In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM- Implementierung

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1 WHITE PAPER Oktober 2014 In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM- Implementierung Dhesikan Ananchaperumal Distinguished Engineer und SVP, Engineering, Infrastructure Management Solutions, CA Technologies Hervé Tardy Vice President und General Manager, Distributed Power Quality Division, Eaton Corporation

2 2 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung Inhaltsverzeichnis Kurzfassung 3 Maximaler Wert bei minimalem Aufwand 3 Best Practice-basierte Schritte für eine erfolgreiche Implementierung 4 Schlussbemerkungen 10 Über die Autoren 10

3 3 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung Kurzfassung Mit steigenden Anforderungen an das Rechenzentrum müssen die IT und das Facility-Management in der Lage sein, ein hohes Maß an Verfügbarkeit zu ermöglichen bzw. beizubehalten, die Effizienz zu optimieren und Kosten soweit wie möglich zu senken. Data Center Infrastructure Management (DCIM) bietet eine integrierte Plattform zur Überwachung und Messung von Verbrauch, Kapazität und Performance der Ressourcen in den Bereichen IT und Facility-Management im Rechenzentrum. Für viele Unternehmen kommt im Jahr 2014 der richtige Zeitpunkt für die DCIM-Implementierung. In diesem praxisorientierten White Paper wird auch deutlich, dass 2014 das Jahr sein wird, in dem Unternehmen einen Investitionsertrag aus DCIM erzielen. Von der Definition der Geschäftsanforderungen und der Festlegung operativer Schwellenwerte bis hin zur Ermöglichung von Integration und Skalierbarkeit haben wir die vereinte Expertise von CA Technologies und Eaton ausgehend von den Erfahrungen unserer Kunden genutzt, um den vorliegenden Best Practice-basierten Implementierungsleitfaden für DCIM zu entwickeln. Maximaler Wert bei minimalem Aufwand DCIM hat sich vom Schlagwort in der IT zum Geschäftswerkzeug entwickelt; mehr als die Hälfte der Rechenzentrumsmanager sind sich des Wertes eines integrierten DCIM-Systems bewusst. Doch bislang hat nur ein Drittel der Unternehmen eine DCIM-Lösung in Betrieb, wobei in den meisten Fällen Kosten und Integrationsprobleme als größte Hürden genannt werden. Doch mit der richtigen Planung muss eine DCIM-Bereitstellung weder kostspielig noch komplex sein. So etwa implementierte eine Bank, die zu den Fortune 500 zählt, CA DCIM in nur sechs Wochen in ihrem IV-zertifizierten Double Tier-Rechenzentrum. Dabei gilt es zu bedenken, dass DCIM kein einmaliges Projekt, sondern vielmehr ein laufendes Programm ist. Als solches kann eine Implementierung in Phasen erfolgen, wobei künftige Investitionen aus den Einsparungen finanziert werden, die in früheren Phasen erzielt wurden. Dieser praxisorientierte Leitfaden unterstützt Unternehmen bei der Entscheidung, wo sie mit ihrer DCIM-Implementierung beginnen sollen und wie sie die besten Ergebnisse damit erzielen können.

