Gliederung Thema : Auswirkungen des Internets auf den Einzelhandel in der Bundesrepublik BRD Name : Matthias Greulich

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1 Gliederung Thema : Auswirkungen des Internets auf den Einzelhandel in der Bundesrepublik BRD Name : Matthias Greulich 1.Einleitung - Inhalt dieser Facharbeit - Aspekte 2. Definitionen der wichtigsten Begriffen 2.1 Einzelhandel 2.2 Versandhandel 2.3 Neue Medien 2.4 Online Offline 2.5 Internet 2.6 Online Shop 3.Das Internet 3.1. Die Entwicklung des Internets 3.2. Die Teilbereiche des Internets Usenet Gopher File Transfer Protocol World Wide Web Electronic Mail Telnet Internet Relay Chat 4.Der Handel im Internet 4.1. Arten des Online-Verkaufs Reiner Online-Shop Virtuelles Warenhaus Online-Malls 4.2. Entwicklung des Online-Verkaufs 4.3. Vorteile / Nachteile des Handels im Internet Vorteile für den Verkäufer Große Sortimenttiefe und breite Zeiteinsparung Ladenöffnung Personaleinsparungen Vorteile für den Käufer Aktualität Kostenersparnis Nachteile für den Verkäufer Bekanntheitsgrad Kundenbindung 1

2 Nachteile für den Käufer Voraussetzungen auf Seiten des Käufers Kein Beratungsgespräch Fehlen von Eindrücken Lieferzeiten 4.4. Sicherheit beim Einkauf im Internet Produkthaftung Zahlungsmöglichkeiten im Internet Überweisungsverfahren Bezahlung mit Token Digitaler Scheck Mobile Payment Kreditkarte 5.Auswirkungen 5.1. Betroffene Branchen 5.2. Auswirkungen im Betrieb 5.3. Mögliche Auswirkungen auf den Verkauf im stationären Einzelhandel Verringerung der stationären Verkaufsfläche Auslagerung des Versandhandels Verkehrsgünstigere Standorte Standort mit guten Übertragungsmöglichkeiten Auslagerung der Kundenbetreuung 5.4. Weitere Auswirkungen 6. Schluss/Fazit - Eigene Meinung - Ausblick in die Zukunft 7. Fachbegriffe und Abkürzungen 8. Quellennachweis 2

3 1. Einleitung Im Laufe der letzten Jahre hat das Internet weltweit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung konnte man auch in der Bundesrepublik Deutschland beobachten. Der Zugang in das World Wide Web wurde immer kostengünstiger, die Technik entwickelte sich in atemberaubender Geschwindigkeit und im gleichem Zug sanken die Preise für diese neuen Techniken. Dadurch wurde vielen privaten Haushalten die Möglichkeit gegeben das Internet zu benutzen. Das Internet wurde in viele Bereiche integriert, in denen es heutzutage das Arbeiten deutlich vereinfacht und/oder verbilligt. Durch das Internet wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen, neue Arbeitszweige entstanden. Weltweite, rasche Kommunikation wird durch das Internet ermöglicht. In allen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen wird die Möglichkeit zum schnellen, problemlosen Informationsaustausch genutzt. Inhalt dieser Facharbeit sollen die Auswirkungen der Internets auf den Einzelhandel in der BRD sein, denn das Internet beeinflusst durch seine vielseitige Verwendbarkeit auch diesen Zweig unserer Volkswirtschaft. Besonderes Augenmerk verdient das Ausmaß der Auswirkungen in der Vergangenheit und in der Gegenwart sowie die absehbaren Tendenzen künftiger Einflüsse auf den Handel. Online Shops entstehen als neue Form des Einzelhandels. 2. Definitionen der wichtigsten Begriffe 2.1. Einzelhandel Einzelhandelsunternehmen oder auch Einzelhandelsbetriebe sind Betriebe, die weder Güter noch Rohstoffe selbst erstellen oder verarbeiten. Güter werden nur angekauft und anschließend weiterverkauft. Der Verkauf erfolgt an Endverbraucher, auch Letztverwender genannt. Der Einzelhandel erfüllt auf dem Wirtschaftsmarkt mehrere unterschiedliche Funktionen. Er übernimmt zusammen mit dem Großhändler die Aufgabe dem Verbraucher die Ware des Erzeugers anzubieten (indirekter Absatz). Außerdem bildet der Einzelhandel Lager um jederzeit in der Lage zu sein, die Nachfrage des Verbrauchers schnellstmöglich zu befriedigen. Eine wichtige Aufgabe ist auch die Kundenberatung, um dem Kunden bei der Kaufentscheidung behilflich zu sein. Der Einzelhandel bildet Sortimente, um dem Kunden eine möglichst große Auswahl an Gütern zu bieten. 3

