Sicherheit im Mobile Computing Praxisforum "Anwender und Anbieter im Dialog - Mobile Sicherheit im Unternehmen" , IHK Akademie München

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1 Dr. Martin Werner Sicherheit im Mobile Computing Praxisforum "Anwender und Anbieter im Dialog - Mobile Sicherheit im Unternehmen" , IHK Akademie München

2 Dr. Martin Werner Überblick

3 Sicherheit als soziales Problem 3

4 Rolle des Smartphones Ein Smartphone bietet heute Zugang zu s Bildern Accounts (Facebook, Twitter, Mail, WLAN ) kostenpflichtigen Telefondiensten Ein Smartphone könnte bald Zugang bieten zu Geld Ausweisen Berechtigungen Ein Smartphone ist immer online schlecht geschützt personalisiert 4

5 Schlecht geschützt? Warum? Hardware / Firmware: Im Grunde kann ein Nutzer an dieser Stelle kaum beeinflussen. Fragmentiert seltene Updates Betriebssystem: Teilweise Quelloffen, Mainstream seltene Updates keine Root-Rechte für normale Nutzer Ressourceneinschränkung Batterie Kommunikation Anwendungssoftware: Qualität von Apps komplexe Architektur (z.b. Intents und Activities) Nutzungsverhalten: stark eingeschränktes UI (PIN?) 5

6 Angriffsvektoren (Auszug) Hardware-zentrische Angriffe meistens nur lokal per USB Äußere Angriffe Eavesdropping persönliche Daten (Charging, Billing, Mobility) Remote-Rekonfiguration Innere Angriffe Angriffe gegen Software (meist Browser) Backdoors in Apps Angriffe auf den Nutzer Drive-By - Downloads Fake-Apps 6

7 Dr. Martin Werner Beispiele

8 Top Threats (Juni 2014) Nr. Angriffstyp Trend 1 Drive-By Exploits ++ 2 Würmer / Trojaner ++ 3 Exploit Kits (Vorbereitete Schadsoftware für Sicherheitslücken ist schon ziemlich leicht zugänglich) 4 Diebstahl / Verlust / Zerstörung ++ 5 Diebstahl vertraulicher Information und Kommunikation ++ 6 Code Injection (hauptsächlich Web-typische Angriffe gegen Apps) 7 Phishing ++ 8 Ausnutzung von versehentlichen Datenlecks o 9 Identitätsdiebstahl Botnetze

9 Drive-By-Exploits NotCompatible (Mai 2012) Trojaner einfaches TCP relay/proxy gibt sich als System-Update aus gefährdet hauptsächlich private Netze selektives iframe Problemabstraktion: Durch sehr seltene echte Updates verwechseln Nutzer dieses Dialogfeld mit einem Sicherheitsupdate für ihr Android- System 9

10 iphone: Find and Call Find and Call (2012) war im offiziellen Apple App-Store / Google Play Store verbreitet sich selbst per SMS- Empfehlung Schickt Kontaktliste an Server 10

11 Aktuell? Selfmite / Varianten Selfmite (z.b. Andr/Slfmite-B) Botnetzartiges Call-Home für Befehle und Schadsoftware Schwierig für Nutzer zu entfernen durch Administratorrechte 11

12 Wie das? Installation: App-Manager: 12

13 Dr. Martin Werner Ausblick: Wie hilft das Smartphone in Zukunft bei der Sicherheit?

14 Sichere QR-Codes Multi-Layer-Barcodes für signierte QR-Codes DualCodes: Backward-Compatible Multi-Layer 2D-Barcodes 14

15 Beweis des Aufenthaltsortes Signierte QR-Codes mit Offline-Device Location-based Access Control Providing One-Time Passwords Through 2D Barcodes 15