4 4 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung Best Practice-basierte Schritte für eine erfolgreiche Implementierung 1) Überlegen Sie, was Sie erreichen möchten. Der Erfolg jeder DCIM-Implementierung hängt von der Bestimmung der anfänglichen Anforderungen ab. Da die meisten DCIM-Implementierungen in erster Linie auf die Bereitstellung einer einheitlichen und differenzierten Sicht auf zahlreiche Informationsquellen des Rechenzentrums abzielen, ist es wichtig, zunächst den Status quo der Umgebung zu erfassen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn bestehende Managementsysteme bewertet werden. Im Normalfall haben Unternehmen rund 10 bis 40 Systeme für die Verwaltung ihrer Rechenzentren im Einsatz. Die DCIM-Lösung sollte nicht nur ein weiterer Punkt auf dieser langen Liste sein. Vielmehr bietet eine DCIM-Implementierung den Unternehmen die Möglichkeit, bestehende Managementlösungen zusammenzuführen und/oder stillzulegen. Um die Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren, müssen sich die IT und das Facility-Management mit einigen grundlegenden Fragen befassen: Wer wird das System für welchen Zweck einsetzen? Was kostet die Wartung des Systems? Welchen Mehrwert bietet das System? Kann ich diese bestehende Investition als Datenbereitstellung für das DCIM nutzen (etwa ein Building Management System (BMS) oder Electrical Power Management System (EPMS)? Anhand von Funktionalitätsüberschneidungen lässt sich feststellen, welche dieser Tools auslaufen bzw. integriert werden können, wobei das Endziel darin besteht, lediglich ein oder zwei zentralisierte Managementsysteme für das Rechenzentrum zu haben. 2) Orientieren Sie sich an Ihren Geschäftsprioritäten. Von Kapazität und Verbrauch bis zu Verfügbarkeit und Wiederherstellbarkeit können DCIM-Lösungen eine Vielzahl von Performance-Messdaten für das gesamte Rechenzentrum liefern. Doch eine Fülle von Informationen bedeutet nicht zwangsläufig eine Fülle von Wissen. Um sicherzustellen, dass sich die DCIM-Implementierung an den Geschäftszielen und -prioritäten orientiert, müssen sich die IT und das Facility-Management Zeit nehmen, um die relevanten Messdaten zu identifizieren nämlich jene, mit deren Hilfe das Rechenzentrum schlanker und grüner wird. Dieser Mapping-Prozess, der vor der Implementierung erfolgen muss, wird sich von Unternehmen zu Unternehmen und Rechenzentrum zu Rechenzentrum unterscheiden. So etwa kann es für einen Managed Service Provider mit einem neuen Rechenzentrum besonders wichtig sein, den Stromverbrauch einzelnen Geräten zuzuordnen. Für eine Bank mit einer Vielzahl von Einrichtungen mag hingegen die Gewährleistung der Verfügbarkeit das primäre Ziel der Messung darstellen. Das Ergebnis dieser Anforderungsstudie ist für die Identifizierung der richtigen Performance-Messdaten, von denen es heute mehr als genug gibt, ausschlaggebend. Obwohl etwa PUE bei der Messung der Effizienz des Rechenzentrums einmal das Maß aller Dinge darstellte, liefert dies lediglich einen Snapshot des Gesamtbildes. Um die Performance des Rechenzentrums zu maximieren und die Kosten zu minimieren, benötigen Unternehmen heute eine breitere und tiefere Basis an Messdaten und Analysen, die Stromversorgung und Auslastung des IT-Gerätebestandes ebenso umfassen wie CO2-Emissionen und sogar Wasserverbrauch.

5 5 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung Eine branchenführende DCIM-Lösung kann Messdaten für das gesamte Spektrum bereitstellen und an neue Messdaten der Branche angepasst werden, sobald es solche gibt. IT und Facility-Management können im Zuge der Weiterentwicklung der Implementierung eigene, angepasste Messdaten einführen. Messdaten-Mapping: Ein Kundenszenario Durch eine geschäftsorientierte Vorgehensweise in puncto DCIM-Messdaten konnte ein großes Logistikunternehmen die Kosten für seinen Rechenzentrumsbetrieb und den Stromverbrauch für jeden einzelnen transportierten Container erfassen. Dank der höheren Transparenz der operativen Kosten kann das Unternehmen entsprechende Prioritäten für die Investitionen vergeben, den Betrieb laufend verbessern und die Rentabilität gewährleisten. 