Herausgegeben von der Universität Kassel. Fachgebiet Didaktik der politischen Bildung

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2 Herausgegeben von der Universität Kassel Fachgebiet Didaktik der politischen Bildung An der Übersetzung der aus Schweden gelieferten englischen Texte haben nicht nur das Paducation-Team in Kassel mitgewirkt, sondern auch Schüler der Georg-Christoph- Lichtenberg-Schule, nämlich Paula Schrage und Johannes Bremer. Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

3 Inhalt Zur Einführung Seite 5 Michael Forsman Paducation: Projektdesign, Umsetzung und Schlussfolgerungen Seite 9 Angelika Jaenicke, Nicole Mahlke-Harms und Ted Weisberg Evaluation und Ergebnisse I Seite 31 Michael Forsman Ergebnisse II Seite 43 Oliver Emde Stimmen aus dem Projekt Die ipad-lehrer Kreativität trifft abstrakte Inhalte Das ipad in Mathematik, Biologie, Chemie Seite 71 Nicole Mahlke-Harms und Eva Lorenzana ipad und Vielfalt abseits traditioneller Unterrichtsformen Seite 77 Ulrika Molin Lernen mit Mind- und Conceptmaps Seite 81 Gabriel Hund-Göschel Kunstunterricht in ipad-zeiten Seite 83 Ylva Sanner Was mir itunes U bedeutet Seite 87 Pernilla Hammarström Begleitetes Lernen mit dem ipad Seite 91 Anna Oldner Bengtsson Die Höhen und Tiefen einer ipad-reisenden Seite 95 Lena Norée Geschichte in Geschichten Seite 99 Andreas Heuer Rückschlüsse und Ratschläge Seite 105 Michael Forsmann und Ted Weisberg Anhang Die Programme der vier Workshops Seite 113 Fragebogen 1 Seite 119 Fragebogen 2 Seite 125 Fragen an die Fokusgruppen Seite 129

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5 Zur Einführung Michael Forsman Dies ist der Bericht über ein EU-Projekt zur Methodenentwicklung für die Arbeit mit ipads im Schulunterricht. Ziel des Projekts mit dem Titel Paducation Challenge-based education in a digital environment war (und ist), dass eine Gruppe von Lehrkräften das ipad in der täglichen Arbeit als pädagogisches Werkzeug nutzt, um die Möglichkeiten und die Probleme zu erkennen und zu überprüfen. Paducation wird finanziell gefördert aus dem EU-Programm für lebenslanges Lernen (PLL), dessen Unterabteilung COMENIUS-Regio Partnerschaften den europäischen Austausch von Lernerfahrungen, Bildungsentwicklung, Studienaufenthalten und Netzwerkaktivitäten im Blick hat. Dazu gehört natürlich auch die länderübergreifende Zusammenarbeit von Lehrkräften im Zusammenhang mit der Digitalisierung im Bildungssektor. Die arbeitspraktische Phase des Paducation-Projekts, in dem zehn schwedische und zehn deutsche Lehrkräfte arbeiteten, dauerte von Herbst 2013 bis zum Frühsommer Die schwedischen Teilnehmer sind vom Rudbeck-Gymnasium in Sollentuna, einer Kommune nördlich von Stockholm. Die deutsche Gruppe ist von der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel, ebenfalls ein Gymnasium, allerdings kein Oberstufengymnasium wie Rudbeck. Mit den Projektmanagern und den wissenschaftlichen Begleitern wirkten insgesamt 25 Personen aktiv mit. In dem EU-Antrag, der Anfang 2013 eingereicht wurde, sind vier Zielvorgaben für die Zusammenarbeit der beiden Schulen formuliert: Überbrückung der digitalen Kluft bei Lehrkräften mit ihren unterschiedlichen Vorkenntnissen und Erfahrungen im Zusammenhang mit digitalem Lernen und in Beziehung zu ihren Schülern. Lehrerbildung und Kompetenzerweiterung durch den Gebrauch von ipads in der täglichen pädagogischen Arbeit. Richtungswechsel der Lehre durch gemeinschaftliche Methoden im Vergleich der beiden Schulsysteme sowie durch fortlaufenden Austausch und dauerhafte Zusammenarbeit beider Gruppen online und offline. Erforschung der Vorteile, die das Lehren mit ipads erbringen kann. Der Rahmen Ein wichtiger Grund für den Antrag war die erhoffte sogenannte 1:1-Ausstattung, unter der im Zusammenhang mit technisch-pädagogischen Modellen zu verstehen ist, dass sowohl jede Lehrkraft als auch jeder Schüler einen Computer hat. Hauptsächlich geht es hierbei um Tablets, und zwar nicht nur als neue Geräte, sondern vielmehr als Werkzeuge für interaktive und netzbasierte Lernräume. Als Paducation anfing, war keine der beiden Schulen voll ausgestattet. (Für Rudbeck wurde es im Frühjahr 2014 beschlossen, ein halbes Jahr später war es vollzogen.) Deshalb legten die Paducation-Planer den Fokus auf Lehrerbildung, was sich die Leser dieses Berichts immer vor Augen halten müssen. Zum Projektstart erhielt jeder Lehrer ein ipad und eine Einführung in die Grundlagen, danach mussten sie sich selbst helfen durch Ausprobieren oder durch den Austausch mit anderen, auch über den Blog zum Projekt. 5

6 Drei Fragen wurden zu den zentralen Themen des Projekts: Wie kann das ipad bei Vorbereitung, Umsetzung und Evaluation verschiedener Arbeitsabläufe und unterschiedlichster Unterrichtsfächer genutzt werden? Wie können praktisches Know-how und Praxiserfolge ausgetauscht und gestreut werden, damit innovatives, reflektierendes und bestmögliches Unterrichten gestärkt wird? Was sind Voraussetzungen, Vorteile und Nachteile (technisch, beruflich, persönlich)? Diese Fragen und die Antworten dazu bestimmten das Projekt und auch den Inhalt dieses Berichts, der für die laufende Arbeit sowohl Dokumentation als auch Plattform ist. Und zwar für die beteiligten Personen und Schulen ebenso wie für interessierte Lehrkräfte allüberall und natürlich auch für Studierende und Ausbilder. Die zwanzig Paducation-Teilnehmer repräsentieren eine Vielzahl von Unterrichtsfächern: Deutsch, Schwedisch, Geschichte, Mathematik, Biologie, Religion, Musik, Kunst und Medien. Und weil Lehrkräfte an beiden Schulen diese Fächer unterrichten, also später arbeiten konnten, war es möglich, den Gebrauch der ipads in unterschiedlichen Fachdisziplinen und auch in unterschiedlichen Bildungskulturen zu diskutieren. Auch ermöglicht wurde dadurch, Wege zu finden für gemeinsame Grundlagen und für den Austausch untereinander. Der Bericht bietet eine Menge an praktischem Know-how, unter anderem Vorschläge für konkrete Unterrichtseinheiten, für die Durchführung längerfristiger themenbezogener Projekte in unterschiedlichen Fächern und für nützliche Apps. Insgesamt vier gemeinsame jeweils zweitägige Arbeitssitzungen gab es im Projektverlauf, der erste und dritte Workshop in Kassel, der zweite und vierte in Sollentuna. In all diesen Workshops war Show and tell eine außerordentlich wichtige Einheit: Die Lehrkräfte zeigten und kommentierten Arbeitsergebnisse oder präsentierten ihre Erfahrungen mit Apps, Netzwerklösungen oder Lernsituationen. Auch der Informationsaustausch in Kleingruppen und in den unterrichtsspezifischen Kleinstgruppen war wichtig und fruchtbar. Ein anderer wichtiger Baustein war und ist die Projektplattform im Internet, auf der die Teilnehmer permanent in Kontakt bleiben, sich über Praxiserfahrungen oder Lernszenarien austauschen oder Kommentare in den Blog schreiben können. Die bisherigen Blog-Einträge decken alles ab von Tipps zu nützlichen Apps bis hin zu grundsätzlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Unterrichten und der Rolle als Lehrer. Koordiniert wird das Projekt von drei Managern, die alle routiniert sind sowohl im Unterrichten als auch in der Produktion und Organisation von Medien. Außerdem wirken zwei Wissenschaftler mit, die beauftragt sind, bestimmte Projektetappen zu verfolgen und zu evaluieren. Der eine Fachmann bin ich, Michael Forsman, Medienwissenschaftler an der Universität Södertörn in Stockholm, der andere ist Oliver Emde, Erziehungswissenschaftler an der Universität Kassel. Wir nahmen an den Workshops teil, folgten dem Projektverlauf online und interviewten Fokusgruppen. Unsere vorrangige Aufgabe war nicht, normale Forschung zu betreiben, sondern die Projektteilnehmer dabei zu unterstützen, ihre berufliche Weiterentwicklung im Zusammenhang mit dem ipad zu reflektieren. 6

