkmale einer jeden der Grundgesamtheit angehörigen Person, im gleichen Verhältnis in der Stichprobe vertreten sein müssen. In exakt diesem Punkt liegt die Schwierigkeit für die Bildung einer Stichprobe, denn Menschen haben eine Vielzahl von völlig variabel ausgeprägten, teils einzigartigen Merkmalen. Beispielsweise wären hier das soziale Umfeld, die ethnische Herkunft oder aber der bisherige Bildungsweg der Jugendlichen unter vielen anderen, Merkmale die in Stichprobe und Grundgesamtheit gleich ausgeprägt sein müssen. Dies sicherzustellen ist logischerweise kaum realisierbar, weshalb eine solche ausgewählte Stichprobe für diese Untersuchung nicht in Betracht kam. Eine weitere Möglichkeit für die Bildung einer Stichprobe besteht in einer Zufallsauswahl. Einzige Bedingung für die Zufallsstichprobe ist lediglich, dass jeder Angehörige der Grundgesamtheit die absolut gleiche Chance für den Zugang zur Stichprobe haben muss. Auch hier liegt das Problem im Detail. Auf diese Studie bezogen bedeutet diese Bedingung, dass jedes Lüdenscheider Kind und jeder Jugendliche die gleiche Chance haben muss für die Stichprobe ausgewählt zu werden. Eine solche Zufallsauswahl scheitert letztlich an der fehlenden Umsetzbarkeit. Zwar bestünde grundlegend die Möglichkeit über das Melderegister der Stadt Lüdenscheid eine Zufallsauswahl zu treffen, doch kann nicht 60

61 sichergestellt werden, dass auch jede Meldeadresse absolut korrekt ist. Um diesen Umstand etwas anschaulicher zu gestalten bedenke man das folgende Beispiel. Zehn Kinder werden für eine Zufallsstichprobe für eine beliebige Studie ausgewählt. Als Grundlage für die Auswahl zieht man das jeweilige Melderegister heran. Würde nun theoretisch auch nur eine Adresse nicht korrekt sein, bedeutete dies für eben diesen Probanden, dass er gegenüber den anderen benachteiligt wäre, da er nicht kontaktiert werden könnte. Somit hätte dieser nicht die gleiche Chance in die Stichprobe hineinzugelangen. Für die Zufallsauswahl in dieser Studie wurde daher noch eine andere Methodik in Betracht gezogen. Zunächst erscheint der Gedanke die Probanden bei Schulbesuchen zufällig vor Ort auszuwählen durchaus plausibel. Jedoch scheitert auch dies wieder an der Bedingung für die Zufallsstichprobe. Wäre an dem Tag des Schulbesuchs auch nur ein Kind nicht anwesend, läge auch hier eine Benachteiligung vor. Insofern zeigte sich, dass die Zufallsstichprobe für diese Studie nicht anwendbar war. Als einzig vertretbare Möglichkeit zur Durchführung einer repräsentativen Studie blieb demnach nur noch die Totalerhebung, oder anders, die Befragung der kompletten Grundgesamtheit. Problematisch ist hierbei jedoch die Größe der zu untersuchenden Bevölkerungsgruppe im Verhältnis zu den personellen Ressourcen der Projektgruppe. Als Lösung für dieses Problem wurde folgender Kompromiss gefunden. Prinzipiell geht es darum, einen möglichst präzisen Querschnitt durch den Heranwachsensprozess der Lüdenscheider Jugend abzubilden. Eben dieser Prozess gliedert sich in relativ gut voneinander abgrenzbare Phasen. Es wurden folgende Phasen ausgewählt: 1. Kindheit 2. Einsetzen der Pubertät 3. Pubertät 4. Frühes Erwachsenenalter Diese Phasen wurden entsprechenden Schuljahrgängen zugeordnet. Für die Abbildung der Kindheit wurden die dritten Schulklassen ausgewählt. Zwar währen auch jüngere Jahrgänge denkbar, doch stellten sich diese nach näherer Betrachtung als unpraktikabel für eine schriftliche Befragung dar. Für die folgende Phase der einsetzenden Pubertät wurden die sechsten Klassen der Lüdenscheider Schulen herangezogen. Diese Kinder und 61

62 Jugendlichen sind im Schnitt zwischen zwölf und dreizehn Jahren alt und befinden sich demnach in einem gravierenden Lebensumbruch. Auch um die Abgrenzung zur Kindheit präziser zu gestalten wählte die Projektgruppe anstelle der vierten die dritten Klassen. Die konkrete Zeitspanne zwischen den Jahrgängen drei und sechs sollte hervorgehoben werden. Der zuvor bestimmten Rasterung folgend wurde die Phase der Pubertät der neunten Klassen zugeordnet. Hier bewegt sich das Alter der Schüler grob um das sechzehnte Lebensjahr herum, also zwischen dem Ende der kindlichen Jugend und dem Beginn des Erwachsenenseins. Hier findet erneut ein bedeutender Umbruch im Leben der Jugendlichen statt. Für die Betrachtung des frühen Erwachsenenalters wurden die zwölften Jahrgänge der Lüdenscheider Schulen ausgewählt. Die Probanden befinden sich hier auf der Zielgeraden der Schullaufbahn und beginnen ihren Fokus in Richtung der beruflichen Zukunftsplanung auszurichten. Dem Wortlaut Totalerhebung entsprechend wurden, soweit möglich, alle Angehörigen der festgelegten Untersuchungsgruppen befragt. Insgesamt manifestierte sich der ausgewählte Probandenkreis auf ca Personen im Alter zwischen 7 und 20 Jahren. Im Hinblick auf die Repräsentativität des befragten Probandenkreises für die Grundgesamtheit ist folgendes festzuhalten. Prinzipiell folgte die Auswahl festen, für die Grundgesamtheit unmittelbar geltenden Merkmalen. Anstatt die Auswahl direkt am jeweiligen Probanden festzumachen wurde der Fokus hier auf die Heranwachsensstruktur des jungen Menschen gerichtet. Auf dieser Grundlage wurden die Untersuchungsgruppen gebildet und in ihrer tatsächlichen Größe befragt. Die Probandenauswahl ist daher als repräsentativer Querschnitt der Grundgesamtheit anzusehen. 62

63 4. Durchführung der Befragung Die Erstellung, Durchführung, Auswertung und Interpretation eines Tests ist eine zentrale Aufgabe der Projektgruppe. Ziel ist es zu erforschen, wie Kinder und Jugendliche ihre Freizeit gestalten und von welchen Einflussfaktoren ihre Freizeit abhängig ist. Anhand der gewonnenen Daten können Merkmalsausprägungen, Verhaltensmuster und Einstellungen des befragten Personenkreises erkannt werden. Auf Grund der bereits genannten Vorteile hat sich die Projektgruppe darauf geeingt, die Erhebung mittels eines Fragebogens durchzuführen. Die Erstellung, Durchführung, Auswertung und Interpretation des Fragebogens erfolgt in mehreren Schritten, die im Folgenden erklärt werden. 4.1 Erstellung des Fragebogens Festlegung der Testart Um einen Fragebogen erstellen zu können, muss zunächst überlegt werden, um was für eine "Art von Untersuchung" es sich handelt. Es wird zwischen explorativen und populationsbeschreibenden Untersuchungen unterschieden. 140 Explorative Untersuchungen beziehen sich auf einen relativ unerforschten Untersuchungsbereich. Ziel ist es Voraussetzungen zu schaffen, um Hypothesen für den zu untersuchenden Bereich entwickeln zu können. Bei populationsbeschreibenden Untersuchungen wird eine "Beschreibung von Populationen (Grundgesamtheiten) hinsichtlich ausgewählter Merkmale" 141 vorgenommen. Hierbei sollen über eine Gruppe von Menschen (Population) Aussagen getroffen werden, die zum Beispiel ihr Verhalten oder ihre Einstellungen betreffen. Die Menschen geben durch einen Fragebogen ihre Meinungen wieder. Aus den gewonnenen Ergebnissen wird ein repräsentativer Querschnitt über die Merkmalsausprägungen dieser Gruppe gebildet. Bei dem Thema der Projektgruppe "Veränderungen und Entwicklungen im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen" handelt es sich um eine populationsbeschreibende Vgl. Bortz & Döring, S. 50f. Bortz & Döring, S

64 Untersuchung. Mit der Befragung der Jahrgangsstufen drei, sechs, neun und zwölf wurde eine Stichprobe aller Kinder und Jugendlichen festgelegt. (Die Repräsentativität wurde bereits unter Gliederungspunkt 3.3 erklärt.) Durch die Aussagen, die diese Schüler in dem Fragebogen über sich selbst treffen, liegt ein Querschnitt über die Merkmalsausprägungen aller Kinder und Jugendlichen vor. Gleichzeitig handelt es sich bei dieser populationsbeschreibenden Untersuchung auch noch um eine deskriptive Studie. "Eine Beschreibung des aktuellen Verhaltens und Erlebens in einem interessierenden Kontext ist dafür ausreichend." 142 Während in vielen Untersuchungen Theorien geprüft und weiterentwickelt werden, ist das Ziel der deskriptiven Studie zum praktischen Handeln anzuregen. Die Projektgruppe möchte durch die Befragung der Stadt Lüdenscheid die tatsächliche Ist-Situation des Freizeitverhaltens von Kindern und Jugendlichen aufzeigen und Verbesserungsvorschläge machen. Als Erhebungsmethode hat sich die Projektgruppe auf die Erstellung eines Fragebogens geeinigt. Dafür gibt es verschiedene Arten von Tests, unter anderem den Leistungstest und den Persönlichkeitstest. 143 Bei einem Leistungstest werden die Fähigkeiten und Leistungen einer Person gemessen. Es gibt dabei nur richtige oder falsche Antworten. Bei einem Persönlichkeitstest hingegen geht es um die Einstellung und das Verhalten einem bestimmten Thema gegenüber. Der Proband, also die Person, die sich diesem Test unterzieht, gibt eine "Selbstauskunft über [sein] persönliches Verhalten." 144 Es handelt sich hierbei um subjektive Angaben, die nicht als richtig oder falsch eingeordnet werden können. Somit werden in einem Persönlichkeitstest unterschiedliche Merkmalsausprägungen und Verhaltensmuster gemessen. Bei dem Fragebogen der Projektgruppe, sollen die Probanden ihre Persönlichkeitseigenschaften, Interessen, Motivationen und Meinungen aufzeigen Bortz & Döring, S. 51 Vgl. Bühner, S. 20 f Pospeschill, S

65 Ein hierfür passendes Beispiel aus dem von der Projektgruppe erstellten Fragebogen wäre die Frage, wie Kinder und Jugendliche üblicherweise ihre Freizeit verbringen. Da jedes Kind und jeder Jugendliche andere und unterschiedlich starke Merkmalsausprägungen hat, wird jeder Proband diese Frage mit unterschiedlichen Kreuzen beantworten und seine subjektive Angabe zu diesem Thema machen. Die Gefahr bei subjektiven Angaben besteht darin, dass der Fragebogen nicht von allen Probanden gleich ernst genommen wird. Bei der Beantwortung der Fragen haben sie Handlungsspielräume. Die Spontanität und Wahrheitstreue spielt daher bei der Beantwortung eine ebenso große Rolle wie die Motivation Inhalt des Fragebogens Das Thema "Veränderungen und Entwicklungen im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen in Lüdenscheid" ist ein sehr komplexes Thema. Entsprechend mussten zunächst Themenschwerpunkte gebildet werden. Die theoretischen Begriffe "Veränderungen", "Entwicklungen" und "Freizeitverhalten" müssen begrifflich geklärt und als empirisch messbare Fragen umgesetzt werden. Der Fragebogen der Projektgruppe beinhaltet Fragen über das Freizeitverhalten. Es handelt sich somit um eine Ist- Beschreibung der tatsächlichen Situation. Da Kinder und Jugendliche Entwicklungen und Veränderungen im Freizeitverhalten anhand ihrer eigenen Erfahrungen nur sehr schwer oder auch gar nicht bewerten können, wurde in dem Fragebogen lediglich nach der tatsächlichen Situation, nicht aber nach Entwicklungen und Veränderungen, die der Schüler sieht, gefragt. Diese beiden Aspekte werden unter Gliederungspunkt sechs erörtert, wo ein Vergleich zwischen den Untersuchungsergebnissen der Projektgruppe und der Shell Jugendstudie 2010 vorgenommen wird. Der Begriff "Freizeitverhalten" stellt ein Konstrukt dar. Als Konstrukt wird ein "psychisches oder soziales Phänomen [bezeichnet], dass nicht direkt beobachtbar (manifest) ist, sondern aus manifesten Indikatoren erschlossen wird." 145 Das bedeutet, dass der Begriff "Freizeitverhalten" so zunächst nicht messbar ist und daher Fragen entwickelt werden müssen, die das Konstrukt messbar machen. 145 Bortz & Döring, S

66 Durch die sogenannte "Operationalisierung" wird festgelegt, auf welche Weise das Konstrukt messbar gemacht werden soll. 146 Dazu gehören zum Beispiel die Definitionen von Begriffen, die Festlegung der Erhebungsmethode und die Wahl des Datenerhebungsverfahrens. Mit der Operationalisierung wird das Grundgerüst für die weitere Arbeit geschaffen. Zusammengefasst bedeutet Operationalisierung die Messbarmachung eines theoretischen Begriffs, in diesem Fall also des Begriffs "Freizeitverhalten". Aber wie kann das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen empirisch gemessen werden? Das war zunächst die Frage, mit der sich die Projektgruppe auseinandersetzen musste. Die Projektteilnehmer haben sich Gedanken darüber gemacht, welche Themeninhalte den Begriff "Freizeitverhalten" umschließen und somit auch in den Fragebogen einfließen sollten. Die verschiedenen Ideen wurden in einem Projekttreffen besprochen, bewertet und selektiert. Die Projektgruppe hat verschiedene Themenschwerpunkte zum Thema Freizeitverhalten festgelegt. Wie bereits im theoretischen Hintergrund deutlich wurde, hängt das Freizeitverhalten von vielen Einflussfaktoren ab. Die Projektgruppe hat drei markante Einflussfaktoren ausgewählt und als Themenschwerpunkte festgelegt. Diese sind: Schule, Geld und Medien. Auch wenn es zunächst so aussieht, als würde das Thema Schule nicht zum Konstrukt Freizeit gehören, so schränkt der Schulalltag die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zumindest ein. Somit wurde der Fragebogen in fünf Themenblöcke eingeteilt: Themenblock: Allgemeines Themenblock: Schule Themenblock: Freizeit Themenblock: Geld Themenblock: Medien 146 Vgl. Opp, S. 57ff 66

67 Neben den Einflussfaktoren, die die Freizeitgestaltung beeinflussen und prägen, brauchte die Projektgruppe aber auch noch Angaben über das tatsächliche Freizeitverhalten, also darüber, was die Kinder und Jugendlichen in ihrer frei zur Verfügung stehenden Zeit unternehmen (Themenblock: Freizeit). Dazu kommt noch ein weiterer kurzer Teil mit allgemeinen Angaben über den befragten Schüler, um zum Beispiel bei der Auswertung Vergleiche zwischen den Jahrgangsstufen ziehen zu können. Die Projektgruppe hat sich überlegt, wie sie einen Fragebogen erstellen kann, der für die dritten Klassen verständlich, aber für die zwölften Klassen nicht unterfordernd ist. Die Überlegung zwei unterschiedliche Fragebögen zu erstellen, wurde schnell verworfen, da es zu schwierig ist, zwei verschiedene Fragebögen zu entwickeln, die sich so ähnlich sind, dass sie vergleichbar sind und dieselben Merkmalsausprägungen messen. Daher hat sich die Projektgruppe darauf geeinigt, einen Fragebogen für alle Probanden zu erstellen. Allerdings ist der Fragebogen für die Grundschüler um drei Fragen gekürzt worden. Die Frage nach der Schulform und nach einer Nebentätigkeit sind unerheblich, genauso wie die Frage, ob Grundschüler noch nach Uhr Schule haben. Des Weiteren wurde eine Frage geändert: Da es an Grundschulen im Gegensatz zu den weiterführenden Schulen keinen gebundenen Ganztag, dafür aber eine offene Ganztagsbetreuung (OGS) gibt, wurde die Frage entsprechend der Schulform umbenannt. Vor der Formulierung der Fragen müssen grundlegende Kriterien bachtet werden, die im folgenden Abschnitt aufgezählt werden. Es scheint dabei zunächst so zu sein, dass diese "Gütekriterien" bei der Erstellung des Fragebogens unerheblich sind. Allerdings müssen sie zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt werden, damit die Kriterien bei der Testdurchführung und der Auswertung erfüllt werden können Gütekriterien eines wisschenschaftlichen Tests Bei der Befragung soll es sich um einen qualitativen und wissenschaftlichen Fragebogen handeln. Um die Wertigkeit dieser zwei Aspekte bestimmen zu können, wurden Testgütekriterien entwickelt, die als Instrument der Qualitätsbeurteilung und der Wissenschaftlichkeit eines 67

68 Tests dienen. Es wird dabei zwischen drei Hauptgütekriterien und weiteren Nebengütekriterien unterschieden. 147 Die drei Hauptgütekriterien sind Objektivität, Reliabilität und Validität. Auf Grund ihrer Wichtigkeit für die Erstellung des Fragebogens werden sie nun im Folgenden erklärt: Objektivität "Eine allgemein anerkannte Definition bestimmt Objektivität als den Grad, in dem die Ergebnisse eines Tests unabhängig vom Testleiter sind." 148 Das bedeutet, dass es unerheblich ist, wer den Test durchführt, da jeder Testleiter dasselbe Ergebnis erzielen muss. Der Test muss somit unabhängig von außenstehenden Faktoren wie Ort, Zeit und Testleiter durchführbar sein. Sowohl Durchführung als auch Auswertung und Interpretation dürfen nicht von Testleiter zu Testleiter variieren. Um sicher zu stellen, dass die Objektivität gewahrt ist, wird die Methode der Standardisierung angewendet. Es werden genaue Regeln zur Durchführung, Auswertung und Interpretation eines Tests festgelegt, sodass für den Testleiter keine Handlungsspielräume bestehen. Dadurch kann der Test jederzeit unter gleichen Umständen auch von anderen Personen durchgeführt, ausgewertet und interpretiert werden. Für alle drei Schritte des Testverlaufs gibt es eine eigene Objektivität: a) Durchführungsobjektivität Die Durchführung der Befragung muss genau festgelegt werden, damit die Befragung vom Testleiter unabhängig. Die Projektgruppe hat sich darauf geeinigt, die Kinder und Jugendlichen soweit es möglich ist während des Unterrichtes und im Beisein von Projektteilnehmern zu befragen. Durch die Anwesenheit eines Projektsmitgliedes während der Beantwortung des Fragebogens konnten die Kinder und Jugendlichen Verständnisfragen stellen. Dabei wurde darauf geachtet, dass der Testleiter keine Hilfestellungen bei der Beantwortung gibt, sondern Vgl. Bühner, S. 58 ff Heidenreich, S

69 lediglich Fragen zu der Konstruktion und dem Verständnis der Aufgaben beantwortet. Denn würde der Testleiter Hilfestellungen bei der Beantwortung der Fragen geben, so könnte diese Antwort eventuell nicht mehr der eigentlichen Meinung des Schülers entsprechen. Die Standardisierung der Befragung war bei der Projektgruppe also dadurch gegeben, dass die Kinder und Jugendlichen in der Regel alle in ihrem Klassenraum und zur etwa gleichen Tageszeit befragt wurden. (In einigen Klassen war es auf Grund der Unterrichtsplanungen nicht möglich, den Fragebogen während des Unterrichts ausfüllen zu lassen, sodass diese Kinder und Jugendlichen den Fragebogen zu Hause ausgefüllt und dann am nächsten Tag zurückgegeben haben.) Somit war die Durchführungsobjektivität bei der Projektgruppe gegeben. Wie genau die Durchführung der Befragung verlaufen ist, wird unter dem Gliederungspunkt 4.3 erklärt. b) Auswertungsobjektivität "Bei der Auswertungsobjektivität ist es entscheidend, dass das Antwortverhalten der Testperson genau quantifiziert wird und nicht etwa von der Person abhängig ist, welche die Testauswertung vornimmt". 149 Auch das Auswertungsverfahren muss standardisiert werden, damit die Auswertung ebenfalls testleiterunabhängig ist. Vor der Auswertung hat die Projektgruppe einen "Masterbogen" erstellt, wodurch jede Antwortmöglichkeit eine Kodierung erhalten hat. Bei den Fragen mit lediglich einem zu machenden Kreuz ist die Erhebung einfach, weil die Antwort einer ganz bestimmten Kodierung zuzuordnen ist. Beispiele: 1.) Wie alt bist du? An dieser Stelle wird bei der Auswertung lediglich das Alter, also eine bestimmte Zahl in die Auswertungstabelle eingegeben. 2.) Wie lange brauchst du durchschnittlich für deine Hausaufgaben, zum Lernen und für das Vorbereiten von Referaten? 149 Pospeschill, S

70 Bei dieser Frage gibt es mehrere Antwortmöglichkeiten, von denen jede Antwortmöglichkeit eine eigene Kodierungsnummer erhält. Die Nummer der angekreuzten Antwort wird in das Auswertungsprogramm eingegeben. Für Fragen, bei denen mehrere Antworten gegeben werden konnten, wurde in der Auswertungstabelle jede Antwortmöglichkeit als eigenständige Frage angesehen. So gibt es zum Beispiel bei der Frage nach den üblichen Freizeitaktivitäten insgesamt 14 Antwortalternativen. Jede Antwortalternative kann entweder bejaht oder verneint werden. Somit unterteilt sich diese Frage praktisch in 14 Unterfragen: Machst du diese Aktivität? Jede Frage wird mit "ja" oder "nein" beantwortet, sodass für diese Frage insgesamt 14 einzelne Antworten gegeben werden. Schwierig war es bei den Fragen, bei denen die Schüler eigene Aussagen treffen konnten. (Die Definition einer sogenannten "offenen Frage" folgt unter Gliederungspunkt ) Hierfür war der Masterbogen besonders wichtig, damit die sehr unterschiedlichen Formulierungen einer Antwort vereinheitlicht in das Auswertungsprogramm eingegeben werden konnten. Die gegebenen Antworten wurden gebündelt und Oberbegriffen zugeordnet, damit die sehr unterschiedlichen Antwortvarianten repräsentativ werden. Ohne diese Vereinheitlichung wäre eine fehlerfreie Auswertung nicht möglich. Durch den Masterbogen wurde das Kriterium der Standardisierung erfüllt, da jede Person, die den Test auswerten würde, den Masterbogen verwenden kann und muss. Dadurch wird die Objektivität der Auswertung sichergestellt, weil jeder Testleiter dasselbe Ergebnis erhalten würde. Wie genau die Auswertung erfolgt ist und welche weiteren Kriterien dabei eine Rolle spielen, wird unter dem Gliedeungspunkt 4.4 erklärt. 70

71 c) Interpretationsobjektivität Die Interpretationsobjektivität stellt sicher, dass die Beurteilungen und Schlussfolgerungen, die ein Testleiter aus den Testergebnissen zieht, unabhängig von ihm sind und somit auch jeder andere Testleiter die gleichen Ergebnisse erzielen würde. Dies kann die Projektgruppe durch die Anwendung der Echtdatenanalyse sichern. Bei dem Fragebogen handelt es sich um einen statistischen Test. Mögliche Fehler der Probanden sind testleiterunabhängig und daher nicht beeinflussbar. Durch die hohe Anzahl an Testpersonen (es handelt sich um fast 3000 Schüler) ist die Anzahl der Extremwerte im Verhältnis zu den Durchschnittswerten weniger gewichtig. Als Ergebnis zum Thema Objektivität ist zusammenzufassen, dass die Objektivität dann gegeben ist, wenn der Test "hinsichtlich seiner Handhabung, Auswertung und Interpretation so festgelegt ist, dass sein Einsatz unabhängig von den umgebenden Faktoren (wie Ort, Zeit, Testleiter und Auswerter) vorgenommen werden kann und unterschiedliche Testauswerter bei den gleichen Personen immer zu gleichen Ergebnissen kommen." 150 Zusammenfassend versteht man unter der Objektivität die Unabhängigkeit gegenüber bestehenden Faktoren. Sie ist bei dem Fragebogen der Projektgruppe gegeben Reliabilität "Unter der Reliabilität eines Tests versteht man den Grad der Genauigkeit, mit dem er ein bestimmtes Persönlichkeits- oder Verhaltensmerkmal mißt (lit.), gleichgültig, ob er dieses Merkmal auch zu messen beansprucht." 151 Es handelt sich bei der Reliabilität also um die Messgenauigkeit des Tests, also besonders um die Präzision und die Zuverlässigkeit beziehungsweise die Exaktheit des Messens. Dabei geht es nicht um die Frage, ob der Fragebogen das Richtige misst, sondern nur darum, ob richtig gemessen wird. Die Frage, ob das Richtige gemessen wird, also der Test auch das Konstrukt wiedergibt, wird durch die Validität bestimmt und daher nachfolgend unter dem Gliederungspunkt erklärt Pospeschill, S. 20 Heidenreich, S

72 Damit ein Test reliabel ist, müssen bei der Wiederholung des Tests bei den selben Personen und unter den gleichen Testumständen wie vorher die gleichen Testergebnisse erzielt werden. Entsprechend sind die Durchführungs- und Auswertungsobjektivität notwendige Voraussetzungen, um einen möglichst hohen Grad der Reliabilität zu erreichen. Die Erfassung der Reliabilität erfolgt durch den Reliabilitätskoeffizienten (Rel), der zwischen den Werten 0 und 1 liegt. Unter optimalen Bedingungen liegt dieser Wert bei genau 1 (Rel = 1), was bedeuten würde, dass bei einem solchen Test keine Messfehler unterlaufen sind und die Testergebnisse bei einer Wiederholung unter den gleichen Umständen den Testergebnissen des ersten Mals gleichen. Ein Reliabiltätskoeffizient von 0 (Rel = 0) würde bedeuten, dass die Wiederholung des Tests zu völlig anderen Ergebnissen führt als der erste Test. Als Faustformel gilt ein Reliabilitätskoeffizient ab 0,7 als akzeptabel, ein Koeffizient zwischen 0,8 und 0,9 als gut. 152 Nach der klassischen Testtheorie setzt sich das Testergebnis (X) aus den "wahren Werten" (T) und den Messfehlern (E) zusammen. 153 Bei "wahren Werten" handelt es sich um die Werte, die bei einer Testwiederholung den Werten des ersten Tests entsprechen und keine Messfehler enthalten. Es gilt: X = T + E Vgl. Pospeschill, S. 21 Bortz & Döring, S

73 Validität Die Validität gibt den Grad der Genauigkeit an, mit dem ein Test dasjenige mißt [lit.], was er zu messen vorgibt. 154 Es geht bei der Validität also um die Gültigkeit der Testergebnisse. Gemessen wird die Übereinstimmung zwischen dem Konstrukt und den Fragen; es wird geprüft, ob der Test auch wirklich das Merkmal misst, welches er gemäß des vorgegebenen Konstruktes, also dem Thema messen soll. Die Validität gilt als entscheidend für die Frage, ob ein Test als wisschenschaftlicher und qualitativer Test gelten kann. Es gibt vier Arten der Validität: a) Inhaltsvalidität Als Inhaltsvalidität wird die Messung des Konstruktes durch jede einzelne Frage bezeichnet. Das bedeutet, dass jede Frage in einem direkten Bezug zum Thema stehen muss. Sie kommt daher der eigentlichen Definiton der Validität am nächsten. Mit der Inhaltsvalidität soll bestimmt werden, ob die ausgewählten Fragen eine Stichprobe aller möglichen Fragen zur Messung des Konstruktes darstellen. Für die Projektgruppe bedeutet dies, aus allen möglichen Fragen zum Konstrukt Freizeitverhalten diejenigen auszuwählen, die wirklich zu dem Thema passen, wobei allerdings auch die Fragebogenlänge zu berücksichtigen ist. Der Fragebogen darf nicht zu lang sein, weil die Konzentration der Schüler sonst nachlassen könnte, muss aber trotzdem lang genug sein, um genügend Aussagen über die Merkmalsausprägungen zu erhalten. Denn die Inhaltsvalidität ist nur erfüllt, wenn der Inhalt der Testfragen das zu messende 154 Heidenreich, S

74 Konstrukt in seinen wichtigsten Aspekten ausreichend erfasst, 155 der Fragebogen der Projektgruppe also genügend Aussagen über das Freizeitverhalten macht. Würde der Test zum Beispiel ausschließlich das Thema Computerspiele behandeln, so würde nur ein ganz geringer Teil des Freizeitverhaltens abgefragt werden. Der Test wäre nicht valide, da nur ein Aspekt von vielen thematisiert worden wäre. Die Projektgruppe hat den Fragebogen in mehrere Themenblöcke untergliedert. Somit erkennt der Schüler, welche Ziele die Projektgruppe verfolgt und wo die Themenschwerpunkte liegen. Die Fragen der Themenblöcke beziehen sich alle auf das Thema Freizeit und Freizeitverhalten. Es handelt sich bei der Auswahl der Fragen auch um eine repräsentative Stichprobe aller möglichen Fragen zu dem Konstrukt Freizeitverhalten. Die Inhaltsvalidität ist statistisch oder rechnerisch nicht ermittelbar und somit nur schwer zu bestimmen. Lediglich Analysen und Beurteilungen über die Fragestellungen können die Inhaltsvalidität bestimmen. Sie ist daher teilweise subjektiv. b) Augenscheinvalidität Bei der Augenscheinvalidität handelt es sich um die offensichtliche Akzeptanz eines Tests durch Laien. 156 Sie ist der Inhaltsvalidität sehr ähnlich, darf aber nicht mit ihr verwechselt werden. Die Projektgruppe hat auch diese Methode angewendet, indem sie einen Pretest in einer dritten Klasse durchgeführt hat. Dieser sollte zeigen, ob der Test auch für dieses Alter verständlich ist und die Schüler das Gefühl haben, dass der Fragebogen das Thema erfasst, also dass die Fragen richtig gewählt worden sind. Der Test sollte der Projektgruppe als Absicherung dienen, dass der Test auch für die dritten Klassen nachvollziehbar und geeignet ist. c) Kriteriumsvalidität Vgl. Bortz & Döring, S. 200 Pospeschill, S

75 Sowohl bei der Kriteriumsvalidität als auch bei der noch folgenden Konstruktvalidität ergibt sich die Validität streng genommen nicht nach der oben genannten Definiton, sondern aus Aussagen, die sich durch die Testauswertung ergeben. Die Kriteriumsvalidität ist definiert als Korrelation zwischen den Testwerten und den Kriteriumswerten einer Stichprobe. 157 Bei der Kriteriumsvalidität geht es um den Zusammenhang der Testergebnisse zu einem außenstehenden Kriterium. Allerdings ist die Benennung eines geeigneten Außenkriteriums oft nicht möglich. 158 Die Projektgruppe hat mit ihrem Fragebogen unterschiedliche Jahrgangsstufen befragt, um einen Querschnitt an Erkenntnissen über das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen zu bekommen. Es ist davon auszugehen, dass in den verschiedenen Jahrgangsstufen das Freizeitverhalten unterschiedlich aussehen wird, somit hängt das Freizeitverhalten von dem Außenkriterium der Jahrgangsstufe ab. Für die Projektgruppe bedeutet dies, dass die Jahrgangsstufe zwar ein Kriterium für die Interpretation des Fragebogens ist. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um ein ausreichendes Kriterium entsprechend der genannten Definition, um die Validität des Fragebogens zu messen. d) Konstruktvalidität Bei der Konstruktvalidität können auch Merkmale der Inhalts- und Kriteriumsvalidität einfließen. Ein Test ist konstruktvalide, wenn aus dem zu messenden Zielkonstrukt Hypothesen ableitbar sind, die anhand der Testwerte bestätigt werden können. 159 Hierbei handelt es sich demnach um eine Weiterführung der eigentlichen Definition, da ein Vergleich mit anderen Theorien und Tests vorgenommen wird. Ziel ist es Ergebnisse des eigenen Tests mit anderen Tests oder Theorien zu vergleichen und Ähnlichkeiten beziehungsweise Unterschiede herauszufiltern Bortz & Döring, S. 200 Vgl. Bortz & Döring, S. 201 Bortz & Döring, S

76 Die Projektgruppe hat als Vergleichsaspekt die Shell Jugendstudie des Jahres 2010 verwendet. In diesem Buch geht es darum, wie sich die Jugend charakterisieren lässt und was ihre Lebensinhalte sind. Dazu gehört unter anderem auch das Freizeitverhalten. Die Projektgruppe wird unter Gliederungspunkt sechs einen Vergleich zwischen der Shell Jugendstudie 2010 und den eigenen gewonnenen Ergebnissen (die nur die Stadt Lüdenscheid betreffen) ziehen Zwischenergebnis zur Erfüllung der Hauptkriterien Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Projektgruppe die Kriterien Objektivität und Validität ausreichend erfüllt hat. Inwiefern die Reliabilität erfüllt wurde, wird unter Gliederungspunkt 4.4 ausführlich erklärt. An dieser Stelle kann allerdings schon gesagt werden, dass der erreichte Reliabilitätswert von 0,6 zufriedenstellend ist Nebenkriterien Die Erfüllung der Nebenkriterien spielt ebenfalls eine wichitge Rolle. Da jedoch nicht alle Kriterien für einen Fragebogen anwendbar sind, werden im folgenden Teil nur die relevanten Kriterien aufgezählt. 160 Zunächst einmal muss der Fragebogen das Kriterium der Nützlichkeit erfüllen. Ein Test gilt dann als nützlich, wenn er ein Persönlichkeitsmerkmal oder eine Verhaltensweise misst oder vorhersagt, für das oder deren Untersuchung ein praktisches Bedürfnis besteht. 161 Es gibt zwar viele deutschlandweite Studien über das Freizeitverhalten, aber der Fragebogen der Projektgruppe bezieht sich nur auf die Stadt Lüdenscheid. Die Nützlichkeit und praktische Anwendung besteht darin, dass die Stadt Lüdenscheid durch die Ergebnisse der Projektarbeit erkennen kann, wie die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit gestalten und so ihre Freizeitangebote bei Bedarf entsprechend anpassen kann Vgl. Bühner, S. 71 ff Vgl. Bühner, S

77 Auch das Kriterium der Zumutbarkeit des Tests muss erfüllt sein. Die Schüler dürfen durch den Test nicht unnötig belastet werden. Daher hat die Projektgruppe mit den Schulleitern Kontakt aufgenommen und überlegt, wie die Befragung durchgeführt werden kann. In der Regel wurden die Fragebögen während des Unterrichts abgegeben und ausgefüllt. An einigen Schulen gab es auf Grund des straffen Unterrichtsplans und eventueller Klassenarbeiten jedoch keine Möglichkeit, die Schüler während des Unterrichts zu befragen. Die Befragung wäre unzumutbar gewesen, weil zu viel Unterricht ausgefallen wäre. In diesen Fällen hat sich die Projektgruppe mit den Schulleitern darauf geeinigt, die Fragebögen in der Schule abzugeben und nach ein paar Tagen wieder abzuholen. Somit war das Kriterium der Zumutbarkeit erfüllt. Eng damit verknüpft ist das Kriterium der Ökonomie. Mit einem Minimum an Aufwand (Zeit und Geld) soll ein Maximum an verwertbaren Informationen zur diagnostischen und prognostischen Treffsicherheit gewonnen werden. 162 Dazu gehört unter anderem, dass der Test eine kurze beziehungsweise angemessene Durchführungszeit beansprucht, wenig Material verbraucht und einfach zu handhaben ist. Die Projektgruppe wollte, dass die Bearbeitungszeit nicht zu lang ist, damit nicht zu viel Unterricht ausfällt und die Probanden nicht die Motivation und Konzentration an der Beantwortung des Fragebogens verlieren. Ein weiteres Kriterium zur Bestimmung der Testgüte ist die Fairness. Fairness bedeutet, dass es bei einer Befragung nicht zu einer Diskriminierung bestimmter Gruppen kommen darf. Dies ist bei dem Fragebogen der Projektgruppe unproblematisch, da dieser die Merkmalsausprägungen aller Kinder und Jugendlichen messen soll und nicht nur die einer bestimmten Gruppe. Einziges Kriterium für die Projektgruppe war es, dass nur die Ergebnisse von den Schülern ausgewertet werden, die in Lüdenscheid wohnen. So findet zwar eine Selektion bei der Auswertung statt, im Fragebogen selber wurde dies aber nicht deutlich. Die Selektion war nötig, um keine fehlerhafte Messung zu erhalten. Laut Untersuchungsthema geht es um das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen in Lüdenscheid. Von Kindern und Jugendlichen, die in Lüdenscheid zur Schule gehen, aber nicht dort wohnen, dürfen die Ergebnisse daher nicht berücksichtigt werden. 162 Heidenreich, S

78 Gesamtergebnis zur Erfüllung der Gütekriterien Die Projektgruppe hat einen wissenschaftlichen und qualitativen Fragebogen erstellt, der die Anforderungen der Haupt- und Nebengütekriterien erfüllt Testentwicklung Die Testentwicklung umfasst mehrere Schritte. Dazu gehören unter anderem die Bestimmung einer Konstruktionsstrategie und die richtige Formulierung von Fragen. Dabei muss auch der Adressatenkreis der Befragung berücksichtigt werden. Diese Schritte der Testentwicklung werden im folgenden Teil erklärt Konstruktionsstrategie Um die Strategie zur Erstellung des Fragebogens bestimmen zu können, muss zunächst das Ziel der Befragung verdeutlicht werden. In dem von der Projektgruppe erstellten Fragebogen geht es darum, die Merkmalsausprägungen von Kindern und Jugendlichen in Bezug auf ihre Freizeit festzustellen. Dazu gehört unter anderem ihr Verhalten und ihre Einstellungen zum Konstrukt Freizeit zu messen. Dafür müssen inhaltsvalide Fragen zum Untersuchungsbereich erstellt werden. 163 Das bedeutet, dass die Testfragen sich direkt auf das Thema beziehen müssen. Die Projektgruppe hat ihren Test in Themenblöcke aufgeteilt. All diese Unterthemen stehen in Verbindung mit dem Hauptthema Freizeitverhalten. Ein Beispiel an dem deutlich wird, dass diese Verbindung teilweise auch etwas versteckt ist, ist die Frage nach einem Nebenjob. Mit dieser Frage soll geklärt werden, ob und wie viele Jugendliche nebenbei Geld verdienen. Ein Nebenjob schränkt die frei zur Verfügung stehende Zeit teilweise stark ein, gleichzeitig hat derjenige, der einen Nebenjob hat, aber auch mehr Geld zur Verfügung und kann seine Freizeit anders gestalten als jemand, der über weniger Geld verfügt. Entsprechend hängt die Frage nach einem Nebenjob stark mit dem Thema Freizeit zusammen. 163 Vgl. Bühner, S

79 Des Weiteren kann man einen Test so gestalten, dass er nach verschiedenen Gruppen trennt. Dann liegt eine Gruppentrennung vor. 164 Der Projektgruppe geht es einerseits um die Bestimmung der Merkmalsausprägungen der Gesamtheit der Schüler, andererseits aber auch um die Merkmalsausprägungen der einzelnen Jahrgangsstufen. Diese Gruppentrennung ist unvermeidbar, da die unterschiedlichen Jahrgänge ihre Freizeit unterschiedlich gestalten. Nachdem die Projektgruppe festgelegt hat, wie sie den Fragebogen gestalten will, konnte sie den Fragebogen entwickeln. Dabei gibt es für die Testentwicklung verschiedene Methoden. Diese sind nicht streng voneinander abgrenzbar, sondern können auch miteinander kombiniert werden. Im folgenden Teil werden daher lediglich die Strategien genannt, die die Projektgruppe auch genutzt hat. a) Prototypenansatz Wenn man an bestimmte Verhaltensweisen denkt, so hat jeder Mensch eine prototypische Vorstellung davon. So hat zum Beispiel bei dem Begriff Extraversion jeder Mensch sofort eine Vorstellung von extravertiertem Verhalten. 165 Um Fragen zu entwickeln werden die prototypischen Ideen verschiedener Menschen gesammelt, zusammengefügt und daraus die Fragen und Antworten des Fragebogens entwickelt. Die Projektgruppe hat bei der Herleitung der Fragen und Antworten diesen Ansatz angewandt. Dabei hat sie überlegt, wie Kinder und Jugendliche auf eine Frage über ihr Freizeitverhalten antworten könnten und hat daraus die Antworten gebildet. b) Rationale Konstruktionsstrategie Bei der rationalen Konstruktionsstrategie, die auch als deduktive Methode bezeichnet wird, liegt bereits eine ausgearbeitete Theorie des zu untersuchenden Konstruktes vor. Die Strategie basiert auf einer (mehr oder weniger elaborierten) Theorie über das Erhebungsmerkmal [...] und seine Unterschiedlichkeit an Ausprägungen bei Personen Vgl. Bühner, S. 92 Vgl. Bühner, S. 95 Pospeschill, S

80 Es gibt bereits Theorien über das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen, die sich auf deutschlandweite Ergebnisse beziehen. Die Projektgruppe orientiert sich auch an diesen Ergebnissen, sodass unter Gliederungspunkt sechs ein Vergleich zwischen den Ergebnissen der Projektgruppe und der Shell Jugendstudie 2010 vollzogen wird. Allerdings will die Projektgruppe speziell das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen in der Stadt Lüdenscheid messen. Somit verfolgt sie nicht primär das Ziel, eine bereits vorhandene Theorie zu unterstützen oder Unterschiede zu ihr aufzuzeigen, sondern der Stadt Lüdenscheid praktische Hinweise zum Freizeitverhalten der befragten Personen zu geben und von ihnen gewünschte Veränderungen aufzuzeigen. Bei der rationalen Konstruktionsstrategie ist es möglich, Unterkonstrukte zu bilden. Davon hat die Projektgruppe Gebrauch gemacht, indem sie das Konstrukt Freizeitverhalten in Themenblöcke also Unterkonstrukte aufgeteilt hat. c) Externale Konstruktionsstrategie Diese Strategie wird auch als kriteriumsorientierte Methode bezeichnet. Diese Methode ist direkt mit dem Testzweck verbunden, zwischen verschiedenen Gruppen trennen zu können. 167 Anhand der Merkmalsausprägungen soll nach bestimmten Gruppen differenziert werden. Daher muss der Fragebogen aus Fragen bestehen, die eine Trennung nach verschiedenen Gruppen ermöglichen. Die Projektgruppe will feststellen, wie eine bestimmte Altersgruppe ihre Freizeit gestaltet. Zwar wird insofern nach Gruppen getrennt, als dass es unter anderem darum geht, das Freizeitverhalten in den einzelnen Jahrgangsstufen zu untersuchen. Die Eingruppierung wird aber lediglich für Vergleichszwecke angewandt. Die Projektgruppe hat verschiedene Strategien verknüpft, um den Fragebogen zu erstellen. Anschließend musste sie überlegen, welche Länge der Fragebogen haben soll. 167 Bühner, S.93 80

81 Testlänge, Testdauer Für die Testlänge spielt die Homogenität eine wichtige Rolle. Alle Fragen müssen untereinander stimmig sein, damit sie in einem Zusammenhang zum Untersuchungsbereich stehen. Die Homogenität stellt dabei den Korrelationswert der Fragen untereinander dar. Als Korrelation wird die Beziehung zwischen zwei Fragen bezeichnet Die Definition von Homogenität lautet folgendermaßen: Die Homogenität [...] gibt an, wie hoch die einzelnen Items eines Tests im Durchschnitt miteinander korrelieren. Bei hoher Homogenität erfassen die Items eines Tests ähnliche Informationen. 168 (Ein Item ist ein anderer Begriff für eine Frage.) Um die Korrelation möglichst exakt zu bestimmen, muss man alle Testfragen paarweise miteinander korrelieren und dann den Durchschnitt dieser Werte berechnen. Testtheoretische Annahmen zeigen, dass die Präzision einer Messung mit zunehmender Fragenanzahl steigt und Messfehler zunehmend vernachlässigt werden können. 169 Dies steigert die Reliabilität des Tests. Gleichzeitig erhöht sich jedoch bei steigender Fragenanzahl die Gefahr, dass die Homogenität sinkt, weil nicht mehr alle Fragen in einem direkten Bezug zum eigentlichen Konstrukt stehen. Zwar ist ein Test mit vielen Fragen hilfreich, um möglichst viel über den einzelnen Probanden und hinterher über die Gesamtheit der befragten Personen herauszufinden, allerdings sorgen zu viele Fragen dafür, dass die Motivation und Konzentration der Befragten besonders zum Ende hin nachlässt. Ein Test mit einer guten Reliabilität kann durch eine Testverlängerung nur zu geringen Teilen verbessert werden. 170 Die Projektgruppe hat versucht einen guten Mittelweg zu erreichen. Sie wollte keinen zu langen Fragebogen erstellen, da vor allem bei den Kindern der dritten Klasse die Konzentration schnell nachlassen kann. Gleichzeitig sollte der Fragebogen aber auch so viele Fragen enthalten, dass Verhaltensmuster und Merkmalsausprägungen deutlich werden, die zeigen, wie die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit gestalten Bortz & Döring, S. 220 Vgl. Pospeschill, S. 39 Vgl. Pospeschill, S

82 In dem Fragebogen der Grundschule wurde eine Frage geändert und drei Fragen gestrichen, da diese für die Grundschule ohne Relevanz sind. Die Frage nach der Schulform ist unerheblich, weil die Projektgruppe von den Grundschulen nur die dritten Klassen befragt hat. Grundschüler haben auch nicht noch nach Uhr Schule, sodass auch diese Frage überflüssig ist (bei dieser Frage geht es um die reine Schulzeit, die Nachmittagsbetreuung gehört nicht dazu, sodass kein Drittklässler länger als Uhr regulären Unterricht hat). Des Weiteren werden Grundschüler noch keiner Nebentätigkeit nachgehen, weil sie dazu noch zu jung sind. Da es an Grundschulen keinen gebundenen Ganztag sondern einen offenen Ganztag gibt, wurde diese Frage für die Grundschüler geändert. Die Testdauer ist sehr unterschiedlich. Die Projektgruppe hat sich zunächst auf die Testlänge geeinigt und danach entsprechend eine ungefähre Testdauer von 10 bis 15 Minuten ermittelt. Bei den weiterführenden Schulen ist dieses Zeitfenster einhaltbar, bei den Grundschulen ist von einer längeren Bearbeitungszeit auszugehen. Das liegt daran, dass die Projektmitglieder die Fragen in den Grundschulen teilweise vorgelesen haben, damit jeder Schüler und jede Schülerin die Fragen richtig versteht und auch nachfragen kann. Dadurch verlängert sich selbstverständlich die Bearbeitungszeit, die Fehlerquote sinkt jedoch. Die Möglichkeit, die Testdauer mit einem Zeitlimit festzusetzen, wollte die Projektgruppe nicht nutzen. Alle Schüler sind unterschiedlich schnell in der Beantwortung des Fragebogens. Bei der Befragung durch die Projektgruppe handelt es sich um einen Persönlichkeitsfragebogen und nicht um einen Schnelligkeitstest. Die Projektgruppe möchte möglichst alle Angaben von allen Schülern erhalten. Die Festsetzung eines Zeitlimits ist für diese Befragung nicht sinnvoll, zumal sich die Bearbeitungszeit entsprechend dem Alter oder der Schulform stark unterscheidet Aufbau und Struktur des Fragebogens Zunächst wurde ein Einleitungstext verfasst, aus dem alle wichtigen Aspekte hervorgehen. 171 Dazu gehört, dass sich die Projektgruppe vorstellt, ihren Auftraggeber und die verfolgten 171 Vgl. Atteslander, S

83 Ziele benennt, aber auch die Bearbeitungszeit angibt. Abschließend soll noch erklärt werden, wie der Fragebogen auszufüllen ist und dass die Auswertung anonym erfolgt. Der Fragebogen richtet sich an Kinder und Jugendliche, entsprechend wurde eine einfache Sprache verwendet, sodass jeder Schüler diesen Text auch verstehen kann. Zur Veranschaulichung und Auffrischung des Fragebogens wurde auf das Deckblatt ein Foto eingefügt, das in direktem Zusammenhang zum Thema steht. Das Bild besteht aus drei Fotos. Oben ist das Bild der Internetseite der Stadt Lüdenscheid, wodurch der Auftraggeber und der örtliche Geltungsbereich deutlich werden. Unterhalb dieses Bildes befindet sich auf der linken Seite ein Foto von Onkel Willi. Hierbei handelt es sich um ein Wahrzeichen Lüdenscheids, dass jedes Kind und jeder Jugendliche dort kennt. Rechts ist ein Foto des Stern-Centers, welches auf das Freizeitverhalten verweisen soll. Es gibt viele Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten, ein Stadtbummel gehört gewiss dazu. Zur einfachen Handhabung des Fragebogens wurden Themenblöcke erstellt. Dadurch erscheint der Fragebogen nicht so lang, weil Fragen zu unterschiedlichen Themen gebündelt werden. Durch diese Unterteilung ist der Fragebogen besonders für die Kinder leichter verständlich. Die Projektgruppe hat sich überlegt, in welcher Reihenfolge die Themenblöcke abgefragt werden sollen. Folgende Reihenfolge wurde festgelegt: 1.) Themenblock: Allgemeines 2.) Themenblock: Schule 3.) Themenblock: Freizeit 4.) Themenblock: Geld 5.) Themenblock: Medien Der Themenblock Allgemeines soll zunächst statistische Daten über den befragten Schüler liefern. Entsprechend dem Alter oder der Jahrgangsstufe können Differenzierungen im Freizeitverhalten auf die allgemeinen Angaben zurückgeführt werden. So kann bei der Interpretation der Testergebnisse geprüft werden, ob das Freizeitverhalten zum Beispiel jahrgangsabhängig ist. Die Schule schränkt die Möglichkeit des Freizeitverhaltens ein. Zumal die Schule wie im theoretischen Teil bereits veranschaulicht wurde mittlerweile auch immer mehr Zeit 83

84 beansprucht, hielt die Projektgruppe dies für ein wichtiges Thema. Durch Fragen nach der Anzahl von Unterrichtsstunden oder der Länge des Schulweges kann gezeigt werden, wie viel Zeit insgesamt für die Schule verwendet wird. In dem Themenblock Freizeit geht es darum, wie die Kinder und Jugendlichen konkret ihre Freizeit gestalten. Dabei geht es um Lieblingsaktivitäten, Vereinszugehörigkeiten und Wünsche. Das Thema Geld beeinflusst das Freizeitverhalten ungemein. So kann jemand mit viel Geld seine Freizeit anders gestalten als jemand, der kaum finanzielle Freiräume hat. Das Thema Medien spielt eine immer größere Rolle in der Freizeit. So kann mittlerweile durch die Medien ganz anders kommuniziert werden und die Freizeit anders gestaltet werden als noch vor zwanzig Jahren. Damit nicht jeder Themenblock für sich alleine steht, hat die Projektgruppe Überbrückungsfragen verwendet. Diese dienen dazu, den Fragebogen aufzulockern und Verbindungen zwischen den Unterthemen herzustellen. So wird der Fragebogen auch als ein Ganzes gesehen und nicht nur als fünf Einzelteile. Ein Beispiel aus dem Fragebogen der Projektgruppe ist die Frage, ob der Schüler das Gefühl hat, ausreichend Freizeit zu haben. Diese Frage verbindet die Themenblöcke Schule und Freizeit. Die Projektgruppe kann damit verdeutlichen, dass der Untersuchungsbereich Freizeitverhalten in viele Unterthemen zu teilen ist. Die Themen können voneinander getrennt gesehen, aber auch miteinander verknüpft werden Entwicklung der Fragen Zunächst ist nach verschiedenen Formulierungsmöglichkeiten der Fragen zu differenzieren. 172 Dazu gehört zum Beispiel die Art der Sprache. Sie umfasst unter anderem die Art der Anrede, aber auch die Verständlichkeit der Fragestellung. So spielt es eine große Rolle, ob jemand gesiezt oder geduzt wird. Der befragte Personenkreis besteht aus Kindern und Jugendlichen. Die Projektgruppe wollte kein distanziertes Verhältnis zu ihnen herstellen. Daher hat sie personalisierte Fragen verwendet und alle Probanden geduzt. Des Weiteren erfolgt immer eine direkte Ansprache, wodurch sich der Schüler direkt angesprochen und motiviert fühlen soll. 172 Vgl. Pospeschill, S. 63 f. 84

85 Bei einem Großteil der Fragen der Projektgruppe handelt es sich um selbstbeschreibende Aussagen des Probanden, da er über sein eigenes Verhalten und Erleben berichtet. Dies ist durch die vielen biografiebezogenen Fragen mit einem konkreten Bezug zum Thema möglich. Ein Beispiel ist die Frage nach den drei Lieblingsorten. Damit der Fragebogen nicht zu lang wird, muss bei jeder Fragestellung überlegt werden, ob diese wirklich erforderlich ist, um die Gefahr, dass der Fragebogen unnötig in die Länge gezogen wird, zu vermeiden. Es muss somit überlegt werden, welche Fragen überflüssig sind oder an welcher Stelle Wiederholungen auftreten. Die Fragen müssen dabei so gestellt werden, dass sie allgemein verständlich sind, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Fragen fehlinterpretiert und falsch oder gar nicht beantwortet werden. Daher wurden Kriterien entwickelt, die gewährleisten sollen, dass die Fragen verständlich sind Auf Grund der Vielschichtigkeit der Kriterien hat die Projektgruppe diese zusammengefasst. Auch die bereits genannte Überlegung, ob jede Frage erforderlich ist, gehört zu diesen Kriterien: 1.) Ist die Frage klar, direkt und eindeutig formuliert? Eine Frage soll möglichst nach dem ersten Lesen von den Probanden verstanden werden. Dabei kann durch eine klare Fragestellung sichergestellt werden, dass es zu keinen Fehlinterpretationen kommen kann. Dies wird dadurch erreicht, dass die Sätze einfach und möglichst kurz formuliert werden. Besonders bei einem Fragebogen für Kinder und Jugendliche ist dies zu beachten. So muss die Frage dem Bildungsniveau entsprechen. Daher sollten auch keine Begriffe verwendet werden, die die Schüler nicht verstehen können. Im Fall der Projektgruppe war es schwierig, die Fragen zu formulieren, weil das Bildungsniveau zwischen der dritten und zwölften Klasse sehr unterschiedlich ist. Die Projektgruppe hat die Fragen so gestellt, dass der Fragebogen für die Drittklässler nicht zu schwer, für die Zwölftklässler aber auch nicht unterfordernd ist Vgl. Bortz & Döring, S. 244 ff. Vgl. Pospeschill, S. 65f. 85

86 2.) Ist die Frage zu allgemein formuliert? Zwar sollen die Fragen möglichst kurz sein, trotzdem müssen sie so konkret formuliert sein, dass der Proband weiß, was von ihm gewollt ist. 3.) Ist die Frage auf einen Sachverhalt ausgerichtet? Wenn eine Frage auf mehrere Sachverhalte ausgerichtet ist oder mehrere Gedanken enthält, besteht die Gefahr, dass die Antwortmöglichkeiten nicht mehr zu der Frage passen. Ein Beispiel wäre die Aussage: Manchmal bin ich sehr unruhig, finde keinen Schlaf, schaffe es nicht mich zu entspannen, und kann mich nicht konzentrieren. 175 Es kann durchaus sein, dass jemand unruhig ist und keinen Schlaf findet, sich aber trotzdem konzentrieren kann. Ein solcher Proband könnte hierzu keine treffende Aussage machen. 4.) Sind die Antwortvorgaben angemessen? Die Fragen müssen so formuliert werden, dass die Antworten vom Probanden eindeutig interpretiert werden können. Weiterhin muss besonders bei geschlossenen Fragen (die Definition des Begriffs folgt später) versucht werden möglichst viele Antwortalternativen abzudecken. Das bedeutet, dass die Exhaustivität erfüllt sein muss. 176 Exhaustivität kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Vollständigkeit 177. Hiermit ist also gemeint, dass mit den Antwortvarianten alle Verhaltensmuster abgedeckt sein müssen. Die Projektgruppe hat dies gefördert, indem sie bei geschlossenen Fragen, bei denen noch weitere Antwortmöglichkeiten gegeben werden könnten, die Kategorie Sonstiges eingefügt hat, sodass die Schüler auch eigene Antworten geben können. Ein Beispiel ist die Frage nach den üblichen Freizeitaktivitäten. Hier wurden die vermeintlich am häufigsten genannten Antworten vorgegeben. Einige Schüler haben auch ein spezielles Hobby, sodass dieses unter der Kategorie Sonstiges aufgezählt werden kann. Dadurch sichert die Projektgruppe, dass es für alle Schüler passende Antwortmöglichkeiten gibt. Zu beachten ist, dass sich die Antwortkategorien aber nicht überschneiden dürfen. Die Fragen der Projektgruppe enthalten keine Überschneidungen. Eine Überschneidung besteht aber dann, wenn der Proband unter der Kategorie Vgl. Pospeschill, S. 65f. Vgl. Schnell, Hill & Esser, S.110 f 86

87 Sonstiges eine Antwort gibt, die einer bereits im Fragebogen genannten Kategorie zuzuordnen ist. Die Projektgruppe hat sich zwar darauf geeinigt eine Echtdatenanalyse vorzunehmen, hat in solchen Fällen aber festgelegt, diese Aktivitäten der eigentlichen Kategorie zuzuordnen, weil nur so eine fehlerfreie Auswertung erfolgen kann. Beispiel: Der Schüler schreibt unter Sonstiges eine Sportart. 5.) Wie ist die Frage formuliert? Zu vermeiden sind negativ formulierte Fragen, da ihre Beantwortung oft uneindeutig ist. Die Gefahr der doppelten Verneinung wird oft nicht erkannt, sodass die Schüler nicht wissen, wie sie auf eine negativ formulierte Frage antworten sollen. Auch Suggestivfragen sind zu vermeiden, da sie auf eine gewünschte Antwort weisen und den Probanden beeinflussen. 6.) Enthält der Fragebogen genügend Abwechslung? Dadurch wird eine höhere Motivation bei den Probanden erreicht. Die Untergliederung in Themenblöcke sorgt für Fragen aus verschiedenen Bereichen, die durch Überbrückungsfragen verbunden werden. Abschließend musste die Projektgruppe die Fragen formulieren. Es wird grob zwischen zwei verschiedenen Arten der Frageformulierung unterschieden, wobei der Unterschied in der Art der Beantwortung liegt: Es gibt die geschlossene Beantwortung und die offene Beantwortung. 178 Offene Fragen helfen Unwissenheit, Missverständnisse, unerwartete Bezugssysteme zu entdecken. [...] Geschlossene Fragen erbringen dagegen eine höhere Einheitlichkeit der Antworten und erhöhen dadurch die Vergleichbarkeit. Sie erleichtern [...] dem Forscher die Auswertung. 179 Generell ist daher die Erstellung von gebundenen Fragen für die Auswertung leichter. Allerdings ist darauf zu achten, dass alle Antwortkategorien genannt werden. Nun ist es aber gerade bei Kindern und Jugendlichen so, dass diese sehr viel Fantasie haben. Entsprechend wollte die Projektgruppe gerne auch offene Fragen in den Fragebogen Vgl. Bortz & Döring, S. 213 ff. Atteslander, S. 148 f. 87

88 mit einfließen lassen. Daher wurden zwei offene Fragen gestellt: Einmal nach den drei Lieblingsorten und nach den Wünschen für weitere Freizeitaktivitäten. Es zeigt sich, dass die Auswertung solcher Fragen viel schwieriger ist. Allerdings hat der Ideenreichtum der Jugend genau das erreicht, was die Projektgruppe sich erhofft hat. Insbesondere sollten viele Wünsche nach weiteren Freizeitangeboten genannt werden, damit diese an die Stadt Lüdenscheid weitergeleitet werden können. Ansonsten hat die Projektgruppe geschlossene Fragen gestellt. Dies bedeutet, dass in dem Fragebogen Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede in der Art der Beantwortung. Zunächst kann zwischen Ordnungs-, Beurteilungs- und Auswahlaufgaben unterschieden werden: 180 Ordnungsaufgaben werden verwendet, wenn entweder eine Zuordnung von zwei verschiedenen Elementen vorgenommen werden soll (Zuordnungsaufgabe) oder wenn Elemente in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden sollen (Umordnungsaufgabe). Ordnungsaufgaben werden somit hauptsächlich in Leistungstests verwendet; für die Fragestellungen der Projektgruppe spielen sie keine Rolle. Beurteilungsaufgaben werden häufiger im Rahmen von Persönlichkeitstests vorgenommen. Es handelt sich hierbei um Selbsteinschätzungsaufgaben, bei denen sich der Proband bei einer vorgegebenen Aussage (Statement) anhand einer Skala selbst einstuft. Bei der sogenannte Ratingskala kreuzen die Probanden diejenige Stufe der Ratingskala an, die ihrem subjektiven Empfinden von der Merkmalsausprägung bei dem in der Frage stehendem Objekt entsprechen. 181 Die Projektgruppe hat diese Methode beim Themenblock Medien angewandt. Bei einer Frage muss sich der Proband entscheiden, wie wichtig ihm ein genanntes Medium ist, bei der darauf folgenden Frage muss er einschätzen, wie viel Zeit er täglich am Computer und vor dem Fernseher verbringt. Wichtig bei der Erstellung einer solchen Ratingskala ist besonders die Festlegung der Ratingstufen: Vgl. Pospeschill, S. 44 ff. Bortz & Döring, S

89 Zunächst hat sich die Projektgruppe überlegt, wie viele Ratingstufen die Frage enthalten soll. Dabei kann eine gerade Anzahl oder eine ungerade Anzahl an Kategorien verwendet werden. Die Projektgruppe hat sich sehr schnell auf eine gerade Anzahl geeinigt. Das Vorhandensein einer geraden Anzahl an Stufen wird auch als forciertes Rating 182 bezeichnet. Der Vorteil liegt darin, dass es keinen Mittelpunkt gibt. Für viele Probanden dient der Mittelwert als Ausweichoption, wenn er sich nicht entscheiden kann. Durch eine gerade Anzahl an Stufen zwingt die Projektgruppe den Schüler zumindest zu einer Tendenz und vermeidet es so, dass er die Mitte als Ausweichlösung sieht. Die Projektgruppe hat ganz bewusst auch keine Ausweichkategorien wie weiß nicht oder keine Ahnung eingefügt. Dann musste die Projektgruppe die Gesamtzahl an Ratingstufen festlegen. Es wurde bereits wissenschaftlich erhoben, dass die Anzahl der Stufen sowohl für die Reliabilität als auch für die Validität unerheblich ist. 183 Die Projektgruppe wollte allerdings nicht zu viele Stufen bilden, weil dann die Unterscheidung zwischen den einzelnen Stufen zu klein und ungenau wird. Somit hat sich die Gruppe auf vier Ratingstufen verständigt, diese sind: sehr wichtig - wichtig - weniger wichtig - gar nicht wichtig. Da die Projektgruppe eine gerade Anzahl an Kategorien beziehungsweise Stufen verwendet, liegen auch gleich viele positive wie negative Optionen zur Beantwortung vor. Es handelt sich somit um eine balancierte (symmetrische) Ratingskala. 184 Bei einer unbalancierten Ratingskala ist die Anzahl der positiven und negativen Antworten nicht gleich. Dabei besteht die Gefahr, dass der Proband beeinflusst wird, weil er die Meinung des Testerstellers erkennt und trotz der anonymen Bearbeitung dem Testersteller zustimmen will. Des Weiteren muss die Polarität benannt werden. 185 Man unterscheidet zwischen unipolaren und bipolaren Skalen. Die unipolare Skala beginnt bei einem Nullwert und geht nur in eine Richtung. Beispiel: nie selten manchmal oft sehr oft Pospeschill, S. 52 f Vgl. Bortz & Döring, S. 180 Pospeschill, S. 55 Vgl. Bühner, S. 111 ff 89

90 Im Gegensatz dazu entspricht der Nullpunkt bei einer bipolaren Skala dem Mittelpunkt der Skala. Die Antwortmöglichkeiten gehen in beide Richtungen. Beispiel: trifft überhaupt nicht zu trifft nicht zu weder noch trifft zu trifft voll zu Die Projektgruppe hat bei den beiden Ratingsskalen eine unipolare Skala erstellt. Man kann also zusammenfassend sagen, dass die Projektgruppe zum Thema Medien zwei verbale, unipolare, forcierte und balancierte Ratingsskalen erstellt hat. Der Vorteile einer Ratingskala ist, dass man differenzierte Aussagen über die Merkmalsausprägungen der Schüler erhält und sowohl die Durchführung als auch die Auswertung hierbei einfach ist. Der Nachteil ist, dass der Schüler die Differenzierung der Skala nicht immer versteht. Um dieses Problem zumindest zu minimieren hat die Projektgruppe lediglich vier Stufen gebildet. Auswahlaufgaben geben ebenfalls Antwortalternativen vor. Der Proband muss sich für eine oder mehrere Antworten entscheiden, mit denen er sich identifizieren kann. Dabei wird zunächst zwischen dichotomen und polytomen Aufgaben unterschieden. 186 Unter Dichotomie versteht man allgemein die Einteilung in zwei Gruppen, die sich gegenseitig ausschließen. 187 Dichotome Fragen bestehen aus nur zwei Antwortmöglichkeiten. Von diesen zwei Antwortmöglichkeiten ist nur eine anzukreuzen, weil nur eine richtig ist oder der Wahrheit entspricht. Der Vorteil von dichotomen Fragen ist die leichte Beantwortbarkeit für den Probanden, aber auch die leichte Auswertbarkeit für den Testleiter. Allerdings ist gerade bei solchen Fragen auf eine konkrete Formulierung zu achten. Viel öfter hat die Projektgruppe polytome Fragen (auch Einfach- beziehungsweise Mehrfach- Wahlaufgabe genannt) gestellt. Mehrfach-Wahlaufgaben haben mehr als zwei Antwortalternativen, wovon entweder nur eine Antwort richtig ist (Single-Choice-Aufgabe) Vgl. Bortz & Döring, S

91 oder mehr als eine bis zu allen Antworten einer Aufgabe richtig sein können (Multiple- Choice-Aufgabe). 188 Die Projektgruppe hat in ihrem Einleitungstext bereits darauf hingewiesen, dass nur eine Antwort zu geben ist, wenn die Fragestellung keine Anmerkung enthält. Es handelt sich bei der Mehrzahl der Fragen somit um Single-Choice-Aufgaben. Nur die Fragen nach den üblichen Freizeitbeschäftigungen, der Geldausgabe und den genutzten Kommunikationsmöglichkeiten sind Multiple-Choice-Aufgaben Ergebnis zur Erstellung des Fragebogens Die Erstellung eines Fragebogens ist sehr komplex, da viele verschiedene Anforderungen daran gestellt werden. Zunächst gibt es die allgemeinen Kriterien, um einen Fragebogen überhaupt erstellen zu können, zum Beispiel die Erfüllung der Gütekriterien. Weiterhin müssen unter anderem die Aspekte der Sprache und der Testlänge/Testdauer erfüllt aber auch die Konstruktion und der Aufbau des Fragebogens stimmig sein. 188 Bühner, S

92 4.2 Organisation der Befragung Die Organisation einer Befragung umfasst einerseits die Benachrichtigung der entsprechenden Beteiligten andererseits die Übergabe der Fragebögen. So besteht die Aufgabe unter anderem darin, alle Schulen darüber zu informieren, welche Jahrgänge befragt werden sollen. Bevor die eigentliche Befragung an den einzelnen Lüdenscheider Schulen stattfinden sollte, hat die Projektgruppe einen Pretest durchgeführt Durchführung eines Pretests Die Projektgruppe hat einen fast identischen Fragebogen für alle Jahrgangsstufen erstellt. Er unterscheidet sich wie bereits erläutert lediglich darin, dass Fragen, die für Grundschüler unerheblich sind, nicht in den Fragebogen für die Grundschule aufgenommen wurden. Nach der Fertigstellung des Fragebogens hat die Projektgruppe einen Pretest durchgeführt. Ein Pretest dient dazu, das erstellte Erhebungsinstrument auf seine Tauglichkeit hin zu testen und zu prüfen, inwieweit sich die beabsichtigten Hypothesenprüfungen durchführen lassen. 189 Es handelt sich dabei um eine Voruntersuchung, die zeigen soll, ob der Fragebogen zuverlässig, gültig und verständlich ist. Da die Projektzeit begrenzt ist, bestand nicht die Möglichkeit mit allen Jahrgangsstufen einen Pretest durchzuführen. Die Projektgruppe hat sich daher darauf geeinigt den Pretest mit einer dritten Klasse durchzuführen. Sie war der Meinung, dass wenn der Fragebogen von den Drittklässlern verstanden wird, dann erst recht von den älteren Probanden. Die Projektgruppe musste sich entscheiden, wie sie den Pretest durchführt. Hätte sie für den Pretest eine dritte Klasse einer Lüdenscheider Schule ausgewählt, müsste diese Klasse den Test zweimal durchführen. Dies würde zu Messfehlern führen, da diese Klasse den Fragebogen beim zweiten Mal also bei der eigentlichen Testdurchführung unter anderen Umständen als die anderen Klassen bearbeiten würde, die den Fragebogen zum ersten Mal sehen. 189 Atteslander, S

