Weltbevölkerungsprojektionen bis 2100

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1 Weltbevölkerungsprojektionen bis 2100 Die unterschiedlichen Varianten der Bevölkerungsprojektionen unterscheiden sich hauptsächlich durch die ihnen zugrunde liegenden Annahmen über die zukünftige Geburtenentwicklung. Für die mittlere Variante gehen die UN davon aus, dass die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau von heute 2,5 Kindern pro Frau weltweit bis zum Jahr 2100 auf das so genannte Ersatzniveau von zwei Kindern pro Frau sinken wird. Die Weltbevölkerung würde demnach bis zum Jahr 2100 auf 10,1 Milliarden Menschen anwachsen. Wenn die durchschnittliche Kinderzahl um ein halbes Kind pro Frau höher läge, würde die Weltbevölkerung bis 2100 auf 15,8 Milliarden Menschen anwachsen (hohe Variante). Bei einem halben Kind weniger würden im Jahr 2100 nur noch 6,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben (niedrige Variante). Angenommen, die Kinderzahl pro Frau bliebe bis 2100 konstant auf dem heutigen Niveau, würde die Weltbevölkerung zur Jahrhundertwende auf fast 27 Milliarden Menschen anwachsen.

2 Regionale Verteilung der Weltbevölkerung Auch in Zukunft wird Asien die bevölkerungsreichste Region der Erde sein. Allerdings wird der asiatische Anteil an der Weltbevölkerung zurückgehen: Lebt heute noch deutlich mehr als die Hälfte der Menschheit in Asien, werden es im Jahr 2100 voraussichtlich nur noch 45 Prozent sein. Wesentlich mehr Menschen werden dann in Afrika und damit in der ärmsten Region der Welt leben. Der Kontinent verzeichnet die stärksten Wachstumsraten weltweit. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird sich die Bevölkerung Afrikas von heute einer Milliarde Menschen auf voraussichtlich 3,6 Milliarden Menschen mehr als verdreifachen. Zum Beginn des 22. Jahrhunderts wird wahrscheinlich fast jeder dritte Mensch in Afrika leben. Diese rasante Bevölkerungszunahme stellt eine große Herausforderung für eine erfolgreiche Armutsbekämpfung dar. Europa wird im gleichen Zeitraum von einem Rückgang der Bevölkerung geprägt sein. Da die Kinderzahlen pro Frau in vielen europäischen Ländern sehr niedrig sind, wird der europäische Anteil an der Weltbevölkerung von heute rund elf Prozent auf voraussichtlich etwa sieben Prozent im Jahr 2100 schrumpfen.

3 Bevölkerung nach Alter und Geschlecht, 2010 Im Gegensatz zu den Industrieländern haben Entwicklungsländer eine sehr junge Altersstruktur. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Entwicklungsländern sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Das entspricht 1,7 Milliarden Menschen, die eine Ausbildung und einen Arbeitsplatz benötigen. Noch größer ist diese Herausforderung für die Länder Afrikas: Hier sind sogar 40 Prozent der Bevölkerung jünger als 15 Jahre. Grund für die junge Bevölkerungsstruktur ist die hohe Fertilitätsrate in vielen Entwicklungsländern. In Industrieländern sind lediglich 17 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre alt das entspricht etwa 200 Millionen Menschen.

4 Veränderung der Bevölkerungen bis 2100 Die Bevölkerungsdynamik der Länder unterscheidet sich in den kommenden 90 Jahren erheblich. Auf der einen Seite werden Länder wie China, Russland und Deutschland bis zum Jahr 2100 einen deutlichen Bevölkerungsrückgang verzeichnen. Auf der anderen Seite stehen Länder wie Indien und Nigeria, deren Bevölkerungen aufgrund hoher Fertilitätsraten stark zunehmen werden. Ein besonders starkes Bevölkerungswachstum verzeichnen afrikanische Länder. Die starke Bevölkerungszunahme bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich unter anderem erhöht sich der Druck auf die Gesundheitsund Bildungssysteme sowie die Ernährungslage.

5 Weltbevölkerung und Fertilitätsraten Die Weltbevölkerung wird bis zum Jahr 2100 stark wachsen, dabei findet das Wachstum fast ausschließlich in Entwicklungsländern statt. Während in Industrieländern die Bevölkerung kaum wächst, kommen in den Entwicklungsländern in den nächsten 90 Jahren voraussichtlich drei Milliarden Menschen hinzu. Dort werden dann wahrscheinlich fast 8,8 Milliarden Erdenbürger leben. Annahmen über eine sinkende Kinderzahl pro Frau bilden eine wichtige Grundlage für diese Bevölkerungsprojektionen. So nehmen die Vereinten Nationen an, dass in den am wenigsten entwickelten Ländern die Kinderzahl pro Frau von heute 4,1 Kindern auf 2,1 Kinder im Jahr 2100 sinkt. Heute bekommen dort viele Frauen mehr Kinder als sie es sich wünschen, da sie oft keinen Zugang zu wirksamen Verhütungsmethoden haben. Nur wenn verstärkt in Familienplanung investiert wird, ist die oben beschriebene Verlangsamung des Bevölkerungswachstums und damit auch eine nachhaltige Entwicklung möglich.

Weltbevölkerungsprojektionen bis 2100

Weltbevölkerungsprojektionen bis 2100 Weltbevölkerungsprojektionen bis 2 Bevölkerung in Milliarden 3 2,6 Konstante Variante 2 2 6,6 Hohe Variante 9,6 Mittlere Variante,9 Mittlere Variante 6, Niedrige Variante 9 97 2 22 2 27 2 Die unterschiedlichen

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