4 2.2. Versandhandel Im Gegensatz zum Einzelhandel besteht beim Versandhandel kein direkter Kundenkontakt. Der Kunde bestellt seine Ware per Telefon, Katalog oder per Post. Seit das Medium Internet Einzug in die privaten Haushalte gefunden hat, besteht desweiteren die Möglichkeit Waren über das Internet zu bestellen, wobei die Lieferung nicht digitaler Waren überwiegend per Paketdienst stattfindet (Online Shopping, siehe 2.5) Neue Medien Unter dem Begriff Neue Medien versteht man das Miteinander von Computer und Internet. Man spricht von neuen Medien, wenn ein digitales Zusammenspiel von Ton, Text und Bildern stattfindet. Beispiele dafür sind Websites, auch Homepages genannt, ebenso wie Datencds. Dieses Ineinandergreifen der Darstellungsformen erlaubt eine neue Form der Präsentation. Dadurch ist es möglich Produkte völlig neuartig darzustellen und deren Eigenschaften hervorzuheben. Die Ware wird nun oft nicht allein durch Bilder, sondern auch durch kurze Videos mit Tonunterstützung vorgestellt Online Offline Unter dem Begriff Online versteht man, dass zwei Computer, auch Rechner genannt, über eine Verbindung miteinander kommunizieren können. Die Verbindung wird über Kupferkabel, Lichtleiter, Funk oder seit neuestem auch per Satellit hergestellt. Mit Offline bezeichnet man das Gegenteil. Es besteht keine direkte Möglichkeit Daten zwischen zwei Rechnern auszutauschen. Offline Datenaustausch ist zum Beispiel das Übertragen von Daten per Diskette Internet Das Wort Internet besteht aus zwei Wortteilen: - inter (lat. inter) zwischen Gleichartigem bestehend, sich vollziehend (lokal, temporal und übertragen) 1 - net, Ableitung aus dem Wort Network: Datensystem, das den Datenaustausch zwischen mehreren, voneinander unabhängigen Geräten ermöglicht 2 1 Duden, Das große Fremdwörterbuch, 1994 S Duden, Das große Fremdwörterbuch, 1994 S

5 2.6. Onlineshop Online Shopping Online Shopping ist direkte und interaktiv elektronische Kommunikation zwischen Anbieter und Nachfrager, die auf elektronischem Wege stattfindet. Online Shopping dient zur Befriedigung der Nachfrage nach Waren oder Dienstleistungen. Der Nachfrager muss nicht direkt in den Verkaufsräumen der Anbieter anwesend sein, sondern kann von jedem Ort Online bestellen. Dies nennt man outstore. Unterschieden werden muss Online Shopping von Online Retailing. Online Retailing beinhaltet die elektronisch ablaufenden Prozesse wie Einkauf, Verwaltung und Lagerhaltung der Einzelhandelsunternehmen. 3. Das Internet 3.1. Die Entwicklung des Internets Das Internet in seinen Grundzügen wurde 1969 vom Amerikanischen Militär geschaffen. Es sollte verschiedene Rüstungsprojekte, Forschungseinrichtungen und militärische Unternehmen ohne Zentrale verbinden. Siehe 2.5. Dies wurde zu Beginn ARPA-Net (Advanced Research Project Agency ) genannt wurde das systemunabhängige Protokoll TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) entwickelt und angewendet. Die Grundidee dessen war es ein weltweites Betriebssystem und Hardware unabhängiges Protokoll zur Kommunikation zwischen Computern einzuführen. Mit dieser Entwicklung kam das Internet der heutigen Form einen Schritt näher wurden die Programmcodes des Internets veröffentlicht und zur Seitensprache HTML (Hyper Text Markup Language) weiterentwickelt. Diese Seitensprache dient seither zur graphischen Darstellung von bilderorientierten Homepages wurde das Internet für die Öffentlichkeit durch die NCSA (National Computer Security Association) freigegeben. Durch den ersten weltweiten Internetbrowser Mosaic wurde es auch weniger versierten Nutzern ermöglicht sich im Internet zurechtzufinden. Durch das gestiegene Interesse am Internet stellten nun auch Onlinedienste wie AOL oder CompuServe Zugang zum Internet bereit. Der wirkliche Durchbruch gelang aber erst In den folgenden 6 Jahren stieg die Zahl der Nutzer auf über 40 Millionen und das Internet war in mehr als 159 Ländern verfügbar. Diese Weiterentwicklungen stellten auch die Grundlage für das Online Shopping dar. Das Internet ist ein für jedermann kostenloser Online-Dienst, die Providerkosten ausgenommen. Es basiert auf keinerlei Systemkern, sondern ist ein Netzwerk in dem die Daten und Informationen auf sogenannten Servern rund um den Globus liegen und abgerufen werden können. 5