93 Mit einer anderen Jahrgangsstufe der Grundschule wollte die Projektgruppe den Test nicht durchführen, da das Bildungsniveau zwischen den einzelnen Grundschuljahrgängen sehr stark variiert. Daher wurde eine Klasse aus einer anderen Stadt gewählt, die den Fragebogen bearbeitet hat. Dies war in Absprache mit der Lehrerin möglich. Der Test wurde allerdings so verändert, dass er sich nicht mehr auf Lüdenscheid sondern auf die entsprechende Stadt bezieht. Nachdem der Fragebogen von den Schülern der dritten Klasse ausgefüllt worden ist, haben sich die Projektmitglieder mit den Kindern über den Fragebogen unterhalten. Dabei sollten Verständnisschwierigkeiten und andere Mängel aufgedeckt werden. Die Kinder fanden den Fragebogen aber gut und verständlich, sodass keine Änderungen mehr vorgenommen werden mussten. Auf Grund der von den Grundschülern gestellten Fragen hat sich die Projektgruppe nach der Durchführung des Pretests darauf geeinigt, dass bei der Befragung an Grundschulen immer ein Projektmitglied in der Klasse bleiben soll, um Fragen zu beantworten Organisation der Befragung an Lüdenscheider Schulen Die Projektgruppe hatte sich als Ziel gesetzt eine möglichst hohe Rücklaufquote zu erzielen. Dies ist am einfachsten und effektivsten zu erreichen, indem die Projektmitglieder die einzelnen Schulen aufsuchen und die Fragebögen persönlich überreichen. Soweit es möglich war, sollte dabei jede einzelne Klasse aufgesucht werden, um die Fragebögen direkt bei den Schülern abzugeben und nach der Bearbeitungszeit auch wieder abzuholen. Dies sollte eine höhere Rücklaufquote sichern; es bedeutete aber auch einen schnelleren Rücklauf der Fragebögen als bei einer postalischen Versendung. Doch bevor die eigentliche Befragung starten konnte, mussten die Schulen über die Befragung informiert werden. Von den Projektleitern der Stadt Lüdenscheid wurde daher ein amtliches Schreiben verfasst, in dem die Projektgruppe und deren Aufgabe vorgestellt wurde. Weiterhin enthält es auch eine Differenzierung, welche Jahrgangsstufen befragt werden sollten. Ungefähr eine Woche, nachdem dieses Schreiben an die Schulen geschickt worden ist, haben sich die Projektmitglieder telefonisch bei den Schulen gemeldet, um zu erfahren, wann Termine zur Befragung der entsprechenden Klassen stattfinden können. 93

94 In der Regel sind nur morgens Termine mit den Schulen möglich. Daher hat die Projektgruppe morgens die Termine an den Schulen durchgeführt und nachmittags beziehungsweise am Wochenende die Fragebögen ausgewertet, indem die Antworten in ein Auswertungsprogramm eingepflegt worden sind. Bei der Terminvergabe ist allerdings zu bedenken, dass die Bearbeitung des Fragebogens in einer Grundschulklasse sehr viel länger dauert als an den weiterführenden Schulen. Die Bearbeitungszeit der Grundschüler ist länger, weil diese mehr Zeit benötigen, um die Fragen zu lesen und zu verstehen. Die Bearbeitungszeit von ungefähr 10 Minuten ist daher für sie nicht einhaltbar. Um eventuelle Verständnisfragen zu klären, ist ein Projektteilnehmer während der Bearbeitung des Fragebogens in der jeweiligen Klasse geblieben. An weiterführenden Schulen sind die Klassen ebenfalls aufgesucht worden, damit sich die Projektgruppe persönlich vorstellen und ihre Ziele darstellen konnte. Da das Verständnis und das Bildungsniveau an weiterführenden Schulen höher ist, wurde nach Schulform und Jahrgangsstufe entschieden, ob ein Projektteilnehmer während der Bearbeitung des Fragebogens in der Klasse bleiben sollte oder ob es ausreicht, den Fragebogen am Ende der jeweiligen Schulstunde wieder abzuholen. Bei der Terminvergabe hat sich die Projektgruppe an den Wünschen der jeweiligen Schule orientiert. So gab es manchmal Tage, an denen nur zwei Grundschulen befragt werden konnten, dann gab es aber auch wieder Tage, an denen drei weiterführende Schulen befragt wurden. An Tagen mit vielen Terminen bedurfte es organisatorischen Talents, damit alle Termine eingehalten werden konnten. In der Regel konnten immer alle Klassen einer Schule hintereinander oder parallel befragt werden, sodass die Projektgruppe nicht mehrmals zu einer Schule fahren musste. War dies nicht möglich, sind die Schulen auch mehrmals aufgesucht worden, um möglichst viele Klassen und Jahrgangsstufen erreichen zu können. Mit dieser Vorgehensweise hat es die Projektgruppe innerhalb von zwei Wochen geschafft, alle dritten, sechsten, neunten und zwölften Klassen zu befragen und die Ergebnisse in das Auswertungsprogramm einzugeben. Dies entspricht einer Anzahl von fast 3000 befragten Schülern. Um einen Überblick über die bestehenden Termine zu haben, hat die Projektgruppe einen Terminplan entwickelt, an dem deutlich wurde, wo noch Freiräume für weitere Termine 94

95 vorhanden waren. Weiterhin konnte erkannt werden, wie viele Termine zeitgleich vollzogen werden konnten und wie sich die Projektgruppe daher aufteilen musste, um alle Schulen termingerecht befragen zu können. Dieser Plan ist als Anlage beigefügt. An Tagen, an denen nicht viele Schulen besucht werden mussten, hat sich die Projektgruppe aufgeteilt. Ein Teil ist zu der jeweiligen Schule gefahren, um die Befragung durchzuführen, der andere Teil ist im Büro geblieben und hat vorhandene Fragebögen ausgewertet oder noch ausstehende Termine festgelegt. Viele Schulen haben sich sofort dafür bereit erklärt, dass die Projektgruppe auch während des Unterrichts die Befragung durchführen darf. Das bedeutet, dass die Projektgruppe sich und ihre Ziele zunächst vorstellen konnte und der Fragebogen dann während des Unterrichts ausgefüllt wurde. Auf Grund der gerade genannten Schwierigkeit der Grundschüler, den Fragebogen zu verstehen, dauerten Termine an Grundschulen in der Regel länger als an weiterführenden Schulen. An einigen Schulen konnten die Klassen nicht während des Unterrichts aufgesucht werden. Die Begründung lag in der Regel in anstehenden Klassenarbeiten. Um trotzdem auch diese Schüler befragen zu können, wurde mit den entsprechenden Schulleitern nach einer anderen Möglichkeit gesucht. Diese lag darin, die Fragebögen postalisch zuzuschicken oder persönlich im Sekretariat abzugeben und nach ein paar Tagen wieder abzuholen. Bei dieser Methode ist die Rücklaufquote der entsprechenden Schulen immer noch sehr hoch, aber nicht mehr so hoch wie bei der persönlichen Abgabe in den einzelnen Klassen. So zeigte sich für die Projektgruppe, dass die Befragung der einzelnen Schulen zwar aufwendiger, dafür die Rücklaufquote aber viel höher ist. Dies steigert die Repräsentativität und reduziert die Fehlerquote. So konnte die Projektgruppe nur den gesamten neunten Jahrgang der Hauptschule Stadtpark nicht befragen. Diese befanden sich in dem Zeitraum der Befragung in einer Praktikumsphase und somit nicht in der Schule. Die Schüler dieses Jahrgangs hätten erst 95

96 Anfang Dezember befragt werden können. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die Projektgruppe eine Leerlaufphase gehabt hätte, weil eine Interpretation der Ergebnisse erst dann möglich ist, wenn alle Ergebnisse vorliegen. Daher musste die Projektgruppe auf die Befragung dieses Jahrgangs verzichten. Hier liegt zwar eine messtheoretische Problematik vor, weil von der Anzahl der der neunten Klassen der Hauptschulen ein nicht unerheblicher Teil fehlt. Allerdings war es der Projektgruppe unmöglich, die Jahrgangsstufe zu befragen und den Zeitplan für die Abgabe der Projektarbeit einzuhalten. 96

97 4.3 Ablauf der Befragung Der Ablauf der Befragung unterscheidet sich nach der Schulform. So geht die Projektgruppe bei den Grundschulklassen anders vor als bei der Befragung an den weiterführenden Schulen Ablauf der Befragung an Grundschulen Der Fragebogen ist zwar so formuliert, dass auch Drittklässler ihn verstehen können, allerdings sind sie mit der Bearbeitung eines Fragebogens noch nicht vertraut. Bei dem durchgeführten Pretest zeigte sich, dass es sinnvoll ist, dass ein Projektmitglied bei der Bearbeitung des Fragebogens anwesend ist. Somit wollte jeweils ein Projektmitglied in Einverständnis mit den Schulleitern während des Unterrichts in die dritten Klassen gehen, den Fragebogen überreichen und dann die Fragen zusammen mit den Kindern durchgehen. Die Schulleiter haben sich fast alle dazu bereit erklärt. Bei den Befragungen am ersten Tag haben immer zwei Projektmitglieder gleichzeitig eine Befragung in einer Klasse durchgeführt. Dies diente dazu, zunächst ein Gefühl für die Grundschüler zu bekommen, da diese oft viele Fragen hatten. Damit die Fragen nicht durcheinander gestellt werden, haben sich die Projektmitglieder darauf geeinigt, dass sie den Fragebogen zusammen mit den Kindern durchgehen und die Fragen vorlesen. Dabei wurde zunächst das Prozedere erklärt, wie ein solcher Fragebogen auszufüllen ist. Anschließend wurden die Fragen vorgelesen und von den Schülern beantwortet. Bei eventuellen Fragen stand das Projektmitglied zur Verfügung. Es musste allerdings darauf geachtet werden, dass das Projektmitglied den Probanden nicht beeinflusst oder Ideen für die Beantwortung liefert. Denn durch den Fragebogen sollte das subjektive Empfinden und Verhalten des Schülers ermittelt werden. In der Regel hat das Projektmitglied die Grundschüler zu Beginn der Bearbeitung auf folgende Dinge explizit hingewiesen: 97

98 1. Der Fragebogen ist anonym zu beantworten! Viele Kinder kannten den Begriff Anonymität nicht. Das Projektmitglied hat den Begriff dann so definiert, dass die Kinder die Bedeutung kennen. Des Weiteren wurde ihnen auch mitgeteilt, warum die Befragung anonym verläuft. So verfolgt die Projektgruppe nicht das Ziel, die Ergebnisse des Einzelnen zu erfahren, sondern die Merkmalsausprägungen aller befragten Schüler festzustellen. 2. In der Regel ist nur ein Kreuz zu machen! In dem Einleitungstext wurde dies bereits erwähnt, allerdings hat sich das Projektmitglied persönlich vorgestellt, sodass der Einleitungstext von den Grundschülern nicht extra gelesen werden musste. Bei den Fragen, bei denen mehrere Antworten möglich waren, hat der Projektteilnehmer darauf hingewiesen. Dabei wurde verdeutlicht, was mit dem Begriff maximal gemeint ist. 3. Bearbeitung von Ratingskalen erklären! Bei dem Themenblock Medien verwendet die Projektgruppe Ratingskalen. Diese sind den Grundschülern meistens unbekannt, sodass erklärt werden muss, dass pro waagerechte Reihe jeweils ein Kreuz entsprechend der Tendenz des Schülers gemacht werden soll. 4. Erklärung von unbekannten Begriffen! Besonders bei der letzten Frage des Fragebogens, wo es um verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten geht, werden teilweise Kommunikationsarten genannt, die die Grundschüler in der Regel noch nicht kennen. Eine kurze Beschreibung sollte erklären, wie diese genutzt werden können. Man kann aber davon ausgehen, dass die Schüler eine Kommunikationsmöglichkeit, deren Namen sie nicht kennen, auch nicht nutzen. Einige Grundschüler hatten zusätzlich noch sehr spezielle Fragen, die durch das Projektmitglied erklärt worden sind. Auf die Objektivität der Befragung wurde dabei stets geachtet. 98

99 Nach dem ersten Tag ist immer nur noch ein Projektmitglied in eine Klasse gegangen. Dies hat zur Folge, dass in demselben Zeitraum mehr Kinder befragt werden konnten und so eine höhere Effektivität erreicht worden ist Ablauf der Befragung an weiterführenden Schulen Das Bildungsniveau steigert sich entsprechend des Jahrgangs. So muss bei den weiterführenden Schulen nicht zwangsläufig ein Projektmitglied bei der Beantwortung des Fragebogens dabei sein, weil das Prozedere einer Fragebogendurchführung den Schülern bereits bekannt sein sollte. An den weiterführenden Schulen konnten so mehrere Klasse parallel befragt werden. Oftmals ist es so, dass die sechsten und neunten Klassen dreizügig sind und die zwölften Klassen ungefähr 150 Schüler umfassen. Entsprechend waren in der Regel an den weiterführenden Schulen immer zwei oder drei Projektmitglieder zeitgleich, um alle Klassen in einem kurzen Zeitraum befragen zu können. Die Projektmitglieder haben die Klassen untereinander aufgeteilt und sind dann getrennt voneinander in die einzelnen Klassen gegangen, um die Fragebögen abzugeben. Das Projektmitglied hat sich und das Thema vorgestellt und den Fragebogen anschließend an die Schüler verteilt. Dieser sollte von ihnen kurz überflogen werden, damit eventuelle Fragen geklärt werden können. Wenn es keine Fragen gab oder diese ausreichend erklärt wurden, ist das Projektmitglied in die nächste Klasse gegangen und ist dort genau so vorgegangen. Die Fragebögen wurden dann entweder am Ende der Stunde den Projektmitgliedern gebracht oder diese haben am Ende der Stunde nochmals die Klassen aufgesucht, um die Fragebögen abzuholen. 99

100 4.4 Erhebung der Befragungsdaten/allgemeine Statistik In diesem Gliederungspunkt wird zunächst die Vorgehensweise bei der Auswertung der erhobenen Daten thematisiert und dann die Ergebnisse des Themenblocks Allgemeines zusammengefasst. Dieser Themenblock enthält allgemeine Angaben über die befragten Personen. So soll zum Beispiel die Frage nach der Jahrgangsstufe dazu dienen die Ergebnisse nach den Jahrgangsstufen auszuwerten Erhebung der Befragungsdaten Die Projektgruppe hat alle dritten, sechsten, neunten und zwölften Jahrgänge über ihr Freizeitverhalten befragt. Insgesamt handelt es sich hierbei um eine Anzahl von 2978 Testpersonen. Von dieser Gesamtzahl haben 2642 Schüler den Fragebogen ausgefüllt wieder abgegeben. Das ergibt eine Rücklaufquote von 88,72 %. In der Regel fallen die Rücklaufquoten bei schriftlichen Befragungen deutlich niedriger aus. Die Projektgruppe hat diese hohe Quote erreicht, indem sie in Absprache mit den Schulleitern während des Unterrichts die einzelnen Klassen aufgesucht und direkt befragt hat Auswertungsobjektivität Alle Fragebögen wurden in ein Auswertungsprogramm eingegeben. Die Projektgruppe hat ein Auswertungsprogramm für die Grundschule erstellt und ein Programm für die weiterführenden Schulen, da sich beide Fragebögen unterscheiden. Bei der Auswertung ist besonders auf die Objektivität der Auswertung zu achten, was bedeutet, dass die Auswertung standardisiert werden muss, damit sie einheitlich und nicht vom Testauswerter abhängig ist. "Bei der Auswertungsobjektivität ist es entscheidend, dass das Antwortverhalten der Testperson genau quantifiziert wird und nicht etwa von der Person abhängig ist, welche die Testauswertung vornimmt" 190 Zur Standardisierung der Auswertung hat die Projektgruppe einen "Masterbogen" entwickelt, der für jede Antwortalternative einen Kodierungswert festlegt. Wie bereits unter 190 Pospeschill, S

101 Gliederungspunkt erklärt, ist die Kodierung bei lediglich einer Antwortmöglichkeit einfach. Für Fragen, bei denen mehrere Antworten genannt werden können, wird jede Antwortmöglichkeit als eigenständige Frage angesehen. So teilt sich zum Beispiel die Frage nach den üblichen Freizeitaktivitäten in 14 Unterfragen auf, da sich der Proband bei jeder einzelnen Freizeitaktivität entscheiden muss, ob er diese macht oder nicht. Ein Kreuz steht für die Antwort "Ja", kein Kreuz steht für die Antwort "Nein". Schwierig war es bei den Fragen, bei denen die Schüler eine eigene Aussage treffen konnten. Hierfür war der Masterbogen besonders wichtig. Bei der Frage nach den drei Lieblingsaktivitäten sollten die Antworten vorkommen, die in der Aufzählung der vorherigen Frage genannt worden sind. Dies haben nicht alle Schüler eingehalten. Entsprechend wurden die tatsächlich genannte Aktivität bei der Auswertung einer Aktivität aus der vorhandenen Liste der vorherigen Frage zugeordnet oder unter die Rubrik "Sonstiges" gefasst. Dadurch konnten auch speziellere Aktivitäten, die unter keine der vorgegebenen Kategorien fällt, genannt werden. Beispiel: Viele Schüler haben bei der Frage nach den drei Lieblingsaktivitäten eine Sportart genannt. Diese fällt streng genommen nicht zu der Aufzählung der vorherigen Frage. Die Projektgruppe hat sich vor der Auswertung dazu entschlossen, eine "Echtdatenanalyse" durchzuführen. Das bedeutet, dass genau die Angaben ausgewertet werden, die der Schüler macht. Dies stellte allerdings ein Problem dar, weil der Schüler in diesem Beispielsfall dabei keine Antwortmöglichkeiten aus der vorherigen Liste nennt. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten, hat die Projektgruppe zwar die Sportarten zunächst alle benannt, sie bei der Auswertung allerdings dem Oberbegriff "Sport" zugeordnet. Es ergibt sich so eine Gesamtsumme, für wie viele Schüler der "Sport" zu den Lieblingsaktivitäten zählt. Auch für die Frage nach den Lieblingsorten und Wünschen wurde ein Auswertungsschlüssel erstellt, der verschiedene Antworten bündelt und dafür sorgt, dass die Antworten in der 101

102 Auswertungstabelle einheitlich formuliert werden und die Streuung der Antworten nicht so groß ist. Das Auswertungsprogramm zählt nur die Ergebnisse zusammen, die genau gleich formuliert sind. Bei der Auswertung der Wünsche konnten allerdings nicht alle Wünsche vereinheitlicht werden, sodass sich eine lange Liste von Wünschen ergibt. Damit diese trotzdem repräsentativ ist, wurden die am häufigsten genannten Wünsche primär berücksichtigt. Eine Berücksichtigung jedes einzelnen Wunsches hätte den Rahmen gesprengt. Somit war bei den Fragen, bei denen die Schüler eine eigene Angabe machen konnten, eine Quantifizierung durch den Auswertungsschlüssel gegeben. Durch diesen konnte sichergestellt werden, dass alle Projektmitglieder für eine bestimmte Antwort die gleiche Eingabe in der Auswertungstabelle machen. Nur so kann die Auswertungsobjektivität gesichert werden, ohne dass es zu einschlägigen Auswertungsfehlern kommt. Durch den Masterbogen wird das Kriterium der Standardisierung erfüllt, da jede Person, die den Test auswertet, den Masterbogen verwenden kann und muss. Dadurch wird die Objektivität der Auswertung sichergestellt, da jeder Testleiter dasselbe Ergebnis erhalten würde Berechnung der Reliabilität Es gibt verschiedene Methoden, die Reliabilität zu berechnen. Die Projektgruppe hat die sogenannte "Splithalf-Methode" und die "Konsistenzanalyse" angewendet, weil diese im Gegensatz zu einigen anderen Methoden keinen zeitlichen und organisatorischen Mehraufwand bedürfen. Doch auch diese Methoden sind nur auf die Fragen anwendbar. Daher hat die Projektgruppe die Reliabilität nur für einige Fragen berechnen können. Wie die Methoden angewendet werden, wird im Folgenden erklärt: 102

103 Bei der Splithalf-Reliabilität werden alle Testfragen des Fragebogens in zwei Hälften geteilt. Wie die Teilung vorgenommen wird, ist unbedeutend. Wichtig ist nur, dass beide Teile gleich Diese Berechnung durch die Konsistenzanalyse ist der Splithalf-Methode sehr ähnlich. Sie versucht den Grad der Reliabilität allerdings noch genauer zu bestimmen. Das Problem bei der Splithalf-Methode ist nämlich, dass die Testhalbierung zufällig erfolgt. Die Idee der Konsistenzanalyse ist es, den Test nicht nur in zwei Hälften zu gliedern, sondern jede Frage eines Tests als "eigenständigen Testteil" aufzufassen. 191 Bei der Konsistenzanalyse wird in der Regel der Alphakoeffizient nach Cronbach gebildet. Dieser berechnet die Bildung aller möglichen Testhalbierungen eines Tests. Es handelt sich somit nicht mehr nur um die Bildung einer Testhalbierung (wie bei der Splithalf-Methode), sondern um die Bildung aller Testhalbierungen. Mit dem sogenannten Alphakoeffizienten wird entsprechend die mittlere Testhalbierungsreliabilität eines Tests mit all seinen Testhalbierungsmöglichkeiten gemessen. Die Konsistenzanalyse verallgemeinert somit die Splithalf-Methode. 191 Vgl. Pospeschill, S

104 Beispiel zur Berechnung der Reliabilität: Anhand des Fragebogens der Grundschulen wurde die Wichtigkeit des Mediums Fernseher mit der Wichitgkeit des Mediums Computer verglichen. Von den 670 befragten Grundschüler können 605 Antworten für die Berechnung der Reliabilität verwendet werden. Die Berechnung durch die Konsistenzanalyse mit dem Alphakoeffizienten nach Cronbach ergibt gemäß der unten auf der Seite folgenden Tabelle einen Reliabiltätswert von 0,602. Der Spearman-Brown-Koeffizient, der durch die Splithalf- Methode berechnet wird, liegt bei 0,605. Die beiden Werte unterscheiden sich, da bei der Konsistenzanalyse alle möglichen Testhalbierungen, bei der Splithalf-Methode nur eine Testhalbierung vorgenommen wird. Die beobachtbare Varianz liegt bei 670 ausgefüllten Fragebögen. Jede Testhälfte besteht somit aus 325 Fragebögen. Diese Anzahl muss mit dem Reliabilitätswert multipliziert werden, sodass man die Anzahl an "wahren Werten" erhält. 325 x 0,605 = 196,625. Das bedeutet, dass von 325 Fällen rund 197 Fälle übereinstimmen. Nachfolgend das Ergebnis des statistischen Tests aus SPSS Statistics: Zusammenfassung N % Fälle Gültig ,3 Ungültig a 65 9,7 Total ,0. Reliabilitätsstatistik Cronbach's Alpha Variablen (N) 0,

105 Zusammenfassung N % Fälle Gültig ,3 Ungültig a 65 9,7 Total ,0 Reliabilitätsstatistik Cronbach's Alpha Teil 1 Wert 1,000 Anzahl der Variablen 1 a Teil 2 Wert 1,000 Anzahl der Variablen 1 b Gesamtanzahl an Variablen 2 Korrelation zwischen beiden Teilen,434 Spearman-Brown Koeffizient Gleiche Länge,605 Ungleiche Länge,605 Guttman Split-Half Koeffizient,602 a. Variable: Fernsehen b. Variable: Computer Allgemeine Statistik Insgesamt sollten 2978 Schüler der Jahrgangsstufen drei, sechs, neun und zwölf befragt werden, wovon 2642 ausgefüllte Fragebögen zurückgegeben wurden. Da die Projektmitglieder die Fragebögen direkt in den Klassen abgegeben und später wieder abgeholt haben, sind viele der 377 fehlenden Fragebögen auf Krankheit zurückzuführen. Lediglich der neunte Jahrgang der Hauptschule Stadtpark konnte wegen einer Praktikumsphase nicht befragt werden. Die Verteilung der Fragebögen lässt sich anhand der folgenden Tabelle verdeutlichen: 105

106 Schulform Anzahl der Schüler Anzahl der abgegebenen Fragebögen Rücklaufquote Grundschule ,13% Hauptschule ,56% Realschule ,78% Gymnasium ,48% Gesamtschule ,24% Förderschule ,54% Gesamtergebnis ,72% Im folgenden Abschnitt werden die allgemeinen Angaben des ersten Themenblocks wiedergegeben und die Ergebnisse dargestellt. Dabei wird zwischen den Grundschulen und den weiterführenden Schulen unterschieden Allgemeine Statistik über die Grundschulen Von den Grundschülern wurden 670 Fragebögen bearbeitet, was 25,36 % aller abgegebenen Fragebögen ausmacht. 317 Schüler sind weiblich, das entspricht 47,67 %, 348 Schüler sind männlich (52,33 %). In der Regel sind die Grundschüler zwischen acht und neun Jahren alt: 419 Schüler (62,5 %) sind acht Jahre alt, 211 Schüler sind neun Jahre alt (31,5 %). 4,8 % der befragten Drittklässler sind zehn Jahre oder älter, 1,2 % der Befragten sind erst sieben Jahre alt. Fast alle Drittklässler wohnen in Lüdenscheid. Während der Wohnort von lediglich 21 Schülern nicht Lüdenscheid ist, wohnen 643 Schüler in Lüdenscheid, dies entspricht 96,84%. 106

107 Allgemeine Statistik über die weiterführenden Schulen Insgesamt wurde der Fragebogen an den weiterführenden Schulen 1626-mal ausgefüllt. Davon besuchen 217 Schüler die Hauptschule, 501 gehen auf eine Realschule. Des Weiteren wurde der Fragebogen von 848 Gymnasiasten und 358 Gesamtschülern ausgefüllt. 2 Schüler haben nicht angegeben, welche Schulform sie besuchen. Verteilt man diese Angaben auf die die einzelnen Schulformen, so gehen rund 44 % der befragten Personen auf ein Gymnasium, 26 % auf eine Realschule, 18,6 % besuchen eine Gesamtschule und 11,3 % eine Hauptschule. Insgesamt gehen 833 Schüler (43 %) in die sechste und 753 Schüler (39,1 %) in die neunte Klasse. 336 Schüler (17,4 %) besuchen die zwölfte Jahrgangsstufe. Beide Geschlechter sind zu fast gleichen Teilen vertreten. 971 Schüler sind weiblich und 951 männlich. Während in den Jahrgangsstufen sechs und neun die Anzahl der Schüler und Schülerinnen fast identisch sind, besteht die zwölfte Jahrgangstufe zu 44,6 % aus Schülern und zu 55,4 % aus Schülerinnen. Da bei den weiterführenden Schulen alle Altersgruppen von zehn bis zwanzig Jahren vertreten sind, wurden Alterskategorien gebildet. 769 Schüler sind zwischen 10 und 12 Jahren alt und 705 Schüler zwischen 13 und 15 Jahren. Die darauf folgende Gruppe der 16- bis 18-jährigen ist 412-mal vertreten, 33 Schüler sind 19 oder 20 Jahre alt. Es zeigt sich, dass die meisten Sechstklässler zwischen 11 und 12 Jahren und die meisten Neuntklässler zwischen 14 und 16 Jahre alt sind. Das Alter der Schüler des zwölften Jahrgangs liegt in der Regel zwischen 17 und 18 Jahren. Von den 1926 befragten Schülern der weiterführenden Schulen wohnen 1486 in Lüdenscheid und 295 in einer anderen Stadt. 145 Schüler beantworteten diese Frage nicht. 107

108 5. Auswertung 5.1 Untersuchungsgegenstand Schule Schwerpunkte: Dauer des Schulaufenthaltes, Zeit für Hausaufgaben und zum Lernen (sowie in weiterführenden Schulen das Vorbereiten von Referaten), tatsächlich übrig bleibende Freizeit In den folgenden Gliederungspunkten wird die Projektgruppe die Ergebnisse der Befragung in den Schulen darstellen und danach weitergehend analysieren. Im folgenden Abschnitt werden zunächst die Ergebnisse des Themenblockes zum Fragenbereich Schule präsentiert. Die weitere Analyse erfolgt später in einem getrennten Gliederungspunkt. Die Befragungsschwerpunkte lagen hierbei auf den Bereichen,Dauer des Schulaufenthaltes, was auch den Aspekt der Ganztagsschule mit berücksichtigt,,zeit für Hausaufgaben und zum Lernen (und in den weiterführenden Schulen für das Vorbereiten von Referaten) sowie die,tatsächlich übrig bleibende Freizeit. Anhand der Ergebnisse soll herauskristallisiert werden, in welchem Umfang die Schüler durch die Zeit, die sie in der bzw. auf dem Weg zur Schule verbringen, als auch weitergehend für die zusätzliche Erledigung ihrer schulischen Aufgaben brauchen, in ihrer zeitlichen Tagesplanung eingeschränkt sind. Darüber hinaus soll in diesem Abschnitt die Frage geklärt werden, wie viel Zeit ihnen danach überhaupt noch als sogenannte,freizeit zur Verfügung steht und ob sie das Gefühl haben, dass diese Zeit für sie ausreichend ist. Neben diesen thematischen Schwerpunkten wird ebenfalls darauf eingegangen, ob es an den Schulen ein freiwilliges Nachmittagsprogramm gibt und wenn, an welchem die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen teilnehmen. Die Resultate, die aus der Befragung gezogen werden konnten, werden folgend nach Altersstufen getrennt dargestellt werden. So wird die Projektgruppe zunächst auf die Befunde der Grundschule eingehen und dann auf die Ergebnisse der weiterführenden Schulen zu sprechen kommen. Hierbei wird zunächst das Gesamtergebnis aller Jahrgangstufen aufgeführt und dann das nach Jahrgangsstufen differenzierte Ergebnis vorgestellt. Der im weiteren Verlauf vorgestellte Fragenblock schließt an den allgemeinen Teil des Fragebogens an. Dieser umfasst bei den weiterführenden Schulen die Fragen eins bis vier und bei den Grundschülern die Fragen eins bis drei. In ihm werden Daten zu Geschlecht, 108

109 Alter und Wohnort ermittelt, sowie bei den weiterführenden Schulen noch die Frage nach der besuchten Schulform gestellt. Diese kann bei der Grundschule auf Grund der Eindeutigkeit entfallen. Nach diesen für die Statistik relevanten Fragen, beginnt nun der Frageblock zwei mit Frage vier bei den Grundschülern und Frage fünf bei den weiterführenden Schulen. Diese Fragen sind trotz der oben angeführten unterschiedlichen Nummerierung identisch. Die veränderte Nummerierung hat detaillierter dargestellt den Grund, dass insgesamt zwei Varianten des Grundfragebogens bestehen. Diese unterscheiden sich geringfügig voneinander. Die Projektgruppe hat dabei den Fragebogen für die Grundschüler an manchen Stellen gekürzt bzw. altersgerecht angepasst Ergebnis In diesem Abschnitt werden die Befragungsergebnisse nach Grundschule und weiterführender Schule getrennt dargestellt. Es folgt die Darstellung der Ergebnisse für die Grundschule Grundschulen Frage 4: Wie viele Unterrichtsstunden hast Du pro Woche? Anhand dieser Fragestellung sollte herausgefunden werden, wie viele Unterrichtsstunden die Kinder pro Woche haben, um eine Aussage dahingehend zu erhalten, in welchem zeitlichen Umfang diese Altersgruppe durch den reinen Unterrichtsbesuch eingebunden ist und daraus gegebenenfalls Rückschlüsse auf die tatsächlich zur Verfügung stehende Freizeit ziehen zu können. Die Frage wurde auf Grund einer zu erwartenden Vielzahl von Antworten in offener Form gestellt. Den Kindern wurde von der Projektgruppe mitgeteilt, dass es sich hierbei um die Unterrichtsstunden handelt, die sie durchschnittlich pro Woche haben, da die befragte Zielgruppe Unsicherheiten darüber aufwies, wie sie Wochen berechnen soll, in denen sie eventuell mal ein oder zwei Stunden mehr haben. Zur besseren Übersichtlichkeit über die vielfältigen Antworten, werden die Ergebnisse folgend in einzelnen Absätzen dargestellt, beginnend mit der niedrigsten Wochenstundenzahl. 109

110 Schulwochenstunden Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig ,3 3,3 3, ,2 4,2 7, ,5 4,5 12, ,4 18,4 30, ,2 34,3 64, ,4 13,5 78, ,4 10,5 88, ,2 8,2 97, ,3 1,3 98,4 30 2,3,3 98, ,3 1,3 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend 0 3,4 Gesamt ,0 670 Kindern der 3. Klassen wurde diese Frage vorgelegt. 667 von ihnen beantworteten diese. 22 Schüler schrieben, dass sie 21 Wochenstunden haben. Einen Unterrichtsumfang von 22 Stunden, gaben 28 Personen an. 30 der Befragten haben nach eigenen Angaben 30 Wochenstunden. 24 Stunden pro Woche unterrichtet zu werden, antworteten 123 Kinder. 229 Schüler dieses Personenkreises gaben die Antwort, dass sie 25 Wochenstunden haben. Ein Stundenkontingent pro Woche von 26 schrieben 90 der Befragten auf. 70 Kinder machten die Angabe, dass sie 27 Unterrichtsstunden wöchentlich haben. 28 Stunden in der Woche unterrichtet zu werden, berichteten 55 Personen. Neun Befragungsteilnehmer gaben an, dass sie 29 Stunden in der Woche Unterricht haben. Von 30 Wochenstunden berichteten zwei Schüler. Insgesamt neun der Befragten in dieser Altersgruppe schrieben, dass sie 32 Stunden die Woche im Unterricht sind. 110

111 Frage 5: Wie viele Minuten brauchst Du von zu Hause bis zur Schule? Mit dieser Fragestellung möchte die Projektgruppe erfahren, wie viele Minuten die Kinder von zu Hause bis zur Schule brauchen, denn neben der reinen Unterrichtzeit geht natürlich auch die Zeit, die die Schüler auf ihrem Schulweg verbringen von der reinen Freizeit ab. In der Frage wurde angemerkt, dass die Dauer des Weges von zu Hause zur Schule angegeben werden soll. Dieser Weg ist auch gemeint, wenn in den folgenden Ausführungen zu dieser Frage nur noch von Schulweg bzw. Weg gesprochen wird. Entscheidend war diese detaillierte Fragestellung, um sicherzustellen, dass die Kinder nur eine Wegstrecke benennen, damit keine verfälschten Ergebnisse etwa durch die Zeitangabe für Hin- und Rückweg entstehen. Diese Frage wurde ebenfalls in offener Form gestellt, sodass eine Vielzahl von Antworten vorliegt. Die Zeitangaben wurden kategorisiert. Diese Kategorisierung erfolgt dabei nicht durchgehend anhand von rhytmischen 5-Minuten- Schritten, da sie an den jeweils gemachten Zeitangaben orientiert ist. Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Kategorien in einzelnen Absätzen dargestellt. Weitergehend werden, um ebenfalls eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten, die niedrigen Minutenzahlen nicht als Wörter ausgeschrieben. Die Darstellung der Minutenangaben erfolgt in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit der niedrigsten Minutenzahl. Zur Orientierung, wie die Verteilung der Angaben innerhalb einer Kategorie ist, wird die häufigste Nennung mit aufgeführt. Schulweg in Minuten Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 1,0 24 3,6 3,6 3,6 2,0 28 4,2 4,2 7,8 3,0 33 4,9 5,0 12,8 4,0 18 2,7 2,7 15,5 5, ,6 16,7 32,2 6,0 9 1,3 1,4 33,6 7,0 16 2,4 2,4 36,0 7,5 1,1,2 36,1 8,0 14 2,1 2,1 38,3 9,0 5,7,8 39,0 9,5 2,3,3 39,3 10, ,7 23,9 63,3 11,0 1,1,2 63,4 12,0 7 1,0 1,1 64,5 12,5 1,1,2 64,6 111

112 13,0 1,1,2 64,8 14,0 1,1,2 64,9 15, ,0 11,1 76,1 16,0 3,4,5 76,5 17,0 1,1,2 76,7 18,0 2,3,3 77,0 20,0 56 8,4 8,4 85,4 21,0 1,1,2 85,5 23,0 2,3,3 85,8 25,0 13 1,9 2,0 87,8 28,0 2,3,3 88,1 29,0 1,1,2 88,3 30,0 58 8,7 8,7 97,0 31,0 1,1,2 97,1 33,0 1,1,2 97,3 35,0 3,4,5 97,7 40,0 1,1,2 97,9 42,0 1,1,2 98,0 45,0 2,3,3 98,3 50,0 4,6,6 98,9 52,0 1,1,2 99,1 55,0 1,1,2 99,2 59,0 1,1,2 99,4 60,0 3,4,5 99,8 90,0 1,1,2 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend,0 6,9 Gesamt ,0 Es war zu diesem Thema möglich, eine Befragung mit 670 Kindern durchzuführen. Sechs von ihnen haben diese Frage nicht beantwortet. 214 Schüler der verbleibenden 664 Teilnehmenden schrieben eine Wegdauer auf, die zwischen 1 und 5 Minuten liegt. Es gaben insgesamt 111 Personen an, 5 Minuten zu brauchen. Einen in die Zeitdauer von 6 bis 10 Minuten fallenden Schulweg, brauchen nach eigenen Aussagen 206 Kinder. 159 von ihnen notierten, dass ihr Schulweg eine Dauer von 10 Minuten hat. 112

113 85 der Befragten beantworteten diese Frage mit einer Minutenzahl, die zwischen 11 und 15 Minuten beträgt. 74 aus diesem Personenkreis schrieben, dass sie 15 Minuten benötigen. 62 Kinder brauchen nach eigenen Angaben zwischen 16 und 20 Minuten für den Schulweg. 56 dieser Personen trugen den Wert von 20 Minuten ein. 16 Kinder gaben an, für den Weg zwischen 21 und 25 Minuten zu benötigen. 15 schrieben dabei den Wert von 25 Minuten auf. 61 Personen machten die Angabe in der Kategorie 28 bis 30 Minuten. Von diesen berichteten 58 von 30 Minuten. Eine Zeit zwischen 31 und 35 Minuten für ihren Weg von zu Hause bis zur Schule brauchen nach eigenen Angaben fünf der Befragten. Drei Personen von ihnen schrieben auf, dass sie 35 Minuten benötigen. Vier der Befragungsteilnehmer gaben an, eine Zeit zu brauchen, die in die Kategorie zwischen 40 und 45 Minuten fällt. Zwei aus diesem Personenkreis notierten eine Minutenanzahl von 45. Sechs Schüler beantworteten die Frage mit einer Minutenzahl, die sich zwischen 50 und 55 Minuten befindet. Vier von ihnen gaben die Zeit von 50 Minuten an. Einer der Befragten schrieb auf, dass er für den Weg von zu Hause zur Schule 59 Minuten benötigt. Einen 60 Minuten umfassenden Weg haben nach eigenen Angaben drei Personen. Ein Kind antwortete, 90 Minuten für einen Weg zu benötigen. Frage 6: Gehst Du auf eine Offene Ganztagsgrundschule? Diese Fragerichtung wurde bei beiden Formen des Fragebogens mit aufgenommen. Beide zielen auf dieselbe Absicht ab, und zwar herauszufinden, wie viele der Schüler eine Ganztagsschule besuchen bzw. an ihr teilnehmen, um Erkenntnisse darüber gewinnen zu können, in wie weit diese Schülerschaft zeitlich durch die Schule verpflichtet ist. Die Fragestellung wurde im Fall der Grundschüler altersentsprechend angepasst. So werden die Grundschulkinder konkret nach dem Besuch einer Offenen Ganztagsgrundschule befragt, da diese Form der ganztägigen Konzeption in dieser Altersgruppe die vorwiegende Form der Ganztagsschule ist. Um eindeutige Ergebnisse zu erzielen, gibt es nur die Antwortmöglichkeiten Ja oder Nein. Die Grundschulkinder wurden vor der Befragung 113

114 darauf hingewiesen, nur dann Ja anzukreuzen, wenn sie wirklich am Programm der Offenen Ganztagsgrundschule teilnehmen. Lediglich der Besuch einer Grundschule, die ein ganztägiges Angebot hat, reichte also nicht zur Bejahung dieser Frage aus. Somit sollte eine möglichst genaue Zahl der Kinder herausgefiltert werden, die auch nachmittags in einem schulischen Rahmen eingebunden sind. Gehst du in die offene Ganztagsgrundschule? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,1 18,1 18,1 Nein ,5 81,9 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend 0 3,4 Gesamt ,0 In den Grundschulen wurde diese Frage 670 Kindern vorgelegt. 667 beantworteten sie. Eine Offene Ganztagsgrundschule zu besuchen, gaben 121 Schüler an. 546 der Befragten verneinten die Teilnahme. Frage 7: Gibt es an Deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Die Frage ist sowohl bei der Grundschule als auch bei den weiterführenden Schulen identisch gestellt. Ziel der Fragestellung war es, Erkenntnisse darüber zu bekommen, ob die in diesem Fall jeweiligen Grundschulen ein freiwilliges Nachmittagsprogramm anbieten. Die besondere Betonung soll hierbei auf der Freiwilligkeit liegen, da bei dieser Frage sichtbar gemacht werden soll, wie viele Schüler die Möglichkeit haben, an einem freiwilligen Angebot teilnehmen zu können, das völlig unabhängig von eventuellen mit der Form der Ganztagsschule in Verbindung stehenden Angeboten, stattfindet. Die Schüler wurden vor der Befragung darauf hingewiesen, dass sie in diesem Teil der Frage 7 nur ankreuzen sollen, ob es ein Programm gibt oder nicht, zunächst völlig losgelöst von dem Aspekt, ob sie daran teilnehmen. Der Begriff des Nachmittagsprogramms bezieht sich hierbei auf die Aktivitäten, die nach Unterrichtsschluss stattfinden, wobei diese nicht zwangsläufig in die Nachmittagsstunden 114

115 fallen müssen. Die Frage konnte auch hier nur mit Ja oder Nein beantwortet werden, um erneut sicherstellen zu können, dass die Projektgruppe klare Antworten bekommt. Gibt es an deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm (AG s) Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,5 55,2 55,2 Nein ,2 44,8 100,0 Gesamt ,7 100,0 Fehlend 0 9 1,3 Gesamt ,0 670 Kinder konnten zu dieser Thematik befragt werden. Neun Schüler gaben keine Antwort. Von 661 Personen kreuzten 365 an, dass es ein freiwilliges Nachmittagsprogramm an ihrer Schule gibt. 296 wählten Nein als Antwortmöglichkeit auf diese Frage. Zusatzfrage zu Frage 7: Wenn ja, an welchen Angeboten nimmst Du teil? Diese Frage zielt darauf ab herauszufinden, an welchen freiwilligen Angeboten die Kinder, die bei dem ersten Teil der 7. Frage Ja angekreuzt haben, teilnehmen. Durch diese Frage kann erstens dargelegt werden, welche Angebote es unter anderem gibt und zweitens, welche dieser Angebotselemente die Schüler davon freiwillig in ihrer eigentlichen Freizeit nutzen. Um die Antworten nicht einzuschränken, und weitergehend auch eine weit gefächerte Angebotspalette herausfinden zu können, wurde die Frage offen gestellt. Bei der Darstellung der Ergebnisse musste berücksichtigt werden, dass manche Kinder auch doppelte Nennungen gemacht haben, sodass im Vorfeld dieser Darstellung eine Trennung nach Angeboten durchgeführt wurde. Es kam eine Vielzahl von Antworten heraus, wobei manche zueinander passende Angaben zusammen geführt worden sind. Die meisten der unten aufgeführten Angebote sind in der Form einer Arbeitsgemeinschaft (AG) aufgelistet, da diese Bezeichnung von einigen Kindern in diesem Zusammenhang gemacht worden ist. Ähnliche Begriffe wurden dann ebenfalls der jeweiligen AG zugeordnet. So wird z.b. die Angabe Fußball der Fußball-AG begrifflich zugeführt. Dies bedeutet nicht, dass alle unten aufgeführten Angebote auch in Wirklichkeit in AG-Form durchgeführt werden. Weitergehend ist anzumerken, dass einige Begriffe von der Schreibweise her, von den Angaben der Kinder übernommen wurden sind. Eine genauere Erklärung ist für unbekannte Begriffe leider nicht 115

116 möglich gewesen. Die nachfolgenden Ergebnisdarstellungen sind nach der Häufigkeit der Angaben geordnet, beginnend mit dem Angebot, das von der Mehrheit genannt wurde. Die Darstellung erfolgt aus Gründen der Übersichtlichkeit in einzelnen Abschnitten. Auf eine tabellarische Darstellung wurde aus zuvor genannten Gründen hier verzichtet. Es wurden insgesamt 670 Grundschüler befragt. Von diesen beantworteten 270 Kinder die Frage. 86 der Teilnehmenden gaben an, dass sie am Chor teilnehmen, wobei dies auch die einmalig gemachte Nennung von Singen macht Spaß beinhaltet. 31 Befragte schrieben auf, bei der Tanz-AG mitzumachen. Hier ist auch mit einer Nennung Ballett vertreten. Die Fußball-AG zu besuchen, notierten 21 Personen. 18 der Kinder antworteten Teilnehmer einer Kunst-AG zu sein. Die Angabe in der Spiele-AG und der Musical-AG mitzuwirken, machten jeweils 14 Kinder. 17 Personen notierten, an der Bastel-AG teilzunehmen, wobei dieser AG auch die jeweils einmal vorkommende Nennung von Malen und Basteln bzw. Farbe und Papier-AG und die Papier, Pappe, Pappmachee -Gruppe zugeordnet wurde. Zwölf Grundschüler führten an, dass sie in der Betreuung sind. Ebenso viele gaben an, dass sie Mitglied in der Theater-AG sind. Jeweils elf der Befragten teilten mit, dass sie in jeweils einer der folgenden AGs sind: - Werk AG - Lese AG - Sport AG - Antolin 116

117 Zehn Personen schrieben, dass sie im Flötenkreis aktiv sind. An der Schülerband nehmen nach eigenen Angaben neun Kinder teil. Die gleiche Anzahl von Personen macht nach eigenen Aussagen ebenfalls in der Nadel und Faden-AG mit, wobei hierzu zwei Nennungen für die Textil-AG gezählt wurden. Sieben Schüler schrieben, dass sie in der Basketball-AG sind. Sechs Kinder machten je die Angabe, dass sie in der Geometrie AG, in der Freunde AG bzw. der Computer-AG mitwirken. Bei der letzten AG ist auch der Begriff der PC-AG mit berücksichtigt worden. Fünf der Befragten antworteten, dass sie in der Musik AG aktiv sind. Jeweils drei Schüler aus dieser Altersgruppe schrieben, bei Folgendem mitzumachen: - OGS - Winx-AG Jeweils zwei Befragte gaben an, dass sie bei einem der jeweiligen Angebote aktiv sind: - Heimat AG - Tastschreibkurs Jeweils ein Kind nannte unter dieser Frage eine der unten aufgelisteten AGs: - Draußen spielen - Zirkus-AG - Völkerball-AG - Yoga - Boxen - Leichtathletik-AG - Karate-AG - Englisch-AG - Ballspiel-AG - E-Gitarre-AG - Zauber-AG 117

118 - Garten-AG - Gottesdienst - Schach-AG Frage 8: Wie lange brauchst Du durchschnittlich täglich für Deine Hausaufgaben und zum Lernen? Mit der nächsten Frage möchte die Projektgruppe erfahren, wie viel Zeit die Kinder durchschnittlich täglich für Hausaufgaben und zum Lernen brauchen. Die Schüler hatten dabei die Möglichkeit zwischen fünf Antwortkategorien auszuwählen, wobei die erste von ihnen weniger als 30 Minuten und die letzte mehr als 3 Stunden ist. Ziel der Fragestellung ist es herauszufinden, welchen schulischen Zeitaufwand die Kinder über den reinen Unterricht hinaus täglich noch haben, um so ebenfalls Rückschlüsse auf die reine Freizeit der Kinder zu bekommen. Wie viel Zeit benötigst du täglich für Hausaufgaben und zum Lernen? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 30 Min ,8 32,2 32,2 Zw. 30 Min und 1 Std ,0 39,4 71,6 Zw. 1 und 2 Std ,5 21,8 93,4 Zw. 2 und 3 Std 24 3,6 3,6 97,0 Mehr als 3 Std 20 3,0 3,0 100,0 Gesamt ,8 100,0 Fehlend 0 8 1,2 Gesamt ,0 In der Altersgruppe der Drittklässler konnten 670 Kinder befragt werden. Bis auf acht beantworteten alle Schüler diese Frage. 213 der 662 Teilnehmer kreuzten an, weniger als 30 Minuten für die Erledigung ihrer Hausaufgaben und zum Lernen zu benötigen. Ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit zwischen 30 Minuten und 1 Stunde machten 261 der Befragten. Zwischen 1 und 2 Stunden wählten 144 Schüler aus. 24 Kinder gaben an, zwischen zwei und drei Stunden für ihre Hausaufgaben und zum Lernen zu brauchen. Für die oben genannten Tätigkeiten benötigen 20 der Befragten nach eigenen Angaben mehr als drei Stunden. 118

119 Frage 9: Wie viel Freizeit bleibt Dir nach der Erledigung Deiner täglichen Aufgaben? Mit dieser Frage wollte die Projektgruppe herausfinden, wie viel Freizeit die Kinder nach eigener Meinung noch nach Erledigung ihrer täglichen Aufgaben haben. Dabei wurde absichtlich der allgemeine Begriff der täglichen Aufgaben verwendet, um so nicht nur die schulischen Verpflichtungen sondern jegliche andere Verpflichtungen seitens des befragten Personenkreises mit einzubeziehen. Die Kinder können innerhalb der Frage zwischen 5 Zeitangaben wählen, die von weniger als 1 Stunde bis zu mehr als 4 Stunden reichen. Wie viel Freizeit hast Du täglich nach Erledigung deiner Aufgaben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std 55 8,2 8,3 8,3 Zw. 1 und 2 Std 50 7,5 7,6 15,9 Zw. 2 und 3 Std 90 13,4 13,6 29,5 Zw. 3 und 4 Std ,8 18,0 47,5 Mehr als 4 Std ,8 52,5 100,0 Gesamt ,7 100,0 Fehlend 0 9 1,3 Gesamt ,0 670 Schüler der Grundschule wurden zu dieser Frage befragt. Neun von diesen bearbeiteten die Frage nicht. Von den verbleibenden 661 Personen berichteten 55, über weniger als eine Stunde Freizeit zu verfügen. Die Antwortmöglichkeit zwischen 1 und 2 Stunden wählten 50 der Grundschüler aus. 90 der Befragten setzten ihr Kreuz bei dem Zeitraum zwischen 2 und 3 Stunden. Insgesamt 119 der Teilnehmer entschieden sich für die Antwort zwischen 3 und 4 Stunden. 347 Kinder machten die Angabe, mehr als vier Stunden täglich zur freien Verfügung zu haben. 119

120 Frage 10: Hast Du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Bei der letzten Frage in diesem Themenblock wurden die Kinder gefragt, ob sie das Gefühl hätten, über ausreichend Freizeit zu verfügen. Durch diese subjektive Fragestellung wollte die Projektgruppe herausfinden, ob die Schüler in der Grundschule unabhängig von allen vorherigen Fragen glauben, genug freie Zeit zu haben. Damit trotz der deutlichen Subjektivität dieser Frage eindeutige Ergebnisse gewonnen werden, konnten die Teilnehmer ausschließlich ihr Kreuz bei Ja oder Nein setzen. Hast Du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,0 77,1 77,1 Nein ,5 22,9 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend ,5 Gesamt ,0 670 Kinder wurden zu dieser Thematik befragt, wobei davon 660 die Frage beantworteten. Von diesen 660 beschlossen 509 Schüler für sich, genug Freizeit zu haben.151 der Befragten verneinten dies Weiterführende Schulen Nach dem die Ergebnisse für die Grundschulen abschließend dargestellt worden sind, folgen die Ergebnisse der weiterführenden Schulen. Frage 5: Wie viele Unterrichtsstunden hast Du pro Woche? Bei dieser Frage wurden die Schüler der weiterführenden Schulen gebeten, Angaben über die Anzahl ihrer wöchentlichen Unterrichtsstunden zu machen. Die Zielsetzung seitens der Projektgruppe war die selbe wie bei den Grundschulkindern. Die Antworten werden auch hier auf Grund der besseren Übersichtlichkeit, in einzelnen Absätzen dargestellt. 120

121 Gesamtergebnis: 1926 Schüler konnten zu dieser Thematik befragt werden. 19 von ihnen gaben ihre Wochenstunden nicht an. Schulwochenstunden Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 23 1,1,1,1 24 1,1,1,1 25 5,3,3, ,2 1,2 1, ,0 4,0 5, ,9 6,9 12, ,8 10,9 23, ,4 12,5 35, ,6 14,7 50, ,3 25,5 76, ,4 7,4 83, ,5 6,6 90, ,2 4,2 94, ,9 3,9 98, ,7,7 99, ,6,6 99,7 39 1,1,1 99,8 40 1,1,1 99,8 42 2,1,1 99,9 43 1,1,1 100,0 Gesamt ,0 100,0 Fehlend ,0 Gesamt ,0 Ein Schüler gab jeweils an, 23 bzw. 24 Wochenstunden zu haben. Fünf Personen gaben als Antwort, 25 Unterrichtsstunden pro Woche zu haben. 23 der Teilnehmenden haben nach eigener Aussage 26 Wochenstunden Unterricht. Von 27 Stunden wöchentlichem Unterricht berichteten 77 Schüler. 132 Personen machten die Angabe, 28 Unterrichtsstunden zu haben. Einen Unterrichtsrahmen von 29 Stunden pro Woche notierten 208 von der befragten Schülerschaft. 121

122 238 Schüler der weiterführenden Schulen antworteten, dass sie 30 Unterrichtsstunden wöchentlich haben. Über eine Stundenzahl von 31 in der Woche berichteten 281 der Befragten. 487 Personen gaben an, dass sie 32 Stunden in der Woche Unterricht haben. Die Anzahl von 33 Wochenstunden führten 142 Schüler an. In den befragten Klassen der weiterführenden Schulen schrieben die Zahl von 34 Wochenstunden 126 der Befragungsteilnehmer auf. Insgesamt machten 81 Personen in dieser Befragungsgruppe die Angabe, 35 Stunden pro Woche unterrichtet zu werden. 36 Stunden in der Woche Unterricht zu haben, notierten 75 der an der Befragung mitmachenden 1907 Schüler. Einen Unterrichtsrahmen von 37 Stunden zu haben, antworteten 14 Personen. Von 38 Wochenstunden Unterricht berichteten elf Schüler. Jeweils eine Person gab an, 39 bzw. 40 Stunden in der Woche Unterricht zu haben. Zwei der Befragten notierten einen Zeitrahmen von 42 Unterrichtsstunden pro Woche. Als Maximum wurde von einem der Teilnehmenden ein Zeitvolumen von 43 Stunden aufgeschrieben. 122

123 6. Klassen: In dieser Jahrgangsstufe wurden 833 Schüler zu dieser Thematik befragt, wobei sieben von ihnen diese Frage nicht beantworteten. Schulwochenstunden Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 23 1,1,1,1 25 5,6,6, ,3 2,3 3, ,0 9,1 12, ,6 11,7 23, ,9 12,0 35, ,0 5,1 40, ,4 10,5 51, ,1 28,3 79, ,4 6,4 86, ,9 5,0 91, ,2 1,2 92, ,6 6,7 99,0 37 2,2,2 99,3 38 4,5,5 99,8 42 2,2,2 100,0 Gesamt ,2 100,0 Fehlend 0 7,8 Gesamt ,0 Von den verbleibenden 826 Schülern gab einer an, 23 Stunden pro Woche zu haben. Fünf Schüler antworteten, dass sie 25 Stunden die Woche unterrichtet werden. 19 Kinder schrieben 26 Wochenstunden auf. Eine Anzahl von 75 Schülern machte die Angabe, dass sie 27 Wochenstunden haben. 97 der 826 Teilnehmenden nannten eine Wochenstundenzahl von 28 Stunden. Insgesamt 99 Schüler schrieben eine Stundenzahl von 29 Wochenstunden auf. 42 der befragten Kinder beantworteten diese Frage mit der Anzahl von 30 Wochenstunden. 87 Schüler gaben an, 31 Wochenstunden zu haben. 234 der Sechstklässler trugen einen Unterrichtsumfang von 32 Wochenstunden ein. 123

124 53 Personen in dieser Altersgruppe antworteten, dass sie 33 Stunden pro Woche unterrichtet werden. 34 Wochenstunden gaben 41 in dieser Altersgruppe als Antwort. Zehn Schüler machten die Angabe, dass sie 35 Wochenstunden haben. 55 der befragten Kinder berichteten von 36 Unterrichtsstunden pro Woche. Über einen zeitlichen Rahmen von 37 Wochenstunden schrieben zwei Personen. Vier Kinder antworteten, insgesamt 38 Stunden in der Woche unterrichtet zu werden. Weitere zwei der Befragten schrieben 42 Stunden Unterricht pro Woche auf. 9. Klassen: Es wurden insgesamt 753 Schüler befragt. 11 der Jugendlichen machten keine Angaben zu ihren Wochenstunden. Schulwochenstunden Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 24 1,1,1,1 26 4,5,5,7 27 2,3,3, ,6 4,7 5, ,8 14,0 19, ,7 25,1 44, ,1 13,3 58, ,8 26,1 84, ,5 6,6 90, ,9 5,0 95, ,5 2,6 98,4 36 6,8,8 99,2 37 2,3,3 99,5 38 3,4,4 99,9 40 1,1,1 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend ,5 Gesamt ,0 124

125 Einer schrieb, dass er 24 Wochenstunden hat. Vier Schüler gaben eine Wochenstundenzahl von 26 an. 27 Wochenstunden unterrichtet zu werden, antworteten zwei Jugendliche auf diese Frage. 35 der Befragten gaben an, dass sie 28 Wochenstunden haben. 104 der 742 teilnehmenden Personen beantworteten die Frage mit 29 Wochenstunden. 186 der Schüler machten die Angabe, dass sie 30 Wochenstunden Unterricht haben. 31 Wochenstunden gaben 99 der befragten Jugendlichen an. 194 Schüler der 9. Klassen schrieben, dass sie 32 Stunden pro Woche unterrichtet werden. Von 33 Wochenstunden berichteten 49 in der befragten Altersgruppe. 37 Personen antworteten, dass sie 34 Wochenstunden haben. 35 Wochenstunden gibt es nach eigener Aussage bei 19 Jugendlichen. Sechs Schüler schrieben eine Anzahl von 36 Wochenstunden auf. Zwei Personen aus dieser Altersgruppe machten die Angabe, dass sie 37 Stunden in der Woche unterrichtet werden. 38 Wochenstunden gaben drei Schüler als Antwort. Über einen Unterrichtsumfang von 40 Wochenstunden berichtete eine befragte Person. 125

126 Jahrgangstufe 12: Insgesamt wurden 336 Personen dieser Jahrgangsstufe zu ihren Wochenstunden befragt. Von dieser Anzahl gab eine Person keine Antwort. Die verbleibenden 335 Personen antworteten wie folgt: Schulwochenstunden Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig ,5 1,5 1, ,0 3,0 4, ,3 28,4 32, ,3 17,3 50, ,3 11,3 61, ,0 14,0 75, ,5 15,5 91, ,2 4,2 95, ,0 3,0 98, ,2 1,2 99,4 39 1,3,3 99,7 43 1,3,3 100,0 Gesamt ,7 100,0 Fehlend 0 1,3 Gesamt ,0 So gaben fünf Schüler an, dass sie 29 Wochenstunden haben. 30 Stunden in der Woche unterrichtet zu werden, antworteten zehn der Teilnehmenden. 95 Personen der 12. Jahrgangsstufen beantworteten die Frage mit 31 Wochenstunden. 58 der Befragten machten die Angabe, dass sie 32 Stunden in der Woche Unterricht haben. Über 33 Wochenstunden berichteten 38 Personen aus dieser Altersgruppe. 47 Schüler gaben 34 Stunden in der Woche als Antwort. 52 der Zwölftklässler schrieben, dass sie 35 Stunden in der Woche haben. 36 Wochenstunden gaben 14 Schüler als Antwort. Zehn Personen notierten einen Unterrichtsumfang von 37 Wochenstunden. Eine Anzahl von 38 Stunden in der Woche nannten vier der Schüler. 126

127 Einer berichtete von 39 Wochenstunden Unterricht und ebenfalls eine Person antwortete, 43 Stunden pro Woche unterrichtet zu werden. Frage 6: An wie vielen Tagen in der Woche hast Du nach Uhr Schulschluss? Diese Frage existiert nur in dem Fragebogen für die weiterführenden Schulen, da anzunehmen ist, dass für den Fall der Grundschüler die Ergebnisse keine starke Aussagekraft gehabt hätten, denn grundsätzlich haben die Kinder nachmittags keinen Unterricht mehr, wenn sie eine traditionelle Halbtagsschule besuchen. Die Gruppe der Grundschüler, die trotzdem zu dieser Zeit noch in der Schule ist, wird von der Projektgruppe durch die bereits im Grundschul-Block dargestellten Fragen nach dem Besuch bzw. der Teilnahme an einer Offenen Ganztagsgrundschule bzw. an einem freiwilligen Nachmittagsprogramm abgedeckt. So konzentriert sich diese Frage ausschließlich auf den Bereich der weiterführenden Schulen. Bei dieser Frage sollten die betreffenden Schüler Angaben dazu machen, wie viele Tage sie in der Woche nach Uhr Schulschluss haben. Die Intention der Projektgruppe im Hinblick auf diese Frage war herauszufinden, wie häufig diese Personengruppen bis in den Nachmittag hinein Unterricht haben, um auch hierdurch Rückschlüsse auf die verbleibende Freizeit dieser Schülerschaft ziehen zu können. Es wurde den Schülern vorher erklärt, dass mit dem Wort Schulschluss der reine Unterrichtsschluss gemeint ist, um die Ergebnisse nicht von einem eventuellen Miteinfließen von freiwilligen Nachmittagsprogrammen etc. manipulieren zu lassen. 127

128 Gesamtergebnis: Insgesamt konnten 1926 Schüler der weiterführenden Schulen zu dieser Fragestellung befragt werden. Davon machten 48 Personen keine Angaben. Wochentage mit Schulschluss nach 14 Uhr Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig ,2 19,7 19, ,9 35,8 55, ,4 19,9 75, ,6 14,0 89, ,4 6,6 95, ,0 4,1 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend ,5 Gesamt ,0 370 Schüler haben nach ihren Aussagen an jedem Tag vor 14:00 Uhr Schulschluss. 672 der Befragten gaben an, an einem Tag in der Woche später als zur angegebenen Zeit den Unterricht zu beenden. An zwei Tagen nach 14:00 Uhr Unterrichtsschluss zu haben, antworteten 373 Personen. 262 Personen schrieben, dass sie an drei Tagen nach 14:00 Schulschluss haben. Von vier Tagen pro Woche berichteten 124 Schüler. 77 der Befragten antworteten, an allen fünf Tagen nach 14:00 Uhr noch unterrichtet zu werden. 6. Klasse: Wochentage mit Schulschluss nach 14 Uhr Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig ,8 24,6 24, ,5 40,9 65, ,2 23,0 88, ,0 7,2 95, ,6 2,7 98, ,6 1,6 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend ,4 Gesamt ,0 128

129 833 der Sechstklässler konnte diese Frage vorgelegt werden, wobei 28 Personen keine Antwort gegeben haben. Von den verbleibenden 805 Schülern haben nach eigenen Aussagen 198 nie nach 14:00 Uhr Schulschluss. 329 Personen antworteten, dass sie einmal die Woche auch noch nach 14:00 Uhr Schule haben. An zwei Tagen in der Woche nach der angegebenen Zeit den Unterricht zu beenden, schrieben 185 in dieser Altersgruppe. 58 Schüler gaben die Antwort, dass sie an drei Wochentagen nach 14:00 Uhr Unterrichtsschluss hätten. 22 Personen notierten, dass sie an vier Tagen pro Woche länger als 14:00 Schule hätten. 13 Befragte berichteten, dass an allen fünf Tagen der Schulwoche später als zur angegebenen Zeit der Unterricht beendet wird. 9. Klasse: Wochentage mit Schulschluss nach 14 Uhr Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig ,2 22,7 22, ,2 45,3 68, ,5 16,9 84, ,4 12,7 97, ,7 1,8 99,3 5 5,7,7 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend ,4 Gesamt ,0 Insgesamt wurden 753 Schüler aus den 9.Klassen befragt. Dabei machten 18 von ihnen keine Angaben. Von den verbleibenden 735 Jugendlichen, antworteten 167, dass sie an keinem Tag in der Woche nach 14:00 Uhr Schulschluss haben. 333 der Befragten schrieben, dass sie an einem Wochentag und 124 der Schüler antworteten, dass sie an zwei Tagen pro Woche nach 14:00 Uhr noch unterrichtet werden. 93 Jugendliche gaben an, dass sie an drei Tagen in der Woche länger als bis 14:00 Uhr in der Schule sind. An vier Tagen in der Woche nach 14:00 Uhr Unterrichtsschluss zu haben, schrieben 13 Personen auf. An allen fünf Wochentagen nach 14:00 Uhr die Schule bzw. den Unterricht zu verlassen, antworteten fünf Jugendliche. 129

130 Jahrgangsstufe 12: Wochentage mit Schulschluss nach 14 Uhr Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 0 4 1,2 1,2 1, ,4 2,4 3, ,8 18,9 22, ,0 33,2 55, ,5 26,6 82, ,6 17,7 100,0 Gesamt ,4 100,0 Fehlend 9 2,6 Gesamt ,0 336 Schülern der Jahrgangsstufe 12 wurde diese Frage vorgelegt. Bis auf zwei Personen beantworteten alle die Frage. Vier der Befragten gaben an, dass sie an keinem Wochentag später als 14:00 Schulschluss haben. Acht Personen in dieser Altersgruppe schrieben, dass sie an einem Tag pro Woche zu einem späteren Zeitpunkt die Schule verlassen. An zwei Tagen die Woche haben 63 Schüler nach eigenen Angaben nicht vor 14 Uhr Schulschluss. 111 der Befragten antworteten, dass sie an drei Tagen in der Woche später als zur angegebenen Uhrzeit den Unterricht beenden. Nach eigener Angabe haben 89 Schüler an vier Tagen die Woche und 59 Schüler an fünf Wochentagen später als 14:00 Uhr Unterrichtsschluss. Frage 7: Wie viele Minuten brauchst Du von zu Hause bis zur Schule? Wie bereits in dem Abschnitt zur Grundschule unter der Frage 5 erläutert, soll anhand dieser Frage ermittelt werden, wie viele Minuten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von zu Hause bis zur Schule brauchen, da diese Zeit in Bezug auf die zur Verfügung stehende Freizeit ebenfalls berücksichtigt werden muss. Anzumerken ist insbesondere, dass es wahrscheinlich gerade bei diesen Altersgruppen häufiger Schüler gibt, die nicht in der Nähe der Schule wohnen und einen längeren Weg zur Schule auf sich nehmen müssen. Dieser Aspekt sollte in dieser Frage Anklang finden. Für die Darstellung der Antworten, werden auch hier an den Ergebnissen orientierte Kategorien verwendet, denn der angegebene Zeitrahmen liegt zwischen einer und 120 Minuten und lässt sich nicht durchgehend in rhytmische 5-Minuten-Schritte einteilen. Weitergehend werden auch hier die häufigsten Nennungen innerhalb der Kategorien mit aufgeführt. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die 130

131 zeitlichen Kategorien in einzelnen Absätzen dargestellt und weitergehend werden die geringeren Minutenzahlen und die Klassenzahlen aus der selben Absicht heraus nicht wörtlich ausgeschrieben. Innerhalb der Absätze werden die häufigsten Minutennennungen mit dargestellt. Gesamtergebnis: Insgesamt wurden 1926 Schüler der Klassen 6 und 9 sowie der Jahrgangsstufe 12 zu dieser Thematik befragt, wobei 15 Personen keine Angaben gemacht haben. Schulweg in Minuten Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 1,0 2,1,1,1 2,0 15,8,8,9 3,0 15,8,8 1,7 4,0 9,5,5 2,1 5,0 71 3,7 3,7 5,9 6,0 6,3,3 6,2 6,5 1,1,1 6,2 7,0 23 1,2 1,2 7,4 7,5 6,3,3 7,7 8,0 11,6,6 8,3 8,2 1,1,1 8,4 9,0 5,3,3 8,6 10, ,0 10,1 18,7 11,0 1,1,1 18,8 12,0 15,8,8 19,6 12,5 3,2,2 19,7 13,0 2,1,1 19,8 15, ,3 12,3 32,2 16,0 1,1,1 32,2 17,0 3,2,2 32,4 17,5 5,3,3 32,7 18,0 7,4,4 33,0 19,0 2,1,1 33,1 20, ,8 14,9 48,0 22,0 1,1,1 48,1 22,5 2,1,1 48,2 23,0 3,2,2 48,4 25, ,6 7,6 56,0 131

132 26,0 1,1,1 56,0 27,0 4,2,2 56,3 27,5 2,1,1 56,4 28,0 1,1,1 56,4 29,0 2,1,1 56,5 30, ,9 18,0 74,5 32,0 4,2,2 74,7 35,0 64 3,3 3,3 78,1 37,0 5,3,3 78,3 37,5 3,2,2 78,5 39,0 1,1,1 78,5 40, ,8 5,9 84,4 42,5 1,1,1 84,5 45, ,1 7,1 91,6 46,0 1,1,1 91,6 49,0 1,1,1 91,7 50,0 55 2,9 2,9 94,6 52,5 1,1,1 94,6 53,0 1,1,1 94,7 55,0 5,3,3 94,9 60,0 74 3,8 3,9 98,8 65,0 2,1,1 98,9 70,0 7,4,4 99,3 75,0 1,1,1 99,3 80,0 5,3,3 99,6 85,0 1,1,1 99,6 90,0 4,2,2 99,8 100,0 1,1,1 99,9 120,0 2,1,1 100,0 Gesamt ,2 100,0 Fehlend,0 15,8 Gesamt ,0 112 der Befragten notierten, dass sie eine Minutenzahl zwischen 1 bis 5 Minuten benötigen. 71 von ihnen schrieben eine 5-minütige Wegdauer auf. Eine Dauer, die zwischen 6 und 10 Minuten liegt, benötigen nach eigenen Angaben 246 der Kinder und Jugendlichen für einen Schulweg. 193 in diesem Personenkreis gaben dabei 10 Minuten an. 132

