WER MIT DEM HERZEN DABEI IST, HAT GUTE CHANCEN!

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1 HEFT 01 MÄRZ 2015 I BERUFSWAHLMAGAZIN I SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER Schüler/innen BERUFSWAHLMAGAZIN Entdeck deine Stärken Praktikum & Co. Neue kostenlose App Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch ANNA-KATHARINA SAMSEL: WER MIT DEM HERZEN DABEI IST, HAT GUTE CHANCEN! E I N S E R V I C E - M A G A Z I N D E R

2 SPECIAL Die -Aktion Das ist mein (Wunsch-) Praktikum! Bist du dir darüber im Klaren, welche Stärken du hast? Weißt du, in welchem Bereich du gerne ein Praktikum machen würdest oder hast du schon dein Wunschpraktikum absolviert? Dann erzähle uns davon und gewinne eines von drei Kindle Fire HD 6-Tablets in Blau! Berichte uns, in welchem Bereich du dir ein Praktikum vorstellen kannst bzw. schon absolviert hast. Beschreibe kurz, warum das Praktikum zu dir passt und nenne einige deiner Stärken. Den Beitrag sendest du an. Die besten drei Einsendungen werden mit einem Kindle Fire HD 6-Tablet in Blau belohnt! Und so gehts: Schneide den Coupon aus (falls du dein Magazin nicht zerschneiden willst, kopiere einfach die Seite) und fülle ihn vollständig aus!* Wichtig: Du musst den Coupon von deinen Eltern unterschreiben lassen, wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist. Mitmachen kann jede Schülerin bzw. jeder Schüler**. Die Beschreibung deiner Stärken und deines (eventuell schon absolvierten) Wunschpraktikums steckst du in einen frankierten Umschlag und schickst alles an*: Redaktion Stichwort Meine Stärken BW Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH Postfach Nürnberg Einsendeschluss: Oder sende eine mit deiner Adresse und den geforderten Angaben im Coupon an: schreibe in die Betreffzeile Meine Stärken.* Vergiss nicht, die Beschreibung/Erzählung deines Wunschpraktikums mitzuschicken. Der Gewinner bzw. die Gewinnerin wird auf www. vorgestellt. * Die eingesendeten Fotos und persönlichen Daten der Teilnehmer/innen werden nicht gespeichert und ausschließlich im Rahmen der Aktion Meine Stärken verwendet. ** Für die Aktion können nur Einsendungen der Jahrgänge 1997 bis 2003 berücksichtigt werden. Ja! Name: Adresse: (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort) Telefonnummer: -Adresse: Geburtsdatum**: Schule: Schulart: Unterschrift: Ja, ich möchte mich für die Aktion Meine Stärken bewerben und in vorgestellt werden: (Unterschrift des Erziehungsberechtigten, wenn du noch keine 18 Jahre alt bist) Die Beschreibung meiner Stärken und meines Wunschpraktikums liegen dem Brief bei. 2

3 INHALT TOPSTORY S. Wer mit dem Herzen dabei ist, hat gute Chancen! Die Schauspielerin Anna-Katharina Samsel erzählt, wie Durcaltevermögen und Disziplin sie weitergebracht haben. MEINE TALENTE Praktikum ist nicht gleich Praktikum Du möchtest ein Praktikum machen? Hier erfährst du, welche verschiedenen Praktikumsarten es gibt. Dem Wunschberuf ein Stück näher Aline und Jennifer berichten von ihren unterschiedlichen Erfahrungen während ihres Praktikums. So erforschten wir unsere Stärken Freiwillig dabei! Vanessa und Manuel haben ein Jahr lang ehrenamtlich gearbeitet. Das neue BERUFE-Universum Begib dich auf Entdeckungsreise: Neue Inhalte erwarten dich. Geh die Praktikumssuche aktiv an! Hier erhältst du Tipps, wie du einen geeigneten Praktikumsplatz findest. Neugierig sein und Fragen stellen Eine Ausbilderin erzählt, worauf Unternehmen bei der Wahl der Praktikantinnen und Praktikanten achten. Naschen gehört zum Geschäft Als Mitglied der Schülerfirma Naschwerk kümmert sich Samuel ums süße Geschäft. Mein Tag im Praktikum Begleite Fabienne bei einem Praktikumstag in einem Hotel. Ihre Stärken haben ihr im Hobby und Beruf weitergeholfen: Die Schauspielerin Anna-Katharina Samsel im Interview mit S.14 Lehrkräfte, Eltern und Bekannte können bei der Suche nach einem Schülerpraktikum behilflich sein. LESERBRIEF Fragen, Tipps und Infos zu Berufswahl & Co. Fragen zur Berufswahl? hilft dir weiter! MEINE BEWERBUNG App für deine Vorstellungsgespräche Erfahre alles Wissenswerte zur neuen App von. Berufspraxis bescheinigt Finde heraus, warum ein Praktikumszeugnis wichtig für das Berufsleben ist. S.9 Freiwillig engagieren: Schüler/innen berichten über ihre Tätigkeiten bei Feuerwehr & Co. FUN & LIFESTYLE Querbeet in planet Viele Infos rund ums Praktikum und unsere Gewinnerin der Aktion Wie kreativ bist du? wird vorgestellt. Gewinnspiel: Ich kenn mich aus! In diesem Anschreiben haben sich fünf Fehler versteckt. Findest du sie? Fun & Action Deine Rätselseite S.17 Naschen erlaubt: In der Schülerfirma Naschwerk steht Schokolade im Mittelpunkt. Impressum Herausgeber Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg Herausgeberbeirat Petra Beckmann, Dr. Margareta Brauer-Schröder, Christoph Dickeler, Dr. Barbara Dorn, Petra Falterbaum, Heidi Geserich, Rudi Groh, Gisela Grüneisen, Ulrich Gschwender, Ulrike Hertz, Nikolas Kruse, Sybille Kubitzki, Hans Ulrich Nordhaus, Bastienne Raacke, Petra Rössler, Rainer Rupprecht, Alexandra Wierer Redaktion/Verlag Redaktion BW Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH Postfach Nürnberg Tel.: 0911/ Fax: 0911/ Grafische Gestaltung LATERNA Design GmbH & Co. KG Fotos Yvonne Dickopf (S. 6/7 oben), Dirk Rossmann GmbH (S. 8 unten links), Markus Hansen (S. 20/21 oben), Bettina Hogendorf (S. 17 unten links), Thilo Jaeckel (S. 18; S. 21 unten rechts), RTL/Willi Weber (S. 3 oben; S. 12 oben; S. 13 oben links; S. 13 oben rechts), Annette Kradisch (S. 3 Mitte oben; S. 14 oben), Privat (S. 3 unten Mitte; S. 4 rechts; S. 8 Mitte; S. 9 oben; S. 9 unten; S.17 unten rechts), RTL/Stefan Gregorowius (Titelbild; S. 12, Mitte), Steigenberger Frankfurter Hof (S. 20 oben links), BW Bildung und Wissen Verlag und Archiv der Bundesagentur für Arbeit Redaktionsschluss Dezember 2014 Druck Mohn media Mohndruck GmbH, Gütersloh Gesamtauflage Copyright 2015 für alle Inhalte Bundesagentur für Arbeit Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie jede Nutzung der Inhalte mit Ausnahme der Herstellung einzelner Vervielfältigungsstücke zum Unterrichtsgebrauch in Schulen bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlags. In jedem Fall ist eine genaue Quellenangabe erforderlich. Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Herausgebers wieder. Bestellungen Einzelexemplare sind bei den Berufsinformationszentren (BiZen) der Agenturen für Arbeit erhältlich. ISSN

