Folie 5: Beliebte Anwendungen Folgende Anwendungen nutzen Jugendliche am Computer/Handy in ihrer Freizeit:

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1 PowerPoint Präsentation Safer Internet in der Schule Notizen zu den Folien für Lehrende Folie 1: Titelfolie Saferinternet.at unterstützt Internetnutzer/innen besonders Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren Verwenden von Internet, Handy und Computerspielen. Auf der Website finden sich Informationen und Tipps, kostenlose Materialien, Hotlines und das Veranstaltungsservice. Saferinternet.at arbeitet eng mit allen österreichischen Projekten im Bereich Sicheres Internet und dem europäischen Safer Internet Netzwerk zusammen. Folie 5: Beliebte Anwendungen Folgende Anwendungen nutzen Jugendliche am Computer/Handy in ihrer Freizeit: Fotos: Werden meist über Soziale Netzwerke ausgetauscht. Speziell für Fotos gibt es Instagram. Flickr.com ist eine gute Möglichkeit, um Bilder mit Creative Commons-Lizenz zu finden. Diese Bilder können dann meist frei genutzt werden, wenn der/die Urheber/in angegeben wird. Soziale Netzwerke: Am beliebtesten sind WhatsApp und Facebook (www.facebook.com). WhatsApp = Instant Messenger-App Computerspiele: Werden häufig direkt im Sozialen Netzwerk (v. a. Facebook) gespielt. Social Gaming: Man braucht einander, um im Spiel weiter zu kommen. Eine Weile kann gut und erfolgreich gratis gespielt werden. Irgendwann ist die Verlockung aber groß, auf einen kostenpflichtigen Zugang zu wechseln, da man damit im Spiel schneller vorankommt oder bessere Optionen hat. YouTube: Bei allen Kindern bekannt und in Verwendung. Wenn man Videos verlinkt und nicht herunterlädt, ist auch urheberrechtlich alles in Ordnung. Wikipedia: Bekanntheit und Nutzungsgrad bei allen Kindern und Lehrenden hoch! Schulen haben unterschiedliche Regeln für die Verwendung. Musik-Download: Sowohl die Zurverfügungstellung von illegal bereitgestellten Musikstücken (Upload), als auch der reine Download sind verboten. Ob das Streamen von Musik eine legale Quelle erfordert, ist nach unserer Einschätzung eher zu bejahen, allerdings nicht restlos geklärt. Torrent (Grafik und Beschreibung (cc) Wikiadd): BitTorrent reduziert die Serverauslastung, da sich Peers, auch mit unvollständigen Dateien, untereinander austauschen. Wie die farbigen Balken bei einigen Clients anzeigen, wird die Datei stückweise in zufälliger Reihenfolge untereinander ausgetauscht, anstatt sie komplett zu laden. Filme aus dem Netz laden: Sowohl das Hochladen, als auch der Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Filmen bzw. Videos ist unzulässig! Daher sind Portale wie kinox.to oder movie4k.to verboten. Außerdem sind oft Abzocke-Seiten in diesem Umfeld aktiv. Auch die Gefahr von Viren oder Malware ist gegeben. Ob das Anschauen von Streams ( Streaming ) ebenfalls verboten ist, ist in Österreich rechtlich noch nicht ganz geklärt. 1