7 Zu den Berichtsteilen Der vorliegende Bericht hat zum Ziel das Projektdesign zu beschreiben und darüber zu informieren, wie Austausch und Zusammenarbeit organisiert wurden, um ein länderübergreifendes und experimentelles Programm zu befördern; durch acht Beiträge von Projektteilnehmern den Projekterfahrungen eine Stimme zu geben; einige Ergebnisse der beiden Wissenschaftler zusammenzufassen; ein paar kritische Anmerkungen zur 1:1-Ausstattung zu präsentieren und Ratschläge zu geben für die künftige Arbeit mit 1:1-Pädagogik und ipad-technik nicht zuletzt in Bezug auf die Lehrerbildung. Auf den folgenden Seiten finden Sie Texte von den Projektmitgliedern den Lehrern, den Wissenschaftlern und den Managern. Der erste längere Beitrag betrifft die Organisation von Paducation im Allgemeinen. Die Projektleitung aus Ted Weisberg, Angelika Jaenicke und Nicole Mahlke-Harms stellt das Zustandekommen, den Hintergrund und die Ausgestaltung vor. Außerdem wird beschrieben, welche Folgen das Projekt hat und wie man gemeinsames Lernen für Lehrkräfte aus unterschiedlichen Ländern organisiert. Dann folgt der Ergebnisbericht der beiden Wissenschaftler Michael Forsman und Oliver Emde. Sie beschreiben, wie sie ihre Evaluationsaufgabe angelegt und ausgestaltet haben, und sie liefern empirisches Material und Ergebnisse. In ihrer Zusammenfassung am Ende sind die wichtigsten Ergebnisse zur Entwicklung professioneller Fähigkeiten durch die Arbeit mit dem ipad nachzulesen. Das Herzstück des Berichts sind die dann folgenden acht Praxisbeiträge der Paducation-Lehrer. Zunächst schildern Nicole Mahlke-Harms (sie unterrichtet Mathematik und Chemie) und Eva Lorenzana (sie unterrichtet Kunst und Biologie) drei Fälle, in denen sie die verschiedenen visuellen Möglichkeiten des ipads genutzt haben. Ihre Erfahrung ist, dass abstrakte Zusammenhänge einfacher darstellbar und so für die Schüler interessanter, weil nachvollziehbarer werden. Ulrika Molin unterrichtet am Rudbeck-Gymnasium Englisch und Schwedisch für Einwanderer. Sie berichtet über ihre Verwandlung von ipad-anfängerin zur ipad-dauernutzerin, und sie hebt einige Vorzüge hervor, die sie herausgefunden hat, wenn es darum geht, mit Schülern zu arbeiten, die substantielle Einschränkungen entweder in ihren Sprachfähigkeiten oder in ihren kognitiven Fähigkeiten haben. Gabriel Hund-Göschel unterrichtet Religion, Politik und Wirtschaft an der Lichtenbergschule. Er beschreibt, wie Apps zur Visualisierung genutzt werden können, wenn es darum geht, mit Mind-Maps oder Concept-Maps zu arbeiten, um den Schülern dabei zu helfen, ihr Wissen zu organisieren und weiterzuentwickeln. Kunst und Medien sind die Fächer von Ylva Sanner. Sie steht dem ipad sehr positiv gegenüber und benutzt gerne solche Apps, die speziell für die künstlerische Arbeit entwickelt wurden so zum Beispiel SketchBook oder InkPad. Sie weist aber auch darauf hin, dass das ipad in Relation zu Online-Diensten wie Google Drive verstanden werden muss, weil nur so Dateien abgelegt und mit anderen geteilt und Dokumente, Arbeitsblätter, Zeichnungen und anderes Material bearbeitet werden können. Außerdem berichtet Ylva Sanner von dem Projekt, das sie gemeinsam mit Martin Fiola durchführt, der Kunst, Medien und Politik an der Lichtenbergschule unterrichtet. 7

8 Der nächste Beitrag ist von Pernilla Hammarström. Sie unterrichtet Kunst und Medien und hat gemeinsam mit einer Kollegin im Rudbeck-Gymnasium itunes U und die App Book Creator genutzt, um einen maßgeschneiderten Schwedischkurs zu Literaturgeschichte zu entwickeln. Das Ergebnis war für die Schüler ebenso erfolgreich wie für die Lehrkräfte, und so begannen die beiden Kolleginnen sofort mit der Arbeit an einem Grammatikkurs. Anna Oldner Bengtsson hat im Herbst 2013 beschlossen, in ihrem Rhetorik-Unterricht (ihre anderen Fächer sind Schwedisch und Medien) keine Bücher mehr, sondern nur noch das ipad zu benutzen. Da sie großen Wert auf Feedback und Selbstreflexion legt, gehört es in ihren Kursen dazu, dass Schüler bei Vorträgen gefilmt und die Videos online gestellt und ausgewertet werden. Sie plädiert dafür, dass ipads pädagogisch da sinnvoll eingesetzt werden, wo fortlaufende Lernkontrolle, also lernbegleitendes Feedback befürwortet wird. Schwedisch und Englisch sind die Fächer von Lena Norée, die bei Projektbeginn ein gespaltenes Verhältnis zum ipad hatte. Ihre Sorge: Die Konzentration der Schüler und auch ihre eigene lässt nach, wenn der Zugriff aufs Internet mit Spielen und sozialen Netzwerken im Unterricht möglich ist. Mittlerweile steht sie dem Lernwerkzeug positiver gegenüber und nutzt es für die gemeinsame Arbeit an Texten, für Korrektur und Benotung. Der letzte Artikel in Kapitel 4 ist von Andreas Heuer (Französisch, Philosophie und Geschichte), der das ipad im Geschichtsunterricht einsetzt. Nach einem kurzen Abriss zur Entwicklung der Menschheitsgeschichte zeigt er verschiedene Wege auf, wie es gelingt, Schülern in einer globalisierten Netzwerkgesellschaft und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Ethnien das Bewusstsein für Geschichte zu vermitteln. Am Ende dieses Berichts fassen Ted Weisberg und ich die wichtigsten Ergebnisse zusammen und stellen sie den Vornahmen und Erwartungshaltungen zu Projektbeginn gegenüber. Darüber hinaus geben wir einige Hinweise für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften. 8

