Walter Frerichs, Sabine Rasch, Josef Konrad Rogosch (Hrsg.) Modulhandbuch. Dualer Bachelor-Studiengang Public Management

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1 , Walter Frerichs, Sabine Rasch, Josef Konrad Rogosch (Hrsg.) Modulhandbuch Dualer Bachelor-Studiengang Public Management Fakultät Wirtschaft und Soziales Department Public Management Stand:

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3 Walter Frerichs, Sabine Rasch, Josef Konrad Rogosch (Hrsg.) Modulhandbuch Dualer Bachelor-Studiengang Public Management 3. überarbeitete Auflage Fakultät Wirtschaft und Soziales Department Public Management Department Public Management der Fakultät Wirtschaft und Soziales Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Berliner Tor 5, Hamburg Tel.: , Fax: Hamburg, Oktober 2010

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5 Inhaltsverzeichnis I Vorwort 7 II Vorwort zur ersten Auflage 9 III Einleitung 11 IV Ziele des Studiums 12 V Das Curriculum 13 VI Modularisierung und Credits 16 VII Hinweise zum Aufbau der Modulbeschreibungen 18 VIII Übersicht Modul- und Unitbeschreibungen mit Seitenangaben 20 IX Modul- und Unitbeschreibungen 26 X Übersicht über die Module, Units und Prüfungsleistungen 155 XI Übersicht Modulkoordination 158 XII Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes (APO-gehVwD) 160 XIII Studien- und Prüfungsordnung 166 XIV Praktikumsrichtlinien und vertrag für externe Praktika 186 XIIV Studienübersicht Dualer Bachelor Public Management 189

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7 I Vorwort Im Oktober 2010 beginnt nunmehr der fünfte Jahrgang Bachelor-Studierender. 87 Studierende der Freien und Hansestadt Hamburg und elf Studierende der Freien und Hansestadt Bremen beginnen ihr Studium. Das ist bisher die größte Kohorte seit Einführung des Studiengangs im Oktober Nach vier Jahren Bachelor-Studiengang Public Management sind die Studierenden und die Lehrenden sicher in der Durchführung von studienbegleitenden Prüfungen und bewegen sich selbstverständlich im System von Workload, Credits und Modulen. Die hier vorliegende Fassung des Modulhandbuches des Bachelor-Studiengangs Public Management ist die dritte leicht überarbeitete Auflage. Die Erfahrungen mit den ersten vier Studienkohorten und mittlerweile zwei Jahrgängen, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben, sind in diese Auflage eingeflossen. Das Angebot im Wahlpflichtbereich wurde ergänzt, einige Modulbeschreibungen leicht modifiziert, die Literaturangaben aktualisiert und die verabschiedete Studien- und Prüfungsordnung sowie die staatliche Ausbildungs- und Prüfungsordnung sind eingefügt. Der Studiengang wurde 2007 durch die Zentrale Akkreditierungs- und Evaluationsagentur Hannover (ZEvA) erfolgreich akkreditiert. Im nächsten Jahr wird die Reakkreditierung vorbereitet, die 2012 erfolgt, so dass auch weiterhin kontinuierlich das Studienangebot überprüft und aktualisiert wird. Wichtig ist noch mitzuteilen, dass sich die Laufbahnbezeichnung geändert hat. Die Laufbahn zum gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst ist nun das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Allgemeine Dienste (HmbLVO ). Dies ist noch nicht durchgängig im Modulhandbuch geändert worden. Hamburg, 01. Oktober 2010 Prof. Dr. Walter Frerichs Sabine Rasch Prof. Dr. Josef Konrad Rogosch