133 257 Schüler machten die Angabe, zwischen 11 und 15 Minuten für einen Weg zu benötigen. Davon gaben insgesamt 236 Personen an, dass sie einen Weg von 15 Minuten zurücklegen müssen. Eine Minutenzahl, die zwischen 16 bis 20 Minuten liegt, nannten 303 der Befragten. 285 dieser Personen notierten 20 Minuten. Die nächste Kategorie umfasst die Spanne zwischen 22 und 25 Minuten. In diesen Zahlenbereich fallen insgesamt 152 Schüler. 146 dieser Personen gaben an, einen 25- minütigen Schulweg zu haben. 354 Schüler benötigen für ihren Schulweg zwischen 26 und 30 Minuten. 30 Minuten schrieben 344 von ihnen auf. Der nächste zeitliche Abschnitt ist bei 32 und 35 Minuten, wobei in diesem Fall die Anzahl von 32 Minuten von vier Personen und 35 Minuten von 64 Personen angegeben worden ist. Die folgende Kategorie umfasst die Zeiten, die von 37 Minuten bis 40 Minuten reichen. 121 der Schüler gaben eine in diesen Rahmen fallende Zeit für ihren Schulweg an. 112 dieser Teilnehmenden schrieben auf, dass sie 40 Minuten benötigen. Die nächste Kategorie umfasst die Schulwegdauer von 42,5 Minuten und 45 Minuten. In diese Kategorie fallen insgesamt 137 Personen, wobei nur eine Person die Zahl von 42,5 Minuten notiert hat. Eine Dauer, die zwischen 46 Minuten und 50 Minuten liegt, brauchen 57 Personen für einen Schulweg. 55 Schüler schrieben dabei auf, 50 Minuten zu benötigen. Die folgende Kategorie umfasst die Minutenzahlen von 52,5 bis 55. Von den sieben Schülern deren Schulwegdauer insgesamt in diesen Abschnitt fällt, gaben fünf an 55 Minuten zu brauchen. 133

134 Die nächste von 74 Personen angeführte Minutenzahl ist die von 60 benötigten Minuten für einen Schulweg. Da in den über 60 Minuten liegenden Bereichen nur noch vereinzelt Schüler eine Angabe gemacht haben, werden die Ergebnisse nun in größeren Schritten dargestellt. So gaben zehn der Befragten eine Minutenzahl an, die zwischen 65 und 75 Minuten für einen Schulweg liegt, wobei sieben dieser Schüler eine Dauer von 70 Minuten auf diese Frage antworteten. Weitere zehn Personen benötigen nach eigenen Angaben für einen Weg zur Schule eine Minutenzahl, die sich im Zeitrahmen zwischen 80 und 90 Minuten befindet. Hiervon notierten fünf, dass ihr Schulweg eine Zeit von 80 Minuten beansprucht. Die längsten Wegzeiten notierte eine Person mit 100 Minuten, sowie als Maximum zwei Personen mit jeweils 120 Minuten. 6. Klassen: Insgesamt war es möglich 833 Schüler zu der Dauer eines Schulweges zu befragen. Davon machten 824 Personen eine Angabe zu dieser Thematik. Schulweg in Minuten Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 1,0 1,1,1,1 2,0 6,7,7,8 3,0 8 1,0 1,0 1,8 4,0 5,6,6 2,4 5,0 33 4,0 4,0 6,4 6,0 4,5,5 6,9 6,5 1,1,1 7,0 7,0 8 1,0 1,0 8,0 7,5 5,6,6 8,6 8,0 4,5,5 9,1 9,0 4,5,5 9,6 10, ,6 10,7 20,3 12,0 7,8,8 21,1 134

135 12,5 1,1,1 21,2 13,0 1,1,1 21,4 15, ,6 11,8 33,1 16,0 1,1,1 33,3 17,0 2,2,2 33,5 17,5 1,1,1 33,6 18,0 4,5,5 34,1 19,0 1,1,1 34,2 20, ,5 14,7 48,9 22,0 1,1,1 49,0 22,5 2,2,2 49,3 23,0 2,2,2 49,5 25,0 58 7,0 7,0 56,6 26,0 1,1,1 56,7 27,0 2,2,2 56,9 27,5 2,2,2 57,2 28,0 1,1,1 57,3 30, ,6 17,8 75,1 32,0 3,4,4 75,5 35,0 35 4,2 4,2 79,7 37,0 2,2,2 80,0 37,5 3,4,4 80,3 39,0 1,1,1 80,5 40,0 36 4,3 4,4 84,8 45,0 56 6,7 6,8 91,6 46,0 1,1,1 91,7 50,0 23 2,8 2,8 94,5 52,5 1,1,1 94,7 53,0 1,1,1 94,8 60,0 34 4,1 4,1 98,9 70,0 4,5,5 99,4 80,0 1,1,1 99,5 85,0 1,1,1 99,6 90,0 1,1,1 99,8 120,0 2,2,2 100,0 Gesamt ,9 100,0 Fehlend,0 9 1,1 Gesamt ,0 Es gaben 53 der Befragten eine Zeit zwischen 1 und 5 Minuten an. Von ihnen beanspruchte der Schulweg für 33 Personen nach eigenen Aussagen 5 Minuten. 135

136 Eine Minutenzahl, die in die zeitliche Kategorie zwischen 6 und 10 Minuten fällt, gaben 114 Personen an. 88 Schüler dieses Personenkreises schrieben eine Wegzeit von 10 Minuten auf. 106 Schüler benötigen für den Weg von zu Hause bis zur Schule zwischen 12 und 15 Minuten. 97 Kinder gaben dabei die Dauer von 15 Minuten an. 130 der Befragten notierten für den Schulweg eine Zeit zwischen 16 und 20 Minuten. Von dieser Zahl schrieben 121 Schüler auf, dass ihr Schulweg eine Zeit von 20 Minuten umfasst. Die nächste Kategorie beinhaltet die von Befragten angegebene Minutenzahl zwischen 22 und 25 Minuten. Insgesamt 63 Kinder dieser Altersgruppe gaben eine Minutenzahl in diesem Zeitabschnitt an. 58 Personen antworteten dabei mit einer benötigten Zeit von 25 Minuten. 153 der Betroffenen schrieben eine Zeit auf, die zwischen 26 und 30 Minuten liegt. Davon schrieben 147 der Teilnehmenden, dass sie für den Weg 30 Minuten brauchen. Der nächste Zeitabschnitt umfasst die Minutenzahlen von 32 und 35 Minuten für den Schulweg. Von 38 Personen, die ihre Angaben in diesem Bereich gemacht haben, gaben 35 Personen an, 35 Minuten aufwenden zu müssen. 42 der befragten Kinder schrieben eine Minutenzahl auf, die dem zeitlichen Rahmen zwischen 37 und 40 Minuten zugeordnet werden kann. Insgesamt 36 Personen von ihnen berichteten, einen 40-minütigen Schulweg zu haben. Die nächste Zeitkategorie umfasst die Minutenzahlen zwischen 45 und 50 Minuten. Insgesamt 80 Kinder schrieben Minutenzahlen auf, die in diesem Bereich liegen. Dabei machten 56 Schüler die Angabe, dass ihr Weg zur Schule 45 Minuten beträgt. Jeweils ein Schüler gab an, dass sein Weg von zu Hause zur Schule eine Dauer von 52,5 bzw. 53 Minuten hat. 136

137 34 der Befragten brauchen nach eigenen Angaben 60 Minuten für ihren Schulweg. Vier Kinder schrieben, dass sie 70 Minuten benötigen, um zur Schule zu kommen. Jeweils ein Kind von insgesamt 824 Befragten gab an, dass es einen 80, 85 bzw. 90 Minuten umfassenden Schulweg zurücklegen muss. 9. Klassen: 753 Jugendlichen aus der 9. Klasse konnte diese Frage gestellt werden. Drei Schüler machten keine Angaben zu dieser Thematik. Schulweg in Minuten Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 1,0 1,1,1,1 2,0 7,9,9 1,1 3,0 6,8,8 1,9 4,0 3,4,4 2,3 5,0 29 3,9 3,9 6,1 6,0 1,1,1 6,3 7,0 11 1,5 1,5 7,7 7,5 1,1,1 7,9 8,0 6,8,8 8,7 8,2 1,1,1 8,8 9,0 1,1,1 8,9 10,0 72 9,6 9,6 18,5 11,0 1,1,1 18,7 12,0 3,4,4 19,1 12,5 2,3,3 19,3 13,0 1,1,1 19,5 15, ,0 13,1 32,5 17,0 1,1,1 32,7 17,5 4,5,5 33,2 18,0 2,3,3 33,5 20, ,1 14,1 47,6 25,0 51 6,8 6,8 54,4 27,0 2,3,3 54,7 137

138 29,0 2,3,3 54,9 30, ,9 18,0 72,9 35,0 21 2,8 2,8 75,7 37,0 2,3,3 76,0 40,0 57 7,6 7,6 83,6 42,5 1,1,1 83,7 45,0 58 7,7 7,7 91,5 49,0 1,1,1 91,6 50,0 20 2,7 2,7 94,3 55,0 3,4,4 94,7 60,0 28 3,7 3,7 98,4 65,0 2,3,3 98,7 70,0 1,1,1 98,8 75,0 1,1,1 98,9 80,0 4,5,5 99,5 90,0 3,4,4 99,9 100,0 1,1,1 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend,0 3,4 Gesamt ,0 Von den Befragten umfasst von 46 Personen der Weg von zu Hause zur Schule eine Minutenzahl, die zwischen 1 und 5 Minuten liegt. Dabei gaben von dieser Anzahl 29 Schüler an, 5 Minuten zu brauchen. 93 Jugendliche schrieben eine Zahl für ihren Schulweg auf, die sich im zeitlichen Rahmen zwischen 6 und 10 Minuten befindet. 72 von ihnen führten eine Schulwegdauer von 10 Minuten auf. Insgesamt 105 Schüler nannten eine Minutenanzahl, die in dem Zeitabschnitt zwischen 11 und 15 Minuten liegt. Von diesen machten 98 Personen aus dieser Altersgruppe die Angabe, dass ihr Weg von zu Hause bis zur Schule 15 Minuten beträgt. Die nächste Kategorie beinhaltet den zeitlichen Rahmen zwischen 17 und 20 Minuten. 113 Jugendliche antworteten mit einer Minutenzahl, die in diesen Zeitraum fällt. Die Mehrheit von 106 Schülern gab an, 20 Minuten für den Weg zu benötigen. 138

139 Als nächste genannte Minutenzahl in dieser Altersgruppe wurde ein 25 Minuten dauernder Schulweg aufgeführt. Diese Angabe machten 51 der Jugendlichen. Der folgende Zeitrahmen liegt zwischen 27 und 30 Minuten. Insgesamt 139 Schüler schrieben eine in diesen Rahmen fallende Minutenzahl. 135 von ihnen gaben 30 Minuten Dauer für ihren Weg an. Die danach angeführte Minutenzahl von 35 Minuten für den Weg, nannten 21 Jugendliche. 59 der Befragten gaben eine Minutenzahl zwischen 37 und 40 Minuten an, wobei 57 von ihnen 40 Minuten nannten. Als nächstes folgen die Minutenzahlen von 42,5 und 45 Minuten, wobei die 42,5 Minuten von einem und die 45 Minuten von 58 Befragten angegeben wurden. Darauf folgt als nächstes der zeitliche Rahmen von 49 und 50 Minuten. 21 Personen machten eine Minutenangabe, die in diesen Bereich fällt. Dabei gaben 20 an, 50 Minuten für den Weg von zu Hause bis zur Schule zu benötigen. Die nächste Zeitspanne liegt zwischen 55 und 60 Minuten. 31 Schüler nannten einen Schulweg in dieser Dimension, wobei 28 der Befragten einen 60-minütigen Weg notierten. Die weitergehend angegebenen Minutenzahlen, die von 65 Minuten bis 100 Minuten als Maximum reichen, werden zusammengefasst dargestellt, weil ein im Vergleich zu der Gesamtzahl der Befragten relativ geringer Teil, und zwar 12 der Neuntklässler, eine Minutenzahl angegeben hat, die in diesen Bereich fällt. 139

140 Jahrgangsstufe 12: Es konnten insgesamt eine Anzahl von 336 Schülern der Jahrgangsstufe 12 befragt werden. Bis auf drei dieser Personen antworteten alle auf die Fragestellung. Schulweg in Minuten Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig 2,0 2,6,6,6 3,0 1,3,3,9 4,0 1,3,3 1,2 5,0 8 2,4 2,4 3,6 6,0 1,3,3 3,9 7,0 3,9,9 4,8 8,0 1,3,3 5,1 10,0 33 9,8 9,9 15,0 12,0 5 1,5 1,5 16,5 15, ,2 12,3 28,8 18,0 1,3,3 29,1 19,0 1,3,3 29,4 20, ,3 17,4 46,8 23,0 1,3,3 47,1 25, ,0 11,1 58,3 30, ,2 18,3 76,6 32,0 1,3,3 76,9 35,0 8 2,4 2,4 79,3 37,0 1,3,3 79,6 40,0 19 5,7 5,7 85,3 45,0 22 6,5 6,6 91,9 50,0 12 3,6 3,6 95,5 55,0 2,6,6 96,1 60,0 11 3,3 3,3 99,4 70,0 2,6,6 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend,0 3,9 Gesamt ,0 Zwölf der Schüler machten Angaben zu ihrem Schulweg, die sich zwischen 2 und 5 Minuten bewegen. Dabei nannten acht Personen einen Weg von 5 Minuten. In der zeitlichen Kategorie zwischen 6 und 10 Minuten antworteten 38 der Befragten. Mit 33 Personen schrieb die Mehrheit eine Schulwegdauer von 10 Minuten auf. 140

141 46 Teilnehmende in dieser Altersgruppe gaben an, 12 und 15 Minuten für den Weg von zu Hause zur Schule zu brauchen, wobei 41 Personen 15 Minuten geschrieben haben. Die nächste Zeitkategorie umfasst die Schulwegdauer von 18 bis 20 Minuten. Minutenangaben in diesem Bereich machten insgesamt 60 der Befragten. Dabei schrieben 58 Schüler, dass ihr Schulweg 20 Minuten umfasst. Es folgt der zeitliche Rahmen von 23 bis 25 Minuten. 38 Personen gaben eine Zeitdauer an, die in diesen Abschnitt fällt. Hierbei antworteten 37 Schüler mit 25 Wegminuten. 70 der Befragten gaben Zeiten an, die dem Bereich zwischen 30 und 35 Minuten zugeordnet werden können, wobei 61 Schüler einen 30 Minuten langen Schulweg anführten. Als nächster zeitlicher Rahmen wird eine Schulwegdauer von 37 bis 40 Minuten gesetzt. 20 Jugendliche machten Angaben in diesem Zeitbereich, wobei 19 von ihnen einen 40- minütigen Schulweg notierten. 22 Personen schrieben, dass sie 45 Minuten für den Weg zur Schule benötigen. Ein 50-minütiger Schulweg wurde von zwölf der Befragten genannt. Zwei Schüler brauchen nach eigenen Angaben 55 Minuten für ihren Schulweg. Elf Personen müssen ihrer Angabe zufolge, einen 60-minütigen Weg bis zur Schule zurücklegen. Als Maximum wurde eine Zeit von 70 Minuten für die Schulwegdauer angeführt. Diese Dauer schrieben zwei der befragten Schüler auf. 141

142 Frage 8: Gehst Du auf eine Ganztagsschule? Mit dieser Fragestellung sollte, wie bereits bei den Grundschulen erwähnt, ermittelt werden, wie viele Schüler, in diesem Fall der weiterführenden Schulen, eine Ganztagsschule besuchen bzw. an ihr teilnehmen, um Rückschlüsse auf den Grad und hierbei insbesondere den zeitlichen Umfang ihrer schulischen Verpflichtungen ziehen zu können. Bei den weiterführenden Schulen wurde die Frage im Vergleich zu den Grundschülern ein wenig abgeändert. Auch hier konnte die Frage, auf Grund der Absicht eindeutige Ergebnisse zu bekommen, nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Gesamtergebnis: Gehst du auf eine Ganztagsschule? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,5 22,6 22,6 Nein ,9 77,4 100,0 Gesamt ,4 100,0 Fehlend 0 11,6 Gesamt ,0 Zu dieser Thematik konnten 1926 Schüler der weiterführenden Schulen befragt werden. Von diesen haben elf Personen keine Angaben gemacht. Insgesamt haben von den verbliebenden 1915 Befragten, 433 mit Ja und 1482 mit Nein geantwortet. 6. Klassen: In den Klassen 6 wurden zusammen 833 Personen befragt. Vier Schüler beantworteten diese Frage nicht. Die übrigen 829 äußerten sich wie folgt: Gehst du auf eine Ganztagsschule? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,6 23,8 23,8 Nein ,9 76,2 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend 0 4,5 Gesamt ,0 So bejahten 197 von ihnen die Frage, ob sie eine Ganztagsschule besuchen. Die übrigen 632 Befragten verneinten den Besuch. 142

143 9. Klassen: Gehst du auf eine Ganztagsschule? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,0 22,2 22,2 Nein ,4 77,8 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend 0 4,5 Gesamt ,0 753 Jugendlichen aus den 9. Klassen wurde diese Frage gestellt. 749 von ihnen antworteten auf diese Frage. Bejaht wurde der Besuch einer Ganztagsschule von 166 der Befragten. 583 Personen verneinten auf eine Ganztagsschule zu gehen. Jahrgangsstufe 12: Gehst du auf eine Ganztagsschule? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja 70 20,8 21,0 21,0 Nein ,3 79,0 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend 0 3,9 Gesamt ,0 Es konnten 336 Schüler zu diesem Thema befragt werden. Drei Personen haben keine Angaben zu der Fragestellung gemacht. Von den verbleibenden 333 antworteten 70 der Befragten mit Ja. 263 Schüler verneinten die Frage. 143

144 Frage 9: Gibt es an Deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Anhand dieser Frage sollte herausgefunden werden, wie viele Schüler die Möglichkeit haben, an einem freiwilligen Nachmittagsprogramm teilzunehmen. Gesamtergebnis: Gibt es an deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,5 76,9 76,9 Nein ,6 23,1 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend ,9 Gesamt ,0 Es wurden insgesamt 1926 Schüler befragt. Von diesen antworteten 1890 Personen. Die Möglichkeit eines freiwilligen Nachmittagsprogramms bejahten dabei Die restlichen 436 Personen verneinten diese Frage. 6. Klassen: Gibt es an deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,0 76,9 76,9 Nein ,6 23,1 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend ,4 Gesamt ,0 Es fand eine Befragung von 833 Schülern statt, wobei 20 Personen keine der Antwortmöglichkeiten auswählten. 625 der verbleibenden 813 Personen antworteten auf die Frage mit Ja. 188 Personen kreuzten Nein an. 144

145 9. Klassen: Gibt es an deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,3 76,5 76,5 Nein ,1 23,5 100,0 Gesamt ,4 100,0 Fehlend ,6 Gesamt ,0 Aus dieser Jahrgangsstufe konnten insgesamt 753 Schüler befragt werden. Zwölf Personen haben keine Angaben zu dieser Frage gemacht. 567 der Teilnehmenden bejahten ein Bestehen eines freiwilligen Nachmittagsprogramms. 174 der Befragten verneinten dies. Jahrgangsstufe 12: Gibt es an deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,8 77,7 77,7 Nein 74 22,0 22,3 100,0 Gesamt ,8 100,0 Fehlend 0 4 1,2 Gesamt ,0 336 Personen dieser Altersgruppe wurde diese Frage gestellt. Außer vier Personen antworteten die übrigen 332 Schüler auf diese Frage. Von ihnen kreuzten 256 der Befragten Ja und 74 Nein an. Zusatzfrage zu Frage 9: Wenn ja, an welchen Angeboten nimmst Du teil? Die Zusatzfrage zu Frage 9 hat die gleiche Zielsetzung wie die Zusatzfrage zu Frage 7 für die Grundschulkinder. Sie wurde in gleicher Weise gestellt und wird auch in gleicher Weise ausgewertet. So gibt es auch hier die Verfahrensweise in Bezug auf die AGs bzw. auch die selbe Verfahrensweise bei den Hausaufgaben (z.b. Nennungen zum Thema Hausaufgaben wurde dem Begriff Hausaufgabenbetreuung zugeordnet). Um der genannten Vielfältigkeit der Angaben trotzdem Würdigung zu schenken, werden die Programme nicht großen 145

146 Oberbegriffen (wie z.b. die Einteilung in den musischen oder sportiven Bereich) zugeordnet. Dies erfolgt zu einem späteren Punkt der Projektarbeit im Rahmen der Analyse. So wurden auch Begriffe, die einander thematisch ähneln, nicht immer pauschalisiert, da sonst eine eventuelle Spezialisierung der Programme auf gewisse Aspekte nicht mehr deutlich werden kann. Weitergehend ist bei den aufgeführten Programmen noch anzumerken, dass viele der Begriffe in ihrer Schreibweise von den Schülerangaben übernommen wurden und bei manchen keine Erklärung möglich ist. Auf Grund der oben genannten Vielfältigkeit werden die Ergebnisse aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht in einem Block, sondern in mehreren kleinen Absätzen vorgestellt. Hier wird wiederum auf eine tabellarische Darstellung aus Lesbarkeitsgründen verzichtet. Gesamtergebnis: Insgesamt konnten 1926 Schüler zu dieser Thematik befragt werden dieser Personengruppe machten keine Angaben. Die restlichen 410 antworteten wie unten dargestellt: Mit insgesamt 49 Nennungen wurde die Fußball-AG angeführt. 35 Schüler schrieben Hausaufgabenbetreuung auf. Die Management-AG sowie die Chor-AG wurden von je 24 Personen benannt. 23 der Befragten notierten, Pausensport zu betreiben, wobei sich einer als Betreuer kennzeichnete. Ebenso viele gaben an, die Tanz-AG zu besuchen. Hierbei wurde die einmalige Nennung von Miniplaybackshow-Probe diesem Punkt zugeordnet. Die Theater-AG besuchen 17 Schüler. Einer von ihnen machte die Angabe Drama-Group. An der Englisch-AG sowie an der Betreuung nehmen jeweils 14 in dieser Altersgruppe teil. 13 Personen nannten das Orchester als Angebot an dem sie teilnehmen. An überhaupt einer AG teilzunehmen, wobei die Angaben hier nicht genauer differenziert wurden, gaben zwölf Schüler an. Weitere zwölf Personen schrieben, an der Handball-AG teilzunehmen. Elf der Teilnehmenden sind nach eigenen Angaben in einer Band. Zehn Personen gaben an, die Architektur-AG zu besuchen. 146

147 An der Selbstverteidigungs-AG nehmen nach eigenen Angaben ebenfalls insgesamt zehn Personen teil, genau wie an der Schulgarten-AG. Ebenfalls neun Schüler, wobei diese Zahl drei Betreuer beinhaltet, schrieben, dass sie Mitglied einer Kunst-AG sind. Acht Personen nehmen nach eigenen Aussagen an der Schach-AG teil, wobei zwei von ihnen angaben, diese zu leiten. Weitere acht der Befragten gehören ihren Antworten zufolge zur Lernberatung, wobei hierzu auch die genannten Begriffe Lernberatungsausbildung und Lerncoach zählen. Sieben Schüler sind nach eigener Angabe in der Badminton-AG vertreten. Ebenfalls sieben Personen besuchen die DELF-AG. Auch in Förderprogrammen sind sieben der Teilnehmenden aktiv. Hierbei ist anzumerken, dass unter den Begriff der Förderprogramme auch die Nennungen: Nachhilfe (geben) und Unterstützung von Förderschülern zählen. 147

148 Jeweils sechs der Befragten nehmen an einem der folgenden Angebote teil: - Altgriechisch bzw. Griechisch - Erste-Hilfe-AG - Spielen (dies umfasst auch die Begriffe Spielebetreuung, Spieletreff und Spieleraum ) - Mofa-AG - Musik-AG - Schülercoaching - Silencium (verschiedene Schreibweisen) Jeweils fünf der Schüler sind Mitglied in einer der folgenden AGs: - Business-Englisch-AG - Basketball-AG - Bilinguale-AG - Sketch-AG - Volleyball-AG Jeweils vier der Befragten sind Teilnehmer einer der folgenden AGs: - Röhrenwerke - Sport-AG - Textil-AG Jeweils drei Schüler besuchen folgende Programme: - Spanischkurs - Homepage-AG - Karate-AG - Latein - Deko-AG - Billiard - Coaching 148

149 Jeweils zwei der Befragten machten die Angabe, eines der unten aufgeführten Angebote zu besuchen: - Schülervertretung - Schülerzeitung - Tischtennis - Sportbetreuung, wobei einer sich dabei als Helfer kennzeichnete - Hip Hop - Lese-AG, wobei einer schrieb, diese Gruppe zu leiten - Lichttechnik-AG - Mathematik - Mittagessen - Chillen - Computer-AG, wobei dieser Begriff auch PC beinhaltet - Bücherei, zu der auch die Nennung Bücherclub zählt. - OA-Spiele-Treff - Deutsch - Akrobatik-AG - Kicker spielen Jeweils eine Person gab an, eine der folgenden Gruppen zu besuchen: - Rechtschreibhilfe - Robbo-AG - Schmuck-AG - Praktische Aufgaben in Sexualkunde - Schulshop - Kickboxen - Lernen - Streitschlichter - Tontechnik-AG, wobei derjenige angab, die Gruppe zu leiten - Atrium-AG - Basteln - Bockteam - Turn-AG - Pausenbetreuung - FM (leider keine genauere Angabe möglich) - FD (leider keine genauere Angabe möglich) 149

150 - Maskenbildner-AG - Lehrerhelfer - Handarbeits-AG - Geigenunterricht Klasse 6: Insgesamt konnten 833 Schüler der 6.Klassen befragt werden. 229 von ihnen gaben eine Antwort. 40 der Befragten gaben an, die Fußball-AG zu besuchen Der Besuch der Hausaufgabenbetreuung wird von 30 Schülern genannt. 20 Personen schrieben, dass sie an der Tanz-AG teilnehmen, wobei dieser Begriff die Nennung Miniplaybackshow-Probe mit einbezieht. Pausensport zu betreiben, antworteten 15 der Befragten. Eine Englisch-AG zu besuchen, notierten 14 Personen. An einer Handball-AG nehmen nach eigenen Aussagen zwölf Schüler teil. Zehn der Befragten machten die Angabe, überhaupt an einer AG teilzunehmen, wobei hier keine genauere Spezialisierung vorgenommen wurde. Ebenso viele schrieben auf, dass sie Mitglied in einer Selbstverteidigungs-AG sind. Neun Schüler berichteten, dass sie an der Betreuung teilnehmen, wobei dies sowohl die Mittagsbetreuung als auch die Nachmittagsbetreuung mit einschließt. Dieselbe Anzahl von Befragten antwortete in der Schulgarten-AG zu sein. Sechs Personen machten die Angabe, das Silencium (verschiedene Schreibweisen) zu besuchen. Die gleiche Zahl an Schülern schrieb, an der Badminton-AG teilzunehmen. Jeweils fünf der Befragten antworteten, Teilnehmer der Sketch-AG bzw. der Bilinguale-AG zu sein. 150

151 Jeweils vier Schüler gaben an, am Programm einer der jeweils folgenden AGs mitzumachen: - Kunst-AG - Basketball-AG - Schach-AG - Spielen, wobei hierbei die Begriffe Spieletreff und Spielraum mit einbezogen wurden Es wurde von jeweils drei Schülern die Angabe gemacht, Mitglied in einer der unten angegebenen Gruppen zu sein: - Textil-AG - Band - Billard-AG Jeweils zwei Personen schrieben auf, an den folgenden Aktivitäten teilzunehmen: - Mittagessen - Musik-AG - Akrobatik-AG - Architektur-AG - Deko-AG - Kicker - Bücherei, was auch den Begriff Bücherclub beinhaltet - Förderunterricht - Hip Hop - Karate-AG - Lichttechnik-AG - OA-Spiele-Treff - Sportbetreuung Die Teilnahme an folgenden Kursen bzw. AGs wurden von jeweils einer Person genannt: - Basteln - Bockteam - Turn-AG - Volleyball-AG - Deutsch 151

152 - FM (keine genauere Erläuterung möglich) - FD (keine genauere Erläuterung möglich) - Geigenunterricht - Handarbeits-AG - Mathematik - Latein-AG - Chillen - PC - Orchester-AG - Rechtschreibehilfe - Robbo-AG - Schmuck-AG - Schülerzeitung - Schulshop - Kickboxen - Sport - Lernen - Tischtennis Klasse 9: 735 Schüler in den 9. Klassen wurden zu dieser Thematik befragt. 126 gaben eine Antwort auf diese Frage. Zwölf der befragten Personen machten die Angabe, dass sie das Orchester besuchen, wobei hierzu auch die Nennung Blasorchester zählt, die einmal gemacht worden ist. Teilnehmer der Theater-AG zu sein, antworteten elf Schüler. Der einmalig angeführte Begriff Drama-Group wird hier zugeordnet. Neun Jugendliche schrieben, dass sie an der Chor-AG teilnehmen. Acht Befragte sind nach eigener Angabe in der Fußball-AG. Jeweils sieben Schüler führten an, in der Architektur-AG bzw. der Delf-AG zu sein. 152

153 Je sechs Personen gaben an, dass sie Mitglied einer der folgenden AGs sind: - Altgriechisch bzw. Griechisch - Pausensport - Erste-Hilfe-AG - Mofa-AG - Schülercoaching - Lernberatung Fünf Nennungen entfielen auf die Spielebetreuung. Diesem Begriff ist der zweimal geschriebene Begriff der Spiele-AG hinzugefügt worden. Jeweils vier Jugendliche schrieben, dass sie in der Volleyball-AG bzw. der Schach-AG sind, wobei sich bei der letzten AG zwei als Leiter bezeichneten. Ebenfalls vier Personen nehmen nach eigenen Angaben an der Kunst-AG teil, wobei auch hier drei Personen schrieben, dass sie Leiter sind. Jeweils drei Jugendliche antworteten, bei einem der folgenden Angebote mitzumachen: - Homepage AG - Nachhilfe, wobei 2 Personen schrieben, Nachhilfe zu geben - Röhrenwerke - Spanischkurs - Sport-AG - Tanz-AG - Coaching - Hausaufgabenbetreuung 153

154 Jeweils zwei der Befragten gaben an, Teilnehmer einer der unten aufgelisteten Aktivitäten zu sein: - Lese-AG, wobei ein Jugendlicher antwortete Leiter dieser AG zu sein - Band - Betreuung - Musik-AG - Latein Jeweils eine Person schrieb, an einer der folgenden AGs teilzunehmen: - Karate - Lehrerhelfer - Maskenbildner-AG - Praktische Aufgaben in Sexualkunde - Mathelernberatung - Streitschlichter - Tischtennis - Chillen - Unterstützung von Förderschülern - AGs allgemein - Atrium-AG - Lerncoach - Badminton-AG - Basketball - Computer-AG - Pausenbetreuung - Förderprogramm 12. Jahrgangsstufe: Die Befragung konnte mit 336 Schülern durchgeführt werden. 52 von ihnen machten Angaben in diesem Rahmen. Von diesen Schülern schrieben 24 auf, an der Management-AG teilzunehmen. Jeweils sechs Personen gaben an, in der Band bzw. in der Theater-AG aktiv zu sein. 154

155 Fünf der Befragten in dieser Altersgruppe antworteten, die Business-Englisch-AG zu besuchen Drei Personen notierten, in der Betreuung mitzumachen. Eine dem zu geordnete Nennung war hierbei die Kinderbetreuung. Jeweils zwei Schüler machten die Angabe, in einer der folgenden AGs zu sein: - Pausensport, wobei eine Schülerin hinzufügte, in diesem Rahmen als Sporthelferin zu fungieren. - Musik-AG - Chor - Schülervertretung Ebenfalls zwei der Teilnehmenden schrieben auf, eine AG zu leiten. Jeweils eine Person gab an, Teilnehmer einer der folgenden AGs zu sein bzw. eine der folgenden Tätigkeiten auszuüben: - Architektur-AG - Lernberatung - Röhrenwerke - Schulgarten-AG - Schülerzeitung - Orchester - Sporthelfer Frage 10: Wie lange brauchst Du durchschnittlich täglich für Deine Hausaufgaben, das Vorbereiten von Referaten und zum Lernen? Diese Fragestellung hat den gleichen Hintergrund wie die entsprechende Frage 8 bei den Grundschülern. Auch hier will die Projektgruppe ermitteln, wie viel Zeit diese Altersgruppen für die Erledigung der mit Schule in Zusammenhang stehenden Pflichten täglich noch außerunterrichtlich aufwenden muss. Allerdings ist bei den weiterführenden Schulen der Aspekt des Vorbereitens von Referaten hinzugefügt wurden, um die Frage diesen Personenkreisen altersentsprechend anzupassen. 155

156 Die vorgegebenen Antwortkategorien entsprechen denen für die Grundschüler. Gesamtergebnis: Zeitaufwand für Hausaufgaben und Lernen in Min Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 30 Min ,8 12,9 12,9 Zw. 30 Min und 1 Std ,8 37,1 50,0 Zw. 1 und 2 Std ,2 37,5 87,5 Zw. 2 und 3 Std 188 9,8 9,8 97,3 Mehr als 3 Std 51 2,6 2,7 100,0 Gesamt ,2 100,0 Fehlend 0 16,8 Gesamt ,0 Insgesamt wurde 1926 Schülern diese Frage vorgelegt. Bis auf 16, beantworteten 1910 Personen die Frage. Weniger als 30 Minuten für die aufgeführten Tätigkeiten zu brauchen, gaben 246 der Befragten an. Zwischen 30 Minuten und 1 Stunde kreuzten 709 der Befragungsteilnehmer an. 716 Personen machten ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit zwischen 1 und 2 Stunden. Nach eigenen Angaben brauchen 188 Schüler zwischen zwei und drei Stunden für die Erledigung dieser Aufgaben. 51 der Befragten kreuzten an, dass sie mehr als 3 Stunden benötigen. 156

157 6. Klasse: Zeitaufwand für Hausaufgaben und Lernen in Min Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 30 Min ,0 13,1 13,1 Zw. 30 Min und 1 Std ,2 41,6 54,7 Zw. 1 und 2 Std ,9 35,3 90,0 Zw. 2 und 3 Std 62 7,4 7,5 97,6 Mehr als 3 Std 20 2,4 2,4 100,0 Gesamt ,9 100,0 Fehlend 0 9 1,1 Gesamt ,0 Es war möglich, 833 der Sechstklässler zu befragen. Neun Leute in dieser Altersgruppe machten keine Angaben zu dieser Thematik. 108 von den verbleibenden 824 Schülern kreuzten an, weniger als 30 Minuten für die Erledigung der aufgeführten Tätigkeiten zu benötigen. Bei 343 der Befragten bedarf die Erledigung der oben angegebenen Aufgaben nach eigenen Aussagen zwischen 30 Minuten und einer Stunde. 291 Personen dieser Altersgruppen wählten die Antwortmöglichkeit zwischen 1 und 2 Stunden aus. 62 Schüler machten die Angabe, zwischen zwei und drei Stunden Zeit aufzuwenden. Mehr als drei Stunden für die Erledigung der Tätigkeiten benötigen nach eigenen Angaben 20 der Befragten. 9. Klasse: Zeitaufwand für Hausaufgaben und Lernen in Min Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 30 Min ,4 13,5 13,5 Zw. 30 Min und 1 Std ,7 37,9 51,4 Zw. 1 und 2 Std ,6 37,8 89,2 Zw. 2 und 3 Std 64 8,5 8,5 97,7 Mehr als 3 Std 17 2,3 2,3 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend 0 4,5 Gesamt ,0 157

158 In dieser Altersgruppe konnten 753 Schüler befragt werden. Insgesamt 749 von ihnen beantworteten die Frage. Bei 101 der Jugendlichen erfordern die aufgeführten Tätigkeiten nach eigenen Angaben weniger als 30 Minuten. 284 der Teilnehmenden entschieden sich für die Antwort zwischen 30 Minuten und 1 Stunde. 283 der Befragten machten ihr Kreuz in der Kategorie zwischen 1 und 2 Stunden. 64 Schüler gaben an, zwischen zwei und drei Stunden für die Erledigung der oben aufgeführten Aufgaben zu benötigen. Mehr als 3 Stunden zu brauchen, wählten 17 Personen als Antwort in dieser Altersgruppe aus. Jahrgangsstufe 12: Zeitaufwand für Hausaufgaben und Lernen in Min Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 30 Min 37 11,0 11,1 11,1 Zw. 30 Min und 1 Std 80 23,8 24,0 35,1 Zw. 1 und 2 Std ,0 42,3 77,5 Zw. 2 und 3 Std 61 18,2 18,3 95,8 Mehr als 3 Std 14 4,2 4,2 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend 0 3,9 Gesamt ,0 336 Schülern der Jahrgangsstufe 12 wurde diese Frage vorgelegt. Drei von ihnen gaben keine Antwort. Von den restlichen 333 Personen, kreuzten 37 an, weniger als 30 Minuten für die Erledigung aufwenden zu müssen. Zwischen 30 Minuten und einer Stunde zu benötigen, gaben 80 der Befragten an. 141 Schüler setzten ihr Kreuz bei der Antwort zwischen 1 und 2 Stunden. 61 Personen in dieser Altersgruppe entschieden sich für die Antwortmöglichkeit zwischen 2 und 3 Stunden. 14 der Zwölfklässler machten die Angabe, dass diese Tätigkeiten mehr als drei Stunden beanspruchen. 158

159 Frage 11: Wie viel Freizeit bleibt Dir nach der Erledigung Deiner täglichen Aufgaben? Auch die Schüler der weiterführenden Schulen wurden zu diesem Thema befragt. Die Projektgruppe wollte dabei auch von dieser Personengruppe erfahren, wie viel Freizeit sie ihrer Meinung nach täglich zur Verfügung haben. Hier wurde ebenfalls die Einschränkung der täglichen Aufgaben in der Frage gemacht. Die Frage ist genau wie die Frage 9 des Grundschulfragebogens aufgebaut und beginnt dementsprechend mit der Antwortmöglichkeit weniger als 1 Stunde und schließt ab mit der Antwortmöglichkeit mehr als 4 Stunden. Gesamtergebnis: Wie viel Freizeit bleibt dir nach Erledigung deiner täglichen Aufgaben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std 58 3,0 3,0 3,0 Zw. 1 und 2 Std 174 9,0 9,1 12,1 Zw. 2 und 3 Std ,8 23,0 35,1 Zw. 3 und 4 Std ,6 26,8 61,9 Mehr als 4 Std ,8 38,1 100,0 Gesamt ,3 100,0 Fehlend 0 14,7 Gesamt ,0 Es wurden 1926 Schüler zum zeitlichen Umfang der ihnen verbleibenden Freizeit befragt von ihnen machten eine Angabe zu dieser Fragestellung. 56 Personen schrieben auf, weniger als eine Stunde Freizeit am Tag übrig zu haben. Zwischen einer und zwei Stunden Zeit zur freien Verwendung täglich nutzen zu können, antworteten 174 der Befragten. 439 der Befragungsteilnehmer kreuzten an, zwischen 2 und 3 Stunden täglich Freizeit zu haben. In der Antwortkategorie zwischen 3 und 4 Stunden machten 513 Schüler ihr Kreuz. Über mehr als vier Stunden Freizeit zu verfügen, gaben 728 Personen an. 159

160 6. Klasse: Wie viel Freizeit bleibt dir nach Erledigung deiner täglichen Aufgaben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std 27 3,2 3,3 3,3 Zw. 1 und 2 Std 73 8,8 8,9 12,2 Zw. 2 und 3 Std ,8 20,0 32,2 Zw. 3 und 4 Std ,1 27,5 59,7 Mehr als 4 Std ,9 40,3 100,0 Gesamt ,8 100,0 Fehlend ,2 Gesamt ,0 Aus dieser Altersgruppe wurden 833 Schüler befragt. Von ihnen gaben 823 Personen eine Antwort auf die Frage. 27 der Befragten entschieden sich für die Kategorie weniger als 1 Stunde. Zwischen einer und zwei Stunden Freizeit zu haben, gaben 73 Personen an. Die Antwortmöglichkeit zwischen 2 und 3 Stunden wählten 165 Personen. 226 der Teilnehmenden machten ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit zwischen 3 und 4 Stunden. Das vorgegebene Antwortkästchen mehr als 4 Stunden wählten 332 Schüler aus. 9. Klasse: Wie viel Freizeit bleibt dir nach Erledigung deiner täglichen Aufgaben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std 14 1,9 1,9 1,9 Zw. 1 und 2 Std 50 6,6 6,6 8,5 Zw. 2 und 3 Std ,2 21,3 29,8 Zw. 3 und 4 Std ,2 26,2 56,0 Mehr als 4 Std ,0 44,0 100,0 Gesamt ,9 100,0 Fehlend 0 1,1 Gesamt ,0 160

161 753 Personen in dieser Altersgruppe konnte diese Frage gestellt werden. Bis auf eine Person beantworteten alle anderen Jugendlichen die Fragestellung. 14 Personen berichteten, weniger als eine Stunde Freizeit zur Verfügung zu haben. Zwischen 1 und 2 Stunden täglich für Freizeit nutzen zu können, kreuzten 50 der Befragten an. 160 Jugendliche wählten die Antwortmöglichkeit zwischen 2 und 3 Stunden. 197 der teilnehmenden Personen machten ihr Kreuz in dem Bereich zwischen 3 und 4 Stunden. Die restlichen 331 Schüler antworteten mit einem Kreuz bei der Antwortmöglichkeit mehr als 4 Stunden. Jahrgangsstufe 12: Wie viel Freizeit bleibt dir nach Erledigung deiner täglichen Aufgaben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std 17 5,1 5,1 5,1 Zw. 1 und 2 Std 51 15,2 15,3 20,4 Zw. 2 und 3 Std ,3 33,6 54,1 Zw. 3 und 4 Std 88 26,2 26,4 80,5 Mehr als 4 Std 65 19,3 19,5 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend 0 3,9 Gesamt ,0 336 Personen wurden zu diesem Thema befragt. Bis auf drei Schüler machten alle Angaben zu dieser Fragestellung. Von diesen 333 Befragungsteilnehmern schrieben 17 auf, dass sie weniger als eine Stunde Freizeit hätten. 51 Schüler entschieden sich für die Antwort zwischen 1 und 2 Stunden. Für ihre Freizeit zwischen 2 und 3 Stunden täglich zur Verfügung zu haben, kreuzten 112 Teilnehmer an. 88 der Befragten machten ihr Kreuz unter dem Zeitabschnitt zwischen 3 und 4 Stunden. Für die Antwortmöglichkeit mehr als 4 Stunden entschlossen sich 65 Personen. 161

162 Frage 12: Hast Du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Mit dieser Frage sollte abgefragt werden, ob die Schüler nach eigener Einschätzung über genug Freizeit verfügen. Zur Auswahl standen die Antwortmöglichkeiten Ja und Nein. Gesamtergebnis: Hast du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,5 54,2 54,2 Nein ,1 45,8 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend ,4 Gesamt ,0 Insgesamt wurde 1926 Schülern der weiterführenden Schulen diese Frage vorgelegt. Von diesen trafen 27 Personen keine Entscheidung der Befragten bejahten genug Freizeit zu haben. Nein kreuzten 869 Teilnehmende an. 6. Klasse: Hast du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,8 62,8 62,8 Nein ,6 37,2 100,0 Gesamt ,4 100,0 Fehlend ,6 Gesamt ,0 833 Schüler dieser Altersgruppe konnten hierzu befragt werden. 13 von ihnen wählten keine Antwortmöglichkeit aus. 162

163 515 der verbleibenden 820 Personen kreuzten an, über ausreichend Freizeit zu verfügen. Die restlichen 305 Personen in dieser Altersgruppe verneinten dies. 9. Klasse Hast du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,2 54,8 54,8 Nein ,8 45,2 100,0 Gesamt ,9 100,0 Fehlend 0 8 1,1 Gesamt ,0 Von diesem Personenkreis wurden 753 Jugendliche befragt. 745 beantworteten die Fragestellung. Die Antwortmöglichkeit Ja wählten 408 der Teilnehmenden. Ihr Kreuz bei Nein machten 337 Personen. Jahrgangsstufe 12: Hast du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Ja ,5 32,1 32,1 Nein ,7 67,9 100,0 Gesamt ,2 100,0 Fehlend 0 6 1,8 Gesamt ,0 336 Schüler der Jahrgangsstufen 12 wurde diese Frage gestellt. Sechs davon gaben keine Auskunft. Von den verbleibenden 330 Personen bestätigen 106 genug Freizeit zu haben. 224 Befragte kreuzten bei dieser Frage die Antwortmöglichkeit Nein an. 163

164 5.1.2 Analyse Es folgt nun die Analyse der Grundschulbefragung sowie der Befragung der weiterführenden Schulen. Wie bereits bei der Ergebnisdarstellung wird die Projektgruppe auch an dieser Stelle zunächst die Analyse der Grundschuldaten und folgend die Analyse der Daten für die weiterführenden Schulen vornehmen. Zum Abschluss jeder Frage (nach der Analyse für die 12.Jahrgangstufe) wird dann ein Vergleich zwischen den Erkenntnissen, die aus den Angaben der Grundschüler als auch aus denen der Schüler der weiterführenden Schulen gewonnen werden konnten, miteinander in Verbindung gesetzt, um so eventuelle Entwicklungen aber auch mögliche Übereinstimmungen der Altersgruppen feststellen zu können. Anzumerken ist bei den folgenden Prozentzahlen, dass sie auf eine Stelle nach dem Komma gerundet sind Grundschulen Unter den folgenden Gliederungspunkten wird zunächst eine Auflistung der Prozentzahlen erfolgen und anschließend deren Diskussion. Frage 4: Wie viele Unterrichtsstunden hast Du pro Woche? Die folgende Analyse stellt die von den Grundschülern angegebenen wöchentlichen Unterrichtsstunden dar, die ihren Angaben zufolge von 21 bis 35 Stunden reichen. Da die Frage, wie bereits im Ergebnisteil beschrieben, offen gestellt wurde, ergaben sich viele Antwortmöglichkeiten. Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Prozentzahlen folgend in einzelnen Abschnitten dargestellt. Die Präsentation erfolgt auch hier chronologisch, beginnend mit der geringsten Wochenstundennennung. 164

165 Abbildung 1 Es konnten 670 Kindern in dieser Altersgruppe befragt werden. Drei Grundschüler gaben dabei die Anzahl ihrer Unterrichtsstunden nicht an. Somit wird bei der folgenden Analyse die Zahl der 667 Teilnehmenden als 100 % für die Auswertung der gegebenen Antworten gesetzt. Von diesen machten 3,3 % der Schüler die Angabe, dass sie eine Unterrichtsdauer von 21 Wochenstunden haben. 4,2 % berichteten über einem Unterrichtsumfang von 22 Stunden. 4,5 % des teilnehmenden Personenkreises vermerkten eine Unterrichtszeit von 23 Wochenstunden. 24 Stunden in der Woche haben nach eigenen Angaben 18,4 % der Kinder. 165

166 34,3 % der Schüler schrieben, dass sie 25 Wochenstunden haben. Einen Unterrichtsumfang von 26 Stunden pro Woche teilten 13,5 % der Befragten mit. 10,5 % der Kinder gaben an, dass sie 27 Unterrichtsstunden wöchentlich haben. Einen zeitlichen Unterrichtsrahmen von 28 Stunden in der Woche nannten 8,2 % der Personen. 1,3 % der Befragungsteilnehmer machten die Angabe, dass sie 29 Stunden in der Woche unterrichtet werden. 0,3 % der Schüler haben wöchentlich 30 Unterrichtsstunden. 1,3 % der Kinder schrieben, dass sie 32 Stunden die Woche Unterricht haben. Diskussion: Anhand dieser Zahlen lässt sich erkennen, dass die häufigste Nennung (34,4 %) auf eine Angabe von 25 Wochenstunden entfällt. Diese Stundenzahl wird auch durch den im Rahmen der Datenerhebung errechneten Median von,25 angegeben. Die zweit häufigste Wochenstundenzahl ist die von 24 Stunden, dies gaben 18,4 % der Befragten an. 12% der Kinder geben einen wöchentlichen Unterrichtsumfang von weniger als 25 Stunden und 35% einen wöchentlichen Unterrichtsumfang von mehr als 25 Stunden an. Anzumerken ist hierbei also abschließend, dass die meisten Kinder 25 Stunden oder mehr durch den Unterricht zeitlich verpflichtet sind, die somit in ihrer weiteren außerschulischen Zeitplanung berücksichtigt werden müssen. Frage 5: Wie viele Minuten brauchst Du von zu Hause bis zur Schule? Die Kategorisierung in zeitliche Abschnitte wurde hier aus dem Ergebnisteil übernommen und erfolgt somit ebenfalls nicht in einer rhythmischen 5-Minuten-Einteilung. Ebenfalls 166

167 werden die häufigsten Nennungen innerhalb der jeweiligen Kategorien mit aufgeführt, um zu sehen, welche der jeweiligen Minutenzahlen die Mehrheit angegeben hat. Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Kategorien in eigenen Absätzen dargestellt. Abbildung 2 Es konnten 670 Grundschüler zur Dauer ihres Schulweges befragt werden. Von ihnen machten sechs keine Angaben. Aus diesem Grund wird hierbei die Analyse anhand der 664 teilnehmenden Personen als 100 %-Basis vorgenommen. 32,2 % dieses Personenkreises gab an, eine Wegdauer zwischen 1 und 5 Minuten zu haben, dabei liegt die Mehrheit mit 51,9 % bei 5 Minuten. Einen Schulweg von 6 bis 10 Minuten haben nach eigenen Angaben 31,1 % der Kinder. 77,2 % von ihnen schrieben dabei eine Dauer von zehn Minuten auf. 13 % der Befragten gaben an, einen zwischen 11- und 15-minütigen Schulweg zurückzulegen. Die davon vorwiegend gegebene Antwort mit 87,1 % liegt bei 15 Minuten. 167

168 Einen zwischen 16 und 20 Minuten umfassenden Weg zu benötigen, notierten 9,4 % der Schüler. 90,3 % dieser Kinder trugen den Maximalwert in diesem Zeitabschnitt von 20 Minuten ein. 2,5 % der Personen gaben unter dieser Frage an, eine Wegdauer zu haben, die zwischen 21 und 25 Minuten liegt. Den Wert von 25 Minuten schrieben 81,3 % von ihnen auf. 9,2 % der Grundschüler gaben einen zwischen 28 bis 30 Minuten dauernden Schulweg an. Davon antworteten 95,1 % mit 30 Minuten. Von einem zeitlichen Umfang zwischen 31 und 35 Minuten berichteten 0,9 % der Befragten. Die Dauer von 35 Minuten nannte dabei die Mehrheit von 60 %. 0,7 % gaben eine Dauer zwischen 40 und 45 Minuten an. Davon schrieben 50 % die Wegzeit von 45 Minuten auf. Bei 1 % der Schüler lag der zeitliche Rahmen für ihren Schulweg zwischen 50 und 55 Minuten. Die Mehrheit von 66,7 % nannte eine Dauer von 50 Minuten. 0,2 % der Befragten antworteten auf die Frage, dass der Weg von zu Hause zur Schule, 59 Minuten beträgt. Über 60 Minuten benötigen 0,7 % der teilnehmenden Personen für ihren Schulweg, wobei dies auch die Maximalnennung von 90 Minuten beinhaltet. Diskussion: Es wird beim Vergleich dieser Zahlen deutlich, dass die häufigste Nennung mit 32,2 % im Zeitbereich zwischen 1 und 5 Minuten liegt. Weitere 31,1 % der Kinder antworteten, eine Schulwegdauer zu benötigen, die sich zwischen 6 bis 10 Minuten befindet. Diese Mehrheit von zusammen 63,3 % verdeutlicht, dass der Schulweg für die meisten Schüler der Grundschule keinen erheblichen zeitlichen Aufwand darstellt. Ein Erklärungsansatz hierfür könnte sein, dass viele Grundschüler in der Nähe der Schule wohnen und somit keine weiten 168

169 Schulwegstrecken zurücklegen müssen. Einen zeitlich weiteren Weg zu benötigen, scheint bei den Schülern im Primarbereich eher ungewöhnlich zu sein, so gaben z.b. nur 3,5% der Befragten eine Zeitdauer an, die über 30 Minuten liegt. Frage 6: Gehst Du auf eine Offene Ganztagsgrundschule? Abbildung 3 Es konnte 670 Schülern diese Frage vorgelegt werden. Da drei Kinder keine Antwort gaben, werden die folgenden Auswertungen basierend auf der Anzahl von 667 Teilnehmenden als 100 % vorgenommen. Die Teilnahme an einer offenen Ganztagsgrundschule gaben 18,1 % der Schüler an. 81,9 % der Befragten kreuzten die Antwortmöglichkeit Nein an. Diskussion: Dieses Verhältnis legt dar, dass die Mehrheit der Kinder von 81,9 % nicht an den Angeboten einer Offenen Ganztagsgrundschule teilnimmt. Aber es nimmt den Prozentzahlen zu folge fast jedes fünfte Kind an dieser Schulform teil. Dies verdeutlicht, dass es eine entsprechende Nachfrage hinsichtlich dieser Angeboten gibt. Im Fall der Grundschüler könnte sich dies 169

170 damit erklären lassen, dass die Kinder auf Grund ihres Alters einer nachmittäglichen Betreuung bedürfen, wenn ihre Eltern z.b. arbeiten gehen. Frage 7: Gibt es an Deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Abbildung Schüler wurden zu dieser Thematik befragt. Neun von ihnen beantworteten diese Frage nicht. Damit bilden die verbleibenden 661 teilnehmenden Personen die Basis von 100 %. 55,2 % gaben an, dass es ein freiwilliges Nachmittagsprogramm an ihrer Schule gibt und 44,8 % verneinten dies. Diskussion: Die Ergebnisse zeigen, dass etwas mehr als die Hälfte der Kinder ihren Angaben nach die Möglichkeit hat, an freiwilligen Nachmittagsprogrammen seitens der Schule teilzunehmen und so auch innerhalb eines schulischen Rahmens z.b. Freizeitaktivitäten durchführen zu können. 170

171 Zusatzfrage zu Frage 7: Wenn ja, an welchen Angeboten nimmst Du teil? Um eine Vorstellung von der vielfältigen Angebotspalette zu bekommen, werden hier anschließend auch Angebote aufgeführt, die im Vergleich zu der Zahl der Teilnehmenden wenige Nennungen erhalten haben. Zur besseren Übersicht werden nun im Vergleich zu der reinen Ergebnisdarstellung unter dem Gliederungspunkt nur noch die Oberbegriffe dargestellt. Dies bedeutet, dass eventuell darunter fallende Begriffe oder Besonderheiten, wie Angaben zur Funktion des Leiters nicht mehr mit aufgeführt werden. Die dargestellten Begriffe sind teilweise Abkürzungen, da sie den Schreibweisen der Kinder im Fragebogen entsprechen. Die Präsentation der Prozentzahlen beginnt mit den Programmen, auf die die häufigsten Nennungen entfallen sind. Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Angebote auch hier in einzelnen Absätzen dargestellt. Insgesamt wurde die Befragung zu dieser Thematik mit 670 Kindern durchgeführt. 270 Personen gaben eine Antwort auf diese Frage. Diese Anzahl dient somit als Berechnungsgrundlage (100 %) für die Auswertungen der folgenden Prozentzahlen. 31,9 % der Grundschüler in den 3. Klassen gaben an, Teil des Chors zu sein. 11,5 % der Teilnehmenden schrieben auf, an der Tanz-AG teilzunehmen. An der Fußball-AG nehmen nach eigenen Angaben 7,8 % der Befragten teil. Bei der Kunst-AG mitzuwirken, antworteten 6,7 % der Kinder. Bei der Spiele- und Musical-AG machen den Antworten zu folge, jeweils 5,2 % der Schüler mit. 6,3 % der Befragten gaben an, die Bastel-AG zu besuchen. Teilnehmer der Betreuung sind nach eigenen Angaben 4,4 % der Grundschüler. Ebenfalls 4,4% schrieben, dass sie in der Theater-AG sind. 171

172 Jeweils 4,1 % der Antwortenden berichteten, dass sie in einer der jeweils unten aufgeführten AGs sind: - Werk AG - Lese AG - Sport AG - Antolin 3,7 % der Personen gaben an, im Flötenkreis aktiv zu sein. Teil der Schülerband zu sein, notierten 3,3 % der Kinder. Ebenfalls 3,3 % sind nach eigenen Angaben in der Nadel und Faden-AG. 2,6 % der Schüler berichteten, dass sie in der Basketball-AG sind. Je 2,2 % der Kinder machten die Angabe, dass sie bei der Geometrie-AG, in der Freunde- AG bzw. der Computer-AG mitmachen. 1,9 % der Befragten schrieben, dass sie bei der Musik-AG mitmachen. Jeweils 1,1 % der Schüler der 3.Klassen schrieben in folgenden Programmen tätig zu sein: - OGS - Winx-AG 0,7 % gaben an, dass sie jeweils Teilnehmer eines der unten stehenden Angebote sind: - Heimat AG - Tastschreibkurs Als Antwort auf diese Frage nannten jeweils 0,4 % eine der folgenden Tätigkeiten: - Draußen spielen - Zirkus AG - Völkerball AG - Yoga - Boxen - Leichtathletik AG - Karate-AG 172

173 - Englisch-AG - Ballspiel-AG - E-Gitarre-AG - Zauber-AG - Garten-AG - Gottesdienst - Schach-AG Diskussion: Bei den Antworten fällt zunächst die Vielfältigkeit der Angebotspalette auf. Wenn man die genannten, definierbaren AGs unter Oberkategorien zusammenfasst fällt auf, dass die meisten Nennungen auf den musischen, sportiven und künstlerischen Bereich fallen. So haben 34,2 % der Kinder Angaben im musischen Bereich gemacht, wobei dies die Nennungen des Chors - der mit 35,6 % insgesamt am häufigsten genannt wurde - der Musik- AG, der E-Gitarren-AG und des Flötenkreises beinhaltet. 28,0 % der Angaben fielen auf den sportiven Bereich, die meist vertretene Sportart hierbei ist die Tanz-AG. Weitergehend fallen unter diese Kategorie die Fußball-AG, die allgemeine Nennung der Sport-AG, die Basketball- AG, die Völkerball-AG, Yoga, Boxen, die Leichtathletik-AG, die Karate-AG und die Ballspiele- AG. 27,4 % der Nennungen fallen auf den künstlerischen Bereich. Dieser Kategorie wurden folgende Angaben zugeordnet: Kunst-AG, Musical-AG, Bastel-AG, Theater-AG, Nadel und Faden-AG, Textil-AG, Zirkus-AG und Zauber-AG. Am häufigsten in diesem Bereich wurde dabei die Kunst-AG angeführt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass somit der musische Bereich der Häufigkeit seiner Nennung nach die größte Bedeutung hat. Frage 8: Wie lange brauchst Du durchschnittlich täglich für Deine Hausaufgaben und zum Lernen? Es wurde 670 Grundschülern diese Frage gestellt. Von ihnen schrieben acht keine Antwort auf. Deswegen dient die Zahl von 662 Drittklässlern als Basis (100 %) für die Auswertung der unten angegebenen Prozentzahlen. Von diesen kreuzten 32,2 % der Teilnehmer an weniger als 30 Minuten für die Fertigstellung ihrer Hausaufgaben und zum Lernen zu benötigen. 39,4 % der Befragten 173

174 machten ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit zwischen 30 Minuten und 1 Stunde. Für die Kategorie zwischen 1 und 2 Stunden entschieden sich 21,8 % der Schüler. 3,6 % der Kinder machten die Angabe, zwischen zwei und drei Stunden für ihre Hausaufgaben und zum Lernen verwenden zu müssen. Für die genannten Aufgaben brauchen 3,0 % der Befragten nach eigenen Aussagen mehr als drei Stunden. Diskussion: Die Prozentzahlen stellen dar, dass mit 39,4 %, die häufigste Nennung der Kinder ist, zwischen 30 Minuten und einer Stunde für ihre Hausaufgaben und zum Lernen zu benötigen. Dieses Ergebnis wurde innerhalb der Datenerhebung als Median berechnet. Die relativ geringe Zeitdauer könnte damit erklärbar sein, dass in der Grundschule der Arbeitsaufwand für die Hausaufgaben und zum Lernen noch nicht so groß ist, denn meistens dienen die Hausaufgaben zur Übung von Lerninhalten und vorwiegend nicht zur Vorbereitung und Selbstaneignung neuen Lernstoffes. Das Lernen wird nicht so einen großen zeitlichen Rahmen umfassen, da die Kinder bei Prüfungen nicht so einen Stoffumfang wissen müssen, wie in den weiterführenden Schulen und die Prüfungen weitergehend nicht zeitlich vergleichbar lange angesetzt sind. Außerdem dürfen Grundschüler laut Gesetzesvorgabe für die Bearbeitung ihrer Hausaufgaben in den ersten beiden Schuljahren maximal 30 Minuten und in den Klassen drei und vier höchstens eine Stunde benötigen. 174

175 Frage 9: Wie viel Freizeit bleibt Dir nach der Erledigung Deiner täglichen Aufgaben? Insgesamt wurden 670 Grundschüler befragt. Neun dieser Kinder antworteten nicht. Deswegen dient die Zahl von 661 Drittklässlern als Basis (100 %) für die Ermittlung der folgenden Prozentzahlen. 8,3 % der Befragten verfügen nach eigenen Angaben über weniger als eine Stunde Freizeit. 7,6 % der Grundschüler kreuzten an, täglich zwischen 1 und 2 Stunden Freizeit zur Verfügung zu haben. 13,6 % der Befragungsteilnehmer entschieden sich für den Zeitraum zwischen 2 und 3 Stunden. Ihr Kreuz bei der Antwort zwischen 3 und 4 Stunden setzen 18 %. Mehr als vier Stunden Freizeit zu haben, gaben 52,5 % der Kinder an. Diskussion: Anhand der Ergebnisse wird deutlich, dass mehr als die Hälfte der Grundschüler täglich mehr als vier Stunden freie Zeit zur Verfügung hat. Die fünfte Antwortmöglichkeit bildet den Median. 15,9 % der Antwortenden berichteten über einen für dieses Alter relativ geringen Zeitrahmen von weniger als zwei Stunden Freizeit. Es ist somit abschließend zu sagen, dass in der Grundschule die meisten Kinder über eine hohe Freizeitdauer verfügen, und diese für freizeitliche Aktivitäten verplanen können. 175

176 Frage 10: Hast Du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Abbildung 5 Von den 670 zu diesem Thema befragten Kindern, gaben 660 eine Antwort. Diese Zahl ist die Basis (100 %) für die unten angegebenen Prozentzahlen. 77,1 % der befragten Grundschüler kreuzten an, genug Freizeit zu haben. 22,9 % verneinten dies. Diskussion: Das Antwortverhältnis legt dar, dass die deutliche Mehrheit der Kinder das Gefühl von ausreichend Freizeit hat. Anzumerken in diesem Zusammenhang ist aber auch die Tatsache, dass immerhin etwa jedes fünfte Kind dieses Gefühl nicht bestätigt. Interessant zu erfahren wäre in diesem Zusammenhang, in wie weit die Kinder, die bei dieser Antwort Nein angekreuzt haben, im außerschulischen Rahmen verpflichtet sind, aber auch zusätzliche Zeit für ihre schulischen Aufgaben benötigen. 176

177 Weiterführende Schulen: Es folgt die Analyse der Prozentzahlen für die weiterführenden Schulen. Es werden genau wie bereits unter dem Gliederungspunkt zunächst die Gesamtergebnisse vorgestellt. Weitergehend wird eine Differenzierung der Klassen 6 und 9 sowie der 12. Jahrgangsstufe vorgenommen. Genau wie bei der Grundschule werden auch hier zunächst die gewonnenen Prozentzahlen dargestellt und am Ende jeder Altersstufe und Frage diskutiert. Nach der Diskussion der Prozentzahlen der Jahrgangsstufe 12 erfolgt zum Abschluss ein Vergleich der Altersgruppen, wozu auch die Grundschule herangezogen wird. Bei den folgenden Prozentzahlen ist wie bereits im Rahmen der Grundschulanalyse anzumerken, dass sie auf eine Stelle nach dem Komma gerundet sind. Frage 5: Wie viele Unterrichtsstunden hast Du pro Woche? Hierbei ist anzumerken, dass die Unterrichtsstunden aus Übersichtlichkeitsgründen in einzelnen Absätzen, beginnend mit der niedrigsten Unterrichtsstundenzahl, dargestellt werden. 177

178 Gesamtergebnis: Abbildung 6 Zu dieser Frage konnten 1926 Schüler befragt werden. 19 von ihnen machten keine Angaben zur Anzahl ihrer Unterrichtsstunden. Somit wird die Schüleranzahl von 1907 als 100 % angesetzt. Jeweils 0,1 % gaben an, 23 bzw. 24 Stunden Unterricht in der Woche zu haben. Von 25 Stunden Unterricht wöchentlich berichteten 0,3 % der Personen. 1,2 % der Teilnehmenden haben nach eigener Angabe 26 Wochenstunden Unterricht. 27 Stunden Unterricht in der Woche gaben 4 % der Schüler an. 6,9 % der Personen berichteten von 28 Wochenstunden. Einen Unterrichtsumfang von 29 Stunden pro Woche nannten 10,9 % der Beteiligten. 12,5 % der Schüler gaben an, wöchentlich 30 Stunden unterrichtet zu werden. Eine 31-Stunden-Woche schrieben 14,7 % der Befragten auf. 178

179 25,5 % machten die Angabe, dass sie 32 Stunden in der Woche Unterricht haben. Die Anzahl von 33 Stunden Unterricht wöchentlich führten 7,4 % der Schüler an. 6,6 % der Befragten gaben an, 34 Wochenstunden zu haben. 4,2 % in dieser Befragungsgruppe notierten, 35 Stunden pro Woche unterrichtet zu werden. 3,9 % gaben an, 36 Stunden in der Woche Unterricht zu haben. Über einen Unterrichtsrahmen von 37 Stunden berichteten 0,7 % der Personen. 38 Wochenstunden Unterricht zu besuchen, schrieben 0,6 % der Schüler auf. Jeweils 0,1 % machten die Angabe 39 bzw. 40 in der Woche Unterricht zu haben. 0,2 % der Befragten schrieben von 42 Unterrichtsstunden wöchentlich. Als maximal angegebene Wochenstundenzahl wurde von 0,1% der Teilnehmenden ein Stundenvolumen von 43 Stunden angeführt. Diskussion: Diese Prozentzahlen lassen erkennen, dass mit 25,5 % die häufigste Nennung, die von 32 Unterrichtsstunden wöchentlich ist. Die zweit häufigste Nennung mit 14,7 % ist die von 31 Unterrichtsstunden pro Woche. Einen hohen Stundenumfang von 37 bis maximal 43 Wochenstunden, der somit schon dem Arbeitsrahmen eines Vollerwerbstätigen entspricht, gaben insgesamt nur 1,8 % der Teilnehmenden an. Diese sind somit in einem hohen zeitlichen Umfang schulisch verpflichtet und können so im Vergleich zu den Nennungen der Mehrheit weniger Zeit für die Freizeitgestaltung nutzen. Die Schüler, die 32 Stunden pro Woche genannt haben, sind hingegen nur 6,4 Stunden (32:5) täglich durch den Schulunterricht zeitlich gebunden. Da in diesem Abschnitt das Gesamtergebnis vorgestellt wird, kann vermutet werden, dass die hohen Wochenstundenzahlen von Schülern, die ein ganztägiges Konzept besuchen oder in der Oberstufe sind, angegeben wurden. 179

180 6. Klassen: Es konnten 833 Sechstklässler befragt werden. Sieben von ihnen äußerten sich nicht zur Anzahl ihrer wöchentlichen Unterrichtsstunden. Somit bilden die teilnehmenden 824 Schüler die Basis von 100 % für die folgenden Prozentzahlen. 0,1 % von ihnen gaben an, 23 Stunden pro Woche zu haben. 0,6 % der Schüler gaben an, dass sie 25 Stunden in der Woche im Unterricht verbringen. 2,3 % der Kinder schrieben als Antwort 26 Wochenstunden auf. 9,1 % der Schüler antworteten, dass sie 27 Stunde pro Woche unterrichtet werden. Eine Wochenstundenzahl von 28 Stunden nannten 11,7 %. 12,0 % der Schüler machten die Angabe, 29 Wochenstunden zu haben. 5,1 % der befragten Sechstklässler schrieben eine Anzahl von 30 Wochenstunden auf. 10,5 % der Schüler antworteten 31 Wochenstunden unterrichtet zu werden. In dieser Altersgruppe gaben 28,3 % an, 32 Wochenstunden Unterricht zu bekommen. 6,4 % der Personen gaben an, einen Unterrichtsrahmen von 33 Stunden pro Woche zu haben. 34 Wochenstunden schrieben 5,0 % der Kinder als Antwort. 1,2 % der Schüler gaben an, dass sie 35 Wochenstunden haben. 6,7 % der Befragten notierten 36 Unterrichtsstunden pro Woche. Von einem zeitlichen Rahmen, der 37 Wochenstunden umfasst, berichteten 0,2 %. 0,5 % der Kinder antworteten 38 Unterrichtsstunden unterrichtet zu werden. Weitergehend schrieben 0,2 % der Befragten 42 Stunden Unterricht pro Woche auf. Diskussion: Diese Ergebnisse legen offen, dass mit 28,3 % die häufigste Nennung, die von 32 Wochenstunden ist, was auch den Ergebnissen im Gesamtauswertungsteil entspricht. Unter Berücksichtigung aller angegebenen Wochenstundenzahlen ist festzustellen, dass der Mittelwert bei 30,85 Stunden Unterricht in der Woche liegt. Dies wurde im Rahmen der Datenerhebung errechnet. Eine hohe Anzahl von über 36 Wochenstunden bis zu maximal