9 Paducation: Projektdesign, Umsetzung und Schlussfolgerungen Angelika Jaenicke, Nicole Mahlke-Harms und Ted Weisberg In diesem Kapitel beschreiben wir den Hintergrund und das Zustandekommen des Projekts und wie wir es organisiert haben. Auch seine unterschiedlichen Bestandteile wie die Workshops, den Blog und anderes mehr stellen wir vor. Das führt uns zu ein paar Rückschlüssen, wie man ein solches Projekt am besten organisiert. Außerdem gehen wir darauf ein, wie neue Technik in einen kollegialen Selbstlernprozess integriert werden kann, an dem Lehrkräfte nicht nur aus zwei Schulen, sondern aus zwei europäischen Ländern teilnehmen. Zum Hintergrund Die Zusammenarbeit zwischen Rudbeck, der LPR Hessen mit ihren Medienprojektzentren Offener Kanal und der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule hat eine lange Geschichte. Die soll hier erzählt werden, denn sie erklärt, weshalb das Paducation-Projekt so erfolgreich für beide Schulen und die involvierten Personen war. Open Channels for Europe hieß das 4. Jahrestreffen Offener Kanäle, zu dem der Bundesverband Offene Kanäle im November 1997 Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgermedieneinrichtungen weltweit eingeladen hatte. Unter den Gästen war auch Ted Weisberg, der am Rudbeck-Gymnasium im schwedischen Sollentuna Medien unterrichtet. Rudbeck ist ein Oberstufengymnasium, und die Schülerinnen und Schüler spezialisieren sich in diesen drei Jahren für ihre künftigen Berufe. Am Rande der Berliner Veranstaltung wurde vereinbart, dass gleich im folgenden Jahr aus Ted Weisbergs Kursen acht Jugendliche nach Hessen kommen, um in den vier Offenen Kanälen in Kassel, Gießen, Offenbach/Frankfurt und Fulda ein mehrwöchiges Praktikum als Teil ihrer Abschlussprüfung zu absolvieren. Für alle Beteiligten war dieser Probelauf im Jahr 1998 ein Gewinn, und so wurde daraus eine Tradition, die bis 2012 fortgesetzt wurde, allerdings mit Variationen: Ab 2002 war nur noch der Offene Kanal Kassel Einsatzort für junge Schweden, und als es mit der Finanzierung aus einem europäischen Fond schwierig wurde, verwandelten wir 2006 die Zusammenarbeit in einen Schüleraustausch mit der Georg- Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel. Jeweils im Frühjahr kamen vier Schweden, lebten mit den Familien von Lichtenberg-Schülern, nahmen am schulischen Leben teil und praktizierten im Offenen Kanal, und im Herbst reisten vier Lichtenberg-Schüler nach Sollentuna. Im Jahr 2007 begannen die beteiligten Institutionen Rudbeck, Lichtenberg und LPR Hessen zu überlegen, auf welchem Wege es möglich sein könne, weiterhin gemeinsame und vielleicht auch intensivere Sache zu machen, und es entstand die Idee, bei der EU einen größeren Antrag einzureichen. Endlos viel Elektropost wurde ausgetauscht, es gab eine erste Arbeitssitzung am Rande des internationalen Lokal-TV- Festivals in Košice in der Slowakei, es gab Telefonkonferenzen via Skype, und es gab schließlich ein erstes Konzept: Unter dem Titel WORK-TV Internet Broadcasting for European Youth sollten Methoden entwickelt werden, um Jugendliche in den Ländern Deutschland, Großbritannien, Irland und Schweden fit zu machen für IT-Berufe. Dieser in Schweden eingereichte Antrag wurde abgelehnt. Auch der zweite in Schweden eingereichte Antrag ASK-TV Digital platforms for democratic media training and development (ASK steht für die Partner in Aberdeen, Sollentuna und Kassel) fand keine Unterstützung. Nach einer grundlegenden Reform des schwedischen Schulsystems war dann auch das Medienprogramm als berufsvorbereitendes Training abgeschafft, und damit auch der Schüleraustausch zwischen Sollentuna und Kassel. 9

10 Aber die drei alten Partner wollten sich nicht entmutigen lassen, und so wurde im dritten Anlauf beschlossen, es mit einem EU-Antrag in Deutschland zu versuchen, diesmal nur als deutsch-schwedisches Projekt. COMENIUS-Regio, das europäische Programm für die schulische Bildung, schien uns der passende Ansatz zu sein für einen länderübergreifenden Austausch mit Lehrkräften als handelnde Personen. Denn die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften sollte der Gegenstand sein. Um 2010 herum hatte Rudbeck begonnen, sich in Richtung Informations- und Kommunikationstechnik zu orientieren, und die Lichtenbergschule testete bereits ipads. Beide Schulen beschäftigten sich ab 2011 ernsthaft damit, die Möglichkeiten des ipad-einsatzes im Unterricht zu prüfen. Das führte schließlich zu der Idee, gemeinsam ein Projekt zu entwickeln, das auf Lehrerbildung im Zusammenhang mit digitalisierter Pädagogik abzielt. Ein paar wenige Tablets waren an beiden Schulen schon im Einsatz, aber es mangelte an gründlich durchdachten Konzepten, wie die wachsende Digitalisierung in der Gesellschaft für die Schule, und zwar für Lehrer wie Schüler, fruchtbar gemacht werden kann. Recherchen führten zu der Erkenntnis, dass es allüberall in Europa schon sehr viele kleine und punktuell auch große Versuchsprojekte mit Tablets im Unterricht gibt. Allerdings mangelt es insgesamt am bilateralen Erfahrungsaustausch, und es fehlen die Konzepte für die verstetigte Einbindung in Lehrpläne. Weil die Anträge für COMENIUS-Regio-Projekte von Schulbehörden eingereicht werden müssen, wurden parallel zur Entwicklung der Grundidee Gespräche mit dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis und die Stadt Kassel geführt. Nach einer zweitägigen gemeinsamen Arbeitssitzung in Kassel, bei der rund um die Uhr an dem Antrag gefeilt und der Titel Paducation kreiert wurde, gelang es überraschend problemlos, auch das Interesse der für die Lehrerbildung in Hessen zuständigen Institution (damals Amt für Lehrerbildung, heute Hessische Lehrkräfteakademie) zu wecken. Schließlich sollten die Ergebnisse des Projekts in beiden Ländern in die Zukunftsplanungen der jeweils für Lehrerbildung und Schulentwicklung zuständigen Behörden einfließen. Kurz und gut: Der Paducation-Antrag wurde Anfang 2013 eingereicht und mit einer sehr guten Bewertung genehmigt. Im Juni 2013 kam der positive Bescheid, und dann fingen in Kassel die Probleme mit Behörden an, die hier nicht weiter beschrieben sein sollen, weil sie Anfang 2014 weitestgehend gelöst werden konnten. Zu Partnerschaften Mit dem Amt für Lehrerbildung (jetzt: Hessische Lehrerakademie) hatte die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) bereits im Jahr 2011 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Die darin festgeschriebenen Ziele konzentrierten sich auf die Medienbildung von Lehrkräften, von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst und von den Ausbilderinnen und Ausbildern in den Studienseminaren. Diese ausgesprochen erfolgreiche Zusammenarbeit erstreckt sich mittlerweile auf alle drei Phasen der Lehrerbildung, also Studium, Vorbereitungsdienst (Referendariat heißt es in manchen Ländern nach wie vor) und Berufseinstiegsphase sowie Fort- und Weiterbildung. Die Förderung von Medienkompetenz im Sinne des präventiven Jugendmedienschutzes ist eine zentrale Aufgabe der LPR Hessen. Deshalb initiiert und unterstützt sie eine Vielzahl medienpädagogischer Projekte 10

11 mit Radio, Fernsehen, Computer und Handy. Zielgruppe der Medienkompetenzprojekte sind vorrangig Kinder, Jugendliche und Multiplikatoren im Bildungssektor. Neben dem Angebot von handlungsorientierten Praxisprojekten in Kindereinrichtungen, Schulen und außerschulischen Einrichtungen forciert die LPR Hessen die Aus- und Weiterbildung von Multiplikatoren. Dass sie mit ihrem Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel also nicht nur in den vielen Jahren der Praktika und des Schüleraustauschs gerne mit im Boot war, sondern auch bei allen drei EU-Anträgen, leitet sich aus den Aufgaben ab. Die beiden Schulen sind aber natürlich das Herzstück des Projekts, deshalb sollen sie hier kurz im Profil vorgestellt werden: Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel ist ein ganztägig arbeitendes Gymnasium im Profil 2. Die Schule wird zurzeit von rund 1270 Schülern aus dem Landkreis und der Stadt Kassel besucht. Zertifizierte Schwerpunkte des Profils sind u.a. Begabungszentrum Mathematik, Schule mit Schwerpunkt Musik, Talentförderzentrum Handball, CertiLingua- Schule, Junior-Ingenieur-Akademie und MINT-EC-Schule. Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 wird sowohl eine achtjährige als auch eine neunjährige Gymnasialzeit bis zum Abitur angeboten, das Parallelmodell. Lichtenberg hat seit vielen Jahren den Ruf, eine moderne und medienorientierte Schule zu sein, die mehrere Pilotprojekte im Bereich Medienbildung anbietet. Die Versuchsprojekte mit Tablets im Unterricht wurden maßgeblich von Andreas Rehner vorangetrieben, der unter anderem IT und Medien unterrichtete und seit Sommer 2014 an einer deutschen Schule in Madrid beschäftigt ist. Das Rudbeck-Gymnasium ist ein Oberstufengymnasium in der Einwohner zählenden Kommune Sollentuna, einer von 26 Gemeinden in der Provinz Stockholm. Rudbeck ist das einzige staatliche Gymnasium in Sollentuna und hat rund Schüler und 220 Mitarbeiter. Die Schule arbeitet ähnlich wie eine Universität, denn die Schüler wählen ihr Curriculum selbst. Rudbeck gilt als Lieblingsschule für Teenager aus dem ganzen Raum Stockholm, denn es gibt eine große Bandbreite an Kursen, und es wird sehr viel mit fortlaufender Beurteilung (formative assessment) gearbeitet. Die Stadtverwaltung von Sollentuna möchte insgesamt, aber schwerpunktmäßig im Bildungssektor, zur IT-Region werden, und so fördert die Schulbehörde schon seit 2010 die Vollausstattung von Schulen mit Tablets. Obwohl Rudbeck schon eine Vorreiterrolle im IT-Bereich innehatte, musste die Schule bis zum Herbst 2014 auf seine 1:1-Ausstattung warten. Zum Team Nachdem das Projekt bewilligt war, mussten die Teilnehmer gefunden werden. Die genehmigten Projektgelder ließen es zu, dass maximal zehn Lehrkräfte pro Schule mitmachen konnten. Wie also eine Auswahl treffen, wenn das Interesse größer sein sollte? In der Lichtenbergschule fand sich nach persönlicher Ansprache eine Gruppe zusammen, die mehrere Unterrichtsfächer abdeckt. In Rudbeck wurden alle Lehrkräfte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Ziel an beiden Schulen war es, eine möglichst perfekte Mischung von Fachgebieten und digitaler Kompetenz zu erreichen. Weil die Leitungen beider Schulen aber nicht bereit waren, den Teilnehmern Zeitausgleich für die Mitarbeit im Projekt zu gewähren, war das nicht ganz so einfach. Es zeigt aber auch, dass diejenigen, die nun ganz freiwillig und ohne Gegenleistung der Schule mitgemacht haben, großes Engagement dafür mitbrachten, neue Wege in der Bildungsarbeit zu erproben. 11