16 Passwortfreier Zugang 16

17 Klassische SMS-TAN autorisiert legitimen Nutzer Besitz des Gerätes Sicherheitsanker: Übertragung eines Gehemnisses beweist Besitz Dienstplattform im Internet Plattformfunktion: Empfang einer SMS nur bei Besitz der SIM-Karte Schnelles Bemerken eines möglichen Verlustes / Diebstahls Effektive Sperr-Technologie durch Mobilfunkbetreiber Erzeugen von (kurzem) zufälligem Geheimnis Übertragung desselben per SMS Entgegennahme zur Legitimierung einer Nutzung 17

18 Moderne optische TAN Legitime Nutzung durch Gesehen-Haben des Codes Besitz des Gerätes Dienstplattform im Internet Übertragung des Geheimnisses optisch von der Plattform (bspw. Anmeldeseite) Sicherheitsanker: Soll weiter die SIM-Karte Sicherheitsanker sein, kann das Endgerät den Inhalt des Codes per SMS oder den Code als Photo per MMS an ein Backend zur Überprüfung senden. Plattformfunktion: Erzeugen von (auch längerem) zufälligem Geheimnis als Code Prüfen des Codes in Form von Daten oder als Bild (MMS) 18

19 Public-Key Authentifizierung und QR-Codes Prozessteil 1: Registrierung des Public-Key Mobile Device Erzeugt Schlüsselpaar Public-Key an Plattform Challenge- Response Backend Login Sitzungs-QR SMS- Challenge Public Key aktivieren Mobile Device erzeugt Schlüsselpaar in der App. Nach Login im Backend (über PC) wird ein Sitzungs-QR (=Rückkanal) angezeigt. Auf dem Rückkanal wird der Public-Key übermittelt. Die Plattform authentifiziert diesen Rückkanal durch Senden eines SMS-Challenges, das mit dem privaten Schlüssel verschlüsselt wird und an den im Sitzungs-QR genannten Kanal übermittelt wird. Die Plattform wird dann den Public-Key aktivieren und Challenges vom zugehörigen Private-Key akzeptieren. 19

20 Public-Key Authentifizierung und QR-Codes Prozessteil 2: Login an der Plattform mit Mobile Device Mobile Device Backend Hat bereits Schlüsselpaar Verschlüsselt Challenge Login-Screen mit QR-Code als Challenge Prüft Challenge Login Das Mobile Device hat bereits ein mit der Plattform über SMS authorisiertes Schlüsselpaar. Der Public-Key ist somit der Plattform bekannt. Das QR-Challenge wird verschlüsselt und die Plattform kann prüfen, ob das Gerät (=der Private Key) korrekt war und ein Login freigeben. 20

21 Dr. Martin Werner Fazit: Smartphones in Unternehmen

22 Impact (Auszug) Akteur Nutzen Risiko Sicherheit effiziente Kommunikation Monitoring-Knoten Ersetzung von Passwörtern Tagesgeschäft Real-Time Mobile Kontakte Kommunikation Management Löcher in Sicherheitsarchitetkur Komplexität niedrigeres Akzeptanzniveau von Sicherheitsmaßnahmen Belastung durch Kommunikationsdruck Empfundene Privatsphäre Any-Time? Wettbewerb Schnelle Entscheidungen Zugriff auf kritische Informationen Verwundbarkeit unternehmenskritischer Daten 22

23 Zusammenfassung Smartphones lassen sich nicht mehr vermeiden! Negative Folgen: Sicherheitssysteme müssen der neuen Bedrohung standhalten Sicherheitsmechanismen dürfen nicht gleich behandelt werden Positive Folgen: Neue Level von Sicherheit erreichbar Usability und Effizienz steigen erneut In der Zukunft: Smartphones als nützlichen Teil der Gesamtarchitektur auffassen Kennwörter vollständig abschaffen?! 23

24 Vielen Dank! Dr. Martin Werner Mobile and Distributed Systems Group Institute for Informatics Ludwig-Maximilians-University Munich 24

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