3) Sorgen Sie für eine gleichbleibende Datenqualität und -konsistenz. Jeder DCIM-Metrik liegen mehrere Datenströme zugrunde. Um aussagekräftige Messdaten zu erhalten, müssen die Daten in Echtzeit und auf regelmäßiger oder sogar kontinuierlicher Basis erfasst werden. Die Datenerfassungsintervalle werden nicht für alle Geräte identisch sein und von den Geschäftsanforderungen abhängen, die bei der anfänglichen Anforderungsstudie festgestellt wurden. Smart Polling löst nicht nur das Problem in Verbindung mit der Häufigkeit der Datenerfassung, sondern auch jenes, das aus der Vielfalt an Datenformaten resultiert. Die Systeme von IT und Facility-Management verwenden eine breite Palette von Protokollen, wie etwa Modbus, BACnet und SNMP, und DCIM-Lösungen müssen in alle diese Protokolle integriert werden. Ohne diese Interoperabilität werden Datenlücken entstehen und Messdaten nicht mehr absolut genau sein. Auch die unterschiedlichen Namenskonventionen für unterschiedliche Variablen können sich maßgeblich auf die Datengenauigkeit auswirken insbesondere beim Polling von Facility-Systemen. So etwa verwendet vielleicht ein von Hersteller A gefertigtes CRAC-Gerät den Begriff Eingangstemperatur, während dasselbe Gerät von Hersteller B den Begriff Temp_In verwendet. DCIM-Lösungen müssen erkennen, dass es sich dabei um dieselben Variablen handelt, und die Daten entsprechend verarbeiten. Ohne diese integrierte Intelligenz müssen sich die Unternehmen mit inkonsistenten Daten abmühen, die einen erheblichen manuellen Aggregationsaufwand mit sich bringen und nicht für eine detaillierte Back End-Analyse geeignet sind. Zudem verwenden Facility-Systeme häufig einen Skalierungsfaktor. DCIM-Lösungen müssen die einzelnen Skalierungsfaktoren erkennen, die für die unterschiedlichen Variablen verwendet werden und diese bei der Berechnung der Messdaten berücksichtigen. Durch die Implementierung einer DCIM-Lösung mit einer solch breiten Funktionalität und Kompatibilität können die Unternehmen ohne Protokollkonverter und zusätzliche Überwachungstools auskommen und so unnötige Kosten und Komplexität vermeiden. Smart Polling: Ein Kundenszenario Ein großes Versicherungsunternehmen konnte seine Servicequalität gewährleisten, indem es seine DCIM-Lösung zur Steuerung der Polling-Frequenz über unterschiedliche Workloads hinweg einsetzte. Mit einem gedrosselten Polling für weniger kritische Workloads kann sich das Unternehmen auf die Erfassung von detaillierten Daten konzentrieren, die ausschließlich aus seinen Kernsystemen stammen. Demzufolge kann das Operations-Team des Rechenzentrums Analysen über ein DCIM Dashboard in Echtzeit im NOC sehen.

6 6 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung 4) Vermeiden Sie eine übermäßige Fülle von Warnungen. Mehr Managementsysteme im Rechenzentrum bedeuten auch mehr Warnungen. DCIM-Lösungen können hier Abhilfe schaffen jedoch nur, wenn die Warnungen während der Implementierung korrekt klassifiziert und konfiguriert werden. Eine Ereigniskorrelation ist sehr wichtig, um eine übermäßige Fülle von Warnungen zu vermeiden. Anders als viele der verteilten Rechenzentrums-Managementtools können DCIM-Lösungen Warnungen von IT- und Facility-Management- Geräten konsolidieren, damit nicht ein einzelnes Ereignis als eine Vielzahl von Ereignissen protokolliert wird. Durch den Einsatz ausgereifter Warnfunktionen, wie etwa Time over Threshold und Deviation from Normal, können Unternehmen verhindern, dass jede Veränderung der operativen Bedingungen einen Fehlalarm auslöst und den Rechenzentrumsmanager mitten in der Nacht aufweckt. Die Definition von Warnungsprofilen ausgehend von Anwendungsfällen bildet die Grundlage für diese intelligente Vorgehensweise und die Vermeidung einer Fülle von Warnungen. Wenn eine echte Warnung erfolgt, müssen die Unternehmen sicherstellen, dass ihre DCIM-Lösungen die Ereignisse so kommunizieren, dass sie für IT und Facility-Management aussagekräftig sind. So etwa muss eine Warnung in Verbindung mit einer Überspannung die Auswirkung auf davon betroffene IT-Systeme und Business Services/Standorte kommunizieren. Auf