6 3.2. Die Teilbereiche des Internets Das Internet besteht aus sieben Teilbereichen. Internet Internet Usenet Telnet Gopher File Transfer Protocol Internet Relay Chat World Wide Web Usenet: Das Usenet wurde 1979 eingeführt und ist die Plattform für über nach Themengebieten geordnete Diskussionsgruppen. Der Zugang zum Usenet findet über eine spezielle Software statt, welche heutzutage aber meist Bestandteil von -Programmen ist (wie z.b. Microsoft Outlook) Gopher: Das menübasierende Suchsystem, welches alle Informationen und Dateien im Internet auflisten kann, heißt Gopher. Dieses System hat jedoch in den letzten Jahren durch die zunehmende Anzahl von indexbasierenden Suchdiensten an Bedeutung verloren. 6

7 File Transfer Protocol: File Transfer Protocol ist ein Dienst mit dessen Hilfe der Benutzer eines Rechners Daten von einem anderen weit entfernt liegenden PC kopieren kann. Dieser Dienst ist standardmäßig in den meisten Internetbrowsern integriert World Wide Web: Der Begriff Internet wird oftmals mit dem World Wide Web gleichgesetzt. Jedoch ist dieses nur ein Bestandteil des Internets. Das World Wide Web verbindet über Hyperlinks verschiedene Hypertextdokumente. Hyperlinks sind auf der Website hervorgehobene Begriffe. Durch Anklicken dieser Links wird man zu bestimmten Textstellen oder anderen Dokumenten weitergeleitet Electronic Mail: Über s findet im Internet der digitale Austausch von Informationen statt. Vorteile dieser elektronischen Post sind die geringen Kosten und die Geschwindigkeit mit der s zugestellt werden. Die Dauer der Übertragung beträgt im Normalfall zwischen ein paar Sekunden und einer Stunde Telnet: Dieser Dienst ermöglicht es Benutzern mit entsprechenden Rechten über die Eingabe eines Benutzernamens und eines Passworts Rechner von außerhalb zu steuern. Nachteilig ist dabei, dass Telnet nicht mit dem Komfort des World Wide Web aufwarten kann Internet-Relay-Chat: Das IRC ist eine digitale Gesprächsrunde, an der man über eine spezielle Software teilnehmen kann. 4. Onlineverkaufshäuser/Online Shops Online Shops sind virtuelle Läden, in denen der Kunde per Internet einkaufen kann. (Definition siehe 2.6) Man erreicht Online Shops über die Eingabe von Internetadressen. Es gibt mehrere verschiedene Arten von Online Shops. 7

