FOKUS Umbrüche. 18 arbeitsmarkt. Foto: Simone Gloor. der 4 I 2013

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "FOKUS Umbrüche. 18 arbeitsmarkt. Foto: Simone Gloor. der 4 I 2013"

Transkript

1 FOKUS Umbrüche Foto: Simone Gloor 18 arbeitsmarkt

2 F OKUS Umbrüche Spurwechsel B iegen Sie links ab», sagt die GPS-Frauenstimme bestimmt. Wir sind unterwegs zu den Plitvice-Wasserfällen in Kroatien. Während Fahrer die Linkskurve einschlägt, sehe ich auf Autobahn das Wasserfallschild mit dem Wegweiser nach rechts. Zu spät. Wir sind eingespurt, verlassen die Autobahn, rollen auf einer Überlandstrasse durch grüne Fel, bis asphaltierte Streifen abrupt endet. Ein kiesiger Feldweg führt in den Wald. Die Frauenstimme ist immer noch sicher. Wir sollen die Spur halten. Die Anzeige leuchtet. Noch zehn Minuten bis zu den Wasserfällen. Wir folgen den Computeranweisungen und geraten immer tiefer in den Wald. Plötzlich sehe ich am Wegrand die Schil mit einem Totenkopf drauf. Augenblicklich wird mir klar: Wir befinden uns in einem mit Minen verseuchten Wald. Und wir können nicht umkehren, Feldweg ist zu eng. Die Angst kriecht hoch. Todesangst. Das Ferienland mutiert zum Kriegsschauplatz. Die Welt sieht auf einmal komplett ans aus. Immer wie geschehen Dinge, die einen vom geplanten Weg abbringen, aus Bahn werfen. Ein Unfall, ein Todesfall, eine Krankheitsdiagnose, eine Kündigung. Dann ist alles nicht mehr so wie vorher. Brüche im Lebenslauf. Eine Spur ist endgültig versperrt, aber eine ane weist uns den Ausweg, eröffnet uns neue Perspektiven, gibt Hoffnung und Mut. Aufgeben ist ein Fremdwort, sagen die zwei in unserem Fokus porträtierten Menschen, die nach ihrem Schicksalsschlag einen Neuanfang wagten und ihren Umbruch erfolgreich meisterten (siehe Seiten 23 und 29). Auch unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Umstrukturierungen und darauffolgende Entlassungen beförn Tausende von Mitarbeitenden in eine ungewisse Zukunft. Zwingen sie, sich neu zu orientieren, allein o mit professioneller Hilfe (siehe Seite 32). Sie müssen ihre Employability erhöhen, das heisst ihre Arbeitsmarktfähigkeit optimieren und in ihre Weiterbildung investieren. So werden Arbeitnehmende zu «Arbeitskraftunternehmern», die sich an den dynamischen Arbeitsmarkt anpassen können (siehe Seite 26). Nach einer halbstündigen Irrfahrt im kriegsversehrten Wald die GPS-Frau ist verstummt, auf Landkarte ist Weg nicht eingezeichnet verlassen wir endlich unversehrt das Minenareal. Wir fahren wie auf einer Asphaltstrasse, sehen zerbombte Häuser, die im Wieaufbau sind, und alte Männer, die uns erstaunt nachblicken. Die Fahrt auf dem Feldweg hat mein Ferienidyll gebrochen. Ich bin nicht mehr die unbekümmerte Urlauberin. Ich reise im Bewusstsein weiter, dass ein Krieg auch wenn er längst vorbei ist einen Weg definitiv von Landkarte verschwinden lassen kann und dass die um ihre Liebsten und ihren verlorenen Lebensraum Trauernden trotzdem immer wie von vorne anfangen. Daniela Palumbo arbeitsmarkt 19

3 F O KUS Umbrüche B I O G R A F I E U N D B E R U F «Immer am Ball bleiben» Die Arbeitspsychologin Irene Campi bietet ihren Klienten in Umbruchphasen Hilfe an. Im Interview erzählt sie über die Belastungen in Arbeitswelt und wie die Arbeitnehmenden immer mehr riskieren und investieren, um ihren Job zu behalten. Interview Andy Strässle Foto Simone Gloor Irene Campi, Sie sind als Arbeitspsychologin täglich mit Umbrüchen konfrontiert. Gehören Veränungen einfach zum Leben? Ja, ich höre immer nur von Umbruchsituationen im Lebens-, im Arbeitsbereich und im eigenen Wahrnehmen. Die Menschen kommen zu mir, wenn sie merken, etwas muss sich veränn. Wann kommen die Leute vor allem zu Ihnen, bei biografischen o Karriereproblemen? Zu mir kommen Klienten, wenn sie bei Arbeit ihre Position verbessern wollen o aus einem Konflikt nicht mehr alleine herausfinden. Zum Beispiel, weil sich problematische Situationen mit den Kollegen o dem Chef entwickelt haben. Manche Klienten wagen einen Sprung noch nicht. Sie zweifeln beispielsweise, ob sie eine neue Stelle o ein grösseres Projekt annehmen, kündigen, sich selbständig machen sollen, und brauchen ganz allgemein eine Orientierungshilfe. Dann sind da die klassischen biografischen Umbrüche, kritische Lebensereignisse. Zum Beispiel? Während o nach einer privaten Trennungssituation müssen die Beteiligten herausfinden, wie sie ihr Pensum den Bedürfnissen Kin o den neuen finanziellen Gegebenheiten anpassen sollen. Das Gleiche gilt bei einer eigenen Krankheit o einer Krankheit in Familie. Arbeitnehmende trauen sich dann nicht, Änungen mit vorgesetzten Person anzusprechen, aus Angst, nicht mehr als hocheffiziente Mitarbeitende zu gelten. Seltener als früher kommen in meiner Praxis Wünsche nach gänzlichen Neuorientierungen o Weiterbildungsfragen vor. Für Arbeitnehmende ist es heutzutage selbstverständlich, ihre Kompetenzen ständig zu erweitern. Eher steckt jemand in einer Weiterbildung fest, an en Sinn er o sie zweifelt. Gibt es zwischen beruflichen und privaten Umbrüchen eine Wechselwirkung? Das ist eine komplexe Frage. Viele Klienten kommen und sagen, sie hätten berufliche Probleme, und dann stellt sich heraus, das Problem ist nicht beruflicher, sonn privater Natur. Das sind meist Männer, die eine private Belastung gerne verdrängen, aber manchmal auch Frauen. Einige Leute blocken darauf ab und wollen nicht mehr weitermachen. In Burnout-Problematik spielt alles zusammen eine Rolle: das Berufliche, das Private und die eigene Persönlichkeit. Denn bis jemand so weit kommt, dass er o sie diesen Zusammenbruch erlebt, spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle. Manche können sich bei schwierigen Situationen am Arbeitsplatz behaupten, aber wenn die privaten Belastungen dann grösser werden, etwa ein Kind schwer krank ist o zu Hause Partnerschaftsprobleme bestehen, dann summiert sich das alles. Warum kommen die Menschen im Moment am meisten zu Ihnen? Ganz allgemein gesagt, wollen sie wissen: Wie weiter bei Arbeit, o wie soll ich mich in einer schwierigen Situation verhalten? Wie kann ich mein Problem dem Chef erklären? Wie akzeptieren die Kollegen eine Veränung? Wie wirken sich neue Führungsstrukturen aus? Oft will sich jemand selbständig machen, ist vielleicht nicht sicher und braucht eine Ermunterung. Womit wir wie bei den Umbrüchen wären. Wie haben sich die Fragestellungen in den letzten Jahren in Ihrer Praxis veränt? Ich sehe kein Muster. Das liegt aber daran, dass ich für die vorher genannten Fragestellungen Kurztherapien anbiete und weniger klassische Langzeittherapien. Meine Praxis spricht jene Leute an, die vor einem Umbruch stehen und sagen: Jetzt möchte ich wissen wie weiter. Wie vertragen sich die Ansprüche Arbeitswelt mit den psychischen Bedürfnissen des Menschen? In früheren Jahren kamen viel mehr Leute mit Stressproblemen zu mir. Jetzt ist die Tendenz so, dass, wer eine Arbeit hat, sehr gut darauf schaut, sie zu behalten. Mindestens so lange, bis er o sie eine neue Stelle gefunden hat. In dem Sinne haben sich die Anfragen wegen Stressbeschwerden und en Folgen reduziert. Diese werden in Arztpraxis behandelt. 20 arbeitsmarkt