diese Art können IT und Facility-Management unverzüglich und effektiv zusammenarbeiten, um die Beeinträchtigung der End User möglichst gering zu halten. Manche DCIM-Lösungen gehen noch einen Schritt weiter und erlernen das Normalverhalten unterschiedlicher Geräte und thermischer Bedingungen im Rechenzentrum. Angesichts der laufenden Weiterentwicklung der Rechenzentren von heute können sich die Schwellenwerte rasch ändern, wenn neue Geräte hinzukommen und Kühlsysteme und Stromversorgung stärkeren Belastungen ausgesetzt sind. Intelligente Warnungen: Ein Kundenszenario Durch die Bereitstellung einer DCIM-Lösung konnte ein MSP ein wiederkehrendes Problem mit Warnungen lösen, das infolge von Spitzen in der Stromversorgung im Rechenzentrum auftrat. Die Warnungen, die von einem Building Management System ausgelöst werden, lieferten keinen ausreichenden Kontext, um das Problem einzugrenzen. Der MSP verwendete seine DCIM-Lösung, um intelligente Schwellenwerte einzurichten, die die Ausgabe von Fehlalarmen verhinderten. 5) Sorgen Sie für eine effektive Integration. Da das durchschnittliche Unternehmen Dutzende unterschiedlicher Tools für das Management des Rechenzentrumsbetriebs verwendet, ist Integration bei jeder DCIM-Implementierung ein großes Thema. BMS sind besonders offensichtliche Kandidaten, doch das ist nur die Spitze des Integrationseisbergs: Service Desk Ticketing- Plattformen, Brandentdeckungssysteme, physische Security-Systeme und Benutzerauthentifizierungskontrollen können alle mit DCIM-Lösungen verbunden werden. Die Integration kann dabei gestaffelt erfolgen, sobald andere DCIM-Anwendungsfälle mitspielen. Die DCIM/BMS-Integration ist nicht nur die offensichtlichste, sondern auch die wichtigste Integration. Bei der Integration mit einem BMS müssen Unternehmen: Die verschiedenen Protokolle identifizieren, die für die Kommunikation mit dem BMS verwendet werden, und überlegen, wie diese genutzt werden können. So kann es beispielsweise Web-Services geben, die genutzt werden können. Eine sichere Verbindung für jene BMS einrichten, die auf einem isolierten Netzwerk gehostet werden, um den Datenimport in die DCIM-Lösung zu ermöglichen. Eine Liste der wichtigsten Datenpunkte und der Polling-Frequenz erstellen, basierend auf den in der Anforderungsstudie definierten Anwendungsfällen.

7 7 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung Eine effektive Integration ermöglicht auch die Verwendung automatisierter Workflows, so etwa für Incident und Problem Management, was die Antwortzeiten verkürzt und Ressourcen freisetzt. Systemintegration: Ein Kundenszenario Als eine Steckdosenleiste für ein Produktionssystem ausfiel, blieb dies unbemerkt außer für die DCIM-Lösung des Unternehmens. Dank der Integration mit anderen IT-Managementtools wurde automatisch ein Service Desk-Ticket generiert und eine Warnung an die Konsole des Überwachungsteams gesendet. So konnte das Team sofort Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen auf das Unternehmen möglichst gering zu halten. 6) Gewährleisten Sie die Integrität Ihrer Daten und Systeme. Der Schutz der in den IT-Systemen gespeicherten Daten wird immer wichtiger; das gilt auch für DCIM-Lösungen. Geräte- und Facility-Informationen könnten Hackern unvorhergesehene Schwachstellen aufzeigen und den gesamten Rechenzentrumsbetrieb gefährden. Um sicherzustellen, dass die IT- und Facility-Management-Daten im Netzwerk sicher sind, müssen DCIM-Systeme denselben Security-Maßnahmen unterliegen wie andere Lösungen auf Unternehmensebene. So etwa sollte der Zugang über eine Benutzerauthentifizierung gesteuert werden, insbesondere wenn DCIM-Daten auf mobilen Geräten angezeigt werden, auf denen Authentifizierung, Autorisierung und Zugriffskontrolle über eine effiziente Mobile Device Managementlösung geregelt werden sollten. Um ein robustes Identity and Access Management zu unterstützen, sollten Unternehmen dafür sorgen, dass ihre DCIM-Lösung in LDAP und Active Directory integriert ist. Support für sichere Kommunikationsprotokolle, wie etwa SNMP v3 und IP v6 sowie die Möglichkeit der Datenverschlüsselung zwischen