Zur Situation der SeniorInnen Universitäten in Deutschland

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1 Zur Situation der SeniorInnen Universitäten in Deutschland Silvia Dabo-Cruz Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt

2 Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt Gründung 1982 als eingetragener Verein; heute 3500 Teilnehmende pro Semester 1

3 Entwicklung von Bildungsangeboten für Ältere an Universitäten in Deutschlang Öffnung der Hochschulen für ältere Erwachsene Offene Hochschule Aufstieg durch Bildung 1980 Hochschulbildung für Ältere als Neuland Heute Lebenslanges Lernen Hochschulbildung (auch für Ältere) als Normalfall 2

4 Seniorenstudium = Wissenschaftliche Weiterbildung Älterer Besteht seit 1985 als bundesweites Forum für Diskussionen, Erfahrungsaustausch und konzeptionelle Weiterentwicklungen Zur Zeit ca. 60 Mitglieder 3

5 Studienmöglichkeiten in Deutschland und Inanspruchnahmen im WS 2012/13 Anzahl 60+ Gesamt Reguläres Studium Gasthörerstudium Wissenschaftliche Weiterbildung Älterer = Seniorenstudium Quelle: Statistisches Bundesamt und eigene Berechnung 4

6 Beispiele für Namensgebung Uni Münster: Studium im Alter Uni Leipzig: Seniorenkolleg FU Berlin: Gasthörercard Uni Köln: Gasthörer- und Seniorenstudium Uni Magdeburg: Studieren ab 50 Uni Frankfurt am Main: Universität des 3. Lebensalters Uni Stuttgart: Gasthörerstudium Uni Ulm: Zentrum für allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung Uni Mannheim Gasthörenden- und Seniorenstudium 5

7 Rahmenbedingungen Gemeinsamkeiten: Hochschulische oder hochschulnahe Einrichtung Wissenschaftliches Bildungsangebot Zielgruppe: Ältere, SeniorInnen, Late Learners Zugangsvoraussetzungen: Zugang ohne Abitur (in der Regel) Abschlüsse: keine akademischen Abschlüsse möglich Unterschiede: Verankerung in der Hochschule und Organisationsstruktur Konzepte, Lehrangebot, Formate Vergabe von Zertifikaten Kosten, Finanzierung, Budgetverwaltung 6

8 Angebotsformen an Universitäten im SoSe staatliche Universitäten Allgemeines Gasthörerstudium 45 Besondere Angebote 43 Zertifikaterwerb möglich: 14 Quelle: Annika Rathmann, unveröffentlichtes Manuskript,

9 Hineinschnuppern Zuhören.. Öffentliche Vortragsreihen Arbeits- und Projektgruppen Übungen wissenschaftliche Methoden Vorlesungen und Seminare der Fachbereiche Strukturiertes Studienangebot

10 Vertiefen. schöpferisch, forschend, engagiert Arbeitsgruppen und Projekte Öffentliche Vortragsreihen Übungen wissenschaftliche Methoden Vorlesungen und Seminare der Fachbereiche Strukturiertes Studienangebot

11 Welche Themen werden angeboten? Themen entsprechend dem Profil der Hochschule, eigenen Zielsetzungen und den besonderen Interessen der TeiInehmenden Austausch, Diskurs, Kooperation in der BAG WIWA: Intergenerationelles Lernen Forschendes Lernen Europäische Projekte Neue Medien 10

12 Zusammengefasst Die Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung im Alter sind gut nachgefragt, mit steigender Tendenz, Direkte oder indirekte Ansprache der Zielgruppe wirkt sich nicht quantitativ aus, Altersübergreifende und altershomogene Angebote kommen beide gut an und ergänzen sich im Idealfall, BAGWiWA: Diskurs, Austausch Kooperation, z.b. zum Begriff Ältere, Forschungsbedarf 11

13 Was motiviert Menschen dazu, im Alter an die Uni zu gehen? Quelle: Sagebiel 2009 n: 1385 Geschlecht Weiblich Männlich Zusammenarbeit mit jüngeren Studierenden 19,36% 20,55% Kontaktaufnahme zu und Gespräche mit (Senior) Studierenden 38,38% 28,66% Möglichkeit, das zu studieren, was ich schon immer wollte 51,01% 60,73% Wissen und Kenntnisse für ehrenamtliche Tätigkeiten zu erwerben 18,35% 10,47% Erhaltung der geistigen Flexibilität/ geistige Herausforderung 83,84% 85,47% Möglichkeit der Teilnahme an wissenschaftlichen Diskussionen 21,21% 25,65% Erfüllung eines (Jugend-)Traums 20,54% 11,78% 12

14 Die Studierenden..organisieren sich! 13

15 Zur aktuellen Situation Öffnung der Hochschulen für ältere Erwachsene Offene Hochschule Aufstieg durch Bildung 1980 Hochschulbildung für Ältere als Neuland Bologna- Prozess Heute Lebenslanges Lernen Hochschulbildung (auch für Ältere) als Normalfall 14

16 Koexistenz von Alt und Jung in der Universität Generationenübergreifendes Lernen und Studieren: Verteilungskämpfe? Konflikte? Gegenseitige Bereicherung? 15

17 Entwicklungstrends Kontext: Demografische Entwicklung, Lebenslanges Lernen, Bologna Prozess Zunahme der Bildungsinteressierten, Alle sind Lernende Organisationsentwicklung an den Hochschulen Umstrukturierung der Weiterbildungseinrichtungen, neue Gasthörerordnungen Auswirkungen: Mehr Strukturierung, Nützlichkeitsorientierung, Berufsorientierung, Desintegration vs. Vollständige Integration incl. Mitwirkungsrechten der Älteren Studierenden Innovative Studienformen Best-Practice-Ansätze 16

18 Ausblick Im Kontext des Bologna-Prozesses zählt das Studium für Ältere zu den integralen Bestandteilen der Angebotspalette einer Hochschule, die sich zunehmend zu einer Hochschule lebenslangen Lernens entwickelt Helmut Vogt, Vortrag anlässlich des 30 jährigen Jubiläums des Seniorenstudiums in Trier 17

19 Die Alten haben viel zu erzählen wir sollten Ihnen gut zuhören * * A. Kruse,

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