4 F OKUS Umbrüche Irene Campi führt seit 2008 als Geschäftsleiterin die psychologische Fachstelle für Kin und Erwachsene «Beratungplus» in Baden. Die Erwachsenenbildnerin und Arbeits- und Organisationspsychologin ist spezialisiert auf Kurzzeittherapien. Irene Campi hat Psychologie und Philosophie studiert. Sie war Leiterin Personalentwicklung des Schweizer Paraplegiker- Zentrums in Nottwil und ist als Dozentin an verschiedenen Institutionen tätig. «Jetzt sind die Themen vor allem Aufstieg o: Wie halte ich durch?» arbeitsmarkt 21

5 F O KUS Umbrüche Priorität hat heute, den Job zu behalten. Arbeitnehmende sagen nicht mehr: Ich mag nicht mehr. Jetzt sind die Themen vor allem Aufstieg o: Wie halte ich durch? Die Frage auch subjektiv, ob sie genug Zeit für ihre Aufgaben haben o zu viel Arbeit leisten, ist in den Hintergrund getreten. Sie getrauen sich viel weniger, diese Belastungen zu äussern. «Das Individuum steht viel mehr im Mittelpunkt, aber das Individuum bekommt auch die Folgen zu spüren.» Wie wirkt sich das auf Ihre Arbeit aus, wenn eine Veränung angebracht wäre? Ich analysiere mit meinen Klienten zunächst die Situation auf allen Ebenen. Wir versuchen, neue Muster im eigenen Verhalten zu finden. Sie dürfen nicht länger das Gefühl haben, Opfer einer Situation zu sein. Sodass sie wie mehr Wahlmöglichkeiten sehen. Der Mensch muss grundsätzlich das Gefühl haben, dass er neue Optionen, Alternativen anpacken kann. Hilflosigkeit, das Gefühl, ich kann mich nicht entscheiden, ich kann nicht handeln, ist für Menschen das Schlimmste. Die Biografie, das Leben ist eigentlich ein einziger Umbruch, in Arbeitswelt hingegen möchten alle Sicherheit. Warum? Vor einigen Jahren litten die Leute wirklich unter den raschen Veränungen, die Fusionen, Führungswechsel, Übernahmen nach sich ziehen. Die Berater empfahlen damals den Unternehmen, Veränungen klar ans Personal zu kom munizieren. Heute veränt sich alles so rasant, dass sich die Leute reingeschickt haben. Jene, die stabiler und stärker sind, erwähnen heutzutage Veränungen am Arbeitsplatz nur noch mit einem Achselzucken: Alles änt sich doch so schnell. Sie finden sich damit ab. Falls sie nicht krank werden. Die Wirtschaft verkauft den steten Wandel als eine Art Anlage. Ist das aus psychologischer Sicht gut? Für die jungen, die gut ausgebildeten Leute ist das sehr gut. Für alle anen nicht. Ich erinnere mich noch, als ich Arbeitspsychologie studierte und wir diese Themen diskutierten, war ich die Einzige in meiner Klasse, die dieser Flexibilität kritisch gegenüberstand. Die Frage war: Für wen ist das toll? Junge Leute haben den Plausch an steten Veränung. Aber niemand bleibt ewig jung. Unterdessen ist Trend, dass Mitarbeitende zum Selbstunternehmer werden, immer stärker. Sie müssen sich selbst orientieren, sich selber vermarkten und zeigen, wie gut sie sind. Dies ist für einige je länger, je härter. Das klingt, als wäre je Mitarbeiter mittlerweile eine Insel, die vor sich hinschwimmt? Schauen Sie sich nur einmal um. Das Gerede vom Team ist aus allen Seminaren und Weiterbildungen verschwunden. Als ich anfing, war jede zweite Weiterbildung zum Teamverhalten. Heute ist das Gewicht auf Teamarbeit viel geringer. Wie kann ich mich für eine Karriere als Einzelkämpfer wappnen, haben Sie einen Tipp? Immer am Ball bleiben, sich immer weiterbilden ist ein guter Schutzfaktor. Ein extrovertierter und neugieriger Charakter hilft ebenfalls. So ein Charakter ist offener und kann mit Umbrüchen und Wandel viel besser umgehen. Charaktere, die darunter leiden, sind jene, die vielleicht sensibel sind o die einen Schutzraum brauchen, den sie heute überhaupt nicht mehr finden. Ein grosses Unruhepotenzial entsteht beispielsweise auch, wenn die Arbeitsabläufe nicht klar definiert sind. Wie verhalten sich Mitarbeitende am besten inmitten steten Veränung, Umbrüche? Wichtig ist, dass sie ganz direkt die eigenen Ziele anschauen. Sich fragen: Was will ich im Moment, was will ich in Firma? Dass sie nach vorne schauen: Will ich überhaupt in Firma bleiben, o will ich wechseln? Will ich mich weiterbilden, um dann einen Wechsel zu schaffen? Wer beispielsweise einen Ablauf in Firma nicht versteht, soll bei den Kollegen schauen und versuchen herauszufinden, was en positive Haltung dazu ist, wie sie damit umgehen. Ist Eindruck richtig, dass die Angst gegen den Stress gewonnen hat? (Lacht.) Ja, allerdings steckt eine Entwicklung dahinter: Heutzutage ist die Haltung, die in den Medien und überall vorherrscht, dass, wer sich gestresst fühlt, selbst schuld ist, weil er nicht genug dagegen unternimmt. Zum Beispiel viel mehr Sport treiben, viel gesün essen, sich Wellness und Entspannung gönnen. Die Selbstverantwortung ist viel grösser. Früher war das Unternehmen patriarchalisch organisiert: Der gute Patron schaut schon. Dann kam grosse Hype von Teamstärke: Wir sind eine enge Gemeinschaft. Nachher kam die selbstverantwortliche Teamarbeit, bei die Strukturen diffus sind, bei das Team quasi für alles selbst verantwortlich war. In den sehr fortschrittlichen Firmen ist das noch immer Fall. Welche Arbeitswelt befürworten Sie? Die selbstverantwortliche Teamarbeit ist wohl die beste aller möglichen Welten: also Teams o Abteilungen, die ein Ziel gesetzt bekommen und die Arbeit selbst untereinan abmachen können. Aber Bereich, in dem je selbstverantwortlich ist für das, was in Arbeit passiert, o wie er die Arbeit erträgt o wie er mit den Herausforungen Arbeit umgeht, ist heikel. Das Individuum steht viel mehr im Mittelpunkt, aber das Individuum bekommt auch die Folgen zu spüren und gilt sehr schnell als nicht belastbar. Stellt sich bei so viel Flexibilität nicht auch eine Sinnfrage? Klar. Viele werden krank o schlucken Medikamente, um zu funktionieren. Anerseits nehmen viele die Auswirkungen auch nicht mehr allzu persönlich. Wegen angespannten Konjunkturlage nehmen Arbeitnehmende Kündigungen nicht mehr als Eigenverschulden wahr. Das Gefühl, versagt zu haben, ist gewichen und hat den Chancen Veränung Platz gemacht. 22 arbeitsmarkt