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9 II Vorwort zur ersten Auflage Am 2. Oktober 2006 werden erstmalig 54 Studierende ihr Bachelor-Studium am Department Public Management der Fakultät Wirtschaft und Public Management an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg aufnehmen. Der Diplom-Studiengang Allgemeine Verwaltung wird damit gemäß eines Gesetzesauftrages durch den dualen Bachelor- Studiengang Public Management abgelöst. Der duale Studiengang führt sowohl zu dem Studienabschluss Bachelor of Arts als auch zu der bundesweit anerkannten Laufbahnbefähigung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst. Vertreterinnen und Vertreter der dualen Partner, nämlich der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und des Personalamtes der Freien und Hansestadt Hamburg haben in einem gemeinsamen, sehr zügigen und effektiven Prozess die hier vorliegenden Ergebnisse erarbeitet. Die erfolgreiche Zusammenarbeit ist für uns ein Ausdruck einer hervorragenden Kooperation zwischen Hochschule und der beruflichen Praxis. Besonders erwähnen möchten wir die sehr gute, lösungsorientierte und konstruktive Zusammenarbeit mit den Ausbildungsleitungen, die in den Behörden und Ämtern für die berufspraktische Ausbildung der Studierenden verantwortlich sind. Außerdem hervorzuheben ist die wichtige Unterstützung durch die Fach- und Führungskräfte aus Dienststellen der öffentlichen Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg, die uns im Rahmen einer umfangreichen Abnehmerinnen- und Abnehmerbefragung (n=260) sowie einer Absolventinnen- und Absolventenbefragung (n=400) wertvolle Auskünfte und Einschätzungen zu notwendigen beruflichen Handlungskompetenzen sowie wünschenswerten Fach- und Methodenkenntnissen der zukünftigen Beamtinnen und Beamter im gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst gegeben haben. Die Ergebnisse der Befragungen wurden umfassend bei der Gestaltung des Lernangebotes des Studiengangs berücksichtigt. Die Einrichtung des Studiengangs wird mit Mitteln der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) im Rahmen des Modellprojektversuchsprogramms Weiterentwicklung dualer Studienangebote im tertiären Bereich für drei Jahre gefördert. Die Umsetzung des Vorhabens wäre ohne die finanzielle Unterstützung durch die BLK in diesem Rahmen nicht möglich gewesen. Kernstück des Konzeptes des Studiengangs ist das hier vorliegende Modulhandbuch, dem eine detaillierte Beschreibung aller Lerninhalte, die künftig in modularisierter Form angeboten werden, zu entnehmen ist. Gemäß den Anforderungen an eine modularisierte Studienstruktur wurden für jedes Modul die zu erwerbenden Kompetenzen beschrieben und

10 die Zeitanteile für das Präsenz- und das Selbststudium (Workload) der Studierenden bestimmt, die sich als Gesamtsumme in der Anzahl der Credits wieder finden. Außerdem wurden die Prüfungsleistungen definiert, deren erfolgreiches Bestehen die Voraussetzung für den Erwerb der Credits darstellt. Neben dem Studienbeginn im Oktober wird der nächste bedeutende Meilenstein die Akkreditierung durch die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEVA) sein. Der Akkreditierungsantrag ist gestellt, die formale Vorprüfung des Antrages wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Akkreditierungsverfahren wird voraussichtlich im März 2007 abgeschlossen sein. Die Beschreibung der Module (Teil VIII) macht den Hauptteil des hier vorliegenden Modulhandbuches aus. Den Modulbeschreibungen sind Erläuterungen zum Gesamtkonzept des Bachelor-Studiengangs, des Gesamtcurriculums sowie Grundsätzen zur Modularisierung und Zuordnung und Vergabe der Credits (Teile II VI) vorangestellt. Aus der Übersicht Teil IX werden alle Module, einschließlich der zugehörigen Units und Prüfungsleistungen, ersichtlich. Sie enthält außerdem die Angabe der Semester, in denen die jeweiligen Module absolviert werden müssen und die Angabe der verantwortlichen Lehrenden, die für die Koordination der Module zuständig sind. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren sind hauptamtliche Professorinnen und Professoren des Studiendepartments Public Management. Die terminliche Positionierung der Prüfungsleistungen kann der Übersicht X entnommen werden. Essentials zur Entwicklung, zum Inhalt und zum Ablauf des Studiengangs Public Management enthält die beigefügte Präsentation Bachelor Public Management (Teil XI), die im Rahmen einer Einführungsveranstaltung für die ersten Bachelor-Studierenden gehalten wurde. Am Ende (Teil XII) befindet sich eine Gesamtübersicht die den Ablauf des 6-semestrigen Studiums verdeutlichen soll. Aus dieser Übersicht sind auch die zeitlichen Anteile der verschiedenen Modularten - Allgemeine Pflichtmodule, Schwerpunktbezogene Pflichtmodule und Wahlpflichtmodule, sowie dem Berufspraktischen Studienanteilen und der Bachelor- Thesis - pro Semester zu entnehmen. Ebenso sind die studienbegleitenden Prüfungsleistungen aufgeführt, die pro Semester abzuleisten sind. Hamburg, 01. Oktober 2006 Prof. Dr. Walter Frerichs Sabine Rasch