8 4.1. Arten des Online-Verkaufs Reiner Online Shop Hier ist an erster Stelle der reine Online Shop, auch Cybershop oder Web-Shop, zu nennen. In diesen Online Shops bietet jeweils ein Hersteller oder Händler nur Produkte aus seiner Produktpalette an. Die angebotenen Produkte gehören meist zu nur einer Branche. Dabei besitzt der Anbieter die alleinige Gestaltungsfreiheit, wie er diese Güter auf seiner Homepage präsentieren will. Beispiel siehe Anlage Virtuelles Warenhaus Eine andere Art des Online Shops ist das sogenannte virtuelle Warenhaus. Der Begriff virtuelles Warenhaus wird zwar fast synonym mit dem Begriff Online Shop verwendet, jedoch besteht ein grundlegender Unterschied. Virtuelle Warenhäuser bieten branchenübergreifende Produktpaletten an. Beispielsweise bietet das Karstadt Online Warenhaus, (siehe Anlage 2), über eine Millionen Artikel verschiedener Hersteller an. Diese Warenhäuser werden ebenso wie Kaufhäuser in Abteilungen aufgeteilt. Der Benutzer hat die Möglichkeit per Menü in die speziellen Abteilungen zu gelangen, um sich dort umzusehen oder per Suchfunktion, welche auf der Site integriert ist, nach konkreten Gütern zu suchen. Im Internethandel ist die Verschiedenartigkeit der beiden Arten von Shops jedoch nicht von Bedeutung. Der Kunde kann nicht von vornherein ersehen, ob es sich um einen Online Shop oder um ein virtuelles Warenhaus handelt Online-Malls Als dritte Möglichkeit gibt es noch die Online-Malls oder auch elektronische Einkaufszentren. In diesen Zentren, die durch die Eingabe einer URL erreicht werden, präsentieren sich mehrere Läden auf einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Vorteile dieser Malls sind, dass hier sowohl Shops verschiedener Branchen vertreten sein können als auch die Möglichkeit gegeben ist Shops verschiedener Länder zusammenzuschließen. Dies ist bei stationären Einkaufszentren meist nicht problemlos möglich. Ein Beispiel für eine solche Mall ist Activmall (www.activemall.de). 8

9 (Screenshot Activmall , 16.01h) 4.2 Entwicklung des Online-Verkaufs Im Herbst 1997 nutzten 5,6 Millionen deutsche User das Internet. Von diesen 5,6 Millionen Benutzern tätigten 0,9 Millionen Einkäufe im Internet waren es bereits 9,9 Millionen User, die das Internet nutzten. Davon benutzten 2,9 Millionen das Internet mindestens einmal für Onlinekäufe. Durch neue Technologien und sinkende Kosten wurde der Internetzugang immer kostengünstiger. Durch diese Entwicklung bedingt nutzten im ersten Quartal 2002 bereits 30,4 Millionen Deutsche das Internet. Dies sind immerhin 47,4% der deutschen Bundesbürger, von denen rund 60% in den vorangegangen sechs Monaten Güter über das Internet erstanden haben. 9

10 4.3. Vorteile / Nachteile des Handels im Internet Beachtung finden sollten aber auch die Vor- und Nachteile, die bei Onlinekäufen für den Käufer und den Verkäufer entstehen können Vorteile für den Verkäufer Große Sortimenttiefe und breite Von Vorteil für den Verkäufer ist, dass er in seinem Online-Shop mit geringem Kostenaufwand eine größere Sortimentbreite und tiefe anbieten kann, als dies in einem Ladengeschäft möglich wäre Zeiteinsparung Durch die digitale Verarbeitung der Bestellung kann der Verkäufer eine Zeiteinsparung von 50-90% erreichen, wodurch der Kunde seine Ware schneller erhält und so die Geschwindigkeit des Warenumsatzes wächst Ladenöffnung Da das Internet völlig unabhängig von Uhrzeiten funktioniert, bietet der Verkäufer seinen Kunden rund um die Uhr die Möglichkeit einzukaufen Personaleinsparungen Für den Anbieter eines Online-Shops steigern sich zwar die Personalkosten in den Bereichen Verpackung und Versand. Im stationären Handel ist jedoch sehr viel mehr Personal für Präsentation, Beratung, Überwachung, Lagerarbeit und Abwicklung der Bezahlung nötig. Diese hohen Personalkosten lassen sich im Internethandel deutlich reduzieren Vorteile für den Käufer Aktualität Aber auch für den Kunden ist Online-Shopping von Vorteil. Der Kauf aktueller Ware in einem Online Shop geht durch die digitale Verarbeitung rascher vonstatten (vgl ) als in einem Ladengeschäft, das die Ware erst im Großhandel bezieht. 10