6 Galina Gladkova unterrichtet in ihrer eigenen Ballettschule «Basel Dance Academy» die vier- bis achtjährigen Kin. U N F A L L Fallschritt Einst eine erfolgreiche Ballett - tänzerin, jetzt anerkannte Leiterin ihrer eigenen Ballettschule. Sinnfindung einer starken Frau, nachdem ein tragischer Unfall ihr Leben komplett veränte. Text Linda Osterwal Fotos Simone Gloor K instimmen, aufgeregtes Hin und Her, die Mädchen in rosa Klein, weissen Strümpfen und wollenen Beinwärmern, begleitet von ihren Müttern und vereinzelt auch Vätern. Drei Buben mit schwarzen Hosen und weissem T-Shirt. Sie warten vor verschlossenen Kursraumtüre auf Galina Gladkova und dass die Tanzstunde bald beginnt. Endlich, die Lifttüre öffnet sich, und ihre Ballettlehrerin lenkt geschickt den Rollstuhl bis in die Mitte des Vorraumes. Sie strahlt, auch sie freut sich auf die kommenden Stunden. Einzelne Schüler scharen sich um Galina Gladkova, um den Schlüssel zu ergattern. Fast schon eine Zeremonie, je darf mal den Übungsraum aufschliessen. Dieser ist lang und schmal, an Längsseite mit vielen Fenstern, hell und ansprechend. Galina Gladkova sitzt gefangen in ihrem Rollstuhl, die Fernbedienung Musikanlage balanciert auf ihren Oberschenkeln. Sie mahnt zur Ruhe, ohne jedoch ihre Stimme erheben zu müssen. Die sieben Kin im Alter von vier bis acht Jahren stellen sich in zwei Reihen auf, führen eine Schrittfolge aus, darauf folgt eine Rechtsdrehung, bevor sie das Ganze wieholen. Die Kleinste ist nicht die Einzige, die sich links- statt rechtsherum dreht. Galina Gladkova rollt von einer Seite bis in die Mitte des Übungsraums, um die Kin aus allen Perspektiven gut sehen zu können. Sie gibt kurze Anweisungen o verlangt Wieholungen. Immer wie schauen die Kin sie beifallheischend an, und Galina Gladkova quittiert diese Blicke mit einem anerkennenden Nicken. Die seit einem Unfall querschnittgelähmte Ballettlehrerin unterrichtet an sechs Tagen in Woche. Die Lernenden sind zwischen vier und zwanzig Jahre alt. Einige ihrer Schüler haben inzwischen beachtliche Erfolge erzielt. «Wir sind ein familiärer Betrieb, und ich bin richtig stolz auf meine Kin». Glanzvolle Karriere Galina Gladkova begann zu tanzen, als sie vier Jahre alt war. Das Mädchen liebte die klassische Musik und bewegte sich intuitiv dazu. Ihre Mutter war sehr erfreut und unterstützte arbeitsmarkt 23