11 III Einleitung Im Dezember 2004 hat die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg das Gesetz zur Neuordnung der Studiengänge an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung beschlossen, auf dessen Grundlage die damalige interne Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHÖV) aufgelöst 1 und der Fachbereich Allgemeine Verwaltung mit dem gleichnamigen Diplom- Studiengang an die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) verlagert wurde. Gleichzeitig wurde die Einrichtung eines dualen Bachelor-Studiengangs Public Management gesetzlich verankert. Am 01. Oktober 2006 startete der 6-semesterige duale Bachelor-Studiengang Public Management an der HAW als Angebot des Studiendepartments Public Management der 2 Fakultät Wirtschaft und Public Management. Der Studiengang löste den damaligen Diplom- Studiengang Allgemeine Verwaltung ab. Die Studierenden des dualen Studiengangs erwerben den akademischen Grad Bachelor of Arts (B.A.) und gleichzeitig die bundesweit anerkannte Laufbahnbefähigung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst. Die Verantwortung für die Durchführung des Studiengangs tragen zwei duale Partner das Department Public Management der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg für die fachtheoretische Ausbildung und das Personalamt der Freien und Hansestadt Hamburg für die berufspraktischen Studienanteile. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung haben sich beide Partner auf enge Zusammenarbeit verständigt, wodurch ein in sich schlüssiges und fachlich-inhaltlich hochwertiges Studium gewährleistet wird. Der Bachelor-Studiengang ist ausschließlich Studierenden vorbehalten, die nach beamtenrechtlichen Vorschriften im Beamtenverhältnis auf Widerruf zum Studium zugelassen werden oder am prüfungsgebundenen Aufstiegslehrgang vom mittleren in den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst teilnehmen. Die Regelbewerberinnen und -bewerber richten daher ihre Bewerbung an das Personalamt der Freien und Hansestadt Hamburg, das in einem anspruchsvollen Verfahren die Studienanfängerinnen und anfänger auswählt. Das Auswahlverfahren besteht aus drei Teilen: 1. eine Vorauswahl nach formalen Kriterien, 2. einen ca. fünfstündigen Eignungstest und 3. einem Vorstellungstermin, der wiederum eine Gruppendiskussion, ein Einzelinterview und ein Kurzreferat beinhaltet. Die formale Voraussetzung für die Aufnahme in das Auswahlverfahren ist eine Hochschulzugangsberechtigung mit mindestens befriedigenden Noten in den Fächern Deutsch, 1 Gesetz zur Neuordnung der Studiengänge an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung vom Zum wurden die Fakultäten Wirtschaft und Public Management und Soziale Arbeit und Pflege zur Fakultät Wirtschaft und Soziales zusammengeführt. 11

