Mobile Anwendungen. Schwerpunkte des Lehrstuhls Prof. Gruhn

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1 Mobile Anwendungen Dr. Matthias Book Schwerpunkte des Lehrstuhls Prof. Gruhn Fokus: Softwareprozesse Variante für Informationssystemprodukte und Individuallösungen Domänenwissen und Wertorientierung Ungewissheit im Prozess Fokus: Mobilität Architekturen mobiler Systeme Mobile Geschäftsprozesse Mobile Benutzungsoberflächen Mobile Middleware Kommunikation: IT-Radar Video-Glossar Forschergruppen Themendossiers Software-Foren Fachkonferenzen User Groups 2 1

2 Mobilität 3 Marktentwicklung Weltweit Quelle: Morgan Stanley Internet Trends, April 2010 Die mobile Internetnutzung überholt die stationäre Internetnutzung Treiber sind Endgeräte, technische Infrastruktur und sinkende Datentarife In Deutschland hat sich das Übertragungsvolumen in einem Jahr auf 40 Mio. Gigabyte vervierfacht (Quelle: Bitkom, Februar 2010) Mobiles Internet als wichtiger Kommunikationskanal mit wachsender Bedeutung! 4 2

3 Marktentwicklung Deutschland Rechnerisch besitzt jeder Deutsche mehr als einen Mobilfunkvertrag 86% aller Jugendlichen nutzen ihr Handy jeden Tag (Quelle: Generation Netzwerk : VZ und IQ Digital, September 2010) Aktueller Marktanteil Smartphones: ca. 20% (Quelle: Bitkom Oktober 2010) 17% der Deutschen nutzen mobiles Internet (Quelle: Accenture Mobile Web Watch 2010) 4 Millionen Menschen nutzen sogenannte Apps (Quelle: Bitkom, August 2010) 5 Mobile als Chance Breite Verfügbarkeit günstiger Datentarife macht die Gesellschaft mobil: Spätestens ab 2015 werden in Deutschland mehr Menschen das Internet und seine Dienste über mobile Endgeräte als über stationäre Computer regelmäßig nutzen (Quelle: Internationale Delphi Studie 2030) Mit dem iphone hat sich die Software- Verteilung auf Endgeräte durchgesetzt Neue Technologien bzw. Benutzeroberflächen (Bsp.: ipad) ermöglichen neue und prozesseffiziente Unterstützung verschiedenster Leistungen Produkte und Inhalte werden für den Kunden erleb- und (be-)greifbar 6 3

4 Strategische Prioritätensetzung Google-CEO Eric Schmidt: Mobile First! 7 Klassifikation mobiler Systeme Mobile Informationssysteme unternehmensextern unternehmensintern Mobile B2C Mobile B2E Mobile M2M Marketing und Services für Konsumenten (Verkauf, Dienstleistungen) Mobilisierung von Mitarbeitern (z.b. Management, Vertrieb) Steuerung und Überwachung von Anlagen; Anbindung physischer Güter 8 4

5 Klassifikation mobiler Systeme B2C: Business to Consumer Mobile Business B2C - Lösungen für den Endkundenbereich Marketingkanal Kommunikationskanal Verkaufskanal Servicekanal z.b.: Verkauf von Nachrichten, Logos, Klingeltönen, Handy Games, Musik, Tickets, Banking, Votings etc. 9 B2C Nutzungsszenarien mobiler Anwendungen Ortskritisch Zeitkritisch Vergessenskritisch Nutzen von Leerzeiten 10 5

6 B2C: Ausgewählte E-Commerce Trends Crowd Sourcing User Generated Content (z.b. Wikipedia, Facebook) Added Value (z.b. Leser-Rezensionen) Mass Customizing Konfigurierte Unikate z.b. spreadshirt, mymuesli Social Commerce Automatisierte Kaufempfehlung Anpassung an das Userprofil Club Shopping ( Vente Privée ) Anmeldung nur auf Empfehlung Exklusivität als Verkaufsargument 11 B2C Location Based Services Locaton Based Services Dienste, die nach der aktuellen Nutzerposition parametrisiert werden können LBS haben Aufwind Verbreitung von Lokationstechniken (GPS, Ortung über WLAN) Verbreitung von offen verfügbaren GIS-Informationen (z.b. Google Maps) Elementare Aktivitäten mobiler Lokalisierung Navigation Suche Nutzer mit Ortsbezug: Identifikation Ereignisprüfung Augmented Reality Quelle: T Reichenbacher,

7 Klassifikation mobiler Systeme im Unternehmensbereich Mobile Business B2C - Lösungen für den Endkundenbereich Lösungen für den Unternehmensbereich B2E Lösungen für Mitarbeiter mobile Anbindung von Mitarbeitern an die Unternehmens-IT M2M Maschine zu Maschine Einsatz von Funktechnologien zur Steuerung u. Überwachung von Maschinen und Anlagen 13 B2E: Business to Employee Horizontale Lösungen Mobile Business Lösungen für den Unternehmensbereich B2E Lösungen für Mitarbeiter Unternehmensübergreifende horizontale Lösungen Mobiler Zugriff auf Standardanwendungen wie Mobile Office und Mobile Messaging ermöglichen den Mitarbeitern die einfache Kommunikation mit dem Unternehmen ( , SMS,Telefax, Termine etc.) 14 7