4 FUN & LIFESTYLE Querbeet in planet Aktion Wie kreativ bist du? Im letzten Berufswahlmagazin hat bei unserer Aktion Lea Röttger aus Bergneustadt gewonnen: Ich habe mir das Gewinnspiel durchgelesen und mir kamen sofort einige Ideen. Weil ich wissen wollte, wie kreativ ich eigentlich bin und ob meine Einfälle auch bei anderen Leuten gut ankommen, habe ich teilgenommen. Meine Eltern meinten, ich kann das schaffen. In meiner Freizeit nähe und fotografiere ich gerne. Am liebsten mache ich Bilder von meinen Freunden. Beim Nähen gefällt mir, dass ich, nachdem ich z.b. ein Kleid genäht habe, sagen kann: Ich hab s selbst gemacht! Das hat kein anderer. Das ist einmalig!. Meine Oma hat früher in einer Schneiderei gearbeitet, deshalb wollte ich schon als Kind immer selbst Sachen nähen. Ich nähe ganz viele Bucüllen, die ich auch verkaufe. Ich habe schon ein Kleid, zwei Röcke und Handyhüllen genäht. Am meisten Spaß macht es, Klamotten zu nähen, die man dann anziehen kann. Neben dem Nähen und Fotografieren gehe ich gerne tanzen, unternehme was mit Freunden oder lese, z.b. über Mode. Nach der Schule will ich eine Ausbildung als Schneiderin machen. Mit diesen Einsendungen hat uns Lea überzeugt. Beruf getestet Praktikum im Fahrradladen? Macht das Spaß? Wie kommt man eigentlich an einen Praktikumsplatz? Im Video Mein Praktikum auf der Videoseite von erfährst du mehr! 4

5 FUN & LIFESTYLE Wusstest du schon, dass: Der neue BERUFE Entdecker Bild für Bild zum Wunschberuf! Starte jetzt auf deinem Handy. Schauspieler Kostja Ullmann eigentlich Erzieher werden wollte und bereits ein Praktikum im Kindergarten absolviert hat? Elyas M Barek, österreichischer Schauspieler, schon während seiner Schulzeit ein Praktikum bei einer Filmproduktionsfirma gemacht hat und dadurch gleich eine Filmrolle angeboten bekam? Alles auf einen Blick: Der Berufswahlpass Der Berufswahlpass ist ein Ringordner, in dem du alles sammelst und ordnest, was für deine Berufswahl wichtig ist. Er besteht aus 4 Teilen: Teil 1: Angebote zur Berufsorientierung. Hier heftest du alles ab, was an deiner Schule zum Thema Berufsorientierung gemacht wird. Teil 2: Mein Weg zur Berufswahl. Ab der siebten Klasse trägst du hier deine Stärken, Interessen und Ziele ein. Du arbeitest daran, deine Fähigkeiten zu erkennen, und bereitest dein Praktikum und deine Bewerbung vor. Teil 3: Dokumentation. Hier sammelst du wichtige Dokumente für deine Bewerbungsunterlagen, z.b. Bescheinigungen deiner Praktika, Bestätigungen über ehrenamtliche Tätigkeiten und natürlich deinen Lebenslauf. Teil 4: Hilfen zur Lebensplanung. Du erhältst hier viele Tipps, z.b. für die Wahl der ersten Wohnung oder den Abschluss deines ersten Versicherungsvertrags. Weitere Infos findest du auf Checklisten Schülerbetriebspraktikum Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT kümmert sich um die erfolgreiche Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen. Diese sollen sich gegenseitig unterstützen und Jugendlichen den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt erleichtern. Auf der Seite findest du unter Publikationen/ Berufsorientierung verschiedene Checklisten und Leitfäden, u.a. auch zum Thema Schülerbetriebspraktikum. Networking fürs Praktikum Ein Netzwerk baust du nicht nur in Facebook auf. Auch im wirklichen Leben solltest du ein dichtes Netz an Freunden, Verwandten und Bekannten knüpfen. Als Netzwerk bezeichnet man alle deine Beziehungen zu anderen Menschen: Familienmitglieder, Verwandte, Freunde. Bestimmt kennst du darüber hinaus noch eine Menge Leute, z.b. Mitschülerinnen und Mitschüler, deine Nachbarn oder die Mitglieder in deinem Sportverein. Auch bei der Berufswahl solltest du dein Netzwerk einsetzen, etwa wenn du einen Praktikumsplatz suchst. Girls Day und Boys Day Übrigens: Vergiss nicht, am 23. April ist Girls Day und Boys Day. Hier kannst du dir schon jetzt Infos besorgen: und 5