12 Mathematik, Politik/Gemeinschaftskunde und Englisch oder in einer anderen Fremdsprache. Weiterhin werden die Bewerbungsform, Schuldauer, Fehlzeiten, Motivation, Engagement, Verwendungsbreite, Stringenz im Lebenslauf und nachschulische Leistungen berücksichtigt. Bei der Planung des Studienangebotes wurden die Vorgaben des Positionspapiers der Innenministerkonferenz für eine bundesweite Anerkennung des Bachelor-Abschlusses als Laufbahnbefähigung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst in vollem Umfang berücksichtigt. Der Studiengang wurde 2007 erfolgreich durch die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) akkreditiert. Das Reakkreditierungsverfahren wird 2012 durchgeführt. IV Ziele des Studiums und zu erwerbende Handlungskompetenzen Von den Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung für den gehobenen allgemeinen Veraltungsdienst wird erwartet und gefordert, dass sie nach Ausbildungsabschluss über eine besonders hohe Verwendungsbreite und Flexibilität verfügen, da sie später in den unterschiedlichsten Aufgabenfeldern und grundsätzlich in allen Behörden und Ämtern der Freien und Hansestadt Hamburg einsetzbar sein müssen. 3 Das Studium ist im Zusammenwirken von Lehrenden und Lernenden auf den Erwerb der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden sowie der berufspraktischen Fähigkeiten und Kenntnisse gerichtet, die zur Erfüllung der Aufgaben in der Laufbahn des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes erforderlich sind. Die Studierenden sollen nach Abschluss des Studiums befähigt sein, sich auf jedem Dienstposten im Eingangsamt der Laufbahn in angemessener Zeit einzuarbeiten, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten durch Fortbildung zu erweitern und zusätzliche Qualifikationen zu erwerben. Insbesondere sollen sie über fundierte methodische und fachliche Kenntnisse in den für das Tätigkeitsfeld der Laufbahn wesentlichen Gebieten der Rechts-, Wirtschafts- und Verwaltungs- sowie Sozialwissenschaften in den Aufgabenbereichen Personal, Organisation, Haushalt und Planung sowie in der Informations- und Kommunikationstechnologie verfügen, fähig und bereit sein, - Entscheidungen sachgerecht und effizient vorzubereiten sowie zügig zu treffen, - sich in Sprachverhalten und Schreibweise auf ihre jeweiligen Partnerinnen und Partner einzustellen, 3 Gesetz zur Neuordnung der Studiengänge an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung vom

13 - in Teams und Projekten mitzuarbeiten und andere zu motivieren, - Veränderungsprozesse aktiv mitzugestalten, - eigene Standpunkte einzunehmen und Konflikte sachbezogen auszutragen, die Funktion der Verwaltung im freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat kennen und auf der Grundlage dieser Kenntnis verantwortlich handeln können, ihre Persönlichkeit dahingehend entwickeln, dass sie bereit und in der Lage sind, - demokratischen, rechts- und sozialstaatlichen Wertvorstellungen zu entsprechen, - den Prozess der europäischen Integration zu unterstützen, - persönliche Werturteile und Verhaltensweisen zu reflektieren, - selbstständig und eigeninitiativ zu handeln sowie Verantwortung zu übernehmen, - im Zusammenleben und in der Zusammenarbeit mit anderen Toleranz, Solidarität und Kooperationsbereitschaft zu zeigen, - sich auf wandelnde Arbeits- und Umweltbedingungen einzustellen und die Notwendigkeit lebenslangen Lernens zu akzeptieren. V Das Curriculum Der Bachelor-Studiengang Plic Management ist ein 6-semestriger dualer Studiengang, der Vollzeit studiert und in zwei Schwerpunkten angeboten wird, einem rechtswissenschaftlihen und einem wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt. Die Schwerpunktbildung findet ab dem ersten Semester statt und erfolgt in den Bereichen: der schwerpunktbezogenen Pflichtmodule, der schwerpunktbezogenen Auswahl der Wahlpflichtmodule, der schwerpunktbezogenen Ausrichtung der Theorie-Praxis-Module, der schwerpunktbezogenen Ausrichtung der berufspraktischen Semester sowie des Themenschwerpunkts der Bachelor-Thesis.Um flexibel auf Änderungen der Bedarfe des Abnehmers eingehen zu können, sind die schwerpunktbezogenen Pflichtmodule : Besonderes Verwaltungsrecht I und II sowie Besondere BWL der öffentlichen Verwaltung I und II inhaltlich offen gehalten, müssen allerdings vor Beginn eines Studiendurchgangs konkretisiert werden. Dies gilt auch im Bereich der Wahlpflichtmodule für alle Pro- und Hauptseminare. Das Gesamtstudium besteht aus vier fachtheoretischen Semestern und zwei berufspraktischen Semestern. Es teilt sich in den ersten Studienabschnitt bis einschließlich drittem Semester und den zweiten Studienabschnitt vom vierten bis einschließlich sechstem Semester. Das erste Semester beginnt mit einer geblockten Orientierungseinheit, in der die 13