7 F O K U S Umbrüche und förte ihre Tochter. Während Sommerferien durfte sie jeweils in ein Tanz-Camp. Das Kind konnte vor Ungeduld kaum schlafen, so gross war die Freude, endlich in die Tanzferien fahren zu dürfen. Während Galina Gladkova aus Vergangenheit erzählt, wirkt sie lebhaft und gelöst. «Ich hatte eine tolle Kindheit.» Sie kam in Toronto zur Welt. Ihre Eltern waren von Russland nach Kanada ausgewant. «Wir lebten im multikulturellen Stadtteil in Little Europe. Eigentlich fühlte ich mich nie richtig als Kanadierin.» Nach ihren Maturitätsprüfungen absolvierte sie die sechswöchige Ballettausbildung an Harkness School of Ballet und School of American Ballet in New York. Die Besten bekamen ein Stipendium für das zweijährige Studium an gleichen Schule. «Ich strengte mich an, oft bis zum Umfallen, ich musste und wollte das Stipendium erhalten.» Sie lehnt sich etwas zurück, schaut triumphierend und schmunzelt. «Ich bekam das Stipendium. Ich musste nur für Kost und Logis aufkommen. Der Rest war bezahlt.» Mit ihrem geliebten Kontrabass auf dem Beifahrersitz machte sie sich in ihrem Honda auf, um definitiv nach New York zu ziehen und die Welt des Tanzes zu erobern kam sie ans Theater Basel. Heinz Spoerli, Choreograf und Ballettdirektor mit einem weltweit hervorragenden Ruf, hatte sie aus knapp hunt Bewerberinnen erkoren. Viele internationale Auftritte mit dem Basler Ensemble folgten. Eine glanzvolle, aber für die Balletttänzerin auch anstrengende Zeit. Trotzdem besass sie genug Willen und Talent, ihr Kontrabass-Musikstudium am Lausanner Konservatorium erfolgreich abzuschliessen. «Wir sind ein familiärer Betrieb.» Schwerwiegen Unfall Dann geschah das Unerwartete erfüllte sie sich mit ihrem Partner, den sie in Basel kennengelernt und geheiratet hatte, einen Traum. Sie kauften eine Immobilie in Frankreich. Beide liebten das Haus mit dem grossen Garten und den Pferden, ihren Lieblingstieren. Wenn möglich unternahm sie jeden Tag lange Ausflüge, hoch zu Ross. Alleine, auf einem jungen Pferd ritt sie im Sommer 1995 aus. Plötzlich scheute es und warf Galina Gladkova ab. Ein schwerer Sturz, sie war nicht fähig aufzustehen. Das Einzige, was sie noch tun konnte, war, die Handgelenke zu drehen. Sie wusste sofort: Ihr Leben hing am seidenen Faden. Da lag sie nun im hohen Gras, neben einem Fluss mit seinen sprudelnden Geräuschen. Schreien und Rufen würden nicht weiterhelfen, niemand würde sie hören. Nach etwa 20 Minuten fanden sie glücklicherweise Passanten, die das herrenlose Pferd bemerkt hatten. Die Ambulanz fuhr sie in die Klinik nach Besançon. «Im Spital diagnostizierten die Ärzte fünf Frakturen im Halsund Brustwirbelbereich. Sie rieten dringend zur Operation. Mein Zustand war lebensgefährlich.» Während sie darüber spricht, wird ihre Stimme ernst und traurig. Ihr Mann wollte sie mit Rega in die Schweiz fliegen lassen, aber dazu fehlte ihr die Kraft. Sie wurde in gleichen Nacht operiert. Eine Woche später überführte die Rega sie nach Nottwil ins Schweizer Paraplegiker-Zentrum. 24 arbeitsmarkt

8 «Aufgeben kann ich nicht. Ich weiss nicht, wie man das macht.» Diagnose: Tetraplegie, Querschnittlähmung ab Brusthöhe. Auch nach dem sechswöchigen Spinalschock blieb ihr Zustand unveränt, und die Hoffnungen begannen langsam zu schwinden. «Ich hatte Mühe, all die kleinen Dinge wie lernen zu müssen.» Handgriffe, die für sie vorher normal waren, konnte sie jetzt nicht mehr ausführen o nur mit grösster Anstrengung. Im August, einen Monat nach ihrem Unfall, sollte sie ihre Eltern in Kanada besuchen, diese feierten ihren 50. Hochzeitstag. Mit Ausrede, sie habe einen Beinbruch, verschob sie die Reise. Ihre Mutter, zu sie eine sehr tiefe Verbindung hat, spürte, dass etwas nicht stimmte. Eines Abends fragte die Mutter am Telefon: «Galina, hast du so etwas wie Christopher Reeve?» Was sollte sie ihr da antworten? Der US-amerikanische Schauspieler war sechs Wochen vor ihr verunglückt und seither querschnittgelähmt. Sie musste ihr die Wahrheit sagen, schwächte allerdings die Diagnose ab. Zwei Jahre vergingen. In dieser Zeit war Wunsch auf Heilung, auf den medizinischen Durchbruch das Einzige, was sie beschäftigte und interessierte. Ansonsten nahm sie keinen aktiven Anteil am Leben, bis ihre Freundin ihr eine Herausforung anbot. Die Violinistin Mariann Häberli, Grünin des Euler-Quartetts, bat sie um Hilfe und ermunterte sie, ihnen zu neuen Engagements zu verhelfen, damit sie in Musikszene noch bekannter würden. Galina Gladkova organisierte bald Konzerte und Anlässe für das Quartett, verhandelte international, benutzte ihre Kontakte. Somit fand sie den Weg zurück in das berufliche Leben. Ihr Dasein bekam für sie wie einen Sinn. Das Ferienhaus in Frankreich hingegen, einst ihre Oase und ihr Paradies, wurde immer mehr zum Trauma. Der katastrophale Unfall, sie ihre Karriere kostete, sie mehr o weniger unselbständig machte, wog schwer. Jedes Mal, wenn sie mit ihrem Mann nach Frankreich in ihr Haus fuhr, schwanden Genuss und Freude. Ungebrochene Tanzleidenschaft Da kam ihr eine erlösende Idee. Warum nicht ein Sommer- Tanz-Camp aufbauen, wie das aus ihrer Jugend? 1999 gründete sie die Mudance-Sommerakademie in Frankreich. Der Name war viel schneller gefunden als das Lokal. «Meine Welt besteht aus Musik und Tanz, was liegt näher, als eine Verbindung dieser zwei Wörter zu machen», so Galina Gladkova. Nach mehreren Besichtigungen kam ihr das Schloss Château de Villersexel in den Sinn, das nicht mal eine halbe Stunde von ihrem Haus entfernt lag. Sie vereinbarte einen Termin mit dem Schlossherrn, um sich das Gebäude genauer anzuschauen. Da lag er vor ihr richtige Raum. «Ich habe mich sowohl in das Gebäude wie in den Raum, La Cuverie genannt, verliebt.» Um 1860 erbaut, 450 Quadratmeter gross, drei Stockwerke hoch und mit grossen Seitenfenstern. Der Raum war überfüllt mit alten Möbeln, Traktoren, altem Geschirr, und dazu war Betonboden mit Öl verschmiert. Trotzdem war sie überzeugt. Sie zeichnete Pläne und liess einen Holzboden von 11 auf 15 Meter anfertigen und verlegen. Der erste Kurs fand im Juli desselben Jahres statt und wird seither ohne Unterbruch durchgeführt. Viele Schüler benutzen die Gelegenheit, in kurzer Zeit viel zu lernen. Auch Lehrer von früher, die noch einigermassen jung sind, lädt sie zur Unterstützung ein. Nicht genug für Galina Gladkova sah sie die Ausschreibung MAS Kulturmanagement an Universität Basel. Die eigene berufliche Praxis mit theoretischen Ansätzen zu verbinden, das fehlte ihr noch. Zwei Jahre später schloss sie das Studium erfolgreich ab. «Vielleicht habe ich mir da etwas viel zugemutet. Aufgeben kann ich nicht. Ich weiss nicht, wie man das macht.» Aufgrund des Sommer-Tanz-Camps wuchsen die Anfragen, wo die Schüler den Rest des Jahres trainieren könnten. So eröffnete sie 2006 ihre eigene Schule in Basel in einem Kurslokal, einen Steinwurf von ihrer Wohnung entfernt, rollstuhlgängig, mit grossem Lift für das Piano, in einem Industriegebäude. Inzwischen sind aus den ersten vier Schülern 80 geworden. «So Kin, jetzt, zum Schluss Stunde, machen wir noch etwas freies Tanzen.» Sie legt eine ane CD ein, und die Schüler bewegen sich zu monen Klängen fast genauso anmutig wie zur klassischen Musik. Galina Gladkova macht den Kinn am Schluss vor, wie sie sich mit den Armen und Händen über dem Kopf bewegen können. Schönes Bild, wie die im Rollstuhl sitzende Balletttänzerin mit Energie und Temperament ihre gestreckten Arme grazil dem Rhythmus folgend in Luft schwenkt. A U S G E W Ä H L T Balletttänzerin ANFORDERUNGEN Die Anforungen und Erwartungen an Tänzer und Tänzerinnen sind sehr hoch. Der Körperbau muss schlank und grazil sein, die Beine und Sprunggelenke stark. Der Körper veränt sich nochmals massgeblich zwischen dem 14. und 16. Altersjahr. Zudem braucht es Willen, eine sehr schnelle Auffassungsgabe und Talent. AUSBI LDUN G Durchschnittlich dauert eine Ausbildung zwischen acht und zehn Jahren. Danse Suisse, Berufsverband Schweizer Tanzschaffenden, bietet Informationen und Kontaktadressen schweizweit an: Daneben empfiehlt sich eine gute Schulbildung, wenn möglich mit Abschluss Matur. Die Konkurrenz schläft nicht, und gute Festanstellungen sind nicht leicht zu finden und zu behalten. ARBEITSBEDINGUNGEN Wer eine Festanstellung an einem Theater bekommt, muss viel Einsatz bringen. Während einer Saison mit Tournee sind bis zu 130 Vorstellungen pro Jahr üblich. Meistens ist die Karriere als Tänzer o Tänzerin um die 36 beendet, da die Tanzenden später die Elastizität und Sprungkraft in den Gelenken nicht mehr besitzen. Ihr Körper wird so sehr strapaziert, dass sich Knie und Füsse abnützen und oft auch Rücken Schaden nimmt. arbeitsmarkt 25

