Informationen zum Studiengang. Social Sciences. Abschluss: Bachelor of Arts

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1 Informationen zum Studiengang Social Sciences Abschluss: Bachelor of Arts

2 Inhalt 1. Social Sciences/ Sozialwissenschaften... 2 Gegenstand... 2 Studienanforderungen... 3 berufliche Tätigkeitsfelder Allgemeine Informationen zum Studium... 4 Bachelor und Masterstudiengänge... 4 Modularisierung... 4 Workload und Leistungspunkte... 4 Prüfungen... 5 Lehrveranstaltungsformen Aufbau des Studiums Bachelor of Arts (B.A.) Social Sciences... 7 Modulinhalte... 7 weitere Aspekte des Studiums... 8 empfohlener Studienverlauf... 9 weiterführende Studiengänge Studienordnung Praktikumsordnung Der Weg zum Studienplatz im Studiengang Social Sciences an der JLU Zulassungsvoraussetzungen Bewerbungsverfahren Siehe auch: giessen.de/cms/studium/bewerbung/hoeheresemester Zulassungsbescheid und Immatrikulation Semesterbeitrag Fristen und Termine Studienbeginn Studieneinführungswoche Chipkarte Studienfinanzierung Wohnen Der Studienort Gießen Die Justus Liebig Universität Modulbeschreibungen der Module der ersten Studiensemester Informations und Beratungsangebote des Fachbereichs Informations und Beratungsangebote der Justus Liebig Universität Impressum: Herausgeber Zentrale Studienberatung der Justus Liebig Universität Gießen Erwin Stein Gebäude, Goethestr. 58, Gießen Redaktion Frank Uhlmann Stand Juli 2015 Druck Druckerei der JLU Druckdatum/Anzahl / 200 Datei: ZSB\Daten\A Bachelor Master of Arts\BA of Arts\BA Social Sciences\S BSSc Juli15.doc 1

3 Liebe Leserin, lieber Leser, ein Studium geht immer mit zahlreichen Veränderungen einher. Als Studentin oder Student befassen Sie sich sehr intensiv mit neuen Themen in neuer Umgebung, lernen viele Menschen kennen, und oft ändern sich auch Ihre gesamten Lebensumstände. Dieser Studienführer soll Sie unterstützen, zumindest einige der Fragen zu beantworten, die sich Ihnen im Zusammenhang mit einem Studium der Social Sciences an der Justus Liebig Universität (JLU) stellen können. Dabei richtet sich diese Broschüre insbesondere an Studieninteressierte, die einen ersten Einblick in Studieninhalte und Studienstrukturen suchen, StudienanfängerInnen, die Fragen zum Start ins Studium an der Justus Liebig Universität haben und HochschulwechslerInnen, die sich über die Besonderheiten des Studiums an der Justus Liebig Universität informieren möchten Die Zentrale Studienberatung (ZSB) ist bemüht, den Studienführer stets auf dem neuesten Stand zu halten. Angesichts kurzfristiger Änderungsmöglichkeiten kann dafür aber keine Gewähr übernommen werden. Die aktuell bindenden Rahmenrichtlinien für das Studium finden Sie immer in den Mitteilungen der Universität Gießen (MUG) im Internet unter Stand: Juli 2015 Änderungen nach Erscheinen sind möglich! 1. Social Sciences/ Sozialwissenschaften Gegenstand Die Sozialwissenschaften untersuchen die Erscheinungsformen des gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen. Nicht verwechselt werden dürfen die Sozialwissenschaften dabei mit anderen Fächern wie der Sozialen Arbeit. Während Soziale Arbeit versucht, im Einzelfall praktische soziale Probleme gemeinsam mit dem Klienten in dessen Umfeld zu lösen, nehmen die Sozialwissenschaften eine weitere, allgemeinere Perspektive ein. Ihr Gegenstand ist die Analyse von Gesellschaft, ihren Teilbereichen, deren Strukturen, Bedingungen und Entwicklungen sowie deren Wechselwirkungen mit den Handlungen einzelner Akteure. Leitfragen sind u.a.: 2 Wie und wodurch entstehen gesellschaftliche Strukturen? Wie verändern sie sich? Wie wirken sie auf einzelne Akteure ein und wie wirken Akteure auf Strukturen ein? Der Bachelorstudiengang Social Sciences ist ein gemeinsamer Studiengang des Instituts für Soziologie und des Instituts für Politikwissenschaft am Fachbereich 03 (Sozial und Kulturwissenschaften) der Justus Liebig Universität Gießen. Merkmal des Studiengangs ist die Verschränkung der beiden sozialwissenschaftlichen Fachdisziplinen Soziologie und Politikwissenschaft.

4 Während die Soziologie die oben genannten Leitfragen auf die Gesamtgesellschaft und einzelne Teilbereiche wie bspw. Familie, Geschlecht oder Arbeitsorganisationen bezieht, untersucht die Politikwissenschaft diese im Hinblick auf die politische Ordnung von Gesellschaften. Ziel des Studiengangs ist es, den Studierenden über eine solide Ausbildung in einem grundständigen sozialwissenschaftlichen Studiengang die für den Berufseinstieg notwendigen Grundkompetenzen und Schlüsselqualifikationen zu vermitteln. Diese liegen in der selbständigen Aneignung und kritischen Beurteilung soziologischer und politikwissenschaftlicher Theorien, in der Anwendung empirischer und statistischer Methoden sowie in sog. Soft Skills wie Ausdrucks, Kommunikations und Teamfähigkeit der Studierenden. Studienanforderungen Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium der Sozialwissenschaften ist die Fähigkeit und Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit soziologischen und politikwissenschaftlichen Theorien und zur vertieften Betrachtung sozialer und politischer Phänomene aus unterschiedlichen Perspektiven. Angesichts der Komplexität gesellschaftlicher Zusammenhänge ist eine einwandfreie schriftliche und mündliche Ausdrucks und Argumentationsfähigkeit wichtig. Vorteilhaft ist außerdem Interesse an sozialen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. berufliche Tätigkeitsfelder Die im Studium Social Sciences vermittelten Fähigkeiten und Qualifikationen ermöglichen den AbsolventInnen den Zugang zu einem äußerst breiten Tätigkeitsspektrum. Allerdings vermittelt das Studium kaum Alleinstellungsmerkmale, so dass die Absolvent/innen in vielen Feldern mit Bewerber/innen aus anderen Studien und Ausbildungsrichtungen konkurrieren. Hier empfiehlt sich, bereits im Studium ein eigenes Profil zu entwickeln, dieses z.b. durch Praktika zu schärfen und damit aktiv und selbstbewusst am Arbeitsmarkt aufzutreten. Tätigkeiten für SozialwissenschaftlerInnen bieten sich häufig u.a. in folgenden Bereichen: Planung und Verwaltung in Bund, Ländern und Gemeinden Parlamentarische Dienste in Bund, Ländern und Gemeinden Parteien und Fraktionen in Bund, Ländern und Gemeinden internationale Dienste und Organisationen Nichtregierungsorganisationen (NGO) auf nationaler und internationaler Ebene Verbände und Interessenvertretungen kulturelle und politische Initiativen Medien (Presse, Rundfunk, Fernsehen, Internet) Öffentlichkeitsarbeit, PR, Marketing und Werbung Markt, Medien und Meinungsforschung Politikberatung (Campaigning, Public Affairs) sozialwissenschaftliche Lehr und Forschungseinrichtungen Einrichtungen des Bildungswesens (politische Bildung, insbesondere Erwachsenenbildung, außerschulische Jugendbildung, Weiterbildung) 3

