Medienbildung für alle?

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1 Medienbildung für alle? Open Government Tage 2014 der Landeshauptstadt München Oktober 2014 Dr. Sonja Moser LHM/ Referat für Bildung und Sport/ Pädagogisches Institut Leitung des Fachbereichs Neue Medien/ Medienpädagogik

2 Medienbildung für alle? Bildung für alle zugänglich zu machen ist eine große Verantwortung. Medienkompetenz ist eine zentrale Bildungsaufgabe, die, bedingt durch die rasante Medienentwicklung, eine stetige Herausforderung ist. Kinder und Jugendliche wachsen mit Medien auf. Medienkompetenz ist in allen Lebensbereichen unabdingbar.

3 Medienentwicklung

4 https://www.youtube.com/watch?v=joj7g47y9go

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6 Medienbildung für alle? Wie kann es gelingen, diese wichtige Bildungsaufgabe in Bildungseinrichtungen umzusetzen? Wann muss man damit beginnen? Welcher Voraussetzungen bedarf es? Was ist leistbar? Was tut die Landeshauptstadt München? Welche Erfahrungen gibt es bereits aus der ersten Tablet-Klasse an einer Münchner Schule?

7 Medienpädagogik in München Pädagogisches Institut, Fachbereich Neue Medien/ Medienpädagogik Kommunaler Bildungsserver Fortbildungen (Zentrale Angebote, Schul-Einrichtungsintern), Information und Beratung Modellprojekte (Tablets im Hort, Tabletklasse) Projekte: z.b. München hören in Kooperation mit dem BR Fortbildungsreisen (Schweden), Fachlicher Austausch Medienservice (Medienverleih, Medienlernwerkstatt, Raum 42) Interaktiv Vernetzung mit freien Trägern

8

9 Medienpädagogik in München Herausforderungen Entwicklung von Konzepten der Medienpädagogik für Kindertageseinrichtungen und Schulen, die an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ansetzen Verbesserung von Bildungsqualität durch die situationsgerechte Nutzung von Medien Qualifizierung von Lehr- und Erziehungskräften zur Förderung von Medienkompetenz Synergie zwischen Schul-/Kitaentwicklung und Medienpädagogik Entwicklung von mediengestützten Konzepten für den Ganztag, zur Inklusion, zu Übergängen und zu Genderthemen

10 Erfahrungen aus der Tablet-Klasse Sofort einsatzbereit (kein Hochfahren ) Geringeres Gewicht als analoge Unterrichtsmaterialien, somit vielfältiger und auch unterwegs einsetzbar Geringe Einarbeitungszeit, da die meisten Tablets und Apps sehr intuitiv funktionieren Die SchülerInnen behalten ihre digitalen Schulmaterialien und können sie jederzeit benutzen Hausaufgaben werden direkt am Beamer gezeigt und verglichen

11 Erfahrungen aus der Tablet-Klasse Bessere Binnendifferenzierung und Modularisierung im Unterricht möglich Förderung der Kooperation von SchülerInnen Minimierung des Frontalunterrichts Eingriff der SchülerInnen während des Unterrichts durch Umschaltung des Beamers auf andere Tablets im Raum Sehr hohe Motivation der SchülerInnen Hohe Akzeptanz bei den Eltern Bessere Möglichkeiten zur Einbindung von kranken SchülerInnen

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17 Nutzungsmöglichkeiten Versuchsdokumentation zu Hause und Präsentation in der Schule im direkten Vergleich mit Videos des Versuchsaufbaus in der Schule Messungen über angeschlossene Sensoren Lehrkraft erstellt Videoaufnahmen des Unterrichts (sog. Screencasts) und stellt diese z.b. für erkrankte Schüler online Interaktive Zusammenarbeit zwischen Tablets (z.b. auf Exkursion) Schnitzeljagden und Stadtrallyes

18 Nutzungsmöglichkeiten Whiteboard-Ersatz: SchülerInnen/ Lehrkräfte entwickeln und speichern Tafelbilder auf dem Tablet und rufen diese in den Folgestunden erneut auf Multimediale Präsentationen mit direkt vor Ort im Tablet erstellten Fotos, Videos oder Texten

19 Nutzungsmöglichkeiten SchülerInnen erstellen Filme im Fremdsprachenunterricht und erhalten dadurch mehr Übungszeit Tonaufnahmen der eigenen Stimme und individueller Vergleich z.b. mit der Aussprache von Muttersprachler Stop-Motion- (Animations-)Filme über ein Unterrichtsthema Erstellung von Fotostories Erstellung eigener E-Books in wenigen Schulstunden und deren Publikation online

20 Nutzungsmöglichkeiten Spontanrecherche im Unterricht Selbstständiges Überprüfen der eigenen Arbeitsergebnisse QR-Codes in Arbeitsblättern führen zu Screencasts Einfache Analyse von Bewegungsabfolgen im Sportunterricht Taschenrechner, Videokamera, Fotoapparat, Tonaufnahme

21 Vor- und Nachteile von Tablets Ohne WLAN-Anbindung kaum einsetzbar Erstanschaffung ist für viele Schulen / SchülerInnen sehr teuer Tablets können (mit einem Beamer) Whiteboards nicht nur nahezu vollständig ersetzen, sondern sind auch flexibler Sparen von Kopierkosten Sparen von Servicekosten, wenn sie von SchülerInnen selbst gemanagt werden

22 Rahmenbedingungen für die Tablet- Klasse Alle SchülerInnen haben ihre eigenen Geräte, die sie auch mit nach Hause nehmen dürfen. Alle Lehrkräfte, die in der Klasse unterrichten, wurden auch ausgestattet. Es gibt WLAN ohne Filter, da die SchülerInnen zu Hause auch keine Filter haben. Über Apple TV ist es möglich, dass sich alle SchülerInnen auf den Beamer schalten. Benutzungsvereinbarungen wurden von allen Beteiligten (SchülerInnen, Lehrkräfte und Eltern) unterzeichnet. Geräte wurden vom Referat für Bildung und Sport gestellt.

23 Medienbildung für alle? Diese Thema hat Zukunft!

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