9 FOKUS Umbrüche E N T L A S S U N G S W E L L E N Überlebensstress Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Davon zeugen die manchmal laut angekündigten Massenentlassungen und die oft kleineren, von Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Kündigungswellen. Während die Konzerne dadurch ihre Gewinne optimieren, tragen die Arbeitnehmenden die Belastung und Staat die Kosten. Text Melinda Melcher Fotos Simone Gloor D er Six-Mitarbeiter Simon Berger (Name geänt) schläft seit längerem schlecht. Seit einigen Jahren entlässt Finanz infrastrukturanbieter kontinuierlich Leute. «Nicht nur ich fühle mich unsicher und verängstigt.» Simon Berger vergleicht Six mit einem sinkenden Schiff analog «Titanic». Je versuche, sich noch einen Platz im Rettungsbot zu ergattern. Dieser Umstand übe grossen Druck auf die Ver bleibenden aus, und das Arbeitsklima leide darunter. Viele Mitarbeitende wählen aus Unsicherheit den Konkurrenzkampf mit allen Mitteln. Für das Jahr 2013 sieht er kein Licht am Ende des Tunnels. Das Unternehmen ist mit hohem Preisdruck vonseiten neuen Konkurrenz konfrontiert, da die Six ihre Monopolstellung auf dem Schweizer Finanzplatz verloren hat. Eine externe Beratungsfirma hat innerhalb Six Einzug gehalten und sich intensiv mit Verbesserung von Abläufen und «Die unaufhörlichen Restrukturierungen wiegen schwer auf dem Personal.» Robert Métrailler, Leiter Branche Kommunikation bei Gewerkschaft Transfair möglichen Kosteneinsparungen beschäftigt. Simon Berger glaubt, dass dies zu weiteren Entlassungen o gar zur Auflösung von Abteilungen führen kann. «Die tägliche Ungewissheit, die wir bewusst o unbewusst aushalten müssen, belastet ungemein.» Der Druck steigt Nicht nur Finanzinfrastrukturanbieter Six, sonn auch Firmen wie UBS, Lonza und Swisscom gaben im Jahr 2012 Massenentlassungen bekannt. Dies zeigt, dass nicht nur durchgeschüttelte Finanzsektor betroffen ist, sonn Betriebe aus verschiedenen Branchen Stellen streichen müssen. Das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) veröffentlichte für 2012 Zahlen (siehe Grafik) und sprach von einem schwarzen Oktober. Auch die im Januar kommunizierten Massenentlassungen beim Solarkonzern Meyer Burger notabene ein Unternehmen aus dem aufstrebenden Cleantech-Bereich lassen ahnen, dass am Schweizer Arbeitsmarkt tatsächlich dunklere Wolken aufziehen. Stellenabbau anhand von Massenentlassungen ist unbestritten eine augenscheinliche Massnahme. Sie ist aber dennoch nur eine unter vielen. Bei einem Strukturwandel beziehungsweise einer Strukturbereinigung innerhalb einer Branche o eines Unternehmens gibt es verschiedene Fluktuationen. Informationen über effektiv gestrichene Stellen gelangen in den seltensten Fällen anhand von genauen Zahlen an die Öffentlichkeit. In diesem Zusammenhang sprechen Experten von tröpfchenweisen Entlassungen o unauffälligen Entlassungen. Diese geschehen hinter den Kulissen und verschlossenen Türen. Verhandlungen und Einigungen im Sinne Gewährung von Mitspracherecht mit Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbänden werden damit umgangen. Diese Entlassungen basieren auf individuellen Abmachungen und Bedingungen und werden an Stillschweigen geknüpft. In diesen Fällen profitieren Mitarbeitende auch nicht im gleichen Ausmass von Beratungsangeboten, wie einem Outplacement (siehe Seite 31) o Unterstützungsmassnahmen wie einem Sozialplan, den Unternehmen in 26 arbeitsmarkt