181 Wochenstunden gaben insgesamt 0,9 % und damit ein relativ geringer Teil der Befragten an. Somit liegt dieser Wert um 0,9 % niedriger als der, der vorgestellten Gesamtergebnisse. So sind die Sechstklässler in Relation zu der Gesamtzahl der teilnehmenden Schüler in den weiterführenden Schulen insgesamt gesehen in einer geringen Weise schulisch verpflichtet. 9. Klassen: Insgesamt wurden 753 Schüler befragt. Von dieser Altersgruppe machten elf keine Angaben zu ihren Wochenstunden. Die übrigen 742 Jugendlichen stellen somit die Basis (100 %) für die folgenden Prozentzahlen dar. 0,1 % schrieben, dass sie 24 Wochenstunden Unterricht bekommen. 0,5 % der Schüler machten die Angabe von 26 Wochenstunden. 0,3 % nannten ein wöchentliches Stundenkontingent von 27 Unterrichtsstunden. 4,7 % der Befragten notierten, dass sie 28 Wochenstunden haben. 14,0 % der Teilnehmenden trugen bei dieser Frage 29 Stunden als Antwort ein. 25,1 % der Schüler berichteten über 30 Wochenstunden. 31 Wochenstunden gaben 13,3 % der Jugendlichen an. Weitere 26,1 % der Schüler der 9. Klassen schrieben, dass sie 32 Stunden pro Woche den Unterricht besuchen. Über 33 Wochenstunden berichteten 6,6 % der Jugendlichen. 5,0 % der teilnehmenden Personen gaben an, dass sie 34 Wochenstunden haben. Eigenen Angaben zufolge umfasst der Stundenplan bei 2,6 % der Schüler dieser Altersstufe 35 Wochenstunden. 0,8 % der Schüler machten die Angabe, dass sie 36 Wochenstunden unterrichtet werden. 0,3 % der Befragten sagten aus, dass sie 37 Stunden in der Woche Unterricht haben. 38 Wochenstunden nannten 0,4 %. Ein zeitliches Volumen von 40 Wochenstunden schrieben 0,1 % der befragten Personen auf. 181

182 Diskussion: Die angegebenen Wochenstunden zeigen, dass die häufigste Nennung von 26,1 % der Schüler, wie bereits in den 6. Klassen, die Zahl von 32 Wochenstunden Unterricht ist. Der in der Datenerhebung errechnete Mittelwert liegt unter Berücksichtigung aller Antworten bei 31,02 Stunden. Einen hohen zeitlichen Unterrichtsrahmen von 37 bis 40 Stunden in der Woche als Maximalantwort, gaben insgesamt 0,8% an. Dies ist 1% weniger im Vergleich zu den Gesamtergebnissen der weiterführenden Schulen. Somit sind auch in dieser Altersgruppe die Jugendlichen durchschnittlich 6,4 Stunden pro Tag unterrichtlich eingebunden. Jahrgangsstufe 12: Es konnten 336 Personen dieser Jahrgangsstufe zu ihren Wochenstunden befragt werden. Eine Person gab keine Antwort. Die übrigen 335 Personen bilden somit die Basis von 100 %. 1,5 % der Schüler gaben an, dass sie 29 Wochenstunden unterrichtet werden. 30 Stunden in der Woche Unterricht zu bekommen, antworteten 3,0 % der Befragten. 28,4% der Personen aus dieser Jahrgangsstufe beantworteten die Frage mit 31 Wochenstunden. 17,3 % der Teilnehmenden gaben an, dass sie 32 Stunden in der Woche Unterricht haben. Von 33 Wochenstunden schrieben 11,3 % der Befragten. 14,0 % in dieser Altersgruppe antworteten, wöchentlich 34 Stunden unterrichtet zu werden. 15,5 % der Befragten gaben an, dass sie 35 Stunden in der Woche Unterricht haben. Von 36 Wochenstunden berichteten 4,2 %. 3,0 % der Personen nannten, ein Unterrichtsvolumen von 37 Wochenstunden zu haben. 38 Stunden pro Woche notierten 1,2 % der Schüler. Jeweils 0,3 % gaben die Zahl von 39 bzw. 43 Wochenstunden als Antwort. 182

183 Diskussion: Es wird in der Jahrgangsstufe 12 deutlich, dass hier die häufigste Nennung mit 28,4 %, die von 31 Unterrichtsstunden pro Woche ist. Unter Berücksichtigung aller Antworten, ergibt sich ein Mittelwert von 32,91 Unterrichtsstunden in der Woche. So antworten zusammengerechnet 45% mit einer Wochenstundenzahl zwischen 33 und 36 Stunden. Den hohen Zeitrahmen von 37 bis maximal 43 angegebenen Stunden gaben insgesamt 4,3% der Schüler an. Dabei ergibt sich im Vergleich zu den Gesamtergebnissen eine Differenz von 2,5% für diese Altersgruppe. Die Mehrheit gibt zwar eine Wochenstundenzahl an die geringer ist als die der Gesamtergebnisse. Auf die Angaben der gesamten 12. Jahrgangsstufen gesehen, sind die Schüler dieser Jahrgangsstufe im Vergleich allerdings insgesamt in einem höheren schulischen Rahmen eingebunden. Gesamttrend: Wenn man die Antworten der 3., 6. und 9. Klassen sowie der Jahrgangsstufe 12 miteinander vergleicht, fällt auf, dass die Grundschulkinder, bei denen die häufigste Antwort die von 25 Unterrichtsstunden pro Woche ist, am wenigsten Zeit im Unterricht verbringen. Rechnet man dies auf die durchschnittliche tägliche Unterrichtsdauer um, werden diese Kinder fünf Stunden pro Tag unterrichtet. So sind die Sechstklässler und Neuntklässler, bei denen die häufigste Antwort die von 32 Unterrichtsstunden wöchentlich ist, in einem größeren zeitlichen Umfang schulisch eingebunden. Einen höheren zeitlichen Unterrichtsrahmen von mehr als 33 Wochenstunden gaben im Vergleich zu den Nennungen der häufigsten Antwort weniger Schüler an. In der 12. Jahrgangsstufe hingegen fielen die meisten Antworten auf die Unterrichtsstundenzahl von 31 Stunden. So scheint es zunächst, als wären diese Schüler von der reinen Zeit her, weniger schulisch eingebunden. Allerdings ist es in dieser Jahrgangsstufe so, dass 45 % der Befragten eine Wochenstundenzahl zwischen 33 und 36 Unterrichtsstunden notierten. Es zeigt sich somit, dass viele eine höhere Wochenstundenzahl haben, als die, die durch die häufigste Antwort repräsentiert wird. Abschließend ist zu sagen, dass von der Grundschule bis in die Oberstufe die Stundenanzahl im Hinblick auf alle gegebenen Antworten immer weiter ansteigt. Das könnte damit zu erklären sein, dass der Stoffumfang immer größer wird. Anzumerken hierbei ist, dass es Grundschülern auf Grund ihres Alters noch nicht zugemutet werden kann, einen hohen zeitlichen Unterrichtsrahmen zu haben. In Bezug auf die übrig bleibende Freizeit ist zu sagen, dass die Grundschüler am Nachmittag generell gesehen mehr Zeit für ihre Freizeitgestaltung haben. Dabei muss natürlich auch berücksichtigt werden, dass diese 183

184 häufig schon zu einer früheren Zeit schlafen gehen, als die Kinder in den höheren Altersstufen. 184

185 Frage 6: An wie vielen Tagen in der Woche hast Du nach Uhr Schulschluss? Ziel dieser Frage war es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, an wie vielen Wochentagen die Schüler erst nach Uhr Schulschluss haben. Gesamt: Diese Frage wurde insgesamt 1926 Schülern der weiterführenden Schulen gestellt. Von diesen beantworteten 48 Personen die Frage nicht. Der Auswertung liegen daher 1878 gegebene Antworten als Basis (100 %) zu Grunde. Abbildung 7 19,7 % der Schüler haben nach eigenen Angaben immer vor 14:00 Uhr Schulschluss. 35,8 % der Befragungsteilnehmer machten die Angabe, an einem Tag der Woche erst nach Uhr den Unterricht zu beenden. An zwei Tagen nach der angegebenen Zeit Schluss zu haben, gaben 19,9 % der Personen als Antwort an. 14,0 % berichteten von drei Tagen, an denen sie nach 14:00 Schulschluss haben. Vier Tage in der Woche schrieben 6,6 % der 185

186 Schüler. 4,1 % der Befragten notierten, an allen fünf Tagen nach 14:00 Uhr noch im Unterricht zu sitzen. Diskussion: Anhand dieser Prozentzahlen wird deutlich, dass die häufigste Nennung mit 35,8%, die von einem Tag ist. Der innerhalb der Datenerhebung errechnete Mittelwert beträgt dem hingegen 1,64 Tage. Die zweit häufigste Angabe ist die von zwei Tagen. Den maximal Wert, an allen Schultagen pro Woche nach 14:00 Uhr Schulschluss zu haben, gaben 4,1% der Schüler an. Es ist bei der Sichtung der Prozentzahlen eindeutig, dass trotz dieser Extremangaben, die eindeutige Mehrheit von insgesamt 75,4% (Angaben von null bis zwei Tagen) an weniger als der Hälfte der Schultage in der Woche später Unterrichtschluss hat. Somit können die freien Nachmittage von den Schülern für ihre private Freizeitgestaltung genutzt werden. 6. Klasse: In dieser Altersgruppe konnten 833 der Schüler befragt werden. Davon gaben 28 Personen keine Antwort. Die übrigen 805 Personen bilden die Basis (100 %) für die folgenden Prozentzahlen. 24,6 % haben nach eigenen Angaben nie nach 14:00 Uhr Schulschluss. 40,9 % der Personen schrieben, dass sie an einem Tag in der Woche nach 14:00 Uhr noch Unterricht haben. An zwei Schultagen pro Woche später als Uhr den Unterricht zu beenden, antworteten 23,0 %. 7,2 % der Schüler berichteten, dass sie an drei Wochentagen nach 14:00 Uhr Unterrichtsschluss haben. 2,7 % der Personen machten die Angabe, an vier Tagen in der Woche über Uhr hinaus unterrichtet zu werden. 1,6 % der Teilnehmenden haben nach eigenen Aussagen an allen fünf Tagen der Schulwoche später als Uhr Schulschluss. Diskussion: Die Prozentzahlen lassen erkennen, dass die häufigste Nennung bei den Sechstklässlern mit 40,9% bei einem Tag liegt. Der aus den Antworten errechnete Mittelwert liegt in dieser Altersgruppe bei 1,27 Tagen. Die maximale Angabe von fünf Tagen in der Woche machten 1,6% der Befragten. Insgesamt hat die Mehrheit von 88,5 % der Sechstklässler kein- bis 186

187 zweimal die Woche in den Nachmittagsstunden noch Unterricht. Also haben die Kinder mindestens die Hälfte der Schulwoche unterrichtsfreie Nachmittage und können diese zu außerunterrichtlichen Betätigungen nutzen. 9. Klasse: Es wurde 753 Schüler dieser Altersgruppe die Frage vorgelegt. Von ihnen machten 18 Personen keine Angaben. Aus diesem Grund wird hier die Zahl der übrigen 735 Jugendlichen als 100 % zu Grunde gelegt. 22,7 % der Jugendlichen gaben die Antwort, dass sie an keinem Schultag nach 14:00 Uhr Schulschluss haben. 45,3 % der Teilnehmenden schrieben, dass sie einmal pro Woche und 16,9 % der Schüler, dass sie an zwei Tagen pro Woche noch nach Uhr Unterricht haben. 12,7 % der Jugendlichen antworteten, dass sie an drei Tagen in der Woche noch länger als 14:00Uhr unterrichtet werden. Von vier Tagen pro Woche berichteten 1,8 % der Personen. An allen Schultagen in der Woche noch nach 14:00 Uhr in der Schule zu sein, gaben 0,7 % der Jugendlichen als Antwort. Diskussion: Die Prozentzahlen verdeutlichen, dass mit 45,3 % die häufigste Nennung, die von einem Tag in der Woche ist. Der errechnete Mittelwert liegt für diese Jahrgangsstufe bei 1,27 und ist somit geringer als der Mittelwert der Gesamtergebnisse der weiterführenden Schulen. 84,9 % der Jugendlichen nannten eine Wochentagszahl von null bis zwei Tagen. So haben auch in dieser Altersgruppe die meisten Schüler mindestens drei Tage in der Woche nachmittags keinen Unterricht. Die Angabe, an allen fünf Tagen in der Woche später als 14:00 Uhr Schulschluss zu haben, machten 0,7 %. Dies stellt eine 3,7-prozentige Differenz zu dem Gesamtergebnis dar. 187

188 Jahrgangsstufe 12: Die Frage wurde 336 Schülern der Jahrgangsstufe 12 gestellt. Mit der Ausnahme von zwei Personen gaben alle eine Antwort auf die Frage. 334 Personen bilden somit die 100%-Basis für die folgenden Prozentzahlen. 1,2 % der Befragten antworteten, dass sie nie später als 14:00 Uhr Schulschluss haben. 2,4 % in dieser Jahrgangsstufe gaben an, dass sie an einem Tag pro Woche zu einem späteren Zeitpunkt den Unterricht beenden. An zwei Tagen pro Woche nicht vor 14:00 Uhr Schulschluss zu haben, gaben 18,9 % der Schüler an. 33,2 % der Befragten berichteten, dass sie an drei Tagen pro Woche später den Unterricht verlassen. An vier Tagen in der Woche haben nach eigenen Angaben 26,6 % und an allen Schultagen 17,7 % der Schüler später als 14:00 Uhr Unterrichtsschluss. Diskussion: Es ist erkennbar, dass die häufigste Nennung in dieser Altersgruppe mit 33,2 % die von drei Tagen ist. Der Mittelwert der Antworten liegt in der 12. Jahrgangsstufe bei 3,35 Tagen. Das hängt damit zusammen, dass u.a. 26,6 % schrieben, dass sie an vier und 17,7 % notiert haben, an fünf Tagen in der Schulwoche später als 14:00 Uhr Unterrichtschluss zu haben. Insgesamt haben 77 % der Schüler an drei Tagen oder mehr Tagen nachmittags Unterricht und dementsprechend weniger Zeit für außerschulische Aktivitäten. Gesamttrend: Diese Frage wurde ausschließlich an die Schüler der weiterführenden Schulen gestellt. Wenn man ihre Antworten miteinander vergleicht, stellt sich heraus, dass in den 6. Klassen die häufigste Nennung, die von einem Tag in der Woche ist. Die deutliche Mehrheit von 88,6 % hat in dieser Altersgruppe mindestens die Hälfte der Schulwoche am Nachmittag unterrichtsfrei. Auch in der 9. Klasse war die häufigste Antwort, dass die Schüler nur einmal in der Woche noch zu einem späteren Zeitpunkt unterrichtet werden. Auch in dieser Altersgruppe hat die deutliche Mehrheit von 84,9 % kein- bis zweimal die Woche nach 14:00 Uhr Schulschluss und hat somit ebenfalls mindestens die Hälfte der Schulwoche keinen nachmittäglichen Unterricht. Anders sieht die Verteilung in der Jahrgangsstufe 12 aus. Hier war die häufigste Nennung, die von drei Tagen in der Woche. Insgesamt haben in dieser Altersgruppe 77 % der Befragten mehr als die Hälfte der Schulwoche noch nachmittags Unterricht. So ist abschließend zu sagen, dass der Mehrheit der Zwölftklässler weniger Zeit am Nachmittag für außerunterrichtliche Aktivitäten übrig bleibt. Anzumerken ist hierbei, dass 188

189 in der Oberstufe häufig eine andere Unterrichtsstundenverteilung vorliegt. So kann es vorkommen, dass die Schüler teilweise einzelne Stunden zwischendurch keinen Unterricht, aber dafür mehr Unterrichtstunden am Nachmittag haben. In der Oberstufe ist dieses davon abhängig, welche Kurse die Schüler belegt haben. Frage 7: Wie viele Minuten brauchst Du von zu Hause bis zur Schule? Auf Grund der Tatsache, dass die Frage offen gestellt wurde, gab es eine Vielzahl von Antworten. Zur Erleichterung der Auswertung und verständlichen Darstellung war es daher erforderlich, Antwortkategorien zu bilden, die den Antworten individuell angepasst wurden. Hierbei werden die meist genannten Minuten innerhalb dieser Kategorien mit aufgeführt. Um auch hier die extremen Angaben zu würdigen, werden auch Nennungen angeben, die nur von geringen Anteilen der Schüler gegeben wurden. Zur besseren Übersichtlichkeit werden die zeitlichen Kategorien in einzelnen Absätzen dargestellt, beginnend mit der geringsten Minutenzahl. 189

190 Gesamt: Abbildung Schüler, der 6. und 9. Klassen sowie der Jahrgangstufe 12 wurden dazu befragt. 15 Personen von ihnen machten keine Angaben. Somit bilden 1911 Teilnehmende die Basis (100 %) für die unten angegebenen Prozentzahlen. 5,9 % der Befragten gaben an, dass sie für den Schulweg zwischen 1 bis 5 Minuten benötigen. Die Mehrheit von ihnen (63,4 %) schrieb 5 Minuten auf. 12,9 % der Schüler benötigen nach eigenen Angaben für einen Weg zwischen 6 und 10 Minuten. 78,5 % von ihnen machten dabei die Angabe von 10 Minuten. 13,4 % notierten einen Zeitrahmen, der der Kategorie zwischen 11 bis 15 Minuten zugeordnet werden kann. Von diesen gaben 91,8 % an, dass sie einen Weg von 15 Minuten haben. Einen Zeitrahmen von 16 bis 20 Minuten, schrieben 15,9% der Befragten auf, von denen sich 94,1 % für eine Angabe von 20 Minuten entschieden. 8,0 % der Schüler gaben eine Zeitspanne von 22 bis 25 Minuten an, wobei mit 96,1 % die meisten einen 25-minütigen Schulweg aufgeschrieben haben. 190

191 Zwischen 26 bis 30 Minuten dauert der Schulweg nach eigenen Angaben für 18,5 % der Schüler. Dabei schrieb die Mehrheit von ihnen mit 97,2 % 30 Minuten auf. Der nächste Zeitabschnitt liegt bei 32 und 35 Minuten. Die Anzahl von 32 Minuten wurde von 0,2 % der Personen und die Anzahl von 35 Minuten von 3,3 % der Personen gemacht. 6,3 % der Schüler nannten eine Zeitspanne zwischen 37 und 40 Minuten. 92,6 % von ihnen notierten, dass sie 40 Minuten für ihren Weg einrechnen müssen. Der nächste Zeitabschnitt umfasst die Schulwegdauer von 42,5 Minuten bis 45 Minuten. Innerhalb dieser Spanne haben 7,2 % der Personen ihre Angaben gemacht, wobei nur einer die Minutenzahl von 42,5 Minuten aufgeschrieben hat. 3,0 % der befragten Personen benötigen nach eigenen Angaben für ihren Schulweg zwischen 46 und 50 Minuten. Dabei hat mit 96,5 % die Mehrheit einen 50-minütigen Weg. Von 0,4% der Befragten, die insgesamt für ihren Schulweg 51 bis 55 Minuten brauchen, gaben 71,4 % an, 55 Minuten zu benötigen. In dem Bereich von mehr als 60 Minuten, bei dem die Maximalangabe 120 Minuten beträgt, machten 1,2 % der Befragten ihre Angaben. Diskussion: Die angegebenen Zahlen zeigen, dass die häufigste Nennung mit 18,5 %, in den Bereich zwischen 26 bis 30 Minuten fällt. Der berechnete Mittelwert für alle Angaben in den weiterführenden Schulen liegt bei 26,1 Minuten. Hohe Minutenangaben von über 60 Minuten bis hin zur maximalen Angabe von 120 Minuten gaben 1,2 % der Befragten an. So gibt es Schüler, die einen zeitlich gesehen relativ kurzen Weg von wenigen Minuten haben, aber auch andere die viele Minuten bis zur Schule benötigen. Diese Spanne könnte damit zusammenhängen, dass einige Schüler einen größeren Weg zurück legen müssen, da es bei den weiterführenden Schulformen nicht selbstverständlich ist, dass die Schüler in der Nähe der Schule wohnen, sondern diese mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichen. 191

192 6. Klassen: Es wurden 833 Schüler der 6. Klassen zu dem zeitlichen Umfang eines Schulweges befragt. Von ihnen gaben 824 Personen ihre Schulwegdauer an. Sie sind somit die Basis von 100 %. 6,4 % der Befragten machten eine Zeitangabe zwischen 1 und 5 Minuten. Für 62,3 % davon beansprucht der Weg nach eigenen Angaben 5 Minuten. 13,8 % der teilnehmenden Personen benötigen 6 bis 10 Minuten zur Schule. Mit 77,2 % notierte die Mehrheit dieser Schüler eine Zeit von 10 Minuten. Insgesamt fallen 12,9 % der Antworten in die Zeitspanne von 12 bis 15 Minuten. Davon gaben 91,5 % für ihren Schulweg die Zeit von 15 Minuten an. 15,8 % der Befragten machten die Angabe, für ihren Schulweg zwischen 16 und 20 Minuten zu benötigen. Davon schrieben 93,1 % der Schüler 20 Minuten auf. 7,6 % gaben an, zwischen 22 und 25 Minuten für einen Schulweg zu brauchen. Davon nannten 92,1 % die Zeit von 25 Minuten. 18,6 % der Befragten notierten einen zeitlichen Rahmen, der zwischen 26 und 30 Minuten liegt, wobei die Mehrheit mit 96,1 % angab, 30 Minuten für den Weg zu benötigen. Der daran anschließende zeitliche Abschnitt beinhaltet die Minutenzahlen von 32 und 35 Minuten für den Schulweg. Insgesamt gaben 4,6 % der Schüler Antworten in dieser Kategorie. Die meisten (92,1 %) von ihnen berichteten, 35 Minuten für ihren Schulweg zu benötigen. 5,1 % der Befragten gaben zwischen 37 und 40 Minuten an, 85,7 % von ihnen schrieben, einen 40-minütigen Schulweg zu benötigen. Einen 45- bis 50-minütigen Schulweg haben nach eigenen Angaben 9,7 % der Befragten. Davon geben 70,0 % die Zeit von 45 Minuten an. Jeweils 0,1 % der antwortenden Schülerschaft machte die Angabe, dass ihr Schulweg eine Zeit von 52,5 bzw. 53 Minuten beansprucht. 4,1 % der Befragten benötigen ihren Antworten zufolge 60 Minuten für ihren Schulweg. 0,8 % gaben eine Dauer von mehr als 60 Minuten an, wobei die Höchstzahl bei 90 Minuten liegt. 192

193 Diskussion: Die dargestellten Prozentzahlen verdeutlichen, dass 18,6 % der Befragten eine Schulwegdauer zwischen 26 und 30 Minuten haben. Der auf alle Angaben bezogene Mittelwert beträgt für die 6. Klasse 25,7 Minuten. So benötigen 20,2 % der Teilnehmenden für den Schulweg eine relativ geringe Zeit von einer bis zehn Minuten. Es gibt allerdings auch Schüler, die für den Weg über 60 Minuten benötigen. Dies ist bei 0,8 % der Befragten der Fall. 9. Klassen: Die Frage konnte 753 Jugendlichen aus den Klassen 9 gestellt werden. Drei der Schüler gaben in diesem Zusammenhang keine Antwort auf diese Frage an. Deshalb basiert die folgende Auswertung auf 750 Teilnehmende als Grundlage (100 %). Für 6,1 % der teilnehmenden Personen beträgt der Schulweg zwischen 1 und 5 Minuten. Davon gab die Mehrheit (63,0 %) an, 5 Minuten zu benötigen. 12,4 % brauchen zwischen 6 und 10 Minuten für den Schulweg. Davon gaben 77,4 % die Zeit von 10 Minuten an. 14,0 % der Schüler nannten für den Schulweg einen Zeitrahmen zwischen 11 und 15 Minuten. Von ihnen gaben 93,3 % einen 15-minütigen Schulweg. 15,1 % der Schüler haben nach eigenen Angaben einen Schulweg, der zwischen 17 und 20 Minuten liegt. Davon gab die Mehrheit (93,8 %) an, 20 Minuten für den Weg zu brauchen. 6,8 % der Befragten benötigen ihren Antworten zu folge 25 Minuten für ihren Schulweg. 18,5 % der Teilnehmenden notierten eine Zeit zwischen 27 und 30 Minuten. Davon gab die Mehrheit (97,1 %) 30 Minuten für ihren Weg an. 2,8 % haben einen 35 Minuten dauernden Schulweg. 7,9 % nennen einen zeitlichen Rahmen zwischen 36 und 42 Minuten für den Schulweg, der bei 96,6 % von ihnen 40 Minuten umfasst. Die nächste Zeitkategorie beinhaltet die Minutenzahlen von 42,5 und 45 Minuten. 7,9% der Teilnehmenden gaben Zeiten in dieser Spanne an. Davon hat die Mehrheit (98,3 %) nach eigenen Angaben einen 45-minütigen Schulweg. 193

194 Darauf folgt der zeitliche Abschnitt von 49 und 50 Minuten. 2,8 % der Antwortenden notierten eine Minutenangabe, die in diesem Bereich liegt. Die Mehrheit in dieser Gruppe (95,2 %) gab an, 50 Minuten für den Weg von zu Hause bis zur Schule zu brauchen. Der nächste zeitliche Abschnitt umfasst 55 bis 60 Minuten. 4,1 % der Schüler nannten einen Schulweg in diesem Umfang, wobei 90,3 % dieser Personen nach eigenen Angaben einen 60-minütigen Weg bis zur Schule zurücklegen müssen. Die weitergehend genannten Zeiten für den Schulweg, die von 65 Minuten bis 100 Minuten als höchste angegebene Zahl gehen, werden zusammengefasst dargestellt, denn ein in Relation zu dem gesamten Anteil der Teilnehmenden relativ kleiner Teil, d.h. 1,6 % der Schüler der 9. Klasse, haben eine Minutenzahl angegeben, die diesem Bereich zugeordnet werden kann. Diskussion: Die häufigste Nennung in den 9. Klassen war die von einem Schulweg in der zeitlichen Kategorie zwischen 27 und 30 Minuten. Der im Rahmen der Datenerhebung errechnete Mittelwert in dieser Altersgruppe liegt bei 26,5 Minuten. In dieser Jahrgangsstufe haben 18,5 % nach eigenen Angaben einen relativ kurzen Schulweg zwischen 1 und 10 Minuten. Für 1,6 % der Schüler hingegen beträgt dieser Weg zwischen 65 bis 100 Minuten als höchste angegebene Wegdauer. So lässt sich auch hier erkennen, dass manche Schüler, eventuell aus wohnortsbedingten Gründen, einen längeren Weg bis zur Schule zurücklegen müssen. Jahrgangsstufe 12: Insgesamt wurden 336 Schüler in den 12. Jahrgangsstufen befragt. Außer drei Personen gaben alle eine Antwort auf diese Fragestellung. So sind die 333 Teilnehmer die 100 %-Basis für die folgenden Prozentzahlen. 3,6 % von ihnen berichteten, dass die Dauer für ihren Schulweg zwischen 2 und 5 Minuten beträgt. Von diesen gab die Mehrheit (66,7 %) die Zeit von 5 Minuten an. Eine Zahl innerhalb der zeitlichen Kategorie zwischen 6 und 10 Minuten notierten 11,4% der Befragungsteilnehmer. Davon schrieb die Mehrheit (86,8 %) zehn Minuten auf, die nach eigenen Angaben für den Schulweg benötigt werden. 194

195 13,8 % machten die Angabe, eine Zeit zwischen zwölf und 15 Minuten für den Weg von zu Hause zur Schule zu benötigen. Dabei schrieben 89,1 % dieser Personen eine Dauer von 15 Minuten auf. Der folgende Zeitrahmen beinhaltet den Zeitrahmen von 18 bis 20 Minuten. Insgesamt 18,0 % der Teilnehmenden machten in diesem Bereich. Die Mehrheit (96,7 %) von ihnen schrieb, dass ihr Schulweg 20 Minuten umfasst. Als nächstes folgt die Zeitspanne von 23 bis 25 Minuten. 11,4 % der Personen machten eine Angabe, die dieser Kategorie zugeordnet werden kann. 97,4 % von ihnen antworteten mit 25 Minuten. 21,0 % der Befragungsteilnehmer notierten Zeiten, die in den Bereich zwischen 30 und 35 Minuten fallen, wobei davon 87,1 % der Schüler nach eigenen Angaben einen 30-minütigen Schulweg haben. Der folgende Zeitrahmen umfasst 37 bis 40 Minuten für den Schulweg. 6,0% der Jugendlichen berichten über Minutenzahlen in dieser Zeitspanne. Davon schrieben 95,0 % einen 40-minütigen Schulweg auf. 6,6 % der Personen führten an, dass sie 45 Minuten für den Weg zur Schule benötigen. Ein 50 Minuten umfassender Weg wurde von 3,6 % der Befragten angegeben. 0,6 % der Schüler in dieser Altersgruppe nannten eine Schulwegdauer von 55 Minuten. 3,3 % der Personen haben ihren Angaben nach einen 60minütigen Weg von zu Hause zur Schule. Als maximale Minutenzahl wurde eine Zeit von 70 Minuten genannt. Von dieser Zeit berichteten 0,6 % der Befragten in der Jahrgangsstufe 12. Diskussion: Die Prozentzahlen der 12.Jahrgangsstufe zeigen, dass mit 21,0 % die häufigsten Nennungen auf eine Minutenanzahl zwischen 30 und 35 Minuten fallen. Der Mittelwert für die Antworten dieser Jahrgangsstufe liegt bei 26,1 Minuten. Dies hängt u.a. damit zusammen, dass 58,2 % der Befragten eine Minutenzahl genannt haben, die unter 30 Minuten fällt, wobei 15 % von ihnen höchsten zehn Minuten benötigen. Einen über 60- minütigen Weg hingegen, wobei hier nur als maximale Zeit 70 Minuten genannt wurden, haben nach eigenen Angaben nur 0,6 %. 195

196 Gesamttrend: Wenn man die Wegdauern der Schüler in den 3., 6., 9. Klassen sowie in der 12. Jahrgangsstufe miteinander vergleicht fällt auf, dass die Mehrheit der befragten Grundschüler eine geringe zeitliche Wegdauer hat. So brauchen insgesamt 63,3 % der Befragten zehn Minuten oder weniger bis zur Schule. Dies kann damit zusammenhängen, dass sie im Vergleich zu den Schülern der weiterführenden Schulen, häufig in der Nähe der Schule wohnen bzw. häufiger mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Von diesem Aspekt berichteten persönlich auch einige Grundschüler im Rahmen der Befragung. Bei den Sechstklässlern ist in Bezug auf die vorher angeführten Minutenangaben, eine Steigerung zu vermerken. So wurden bei ihnen die häufigsten Angaben im Bereich zwischen 26 und 30 Minuten gemacht. Wenn man die Minutenzahlen bis zehn zusammenrechnet, fällt hierbei auf, dass aber immerhin noch 20,2 % eine geringe Minutendauer von einer bis zehn Minuten benötigen. Bei den Neuntklässlern war die häufigste Antwort im zeitlichen Rahmen zwischen 27 und 30 Minuten. Immerhin 18,5 % berichteten aber auch von einem Schulweg, für den sie eine bis zehn Minuten benötigen. In der 12. Jahrgangsstufe hingegen fielen die meisten Antworten auf eine benötigte Zeitdauer zwischen 30 und 35 Minuten. Zusammengerechnet gaben hingegen auch 58,2 % der Befragten eine Minutenzahl an, die geringer ist. Bei abschließender Betrachtung der häufigsten Antworten fällt auf, dass sich die Minutenanzahl von der Grundschule bis zur Oberstufe immer weiter steigert, aber es auch bei den weiterführenden Schulen immer noch eine große Anzahl von Schülern gibt, die zehn Minuten oder weniger bis zur Schule brauchen. Bei den weiterführenden Schulen ist hierbei anzumerken, dass im Vergleich zu den Grundschülern, viele Schüler nicht mehr in der Nähe der Schule wohnen werden. Bei den Klassen 9 und der 12. Jahrgangsstufe wird es auch einige geben, die bereits motorisiert sind und deshalb eine geringere Minutenzahl zur Schule brauchen, als ihre Altersgenossen, die die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Angeführt werden muss hierbei in Bezug auf die Freizeit der Schüler, dass die Grundschüler gesamt gesehen im Vergleich zu den Schülern der weiterführenden Schulen weniger Zeit durch ihren Schulweg verlieren. 196

197 Frage 8: Gehst Du auf eine Ganztagsschule? Diese Frage konnte nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Gesamt: Abbildung 9 Es wurden 1926 Schüler zu diesem Thema befragt. Elf Personen von ihnen machten keine Angaben. Somit bilden die 1915 Teilnehmenden die Basis (100 %) für die folgenden Prozentzahlen. Von diesen antworteten 22,6 % mit Ja und 77,4 % mit Nein. 197

198 Diskussion: Die Prozentzahlen zeigen, dass die große Mehrheit der Schüler nicht auf einer Ganztagsschule ist. Trotzdem verdeutlichen die Angaben, dass etwas mehr als jeder fünfte Schüler ganztägige Schulformen besucht. 6. Klassen: In dieser Altersgruppe wurde 833 Personen diese Frage gestellt, wobei vier Schüler keine Antwort auf die Frage gegeben haben. Die verbleibenden 829 Personen bilden deshalb die Basis von 100 % für die unten angegebenen Prozentzahlen. 23,8 % von ihnen bejahten den Besuch einer Ganztagsschule. Die übrigen 76,2 % verneinten die Frage. Diskussion: Die Zahlen verdeutlichen, dass die meisten Schüler in den 6. Klassen, d.h. 76,2 %, keine Ganztagsschule besuchen. Allerdings ist auch in dieser Altersgruppe etwas mehr als jeder fünfte Schüler in einer ganztägigen Schulform. 9. Klasse: Die Frage wurde 753 Jugendlichen vorgelegt. Sie wurde von 749 beantwortet, die damit die Auswertungsbasis von 100 % bildet. Bestätigt wurde der Ganztagsschulbesuch von 22,2 % der Befragten. 77,8 % verneinten diese Frage. Jahrgangsstufe 12: Insgesamt wurden 336 Schüler zu diesem Themenbereich befragt. Drei von ihnen gaben keine Antwort auf die Frage. Die übrigen 333 Personen bilden also die 100 %-Basis für die folgenden Prozentzahlen. 198

199 21,0 % von ihnen wählten die Antwortmöglichkeit Ja aus. Für die Antwortmöglichkeit Nein entschieden sich 79,0 % der Befragten. Diskussion: Dieses Zahlenverhältnis zeigt, dass auch in der 12. Jahrgangsstufe die deutliche Mehrheit von 79,0 % der Befragten nicht auf einer Ganztagsschule ist. Die Befragung ergab, dass aber in dieser Jahrgangsstufe etwas mehr als jeder fünfte Schüler die ganztägige Form der Schule besucht. Gesamttrend: Beim Vergleich der Prozentzahlen für die 3., 6., 9. Klassen sowie der 12. Jahrgangsstufe fällt auf, dass insgesamt gesehen, die Mehrheit der Schüler keine Ganztagsschule besucht bzw. an ihr teilnimmt. So gibt es bei keiner der befragten Altersgruppen eine Mehrheit, die über die Teilnahme an einer Ganztagsschule berichtet. Im Gesamtzusammenhang gesehen, sind es die Sechstklässler, die am häufigsten an einer ganztägigen Schulform angemeldet sind. 199

200 Frage 9: Gibt es an Deiner Schule ein freiwilliges Nachmittagsprogramm? Diese Frage konnte von den Schülern nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Gesamt: Abbildung Schülern wurde diese Frage vorgelegt von ihnen machten Angaben zu der Thematik, so dass diese die Basis (100%) für die folgende Angaben sind. 76,9 % berichten, dass die Möglichkeit besteht, an einem freiwilligen Nachmittagsprogramm teilzunehmen. Die übrigen 23,1 % der Befragten verneinten dies. 200

201 Diskussion: Es wird deutlich, dass die Mehrheit von 76,9 % die Möglichkeit hat, an freiwilligen Nachmittagsprogrammen im schulischen Rahmen teilzunehmen und dort u.a. freizeitlichen Tätigkeiten nachgehen kann. 6. Klassen: 833 Schüler wurden befragt. 20 Personen von ihnen kreuzten keine der Antwortmöglichkeiten an. Deshalb sind die verbleibenden 813 Personen die Basis (100%) für die folgenden Prozentzahlen. Davon bejahten 76,9 % die Frage nach einem freiwilligen Nachmittagsprogramm an ihrer Schule. 23,1 % der Personen wählten die Antwortmöglichkeit Nein aus. Diskussion: Die Prozentzahlen zeigen, dass 76,9 % der Sechstklässler an freiwilligen Nachmittagsprogrammen teilnehmen können. Diese haben somit die Gelegenheit auch im außerunterrichtlichen Bereich freizeitlichen Tätigkeiten nachzugehen und dort somit einen Teil ihrer Freizeit zu verbringen 9. Klassen: Insgesamt konnte die Befragung mit 753 Schülern durchgeführt werden. Zwölf Personen entschieden sich für keine der Antwortmöglichkeiten. Der Auswertung liegen daher 741 gegebene Antworten als Basis von 100 % zugrunde. 76,5 % der Teilnehmenden bestätigen das Bestehen eines freiwilligen Nachmittagsprogramms. 23,5 % von ihnen bestätigten dies nicht. Diskussion: Anhand dieser Zahlen zeigt sich, dass die meisten Schüler (76,5 %) die Gelegenheit haben, ihre Freizeit im Rahmen eines freiwilligen Nachmittagsprogramms in der Schule zu gestalten. 201

202 Jahrgangsstufe 12: 336 Personen wurde diese Frage vorgelegt. Mit der Ausnahme von vier Personen beantworteten die übrigen 332 Schüler diese Frage. Somit bilden sie die Grundlage von 100%. 77,7 % von ihnen kreuzten Ja und 22,3 % die Antwortmöglichkeit Nein an. Diskussion: Das Verhältnis der Zahlen lässt erkennen, dass die meisten Schüler (77,7 %) eine Schule besuchen, die ein freiwilliges Nachmittagsprogramm anbietet. Diese können somit über den normalen Unterrichtsrahmen hinaus Freizeitaktivitäten im schulischen Bereich nachgehen. Gesamttrend: Bei dem Vergleich unter den Altersgruppen zeigt sich, dass die deutliche Mehrheit der Schüler die Möglichkeit hat, an einem freiwilligen Nachmittagsprogramm teilzunehmen. Trotzdem fällt beim Verhältnis der jeweiligen Prozentzahlen der unterschiedlichen Altersgruppen auf, dass die Grundschüler mit 55,2 % zu 44,8 % diese Möglichkeit nicht so sehr haben, wie die Schüler der weiterführenden Schulen, bei denen die Bestätigung bei mindestens 76,5 % (Vgl. Klasse 9) liegt. Dies könnte damit begründet werden, dass die Grundschulen im Vergleich gesehen keine so große Konzentration auf nachmittägliche Angebote haben, da die Schüler meistens schon früh Unterrichtsschluss haben, wenn sie eine Halbtagsgrundschule besuchen. Zusatzfrage zu Frage 9: Wenn ja, an welchen Angeboten nimmst Du teil? Die Frage wurde offen gestellt, um die Schüler in ihren Antworten nicht zu begrenzen. Die Darstellung der Prozentzahlen erfolgt beginnend mit dem am häufigst genannten Angebot. Hier werden, wie bei der Grundschule auch, nur noch die Oberbegriffe genannt. Um Erkenntnisse über die Vielfalt der Angebotspalette ziehen zu können, werden abschließend auch die geringen Nennungen berücksichtigt. Zur besseren Übersichtlichkeit erfolgt die Darstellung in einzelnen Abschnitten. 202

203 Gesamt: Es wurden 1926 Schüler zu diesem Thema befragt von ihnen machten keine Angaben. Die übrigen 410 Personen stellen somit die Basis (100 %) für die folgenden Prozentzahlen dar. Die 410 Personen antworteten dabei wie folgt: Insgesamt 12,0 % nannten die Fußball-AG. 8,5 % der Schüler nutzen die Teilnahme an der Hausaufgabenbetreuung. Die Management-AG als auch die Chor-AG wurde von je 5,9 % der Personen angeführt. 5,6 % der Befragten berichteten, Pausensport zu machen. Ebenfalls 5,6 % schrieben, dass sie Teilnehmer der Tanz-AG sind. An der Theater-AG nehmen nach eigenen Angaben 4,1% der Schüler teil. Die Englisch-AG sowie die Betreuung besuchen jeweils 3,4 % in dieser Jahrgangsstufe. 3,2 % der antwortenden Personen erklärten ihre Teilnahme an der Orchester-AG. 2,9 % der Schüler schrieben auf, Teilnehmer irgendeiner AG zu sein. Ebenfalls 2,9 % der Personen gaben an in der Handball-AG aktiv zu sein. 2,7 % der Befragten wirken nach eigenen Aussagen bei dem Angebot Band mit. Den Besuch der Architektur-AG gaben 2,4 % der Personen an. Ebenfalls je 2,4 % machen nach eigenen Angaben bei der Selbstverteidigungs- bzw. der Schulgarten-AG mit. 203

204 Weitere 2,2 % der Schüler notierten, dass sie Teilnehmer der Kunst-AG sind. 2,0 % der Personen schrieben, dass sie an der Schach-AG teilnehmen. Ebenfalls 2,0% der Befragten sind in der Lernberatung. 1,7 % der Schüler spielen ihren Antworten zufolge in der Badminton-AG mit. Weitere 1,7 % besuchen jeweils die DELF-AG bzw. Förderprogramme. In den folgenden Angeboten sind jeweils 1,5 % der Befragten: - Altgriechisch bzw. Griechisch - Erste-Hilfe-AG - Spielen - Mofa-AG - Musik-AG - Schülercoaching - Silencium (verschiedene Schreibweisen) Jeweils 1,2 % der Schüler nehmen nach eigenen Angaben an einer der folgenden AGs teil: - Business-Englisch-AG - Basketball-AG - Bilinguale AG - Sketch-AG - Volleyball-AG 204

205 Jeweils 1,0 % der Befragten schrieben, dass sie in einem der folgenden Programme aktiv sind: - Röhrenwerke - Sport-AG - Textil-AG Jeweils 0,7 % der Antwortenden besuchen nach eigenen Aussagen folgende AGs: - Spanischkurs - Homepage-AG - Karate-AG - Latein - Deko-AG - Billard - Coaching Jeweils 0,5 % der Befragten gaben an, bei jeweils einer der unten aufgeführten Gruppen mitzumachen: - Schülervertretung - Schülerzeitung - Tischtennis - Sportbetreuung - Hip Hop - Lese-AG - Lichttechnik-AG - Mathematik - Mittagessen - Chillen - Computer-AG - Bücherei - OA-Spiele-Treff - Deutsch - Akrobatik-AG - Kicker spielen 205

206 Jeweils 0,2 % berichteten Teilnehmer an einem der unten angegebenen Programme zu sein: - Rechtschreibhilfe - Robbo-AG - Schmuck-AG - Praktische Aufgaben in Sexualkunde - Schulshop - Kickboxen - Lernen - Streitschlichter - Tontechnik-AG - Atrium-AG - Basteln - Bockteam - Turn-AG - Pausenbetreuung - FM (leider keine genauere Angabe möglich) - FD (leider keine genauere Angabe möglich) - Maskenbildner-AG - Lehrerhelfer - Handarbeits-AG - Geigenunterricht Diskussion: Die angegebenen Prozentzahlen verdeutlichen, dass bei der Bildung von entsprechenden Oberkategorien, die meisten Verteilungen auf den sportiven, musischen und künstlerischkreativen Bereich fallen. Da nicht alle Begriffe hinsichtlich ihrer Bedeutung identifizierbar sind, können den Kategorien nur verständliche Begriffe zugeordnet werden. So zeigt sich, dass der sportive Bereich mit insgesamt 36,2 % an Nennungen am häufigsten vertreten ist. Diesem Bereich zugeordnet sind hierbei folgende sportliche Aktivitäten: Fußball-AG, Tanz- AG, Pausensport, Handball-AG, Selbstverteidigungs-AG, Badminton-AG, Basketball-AG, Volleyball, Sport-AG, Karate-AG, Billiard, Sportbetreuung sowie Akrobatik-AG. Der zweite Platz in Bezug auf die Häufigkeit der Nennungen wird von dem musischen Bereich mit 14,0 % eingenommen. Diesem sind die Begriffe Chor-AG, Orchester, Band, Musik-AG, Hip Hop und Geigenunterricht zugeordnet. Den dritten Platz mit 8,9% nimmt der künstlerisch-kreative Bereich ein, unter den die Nennungen Theater-AG, Kunst-AG, Sketch-AG, Textil-AG, Maskenbildner-AG und Handarbeits-AG fallen. Unabhängig von der Häufigkeit der 206

207 Nennungen ist insgesamt auffällig, dass es mehrere Angebote im sprachlichen Bereich gibt, aber dass auch der Bereich der Förderung und Betreuung häufiger aufgeführt wird. Klasse 6: 833 der Sechstklässler konnten zu dieser Thematik befragt werden. 604 von diesen machten allerdings keine Angaben. So sind 229 Schüler die Basis (100%) für die Auswertung. 17,5 % der Befragten machten die Angabe, an der Fußball-AG teilzunehmen. 13,1 % der Schüler besuchen die Hausaufgabenbetreuung. 8,7 % der Befragten notierten, dass sie in der Tanz-AG aktiv sind. Beim Pausensport aktiv zu sein, gaben 6,6 % der Befragten als Antwort. Vom Besuch einer Englisch-AG berichteten 6,1 % der Personen. In der Handball-AG sind nach eigenen Angaben 5,2 % der Schüler. 4,4 % der Befragten gaben an, überhaupt bei einer AG mitzumachen. Diesbezüglich wurde keine genauere Spezialisierung von den Schülern vorgenommen. Ebenfalls 4,4% gaben an, dass sie Teilnehmer der Selbstverteidigungs-AG sind. 3,9 % der Schüler schrieben, dass sie in der Betreuung sind. Weitere 3,9 % der Befragten gaben die Antwort, dass sie die Schulgarten-AG besuchen. Den Besuch des Silenciums gaben 2,6 % der Personen an. Ebenfalls 2,6 % schrieben, dass sie in der Badminton-AG mitspielen. 207

208 Jeweils 2,2 % der Befragten formulierten, Teilnehmer der Sketch-AG bzw. der Bilinguale-AG zu sein. Jeweils 1,7 % der Teilnehmenden antworteten beim Programm einer der jeweils unten aufgeführten AGs mitzumachen: - Kunst-AG - Basketball-AG - Schach-AG - Spielen Die Frage wurde von jeweils 1,3 % der Schüler mit der Teilnahme in einer der folgenden Gruppen beantwortet: - Textil-AG - Band - Billard-AG Je 0,9 % der antwortenden Personen machten die Angabe, eine der unten aufgelisteten Aktivitäten auszuüben: - Mittagessen - Musik-AG - Akrobatik-AG - Architektur-AG - Deko-AG - Kicker - Bücherei - Förderunterricht - Hip Hop - Karate AG - Lichttechnik-AG - OA-Spiele-Treff - Sportbetreuung 208

209 Die Teilnahme an den weitergehend angeführten Kursen bzw. AGs wurden von jeweils 0,4 % der Befragten angeführt: - Basteln - Bockteam - Turn-AG - Volleyball-AG - Deutsch - FM (keine genauere Erläuterung möglich) - FD (keine genauere Erläuterung möglich) - Geigenunterricht - Handarbeits-AG - Mathematik - Latein-AG - Chillen - PC - Orchester-AG - Rechtschreibehilfe - Robbo-AG - Schmuck-AG - Schülerzeitung - Schulshop - Kickboxen - Sport - Lernen - Tischtennis Diskussion: Die Prozentzahlen zeigen, dass auch hier die häufigsten Nennungen auf die sportiven, musischen und künstlerisch-kreativen Bereiche fallen, aber diesmal auch der Bereich der Hausaufgabenbetreuung einen großen Stellenwert einnimmt. Im Rahmen des sportiven Bereiches wurde insgesamt von 45,7 % der Befragten eine Angabe gemacht. Die Begriffe Fußball-AG, Tanz-AG, Pausensport, Handball-AG, Selbstverteidigungs-AG, Badminton-AG, Basketball-AG, Billiard-AG, Akrobatik-AG, Karate- AG, Sportbetreuung, Turn-AG, Volleyball-AG, Kickboxen und Tischtennis wurden diesem Bereich zugeordnet. Dieser Bereich ist somit der meist genannte. Auf dem zweiten Platz 209

210 findet sich in dieser Altersgruppe die Hausaufgabenbetreuung mit 13,1 %. An künstlerischkreativen Programmen nehmen 6,0 % der Sechstklässler teil. Diesem Bereich wurden folgende Programme untergliedert: Sketch-AG, Textil-AG, Deko-AG, Basteln, Handarbeits- AG, Kunst-AG und Schmuck-AG. Insgesamt 3,9 % der Befragten notierten die Teilnahme an Programmen im musischen Bereich wie Band, Musik-AG, Hip Hop, Geigenunterricht und Orchester-AG, der somit von der Häufigkeit der Nennungen her, den vierten Platz belegt. Klasse 9: 753 Schüler konnten befragt werden. Da 627 von diesen keine Antwort gaben, basieren die unten aufgelisteten Prozentzahlen auf der Basis der teilnehmenden 126 Personen. 9,5 % der befragten Personen gaben an, dass sie im Orchester aktiv sind. 8,7 % der Schüler antworteten, bei der Theater-AG mitzuwirken. 7,1 % der Jugendliche berichteten, dass sie an der Chor-AG teilnehmen. 6,3 % der Befragten sind nach eigenen Aussagen Teilnehmer der Fußball-AG. Jeweils 5,6 % der Schüler berichteten, in der Architektur- bzw. der Delf-AG zu sein. Je 4,8 % der Personen gaben an, in einer der folgenden AGs zu sein: - Altgriechisch bzw. Griechisch - Pausensport - Erste-Hilfe-AG - Mofa-AG - Schülercoaching - Lernberatung 4,0 % der Antworten entfielen auf die Spielebetreuung. 210

211 Jeweils 3,2 % der Jugendlichen notierten, dass sie in der Volleyball-AG bzw. der Schach-AG sind. Ebenfalls 3,2 % der Personen wirken ihren Antworten zufolge in der Kunst-AG mit. Jeweils 2,4 % der Befragten gaben die Antwort, an einem der folgenden Programme teilzunehmen: - Homepage AG - Nachhilfe - Röhrenwerke - Spanischkurs - Sport-AG - Tanz-AG - Coaching - Hausaufgabenbetreuung Jeweils 1,6 % machten die Angabe, eines der unten angeführten Angebote zu nutzen: - Lese-AG - Band - Betreuung - Musik-AG - Latein Jeweils 0,8 % gaben an, bei einer der folgenden AGs mitzumachen: - Karate - Lehrerhelfer - Maskenbildner-AG - Praktische Aufgaben in Sexualkunde - Mathelernberatung - Streitschlichter - Tischtennis - Chillen - Unterstützung von Förderschülern - AGs allgemein - Atrium-AG - Lerncoach 211

212 - Badminton-AG - Basketball - Computer-AG - Pausenbetreuung - Förderprogramm Diskussion: Es ist erkennbar, dass in den 9. Klassen besonders der Bereich der Förderung und Betreuung einen großen Stellenwert einnimmt. So machten insgesamt 23,3 % der Befragten Nennungen in diesem Bereich, dem begrifflich folgende Programme zugeordnet wurden: Schülercoaching, Lernberatung, Nachhilfe, Spielbetreuung, Coaching, Hausaufgabenbetreuung, Betreuung, Lehrerhelfer, Mathelernberatung, Unterstützung von Förderschülern, Lerncoach, Pausenbetreuung sowie Förderprogramm. Anzumerken hierbei ist, dass einige Schüler in diesem Rahmen auch genannt haben, Förder- oder Betreuungsprogramme zu unterstützen oder zu leiten. Es kann vermutet werden, dass diese vielen Nennungen darauf beruhen, dass die Schüler in dieser Altersgruppe vor ihrer Mittleren Reife stehen und deshalb für sie ein großes Programm an Förderungsbetreuung bereitgestellt wird und sie verstärkt an diesen teilnehmen. 22,3 % der Schüler machten Angaben, die in den sportiven Bereich fallen, der somit auf Platz zwei der meist gemachten Nennungen fällt. Begrifflich wurden diesem Bereich folgende Programme zugeordnet: Fußball-AG, Pausensport, Sport-AG, Tanz-AG, Volleyball-AG, Karate, Tischtennis, Badminton sowie Basketball. Den dritten Platz belegt der musische Bereich mit den Nennungen: Orchester, Chor-AG, Musik-AG und Band. 19,8 % der Befragten machten Angaben in diesem Bereich. In den 9. Klassen gibt es weitergehend noch eine gewisse Konzentration auf den sprachlichen Bereich, dem hierbei die Begriffe Altgriechisch bzw. Griechisch, Spanischkurs und Latein zugeordnet wurden. Dieser Bereich liegt von der Häufigkeit der Nennungen mit 8,8 % auf dem vierten Platz. Angaben im künstlerischkreativen Bereich haben 4,4 % der Befragten gemacht. Dieser belegt somit den fünften Platz. 212

213 12. Jahrgangsstufe: 336 Schülern in dieser Altersgruppe wurde die Frage vorgelegt. Auf Grund der Tatsache, dass 284 davon keine Angaben machten, werden die übrigen 52 Personen als 100 % angesetzt. Von den Zwölftklässlern antworteten 46,2 % in der Management-AG aktiv zu sein. Jeweils 11,5 % der Personen schrieben bei der Band oder der Theater-AG mitzumachen. 9,6 % der Schüler dieser Altersgruppe gaben die Antwort, die Business-Englisch-AG zu besuchen. 5,8 % der Personen notierten, an der Betreuung teilzunehmen. Jeweils 3,8 % der Schüler machten die Angabe, in jeweils einer der folgenden AGs tätig zu sein: - Pausensport - Musik-AG - Chor - Schülervertretung Weitere 3,8 % der Teilnehmenden notierten, eine AG zu leiten. 213

214 Jeweils 1,9 % der Personen schrieben auf, an einer der folgenden Angebote teilzunehmen: - Architektur-AG - Lernberatung - Röhrenwerke - Schulgarten-AG - Schülerzeitung - Orchester - Sporthelfer Diskussion: Die Prozentzahlen zeigen, dass bei den Schülern der 12. Klassen besonders die Management-AG, die 46,2 % der Befragten nannten, eine entscheidende Rolle spielt. Diese große Anzahl könnte damit zusammenhängen, dass die Schüler kurz vor ihrem Abitur stehen und somit langsam die Schwelle von der Schule ins Arbeits- bzw. Studienleben überschreiten, in dem das Vorweisen und der Besitz von Management-Komeptenzen durchaus von Vorteil ist. Den zweiten Platz belegt der musische Bereich. Hierzu haben 21 % der Befragten Angaben gemacht, die sich aus den Begriffen: Band, Musik-AG, Chor und Orchester zusammensetzen. Der künstlerisch-kreative Bereich nimmt mit 11,5 % den dritten Platz ein. In diesem Zusammenhang notierten die Schüler in der Theater-AG zu sein. Auf den Bereich der Betreuung fielen insgesamt 9,6% aller Nennungen. Dieser beinhaltet sowohl die Begriffe der allgemeinen Betreuung, als auch der Lernberatung und Kinderbetreuung. So kann angenommen werden, dass in diesem Bereich viele Schüler eine Betreuung bzw. Förderung von jüngeren Schülern durchführen, aber eventuell sich im Rahmen ihres bevorstehenden Abiturs selbst beraten und betreuen lassen. Die gleiche Anzahl von Nennungen erhielt auch die Business-Englisch-AG, sodass diese beiden Bereiche zusammen den vierten Platz bei der Anzahl der Nennungen belegen. Der sportive Bereich, der die Begriffe Pausensport und Sporthelfer beinhaltet, wurde von 5,7 % der Schüler benannt und liegt somit auf dem fünften Platz. 214

215 Gesamttrend: Zunächst fällt bei allen Altersgruppen die große Vielfalt an Angeboten auf. Wenn man nun die Prozentzahlen, die auf die zuvor gebildeten Oberkategorien fallen, vergleicht, ist aber eine Entwicklung bzw. Veränderung zwischen den befragten Jahrgangsstufen erkennbar. Bei den an der Befragung teilnehmenden Grundschülern nimmt der musische Bereich die wichtigste Bedeutung ein. Als zweites folgt der sportive Bereich und als drittes der künstlerisch-kreative Bereich. Bei den 6. Klassen hingegen, wurden die meisten Angaben im sportiven Bereich gemacht. Der musische Bereich liegt bei ihnen nur noch auf Platz vier. Einen wichtigeren Stellenwert haben dabei die Hausaufgabenbetreuung sowie der künstlerisch-kreative Bereich eingenommen. Bei den 9. Klassen hingegen, fielen die meisten Antworten auf den Bereich der Förderung und Betreuung. Gefolgt wurde dieser von dem sportiven Bereich. Der musische Bereich liegt von den Häufigkeiten der Nennung her auf dem dritten Platz. In dieser Altersgruppe gewinnt im Vergleich zu den Angaben der Dritt- und. Sechstklässlern auch der sprachliche Bereich an Bedeutung, der den vierten Platz belegt. Der künstlerischkreative Bereich hat im Vergleich zu den anderen Klassen an Bedeutung verloren. In der 12. Jahrgangsstufe hingegen sieht die Verteilung wieder anders aus. Hier spielt die Management-AG eine entscheidene Rolle und wird von immerhin 46,2 % der Befragten besucht. Anzumerken ist hierbei, dass zuvor noch nie so viele Nennungen auf eine AG gefallen sind. Bei dieser Altersgruppe wird im Vergleich zu der 9. Klasse wieder vermehrt der musische Bereich erwähnt, der hier auf Platz zwei liegt. Den dritten Platz belegt im Vergleich zu den 9. Klassen der künstlerisch-kreative Bereich, der somit wieder an Bedeutung gewinnt. Den vierten Platz belegt der Bereich der Betreuung, der bereits in den 6. Klassen von Bedeutung ist. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass viele Schüler dieser Jahrgangsstufe, eine Betreuung durchführen. Ebenfalls auf dem vierten Platz ist die Business-Englisch-AG. Der sportive Bereich hat im Gegensatz zu den anderen Altersgruppen an Bedeutung verloren und belegt bei den Zwölftklässlern in Bezug auf die Häufigkeit von Nennungen in diesem Bereich den fünften Platz. Abschließend betrachtet ist erkennbar, dass gerade bei den älteren Schülern der 9. Klassen und der 12. Jahrgangsstufe, die Schwerpunktsetzung in der Wahl der Programme, an denen sie teilnehmen, eine andere ist, als bei den jüngeren Schülern. So konzentrieren diese sich vermehrt auf Programme, die sie bei dem erfolgreichen Gelingen ihres bevorstehenden Schulabschlusses unterstützen. Anzumerken ist hierbei, dass es solche Angebote in den unteren Klassen wahrscheinlich nicht in dieser Form geben wird, wie z.b. die Management- AG. 215

216 Frage 10: Wie lange brauchst Du durchschnittlich täglich für Deine Hausaufgaben, das Vorbereiten von Referaten und zum Lernen? Diese Frage ist in fünf verschiedene Antwortkategorien unterteilt, die mit weniger als 30 Minuten beginnen und mit mehr als 3 Stunden abschließen. Die Darstellung der Prozentzahlen wird in der Reihenfolge der Antwortmöglichkeiten vorgenommen. Gesamt: Abbildung 11 Es wurde 1926 Schülern der weiterführenden Schulen diese Frage gestellt. Bis auf 16 Personen beantworteten 1910 Personen die Frage, die somit die 100%- Basis für die folgenden Prozentzahlen sind. Weniger als 30 Minuten für die oben angegebenen Tätigkeiten zu benötigen, gaben 12,9 % der Befragten. Die Antwortmöglichkeit zwischen 30 Minuten und 1 Stunde wählten 37,1 % der Befragungsteilnehmer aus. 37,5 % der Personen kreuzten zwischen 1 und 2 Stunden an. 9,8 % der Schüler entschieden sich, zwischen zwei und drei Stunden für die Erledigung 216

217 dieser Aufgaben zu brauchen. Mehr als drei Stunden zu benötigen, antworteten 2,7 % der Befragten. Diskussion: Die Prozentzahlen verdeutlichen, dass die häufigste Nennung mit 37,5 % zwischen einer und zwei Stunden für die Erledigung der Hausaufgaben, das Vorbereiten und zum Lernen liegt. Ein zeitlich größerer Umfang wird von 12,5 % benötigt. 50 % der Schüler hingegen brauchen weniger als eine Stunde für die Erledigung dieser Aufgaben. 6. Klasse: Es konnten 833 Personen aus dieser Altersgruppe befragt werden. Von ihnen machten 824 eine Angabe zu dieser Thematik, so dass diese die Berechnungsbasis für die folgenden Prozentzahlen sind. 13,1 % davon wählten aus, weniger als 30 Minuten für die Erledigung dieser Verpflichtungen zu benötigen. 41,6 % der Befragten benötigen für die Fertigstellung dieser Aufgaben nach eigenen Angaben täglich zwischen 30 Minuten und 1 Stunde. 35,3 % der Personen entschieden sich für die Antwortmöglichkeit zwischen 1 und 2 Stunden. 7,5 % der Schüler wählten zwischen 2 und 3 Stunden aus. Mehr als 3 Stunden für die Erledigung aufwenden zu müssen, gaben 2,4 % der Befragten an. Diskussion: Anhand dieser Prozentzahlen lässt sich erkennen, dass die meisten der Sechstklässler im Vergleich zu dem Gesamtergebnis für alle befragten Schüler der weiterführenden Schulen weniger Zeit für die Fertigstellung dieser schulischen Verpflichtungen benötigt, denn die häufigste Nennung mit 41,6 % lag bei der Antwortmöglichkeit zwischen 30 Minuten und 1 Stunde. Dies bedeutet, dass diese Altersgruppe über den reinen Unterricht hinaus täglich nicht zeitlich stark durch schulisch Verpflichtungen eingebunden ist. 217

218 9. Klasse: Es wurden 753 Schüler befragt. 749 Personen in dieser Altersgruppe gaben eine Antwort auf diese Frage. Sie sind somit die Basis (100 %) für die folgende Auswertung. Für die angegebenen Verpflichtungen benötigen 13,5 % der Jugendlichen nach eigenen Angaben weniger als 30 Minuten. 37,9 % der Schüler wählten die Antwortmöglichkeit zwischen 30 und 1 Stunde aus. 37,8 % der Jugendlichen kreuzten zwischen 1 und 2 Stunden an. Die Entscheidung zwischen zwei und drei Stunden für die Erledigung zu brauchen, trafen 8,5 % der Schüler. Von einen Zeitumfang von mehr als 3 Stunden berichteten 2,3 % in dieser Altersgruppe. Diskussion: Die Prozentzahlen legen dar, dass die häufigste Nennung mit insgesamt 37,9 % auf die Antwortmöglichkeit zwischen 30 Minuten und 1 Stunde entfällt. Anzumerken ist bei dieser Altersgruppe allerdings, dass nur eine 0,1 Prozente betragende Differenz zu der Antwortkategorie zwischen 1 und 2 Stunden besteht. Jahrgangsstufe 12: Es konnten 336 Schüler der Jahrgangsstufe 12 befragt werden. Drei von ihnen wählten keine Antwortmöglichkeit aus. Die übrigen 333 Schüler bilden deshalb die Auswertungsgrundlage von 100 % für die nächsten Angaben. Von ihnen machten 11,1 % ihr Kreuz bei weniger als 30 Minuten. Nach eigenen Aussagen brauchen 24,0 % der Befragten zwischen 30 Minuten und einer Stunde. 42,3 % der Schüler kreuzten die Antwortkategorie zwischen 1 und 2 Stunden an. 18,3 % der Personen in dieser Altersgruppe entschieden sich für die Antwortmöglichkeit zwischen 2 und 3 Stunden. 4,2 % antworteten, dass die Erledigung dieser Tätigkeiten mehr als 3 Stunden erfordert. Diskussion: Es lässt sich erkennen, dass die häufigste Nennung auf die Kategorie zwischen 1 und 2 Stunden fällt. So kreuzten insgesamt 42,3 % der Schüler in dieser Altersgruppe diese Antwortmöglichkeit an. 35,1 % der Befragten gaben dabei sogar einen zeitlichen Umfang an, der unter einer Stunde liegt. 218

219 Gesamttrend: Bei dem Vergleich der verschiedenen Jahrgangsstufen fällt auf, dass sowohl bei den befragten Grundschülern, als auch bei den Schülern der 6. und 9. Klassen die meisten Antworten auf die Antwortmöglichkeit zwischen 30 Minuten und 1 Stunde entfielen. So scheint es hierbei zunächst keine großen Unterschiede zu geben. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Differenz in der 9. Klasse zu der zweit häufigsten Antwort, die zwischen 1 und 2 Stunden ist, nur 0,1% beträgt. Diese Antwortmöglichkeit ist auch die am häufigsten angegebene Antwort bei den Schülern der 12. Jahrgangsstufe. So lässt sich im Vergleich der Altersgruppen untereinander feststellen, dass die Schüler mit steigendem Alter, immer mehr Zeit für die Bearbeitung ihrer schulischen Verpflichtungen, wie u.a. der Hausaufgaben, benötigen. Dies beeinflusst somit auch, die ihnen für Freizeitgestaltung zur Verfügung stehende Zeit, zumal die älteren Schüler zusätzlich auch mehr Unterrichtsstunden haben, als die jüngeren, wie z.b. die Grundschüler. 219

220 Frage 11: Wie viel Freizeit bleibt Dir nach der Erledigung Deiner täglichen Aufgaben? Die Frage umfasst die Antwortmöglichkeiten von weniger als 1 Stunde bis mehr als 4 Stunden. Die Präsentation der Ergebnisse orientiert sich an der Reihenfolge der Antwortmöglichkeiten im Fragebogen. Gesamt: Abbildung 12 Es wurden 1926 Schüler der weiterführenden Schulen befragt. Von ihnen machten 1912 eine Angabe zu der ihnen täglich nach der Erledigung ihrer Verpflichtungen zur Verfügung stehenden Freizeit. Diese bilden somit die 100% -Auswertungsgrundlage für die unten angegebenen Prozentzahlen. 220

221 3,0 % der Befragungsteilnehmer notierten, dass sie weniger als eine Stunde Freizeit täglich haben. Für die Antwortmöglichkeit zwischen 1 und 2 Stunden Freizeit pro Tag entschieden sich 9,1 %. 23,0 % der Personen gaben an, dass sie täglich zwischen zwei und drei Stunden Freizeit nutzen können. Die Kategorie zwischen 3 und 4 Stunden wählten 26,8 % der Schüler aus. 38,1 % der Befragten gaben an, über mehr als vier Stunden Freizeit zu verfügen. Diskussion: Die Prozentzahlen zeigen, dass die häufigsten Nennungen mit 38,1 % auf die Antwortmöglichkeit von mehr als 4 Stunden täglich frei zur Verfügung stehender Zeit entfielen. Nur 3,0 % der Befragten kreuzten die Antwortmöglichkeit weniger als 1 Stunde an. 6. Klasse: 833 Schülern wurde die Frage gestellt. 823 von ihnen antworteten darauf. Sie bilden somit die 100% für die unten aufgeführten Angaben. 3,3 % der Teilnehmenden wählten die Kategorie weniger als 1 Stunde aus. Weitere 8,9 % gaben an, zwischen einer und zwei Stunden Freizeit nutzen zu können. 20,0 % entschieden sich für die Antwort zwischen 2 und 3 Stunden. 27,5 % der Befragten kreuzten an, täglich über Freizeit im Bereich zwischen 3 und 4 Stunden verfügen zu können. Über einen täglichen Freizeitrahmen von mehr als vier Stunden berichteten 40,3 % der Schüler. Diskussion: Diese Zahlen verdeutlichen, dass die häufigste Nennung, die von mehr als 4 Stunden ist. Die Antwortmöglichkeit von weniger als 1 Stunde kreuzten hingegen,nur 3,3 % der Teilnehmenden an. Insgesamt gesehen hat die deutliche Mehrheit der Schüler mit 67,8 % mehr als drei Stunden täglich zur freien Verfügung übrig. 221

222 9. Klasse: Es war möglich eine Befragung mit 753 Jugendlichen in den 9. Klassen durchzuführen. Von diesen beantworteten 752 Personen diese Frage. Sie stellen somit die 100 % für die unteren Prozentzahlen dar. 1,9 % der Personen antworteten, dass sie weniger als eine Stunde freie Zeit zur Verfügung zu haben. 6,6 % der Teilnehmenden machten ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit zwischen 1 und 2 Stunden. 21,3 % der Jugendlichen entschieden sich, zwischen zwei und drei Stunden pro Tag für Freizeitaktivitäten nutzen zu können. Ihr Kreuz in dem Bereich zwischen 3 und 4 Stunden machen 26,2 % der Befragten. Die übrigen 44,0 % der Schüler, gaben die Antwort, dass sie mehr als 4 Stunden Freizeit haben. Diskussion: Die Prozentzahlen verdeutlichen, dass die meisten Nennungen mit 44,0 % der Gesamtantworten auf die Antwortmöglichkeit mehr als 4 Stunden gefallen sind. Nur 1,9 % der Kinder kreuzten die Zeitangabe weniger als 1 Stunde an. Jahrgangsstufe 12: Es konnten 336 Personen zu diesem Thema befragt werden. Von ihnen gaben 333 Schüler eine Antwort auf diese Frage. Diese Befragungsteilnehmer bilden somit die 100 %. 5,1 % schrieben, dass sie über weniger als eine Stunde täglich an freier Zeit verfügen. 15,3 % der Befragten wählten die Antwortwortmöglichkeit zwischen 1 und 2 Stunden aus. Über eine Freizeitdauer zwischen zwei und drei Stunden täglich, berichteten 33,6% der Befragungsteilnehmer. 26,4 % der Teilnehmenden machten ihr Kreuz bei der Kategorie zwischen 3 und 4 Stunden. Einen Freizeitrahmen von mehr als vier Stunden gaben 19,5 % der Befragten an. 222