2 Google: Die Suche mit Google ist für Kinder selbstverständlich. Sie nutzen die Suchmaschine sehr schnell und zielsicher, können sich aber kaum in neue Suchstrategien eingewöhnen (wie z.b. nach Creative Commons-Inhalten suchen). Telefon online - Skype: Über den Online-Telefonanbieter Skype kann von Computer zu Computer (auch für Handy verfügbar) kostenlos telefoniert und gechattet werden. Mittlerweile dafür auch häufig genutzt: Viber itunes: Ob Musik oder Filme einer der größten Online-Shops ist itunes. Folie 8: Risiken Um Risiken zu vermeiden und einzudämmen ist Aufklärung, eine gute Beziehung und Verständnis für die Jugendlichen wichtig. Das Phänomen Cyber-Grooming lässt sich oftmals vermeiden, wenn Jugendliche einfache Chatregeln befolgen und sich v.a niemals alleine mit Fremden treffen. Möglichkeiten, um sicher zu stellen, dass die Person am Ende der Leitung wirklich auch ein Jugendlicher ist: Jugendliche Sprache, Schreib- und Grammatikfehler, Themen (wie schnell antwortet die Person), Webcam Smack Cam wird oftmals als Mutprobe gefordert und gilt unter Jugendlichen unter Umständen als Heldentat. Sexting: Niemals leichtfertig Nacktbilder/freizügige Bilder per SMS verschicken oder im Internet veröffentlichen. Eine Garantie, dass diese nicht in falsche Hände geraten gibt es nicht. Sextorsion: Internetnutzer/innen werden von Kriminellen zu Sexchats (meist über Skype) überredet und anschließend mit dem delikaten Bildmaterial erpresst. Unter den Betroffenen finden sich Erwachsene genauso wie Jugendliche. Folie 11: Warum faszinieren Gewaltvideos? Gewaltvideos üben auf Kinder und Jugendliche einen besonderen Reiz aus. Dabei kann es sich sowohl um selbstgefilmte Gewaltszenen als auch um Downloads aus dem Internet handeln. Videos solcher Art werden v.a. aus zwei Gründen angesehen: Unterhaltungsmotiv und Grenzerfahrung: Das Überschreiten von Grenzen und etwas Aufregendes zu erleben stehen hier im Mittelpunkt. Außerdem besteht der Wunsch nach Protest und Abwechslung. Soziale und sozialintegrative Motive: Das gemeinsame Bestehen von extremen Situationen verbindet das gemeinschaftliche Anschauen von Gewaltvideos ist solch eine Situation. Besonders brutale Videos werden auch als Mutprobe angesehenen. Auch wenn viele Jugendliche auf Gewaltszenen mit Schock und Angst reagieren, geben sie dies in der Gruppe nicht zu. Für aggressive Jugendliche stellen die Täter/innen in den Videos oft ein Vorbild dar. 2

3 Folie 12: Gewaltvideos Viele Gewaltvideos werden von Jugendlichen auf Videoportalen, wie z.b. YouTube oder MyVideo, online gestellt. Folie 13: (Ver)Niedlich(t)e Gewalt Gewalt wird keinesfalls nur über Darstellungen aus dem realen Leben transportiert, auch einige Zeichentrickfilme oder Cartoon-Serien wie z.b. Southpark, Happy Tree Friends oder Itchy & Scratchy beinhalten äußerst brutale Szenen. Niedlich wirkende Figuren werden darin extremer Gewalt ausgesetzt oder üben diese an anderen aus. Größtenteils richten sich derartige Sendungen an Erwachsene, ziehen durch ihre Mach-Art aber natürlich auch die Aufmerksamkeit von jüngeren Kindern auf sich. Sie sind damit aber in der Regel emotional völlig überfordert. Im Internet können die brutalen Cartoons unbegrenzt konsumiert, auf das Handy geladen und an Freund/innen verschickt werden. Auf den ersten Blick wirken viele der Episoden ganz harmlos sie beginnen oft ganz normal und werden erst nach einigen Minuten brutal. Im Übrigen betrifft dies auch etliche Games, die im Internet oder am Handy gespielt werden können. Folie 14 und 15: Generation Porno Kinder und Jugendliche stoßen beim Internet surfen unweigerlich auf Pornos. Pornos vermitteln den Kindern jedoch ein verzerrtes Bild von Intimität, Sexualität und Beziehungen und erzeugen unwirkliche Vorstellungen. Folie 17: Urheberrechte Creative Commons:Das Berücksichtigen von Urheberrechten betrifft auch die Unterlagen von Lehrenden! Lehrende müssen: Quellen angeben Creative Commons-Bilder verwenden Folie 18: Quellenkritik Umgang mit Quellen Der Name Wilhelm hat sich 2009 bei Wikipedia eingeschummelt und wurde dann auch von der Bild-Zeitung übernommen. Quelle: 3