10 F OKUS Umbrüche Schweiz bei Massenentlassungen meist anbieten. Diese sind jedoch gemäss Gesetz nicht gezwungen, einen Sozialplan auszuarbeiten. Auch ane Unterstützungsmassnahmen wie Beteiligung an Weiterbildungskosten o unterstützende psychologische Beratungen basieren auf reinem Goodwill. Die Stimmung ist getrübt Im angeschlagenen Bankensektor, zeit stark vom Stellenabbau betroffen ist, umgehen Banken vermehrt Massenkündigungen. «Die Entlassungen finden bei Grossbanken sowie bei kleineren Banken tröpfchenweise statt», sagt Denise Chervet, Zentralsekretärin des Schweizerischen Bankpersonalverbands. «Dies erschwert uns, die getroffenen Massnahmen zu prüfen beziehungsweise davon mehr zu erfahren.» Auch sie gibt keine guten Prognosen für das Jahr 2013 ab. «Die Stimmung beim Bankpersonal ist schlecht», sagt sie klar. «Es herrscht ein Klima, dass alle sich bewähren müssen.» Bankangestellte stünden in starkem Konkurrenzkampf zueinan, denn wenn jemand seine Stelle verliere, bekomme er schwerlich wie eine neue und adäquate Stelle. Strukturwandel und Bereinigungen finden auch verstärkt in Technologiebranchen statt. So ist die Telekombranche ein Spitzenreiter bei Entlassungen. «Die unaufhörlichen Restrukturierungen wiegen schwer auf dem Personal», sagt Robert Métrailler, Leiter Branche Kommunikation bei Gewerkschaft Transfair. «Vor allem die Mitarbeitenden im Bereich Swisscom IT Services sind von Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Baugewerbe Banken Detailhandel Verkehr, Information und Kommunikation Wirtschaftliche Dienstleistungen Persönliche Dienstleistungen Massenentlassungen Gastgewerbe Grosshandel Industrie Versicherungen Übrige Branchen Total Quelle: Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich «Die Entlassungen finden bei Grossbanken sowie bei kleineren Banken tröpfchenweise statt.» Denise Chervet, Zentralsekretärin des Schweizerischen Bankpersonalverbands arbeitsmarkt 27

11 FOKUS Umbrüche einem weiteren Stellenabbau betroffen.» Die Swisscom will Teile ihres IT-Angebots ins Ausland verlagern. Klagen auf hohem Niveau Ruth Derrer Balladore, Mitglied Geschäftsleitung des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, warnt vor einer Angstmache. Grundsätzlich sei die Stimmung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt noch gut. «Es gab einzelne Reduktionen, ja. Über alles gesehen werden jedoch weiterhin Fachleute gesucht.» Doch sie gibt zu: «Schwierig ist es zeit bei den Banken. Aufgrund veränten Geschäftsmodelle sucht und braucht dieser Sektor ane Profile.» Ruth Derrer «Die Unternehmen stehlen sich klar aus Verantwortung.» Franz Schultheis, Soziologieprofessor an Universität St. Gallen Balladore verweist auf die Aussagen Konjunkturforschungsstelle KOF, die besagt, dass Stellenabbau zurückhaltend betrieben werde, da die Unternehmen für einen allfälligen Aufschwung gewappnet sein wollen. Im Februar 2013 gaben laut Umfragen KOF weniger Firmen an, einen Personalabbau zu planen. Nichtsdestotrotz. «Tröpfchenweise Entlassungen führen meist zu mehr Gewinn, jedoch auch zu höheren Sozialkosten», sagt Franz Schultheis, Soziologieprofessor an Universität St. Gallen. Er untersucht Veränungen in Arbeitswelt. «Die Unternehmen stehlen sich klar aus Verantwortung. Sie machen tröpfchenweise Kündigungen, aber auch Massenentlassungen oft mit dem Ziel, ihre Rentabilität zu erhöhen. Die Sozialkosten inklusive Gesundheitskosten steigen als Konsequenz. Auch Mitarbeitende, die noch in einem Unternehmen verbleiben, sind oft erhöhtem Stress ausgesetzt.» Die Soziologen sprechen in diesem Zusammenhang vom «Survival Sickness Syndrom» zu Deutsch Überlebensstress-Syndrom. Damit sind die negativen Folgen in Verbindung mit Entlassungen wie zum Beispiel reduzierte Arbeitszufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen sowie vermehrtes Auftreten von stressbedingten Krankheiten bei den verbleibenden Führungskräften und Mitarbeitenden gemeint. «Die Sozialkosten werden kollektiviert und Gewinne privatisiert», sagt Franz Schultheis. Alleine in Deutschland entstanden Gesundheitskosten um 30 Milliarden Euro im Zusammenhang mit Stresserkrankungen. «Vor allem die kleinen Fische o Fachmitarbeitenden sind nicht genügend geschützt und können ohne Starthilfe einfach entlassen und damit vielfältige Kosten gespart werden.» Arbeitsmarkt im Umbruch Ruth Derrer Balladore vom Schweizerischen Arbeitgeberverband anerkennt, dass hinsichtlich Beratungsangeboten und Unterstützungsmassnahmen vorwiegend Kaleute und hochspezialisierte Fachleute in den Genuss von Out- placement-angeboten kämen. Sie bestätigt, dass Leistungen im Bereich Weiterbildung gegebenenfalls sinnvoll seien, da zeit ein Strukturwandel stattfinde. Der frühere Fokus auf Arbeitsplatzsicherheit habe sich auf Arbeitsmarktfähigkeit verschoben. «Nicht immer nehmen die Arbeitgeber diese Verantwortung wirklich wahr. Lei, bleibt die Unterstützung Unternehmen im Bereich Ausbildung bei wenig qualifizierten Mitarbeitenden zu oft ein Lippenbekenntnis.» Dies führt dazu, dass die Betroffenen erst nach einer Entlassung im Rahmen von arbeitsmarktlichen Massnahmen weitergebildet werden. Dennoch zeige das verstärkte Angebot im Bereich Outplacement, dass die Nachfrage gestiegen sei, die Unternehmen somit diese Angebote machen. Einzelne Unternehmen nehmen ihre Verantwortung dennoch wahr. Robert Métrailler, Leiter Branche Kommunikation bei Gewerkschaft Transfair, sagt, dass die Swisscom im Zuge je Restrukturierung die Sozialpartner konsultiere im Rahmen eines Mitspracherechts. Diese analysieren die Restrukturierungsprojekte im Detail, sodass Lösungen berücksichtigt werden können, um die Anzahl betroffenen Personen zu verringern, die ihren Arbeitsplatz verlieren sollen. Die Swisscom biete einen guten Sozialplan an, eine Palette an Massnahmen zugunsten des Personals beinhalte. Dieser erlaube Gewerkschaft Transfair, den Schwerpunkt auf die berufliche Umschulung und Ausbildung zu legen. Schlüsselelemente, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben in einem sehr entwicklungsfähigen, aber auch zugespitzten Sektor. Neuer Habitus Für Professor Franz Schultheis ist Umbruch in Arbeitswelt eine globale Dynamik, die sich holzschnittartig durch die gesamte Arbeitswelt zieht. Unternehmen bewegen sich weg von einer «anspruchsgruppenorientierten Unternehmensethik», in das Unternehmen eine paternali stische Verantwortung für die Mitarbeitenden übernahm, hin zu einer «aktionärs orientierten Strategie»: «Die Gemeinwohlorientierung wird unverblümt und mehr und mehr durch reine Rentabilitätskriterien ersetzt.» «Arbeitnehmer werden zu Arbeitskraftunternehmern», sagt Professor Franz Schultheis. Die Arbeitskraftunternehmer müssen ihre Employability was so viel heisst wie Beschäftigungsfähigkeit optimieren und vermehrt in sich selbst investieren. Sie brauchen verstärkt die Fähigkeit und Bereitschaft, verschiedene Phasen eines Anstellungsverhältnisses zu meistern, und dazu müssen sie ihre gesamten Kompetenzen und ihre Arbeitskraft laufend den Anforungen des Arbeitsmarkts anpassen. «Ich spreche in diesem Zusammenhang von Gesellschaft mit beschränkter Haftung, denn die Sozialverantwortung geht zurück, und mehr Selbstverantwortung wird verlangt.» Kurz: «Unternehmen forn mehr und förn weniger.» 28 arbeitsmarkt