223 Diskussion: Es lässt sich erkennen, dass 33,6 % der Antworten zwischen 2 und 3 Stunden gemacht wurden. Dies ist somit die Antwortkategorie, die am häufigsten gewählt wurde. 45,9 % der Befragten gaben hingegen an, täglich mindestens drei Stunden oder mehr für die freie Zeitgestaltung zur Verfügung zu haben. Gesamttrend: Im Vergleich der Altersgruppen fällt auf, dass die meist gegebene Antwort sowohl bei den Grundschülern, als auch bei den Schülern der 6. und 9. Klasse die von mehr als 4 Stunden war. Erst bei den Zwölftklässlern verändert sich dies. So fallen in dieser Altersgruppe die meisten Nennungen auf die Antwortmöglichkeit zwischen 2 und 3 Stunden. Wenn man allerdings die Prozentzahlen, die auf die letzten zwei Antwortmöglichkeiten fallen, zusammenrechnet, fällt auf, dass demnach 45,9 % der Befragten mindestens drei Stunden täglich zur freien Verwendung übrig haben. So ist das Verhältnis der Prozentzahlen untereinander in dieser Jahrgangsstufe ein anderes als zuvor. Trotzdem werden viele der Oberstufenschüler auf Grund der höheren schulischen Ansprüche im Vergleich zu den anderen Altersgruppen, aber eventuell auch durch z.b. die Ausführung eines Nebenjobs weniger Freizeit zur Verfügung haben. 223

224 Frage 12: Hast Du das Gefühl ausreichend Freizeit zu haben? Es war bei dieser Frage möglich, zwischen den Antwortkategorien Ja oder Nein zu wählen. Gesamt: Abbildung 13 Es wurden 1926 Schüler der weiterführenden Schulen befragt. Von diesen entschieden sich 27 Personen für keine der Antwortmöglichkeiten. So sind die verbleibenden 1899 die Basis (100 %) für die folgende Auswertung. Die Frage wurde von 54,2 % der Befragten bejaht. Die Antwortmöglichkeit Nein wählten 45,8 % der Teilnehmenden aus. 224

225 Diskussion: Die Prozentzahlen verdeutlichen, dass die Mehrheit von 54,2 % das Gefühl von ausreichend Freizeit hat. Trotzdem ist anzumerken, dass die Anzahl der Antwortenden, die Nein angekreuzt haben, dennoch relativ hoch ist. 6. Klasse: 833 Schülern wurde diese Frage vorgelegt. 820 von ihnen machten Angaben zu dieser Thematik und stellen somit die 100 % für die folgenden Prozentzahlen dar. 62,8 % kreuzten an, dass sie genug Freizeit haben. Die übrigen 37,2 % der Befragungsteilnehmer verneinten über ausreichend Freizeit zu verfügen. Diskussion: Die Ergebnisse der 6.Klassen verdeutlichen, dass die Mehrheit von 62,8 % diese Frage bejaht hat. So haben die Sechstklässler im Hinblick auf die Gesamtergebnisse insgesamt gesehen eher das Gefühl, über ausreichend Freizeit zu verfügen. 9. Klasse: 753 Jugendliche wurden zu dieser Thematik befragt. 745 antworteten auf diese Frage, sodass diese die 100 % für die nachfolgenden Prozentzahlen darstellen. Für die Antwortmöglichkeit Ja entschieden sich 54,8 % der Schüler. Nein kreuzten 45,2 % an. Diskussion: Es wird anhand dieser Verteilung klar, dass die Mehrheit der Befragten mit 54,8 % für sich entschieden hat, genug Freizeit zu haben. Allerdings ist auch hier die Zahl der Befragten, die dies verneinen mit 45,2 % relativ hoch. 225

226 Jahrgangsstufe 12: Es war möglich insgesamt 336 Schüler der Jahrgangsstufen 12 zu befragen. Von diesen gaben 330 eine Antwort. Diese Anzahl bildet somit die Auswertungsgrundlage von 100 % für die unten angegebenen Zahlen. 32,1 % dieses Personenkreises bejahte ausreichend Freizeit zu haben. 67,9 % der Befragten entschieden sich für die Antwortmöglichkeit Nein. Diskussion: Die Zahlen lassen erkennen, dass die Mehrheit der Antwortenden mit 67,9 % nicht das Gefühl hat, ausreichend Freizeit zu haben, was konträr zu dem Gesamtergebnis ist. So hat nur etwas mehr als jeder dritte Schüler in dieser Jahrgangsstufe das Gefühl, genug freie Zeit zur Verfügung zu haben. Gesamttrend: Vergleicht man die verschiedenen Altersgruppen fällt zunächst auf, dass sowohl die Mehrheit der befragten Grundschüler, als auch die der 6. und 9. Klassen, das Gefühl von ausreichend Freizeit haben. Die Mehrheit der Zwölftklässler hingegen verneint dies. Unter genauerer Betrachtung des Verhältnisses der Prozentzahlen untereinander, stellt sich allerdings heraus, dass von der Grundschule bis zur 9. Klasse, die Prozente der Befragten, die mit Ja geantwortet haben, immer geringer werden. Während das Verhältnis in der Grundschule noch bei 77,1 % (Ja) zu 22,9 % (Nein) liegt, beträgt es bei den 6. Klassen nur noch 62,8 % (Ja) zu 37,2 % (Nein) und bei den 9. Klassen eine noch geringere Differenz von 54,8 % (Ja) zu 45,2 % (Nein). Im Vergleich dazu sind es in der 12. Jahrgangsstufe nur noch 32,1 % der Befragten, die das Vorhandensein von genug Freizeit bestätigen. Es kann vermutet werden, dass auch dies u.a. daran liegt, dass die Schüler der 12. Jahrgangsstufe auf Grund ihrer größeren schulischen Verpflichtungen, aber eventuell auch durch andere Verpflichtungen (wie ein Nebenjob) dieses Gefühl haben. 226

227 5.1.3 Schlussfolgerung Im Rahmen der Schlussfolgerung hat sich die Projektgruppe für jeden einzelnen Untersuchungsgegenstand innerhalb des Gliederungspunktes 5, Fragestellungen herausgesucht, um die Antworten nicht wie zuvor ausschließlich mit dem Alter der Schüler, sondern auch weitergehend mit der Schulform, die sie besuchen, in Verbindung zu setzen. Im Themenblock,Schule hat sich die Projektgruppe in diesem Zusammenhang für die letzte Fragestellung entschieden, um Erkenntnisse darüber zu erlangen, welche Schüler in welcher Schulform vermehrt das Gefühl von ausreichender bzw. nicht ausreichender Freizeit haben. GS 3 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja ,0 77,1 77,1 Nein ,5 22,9 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend ,5 Gesamt ,0 FS 3 Gültige Häufigkeit Prozent Prozente Gültig Ja 7 63,6 63,6 Nein 4 36,4 36,4 Gesamt ,0 100,0 Fehlend 0 0,0 Gesamt ,0 In den dritten Klassen können die Antwortergebnisse der Förderschule mit denen der weiteren Grundschulen verglichen werden. In dieser Altersgruppe hat insgesamt gesehen die deutliche Mehrheit der Kinder das Gefühl, genug Freizeit zu haben. Bei genauerer Betrachtung des Angabenverhältnisses zwischen den Antworten Ja und Nein, fällt allerdings auf, dass die Förderschüler eine geringere Mehrheit bei den Ja -Antworten aufweisen als die anderen Grundschüler. Dies könnte damit zusammenhängen, dass diese Schülergruppe eventuell auch in ihrer Freizeit ein verstärktes Förderungsprogramm benötigt und somit ein geringeres Zeitvolumen für freizeitliche Aktivitäten zur Verfügung hat. 227

228 GES 6 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja ,8 67,1 67,1 Nein 52 32,3 32,9 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend 0 3 1,9 Gesamt ,0 HS 6 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja 81 66,9 68,1 68,1 Nein 38 31,4 31,9 100,0 Gesamt ,3 100,0 Fehlend 0 2 1,7 Gesamt ,0 RS 6 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja ,4 67,4 67,4 Nein 84 32,1 32,6 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend 0 4 1,5 Gesamt ,0 GYM 6 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja ,3 54,0 54,0 Nein ,3 46,0 100,0 Gesamt ,6 100,0 Fehlend 0 4 1,4 Gesamt ,0 FS 6 Gültige Häufigkeit Prozent Prozente Gültig Ja 9 60,0 69,2 Nein 4 26,7 30,8 Gesamt 13 86,7 100,0 Fehlend ,3 Gesamt ,0 Bei dem Vergleich der Angaben der 6. Klassen zwischen den Schülern der Förder-, Haupt-, Gesamt-, Realschule und des Gymnasiums wird deutlich, dass in allen dieser Schulformen, die Mehrheit der Schüler in dieser Altersgruppe das Gefühl von ausreichend Zeit hat. Anzumerken hierbei ist allerdings, dass diese Mehrheit bei den Förder- und Hauptschülern 228

229 am größten ist. So kreuzten 69,2 % der Förderschüler und 68,1 % der Hauptschüler Ja an. Bei den Realschulen waren es 67,4 % und bei den Gesamtschulen 67,1 % der Befragten. Alle genannten Zahlen zeugen dabei von einer hohen Schülerzahl, die das Gefühl von ausreichend Freizeit hat. Bei den Gymnasiasten hingegen, ist mit 54,0 % zwar noch eine Mehrheit festzustellen, diese ist allerdings nicht mehr so eindeutig, wie bei den Ergebnissen der anderen Schulformen. Die deutlich festzustellende Differenz könnte damit erklärbar sein, dass die Schüler dieses Jahrgangs das Abitur nach acht anstatt nach neun Jahren machen werden. Diese Altersgruppe muss sich somit verstärkten Anforderungen stellen, da der Stoffumfang nun in kürzerer Zeit gelehrt wird. GES 9 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja 93 67,4 67,9 67,9 Nein 44 31,9 32,1 100,0 Gesamt ,3 100,0 Fehlend 0 1,7 Gesamt ,0 HS 9 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja 72 75,0 75,8 75,8 Nein 23 24,0 24,2 100,0 Gesamt 95 99,0 100,0 Fehlend 0 1 1,0 Gesamt ,0 RS 9 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja ,0 54,7 54,7 Nein ,8 45,3 100,0 Gesamt ,7 100,0 Fehlend 0 3 1,3 Gesamt ,0 GYM 9 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja ,9 41,3 41,3 Nein ,1 58,7 100,0 Gesamt ,9 100,0 Fehlend 0 3 1,1 Gesamt ,0 229

230 FS 9 Gültige Häufigkeit Prozent Prozente Gültig Ja 7 46,7 46,7 Nein 8 53,3 53,3 Gesamt ,0 100,0 Fehlend 0 0,0 Gesamt ,0 Der Vergleich der 9. Klassen der Förder-, Haupt-, Gesamt- und Realschulen sowie der Gymnasien legt dar, dass hier Hauptschüler am stärksten das Gefühl von ausreichend Freizeit haben. So kreuzten 75,8 % von ihnen die Antwortmöglichkeit Ja an. Auch bei den Real sowie Gesamtschulen entscheidet sich die Mehrheit dafür, über genügend Freizeit zu verfügen. Anders sieht diese Verteilung bei den Förderschülern und Gymnasiasten aus. In diesen Schulformen verneint die Mehrheit, ausreichend Freizeit zu haben. Mit 58,7 % ist die Lage bei den Gymnasien dabei am deutlichsten. Dies könnte damit zusammenhängen, dass der vorliegende Jahrgang der zweite ist, der das Abitur nach acht Jahren ablegen wird. So wird dieser Aspekt viele Schüler unter Druck setzen und sie in ihrer zur Verfügung stehenden Freizeit beeinflussen. GES 12 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja 9 15,3 15,5 15,5 Nein 49 83,1 84,5 100,0 Gesamt 58 98,3 100,0 Fehlend 0 1 1,7 Gesamt ,0 GYM 12 Gültige Kumulierte Häufigkeit Prozent Prozente Prozente Gültig Ja 97 35,0 35,7 35,7 Nein ,2 64,3 100,0 Gesamt ,2 100,0 Fehlend 0 5 1,8 Gesamt ,0 In den 12. Klassen fällt bei beiden vorliegenden Schulformen - der Gesamtschule und des Gymnasiums - auf, dass die Mehrheit das Vorhandensein von genug Freizeit verneint. Allerdings gibt es bei den Gesamtschülern eine deutliche verneinende Mehrheit von 84,5 %. Diese liegt bei den Gymnasiasten bei 64,9 % 230

231 Abschließend fällt bei dem Vergleich der Prozentzahlen aller Schulformen auf, dass die Gymnasiasten generell (in den Klasse 6 und 9 sowie der Jahrgangsstufe 12) insgesamt gesehen am wenigsten das Gefühl von ausreichend Freizeit haben. Die Gruppe der Hauptschüler hingegen ist die, bei denen in allen Altersgruppen durchgehend die meisten das Gefühl von ausreichend Freizeit genannt haben. 231

232 5.2 Untersuchungsgegenstand Freizeit Schwerpunkte: Freizeitaktivitäten/Vereinstätigkeiten/Lieblingsaufenthaltsorte/ Wünsche nach weiteren Freizeitangeboten In diesem Abschnitt stellt die Projektgruppe ihre Ergebnisse zum Themenblock Freizeit vor. Es soll dabei verdeutlicht werden, wie Kinder und Jugendliche ihre Freizeit gestalten, dazu gehören unter anderem die Freizeitaktivitäten, die Lieblingsaufenthaltsorte und eventuelle Vereinstätigkeiten. Doch auch die Wünsche der Schüler nach weiteren Freizeitangeboten sollen berücksichtigt werden. An ihnen kann sich die Stadt Lüdenscheid orientieren, wenn sie das Angebot verändern und den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen anpassen möchte Ergebnis Zunächst werden die Ergebnisse zu dem Untersuchungsgegenstand Freizeit dargestellt und später unter dem Gliederungspunkt analysiert. In beiden Abschnitten wird erst der Fragebogen der Grundschulen behandelt und anschließend der Fragebogen der weiterführenden Schulen Ergebnisse der Grundschulen Frage 1: Was machst Du üblicherweise in Deiner Freizeit? Die erste Frage dieses Themenblocks ist sehr allgemein gestellt. Es soll gezeigt werden, welchen Tätigkeiten die Grundschüler am liebsten und üblicherweise in ihrer Freizeit nachgehen. Die Projektgruppe hat 13 Antwortmöglichkeiten vorgegeben, die sich auf unterschiedliche Freizeitbereiche beziehen. Die genannten Antwortmöglichkeiten lauten: Fernsehen, Kino, DVD schauen, Das Internet nutzen, Bücher und Zeitschriften lesen, Computer- und Konsolenspiele, Sport, Etwas mit der Familie unternehmen, Künstlerische Tätigkeiten, Musik hören, Ausruhen (Chillen), Feiern, Partys, Freunde treffen, Shoppen und Musik machen, ein Instrument spielen. Des Weiteren gibt es noch die Antwortmöglichkeit Sonstiges. Hier konnten die Kinder eine Aktivität nennen, die sie häufig durchführen, die aber nicht zu den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten passt. 232

233 Die Kinder sollten die Freizeitaktivitäten ankreuzen, die sie üblicherweise machen, sie konnten dabei beliebig viele Antworten geben. Bei jeder Antwortmöglichkeit musste überlegt werden, ob diese Aktivität üblicherweise gemacht wird oder nicht. Welche Freizeitaktivitäten machst du üblicherweise? Fernsehen, PC- Kino, DVD Internet Bücher &Konsolenspiele Sport Familie N Gültig Fehlend Kunst Musik hören Chillen Partys Freunde treffen Shoppen Musik machen N Gültig Fehlend der 670 Grundschüler bezeichnen Fernsehen, Kino, DVD schauen als eine Aktivität, der sie üblicherweise in ihrer Freizeit nachgehen. 245 Drittklässler nutzen regelmäßig in ihrer Freizeit das Internet, demgegenüber nutzen 358 Kinder Computer- und Konsolenspiele. 361 Kinder lesen im Gegensatz zu 309 Kindern gerne Bücher und Zeitschriften. Bei der Antwortmöglichkeit Sport haben 495 Kinder ein Kreuz gesetzt, sodass 175 Kinder Sport nicht als übliche Freizeitaktivität benennen. Etwas mit der Familie zu unternehmen sehen 383 Grundschüler als übliche Freizeitbeschäftigung an. 321 der befragten Personen führen gerne künstlerische Tätigkeiten durch, indem sie zum Beispiel Malen oder Basteln. Musik hören ist für 439 Drittklässler ein Hobby in der Freizeit, 239 Drittklässler machen auch selber Musik oder spielen ein Instrument. Ruhephasen sind für 268 Kinder wichtig, sodass sie die Antwortmöglichkeit Ausruhen (Chillen) angekreuzt haben. Demgegenüber bezeichnen 183 Grundschüler Feiern und Partys als Freizeitaktivität. Während sich 475 Grundschüler gerne mit ihren Freunden treffen, gehen 198 Kinder gerne shoppen. Für die unter Sonstiges genannten Freizeitaktivitäten (insgesamt 217) wurde eine Liste aller Antworten erstellt und in Kategorien gebündelt. Im Folgenden werden daher lediglich die Freizeitaktivitäten aufgezählt, die von mehreren Kindern genannt wurden. 233

234 105 Kinder nennen Spielen als übliche Freizeitaktivität, dabei umfasst diese Kategorie viele Spielarten, wie zum Beispiel Detektiv spielen, mit Puppen spielen oder mit Lego spielen. Weitere Antworten wurden nur noch von wenigen Kindern genannt. So sagen zum Beispiel 18 Kinder, dass sie in ihrer Freizeit oft mit ihren Haustieren spielen und 16 Kinder, dass sie gerne tanzen. Frage 2: Nenne von den unter Frage 11 (vorherige Frage) gegebenen Antworten bis zu drei Aktivitäten, die Du am liebsten machst. Diese Frage dient dazu, die stark ausgeprägten Freizeitaktivitäten von den weniger stark ausgeprägten Freizeitaktivitäten zu unterscheiden. Denn während bei der vorherigen Frage noch beliebig viele Antworten gegeben werden konnten, durften die Grundschüler nun nur noch ihre drei Lieblingsaktivitäten nennen und mussten diese in eine Hierarchie setzen. Eigentlich sollten bei dieser Frage nur Aktivitäten aus den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten der vorherigen Frage genannt werden. Viele Kinder und auch Jugendliche haben allerdings zum Beispiel Sportarten aufgeschrieben. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurden die Antworten den vorgegebenen Kategorien zugeordnet. Lieblingsaktivitäten, die diesen Kategorien nicht zugeordnet werden konnten, wurden unter Sonstiges zusammengefasst. Gesamtergebnis der Lieblingsaktivitäten: Aktivitäten gesamt Kategorie Anzahl % Sport ,69% Freunde treffen ,00% Musik hören 186 9,96% Computer und Konsolenspiele 168 9,00% Fernsehen, Kino, DVD 150 8,03% Bücher und Zeitschriften lesen 118 6,32% Künstlerische Tätigkeiten 110 5,89% Etwas mit der Familie unternehmen 99 5,30% Shoppen 68 3,64% Ausruhen (Chillen) 57 3,05% Musik machen, ein Instrument spielen 54 2,89% Das Internet nutzen 43 2,30% Feiern, Partys 29 1,55% Sonstiges 100 5,36% Gesamt ,00% 234

235 Insgesamt wurden 1867 Angaben darüber gemacht, welche drei Lieblingsaktivitäten die Grundschüler haben. 461 Kinder nennen Sport als eine der drei Lieblingsaktivitäten, gefolgt von Freunde treffen, was 224 Kinder als Lieblingsbeschäftigung ansehen. Musik wird von 186 Schülern gerne gehört, wohingegen 54 Kinder auch Musik machen oder ein Instrument spielen. 168 Schüler sagen aus, in ihrer Freizeit Computer- und Konsolenspiele zu benutzen und weitere 150 Schüler schauen gerne Fernsehen oder DVDs oder gehen ins Kino. Insgesamt bezeichnen 118 Kinder das Lesen von Büchern und Zeitschriften als eine ihrer Lieblingsaktivitäten, weitere 110 befragte Personen sind gerne künstlerisch aktiv. Etwas mit der Familie zu unternehmen wird von 99 Grundschülern und Ausruhen (Chillen) von 57 Grundschülern genannt. 68 Drittklässler gehen gerne Shoppen. Während 43 Schüler die Nutzung des Internets als eine ihrer Lieblingsaktivitäten ansehen, gehen 29 Kinder gerne auf Partys oder andere Feiern. 100 Antworten wurden unter der Kategorie Sonstiges zusammengefasst. Lieblingsaktivität Nummer 1: Aktivität 1 Kategorie Anzahl % Sport ,45% Computer und Konsolenspiele 66 10,06% Fernsehen, Kino, DVD 59 8,99% Freunde treffen 49 7,47% Musik hören 47 7,16% Bücher und Zeitschriften lesen 37 5,64% Etwas mit der Familie unternehmen 35 5,34% Künstlerische Tätigkeiten 27 4,12% Shoppen 19 2,90% Musik machen, ein Instrument spielen 17 2,59% Das Internet nutzen 12 1,83% Ausruhen (Chillen) 12 1,83% Feiern, Partys 5 0,76% Sonstiges 45 6,86% Gesamt ,00% 656 Schüler haben ihre erste Lieblingsaktivität angegeben. Von ihnen empfinden 226 Kinder sportliche Aktivitäten als ihr Lieblingshobby. Anschließend bezeichnen 66 Kinder Computerund Konsolenspiele als ihre Lieblingsbeschäftigung. Während 59 Schüler angeben, dass Fernsehen, Kino, DVD schauen ihre Lieblingsaktivität ist, sagen 49 Schüler, dass sie sich 235

236 am liebsten mit ihren Freunden treffen. Demgegenüber hören 47 Grundschüler am liebsten Musik und 37 Grundschüler lesen am liebsten Bücher und Zeitschriften. Etwas mit der Familie zu unternehmen ist für 35 befragte Personen eine Aktivität, der sie gerne nachgehen. 19 Kinder geben Shoppen als ihre Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit an, weitere 17 Schüler nennen Musik machen, ein Instrument spielen. Die Nutzung des Internets und das Ausruhen (Chillen) bezeichnen jeweils 12 Kinder als ihre erste Lieblingsaktivität gefolgt von Partys feiern, was 5 Kinder als eben diese ansehen. Unter die Kategorie Sonstiges fallen 45 Antworten. Lieblingsaktivität Nummer 2: Aktivität 2 Anzahl % Sport ,53% Freunde treffen 85 13,36% Musik hören 67 10,53% Computer und Konsolenspiele 66 10,38% Bücher und Zeitschriften lesen 49 7,70% Künstlerische Tätigkeiten 46 7,23% Etwas mit der Familie unternehmen 38 5,97% Fernsehen, Kino, DVD 32 5,03% Das Internet nutzen 17 2,67% Shoppen 17 2,67% Musik machen, ein Instrument spielen 16 2,52% Ausruhen (Chillen) 15 2,36% Feiern, Partys 12 1,89% Sonstiges 20 3,14% Gesamt ,00% Die zweite Lieblingsaktivität wurde von 636 Grundschülern benannt. Die meisten Antworten fallen auf die Kategorie Sport, da 156 Grundschüler dies als zweite Lieblingsaktivität ansehen, gefolgt von Freunde treffen, was 85 Personen als eben diese ansehen. Für 67 befragte Personen gilt das Musik hören als eine der Lieblingsaktivitäten, wohingegen 66 befragte Personen Computer- und Konsolenspiele an dieser Stelle nennen. 49 Kinder lesen oft Bücher und Zeitschriften und 46 Kinder sind künstlerisch tätig. Etwas mit der Familie zu unternehmen bezeichnen 38 Grundschüler als ihr zweites Lieblingshobby, weitere 32 Grundschüler sehen Fernsehen, Kino, DVD schauen als dieses an. Sowohl die Nutzung des Internets als auch das Shoppen sehen jeweils 17 Kinder als 236

237 zweitliebste Aktivität an. Diesen Aktivitäten folgt Musik machen, ein Instrument spielen, (16 Schüler) und Ausruhen (Chillen) (15 Schüler). 12 Kinder gehen gerne Feiern und weitere 20 Antworten werden unter der Kategorie Sonstiges zusammengefasst. Lieblingsaktivität Nummer 3: Aktivität 3 Anzahl % Freunde treffen 90 15,65% Sport 79 13,74% Musik hören 72 12,52% Fernsehen, Kino, DVD 59 10,26% Künstlerische Tätigkeiten 37 6,43% Computer und Konsolenspiele 36 6,26% Bücher und Zeitschriften lesen 32 5,57% Shoppen 32 5,57% Ausruhen (Chillen) 30 5,22% Etwas mit der Familie unternehmen 26 4,52% Musik machen, ein Instrument spielen 21 3,65% Das Internet nutzen 14 2,43% Feiern, Partys 12 2,09% Sonstiges 35 6,09% Gesamt ,00% Von den insgesamt 575 gegebenen Antworten, wird Freunde treffen 90-mal genannt. Dieser Aktivität folgt der Sport mit 79 Nennungen. Musik hören gilt für 72 Grundschüler als ihre dritte Lieblingsaktivität, 59 Grundschüler bezeichnen Fernsehen gucken, ins Kino gehen und DVDs schauen als eben diese. 37 Kinder sind gerne künstlerisch tätig, wohingegen 36 Kinder sich lieber mit Computer- und Konsolenspielen beschäftigen. Jeweils 32 Schüler nennen Bücher und Zeitschriften lesen beziehungsweise Shoppen als ihre dritte Lieblingsaktivität. Ausruhen (Chillen) ist 30-mal angegeben worden, etwas mit der Familie zu unternehmen 26-mal. Für 21 Kinder ist Musik selber zu machen oder ein Instrument zu spielen, eine Lieblingsaktivität, die für sie an dritter Stelle steht. 14 Kinder nutzen das Internet als dritte Lieblingsaktivität und 12 Grundschüler geben Feiern, Partys an. 35 Antworten fallen unter die Kategorie Sonstiges. 237

238 Frage 3: Bist Du in einem Verein oder einen festen Gruppe aktiv tätig? Abbildung 14 Mit dieser Frage soll verdeutlicht werden, wie viele Grundschüler heutzutage in einem Verein tätig sind. Zunächst einmal gibt es die Antwortmöglichkeit Nein für diejenigen, die keinem Verein angehören. Des Weiteren gibt es vier weitere Antwortalternativen für die Schüler, die in einem Verein tätig sind. Diese sollen zeigen, bei welchem Verein oder welcher Gruppe die befragte Person tätig ist. Es wird dabei zwischen Sportvereinen, Musikgruppen, Kirchenkreisen und sonstigen Vereinen/Gruppen unterschieden. Bei dieser Frage ist nur ein Kreuz möglich. Schüler, die in mehreren Vereinen tätig sind, sollten den Verein ankreuzen, in dem sie sich am meisten aufhalten. Von den 670 befragten Grundschülern wurde diese Frage 7-mal nicht beantwortet. Von den 663 Grundschülern, die die Frage beantwortet haben, sind 215 Kinder in keinem Verein und auch in keiner Gruppe aktiv tätig, 448 Kinder im Gegensatz dazu schon. Von ihnen sind 298 Grundschüler in einem Sportverein tätig und 67 Grundschüler in einer Musikgruppe. Des Weiteren gehören 34 Kinder einem Kirchenkreis an und 49 Grundschüler einem sonstigen Verein oder einer sonstigen Gruppe. Frage 4: Wie viel Zeit verbringst Du dort wöchentlich? Diese Frage bezieht sich darauf, wie viel Zeit die Grundschüler wöchentlich in den Vereinen und Gruppen verbringen. Im Folgenden wird dabei nur noch von Vereinen gesprochen, damit sind aber auch andere Gruppen gemeint. Bei dieser Frage konnten auch mehrere Vereine und Gruppen berücksichtigt werden und die Zeiten in den verschiedenen Vereinen addiert werden. Die fünf Antwortmöglichkeiten sind 238

239 zeitlich gestaffelt: weniger als eine Stunde, zwischen ein und zwei Stunden, zwischen zwei und drei Stunden, zwischen drei und vier Stunden und mehr als vier Stunden. Abbildung Schüler sind weniger als eine Stunde wöchentlich in dem Verein oder der Gruppe tätig, 184 befragte Personen verbringen zwischen ein und zwei Stunden ihrer Zeit in dem Verein. Zwischen zwei und drei Stunden wurde 93-mal angekreuzt und zwischen drei und vier Stunden 42-mal. 64 Kinder sind wöchentlich mehr als vier Stunden im Verein aktiv tätig. Während die Frage demnach von insgesamt 549 Schülern beantwortet wurde, haben 121 Grundschüler kein Kreuz bei dieser Frage gemacht. Frage 5: Wie oft in der Woche triffst Du Dich persönlich mit deinen Freunden? In Zeiten moderner Kommunikationsmittel können Kinder und Jugendliche anders miteinander kommunizieren als noch vor dreißig Jahren. Mit dieser Frage soll daher festgestellt werden, wie oft in der Woche sich die Grundschüler durchschnittlich persönlich auch noch nach der Schule treffen. Diese Frage enthält fünf Antwortmöglichkeiten: gar nicht, ein- bis zweimal, drei- bis viermal, fünf- bis sechsmal und jeden Tag. 239

240 Abbildung von 670 Grundschülern haben diese Frage beantwortet: Von ihnen geben 61 Kinder an, dass sie sich überhaupt nicht mit ihren Freunden treffen. 253 Grundschüler verabreden sich ein- bis zweimal in der Woche mit ihren Freunden und 115 Schüler drei bis viermal. 84 Grundschüler sind fünf- bis sechsmal in der Woche mit ihren Freunden zusammen und 151 Schüler treffen sich jeden Tag mit ihnen. 6 Grundschüler haben diese Frage nicht beantwortet. 240

241 Frage 6: An welchen Orten verbringst Du am liebsten deine Freizeit? Die Grundschüler konnten bis zu drei Lieblingsaufenthaltsorte benennen und nach der Hierarchie ordnen. Der Lieblingsort sollte dabei zuerst genannt werden. Hierbei handelt es sich um eine offene Frage, sodass die Schüler sich völlig frei entscheiden konnten, welche Orte sie nennen. Auch bei dieser Frage hat die Projektgruppe eine Tabelle mit allen Antwortmöglichkeiten erstellt, anschließend die gegebenen Antworten in Kategorien zusammengefasst. Diese lauten: zu Hause, bei Verwandten, bei Freunden, Draußen, Schwimmbad, Fußballplatz, Sporthalle, Sportplatz, Sonstige Sportstätten, Spielplatz, In der Stadt, Schule, Kino, Freizeitpark, Tommywood, Bücherei, Jugendtreffs und Fast-Food-Restaurants. Da nicht alle Antworten diesen Kategorien zuzuordnen sind, werden die übrigen Antworten unter der Kategorie Sonstiges zusammengefasst. Lieblingsort 1 Lieblingsort 2 Lieblingsort 3 Gesamt Ort N % N % N % Gesamt % Ausland 18 2,8% 20 3,4% 16 3,5% 54 3,2% Städte 12 1,9% 9 1,5% 3 0,7% 24 1,4% Zuhause ,8% ,6% 91 20,2% ,2% Bei Verwandten 19 3,0% 31 5,3% 28 6,2% 78 4,6% Bei Freunden 73 11,4% 71 12,1% 59 13,1% ,1% Schwimmbad 49 7,6% 62 10,5% 31 6,9% 142 8,5% Fußballplatz 39 6,1% 17 2,9% 10 2,2% 66 3,9% Sporthalle 4 0,6% 7 1,2% 6 1,3% 17 1,0% Sportplatz 6 0,9% 5 0,9% 4 0,9% 15 0,9% Sonstige Sportstätten 15 2,3% 23 3,9% 13 2,9% 51 3,0% Spielplatz 30 4,7% 25 4,3% 18 4,0% 73 4,3% In der Stadt 21 3,3% 14 2,4% 19 4,2% 54 3,2% Draußen 81 12,6% 74 12,6% 69 15,3% ,3% Schule 12 1,9% 16 2,7% 17 3,8% 45 2,7% Kino 3 0,5% 15 2,6% 13 2,9% 31 1,8% Freizeitpark 3 0,5% 3 0,5% 1 0,2% 7 0,4% Tommywood 18 2,8% 16 2,7% 16 3,5% 50 3,0% Bücherei 5 0,8% 4 0,7% 3 0,7% 12 0,7% Jugendtreffs 4 0,6% 1 0,2% 3 0,7% 8 0,5% Fastfoodrestaurants 3 0,5% 4 0,7% 2 0,4% 9 0,5% Sonstiges 16 2,5% 32 5,4% 29 6,4% 77 4,6% Gesamt ,0% ,00% ,0% ,0% 241

242 Gesamtergebnis der Lieblingsorte: Insgesamt wurden 1680 Angaben gemacht, bei denen die Grundschüler ihre drei Lieblingsorte genannt haben. 440 Kinder halten sich gerne bei sich zu Hause auf, 78 Kinder bei Verwandten und 203 Kinder bei Freunden. Die allgemein gehaltene Antwort Draußen wurde von 114 Schülern genannt. Ins Schwimmbad gehen gerne 142 der befragten Personen, wohingegen 66 Schüler den Fußballplatz als einen ihrer Lieblingsaufenthaltsorte ansehen. Während die Sporthalle für 17 Kinder ein Lieblingsort ist, nennen 15 Kinder den Sportplatz und weitere 51 Kinder andere Sportstätten (darunter fallen unter anderem Basketball- oder Tennisplätze, aber auch Sportvereine). 73 Drittklässler gehen gerne auf den Spielplatz und 54 Drittklässler in die Stadt. Für 45 Kinder zählen die Schule und der Schulhof zu den Lieblingsorten. Während 31 Kinder das Kino als einen ihrer Lieblingsorte bezeichnen, gehört für 50 Kinder das Tommywood ein Indoorspielplatz in Lüdenscheid und für 7 weitere Kinder andere Freizeitparks mit in die Aufzählung der Lieblingsorte. In der Bücherei halten sich gerne 12 Kinder auf, in Jugendtreffs 8 Schüler und in verschiedenen Fast-Food-Restaurants 9 Schüler. 78 Kinder haben andere Städte und Länder als ihre Lieblingsaufenthaltsorte genannt. 54 von ihnen nennen ausländische Städte und Länder, die anderen 24 Drittklässler deutsche Städte außerhalb von Lüdenscheid. Des Weiteren gibt es 77 sonstige Antworten. Lieblingsort Nummer 1: 641 Kinder haben ihren ersten Lieblingsort benannt. Für insgesamt 210 Kinder ist dieser das eigene zu Hause. Weitere 19 Kinder benennen als Lieblingsort die Wohnung von Verwandten und 73 Kinder das zu Hause von Freunden. Der Lieblingsort Draußen wird von 81 Grundschülern genannt. Sportmöglichkeiten zählen für viele Grundschüler zu den Lieblingsorten. So nennen 49 von ihnen das Schwimmbad als ihren Lieblingsort und 39 den Fußballplatz. Die Sporthalle ist der 242

243 Lieblingsort von 4 Schülern, der Sportplatz hingegen von 6 Schülern. Sonstige Sportstätten werden von 15 Kindern als Lieblingsaufenthaltsort genannt. Während 30 Kinder den Spielplatz als ihren Lieblingsaufenthaltsort nennen, sehen 21 Kinder die Innenstadt als eben diesen an. Der Aufenthalt an der Schule oder auf dem Schulhof gilt für 12 Grundschüler als ihr erster Lieblingsort. Die Antworten Kino, Freizeitpark und Fast-Food-Restaurant werden von jeweils 3 Schülern angegeben. Für 18 Kinder gilt das Tommywood ein Indoorspielplatz in Lüdenscheid als Lieblingsaufenthaltsort. Abschließend bezeichnen 5 befragte Personen die Bücherei und 4 befragte Personen einen Jugendtreff als ihren persönlichen Lieblingsort. 30 Kinder sehen Orte außerhalb von Lüdenscheid als ihren Lieblingsort an, 18 von ihnen nennen einen ausländischen Ort, die anderen 12 Schüler andere Städte in Deutschland. 16 Antworten sind keiner der genannten Kategorien zuzuordnen, sie werden daher unter Sonstiges zusammengefasst. Lieblingsort Nummer 2: 588 Grundschüler haben einen zweiten Lieblingsort benannt. 139 von ihnen halten sich gerne bei sich zu Hause, 31 bei Verwandten und weitere 71 bei Freunden auf. Bei dem zweiten Lieblingsort wurde 74-mal die Bezeichnung Draußen angegeben. 62 Kinder nennen an dieser Stelle das Schwimmbad. Der Fußballplatz gilt für 17 Kinder als einer ihrer Lieblingsorte, wohingegen 7 die Sporthalle, 5 den Sportplatz und weitere 23 andere Sportstätten als Lieblingsort angeben. 25 Schüler halten sich gerne auf dem Spielplatz auf, weitere 14 Schüler in der Stadt. Während 16 Kinder gerne an der Schule und auf dem Schulhof spielen, gehen 15 Kinder lieber ins Kino und nennen daher diese Antwort. Weiterhin besuchen 16 Kinder gerne den Indoorspielplatz Tommywood, wohingegen 3 andere Kinder lieber Freizeitparks besuchen. Jeweils 4 Grundschüler bezeichnen die Bücherei beziehungsweise Fast-Food-Restaurants als ihren zweiten Lieblingsort. 1 Kind hält sich gerne in Jugendtreffs auf. 20 Kinder nennen einen ausländischen Ort, 9 weitere Kinder eine andere Stadt in Deutschland. Es gibt noch 32 weitere Antworten, die aber keiner Kategorie zuzuordnen sind. 243

244 Lieblingsort Nummer 3: Ein dritter Lieblingsaufenthaltsort wurde von 451 Grundschülern angegeben. Von ihnen wird zu Hause 91-mal genannt, bei Verwandten 28-mal und bei Freunden 59-mal. Der Oberbegriff Draußen wird von 69 befragten Personen als dritter Lieblingsort angegeben. 31 Schüler halten sich gerne im Schwimmbad auf, weitere 10 Schüler auf dem Fußballplatz. Die Sporthalle gilt für 6 Kinder, der Sportplatz für 4 Kinder und sonstige Sportstätten für 13 Kinder als ihr dritter Lieblingsaufenthaltsort. Während 18 Grundschüler gerne auf den Spielplatz gehen, halten sich 19 Kinder lieber in der Stadt auf. 17 Kinder nennen Schule und Schulhof als einen ihrer Lieblingsaufenthaltsorte, 13 hingegen nennen das Kino. Für 16 Kinder stellt das Tommywood einen Ort dar, an dem sie sich gerne aufhalten, 1 weiteres Kind nennt einen anderen Freizeitpark. Sowohl die Bücherei als auch die Jugendtreffs werden von jeweils 3 Kindern als ihr dritter Lieblingsort bezeichnet und ein Kind sieht die Fast-Food-Restaurants als eben diesen an. 29 Antworten fallen unter die Kategorie Sonstiges. Frage 7: Welche Freizeitangebote wünschst Du Dir, die es heute noch nicht in Lüdenscheid gibt? Bei dieser Frage sollten sich die befragten Personen Gedanken darüber machen, welche Freizeitangebote ihnen fehlen. Hiermit soll der Stadt Lüdenscheid gezeigt werden, an welchen Stellen sie das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche verbessern und an deren Bedürfnisse anpassen kann. Auch diese Frage ist als offene Frage gestellt worden, sodass die Projektgruppe die Antworten in Kategorien zusammengefasst hat. Dabei wurden die folgenden Wünsche am häufigsten genannt: 244

245 Wunsch Anzahl % Freizeitpark 85 17,45% Bäder (Schwimmbad, Spaßbad. Wellenbad) 62 12,73% Eishalle 39 8,01% Wasserspielplatz 37 7,60% Kletterpark 31 6,37% Abenteuerspielplatz 25 5,13% Skatehalle 20 4,11% Öffentliche Fußballplätze 19 3,90% Spielplatz (allgemein) 15 3,08% Zoo 14 2,87% Kartbahn 11 2,26% Bowlingbahn 4 0,82% Sonstiges ,67% Gesamt ,00% 487 Grundschüler haben diese Frage beantwortet. 85 von ihnen wünschen sich einen Freizeitpark, 62 Kinder ein Schwimmbad. Dies umfasst vor allem den Wunsch nach einem Spaß- oder Wellenbad. Viele Schüler der dritten Klasse wünschen sich mehr Spielplätze. 15 Kinder haben sich allgemein mehr Spielplätze gewünscht, weitere 37 Kinder wünschen sich einen Wasserspielplatz und noch einmal 25 Kinder einen Abenteuerspielplatz. 39 Drittklässler hätten gerne eine Eishalle in Lüdenscheid, 31 Kinder einen Kletterpark und 20 Kinder eine Skatehalle. Für mehr öffentlich zugängliche Fußballplätze plädieren 19 Grundschüler und 14 befragte Personen hoffen auf einen Zoo oder Tierpark. Eine Kartbahn wünschen sich 11 Schüler und weitere 4 Schüler wünschen sich eine Bowlingbahn in ihrer Umgebung. Unter die Kategorie Sonstiges fallen 125 Antworten. Eine Auflistung aller Wünsche ist als Anlage beigefügt. 245

246 Ergebnisse der weiterführenden Schulen Die Darstellung der Ergebnisse der weiterführenden Schulen erfolgt folgendermaßen: Zunächst werden die Gesamtergebnisse und dann die Ergebnisse der einzelnen Jahrgangsstufen dargestellt, beginnend bei der Jahrgangsstufe sechs über Jahrgangsstufe neun und zwölf. Frage 1: Was machst Du üblicherweise in Deiner Freizeit? Wie schon bei den Ergebnissen der Grundschulen dargestellt wurde, zielt diese Frage darauf ab, Neigungen über das Freizeitverhalten der Jugendlichen festzustellen. Es wurden 13 Antwortkategorien vorgegeben zuzüglich der Möglichkeit Sonstiges. Dabei konnten die Jugendlichen beliebig viele Kreuze setzen. Gesamtergebnis: Insgesamt handelt es sich um 1926 Schüler, die den Fragebogen an den weiterführenden Schulen ausgefüllt haben. Sie haben bei dieser Frage Kreuze bei den verschiedenen Antwortmöglichkeiten gemacht, dazu kommen 410 Angaben, die bei der Kategorie Sonstiges gemacht wurden. Dies entspricht einer Gesamtsumme von Angaben für diese Frage. Was machst du üblicherweise in deiner Freizeit? Fernsehen, Kino, DVD Internet Bücher PC- &Konsolenspiele Sport Familie Kunst N N Gültig Fehlend Musik hören Chillen Partys Freunde treffen Shoppen Musik machen Gültig Fehlend Von den 1926 Schülern bezeichnen 1220 Fernsehen, Kino und DVD schauen als übliche Freizeitaktivität. Während 1421 befragte Personen angeben, dass sie oft ins Internet gehen, sagen 767 Personen aus, dass sie gerne Bücher und Zeitschriften lesen und weitere 916 befragte Personen, dass sie gerne Computer- und Konsolenspiele nutzen. 246

247 Sport zählt für 1216 Schüler als eine übliche Freizeitaktivität, wohingegen 668 Schüler gerne auch etwas mit ihrer Familie unternehmen. Die Antwortmöglichkeit Künstlerische Tätigkeiten wurde 410-mal angekreuzt. Demgegenüber geben 1451 Schüler an, dass sie gerne Musik hören, weitere 454 Personen machen selber Musik oder spielen ein Instrument. Des Weiteren bezeichnen 1296 Schüler Ausruhen (Chillen) als eine übliche Freizeitaktivität und 569 Schüler nennen Partys und Feiern als eben diese. Abschließend treffen sich 1579 befragte Personen gerne mit ihren Freunden und 755 Personen gehen gerne shoppen. Die Kategorie Sonstiges umfasst insgesamt 410 Antworten, die teilweise sehr unterschiedlich sind und daher gebündelt wurden. An dieser Stelle sollen nur die am häufigsten genannten Antworten wiedergegeben werden. Eine Liste mit allen sonstigen Angaben ist als Anlage beigefügt. Von diesen 410 Angaben empfinden 39 Schüler Spielen als übliche Freizeitbeschäftigung. Diese Antwort umfasst zum Beispiel das Spielen in der Natur oder auch das Spielen mit Legosteinen und anderen Spielsachen. Weitere 32 Schüler geben an, dass sie gerne und üblicherweise mit ihrem Haustier spielen. Während 22 Schüler arbeiten gehen, sind 43 Schüler in einer Jugendgruppe oder führen ein Ehrenamt durch, das sie als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen. Die Antworten Jugendgruppe und Ehrenamt wurden dabei miteinander verbunden, weil bei den gegebenen Antworten der Schüler oft nicht ersichtlich ist, ob sie Teilnehmer der Jugendgruppe sind oder auch ehrenamtlich in dieser Gruppe tätig sind. Bei den Ergebnissen der einzelnen Jahrgangsstufen werden ebenfalls nur diese Antwortkategorien erläutert. 247

248 Ergebnis Jahrgangsstufe 6: Was machst du üblicherweise in deiner Freizeit? Fernsehen, Kino, DVD Internet Bücher PC- &Konsolenspiele Sport Familie Kunst N N Gültig Fehlend Musik hören Chillen Partys Freunde treffen Shoppen Musik machen Gültig Fehlend Schüler der Jahrgangsstufe 6 haben den Fragebogen ausgefüllt. Bei dieser Frage wurden 5210 Kreuze gemacht, dazu kommen 210 Angaben bei der Kategorie Sonstiges. 483 der 833 Schüler bezeichnen Fernsehen, Kino, DVD schauen als eine Aktivität, der sie üblicherweise in ihrer Freizeit nachgehen. Weitere 470 Sechstklässler beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit dem Internet, wohingegen 420 Jugendliche Computer- und Konsolenspiele nutzen. 368 Schüler lesen gerne Bücher und Zeitschriften. Bei der Antwortmöglichkeit Sport haben 553 Jugendliche ein Kreuz gesetzt, sodass entsprechend 280 Jugendliche Sport nicht als übliche Freizeitaktivität bezeichnen. 360 Sechstklässler unternehmen gerne etwas mit ihrer Familie und 230 der befragten Personen führen gerne künstlerische Tätigkeiten durch. Musik hören bezeichnen 572 Schüler als übliche Freizeitbeschäftigung, 223 Sechstklässler machen auch selber Musik oder spielen ein Instrument. 484 Jugendliche haben die Antwortmöglichkeit Ausruhen (Chillen) angekreuzt. Demgegenüber bezeichnen 92 Schüler Feiern und Partys als Freizeitaktivität. Während 656 befragte Personen sich gerne mit Freunden treffen, gehen 299 Personen gerne shoppen. Die Kategorie Sonstiges umfasst 210 Antworten. Von diesen Antworten wird Spielen 35- mal angegeben und Mit dem Haustier spielen weitere 23-mal. Demgegenüber sind 17 Schüler in einer Jugendgruppe ehrenamtlich tätig, wohingegen kein Sechstklässler arbeitet. 248

249 Ergebnis Jahrgangsstufe 9: Was machst du üblicherweise in deiner Freizeit? Fernsehen, Kino, DVD Internet Bücher PC- &Konsolenspiele Sport Familie Kunst N N Gültig Fehlend Musik hören Chillen Partys Freunde treffen Shoppen Musik machen Gültig Fehlend Insgesamt werden von den Neuntklässler 5202 Angaben darüber gemacht, welche Aktivitäten sie üblicherweise in ihrer Freizeit durchführen. Davon gehören 131 Antworten zu der Kategorie Sonstiges, die übrigen 5071 Antworten entsprechen den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. 648 der 753 Neuntklässler bezeichnen die Nutzung des Internets als übliche Freizeitaktivität, weitere 627 Schüler sagen, dass sie sich gerne mit Freunden treffen. Demgegenüber hören 618 Jugendliche gerne Musik und 145 Jugendliche machen selber Musik oder spielen ein Instrument. 559 Schüler ruhen sich gerne aus, wohingegen 433 Schüler gerne Sport treiben. 507 Neuntklässler nennen die Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen als eine übliche Freizeitaktivität, weitere 384 nutzen gerne Computer- und Konsolenspiele. Während 254 befragte Personen angeben, dass sie gerne Bücher und Zeitschriften lesen, benennen 250 Personen Feiern und Partys. Abschließend unternehmen 210 Neuntklässler gerne etwas mit der Familie und 111 Neuntklässler sind in ihrer Freizeit künstlerisch tätig. Von den 131 sonstigen Angaben sagen 2 Neuntklässler, dass sie gerne spielen und weitere 5 Schüler, dass sie mit ihrem Haustier spielen. Während 20 Jugendliche einer Jugendgruppe angehörig sind oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, geht ein Schüler bereits arbeiten. 249

250 Ergebnis Jahrgangsstufe 12: Was machst du üblicherweise in deiner Freizeit? Fernsehen, Kino, DVD Internet Bücher PC- &Konsolenspiele Sport Familie Kunst N N Gültig Fehlend Musik hören Chillen Partys Freunde treffen Shoppen Musik machen Gültig Fehlend Von den insgesamt 336 Zwölftklässlern halten sich 300 Schüler üblicherweise im Internet auf, fast genauso viele von ihnen treffen sich gerne mit Freunden (293 Schüler). 259 Jugendliche geben an in ihrer Freizeit gerne Musik zu hören und 85 Jugendliche machen auch gerne Musik oder spielen ein Instrument. Des Weiteren sagen 259 Schüler aus, dass sie sich gerne ausruhen und chillen, wohingegen 229 Schüler Fernsehen, Kino, DVD schauen als übliche Freizeitbeschäftigung bezeichnen. Fast genauso viele machen gerne Sport (228 Schüler) und gehen auf Partys (227 Schüler). 144 Zwölftklässler lesen in ihrer Freizeit üblicherweise Bücher und Zeitschriften. Das Shoppen ist für 129 Schüler wichtig und die Nutzung von Computer- und Konsolenspielen für weitere 111 befragte Personen. Außerdem geben 97 Zwölftklässler an, dass sie üblicherweise etwas mit ihrer Familie unternehmen und 68 Jugendliche sagen, dass sie gerne künstlerisch tätig sind. Insgesamt haben 68 Zwölftklässler eine sonstige Angabe gemacht. Davon sagen 2 Schüler, dass sie gerne spielen und 4 Personen, dass sie mit ihrem Haustier spielen. Weitere 6 Schüler sehen eine ehrenamtliche Tätigkeit oder die Teilnahme an einer Jugendgruppe als übliche Freizeitbeschäftigung an, wohingegen 21 Zwölftklässler arbeiten gehen. Frage 2: Nenne von den unter Frage 11 (vorherige Frage) gegebenen Antworten bis zu drei Aktivitäten, die Du am liebsten machst. Während bei der vorherigen Frage noch beliebig viele Antworten gegeben werden konnten, durften die Schüler nun nur noch bis zu drei Lieblingsaktivitäten nennen, die hierarchisch angeordnet werden sollten. Diese Frage dient dazu, die stark ausgeprägten Freizeitaktivitäten von den weniger stark ausgeprägten Freizeitaktivitäten zu unterscheiden. 250

251 Im folgenden Teil werden die drei Lieblingsaktivitäten genannt. Dabei wird zunächst das Gesamtergebnis der ersten Lieblingsaktivität dargestellt und dann das Ergebnis der einzelnen Jahrgangsstufen. Daraufhin werden die Ergebnisse der zweiten und anschließend die der dritten Lieblingsaktivität vorgestellt. Bei der Auswertung kann somit ein Vergleich zwischen den verschiedenen Lieblingsaktivitäten der Jahrgangsstufen vorgenommen werden. Lieblingsaktivität Nummer 1: Gesamtergebnis: Aktivität 1 Gesamt Anzahl % Sport ,19% Freunde treffen ,42% Computer und Konsolenspiele 147 7,78% Das Internet nutzen 144 7,62% Musik hören 131 6,93% Ausruhen (Chillen) 80 4,24% Bücher und Zeitschriften lesen 73 3,86% Musik machen, ein Instrument spielen 68 3,60% Fernsehen, Kino, DVD 65 3,44% Shoppen 59 3,12% Künstlerische Tätigkeiten 57 3,02% Feiern, Partys 47 2,49% Etwas mit der Familie unternehmen 25 1,32% Sonstiges 56 2,96% Gesamt ,00% Insgesamt haben von den 1926 Schülern der weiterführenden Schulen 1889 ihre Lieblingsaktivität genannt. 608 Schüler geben dabei Sport als erste Lieblingsaktivität an, gefolgt von Freunde treffen, was weitere 329 Schüler angeben. Während 131 Schüler der weiterführenden Schulen gerne Musik hören, nennen 147 Personen Computer- und Konsolenspiele als erste Lieblingsaktivität und 65 Schüler haben ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino und DVDs schauen gemacht. Demgegenüber nutzen 144 befragte Personen das Internet. Weitere 73 befragte Personen lesen am liebsten Bücher und Zeitschriften und 57 sind künstlerisch tätig. 68 Jugendliche machen gerne Musik oder spielen ein Instrument. Die Antwortmöglichkeit Ausruhen (Chillen) wurde 80-mal benannt und Shoppen 59-mal. Des Weiteren gehen 47 Schüler gerne feiern und auf Partys und 25 Schüler unternehmen am liebsten etwas mit ihrer Familie. 251

252 Da nicht alle Antworten diesen Kategorien zugeordnet werden konnten, fallen 56 Angaben unter Sonstiges. Ergebnis Jahrgangsstufe 6: Aktivität 1 Jg. 6 Kategorie Anzahl % Sport ,08% Freunde treffen 97 11,92% Computer und Konsolenspiele 65 7,99% Musik hören 61 7,49% Das Internet nutzen 52 6,39% Bücher und Zeitschriften lesen 36 4,42% Shoppen 36 4,42% Fernsehen, Kino, DVD 35 4,30% Musik machen, ein Instrument spielen 30 3,69% Künstlerische Tätigkeiten 29 3,56% Ausruhen (Chillen) 25 3,07% Etwas mit der Familie unternehmen 15 1,84% Feiern, Partys 1 0,12% Sonstiges 22 2,70% Gesamt ,00% Von den insgesamt 1889 gemachten Angaben haben 814 der 833 Sechstklässler eine Angabe zu dieser Frage gemacht. Somit wurde sie von 19 Sechstklässlern nicht beantwortet. Von denen, die ihre Lieblingsbeschäftigung genannt haben, sagen 310 befragte Personen aus, dass sie am liebsten Sport machen und 97 Personen, dass sie sich am liebsten mit Freunden treffen. Demgegenüber nutzen 65 Jugendliche sehr gerne Computer- und Konsolenspiele und weitere 52 das Internet. Musik zu hören gilt für 61 Schüler als Lieblingsaktivität, wohingegen 30 Schüler sagen, dass sie gerne Musik machen oder ein Instrument spielen. Jeweils 36 Sechstklässler gehen gerne shoppen oder lesen Bücher und Zeitschriften. Die Antwort Fernsehen, Kino, DVD schauen wurde 35-mal genannt. Während 29 Sechstklässler angeben, dass sie am liebsten künstlerisch tätig sind, bezeichnen 25 Sechstklässler Ausruhen (Chillen) als ihre erste Lieblingsaktivität. 15 befragte Schüler sagen aus, dass sie gerne etwas mit der Familie unternehmen, lediglich eine Person gibt an gerne auf Feiern und Partys zu gehen. Des Weiteren gibt es 22 sonstige Antworten. 252

253 Ergebnis Jahrgangsstufe 9: Aktivität 1 Jg. 9 Anzahl % Sport ,20% Freunde treffen ,62% Computer und Konsolenspiele 70 9,43% Das Internet nutzen 68 9,16% Musik hören 52 7,01% Ausruhen (Chillen) 41 5,53% Bücher und Zeitschriften lesen 29 3,91% Feiern, Partys 28 3,77% Fernsehen, Kino, DVD 22 2,96% Musik machen, ein Instrument spielen 22 2,96% Shoppen 20 2,70% Künstlerische Tätigkeiten 19 2,56% Etwas mit der Familie unternehmen 10 1,35% Sonstiges 21 2,83% Gesamt ,00% Von den neunten Klassen wurden 742 Angaben über die liebste Freizeitaktivität gegeben. Von ihnen geben 187 Schüler an, dass sie am liebsten Sport treiben, weitere 153 Schüler nennen Freunde treffen als erste Lieblingsaktivität. Während 70 Neuntklässler am liebsten Computer- und Konsolenspiele nutzen, beschäftigen sich 68 Jugendliche gerne mit dem Internet. Musik hören gilt für 52 befragte Personen als Lieblingsbeschäftigung, wohingegen 22 Personen sagen, dass sie gerne Musik machen oder ein Instrument spielen. 41 Schüler ruhen sich gerne aus, im Gegensatz dazu gehen 28 Schüler gerne auf Partys und Feiern. Das Lesen von Büchern und Zeitschriften gilt für 29 Neuntklässler als Lieblingsaktivität, weitere 22 Personen bezeichnen Fernsehen, ins Kino gehen oder DVDs schauen als ihre Lieblingsaktivität. Des Weiteren sind 19 Jugendliche sehr gerne künstlerisch aktiv und 10 Neuntklässler unternehmen am liebsten etwas mit ihrer Familie. 21 Antworten fallen unter die Kategorie Sonstiges. 11 Neuntklässler haben ihre Lieblingsaktivität nicht angegeben. 253

254 Ergebnis Jahrgangsstufe 12: Aktivität 1 Jg. 12 Anzahl % Sport ,74% Freunde treffen 79 24,01% Das Internet nutzen 24 7,29% Musik hören 18 5,47% Feiern, Partys 18 5,47% Musik machen, ein Instrument spielen 16 4,86% Ausruhen (Chillen) 14 4,26% Computer und Konsolenspiele 12 3,65% Künstlerische Tätigkeiten 9 2,74% Fernsehen, Kino, DVD 8 2,43% Bücher und Zeitschriften lesen 8 2,43% Shoppen 3 0,91% Etwas mit der Familie unternehmen 0 0,00% Sonstiges 9 2,74% Gesamt ,00% Von den Zwölftklässlern haben 7 Schüler keine Angabe über ihre Lieblingsaktivität gemacht. Von den 329 gemachten Angaben haben die meisten Jugendlichen nämlich insgesamt 111 Schüler Sport als ihre Lieblingsaktivität angegeben. Dieser Aktivität folgen Freunde treffen mit 79 Nennungen und mit weitem Abstand Das Internet nutzen mit nur noch 24 Nennungen. Jeweils 18 Zwölftklässler bezeichnen Musik hören und Partys feiern als erste Lieblingsaktivität, weitere 16 Schüler sagen, dass sie am liebsten Musik machen oder ein Instrument spielen. 14 befragte Personen ruhen sich am liebsten aus, wohingegen 12 Personen am liebsten Computer- und Konsolenspiele nutzen und weitere 9 Jugendliche künstlerischen Tätigkeiten nachgehen. Die Antwortkategorien Fernsehen, Kino, DVD schauen und Bücher und Zeitschriften lesen werden von jeweils 8 Schülern als Lieblingsbeschäftigung angesehen. Niemand hat Etwas mit der Familie unternehmen als Lieblingsaktivität genannt. 9 Antworten werden unter der Kategorie Sonstiges zusammengefasst. 254

255 Lieblingsaktivität Nummer 2: Gesamtergebnis: Aktivität 2 Gesamt Anzahl % Freunde treffen ,32% Sport ,90% Das Internet nutzen 174 9,26% Musik hören 174 9,26% Computer und Konsolenspiele 156 8,30% Ausruhen (Chillen) 116 6,17% Fernsehen, Kino, DVD 97 5,16% Shoppen 93 4,95% Bücher und Zeitschriften lesen 77 4,10% Feiern, Partys 76 4,04% Etwas mit der Familie unternehmen 76 4,04% Musik machen, ein Instrument spielen 57 3,03% Künstlerische Tätigkeiten 42 2,23% Sonstiges 61 3,24% Gesamt ,00% Insgesamt haben 1880 Schüler ihre zweite Lieblingsaktivität genannt, somit haben 46 Schüler keine Aussage darüber getroffen. Die Antwortalternativen sind hierarchisch in absteigender Reihenfolge aufgezählt. 382 Schüler geben an, dass sie sich am zweitliebsten mit ihren Freunden treffen, weitere 299 Schüler machen sehr gerne Sport. Die Antwortmöglichkeiten Das Internet nutzen und Musik hören bezeichnen jeweils 174 Jugendliche als ihre zweite Lieblingsaktivität. 156 Schüler nutzen sehr gerne Computer- und Konsolenspiele, wohingegen 116 Schüler sich gerne ausruhen und chillen. Demgegenüber gucken 97 Schüler Fernsehen oder DVDs oder gehen ins Kino, weitere 93 Schüler bezeichnen shoppen als zweitliebste Tätigkeit. Während 77 Jugendliche das Lesen von Büchern und Zeitschriften als ihre zweite Lieblingsaktivität nennen, sagen jeweils 76 Jugendliche aus, dass sie gerne feiern gehen beziehungsweise etwas mit der Familie unternehmen. Abschließend machen 57 Schüler selber Musik oder spielen ein Instrument, wohingegen 42 Schüler gerne künstlerisch tätig sind. 61 Angaben werden unter der Kategorie Sonstiges zusammengefasst. 255

256 Ergebnis Jahrgangsstufe 6: Aktivität 2 Jg. 6 Kategorie Anzahl % Sport ,32% Freunde treffen ,07% Computer und Konsolenspiele 88 10,89% Musik hören 65 8,04% Das Internet nutzen 48 5,94% Etwas mit der Familie unternehmen 48 5,94% Fernsehen, Kino, DVD 45 5,57% Ausruhen (Chillen) 45 5,57% Bücher und Zeitschriften lesen 43 5,32% Shoppen 43 5,32% Künstlerische Tätigkeiten 25 3,09% Musik machen, ein Instrument spielen 21 2,60% Feiern, Partys 5 0,62% Sonstiges 38 4,70% Gesamt ,00% Von den 833 Sechstklässlern haben 808 ihre zweite Lieblingsaktivität genannt. Während von diesen 808 Schülern 148 angeben, dass sie am zweitliebsten Sport treiben, sagen 146 Schüler, dass sie sich gerne mit ihren Freunden treffen. Weitere 88 Sechstklässler nutzen gerne Computer- und Konsolenspiele und 65 Sechstklässler hören sehr gerne Musik. Jeweils 48 Schüler geben an, dass sie das Internet als zweite Lieblingsaktivität bezeichnen beziehungsweise etwas mit der Familie unternehmen. Auch die Antwortmöglichkeiten Fernsehen, Kino, DVD schauen und Ausruhen (Chillen) werden von gleich vielen Schülern als zweite Lieblingsbeschäftigung angesehen (jeweils 45 Schüler). Sowohl das Lesen von Büchern und Zeitschriften als auch das Shoppen bezeichnen jeweils 43 Schüler als zweite Lieblingsaktivität. Demgegenüber geben 25 Sechstklässler an, dass sie gerne künstlerische Tätigkeiten durchführen. 21 Schüler machen selber Musik oder spielen ein Instrument und sehen diese Tätigkeit als zweite Lieblingsbeschäftigung an, wohingegen 5 Schüler am zweitliebsten Partys feiern. Des Weiteren gibt es 38 sonstige Antworten. 256

257 Ergebnis Jahrgangsstufe 9: Aktivität 2 Jg. 9 Anzahl % Freunde treffen ,74% Sport ,54% Das Internet nutzen 90 12,23% Musik hören 80 10,87% Computer und Konsolenspiele 58 7,88% Ausruhen (Chillen) 47 6,39% Fernsehen, Kino, DVD 43 5,84% Feiern, Partys 34 4,62% Shoppen 31 4,21% Musik machen, ein Instrument spielen 22 2,99% Bücher und Zeitschriften lesen 20 2,72% Etwas mit der Familie unternehmen 18 2,45% Künstlerische Tätigkeiten 11 1,49% Sonstiges 15 2,04% Gesamt ,00% 17 Neuntklässler haben ihre zweite Lieblingsaktivität nicht genannt, die 736 getätigten Antworten teilen sich folgendermaßen auf: 160 Neuntklässler treffen sich gerne mit ihren Freunden, wohingegen 107 Neuntklässler sehr gerne Sport machen. Des Weiteren geben 90 Schüler an das Internet zu nutzen und 80 sagen aus, dass sie am zweitliebsten Musik hören. Die Antwortmöglichkeit Computer- und Konsolenspiele wurde 58-mal angegeben, Ausruhen (Chillen) 47-mal und Fernsehen, Kino, DVD schauen 43-mal. Demgegenüber gehen 34 Schüler am zweitliebsten auf Partys und weitere 31 Neuntklässler gehen gerne shoppen. 22 befragte Personen bezeichnen Musik machen und ein Instrument spielen als zweite Lieblingsbeschäftigung, wohingegen 20 befragte Personen Bücher und Zeitschriften lesen und weitere 18 Neuntklässler gerne etwas mit ihrer Familie unternehmen. 11 Schüler nennen die Antwortmöglichkeit künstlerische Tätigkeiten als zweite Lieblingsaktivität. Abschließend sind 15 Antworten unter Sonstiges zusammengefasst. 257

258 Ergebnis Jahrgangsstufe 12: Aktivität 2 Jg. 12 Anzahl % Freunde treffen 76 22,89% Sport 44 13,25% Feiern, Partys 37 11,14% Das Internet nutzen 36 10,84% Musik hören 28 8,43% Ausruhen (Chillen) 24 7,23% Shoppen 18 5,42% Musik machen, ein Instrument spielen 14 4,22% Bücher und Zeitschriften lesen 14 4,22% Etwas mit der Familie unternehmen 10 3,01% Computer und Konsolenspiele 9 2,71% Fernsehen, Kino, DVD 9 2,71% Künstlerische Tätigkeiten 6 1,81% Sonstiges 7 2,11% Gesamt ,00% Von den 336 Zwölftklässlern haben 4 Schüler diese Frage nicht beantwortet, sodass insgesamt 332 Aussagen über die zweite Lieblingsaktivität gemacht wurden. Davon sagen 76 Schüler, dass sie sich mit Freunden treffen. Weitere 44 Schüler machen gerne Sport und 37 andere Schüler sagen aus, dass sie das Feiern und die Partys als zweite Lieblingsaktivität ansehen. Fast genauso viele Schüler nutzen am zweitliebsten das Internet, dies geben 36 Schüler an. Die Antwortmöglichkeit Musik hören wurde 28-mal und die Antwortmöglichkeit Ausruhen (Chillen) 24-mal genannt. 18 Zwölftklässler gehen gerne shoppen und jeweils 14 Jugendliche machen selber Musik oder spielen ein Instrument beziehungsweise lesen gerne Bücher und Zeitschriften. Während 10 Zwölftklässler als zweite Lieblingsbeschäftigung etwas mit ihrer Familie unternehmen, nutzen 9 Schüler gerne Computer- und Konsolenspiele. Genauso viele Schüler bezeichnen Fernsehen, Kino, DVD schauen als zweite Lieblingsbeschäftigung. Demgegenüber sind 6 Schüler künstlerisch aktiv tätig. Des Weiteren gibt es bei den Zwölftklässlern 7 Antworten die unter der Kategorie Sonstiges zusammengefasst werden. 258

259 Lieblingsaktivität Nummer 3: Gesamtergebnis: Aktivität 3 Gesamt Anzahl % Freunde treffen ,41% Musik hören ,68% Ausruhen (Chillen) ,63% Das Internet nutzen 181 9,82% Sport 176 9,54% Shoppen 125 6,78% Computer und Konsolenspiele 120 6,51% Fernsehen, Kino, DVD 111 6,02% Bücher und Zeitschriften lesen 89 4,83% Feiern, Partys 87 4,72% Etwas mit der Familie unternehmen 72 3,90% Künstlerische Tätigkeiten 58 3,15% Musik machen, ein Instrument spielen 51 2,77% Sonstiges 60 3,25% gesamt ,00% Von den insgesamt 1926 Schülern der weiterführenden Schulen haben 1844 Schüler ihre dritte Lieblingsaktivität angegeben. Von ihnen sagen 321 Schüler, dass sie sich am drittliebsten mit Freunden treffen. Auf diese Aktivität folgt die Antwort Musik hören mit 197 Nennungen und Ausruhen (Chillen) mit 196 Nennungen. 181 Schüler bezeichnen die Nutzung des Internets als dritte Lieblingsbeschäftigung und weitere 176 Jugendliche die Antwortalternative Sport. Shoppen gilt für 125 Schüler als drittliebste Freizeitaktivität, wohingegen 120 Schüler gerne Computer- und Konsolenspiele nutzen und weitere 111 Schüler Fernsehen gucken, ins Kino gehen oder sich DVDs anschauen. 89 Schüler lesen gerne Bücher und Zeitschriften. Die Antwortalternative Feiern, Partys bezeichnen 87 Schüler als dritte Lieblingsaktivität, gefolgt von der Antwort etwas mit der Familie zu unternehmen, was 72 Schüler am drittliebsten machen. Während 58 Schüler gerne künstlerisch tätig sind, spielen 51 Jugendliche ein Instrument oder machen selber Musik. 60 Antworten sind keiner der angegebenen Antwortmöglichkeiten zuzuordnen und werden daher unter der Antwortmöglichkeit Sonstiges zusammengefasst. 259