6 MEINE TALENTE Praktikum ist nicht gleich Praktikum Deine Stärken erkennen oder vertiefen und deine Interessen überprüfen ein Praktikum hilft dir dabei. Ob in den Ferien oder während der Schulzeit: Es gibt viele verschiedene Praktikumsarten, die wir dir hier vorstellen. Ferienpraktikum Freiwillige Praktika in den Schulferien geben Schüler/innen die Gelegenheit, in einen Beruf oder eine Branche hineinzuschnuppern. Um als Ferienpraktikant/in arbeiten zu können, musst du allerdings mindestens 15 Jahre alt sein. Wenn du unter 18 Jahre alt bist, dürfen es zudem nicht mehr als 20 Arbeitstage (vier Wochen) im Jahr sein. Gut zu wissen: Als Ferienpraktikant/in bist du über den Praktikumsbetrieb gesetzlich unfallversichert, d.h. gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten abgesichert. Bei Haftpflichtschäden kommt je nach Sachlage die Haftpflichtversicherung des Praktikumsbetriebs, deine eigene Haftpflichtversicherung bzw. die deiner Eltern oder, wenn vorhanden, die Schülerhaftpflichtversicherung (abzuschließen über die Schule) für Schäden auf. Prüfe also auf jeden Fall rechtzeitig deinen Versicherungsschutz. Probieren geht über Studieren: Im Praktikum hast du die Möglichkeit dazu! Schülerpraktikum Schülerpraktika sind in den meisten Bundesländern in den jeweiligen Lehrplänen vorgeschrieben. Sie sind wichtig für die Berufsorientierung und die beste Möglichkeit für dich, Informationen über einen Beruf zu sammeln und Betriebe oder Institutionen kennenzulernen. Gleichzeitig findest du heraus, ob der Beruf zu deinen Stärken passt. Schülerpraktika finden in der vorletzten oder letzten Klasse innerhalb der Schulzeit statt und dauern in der Regel zwei bis drei Wochen. Gut zu wissen: Da Schülerpraktika Teil der schulischen Ausbildung sind, bist du als Schülerpraktikant/in sowohl im Betrieb als auch auf dem direkten Hin- und Rückweg über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Haftpflichtversichert bist du über den Schulträger. Wenn du aber vorsätzlich oder fahrlässig handelst und dabei z.b. etwas kaputt machst, müssen unter Umständen auch deine Eltern die Kosten übernehmen. 6

7 MEINE TALENTE Handwerklich begabt? Zeig es in einem Praktikum und finde noch weitere Stärken heraus. Für alle Praktikumstypen gilt: Arbeitszeit: Bist du unter 15 Jahre alt, darf deine Arbeitszeit nicht länger als 7 Stunden betragen. Bist du zwischen 15 und 18 Jahre alt, sind 8 Stunden erlaubt, es sei denn, du bist während der Erntezeit in der Landwirtschaft beschäftigt und über 16 Jahre alt. Dann dürfen es nicht mehr als 9 Stunden täglich sein. Ruhepausen: Bei einer Arbeitszeit von 4,5 bis 6 Stunden steht dir eine 30-minütige Pause zu. Arbeitest du über 6 Stunden, muss eine Pause von 60 Minuten fest in den Arbeitsplan mit eingeplant werden. Praxistag In einigen Bundesländern sind sogenannte Betriebs- oder Praxistage im Lehrplan vorgesehen. Als Langzeitpraktikum angelegt, absolvieren die Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum einen Tag in der Woche in Betrieben, Lernwerkstätten oder in berufsbildenden Schulen. Die Praxistage sollen die Lerninhalte aller Fächer mit dem praktischen Lernen verzahnen. Gut zu wissen: Während der Praxistage bist du über den Schulträger unfallversichert. Kläre aber auf jeden Fall vorher ab, welche Haftpflichtversicherung für die von dir verursachten Sachschäden zuständig ist: die Versicherung der Schule, des Praktikumsbetriebes, deine eigene oder die deiner Eltern. Einstiegsqualifizierung (EQ) Eine EQ ist ein betriebliches Langzeitpraktikum für Ausbildungsplatzbewerber/innen, die noch nicht 25 Jahre alt sind und u.a. bis zum 30. September keine Ausbildungsstelle finden konnten. Man arbeitet mindestens sechs und maximal zwölf Monate in einem Betrieb und erwirbt Grundkenntnisse in einem anerkannten Ausbildungsberuf, die evtl. auf eine spätere Ausbildung angerechnet werden. Gut zu wissen: Während der EQ, die dir über die Agentur für Arbeit vermittelt wird, bist du über den Betrieb gesetzlich unfall- und haftpflichtversichert. Mehr Infos zum Thema Praktika findest du auf Meine Talente» Schule & Praktikum. 7

8 MEINE TALENTE Dem Wunschberuf ein Stück näher Bei der Wahl des richtigen Ausbildungsberufes ist es hilfreich, in den Berufsalltag hineinzuschnuppern. Aline und Jennifer haben in ihrem Wunschberuf jeweils ein Praktikum absolviert und dabei ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Als Einzelhandelskaufmann/-frau sollte man kommunikativ sein, denn man hat täglich mit vielen Kunden zu tun. Aline hat vor ihrer Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel ein zweiwöchiges Praktikum bei der Drogerie Rossmann gemacht und während dieser Zeit viel gelernt. Es war schön, dass ich schon so viel selbst machen durfte, wie Ware in die Regale einzusortieren oder bei neu eingetroffenen Artikeln zusammen mit einer Kollegin die Etiketten zu stecken. Bei ihrem Abschlussgespräch mit der Bezirksleiterin wurde sie auf die Ausbildung im Betrieb aufmerksam gemacht und hat sich auch gleich erfolgreich beworben. Nun arbeitet sie entweder in der Früh- oder Spätschicht und wird für unterschiedliche Aufgaben eingeteilt. Ich kümmere mich um das Sortiment, platziere die neuen Produkte und räume die übrige Ware auf. Die meiste Freude bereitet mir der Umgang mit den Kunden. Außerdem lerne ich jeden Tag etwas Neues, wie Verkaufsstände dekorieren oder die Bestellung neuer Ware. Es gibt eigentlich keine Aufgabe, die ich nicht so gerne mache. Das Praktikum hat Aline bei ihrer Berufswahl geholfen: Dadurch hat sie ihren Wunschberuf entdeckt. Aline ist der Meinung, dass ihr das Praktikum auf jeden Fall dabei geholfen hat, ihren Wunschberuf zu finden. Zuvor hatte die 16-Jährige überlegt, eine Ausbildung in der Modebranche zu beginnen, doch die Freude am Praktikum hat sie schließlich davon überzeugt, Kauffrau im Einzelhandel zu werden. Die 16-jährige Jennifer hat eine andere Erfahrung während ihres einwöchigen Praktikums gemacht: Da ich überlegt hatte, nach meinem Schulabschluss in einer Kanzlei zu arbeiten, entschloss ich Jennifer hat durch das Praktikum den richtigen mich dazu, mein Schulpraktikum in einem An- Weg für sich gefunden. waltsbüro zu absolvieren. Dort habe ich dann überwiegend den Eingang der Post gestempelt und Akten abgelegt. Außerdem wurden mir Fälle diktiert, die ich auf dem Laptop abgetippt habe. Die viele Papier- und Computerarbeit hat mir leider wenig Spaß gemacht. Das Praktikum hat mir einen Einblick in den Alltag einer Anwaltskanzlei gegeben. Ich weiß heute, dass mir die Tätigkeiten nicht so gut gefallen und kann die Branche somit ausschließen. Außerdem habe ich beschlossen, einen weiterführenden Schulabschluss zu machen, um so mehr berufliche Möglichkeiten zu haben. Diese Entscheidung hätte ich ohne das Praktikum nicht getroffen. 8