5 2. Allgemeine Informationen zum Studium Bachelor und Masterstudiengänge Bei den Bachelor und Masterstudiengängen handelt es sich um eine gestufte Studienstruktur bzw. um ein zweistufiges System von Abschlüssen. Mit dem Bachelor wird der erste berufsqualifizierende Abschluss bzw. der erste akademische Grad erworben. Er ermöglicht sowohl den Einstieg in die Berufstätigkeit als auch, einen weiterführendes Masterstudium aufzunehmen. Die Studiendauer von Bachelorstudiengängen beträgt in der Regel drei Jahre bzw. sechs Studiensemester. Masterstudiengänge sind weiterführende Studiengänge, die den Abschluss eines Bachelorstudiengangs oder eines vergleichbaren Studiengangs voraussetzen. Sie können entweder direkt im Anschluss an ein Bachelorstudium oder nach einiger Zeit der Unterbrechung (z.b. aufgrund einer Berufstätigkeit oder Familienphase) studiert werden. Ein Masterstudiengang dauert in der Regel zwei Jahre und führt zu einem akademischen Abschluss, der im Niveau mindestens dem bisherigen Universitätsdiplom entspricht und anschließend eine Promotion ermöglicht. Inhaltlich führt ein Masterstudiengang das Studienprogramm eines Bachelorstudiengangs entweder weiter und vertieft es wissenschaftlich bzw. forschungsorientiert oder der Studiengang bildet einen stärker anwendungsbezogenen, wissenschaftlich vertieften Schwerpunkt. Als konsekutiv wird ein Studienprogramm bezeichnet, das aus einem Bachelorstudiengang und einem direkt darauf aufbauenden Masterstudiengang besteht. Oft können aber auch Masterstudiengänge aus fachverwandten Studienbereichen gewählt werden, sofern die Voraussetzungen durch das bisherige Studium gegeben sind. Welche Voraussetzungen verlangt werden, um ein Masterstudium aufnehmen zu können, regelt die jeweilige Fachordnung des Masterstudienganges. Modularisierung Bachelor und Masterstudiengänge sind modularisiert, d.h., sie sind in einzelne Module gegliedert. Ein Modul bündelt thematisch, systematisch und/oder methodisch zusammenhängende Inhalte und setzt sich aus verschiedenen Veranstaltungstypen in diesem Themenbereich zusammen (z.b. Vorlesung und Übung oder Vorlesung, Praktikum und Seminar). Module können Pflicht, Wahlpflicht oder Wahlmodule sein. Um das Studium erfolgreich abschließen zu können, müssen sämtliche vorgegebenen Module absolviert und bestanden werden. Dazu müssen in jedem Modul eine oder mehrere Prüfungen abgelegt werden, die in die Endnote eingehen. Zahl, Umfang und Inhalte der Module, die Voraussetzungen, unter denen die Module absolviert werden können, sowie Prüfungsverfahren sind in den fachspezifischen Bestimmungen der jeweiligen Fächer geregelt. Da Module oft über mehrere Semester laufen und zum Teil Voraussetzung für nachfolgende Module sind, ergibt sich in modularisierten Studiengängen in der Regel eine klare Struktur mit einem relativ festen Stundenplan. Workload und Leistungspunkte Festgelegt ist auch der Arbeitsaufwand (Workload), der für jedes Modul erforderlich ist, um sich die Inhalte anzueignen und die Prüfungen bestehen zu können. Dabei wird für jedes Modul bei der Entwicklung des Studienganges ein Gesamtwert an Stunden berechnet, in den eingehen der Besuch der jeweiligen Lehrveranstaltung (Präsenzzeit), 4

6 Zeiten der Vor und Nachbereitung, Aufwand z.b. für die Prüfungsvorbereitung, das Abfassen eines Protokolls oder die Vorbereitung eines Seminarvortrages und der Zeitaufwand für die Prüfung selbst. Der Workload für ein Studienjahr ist in der Regel mit 1800 Stunden veranschlagt. Das sind 900 Stunden pro Semester und entspricht ca. 40 Stunden pro Woche, also einer Vollzeitarbeitsstelle. Für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls werden Leistungspunkte, sogenannte Credit Points (CP) vergeben. Die Bewertung mit CP erfolgt nach den Regeln des "European Credit Transfer System", kurz ECTS. So bewertete Veranstaltungen, die an anderen Hochschulen z. B. bei einem Auslandsstudium besucht und mit Prüfungen abgeschlossen wurden, können im Bachelor oder Masterstudiengang anerkannt werden, die inhaltliche Passung vorausgesetzt. Dabei entsprechen jeweils 30 Arbeitsstunden für das Studium in einem Modul einem CP. Leistungspunkte sind also ein Maß für den geforderten Workload im Studium. Module können unterschiedlich umfangreich sein. So können sie nur drei, aber auch zwölf CP umfassen. Pro Studiensemester werden bei durchschnittlich 900 Arbeitsstunden 30 CP erreicht. Ein gesamtes Bachelor Studium umfasst bei einer Regelstudienzeit von sechs Semestern mindestens 180 CP, ein viersemestriger Master Studiengang 120 CP. Prüfungen Der Lernerfolg wird regelmäßig überprüft. In jedem Modul werden studienbegleitend Prüfungsleistungen in unterschiedlicher Form verlangt, z. B. als Klausur, Referat oder Praktikumsbericht. Dabei können Prüfungen entweder modulbegleitend oder modulabschließend durchgeführt werden. Im ersten Fall findet je eine Prüfung zu den einzelnen Modulbestandteilen wie Vorlesung oder Seminar statt. Im anderen Fall wird der Stoff des gesamten Moduls in einer Prüfung behandelt. Welche Prüfungen abgelegt werden müssen, ist in der jeweiligen Modulbeschreibung aufgeführt. Sind alle Leistungen erbracht, ist die Prüfung im Modul bestanden. Die Note geht als Fachnote in das Abschlusszeugnis ein. Die traditionellen, umfangreichen Abschlussprüfungen wie in den Diplom oder Magisterstudiengängen gibt es nicht mehr. Den Abschluss des Studium bildet die Bachelor Arbeit (auch Thesis genannt), eine dreimonatige wissenschaftliche Hausarbeit zu einem selbstgewählten Thema aus dem Studienfach. Zu beachten ist, dass diese Prüfungen nur begrenzt wiederholbar sind, entweder als Ausgleichsprüfungen für nicht bestandene Teilprüfungen oder als Wiederholungsprüfung zum Stoff des gesamten Moduls. Sind alle Wiederholungsmöglichkeiten ausgeschöpft, wird dieses Modul als nicht erfolgreich abgeschlossen gewertet. Handelt es sich dabei um ein Pflichtmodul, bedeutet dies, dass das Studium in diesem Studiengang nicht fortgesetzt und abgeschlossen werden darf. Im Studiengang Social Sciences ist mit der Einschreibung für das Studium gleichzeitig die Anmeldung zu den Modulen des ersten Semesters verbunden. Anmeldungen zu den Modulen aller weiteren Semester erfolgen spätestens in der letzten Woche des vorausgehenden Semesters, indem sich die Studierenden selbst über das elektronische Verwaltungssystem FlexNow anmelden. Mit der Anmeldung zu einem Modul ist automatisch auch die Anmeldung zu den Modulprüfungen verbunden. Im Studiengang Social Sciences ist der Rücktritt von der Prüfungsanmeldung bis spätestens 3 Tage vor dem Prüfungstermin ohne Angabe von Gründen möglich, muss aber dem zuständigen Prüfungsausschuss mitgeteilt werden. Bei Ausgleichs und Wiederholungsprüfungen ist der allein auf 5