4 Folie 20: Urheberrechtsverletzung Was schützt das Urheberrecht? Geschützt sind Werke, die eine eigentümliche das heißt eine individuelle oder originelle geistige Schöpfung auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Kunst und der Filmkunst sind. Es muss sich aber nicht um Kunst im engeren Sinn handeln. Geschützt sind Werke der Literatur (Romane, Erzählungen, Gedichte, aber auch Computerprogramme), Werke der Tonkunst (Opern, Operetten, Musicals, Lieder, Chansons, Schlager und Pop- Songs), Werke der bildenden Kunst (Gemälde, Fotos, Computergrafiken etc.) sowie Werke der Filmkunst (Filme, Videos, Werbespots etc.). Ebenfalls geschützt sind so genannte Sammelwerke. Urheberrechtlich geschützte Werke dürfen nur weiterverwendet und veröffentlicht werden, wenn man dafür die ausdrückliche Zustimmung des Urhebers/der Urheberin hat oder selbst der/die Urheber/in ist. Zahlungsaufforderungen von mehreren hundert Euro sind keine Seltenheit, wenn der/die Urheber/in mit der Veröffentlichung nicht einverstanden ist. In der Regel bestehen diese Forderungen zu Recht. Eine Ausnahme stellen Werke mit einer Creative Commons-Lizenz dar. Creative Commons: So gekennzeichnete Werke dürfen unter bestimmten Bedingungen, z.b. Nennung des Urhebers/der Urheberin, frei verwendet werden. In Sammlungen und Datenbanken (z.b. kann man speziell nach solchen Werken suchen und dort auch selbst anbieten. Links auf Websites: Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass der verlinkte Inhalt zur eigenen Website gehört. Einen Text von einer fremden Website auf die eigene zu stellen, bedarf in der Regel der Zustimmung des Autors/der Autorin. Kostenlose Filme, Serien und Musik aus Tauschbörsen: Die Bereitstellung von Kopien zum Upload ist genauso wie der Download der Kopien illegal! Ob das Streamen von Filmen oder Musik eine legale Quelle erfordert, ist nach unserer Einschätzung eher zu bejahen, allerdings nicht restlos geklärt. Folie 21: Peinliche Fotos Das Recht am eigenen Bild ist im österreichischen Urheberrechtsgesetz festgeschrieben. Es schützt eine abgebildete Person vor der ungewollten Veröffentlichung eines nachteiligen Fotos, z.b. wenn jemand anderer ein solches ins Internet gestellt hat. Fotos und/oder deren Begleittext, die die Person auf dem Bild bloßstellen oder herabsetzen, dürfen nicht veröffentlicht werden. Es reicht allerdings nicht, wenn sich der/die Abgebildete auf einem Foto hässlich findet eine Bloßstellung muss objektiv nachvollziehbar sein. Einerseits hat man das Recht auf Löschung, wenn man ein für sich nachteiliges Bild im Internet entdeckt. In dieser Situation bittet man am besten die Person, die das Bild veröffentlicht hat (z.b. Fotograf), um Entfernung. Sollte dies nichts nützen, empfiehlt es sich, den Website-Betreiber zu kontaktieren oder in schwerwiegenden Fällen mit einer Unterlassungsklage und Schadenersatzforderungen zu drohen. 4