9 MEINE TALENTE So erforschten wir unsere Stärken Vanessa hat durch ihr Ehrenamt eine neue Seite an sich entdeckt, Manuel konnte seine gute Teamfähigkeit bei der Feuerwehr ausbauen. Beide sind stolz auf ihr soziales Engagement. Die Einsatzorte hat die Ehrenamtsstelle des Landkreises Kelheim vermittelt. Vanessa (15 Jahre) hat während der 8. Klasse ein Ehrenamtsjahr im Kindergarten Arche Noah in Bad Abbach gemacht. Dadurch weiß sie jetzt, welcher ihr Wunschberuf ist. Zuerst habe ich mir gar nicht vorstellen können, mit Kindern zu arbeiten, aber jetzt bin ich ganz begeistert! Denn ich habe entdeckt, dass ich sehr gut mit Kindern umgehen kann. Ich habe auf die Kinder aufgepasst und mit ihnen gespielt. Das hat mir riesengroßen Spaß gemacht. Ein Memory haben wir sogar gemeinsam gebastelt und dann gleich ausprobiert. Ich habe mir daheim viel überlegt, was ich mit den Kindern machen kann und immer Spiele gesucht, die für jedes Alter geeignet sind. In meiner Gruppe waren Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die habe ich sehr selbstständig betreut. Nach der Schule bin ich jeden Montag ab 14 Uhr für zwei bis drei Stunden im Kindergarten gewesen. Dadurch habe ich gemerkt, dass Kinderpflegerin und/oder Erzieherin der Beruf ist, der für mich geeignet ist. Ich finde es prima, dass man schon in jungen Jahren ein Ehrenamt ausüben kann. Manuel (14 Jahre) hat sich während der 8. Klasse ein Jahr freiwillig im Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus und bei der Freiwilligen Feuerwehr in Neustadt an der Donau engagiert. Wenn das Wetter passte, bin ich an einem Nachmittag in der Woche mit den Senioren und Seniorinnen nach draußen gegangen. Einigen, die nicht aus der Gegend stammen, habe ich gerne meine Stadt gezeigt und viel erklärt. Die Geschichte von Deutschland und von meinem Ort interessierte mich schon immer sehr. Mit den älteren Damen und Herren habe ich mich oft über ihre Vergangenheit unterhalten. Dadurch habe ich viel gelernt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr muss man in der Gruppe gut zusammenarbeiten. Bei einer unserer wöchentlichen Übungen haben wir einen Brand simuliert, den wir gemeinsam löschen sollten. Dazu haben wir die Schläuche ausgerollt und sie an die Pumpe gekoppelt. Mich für meine Mitbürger einzusetzen, macht mir großen Spaß. Ich freue mich, wenn es mit meiner Bewerbung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger klappt. Auf jeden Fall will ich mich später weiter ehrenamtlich engagieren. Ehrenamt vor Ort Zum Thema Ehrenamt findest du im Internet z.b. auch auf den Startseiten von Städten, kommunalen Einrichtungen, Verbänden oder Wohlfahrtsorganisationen Informationen, wo du dich sozial engagieren kannst. Weitere Infos zum Thema Stärken findest du auf Meine Talente» Interessen und Stärken. 9

10 MEINE TALENTE Das neue BERUFE-Universum Wenn du wissen willst, welche Berufe zu deinen Interessen und Stärken passen, dann begib dich auf die Reise durch das neue BERUFE-Universum. Seit Neuestem erfährst du hier sogar, welche Berufsfelder zu deinen Interessen passen. BERUFE-Universum Konkreter Berufswunsch: erst mal Fehlanzeige! Aber du interessierst dich z.b. für planen / organisieren ganz besonders, für montieren / reparieren sehr und auch für zubereiten / kochen hast du etwas übrig? Dann hast du schon alle Infos für den ersten Schritt im neu gestalteten BE- RUFE-Universum zusammen: Wähle deine beruflichen Interessen aus und gewichte diese anhand der Bewertungsskala. Was sind eigentlich Berufsfelder? Ausgehend von diesen Interessen zeigt dir das BERUFE-Universum seit Neuestem im ersten Zwischenergebnis zuerst Berufsfelder auf, die für dich von besonderem Interesse sind. Du wirst staunen, welche das sein können. In Berufsfeldern wie etwa Gesundheit, Medien oder Elektro werden alle Berufe zusammengefasst, bei deren Tätigkeiten und Aufgaben es Ähnlichkeiten gibt. Sie helfen, einen schnellen Überblick über die vielen Berufe zu gewinnen. Du kannst dir auch wie bisher konkrete Ausbildungsberufe anzeigen lassen, die zu deinen beruflichen Interessen passen. Die Palette an Berufen, die da genannt wird, ist größer als du denkst. 10

