Material. 3 Akteure im Simulationsspiel

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1 Akteure im Simulationsspiel Blattläuse vermehren sich schnell und brauchen dazu nicht einmal einen Geschlechtspartner. Bei den meisten Arten wechselt sich eine geschlechtliche Generation (mit Männchen und Weibchen) ab mit mehreren aufeinanderfolgenden Generationen mittels Jungfernzeugung (Parthenogenese). Männchen und geflügelte Weibchen werden unter widrigen Umständen gezeugt, z. B. im Herbst. Nach erfolgreicher Begattung legen die Weibchen widerstandsfähige Eier ab, die den Winter überstehen. Im Frühjahr schlüpfen dann wieder parthenogenetische Weibchen, die lebende Läuse gebären (Viviparie). Die winzigen Insekten können aufgrund der hohen Vermehrungsrate einen beträchtlichen Schaden anrichten, denn sie ernähren sich von Pflanzensaft, den sie mit einem Stechrüssel aus dem Phloem saugen. Beim Saugakt können sie zudem schädliche Viren auf die Wirtspflanzen übertragen. Blattläuse sind oft spezialisiert auf bestimmte Arten von Wirtspflanzen. Im Unterglas-Abbau findet man z. B. Baumwollblattläuse (Aphis gossypii), die mit Vorliebe auch an Blättern und Trieben von Gurkenpflanzen saugen. Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) besitzt stets drei Punkte auf jedem Deckflügel und einen schwarzer Punkt mittig hinter dem Halsschild, mit zwei weißen Flecken rechts und links daneben. Siebenpunkte werden ca. 1 Jahr alt, in der Regel überwintern sie einmal an geschützten Orten (z. B. Baumrindenspalten). Nach dem Winter legen die begatteten Weibchen ca. 400 Eier in kleineren Eipaketen auf Blättern ab. Daraus schlüpfen im April/Mai die Käferlarven, die sofort auf Läusejagd gehen. In 0 60 Tagen häutet sich die Larve 4x. In dieser Zeit kann sie bis zu 600 Läuse vertilgen, die sie mittels Tast- und Geruchssinn findet. Dann folgt ein Puppenstadium von 6 bis 9 Tagen, bis der Käfer schlüpft. Im Sommer folgt eine zweite Generation. Marienkäfer fressen aber nicht nur Blattläuse. Als Generalisten vertilgen sie auch andere Insekten und sogar Larven und Eigelege anderer Marienkäfer. Neben dem Siebenpunkt-Marienkäfer wird vor allem auch der Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) in der Blattlausbekämpfung eingesetzt. Den Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) kann man gut von den heimischen Marienkäfern unterscheiden: Er trägt unter anderem zusätzliche weiße Flecken auf dem Halsschild. Es gibt den Käfer in verschiedenen Farbvarianten und unterschiedlicher Punktzahl. Ihm wird nachgesagt, dass er die fünffache Menge an Blattläusen im Vergleich zum Siebenpunkt fressen kann. Blattläuse sind seine Vorliebe. Finden sich keine, frisst er aber auch Insekteneier, Blattsauger, Käferlarven der eigenen oder anderer Arten, Schmetterlingsraupen, Pollen oder Nektar. Der asiatischen Marienkäfer wurde Ende des 20.Jahrundert in Deutschland vermutlich in botanischen Gärten eingeführt und ist mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet. Seine Larven sind mit Mikrosporidien, winzigen, pilzähnlichen Einzellern, befallen, nehmen daran aber keinen Schaden. Injiziert man dem Siebenpunkt die Parasiten des Asiatischen Marienkäfers, sterben diese daran. Somit sind einheimische Marienkäfer vom Tod bedroht, wenn sie die infizierten Eigelege oder Larven der asiatischen Art fressen. 2 Die Blattlaus-Schlupfwespe (Aphidius colemani) ist ausgewachsen nur 2 mm groß. In ihrem etwa einwöchigen Leben kann ein Weibchen ca. 200 Blattläuse parasitieren. Dazu sticht sie die Laus mit einem Legestachel an und legt ein Ei hinein. Die Schlupfwespenlarve im Inneren der Blattlaus schlüpft nach 1 2 Tagen und fängt sofort an, die Blattlaus von innen heraus aufzufressen. Diese stirbt und es bleibt eine Blattlaushülle zurück, die sogenannte Mumie. Ist diese nach etwa 10 Tagen komplett leer gefressen, verpuppt sich die Schlupfwespe in der Hülle. Mumifizierte Blattläuse sind gut an ihrer aufgeblasenen, kugelförmigen Gestalt und der bräunlich-glänzenden Färbung zu erkennen. Fünf Tage nach der Verpuppung schlüpft die adulte Schlupfwespe durch ein selbst gebissenes, kreisrundes Loch aus der Mumie heraus und kann unmittelbar damit beginnen, selbst Blattläuse zu parasitieren. Während Marienkäfer relativ generalistische Beutegreifer sind, d. h. neben Blattläusen auch andere Insekten fressen, sind die Schlupfwespen je nach Art auf bestimmte Blattlausarten spezialisiert und beeinflussen andere Insektenarten nicht.

2 Das Spielfeld

3 Variante 1: 5 Läuse, 25 Eigelege Marienkäfer rot, 25 Marienkäfer-Larven, 25 Marienkäfer-Puppen, 25 Marienkäfer Variante 2: 5 Läuse, 25 Schlupfwespen, 25 Läuse mit Ei, 25 Mumien Variante : 5 Läuse, 25 Eigelege Marienkäfer rot, 25 Marienkäfer-Larven rot, 25 Marienkäfer-Puppen rot, 25 Marienkäfer rot, 25 Eigelege Marienkäfer schwarz, 25 Marienkäfer-Larven schwarz, 25 Marienkäfer-Puppen schwarz, 25 Marienkäfer Zweipunkt-schwarz mit zwei roten Punkten Variante 4 5 Läuse, 25 Eigelege Marienkäfer rot, 25 Marienkäfer-Larven rot, 25 Marienkäfer-Puppen rot, 25 Marienkäfer rot, 25 Eigelege Marienkäfer gelb, 25 Marienkäfer-Larven gelb, 25 Marienkäfer-Puppen gelb, 25 Asiatische Marienkäfer Variante 5 5 Läuse, 25 Eigelege Marienkäfer rot, 25 Marienkäfer-Larven rot, 25 Marienkäfer-Puppen rot, 25 Marienkäfer rot, 25 Schlupfwespen, 25 Läuse mit Ei, 25 Mumien Laden Sie die folgenden Kopierfolien runter und drucken Sie diese auf einer selbstklebenden Etiketten-Folie aus. Kleben Sie die bedruckte Folie auf dünnen Karton und schneiden Sie die Spielplättchen aus. 4

4 Bitte Mal ausdrucken Bitte Mal ausdrucken Bitte Mal ausdrucken 5

5 6 Bitte insgesamt 4 Mal ausdrucken

6 Bitte 1 Mal ausdrucken 7

7 8 Bitte 1 Mal ausdrucken

8 Spielfiguren Bitte Mal ausdrucken Bitte insgesamt 2 Mal ausdrucken 59

Er kann zwischenzeitlich aber auch Pollen und Nektar aufnehmen.

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