7 die 3 Tages Frist gestützte Rücktritt ausgeschlossen. Hier ist der Rücktritt dem zuständigen Prüfungsausschuss schriftlich mitzuteilen. Bei Vorliegen triftiger Gründe wie Krankheit ist der Rücktritt von der Prüfung auf Antrag auch innerhalb der Frist von 3 Tagen möglich. Der Antrag muss sofort nach bekannt werden der Gründe beim zuständigen Prüfungsausschuss gestellt werden. Die Gründe müssen glaubhaft gemacht und bei Krankheit muss mit dem Antrag ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Im Zweifelsfall kann ein amtsärztliches Attest verlangt werden. Als triftiger Grund gilt auch die Krankheit eines vom Prüfling überwiegend allein zu versorgenden Kindes, das bis zum Beginn des jeweiligen Semesters das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Eine Entscheidung über die Anerkennung der Gründe muss vor dem Prüfungstermin erfolgen. Lehrveranstaltungsformen Die Studieninhalte werden in unterschiedlichen Lehrveranstaltungen vermittelt: In einer Vorlesung werden i.d.r. grundlegende Lehrinhalte einer größeren Studierendengruppe durch Vortrag vermittelt. Seminare haben etwa Schulklassengröße. Studierende beteiligen sich durch Diskussion, Referat und/ oder wissenschaftliche Hausarbeit. Seminare, die zu Studienbeginn Grundlagen vermitteln, werden oft Proseminare genannt. In Übungen bearbeiten die Studierenden zur Vertiefung des Stoffes konkrete Beispiele. Kolloquien dienen der vertiefenden Diskussion einzelner Teilgebiete und richten sich i.d.r. an Studierende fortgeschrittener Semester. Der Umfang einer Lehrveranstaltung wird in Semesterwochenstunden (SWS) angegeben. Hat eine Lehrveranstaltung einen Umfang von zwei SWS, bedeutet dies, dass sie ein Semester lang jede Woche zwei Stunden lang stattfindet. Der übliche Umfang von Lehrveranstaltungen beträgt zwei oder vier SWS. Dabei dauert eine SWS wie eine Schulstunde 45 Minuten, zwei SWS dementsprechend 90 Minuten, die i.d.r. ohne Pause abgehalten werden. Ist als Veranstaltungszeit z.b Uhr angegeben, beginnt die Veranstaltung i.d.r. um Uhr und endet um Uhr, es sei denn, die Zeitangabe ist mit dem Zusatz 10s.t. versehen. S.t. bedeutet hier sine tempore, lat. für ohne Zeit, d.h. die Veranstaltung beginnt pünktlich um Uhr und endet entsprechend um Uhr. Pro Woche sind ca. 20 SWS an Lehrveranstaltungen vorgesehen, in manchen Semestern etwas mehr, in anderen weniger. Nicht eingerechnet sind dabei die Zeiten der Vor und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, für Referate, Hausarbeiten und zur Klausurvorbereitung. Die Termine der Lehrveranstaltungen werden rechtzeitig vor Semesterbeginn im Vorlesungsverzeichnis bekanntgegeben. I.d.R. wird zu einem Thema eine Vorlesung angeboten, begleitend dazu aber mehrere Seminare, um den Stoff in kleinen Gruppen intensiv vertiefen zu können. Welche Seminare Sie wählen, entscheiden Sie selbst. Das bedeutet, dass Sie Ihren Stundenplan selbst zusammenstellen. Wie das geht, erfahren Sie in der Studieneinführungswoche vor Beginn des ersten Semesters. gebräuchliche Abkürzungen AStA Allgemeiner StudentInnen Ausschuss, die gewählte Interessenvertretung aller Studierenden CO/ KO Kolloquium c.t. cum tempore (lat.: mit Zeit), die Lehrveranstaltung beginnt 15 6 evv FB JLU Minuten nach der angegebenen Zeit (akademisches Viertel) elektronisches Vorlesungsverzeichnis Fachbereich Justus Liebig Universität Gießen

8 K Kurs LN Leistungsnachweis LV Lehrveranstaltung NVV Nordhessischer Verkehrsverbund PS Proseminar RMV Rhein Main Verkehrsverbund S/ SE Seminar SS/ SoSe Sommersemester (1. April bis 30.September) s.t. StEW SWS Ü WS VL VV sine tempore (lat.: ohne Zeit), die Lehrveranstaltung beginnt pünktlich zur angegeben Zeit Studieneinführungswoche Semesterwochenstunde Übung Wintersemester (1. Oktober bis 31. März) Vorlesung Vorlesungsverzeichnis 3. Aufbau des Studiums Bachelor of Arts (B.A.) Social Sciences Der Studiengang Social Sciences umfasst insgesamt folgende 15 Module: M1 M2 M3 M4 M5 M6 M7 M8 Grundlagen der Politikwissenschaft und Soziologie Politische und soziologische Theorie Politische Ökonomie / Internationale Beziehungen Soziales Handeln und Kommunikation Methodeneinführung Techniken quantitativer Sozialforschung Analyseverfahren Methodenvertiefung M9 Schlüsselkompetenzen M10 Praktikum M11 Kommunikation und Medien / Kulturen und Konflikt M12 Sozialer und politischer Wandel / Internationale Beziehungen und Gesellschaftsvergleich M13 Soziale Ungleichheit und Geschlechterverhältnis / Institutionen und Politikfelder M14 Lehrforschungsprojekt M15 Thesis Modul Modulinhalte Besondere inhaltliche Schwerpunkte des Studienganges Social Sciences bilden die Bereiche Medien und Kommunikation, Geschlechterverhältnisse und European Studies. Dabei lassen sich die 15 Module unterschiedlichen Bereichen zuordnen: Der Basisbereich dient der Vermittlung der Grundlagen, Theorien und Kernbereiche der Politikwissenschaft und Soziologie (Module M1 bis M4, insgesamt 52 CP). Themen sind u.a. politikwissenschaftliche und soziologische Begriffe zur Beschreibung und Analyse der gesellschaftlichen Gegenwart; grundlegende Strukturen und Prozesse moderner Gesellschaften; Gegebenheiten des eigenen politischen und sozialen Systems im Vergleich zu globalen Entwicklungen; Grundfragen von Gesellschaft und Politik, auf die soziologische und politische Theorien Antworten geben; der Zusammenhang von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im nationalen und internationalen Kontext; Strukturen und Entwicklungen des Weltsystems und die relevanten Theorien der internationalen Beziehungen; grundlegende und spezifische Formen sowie Dynamiken und Paradoxa sozialen Handelns und menschlicher Kommunikation. Die vertiefenden Themenmodule M11 bis M13 mit insgesamt 42 CP wenden die Grundlagen des Basisbereichs auf aktuelle Fragestellungen an. Dabei verbinden sie politikwissenschaftliche und soziologische Elemente und integrieren jeweils verwandte Inhalte. 7

9 Themen sind Kommunikation und Medien / Kulturen und Konflikt (M11), Sozialer und politischer Wandel / Internationale Beziehungen und Gesellschaftsvergleich (M12) sowie Soziale Ungleichheit und Geschlechterverhältnis / Institutionen und Politikfelder (M13). Gegenstand des Methodenteils mit den Modulen M5 bis M8 und insgesamt 40 CP sind die Techniken und Methoden, mit denen theoretische sozialwissenschaftliche Überlegungen empirisch überprüft werden können. Die Themen umfassen die Möglichkeiten und Grenzen empirischer Sozialforschung, Fragen der Vorbereitung und Durchführung quantitativer und qualitativer Erhebungsverfahren sowie deren Auswertung mittels statistischer Verfahren. Der Praxisteil mit den Modulen M9 und M10 und insgesamt 22 CP umfasst zum einen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des verpflichtenden studienbegleitenden Berufspraktikums sowie die Vermittlung fachübergreifender Schlüsselqualifikationen wie die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, EDV Übungen, Argumentations und Präsentationstechniken sowie fachsprachliche Elemente. Das Lehrforschungsprojekt (M 14, 12 CP) dient der selbständigen Bearbeitung eines konkreten, eingegrenzten Forschungsprojektes und verbindet so die Lehrinhalte der theoretischen mit jenen der empirischen Module. Den Abschluss des Studiums bildet das Thesis Modul (M15, 12 CP), in dem eine Fragestellung des Faches in einem Zeitraum von drei Monaten selbständig nach wissenschaftlichen Methoden bearbeitet und die Ergebnisse sachgerecht dargestellt werden müssen. Die Basis Module M1 bis M4 müssen in festgelegter Reihenfolge absolviert werden. Das Bestehen der Module M1 bis M7a sowie M9 und M10 (Praktikumsvorbereitung und Praktikum) ist Voraussetzung für die Teilnahme an den Modulen M11 bis M13. In diesen Themen Modulen werden die fachlichen Qualifikationen integrierend vertieft. Dabei ist die Belegung von zwei der angebotenen Themenmodule obligatorisch, ein Themenmodul kann durch den Erwerb von 14 CP in Modulen aus angrenzenden Disziplinen ersetzt werden. Die Auswahl der zwei obligatorischen Themenmodule bestimmen die Studierenden. Die Reihenfolge der Belegung der Themenmodule in den Semestern vier bis sechs ist frei gestellt. weitere Aspekte des Studiums Integraler Bestandteil des Studiums sind ein Pflichtpraktikum und berufspraktische Veranstaltungen, in denen die im Studium erworbenen Fachkenntnisse und Qualifikationen in unterschiedlichen Berufsfeldern erprobt und weiterentwickelt werden können. Das Praktikum (M10, 12 CP) umfasst die Teilnahme an praktikumsvorbereitenden Veranstaltungen sowie die Praktikumsdurchführung im Umfang von mindestens 240 Stunden. Das entspricht sechs Wochen in Vollzeitarbeit. Das Praktikum soll zwischen dem 3. und 4.Semester absolviert werden. Als Prüfungsleistung gilt der Praktikumsbericht. Näheres regelt die Praktikumsordnung (s. Kapitel 5). Das Praktikumsprogramm ist auf die drei Schwerpunkte Medien und Kommunikation, Geschlechterverhältnisse und European Studies ausgerichtet und führt die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs gezielt in mögliche Berufsfelder ein. Darüber hinaus ist der B.A. Studiengang international ausgerichtet, ausgewählte Veranstaltungen werden in englischer Sprache angeboten. Zudem wird der Einstieg in analoge Studienangebote im Ausland ermöglicht und von der JLU unterstützt. Ausländischen Studierenden steht der Studiengang offen, vor allem über die etablierte Zusammenarbeit im Erasmus Programm. Das internationale Lehr und Forschungsprofil des Fachbereichs Sozial und Kulturwissenschaften kommt dieser Zielsetzung entgegen; ständige Kooperationen bestehen mit etwa 20 Universitäten in EU 8