11 MEINE TALENTE Und welche Stärken hast du? Nach der Station zu den beruflichen Interessen geht es mit deinen persönlichen Stärken weiter: Du kannst sie selbst einschätzen oder über die Aufgaben im Stärkencheck genauer ermitteln. Zum Abschluss dieser Station wird dir in einem weiteren Zwischenergebnis gezeigt, welche Berufe gut zu deinen angegebenen Stärken passen. Nachdem du noch Fragen zu deinem Verhalten und deinen schulischen Leistungen beantwortet hast, bist du am Ende der Reise angelangt. Am Ziel! Wie gehts jetzt weiter? Auf dem Bildschirm des Gesamtergebnisses erscheinen nun alle Berufe, die zu deinen Stärken passen. Zusätzlich wird gekennzeichnet, ob es aufgrund deiner Angaben zu deinem Verhalten, deinen Noten und dem Schulabschluss Landeschwierigkeiten im jeweiligen Beruf geben könnte. Wenn du nicht genau weißt, was man in einzelnen Berufen überhaupt macht, dann kannst du dir z.t. in den verlinkten BERUFE.TV-Videos die Berufe genauer ansehen oder dir die BERUFENET-Steckbriefe durchlesen. Das Gesamtergebnis als PDF zeigt dir alle Eingaben aus allen Stationen noch einmal auf einen Blick. Es enthält eine Liste mit Berufsvorschlägen, die genau zu deinen Stärken passen, ganz neu auch einen Hinweis auf passende Berufsfelder sowie Tipps, wie es weitergeht. Drucke dir das Gesamtergebnis aus und nimm es mit zu deinem nächsten Termin bei der Berufsberatung! Probiers mal aus! Hier gehts zum neuen BERUFE-Universum: Meine Talente» BERUFE-Universum 11

12 TOPSTORY Willensstärke und Selbstbewusstsein so lautet das Erfolgsrezept der ehemaligen Eis- und Rollkunstläuferin Anna-Katharina Samsel. Ganz an den Nagel hat die Schauspielerin den Sport nicht hängen müssen: In der RTL-Serie Alles was zählt gehört der Sport auch zu ihrer Rolle Wenn sich die Schauspielerin etwas in den Kopf gesetzt hat, dann möchte sie dieses Ziel auch erreichen. Wer mit dem Herzen dabei ist, hat gute Chancen! : Wann hast du deine sportlichen Stärken entdeckt? Anna-Katharina: Mit fünf Jahren habe ich die Eiskunstläuferin Katharina Witt im Fernsehen gesehen. Ich war ziemlich fasziniert von ihr und wollte unbedingt auch aufs Eis. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich in einen Verein eingetreten bin und von da an habe ich trainiert. : Im Laufe deiner Karriere hast du entdeckt, dass dir auch das Rollkunstlaufen Spaß macht. Wie bist du darauf gekommen? Anna-Katharina: Wenn man nicht gerade an einem Stützpunkt wie Berlin, Dortmund, oder Garmisch-Partenkirchen lebt, haben die Eishallen im Sommer leider geschlossen. Um sich weiter fit zu halten, kam Rollkunstlauf als weitere Leistungssportart dazu und ich habe an vielen Meisterschaften teilgenommen. : Wie hast du Schule und Training verbinden können? Anna-Katharina: Ich musste sehr gut sein, denn sonst hätten mir meine Eltern das viele Training nicht erlaubt Schule hatte immer Priorität. So kam es, dass ich oftmals meine Hausaufgaben unterwegs zum Training gemacht habe, da ich mehrere Stunden pro Tag in teils mehreren Hallen trainiert habe. Viel Freizeit blieb da leider nicht. Diesen Weg zu gehen, hat sehr viel Ehrgeiz und Disziplin eingefordert, aber das harte Training hat sich auch ausgezahlt. Niederlagen motivieren Anna-Katharina, es beim nächsten Mal besser zu machen. 12

13 TOPSTORY Anna-Katharina Samsel spielt in Alles was zählt Katja Bergmann. In der RTL Serie darf die ehemalige Eisund Rollkunstläuferin ihr sportliches Talent einbringen. : Welche Stärken hast du noch? Anna-Katharina: Willensstärke und Durcaltevermögen: Wenn ich mir einmal etwas in den Kopf setze, dann will ich dieses Ziel auch erreichen - ganz egal, wie hart ich dafür kämpfen muss. Viele Menschen in meinem Umfeld haben mir z.b. auch von dem Wunsch abgeraten, Schauspielerin zu werden, da es so ein unsicherer Beruf ist. Ich habe allerdings an mich geglaubt und meinen Sturkopf durchgesetzt. : In deiner Rolle als Katja Bergmann in Alles was zählt hast du wieder viel mit Sport zu tun Anna-Katharina: Ja, ich war sehr überrascht, als das Angebot kam. Im Traum hatte ich niemals daran gedacht, dass sich diese beiden Leidenschaften einmal vereinen würden. Es war eine riesige Freude und gleichzeitig eine tolle Herausforderung für mich, da sich Dreharbeiten auf dem Eis von Meisterschaften schon sehr stark unterscheiden. : Was gefällt dir noch gut an der Rolle? Anna-Katharina: An meiner Figur Katja gefällt mir am meisten, dass sie einen wahnsinnigen Wandel durchgemacht hat. Das hat mir als Schauspielerin ein großes Spektrum an facettenreichen Herausforderungen geboten, wofür ich sehr dankbar bin. : Welche Herausforderungen hast du als Schauspielerin noch? Anna-Katharina: Da es für eine Rolle immer mehrere Anwärter gibt, haben wir Schauspieler oftmals mit Ablehnung zu kämpfen. Deshalb muss man versuchen, die Entscheidungen von Castern, Redakteuren, oder Produzenten niemals persönlich zu nehmen. Da hilft nur, sich wieder neu zu motivieren und gut vorbereitet ins nächste Casting zu gehen. Genauso ist das bei Vorstellungsgesprächen in allen anderen Berufen. Aber wenn man Bei Niederlagen motiviere ich mich indem ich sie zu etwas Positivem ummünze. Ich lerne daraus und mache es beim nächsten Mal besser. Der perfekte Tag ist im Kreise meiner Liebsten. Mein Berufswunsch als Kind war tatsächlich Schauspielerin. Besonders wichtig im Leben ist mir Gesundheit, Familie und meine Freunde. Ich wäre gerne für einen Tag mal wieder in L.A., weil ich dort viele gute Freunde habe. optimal vorbereitet und mit ganzem Herzen dabei bist, überzeugt das meistens auch das Gegenüber und man hat gute Chancen, sein Ziel zu erreichen. : Wie sehen denn deine Ziele aus? Anna-Katharina: Es ist ein großes Privileg meinem Beruf täglich nachgehen zu können und ich bin sehr dankbar dafür. Mein Wunsch für die Zukunft ist es, dass es weiterhin so bleibt und ich mich auch in neuen Rollen schauspielerisch weiterentwickeln kann. Mehr Infos... Auf Fun & Lifestyle» Stars findest du noch weitere Interviews mit deinen Stars. 13