integrierten Systemen und abgefragten Geräten sind ebenfalls zentrale Security-Überlegungen. Die Warnfunktionalität der DCIM-Lösung selbst kann ebenfalls für die Ausgabe von Warnungen verwendet werden, sobald ungewöhnliche Datenflussmuster oder Datenanforderungen beobachtet werden. Security ist keine einmalige Angelegenheit und muss daher routinemäßig hinterfragt werden. Unternehmen sollten im Rahmen der Implementierung nicht nur Schwachstellentests durchführen, sondern während des gesamten Lebenszyklus des DCIM-Systems in regelmäßigen Abständen ähnliche Tests einplanen, um sicherzugehen, dass neue Bedrohungen identifiziert werden. Informations-Security: Ein Kundenszenario Ein öffentliches Hochsicherheitsunternehmen musste bestimmte Rechenzentrumsprozesse und -informationen isolieren, um das Risiko zu verringern und die behördlichen Auflagen zu erfüllen. Mithilfe der DCIM-Lösung richtete das Unternehmen strenge Security-Vorkehrungen ein, die zwischen den Benutzerverwaltungsrechten für unterschiedliche Infrastrukturbestände, wie etwa Verkabelung und Kühlung, unterscheiden, aber dennoch die Zusammenarbeit in einem einzigen System ermöglichen.

8 8 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung 7) Setzen Sie auf eine schrittweise Implementierung. Eine DCIM-Implementierung kann einem leicht über den Kopf wachsen, wenn zu viele Ziele gleichzeitig verfolgt werden. Durch eine schrittweise Vorgehensweise können Unternehmen kleine Erfolge erzielen und dadurch ein großes Chaos vermeiden. Anhand der anfänglichen Anforderungsstudie können Unternehmen ihre Roadmap für die Implementierung festlegen, indem sie die wichtigsten Problempunkte und das Potenzial für einen raschen Nutzen identifizieren. Wenn ein Unternehmen weltweit mehrere Rechenzentren betreibt, kann die Geografie jeder Einrichtung Auswirkungen auf die Implementierung haben. Bei einer schrittweisen Vorgehensweise können IT und Facility-Management die in der ersten Phase gewonnenen Erfahrungen im weiteren Verlauf einbringen und so einen wiederholbaren Prozess entwickeln, der eine schnelle Bereitstellung mit geringerem Risiko ermöglicht. Eine schrittweise Implementierung minimiert auch die potenzielle Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse und vereinfacht die Migration und Duplizierung der oft sehr großen Volumen von historischen Daten. Durch die Kommunikation der Erfolge, die mit der Erstimplementierung der Lösung erzielt wurden, kann erreicht werden, dass das Projekt auch weiterhin Unterstützung erhält und durch Investitionen gefördert wird. 8) Beschleunigen Sie die Akzeptanz durch die Benutzer. Da DCIM-Lösungen sowohl die IT als auch das Facility-Management betreffen, müssen die Unternehmen funktionsspezifische Schulungen anbieten, um somit den Einsatz zu gewährleisten. Benutzerschulungen sollten nicht isoliert angeboten werden, sondern im Kontext mit anderen integrierten Systemen, damit die Benutzer sehen, wie DCIM-Lösungen die bestehenden Prozesse verbessern. Wenn die Benutzer die neue Lösung schnell annehmen sollen, muss ihnen der Mehrwert vor Augen geführt werden. Wenn eine Verbindung zwischen der Schulung und der anfänglichen Anforderungsstudie hergestellt wird, kann man den Stakeholdern in der IT und im Facility-Management die zu erwartende Effizienzsteigerung in ihrer Abteilung verdeutlichen. Die folgende Funktionalität ist besonders wichtig, wenn die Benutzer möglichst schnell von der DCIM-Erstimplementierung profitieren sollen, und sollte daher in den Schulungen vorrangig behandelt werden: Einstellung der Datenerfassungsparameter Erstellung benutzerdefinierter Berichte Konfiguration von Warnungsregeln Einrichtung von Ereignisworkflows Wenn die primären Benutzer nach der anfänglichen Schulungsphase eine Sandbox-Installation der DCIM-Lösung bekommen, können sie sich noch besser damit vertraut machen, während gleichzeitig mögliche noch enthaltene Fehler identifiziert werden können. Auch der einfache Zugriff mittels Single Sign-On erleichtert die Annahme des Systems durch die Benutzer. 