260 Ergebnis Jahrgangsstufe 6: Aktivität 3 Jg. 6 Kategorie Anzahl % Freunde treffen ,58% Sport 94 11,88% Musik hören 86 10,87% Ausruhen (Chillen) 76 9,61% Computer und Konsolenspiele 54 6,83% Shoppen 50 6,32% Etwas mit der Familie unternehmen 50 6,32% Das Internet nutzen 49 6,19% Fernsehen, Kino, DVD 45 5,69% Bücher und Zeitschriften lesen 41 5,18% Künstlerische Tätigkeiten 38 4,80% Musik machen, ein Instrument spielen 24 3,03% Feiern, Partys 6 0,76% Sonstiges 31 3,92% Gesamt ,00% 833 Schüler besuchen die sechste Klasse. Von ihnen haben 791 Sechstklässler ihre dritte Lieblingsaktivität angegeben. 147 Schüler sagen aus, dass sie Freunde treffen als dritte Lieblingsaktivität ansehen. Weitere 94 Schüler nennen Sport und 86 Sechstklässler Musik hören. 76 Schüler ruhen sich gerne aus, sodass sie diese Antwortmöglichkeit als dritte Lieblingsaktivität bezeichnen, weiterhin spielen 75 Schüler gerne Computer- und Konsolenspiele. Jeweils 50 Sechstklässler gehen gerne shoppen oder unternehmen etwas mit ihrer Familie und 49 Schüler nutzen das Internet am drittliebsten. Die Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen wird von 45 Schülern angegeben, wohingegen 41 Sechstklässler gerne Bücher und Zeitschriften lesen. Während 38 Sechstklässler künstlerisch tätig sind, machen 24 Schüler Musik oder spielen ein Instrument und 6 Schüler gehen gerne feiern und auf Partys. Die Antwortkategorie Sonstiges umfasst 31 Antworten. 260

261 Ergebnis Jahrgangsstufe 9: Aktivität 3 Jg. 9 Anzahl % Freunde treffen ,17% Das Internet nutzen ,27% Musik hören 90 12,47% Ausruhen (Chillen) 84 11,63% Sport 54 7,48% Computer und Konsolenspiele 54 7,48% Shoppen 52 7,20% Fernsehen, Kino, DVD 42 5,82% Bücher und Zeitschriften lesen 33 4,57% Feiern, Partys 30 4,16% Musik machen, ein Instrument spielen 15 2,08% Künstlerische Tätigkeiten 11 1,52% Etwas mit der Familie unternehmen 11 1,52% Sonstiges 19 2,63% Gesamt ,00% Von den 753 Neuntklässlern haben 722 Schüler ihre dritte Lieblingsaktivität angegeben, sodass 31 Neuntklässler keine Aussage darüber getroffen haben. 124 Schüler treffen sich sehr gerne mit Freunden und 103 Schüler nutzen sehr gerne das Internet. Demgegenüber hören 90 Neuntklässler am drittliebsten Musik und 84 Schüler ruhen sich gerne aus. Jeweils 54 Neuntklässler machen gerne Sport beziehungsweise nutzen Computer- und Konsolenspiele und 52 Jugendliche gehen gerne shoppen. Des Weiteren haben 42 Schüler die Antwort Fernsehen, Kino, DVD schauen angekreuzt und weitere 33 Schüler Bücher und Zeitschriften lesen. Während 30 Schüler Feiern zu gehen als drittliebste Freizeitbeschäftigung ansehen, machen 15 Neuntklässler selber Musik oder spielen ein Instrument und jeweils 11 Schüler sind künstlerisch tätig beziehungsweise unternehmen etwas mit der Familie und sehen dies daher als dritte Lieblingsaktivität an. 19 Antworten entsprechen sonstigen Angaben. 261

262 Ergebnis Jahrgangsstufe 12: Aktivität 3 Jg. 12 Anzahl % Feiern, Partys 51 15,60% Freunde treffen 50 15,29% Ausruhen (Chillen) 35 10,70% Das Internet nutzen 29 8,87% Sport 26 7,95% Fernsehen, Kino, DVD 23 7,03% Shoppen 23 7,03% Musik hören 21 6,42% Bücher und Zeitschriften lesen 15 4,59% Computer und Konsolenspiele 12 3,67% Musik machen, ein Instrument spielen 11 3,36% Etwas mit der Familie unternehmen 11 3,36% Künstlerische Tätigkeiten 8 2,45% Sonstiges 12 3,67% Gesamt ,00% Während 51 Zwölftklässler Feiern, Partys als ihre dritte Lieblingsaktivität angeben, treffen sich 50 Schüler lieber mit ihren Freunden. Demgegenüber sagen 35 Schüler aus, dass sie sich am drittliebsten ausruhen, wohingegen 29 Schüler das Internet nutzen und 26 Schüler Sport treiben. Jeweils 23 Schüler bezeichnen Fernsehen, Kino, DVD schauen beziehungsweise Shoppen als dritte Lieblingsaktivität. Weitere 21 Zwölftklässler hören gerne Musik und 15 Schüler lesen gerne Bücher und Zeitschriften. 12 Schüler nutzen gerne Computer- und Konsolenspiele, wohingegen jeweils 11 Schüler selber Musik machen oder ein Instrument spielen beziehungsweise etwas mit ihrer Familie unternehmen. Die Antwortalternative Künstlerische Tätigkeiten wird von 8 Zwölftklässlern als dritte Lieblingsaktivität angegeben. Die Kategorie Sonstiges umfasst 12 Antworten. 262

263 Frage 3: Bist Du in einem Verein oder einen festen Gruppe aktiv tätig? Diese Frage soll zeigen, wie viele der Jugendlichen in einen Verein oder eine Gruppe gehen und um was für einen Verein es sich dabei handelt. Gesamtergebnis: Verein oder Gruppe? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Nein ,1 32,5 32,5 Sportverein ,4 39,8 72,3 Musikgruppe 188 9,8 9,9 82,2 Kirchenkreis 130 6,7 6,8 89,0 Sonstiger Verein/Gruppe ,9 11,0 100,0 Gesamt ,9 100,0 Fehlend ,1 Gesamt ,0 Von den insgesamt 1926 Schülern haben 1905 Schüler eine Antwort auf diese Frage gegeben. Von ihnen geben 619 Schüler an in gar keinem Verein tätig zu sein. 759 Schüler sind in einem Sportverein, 188 Schüler in einer Musikgruppe und weitere 130 Schüler sind einem Kirchenkreis angehörig. 209 befragte Personen sagen aus in einem sonstigen Verein zu sein, der keinem der drei genannten Vereine und Gruppen zuzuordnen ist. 263

264 Ergebnis Jahrgangsstufe 6: Verein oder Gruppe? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Nein ,9 29,4 29,4 Sportverein ,1 43,8 73,3 Musikgruppe 83 10,0 10,1 83,4 Kirchenkreis 53 6,4 6,5 89,9 Sonstiger Verein/Gruppe 83 10,0 10,1 100,0 Gesamt ,3 100,0 Fehlend ,7 Gesamt ,0 Von den 833 Sechstklässlern haben 14 diese Frage nicht beantwortet. Von denen, die eine Antwort gegeben haben, haben 241 befragte Personen durch ihr Kreuz ausgesagt, dass sie nicht vereinszugehörig sind. So gehen 359 Schüler in einen Sportverein und 83 Sechstklässler in eine Musikgruppe. 53 Jugendliche gehören einem Kirchenkreis an und 83 weitere Jugendliche gehen in einen sonstigen Verein oder eine sonstige Gruppe. Ergebnis Jahrgangsstufe 9: Verein oder Gruppe? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Nein ,9 37,1 37,1 Sportverein ,9 37,1 74,2 Musikgruppe 60 8,0 8,0 82,2 Kirchenkreis 51 6,8 6,8 89,1 Sonstiger Verein/Gruppe 82 10,9 10,9 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend 0 4,5 Gesamt ,0 278 Neuntklässler sind keinem Verein zugehörig, genauso viele sind in einem Sportverein. Während 60 Jugendliche in eine Musikgruppe gehen, sind 51 Jugendliche einem 264

265 Kirchenkreis angehörig und weitere 82 Jugendliche sagen aus, dass sie in einen sonstigen Verein/Gruppe gehen. Von den insgesamt 753 Neuntklässler haben 4 Schüler keine Angabe darüber gemacht, ob sie vereinszugehörig sind oder nicht. Ergebnis Jahrgangsstufe 12: Verein oder Gruppe? Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Nein ,8 30,0 30,0 Sportverein ,7 36,0 66,1 Musikgruppe 44 13,1 13,2 79,3 Kirchenkreis 25 7,4 7,5 86,8 Sonstiger Verein/Gruppe 44 13,1 13,2 100,0 Gesamt ,1 100,0 Fehlend 0 3,9 Gesamt ,0 336 Schüler besuchen die zwölfte Klasse. Von ihnen haben drei Jugendliche die Frage nicht beantwortet. Von den 333 Zwölftklässlern, die eine Antwort gegeben haben, sind 100 Schüler nicht vereinszugehörig. 120 Schüler sagen, dass sie in einem Sportverein tätig sind und weitere 25 Schüler gehören zu einem Kirchenkreis. Jeweils 44 Jugendliche geben an, dass sie einer Musikgruppe oder einem sonstigen Verein/Gruppe angehören. Frage 4: Wie viel Zeit verbringst Du dort wöchentlich? Diese Frage soll veranschaulichen, wie viel Zeit die Schüler wöchentlich in den Vereinen und Gruppen verbringen. Im Folgenden wird dabei nur noch das Wort Verein verwendet, es umschließt aber alle Vereine und Gruppen. Schüler, die in mehreren Vereinen aktiv tätig sind, sollten die Zeiten in den verschiedenen Vereinen addieren. 265

266 Gesamtergebnis: Zeit im Verein Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std ,3 22,5 22,5 Zw. 1 und 2 Std ,6 21,6 44,1 Zw. 2 und 3 Std ,2 16,3 60,4 Zw. 3 und 4 Std ,7 14,4 74,8 Mehr als 4 Std ,6 25,2 100,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend ,5 Gesamt ,0 Insgesamt haben von den 1926 Schülern, die den Fragebogen ausgefüllt haben, 357 Schüler keine Angabe dazu gemacht. Von den übrigen Schülern verbringen 353 Jugendliche weniger als eine Stunde und weitere 339 Jugendliche zwischen einer und zwei Stunden in dem Verein. Während 255 befragte Personen angeben, zwischen zwei und drei Stunden wöchentlich im Verein tätig zu sein, sagen 226 Schüler aus, dass sie sich zwischen drei und vier Stunden wöchentlich dort aufhalten. Demgegenüber sind 396 Schüler über vier Stunden wöchentlich aktiv im Verein tätig. Ergebnis Jahrgangsstufe 6: Zeit im Verein Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std ,3 21,4 21,4 Zw. 1 und 2 Std ,6 27,9 49,3 Zw. 2 und 3 Std ,9 17,2 66,6 Zw. 3 und 4 Std 97 11,6 14,4 81,0 Mehr als 4 Std ,4 19,0 100,0 Gesamt ,8 100,0 Fehlend ,2 Gesamt ,0 266

267 Von den 833 Sechstklässlern halten sich 144 Schüler weniger als eine Stunde in dem Verein auf. 188 Schüler sind zwischen einer und zwei Stunden und weitere 116 Schüler zwischen zwei und drei Stunden dort. Des Weiteren verbringen 97 Sechstklässler zwischen drei und vier Stunden in dem Verein und 128 Schüler halten sich mehr als vier Stunden dort auf. Damit haben insgesamt 673 befragte Personen eine Angabe darüber gemacht, wie viel Zeit sie in dem Verein oder in den Vereinen verbringen, hingegen haben 160 Sechstklässler diese Frage nicht beantwortet. Ergebnis Jahrgangsstufe 9: Zeit im Verein Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std ,1 22,9 22,9 Zw. 1 und 2 Std ,8 17,5 40,5 Zw. 2 und 3 Std ,7 17,4 57,8 Zw. 3 und 4 Std 85 11,3 14,3 72,2 Mehr als 4 Std ,9 27,8 100,0 Gesamt ,8 100,0 Fehlend ,2 Gesamt ,0 753 Schüler besuchen die neunte Klasse. Von ihnen haben 160 Personen diese Frage nicht beantwortet. 136 Neuntklässler sagen aus weniger als eine Stunde wöchentlich in dem Verein oder der Gruppe tätig zu sein, weitere 104 befragte Personen verbringen zwischen ein und zwei Stunden ihrer Freizeit in dem Verein. Zwischen zwei und drei Stunden haben 103 Schüler angekreuzt und zwischen drei und vier Stunden weitere 85 Neuntklässler. 165 Jugendliche sind wöchentlich mehr als vier Stunden im Verein aktiv tätig. 267

268 Ergebnis Jahrgangsstufe 12: Zeit im Verein Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Weniger als 1 Std 73 21,7 24,4 24,4 Zw. 1 und 2 Std 46 13,7 15,4 39,8 Zw. 2 und 3 Std 35 10,4 11,7 51,5 Zw. 3 und 4 Std 43 12,8 14,4 65,9 Mehr als 4 Std ,4 34,1 100,0 Gesamt ,0 100,0 Fehlend ,0 Gesamt ,0 37 der 336 Zwölftklässler haben keine Aussage dazu gemacht, wie viel Zeit sie in einem Verein verbringen. Demgegenüber sagen 73 Schüler, dass sie wöchentlich weniger als eine Stunde vereinsmäßig aktiv sind. 46 Schüler verbringen ein bis zwei Stunden in einem Verein und weitere 35 Schüler sind zwischen zwei und drei Stunden wöchentlich dort. Die Antwortalternative Zwischen drei und vier Stunden wurde 43-mal angekreuzt. 102 Schüler halten sich mehr als vier Stunden wöchentlich im Verein auf. Frage 5: Wie oft in der Woche triffst Du Dich persönlich mit deinen Freunden? Durch die steigende Anzahl an unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten können Kinder und Jugendliche anders miteinander Kontakt aufnehmen als noch vor dreißig Jahren. Mit dieser Frage soll daher festgestellt werden, wie oft pro Woche sich die Schüler durchschnittlich persönlich treffen. Dabei geht es darum, festzustellen, wie wichtig den Schülern der persönliche Kontakt zu Freunden nach der Schule noch ist. 268

269 Gesamtergebnis: Freunde treffen Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Gar nicht 66 3,4 3,5 3,5 1 bis 2 mal ,3 43,6 47,1 3 bis 4 mal ,6 26,8 73,9 5 bis 6 mal ,7 11,8 85,7 jeden Tag ,2 14,3 100,0 Gesamt ,3 100,0 Fehlend 0 14,7 Gesamt ,0 Insgesamt haben 1912 der 1926 Schüler die Frage beantwortet, wie oft pro Woche sie sich mit Freunden persönlich treffen. Entsprechend wurde diese Frage von 14 Schülern nicht beantwortet. 66 Schüler sagen aus, dass sie sich überhaupt nicht mit ihren Freunden treffen. Demgegenüber geben 834 Schüler an sich ein- bis zweimal die Woche und weitere 513 Schüler sich drei- bis viermal pro Woche mit Freunden zu verabreden. Weiterhin sagen 225 Schüler, dass sie sich fünf- bis sechsmal in einer Woche mit ihren Freunden treffen und 274 Schüler, dass sie sich jeden Tag mit ihnen verabreden. Ergebnis Jahrgangsstufe 6: Freunde treffen Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Gar nicht 28 3,4 3,4 3,4 1 bis 2 mal ,1 44,4 47,8 3 bis 4 mal ,5 25,6 73,4 5 bis 6 mal ,2 12,3 85,7 jeden Tag ,2 14,3 100,0 Gesamt ,3 100,0 Fehlend 0 6,7 Gesamt ,0 269

270 28 Sechstklässler treffen sich gar nicht mit ihren Freunden und weitere 367 Schüler sagen aus, dass sie sich wöchentlich ein- bis zweimal mit ihren Freunden treffen. Während 212 Schüler ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit drei- bis viermal gesetzt haben, geben 102 Schüler an, dass sie sich fünf- bis sechsmal pro Woche verabreden. 118 Schüler sehen ihre Freunde jeden Tag. Somit haben von den 833 Sechstklässler 827 Schüler eine Aussage zu dieser Frage gemacht, wohingegen 6 Schüler diese Frage nicht beantwortet haben. Ergebnis Jahrgangsstufe 9: Freunde treffen Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Gar nicht 24 3,2 3,2 3,2 1 bis 2 mal ,9 41,2 44,4 3 bis 4 mal ,0 26,2 70,7 5 bis 6 mal 99 13,1 13,3 83,9 jeden Tag ,9 16,1 100,0 Gesamt ,2 100,0 Fehlend 0 6,8 Gesamt ,0 Von den 753 Neuntklässlern sehen 24 Schüler ihre Freunde außerhalb der Schule gar nicht. Demgegenüber sagen 308 Schüler, dass sie sich ein- bis zweimal und 196 Schüler, dass sie sich drei- bis viermal pro Woche mit Freunden treffen. Weiterhin sehen 99 Neuntklässler ihre Freunde fünf- bis sechsmal die Woche und 120 Schüler verabreden sich jeden Tag. 9 Jugendliche haben diese Frage nicht beantwortet. 270

271 Ergebnis Jahrgangsstufe 12: Freunde treffen Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente Gültig Gar nicht 14 4,2 4,2 4,2 1 bis 2 mal ,4 46,7 50,9 3 bis 4 mal ,0 31,1 82,0 5 bis 6 mal 24 7,1 7,2 89,2 jeden Tag 36 10,7 10,8 100,0 Gesamt ,4 100,0 Fehlend 0 2,6 Gesamt ,0 Von den 336 Zwölftklässlern haben 334 Schüler diese Frage beantwortet, zwei Schüler daher nicht. 14 Schüler treffen sich in ihrer Freizeit gar nicht mit ihren Freunden, wohingegen 156 Schüler aussagen, dass sie ihre Freunde ein- bis zweimal die Woche persönlich sehen. 104 Schüler haben ihr Kreuz bei der Antwortmöglichkeit drei- bis viermal gesetzt und 24 Zwölftklässler bei fünf- bis sechsmal. Somit treffen sich 36 Schüler jeden Tag mit Freunden. Frage 6: An welchen Orten verbringst du am liebsten deine Freizeit? Mit der Frage 18 wollte die Projektgruppe herausfinden, an welchen Orten die Jugendlichen am liebsten ihre Freizeit verbringen. Es wurden keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Insgesamt durften die Schüler ihre drei liebsten Orte in einer Rangfolge geordnet aufschreiben. Die Projektgruppe stellt zunächst das Gesamtergebnis vor und anschließend werden die Ergebnisse der einzelnen Jahrgangsstufen präsentiert. Da keine Antworten vorgegeben wurden führte dies zu einer derartig großen Antwortvielfalt, so dass es der Projektgruppe nur möglich ist, einen kleinen Teil davon zu präsentieren. Die Projektgruppe hat versucht verschiedene Antworten unter bestimmte Oberbegriffe bzw. Kategorien zusammenzufassen. Es gibt die Oberbegriffe bzw. Kategorien zu Hause, Draußen, Jugendzentrum und Kirche, In der Stadt, Freunde, Sport und Sonstiges. Unter dem Oberbegriff bzw. der Kategorie Zuhause wurden alle Antworten gefasst, die etwas mit dem Aufenthalt in der eigenen Wohnung oder bei den Eltern zu tun haben. Beispiele dafür sind Antworten wie Zuhause, Bei der Familie oder Vor dem PC etc. Der Oberbegriff Draußen enthält alle Antworten, die mit dem Aufenthalt an der frischen Luft zu tun haben. Dazu gehörten beispielsweise Antworten wie Im Garten, Im Park, Auf der Wiese oder 271

272 Auf dem Bolzplatz etc. Die Kategorie Jugendzentrum und Kirche enthält alle Antworten, die sich auf den Aufenthalt in einem Jugendzentrum oder in einer Kirche beziehen. Dazu gehören zum Beispiel Antworten wie CVJM, Jugendzentrum, In der Kirche und ähnliches. Antworten, die sich auf den Aufenthalt in der Stadt Lüdenscheid beziehen, wurden unter der Kategorie In der Stadt zusammengefasst. Zu diesen Antworten gehören unter anderem zum Beispiel In der Stadt, Kino, Schwimmbad, Disco, Sterncenter. Der Oberbegriff Bei Freunden enthält alle Antworten, die mit dem Aufenthalt bei dem Partner bzw. der Partnerin oder bei den Freunden zu tun haben. Beispiel dafür sind Antworten wie Bei meinem Schatz und Bei Freunden etc. Der Oberbegriff Sport enthält Antworten, die sich auf den Aufenthalt in Trainingshallen, Sportarten und auf Sportplätzen beziehen. Dazu gehören beispielsweise Antworten wie Beim Training, Fußballplatz etc. Alle Antworten die keinem dieser Oberbegriffe bzw. Kategorien zugeordnet werden konnten, werden unter den Begriff Sonstiges gefasst. Die Projektgruppe beginnt mit der Präsentation der Gesamtergebnisse und wird anschließend die Ergebnisse der einzelnen Jahrgangsstufen zeigen. Gesamtergebnis: Da insgesamt nach drei Lieblingsorten gefragt wurde, wird zuerst das Ergebnis zu Lieblingsort Nr. 1 dargestellt, gefolgt von dem Ergebnis zu Lieblingsort Nr.2 und Nr.3 Lieblingsort Nr. 1: Von den 1926 befragten Schülern beantworteten 1887 Schüler die Frage nach ihrem Lieblingsort Nr. 1. Die Kategorie zu Hause ist durch 685 Antworten vertreten. 269 Schüler gaben Antworten, die unter dem Oberbegriff Draußen zu fassen sind. 40 Schüler schrieben Orte auf, die die Projektgruppe unter dem Oberbegriff Jugendzentrum und Kirche zusammenfasst. 356 Schüler halten sich gerne an Orten auf, die der Kategorie In der Stadt entsprechen. 186 Schüler schrieben Antworten auf, die unter den Oberbegriff Bei Freunden fallen. Der Oberbegriff Sport ist durch 168 Antworten vertreten. 183 Antworten konnten keinem der genannten Oberbegriffe bzw. Kategorien zugeordnet werden und fallen somit unter Sonstiges. 272

273 Lieblingsort Nr. 2: 1794 Schüler gaben Antwort auf die Frage nach ihrem Lieblingsort Nr der Befragten gaben Antworten, die unter den Oberbegriff zu Hause gefasst wurden. 256 Schüler schrieben Orte auf, die dem Oberbegriff Draußen entsprechen. 42 Antworten fallen in die Kategorie Jugendzentrum und Kirche. 365 Schüler halten sich gerne an Orten auf, die dem Oberbegriff In der Stadt entsprechen. 348 Schüler sind gerne an Orten, die in die Kategorie Bei Freunden fallen. 130 Antworten fallen in die Kategorie Sport und 198 Antworten konnten keinem der bisher genannten Oberbegriffe zugeordnet werden und fallen unter Sonstiges. Lieblingsort Nr Schüler beantworteten die Frage nach ihrem Lieblingsort Nr. 3. Davon fallen 381 Antworten in die Kategorie zu Hause. 197 Antworten entsprechen dem Oberbegriff Draußen. 19 Schüler halten sich gerne an Orten auf, die dem Oberbegriff Jugendzentrum und Kirche entsprechen. 315 Antworten fallen in die Kategorie In der Stadt. 291 Schüler schrieben Orte auf, die unter den Oberbegriff Bei Freunden fallen. 101 Antworten entsprechen der Kategorie Sport. 210 Antworten konnten keinem der bisher genannten Kategorien zugeordnet werden und fallen somit unter den Begriff Sonstiges. Ergebnis Jahrgangsstufe 6 Anschließend an das Gesamtergebnis wird das Ergebnis der 6.Klassen vorgestellt. Beginnen wird die Projektgruppe mit dem Lieblingsort Nr.1. Lieblingsort Nr Schüler gaben Antworten, die in die Kategorie Zuhause einzuordnen sind. 165 Schüler schrieben Orte auf, die unter den Begriff Draußen zu fassen sind. 15 Antworten entsprechen der Kategorie Jugendzentrum und Kirche. 147 Schüler gaben Antworten, die sich auf die Kategorie In der Stadt bezogen. 54 Schüler schrieben Orte auf, die dem Oberbegriff Bei Freunden entsprechen. 86 Antworten fallen unter den Oberbegriff Sport und 89 Antworten sind der Kategorie Sonstiges zuzuordnen. Insgesamt gaben 820 Schüler eine Antwort. 273

274 Lieblingsort Nr Schüler gaben eine Antwort auf die Frage nach ihrem zweiten Lieblingsort. Davon fallen 207 Antworten in die Kategorie zu Hause. 155 Antworten entsprechen dem Oberbegriff Draußen. 16 Schüler schrieben auf, dass sie sich gerne an Orten aufhalten, die dem Oberbegriff Jugendzentrum und Kirche entsprechen. 131 Schüler halten sich gerne an Orten auf, die unter den Oberbegriff In der Stadt fallen. 119 Schüler gaben Antworten, die der Kategorie Bei Freunden entsprechen. 58 Schüler schrieben Orte auf, die unter den Begriff Sport zu fassen sind. 94 Antworten konnten keiner der genannten Kategorien zugeordnet werden und fallen somit unter den Begriff Sonstiges. Lieblingsort Nr Schüler schrieben Antworten, die dem Oberbegriff zu Hause zu zuordnen sind. 102 Schüler gaben an, sich gerne an Orten aufzuhalten, die der Kategorie Draußen entsprechen. 7 Schüler schrieben auf, dass sich gerne an Orten aufhalten die zur Kategorie Jugendzentrum und Kirche gehören. 101 Antworten sind dem Oberbegriff In der Stadt zuzuordnen. 121 Schüler schrieben Antworten, die dem Begriff Bei Freunden entsprechen. 41 Antworten sind dem Begriff Sport zuzuordnen. 119 Antworten fallen in die Kategorie Sonstiges. Insgesamt beantworteten 650 Schüler die Frage nach ihrem dritten Lieblingsort. Ergebnis Jahrgangsstufe 9 In den 9. Klassen sieht das Ergebnis folgendermaßen aus: Lieblingsort Nr Schüler gaben Antworten, die dem Oberbegriff zu Hause zu zuordnen sind. 73 Schüler schrieben auf, dass sie sich gerne an Orten aufhalten, die der Kategorie Draußen entsprechen. 20 Personen gaben Antworten, die unter die Kategorie Jugendzentrum und Kirche fallen. 162 Schüler schrieben Orte auf, die sich durch den Oberbegriff In der Stadt zusammenfassen lassen. 92 Antworten fallen unter den Oberbegriff Bei Freunden. 56 Schüler schrieben Orte auf, die in der Kategorie Sport zusammengefasst werden. 68 Antworten konnten keiner der bisher genannten Kategorien zugeordnet werden, und fallen somit unter den Oberbegriff Sonstiges. Insgesamt haben 741 Schüler diese Frage beantwortet. 274

275 Lieblingsort Nr Schüler gaben eine Antwort auf die Frage nach ihrem zweiten Lieblingsort. Davon fallen 153 Antworten unter den Oberbegriff zu Hause. 78 Antworten entfallen auf den Oberbegriff Draußen. 19 Antworten sind unter die Kategorie Jugendzentrum und Kirche zu fassen. 162 Schüler schrieben Antworten auf, die der Kategorie In der Stadt zuzuordnen sind.154 Schüler gaben Orte an, die unter den Oberbegriff Bei Freunden fallen. 38 Antworten entsprechen der Kategorie Sport und 73 Antworten fallen unter Sonstiges. Lieblingsort Nr Schüler schrieben Antworten auf, die unter den Oberbegriff zu Hause zusammengefasst werden. 73 Antworten entsprechen der Kategorie Draußen. 9 Antworten fallen unter den Oberbegriff Jugendzentrum und Kirche. 140 Schüler schrieben Orte auf, die der Kategorie In der Stadt zuzuordnen sind. 117 Antworten beziehen sich auf den Oberbegriff Bei Freunden. 43 Antworten können unter den Oberbegriff Sport gefasst werden und 59 Schüler schrieben Orte auf, die der Kategorie Sonstiges zuzuordnen sind. Ergebnis Jahrgangsstufe 12 Anschließend an das Ergebnis der 9. Klassen stellt die Projektgruppe nun das Ergebnis der 12. Klässler vor. Lieblingsort Nr Schüler schrieben Antworten auf, die dem Oberbegriff zu Hause zuzuordnen sind. 31 Schüler gaben Antworten, die unter den Oberbegriff Draußen fallen. 5 Antworten wurden in der Kategorie Jugendzentrum und Kirche zusammengefasst. 47 Schüler schrieben Orte auf, die in die Kategorie In der Stadt fallen. 40 Antworten entsprechen dem Oberbegriff Bei Freunden. Auf die Kategorie Sport entfallen 26 Antworten. 26 Antworten konnten keinem der bisher genannten Oberbegriffe zugeordnet werden. Insgesamt beantworteten 326 Schüler diese Frage. 275

276 Lieblingsort Nr Schüler gaben Antworten, die unter die Kategorie zu Hause fallen. 23 Schüler schrieben Antworten auf, die durch den Oberbegriff Draußen zusammengefasst werden können.7 Antworten entsprechen dem Oberbegriff Jugendzentrum und Kirche. 72 Schüler antworteten, dass sie ihre Zeit gerne an Orten verbringen, die unter die Kategorie In der Stadt fallen.75 Antworten entsprechen der Kategorie Bei Freunden. 34 Schüler gaben Orte an, die mit Sport in Verbindung stehen. Insgesamt antworteten 307 Schüler. Lieblingsort Nr Schüler beantworteten die Frage nach ihrem dritten Lieblingsort. Davon fallen 63 Antworten unter den Oberbegriff zu Hause. 22 Antworten entsprechen der Kategorie Draußen. 3 Antworten können unter den Begriff Jugendzentrum und Kirche zusammengefasst werden. 74 Schüler schrieben Orte auf, die der Kategorie In der Stadt zugeordnet werden können. 53 Schüler gaben Antworten, die unter den Oberbegriff Bei Freunden fallen. 17 Antworten sind dem Begriff Sport zuzuordnen. 32 Schüler schrieben Orte auf, die keiner der bisher aufgeführten Kategorie entsprechen und somit unter den Oberbegriff Sonstiges fallen. Frage 7: Welche Freizeitangebote wünschst du dir, die es noch nicht in Lüdenscheid gibt? Das Ziel dieser Frage ist, Erkenntnisse über die Wünsche der Schüler von weiterführenden Schulen im Hinblick auf ihre Freizeitgestaltung zu erhalten. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse sollen der Stadt Lüdenscheid wichtige Hinweise und Anregungen dazu gegeben werden, wie sich das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche verbessern lässt. Gesamtergebnis Insgesamt wurden Schüler von weiterführenden Schulen befragt, von ihnen machten Angaben darüber, was sie sich an Freizeitangeboten wünschen. Den hier verwendeten Prozentangaben liegt nicht die Gesamtzahl aller Schüler (1.926), sondern die Anzahl der Schüler zu Grunde, die sich zu ihren Wünschen geäußert haben (1.028). Die bei dieser Frage aufgetretene Differenz der Antwortzahl (1.365 anstelle von 1.028) begründet sich darin, dass es auch Mehrfachnennungen gegeben hat. 276

277 Die Ergebnisse werden im Folgenden in Schwerpunkten bzw. auszugsweise dargestellt. Nahe stehende bzw. zusammengehörige Begrifflichkeiten sind hierbei kategorisiert worden: Freizeitwunsch Häufigkeit Bowlingbahn ,9 % Freizeitpark und zentren, Kirmes ,5 % Discos, Clubs und Bars, Szenegastronomie, andere Gastronomie 96 9,3 % Kartbahn 85 8,3 % Schwimmbad, Freizeitbad, Turmspringen, Wellness u.ä. 67 6,5 % Bike-/Skatepark, Funsport 67 6,5 % Paintball u.ä., Schießsport 65 6,3 % Kletterpark / Klettergarten 63 6,1 % Innenstadt, Einkaufsmöglichkeiten, Shopping. 54 5,3 % Eishalle; Eislaufen, Eishockey, Curling etc. 51 5,0 % Systemgastronomie (innerstädtisch) 45 4,4 % Sport öffentliches Angebot (Sporthalle, Turnen etc.) 42 4,1 % Jugendtreffs / Jugendzentrum / Treffpunkte 35 3,4 % Spielplatz und Abenteuerspielplatz 21 2,0 % Musikleben: Band, Proberaum, Konzerte, Musikverein, -schule, Jugendchor etc. 17 1,7 % Parks / Grünanlagen 17 1,7 % Kino (3-D-Kino, Autokino, mehr und besserer Kinos) 13 1,3 % Malen, Designen und Zeichnen (Orte und Gelegenheiten) 13 1,3 % Sonstiges: Zoo, Streichelzoo, Tierpark 7 0,7 % Theater und Kultur 6 0,6 % Schule (weniger Unterricht/Klausuren, Renovierung) 5 0,5 % Optimierung des ÖPNV 3 0,3 % Jugendzeitung 2 0,2 % Flughafen 2 0,2 % Strand und Meer 1 0,1 % Zeitmaschine 1 0,1 % Zufrieden mit Angebot 10 1,0 % 277

278 5.2.2 Analyse Auch bei der Analyse der Ergebnisse werden zunächst die Ergebnisse der Grundschulen und dann die Ergebnisse der weiterführenden Schulen analysiert Analyse der Ergebnisse der Grundschulen Frage 1: Was machst Du üblicherweise in Deiner Freizeit? Abbildung 17 Bei dieser Frage stellt ein Kreuz ein Ja und kein Kreuz ein Nein dar. Entsprechend hat jede der 670 befragten Personen eine Angabe darüber gemacht, ob sie eine Aktivität üblicherweise in ihrer Freizeit ausübt oder nicht. 402 Grundschüler bezeichnen Fernsehen, Kino, DVD schauen als eine übliche Freizeitaktivität, das entspricht genau 60 % der 670 befragten Grundschüler. Auch Computer- und Konsolenspiele werden von 53,4 % der Drittklässler als Hobby bezeichnet. Schon an diesen beiden Angaben zeigt sich, dass die Nutzung moderner und elektronischer Unterhaltungsmedien immer wichtiger wird und auch schon Kinder diese regelmäßig nutzen. So gelten beide genannten Aktivitäten für mehr als die Hälfte der Grundschüler als übliche Freizeitaktivität. Weiterhin bezeichnen schon 245 Grundschüler der dritten Klasse die Nutzung des Internets als Freizeitaktivität, was rund 36,6 % entspricht. 278

279 Sport zählt für 73,9 % als Hobby, das Lesen von Büchern und Zeitschriften bezeichnen 53,9% der Drittklässler als übliche Lieblingsaktivität. 57,2 % der Kinder, hierbei handelt es sich um 383 gemachte Kreuze auf dem Fragebogen, unternehmen gerne etwas mit ihrer Familie, 70,9 % treffen sich gerne mit Freunden und weitere 183 Kinder, was 27,3 % entspricht, gehen gerne feiern und auf Partys. Viele Grundschüler verbringen somit ihre Freizeit nicht nur alleine, sondern unternehmen auch gerne etwas mit ihrer Familie oder mit Freunden. Trotzdem sind auch oft Aktivitäten, die alleine durchzuführen sind, als übliche Freizeitaktivität genannt worden. So sagen zum Beispiel 439 Grundschüler, rund 65,5 % der befragten Personen, dass sie gerne Musik hören, demgegenüber machen auch 35,7 % selber Musik oder spielen ein Instrument. 321 Kinder sind gerne künstlerisch tätig, was fast 48 % entspricht, und 40 % der Kinder ruhen sich gerne aus und chillen. Des Weiteren empfinden 29,6 % der Drittklässler Shoppen als übliche Freizeitbeschäftigung. Unter der Kategorie Sonstiges haben 217 Grundschüler das sind 32,4 % etwas angegeben. Dabei handelt es sich bei fast der Hälfte dieser sonstigen Angaben um die Freizeitaktivität Spielen. Andere Aktivitäten wurden nur von sehr wenigen Kindern genannt. Insgesamt wurden 4367 Antworten gegeben zuzüglich 217 Angaben, die unter Sonstiges fallen. Im Durchschnitt hat jeder Schüler zwischen sechs und sieben Kreuze gemacht (4584 : 670 = 6,84). Allgemein kann man sagen, dass diese Frage sehr allgemein formuliert ist. Dies sollte den Kindern einen einfachen Einstieg in den Themenblock Freizeit gewähren. Da sie beliebig viele Antworten geben konnten, sind fast alle Antwortalternativen von mindestens jedem dritten Kind benannt worden. Ausnahmen bilden nur die Freizeitaktivitäten Shoppen und Feiern, Partys, die beide von nur knapp unter 30 % der Schüler als übliche Freizeitaktivität angesehen werden. Am häufigsten werden die Antwortmöglichkeiten Sport und Freunde treffen mit jeweils über 279

280 70 % genannt. Dies sind bei den Drittklässlern die üblichsten Freizeitaktivitäten. Dabei fallen unter Sport sämtliche Sportarten wie Fußball, Schwimmen, Tischtennis, aber auch speziellere und nicht so oft ausgeführte Sportarten wie Taekwondo oder Boxen. Bei dieser Frage ist zu berücksichtigen, dass einige Freizeitaktivitäten auch parallel durchgeführt werden können. So bezeichnen zum Beispiel 65,5 % der Grundschüler Musik hören als übliche Freizeitbeschäftigung. Während sie dies machen, können sie gleichzeitig noch weiteren Tätigkeiten nachgehen und die Musik nebenbei hören. Die Anzahl derjenigen, die gerne Musik hört, ist fast doppelt so hoch, wie die Anzahl derer, die auch gerne Musik macht oder ein Instrument spielt. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass ein Großteil der Schüler, die Musik machen auch Musik hört. Auffällig ist, dass rund die Hälfte der befragten Personen gerne Bücher und Zeitschriften liest, aber auch genauso viele Personen Computer- und Konsolenspiele nutzen. 60 % der Kinder nutzen oft den Fernseher, gehen ins Kino oder schauen DVDs. 36,6 % bezeichnen die Nutzung des Internets als übliche Freizeitaktivität. An dieser Zusammenstellung zeigt sich, dass zwar viele Grundschüler Bücher und Zeitschriften lesen, aber auch viele Acht- bis Neunjährige bereits oft und viel die elektronischen Unterhaltungsmedien verwenden. So müssen viele Drittklässler einen eigenen Computer besitzen oder zumindest einen Computer zur Verfügung gestellt bekommen, um die Computerspiele oder das Internet nutzen zu können. So ist insgesamt zu sehen, dass die Verbreitung von Massenmedien wie CDs, DVDs, Computerspielen aber auch Büchern schon bei den Drittklässlern fortgeschritten ist. Diese genannten Aktivitäten bezeichnen teilweise weit über 50 % der Grundschüler als übliche Freizeitaktivität. Dabei werden die elektronischen Medien öfter angegeben als zum Beispiel die Printmedien. Einige, der oft genannten Aktivitäten, sind geldabhängig. So müssen Bücher oder Computer- und Konsolenspiele zunächst gekauft werden. Entweder verfügen die Grundschüler bereits über viel Geld oder ihre Eltern kaufen ihnen die Spiele. 280

281 Doch auch viele Dinge, die kostenlos durchführbar sind, werden üblicherweise von Grundschüler gemacht. So sind häufig angegebene Aktivitäten wie Freunde treffen oder etwas mit der Familie zu unternehmen Dinge, die nicht bezahlt werden müssen. Da fast 74 % der Grundschüler angeben Sport zu treiben, ist davon auszugehen, dass viele von ihnen in einen Verein gehen. Wie viele Kinder dies wirklich sind, wird bei der dritten Frage beantwortet. Viele Eltern empfinden Sport als wichtig und regen die Kinder zum Sport treiben an. So werden auch viele Eltern die dafür erforderlichen Vereinsbeiträge bezahlen. Gerade zu Zeiten, wo in der Presse immer öfter gesagt wird, dass deutsche Kinder oft zu dick seien und ihnen Bewegung fehle, zeigt die hohe Prozentzahl, dass doch viele Kinder sportlich aktiv sind. Allerdings ist bei dieser Frage auch zu bedenken, dass die Beantwortung subjektiv ist. Die Frage nach üblichen Freizeitaktivitäten kann für einige Schüler heißen, dass einmal in der Woche Sport zu treiben eine übliche Freizeitaktivität ist, für andere gilt Sport erst als übliche Aktivität, wenn sie mehrmals wöchentlich sportlich aktiv sind. Die Beantwortung einiger der genannten Freizeitaktivitäten ist jahreszeitabhängig. Die Befragung ist im November durchgeführt worden. In dieser Jahreszeit kann man unter anderem auf Grund des Wetters nicht mehr so viel der frei zur Verfügung stehenden Zeit draußen verbringen, sondern muss sich mehr zu Hause beschäftigen. Entsprechend sind Antwortmöglichkeiten wie Etwas mit der Familie zu unternehmen von 57,2 % und Ausruhen (Chillen) von 40 % der Grundschüler benannt worden. Eine Besonderheit stellt die Aktivität Künstlerische Tätigkeiten dar. Während Kinder bei schönem Wetter ihre Freizeit oft draußen verbringen, müssen sie bei schlechtem Wetter in der Regel in der Wohnung bleiben. Gerade in der Vorweihnachtszeit wird viel gebastelt. Während zu dieser Jahreszeit rund 48 % der Grundschüler angeben, künstlerisch tätig zu sein, ist davon auszugehen, dass dieser hohe Prozentsatz bei einer Befragung im Sommer nicht zu erreichen wäre. Viele Grundschüler möchten immer beschäftigt sein. Während die meisten Antwortalternativen von über 50 % der befragten Personen als Freizeitaktivität angegeben wurde, bezeichnen lediglich 40 % das Ausruhen und Chillen als eine übliche Freizeitaktivität. Das lässt darauf schließen, dass Grundschüler immer etwas zu tun haben möchten. Mit der Kategorie Feiern, Partys sollen hauptsächlich die älteren Schüler angesprochen werden, allerdings kann man darunter auch Familienfeiern und Ähnliches sehen. Entsprechend haben nicht viele Drittklässler diese Antwortalternative angekreuzt. 281

282 Sport Freunde treffen Musik hören Computer und Konsolenspiele Fernsehen, Kino, DVD Bücher und Zeitschriften lesen Künstlerische Tätigkeiten Etwas mit der Familie unternehmen Shoppen Ausruhen (Chillen) Musik machen, ein Instrument spielen Das Internet nutzen Feiern, Partys Sonstiges Häufigkeit (tatsächlich) Frage 2: Nenne von den unter Frage 11 (vorherige Frage) gegebenen Antworten bis zu drei Aktivitäten, die Du am liebsten machst. Während bei der vorherigen Frage beliebig viele Kreuze gesetzt werden konnten, zeigt sich durch diese Frage, welchen Aktivitäten die Kinder am liebsten machen. Dabei sollten die drei Lieblingsaktivitäten aus der vorherigen Frage in eine hierarchische Ordnung gebracht werden. Da diese Frage sehr umfangreich ist, befindet sich am Ende der Auswertung dieser Frage eine zusammenfassende Tabelle. Aktivitäten Gesamt: Aktivitäten (Summe) Abbildung 18 Insgesamt wurden 1867 Angaben über die drei Lieblingsaktivitäten gemacht. Angeführt wird diese Liste von der Antwortmöglichkeit Sport, da 24,7 % dies als eine ihrer drei Lieblingsaktivitäten bezeichnen. Es folgt die Antwortmöglichkeit Freunde treffen, was 12 % der 670 befragten Kinder als eine Lieblingsaktivität ansehen. Diese beiden Angaben stimmen mit den Ergebnissen der vorherigen Frage überein. Auch dort waren diese beiden Aktivitäten diejenigen, die an meisten genannt wurden. 282

283 Musik hören ist für 186 Grundschüler eine ihrer Lieblingsaktivitäten, das entspricht fast 10 % der Schüler. Computer- und Konsolenspiele sehen 9 % als solche an, dicht gefolgt von Fernsehen, Kino, DVD schauen, was 150 Kindern also von rund 8 % angeben. An diesem Resultat lässt sich das Ergebnis von der vorherigen Frage bestätigen. Bereits für viele Grundschüler sind elektronische Unterhaltungsmedien wichtig. Denn Bücher und Zeitschriften lesen folgt erst darauf und wird nur von 6,3 % der Grundschüler als eine Lieblingsaktivität bezeichnet. Während allerdings noch recht viele Grundschüler Das Internet nutzen als eine übliche Freizeitaktivität bezeichnet haben, nennen es nur 2,3 % auch als eine ihrer drei Lieblingsaktivitäten. Somit ist festzustellen, dass das Spielen von Computer- und Konsolenspielen den Grundschülern wichtiger ist, als die Nutzung des Internets. Das ist wahrscheinlich auch mit dem noch recht jungen Alter dieser befragten Personengruppe zu begründen, da die Grundschüler Computer- und Konsolenspiele nutzen werden, die ihrem Alter angemessen sind. Künstlerische Tätigkeiten und etwas mit der Familie zu unternehmen sind beides Aktivitäten, die von ungefähr 5,5 % der befragten Personen als eine Lieblingsaktivität bezeichnet werden. 3,6 % sehen Shoppen als eine solche an. Jeweils ungefähr 3 % ruhen sich gerne aus beziehungsweise machen Musik oder spielen ein Instrument. Abschließend sagen 1,6 % der befragten Grundschüler aus, dass sie gerne Feiern und auf Partys gehen. 5,4 % der Antworten fallen unter die Kategorie Sonstiges. Vergleicht man die Ergebnisse der vorherigen Frage mit den Ergebnissen dieser Frage, so zeigt sich, dass viele Aktivitäten, die die Grundschüler üblicherweise durchführen, auch als Lieblingsaktivitäten genannt werden. Auffällig ist, dass die Nutzung von Computer- und Konsolenspiele bei der vorherigen Frage zunächst nur im Mittelfeld der Antwortmöglichkeiten liegt, insgesamt aber doch 9% der Drittklässler dies als eine der drei Lieblingsaktivitäten bezeichnen, sodass bei dem Vergleich der beiden Fragen auffällt, dass die Computer- und Konsolenspiele doch wichtiger sind als den Grundschülern zunächst bewusst ist. Anders verhält es sich bei der Antwortalternative Etwas mit der Familie unternehmen. Während noch recht viele Kinder dies als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen, bezeichnen es nicht mehr so viele auch als eine der Lieblingsaktivitäten. Das kann darauf 283

284 zurückgeführt werden, dass Drittklässler, die in der Regel zwischen acht und neun Jahren alt sind, noch sehr viel zusammen mit ihrer Familie unternehmen, da das erst im Alter und mit zunehmender Selbstständigkeit abnimmt. Wenn sie zum Beispiel weiter wegfahren möchten, dann sind sie oft auf die Eltern angewiesen. Für sie zählt etwas mit der Familie zu unternehmen noch zum alltäglichen Leben, sie bezeichnen das daher wahrscheinlich nicht als Lieblingsaktivität. Lieblingsaktivität Nummer 1: Mit einem großen Abstand vor den anderen Lieblingsaktivitäten nennen 34,5 % der Grundschüler Sport als ihre erste Lieblingsaktivität. Auf Platz 2 liegen Computer- und Konsolenspiele, was schon nur noch 10,1 % der Befragten als ihre Lieblingsaktivität bezeichnen. Während 9 % der Schüler aussagen, dass Fernsehen, Kino, DVD schauen ihre Lieblingsaktivität ist, treffen sich 7,5 % der Schüler am liebsten mit ihren Freunden; das entspricht 49 gegebenen Antworten. Demgegenüber hören fast genauso viele Grundschüler am liebsten Musik (7,2 %). Auch das Lesen von Büchern und Zeitschriften beziehungsweise etwas mit der Familie zu unternehmen wird von jeweils rund 5,5 % der Grundschüler als Lieblingsbeschäftigung angesehen. Weitere 4,1 % der Drittklässler gehen gerne künstlerischen Tätigkeiten nach. 2,9 % geben Shoppen als ihre Lieblingsbeschäftigung in ihrer Freizeit an, weitere 2,6 % der Schüler nennen Musik machen, ein Instrument spielen. Die Nutzung des Internets und das Ausruhen (Chillen) bezeichnen jeweils 1,8 % der befragten Kinder als ihre erste Lieblingsaktivität gefolgt von der Aktivität Partys feiern, was 5 Kinder angeben. Dies entspricht 0,8 %. 6,9 % der Antworten müssen unter Sonstiges zusammengefasst werden. Vergleicht man die Gesamtanzahl der Kinder, die Sport als eine der drei Lieblingsaktivitäten angegeben haben, mit der Anzahl der Kinder die Sport auch als ihre erste Lieblingsaktivität nennen, so zeigt sich, dass fast die Hälfte der Kinder Sport auch als erste und liebste Freizeitaktivität betreiben. Bei der ersten Lieblingsaktivität liegt ein großer Abstand zwischen den beiden am häufigsten gegebenen Antwort Sport und Computer- und Konsolenspiele. Rund jedes dritte Kind hat Sport als seine absolute Lieblingsaktivität bezeichnet. Das zeigt, dass sich die Kinder gerne bewegen. Erst nach einem großen Abstand kommen Aktivitäten die nur im Sitzen oder Zuhause durchführbar sind. 284

285 Zu bedenken ist aber auch, dass die Kategorie Sport sehr umfassend ist und viele einzelne Sportarten zu diesem Oberbegriff gehören. Während insgesamt viele Grundschüler angeben, dass sie sich gerne mit Freunden treffen, zeigt sich, dass dies oft nicht die erste Lieblingsaktivität ist. Denn während im Gesamtergebnis 12 % der Drittklässler sich gerne mit Freunden treffen, so geben lediglich 7,5 % dies auch als erste Lieblingsaktivität an. Ähnlich verhält es sich mit der Aktivität Ausruhen (Chillen). Insgesamt sehen 3,1 % es als eine der drei Lieblingsaktivitäten an, aber nur 1,8 % nennen dies auch an erster Stelle. Hieran zeigt sich, dass viele Kinder gerne in irgendeiner Weise tätig sind und sich nicht ausruhen möchten. Ansonsten ist das Ergebnis der ersten Lieblingsaktivität dem Gesamtergebnis relativ ähnlich. Große Auffälligkeiten und Unterschiede bestehen nicht. Lieblingsaktivität Nummer 2: Während die erste Lieblingsaktivität noch von 656 Kindern angegeben wurde, haben 20 Kinder weniger ihre zweite Lieblingsbeschäftigung genannt. Auch als zweite Lieblingsaktivität nennen die meisten Drittklässler Sport. Dies geben 156 Kindern an, was 24,5 % der gegebenen Antworten entspricht. An zweiter Stelle der zweiten Lieblingsaktivität liegt mit 10 % Abstand Freunde treffen, was 13,4 % der befragten Personen so empfinden. Anschließend bezeichnen rund 10,5 % der befragten Personen sowohl Musik hören als auch die Nutzung von Computer- und Konsolenspielen als zweite Lieblingsaktivität. 7,7 % der Kinder lesen oft Bücher und Zeitschriften, fast genauso viele Kinder sind künstlerisch tätig (7,2 %). Etwas mit der Familie zu unternehmen bezeichnen 6 % der Grundschüler als ihr zweites Lieblingshobby, weitere 5 % der Grundschüler sehen Fernsehen, Kino, DVD schauen als dieses an. Sowohl die Nutzung des Internets als auch das Shoppen empfinden jeweils 2,7 % der Kinder als zweite Lieblingsbeschäftigung. Fast genauso oft bezeichnen die Schüler die 285

286 Antworten Musik machen, ein Instrument spielen (2,5 %) und Ausruhen (Chillen) (2,4 %) als zweite Lieblingsaktivität. Abschließend empfinden 1,9 % der Drittklässler Partys und Feiern als zweite Lieblingsaktivität. Die Kategorie Sonstiges umfasst 3,1 % der gegebenen Antworten. Die Ergebnisse der insgesamt genannten Lieblingsaktivitäten im Vergleich zu den Ergebnissen der zweiten Lieblingsaktivität zeigen eindeutige Parallelen auf, sodass sich diese beiden Ergebnisse sehr ähnlich sind. So stimmen viele Prozentangaben annähernd überein. Die einzige Aktivität, die sich innerhalb dieser beiden Ergebnisse stark unterscheidet, ist Fernsehen, Kino, DVD schauen. Beim Gesamtergebnis der Lieblingsaktivitäten liegt diese mit 8 % auf dem fünften Rang. Als zweite Lieblingsaktivität wird diese aber nur von 5 % der Schüler bezeichnet und liegt somit im Mittelfeld. Das Lesen von Büchern und Zeitschriften und die künstlerischen Tätigkeiten liegen in einem Ranking zwar auf fast den gleichen Positionen, allerdings werden beide von ungefähr 7,5 % der Schüler als zweite Lieblingsaktivität, insgesamt aber nur von rund 6 % als eine der drei Lieblingsaktivitäten gesehen. Hieran wird deutlich, dass die Mehrzahl der Kinder diese beiden Aktivitäten weder als dritte noch als erste Lieblingsaktivität bezeichnen, sondern es an die zweite Stelle setzen. Im Vergleich zur ersten Lieblingsaktivität gibt es auch einige Auffälligkeiten: Während jedes dritte Kind Sport als erste Lieblingsaktivität ansieht, gibt es noch jedes vierte Kind auch als seine zweite Lieblingsaktivität an. So steht Sport zwar immer noch an erster Stelle, allerdings haben 10 % weniger Drittklässler den Sport als zweite Lieblingsaktivität im Vergleich zur ersten Lieblingsaktivität bezeichnet. Im Gegensatz dazu wird Musik hören und Freunde treffen von viel mehr Grundschülern genannt als noch bei der ersten Lieblingsaktivität. So wird Freunde treffen von rund 5 % und Musik hören von rund 3,5 % mehr Kindern als zweite Lieblingsaktivität bezeichnet als noch bei der ersten Lieblingstätigkeit. Während also bei den ersten Lieblingsaktivitäten elektronische Unterhaltungsmedien sehr oft genannt werden, werden diese von nicht so vielen Schüler als zweite Lieblingstätigkeit benannt, sodass Freunde treffen und Musik hören 286

287 ihnen als zweite Lieblingsaktivität sehr viel wichtiger sind als die elektronischen Unterhaltungsmedien. Lieblingsaktivität Nummer 3: Von den insgesamt 575 gegebenen Antworten sehen die meisten Schüler Freunde treffen als dritte Lieblingsaktivität an (15,7 %). Dieser Aktivität folgt der Sport mit 13,7 %. Musik hören gilt für 12,5 % der Grundschüler als ihre dritte Lieblingsaktivität, weitere 10,3 % bezeichnen Fernsehen, ins Kino gehen und DVDs schauen als eben diese. Während 6,4 % der Kinder gerne künstlerisch tätig sind, beschäftigen sich 6,3 % der Kinder lieber mit Computer- und Konsolenspielen. Jeweils 5,6 % der Schüler nennen Bücher und Zeitschriften lesen beziehungsweise Shoppen als ihre dritte Lieblingsaktivität. Ausruhen (Chillen) entspricht 5,2 % der insgesamt gegebenen Antworten. Das untere Drittel der Rangfolge fängt mit der Antwortmöglichkeit Etwas mit der Familie unternehmen an, welche von 4,5 % der Grundschüler als dritte Lieblingsaktivität bezeichnet wird. Für 3,7 % der Kinder ist Musik selber machen oder ein Instrument zu spielen die Lieblingsaktivität, die sie an dritter Stelle angeben. Weitere 2,4 % nutzen das Internet und 2,1 % der Grundschüler geben an gerne auf Partys und Feiern zu gehen. Unter die Kategorie Sonstiges fallen 6,1 % der Antworten. Während die Ergebnisse bei den ersten Lieblingsaktivitäten noch recht auseinander gezogen waren und die Aktivitäten sehr unterschiedlich häufig genannt wurden, bündeln sich diese bei der dritten Lieblingsaktivität. So liegen die Aktivitäten Freunde treffen, Sport, Musik hören und Fernsehen, Kino, DVD schauen als einzige Aktivitäten noch über 10 %, wobei die am meisten genannte Aktivität Freunde treffen mit 15,7 % ist. Die Streuung, die bei den anderen Lieblingsaktivitäten noch recht hoch war, liegt in diesem Fall nicht mehr vor. Viele Antwortalternativen liegen eng beieinander. Man könnte hieraus schließen, dass viele Grundschüler zunächst ähnliche Lieblingsaktivitäten haben, da die Verteilung der Kategorien bei der ersten und zweiten Lieblingsaktivität noch recht eindeutig ist. Bei der dritten Lieblingsaktivität sind die Ergebnisse nicht mehr so eindeutig und viele Aktivitäten werden ungefähr gleich oft genannt. Bei der Benennung der dritten Lieblingsbeschäftigung sind die Grundschüler somit unterschiedlicher Meinung. 287

288 Einige Aspekte sind besonders hervorzuheben: Während Computer- und Konsolenspiele bei der ersten Lieblingsaktivität am zweithäufigsten genannt wurde, liegt es bei der dritten Lieblingsaktivität nur noch im oberen Mittelfeld. Das bestätigt, dass die Nutzung von Massenmedien auch schon in der Grundschule verbreitet ist und einen großen Teil der Freizeitgestaltung ausmacht. Ähnlich verhält es sich mit Sport. Während dies bei der ersten Lieblingsaktivität noch von 34,5 % der Grundschüler angegeben wurde, nennen dies nur noch 13,7 % als dritte Lieblingsaktivität. Im Gegensatz dazu wird Shoppen als dritte Freizeitaktivität relativ häufig genannt. Während lediglich 2,9 % dies als erste und 2,7 % dies als zweite Lieblingsaktivität ansehen, wird es als dritte Lieblingsaktivität von 5,6 % der Grundschüler genannt, sodass sich dieser Wert verdoppelt. 288

289 Zusammenfassung: Insgesamt zeigt sich, dass die Aktivitäten Sport, Freunde treffen und Musik hören zu den am häufigsten genannten Lieblingsaktivitäten der Grundschüler gehören. Genaueres verdeutlicht die Tabelle, die die Lieblingsaktivitäten der Grundschüler anzeigt. Lieblingsaktivitäten Antwortmöglichkeit Gesamt Nummer 1 Nummer 2 Nummer 3 Sport 24,7% 34,5% 24,5% 13,7% Freunde treffen 12,0% 7,5% 13,4% 15,7% Musik hören 10,0% 7,2% 10,5% 12,5% Computer- und Konsolenspiele 9,0% 10,1% 10,4% 6,3% Fernsehen, Kino, DVD 8,0% 9,0% 5,0% 10,3% Bücher und Zeitschriften lesen 6,3% 5,6% 7,7% 5,6% Künstlerische Tätigkeiten 5,9% 4,1% 7,2% 6,4% Etwas mit der Familie unternehmen 5,3% 5,3% 6,0% 4,5% Shoppen 3,6% 2,9% 2,7% 5,6% Ausruhen (Chillen) 3,1% 1,8% 2,4% 5,2% Musik machen, ein Instrument spielen 2,9% 2,6% 2,5% 3,7% Das Internet nutzen 2,3% 1,8% 2,7% 2,4% Feiern, Partys 1,6% 0,8% 1,9% 2,1% Sonstiges 5,4% 6,9% 3,1% 6,1% 289

290 Frage 3: Bist Du in einem Verein oder einen festen Gruppe aktiv tätig? Abbildung 19 Diese Frage wurde von 663 Grundschülern beantwortet. Von ihnen gehen 32,4 % in keinen Verein, die anderen Schüler sind aktiv in einem Verein tätig. Dabei wurden verschiedene Vereinszugehörigkeiten unterschieden. 44,9 % der befragten Personen gehen in einen Sportverein, 10,1 % gehen in eine Musikgruppe und 5,1 % besuchen einen Kirchenkreis. Weitere 7,4 % sind in einem sonstigen Verein oder einer sonstigen Gruppe aktiv tätig. Diese Frage macht deutlich, wie viele Kinder vereinszugehörig sind. Während fast jedes dritte Kind in keinem Verein Mitglied ist, sind immerhin insgesamt 67,6 % der Drittklässler in einem Verein vertreten. Von den vereinszugehörigen Kindern besucht mehr die Hälfte aller Drittklässler einen Sportverein. Mit Hilfe dieser Frage zeigt sich auch, warum so viele Kinder Sport mit zu ihren Lieblingsaktivitäten zählen. Sowohl bei der Frage nach den üblichen Freizeitaktivitäten als auch bei der Benennung der drei Lieblingsaktivitäten entfallen die meisten Antworten auf die Kategorie Sport. Jedoch sind nicht alle Kinder, die Sport auch als eine ihrer drei Lieblingsaktivitäten nennen in einem Sportverein tätig. Denn während 461 Drittklässler Sport als eine ihrer drei Lieblingsaktivitäten ansehen, sind nur 298 Personen auch in einem 290

291 Sportverein tätig, das entspricht 65,6 %. Somit macht jeder dritte Drittklässler gerne Sport ohne aber in einem Sportverein zu sein. Genau andersherum verhält es sich bei der Kategorie Musik machen, ein Instrument spielen. Bei der ersten Frage haben noch 239 Grundschüler Musik machen beziehungsweise ein Instrument spielen als übliche Freizeitaktivität angesehen, von ihnen haben nur noch 54 dies auch als eine ihrer Lieblingsaktivitäten angegeben. Demgegenüber sind aber 67 Kinder in einer Musikgruppe tätig. Hieraus könnte man schließen, dass einige Kinder Musik machen oder ein Instrument spielen müssen, weil 10 Kinder mehr angegeben haben in einer Musikgruppe zu sein als dies auch als Hobby beziehungsweise Lieblingsaktivität ansehen. Insgesamt ist festzuhalten, dass 77 % der Drittklässler entweder in keinen Verein oder in einen Sportverein gehen, die anderen Vereine sind nur relativ selten vertreten. Fast die Hälfte aller Drittklässler geht in einen Sportverein. Frage 4: Wie viel Zeit verbringst Du dort wöchentlich? Abbildung

292 18,1 % der insgesamt 670 Grundschüler haben diese Frage nicht beantwortet, 81,9 % der Angaben sind gültig. Die nachfolgende Auswertung bezieht sich auf die gültigen Antworten der 549 Grundschüler. Von ihnen sagen 30,2 % aus, dass sie sich weniger als eine Stunde wöchentlich in dem Verein aufhalten, 27,5 % sind dort zwischen einer und zwei Stunden. Zwischen zwei und drei Stunden wurde von 13,9 % der befragten Personen angekreuzt und zwischen drei und vier Stunden von 6,3 %. Mehr als vier Stunden wöchentlich verbringen 9,8 % der Drittklässler in einem Verein, das entspricht 64 Schülern. Viele Kinder, die in keinem Verein tätig sind, haben diese Frage nicht beantwortet. Einige von ihnen haben aber auch angegeben, dass sie weniger als eine Stunde wöchentlich dort sind. Da bei der vorherigen Frage 215 Kinder angegeben haben, dass sie keinem Verein angehörig sind, aber nur 121 keine Angabe bei dieser Frage gemacht haben, kann davon ausgegangen werden, dass die fehlenden 94 Kinder, die in keinem Verein tätig sind, die Angabe weniger als eine Stunde angekreuzt haben. Diese Tatsache sollte bei der Auswertung der Frage berücksichtigt werden. Da die Projektgruppe aber eine Echtdatenanalyse durchgeführt hat, geht sie trotzdem von den tatsächlichen Ergebnissen aus. Fast jedes dritte Kind ist weniger als eine Stunde wöchentlich in dem Verein tätig, fast 50 % der Kinder zwischen einer und drei Stunden, und rund 20 % von ihnen mehr als drei Stunden wöchentlich dort. Es ist davon auszugehen, dass viele der Drittklässler, die sich über drei Stunden wöchentlich in ihrem Verein aufhalten, zu einem Sportverein gehören und diesen auch wettkampfmäßig durchführen. So wird bei vielen Regelsportarten ein- bis zweimal die Woche trainiert, zusätzlich findet einmal die Woche noch ein Spiel oder ein Wettkampf statt. Dadurch verbringen sie sehr viel ihrer freien Zeit in den entsprechenden Vereinen. Insgesamt halten sich aber ungefähr 80 % der Schüler unter drei Stunden in ihrem Verein oder ihrer Gruppe auf. Dadurch bleibt auch noch mehr Zeit für andere Freizeitaktivitäten, denn insgesamt wurden pro Schüler bei der ersten Frage zwischen sechs und sieben Freizeitaktivitäten genannt. Je mehr Zeit die Kinder in einem Verein verbringen, desto weniger Zeit haben sie für andere Freizeitaktivitäten. 292

293 Frage 5: Wie oft in der Woche triffst Du Dich persönlich mit deinen Freunden? Abbildung 21 Diese Frage wurde von 664 der 670 Grundschüler beantwortet, das entspricht 99,1 %. 0,9 % haben keine Angabe gemacht. Diese 664 Beantwortungen werden im Folgenden ausgewertet: 9,2 % der Kinder sagen, dass sie sich überhaupt nicht mit Freunden treffen. Demgegenüber verabreden sich 38,1 % der Grundschüler ein- bis zweimal in der Woche mit ihren Freunden und 17,3 % von ihnen drei- bis viermal. 12,5 % der Grundschüler sind fünf- bis sechsmal in der Woche mit ihren Freunden zusammen und die restlichen 22,7 % der Schüler treffen sich jeden Tag mit ihnen. Fast jedes vierte Kind trifft sich jeden Tag mit seinen Freunden, demgegenüber trifft sich jedes fünfte Kind gar nicht und jedes dritte Kind ein- bis zweimal wöchentlich mit seinen Freunden. Insgesamt zeigt sich, dass keine eindeutigen Neigungen zu erkennen sind. Zwar treffen sich sehr viele Kinder ein- bis zweimal die Woche mit Freunden, aber ansonsten wurden die einzelnen Antwortmöglichkeiten ungefähr gleich oft genannt. Fast die Hälfte der Grundschüler trifft sich mehr als dreimal die Woche mit Freunden. 293

294 Ausland Städte Zuhause Bei Verwandten Bei Freunden Schwimmbad Fußballplatz Sporthalle Sportplatz Sonstige Sportstätten Spielplatz In der Stadt Draußen Schule Kino Freizeitpark Tommywood Bücherei Jugendtreffs Fastfoodrestaurants Sonstiges Bereits bei der ersten Frage dieses Themenblocks haben 70,9 % der Kinder Freunde treffen als eine übliche Freizeitaktivität angesehen, sodass man davon ausgehen konnte, dass sich viele Kinder oft mit ihren Freunden treffen. Dieses Ergebnis lässt sich auch noch mit der Antwortverteilung der Lieblingsaktivitäten bestätigen. Dabei haben 49 Kinder Freunde treffen als erste, 85 Kinder als zweite und 90 Kinder als dritte Lieblingsaktivität genannt. Insgesamt steht diese Kategorie an zweiter Stelle der Lieblingsaktivitäten nach Sport treiben. Es zeigt sich, dass bereits den Drittklässlern ihr soziales Umfeld wichtig ist, sodass sie sich regelmäßig mit Freunden treffen Frage 6: An welchen Orten verbringst Du am liebsten deine Freizeit? Lieblingsorte Gesamtergebnis: Lieblingsorte Ort1 Ort2 Ort3 Abbildung

295 Insgesamt wurden 1680 Angaben darüber gemacht, welche Orte die Grundschüler als ihre drei Lieblingsorte bezeichnen. Da diese Frage sehr umfangreich ist, befindet sich am Ende der Auswertung dieser Frage eine zusammenfassende Tabelle. Für 26,2 % gilt zu Hause, für 4,6 % bei Verwandten und für 12,1 % bei Freunden als einer ihrer Lieblingsorte. Im Schwimmbad halten sich gerne 8,5 % der befragten Personen auf, wohingegen 3,9 % der Schüler den Fußballplatz als einen ihrer Lieblingsaufenthaltsorte ansehen. Die Antwort Sporthalle wird von 1 % und die Antwort Sportplatz von 0,9 % angegeben. Des Weiteren nennen 3 % sonstige Sportstätten als Lieblingsort. 4,4 % der Drittklässler gehen gerne auf den Spielplatz und weitere 3,2 % der Drittklässler in die Stadt. 2,7 % bezeichnen die Schule und der Schulhof zu ihren Lieblingsorten. Die allgemein gehaltene Antwort Draußen wird von 13,3 % der Schüler genannt. Während 1,9 % der Grundschüler das Kino als Lieblingsort ansehen, nennen 3 % der Kinder den Indoorspielplatz Tommywood als einen ihrer Lieblingsorte, weitere 0,4 % nennen andere Freizeitparks. In der Bücherei halten sich gerne 0,7 % der Kinder auf, in Jugendtreffs weitere 0,5 % und in verschiedenen Fast-Food-Restaurants 0,5 % der Schüler. 3,2 % der befragten Personen bezeichnen ausländische Städte und Länder als Lieblingsort, weitere 1,4 % andere deutsche Städte außerhalb von Lüdenscheid. Insgesamt können 4,6 % der gegebenen Antworten keiner Kategorie zugeordnet werden und daher als Sonstiges zusammengefasst. 4,6 % der Antworten sind Orte oder Städte, die außerhalb von Lüdenscheid liegen, sie stellen daher bei der Auswertung keine wichtige Rolle dar. Rund 43 % der Grundschüler halten sich gerne bei sich, bei Freunden oder bei Verwandten auf. Rund jedes vierte Kind sieht sein eigenes zu Hause als einen der drei Lieblingsorte an. 16 % befinden sich gerne in Wohnungen und Häusern von Verwandten und Freunden. Das zeigt den großen Bezug zur eigenen Familie, aber auch zur Verwandtschaft und zu Freunden. 295