8 B2E: Business to Employee Vertikale Lösungen Mobile Business Lösungen für den Unternehmensbereich B2E Lösungen für Mitarbeiter Prozessspezifische vertikale Lösungen Optimierung ausgewählter unternehmensspezifischer Prozesse u. dadurch bessere Einbindung in Prozessablauf (z.b. Aufnahme von Bestellungen, Abfrage von Kundendaten...) 15 Konvergenz von Web und Wirklichkeit Physische Welt Digitale Welt Mobile Computing verbindet digitale und reale Welt viel stärker als stationäres Computing z.b. Location-Based Services, Augmented Reality Fortsetzung dieser Idee: Verknüpfung physischer Gegenstände mit IT QR-Tags RFID Internet of Things 16 8

9 Chancen und Herausforderungen Chancen für mobile Anwendungen Unsicherheitsfaktoren bremsen mobile Anwendungsentwicklung Analysten beschreiben wachsenden Markt für mobile Anwendungen [FR05], [MT04], [AN06] erkennbare Tendenz bei Unternehmen, Anwendungen zu mobilisieren mobile Endgeräte werden immer leistungsfähiger fehlendes Prozesswissen Verteilung von Software-Komponenten und Daten niedriges Integrationsniveau zwischen SW und Telekommunikationssystemen Vielfalt an Endgeräten Erfolgsfaktoren für mobile Lösungen flexible Architekturen technologieunabhängige Plattformen Änderbarkeit von Mobilität während des Lebenszyklus / zur Laufzeit Unterstützung vielfältiger Endgeräte 17 Strategische Herausforderungen mobiler Anwendungsentwicklung Integration der neuen mobilen Services in die bestehenden (IT-)Prozesse Integration des mobilen Marketingkanals in den Kommunikationsmix Entwicklung von mehrwertigen und sinnvollen mobilen Services Strategien & Services müssen den neuen Medien gerecht werden Simple Übertragung bestehender Konzepte ist nicht sinnvoll Vermeidung von technologischen Sackgassen und Schnellschüssen Anstellung bzw. Weiterbildung von geeigneten Mitarbeitern 18 9

10 Mobile Process Landscaping Mobile Process Discovery (MPD) Werkzeug (MPD.1) Modellierungstechnik zur Darstellung mobiler GP Ergebnis Prozessmodell der mobilen GP Werkzeug (MPD.2) Bewertungsschema zur Einschätzung des mobilen Optimierungspotenzials Ergebnis Ranking der Prozesse und Aktivitäten Werkzeug (MPD.3) Analysetechnik für mobile GP Ergebnis Prozesslandschaft Werkzeug (MPD.4) Abgrenzung und Beschreibung der mobilen Prozesse Ergebnis Beschreibung wichtiger Prozesskenndaten zeitliche Reihenfolge Informationsfluss 19 Technische Herausforderungen mobiler Anwendungsentwicklung Marktanteil Geräte Marktanteil Internetnutzung Anzahl Apps Aktive Entwickler Ausblick für die Plattform RIM 4% 9% Apple 50% 44% (ipad > 3.500) Windows Mobile 2% 2% Google Android 24% 42%

11 Geräte-Klassifizierungsmerkmale (Auswahl) Netzanbindung Mobilfunk W-Lan Nutzung Eingebettet Endnutzer Größe Mobilgerät Display Prozessor Speicher Ausrichtung Berührungssensitiv Intern Erweiterbar OS / Plattform Programmiersprache Multitaskingfähigkeit Erweiterungen GPS-Modul Kamera 21 Realisierungsvarianten Mobilportal vs. Native App Mobilportal Native App + - Einfach zu erstellen Keine Softwareinstallation erforderlich Die Web-Anwendung kann auf allen internetfähigen Geräten verwendet werden Pflege/Wartung/Releases einfacher umzusetzen Meist schlechtere Performance im Vergleich zur App Eingeschränkter Zugriff auf Gerätefeatures Andere User Experience Muss über eine URL gefunden werden (oder Browserweiche) + - Die Anwendung passt genau zum Gerät Alle Gerätefeatures sind nutzbar (Kamera, GPS, Adressbuch etc.) Maximale Performance Im jeweiligen App-Store verfügbar Offlinefähig Eigene Entwicklung für jedes Gerät erforderlich u.u. Zertifizierungsprozess durch Plattformbetreiber Meist plattformspezifische Technologie Pflege/Wartung/Releases kostenintensiver 22 11

12 Realisierungsvarianten Mobilportal vs. Native App + - Hybrid App Die Anwendung passt genau zum Gerät Alle Gerätefeatures sind nutzbar (Kamera, GPS, Adressbuch etc.) Plattformübergreifende Entwicklung möglich Gute Performance Pflege/Wartung/Releases einfacher umzusetzen Im jeweiligen App-Store verfügbar Offlinefähig Eigene Entwicklung des App- Rahmens für jedes Gerät erforderlich u.u. Zertifizierungsprozess durch Plattformbetreiber 23 Fazit und Ausblick: Trends Vom Telefon zu Mobile Computing Platform Konvergenz von Mobilfunk und Internet Verlagerung von Anwendungen ins Netz Verbreitung von Mobilgeräten Steigende Bedeutung mobiler Anwendungen Konvergenz von Web und Wirklichkeit 24 12

13 Fazit und Ausblick: Empfehlungen Frühzeitige strategische Planung mobiler Services Feste Einbindung mobiler Services in Geschäftsprozesse Konzeption mehrwertiger und sinnvoller mobiler Services Öffnung digitaler IT-Prozesse durch Schnittstellen nach außen Schaffung von Strukturen zur schnellen agilen und flexiblen Entwicklung mobiler Anwendungen 25 Vielen Dank! Kontakt: 26 13

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