14 Einführung ins Studium erfolgt und die Studierenden sich Techniken wissenschaftlichen Arbeitens aneignen. Der Studiengang hat eine nationale Ausrichtung, da die Studierenden mit dem Status als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf für eine spätere Tätigkeit vorrangig im Bereich der Behörden und Ämter der Freien und Hansestadt Hamburg ausgebildet werden. Internationale Studieninhalte, die für diese Tätigkeit notwendig sind, werden selbstverständlich vermittelt, wie z.b. Fach- und Methodenkompetenzen, die sich auf die Europäische Union beziehen, oder Kenntnisse im Bereich Gender Mainstreaming und Diversity Management. Wegen der in der Abnehmerbefragung zum Ausdruck kommenden gegenwärtig noch begrenzten Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen werden die Lehrveranstaltungen in der Regel in deutscher Sprache abgehalten. Bestandteile des Curriculums sind jedoch im Wahlpflichtbereich verschiedene Seminare in englischer Sprache im Umfang von jeweils zwei Credits: 1. Sem.: Basics in Economics and Business Administration 2. Sem.: Basics in Public Administration 4. Sem.: Business Communication 5. Sem.: Intercultural Communication Es ist zu erwarten, dass im weiteren Verlauf der europäischen Integration die Bedeutung von Englisch-Kenntnissen in der öffentlichen Verwaltung zunehmen wird. Für diesen Fall ist geplant, Teile von Pflichtmodulen insbesondere solche mit wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten in Englisch abzuhalten, wie dies im Studiendepartment Wirtschaft bereits seit längerer Zeit praktiziert wird. In einem zweiten Schritt könnten auch ausgewählte schwerpunktbezogene Pflichtmodule komplett in Englisch abgehalten werden. Das Department Public Management der HAW Hamburg ist für die Durchführung der theoretischen Studienabschnitte im 1., 2., 4. und 5. Semester und das Personalamt der Freien und Hansestadt Hamburg für das berufspraktische Studium im 3. und 6. Semester verantwortlich. 14

15 Studienübersicht : Dualer Bachelor-Studiengang Public Management Orientierungseinheit (3 Wochen) 1 Fachwissenschaftliche Module: - Allgemeine Pflichtmodule (Basismodule der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) - Schwerpunktbezogene Pflichtmodule (jeweils für den rechtswissenschaftlichen und den wirtschaftswissenschaftlichen Studienschwerpunkt) - Wahlpflichtmodule Theorie-Praxis-Modul: Moderne Verwaltung Hausarbeit 2 Fachwissenschaftliche Module: - Allgemeine Pflichtmodule (Basismodule der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) - Schwerpunktbezogene Pflichtmodule (jeweils für den rechtswissenschaftlichen und den wirtschaftswissenschaftlichen Studienschwerpunkt) - Wahlpflichtmodule Theorie-Praxis-Modul: Moderne Verwaltung 3 Berufspraktisches Studium Berufspraxis 1. Ausbildungsstation 13 Wochen Berufspraktisches Studium Berufspraxis 2. Ausbildungsstation 13 Wochen Theorie-Praxis-Projekt-Modul: Innovative Verwaltung 4 5 Fachwissenschaftliche Module: - Allgemeine Pflichtmodule (Arbeitsfeldbezogene interdisziplinäre Module) - Schwerpunktbezogene Pflichtmodule (jeweils für den rechtswissenschaftlichen und den wirtschaftswissenschaftlichen Studienschwerpunkt) - Wahlpflichtmodule Theorie-Praxis-Projekt-Modul: Innovative Verwaltung Fachwissenschaftliche Module: - Allgemeine Pflichtmodule (Arbeitsfeldbezogene interdisziplinäre Module) - Schwerpunktbezogene Pflichtmodule (jeweils für den rechtswissenschaftlichen und den wirtschaftswissenschaftlichen Studienschwerpunkt) - Wahlpflichtmodule thesisvorbereitendes Methodenseminar Beginn Bachelor-Thesis Abschluss Bachelor-Thesis 6 Berufspraktisches Studium 23 Wochen in einer Ausbildungsstation mit praxisbegleitender Arbeitsgemeinschaft Mündliche Abschlussprüfung Die Bachelor-Thesis wird Ende des fünften und zu Beginn des sechsten Semesters verfasst. Sie umfasst sechs Wochen Bearbeitungszeit, die bei Bestehen der Mündlichen Abschlussprüfung, die die Verteidigung der Bachelor-Thesis beinhaltet, mit zehn Credits honoriert wird. Die Bachelor-Thesis bereiten die Studierenden durch das sog. thesisvorbereitende Methodenseminar im Laufe des 5. Semesters vor. 15