10 Mitgliedsstaaten sowie mit Norwegen, der Türkei und Russland und mit allen Institutionen der Europäischen Union. Am Fachbereich Sozial und Kulturwissenschaften besteht ein Erasmus Büro, das Studierenden Information und Beratung bei der Vorbereitung eines Aufenthaltes im europäischen Ausland anbietet. giessen.de/cms/fbz/fb03/institute/institut furpolitikwissenschaft/studium/erasmus Im 6.Semester wird die Abschlussarbeit (Thesis) angefertigt. Die Bearbeitungsdauer dafür beträgt drei Monate. Das Thema der Thesis wählt die/der Studierende in Absprache mit einem Prüfungsberechtigten. Es muss vom Prüfungsausschuss genehmigt werden. Eine Rückgabe des Themas ist einmalig bis zu acht Wochen nach Ausgabe unter Vorlage einer sachlichen Begründung in schriftlicher Form zulässig. Nach der Rückgabe wird unverzüglich erneut ein Thema ausgegeben, dessen Rückgabe ausgeschlossen ist. Auf Antrag des Prüflings kann die Thesis in englischer Sprache abgefasst werden, wenn eine entsprechende Bewertung gesichert ist. empfohlener Studienverlauf Sem. Modul CP 1 M5 EMP M1 POL M9 Wiss. M1 POL M1 SOZ M1 SOZ 5 CP VL/K 4 Arb. PS 4 CP VL/K 4 CP PS 4 CP M5 EMP CP 4 CP 5 CP 30 M4 SOZ M6 TEC M9 EDV 2 M2 POL M2 POL M2 SOZ VL 1 CP 5 CP 3 CP VL 4 CP PS 4 CP VL o. PS 4 CP M4 SOZ M6 TEC M9 A&P 30 VL 1 CP 5 CP 3 CP M3 POL M3 POL M4 SOZ 3 VL 1 CP VL 1 CP M2 SOZ PS 4 CP M7 STAT I M10 PV 28 PS o. VL 4 CP 5 CP 1 CP 4 5 M3 POL PS 4 CP M11 S 5 CP M12 S 5 CP M3 POL PS 4 CP M11 S 5 CP M12 S 5 CP M4 SOZ PS 4 CP M10 Praktikum 8 CP 8 M11 VL/K 4 CP M12 VL/K 4 CP M7 DA 5 CP M8 EDV II 5 CP M8 METH 5 CP M10 PN 3 CP M14 LFP I 4 CP M14 LFP II 8 CP M13 S 5 CP M13 S 5 CP M13 VL/K 4 CP M15 Thesis 12 CP 26 Die Gesamtnote wird gebildet aus dem arithmetischen Mittel der Modulnoten unter Ausschluss des Moduls M10. Der / die Studierende kann entscheiden, dass vollständige Module im Umfang von maximal 42 Creditpoints nicht in die Berechnung der Gesamtnote eingehen (ausgeklammert werden). Von den Methodenmodulen M5 M8 dürfen maximal zwei Module, von den Themenmodulen M11 M13 maximal ein Modul ausgeklammert werden. Die ausgeklammerten Module müssen bestanden sein. Auf dem Zeugnis wird die Grundlage der Gesamtnotenbildung vermerkt. Die Note des Thesis Moduls geht dreifach in die Berechnung ein. weiterführende Studiengänge Eine Fortsetzung sozialwissenschaftlicher Studien ist u.a. in konsekutiven Master Studiengängen an der Justus Liebig Universität möglich. Hier werden der politikwissenschaftlich orientierte Mas 9

11 terstudiengang Demokratie und Governance (M.A.) und der soziologisch ausgerichtete Masterstudiengang Gesellschaft und Kulturen der Moderne (M.A.) angeboten. Voraussetzung für die Zulassung ist der Abschluss in einem einschlägigen Bachelorstudiengang. Auch der Übergang zu Masterstudiengängen anderer Hochschulen, z. B. im Bereich Public Administration oder European Studies kann möglich sein. 4. Studienordnung In der Studienordnung sind die Rahmenbedingungen für den Studiengang sowie die Rechte und Pflichten sowohl der Universität als auch der Studierenden dargelegt. Die Studienordnung regelt u.a. Zulassunsgvoraussetzungen, Studieninhalte sowie Zahl und Umfang der Prüfungen. Es empfiehlt sich, die Studienordnung sorgfältig zu lesen, um sich mit den Anforderungen und Regeln des Studiums frühzeitig vertraut zu machen und keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Die aktuelle Version der Studienordnung finden Sie immer unter Der Verweis AllB bei den einzelnen Paragraphen bezieht sich auf die Allgemeine Bestimmungen für modularisierte und gestufte Studiengänge. Dort sind sämtliche grundsätzlichen Regelungen für alle Bachelor Studiengänge der JLU niedergelegt. Die aktuelle Version der AllB finden Sie immer unter Spezielle Ordnung für den Bachelor Studiengang Sozialwissenschaften vom 19.April 2006 in der Fassung des 7.Änderungsbeschluss des Fachbereichs vom 22. Mai 2013 In Ergänzung der Allgemeinen Bestimmungen für modularisierte und gestufte Studiengänge (AllB) der JLU v (StAnz Nr. 40 / ) hat der Fachbereich 03 Sozial und Kulturwissenschaften der Justus Liebig Universität Gießen die folgende Spezielle Ordnung verabschiedet. 1 (zu 1 Abs 1 AllB) Der Bachelor Studiengang Social Sciences führt zu einem berufsqualifizierenden Abschluss und umfasst sechs Semester. 2 (zu 1 Abs 2 AllB) Das Studium vermittelt Grundlagen und wesentliche Forschungsergebnisse in den Fächern Soziologie und Politikwissenschaft und bildet in der Anwendung empirischer und statistischer Methoden aus. Die Studierenden sollen die selbständige Aneignung und kritische Beurteilung sozialwissenschaftlicher Theorien und Methoden lernen und zu eigenverantwortlicher Arbeit auf theoretischem, empirischem und praktischem Gebiet befähigt werden. Ziel des Studiengangs ist u.a. die Förderung der Urteils, Ausdrucks, Kommunikations und Teamfähigkeit der Studierenden sowie die Befähigung zur kritischen Analyse gesellschaftlicher Sachverhalte. Zum Studium gehören ein Pflichtpraktikum und ein Lehrforschungsprojekt, in dem die Studierenden ihre im Studium erworbenen Fachkenntnisse und Qualifikationen in unterschiedlichen inhaltlichen Bereichen praktisch erproben und weiterentwickeln können und mit denen ihnen der Übergang in das Berufsleben erleichtert werden soll. 3 (zu 2 AllB) Der Fachbereich 03 Sozial und Kulturwissenschaften der Justus Liebig Universität Gießen 10