12 Die Leitungsgruppe stand bereits fest, als der Antrag eingereicht wurde, denn die Verfasser des Antrags, Angelika Jaenicke 1, Ted Weisberg 2 und Andreas Rehner 3 kennen sich langer Zeit. Nachdem Andreas Rehner in den Süden Europas gezogen war, übernahm Nicole Mahlke-Harms das koordinierende Management an der Lichtenbergschule. Schon im Antrag war die Universität Södertörn als Partner festgeschrieben für die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts. Michael Forsman, assoziierter Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft im Fachbereich Kultur und Bildung, übernahm die Aufgabe. Die Zusammenarbeit mit der Universität Kassel wurde später vereinbart, und zwar mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Oliver Emde, der im Fachgebiet Didaktik der politischen Bildung Doktorand ist. Eine andere wichtige Aufgabe, den Aufbau und die Pflege von übernahm Thomas Maxara von der Lichtenbergschule. In der schwedischen Lehrergruppe gab es aus schulischen Gründen einen Personenwechsel, aber insgesamt arbeiteten über den kompletten Projektzeitraum an jeder Schule zehn Lehrkräfte mit. Aus folgender Tabelle wird ersichtlich, dass der Schwerpunkt auf geistes- bzw. gesellschafts- und nicht auf naturwissenschaftlichen Fächern liegt. Das hatte am Ende natürlich auch Einfluss auf die Auswahl der Apps und auf die Lernszenarios. Lichtenberg Lehrer Martin Fiola (Kunst, Medien, Politik) Andreas Heuer (Geschichte, Philosophie, Französisch) Gabriel Hund-Göschel (Politik, Religion, Wirtschaft) Jutta Koril (Englisch, Deutsch, darstellendes Spiel) Nikolaos Lampos (Deutsch, Ethik) Eva Lorenzana (Kunst, Biologie) Nicole Mahlke-Harms (Mathematik, Chemie) Thomas Maxara (Mathematik, Religion) Michael Rosenthal (Musik, Religion) Jakob Sievers (Englisch, Sport) Projektleitung Angelika Jaenicke und Nicole Mahlke-Harms Evaluation Oliver Emde Webmaster Thomas Maxara Rudbeck Lehrer Kicki Thorell/Maria Almlöv (Biologie, Mathematik) Pernilla Hammarström (Geschichte, Schwedisch) Ulrika Molin (Englisch, Spracheinführung) Lena Norée (Schwedisch, Englisch) Anna Oldner Bengtsson (Schwedisch, Rhetorik, Medien) Eulalia Quintana (Spanisch, Italienisch) Peter Sandberg (Schwedisch, Medien) Ylva Sanner (Kunst, Medien) Elisabeth Siegfelt (Religion, Politik) Ted Weisberg (Film- + TV-Produktion, Medienbildung) Projektleitung Ted Weisberg Evaluation Michael Forsman Zur Struktur des Projekts Wie organisiert man also das gemeinsame Lernen und den Austausch, wenn 20 Personen aus unterschiedlichen Fachgebieten in ihrer Freizeit zusammenarbeiten sollen? Natürlich, es gibt den Austausch über das Internet, aber persönliche Begegnungen können damit nicht komplett ersetzt werden. Zusam- 1 Bereichsleiterin Medienprojektzentren Offener Kanal in der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien 2 Medienlehrer in Rudbeck und Filmemacher 3 bis 2014 Lehrer an der Lichtenbergschule, seitdem an der Deutschen Schule in Madrid 12

13 menarbeit funktioniert dann gut, wenn man sich kennt, gesehen hat, miteinander diskutiert hat, sich gegenseitig einschätzen kann. Deshalb gab es alle sechs Monate reale Treffen. Diese vier Workshops, zwei in Kassel, zwei in Sollentuna, waren die wichtigsten Bestandteile des Austauschs unter den Kollegen. In ihrer Struktur ähnlich aufgebaut, gab es in jedem Workshop Fixpunkte, an denen die Fortschritte der Arbeit gemessen werden konnten. Einen dieser Fixpunkte nannten wir Show and tell eine spezifische Form der öffentlichen Präsentation, während der man fünf bis zehn Minuten Zeit hat, um dem Publikum etwas zu zeigen und zu erläutern: Eine neue Applikation und wie man sie einsetzt oder eine bislang ungenutzte Funktion oder auch mobile Lernszenarios. Dieses Instrument haben wir von einem vergleichbaren Projekt übernommen. Mobile Lernszenarien ähneln herkömmlichen Methodenkarten zur Durchführung von Lerneinheiten. Sie enthalten allgemeine Angaben zu Schule und Projektklasse, den technischen Voraussetzungen, die für die Umsetzung eines Projektes gegeben sein müssen, und zum Projekt selbst. Die mobilen Lernszenarien dienen nicht allein der Dokumentation ausgewählter Schulprojekte, sondern sollen gleichzeitig zum Nachahmen animieren und dabei anderen Lehrkräften als Handreichung zur Vorbereitung einer mobilen Unterrichtssequenz helfen. Der dritte Fixpunkt war die Arbeit in Kleingruppen, damit die Vertreter der gleichen Unterrichtsfächer Gelegenheit hatten, sich ganz auf ihre fachspezifischen Fragen und Erfahrungen zu konzentrieren. Ebenso wichtig war es aber natürlich auch, Raum für informelle Gespräche und gemeinsame Unternehmungen zu geben, also etwa für Stadtführungen oder Museumsbesuche. Da wir die Ausgestaltung der Workshops als entscheidend für die Qualität der Projektergebnisse halten, werden sie hier sehr ausführlich beschrieben. Startschuss: Der erste Workshop Montag, 28. Oktober 2013 Mit einstündiger Verspätung, nicht dank der Fluglinie, sondern dank des Sturmtiefs Christian und der Deutschen Bahn, erreichen neun schwedische Lehrkräfte und der amerikanisch-schwedische Projektmanager Ted Weisberg gegen 23 Uhr das Hotel in Kassel, in dem sie bis zum Mittwoch residieren werden. Kontakt mit einem der deutschen Partner haben sie unverhofft in Frankfurt/Main Hauptbahnhof: Den Direktor der LPR Hessen treffen sie auf dem Bahnsteig auch er möchte nach einem langen Tag endlich nach Nordhessen. Dienstag, 29. Oktober Um 9.30 Uhr beginnt im Studio des Offenen Kanals Kassel nach intensiver Vorbereitung die konkrete Arbeitsphase: In bester Laune und aufgeschlossen gegenüber allem, was da kommen wird, erarbeiten nach den üblichen Willkommensgrüßen und Einführungen sechs Kleingruppen ihren Sachstand: Wo sind wir, wo wollen wir hin, wo sehen wir Probleme? Aus den Berichten kristallisieren sich diese Punkte heraus: Beide Schulen sind prinzipiell gut ausgestattet mit Digitaltechnik, der Gebrauch durch die Lehrkräfte ist aber höchst unterschiedlich und reicht von mehrheitlich bis noch gar nicht. Thematisiert werden die fehlende Ausstattung der Schüler mit ipads, das technische Wartungsproblem in Schulen (das es in Sollentuna nicht gibt), die Frage, wie zukünftig Arbeiten, Tests und Prüfungen ablaufen können sowie das nahezu unüberschaubare Angebot von sogenannten Apps. Und die nicht unwichtige Frage nach dem Mehrwert: Was kann ich mit dem ipad im Unterricht anbieten, das nicht mit den herkömmlichen Mitteln auch machbar ist? Um 11 Uhr wird es ein klein wenig offiziell: Sabine Schäfer vom Schulamt Kassel, die den Projektantrag im Frühjahr unterschrieben hatte, betont die Relevanz von Paducation für die Entwicklung neuer Lehrund Lernmethoden, und Annette Schriefers überbringt die Grüße und Wünsche des Direktors der LPR 13