16 VI Modularisierung und Credits Das gesamte Studienangebot ist entsprechend den Vorgaben für die Einrichtung von Bachelor- Studiengängen 4 modularisiert. Module bezeichnen einen Verbund von Lehrveranstaltungen, die sich einem bestimmten thematischen oder inhaltlichen Schwerpunkt widmen. Es sind inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lerneinheiten, die sich aus den Lernelementen wie Präsenzstudium, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und Prüfungen zusammensetzen. Sie können sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen zusammensetzen, sind aber nicht mit diesen gleichzusetzen 5. Durch das modularisierte Studienangebot rückt das Lernen der Studierenden in den Vordergrund, da durch die Prinzipien der Modularisierung der zu erreichende Lernerfolg im Hinblick auf die Berufsbefähigung am Ende des Studiums im Zentrum steht. Bei der Planung der Module war die Output-Orientierung handlungsleitend, d.h. welche Kompetenzen sollte die Studentin bzw. der Student am Ende des Moduls erworben haben. In der Regel werden die Beschreibungen der Handlungskompetenzen, die in Fach- und Methodenkompetenzen und Sozial- und Selbstkompetenzen aufgeschlüsselt sind, mit dem Satz Die Studierenden sind in der Lage eingeleitet. Zudem erfolgt für jedes Modul die Ausweisung des Workloads (Studentischer Arbeitsauswand) in Credits und die Unterteilung in Präsenz- und Selbststudium in Stunden für die gesamte Laufzeit des Moduls, so dass die Studierenden wie bisher den Lehrveranstaltungsumfang erkennen können, aber darüber hinaus auch den Anteil an Eigenleistung einschätzen können. Die angegebenen Werte des Arbeitsaufwandes für das Eigenstudium haben teilweise den Charakter von Durchschnitts- und Erfahrungswerten auf der Basis des bisherigen Diplom- Studienganges, teilweise aber auch einen konzeptionellen Charakter, durch den eine Neuorientierung von Inhalten sowie Lehr- und Lernformen zum Ausdruck kommt. Im Rahmen der Lehrveranstaltungsevaluation des Departments Public Management werden die Studierenden nach ihrem Arbeitsaufwand für das Selbststudium regelmäßig befragt. Credits sind Leistungspunkte, die das rein quantitative Maß für den studentischen Arbeitsaufwand (Workload) bezeichnen. Für einen Credit werden 30 Stunden Arbeitszeit berechnet. Pro Semester können bei erfolgreich bestandenen Prüfungen 30 Credits erworben werden, 180 Credits für das gesamte Studium. Endgültig nicht erfolgreich bestandene Prüfungen können im Umfang bis zu 4 Credits pro Studienabschnitt durch erfolgreiche Prüfungen in zusätzlichen Wahlpflichtveranstaltungen kompensiert werden. 4 Vgl. KMK-Beschluss vom i.d.f. vom : Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß 9 Abs. 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen; KMK-Beschluss vom : Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung von Studiengängen 5 Vgl. Bund-Länder-Kommission: Modularisierung in Hochschulen. Handreichung zur Modularisierung und Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen. Heft 101, Bonn