9) Gewährleisten Sie die Performance-Levels. DCIM-Lösungen müssen entsprechend skaliert bereitgestellt werden. Im Verlauf der Implementierung könnten Unternehmen rasch feststellen, dass sie Tausende, wenn nicht gar Millionen von Geräten und Sensoren abfragen. Das ist eine ganze Menge. Wenn die DCIM-Architektur das nicht unterstützt, leidet bald die Performance, was viele der anfänglichen Vorteile wieder zunichte macht. Skalierbarkeit und Performance spielen nicht nur während der Performance eine Rolle, sondern müssen auch bei der Auswahl einer DCIM-Lösung in Betracht gezogen werden. Die Möglichkeit, riesige Datenmengen über einen angemessenen Zeitraum zu speichern, ohne Einbußen bei der Performance zu riskieren, ist für eine DCIM-Lösung

9 9 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung unverzichtbar. Dazu zählen auch die richtigen Architekturen, Datenbanken und Schemen, die in Hinblick auf Abfrage- Engines, hohe Verfügbarkeit und verteilte Bereitstellung optimiert sind. So können etwa unterschiedliche Datensammler über mehrere Rechenzentren in aller Welt hinweg bereitgestellt werden, doch nur ein zusammengeführtes Set an Daten kann zum Master-DCIM-Server hochgeladen werden und die Möglichkeit bieten, vom lokalen Datensammler selbst mittels Drilldown Zeitreihendaten abzurufen. Die Performance einer DCIM-Lösung hängt auch vom Umgang mit Messdaten und anderen Daten ab. So etwa können die Messdaten von abgefragten Datenpunkten auf unterschiedliche Art berechnet werden. Dazu zählen: 1. Ein Benutzer startet die Berechnung von einem DCIM Dashboard. 2. Automatisierte Workflows verarbeiten die Berechnung zu einem vorab festgelegten Zeitpunkt. 3. Die Berechnung erfolgt während des Polling-Vorgangs in Echtzeit und wird gemeinsam mit den Rohdaten gespeichert. Im Rahmen der Implementierung müssen Unternehmen überlegen, wie das optimale Gleichgewicht zwischen differenzierten Daten und laufender Systemperformance für sie aussehen kann. Ein Pilotprojekt mit einem simulierten Datensatz erleichtert die Ermittlung dieses Gleichgewichts und der laufenden Skalierbarkeitsanforderungen. Skalierbarkeit: Ein Kundenszenario Eine große, globale Bank verwendet ihre DCIM-Lösung für die Abfrage von Daten von Komponenten in elf unterschiedlichen Rechenzentren und Racks. Durch die Auswahl einer stark skalierbaren Lösung kann das Unternehmen die Daten alle fünf Minuten erfassen, ohne Einbußen bei der Performance in Kauf nehmen zu müssen. Durch diese Daten profitiert die Bank von Echtzeit-Möglichkeiten des Energiemanagements, die für eine Verringerung des Verbrauchs und der Kosten sorgen werden. 10) Ermöglichen Sie laufende Verbesserungen. Um das vollständige Potenzial von DCIM-Lösungen auszuschöpfen, müssen die Unternehmen überlegen, was nach der Erstimplementierung geschehen soll. Eine DCIM-Lösung ist kein eigenständiges Projekt, sondern eine Disziplin, die sich laufend weiterentwickelt. Je mehr entscheidungsrelevante Informationen ein Unternehmen zur Verfügung hat, desto mehr Chancen zur Optimierung des Rechenzentrums ergeben sich daraus. Um laufende Verbesserungsmöglichkeiten zu nutzen, sollten Unternehmen bestimmte Personen mit der Erfassung der laufenden Anforderungen von IT und Facility-Management sowie anderen Stakeholdern im Unternehmen beauftragen. Insbesondere die Anforderungen in Bezug auf Messdaten und Analyse werden sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Eines der Merkmale jeder DCIM-Lösung ist die Tatsache, dass sie ein perfekter Partner für kontinuierliche Verbesserungen im Rechenzentrum selbst ist: Protokoll-Trendermittlung, Szenarioplanung und ausgereifte Analysen sind nur einige der Funktionen, die eine Roadmap zur Optimierung in den Unternehmen darstellen. Kontinuierliche Verbesserungen: Ein Kundenszenario Durch die Verwendung der DCIM-Lösung als Grundverhalten für Energieverbrauch und Rechenzentrumsperformance konnte identifiziert werden, wann Legacy-Systeme ersetzt werden mussten. Sobald die neuen Geräte installiert sind, kann das Unternehmen mit der DCIM-Lösung feststellen, ob der erwartete Investitionsertrag erreicht wurde, indem die Verbesserungen bei Energieeffizienz und operativer Performance aufgezeichnet werden.