5 Andererseits heißt es aufzupassen, wenn man selbst Bilder von anderen Personen im Web veröffentlicht. Aufnahmen an öffentlichen Plätzen sind üblicherweise unbedenklich, wenn aber die Situation für die Abgebildeten nachteilig ist (z.b. Obenohne-Foto am Strand), ist das Bild in jedem Fall schützenswert. Im privaten Bereich sind Interessen noch viel früher beeinträchtigt, dies gilt auch für private geschlossene Veranstaltungen (z.b. Feste). Daher: Am besten immer vor der Veröffentlichung eines Fotos (oder auch eines Videos) bei den abgebildeten Personen nachfragen, ob sie damit einverstanden sind! Achtung: Jobsuche! Unternehmen recherchieren mittlerweile regelmäßig über Bewerber/innen in Sozialen Netzwerken & Co.! Folie 22: Mein Bild gehört mir! Nicht erlaubt sind Veröffentlichungen, die berechtigte Interessen der Abgebildeten verletzen ( Recht am eigenen Bild ). Berechtigte Interessen sind Bloßstellung oder Herabsetzung und müssen objektiv nachvollziehbar sein. Wenn jemand ein Bild von Ihnen online stellt, das berechtigte Interessen verletzt, gehen Sie folgendermaßen vor: Um Entfernung bemühen ( an den Rechtsverletzer, Frist setzen) An den Seitenbetreiber melden Anwaltsbrief Klage (Anwaltszwang) Bevor Sie selbst Fotos veröffentlichen, fragen Sie die Abgebildeten immer um Erlaubnis! Bild 1: Das Bild zeigt eindeutig eine öffentliche Situation (Bushaltestelle) und die Darstellung ist auch nicht bloßstellend oder herabsetzend. Es ist daher anzunehmen, dass eine Veröffentlichung des Fotos erlaubt ist. Bild 2: Bei Veranstaltungen ist zu unterscheiden, ob sie privat oder öffentlich sind. Bei privaten oder geschlossenen Veranstaltungen (Partys mit geladenen Gästen, Schulfesten, Betriebsfeiern etc.) sollte eine Veröffentlichung von Personenfotos nicht ohne Zustimmung erfolgen. Bei öffentlichen Veranstaltungen reichen die Rechte der abgebildeten Personen weniger weit. Eine Zustimmung zur Veröffentlichung kann angenommen werden, wenn bei Veranstaltungen die Veröffentlichung vorher angekündigt wird oder wenn offenkundig ist, dass zum Zweck der Veröffentlichung fotografiert wird (z.b. Pressefotografen). Bild 3: Bei dieser Abbildung ist von einer Bloßstellung auszugehen. Eine Veröffentlichung ist damit auch nicht zulässig. Folie 23: Fotos von Schüler/innen auf der Schul-Website Damit die Schüler/innen bestmöglich geschützt werden können, ist es sinnvoll, dass Bildern auf der Schul-Website keine Namen zugeordnet werden können. Bei Klassenfotos reicht die Klassenbezeichnung. So können Schüler/innen vor Belästigungen bewahrt werden. Beispiele für Einverständniserklärungen finden Sie in den Unterrichtsmaterialien Das Handy in der Schule (Seite 18) und Schutz der Privatsphäre im Internet (Seite 6). Download unter: 5

6 Folie 24: Veröffentlichung von Schüler/innen-Projekten Einverständniserklärungen der Eltern bei Schüler/innen unter 14 Jahren sind sinnvoll. Ältere Schüler/innen können auch selbst Einverständniserklärungen abgeben. Beim Verwenden von Fotos aus dem Internet sollte die Schule ein Vorbild für ihre Schüler/innen sein und selbst auch die Creative Commons-Lizenz nutzen. Folie 25: Cloud-Computing in der Schule Was sind Cloud Computing-Systeme? Beim Cloud-Computing, dem Rechnen in der Wolke, wird IT-Infrastruktur genutzt, die über das Internet erreichbar ist und in der die Daten nicht mehr vor Ort am Computer (oder am schuleigenen Server) gespeichert sind, sondern an einem anderen, manchmal nicht klar definierten Ort, der sogenannten