11 Kostenersparnis Der Kunde spart sowohl Zeit als auch eine kostenverursachende Anfahrt. Außerdem kann der Verkäufer im Online-Shopping dem Kunden häufig günstigere Preise bieten. Ihm entstehen geringere Kosten und der Verkaufsweg des Produkts ist meist verkürzt. Diese Ersparnisse auf Seiten des Verkäufers schlagen sich z.t. auch in den Preisen nieder Nachteile für den Verkäufer Bekanntheitsgrad Der Verkäufer ist auf das Aktivwerden seiner Kunden angewiesen. Diese gelangen nur durch Zufall oder durch Werbung, mit welcher der Verkäufer auf seinen Shop hinweisen kann, auf die Homepage des Online Shops Kundenbindung Für den Verkäufer ist es aber auch von Nachteil, dass der Kunde nicht wie im Geschäft direkt vor ihm steht, sondern anonym durch das Angebot surft. So ist es für den Verkäufer schwerer Kunden an seinen Laden zu binden Nachteile für den Käufer Voraussetzungen auf Seiten des Käufers Als Voraussetzung für das Online-Shopping gilt es, sich mit der Technik eines PCs und dem Umgang mit dem Internet vertraut zu machen, was besonders für ältere Menschen oft schwierig ist Fehlen eines Beratungsgespräch Für den Kunden ist kein beratendes Gespräch mit einem Verkäufer möglich. Der Käufer muss sich häufig vorab selbst informieren oder mit pauschalen Informationen zufrieden sein Fehlen von Eindrücken Ebensowenig kann man die Ware testen oder unmittelbar begutachten. Der Kunde vermisst leicht das Befriedigungsgefühl des Einkaufens. 11

12 Lieferzeiten Auch die Lieferzeit bei Online-Shopping empfindet der Kunde oft als negativ. Im stationären Einzelhandel nimmt er die Ware sofort nach dem Kauf mit nach Hause, sofern das Gut nicht besonders groß oder schwer ist. 4.4.Sicherheit beim Einkauf im Internet Durch den rapiden Anstieg der Zahl der Käufer im Internet müssen sowohl die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten, die dem Kunden zur Auswahl stehen, wie auch die Sicherheit, die der Kunde bei Online-Geschäften hat, betrachtet werden Produkthaftung Wichtig sind die Haftungsgrundlagen, wenn ein gekauftes Gut fehlerhaft, bei der Lieferung zerstört oder nicht geliefert worden ist. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass bei einem Kauf online dem Käufer die gleichen Rechte wie bei einem ganz normalen Kauf im Laden zustehen. Bei fehlerhafter Lieferung kann der Kunde die Ware zurückschicken und Ersatz verlangen. Alleinig der Vertragsabschluss unterscheidet sich von einem ganz normalen Kauf, denn dieser wird online getätigt. Eventuelle Probleme können entstehen, wenn der Versender angibt die Ware getestet zu haben bevor diese verschickt worden ist. Verlangt der Käufer aber eine Sendung in einem versicherten Paket, kann er dieser Schwierigkeit aus dem Weg gehen. Wichtig bei einem Verkauf online sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, welche auf jeden Fall vorhanden sein müssen. Fehlen diese, kommt kein rechtsgültiger Vertrag zustande und der Kunde kann den Vertrag annullieren.. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen können auf verschiedene Weise in den Verkauf aufgenommen werden, wobei sie immer vor dem endgültigen Vertragsabschluss erscheinen müssen. Es gibt die Möglichkeit den Satz Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Seite zu integrieren und neben diesem Satz einen Hyperlink zu plazieren, der den Käufer zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen weiterleitet. Eine häufig angewendete Möglichkeit ist, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor den Versendebutton zu stellen. Dabei muss der Käufer diese erst durchscrollen und anschließend bestätigen, dass er diese gelesen und akzeptiert hat. 12