14 Hessen, der die Mitwirkung seines Hauses in dem Projekt als wichtigen Baustein im Rahmen der Vermittlung von Medienkompetenz sieht. Nach dem europäisch geschmückten Gruppenfoto wird wieder gearbeitet der Zeitplan für die nächsten zwei Jahre steht zur Debatte. Sehr schnell wird klar, dass die zeitlichen Verabredungen nur in kleinen Etappen von Workshop zu Workshop geplant werden können, bei den Inhalten sind größere Schritte möglich. Mittagessen im Gleis 1 im KulturBahnhof, ein kurzer Spaziergang bis zur Innenstadt, und dann heißt es Show and tell : Im Wechsel präsentieren Pädagogen aus beiden Ländern einige ihrer praktischen Arbeiten mit dem ipad oder sonstigen Digitalmedien im Unterricht. So hat ein Kasseler Lehrer im Deutschunterricht seine Klasse mit dem App ComicLife Goethes Werther in die heutige Zeit und in eine Kriminalhandlung übertragen lassen. Eine schwedische Lehrerin, die schwedisch und Medien unterrichtet, ließ ihre Gruppe mit Google Drive einen Kafka-Text lesen, im nächsten Schritt analysieren, und anschließend haben Vierergruppen die einzelnen Analysen überprüft und zusammengeführt. Im Sportunterricht in Kassel entstanden mehrere kleine ipad-filme mit Interviews zu Sport. Einen neuen Kurs Creating digital in Schweden, von dem niemand wirklich wusste, was da zu tun sein könnte, begann die Lehrerin für Kunst und Medien, indem sie ihre Gruppe anleitete, mit dem App Pages eine Erinnerung aus dem vergangenen Sommer mit einem Bild aus dem Netz und einem eigenen Bild zu kombinieren. Die Ergebnisse sind in der Tat created digital. Ein Kasseler Lehrer für Geschichte und Französisch gab seiner Klasse die Aufgabe, ein Gemälde bis ins letzte Detail zu analysieren und die Analyse in einen Film umzusetzen. Mit istopmotion hat eine schwedische Klasse spielerisch Trickfilme produziert, und hellauf begeistert ist ein Kasseler Musiklehrer von Notion, mit dem Komponieren, Editieren und vieles andere sehr einfach möglich ist. Und noch zwei Beispiele aus Schweden: Ein Lehrer für Schwedisch und Medien arbeitet im Sprachunterricht digital mit seinen Schülern, von denen jeder bei Google drive ein Fach hat, in dem Aufgaben und Arbeiten abgelegt werden. Im Fach Medien nutzt er YouTubeCapture zum Filmen, zum Überprüfen und zum Hochladen. Der Projektmanager Ted Weisberg, der ebenfalls Medien unterrichtet, hat seinen Kurs mit Book Creator ein Buch über die Entwicklungsgeschichte von Plakaten erarbeiten lassen. Viele Nachfragen (Wie geht denn das?) und genauso viele Tipps (Immer externes Mikrofon bei ipad!) sorgen für einen regen bilateralen Erfahrungsaustausch und bringen die jeweils vergleichbare Fächer unterrichtenden Kollegen aus den Regionen sehr schnell und eng zusammen. Ein Fazit dieser Runde ist die Erkenntnis, dass in beiden Schulen Apps im Unterricht genutzt werden, die eigentlich nicht für den Gebrauch im Unterricht gedacht waren. Im Anschluss gibt es eine Unterrichtseinheit zum Paducation-Blog, der in Kassel vor Projektstart eingerichtet worden war: Alle registrieren sich und erfahren, wie man sich bitte einbringt, wie Fotos hochgeladen werden usw. Mit einem Grillabend in der Lichtenbergschule klingt der Tag aus, um am 30. Oktober in der Lichtenbergschule fortgesetzt zu werden. Während die Kasseler Lehrkräfte ihre schwedischen Pendants mit in ihren Unterricht nehmen wie erwähnt, muss das Projekt neben den normalen schulischen Pflichten der Lehrkräfte stattfinden, lassen sich im Lehrerzimmer die Projektmanager von dem heutigen Gast Manfred König, Landesschulamt Frankfurt (ehemals Amt für Lehrerbildung), das Medienkonzept der Lehrerbildung in Hessen erläutern. Denn die Ergebnisse von Paducation sollen ja schließlich einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Lehrerbildung leisten. In der anschließenden 14

15 Diskussion geht es um Themen, die bei der Projekt-Evaluation eine Rolle spielen müssen, unter anderen: Warum ipads? Ändert sich die Rolle des Lehrers? Ist die Nutzung von ipads wirklich kreativitätsfördernd für beide Seiten? Wie trainieren die Lehrer sich selbst? Verändern die Medien die Inhalte? Gibt es einen Kontrollverlust über Inhalte und Methoden? Wie muss Bildung umorganisiert werden? Wie ist das mit der Vermischung von schulischem und privatem Gebrauch der Geräte? Nach dem Mittagessen in der Schulkantine treffen sich wieder alle im Lehrerzimmer, wo sie vom Leiter der Lichtenbergschule, Helmut Dörr, begrüßt und mit einer Schultüte beschenkt werden. Und nach einem Raumwechsel folgt die vorletzte gemeinsame Arbeitsphase: Konkrete Vereinbarungen müssen getroffen werden. Im Konsens verabredet wird: Jeder stellt für seine Arbeitsschritte seinen persönlichen Plan auf und dokumentiert die Schritte so oft wie möglich im Blog; die nationalen Kontakte werden auch in schriftlicher Form gepflegt (ein Kommentar dazu aus Schweden: Wir sehen uns selten in der Schule. Wir sind nach Deutschland gekommen, um uns zu treffen! ); einmal pro Monat finden nationale schulische Treffen statt, die Aufgaben dazu werden von den Managern vorgegeben; der nächste gemeinsame Workshop findet am 27. und 28. März 2014 in Sollentuna statt; danach, und noch vor Ostern, gibt es in beiden Schulen eine Präsentation für die jeweils gesamten Lehrerkollegien. Und natürlich haben die schwedischen und deutschen Fachkollegen darüber hinaus jede Menge bilateraler Verabredungen getroffen. Um Uhr fahren alle schwedischen Gäste mit deutscher Begleitung mit einem Bus zum Herkules, um dort den letzten Arbeitsauftrag dieses gemeinsamen ersten Workshops zu erledigen: Während des ipad photo walk to World Heritage Site sollen die Lehrkräfte mit ihren Geräten dokumentieren, experimentieren und später ihr Bilderbuch mit englischen und schwedischen Texten versehen. Aber natürlich sollen die Gäste auch endlich etwas von Kultur in Kassel sehen: Nach zwei Arbeitstagen in geschlossenen Räumen steht ihnen nun bevor, vom Herkules bis hinunter zum Bahnhof Wilhelmshöhe zu laufen, wo um Uhr ein ICE abfährt, der sie zum Frankfurter Flughafen bringt. Apps, Apps, Apps und Lernerfolge: Der zweite Workshop Vormittag des 26. März 2014: Der Flug, auf den die Kasseler Projektteilnehmer für den nächsten Vormittag gebucht sind, ist wegen des Streiks annulliert. Einziger Ausweg: Sechs Stunden später zu fliegen und also sechs Stunden weniger Arbeitszeit in Sollentuna zu haben. Da es nicht zu ändern ist, empfängt Ted Weisberg, der schwedische Projektmanager, die Kasseler Truppe nicht wie geplant gegen Uhr, sondern erst am Abend des 27. März. Tags zuvor musste deshalb der Ablauf des Workshops komplett umstrukturiert werden, und die geplante Arbeitseinheit im Rathaus von Sollentuna samt Empfang fiel dem Streik am Frankfurter Flughafen zum Opfer. Im Zug von Arlanda nach Sollentuna werden erste Pläne für den Rest des Abends geschmiedet, und nach Ablieferung des Gepäcks im Hotel geht es wieder zum Bahnhof und auf nach Stockholm, wo es bereits dunkel ist. Aber ein kleiner Spaziergang bis zum Abendessen ist noch möglich, und so streifen wir diverse Sehenswürdigkeiten im Schnellgang, fotografieren und filmen fleißig mit den ipads, genießen ein schwedisches Abendessen, fahren zurück nach Sollentuna und fallen in die Betten. 28. März, 8.45 Uhr in Raum B105 im Rudbeck-Gymnasium: Einer kurzen Einführung durch Ted Weisberg folgen mehrere Begrüßungen. Anders Morin, Vorstandsvorsitzender Bildung und Beschäftigung in der Kommune Sollentuna, hat eine Zeitlang in Deutschland gelebt, und so heißt er die Kasseler Gruppe in deutscher Sprache willkommen. Auf Englisch führt er anschlie- 15