10 10 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung Schlussbemerkungen Bei einer effektiven Implementierung können DCIM-Lösungen einen echten Mehrwert ermöglichen und das sehr rasch. IDC meint dazu: DCIM ermöglicht nicht nur bessere Transaktionen, mehr Agilität und ein geringeres Risiko, sondern kann auch Aufgaben wie Datenerfassung, Routineberechnungen und Analysen erheblich beschleunigen; die Mitarbeiter können sich somit auf wichtigere Aufgaben konzentrieren, wie etwa Strategieplanung, Engineering und die Implementierung besserer Rechenzentrumssysteme und -methoden. Um diese Vorteile zu nutzen, müssen die Unternehmen die richtigen Integrationen und Konfigurationen zu Beginn sicherstellen und die laufende Skalierbarkeit und Performance gewährleisten. Durch die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen DCIM-Partner können Unternehmen das vollständige Potenzial von DCIM-Lösungen ausschöpfen und verhindern, dass sie das Rad in diesem Bereich neu erfinden müssen. Wenn sich Unternehmen heute die Zeit nehmen, um die DCIM-Lösung richtig zu implementieren, steht besseren künftigen Ergebnissen nichts mehr im Weg. Informationen über die Autoren Dhesikan Ananchaperumal ist Mitglied des CA Council for Technical Excellence. Er ist für das Management und die Überwachung der täglichen Aktivitäten des Technikerteams der Geschäftseinheit Infrastructure Management Solutions verantwortlich. Hierzu zählen folgende Produkte: CA Performance Management, CA Mediation Manager, CA Spectrum, CA DCIM und CA Capacity Manager, CA ehealth. Dhesikan Ananchaperumal wurde der Titel Distinguished Engineer (DE) verliehen. In dieser Rolle berät er die Geschäftsführung hinsichtlich der Einführung von neuen Technologien und unterstützt die Technikercommunity bei der Implementierung von neuen Architekturen, Produkten und Lösungen, um Innovation, Integration und Kundenwert sicherzustellen. Dhesikan Ananchaperumal ist ein Branchenveteran mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen IT und Energiemanagement. Er hat zahlreiche White Papers und Artikel verfasst und hält häufig Gastvorträge in Rechenzentren und auf IT-Konferenzen. Bevor er seine jetzige Position annahm, war Dhesikan Ananchaperumal bei CA in den Bereichen neue Technologien, Geschäftsbeziehungsmanagement sowie Fusionen und Übernahmen engagiert. Davor war er in verschiedenen Positionen in den Bereichen Management und Technologie bei Netegrity, Affinnova, AMS und Infosys Technologies tätig. Dhesikan Ananchaperumal hat einen Bachelor in Electronics Engineering, einen Master in Computer Science und einen Master in Electronics Design Technology des Center for Electronics Design Technology in Indien. Dhesikan Ananchaperumal ist außerdem für ISC2-CISSP, Six Sigma und ITIL zertifiziert. Hervé Tardy ist seit 2007 Vice President und General Manager der Geschäftseinheit Distributed Power Solutions bei Eaton. In dieser Funktion betreut er die Produkt-Roadmap in Amerika für einphasige USVs, Software- und Konnektivitätsprodukte, um die Technologieführerschaft von Eaton zu untermauern. Zudem ist er für den IT Channel von Eaton verantwortlich. Hervé Tardy ist in Raleigh, North Carolina, USA, tätig. Er absolvierte die ESSEC Business School in Paris sowie das Stanford Executive Program. Er hat 28 Jahre Erfahrung in der USV-Industrie und hatte mehrere Positionen in den Bereichen Vertrieb, Channel Marketing, Marketingkommunikation, Produktmarketing und Produktentwicklung inne. Er ist stets bemüht, USV als IT-Peripherielösung und nicht nur als einfache Stromversorgungslösung zu etablieren und hat sich zum Experten für Energiemanagement- und Softwarekommunikationslösungen entwickelt.