12 verleiht nach erfolgreich abgeschlossenem Studium den Grad eines Bachelor of Arts. 4 (zu 5 AllB) Die Module sind in Anlage 2 beschrieben. 5 (zu 5 Abs. 4 und 8 AllB) Innerhalb der Module kann die Zulassung zu bestimmten Veranstaltungen vom erfolgreichen Abschluss modulbegleitender Prüfungen abhängig gemacht werden. Entsprechende Vorgaben sind in den Modulbeschreibungen (Anlage 2) angegeben. 6 (zu 6 Abs. 1 AllB) Der Studiengang Bachelor Social Sciences umfasst 15 Module einschließlich des Thesis Moduls. 7 (zu 6 Abs. 1 AllB) (1) Die Module des Studienganges umfassen Leistungspunkte (CP). (Anlage 2). (2) Der Umfang der Module beträgt 16 CP (Module M1, M2) 14 CP (Module M11, M12, M13) 12 CP (Module M10, M14, M15) 10 CP (Module M3 M9) 8 (zu 9 Abs. 1 Satz 1 AIIB) Studierende müssen an einem Berufsfeldbzw. Tätigkeitsfeld Praktikum im Rahmen des Moduls M10 teilnehmen. Näheres regelt die Praktikumsordnung (Anlage 3). 8a (zu 7 AllB) (1) Voraussetzung für die Zulassung zu Modulprüfungen ist die regelmäßige Teilnahme an den für ein Semester geplanten und durchgeführten Sitzungen der Lehrveranstaltung. Vorlesungen sind von dieser Regelung ausgenommen. (2) Bei Versäumen von mehr als der Hälfte der für ein Semester geplanten und durchgeführten Sitzungen muss die Veranstaltung wiederholt werden. (3) Zulassungen zur Prüfung vor Ende der Lehrveranstaltungszeit eines Semesters erfolgen grundsätzlich unter dem Vorbehalt der Regelungen der Abs. 1 und 2. 9 (zu 10 Abs. 1 Satz 1 AllB und 34 AIIB) (1) Der Prüfungstyp (modulabschließend oder modulbegleitend) ist jeweils in den Modulbeschreibungen (Anlage 2) festgelegt. (2) Die Regelung für die Ausgleichsprüfung ist jeweils in den Modulbeschreibungen (Anlage 2) festgelegt. (3) Bei Nichtbestehen des Moduls findet eine Wiederholungsprüfung über die Gegenstände und Kompetenzen des gesamten Moduls statt. Die Wiederholungsprüfung kann entweder als schriftliche Prüfung (Klausur von mind. 120 und höchstens 180 Minuten) oder als mündliche Prüfung (mindestens 30 und höchstens 60 Minuten) durchgeführt werden. Näheres regelt die Modulbeschreibung. (4) Bis zu vier nicht bestandene Module können nach Wahl des Studierenden jeweils zwei Mal wiederholt werden. 10 (zu 10 Abs. 1 Satz 3 AllB) Die Verfahren zur Notenbildung (in Prozentanteilen) sind in den Modulbeschreibungen (Anlage 2) festgelegt. Die Bewertung der Prüfungsleistungen erfolgt gemäß 28, 29 AllB. 11 (zu 10 Abs. 3 Satz 1 AllB) (1) Prüfungsformen sind: mündliche Prüfung, Klausur, Referat mit Ausarbeitung, Hausarbeit, Präsentation, Exzerpt, Kurzklausur, Take Home Test, Essay, Rezension, Literaturrecherche, Lernprotokoll, Lerntagebuch, Seminarprotokoll, Seminarbericht. Die Kombination zweier Prüfungsformen ist möglich. Bei unterschiedlichen Prüfungsformen ist sicherzustellen, dass die zugrundegelegte Workload identisch ist. Die Form der Prüfung wird zu Beginn der jeweiligen Veranstaltungen mitgeteilt. (2) Die Dauer einer Klausurarbeit beträgt mindestens 45 und höchstens 120 Minuten. (3) Die Dauer einer mündlichen Prüfung beträgt mindestens 15 und höchstens 30 Minuten. 11

13 (4) Der Umfang einer Hausarbeit beträgt in den Basismodulen (M1 M10) höchstens 12 Seiten und in den Themenmodulen (M11, M12, M13) höchstens 15 Seiten. (5) Eine Projektarbeit besteht aus der Anwendung zuvor erarbeiteter Methoden auf ein Problem aus dem Stoffgebiet eines Moduls sowie der mündlichen Präsentation und/oder schriftlichen Ausarbeitung der Ergebnisse. (6) Präsentationen, Hausarbeiten, Seminarvorträge und Projektarbeiten können auch in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach den Abs. 4 und 5 erfüllt. 12 (zu 11 Abs 1 Satz 1 und 2 AllB) (1) Der Studienverlauf ist in Anlage 1 beschrieben. (2) Der Bachelor Studiengang Social Sciences ist in ein dreisemestriges Studium der Basis Module und ein dreisemestriges Studium der Themen Module gegliedert. Die Basis Module umfassen Kernbereiche der Politikwissenschaft und Soziologie. In den Themen Modulen werden die fachlichen Qualifikationen integrierend vertieft. Die Belegung von zwei der angebotenen Themenmodule (M 11, M 12, M 13) ist obligatorisch, ein Themenmodul kann durch den Erwerb von 14 CP in Modulen aus angrenzenden Disziplinen ersetzt werden. Die Auswahl der zwei obligatorischen Themenmodule bestimmen die Studierenden. Die Reihenfolge der Belegung der Themenmodule in den Semestern 4, 5 und 6 ist frei gestellt. (3) Parallel zum Studium von Basis und Themen Modulen werden in Methoden Modulen (M 5, M 6, M 7, M 8) die Grundlagen und Techniken des empirischen Arbeitens und in den praxisorientierten Modulen (M 9, M 10) anwendungsrelevante Kompetenzen (EDV, berufspraktische Erfahrungen, Forschungsplanung und umsetzung) erworben. 13 (zu 12 Abs. 1 Satz 1 AllB) Die Regelstudienzeit für den Bachelor Studiengang beträgt sechs Semester. 14 (zu 12 Abs 3) (1) Voraussetzung für die Teilnahme an den Modulen M 11 M 13 ist das Bestehen der Module M1 bis M7a sowie M9 und M10 (Praktikumsvorbereitung und Praktikum). (2) Für Teilzeitstudierende trifft der Prüfungsausschuss angemessene Regelungen. 15 (zu 13 AllB) Der Studiengang Bachelor Social Sciences beginnt jeweils im Wintersemester. 16 (zu 20 Abs. 3 AllB) Bei der Meldung zum Thesis Modul muss die Zusammenstellung der Prüfungsergebnisse (Transcript of Records) vorgelegt werden. 17 (zu 23 Abs. 1 Satz 1 AllB) (1) Die Meldungen zu den Prüfungen eines Moduls erfolgen automatisch mit der Anmeldung zu diesem Modul. (2) Mit der Einschreibung zum Bachelor Studiengang Social Sciences ist automatisch die Anmeldung zu den Modulen des 1. Semesters verbunden. Anmeldungen zu den Modulen aller weiteren Semester erfolgen spätestens in der letzten Woche des vorausgehenden Semesters. 18 (zu 25 Abs. 2 AllB) Die Prüfungen finden in der Regel als Einzelprüfungen statt. 2 bis maximal 3 Kandidaten / Kandidatinnen können einen gemeinsamen schriftlichen Antrag auf Gruppenprüfung an den Prüfungsausschuss stellen. Der Ausschussvorsitzende entscheidet im Einvernehmen mit dem Prüfer / der Prüferin. Die Dauer der Gruppenprüfung beträgt maximal 90 Minuten. 12

