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1 jugendnetz-berlin.de Ergebnisse der Programmevaluation Dr. Peter Tossmann & Evi Schäfer delphi Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbh im Auftrag der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin Fachtagung, 23. Mai 2003

2 Programmziele alle Berliner Kinder und Jugendliche sollen mit dem Medium Internet vertraut werden Jugendliche, die bisher keinen Zugang zum Internet hatten weibliche Jugendliche ausländische Jugendliche Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen Qualifizierung des Fachpersonals

3 Fragen der Evaluation Wer sind die Nutzer der medienpädagogischen Maßnahmen? Wie groß ist der Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz des Programms? Welche medienpädagogischen Angebote werden bevorzugt nachgefragt? Inwieweit konnte die Vernetzung der medienpädagogischen Arbeit umgesetzt werden Wurden Qualifizierungsangebote in Anspruch genommen? Welchen Qualifizierungsbedarf gibt es?

4 Methoden der Evaluation Rekrutierung von Stichproben Kurzfragebogen Jugendinfopoints Schülerclubs n=77 Experteninterviews Jugendinfopoints Schülerclubs n=24 Experteninterviews Medienkompetenzzentren n=6 Jugendfragebogen Jugendinfopoints Schülerclubs n=292 Erhebungszeitraum:

5 Die Nutzer des medienpädagogischen Programms: Alter und Geschlecht (n=292) Mädchen 42,8 Jungen 57,2 jünger als 10 Jahre 7, Jahre Jahre Jahre Jahre 17,5 21,3 18,2 19, Jahre älter als 19 Jahre 7,7 7,7 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 Angaben in Prozent

6 Die Nutzer des medienpädagogischen Programms: Schulbildung (n=292) Angaben in Prozent jugendnetz-stichprobe Jahre (n=192) JIM-Studie Jahre (n=2.018) 21 Hauptschule Realschule Gesamtschule* Gymnasium sonstige Schule*

7 Die Nutzer des medienpädagogischen Programms: Nationalität (n=292) Angaben in Prozent ,0 78,3 9,7 3,7 11,0 9,3 70,1 jugendnetz-stichprobe (n=292) Statistisches Landesamt Berlin (2001) 10,1 7,9 11,9 deutsch türkisch andere deutsch türkisch arabisch andere Staatsangehörigkeit hauptsächlich gesprochene Sprache im Haushalt

8 Die Nutzer des medienpädagogischen Programms: Medienbesitz (n=292) Hifi-/Stereoanlage Handy Fernsehgerät Computer tragbarer CD-Player Videorecorder Spielkonsole (z.b. Playstation) Internetzugang Mini-Disc-Player MP3-Player 4,8 48,4 67,9 58,1 64,6 54,0 66,7 27,4 51,9 50,0 48,1 29,8 42,6 35,5 58,0 12,1 31,5 19,4 27,2 21,6 Mädchen (n=125) Jungen (n=167) 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 Angaben in Prozent

9 Medienbesitz in Abhängigkeit vom sozioökonomischen Status und der Nationalität der Familie (n=292)* mind. ein Elternteil berufstätig kein Elternteil berufstätig Familiensprache: deutsch Familiensprache: nicht deutsch Besitze einen Computer Habe einen Internetanschluss *Angaben in Prozent

10 Die Nutzer des medienpädagogischen Programms: Internetnutzung (n=292)* Mindestens einmal pro Woche... s versenden chatten Musik hören Musik-downloads Spiele-downloads (Multiuser-) Online-Spiele Infos suchen w m * Angaben in Prozent

11 Erfahrung in medienpädagogischer Arbeit mit dem Computer (n=77) ,6 Angaben in Prozent ,8 13,5 12,2 10,8 8, Anzahl von Jahren

12 Die fünf am häufigsten genannten medienpädagogischen Angebote Computerspiele Einführungen in das Internet Zugang zum Internet Erstellung von Internetseiten Geschlechtsspezifische Angebote

13 In welchem Umfang leisten Mitarbeiter medienpädagogische Arbeit?* ABM-Mitarbeiter/-innen 20 Honorarmitarbeiter/- innen 11 Projektverantwortliche/r 10 Andere feste Mitarbeiter/-innen 9 ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen 5, *durchschnittliche Anzahl von Wochenstunden pro Einrichtung

14 Inanspruchnahme medienpädagogischer Qualifizierungsangebote (n=77) BITS21 KON TEX IS LISUM mind. 1 Qualifizierung Anzahl Anteil in % 38,2 2,6 1,3 40,8