14 MEINE TALENTE Geh die Praktikumssuche aktiv an! Bewerbungen schreiben, Telefonate führen, netzwerken es gibt zahlreiche Wege, ein Praktikum zu bekommen. Wichtig ist, dass du die Initiative ergreifst und mit Freunden, Eltern und Lehrkräften sprichst. Schöpfe alle Möglichkeiten aus! Ein Praktikum bringt dir viel. Du kannst in den Berufsalltag hineinschnuppern und ausprobieren, ob dir der Beruf gefällt. Hier ein Überblick zu unterschiedlichen Wegen. Zuerst anrufen, dann bewerben An Unternehmen, die dich interessieren, kannst du schriftlich deine Bewerbung für ein Schülerpraktikum richten per Post oder per . Bevor du das tust, frag am besten telefonisch oder persönlich bei der Firma oder Einrichtung nach, ob sie überhaupt Praktikumsplätze anbietet. Besuche Ausbildungs- oder Berufsorientierungsmessen! Dort erhältst du Informationen aus erster Hand. Hör dich in der Schule um Vielleicht kann dir deine Lehrerin oder dein Lehrer bei der Suche nach einem Praktikumsplatz behilflich sein, indem sie dir z.b. Adressen von Unternehmen nennen. Sie haben auf diesem Gebiet bestimmt Erfahrungen, wo Schüler/innen bereits im Einsatz erfolgreich waren, und geben dir diese sicher gerne weiter. Möglicherweise wissen sie auch aus Elterngesprächen, wer Praktika durchführt. Vergiss nicht, deine Mitschüler/innen zu befragen, wie sie an ein Praktikum gekommen sind. Schaue gemeinsam mit deinen Eltern nach Praktikumsplätzen. Intensiv netzwerken Erkundige dich in deinem persönlichen Umfeld, wer wo wann bereits ein Praktikum absolviert hat. Vielleicht können dir deine Freundinnen, Freunde oder Bekannten den einen oder anderen Arbeitgeber empfehlen. Frag deine Eltern, ob sie dir aufgrund von Geschäftsbeziehungen oder aus der Firma, in der sie beschäftigt sind, einen Schnuppereinsatz vermitteln können. Recherchiere im Internet Du findest im Netz über die JOBBÖRSE freie Praktikumsplätze, indem du auf der Startseite als Suchkriterium Praktikum/Trainee auswählst, deinen Wunschberuf und ggf. deinen Wunschort eingibst. Ebenso kannst du auf dem Praktikumsportal der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder auf der Lehrstellen- und Praktikumsbörse des ZDH (Zentralverband des deutschen Handwerks) suchen. Zusatztipp: Netzwerken ist wichtig! Auch wenn du bereits im Praktikum bist, knüpfe Kontakte zu Auszubildenden, Ausbildungs- und Personalverantwortlichen. Das kann dir bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen. 14

15 Neugierig sein und Fragen stellen Praktika sind wichtig für die Ausbildungsplatzsuche. Wie Unternehmen Bewerber/innen auswählen und worauf man während des Praktikums achten sollte, erklärt Kathleen Markula, Personalverantwortliche bei der LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG in Fürth. : Worauf achten Sie bei der Auswahl Ihrer zukünftigen Praktikanten/Praktikantinnen besonders? Kathleen Markula: Ganz wichtig ist uns, dass wir aus dem Anschreiben erkennen können, warum der- oder diejenige ein Praktikum machen möchte und warum gerade bei uns. Selbstverständlich sollten die Bewerbungsunterlagen auch sauber und vollständig sein: Lebenslauf, Zeugniskopien und evtl. vorhandene frühere Praktikumsnachweise dürfen also nicht fehlen. : Welche Eigenschaften sollten die Bewerber und Bewerberinnen mitbringen? Kathleen Markula: Sie sollten an dem, was sie gerade tun, Interesse zeigen, aber auch für neue Themengebiete im Bereich der Heißpräge- und Beschichtungstechnologie aufgeschlossen sein. Heißprägefolien finden sich z.b. auf Verpackungen, Glückwunschkarten oder Kosmetikartikeln. Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Menschen sowie Freundlichkeit und Höflichkeit im Umgang mit anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spielen ebenfalls eine große Rolle. : Worauf sollte man während eines Praktikums besonders achten? Kathleen Markula: Neugierig und motiviert zu sein, ist ganz wichtig. Also nicht gelangweilt in der Ecke sitzen, sondern die Kolleginnen und Kollegen mit Fragen bombardieren. Nur so kann man etwas lernen und dafür ist ein Praktikum schließlich da. Mehr Infos... rund ums Praktikum findest du auf Meine Talente» Schule & Praktikum. Kathleen Markula achtet bei Bewerbungsunterlagen auf Sauberkeit und Vollständigkeit. : Welche Tipps geben Sie angehenden Praktikanten/ Praktikantinnen? Kathleen Markula: Sie sollten möglichst mehrere Praktika in verschiedenen Bereichen und Unternehmen machen. Und dann die Zeit dort auch wirklich nutzen, d.h., engagiert und mit Interesse dabei sein und, was immer sehr wichtig ist, höflich und offen sein. 15