14 19 (zu 26 Abs. 4 AllB) Die Abschlussarbeit (Thesis) kann auf Antrag des Prüflings in englischer Sprache abgefasst werden, wenn eine entsprechende Bewertung gesichert ist. 20 (zu 26 Abs. 5 AllB) Die Bearbeitungsdauer beträgt drei Monate. Das Thema der Thesis wird von einem Prüfungsberechtigten dem Prüfungsausschuss vorgeschlagen und vom Prüfungsausschuss ausgegeben. 21 (zu 26 Abs. 6 AllB) Eine Rückgabe des Themas der Abschlussarbeit (Thesis) ist einmalig bis zu acht Wochen nach Ausgabe unter Vorlage einer sachlichen Begründung in schriftlicher Form zulässig. Nach der Rückgabe wird unverzüglich erneut ein Thema gemäß 20 ausgegeben, dessen Rückgabe ausgeschlossen ist. 22 (zu 31 Abs. 1 AllB) (1) Die Gesamtnote wird gebildet aus dem arithmetischen Mittel der Modulnoten unter Ausschluss des Moduls M10. (2) Der / die Studierende kann entscheiden, dass vollständige Module im Umfang von maximal 42 Creditpoints nicht in die Berechnung der Gesamtnote eingehen (ausgeklammert werden). Von den Methodenmodulen M5 M8 dürfen maximal zwei Module, von den Themenmodulen M11 M13 maximal 1 Modul ausgeklammert werden. Die ausgeklammerten Module müssen bestanden sein. Auf dem Zeugnis wird die Grundlage der Gesamtnotenbildung vermerkt. (3) Die Note des Thesis Moduls geht dreifach in die Berechnung ein. 23 (zu 32 AllB) Für jede bzw. jeden Studierenden wird eine tabellarische Zusammenstellung der Prüfungsleistungen in deutscher Sprache angefertigt, die die Modultitel, das Datum der Prüfungen sowie die Noten (ECTS Grad) der Modulprüfungen und der Abschlussarbeit (Thesis) enthält. 24 (zu 33 Satz 2 AllB) Die eine modulbegleitende Prüfung betreffenden Akten können nach Rücksprache mit dem Prüfer und dem Prüfungsausschuss binnen sechs Wochen nach Prüfungsende eingesehen werden. 25 (zu 34 Abs. 4 AllB) Prüfungstermine und Wiederholungstermine werden zu Beginn eines Semesters durch den Prüfungsausschuss bekannt gegeben. 26 (zu 39 Abs. 2 AllB) (1) Veranstaltungen für den Diplomstudiengang und Module für den Bachelor Studiengang werden nach der Tabelle in Anlage 4 angeboten. Entsprechen Veranstaltungen im Rahmen von Bachelor Modulen einzelnen Veranstaltungen im Diplom Studiengang, entfällt die Verpflichtung zum Angebot spezieller Veranstaltungen für das Diplom Studium. (2) Sämtliche Prüfungen im Diplom Studiengang Sozialwissenschaft müssen innerhalb der Regelstudienzeiten für Grundund Hauptstudium angetreten sein, für das Vordiplom jedoch spätestens vor dem Wintersemester 2009/2010, für das Diplom spätestens vor dem Wintersemester 2011/2012. Bei nachgewiesenem Teilzeitstudium oder in Härtefällen trifft der Prüfungsausschuss angemessene Regelungen. (3) Module nach dieser Ordnung werden für das erste Semester erstmals im Wintersemester 2006/2007, für das zweite im Sommersemester 2007, für das dritte im Wintersemester 2007/2008, für das vierte im Sommersemester 2008, für das fünfte im Wintersemester 2008/2009 und für das sechste im Sommersemester 2009 angeboten. 27 (zu 40 AllB) (1) Diese Ordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig treten außer Kraft: die Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Sozialwissenschaften mit dem Abschluß Diplom 13

15 Sozialwissenschaft ler/in vom 11. Juli 1984 (zuletzt geändert am ; ABl ), die Vorschriften der Prüfungsordnung für die Magisterprüfung vom (StAnz , S. 997), soweit sie das jeweilige Hauptfach betreffen, für die Fächer: Politikwissenschaft (Studienordnung vom 30. April 1997; StAnz Nr. 28 / ), Soziologie (Studienordnung vom 7. Februar 2001; StAnz Nr. 7 / ). Ihre Regelungen gelten für die Studierenden fort, die im Sommersemester 2006 in diesem Fach eingeschrieben waren und im Wintersemester 2006/07 das Studium fortsetzen. (2) Studierende, die im Sommersemester 2010 im Studiengang eingeschrieben sind, können wählen, ob sie das Studium nach den bisherigen Bestimmungen oder nach den Regelungen des 4. Änderungsbeschlusses abschließen wollen. Die Wahl muss bis zum dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses verbindlich mitgeteilt werden. Gießen, 19. Juli 2006 Prof. Dr. Klaus Fritzsche Dekan des FB 03 Sozial und Kulturwissenschaften 5. Praktikumsordnung Ordnung für Berufs und Tätigkeitsfeldpraktika im Studiengang Social Sciences mit dem Abschluss Bachelor of Arts, des Fachbereichs Sozial und Kulturwissenschaften an der Justus Liebig Universität Gießen Inhaltsverzeichnis 1 Ziel und Inhalt 2 Praktikumsausschuss 3 Durchführung der berufspraktischen Ausbildung 4 Nachweis, Anerkennung und Bewertung 1 Ziel und Inhalt (1) Diese Ordnung regelt das Berufs und Tätigkeitsfeldpraktikumsmodul im Studiengang BA Social Sciences. (2) Mit der Durchführung der Praktika soll der Austausch zwischen universitärer Ausbildung und beruflicher Praxis intensiviert und dadurch das Studium sinnvoll ergänzt werden. Für die Studierenden ist dieser Austausch mit folgenden Zielen verbunden: Die Tätigkeit während des Praktikums soll über das bloße Kennen lernen und die passive Beobachtung möglicher Arbeitsbereiche hinausgehen. Die Praktikanten/ Praktikantinnen sollen nach Möglichkeit realistische Einblicke in Tätigkeitsfelder erhalten und durch die Einbindung in konkrete Arbeitsprozesse (z.b. im Rahmen von Projekt oder Teamarbeiten) berufsrelevante Erfahrungen gewinnen. Dabei sollen den Praktikanten/innen nach einer entsprechenden Einarbeitungszeit konkrete Aufgaben übertragen werden, damit sie sich mit den tatsächlichen Arbeitsweisen und abläufen im Tätigkeitsfeld der jeweiligen Praktikumsgeber vertraut machen können. Anzustreben ist, Praktikanten/Praktikantinnen fachlich und persönlich so in das Organisationsgefüge und die Arbeitsstruktur zu integrieren, das sie im Rahmen ihres Arbeitszusammenhanges teilweise selbständige und eigenverantwortliche Tätigkeiten übernehmen können. Die Arbeit in einem Tätigkeitsfeld soll es ermöglichen, die im Studium erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen in der Praxis anzuwenden, fehlende Wissensbereiche zu erkennen, zusätzliche 14