12 F OKUS Umbrüche Text Melinda Melcher Fotos Johny Nemer F ür mich steht Mensch im Mittelpunkt.» Hans Ulrich Friedli, ein hochgewachsener 61-jähriger Mann mit warmer Ausstrahlung und offenem Blick, wirkt glaubhaft, als er das sagt. Der Sales und Account Manager überblickt von seinem Schreibtisch das Grossraumbüro des Geschäftskundenteams. Die hier beschäftigten Call-Center-Mitarbeitenden informieren in mon ausgerüsteten Gesprächswerkstatt über Produkte und Dienstleistungen, nehmen Beschwerden entgegen und leisten Supportdienste. Hans Ulrich Friedli, eine erfahrene Führungsperson, sass kürzlich selber als Call-Center-Agent an einem dieser Arbeitsplätze, nachdem ihn berufliche Umbrüche gezwungen hatten, wie von vorne anzufangen. Unbeirrt arbeitete er sich erneut hoch. Innert einem Jahr stieg Hans Ulrich Friedli vom Call-Center-Agent zum Kamitglied Tectum Schweiz auf. Hans Ulrich Friedli mag den Austausch mit unterschiedlichen Menschen. «Der Kontakt zu Kunden und Mitarbeitenden entspricht mir sehr.» Aus diesem Grund entschied er sich in jungen Jahren für eine berufliche Karriere im Bereich Verkauf und Marketing. Ursprünglich absolvierte er eine Lehre als Spielwaren- und Sportartikelverkäufer und ging bald danach für acht Jahre nach Deutschland. «Früher machten Verkäufer in dieser Sparte auch kleinere Reparaturen», sagt er begeistert. In Deutschland arbeitete sich Hans Ulrich Friedli stetig zum Einkäufer und Abteilungsleiter empor. Zurück in Schweiz bildete er sich ganz nach schweizerischer Manier in Betriebswirtschaft und Marketing weiter und erlangte den Titel «eidgenössisch diplomierter Verkaufsleiter». Führung ist Ansichtssache Seine Karriere verlief fortan reibungslos, und Hans Ulrich Friedli, inzwischen Vater von zwei Kinn, etablierte sich Mitte achtziger Jahre bei Canon Schweiz. Während dreizehn Jahren war er bei diesem Konzern beschäftigt, zuletzt als Verkaufs- und Geschäftsstellenleiter. Hans Ulrich Friedli schätzte seine Führungsaufgabe. «Ich bemühte mich ausdrücklich, auf meine Mitarbeitenden einzugehen, Hilfestellungen zu geben und firmeninterne Beschlüsse durchzusetzen, indem ich überzeugte und Verständnis schuf.» Dies war sicherlich nicht immer umsetzbar, da das Führungsgremium manchmal gezwungen war, schwere und unpopuläre Entscheidungen zu treffen. «Auch ich musste bei Canon Schweiz Personal entlassen», sagt er ruhig. Ende neunziger Jahre kommt es zu einem Zerwürfnis mit seinem Vorgesetzten. Unterschiedliche Vorstellungen bezüglich Marktstrategie, beruflicher Weiterbildung und Führungsverständnis prägen den Konflikt. «Wir wurden uns unter anem über die geeignete Führungsausbildung einfach nicht einig.» Hans Ulrich Friedli, die kooperative Führungsnatur, hätte sich gerne am Institut für angewandte Psychologie weitergebildet. Sein Vorgesetzter wollte diese Ausbildung jedoch nicht unterstützen. Der Konflikt blieb ungelöst und endete für Hans Ulrich Friedli in einer Entlassung. Aufgrund seiner Stellung wurde er freigestellt und kam in den Genuss einer Abfindung. Darauffolgend begann für Hans Ulrich Friedli eine turbulente und schwierige Zeit. B L A U E R B R I E F Einstellungssache Hans Ulrich Friedli bewältigte berufliche Umbrüche mit Selbstvertrauen, Durchhaltewillen und erbringt den Beweis, dass die eigene Einstellung eine zentrale Ressource ist, um sich immer wie hochzuarbeiten. arbeitsmarkt 29