16 MEINE BEWERBUNG App für deine Vorstellungsgespräche Mit der kostenlosen App Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch von behältst du jetzt überall und jederzeit den Überblick über deine Bewerbungsgespräche und kannst dich auf diese vorbereiten. Probiere es aus! In der Kategorie Termine legst du die Termine für deine Bewerbungsgespräche an. Wenn du die Erinnerungsfunktion aktivierst, vergisst du kein Vorstellungsgespräch, denn diese erinnert dich drei Tage vorher, einen Tag vorher und am selben Tag an deinen Termin. Und du wirst automatisch auf die passende Checkliste mit Tipps, wie du dich vorbereiten kannst, geleitet. Die Checklisten helfen dir dabei, zu überprüfen, ob du alle wesentlichen Punkte vor dem Vorstellungsgespräch beachtet und erledigt hast. Der Bereich Typische Fragen zeigt dir Fragen, die in fast jedem Vorstellungsgespräch gestellt werden. So weißt du, was dich erwartet, und kannst dich gezielt vorbereiten. Außerdem kannst du dir Videos zur Vorbereitung auf dein Vorstellungsgespräch anschauen. Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch So lädst du die App herunter: Wenn du ein Android Smartphone oder Tablet hast, gehe auf den Google Play-Store und gib im Suchfeld Bewerbung ein. Dann klicke auf die App Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch und auf installieren. Akzeptiere die benötigten Berechtigungen und die App wird installiert. Um die App auf dein iphone oder ipad zu laden, gehe auf itunes und tippe im Suchfeld Bewerbung ein. Klicke auf die App Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch und weiter auf installieren. Stimme danach den benötigten Berechtigungen zu und die Installation beginnt. 16

17 MEINE TALENTE Naschen gehört zum Geschäft Um Süßigkeiten dreht sich Samuels Alltag häufig. Der 10.-Klässler ist Mitglied der Schülergenossenschaft Naschwerk. Durch sein Engagement hat Samuel seine Stärken entdeckt und ist sich nun sicher, welche Ausbildung er nach dem Schulabschluss machen möchte. Sich in einer Schülerfirma engagieren ist abwechslungsreich. : Was macht deine Schülerfirma? Samuel: Wir bieten Schokospezialitäten an wie Pralinen und Schokoladentafeln. Zusätzlich betreiben wir an unserer Schule einen Pausenkiosk mit Produkten einer ortsansässigen Bäckerei. : Wie stellt ihr das Naschwerk her? Samuel: Wir kaufen im Großhandel Schokolade ein. Die Schokoladenchips werden geschmolzen und in Formen gegossen. Für die Pralinen z.b. verwenden wir Hohlkugeln, füllen diese und verkleiden sie anschließend mit Schokolade. : Welche Aufgaben hast du? Samuel: Ich bin für die Organisation zuständig und repräsentiere unsere Firma nach außen. Außerdem kümmere ich mich auch um Verkaufstermine, nehme an Workshops teil oder halte Vorträge. : Wie bist du darauf gekommen, in der Schülerfirma mitzuarbeiten? Samuel: Durch meinen großen Bruder, der die Schülerfirma mitgegründet hat. Es hat mich interessiert und ich war bereit, mich zu engagieren. : Welche Vorteile hat das Arbeiten in einer Schülerfirma? Samuel: Man kann seine Stärken in der jeweiligen Abteilung einsetzen. Wer kreativ ist, hilft z.b. beim Marketing oder wer in Mathe gut ist, entscheidet sich für die Bucaltung. : Was hast du bisher durch deine Tätigkeit bei der Schülerfirma gelernt? Samuel: Vor Leuten zu reden. Ich habe auch das Organisieren gelernt und behalte in stressigen Situationen den Überblick. : Wie hilft dir dein Engagement im Berufsleben weiter? Samuel: Dass ich im Internet bei der Schülerfirma erwähnt werde oder bei Veranstaltungen dabei bin, kommt bei Unternehmen gut an. Am Ende meiner Tätigkeit in der Schülerfirma bekomme ich zudem ein Zertifikat. Ich möchte eine Ausbildung zum Industriekaufmann machen und habe durch die Schülerfirma Kompetenzen erworben, die für die Ausbildung hilfreich sind. Engagier dich! Du möchtest dich in einer Schülerfirma engagieren oder mehr zu deinen Stärken herausfinden? Mehr zu diesem Thema findest du auf Meine Talente» Interessen & Stärken. Samuel mit Leoni Janzen (l.) und Ana Kurtič. 17

18 LESERBRIEF Fragen Tipps und Infos zu Berufswahl & co. Unsere Expertinnen und Experten helfen dir weiter bei Fragen rund um die Berufswahl. Schicke einfach einen Brief oder eine an die Redaktion. Ausgewählte Leserbriefe werden in veröffentlicht.* Hallo, ich mache nächstes Jahr den mittleren Bildungsabschluss und möchte danach gerne im Büro arbeiten. Könnt Ihr mir passende Berufe nennen? Schön wäre es, wenn ich dabei auch mit Menschen zu tun hätte. Gibt es auch Ausbildungen im Bürobereich, wo ich nicht nur am Schreibtisch sitze? Viele Grüße, Nadja Was möchtest du zur Berufswahl wissen? Sende deine Frage per an Stichwort Leserbrief. Oder schreibe einen Brief an: Redaktion Stichwort Leserbrief BW Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH Postfach Nürnberg Hallo Nadja, es ist gut, dass du bereits weißt, welche beruflichen Interessen du hast. Wenn du gerne Bürotätigkeiten ausübst und Kontakt mit Menschen haben möchtest, wären Ausbildungen wie die zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit oder Personaldienstleistungskauffrau passend. In diesen Berufen hast du regelmäßig mit Menschen Kontakt. Kaufleute für Tourismus und Freizeit beraten z.b. Kunden über touristische Angebote, organisieren Veranstaltungen und arbeiten eng mit Partnern vor Ort zusammen. Wenn man eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau macht, formuliert man beispielsweise Stellenanzeigen und veröffentlicht diese. Man wählt geeignete Bewerber/innen aus, führt Beratungsgespräche und wirkt bei den Vertragsabschlüssen mit. Zu den Aufgaben gehört u.a. auch das Erstellen von Personalakten und Entgeltabrechnungen. Wer sich für die Ausbildung zum/zur Hotelkaufmann/-frau entscheidet, sitzt nicht nur am Schreibtisch: Hotelkaufleute organisieren u.a. Übernachtungen, koordinieren die Abläufe in den verschiedenen Abteilungen eines Hotels und sind in der Verwaltung tätig. Hauptsächlich überneh- men sie jedoch kaufmännische Aufgaben in Bereichen wie Rechnungswesen, Einkauf und Personalwesen. Mehr Infos zu diesen und vielen anderen Ausbildungsberufen, mit denen du deine Interessen verbinden kannst, findest du auf Mein Beruf» Berufe von A-Z. Bei deiner Berufswahl hilft dir auch gerne deine Agentur für Arbeit weiter. Bei der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle und bei anderen Fragen rund um die Berufswahl kann dir z.b. dein/e Berufsberater/in vor Ort behilflich sein. Ute Kötzsch Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Freiberg Auf zur Berufsberatung! Vereinbare einfach einen Beratungstermin über die kostenlose Telefon-Hotline oder direkt im Eingangsbereich der Agentur für Arbeit! 18 * Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe verkürzt zu veröffentlichen.