Wolke. Dies kann Speicherplatz (z.b. Dropbox, Icloud,...), Plattformen (klassische Lernplattformen und Web 2.0-Anwendungen) oder Anwendungen (z.b. Google Drive, Microsoft 365, Web 2.0-Anwendungen und Kommunikationsplattformen) umfassen. Angelehnt an: Computing Wann werden Cloud Computing-System im Schulalltag eingesetzt? In Schulen werden neben den Lernplattformen und zahlreichen Web 2.0-Programmen vor allem Speicherplatzprogramme, wie z.b. Dropbox, genutzt. Dies ist jedoch von Schule zu Schule unterschiedlich. In einigen Teilen Österreichs werden solche Maßnahmen durch die Bereitstellung entsprechender Plattformen (u.a. Lernplattformen) durch die Länder wie durch deren Bildungsserver, unterstützt. Lernplattformen werden neben den Ländern auch durch den Bund bereitgestellt. Die zentralen Services des Bundes, die auf den Servern des Bundesrechenzentrums gespeichert, und daher als empfehlenswerte Systeme zu sehen sind. Datensicherheit Alle Daten, die irgendwann einmal im Internet gespeichert worden sind, können prinzipiell in fremde Hände gelangen. Dies Überlegen Sie: Welche Daten müssen unbedingt gesammelt und verarbeitet werden? Sind möglicherweise auch überflüssige Daten dabei? Auf welche Daten meiner Schüler/innen kann ich auch verzichten oder dies anders lösen? Dies betrifft insbesondere sensible Daten und Daten zur Leistungsbeurteilung. Wichtig: Keine persönliche Daten, wie Namen, Noten, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen sowie Adress- und Telefondaten in gratis verfügbaren Cloud Systemen speichern oder nutzen. Die zentralen Services des BMBF oder die Bildungsserver der Länder sind dafür besser geeignet. Vergessen Sie nicht, schülerbezogene bzw. veraltete Inhalte regelmäßig zu löschen. Je länger Daten im Netz gespeichert sind, desto eher kann es vorkommen, dass diese missbräuchlich verwendet werden. Technische Sicherheitsvorkehrungen Achten Sie neben den üblichen Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Computer und Internet (z.b. Virenschutz, aktuelle Updates der Programme, Nutzung aktueller Apps und Programme, Firewall, keine Weitergabe und regelmäßige Änderungen der benutzten Passwörter etc.) auf die Verschlüsselung der Daten beim Up- und Download (wenn die URL, d.h. die Internetadresse, den Anfangskürzel https statt http enthält) oder eine Zwei- Faktoren-Authentifizierung beim Login (wie z.b. die Kombination zwischen Bankkarte und PIN beim Geldautomaten). 6

7 Verhaltensvereinbarungen treffen Welche Regeln sind denn in der Klasse sinnvoll? Z.B. betreffend Umgang miteinander, Weitergabe von Passwörtern, jemanden ausschließen, jemanden fertig machen, Dateien (Bilder, Videos etc.) weiterschicken oder an anderer Stelle veröffentlichen etc. Eltern ausreichend informieren Zur Verarbeitung von Daten, Bildern, Erzeugnissen aus dem Unterricht, usw. benötigen Sie die Zustimmung der Eltern, bzw. bei über 14-jährigen zusätzlich auch die der Schüler/innen. Diese kann von den Betroffenen jederzeit widerrufen werden. Informieren Sie die Eltern über alle geplanten Vorhaben und holen Sie deren Einverständniserklärung ein. Machen Sie transparent, was Sie wo nutzen und wie Sie mit den Daten umgehen. Urheberrecht beachten Höchst wahrscheinlich haben Sie als Lehrkraft die Möglichkeit, im Klassenzimmer auch teilweise auf urheberrechtlich geschützte Dokumente/Unterlagen zurückzugreifen, beim Arbeiten in der Cloud ist dies nicht so sicher. Seien Sie also ein Vorbild und beachten Sie das Urheberrecht, in dem Sie wenn möglich immer Unterlagen nutzen, für die Sie auch die entsprechenden Rechte haben, z.b. Creative Commons-Unterlagen. Folie 27: Mein Image im Netz Das Internet vergisst nicht! Immer vorher überlegen, ob veröffentlichte Kommentare, Bilder o.