17 Das Curriculum des Studiengangs besteht aus den fachtheoretischen Modulen, und zwar den allgemeinen Pflichtmodulen, die alle Studierenden belegen müssen, schwerpunktbezogenen Pflichtmodulen, die die Studierenden entweder des rechtswissenschaftlichen oder des wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunktes belegen müssen, Wahlpflichtmodulen, die in Form von Seminaren als offenes Angebot von den Studierenden ausgewählt werden können, wobei mindestens jeweils ein Seminar aus dem Schwerpunkt stammen muss, weiterhin aus zwei berufspraktischen Modulen, die das berufspraktische Studium im 3. und 6. Semester beinhalten, das alle Studierenden absolvieren müssen, sowie einem Modul Bachelor-Thesis, das die Erarbeitung der Abschlussarbeit im 5. und 6. Semester umfasst. Die fachtheoretischen Module des Studiengangs haben einen Umfang von 4 bis 11 Credits und untergliedern sich in der Regel in jeweils zwei Lehrveranstaltungen (Units), für die ebenfalls gesonderte Beschreibungen vorhanden sind. Alle Module werden in einem jährlichen Turnus angeboten. Für die hier vorgenommene Strukturierung der Units sind vor allem zwei Gründe maßgeblich: Erstens fordert die Innenministerkonferenz in ihrem Positionspapier vom für die bundesweite Anerkennung des Studienganges den expliziten Nachweis fachgebietsspezifischer Studienanteile in Verbindung mit Mindest-Credits für die rechtswissenschaftlichen Studienanteile. Die hier vorliegenden Units tragen dieser Anforderung Rechnung. Zweitens soll in realistischer Weise eine Voraussetzung dafür geschaffen werden, dass den Studierenden der Departments Public Management, Wirtschaft, Soziale Arbeit und Pflege & Management der Fakultät Wirtschaft und Soziales der wechselseitige Besuch von Lehrveranstaltungen dieser Departments und deren Anerkennung für den eigenen Studiengang möglich ist. Auf der Ebene vollständiger Module wäre dies sehr problematisch, da sich ganz überwiegend immer nur Teilüberlappungen zwischen den verschiedenen Studiengängen ergeben. Auf der Ebene der hier konstruierten Units hingegen, insbesondere im Wahlpflichtbereich sind ausgeprägte inhaltliche Übereinstimmungen bzw. Affinitäten festzustellen. Die fachtheoretischen Module des ersten und zweiten Semesters sind vorwiegend Basismodule und orientieren sich an Fachgebieten, während im 4. und 5. Semester arbeitsfeldbezogene interdisziplinäre Module angeboten werden. 17

18 Das berufspraktische Studium 6 des dritten Semesters besteht aus zwei Phasen, die in verschiedenen Praxisstationen abgeleistet werden. Für den erfolgreiche Abschluss werden jeweils 14 Credits vergeben. Zusammen mit dem Theorie-Praxis-Projekt-Modul Innovative Verwaltung, das von den Ausbildungsleitungen der hamburgischen Behörden geleitet wird, ergeben sich 30 Credits für das berufspraktische Studium im 3. Semester. Das sechste Semester absolvieren die Studierenden in einer Ausbildungsbehörde. Sie erwerben 26 Credits. Zusammen mit dem zeitlichen und inhaltlichen Praxisanteil der Bachelor-Arbeit ergeben sich auch hier 30 Credits für das berufspraktische Studium im 6. Semester. Die Bachelor-Thesis wird am Ende des 5. und zu Beginn des 6. Semesters geschrieben. Sie umfasst einschließlich eines thesisvorbereitenden Methodenseminars im 5. Semester einen Gesamtarbeitsaufwand von 300 Stunden, entsprechend 10 Credits. Jedes Modul wird mit mindestens einer studienbegleitenden Prüfungsleistung abgeschlossen, teilweise erfolgen Prüfungsleistungen, die sich auf einzelne Units beziehen. Die Regel sind aber abschließende Modulprüfungen. Das erfolgreiche Bestehen der Prüfungen ist Voraussetzung für die Vergabe der Credits. Prüfungsformen sind Klausuren unterschiedlichen Umfangs, teilweise mit Fallbearbeitung, eine Hausarbeit sowie Projektberichte, Referate und Präsentationen. Die berufspraktischen Module werden jeweils mit einem Referat bzw. einer Klausur oder Hausarbeit und einem Praxisbericht sowie einem Befähigungsbericht, der von den Ausbildungsverantwortlichen erstellt wird, abgeschlossen. An die Bachelor-Thesis schließt sich Ende des 6. Semesters eine 1-stündige mündliche Prüfung an, die sich aus der Verteidigung der Bachelor-Thesis im Umfang von 30 Minuten, einer berufspraktischen Prüfung im Umfang von 15 Minuten und einer schwerpunktbezogenen Fachprüfung im Umfang von 15 Minuten zusammensetzt. VII Hinweise zum Aufbau der Modulbeschreibungen Die folgenden Modulbeschreibungen wurden nach einem einheitlichen Muster erstellt. Jedes Modul besteht in der Regel aus zwei Units. Für jedes Modul wurden eine Gesamtmodulbeschreibung und die zugehörigen Unit-Beschreibungen erstellt. Die Beschreibungen enthalten Angaben über die verantwortlichen Modulkoordinatorinnen bzw. -koordinatoren, die beteiligten Dozentinnen bzw. Dozenten, den Angebotszeitraum, die Anzahl der zu erwerbenden Credits, 6 Vgl. dazu Kapitel III 18