13 Zahlungsmöglichkeiten im Internet Überweisungsverfahren Er kann seine Willenserklärung an den Verkäufer abgeben, dann überweist er den Geldbetrag per Bank und erhält nach Eingang des Geldes beim Händler die Ware Bezahlung mit Token Eine andere Möglichkeit ist die Bezahlung mit Token, die der Kunde bei seiner Bank kauft, falls diese von dem Verkäufer akzeptiert wird. Als Beispiel dient Cyber Cash. Siehe Anlage Digitaler Scheck Der Käufer kann aber auch dem Verkäufer einen digitalen Scheck schicken, den dieser bei seiner Bank einlösen kann Mobile Payment Seit neuestem gibt es auch die Möglichkeit kleinere Beträge über das sogenannte Mobile Payment zu bezahlen. Hierbei erhält der Kunde eine Nummer, an die er per Handy eine SMS schickt. Diese SMS muss vorgegebene Daten beinhalten, um den Versender als den Käufer zu identifizieren. Die Abrechnung dieser Methode findet über die monatliche Handyrechnung statt und ist deshalb sehr einfach zu handhaben. Dieses Verfahren ist aber nur für Handybesitzer mit Guthaben möglich Kreditkarte Für den Kunden besteht aber auch die Möglichkeit seine Rechnung über Kreditkarte zu begleichen. Bei diesem Verfahren gibt der Kunde seine Kreditkartennummer an und anschließend wird der fällige Betrag vom Konto des Käufers abgebucht. 5. Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel 5.1. Betroffene Branchen Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) aus dem Jahr 1999 wurden im ersten Halbjahr Waren im Wert von 354 Millionen DM durch Online-Verkäufe umgesetzt. Die Studie ging davon aus, dass bis zum Jahresende 1999 rund eine Milliarde DM Umsatz erreicht sein würde. Diese vorhergesagte Zahl betrug aber lediglich einen Marktanteil von weniger als 1%. Im Jahre 1999 erhöhte sich der Marktanteil für den stationären Einzelhandel von Büchern 13

14 auf 1,5%, von Computern auf 2,2%. Diese zwei Sparten Online vertriebener Waren entwickelten sich am stärksten. In den anderen Einzelhandelsbranchen lag 1999 der Marktanteil meist bei unter einem Promille. Daher dürften diese Einzelhandelsunternehmen wenig bis keine Auswirkungen auf ihre Umsätze durch den Onlinehandel bemerkt haben. Anders ist die Situation bei Dienstleistungen die im Internet angeboten werden. Am deutlichsten sind die Auswirkungen in der Reisebranche. Hier liegt der Marktanteil der Online-Händler bei 2,3% und ist somit am deutlichsten für den Einzelhandel spürbar. Experten gingen 1999 davon aus, dass der Marktanteil des Online-Shoppings insgesamt in den nächsten 5 Jahren auf 5-12% steigen wird. Die Spannweite der Schätzungen beim Verkauf von Flug- und Bahntickets beträgt knappe 40%. Diese großen Spannen bei der Einschätzung der zukünftigen Entwicklung entstehen aus den ständigen durch technischen Wandel bedingten Veränderungen. Somit ist es schwer die zukünftige Entwicklung des Marktes einzuschätzen. Ein Wachstum des Marktanteils auf 12% würde einen Umsatz von knapp 115Mrd. DM bedeuten. Ebenso stellt der Online-Handel von Wertpapieren und das Homebanking eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz zu den herkömmlichen Dienstleistungen dar Auswirkungen im Betrieb Der Versandhandel und das Online-Shopping bedienen fast den gleichen Kundenkreis und unterscheiden sich nur in der Darstellungsform ihrer Güter. Es könnte der Fall eintreten, dass Kunden sich entscheiden nur noch über das Internet zu bestellen und keine anderen Bestellmöglichkeiten nutzen. Für große Versandhandelsunternehmen wie z.b. Otto (Anlage 4), welche mehrere Vertriebsvarianten anbieten, könnte eine solche Veränderung eine unternehmensinterne Umsatzverschiebung von einer Vertriebsvariante zur anderen zur Folge haben. Das Unternehmen macht sich durch verschiedene Versandarten auf dem Einzelhandelsmarkt selbst Konkurrenz. Diese Art von Konkurrenz aus dem eigenem Haus nennt man Medienkannibalismus. Der stationäre Einzelhandel reagiert auf die Auswirkungen des Online-Shopping damit, dass diese Unternehmen ebenfalls eigene Online-Shops anbieten. Dies ist aus der Studie der Boston Consulting Group ersichtlich. Demzufolge machten 1999 im ersten Halbjahr 41% des Umsatzes Unternehmen, welche auch im stationären Einzelhandel vertreten waren. 14