16 Qualifikationen zu erwerben sowie Anregungen für die weitere Studiengestaltung und ggf. auch für die Abschlussarbeit zu erhalten. Damit verbunden soll das Praktikum den Studierenden helfen, Aufschlüsse darüber zu gewinnen, ob die Orientierung auf ein Tätigkeitsfeld tatsächlich den Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften entgegenkommt. (3) Durch die Erfahrung mit praxisbezogenen Problemen wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und sozialer Art soll das Verständnis von Forschung und Lehre an der Universität gefördert und der Zusammenhang von Studium und Praxis deutlich gemacht werden. Insbesondere sollen betriebliche Zusammenhänge, Mitarbeiterführung und Management kennen gelernt werden. Berufspraktische Ausbildungen im Ausland, die den obengenannten Zielen und Inhalten entsprechen, sind empfehlenswert und werden gemäß 4 anerkannt. 2 Praktikumsausschuss (1) Der Praktikumsausschuss ist zuständig für die Beratung und Anerkennung der Praktika. Dem Praktikumsausschuss gehören an: zwei Professorinnen/Professoren des Fachbereichs, zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des Fachbereichs, zwei Studierende des Studiengangs sowie eine nichtwissenschaftliche Mitarbeiterin / ein nichtwissenschaftlicher Mitarbeiter mit beratender Stimme. (2) Die Mitglieder des Praktikumsausschusses und ihre Vertretungen werden vom Fachbereichsrat auf die Dauer von drei Jahren gewählt, die studentischen Mitglieder für ein Jahr. Die Wiederwahl ist zulässig. Das Vorschlagsrecht für die Wahl liegt bei den Gruppen des Fachbereichs. Der Praktikumsausschuss wählt in seiner konstituierenden Sitzung eine Professorin/Professor als Vorsitzende/Vorsitzenden sowie eine Stellvertreterin/Stellvertreter für die Dauer von drei Jahren. Der Praktikumsausschuss kann die Geschäftsführung ordnen. (3) Der Praktikumsausschuss erlässt Richtlinien für die Anerkennung der in 3 Absatz 2 genannten Vorpraktika und Berufsausbildungen sowie für Art und Umfang der in 4 Absatz 1b genannten Abschlussberichte. 3 Durchführung der Berufs und Tätigkeitsfeldpraktika (1) Das Berufs und Tätigkeitsfeldpraktikum ist entsprechend der Speziellen Ordnung des Fachbereichs Sozial und Kulturwissenschaften der Justus Liebig Universität Gießen für den Studiengang Social Sciences mit dem Abschluss Bachelor of Arts verpflichtend und Voraussetzung zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Arts. (2) Das Praktikum umfasst die Teilnahme an praktikumsvorbereitenden Veranstaltungen gemäß der zugehörigen Modulbeschreibung (vgl. Modulhandbuch BA Social Sciences, Modul M10) sowie die Praktikumsdurchführung im Umfang von mindestens 240 h (entspricht 6 Wochen in Vollzeitarbeit). (3) Für Berufs und Tätigkeitsfeldpraktika eignen sich alle Betriebe und andere Einrichtungen zukünftiger Berufsfelder des Studienganges Social Sciences. In der Regel werden Tätigkeiten in Planung und Verwaltung in Bund, Ländern und Gemeinden Parlamentarischen Diensten in Bund, Ländern und Gemeinden Parteien und Fraktionen in Bund, Ländern und Gemeinden internationalen Dienste und Organisationen Nichtregierungsorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene Verbänden und Interessenvertretungen kulturellen und politischen Initiativen Medien (Presse, Rundfunk, Fernsehen, Internet) Öffentlichkeitsarbeit, PR, Marketing und Werbung Markt, Medien und Meinungsforschung Politikberatung (Campaigning, Public Affairs) 15

17 sozialwissenschaftlichen Lehr und Forschungseinrichtungen Einrichtungen des Bildungswesens (politische Bildung, insbesondere Erwachsenenbildung, außerschulische Jugendbildung, Weiterbildung) anerkannt. Der Praktikumsausschuss ist berechtigt, diese Liste zu ergänzen oder zu verändern, wenn dies aufgrund von Änderungen des Berufsfeldes des Studienganges Social Sciences, die entweder durch Absolventenbefragungen, allgemein zugängliche Berufsinformationen oder andere geeignete Quellen bekannt wird, für die berufliche Orientierung der Studierenden sinnvoll ist. Einschlägige Vorpraktika und Berufsausbildungen können ganz oder teilweise anerkannt werden. Auslandspraktika, beispielsweise im Rahmen des Leonardo da Vinci Programms der EU, sind grundsätzlich möglich, sofern dabei die Anforderungen der Praktikumsordnung in angemessenem Umfang erfüllt werden. (4) Die Studierenden sollen während ihres Praktikums entweder in das laufende Tagesgeschäft des Praktikumsträgers eingebunden werden oder im Rahmen einer oder mehrerer Projektaufgaben für den Aufgabenbereich typische, aber über das Tagesgeschäft hinaus gehende, Aufgaben bearbeiten. Praktika, in denen überwiegend hospitiert werden soll, können daher nur in begründeten Ausnahmefällen anerkannt werden. (5) Vor Beginn eines Berufs und Tätigkeitsfeldpraktikums können sich die Studierenden durch den Praktikumsausschuss beraten lassen und sich über empfohlene Tätigkeiten und Inhalte des gewählten Praktikums informieren. (6) Ein Praktikum soll in der Regel als zusammenhängendes Blockpraktikum im Umfang von mindestens 6 Wochen durchgeführt werden. Eine Aufteilung eines Praktikums in mehrere Teilabschnitte ist dann möglich, wenn dadurch Ziele und Inhalte des Praktikums (vgl. 1) nicht gefährdet werden. (7) Jeder Abschnitt des Berufs und Tätigkeitsfeldpraktikums ist genehmigungspflichtig. Die Genehmigung eines Abschnittes muss rechtzeitig schriftlich beim Praktikumsausschuss unter Angabe des Betriebes, der Art und der Dauer der vorgesehenen Tätigkeit beantragt werden. Die Genehmigung ist erteilt, wenn der/die Vorsitzende dies durch seine/ihre Unterschrift bestätigt hat. 4 Nachweis, Anerkennung und Bewertung (1) Die Anerkennung des Berufs und Tätigkeitsfeldpraktikums erfolgt durch die Bescheinigung des Praktikumsausschusses, vertreten durch die oder den Vorsitzenden. Diese Bescheinigung weist die erfolgreiche Teilnahme nach und beinhaltet die Abschlussnote. Zur Erlangung dieses Nachweises legt der/die Studierende dem Praktikumsausschuss im Original folgende vollständige Unterlagen vor: a. qualifizierte Zeugnisse, mindestens jedoch Bescheinigungen der Betriebe über Dauer und Inhalt der abgeleisteten Abschnitte des Berufs und Tätigkeitsfeldpraktikums; b. qualifizierter Abschlussbericht, bestehend aus Teilberichten über den Inhalt der abgeleisteten Abschnitte der berufspraktischen Ausbildung, die vom Betrieb als sachlich richtig abgezeichnet sein müssen; c. Abschlusszeugnisse im Falle beruflicher Ausbildungen. (2) Aufgrund der vorgelegten Unterlagen führt der/die Vorsitzende die Anerkennung und Bewertung des Moduls durch. Bei beruflichen Ausbildungen werden die dort erzielten Benotungen übernommen. (3) Kann es auf Grund der vorgelegten Unterlagen nicht zu einer Anerkennung kommen, so kann der Praktikumsausschuss zusätzliche Auflagen beschließen. 16