16 ßend aus, dass qualitativ bessere Ausbildung, die mit dem Projekt angestrebt ist, fruchtbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird. Und er betont, dass der internationale Austausch in zweierlei Hinsicht wertvoll ist: Durch das gemeinsame Arbeiten entstünden einerseits gegenseitige neue Impulse, und andererseits erwachse daraus ein Netzwerk, das sicherlich über die Projektlaufzeit hinaus kooperativ wirken könne. Der Direktor des kommunalen Oberstufengymnasiums Rudbeck, Per Frithiofson, der kürzlich in Berlin war und dort den Satz Ein kleines Bier, bitte gelernt hat, hebt hervor, wie wichtig das Projekt für seine Schule, für die Bildung und für die Schülerinnen und Schüler ist. Karin Schmidt Bohgard, Chefin der Rudbeck-Abteilung Kunst und Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, direkte Vorgesetzte von Ted Weisberg, ist glücklich über den bisherigen Projektverlauf und neugierig darauf, was die nächsten Ergebnisse sein werden. Für die deutsche Gruppe überbringen Angelika Jaenicke und Nicole Mahlke-Harms die Grüße und Wünsche ihrer Einrichtungen, überreichen den schwedischen Gastrednern kleine Präsente und dann beginnt nach einer kurzen Umbaupause der Arbeitstag, der in seinen wichtigsten Etappen erst mit ipad, dann wegen größerer Speicherkapazität mit Videokamera dokumentiert wird. Show and tell heißt, wie schon beim ersten Workshop, die rund zweistündige Präsentationsrunde, in der die Paducators ihre letzten Projekte vorstellen, die sie mit ihren Schulklassen durchgeführt haben. So hat ein Kasseler Englischlehrer zwölf Jugendlichen als Forscher und zwölf Jugendlichen als Präsentatoren die Aufgabe gestellt, für sich selbst ein Freiwilliges Soziales Jahr zu planen. Er gab ihnen Tipps für die Recherche, und sie konnten frei auswählen, wo sie diese Orientierungsphase ansiedeln und wie sie sie ausfüllen möchten. Anschließend wurden die zwölf Projektergebnisse in Form einer kleinen Messe präsentiert. Im Fach esthetic communication hat eine schwedische Kunst- und Medienerzieherin ihre Schüler mit ipads in Stockholm fotografieren und filmen lassen. Die Aufgabe war dann, mit Stift, Pinsel und Farbe die Aufnahmen nachzuzeichnen, und zwar in den unterschiedlichsten Varianten wie positiv, negativ, schwarzweiß, weißschwarz und anderes mehr. Die sehr beeindruckenden Ergebnisse des Projekts, in dem über vier Wochen drei Mal pro Woche inklusive Reflexion gearbeitet wurde, sind in einer Ausstellung in Sollentuna zu sehen. Ebenfalls im Kunstunterricht beschäftigen sich in Kassel 15-/16-Jährige seit Kurzem mit zwei Aufgaben: Das Leben von Vincent van Gogh soll als Legetrickfilm dargestellt werden. Und ein Kunstwerk soll gesucht und gefilmt werden. Das entstandene imovie des Skywalker, Wahrzeichen der documenta 1992 und seit 1997 auf dem Bahnhofsvorplatz aufgestellt, befindet sich gerade in der Phase der Analyse. Italienisch als dritte Sprache ist ein Fach in Sollentuna, und die Lehrerin beauftragte ihre Schüler damit, einen Werbefilm für den nächsten Kurs in italienischer Sprache mit ipad und iphone zu produzieren. Konkret war die Aufgabe, in ein Kaffee zu gehen, eine Bestellung aufzugeben, dabei ein Problem entstehen zu lassen und es zu lösen. Im Ergebnis haben selbst die Jugendlichen, die nicht gerne öffentlich in Fremdsprachen auftreten, sehr gut mitgemacht und viel gelernt. Ein Kasseler Musiklehrer, der im Unterricht viel mit dem ipad-programm Notion arbeitet, ließ den Song Happy von Pharrell Williams vom ipad-notenblatt in Playbackmanier auf drei Instrumenten nachspielen, und einen anderen Song ließ er seine Jugendlichen direkt auf dem ipad auf einem Notenblatt fabrizieren. UN climate debate hieß ein Großprojekt in Schweden, an dem 120 Jugendliche und 17 Lehrkräfte mitgewirkt haben. Die Klasse einer Biologielehrerin hat mit ipads recherchiert, jeder sollte ein Land repräsentieren, dann wurde das jeweilige Land erforscht, wurden Reden vorbereitet und in der Aula vor Publikum 16