11 11 White Paper: In zehn Schritten zu einer erfolgreichen DCIM-Implementierung Mit CA Technologies unter vernetzen CA Technologies (NASDAQ: CA) entwickelt Software, die Unternehmen bei der Umstellung auf die Application Economy unterstützt. Software steht im Mittelpunkt jedes Unternehmens in allen Branchen. Von der Planung über die Entwicklung bis zum Management und der Security CA Technologies arbeitet weltweit mit Unternehmen zusammen, um die Art, wie wir leben, Transaktionen durchführen und kommunizieren, mit zu verändern, ganz gleich, ob in mobilen, privaten und öffentlichen Cloud-Umgebungen oder in verteilten Systemen und Mainframe-Umgebungen. Weitere Informationen finden Sie unter. Bestimmte Informationen in dieser Publikation basieren auf Erfahrungen von CA Technologies oder Kunden mit den entsprechenden Softwareprodukten in verschiedenen Entwicklungs- und Kundenumgebungen. Die Performance der Softwareprodukte in diesen Entwicklungs- oder Kundenumgebungen in der Vergangenheit ist nicht maßgebend für die künftige Performance solcher Softwareprodukte in identischen, ähnlichen oder anderen Umgebungen. CA gewährleistet nicht, dass das Softwareprodukt wie in dieser Publikation dargestellt funktioniert. CA bietet Support für die beschriebenen Produkte nur in Übereinstimmung mit (i) der Dokumentation und den Spezifikationen für das entsprechende Produkt und (ii) der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Maintenance- und Supportrichtlinien von CA für das Produkt. Copyright 2014 CA Technologies. Alle Rechte vorbehalten. Alle Markenzeichen, Markennamen, Dienstleistungsmarken und Logos, auf die hier verwiesen wird, sind Eigentum der jeweiligen Unternehmen. Dieses Dokument dient ausschließlich zu Informationszwecken. CA übernimmt für die Genauigkeit oder Vollständigkeit der Informationen keine Haftung. CA stellt dieses Dokument, soweit es das anwendbare Recht zulässt, so wie es vorliegt ohne jede Gewährleistung zur Verfügung; dazu gehören, ohne sich jedoch darauf zu beschränken, stillschweigende Gewährleistungen der Marktgängigkeit, der Eignung für einen bestimmten Zweck und der Nichtverletzung von Rechten Dritter. In keinem Fall haftet CA für Verluste oder unmittelbare oder mittelbare Schäden, die aus der Verwendung dieses Dokumentes entstehen; dazu gehören insbesondere entgangene Gewinne, Betriebsunterbrechung, Verlust von Goodwill oder Datenverlust, selbst wenn CA über die Möglichkeit solcher Schäden informiert wurde. CA bietet keine Rechtsberatung. Weder dieses Dokument noch die CA-Softwareprodukte, auf die hier verwiesen wird, entbinden Sie von der Einhaltung von Gesetzen (dazu gehören insbesondere Gesetze, Satzungen, Vorschriften, Regeln, Anweisungen, Regelwerke, Normen, Richtlinien, Maßnahmen, Anforderungen, Verordnungen, Verfügungen usw. (zusammenfassend als Gesetze bezeichnet)), auf die in diesem Dokument verwiesen wird. Wir empfehlen, zu den in diesem Dokument erwähnten Vorschriften kompetente Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. CS200_87417_1014

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