ä. in der Zukunft einmal unangenehm sein könnten. Einmal veröffentlichte Daten sind oft nicht mehr aus dem Web zu entfernen und können unter Umständen auch missbräuchlich verwendet werden. Persönliche Daten und Fotos sollen auf keinen Fall für jeden im Internet sichtbar sein; nutzen Sie in Sozialen Netzwerken die Privatsphäre-Einstellungen! Über Personensuchmaschinen wie können Sie überprüfen, was im Internet zu Ihrem Namen zu finden ist. Es werden allerdings auch die Informationen von Namensvettern angezeigt das kann manchmal zu Verwirrungen führen. Achtung! Werbung führt immer wieder zu Abzockern! Daher mittlerweile nicht mehr zu empfehlen! Folie 28: Mein Profil Achte immer darauf, welche Informationen du auf deinem Profil veröffentlichst! Sie sollten kein schlechtes Licht auf dich werfen und auf keinen Fall für jeden sichtbar sein. Folie 29: Soziale Netzwerke Übersicht Beispiele für Soziale Netzwerke, die in Österreich genutzt werden: Facebook ist das bekannteste und mit Abstand meist genutzte Soziale Netzwerk. Bei Jugendlichen rangiert aber mittlerweile WhatsApp an erster Stelle. Whats App ist eine Instant-Messenger-App (ähnlich SMS) zum Versand von Nachrichten, Audio- und Videodateien via Smartphone. Achtung: Macht regelmäßig durch Datenlecks und unsichere Privatsphäre-Einstellungen Schlagzeilen! 7

8 Google Plus ist ein Soziales Netzwerk ähnlich Facebook, aber aufgrund der vergleichsweise geringen Nutzer/innen-Anzahl in Österreich kaum von Bedeutung. Ask.fm ist eine Website, um Fragen an Benutzer zu stellen. Die Fragen können anonym oder registriert gestellt werden. Instagram/Tumblr/Pinterest sind Foto-Anwendungen, mit denen Nutzer/innen Bilder aufnehmen und in sozialen Netzwerken teilen können. Twitter ist eine digitale Echtzeit-Anwendung zum Mikroblogging (zur Verbreitung von telegrammartigen Kurznachrichten ähnlich der Form eines Schneeballsystems). Es wird zudem als Kommunikationsplattform, soziales Netzwerk oder ein meist öffentlich einsehbares Online-Tagebuch definiert. Snapchat ist eine Foto-App, mit der Bilder versendet werden, die automatisch nach einer gewissen Zeit gelöscht werden. Achtung: Mittels spezieller Apps können dennoch Screenshots angefertigt werden Snapchat eignet sich also nicht zum Versand anzüglicher Aufnahmen ( Sexting )! kik ist ein Instant-Messenger ähnlich WhatsApp, bietet aber im Vergleich dazu bessere Einstellungen in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz. XING und Linkedin sind Online-Berufsnetzwerke, die hauptsächlich von Erwachsenen im beruflichen Kontext verwendet werden. Folie 34: Sicher in Sozialen Netzwerken Das Internet vergisst nicht! Immer vorher überlegen, ob veröffentlichte Kommentare, Bilder o.ä. in der Zukunft einmal unangenehm sein könnten. Einmal veröffentlichte Daten sind oft nicht mehr aus dem Web zu entfernen und können unter Umständen auch missbräuchlich verwendet werden. Folie 37: Internet-Abzocke Dienstleistungen = z.b. Glücksspiel, Partnerbörsen, Reiseportale Folie 43: Verhaltensvereinbarung Konkrete Anregungen für Verhaltensvereinbarungen finden sich im Unterrichtsmaterial Das Handy in der Schule (Seiten 15/16). Download unter: Folie 45: Filter und technisches Maßnahmen Abwägen: Was nutzen Lehrende im Unterricht und was soll gänzlich gesperrt werden? Alternative: Im EDV-Saal die Computer entlang einer Wand aufstellen, damit die Bildschirme der Schüler/innen auf einen Blick sichtbar sind. 8