17 gehalten mit dem ipad als Redemanuskript. Die Lehrerin selbst, noch nicht so ipad-affin wie ihre Schüler, hat die Veranstaltung mit dem ipad dokumentiert. Mit gemischten Migrantenklassen gestaltet ein Kasseler Geschichtslehrer den Unterricht unter dem Motto Es gibt parallele Geschichte(n) : Seine Schüler erarbeiten sich mit dem ipad zum Beispiel das Thema, was sich während des 2. Weltkriegs in der Türkei abspielte. In einem anderen Projekt sollen die Schüler mit dem ipad die Stadt erkunden, in der sie leben, von der sie aber in der Regel nicht allzu viel wissen. Die Aufgabe ist also, in der Stadt zu fotografieren, Recherchen anzustellen zu dem, was fotografiert wurde und den Mitschülern anschließend mitzuteilen, was sie aus eigener Arbeit ohne den Lehrer gelernt haben. In Gruppen englische Kurzgeschichten zu lesen und sie nachzuerzählen als Text, als Film oder als Fotoserie war die Aufgabe, die eine schwedische Sprachlehrerin im Unterricht stellte. Die Ergebnisse, die natürlich mit dem ipad erarbeitet werden sollten, waren alle sehr gut. Ihre Erfahrung mit solchen Unterrichtseinheiten ist mehr als positiv, denn die Schüler sind mit Engagement dabei und lernen, obwohl vermeintlich spielerisch, sehr viel schneller und nachhaltiger. Im Deutsch- und im Ethikunterricht setzt ein Kasseler Lehrer verschiedene Applikationen ein. So lesen zum Beispiel seine Schüler im Deutschunterricht Detektivgeschichten, entwickeln eigene Figuren, schreiben ein Drehbuch und setzen ihr Werk mit ComicLife um. Im Ethikunterricht geht es darum, einen Science-Fiction-Film gemeinsam anzuschauen, die Figuren der Androiden zu analysieren und die Definition des Begriffs menschliches Wesen während der letzten Jahrhunderte bis hin zum Roboter aufzuarbeiten. Mit Google Drive lassen sich die Arbeitsstücke vieler Projektbeteiligter in einer Zentrale speichern. Da sowohl Lehrer als auch Schüler Zugriff auf diese Zentrale haben, ist der zeitunabhängige Austausch von Feedback, Neuigkeiten, Informationen, Bildern, Filmen, Tabellen und vielem mehr sehr einfach zu handhaben. Über Google Drive arbeitet eine schwedische Sprachenlehrerin mit ihrer Gruppe an der Aufgabe, die verschiedenen Formen von psychologischem Stress darzustellen. Das Ergebnis wird ein Film über einen ausgebrannten, übermüdeten Mann sein, der sich in Therapie begibt. Nach einer sehr kurzen Kaffeepause, die hier fika heißt, geht es weiter mit einem Börsenprojekt an der Lichtenbergschule: Im Fach Politik/Wirtschaft setzt der Lehrer die Börsen-App Finanzen 100 ein. Jeder Schüler bekommt als Startkapital und geht damit an die Börse. Ein Schüler spielt den Spekulanten, und anhand der Portfolios wird gelernt, wie der Börsenmarkt funktioniert. Neben seinen sehr guten Erfahrungen mit Google Drive, wo jeder seiner Schüler ein Fach hat, in dem Aufgaben und Arbeiten abgelegt werden, zeigt der Schwedisch und Medien unterrichtende Rudbeck- Lehrer die vielfältigen Möglichkeiten, mit der Applikation Haiku Deck sehr schnell sehr anschauliche Präsentationen zu gestalten. Und er weist auf scoop.it hin, mit dem sich Beiträge von Mediennutzern sammeln, sortieren, gewichten und präsentieren lassen kuratieren ist der Fachbegriff dafür. YouTube against mathematics nennt ein Mathematiklehrer aus Kassel eine Methode, seiner Klasse mit digitalen Mitteln das Lernen schmackhaft zu machen. Die Aufgabe: Erst auf YouTube gemeinsam einen kleinen Film zum Wurzelziehen nach dem Heron-Verfahren anzuschauen, dann zu versuchen, die Aufgabe 12 selbständig zu lösen und die Lösung ähnlich zu dokumentieren wie in dem gesehenen Film. Eine weitere Empfehlung des Lehrers: GoodReader ist ein sehr brauchbares PDF-Werkzeug fürs ipad. Nur mit ipad und Google Drive arbeitet in Sollentuna eine Lehrerin für Schwedisch und Medien. Und zwar nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Lehrerausbildung: Sie filmt den Referendar, gibt ihm ihre Aufnahmen über Google Drive, er schaut sich die Sachen an und gibt ihr Rückmeldung dazu, was ihm aufgefallen ist. Diese Form von Supervision hat ihrer Darstellung nach zur Folge, dass ein Fehler, den einer von beiden entdeckt, nicht noch einmal vorkommt. Im Unterricht stellte sie die Aufgabe, einen Werbespot zu produzieren und die Analyse dazu ebenfalls zu 17

18 filmen. Sie präsentiert die Analyse zu einem Werbefilm, der den Prozess vom Weizenfeld bis zu den Nudeln auf dem Tisch darstellt, und weil die analysierenden Schüler nicht vor die Kamera wollten, haben sie die Bilder ihres Werbespots genommen und mit ihrer Analyse vertont. Die Kasseler Mathematiklehrerin hat ihre Zöglinge der Jahrgangsstufe 7 mit Dreieckskonstruktionen beschäftigt, zunächst wie üblich mit Zirkel und Lineal, dann bastelnd und filmend. Sie berichtet bei der Präsentation des Ergebnisses, dass diese eher spielerische Herangehensweise den Schülerinnen und Schülern sehr dabei hilft, Zusammenhänge zu durchschauen und langfristig zu verinnerlichen. Vor dem auswahlreichen gemeinsamen Mittagessen in der großen Schulkantine bleibt noch ein wenig Zeit für die geplanten partner tours : Die schwedischen Lehrkräfte führen ihre deutschen Partner mit den jeweils identischen Unterrichtsfächern durch die Schule und zeigen ihnen die für deutsche Verhältnisse luxuriösen Arbeitsräume und sonstigen Ausstattungen. Bevor es um 13 Uhr weitergeht in Raum B105, werden bei strahlend blauem Himmel an der Skulptur vor der Schule professionelle Gruppenfotos gemacht, die wenig später auf der Internetseite von Paducation zu sehen sind. Zu Beginn der nächsten Arbeitseinheit erzählt Ted Weisberg seine ipad- Geschichte: Als er im Jahr 2010 in den Ferien in den USA war, kaufte er drei der gerade neu auf den amerikanischen Markt gekommenen Geräte es waren die ersten in Schweden. Von Andreas Rehner, einem seiner langjährigen Projektpartner in Kassel, lernte er dann Apple-TV. Mit diesem kleinen Rückgriff in die Geschichte stellt er Andreas Rehner vor, der als Referent zu diesem Workshop eingeladen ist. Rehner hatte bis zum Sommer 2013 an der Lichtenbergschule in Kassel PoWi, Informatik und Physik unterrichtet; seit Beginn des laufenden Schuljahres unterrichtet er an der Deutschen Schule in Madrid hauptsächlich Physik und bringt von dort viele neue Informationen mit: ipad und die Auswirkungen aufs Lehren und Lernen Nächste Schritte heißt sein Vortrag, und er beginnt ihn mit der Bemerkung, dass eine der wichtigsten Auswirkungen der Nutzung von mobilen Computern im Unterricht diese sei: Lernen ist überall möglich geworden! Ebenso wichtig sei es allerdings, sich als Lehrkraft nicht darauf zu reduzieren. An seiner Schule in Madrid seien die Monitore der Schüler versenkbar, was eine Mischung aus digitalem Arbeiten und traditionellem Frontalunterricht möglich macht. Im Rahmen seines Vortrags stellt er viele verschiedene unterrichtsrelevante Applikationen mitsamt ihrer Funktionen an ausgewählten Beispielen vor. So empfiehlt er für den Mathematik- und Physikunterricht Tydlig (deutlich), eine raffinierte Form von Taschenrechner, der auch Graphen unterstützt und die logischen Zusammenhänge mathematischer Gleichungen und der angezeigten Ergebnisse visualisiert. Auch mit TI-Nspire lassen sich mathematische und naturwissenschaftliche Sachverhalte interaktiv und in Farbe darstellen. Video Physics und Graphical, beide von Vernier, sind nicht ganz kostenfrei. Ted Weisberg dokumentiert Andreas Rehner Mit der ersten Applikation lassen sich Videos eines sich bewegenden Objekts in Grafiken umwandeln, um zum Beispiel die Geschwindigkeit zu errechnen. Auch mit Graphical können Messdaten erfasst, analysiert und untereinander ausgetauscht werden. MathPad, kostenfrei, wandelt mit den Fingern geschriebene Formeln in ordentliche um, die in verschiedenen Varianten abgespeichert werden können. Die ebenfalls kostenfreie Formelsammlung von Duden enthält Formeln, Tabellen und Daten aus den Bereichen Mathematik, Physik, Astronomie, Chemie, Biologie und Informatik. Und Cargo-Bot ist ein kostenfreies Spiel, mit dem logisches Denken trainiert werden kann. Als imovie zeigt Andreas Rehner einen Legetrickfilm, der mit einfachsten Gegenständen den Blutkreislauf erklärt, und er erwähnt in diesem Zusammenhang, dass man das Schnittprogramm Pinnacle Studio fürs ipad mittlerweile auch gegen vergleichsweise geringe Kosten erwerben könne. 18