19 MEINE BEWERBUNG Berufspraxis bescheinigt Praktikum geplant? Dann solltest du dir auf jeden Fall nach Abschluss eine Bescheinigung oder ein Zeugnis geben lassen. Denn damit kannst du belegen, dass du Praxiserfahrung gesammelt hast. erläutert dir, was darin enthalten sein sollte. Bescheinigung oder Zeugnis? Eine Bescheinigung bestätigt dir, dass du zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Praktikum absolviert hast. In einem Zeugnis werden zudem Aussagen zu deinem Verhalten getroffen, z.b. wird deine Zuverlässigkeit oder deine Motivation bewertet. Häufig haben Schulen eine eigene Vorlage für Praktikumszeugnisse, die gibst du dann bei deinem Praktikumsbetrieb ab. Auch Unternehmen haben ggf. eigene Praktikumsformulare. Ist dies nicht der Fall, kannst du z.b. bei deiner Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer vor Ort nachfragen. Dort gibt es oft Vorlagen für Praktikumszeugnisse. Wenn es sich nicht nur um ein Tagespraktikum handelt, solltest du auf jeden Fall um ein Zeugnis bitten. Dies solltest du spätestens am letzten Praktikumstag machen. Was gehört in ein Praktikumszeugnis? dein Vor- und Nachname Geburtsdatum sowie Geburtsort Abteilung oder Bereich, in dem du eingesetzt warst Art des Praktikums (z.b. Ferienpraktikum) und Praktikumsdauer deine Aufgaben während des Praktikums Aussagen zu deinen sozialen und weitere Fähigkeiten Datum Unterschrift und die berufliche Position des Zeugnisausstellers/der Zeugnisausstellerin Das Zeugnis muss schriftlich auf Firmenbriefpapier ausgestellt werden; bei einer Vorlage muss der Firmenstempel enthalten sein. Mit einer Praktikumsbescheinigung in deinen Bewerbungsunterlagen kannst du sicher punkten. Tipp Lege das Praktikumszeugnis in eine gelochte Klarsichthülle und hefte es in deinem Bewerbungsordner ab. Wenn du dich schriftlich um einen Ausbildungsplatz bewirbst, schicke eine Kopie deines Praktikumszeugnisses mit, nie das Original. Bewerbungstraining Auch auf einen Praktikumsplatz musst du dich gewöhnlich bewerben. Vorbereiten kannst du dich auf Meine Bewerbung» Bewerbungstraining. 19

20 MEINE TALENTE Mein Tag im Praktikum Die 15-jährige Fabienne absolviert ein Praktikum im Steigenberger Frankfurter Hof in Frankfurt am Main. Dort lernt sie die Ausbildung zur Hotelfachfrau kennen. durfte Fabienne einen Tag lang bei ihrem Praktikum über die Schulter schauen. Fabienne hat durch das Praktikum herausgefunden, dass ihr die Arbeit im Hotel- und Gaststättengewerbe Spaß bringt. Fabiennes Vater hat sie auf den Steigenberger Frankfurter Hof aufmerksam gemacht, da er dort selbst beruflich zu tun hatte. Ich habe meinen Vater einen Tag begleitet und war total begeistert vom Hotel. Gleich darauf habe ich mich erkundigt, ob dort Praktikumsplätze angeboten werden und eine Bewerbung geschrieben. Die habe ich dann am nächsten Tag selbst vorbeigebracht. Im Vorstellungsgespräch hat Fabienne überzeugt: Die Personalleiterin hat sich meine Zeugnisse angesehen und Fachgerechtes Servieren will erstmal gelernt sein. mir viele Fragen gestellt. Weil ich mich vorher im Internet genau über das Unternehmen erkundigt hatte, konnte ich im Bewerbungsgespräch punkten. Jetzt ist die Schülerin mitten im Praktikum, das insgesamt zwei Wochen dauern wird. Sie hat bereits im Hofgarten gearbeitet und dort u.a. das Frühstücksbuffet aufgebaut und nachgefüllt oder Servietten gefaltet. Nun ist Fabienne im Bankett eingesetzt. Diese Abteilung organisiert Veranstaltungen. Heute z.b. werden zwei Konferenzräume des Hotels nach den Wünschen der Gäste ausgerichtet und auch Fabienne kann mithelfen: Sorgfalt und Genauigkeit sind beim Eindecken eines Tisches wichtig. 09:00 Uhr 10:00 Uhr: Umziehen und Salon eindecken Mein Arbeitstag beginnt um 09:00 Uhr. In meinem Praktikumsbetrieb angekommen, gehe ich zuerst in die Umkleide. Bei meiner Arbeit trage ich die Kleidung des Hotels: eine Bluse, einen knielangen Rock, eine Weste und eine Krawatte. Fertig angezogen gehe ich zu meiner Abteilung, dem Bankett. Dort erklärt mir die Leiterin, welche Aufgaben ich heute übernehme. Es müssen verschiedene Getränke in einen Salon gebracht werden, den ein Kunde am Vormittag für eine Konferenz gebucht hat. 10:00 Uhr 11:00 Uhr: Buffet aufbauen Wenn alle Getränke aufgedeckt sind, baue ich mit den Kolleginnen und Kollegen das Buffet auf. Der Kunde hat den Salon mit Frühstücks- 20

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