9 Folie 46: Das Handy als digitaler Lernbegleiter Im Unterricht oder bei schulischen Projekten kann das Smartphone als Hilfsmittel genutzt werden. Ob Handyvideos, Fotostorys, Audiodateien mit Vokabeln u.v.m. das Handy bietet als Lernmedium vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Jugendliche, die ihr Mobiltelefon auf diese Weise nutzen, gewinnen auch an Medienkompetenz. Folie 47: Logfiles an der Schule speichern Es ist sinnvoll, eine Policy zur Nutzung des Internet in der Schule zu beschließen. Anregungen zum Erstellen einer Internet-Policy finden sich im Unterrichtsmaterial Schutz der Privatsphäre im Internet (Seite 7). Download unter: Folie 50: Wie kommt es zu Cyber-Mobbing? Zorn und der mangelnde Umgang damit ist der häufigste Grund für Cyber-Mobbing. Hier kann die Schule mit geeigneten Maßnahmen im Bereich der Persönlichkeitsbildung ansetzen. Auch Spaß ist oft ein Anlass, z. B. durch blöde Kommentare zu einem Bild in einem Sozialen Netzwerk. Oft geschieht Cyber-Mobbing auch nur aus Langeweile und wächst sich dann nach und nach zu einem ernstzunehmenden Konflikt aus. Folie 52: Besonderheiten von Cyber-Mobbing Cyber-Mobbing kann rund um die Uhr stattfinden. Durch die permanente Verfügbarkeit von Internet und Handy ist es Jugendlichen nur schwer möglich, Cyber-Mobbing- Attacken zu entgehen. Cyber-Mobbing erreicht ein großes Publikum. Soziale Netzwerke, und Handy ermöglichen das schnelle Verbreiten von Inhalten an eine breite Öffentlichkeit. Auch wenn Inhalte von einer Webseite gelöscht werden, sind sie möglicherweise schon vielfach kopiert, weiterverschickt oder in Internet-Archiven abgespeichert worden. Cyber-Bullys agieren (scheinbar) anonym. Oft glauben die Täter/innen, im Internet anonym agieren zu können, indem sie sich z.b. hinter einer erfundenen Identität verstecken. Sie müssen sich nicht direkt mit ihrem Opfer auseinandersetzen. Dadurch ist ihnen gar nicht bewusst, was verletzende Worte oder Bilder auslösen können. Was jedoch oft vergessen wird: Jede Aktion im Web (z. B. Chatten, eine schreiben, eine Website besuchen) hinterlässt Spuren und über die IP-Adresse kann der benutzte Computer eindeutig identifiziert werden. Oft sind beim Cyber-Mobbing die Rollen der Täter/innen und der Opfer nicht ohne weiteres zu trennen. Attacken können als Gegenattacken wiederkehren und so die ursprünglichen Täter/innen zu Opfern werden lassen. Zudem sind Persönlichkeitsmerkmale, die oft auf klassische Mobbingopfer und täter/innen zutrifft, bei Cyber-Mobbing weniger maßgeblich. 9