15 5.3. Mögliche Auswirkungen auf den Verkauf des stationären Einzelhandels Verringerung der stationären Verkaufsfläche Als erste Möglichkeit läge eine Verringerung der stationären Verkaufsfläche nahe. Hierbei verlagert das Unternehmen sein ganzes oder nur einen Teil seines Sortiments in einen Online- Shop und bietet es dort an. Somit würde die Verkaufsfläche verringert und die Unterhaltskosten würden sinken. Dies ist aber eher unwahrscheinlich, denn dadurch würde das Unternehmen seinen Vorteil, dem Kunden Testen und Betrachten der Ware zu ermöglichen, einbüßen. Ein solches Handeln der Einzelhandelsunternehmen ist nicht leicht vorstellbar, aber durchaus realisierbar, wie es Buchhandlungen zeigen Auslagerung des Versandhandels An zweiter Stelle besteht die Möglichkeit durch einen stark expandierenden Versandhandel an einen billigeren Standort zu verlegen, denn eine Erweiterung innerhalb einer Innenstadt wird sich in den meisten Fällen aus Kostengründen nicht lohnen. Eintreten könnte das, wenn für Personal, Lagerung der Waren und Verpackung im Versandhandel mehr Arbeitsfläche benötigt wird Verkehrsgünstigere Standorte Im dritten Fall könnte das Unternehmen an einen verkehrsgünstigeren Ort ausweichen. Beispielsweise ist für einen starken Versandhandel ein Standort mit dichtem und hohem Verkehrsaufkommen ungeeignet. So erfordert ein Selbstabholer Service einen gut erreichbaren und großflächigen Standort, was oftmals besonders in Industriegebieten oder an Ausfallstraßen gewährleistet ist Standort mit guten Übertragungsmöglichkeiten Unternehmen, die ihre Ware digital, also per Internet ausliefern werden ihren Standort nicht nach möglicher Laufkundschaft sondern aufgrund optimaler Übertragungsmöglichkeiten wählen. Diese Unternehmen werden ihre Betriebsräume in High-Tech-Gewerbegebieten oder in Städten mit Hochschulen aussuchen, denn diese gewährleisten eine guten Datenanbindung Auslagerung der Kundenbetreuung Diese weitere Möglichkeit besteht für Unternehmen, die Online-Shopping betreiben aber trotzdem im stationären Einzelhandel tätig bleiben wollen. Personal, welches für die 15

16 Kundenbetreuung der Online-Kunden zuständig ist, wird hierbei an einen günstigeren Ort ausgelagert. Diese Mitarbeiter benötigen keinen direkten visuellen Kontakt mit den Kunden sondern betreuen per Telefon oder per . Ist visueller Kontakt mit dem Kunden erforderlich, kann eine Beratung per Web-CAM stattfinden. Diese Möglichkeit steht aber meist nur großen Einzelhandelsunternehmen offen, da für diese Auslagerung ein erheblicher organisatorischer und finanziell nicht zu unterschätzender Aufwand entsteht Weitere Auswirkungen Wenn eine Standortverlegung stattfindet, hat diese auch Auswirkungen auf die Einzelhandelsunternehmen, die den täglichen Bedarf der Bürger decken (z.b. Lebensmittel). Personal, welches nach der Arbeit seinen Bedarf deckt, stellt einen potentiellen Kundenkreis für diese Unternehmen dar. Ein Standortwechsel entzieht diese Kunden dem Einzelhandel und wirkt sich negativ auf dessen Umsatz aus. 6. Schluss / Fazit Seit das Internet wie wir es in seiner heutigen Form kennen, entstanden ist, entwickelte es sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Erst vor einem guten Jahrzehnt begann sein Siegeszug. Heute sind alle Dinge bequem und problemlos über das Internet zu beziehen. Dieser Trend zum Online-Shopping wird sich auch weiterhin fortsetzen, wenngleich sich das Shopping selbst eventuell verändern wird. Das Internet steht aufgrund sinkender Hardwareund Internetkosten immer mehr Benutzern zur Verfügung. Dieser Boom wird sich noch einige Zeit fortsetzen. Der Einzelhandel kann durch ein umfassendes Angebot von Waren, die der Käufer lieber testet oder betastet, auf diese Entwicklung reagieren. Ebenso bieten viele Einzelhandelsunternehmen ihre Waren zusätzlich auch im Internet an, um auch diese Gewinnnische auszuschöpfen. Abschließend kann festgestellt werden, dass der Internethandel den Einzelhandel nicht in dem Maß beeinträchtigt wie möglicherweise Einzelhändler befürchteten. Vielmehr ermöglicht er auch dem Einzelhandel weitere Perspektiven, auch wenn er Umstrukturierungen und Flexibilität fordert. Meiner Meinung nach ist das Internet eine hervorragende Möglichkeit um Dinge zu vergleichen und sie im Internet zum kleinstmöglichen Preis zu erstehen. Ich persönlich erkenne als Kunde des Einzelhandels nur im Handel mit Büchern und Ton- bzw. Datenträgern Auswirkungen des Internets. Als Käufer sind für mich im Allgemeinen wenig Auswirkungen zu spüren. 16