19 Inhalte seien das eine, fährt er fort, die Sammlung und strukturierte Bündelung von Inhalten hätten aber einen ebenso hohen Stellenwert. Deshalb nennt er als Beispiele moodle, itunes U oder auch zum.de : Hier können Lehrkräfte Arbeitsmaterialien, Kurse und sonstige Dateien in unterschiedlichsten Schubladen abspeichern und via Applikation an die Schüler verteilen ob über Projektor oder iboard sei von der jeweiligen Ausstattung abhängig. Sein Fazit: Lehrkräfte von heute müssen mehr als flexibel sein, neue Lernsysteme nutzen, kreative Inhalte anbieten, mobile Geräte und Ressourcen beherrschen, Lernräume neu definieren kurz: flipped handeln im flipped classroom. (Es existiert für diesen in der Pädagogik eingeführten Fachbegriff keine griffige Übersetzung; umgekehrt kommt flipped in diesem Zusammenhang am nächsten.) Es schließt sich eine kurze Gruppenarbeitsphase an, in der Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitige Tipps gegeben werden, und ab Uhr erklären Anna Oldner Bengtsson und Peter Sandberg (sie unterrichten beide Schwedisch und Medien) die Voraussetzungen, um Lernerfolge, speziell mit ipads erworbene, bewerten zu können. Anna arbeitet schon seit 2011 mit dem ipad im Unterricht, und in ihrer Präsentation (siehe auch definiert sie fünf Schlüsselbegriffe für Lernerfolge, nämlich gemeinsame Lernerwartungen, eliciting evidence (zu Deutsch etwa: Ergebnisse hervorlocken), Feedback, Selbstevaluation und gegenseitige Evaluation. In ihrer Arbeit mit den Schülern spielt permanentes Feedback eine große Rolle, und so ihr Fazit das geht nur mit technischen Geräten. Peter Sandberg, der via Google Drive mit seinen Schülern im Daueraustausch ist, hat im Unterricht eingeführt, dass die Jugendlichen sich nur melden dürfen, um Fragen zu stellen, nicht, um Antworten zu geben. Seine erste Methode mit Stielen von Lutschern, die mit den Schülernamen beschriftet sind, war nicht ganz erfolgreich, und dann entdeckte er den perfekten Ersatz dafür, nämlich die Applikationen TeachersPick und Socrative, mit denen mit digitalen Lutscherstielen gearbeitet wird und neben dem Entwickeln von Fragen auch Quizspiele möglich sind. Nach diesen intensiven gemeinsamen Stunden des Lernens und des Austauschs von unterschiedlichsten Formen digitalen Unterrichtens wird die alte Vereinbarung erneuert, dass jeder Projektteilnehmer wenigstens einmal pro Monat sich im Blog äußert. Wer daneben auch Facebook nutzen will, kann das natürlich tun, aber die Paducation-Seite im Netz ist und bleibt die zentrale Austauschplattform. Außerdem wird vereinbart, dass ab sofort die projektbeteiligten Lehrkräfte in ihren Schulen weitere Kolleginnen und Kollegen mit einbeziehen in Paducation, und dass mit dem Londoner Projekt Mobile Learning Kontakt aufgenommen wird. Michael Forsman von der Universität Södertörn, in dem Projekt gemeinsam mit seinem deutschen Partner Oliver Emde von der Universität Kassel zuständig für die Evaluation von Paducation, erläutert den derzeitigen Stand und betont, dass neben den durchgeführten und noch anstehenden Fragebogenaktionen in jedem Falle Interviews sowohl mit den Projektteilnehmern als auch mit einigen ihrer Schüler durchgeführt werden müssen. Er wird einen Interviewleitfaden entwerfen, der dann für beide Länder Gültigkeit haben soll. Und plötzlich geht ein Jubeln durch den Raum B105: Der Direktor von Rudbeck, Per Frithiofson, verbreitet im Netz die Nachricht, dass seine Schule zur ipad-schule wird, wenigstens Geräte gekauft werden und die zehn schwedischen Paducators dazu ausersehen sind, ihre Kolleginnen und Kollegen weiterzubilden in Sachen digitaler Unterricht. Für den 3. Workshop, der im Herbst des Jahres in Kassel auszurichten ist, werden drei Tage im Oktober angepeilt, und dann ist es höchste Zeit, den nächsten Programmpunkt in Angriff zu nehmen: Den Videowalk zur Edsvik Art Gallery in Sollentuna mit Besuch der aktuellen Ausstellung Nota Bene. Zu der 19

20 Kunsthalle gehört ein Bistro, in dem bei einem gemeinsamen Abendessen der Diskussionsstoff ums digitale Lernen nicht ausgeht. Die anschließende Veranstaltung Stockholm by night ist ein neuerlicher Videowalk die Berichterstatterin hat zur Illustration mehr als 100 iphotos zur Auswahl! Hier aber keinen Platz dafür. Der nächste Tag ist eine Mischung aus Videowalks, Auswertung und Zukunftsplanung: Bei wieder strahlend blauem Himmel geht es mit der Bahn zum Stockholmer Hauptbahnhof, wo das Reisegepäck in Schließfächern deponiert wird. Während einer kundigen Ted- Weisberg-Führung durch die Altstadt geben vor dem ipad alle Videowalker kurze Statements zum Verlauf des Workshops und zum Projekt insgesamt ab, und danach geht es per Fähre auf die Halbinsel Djurgården. Nach einem Mittagsimbiss im Freien beginnt eine Art Gruppenarbeit: Die einen besuchen, selbstverständlich mit ipads, das Vasa-Museum, die anderen das Nordische Museum, die Kunsthalle, das Kinderliteratur-Museum oder die Estonia-Gedenkstätte, und die dritten bleiben an einem runden Tisch, um die bisherige Projektarbeit zu reflektieren, die nächsten Schritte zu konkretisieren und Aufgabenverteilung vorzunehmen. Am Nachmittag sammelt sich die Kasseler Gruppe vor den Schließfächern im Hauptbahnhof, fährt mit dem Zug zum Flughafen Arlanda, landet rund um 21 Uhr in Frankfurt/Main, sucht und findet die gebuchten Mietwagen und wird von zwei freiwilligen Chauffeuren gut und guter Laune nach Hause gebracht. Und weil es mittlerweile feststeht: Für den dritten Workshop sind die Tage 2. und 3. Oktober 2014 fest verplant. Land in Sicht: Der dritte Workshop Hatte die Kasseler Delegation im März dafür gesorgt, dass in Sollentuna die Sonne schien, waren es jetzt die schwedischen Partner, die statt der ersten Fröste bei sich zu Hause in Kassel fast sommerliche Temperaturen vorfanden. Streng genommen war das Wetter viel zu schön, um einen Tag in der Lichtenbergschule und den nächsten Tag im Medienprojektzentrum Offener Kanal zu arbeiten. Nach Ankunft am 1. Oktober gegen 21 Uhr und Bezug der Hotelzimmer war es sogar noch möglich, das Abendessen im Freien einzunehmen. 2. Oktober, 9.00 Uhr, Lehrerzimmer der Lichtenbergschule: Klaus Riedel, der neue Direktor, überrascht die große Runde mit einer anfänglich schwedischen Begrüßung, die er in englischer Sprache fortsetzt und dabei den Profit für alle Beteiligten an dem Projekt hervorhebt. Ted Weisberg dankt für die freundlichen Worte und bemerkt a new sheriff in town here and there, and it is good to see, that both sheriffs know what is the plan. Er erinnert damit daran, dass beim 2. Workshop im März in Sollentuna ebenfalls ein neuer Direktor begrüßte. Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Nicole Mahlke-Harms fasst die Aktivitäten in der Lichtenbergschule zusammen und bilanziert, dass erstens für verschiedene Fächer mobile learning scenarios geschrieben und unter veröffentlicht sind, und zweitens deren Einbindung in das Schulcurriculum unter dem Titel Digitaler Alltag angebahnt ist. Für die schwedische Gruppe berichtet Ted Weisberg, dass die 1:1-Ausstattung aller Lehrkräfte und Schüler am Rudbeck-Gymnasium vollzogen ist, was ein traumhafter Zustand sei, der tiefgreifende Veränderungen in der schulischen Organisation und im Unterrichtsalltag zur Folge habe. Als um 9.45 Uhr der schulische Gong erklingt, sind partner tours angesagt: Fachspezifische Kleingruppen besuchen Schulklassen, um zu beobachten und Erfahrungen zu sammeln. Denn dieser gesamte Workshop soll dazu dienen, konkrete Projekte in Gang zu bringen, die von den jeweiligen Experten in 20

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