19 den Anteil des Präsenz- und des Selbststudiums, die zu erwerbenden Kompetenzen, die Inhalte, die Lehr- und Lernformen, die Prüfungsleistungen und Literaturangaben. Die Modulnummern geben Auskunft über den Status des Moduls und die Semester, in dem das Modul angeboten wird. Außerdem ist in alle Modulnummern eine laufende Nummer enthalten. Beispiel: MP.4.12 Modul Pflicht laufende im 1. u.2. Nummer Semester Bedeutung der Abkürzungen der Modulnummern: MP = Allgemeine Pflicht Pflichtmodule MSR = Schwerpunktbezogene Pflichtmodule Rechtswissenschaftlicher Schwerpunkt MSW = Schwerpunktbezogene Pflichtmodule Wirtschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt MWP = Wahlpflichtmodule MBP = Modul Berufspraktisches Studium 19

20 VIII Übersicht der Modul- und Unitbeschreibungen mit Seitenangaben 1. Module des 1. und 2. Semesters 1.1 Allgemeine Pflichtmodule Kennung Abkürzung Inhalt/Units Seite MP.1.12 OE&WA Orientierungseinheit u. wissenschaftliches Arbeiten (propädeutisches Modul) MP.2.12 ÖR Öffentliches Recht (Basismodul) MP.3.12 RA&ZR Methoden der Rechtsanwendung und Zivilrecht (Basismodul) 33 MP.4.12 WiWi Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften und der öffentlichen Finanzwirtschaft (Basismodul) 37 Unit 1: Volkswirtschaftslehre und öff. Finanzwirtschaft I..38 Unit 2: Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre I und öff. Finanzwirtschaft II MP.5.12 SoWi Grundlagen der Sozialwissenschaften (Basismodul) 44 Unit 1: Grundlagen der Soziologie und Politologie Unit 2: Psychologie am Arbeitsplatz. 47 MP.6.12 PM Public Management in der Praxis (Theorie-Praxis-Modul : Moderne Verwaltung)...48 Unit 1: Angewandte Staats- und Organisationslehre und moderne Arbeitstechniken Unit 2 : Informationstechnologie I Schwerpunktbezogene Pflichtmodule Rechtswissenschaftlicher Schwerpunkt Kennung Abkürzung Inhalt/Units Seite MSR.7.01 PR1 Personalrecht MSR.8.02 BVR1 Besonderes Verwaltungsrecht I Offenes Angebot aus 2 Units, die jeweils aktuell zu konkretisieren sind. Nach jetzigem Stand sind dies: Unit 1: Ordnungswidrigkeitenrecht Unit 2: Sozialrecht

21 1.2.2 Wirtschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt MSW.9.01 VMQM Verwaltungsmarketing und Qualitäts- Management Unit 1: Verwaltungsmarketing 61 Unit 2: Qualitätsmanagement...62 MSW BBWL1 Besondere BWL der öffentlichen Verwaltung I.. 63 Unit 1: Mehrdimensionale Prozesssteuerung Unit 2: Interkulturelles Management Wahlpflichtmodul MWP PS1 Proseminare I...66 Offenes Angebot an vertiefenden oder erweiternden Gebieten der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, aus denen 2 Proseminare auszuwählen sind, davon mindestens eines aus dem Schwerpunkt. Unit 1: Proseminar aus dem Schwerpunkt Unit 2: Proseminar aus dem Gesamtangebot Nach derzeitigem Stand werden angeboten: Aktuelle Ansätze im Personalmanagement.67 Ansätze des New Public Management I Ausgewählte Probleme der Politologie Basics in Economics and Business Administration.70 Einführung in das Europarecht...71 Finanzbuchhaltung in der Privatwirtschaft...72 Methoden individueller Anpassung von Standard-Software..73 Nachhaltigkeit Staatsorganisation und Verfassungsgrundsätze.75 Straßen- und Straßenverkehrsrecht..76 Wissenschaftlich Arbeiten im Studium

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