296 Viele Freizeitaktivitäten, die bei der ersten Frage dieses Themenblocks genannt wurden, sind nur zu Hause durchführbar. So bezeichnen zum Beispiel 53 % der Schüler Computerund Konsolenspiele, 60 % Fernsehen, Kino, DVD schauen und 57 % Etwas mit der Familie unternehmen als übliche Freizeitaktivität. Entsprechend muss das eigene Zuhause einen hohen Stellenwert haben, damit die bei der ersten Frage genannten Freizeitaktivitäten auch durchführbar sind. Doch auch hierbei ist wieder der Zeitraum der Befragung zu berücksichtigen. Es ist davon auszugehen, dass im Sommer mehr Kinder Orte nennen würden, die draußen sind. Bei dem Wetter im Herbst und Winter können sie nicht so viel Freizeit draußen verbringen wie in den Sommermonaten. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass sich viele Kinder gerne Drinnen aufhalten. Die restlichen ungefähr 50 % teilen sich auf Orte auf, an denen die Kinder etwas Erleben können. So bezeichnen 17,3 % Sportstätten als Lieblingsorte. Während 45 % der Grundschüler angeben in einen Sportverein zu gehen, nennen nur rund 17 % auch eine Sportstätte als Lieblingsort. Das kann damit zusammenhängen, dass viele Kinder nicht daran gedacht haben, dass der Sport an einem bestimmten Ort stattfindet, den man auch als Lieblingsort angeben kann. Denn sowohl bei der ersten Frage als auch bei den Lieblingsaktivitäten wurde Sport sehr oft genannt, sodass man davon ausgehen kann, dass die Grundschüler gerne Sport machen. Von diesen 17,3 %, die eine Sportstätte als Lieblingsort nennen, wurde das Schwimmbad von jedem dritten Kind genannt (12,1 %). Auch, wenn die Antwort Draußen sehr allgemein gehalten ist, so zeigt sich doch, dass viele Kinder ihre Freizeit an der frischen Luft verbringen, denn insgesamt haben 13,3 % diese Antwort gegeben. Weitere 4,4 % der Drittklässler haben den Spielplatz, 3,2 % die Innenstadt und 2,7 % die Schule und den Schulhof als einen ihrer Lieblingsorte bezeichnet. Addiert man diese Orte zu der Kategorie Draußen, so zeigt sich, dass 23,6 % der Orte, die nicht direkt mit Sport zusammenhängen, sich draußen befinden. 50 Lüdenscheider Grundschüler nennen das Tommywood als einen ihrer Lieblingsorte, es handelt sich hierbei um einen Indoorspielplatz, den 3 % so gerne besuchen, dass sie ihn 296

297 auch als Lieblingsort ansehen. Weitere 0,4 % nennen andere Freizeitparks, die außerhalb von Lüdenscheid liegen. Insgesamt kann man die Ergebnisse folgendermaßen zusammenfassen: Drinnen in Wohnungen (also zu Hause, bei Bekannten und Freunden) halten sich fast 43 % der Drittklässler gerne auf, an Orten, die etwas mit Sport zu tun über 17 % und Draußen ungefähr 24 % der Drittklässler. Hiermit sind 84 % der Antworten abgedeckt. Weitere 3 % der Schüler sehen das Tommywood als einen ihrer Lieblingsorte an. 11 % setzen sich aus Antworten zusammen, die nicht sehr oft gegeben wurden und 4,6 % der Antworten sind keiner Kategorie zuzuordnen. Da es sich um sehr viele unterschiedliche Orte handelt, werden bei der Benennung der einzelnen Lieblingsorte zunächst alle Orte genannt, aber unter den folgenden Kategorien analysiert: 1. Drinnen (zu Hause, bei Verwandten, bei Freunden) 2. Sportstätten (Schwimmbad, Sportplatz, Sporthalle, Fußballplatz, sonstige Sportstätten) 3. Draußen (Draußen, Spielplatz, Schule/Schulhof, in der Stadt) 4. Antworten mit wenigen Nennungen (Orte außerhalb von Lüdenscheid, Kino, Freizeitparks, Tommywood, Bücherei, Jugendtreffs, Fast-Food-Restaurants) 5. Sonstiges Lieblingsort Nummer 1: Über den ersten Lieblingsort haben 641 Kinder eine Aussage gemacht. Jedes dritte Kind hat dabei sein eigenes zu Hause angegeben (32,8 %). Weitere 3 % haben die Wohnstätte von Verwandten und noch einmal 11,4 % das Zuhause von Freunden genannt. Auffällig bei dem ersten Lieblingsort ist, dass jedes dritte Kind sein eigenes zu Hause als Lieblingsort bezeichnet. Bei der Zusammenstellung aller drei Lieblingsorte sagen dies nur 26%, also ungefähr jedes vierte Kind. Dafür nennen im Vergleich mit dem Gesamtergebnis weniger Kinder das zu Hause von Verwandten als ersten Lieblingsort (3 % gegenüber 4,6%). Verschiedene Sportstätten zählen für viele Grundschüler zu den Lieblingsorten. So nennen 7,6 % von ihnen das Schwimmbad als ihren Lieblingsort und 6,1 % den Fußballplatz. 297

298 Während die Sporthalle der Lieblingsort von 0,6 % der Schüler ist, nennen zwei Schüler mehr den Sportplatz (0,9 %). Andere Sportstätten werden von 2,3 % der Kinder als Lieblingsaufenthaltsort genannt. Die gegebenen Antworten, die mit Sport zu tun haben, sind vom Prozentwert her genauso hoch wie bei der Gesamtzusammenstellung aller drei Lieblingsorte. Auffällig ist jedoch, dass die meisten Kinder das Schwimmbad (7,6 %) und den Fußballplatz (6,1 %) als ihren ersten Lieblingsort nennen. Zwischen diesen beiden Angaben liegt ein Prozentwert von rund 1,5 %. Vergleicht man dies mit der Gesamtzusammenstellung der Lieblingsorte, so empfinden insgesamt auch mehr Kinder das Schwimmbad als den Fußballplatz als ihren ersten Lieblingsort, allerdings liegt der Unterschied dieser beiden Angaben bei rund 4,5 %. Das zeigt, dass für viele Kinder der Fußballplatz als erster Lieblingsort gilt, als zweiter oder dritter Lieblingsplatz dieser Ort nur noch selten genannt wird. Der sehr allgemein bezeichnete Lieblingsort Draußen wird von 12,6 % der Grundschüler genannt. Während 4,7 % der Kinder den Spielplatz als ihren Lieblingsaufenthaltsort nennen, sehen 3,3 % der Kinder die Innenstadt als eben diesen an. Weitere 1,9 % halten sich gerne in der Schule und auf dem Schulhof auf, das entspricht den Antworten von 12 Grundschülern. Die Antworten Kino, Freizeitpark und Fast-Food-Restaurant werden von jeweils 0,5 % der Schüler genannt. Für 2,8 % der befragten Personen gilt das Tommywood als Lieblingsaufenthaltsort. Des Weiteren nennen 0,8 % der Schüler die Bücherei und 0,6 % einen Jugendtreff als ihren persönlichen Lieblingsort. 4,7 % der Kinder geben Orte außerhalb von Lüdenscheid als ihren Lieblingsort an, von ihnen nennen 2,8 % einen ausländischen Ort und die anderen 1,9 % Städte außerhalb von Lüdenscheid an. 2,5 % der Antworten fallen unter Sonstiges. Auffällig ist das Ergebnis bei dem Lieblingsort Kino. Insgesamt sehen 1,9 % der Schüler dies als einen ihrer drei Lieblingsorte an, als erster Lieblingsort wird das Kino aber nur von 0,5 % genannt. Es zeigt sich, dass das Kino für Kinder wichtig ist, es aber nur sehr wenige Kinder als ersten Lieblingsort bezeichnen. 298

299 Lieblingsort Nummer 2: Insgesamt haben 588 Kinder ihren zweiten Lieblingsort angegeben. Von ihnen halten sich 23,6 % gerne bei sich zu Hause auf, 5,3 % bei Verwandten und 12,1% bei Freunden. Vergleicht man diese Auswertung mit der des ersten Lieblingsortes so zeigt sich, dass zu Hause, bei Verwandten und bei Freunden von über 40 % der Kinder als zweiter Lieblingsort angegeben wird. Bei dem ersten Lieblingsort waren das noch rund 47 %. Es wird deutlich, dass Drinnen für die Kinder ein sehr wichtiger Ort ist, da er am häufigsten als erster Lieblingsort bezeichnet wird und auch bei dem zweiten Lieblingsort immer noch die häufigste Antwort darstellt. 10,5 % der Schüler halten sich gerne im Schwimmbad auf, weitere 2,9 % der Schüler auf dem Fußballplatz. Die Sporthalle empfinden 1,2 % der Kinder, den Sportplatz 0,9 % und sonstige Sportstätten 3,9 % der Kinder als ihren zweiten Lieblingsaufenthaltsort. 7,6 % der Grundschüler haben das Schwimmbad als ersten Lieblingsort bezeichnet, weitere 10,5 % bezeichnen es als zweiten Lieblingsort. Während mehr Kinder das Schwimmbad als zweiten Lieblingsort ansehen, verhält es sich bei dem Fußballplatz genau entgegengesetzt. Rund 6 % sehen diesen als ersten Lieblingsort an, weniger als die Hälfte davon nennt diesen Ort auch als zweiten Lieblingsort (3 %). Dafür wurde wiederum die Sporthalle von 3 Kindern mehr genannt. Weitere 12,6 % bezeichnen Draußen als Lieblingsort. Während 4,3 % der Grundschüler gerne auf den Spielplatz gehen, halten sich 2,4 % der Kinder lieber in der Stadt auf. 2,7 % der Kinder nennen sowohl Schule und Schulhof als auch das Tommywood als zweiten Lieblingsaufenthaltsort, wohingegen 0,5 % andere Freizeitparks nennen. Ins Kino gehen gerne 2,6 % der Schüler. Sowohl die Bücherei als auch die Fast-Food-Restaurants werden von jeweils 0,7 % der Kinder als zweiter Lieblingsort genannt und 0,2 % der Kinder bezeichnen die Jugendtreffs als eben diesen. 3,4 % der Drittklässler nennen einen Ort im Ausland und 0,7 % eine andere Stadt in Deutschland. 299

300 Die Antwort Jugendtreff wird von lediglich einem Kind als zweiten Lieblingsort benannt. Demgegenüber bezeichnen sehr viel mehr Kinder das Kino als zweiten Lieblingsort. Während 0,5 % dies noch als ersten Lieblingsort genannt haben, sind es an dieser Stelle bereits 2,6 % der Kinder. 5,4 % der Antworten fallen unter die Kategorie Sonstiges. Insgesamt fällt auf, dass immer noch sehr viele Kinder Drinnen als einen Lieblingsort bezeichnen. Eine Sportstätte wurde als zweiter Ort etwas häufiger genannt als noch bei dem ersten Lieblingsort (19,4 % gegenüber 17,6 %), bei den Orten, die draußen sind, werden fast genauso viele Antworten als zweiter Lieblingsort angegeben wie auch schon beim ersten Lieblingsort. Lieblingsort Nummer 3: Auch als dritten Lieblingsort nennen die meisten Kinder das eigene zu Hause (20,2 %), gefolgt von Draußen (15,3 %) und bei Freunden (13,1 %). Weitere 6,2 % der Grundschüler halten sich gerne bei Verwandten auf. Hier zeigt sich ein starker Anstieg. Während das eigene zu Hause immer seltener als dritter Lieblingsort genannt wird, sagen immer mehr Kinder, dass sie sich auch gerne bei Verwandten aufhalten. Das zeigt zunächst den sehr großen Bezug zur eigenen Familie, weil das eigene zu Hause bereits von jedem dritten Kind als erster Lieblingsort genannt wurde, dann aber auch einen Bezug zur Verwandtschaft. Denn die Anzahl derer, die die Wohnungen der Verwandtschaft als Lieblingsort angeben, nimmt immer weiter zu. Genauso verhält es sich mit der Antwortmöglichkeit bei Freunden, allerdings steigt der Prozentwert zwischen dem ersten und dritten Lieblingsort nur um rund 2 %, wohingegen die Möglichkeit bei Verwandten um mehr als 3 % steigt. Die Antwortkategorie Drinnen wird von insgesamt 39,5 % als dritter Lieblingsort angegeben. Das sind fast genauso viele wie bei dem zweiten Lieblingsort. Insgesamt nimmt der Prozentsatz bei dieser Kategorie von 47,1 % bei dem ersten Lieblingsort bis zu 39,5 % beim dritten Lieblingsort aber um rund 7 % ab. Somit ergibt sich ein Durchschnitt von 42,9 %. Trotzdem ist festzustellen, dass sich sehr viele Kinder gerne drinnen und zu Hause aufhalten. Sportstätten werden insgesamt von 14,2 % der Grundschüler als dritter Lieblingsort angegeben. 300

301 6,9 % bezeichnen das Schwimmbad und 2,2 % den Fußballplatz als dritten Lieblingsort. 1,3 % nennen die Sporthalle, 0,9 % den Sportplatz und genauso viele Drittklässler sonstige Sportstätten. Während sehr viele Kinder das Schwimmbad als zweiten Lieblingsort ansehen, nimmt dieser Prozentwert nun wieder ab; auch der Lieblingsort Fußballplatz wird nicht mehr so oft genannt wie noch am Anfang. So sehen 6 % der befragten Grundschüler den Fußballplatz als ersten Lieblingsort an, an dritter Stelle wird er nur noch von 2,2 % genannt. Bei den anderen Sportstätten sind keine Besonderheiten ersichtlich. Zu nennen ist aber wieder die Antwortkategorie Draußen. Der Prozentwert steigt nämlich immer mehr an. So wird die allgemeine Antwort Draußen von 15,3 % der Schüler angegeben. Dazu nennen 4 % den Spielplatz und 3,8 % die Schule oder den Schulhof als dritten Lieblingsort. Weitere 4,2 % gehen gerne in die Stadt. Während Draußen von ungefähr 12,5 % der Grundschüler als erster und zweiter Lieblingsort genannt wurden, wird dieser von rund 3 % mehr Drittklässlern als dritter Lieblingsort angegeben. So halten sich auch mehr Kinder in der Schule beziehungsweise auf dem Schulhof und in der Stadt auf. Lediglich der Spielplatz wird bei dem dritten Lieblingsort nicht mehr so oft genannt, allerdings ist dieser Rückgang sehr gering (weniger als 1 %). Insgesamt nennen über 27 % einen Lieblingsort, der draußen ist, an dritter Stelle. Damit zeigt sich, dass die Kinder in der Regel gerne ihre Freizeit auch draußen verbringen. Auch hier kann darüber spekuliert werden, ob im Sommer nicht noch mehr Antworten dafür gegeben worden wären. Das mehr als jedes vierte Kind die Kategorie Draußen angegeben hat, lässt darauf schließen. Weiterhin haben 3,6 % der Grundschüler einen ausländischen Ort und 0,7 % eine andere Stadt in Deutschland als dritten Lieblingsort angegeben. 2,9 % halten sich gerne im Kino und 0,4 % in einem Fast-Food-Restaurant auf. Während 3,6 % der Schüler das Tommywood als dritten Lieblingsort bezeichnen, nennen 0,2 % einen anderen Freizeitpark. Des Weiteren gehen 0,7 % der Drittklässler sowohl gerne in die Bücherei als auch in einen Jugendtreff. Bei diesen Orten liegen keine Besonderheiten vor. Zu erwähnen ist höchstens, dass das Tommywood konstant von ungefähr 2,8 % der Kinder als erster und zweiter Lieblingsort angegeben wird als dritter Lieblingsort sogar von 3,6 %. Unter die Antwortkategorie Sonstiges fallen 6,4 % der Antworten. 301

302 Zusammenfassung: Da sehr viele Schüler unterschiedliche Orte angegeben haben, werden die gebildeten Antwortkategorien zusammengefasst in einer Tabelle dargestellt. Eine Auflistung aller Lieblingsorte ist als Anlage beigefügt. Lieblingsorte Ort Gesamt Ort 1 Ort 2 Ort 3 Drinnen (in Wohnungen) 42,9% 47,2% 41,0% 39,5% Sportstätten 17,3% 17,5% 19,4% 14,2% Draußen 23,5% 22,5% 22,0% 27,3% Antworten mit wenigen Nennungen 11,5% 10,4% 12,3% 12,6% Sonstiges 4,6% 2,5% 5,4% 6,4% 302

303 Frage 7: Welche Freizeitangebote wünschst Du Dir, die es heute noch nicht in Lüdenscheid gibt? 487 Grundschüler haben diese Frage beantwortet. Von ihnen wünschen sich 17,5 % einen Freizeitpark und 12,7 % ein Schwimmbad. Dabei bezieht sich dies hauptsächlich auf Spaßund Wellenbäder Abbildung 23 Dass sich viele Lüdenscheider Kinder ein Wellenbad wünschen, ist wohl damit zu begründen, dass Lüdenscheid bis vor einigen Jahren noch ein Wellenbad in der Innenstadt hatte, das allerdings geschlossen wurde. Dafür ist das Schwimmbad Nattenberg ausgebaut worden, sodass es als Familienbad Nattenberg deklariert wird. In diesem Bad gibt es überdachte und nicht überdachte Schwimmbecken und sowohl Sport- als auch Freizeitbecken. Das heißt, dass dieses Schwimmbad für jeden etwas bieten kann und somit ein Spaßbad darstellt. Auch im näheren Umkreis von Lüdenscheid gibt es ähnliche Schwimmbäder. So zum Beispiel das Westfalenbad in Hagen oder das Aqua Magis in Plettenberg. Trotzdem wünschen sich viele Kinder ein weiteres Schwimmbad in Lüdenscheid. 3,1 % der befragten Personen haben sich mehr Spielplätze gewünscht, weitere 7,6 % wünschen sich einen Wasserspielplatz und 5,1 % einen Abenteuerspielplatz. So kann man insgesamt sagen, dass rund 15,8 % der Grundschüler gerne mehr Spielmöglichkeiten hätten. 303

304 Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf irgendwelchen Spielplätzen, sondern die meisten Grundschüler hätten gerne einen besonderen Spielplatz, wie zum Beispiel einen Wasserspielplatz. Das Tommywood stellt einen Indoorabenteuerspielplatz dar. Daher ist davon auszugehen, dass viele Kinder gerne noch einen weiteren Abenteuerspielplatz draußen hätten. 8 % der Drittklässler wünschen sich eine Eishalle in Lüdenscheid, 7,6 % einen Kletterpark und 4,1 % der Kinder eine Skatehalle. Von Ende November bis Anfang Februar befindet sich im Stadtzentrum eine Eislaufbahn. Diese scheint den Grundschülern nicht auszureichen. Sie wünschen sich eine Eishalle und nicht nur eine Eislaufbahn. Eine Kletterhalle gibt es in Lüdenscheid nicht. Allerdings gibt es zum Beispiel im Sportpark Kalve eine 20m hohe Kletterwand. Es kann daher sein, dass die Schüler nicht ausreichend darüber informiert sind oder sich einen richtigen Outdoor-Kletterpark wünschen, wo man in den Bäumen klettern kann. Ähnlich verhält es sich mit der Skatehalle. In Lüdenscheid gibt es die Jahn-Halle, in der geskatet werden kann. Dort gibt es verschiedene Rampen und Parcours. Auf mehr öffentlich zugängliche Fußballplätze hoffen 3,9 % der Grundschüler und 2,9 % der befragten Personen wünschen sich einen Zoo oder Tierpark. In Mesekendahl (nördlich von Lüdenscheid) gibt es ein Wildgehege. Es ist aber davon auszugehen, dass die Schüler mit diesem Wunsch eher einen großen Zoo auch mit nichtheimischen Tieren meinen. Von Lüdenscheid aus gesehen befindet sich der nächste größere Zoo in Dortmund. Für eine Kartbahn in Lüdenscheid plädieren 2,3 % der Schüler und weitere 0,8 % der Schüler wünschen sich eine Bowlingbahn in ihrer Umgebung. 304

305 Die Kategorie Sonstiges umfasst 25,7 % der gesamten Antworten. Unter diese Kategorie fallen sehr viele Antwortalternativen, da die Schüler bei dieser Frage alle Wünsche nennen konnten, die sie wollten. Entsprechend werden viele Wünsche nur von einigen wenigen Kindern angegeben. Eine Analyse aller Wünsche ist daher nicht möglich, sie sind allerdings alle in Listenform als Anlage beigefügt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Kinder mehr Action in Lüdenscheid wünschen. So ist auch die Errichtung eines Freizeitparks in Lüdenscheid der am häufigsten genannte Wunsch der Drittklässler. Da das Tommywood schon ein sehr begehrter Ort in Lüdenscheid ist (vgl. Frage 6), wäre die Zustimmung für einen Freizeitpark wahrscheinlich sehr groß. 305

306 Analyse der Ergebnisse der weiterführenden Schulen Bei der Analyse wird zunächst eine Gesamtanalyse aller Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen vorgenommen, worauf die Analysen der einzelnen Jahrgangsstufen folgen. Abschließend wird das Ergebnis der Analyse kurz zusammengefasst und anhand einer Tabelle verdeutlicht. Frage 1: Was machst Du üblicherweise in Deiner Freizeit? Gesamtanalyse: Abbildung 24 Insgesamt wurden Angaben gemacht. 3,1 % davon fallen unter die Kategorie Sonstiges, die übrigen 96,9 % entsprechen Angaben, die den 13 vorgegebenen Antwortkategorien zugeordnet werden können. Jeder Schüler hat im Durchschnitt sechs bis sieben Antwortmöglichkeiten angekreuzt und dadurch ausgesagt, dass er dieser Aktivität üblicherweise in seiner Freizeit nachgeht. (13134 : 1926 = 6,82) Im Folgenden werden die Freizeitaktivitäten hierarchisch angeordnet sein: Die meisten Jugendlichen sagen aus, dass sie sich gerne mit Freunden treffen (82 %). Dieser Aktivität folgt das Hören von Musik, was 75,3% nennen und die Nutzung des Internets, was 73,8 % der Schüler als eine übliche Freizeitaktivität bezeichnen. 306

307 Während 67,4 % der befragten Personen angeben, dass sie sich gerne ausruhen und chillen, sagen weitere 63,5 %, dass sie Fernsehen, Kino und DVD schauen und 63,1 %, dass sie Sport als üblich durchgeführte Freizeitbeschäftigung ansehen. Demgegenüber geben 47,6 % der Schüler an, dass sie Computer- und Konsolenspiele nutzen, gefolgt von Bücher und Zeitschriften lesen, was 39,8 % der Schüler nennen. Dicht dahinter liegt die Freizeitbeschäftigung Shoppen mit einem Prozentsatz von 39,2 %. Auf Platz 10 folgt die Antwortmöglichkeit Etwas mit der Familie unternehmen, was 34,7 % der Schüler der weiterführenden Schulen als übliche Freizeitaktivität ansehen. Während alle bereits genannten Aktivitäten von über 30 % der Schüler als übliche Freizeitbeschäftigung angesehen werden, liegen die folgenden Tätigkeiten unter 30 %: 29,5 % der Jugendlichen gehen gerne auf Feiern und Partys, weitere 23,6 % machen Musik oder spielen ein Instrument und 21,3 % der Jugendlichen sind künstlerisch tätig. Genauso viele Schüler haben unter Sonstiges etwas angegeben. Da nicht viele Schüler eine sonstige Angabe gemacht haben, wird an dieser Stelle eine Analyse der sonstigen Antworten und ein Vergleich der sonstigen Antworten der einzelnen Jahrgangsstufen vorgenommen. Bei der Analyse der Jahrgangsstufen werden die sonstigen Antworten nicht noch einmal ausführlich berücksichtigt. Von den 410 sonstigen Antworten wird 39-mal gesagt, dass die Schüler üblicherweise in ihrer Freizeit spielen (9,5 %). Mit dem Haustier spielen weitere 7,8 % der Schüler gerne. Demgegenüber sind 10,5 % der Schüler in einer Jugendgruppe aktiv oder führen ein Ehrenamt aus und 5,4 % gehen arbeiten. Von den 39 Schülern, die Spielen als übliche Freizeitaktivität ansehen, gehen fast alle in die sechste Klasse; ähnlich verhält es sich bei den Schülern, die gerne mit ihrem Haustier spielen. Ein entgegengesetztes Ergebnis zeigt sich bei den Schülern, die arbeiten gehen. Dies sagen fast nur Zwölftklässler (und ein Neuntklässler). Dies ist altersabhängig, da Sechstklässler gesetzlich gesehen noch nicht arbeiten gehen dürfen. Fast gleich viele Sechs- und Neuntklässler sagen aus, dass sie in einer Jugendgruppe sind oder ein Ehrenamt ausführen, allerdings sehen nur 6 Zwölftklässler dies als übliche Freizeitbeschäftigung an. Dass nicht mehr so viele Zwölftklässler in eine Jugendgruppe 307

308 gehen, kann damit zusammenhängen, dass es nicht mehr viele solcher Gruppen für dieses Alter gibt. Da Zwölftklässler bereits Geld verdienen können, kann vermutet werden, dass die Ausführung eines Ehrenamtes nicht mehr so lukrativ für die Schüler ist und sie lieber arbeiten gehen um Geld zu verdienen. Entsprechend mehr Zwölftklässler geben daher an, dass sie arbeiten gehen. Sechs der dreizehn vorgegebenen Antwortkategorien werden von über 50 % der befragten Personen als übliche Freizeitaktivität bezeichnet. Während vier von fünf Jugendlichen sagen, dass sie sich gerne mit Freunden treffen, werden auch Musik hören und das Internet nutzen von mehr als 70 % der Jugendlichen genannt. Diese drei Aktivitäten sind die am häufigsten angegeben Freizeitaktivitäten. Vergleicht man die Massenmedien untereinander, so zeigt sich, dass die meisten Jugendlichen die Nutzung des Internets als übliche Freizeitaktivität bezeichnen, gefolgt von Fernsehen, Kino und DVD. Beide Angaben sind von über 60 % der Schüler gemacht worden. Weitere Massenmedien wie Computer- und Konsolenspiele werden von rund 47 % genannt, Bücher und Zeitschriften lesen nur noch ungefähr 40 % der Jugendlichen. Hieran wird deutlich, dass viele Schüler die elektronischen Unterhaltungsmedien den Printmedien (wie Bücher und Zeitschriften) vorziehen. Während das Lesen von Büchern und Zeitschriften und die Nutzung von Computer- und Konsolenspielen fast gleich viele Grundschüler als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen, liegen bei dem Ergebnis der weiterführenden Schulen rund 7 % zwischen diesen beiden Beschäftigungsmöglichkeiten. 47 % nennen Computer- und Konsolenspiele als übliche Freizeitaktivität, 40 % hingegen das Lesen von Büchern und Zeitschriften. Es zeigt sich, dass das Lesen von Büchern und Zeitschriften mit dem Alter nachlässt, da die Drittklässler noch viel öfter aussagen, dass sie üblicherweise in ihrer Freizeit lesen. Wie viele Schüler der einzelnen Jahrgangsstufen Lesen als übliche Freizeitaktivität ansehen, wird in der Analyse des jeweiligen Jahrgangs deutlich. Da die elektronischen Unterhaltungsmedien so oft genannt werden, ist davon auszugehen, dass sehr viele der Schüler der weiterführenden Schulen einen eigenen Computer haben und ihnen auch ein Fernseher zur Verfügung steht. 308

309 Während 75 % der Schüler gerne Musik hören, machen nur 24 % selber Musik oder spielen ein Instrument. Hieran zeigt sich, dass Musik hören sehr viel beliebter ist, als selber Musik zu machen. Das kann aber auch daran liegen, dass Musik hören eine Tätigkeit ist, die parallel zu anderen Beschäftigungen durchführbar ist, sodass die Musik nebenbei im Hintergrund laufen kann. So stellt Musik hören nur eine von mehreren Antwortmöglichkeiten dar, die es zulassen, mehrere Aktivitäten gleichzeitig durchzuführen. Parallel durchführbare Aktivitäten werden insgesamt sehr häufig genannt. So kann man sich zum Beispiel mit Freunden treffen und gleichzeitig Musik hören oder Computerspiele nutzen. Sehr viele Schüler verbringen ihre Zeit nicht nur alleine sondern treffen sich auch oft mit ihren Freunden. Während viele der Drittklässler ihre Freizeit auch mit der Familie verbringen, nimmt dieser Stellenwert bei den Schülern der weiterführenden Schulen stark ab, denn während von den Drittklässlern noch fast 60 % gerne etwas mit ihrer Familie unternehmen, bezeichnen nur noch 35 % der Schüler der weiterführenden Schulen dies als übliche Freizeitaktivität an. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Schüler, die dies angeben, in der sechsten Klasse sind. Das würde den Trend bestätigen, dass mit zunehmendem Alter die Unabhängigkeit der Schüler steigt und die Familie für die Schüler der weiterführenden Schulen nicht mehr so bedeutend ist wie noch den Grundschülern. Demgegenüber nimmt die Abhängigkeit gegenüber Freunden zu. Sehr auffällig im Vergleich zu den Grundschülern ist der Stellenwert des Sports. Während diese Antwortmöglichkeit bei den Grundschülern am häufigsten genannt wird, liegt er bei den Schülern der weiterführenden Schulen lediglich auf Platz sechs und somit im Mittelfeld. Zwar haben 63 % der Jugendlichen ein Kreuz bei Sport gesetzt, es sehen somit aber nur rund drei von fünf Schülern Sport als eine übliche Freizeitbeschäftigung an, wohingegen zwei von drei Grundschülern dies so sehen. Trotzdem ist zu sagen, dass ein Prozentsatz von 63 % hoch ist und auch viele Schüler der weiterführenden Schulen Sport als übliche Freizeitaktivität ansehen. Genau andersherum verhält es sich bei der Durchführung von künstlerischen Tätigkeiten. Während diese Aktivität bei den Grundschülern in einem Ranking im Mittelfeld liegt, wird sie von den wenigsten Schülern der weiterführenden Schulen ebenfalls als übliche Freizeitbeschäftigung angesehen. Viele Grundschüler basteln gerne in ihrer Freizeit und gerade in der Vorweihnachtszeit, es ist zu vermuten, dass Schüler der weiterführenden 309

310 Schulen nicht mehr so häufig basteln sondern anders künstlerisch aktiv sind, indem sie zum Beispiel malen oder zeichnen. Auffällig ist auch das Ergebnis der Antwortmöglichkeit Feiern, Partys. So geben vom Prozentsatz her fast genauso viele Grundschüler wie Schüler der weiterführenden Schulen an, gerne feiern zu gehen. Es ist zu vermuten, dass die Drittklässler hierbei eher Familienfeiern meinen, die Schüler der weiterführenden Schulen mit diesem Begriff unter anderem Diskotheken assoziieren, die die Sechstklässler noch nicht besuchen dürfen. Von daher ist davon auszugehen, dass nur sehr wenig Sechstklässler dafür umso mehr Zwölftklässler diese Antwortmöglichkeit als übliche Freizeitaktivität ansehen. Während gerade einmal 40 % der Drittklässler die Antwort Ausruhen (Chillen) als übliche Freizeitaktivität ansehen, steigt der Wert bei den weiterführenden Schulen an. Dort liegt diese Antwort auf dem 4. Platz. Das zeigt, dass die älteren Schüler eher auch mal ihre Ruhe haben möchten und alleine sein wollen als die Grundschüler. Da bereits bei den Gesamtergebnissen eine Analyse hinsichtlich des Antwortverhaltens der Schüler gegeben wurde, werden bei der Analyse der einzelnen Jahrgangsstufen nur Besonderheiten ausführlich erwähnt. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 6: 483 der 833 Sechstklässler bezeichnen Fernsehen, Kino, DVD schauen als eine Aktivität, der sie üblicherweise in ihrer Freizeit nachgehen, das entspricht 58 %. Weitere 56,4 % der Sechstklässler nutzen in ihrer Freizeit das Internet, wohingegen 50,4 % der Jugendlichen Computer- und Konsolenspiele nutzen. Auch hieran kann die Wichtigkeit der Massenmedien und vor allem der elektronischen Medien verdeutlicht werden. Allerdings lesen auch 44,2 % der Schüler gerne Bücher und Zeitschriften. Dieser Wert entspricht ungefähr dem Durchschnittswert. Allerdings ist zu bemerken, dass bereits 10 % weniger Sechstklässler angeben üblicherweise in ihrer Freizeit zu Lesen als es noch die Grundschüler getan haben (54 %). Das zeigt, dass mit zunehmendem Alter die Wichtigkeit des Lesens für die Schüler abnimmt. 310

311 Im Gegensatz dazu nimmt die Nutzung des Internets zu. Während noch rund 36,5 % der Drittklässler aussagen, dass Internet zu nutzen, sind es bereits 56,5 % der Sechstklässler. Das entspricht einem Anstieg von 20 %. Da der Gesamtwert der Internetnutzung bei fast 74% liegt und so noch einmal um rund 20 % ansteigt, ist davon auszugehen, dass sehr viele Neun- und Zwölftklässler die Nutzung des Internets als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen. Es ist dabei allerdings auch zu berücksichtigen, dass man auch im Internet sehr viele Sachen lesen kann, die man auch als Printmedium in Form von Büchern und Zeitschriften erwerben kann. So sind zum Beispiel viele Tageszeitungen auch im Internet erhältlich und müssen daher nicht in Form einer Papierzeitung gelesen werden. Wie viele Jugendliche das Internet als Ersatz für Bücher und Zeitschriften anwenden oder wie viele von ihnen sonstige Dinge machen wie zum Beispiel dort zu spielen ist nicht genau festzustellen. Aber es ist eindeutig, dass sehr viel mehr Jugendliche das Internet nutzen als Bücher lesen. Bei den Grundschülern ist dies noch andersherum, von ihnen nutzen mehr Kinder Bücher als das Internet. Bei der Antwortmöglichkeit Sport haben 553 Jugendliche ein Kreuz gesetzt, sodass entsprechend 280 Jugendliche Sport nicht als übliche Freizeitaktivität bezeichnen. Somit sind 66,4 % der Schüler gerne sportlich aktiv. Dies entspricht in etwa dem Durchschnittswert der weiterführenden Schulen und bedeutet, dass zwei von drei Sechstklässlern üblicherweise Sport in der Freizeit treiben. 43,2 % der Sechstklässler unternehmen gerne etwas mit ihrer Familie und 27,6 % der befragten Personen führen gerne künstlerische Tätigkeiten durch. Gegenüber dem Gesamtergebnis (34,7 %) unternehmen noch sehr viele Sechstklässler etwas mit ihrer Familie (43,2 %). Das bedeutet, dass für sie der Bezug zur Familie noch sehr hoch ist. Allerdings zeigt sich auch, dass die Freunde mit zunehmendem Alter immer wichtiger für die Schüler werden. Während rund 70 % der Drittklässler dies bereits als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen, steigt der Wert bei den Sechstklässlern um fast 9 % auf 79%. Da der Durchschnittswert bei 82 % liegt, ist davon auszugehen, dass der Wert noch weiter steigt und noch mehr Neun- und Zwölftklässler dies als übliche Freizeitaktivität ansehen. 311

312 11 % der Sechstklässler bezeichnen Feiern und Partys als übliche Freizeitaktivität. Wie bereits beim Gesamtergebnis vermutet, sind dies sehr wenige Sechstklässler. Da der Gesamtwert bei fast 30 % liegt, werden sehr viel mehr Neun- und Zwölftklässler diese Aktivität als übliche Freizeitbeschäftigung angeben. Ähnlich verhält es sich mit dem Ausruhen, was von 58,1 % der Sechstklässler als übliche Freizeitaktivität angesehen wird, wohingegen der Gesamtwert der weiterführenden Schulen bei über 67 % liegt. Somit werden auch mehr Neuntklässler und Zwölftklässler diese Aktivität angeben. Für die Sechstklässler ist es also noch wichtig, viel zu machen und die Freizeit nicht alleine zu Hause zu verbringen. Auch das könnte im Alter nachlassen. Musik hören bezeichnen 572 Schüler als Freizeitaktivität, das entspricht 68,7 %. 26,8 % der Sechstklässler machen auch selber Musik oder spielen ein Instrument. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 9: 131 Antworten wurden unter die Kategorie Sonstiges zusammengefasst. Dies bedeutet, dass 17,4 % der 753 Neuntklässler eine sonstige Angabe gemacht hat. Die übrigen 5202 Antworten wurden durch das Ankreuzen der vorgegebenen Antwortalternativen gegeben. 86,1 % der 753 Neuntklässler bezeichnen die Nutzung des Internets als übliche Freizeitaktivität, weitere 83,3 % der Schüler geben an, sich gerne mit Freunden zu treffen. Demgegenüber hören 82,1 % der Jugendlichen gerne Musik und 19,3 % der Jugendlichen machen selber Musik oder spielen ein Instrument. Bei diesen drei Aktivitäten handelt es sich um die am häufigsten genannten Antworten. Ausruhen (Chillen) bezeichnen 74,2 % der Schüler als übliche Freizeitaktivität, sodass sie diese Antwortmöglichkeit angekreuzt haben. 57,5 % der Schüler treiben gerne Sport. Während für 67,3 % der befragten Personen Fernsehen, Kino, DVD schauen als eine übliche Freizeitaktivität gilt, nutzen 51 % gerne Computer- und Konsolenspiele. Weiterhin sagen 33,7 % der Schüler, dass sie gerne Bücher und Zeitschriften lesen, und 33,2 % bezeichnen Feiern und Partys als übliche Freizeitaktivität. 312

313 Abschließend unternehmen 27,9 % der Neuntklässler in ihrer Freizeit gerne etwas mit der Familie und 14,7 % Neuntklässler sind künstlerisch aktiv. Es handelt sich hierbei um die einzigen beiden Aktivitäten, die von weniger als 30 % als übliche Freizeitbeschäftigung bezeichnet werden. Insgesamt nennen die Neuntklässler folgende drei Aktivitäten, die sie üblicherweise in ihrer Freizeit machen, am häufigsten: Das Internet nutzen (86,1 %), Freunde treffen (83,3 %) und Musik hören (82,1 %). Die meisten Neuntklässler geben die Nutzung des Internets als übliche Freizeitaktivität an. Im Vergleich zu den Sechstklässlern bedeutet dies einen Anstieg von 30 % (von den Sechstklässlern nennen 56 % die Nutzung des Internets als übliche Freizeitaktivität). Hieran zeigt sich ganz eindeutig, wie wichtig das Medium Internet mit zunehmendem Alter wird. So wurde bereits bei der Analyse der Ergebnisse der Sechstklässler angemerkt, dass die Internetnutzung im Vergleich zwischen Dritt- und Sechstklässler bereits um rund 20 % gestiegen ist. Ähnlich verhält es sich mit der Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen. Während rund 59 % der Dritt- und Sechstklässler dies als übliche Freizeitaktivität ansehen, steigt der Wert bei den Neuntklässlern um ungefähr 8 %. Dies entspricht ebenfalls einem starken Anstieg, auch wenn er nicht so enorm ist wie bei der Nutzung des Internets. Man kann vermuten, dass Fernsehen zu schauen für viele Kinder und Jugendliche schon in einem früheren Alter zum Alltag gehört. Demgegenüber dürfen aber Kinder noch nicht so oft und regelmäßig ins Internet wie die älteren Jugendlichen. Damit lässt sich begründen, warum die beiden Medien so unterschiedlich stark in ihrer Bedeutung anwachsen. Insgesamt nutzen sehr viele Schüler die modernen Massenmedien. So werden besonders die elektronischen Unterhaltungsmedien von über 50 % der Neuntklässler als übliche Freizeitaktivität angesehen. Andersherum verhält es sich mit dem Lesen. Diese Aktivität wird im Vergleich zu den Drittklässlern nur noch von der Hälfte der Neuntklässler durchgeführt (33 %). Eine Begründung könnte darin liegen, dass die Nutzung des Internets immer wichtiger wird und dort auch zum Beispiel auf Zeitschriften zugegriffen werden kann. Trotzdem ist es erstaunlich, wie viel weniger Schüler im zunehmenden Alter noch Bücher und Zeitschriften lesen. 313

314 Auch die künstlerischen Tätigkeiten (14,7 %) und die Unternehmungen mit der Familie (27,9%) werden je älter die Schüler werden immer seltener als übliche Freizeitaktivität benannt. Ebenso verhält es sich mit dem Feiern. Diese Antwortmöglichkeit wurde von 33,2 % der Neuntklässler angegeben. In der Regel sind Neuntklässler zwischen 14 und 16 Jahren alt und somit mitten in der Pubertät. So beginnen Schüler in diesem Alter, sich von ihrer Familie zu lösen und mehr Aktivitäten alleine durchzuführen. Auf Partys zu gehen bedeutet für viele Jugendliche erwachsen zu werden, da es für diese Altersgruppe eine ganz neue Freizeitbeschäftigung ist, die ihnen vorher in diesem Umfang nicht möglich war. Zuvor fanden lediglich Familienfeiern und Geburtstagspartys statt. Dieses völlig neue Gefühl der Jugendlichen, sorgt wohl dafür, dass die Antwort Feiern, Partys von ungefähr jedem dritten Neuntklässler genannt wird. Zu berücksichtigen ist auch, dass viele Jugendliche noch unter 16 Jahren alt sind. Es ist daher davon auszugehen, dass mit steigendem Alter die Anzahl der Nennungen zunimmt, wenn mehr Schüler auch die Diskotheken besuchen dürfen. Demgegenüber sind die Freizeitaktivitäten Musik hören (+15 %), Ausruhen (Chillen) (+15%) und Feiern, Partys (+20 %) von mehr Neun- als Sechstklässlern angegeben worden. Die beiden zuerst genannten Aktivitäten stützen die Erkenntnis, die bereits durch das Ergebnis der Internetnutzung und des Fernsehens deutlich werden konnte: Je älter ein Schüler oder eine Schülerin ist, desto mehr Zeit verbringen sie zu Hause, denn all diese Beschäftigungen (besonders die Nutzung der Massenmedien) sind Aktivitäten, die man in der Regel alleine und zu Hause macht. So zeigt sich auch, dass immer weniger Schüler sportlich aktiv sind. Während noch 74 % der Drittklässler Sport als eine übliche Freizeitaktivität nennen, beträgt der Wert bei den Sechstklässlern nur noch 66,4 % und bei den Neuntklässlern 57,5 %. Das macht jeweils 10% weniger Antworten zwischen den einzelnen befragten Jahrgangsstufen. 314

315 Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 12: Von den insgesamt 336 Zwölftklässlern nutzen 89 % der Schüler üblicherweise das Internet, während 87,2 % sich gerne mit Freunden treffen. 77,1 % der Jugendlichen geben an in ihrer Freizeit gerne Musik zu hören und 25,3 % der Jugendlichen machen auch gerne Musik oder spielen ein Instrument. Des Weiteren geben 75 % der Schüler an, dass sie sich gerne ausruhen und chillen, das bedeutet, dass drei von vier Jugendlichen gerne ihre Ruhe haben. Demgegenüber bezeichnen 68,2 % der Schüler Fernsehen, Kino, DVD schauen als übliche Freizeitbeschäftigung. Fast genauso viele machen gerne Sport (67,9 %) und gehen auf Partys (67,6 %). 42,9 % der Zwölftklässler lesen üblicherweise Bücher und Zeitschriften in ihrer Freizeit. Das Shoppen ist für 38,4 % der Schüler wichtig und die Nutzung von Computer- und Konsolenspielen für weitere 33,0 % der befragten Personen. Unter 30 % liegen nur die folgenden zwei Freizeitbeschäftigungen: Etwas mit ihrer Familie unternehmen bezeichnen 28,9 % der Zwölftklässler als übliche Freizeitaktivität und künstlerischen Tätigkeiten gehen gerne 20,2 % der Jugendlichen nach. Gegenüber den anderen beiden Jahrgangsstufen, gibt es bei den Ergebnissen der zwölften Jahrgangsstufe nicht viele Besonderheiten. Die Nutzung des Internets war vorher bereits so stark gestiegen, dass ein weiterer Anstieg nicht möglich ist, da bereits sehr viele Schüler das Internet nutzen. Insgesamt ist festzustellen, dass die Ergebnisse der Zwölftklässler denen der Neuntklässler in vielen Punkten ähnlich sind. Ausnahmen werden im folgenden Absatz erläutert: Während relativ wenig Neuntklässler sportlich aktiv sind, nennen wieder rund zwei von drei Zwölftklässler Sport als eine übliche Freizeitaktivität (67,9 %). Somit kann festgehalten werden, dass Sport für alle befragten Jahrgänge wichtig ist und immer mehr als 66 % der Schüler dies als eine übliche Freizeitaktivität ansehen. Die neunte Jahrgangsstufe bildet mit lediglich 57,5 % eine Ausnahme. Es scheint sich bei dem Ergebnis der neunten Klassen daher um einen Ausreißerwert zu handeln. Wie bereits zum Thema Partys vermutet, nimmt der Prozentwert dieser Freizeitaktivität mit zunehmendem Alter deutlich zu. Während noch rund 33 % der Neuntklässler dies als eine 315

316 übliche Freizeitaktivität bezeichnen, liegt der Wert bei den Zwölftklässlern bereits bei 67,6 %. Somit hat sich der Wert verdoppelt. Dies ist damit zu begründen, dass in der Regel die meisten Zwölftklässler auf Partys gehen und Diskotheken besuchen dürfen. Da im Durchschnitt zwei von drei Befragten dies tun, ist festzustellen, dass für viele Zwölftklässler Partys zu den üblichen Freizeitbeschäftigungen zählen. Demgegenüber nimmt die Bedeutung der Computer- und Konsolenspiele bei den Schülern stark ab. Während ungefähr gleich viele Dritt-, Sechs- und Neuntklässler dies als übliche Freizeitaktivität bezeichnen (50 %), sinkt der Wert bei den Zwölftklässlern um fast 20 %, sodass nur noch 33 % aussagen, Computer- und Konsolenspiele zu nutzen. Innerhalb des zwölften Jahrgangs ist es auffällig, dass die Antworten Fernsehen, Kino, DVD schauen, Sport und Feiern, Partys alle fast gleich oft benannt wurden und zwar haben jeweils zwei von drei Zwölftklässlern diese Antwortalternativen ausgewählt. 316

317 Zusammenfassung: Diese Tabelle fasst die Ergebnisse zusammen. Dabei fällt auf, dass viele Schüler unterschiedliche Aktivitäten als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen. Ungefähr die Hälfte aller Beschäftigungsmöglichkeiten wird von mehr als 50 % der Schüler gerne durchgeführt. übliche Freizeitbeschäftigung Antwortmöglichkeit Gesamt Jg. 6 Jg. 9 Jg. 12 Freunde treffen 82,0% 78,8% 83,3% 87,2% Musik hören 75,3% 68,7% 82,1% 77,1% Das Internet nutzen 73,8% 56,4% 86,1% 89,0% Ausruhen (Chillen) 67,4% 58,1% 74,2% 75,0% Fernsehen, Kino, DVD 63,3% 58,0% 67,3% 68,2% Sport 63,1% 66,4% 57,5% 67,9% Computer- und Konsolenspiele 47,6% 50,4% 51,0% 33,0% Bücher und Zeitschriften lesen 39,8% 44,2% 33,7% 42,9% Shoppen 39,2% 35,9% 43,2% 38,4% Etwas mit der Familie unternehmen 34,7% 43,2% 27,9% 28,9% Feiern, Partys 29,5% 11,0% 33,2% 67,6% Musik machen, ein Instrument spielen 23,6% 26,8% 19,3% 25,3% Künstlerische Tätigkeiten 21,3% 27,6% 14,7% 20,2% Frage 2: Nenne von den unter Frage 11 (vorherige Frage) gegebenen Antworten bis zu drei Aktivitäten, die Du am liebsten machst. Lieblingsaktivität Nummer 1: Gesamtanalyse: Das Gesamtergebnis der weiterführenden Schulen soll im Folgenden hierarchisch angeordnet werden, wobei mit der am häufigsten genannten Lieblingsaktivität begonnen wird. Insgesamt haben von den 1926 Schülern der weiterführenden Schulen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, 1889 ihre erste Lieblingsaktivität genannt. Das entspricht 98,1 %, die für die Auswertung berücksichtigt werden. 317

318 Abbildung 25 Von ihnen sagen 32,2 % der Schüler, dass Sport ihnen am wichtigsten ist, gefolgt von Freunde treffen, was 17,4 % der Schüler als Lieblingsaktivität ansehen. Schon hier zeigt sich ein deutlicher Abstand zwischen den ersten beiden Lieblingsaktivitäten. Nach einem weiteren größeren Abstand (von fast 10 %) folgen drei Freizeitbeschäftigungen, die von ungefähr gleich vielen Schülern genannt werden. Diese sind Computer- und Konsolenspiele (7,8 %), Das Internet nutzen (7,6 %) und Musik hören (6,9 %). Die folgenden Freizeitbeschäftigungen werden alle von weniger als 5 % der Schüler als erste Lieblingsaktivität bezeichnet: Während 4,2 % der Schüler Ausruhen (Chillen) als Lieblingsaktivität ansehen, lesen 3,9 % der 1889 Schüler am liebsten Bücher und Zeitschriften, das entspricht 77 Jugendlichen. Die Antwortmöglichkeit Musik machen, ein Instrument spielen (3,6 %) wird fast genauso oft genannt wie Fernsehen, Kino, DVD schauen (3,4 %). Auch das Shoppen gehen (3,1 %) und künstlerisch tätig zu sein (3 %) wurde von ungefähr gleich vielen Schülern als erste Lieblingsaktivität bezeichnet. Während 2,5 % der Schüler am liebsten Partys feiern, unternehmen 1,3 % sehr gerne etwas mit ihrer Familie. Unter die Kategorie Sonstiges fallen 3 % der Antworten. Es zeigt sich, dass man die erste Lieblingsaktivität sehr gut in Blöcke teilen kann. So wird die Freizeitbeschäftigung Sport von fast jedem dritten Kind genannt und ist somit die 318

319 meistgenannte erste Lieblingsaktivität. Mit einem Abstand von fast 15 % sagen 17,4 % der Schüler, dass sie sich am liebsten mit Freunden treffen. Die anderen Freizeitaktivitäten werden alle von weniger als 8 % der Schüler genannt. Davon liegen vier Freizeitbeschäftigungen zwischen 8 % und 5 %, und die übrigen Antworten das entspricht mehr als die Hälfte der Antwortmöglichkeiten liegen unter 5 %. Somit kann festgestellt werden, dass es den Schülern am wichtigsten ist Sport zu treiben und sich mit Freunden zu treffen. Doch auch die Nutzung von Massenmedien und vor allem von elektronischen Unterhaltungsmedien ist ihnen sehr wichtig. So folgen auf Platz drei und vier des Rankings Computer- und Konsolenspiele beziehungsweise die Nutzung des Internets. Erstaunlich ist, dass die Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen von nur 3,4 % der Schüler als Lieblingsaktivität angegeben worden ist. Das könnte damit zu begründen sein, dass der Fernseher ein Medium ist, das oft nebenbei benutzt wird. So bezeichnen weitaus mehr Schüler dies als übliche Freizeitaktivität als sie es auch als Lieblingsaktivität nennen. Viele Schüler der weiterführenden Schulen geben sehr oft Freizeitaktivitäten an, die parallel zu anderen Tätigkeiten durchführbar sind. Ein Beispiel ist Musik hören. So liegt diese Aktivität bei dem Ranking der vorherigen Frage auf Platz 3, bei der Frage nach der Lieblingsbeschäftigung allerdings nur noch auf Platz 6. Es ist davon auszugehen, dass viele Schüler nebenbei Musik hören und währenddessen noch anderen Beschäftigungen nachgehen. So hören sie zwar üblicherweise Musik, würden es aber nicht als Lieblingsaktivität bezeichnen. Ähnlich verhält es sich mit Ausruhen (Chillen) oder Fernsehen. Dass diese Freizeitaktivitäten insgesamt oft durchgeführt werden, bedeutet noch nicht, dass sie auch zu den Lieblingsbeschäftigungen gehören, da diese Freizeitaktivitäten nebenbei durchgeführt werden können. So wurden solche Beschäftigungsmöglichkeiten bei der vorherigen Frage sehr oft genannt, bei den Lieblingsaktivitäten aber nicht mehr so häufig. Entsprechend befinden sich die Antwortmöglichkeiten Ausruhen (Chillen) und Musik hören im oberen Mittelfeld bei dem Ranking der ersten Lieblingsaktivität, Fernsehen, Kino, DVD schauen sogar erst im unteren Bereich. 319

320 Mit diesem Ergebnis kann auch erklärt werden, warum in einem Ranking der Lieblingsaktivitäten Sport so weit oben steht, obwohl es bei den üblichen Freizeitbeschäftigungen noch im Mittelfeld lag. Viele Antwortalternativen liegen bei der ersten Lieblingsaktivität sehr eng zusammen. Es ist daher nicht möglich genaue Neigungen und Verhaltensmuster der Schüler bezüglich ihrer Lieblingsaktivitäten festzustellen. In diesem Fall nur nach einem Ranking zu gehen, wäre unverhältnismäßig, da zum Beispiel die Differenz zwischen Platz 7 und Platz 12 lediglich 3 % beträgt. Es ist festzuhalten, dass abgesehen von den ersten fünf Aktivitäten (Sport, Freunde treffen, Computer- und Konsolenspiele, Internet, Musik hören) alle Antwortalternativen von ungefähr gleich vielen Schülern als Lieblingsaktivität bezeichnet werden. Entsprechend ist bei der Analyse ein Ranking der Lieblingsaktivitäten unverhältnismäßig. Es kann lediglich ein Vergleich zu den Ergebnissen der vorherigen Fragen oder zu den Grundschülern gezogen werden. So zeigt ein Vergleich zu der vorherigen Frage, dass bei den üblich durchgeführten Freizeitaktivitäten doch teilweise sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Freizeitaktivitäten liegen, die Lieblingsbeschäftigungen oft von ungefähr gleich vielen Schülern genannt werden. So bezeichnen zum Beispiel fast 40 % Lesen als eine übliche Freizeitbeschäftigung, aber nur rund 4 % sehen es auch als ihre Lieblingsaktivität an. Im Vergleich zu den Grundschülern fällt auf, dass zwar 5,3 % der Grundschüler am liebsten etwas mit ihrer Familie unternehmen, aber nur noch durchschnittlich 1,3 % der Schüler der weiterführenden Schulen. Damit ist dies die am wenigsten genannte Lieblingsbeschäftigung bei den weiterführenden Schulen. Es zeigt sich, dass die Bedeutung der Familie mit zunehmendem Alter abnimmt. Die bei der vorherigen Frage gestellte Hypothese, dass der Bezug zu den Eltern mit zunehmendem Alter abnimmt, kann mit diesem Ergebnis bestätigt werden. Man kann damit zusammenfassend sagen, dass die Schüler der weiterführenden Schulen gerne viele Dinge in ihrer Freizeit machen. Wenn es allerdings darum geht die Lieblingsaktivitäten herauszufiltern, so unterscheiden sich die Angaben doch sehr, sodass viele Antwortalternativen ähnlich oft genannt werden. 320

321 Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 6: Von den insgesamt 833 Sechstklässlern nennen 97,7 % ihre Lieblingsaktivität, wohingegen 2,3 % diese Frage nicht beantwortet haben. Es kann aber nur eine Auswertung kann der gegebenen Antworten vorgenommen werden. Von denen, die ihre Lieblingsbeschäftigung genannt haben, sagen 38,1 % der befragte Personen aus, dass sie am liebsten Sport machen, 11,9 % sagen, dass sie sich am liebsten mit Freunden treffen und 8 %, dass sie am liebsten Computer- und Konsolenspiele nutzen. Hierbei handelt es sich um die drei am häufigsten genannten Antwortalternativen, die denen des Gesamtergebnisses gleichen. Allerdings nennen im Vergleich zum Gesamtergebnis 6 % mehr Sechstklässler Sport als Lieblingsaktivität, wohingegen 6 % weniger Freunde treffen als Lieblingsaktivität angeben. Der Prozentsatz der Antwortmöglichkeit Computer- und Konsolenspiele bleibt konstant. Des Weiteren hören 7,5 % der Sechstklässler am liebsten Musik und weitere 6,4 % surfen sehr gerne im Internet. Bei den übrigen Lieblingsaktivitäten verhält es sich ähnlich wie auch schon bei den Gesamtergebnissen. Die übrigen sieben Lieblingsaktivitäten sehen immer weniger als 5 % der Sechstklässler als Lieblingsaktivität an. Jeweils 4,4 % der Jugendlichen gehen gerne shoppen oder lesen Bücher und Zeitschriften. Die Antwort Fernsehen, Kino, DVD schauen wird fast genauso oft genannt (4,3 %). Während 3,7 % der Schüler am liebsten Musik machen oder ein Instrument spielen, geben 3,6 % der Sechstklässler an, dass sie am liebsten künstlerisch tätig sind und weitere 3,1 % bezeichnen Ausruhen und Chillen als ihre Lieblingsaktivität. 1,8 % der befragten Schüler sagen, dass sie gerne etwas mit der Familie unternehmen, lediglich eine Person, das entspricht 0,1 %, sagt, dass sie gerne auf Feiern und Partys geht. 2,7 % der Angaben sind sonstige Antworten. Auch bei den Lieblingsbeschäftigungen der Sechstklässler sind nur zwei Aktivitäten eindeutig hervorzuheben. So geben fast zwei von fünf Schülern an, am liebsten Sport zu treiben und einer von zehn Schülern trifft sich am liebsten mit seinen Freunden. Die übrigen 321

322 Freizeitaktivitäten wurden ähnlich wie auch schon bei den Gesamtergebnissen alle nicht sehr häufig genannt, sodass eine eindeutige Auswertung nicht möglich ist. Vergleicht man die Angaben in einem Ranking, so zeigt sich, dass das Ausruhen und Chillen für Sechstklässler im Vergleich zum Gesamtergebnis um 5 Plätze verliert. Das scheint zunächst sehr viel zu sein und es sieht so aus, als würden im Vergleich zu den anderen Jahrgängen nur sehr wenig Sechstklässler dies als Lieblingsbeschäftigung ansehen. Allerdings liegt der Prozentsatz bei den Sechstklässlern bei 3,1 %, die Ausruhen (Chillen) als Lieblingsaktivität ansehen und im Gesamtergebnis bei 4,4 %. Da so viele Schüler befragt worden sind, ist ein Unterschied von lediglich 1 % gering. Obwohl diese Aktivität also viele Plätze in dem Ranking verliert, bedeutet es nicht, dass sehr viel weniger Sechstklässler es als Lieblingsaktivität ansehen. Genau andersherum verhält es sich bei der Antwortalternative Feiern, Partys. Hier nennt fast gar kein Sechstklässler dies als Lieblingsbeschäftigung. Im Gesamtergebnis liegt diese Aktivität bei fast 3 %. Wie bereits bei der vorherigen Frage erklärt, liegt das allerdings am Alter. Daher wird dieser Wert bei den höheren Jahrgängen auch größer sein. Ansonsten zeigen sich viele Parallelen zwischen dem Gesamtergebnis und dem Ergebnis der sechsten Klasse. Weitere Besonderheiten liegen nicht vor. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 9: Von den neunten Klassen wurden 742 Angaben über die liebste Freizeitaktivität gemacht, das entspricht 98,5 %, die für die Auswertung relevant sind. 25,2 % der Schüler bezeichnen Sport treiben als liebste Freizeitbeschäftigung, weitere 20,6% der Schüler nennen Freunde treffen als Lieblingsaktivität. Während 9,4 % der Neuntklässler am liebsten Computer- und Konsolenspiele nutzen, gehen 9,2 % der Jugendlichen am liebsten ins Internet. Weiterhin gilt Musik hören für 7 % der befragten Personen als Lieblingsbeschäftigung, wohingegen 3 % selber Musik machen oder ein Instrument spielen. 5,5 % der Schüler ruhen sich gerne aus, im Gegensatz dazu geben 3,8 % der Schüler an, dass sie gerne auf Partys und Feiern gehen. 3,9 % der Antworten fallen auf die 322

323 Antwortalternative Lesen, denn das Lesen von Büchern und Zeitschriften gilt für insgesamt 29 Neuntklässler als Lieblingsaktivität, weitere 3 % geben an, dass sie gerne Fernsehen gucken, ins Kino gehen oder DVDs schauen. Außerdem sind 2,6 % der Jugendlichen gerne künstlerisch aktiv und 1,4 % der Neuntklässler unternehmen am liebsten etwas mit ihrer Familie. Die Anzahl der sonstigen Angaben entspricht 2,8 %, das sind 21 Antworten. Auch bei den Neuntklässlern ist die Benennung der ersten beiden Lieblingsaktivitäten sehr eindeutig. Allerdings verringert sich der Abstand zwischen der am häufigsten gegebenen Antwort Sport und der am zweitmeisten genannten Antwort Freunde treffen. Dieser Abstand ist bei den anderen Jahrgängen sehr hoch und liegt zwischen 10 % und 20 %. Bei den Neuntklässlern beträgt der Unterschied zwischen diesen beiden Antwortalternativen aber noch nicht einmal 5 %. So ist die Priorität dieser beiden Freizeitaktivitäten ungefähr gleich hoch. Es haben auch schon bei der vorherigen Frage im Vergleich zu den anderen Jahrgängen viel weniger Neuntklässler Sport als übliche Freizeitaktivität bezeichnet. Das bedeutet, dass sich die Ergebnisse dieser beiden Fragen decken. Da schon weniger Neuntklässler Sport als eine übliche Freizeitbeschäftigung ansehen, sehen noch weniger Schüler dies auch als Lieblingsaktivität an. Demgegenüber nimmt die Bedeutung der Freundschaft im Vergleich zu den Sechstklässlern um fast 9 % zu. Weiterhin bezeichnen sehr viel mehr Neun- als Sechstklässler Feiern und Partys als Lieblingsbeschäftigung. Während lediglich ein Sechstklässler dies als Lieblingsaktivität bezeichnet, liegt der Wert bei den Neuntklässlern schon bei 3,8 %, was einen starken Anstieg bedeutet. Dies ist auf das Alter der befragten Personen zurückzuführen. Somit setzen Neuntklässler insgesamt andere Prioritäten als die Sechstklässler. Ansonsten gibt es keine besonderen Auffälligkeiten bei den Ergebnissen der neunten Jahrgangsstufe. Wie auch schon bei dem Gesamtergebnis erklärt wurde, spielt die Nutzung von Massenmedien in der Freizeit eine große Rolle, so spielen zum Beispiel rund 9,5 % sehr gerne Computer- und Konsolenspiele. 323

324 Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 12: Von den 336 Zwölftklässlern haben 2,1 % der Schüler keine Angabe über ihre Lieblingsaktivität gemacht. Die Auswertung bezieht sich daher auf die 329 getätigten Antworten. Von dieser Anzahl haben die meisten Jugendlichen Sport als ihre Lieblingsaktivität angegeben (33,7 %) gefolgt von Freunde treffen (24 %). Auch bei der zwölften Jahrgangsstufe liegt das vorhin genannte Phänomen vor, dass diese beiden Antwortalternativen immer am häufigsten genannt werden. Allerdings liegt bei den Zwölftklässlern im Vergleich zu den Neuntklässlern wieder ein größerer Abstand von fast 10% zwischen diesen beiden Antwortmöglichkeiten. Hieran zeigt sich, dass auch bei dieser Frage das Ergebnis der neunten Klasse bezüglich der Freizeitaktivität Sport von den anderen Jahrgangsstufen abweicht. 7,3 % der Schülern nutzen am liebsten das Internet und jeweils 5,5 % sehen Musik hören beziehungsweise Partys feiern als Lieblingsaktivität an, das entspricht 18 Schülern. Weitere 4,9 % der Zwölftklässler geben an, dass sie am liebsten Musik machen oder ein Instrument spielen. Während 4,3 % der befragten Personen aussagen sich am liebsten auszuruhen, bezeichnen 3,7 % Computer- und Konsolenspiele und weitere 2,7 % der Jugendliche künstlerische Tätigkeiten als Lieblingsaktivität. Die Antwortkategorien Fernsehen, Kino, DVD schauen und Bücher und Zeitschriften lesen wird von jeweils 2,4 % der Schüler als Lieblingsbeschäftigung genannt, wohingegen niemand der Zwölftklässler am liebsten etwas mit seiner Familie unternimmt. 2,7 % der gegebenen Antworten sind sonstige Angaben, die nicht zuzuordnen sind. Sehr auffällig ist, dass nicht ein einziger Zwölftklässler etwas mit ihrer Familie zu unternehmen als Lieblingsaktivität ansieht. Das deckt sich allerdings damit, dass der Bezug zur Familie mit zunehmendem Alter sinkt, demgegenüber der Bezug zu Freunden steigt. So gilt die Verabredung mit Freunden bereits für 8 % mehr Neun- als Sechstklässler als Lieblingsfreizeitaktivität und für noch einmal rund 3,5 % mehr Zwölf- als Neuntklässler. Insgesamt verdoppelt sich der Wert zwischen der Jahrgangsstufe sechs und der Jahrgangsstufe zwölf von 11,9 % (bei den Sechstklässlern) auf 24 % (bei den 324

325 Zwölftklässlern). Dieses Ergebnis zeigt, dass die Jugendlichen immer selbstständiger werden, je älter sie sind. Erstaunlich ist, dass zwar mehr Zwölf- als Neuntklässler die Nutzung des Internets als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen, demgegenüber aber weniger von ihnen das Internet als Lieblingsaktivität bezeichnen. So geben 7,3 % der Zwölftklässler und 9,5 % der Neuntklässler dies als Lieblingsbeschäftigung an. Die Bedeutung von Computer- und Konsolenspielen ist für die Zwölftklässler nicht mehr so hoch wie noch für die anderen Jahrgänge. Während 10 % der Drittklässler, 8 % der Sechstklässler und 9,5 % der Neuntklässler die Nutzung dieser Spiele als Lieblingsaktivität bezeichnen, liegt der Wert bei den Zwölftklässlern nur noch bei 3,7 %. Wie auch schon bei den üblichen Freizeitaktivitäten deutlich werden konnte, sinkt die Bedeutung von Computerund Konsolenspielen bei den Zwölftklässlern sehr stark. Genauso verhält es sich mit dem Lesen von Büchern und Zeitschriften. Während mehr als 4% der Sechs- und Neuntklässler dies als ihre Lieblingsaktivität nennen, sagen dies weniger als 2,5 % der Zwölftklässler. Die Bedeutung der Printmedien nimmt somit ab. Addiert man alle fünf Medien (Fernsehen, Internet, Musik, Bücher und Zeitschriften, Computer- und Konsolenspiele) zusammen, so kommt man auf knapp über 20 %. Im Vergleich zu den anderen Jahrgangsstufen bezeichnen die Zwölftklässler die Medien am wenigsten als Lieblingsaktivität. Demgegenüber steigt der Prozentwert der Antwortmöglichkeit Feiern, Partys sehr stark an. Da in diesem Alter in der Regel alle Jugendlichen Diskotheken aufsuchen dürfen, nennen 5,5% der Zwölftklässler dies als ihre Lieblingsaktivität. Dieser Wert steigt sehr stark an, da noch nicht viele Neuntklässler in Diskotheken gehen dürfen und Sechstklässler noch gar nicht. Der Wert steigt insgesamt um über 5 %. 325

326 Zusammenfassung: Sport und Freunde treffen ist für alle befragten Jahrgangsstufen die am häufigsten genannte Lieblingsaktivität. Die übrigen Antwortalternativen sind alle ungefähr gleich oft genannt worden, sodass es keine weiteren Freizeitaktivitäten, die besonders auffällig sind. Die folgende Tabelle stellt dies zusammenfassend dar. Lieblingsaktivität Nummer 1 Antwortmöglichkeit Gesamt Jg. 6 Jg. 9 Jg. 12 Sport 32,2% 38,1% 25,2% 33,7% Freunde treffen 17,4% 11,9% 20,6% 24,0% Computer und Konsolenspiele 7,8% 8,0% 9,4% 3,7% Das Internet nutzen 7,6% 6,4% 9,2% 7,3% Musik hören 6,9% 7,5% 7,0% 5,5% Ausruhen (Chillen) 4,4% 3,1% 5,5% 4,3% Bücher und Zeitschriften lesen 3,9% 4,4% 3,9% 2,4% Musik machen, ein Instrument spielen 3,6% 3,7% 3,0% 4,9% Fernsehen, Kino, DVD 3,4% 4,3% 3,0% 2,4% Shoppen 3,1% 4,4% 2,7% 0,9% Künstlerische Tätigkeiten 3,0% 3,6% 2,6% 2,7% Feiern, Partys 2,5% 0,1% 3,8% 5,5% Etwas mit der Familie unternehmen 1,3% 1,8% 1,4% 0,0% Sonstiges 3,0% 2,7% 2,8% 2,7% 326

327 Lieblingsaktivität Nummer 2: Gesamtanalyse: Abbildung 26 Da 2,4 % der Schüler keine zweite Lieblingsaktivität genannt hat, bezieht sich die folgende Analyse lediglich auf die 1880 getätigten Angaben. 382 Schüler geben an, dass sie sich gerne mit Freunden treffen, das entspricht 20,3 %. Diese Antwortalternative wurde von den meisten Schülern (von jedem fünften Schüler) als zweite Lieblingsaktivität genannt. Dahinter folgt die Antwort Sport, was 15,9 % der Schüler am zweitliebsten machen. Jeweils 9,3 % der Jugendlichen (je 174 Schüler) nutzen gerne das Internet oder hören Musik. Weitere 8,3 % bezeichnen die Nutzung von Computer- und Konsolenspielen als ihre zweite Lieblingsbeschäftigung. Schon an dieser Stelle zeigen sich Parallelen zu der ersten Lieblingsaktivität. Auch dort werden die Massenmedien von vielen Schülern als erste Lieblingsaktivität angesehen. Dies wiederholt sich bei der zweiten Lieblingsaktivität. Es ist davon auszugehen, dass besonders die elektronischen Unterhaltungsmedien für sehr viele Schüler zu den Lieblingsaktivitäten zählen, sie diese aber in einer unterschiedlichen hierarchischen Reihenfolge nennen. So kommt es, dass die Unterhaltungsmedien sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Lieblingsaktivität sehr oft genannt werden. 327