17 7. Fachbegriffe und Abkürzungen -Online Shopping : siehe Punkt 2.5 der Facharbeit -Websites / Homepages : Ist der virtuelle Standort im WWW. Die Homepage/Website ist dabei die erste Seite eines Internetauftritts. -HTML : Hyper Text Markup Language. Softwarecodes die zur Seitenbeschreibungssprache im Internet dienen. -AOL : American Online. Online-Dienst aus Amerika. -CompuServe : Onlinedinestanbieter. -Microsoft Outlook : -programm von Microsoft. -CD : Compact Disk. Speichermedium zum speichern von digitalen Daten. -URL : Uniform Ressource Locator. Internetadresse zur eindeutigen Identifikation. -SMS : Short Message Service. -Screenshot : Bildschirmabzug -JPEG : JPEG bezeichnet kein Dateiformat, sondern eine ganze Familie von Algorithmen zur Kompression digitalisierter Standbilder in Echtfarbqualität. Diese Sammlung unterschiedlichster Verfahren wurde 1993 unter der Bezeichnung ISO als Standard festgeschrieben. (Quelle: , 16.23h) 17

18 8. Quellennachweis 1.) Maik Becker Auswirkungen von Online Shopping auf den stationären Einzelhandel und die Entwicklung innerstädtischer Geschäftszentren Hersteller : Libri Books on Demand ISBN ) Heinenmeier / Limpke / Jecht Wirtschaftslehre für Kaufleute im Einzelhandel Winkler Verlag, Darmstadt ISBN ) Volker Boehme-Neßler CyberLaw Lehrbuch zum Internet-Recht Verlag: C.H. Beck, München 2001 ISBN ) Andreas Furche Graham Wrightson Computer Money Internet- und Kartensysteme. Ein systematischer Überblick Dpunkt - Verlag für digitale Technologie GmbH, Heidelberg 1997 ISBN ) Wolfgang Fritz Internet-Marketing und Electronic Commerce Verlag : Gabler, Wiesbaden ISBN ) Anlage 1 Screenshot vom , 16.11h liegt als JPEG auf CD bei 6.) Anlage 2 Screenshot vom , 15.07h liegt als JPEG auf CD bei 7.) Anlage 3 18

19 (liegt auch als html Datei auf CD bei) 8.) Anlage 4 Screenshot vom , 15.11h liegt als JPEG auf CD bei 9.) Statistik Onlinekäufer (liegt auch als HTML Datei auf CD bei) 10.) Screenshot liegt als JPEG auf CD bei Erklärung Hiermit erkläre ich, Matthias Greulich, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne fremde Hilfe verfasst und keine anderen als die im Literaturverzeichnis angegebenen Hilfsmittel verwendet habe. Insbesondere versichere ich, dass ich alle wörtlich und sinngemäßen Übernahmen aus anderen Werken als solche kenntlich gemacht habe. den Ort Unterschrift 19

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