10 Folie 53: Cyber-Mobbing vorbeugen Cyber-Mobbing kann man, ebenso wie herkömmlichem Mobbing, im Unterricht vorbeugen. Lehrende können Schüler/innen in ihrem Selbstbewusstsein stärken und eine gute Klassengemeinschaft fördern. Folie 54: Cyber-Mobbing erkennen Empfehlung: Eine gute Idee ist es, eine Art Kummerkasten in der Klasse einzurichten, über den die Schüler/innen anonym von Problemen berichten können. Der Lehrende kann das Thema später im Unterricht ansprechen und versuchen, eine Konfliktlösung zu finden. Bei vielen Vorfällen und Verhaltensweisen muss zwischen den Zeilen gelesen werden: Oftmals steckt hinter den offensichtlichen Gründen ganz andere Probleme. Folie 55: Cyber-Mobbing: Mögliche Symptome Wenn Anzeichen bemerkt werden, sollte man sich nicht fürchten, ein Gespräch mit dem Opfer oder den Täter/innen zu suchen. Folie 56: Bei Cyber-Mobbing handeln! Wenn in der Klassengemeinschaft ein Fall von Cyber-Mobbing vorliegt, sind Gespräche die wichtigsten Mittel zur Konfliktlösung. Weiters sollten Themen wie Netiquette und der verantwortungsvolle Umgang im Netz im Unterricht behandelt werden. Falls sich die Situation nicht bessert, kann auch die Polizei hinzugezogen werden. Folie 49 Wichtig! Eine Schule muss eine klare und eindeutige Haltung, eine klare Position zum Thema Cyber-Mobbing einnehmen und zu dieser auch stehen (und gegebenenfalls auch exekutieren!) Folie 58: Cyber-Mobbing präventiv aktiv Wichtig! Eine Schule muss eine klare und eindeutige Haltung, eine klare Position zum Thema Cyber-Mobbing einnehmen und zu dieser auch stehen (und gegebenenfalls auch exekutieren!) Folie 61: Online-Sucht? Die exzessive Computer- und Handynutzung bei Jugendlichen muss nicht unbedingt gleich eine Sucht sein. Bei ca. 10% der Jugendlichen oder 3% der Gesamtbevölkerung handelt es sich tatsächlich um eine Sucht. Von Sucht wird gesprochen, wenn Jugendliche sich dessen bewusst sind, aber aus eigenem Antrieb nicht mehr herauskönnen. In den meisten Fällen haben Jugendliche gar keine Motivation mehr, sich mit etwas anderem zu beschäftigen. Sie dazu zu bewegen, sich auch anderen Dingen zu widmen, kann ein hartes Stück Erziehungsarbeit sein. Übersteigt dies die eigenen Möglichkeiten, so ist es sinnvoll, Unterstützung bei einer Familienberatungsstelle zu suchen. 10

11 Die Definition der Online-Sucht erfolgte hier nach Hahn/Jerusalem. Folie 63: Hilfe und Links Stopline: Anonyme Meldestelle gegen Kinderpornografie und nationalsozialistische Wiederbetätigung. 147 Rat auf Draht: Die kostenlose, anonyme 24h-Telefonhotline für Kinder und Jugendliche unter der Nummer 147 steht auch Eltern und anderen Bezugspersonen zur Verfügung. Auf der Website werden zudem Tipps & Informationen sowohl für Jugendliche als auch für Eltern (http://rataufdraht.orf.at/?area=eltern) auch rund um das Thema Handy & Internet angeboten. Jeden Freitag wird von Uhr Beratung per Chat angeboten, zusätzlich kann Online-Beratung über ein Formular in Anspruch genommen werden. Saferinternet.at: Infos, Tipps und Materialien zur sicheren Internetnutzung für Eltern, Lehrende und Schüler/innen. Veranstaltungsservice zum Buchen von Workshops für Schüler/innen, Lehrende und Eltern. Broschürenservice mit Infomaterialen, Ratgebern und Broschüren für Kinder, Jugendliche & Eltern sowie Unterrichtsmaterialien für Lehrende. Aktuelle Infos auch unter Schulpsychologische Bildungsberatung: Kostenlose Unterstützung und Beratung bei Konflikten in der Schule. Internet Ombudsmann: Kostenlose Online-Beratung und Streitschlichtung bei Problemen mit Online-Shopping, Internet-Betrug, Datenschutz & Urheberrecht. Watchlist Internet: Plattform gegen Internetbetrug 11

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