15 Qualifizierungsbedarf (n=77) In diesem Bereich bewerte ich meine derzeitige Kompetenz mit der Note Methoden der Gesprächsführung Anleitung und Motivierung jugendlicher Gruppen Projektplanung und Projektmanagement Ziele und Methoden der Medienpädagogik Vermittlung technischer Grundlagen des Internet Bild- und Grafikbearbeitung Rechtliche Situation: Urheberrecht, Datenschutz Programmierung von Internetseiten Durchschnittsnote 2,0 2,0 2,2 2,6 2,7 2,9 3,3 3,7

16 Vernetzung (n=77) Anzahl der Jugendinfopoints/Schülerclubs, die in den letzten 12 Monaten Kontakt aufgenommen haben... zum Medienkompetenzentrum zu JIPS und Schülerclub im Bezirk zu JIPS und Schülerclub in anderen Bezirken

17 jugendnetz-berlin.de aus der Perspektive der Zielgruppe Kenntnis der Internetseite Nutzungsmöglichkeit des Internetzugangs Subjektive Wichtigkeit von Angeboten Freizeitstätte als Lernkontext?

18 Kenntnis der Internetseite (n=292) noch nie davon gehört 75,9 davon gehört, aber nicht drauf gewesen 16,0 bereits drauf gewesen 8,2 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 Angaben in Prozent

19 Nutzungsmöglichkeit des Internetzugangs 84% aller Kinder und Jugendlichen nutzten in den zurückliegenden 30 Tagen Computer der Einrichtung! Ständige Nutzungsmöglichkeit des Internet während der Öffnungszeiten? ja: 56% nein: 20% weiß nicht: 24% Beschränkte Ressourcen Zugangsbeschränkung Finanzielle Beschränkung

20 Subjektive Wichtigkeit von Angeboten in Abhängigkeit vom Geschlecht (n=292) Für mich persönlich wichtig freier Zugang / Internetcafe Kurse zu Computer/Internet Kurse zu Bild-/Grafikbearbeitung LAN-Partys Kurse zum Bearbeiten von Musik Computerführerschein Kurse zu Word oder Excel Kurse z. Erstellung Internetseiten m w

21 Freizeitstätte als Lernkontext? Viel gelernt im Umgang mit Computern habe ich In der Freizeitstätte/im Schülerclub 22,8 33,1 Mädchen (n=125) Jungen (n=167) In der Schule 30,3 34,6 Zuhause 51,3 52,8 Bei Freunden 22,3 21,5 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 Angaben in Prozent

22 Zusammenfassung der Ergebnisse Medienbesitz Im Hinblick auf den Medienbesitz lassen sich erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede feststellen. 52% der befragten Jungen, aber nur 27% der Mädchen besitzen einen eigenen Computer. Entsprechendes gilt für den Zugang zum Internet: 32% der Jungen, aber nur 12% der Mädchen verfügen über einen eigenen Internetzugang. Zwischen ausländischen und deutschen Kindern und Jugendlichen gibt es keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf den Medienbesitz.

23 Zusammenfassung der Ergebnisse Mediennutzung Computerspiele und die Nutzung des Internet sind die beliebtesten Computeranwendungen von Kindern und Jugendlichen Es lassen sich geschlechtsspezifische Nutzungsmuster feststellen. Insgesamt kann gesagt werden, dass Computer- bzw. Internetangebote von Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen werden. 84% aller befragten N= 292 Kinder und Jugendlichen nutzten in den zurückliegenden 30 Tagen Computer der Einrichtung.

24 Zusammenfassung der Ergebnisse Das Programm jugendnetz-berlin.de erreicht die anvisierte Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen Mit dem Programm jugendnetz-berlin.de konnten viele Freizeiteinrichtungen dafür gewonnen werden, sich erstmals im Bereich der computer- bzw. internetbezogenen medienpädagogische Arbeit zu engagieren. Die medienpädagogischen Maßnahmen werden überwiegend im Rahmen offener Angebote umgesetzt. Eine systematische medienpädagogische Betreuung und spezifische (Lern-)Angebote/ Kurse/Workshops werden (noch) nicht überall umgesetzt.

25 Zusammenfassung der Ergebnisse Mädchen und ausländische Kinder und Jugendliche profitieren überproportional von den medienpädagogischen Angeboten des Programms Es besteht ein erheblicher Qualifizierungsbedarf, insbesondere zu Themen wie dem Jugendschutz, Urheberrecht und spezifischen Hard- und Softwarefragen. Die Vernetzung im Rahmen des Programms kann als (noch) wenig entwickelt eingeschätzt werden. Die Webseite des Programms wird als wenig attraktiv und unübersichtlich eingeschätzt.

26 Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbh

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