328 So wird auch die Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen von 5,2 % der Schüler genannt. Das Lesen von Büchern und Zeitschriften hingegen gilt nur noch für 4,1 % der Schüler als zweite Lieblingsbeschäftigung. So lässt sich auch anhand dieses Ergebnisses feststellen, dass die Bedeutung von Printmedien immer mehr nach lässt. Während das Lesen von ungefähr gleich vielen Schülern sowohl als erste als auch als zweite Lieblingsaktivität bezeichnet wird, wird die Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen von rund 5 % als zweite Lieblingsaktivität bezeichnet. Fast 2 % weniger sehen diese Aktivität als erste Lieblingsaktivität an (3,4 %). Hieran lässt sich verdeutlichen, dass dieses Medium für die Schüler zwar nicht so wichtig ist wie zum Beispiel das Internet, es aber trotzdem einen hohen Stellenwert hat, da sonst kein Anstieg von 2 % gegenüber der ersten Lieblingsaktivität möglich wäre. Des Weiteren ruhen sich 116 Schüler das entspricht 6,2 % gerne aus oder chillen in ihrer Freizeit, wohingegen 5 % Shoppen als ihre zweite Lieblingsaktivität ansehen. Jeweils 4 % sagen aus, dass sie gerne auf Partys und Feiern gehen beziehungsweise etwas mit ihrer Familie unternehmen. Abschließend machen 3 % der Schüler Musik oder spielen ein Instrument und 2,2 % bezeichnen es als zweite Lieblingsbeschäftigung künstlerisch tätig zu sein. 3,2 % der Antworten, das entspricht 61 Antworten, fallen unter die Kategorie Sonstiges. Die Hälfte der möglichen Antworten wurde von mindestens 5 % der Schüler als zweite Lieblingsaktivität bezeichnet. Das zeigt, dass eine sehr große Streuung bei den Ergebnissen vorliegt. Die beiden einzigen Antworten, die von mehr als 10 % der Schüler als zweite Lieblingsaktivität benannt werden, sind die Antworten Freunde treffen (20,3 %) und Sport (15,9 %). Während diese beiden Ergebnisse eindeutig hervorstechen, wurden die anderen Antwortalternativen ungefähr gleich oft genannt. Daraus lässt sich schließen, dass die Jugendlichen ihre Freizeit sehr unterschiedlich gestalten. Da die Antworten so nah beieinander liegen, sind keine eindeutigen Tendenzen erkennbar. So zeigt auch ein Vergleich der Ergebnisse der üblichen Freizeitaktivitäten mit den Ergebnissen der zweiten Lieblingsaktivität, dass viele Aktivitäten, die üblicherweise durchgeführt werden auch zu den Lieblingsaktivitäten zählen. Diese Tendenz war bereits bei der Auswertung der ersten Lieblingsbeschäftigung erkennbar und wird mit diesen Ergebnissen bestätigt. 328

329 Auffällig ist allerdings, dass von den sieben am häufigsten angegebenen Aktivitäten vier Unterhaltungsmedien genannt werden. Diese sind das Internet, Musik, Computer- und Konsolenspiele und das Fernsehen. Auf Grund der geringen Prozentzahl liegt das Lesen von Büchern und Zeitschriften in der unteren Hälfte. Hiermit lässt sich die Vermutung, dass die Unterhaltungsmedien für die Jugendlichen sehr wichtig sind, bestätigen. Das deckt sich mit dem Ergebnis der vorherigen Frage, wo bereits deutlich wurde, dass viele Jugendliche die Nutzung der Unterhaltungsmedien als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen. Weiterhin ist auch ein Vergleich zwischen den Gesamtergebnissen der ersten und zweiten Lieblingsaktivität erwähnenswert: Während Sport noch von rund 32 % der Schüler als erste Lieblingsaktivität angegeben wird, nennen nur noch 15,9 % dies als zweite Lieblingsaktivität. Das bedeutet einen Rückgang von 50 %. Hieraus lässt sich erkennen, dass für die Schüler Sport eine wichtige Rolle in ihrer Freizeit spielt. Zwar nennen nicht mehr so viele Schüler Sport auch als zweite Lieblingsbeschäftigung, allerdings hat auch schon jeder dritte Schüler Sport als erste Lieblingsaktivität bezeichnet. Insgesamt sehen fast 50 % der Schüler dies als erste oder zweite Lieblingsbeschäftigung an. Andersherum verhält es sich bei der Verabredung mit Freunden. Gegenüber der ersten Freizeitaktivität steigt der Prozentwert um rund 3 % von 17,4 % auf 20,3 %. Bei der ersten Lieblingsaktivität ist die am häufigsten genannte Antwort Sport, gefolgt von der Antwort Freunde treffen. Bei der zweiten Lieblingsaktivität ist das Ergebnis andersherum. Allerdings ist der Abstand zwischen diesen beiden Antworten bei der zweiten Lieblingsaktivität nicht so hoch wie bei der ersten Lieblingsaktivität (4 % gegenüber 15 %). Somit ist festzustellen, dass Sport insgesamt als wichtiger angesehen wird als Freunde zu treffen. Es ist aber auch zu berücksichtigen, dass die Schüler in der Regel auch beim Sport Freunde haben oder den Sport mit Freunden zusammen durchführen. 4 % der Schüler unternehmen am zweitliebsten etwas mit ihrer Familie. Das bedeutet gegenüber der ersten Lieblingsaktivität, dass dreimal so viele Schüler dies als zweite Lieblingsbeschäftigung ansehen, da lediglich 1,3 % der Schüler dies auch als erste Lieblingsaktivität angegeben haben. Daran wird deutlich, dass die Familie für die Schüler 329

330 doch wichtig zu sein scheint, da viel mehr Jugendliche diese Aktivität als zweite Lieblingsbeschäftigung angegeben haben als noch als erste Lieblingsbeschäftigung. Es ist aber auch zu bedenken, dass von den 1880 Schülern lediglich 76 Schüler dies als ihre zweite Lieblingsaktivität bezeichnen. So ist zwar der Prozentwert gegenüber der ersten Lieblingsbeschäftigung enorm gestiegen, allerdings geben insgesamt recht wenig Schüler an, gerne etwas mit ihrer Familie zu unternehmen. Weiterhin ist auch zu berücksichtigen, dass rund die Hälfte aller Antwortalternativen von weniger als 5 % der Schüler genannt wird. Das bedeutet, dass diese Aktivitäten sehr eng beieinander liegen. Eine Auswertung hinsichtlich der Wertigkeit dieser Freizeitbeschäftigungen ist daher nur im Vergleich zur ersten Lieblingsaktivität möglich. Insgesamt zeigt sich, dass 36 % der Schüler gerne Sport treiben und sich mit Freunden treffen. Die übrigen Antwortmöglichkeiten liegen prozentual gesehen sehr eng beieinander. Daher wird bei der Analyse der einzelnen Jahrgangsstufen lediglich auf Besonderheiten hingewiesen. Jede einzelne Kategorie ausführlich zu erklären würde den Rahmen sprengen. Da viele Antwortmöglichkeiten ungefähr gleich oft genannt werden, ist die Streuung außerdem sehr groß. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 6: Insgesamt haben 808 der 833 Schüler der sechsten Jahrgangsstufe ihre zweite Lieblingsaktivität angegeben. Da 3 % diese Frage nicht beantwortet haben, bezieht sich die folgende Analyse auf die 808 getätigten Antworten, die hierarchisch angeordnet sind. Von ihnen sagen 18,3 % aus, dass sie am zweitliebsten Sport treiben und 18,1 %, dass sie sich gerne mit Freunden treffen. Weitere 10,9 % der Sechstklässler nutzen gerne Computer- und Konsolenspiele und 8 % der Sechstklässler hören sehr gerne Musik. Jeweils 5,9 % der Schüler geben an, dass Internet als zweite Lieblingsaktivität zu nutzen beziehungsweise etwas mit der Familie zu unternehmen. Die Antwortmöglichkeiten Fernsehen, Kino, DVD schauen und Ausruhen (Chillen) werden von jeweils 45 Schülern als zweite Lieblingsbeschäftigung genannt, das entspricht 5,6 %. 330

331 Sowohl das Lesen von Büchern und Zeitschriften als auch das Shoppen bezeichnen jeweils 5,3 % Schüler als zweite Lieblingsaktivität. Demgegenüber geben 3,1 % der Sechstklässler an gerne künstlerische Tätigkeiten durchzuführen. 2,6 % der Schüler machen Musik oder spielen ein Instrument und sehen diese Tätigkeit als zweite Lieblingsbeschäftigung an und 0,6 % der Schüler feiern am zweitliebsten Partys. Des Weiteren gibt es 38 sonstige Antworten, das entspricht einem Prozentwert von 4,7 %. Vergleicht man die beiden am häufigsten genannten Antworten der sechsten Klassen mit dem Gesamtergebnis, so wird bei den Ergebnissen deutlich, dass die beiden am häufigsten genannten Antworten Freunde treffen und Sport zusammen von ungefähr 36 % angegeben werden. Allerdings unterscheidet sich die Prozentverteilung. Während beide Antworten von fast gleich vielen Sechstklässlern als zweite Lieblingsaktivität bezeichnet werden (jeweils rund 18 %), geben 20,3 % der Schüler im Gesamtergebnis an, dass sie sich am zweitliebsten mit Freunden treffen und weitere 15,9 % der Schüler sagen aus gerne Sport zu treiben. Der Unterschied liegt somit bei rund 4,5 %. Bei den Grundschülern war dieses Ergebnis noch andersherum. Von ihnen haben fast 25 % Sport als zweitliebste Beschäftigung angesehen und nur 13,4 % empfinden Verabredungen mit Freunden als wichtig. Es lässt sich somit vermuten, dass die Bedeutung von Freunden mit den höheren Jahrgangsstufen zunimmt, die Bedeutung von Sport im Gegensatz dazu abnimmt. Diese Tendenz wird sich bei der Ergebnisanalyse der Jahrgangsstufen neun und zwölf wahrscheinlich bestätigen. Bei den Sechstklässlern werden insgesamt nur drei Freizeitaktivitäten von mehr als 10 % der Schüler genannt, diese sind Freunde treffen, Sport und Computer- und Konsolenspiele. Im Vergleich zum Gesamtergebnis ist mehr Sechstklässlern die Nutzung dieser Spiele wichtig. Im Gegensatz dazu bezeichnen mehr als 3 % weniger Sechstklässler die Nutzung des Internets als zweite Lieblingsaktivität (6 %). Während insgesamt fast jeder zehnte Schüler das Internet als zweite Lieblingsbeschäftigung angibt, sieht dies nur jeder sechzehnte Sechstklässler so. Da das Gesamtergebnis deutlich höher ausfällt, ist davon auszugehen, 331

332 dass die Bedeutung des Internets ebenfalls mit steigendem Alter an Bedeutung gewinnt, im Gegensatz dazu die Bedeutung von Computer- und Konsolenspielen abnimmt. Dieses Ergebnis ist mit der vorherigen Frage nach den üblichen Freizeitaktivitäten zu vergleichen. Auch hierbei haben viel weniger Sechstklässler als Schüler der anderen Jahrgangsstufen die Nutzung des Internets als übliche Lieblingsbeschäftigung angesehen. Dies würde die These unterstützen, dass mehr Neun- und Zwölftklässler das Internet als zweite Lieblingsbeschäftigung ansehen. Die Ergebnisse dieser und der vorherigen Frage (nach den üblichen Freizeitbeschäftigungen) würde sich dann decken. Ebenso verhält es sich mit der Antwortmöglichkeit Feiern, Partys. Dies wird nur von rund 0,6 % der Sechstklässler aber von insgesamt 4 % der Schüler angegeben. Auf Grund des Alters wird wohl auch diese Aktivität in ihrer Wertigkeit bei den anderen Jahrgangsstufen noch steigen. Auch dies würde sich dann mit den Ergebnissen der vorherigen Frage decken. Dieses Antwortverhalten lag auch schon bei der ersten Lieblingsaktivität vor. Demgegenüber unternehmen aber mehr Sechstklässler (6 %) gerne etwas mit ihrer Familie als die älteren Jahrgangsstufen, da der Gesamtwert bei nur noch 4 % liegt. Erstaunlich ist, dass ungefähr gleich viele Dritt- wie Sechstklässler diese Antwortalternative als zweite Lieblingsbeschäftigung ansehen und damit der Bezug zur Familie für beide Jahrgangsstufen gleich bedeutend ist. Es wird deutlich, dass die Schüler der sechsten Klasse noch sehr abhängig von ihrer Familie sind. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 9: Da 2,3 % der Neuntklässler ihre zweite Lieblingsaktivität nicht genannt haben, sind nur die 736 getätigten Antworten auszuwerten. Dabei wurden vier Antwortalternativen von mehr als 10 % der Schüler angegeben. 21,7 % der Neuntklässler treffen sich gerne mit ihren Freunden, wohingegen 14,5 % der Neuntklässler sehr gerne Sport machen. Des Weiteren geben 12,2 % der Schüler an das Internet zu nutzen und 10,9 % der Schüler sagen aus, dass sie am zweitliebsten Musik hören. 332

333 Die übrigen Antwortalternativen bezeichnen weniger als 10 % als Lieblingsbeschäftigung. Computer- und Konsolenspiele wird 58-mal als zweite Lieblingsaktivität bezeichnet, was 7,9 % entspricht, Ausruhen (Chillen) von 6,4 % der Schüler und Fernsehen, Kino, DVD schauen von 5,8 %. Demgegenüber gehen 4,6 % der Schüler auf Partys und Feiern und weitere 4,2 % der Neuntklässler shoppen gerne. 3 % der befragten Personen bezeichnen Musik machen beziehungsweise ein Instrument spielen als zweite Lieblingsbeschäftigung, wohingegen 2,7 % der befragten Personen Bücher und Zeitschriften lesen und weitere 2,5 % der Neuntklässler gerne etwas mit ihrer Familie unternehmen. Abschließend nennen 1,5 % der Schüler die Antwortmöglichkeit künstlerische Tätigkeiten als zweite Lieblingsaktivität und 2 % der Antworten werden unter der Kategorie Sonstiges zusammengefasst. Insgesamt werden vier Antwortmöglichkeiten von über 10 % angegeben, diese sind: Freunde treffen, Sport, Das Internet nutzen und Musik hören. Addiert man die Ergebnisse dieser vier Antworten zusammen, so kommt man auf fast 60 %. Das bedeutet, dass drei von fünf Schülern einer dieser Beschäftigungen am zweitliebsten nachgehen. Entsprechend wenig Schüler führen die anderen Freizeitaktivitäten am zweitliebsten durch. Weil die Ergebnisse sehr nah beieinander liegen, ist eine eindeutige Differenzierung und eine Erstellung eines Rankings nicht repräsentativ, da die Prozentverteilung sehr gleichmäßig ist. So wird die Hälfte der Antwortmöglichkeiten von weniger als 5 % der Schüler genannt. Allerdings ist auch festzustellen, dass noch rund 25 % der Neuntklässler Sport als erste Lieblingsaktivität ansehen, wohingegen nur noch 14,5 % dies auch als zweite Lieblingsaktivität bezeichnen. Der Prozentwert bei der Antwortmöglichkeit Freunde treffen bleibt konstant. Während die meisten Sechstklässler noch Sport als zweite Lieblingsbeschäftigung ansehen, gefolgt von der Antwortmöglichkeit Freunde treffen, ist die Reihenfolge bei den Neuntklässlern andersherum. So geben rund 3,5 % mehr Neuntklässler an, sich gerne mit Freunden zu treffen (21,7 %), wohingegen Sport von 3,5 % weniger Neuntklässlern als 333

334 zweite Lieblingsbeschäftigung angesehen wird (14,5 %). Obwohl noch ungefähr gleich viel Sechstklässler diese beiden Aktivitäten als zweitliebste Beschäftigung ansehen, liegen bei den Neuntklässlern 7 % zwischen diesen beiden Antwortalternativen. Sie setzen somit andere Prioritäten. Sehr auffällig ist das Ergebnis zu der Antwortmöglichkeit Das Internet nutzen. Während noch rund 6 % der Sechstklässler dies als zweite Lieblingsaktivität ansieht, hat sich der Wert bei den Neuntklässlern mehr als verdoppelt (12,2 %). Demgegenüber ist der Wert bei den Computer- und Konsolenspielen um 3 % gesunken. So bezeichnen fast 11 % der Sechstklässler und 8 % der Neuntklässler bezeichnen dies als ihre zweite Lieblingsaktivität. Es zeigt sich, dass die Bedeutung der Massenmedien auch für die Neuntklässler sehr hoch ist, sie allerdings andere Schwerpunkte legen als noch die Sechstklässler. Denn während die Bedeutung von Computer- und Konsolenspielen mit zunehmendem Alter abnimmt, steigt die Bedeutung des Mediums Internet. Ähnliche Ergebnisse liegen auch schon bei der ersten Lieblingsaktivität vor, sodass sich die Ergebnisse der ersten und zweiten Lieblingsbeschäftigung decken und teilweise wiederholen. Im Vergleich zu den Sechstklässlern bezeichnet auch nur die Hälfte der Neuntklässler das Lesen von Büchern und Zeitschriften als zweite Lieblingsbeschäftigung. Während dies noch 5 % der Sechstklässler aussagen, empfinden nur noch 2,7 % der Neuntklässler das Lesen als Lieblingsbeschäftigung. Das bedeutet, dass einer von 40 Schülern lesen noch als zweite Lieblingsaktivität ansieht. Genauso verhält es sich bei der Antwortmöglichkeit Etwas mit der Familie unternehmen. Auch dieser Prozentwert sinkt. So geben zwar noch fast 6 % der Sechstklässler an, dass sie gerne etwas mit der Familie unternehmen, aber nur noch rund 2,5 % der Neuntklässler. Es lässt sich, wie bereits schon bei den üblichen Freizeitbeschäftigungen und der ersten Lieblingsaktivität vermutet wurde, erkennen, dass dies mit der Pubertät zusammenhängt und sich die Schüler von ihren Eltern lösen. Allerdings verdoppelt sich der Wert der Schüler, die angeben, gerne etwas mit der Familie zu unternehmen gegenüber denen, die es als erste Lieblingsaktivität ansehen. 334

335 Hieran zeigt sich, dass die Familie im Vergleich zu anderen Aktivitäten eine geringere Rolle spielt und die Schüler sich langsam von den Eltern lösen, um unabhängiger zu werden. Trotzdem bleibt ihnen die Familie wichtig, da die Schüler sehr viel Zeit zusammen mit ihren Eltern verbringen und diese ihr Kind auch am besten kennen. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 12: 332 Zwölftklässler haben ihre zweite Lieblingsbeschäftigung angegeben, sodass diese Anzahl ausgewertet werden kann. Von ihnen sagen 22,9 % der Schüler, dass sie sich gerne mit Freunden treffen. Weiterhin geben 13,3 % der Zwölftklässler an, dass sie gerne Sport treiben und 11,1 % sagen aus, dass sie das Feiern und die Partys als zweite Lieblingsaktivität ansehen. Ähnlich viele Schüler (10,8 %) sagen, dass sie am zweitliebsten das Internet nutzen. Das entspricht 36 Schülern. 8,4 % der Zwölftklässler hören gerne Musik und weitere 7,2 % ruhen sich aus und chillen gerne in ihrer Freizeit. Demgegenüber gehen 5,4 % der Jugendlichen gerne shoppen und jeweils 4,2 % machen selber Musik oder spielen ein Instrument beziehungsweise lesen gerne Bücher und Zeitschriften. Während 3 % der Zwölftklässler als zweite Lieblingsbeschäftigung etwas mit ihrer Familie unternehmen, nutzen jeweils 2,7 % der Schüler gerne Computer- und Konsolenspiele beziehungsweise nennen die Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen als zweite Lieblingsaktivität. Demgegenüber sind 6 Schüler künstlerisch aktiv tätig, das entspricht 1,8 % der Gesamtaussagen. Unter die Kategorie Sonstiges fallen 2,1 % der Antworten. Das auffälligste Ergebnis ist der Prozentwert der Zwölftklässler, die als zweite Lieblingsaktivität Feiern, Partys nennen, da dieser Wert bei über 11 % liegt. Somit geht ungefähr jeder zehnte Schüler am zweitliebsten auf Partys und andere Feiern. Während im Vergleich zwischen Sechs- und Neuntklässlern der Wert schon um 4 % gestiegen ist, liegt zwischen den Neun- und Zwölftklässlern noch einmal eine Steigerung von 6,5 % vor. Somit liegt die Antwort Feiern, Partys auf Platz drei in einem Ranking über die 335

336 zweite Lieblingsaktivität der Zwölftklässler und ist somit die Aktivität, die sich innerhalb der verschiedenen Jahrgangsstufen am meisten unterscheidet. Dies ist mit dem Alter zu erklären, da erst mit zunehmendem Alter die Jugendlichen auf Partys gehen dürfen. Entsprechend der bereits genannten Vermutung, dass mit dem Begriff Party besonders die Jugendlichen Diskotheken, Tanzen und Alkohol verbinden, lässt sich begründen, warum viel mehr Zwölftklässler als die Schüler der anderen Jahrgangsstufen Feiern als zweite Lieblingsbeschäftigung ansehen. So liegt diese Antwortmöglichkeit bei den Sechstklässlern noch auf dem letzten Platz und bei den Zwölftklässlern bereits auf dem dritten Platz. Entgegengesetzt verhält es sich bei der Nutzung von Computer- und Konsolenspielen. Während dies noch von fast 11 % der Sechstklässler als zweite Lieblingsaktivität genannt wird, sehen das nur noch 2,7 % der Zwölftklässler ebenso. Ähnlich verhält es sich bei der Antwort Fernsehen, Kino, DVD schauen. Allerdings sagen nur halb so viele Zwölf- wie Sechstklässler, dass sie diese Antwort als zweite Lieblingsaktivität ansehen. Der Unterschied bei den Computer- und Konsolenspielen ist noch größer. Dies deckt sich mit den Ergebnissen der üblichen Beschäftigungen und der ersten Lieblingsaktivität. Für die Schüler der zwölften Jahrgangsstufe spielen diese Medien keine große Rolle mehr. Dafür nimmt die Bedeutung des Internets mit zunehmendem Alter zu. Auffällig ist allerdings, dass sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Lieblingsbeschäftigung jeweils mehr Neunt- als Zwölftklässler das Internet nennen. So ist insgesamt festzustellen, dass die Medien (Internet, Musik, Computer- und Konsolenspiele, Fernsehen, Bücher und Zeitschriften) von Zwölftklässlern nicht so häufig genutzt werden wie von den anderen Jahrgangsstufen. Besonders auffällig ist dies bei den Computer- und Konsolenspiele und beim Fernsehen. Am häufigsten werden die Medien von den Neuntklässlern als zweite Lieblingsbeschäftigung angegeben. Insgesamt geben die meisten Schüler als ihre zweite Lieblingsaktivität das Treffen mit Freunden an, gefolgt von der Antwortmöglichkeit Sport. Ähnlich wie auch schon bei den Neuntklässlern liegen zwischen den beiden Antwortalternativen allerdings schon fast 10 %. 336

337 So trifft sich einer von fünf Schülern mit seinen Freunden, aber nur einer von acht Schülern ist sportlich tätig. Zusammenfassung: Wie auch schon bei der ersten Lieblingsaktivität werden auch bei der zweiten Lieblingsaktivität die Antworten Freunde treffen und Sport an häufigsten genannt, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Auffällig ist aber auch, dass die Nutzung der Massenmedien viel öfter als zweite Lieblingsaktivität angesehen wird als noch als erste Lieblingsaktivität. Die folgende Tabelle soll verdeutlichen, welche Freizeitbeschäftigungen welche Jahrgänge am zweitliebsten nennen. Lieblingsaktivität Nummer 2 Antwortmöglichkeit Gesamt Jg. 6 Jg. 9 Jg. 12 Freunde treffen 20,3% 18,1% 21,7% 22,9% Sport 15,9% 18,3% 14,5% 13,3% Das Internet nutzen 9,3% 5,9% 12,2% 10,8% Musik hören 9,3% 8,0% 10,9% 8,4% Computer und Konsolenspiele 8,3% 10,9% 7,9% 2,7% Ausruhen (Chillen) 6,2% 5,6% 6,4% 7,2% Fernsehen, Kino, DVD 5,2% 5,6% 5,8% 2,7% Shoppen 5,0% 5,3% 4,2% 5,4% Bücher und Zeitschriften lesen 4,1% 5,3% 2,7% 4,2% Feiern, Partys 4,0% 0,6% 4,6% 11,1% Etwas mit der Familie unternehmen 4,0% 5,9% 2,5% 3,0% Musik machen, ein Instrument spielen 3,0% 2,6% 3,0% 4,2% Künstlerische Tätigkeiten 2,2% 3,1% 1,5% 1,8% Sonstiges 3,2% 4,7% 2,0% 2,1% 337

338 Lieblingsaktivität Nummer 3: Gesamtanalyse: Abbildung 27 Von den insgesamt 1926 Schülern der weiterführenden Schulen haben 82 Schüler ihre dritte Lieblingsaktivität nicht angegeben. Daher bezieht sich die Auswertung nur auf die 1884 Antworten. Von ihnen sagen 17,4 % der Schüler, dass sie sich am drittliebsten mit Freunden treffen. Auf diese Aktivität folgt die Antwort Musik hören mit 10,7 % und Ausruhen (Chillen) mit 10,6%. Es handelt sich hierbei um die drei am häufigsten genannten Antworten, wovon fast gleich viele Schüler Musik hören und Ausruhen (Chillen) als dritte Lieblingsaktivität bezeichnen. 9,8 % der Schüler sagen aus, dass sie die Nutzung des Internets als dritte Lieblingsbeschäftigung ansehen, wohingegen 9,5 % der Jugendlichen gerne Sport machen. Demgegenüber bezeichnen 6,8 % der Schüler Shoppen als drittliebste Freizeitaktivität, 6,5% der Schüler Computer- und Konsolenspiele und weitere 6 % von ihnen gucken gerne Fernsehen, gehen ins Kino oder schauen sich DVDs an. Die folgenden Angaben bezeichnen immer weniger als 5 % der Schüler der weiterführenden Schulen als dritte Lieblingsbeschäftigung: 4,8 % der Schüler lesen gerne Bücher und Zeitschriften. Fast genauso oft wird die Antwortalternative Feiern, Partys als dritte Lieblingsaktivität angesehen (4,7 %). 338

339 Die Antwort etwas mit der Familie unternehmen, empfinden 3,9 % der Schüler als drittliebste Beschäftigung. Während weitere 3,2 % der Schüler gerne künstlerisch tätig sind, spielen 2,8 % der Jugendlichen ein Instrument oder machen selber Musik. Die Kategorie Sonstiges umfasst 3,3 % der Antworten. Das Gesamtergebnis der dritten Lieblingsaktivität ist gegenüber den anderen beiden Lieblingsaktivitäten in einigen Punkten sehr unterschiedlich. Die drei am häufigsten genannten Antwortmöglichkeiten, die gleichzeitig die einzigen Aktivitäten sind, die von mehr als 10 % der Schüler genannt werden, sind: Freunde treffen (17,4 %), Musik hören (10,7%) und Ausruhen (Chillen) (10,6 %). Bereits bei den ersten beiden Lieblingsaktivitäten haben bereits viele Schüler angegeben, dass sie sich gerne mit Freunden treffen; dieser Trend setzt sich bei der dritten Lieblingsaktivität fort. Somit bezeichnen mehr als die Hälfte der Schüler Freunde treffen als eine der drei Lieblingsbeschäftigungen. Die beiden Antwortalternativen Musik hören und Ausruhen (Chillen) werden von den Schülern viel öfter als dritte Lieblingsbeschäftigung genannt als noch bei den ersten beiden Lieblingsaktivitäten. Sie erleben einen Aufwärtstrend. Es bestätigt sich somit das, was bereits vermutet worden ist: Aktivitäten, die es ermöglichen gleichzeitig noch anderen Tätigkeiten nachzugehen, werden in der Regel als übliche aber nicht als allerliebste Freizeitbeschäftigungen angesehen. So haben noch rund 7 % der Schüler Musik hören und 4 % Ausruhen als erste Lieblingstätigkeit angegeben. Während der Prozentwert beim Musik hören insgesamt um rund 3,5 % gestiegen ist, bezeichnen weit mehr als doppelt so viele Schüler Ausruhen als dritte Lieblingsaktivität. Hieran zeigt sich, dass die Schüler auch gerne Zeit für sich haben. Sie möchten nicht immer nur unterwegs sein und viel erleben, sondern manchmal auch einfach zu Hause sein und sich relaxen. Rund 9,7 % bezeichnen die Nutzung des Internets beziehungsweise Sport als dritte Lieblingsaktivität. Diese beiden Antwortmöglichkeiten werden von fast gleich vielen Schülern genannt. Auffällig ist, dass die Bedeutung von Sport immer weiter abnimmt. So haben noch mehr als 32 % der Schüler Sport als erste Lieblingsaktivität bezeichnet. Demgegenüber nur noch 16 % als zweite Lieblingsaktivität und 10,5 % als dritte Lieblingsaktivität. Zwar nimmt der Wert sehr stark ab, allerdings nennen insgesamt fast 60 % der Schüler Sport eine der 339

340 drei Lieblingsaktivitäten. Dies ist sehr erstaunlich, da im Durchschnitt 63 % der Schüler der weiterführenden Schulen Sport als übliche Freizeitaktivität angegeben haben, fast genauso viele geben es auch als eine der drei Lieblingsbeschäftigungen an. Dies ist sonst bei keiner anderen Antwortalternative der Fall. Der Wert derer, die eine Aktivität als übliche Freizeitbeschäftigung ansehen, ist immer weit höher als der Wert derer, die diese Aktivität auch als Lieblingsbeschäftigung ansehen. Der Sport bildet dabei eine Ausnahme. Dies könnte daran liegen, dass die Schüler, die Sport machen, dies auch freiwillig tun und nicht dazu gezwungen werden. Somit geben sie Sport nicht nur als übliche sondern auch als sehr gern durchgeführte Aktivität an. Sonst dürften sich diese beiden Werte nicht so sehr gleichen. Es ist aber auch zu berücksichtigen, dass einige Schüler mehrere Sportarten als Lieblingsaktivität bezeichnen. Lediglich 2,8 % der Schüler sagen, dass sie Musik machen oder ein Instrument spielen als dritte Lieblingsaktivität ansehen. Hierbei handelt es sich um die am wenigsten genannte Antwortalternative. Die übrigen Antworten und das sind mehr als die Hälfte der möglichen Antworten bezeichnen jeweils 3 % bis 6 % der Schüler als dritte Lieblingsaktivität. Diese Antwortalternativen liegen daher alle sehr nah beieinander. Wie auch schon bei den anderen Lieblingsaktivitäten erläutert, ist eine eindeutige Interpretation dieser Ergebnisse auf Grund der ähnlich oft genannten Antwortalternativen nicht möglich. Es kann allerdings ein Vergleich zu den Gesamtergebnissen der ersten und zweiten Lieblingsbeschäftigung vorgenommen werden, wobei besonders die Auffälligkeiten erläutert werden. So sehen zum Beispiel mehr als 6,8 % der Schüler Shoppen als dritte Lieblingsbeschäftigung an. Dieser Wert hat sich gegenüber der ersten Lieblingsaktivität mehr als verdoppelt, da lediglich etwas mehr als 3 % dies als allerliebste Freizeitaktivität ansehen. Für viele Schüler ist es zwar wichtig, wie sie sich zum Beispiel kleiden, aber trotzdem bezeichnen recht wenig Schüler dies als eine ihrer Lieblingsaktivitäten. Das zeigt, dass sie andere Tätigkeiten als wichtiger erachten. Die Bedeutung der Medien insgesamt steigt um über 8 %. Unter dem Begriff Medien werden folgende Antwortalternativen zusammengefasst: Musik, Computer- und Konsolenspiele, Bücher und Zeitschriften, Internet, Fernsehen. 340

341 Während diese Antworten von rund 29,6 % der Schüler als erste Lieblingsaktivität bezeichnet werden, liegt der Wert bei der dritten Lieblingsaktivität bereits bei fast 38 %. Somit bezeichnen fast zwei von fünf Schülern eines der Medien als drittliebste Freizeitbeschäftigung. Während im Vergleich zur ersten Lieblingsaktivität mehr Schüler Musik, Internet, Bücher, Fernsehen als dritte Lieblingsaktivität bezeichnen, nennen weniger Schüler Computer- und Konsolenspiele. Insgesamt zeigt sich, dass die Antwortmöglichkeit Freunde treffen auch die häufigste Antwort bei der dritten Lieblingsbeschäftigung ist. Die Bedeutung von Sport hat demgegenüber deutlich abgenommen. Während bei den anderen Lieblingsaktivitäten diese beiden Antworten mit am häufigsten genannten waren, ist dies bei der dritten Lieblingsbeschäftigung nicht mehr der Fall. Demgegenüber hat die Bedeutung vom Musik hören und Ausruhen zugenommen. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 6: Da nur 791 der 833 Sechstklässler ihre dritte Lieblingsaktivität angegeben haben, werden diese ausgewertet. 18,6 % der Schüler sagen aus, dass sie Freunde treffen als dritte Lieblingsaktivität ansehen, weitere 11,9 % der Schüler nennen Sport und 10,9 % der Sechstklässler Musik hören. Diese drei Antwortalternativen sind die einzigen drei Tätigkeiten, die mehr als 10 % der Schüler als dritte Lieblingsaktivität bezeichnen. Im Vergleich zum Gesamtergebnis geben über 2 % mehr Sechstklässler an, dass sie Sport als dritte Lieblingsbeschäftigung ansehen. So lässt sich insgesamt feststellen, dass im Gegensatz zu den ersten beiden Lieblingsaktivitäten auch weniger Sechstklässler Sport als dritte Lieblingsaktivität bezeichnen, allerdings ist der Wert mit fast 12 % immer noch höher als bei den anderen Jahrgängen. Das setzt den Trend fort, dass insgesamt mehr Sechstklässler Sport als Lieblingsaktivität betrachten. Weitere 9,6 % der Schüler ruhen sich gerne aus, und nennen diese Antwortmöglichkeit als dritte Lieblingsaktivität. Wie auch schon im Gesamtergebnis deutlich werden konnte, steigt auch die Zahl der Sechstklässler, die die Antwortmöglichkeit Ausruhen (Chillen) als dritte 341

342 Lieblingsbeschäftigung ansehen gegenüber den anderen beiden Lieblingsaktivitäten stark an. So hat sich der Wert verdreifacht, was bedeutet, dass im Gegensatz zur ersten Lieblingsaktivität dreimal so viele Sechstklässler Ausruhen (Chillen) als dritte Lieblingsbeschäftigung bezeichnen. Während man in der Regel davon ausgeht, dass die meisten Sechstklässler immer unterwegs sein wollen, zeigt sich insgesamt, dass doch recht viele Sechstklässler zwischendurch auch gerne einmal ihre Ruhe haben möchten und sich zu Hause aufhalten. Dieses Ergebnis könnte aber auch jahreszeitabhängig sein. Wie bereits erläutert, ist die Befragung in den Herbstmonaten durchgeführt worden. Die Kinder und Jugendlichen können sich nicht mehr so viel draußen aufhalten und verbringen mehr Zeit drinnen und zu Hause. Entsprechend kann es auch sein, dass mehr Schüler daher angeben, dass sie sich gerne ausruhen. Des Weitern umfasst der Begriff Chillen auch nicht nur das Ausruhen in Form von Schlafen gehen. Er meint auch, dass man sich die Ruhe antut, es sich gut gehen lässt und sich entspannt. Die folgenden Angaben werden alle von 7 % bis 4,8 % der Sechstklässler als dritte Lieblingsaktivität bezeichnet. 6,8 % der Schüler nutzen gerne Computer- und Konsolenspiele. Jeweils 6,3 % der Sechstklässler unternehmen gerne etwas mit ihrer Familie beziehungsweise gehen shoppen und weitere 6,2 % der Schüler nutzen das Internet am drittliebsten. Die Antwortmöglichkeit Fernsehen, Kino, DVD schauen wird von 5,7 % der Schüler angegeben, wohingegen 5,2 % der Jugendlichen gerne Bücher und Zeitschriften lesen. Weitere 4,8 % der Schüler sind künstlerisch begabt und führen diese Tätigkeit am drittliebsten durch. Insgesamt sehen diese Aktivitäten ungefähr gleich viele Sechstklässler als ihre dritte Lieblingsbeschäftigung an. Da der Unterschied gerade einmal bei knapp über 2 % liegt (das entspricht 16 Schülern), liegen diese Beschäftigungsmöglichkeiten so nah beieinander, dass ein Ranking unverhältnismäßig wäre. Daher ist eine Analyse nur im Vergleich zu den ersten beiden Lieblingsaktivitäten möglich. So sind in diesem mittleren Block fast alle Medien vertreten. Auffällig ist, dass sehr viel weniger Sechstklässler das Internet angeben (6 %), obwohl es im Gesamtdurchschnitt von ungefähr 10 % der Schüler der weiterführenden Schulen genannt wird. Dadurch wird 342

343 deutlich, dass im Vergleich zu den anderen Jahrgängen weniger Sechstklässler dies als dritte Lieblingsaktivität ansehen. Vergleicht man allerdings alle drei Lieblingsaktivitäten der Sechstklässler untereinander, so zeigt sich, dass immer ungefähr 6 % der Sechstklässler die Nutzung des Internets als eine der drei Lieblingsbeschäftigungen bezeichnen. Somit ist die Bedeutung des Internets für die Sechstklässler mittelmäßig bedeutend ist. Vergleicht man die prozentuale Verteilung der Medien, die als erste Lieblingsaktivität angegeben wurden, mit denen, die als dritte Lieblingsaktivität angesehen werden, so nimmt die Bedeutung der Medien für die Sechstklässler um rund 5 % zu (von rund 30 % auf ungefähr 35 %). Das zeigt, dass für die Sechstklässler der Bezug zu den Medien recht hoch, es allerdings nicht zu den wichtigsten Freizeitaktivitäten gehört, denn immerhin umfassen die Medien fünf Antwortkategorien. Etwas mit der Familie zu unternehmen ist für viele Sechstklässler wichtig, sodass sie dies als ihre dritte Lieblingsbeschäftigung ansehen. Während der Bezug zur Familie im Vergleich zu den älteren Jahrgangsstufen noch deutlich größer ist, fällt aber auch auf, dass viel mehr Sechstklässler trotzdem die Familie erst an dritter Stelle der Lieblingsaktivitäten benennen. So haben nur 1,8 % der Sechstklässler diese Antwortalternative als allerliebste Beschäftigung angesehen. Das könnte daran liegen, dass die Schüler viel Freizeit mit den Eltern verbringen und dies daher nicht mehr zu den Lieblingsbeschäftigungen zählt. Auffällig ist auch, dass mehr Sechstklässler mehr künstlerische Tätigkeiten als dritte Lieblingsaktivität bezeichnen. Dieser Wert ist gegenüber den ersten beiden Lieblingsaktivitäten um mehr als 2 % gestiegen. Zwei Antwortmöglichkeiten werden nur noch sehr selten als dritte Lieblingsaktivität angesehen. Diese sind Musik machen, ein Instrument spielen (3 %) und Feiern, Partys (0,8 %). Das Ergebnis, dass so wenig Sechstklässler gerne feiern gehen, ist nicht erstaunlich, da sie dieser Freizeitaktivität in diesem Alter noch nicht häufig nachgehen können. Ungefähr gleich viele Sechstklässler haben ein Instrument zu spielen oder Musik zu machen auch schon als erste oder zweite Lieblingsaktivität genannt. Dieser Wert ist konstant. 343

344 Die Antwortkategorie Sonstiges umfasst 31 Antworten. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 9: Von den 753 Neuntklässlern haben 722 Schüler ihre dritte Lieblingsaktivität angegeben, sodass 31 Neuntklässler (4,1 %) keine Aussage darüber getroffen haben. Die Auswertung bezieht sich daher auf die 722 Aussagen. Von ihnen treffen sich 17,2 % sehr gerne mit Freunden und 14,3 % der Schüler sagen aus, dass sie das Internet nutzen. Demgegenüber hören 12,5 % der Neuntklässler am drittliebsten Musik und 11,6 % ruhen sich gerne aus. Bei diesen Antwortmöglichkeiten handelt es sich um die einzigen vier Beschäftigungen, die von mehr als 10 % der Neuntklässler als dritte Lieblingsaktivität bezeichnet werden. Jeweils 7,5 % der Neuntklässler machen gerne Sport beziehungsweise nutzen Computerund Konsolenspiele und 7,2 % der Jugendlichen gehen gerne shoppen. Diese drei Antworten sehen 54 beziehungsweise 52 Neuntklässler als ihre dritte Lieblingsbeschäftigung an. Die übrigen Freizeitaktivitäten werden jeweils von weniger als 6 % der Jugendlichen als drittliebste Beschäftigungsmöglichkeit angesehen: 5,8 % der Schüler haben die Antwort Fernsehen, Kino, DVD schauen angegeben und weitere 4,6 % der Schüler Bücher und Zeitschriften lesen. Während 4,2 % der Jugendlichen gerne Feiern geht, sehen es 2,1 % der Neuntklässler als dritte Lieblingsbeschäftigung an, selber Musik zu machen oder ein Instrument zu spielen. Jeweils 11 Schüler sind künstlerisch tätig beziehungsweise unternehmen etwas mit der Familie und sehen dies daher als dritte Lieblingsaktivität an. Das entspricht 1,5 % der Schüler, die dies aussagen. 19 Antworten (2,6 %) sind sonstige Angaben, die keiner der genannten Antwortalternativen zugeordnet werden können. Im Gegensatz zu den anderen Jahrgangsstufen empfinden sehr viel mehr Neuntklässler die Nutzung des Internets als dritte Lieblingsaktivität. Während dies im Durchschnitt 9,8 % der 344

345 Schüler der weiterführenden Schulen dies als dritte Lieblingsaktivität angeben, sehen es über 14 % der Neuntklässler so. Dies verdeutlicht, dass das Medium Internet für die Neuntklässler sehr wichtig ist. So haben auch bei den ersten beiden Lieblingsbeschäftigungen immer mehr Neuntklässler im Vergleich zu den anderen Jahrgangsstufen angegeben sehr gerne das Internet zu nutzen. Entsprechend zeigt sich auch in einer Gesamtdarstellung der Bedeutung aller Medien, dass für die Neuntklässler die Nutzung der verschiedenen Medien sehr wichtig ist. Hierbei ist besonders auf die Wichtigkeit des Internets zu verweisen. Fast die Hälfte aller Neuntklässler (ungefähr 45 %) nennt die Nutzung eines Mediums als dritte Lieblingsaktivität. Das sind prozentual gesehen sehr viel mehr Neuntklässler als Sechsoder Zwölftklässler. Während so viel mehr Neuntklässler gerne im Internet surfen, sind weniger von ihnen sportlich aktiv. So sagen noch fast 12 % der Sechstklässler, dass sie gerne Sport treiben, aber nur noch 7,5 % der Neuntklässler. Das entspricht 4,5 % weniger Neuntklässlern. Dieser Wert ist relativ hoch, zeigte sich doch auch schon den ersten beiden Lieblingsaktivitäten, dass deutlich weniger Neuntklässler Sport als Lieblingsaktivität ansehen. Dieser Trend setzt sich auch bei der dritten Lieblingsbeschäftigung fort. Somit kann festgestellt werden, dass insgesamt sehr viel weniger Neuntklässler Sport als eine Lieblingsbeschäftigung bezeichnen. Auffällig ist auch, dass sehr wenig Neuntklässler angeben gerne etwas mit der Familie zu unternehmen. Zwar ist bereits erklärt worden, dass mit der Pubertät der Bezug zu den Eltern abnimmt. Im Vergleich zu den Sechstklässlern ist dies allerdings sehr enorm. So sehen noch über 6 % der Sechstklässler dies als drittliebste Freizeitbeschäftigung an, bei den Neuntklässlern beträgt dieser Wert aber nur noch 1,5 %. Das bedeutet, dass viermal so wenig Neun- wie Sechstklässler diese Freizeitbeschäftigung gerne durchführen. Zwar zeigt sich dieser Trend bereits bei den ersten beiden Lieblingsaktivitäten, allerdings war der Unterschied zwischen den beiden Jahrgangsstufen dort nicht so groß. Die übrigen Antwortmöglichkeiten bezeichnen ungefähr gleich viele Neuntklässler als dritte Lieblingsaktivität. Besonderheiten gegenüber den anderen Jahrgängen oder den anderen beiden Lieblingsaktivitäten sind nicht ersichtlich. 345

346 Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 12: 336 Schüler besuchen die zwölfte Klasse, wovon 5 Schüler diese Frage nicht beantwortet haben. Die Auswertung bezieht sich daher auf die 327 genannten Lieblingsaktivitäten. Von den Zwölftklässlern bezeichnen 15,6 % Feiern, Partys als ihre dritte Lieblingsaktivität, weitere 15,3 % treffen sich lieber mit ihren Freunden. Demgegenüber sagen 10,7 % der Schüler aus, dass sie sich am drittliebsten ausruhen, 8,9% der Schüler, dass sie das Internet nutzen und 8 % der Schüler, dass sie Sport treiben. Jeweils 7 % der Jugendlichen bezeichnen Fernsehen, Kino, DVD schauen beziehungsweise Shoppen als dritte Lieblingsaktivität. Weitere 6,4 % der Zwölftklässler hören gerne Musik und 4,6 % lesen gerne Bücher und Zeitschriften. 3,7 % der Schüler nutzen gerne Computer- und Konsolenspiele, und fast genauso viele Schüler machen selber Musik oder spielen ein Instrument beziehungsweise unternehmen etwas mit ihrer Familie. Die Antwortalternative Künstlerische Tätigkeiten wird von 2,5 % der Zwölftklässler als dritte Lieblingsbeschäftigung angegeben. Die Kategorie Sonstiges umfasst 12 Antworten, das entspricht 3,7 %. Viele der Antwortmöglichkeiten liegen sehr nah beieinander. Da 11 Antwortalternativen von 2,5 % bis 8,9 % der Schüler angegeben werden, ist eine Analyse schwierig. Die Besonderheiten der dritten Lieblingsaktivitäten der Zwölftklässler werden im Folgenden dargestellt: Die beiden an häufigsten genannten Antworten wurden von rund 15,5 % der Zwölftklässler genannt. Diese sind Feiern, Partys und Freunde treffen. Die Bedeutung dieser beiden Aktivitäten ist somit für die Zwölftklässler fast gleichwertig. Dabei ist besonders auffällig, dass Feiern, Partys sehr stark an Bedeutung gewonnen hat. So steigt die Wertigkeit dieser Antwort nicht nur im Vergleich zu anderen Jahrgängen sondern auch im Vergleich zur ersten Lieblingsaktivität, wo lediglich 5 % der Zwölftklässler dies genannt haben. Es zeigt sich, dass es den älteren Schülern sehr wichtig ist feiern zu gehen. Trotzdem bezeichnen es viele von ihnen nicht als erste Lieblingsaktivität; andere Tätigkeiten sind ihnen wichtiger. 346

347 Ähnlich verhält es sich bei der Antwortalternative Fernsehen, Kino, DVD schauen. 7 % der Zwölftklässler sehen es als dritte Lieblingsaktivität an. Während dies noch sehr wenig Schüler als erste und zweite Lieblingsaktivität angesehen haben, steigt der Prozentwert von 2,4 % auf über 7 %. So spielen die Medien generell für die Zwölftklässler als dritte Lieblingsaktivität eine größere Rolle als bei den anderen beiden. Ungefähr jeder dritte Zwölftklässler (30,6 %) bezeichnet ein Medium als dritte Lieblingsaktivität. Im Vergleich zu den anderen Jahrgangsstufen sind das aber immer noch weniger Schüler. So nennen zum Beispiel 44,6 % der Neuntklässler ein Medium als dritte Lieblingsbeschäftigung. Dies liegt unter anderem daran, dass Computer- und Konsolenspiele von den Zwölftklässlern nur noch selten als Beschäftigungsmöglichkeit angesehen werden. So bezeichnen lediglich rund 3,7 % der Zwölftklässler dies als dritte Lieblingsaktivität. Auch dieser Wert ist bei den anderen Jahrgängen höher. Der Prozentanteil der Zwölftklässler, die Sport als dritte Lieblingsaktivität ansehen, scheint zunächst gering (8 %). Allerdings haben sehr viele Schüler dies bereits als erste oder zweite Lieblingsaktivität angegeben. Entsprechend niedrig ist die Zahl daher bei der dritten Lieblingsbeschäftigung. 347

348 Zusammenfassung: Insgesamt wird die Antwortmöglichkeit Freunde treffen auch bei der dritten Lieblingsaktivität am häufigsten genannt. Auffällig ist, dass mehr Schüler die Antwortalternativen Musik hören und Ausruhen (Chillen) als dritte Lieblingsaktivität ansehen als es noch bei den ersten beiden Aktivitäten der Fall war. Das Gesamtergebnis wird mit der folgenden Tabelle verdeutlicht. Lieblingsbeschäftigung Nummer 3 Kategorie Gesamt Jg. 6 Jg. 9 Jg. 12 Freunde treffen 17,4% 18,6% 17,2% 15,3% Musik hören 10,7% 10,9% 12,5% 6,4% Ausruhen (Chillen) 10,6% 9,6% 11,6% 10,7% Das Internet nutzen 9,8% 6,2% 14,3% 8,9% Sport 9,5% 11,9% 7,5% 8,0% Shoppen 6,8% 6,3% 7,2% 7,0% Computer- und Konsolenspiele 6,5% 6,8% 7,5% 3,7% Fernsehen, Kino, DVD 6,0% 5,7% 5,8% 7,0% Bücher und Zeitschriften lesen 4,8% 5,2% 4,6% 4,6% Feiern, Partys 4,7% 0,8% 4,2% 15,6% Etwas mit der Familie unternehmen 3,9% 6,3% 1,5% 3,4% Künstlerische Tätigkeiten 3,2% 4,8% 1,5% 2,5% Musik machen, ein Instrument spielen 2,8% 3,0% 2,1% 3,4% Sonstiges 3,3% 3,9% 2,6% 3,7% Zusammenfassung zur zweiten Frage: Es gibt einige Antworten, die insgesamt hervorstechen, da sie immer von vielen Schülern als eine der drei Lieblingsaktivitäten bezeichnet werden. Diese sind: 1. Freunde treffen 2. Sport 3. Das Internet nutzen Während die Bedeutung von Freunden im Vergleich aller drei Lieblingsaktivitäten ungefähr konstant bleibt, nimmt die Bedeutung von Sport von der ersten bis zur dritten 348

349 Lieblingsaktivität ab. Genau andersherum verhält es sich bei der Nutzung des Internets, was mehr Schüler als dritte Lieblingsbeschäftigung ansehen. So zeigt sich auch insgesamt, dass die Nutzung der Medien wichtig ist, wobei eindeutig festzustellen ist, dass besonders viele Neuntklässler die Medien nutzen. Weitere Freizeitaktivitäten, die von vielen Schülern genannt werden, sind Ausruhen (Chillen) und Musik hören. Diese beiden Aktivitäten werden dabei im Vergleich zur ersten Lieblingsaktivität von mehr Schülern als dritte Lieblingsaktivität bezeichnet. Während die Bedeutung des Feierns von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe höher wird, sinkt die Bedeutung der Familie. Beides ist auf das Alter der Schüler zurückzuführen. Die anderen Freizeitbeschäftigungen wurden immer von einem geringen Anteil der Schüler als Lieblingsaktivität angesehen. Hierbei gibt es keine hervorzuhebenden Ergebnisse außer die, die bereits in der Analyse erläutert wurden. Frage 3: Bist Du in einem Verein oder einen festen Gruppe aktiv tätig? Gesamtanalyse: Abbildung

350 Von den 1926 befragten Schülern der weiterführenden Schulen haben sich 21 Schüler nicht geäußert, was 1,1 % entspricht. Die Auswertung bezieht sich daher nur auf die 1905 Angaben, die wirklich getätigt wurden. 32,5 % der Schüler sagen aus, dass sie nicht vereinszugehörig sind, wohingegen die übrigen 67,5 % einem Verein angehören. Schon dieses Ergebnis verdeutlicht, dass jedes dritte Kind in keinen Verein aktiv tätig ist. Von den 67,5 % gehen 39,4 % in einen Sportverein, 9,8 % in eine Musikgruppe und weitere 6,7 % sind einem Kirchkreis angehörig. 10,9 %, das entspricht 209 Schülern, sind einem sonstigen Verein oder einer sonstigen Gruppe zugehörig. Insgesamt sind 1286 der 1926 befragten Schüler in einem Verein tätig. Davon sind 759 Jugendliche in einem Sportverein (60 %), was aussagt, dass drei von fünf Schülern der weiterführenden Schulen in einem Sportverein angemeldet sind. Diese Angabe deckt sich damit, dass viele Schüler gerne Sport treiben (vgl. Frage 1 und 2). Trotzdem scheint es auch so zu sein, dass viele Schüler Sport als übliche Freizeitaktivität ansehen ohne dabei vereinszugehörig zu sein, denn während 1216 Schüler Sport als eine übliche Freizeitaktivität ansehen, sind nur 759 von ihnen auch in einem Sportverein aktiv tätig. Im Vergleich zu den Grundschulen sind nicht mehr so viele Schüler der weiterführenden Schulen in einem Sportverein tätig; zwischen den Grundschulen und den weiterführenden Schulen sinkt der Wert der einem Sportverein zugehörigen Schüler um rund 5 %. So haben auch mehr Grundschüler Sport als eine übliche Freizeitaktivität bezeichnet als Schüler der weiterführenden Schulen. Die Prozentverteilungen von Musikgruppen, Kirchenkreisen und sonstigen Vereinen/Gruppen sind bei den Grundschulen und den weiterführenden Schulen relativ ähnlich. Hierbei gibt es keine Auffälligkeiten. Auffällig ist allerdings, dass 24 % der Schüler der weiterführenden Schulen angeben, dass sie gerne Musik machen oder ein Instrument spielen, aber lediglich 10 % auch einer Musikgruppe angehören Das lässt darauf schließen, dass viele Jugendliche gerne für sich Musik machen ohne dies auch vereinsmäßig durchzuführen. 350

351 So ist insgesamt zu berücksichtigen, dass die Zahl derer, die gar keinem Verein angehören, auch sehr groß ist. Jeder dritte Jugendliche ist nicht vereinszugehörig. Es ist zu spekulieren, ob die Schüler gerne viel Zeit für sich verbringen und nicht regelmäßig die Vereine aufsuchen möchten. Das würde mit dem Ergebnis übereinstimmen, dass viele Schüler der weiterführenden Schulen sich gerne ausruhen und chillen (67,4 %). Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 6: Von den 833 Sechstklässlern sagen 29,4 %, dass sie nicht vereinszugehörig sind. 43,8 % der Schüler sind in einem Sportverein, 10,1 % in einer Musikgruppe und 6,5 % in einem Kirchenkreis tätig. Weitere 10,1 % gehören einem sonstigen Verein oder einer sonstigen Gruppe an. 14 Sechstklässler haben keine Angaben über die Vereinszugehörigkeit gemacht. Zusammengefasst bedeutet dies, dass 70,4 % der Sechstklässler einen Verein oder eine Gruppe besuchen und in dieser aktiv tätig sind. Von diesen rund 70 % geht mehr als die Hälfte der Sechstklässler in einen Sportverein. Es scheint, als würden die Ergebnisse der Sechstklässler mit dem Gesamtergebnis übereinstimmen. So werden die Antwortmöglichkeiten Musikgruppe, Kirchenkreis und sonstiges Vereine/Gruppen von den Sechstklässlern auch fast genauso oft genannt wie bei den Gesamtergebnissen. Allerdings sind insgesamt rund 4 % mehr Sechstklässler vereinszugehörig als im Gesamtdurchschnitt. Diese 4 % fallen alle auf die Kategorie Sportverein. Während im Durchschnitt 39,8 % der Schüler der weiterführenden Schulen in einen Sportverein gehen, liegt der Wert der sechsten Klassen mit 43,8 % über diesem Durchschnitt. Dies sagt aus, dass insgesamt mehr Sechstklässler als Neun- und Zwölftklässler einem Sportverein angehörig sind. Hier lässt sich ein Trend verdeutlichen, der besagt, dass mit zunehmendem Alter weniger Schüler in einem Sportverein aktiv sind. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 9: 4 Schüler haben keine Angabe darüber gemacht, ob sie vereinszugehörig sind. Die Auswertung bezieht sich daher auf die 749 gegebenen Antworten. 37,1 % der Neuntklässler geben an, dass sie keinem Verein angehören, wohingegen genauso viele in einem Sportverein tätig sind. Während 8 % der Jugendlichen in eine 351

352 Musikgruppe geht, sind 6,8 % der Jugendlichen einem Kirchenkreis angehörig und weitere 10,9 % Jugendliche sagen aus, dass sie in einen sonstigen Verein/Gruppe gehen. Bei diesem Ergebnis ist auffällig, dass genauso viele Jugendliche in einem Sportverein sind wie in gar keinem Verein. So hat die Anzahl derjenigen, die in keinem Verein tätig sind, um fast 8 % zugenommen, entsprechend besuchen 6 % weniger einen Sportverein und 2 % weniger eine Musikgruppe. Der Prozentsatz der Kirchenkreise und sonstigen Vereinen/Gruppen bleibt konstant. Der hohe Rückgang an Sportvereinszugehörigkeiten kann damit bestätigt werden, dass von den Neuntklässlern weniger Schüler Sport als übliche Freizeitaktivität bezeichnen als Sechstklässler dies tun. So sind auch mehr Sechs- als Neuntklässler in einem Sportverein. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 12: 3 Schüler der zwölften Klasse haben keine Angaben darüber gemacht, ob sie vereinszugehörig sind. Die übrigen 333 Angaben werden für die Auswertung berücksichtigt. Während 30 % der Zwölftklässler nicht vereinszugehörig sind, sagen 36 % aus, einen Sportverein zu besuchen. Jeweils 13,2 % der befragten Personen sind in einer Musikgruppe oder einem sonstigen Verein/Gruppe aktiv tätig, weitere 7,5 % in einem Kirchenkreis. Bei der zwölften Jahrgangsstufe ist das Ergebnis gegenüber den beiden anderen Jahrgängen teilweise sehr unterschiedlich. Die Anzahl derer, die in gar keinem Verein angemeldet sind, sinkt im Vergleich zu den Neuntklässlern um 7 %. Somit sind prozentual gesehen ungefähr gleich viele Sechs- und Zwölftklässler in keinem Verein tätig. Während 7 % weniger Zwölftklässler keinem Verein angehören, steigt der Wert bei den Musikgruppen, Kirchenkreise und sonstige Vereine/Gruppen insgesamt um eben diesen Prozentsatz. Von den drei befragten Jahrgangsstufen besuchen prozentual gesehen die meisten Zwölftklässler eine Musikgruppe (13,2 %), einen Kirchenkreis (7,5 %) oder einen sonstigen Vereinen/Gruppe (13,2 %). Allerdings ist bei den Kirchenkreisen zu berücksichtigen, dass in 352

353 den verschiedenen Jahrgängen ungefähr gleich viele Schüler aussagen, einem Kirchenkreis anzugehören. Demgegenüber sind die wenigsten Zwölftklässler einem Sportverein angehörig (36 %). Zusammenfassung: Die oben genannten Aspekte sollen anhand einer Tabelle noch einmal zusammengefasst werden: Vereinstätigkeit Antwortmöglichkeit Gesamt Jg. 6 Jg. 9 Jg. 12 Kein Verein 32,5% 29,4% 37,1% 30,0% Sportverein 39,8% 43,8% 37,1% 36,0% Musikgruppe 9,9% 10,1% 8,0% 13,2% Kirchenkreis 6,8% 6,5% 6,8% 7,5% Sonstiger Verein/ Sonstige Gruppe 11,0% 10,1% 10,9% 13,2% Frage 4: Wie viel Zeit verbringst Du dort wöchentlich? Gesamtanalyse: Abbildung

354 Insgesamt haben von den 1926 Schülern, die den Fragebogen ausgefüllt haben, 18,5 % der Schüler keine Angabe zu dieser Frage gemacht. Die Auswertung bezieht sich nur auf die Schüler, die diese Frage beantwortet haben. Von ihnen verbringen 22,5 % weniger als eine Stunde und 21,6 % zwischen einer und zwei Stunden in dem Verein. Diese Werte sind sich sehr ähnlich, sodass man sagen kann, dass fast genauso viele Schüler weniger als eine Stunde beziehungsweise zwischen einer und zwei Stunden in einem Verein tätig sind. Dabei ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass einige Schüler die in keinem Verein tätig sind diese Frage nicht beantwortet haben, andere hingegen weniger als eine Stunde angekreuzt haben. Insgesamt geben bei der vorherigen Frage 619 Schüler an, dass sie nicht vereinszugehörig sind, demgegenüber haben aber nur 357 Schüler diese Frage nicht beantwortet. Somit ist davon auszugehen, dass viele Schüler, die sagen, dass sie in keinem Verein sind, die Antwortalternative Weniger als eine Stunde angekreuzt haben. Dies müsste für 262 Schüler gelten. Somit sind wahrscheinlich 75 % der Schüler, die aussagen, dass sie weniger als eine Stunde in einem Verein verbringen, überhaupt nicht vereinszugehörig. Demgegenüber geben 16,3 % der Jugendlichen an, dass sie zwischen zwei und drei Stunden wöchentlich im Verein tätig sind und weitere 14,4 % der Jugendlichen sagen aus, dass sie sich zwischen drei und vier Stunden wöchentlich dort aufhalten. Auch diese beiden Antwortmöglichkeiten werden in etwa gleich oft genannt. 25,2 % der Schüler sind über vier Stunden wöchentlich aktiv im Verein tätig, das bedeutet, dass jeder vierte Schüler sich mehr als vier Stunden wöchentlich dort aufhält. Diese Antwort wurde von allen fünf Antwortalternativen am häufigsten angekreuzt. Bei den ersten vier Antwortmöglichkeiten sinkt der Wert langsam. Das bedeutet, dass viele Jugendliche weniger als eine Stunde im Verein tätig sind, etwas weniger Jugendliche halten sich zwischen ein und zwei Stunden in dem Verein auf und noch weniger halten sich dort zwischen zwei und drei Stunden auf. Während der Wert bei zwischen den ersten beiden und der dritten und vierten Antwortmöglichkeit um ungefähr 1 % bis 2 % abnimmt, liegt ein größerer Abstand zwischen 354

355 der Antwortalternative zwischen ein und zwei Stunden und zwischen zwei und drei Stunden vor. Dieser beträgt rund 5 %. Man kann daher die Ergebnisse sehr gut zusammenfassen. So sind rund 45 % der Schüler weniger als zwei Stunden im Verein tätig, weitere 30% zwischen zwei und vier Stunden und 25 % der Jugendlichen befinden sich wöchentlich über vier Stunden bei ihrem Verein. Insgesamt sind drei von vier Schülern weniger als vier Stunden wöchentlich im Verein tätig, einer von vier ist länger als vier Stunden dort. Die 25 % der Schüler, die angeben mehr als vier Stunden wöchentlich im Verein zu verbringen, gehen vermutlich entweder in mehrere Vereine oder sie gehen in einen Sportverein, den sie wettkampfmäßig durchführen. Dann haben die Schüler oftmals ein- bis zweimal die Woche Training und zusätzlich noch ein Spiel oder einen Wettkampf. Das erhöht den Zeitaufwand für die Vereinstätigkeit sehr. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 6: Von den 833 Sechstklässlern halten sich 21,4 % der Schüler weniger als eine Stunde in dem Verein auf. 27,9 % der Schüler sind zwischen einer und zwei Stunden und weitere 17,2 % zwischen zwei und drei Stunden dort. Außerdem verbringen 14,4 % der Sechstklässler zwischen drei und vier Stunden in dem Verein und 19 % der Schüler halten sich mehr als vier Stunden dort auf. Damit haben insgesamt 673 Schüler eine Angabe darüber gemacht, wie viel Zeit sie in Vereinen verbringen. Im Vergleich zu den Gesamtergebnissen zeigt sich, dass 6 % mehr Sechstklässler zwischen einer und zwei Stunden im Verein tätig sind. Um genau diesen Prozentsatz sinkt der Wert der Schüler, die mehr als vier Stunden wöchentlich in ihrem Verein verbringen. Die anderen Angaben sind konstant und ändern sich kaum. Somit verbringt fast jeder dritte Sechstklässler zwischen einer und zwei Stunden in einem Verein, aber nur noch einer von fünf Schülern ist mehr als vier Stunden in einem Verein tätig. 355

356 Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 9: 753 Schüler besuchen die neunte Klasse. Von ihnen haben 160 Schüler diese Frage nicht beantwortet. Somit werden die Angaben von 593 Schülern ausgewertet. Von ihnen geben 22,9 % der Neuntklässler an, dass sie weniger als eine Stunde wöchentlich in einem Verein oder einer Gruppe tätig sind. Weitere 17,5 % der befragten Personen verbringen zwischen ein und zwei Stunden ihrer Zeit in dem Verein und fast genauso viele zwischen zwei und drei Stunden (17,4 %). 14,3 % der Neuntklässler sagen aus, dass sie zwischen drei und vier Stunden wöchentlich im Verein aktiv sind und weitere 27,8 % der Jugendliche sind wöchentlich mehr als vier Stunden dort. Die Antwortmöglichkeit mehr als vier Stunden wird am häufigsten genannt (fast 28 %). Rund 55 % der Schüler verbringen weniger als drei Stunden wöchentlich im Verein, wobei die Antwortmöglichkeiten zwischen einer und zwei Stunden und zwischen zwei und drei Stunden fast gleich oft genannt werden. Im Vergleich zu den Sechstklässlern fällt auf, dass fast 10 % weniger Neuntklässler aussagen, dass sie sich zwischen einer und zwei Stunden wöchentlich im Verein aufhalten. Demgegenüber sind 10 % mehr Neuntklässler auch über vier Stunden in einem Verein tätig. Der Vergleich zwischen den anderen Antwortalternativen zeigt, dass hierbei keine weiteren Unterschiede zwischen den Sechstklässlern und den Neuntklässlern vorliegen. Im Vergleich zum Gesamtergebnis ist bei denselben Antwortalternativen ein Unterschied feststellbar, allerdings ist dieser mit rund 3 % nicht so hoch. So gehen 3 % weniger Neuntklässler zwischen ein und zwei Stunden wöchentlich in den Verein, dafür verbringen 3% mehr über vier Stunden im Verein. Analyse der Ergebnisse der Jahrgangsstufe 12: Von den 336 Zwölftklässlern haben 37 Schüler diese Frage nicht beantwortet. 299 Aussagen können ausgewertet werden. 24,4 % der Jugendlichen sagen, dass sie weniger als eine Stunde wöchentlich im Verein tätig sind. 15,4 % der Schüler geben an ein bis zwei Stunden in einem Verein zu verbringen 356

357 und weitere 11,7 % der Schüler halten sich zwischen zwei und drei Stunden wöchentlich im Verein auf. Die Antwortalternative Zwischen drei und vier Stunden wurde von 14,4 % der Zwölftklässler angekreuzt. Weitere 34,1 % der Schüler sagen aus, dass sie mehr als vier Stunden wöchentlich im Verein aktiv tätig sind. Somit ist jeder dritte Zwölftklässler über vier Stunden wöchentlich im Verein tätig. Im Vergleich zu den anderen Jahrgangsstufen zeigen sich deutliche Unterschiede, wie lange sich die Schüler wöchentlich in einem Verein aufhalten. Die Antwortmöglichkeit zwischen drei und vier Stunden wird dabei in allen drei Jahrgängen von ungefähr 14 % der Schüler genannt. Demgegenüber steigt die Zahl derer, die über vier Stunden wöchentlich im Verein verbringen immer weiter an. Während 19 % der Sechstklässler diese Antwortalternative nennen, geben 28 % der Neuntklässler an, sich über vier Stunden dort aufzuhalten und 34 % der Zwölftklässler. Das bedeutet, dass dieser Wert stetig ansteigt und sich mehr als verdoppelt. Da so viel mehr Zwölftklässler über vier Stunden in einem Verein verbringen, wird besonders die Antwortalternative zwischen einer und zwei Stunden sehr viel weniger Schülern benannt. Während der Prozentsatz dieser Antwortmöglichkeit bei den Sechstklässlern noch bei fast 28 % liegt, nennen ihn nur noch 18 % der Neuntklässler und 15 % der Zwölftklässler. Die Nennung dieser Antwort sinkt somit entsprechend der Jahrgangsstufen insgesamt um ungefähr 50 %. Auch der Prozentwert der Antwortmöglichkeit zwischen zwei und drei Stunden nimmt ab. Zwar kreuzten noch fast gleich viele Sechs- und Neuntklässler diese Antwortmöglichkeit an (17,3 %) bei den Zwölftklässlern liegt der Wert nur noch bei 14 %. Die Anzahl derer, die angeben, dass sie weniger als eine Stunde wöchentlich im Verein verbringen, ist im Vergleich der drei Jahrgangsstufen konstant. Zu den Zwölftklässlern ist zusammenfassend zu sagen, dass rund die Hälfte der Schüler sich entweder weniger als eine Stunde oder mehr als vier Stunden wöchentlich in dem Verein aufhalten. Somit sind die beiden Extremwerte favorisiert. Die anderen 50 % der Schüler verbringen zwischen einer und vier Stunden wöchentlich im Verein. 357

358 Zusammenfassung: Die Zeit, die die Schüler im Verein tätig sind, ist sehr jahrgangsabhängig. So fällt auf, dass sich alle Jahrgänge unterschiedlich lange in den Vereinen aufhalten. Es ist aber festzustellen, dass je älter die Schüler sind, desto mehr Zeit verbringen sie wöchentlich in den Vereinen. Wöchentliche Zeit im Verein Antwortmöglichkeit Gesamt Jg. 6 Jg. 9 Jg, 12 Weniger als 1 Stunde 22,5% 21,4% 22,9% 24,4% Zwischen 1 und 2 Stunden 21,6% 27,9% 17,5% 15,4% Zwischen 2 und 3 Stunden 16,3% 17,2% 17,4% 11,7% Zwischen 3 und 4 Stunden 14,4% 14,4% 14,3% 14,4% Mehr als 4 Stunden 25,2% 19,0% 27,8% 34,1% Frage 5: Wie oft in der Woche triffst Du Dich persönlich mit deinen Freunden? Gesamtanalyse: Abbildung

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