18 6. Der Weg zum Studienplatz im Studiengang Social Sciences an der JLU Zulassungsvoraussetzungen Zulassungsvoraussetzung für das Studium Social Sciences an der JLU ist die Allgemeine Hochschulreife (Abitur oder ein vergleichbarer Abschluss), die Fachhochschulreife, eine Meisterprüfung oder der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte. Ein Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen o der ein Praktikumsnachweis (Vorpraktikum) sind für die Zulassung nicht erforderlich. Gegenwärtig ist der Studiengang an der JLU zulassungsbeschränkt. Das bedeutet zunächst nur, dass i.d.r. mehr Bewerbungen eingehen, als Studienplätze zur Verfügung stehen. Deshalb muss die Universität unter den BewerberInnen eine Auswahl treffen. Ob dies in Zukunft auch so sein wird, lässt sich nicht voraussagen. Informationen zu möglichen Zulassungsbeschränkungen finden sich ca. ab Mai (für das folgende Wintersemester) auf der Homepage der JLU unter giessen.de/studium/bewerbung. 20% der Studienplätze im Studiengang Social Sciences werden nach Wartezeit vergeben. Wartezeit ist die Zeit zwischen dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung und dem Beginn des Studiums, in der die/der Bewerber/in nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben war, gemessen in Halbjahren. Die Bewerber/innen werden anhand ihrer Wartesemester in eine absteigende Rangreihenfolge gebracht. Es werden so viele Bewerber/innen zugelassen, wie Studienplätze nach dieser Quote vergeben werden. Als Wartezeit Grenzwert gilt diejenige Wartezeit, die der/die Bewerber/in hat, die/der als letzte/r über diese Quote einen Studienplatz erhält. Das bedeutet: Es wird durch die Universität kein bestimmter Grenzwert festgelegt, sondern der Grenzwert ergibt sich immer neu durch die Bewerber/innen des aktuellen Verfahrens. Von den Grenzwerten der Vergangenheit lassen sich allenfalls Tendenzen für die Zukunft, aber keine verlässlichen Prognosen ableiten. Ein Parkstudium führt nicht zur Erhöhung des eigenen Wartezeitkontos. Die verbleibenden 80% der Studienplätze werden im Hochschulauswahlverfahren (HAV) vergeben. In diesem Verfahren werden mehrere Kriterien berücksichtigt, die in der Satzung der JLU für das Hochschulauswahlverfahren in zulassungsbeschränkten Studiengängen (www.unigiessen.de/cms/mug/8/findex0.html/8_01_00_4) festgelegt sind. Wichtigstes Kriterium muss die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung sein. Diese wird in einen Punktwert umgerechnet. Dabei entspricht die Note 1,0 525 Punkten, die Note 4,0 entspricht 375 Punkten, ein Notenzehntel Unterschied entspricht jeweils 5 Punkten. Für den Studiengang Social Sciences werden außerdem noch die Punkte aus den Halbjahreszeugnissen aus den Grund und Leistungskursen der letzten zwei Schuljahre der Oberstufe sowie in der Abiturprüfung der Fächer Politik und Wirtschaft, Geschichte und Deutsch addiert. Die Summe aller Punkte aus diesen Fächern wird mit dem Faktor 0,4 multipliziert. An Stelle des Faches "Politik und Wirtschaft" kann ein äquivalentes Fach nach den landesrechtlichen Regelungen des Bundeslandes, in dem die Hochschulzugangsberechtigung erworben wurde, anerkannt werden. Für jede/n Bewerber/in werden die Punkte addiert, die sie/er in den einzelnen Kriterien (Durchschnittsnote und Einzelnoten) erlangt hat. Das Ergebnis ist der Punktwert, mit dem eine Rangreihe der Bewerber/innen gebildet wird. Aus dieser Rangreihe werden von oben nach unten so viele Bewerber/innen zugelassen, bis alle über diese Quote verfügbaren Studienplätze besetzt sind. Der

19 Punkt Grenzwert bezeichnet diejenige Punktzahl, die der/die Bewerber/in hat, die/der als letzte/r über diese Quote einen Studienplatz erhält. Auch hier gilt: Es wird durch die Universität kein bestimmter Grenzwert festgelegt, sondern der Grenzwert ergibt sich immer neu durch die Bewerber/innen des aktuellen Verfahrens. Von den Grenzwerten der Vergangenheit lassen sich allenfalls Tendenzen für die Zukunft, aber keine verlässlichen Prognosen ableiten. Eine längere Wartezeit führt nicht zur Verbesserung der Durchschnittsnote. Wartezeitquote und Hochschulauswahlverfahren sind zwei vollkommen getrennte Verfahren. Wer das Studium Social Sciences oder ein vergleichbares Studium an einer anderen deutschen Hochschule beginnt und an die JLU wechseln möchte, kann sich die bereits erbrachten Leistungsnachweise anerkennen lassen. Zuständig für die Anerkennung ist das Prüfungsamt Geisteswissenschaften der JLU. Bitte bemühen Sie sich ggf. rechtzeitig um die Anerkennung, die Sie Ihren Bewerbungsunterlagen beifügen müssen. giessen.de/cms/fbz/paemter/gwiss Bewerbungsverfahren Das Studium Social Sciences kann gegenwärtig nur zum Wintersemester begonnen werden. Voraussetzung ist in jedem Fall eine frist und formgerechte Bewerbung, auch bei einem Hochschulwechsel im höheren Semester. Eine Einschreibung ohne vorherige Bewerbung ist an der JLU nicht möglich. Bewerbung über uni assist Alle Studieninteressierten mit einem ausländischen Bildungsabschluss (unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit) bewerben sich über uni assist Helmholtzstr Berlin assist.de Dort werden die Anträge zentral geprüft. Bei Fragen zum Verfahren, wenden Sie sich bitte an das Studierendensekretariat/Ausländerzulassung Goethestr Gießen Tel. 0641/ ; giessen.de; Infos unter giessen.de/cms/internationales/studierenjlu/bewerbung Bewerbung direkt an der JLU Studieninteressierte, die eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung besitzen, bewerben sich direkt an der Universität Gießen Studentensekretariat Goethestr Gießen. Die allgemeinen Bewerbungsfristen der Universität Gießen laufen für einen Studienbeginn im Oktober (Wintersemester) vom bis für einen Studienbeginn im April (Sommersemester) vom bis (nur für eine Bewerbung zu einem höheren Semester relevant). 18

20 Informationen und der Link zum Online Bewerbungsportal stehen jeweils sechs Wochen vor Bewerbungsschluss im Internet zur Verfügung: giessen.de/cms/studium/bewerbung/portal Bewerbung für ein höheres Fachsemester Wenn Sie sich für einen Studienplatz im höheren Fachsemester bewerben wollen, müssen Ihre Studienzeiten (mindestens ein Fachsemester) aus einem anderen Studium anerkannt werden. Für die Anerkennung von Prüfungs bzw. Studienleistungen bzw. die Anrechnung von Studienzeiten muss ein Antrag beim Prüfungsamt Geisteswissenschaften gestellt werden. Kontaktdaten s. Kapitel 9. Ein entsprechendes Formular wird auf der Website bereitgestellt. Für die Bewerbung um einen Studienplatz im höheren Fachsemester, die an das Studierendensekretariat der JLU gerichtet werden muss, gelten die üblichen Fristen (siehe oben). Auch in den höheren Fachsemestern bestehen z. T. Zulassungsbeschränkungen. Eine Zulassung kann nur erfolgen, wenn Studienplätze frei werden. Erfolgt keine Anerkennung von mindestens einem Semester, müssen Sie sich für einen Studienplatz im ersten Fachsemester bewerben (s.o.). Siehe auch: giessen.de/cms/studium/bewerbung/hoeheresemester Zulassungsbescheid und Immatrikulation Wenn Sie einen Studienplatz erhalten haben, wird Ihnen dies in einem Zulassungsbescheid schriftlich mitgeteilt. Anschließend müssen Sie innerhalb einer Frist, die im Bescheid genannt ist, weitere Unterlagen vorlegen und gegenüber der JLU erklären, dass Sie den Studienplatz annehmen (Einschreibung oder Immatrikulation). Erst dadurch gehört Ihnen der Studienplatz endgültig. Lassen Sie diese Frist verstreichen, wird die Zulassung zurückgenommen und der Studienplatz ggf. anders vergeben. Semesterbeitrag Gegenwärtig gibt es in Hessen keine Studiengebühren. Jede/r Studierende muss jedoch vor jedem Semester den Semesterbeitrag rechtzeitig entrichten, da sonst die Einschreibung zum ersten bzw. die Rückmeldung zu den folgenden Semestern nicht möglich ist. Der Semesterbeitrag gilt für jeweils ein Semester, beträgt gegenwärtig für das erste Semester ca. 280 und enthält: das Semesterticket (s.u.) den Semesterbeitrag für die studentische Selbstverwaltung den Semesterbeitrag für das Studentenwerk (Mensen, Cafeterien, Wohnheime, Beratung) einen Verwaltungskostenbeitrag Pfand für den Chipkarten Ausweis (entfällt in den folgenden Semestern) das Theaterticket Alle weiteren Informationen zur Überweisung des Semesterbeitrags erhalten Sie mit dem Zulassungsbescheid. Fristen und Termine 01.Juni bis 15.Juli: Bewerbungsfrist für das Wintersemester (Ausschlussfrist) Eine Bewerbung ist nur innerhalb dieser Frist möglich. Außerhalb davon ist das Online Bewerbungsformular nicht freigeschaltet und kann nicht ausgefüllt werden. Später eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Es gilt der Eingang der vollständigen Unterlagen bei der JLU. Ein ausgefülltes Online Formular reicht nicht aus, ebenso wenig das Datum des Poststempels. 19

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