13 F O KUS Umbrüche Während dieser ersten Neuorientierung arbeitete er zwischenzeitlich für mehr als ein Jahr als Call-Center-Agent, bis er bei einer kleineren IT-Firma als Marketing- und Verkaufsleiter eine neue, ihm entsprechende Anstellung fand. Hans Ulrich Friedli war engagiert, sich in für ihn neuen Startup-Atmosphäre zurechtzufinden. Um die Jahrtausendwende konsolidierten zahlreiche IT- Unternehmen ihre Geschäftsbereiche. Auch die Führungsspitze heutigen Uptime Services, die sogenannten Star-Wars-Generation entstammte, restrukturierte, stiess Teile ab und entliess Mitarbeitende. Hans Ulrich Friedli erhielt nach rund drei Jahren abermals die Kündigung. Von neuem war er mit einem beruflichen Umbruch konfrontiert. Hans Ulrich Friedli hat ein ruhiges Naturell; er denkt vorwiegend positiv und ist bemüht, Situationen realistisch einzuschätzen. Und daher gab er den Glauben an sich und «Es kann nicht sein, dass ich Sozialhilfeempfänger werde.» seinen wertvollen Erfahrungsschatz nicht auf. Während dieser zweiten Neuorientierung bewarb er sich fleissig und sicherte sich nach kurzer Zeit eine Anstellung im Bereich Marketing und Verkauf bei einem patronal geführten Unternehmen im Geschäftsfeld «Gebäudedienste». Erst mal zufrieden, wie eine neue Arbeitsstelle gefunden zu haben, musste sich Hans Ulrich Friedli neu verorten und sich mit einem für ihn wieum fremden Führungsstil auseinansetzen. Der Geschäftsführer liess wenig Eigenverantwortung und Entscheidungsspielraum zu. Ausserdem verfolgte er zu diesem Zeitpunkt eine Expansionsstrategie und kaufte verschiedene neue Firmen dazu. Hans Ulrich Friedlis Funktion verlor zunehmend an Schärfe und war nach seiner Meinung betriebswirtschaftlich längerfristig kaum haltbar. So war dieser wenig überrascht, als ihm Geschäftsführer nach rund zwei Jahren den blauen Brief übergab. Selbstbesinnung Seine Kündigungsfrist war gemäss Obligationenrecht festgelegt und umfasste somit kurze zwei Monate. Hans Ulrich Friedli war sich zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass er als berufserfahrener Stellensuchen mit Jahrgang 1951 erschwerte Voraussetzungen auf dem aktuellen schweizerischen Stellenmarkt haben würde. Er dachte jedoch weiterhin lösungsorientiert: «Kann ich eine Situation nicht änn, so prüfe ich besser, ob ich meine Einstellung änn kann.» Dennoch gibt er zu, dass auch er zeitweise das System hinterfragte. Der Optimist machte sich vermehrt Gedanken über das Missverhältnis zwischen dem demografischen Wandel und den vorherrschenden Rekrutierungsverfahren in Wirtschaft. Ohne Bitterkeit kam er zum Schluss: «Die Wirtschaft privatisiert vorwiegend den Gewinn und sozialisiert die Sozialkosten.» Hans Ulrich Friedli ist ein Mensch, die naheliegende Selbstreflexion in Zeiten Erwerbslosigkeit konstruktiv nutzte und sich Informationen beschaffte und sein ideales Arbeitsumfeld entwarf. Das Gespräch mit nahestehenden Personen, inklusive seiner Partnerin, suchte er weniger, son- n machte vieles mit sich alleine aus. So auch die zeitweilig schwierigen Momente, die eine Phase Erwerbslosigkeit mit sich bringt. «Meine Stimmung war vorwiegend positiv», fügt er mit Nachdruck an. Seinem Umfeld erzählte er offen, dass er auf Stellensuche sei. «Ich stand zu meiner Situation und informierte meinen Bekanntenkreis entsprechend.» Nämlich, dass er eine neue Herausforung im Bereich Verkauf und Marketing, Presales beziehungsweise Aftersales o im Aussendienst suche. «Der ausgeprägte Netzwerktyp bin ich jedoch nicht», sagt er ehrlich. Worst-Case-Szenario Nach geraumer Zeit erfolglosen Stellensuche und gegen Ende seiner Rahmenfrist empfahl ihm sein RAV- Berater den FAU Fokus Arbeit Umfeld, seit 1995 qualifizierte Erwerbslose betreut und weiterbildet. Neugierig nahm er diesen Vorschlag an. Mit Unterstützung seiner FAU-Coachin analysierte er während sechs weiteren Monaten seinen Lebenslauf, formulierte seine persönlichen Leistungsmerkmale Unique Selling Points und tauschte sich mit anen Teilnehmenden aus. «Das zwischenmenschlich gute Klima war mir definitiv eine wertvolle Unterstützung.» Eine Anstellung fand er jedoch in dieser Zeit nicht. Dennoch definierte er in diesen Monaten gedanklich verschiedene Szenarien, inklusive eines «Worst Case». Mit anen Worten: Hans Ulrich Friedli entwickelte für sich einen Plan für den schlimmsten Fall. Seine Rahmenfrist neigte sich dem Ende zu, und eine neue Stelle war noch nicht in Sicht. Aufgeben kam für Hans Ulrich Friedli jedoch nicht in Frage. Mit stoischer Beharrlichkeit verschickte er seine Unterlagen weiter. Seine Bewerbungen für die eher klassischen verkaufsorientierten Stellen überschritten bereits die 150er-Marke. Zugleich bewarb er sich vermehrt als Call-Center-Agent sein Worst- Case-Szenario. Das vordringliche Ziel, einen neuen Job zu bekommen, lies er nicht aus den Augen. Für Hans Ulrich Friedli war klar: «Es kann nicht sein, dass ich Sozialhilfeempfänger werde.» Diese Option existierte für ihn schlicht nicht. In den letzten Wochen seiner verbleibenden Rahmenfrist kann sich Hans Ulrich Friedli bei Tectum Schweiz in Wallisellen als Call-Center-Agent im Bereich Privatkunden vorstellen, obwohl er bei einer früheren Bewerbung bei Tectum eine Absage erhielt. Der Zufall zeigt sich oft in mannigfaltiger Weise, denn seine erneute Bewerbung landete auf dem Tisch eines Tectum-Mitarbeiters, Hans Ulrich Friedli von früher kennt. In Vergangenheit hatte er diese Person einmal eingearbeitet und ein kollegiales Verhältnis gepflegt. Anschliessend verlief Rekrutierungsprozess speditiv und positiv. Die richtige Einstellung zählt Anfang November 2011 tritt Hans Ulrich Friedli seine neue Stelle als Call-Center-Agent bei Tectum Schweiz an. Erfreut und erleichtert wie auch demütig gegenüber dem Schicksal, hinterfragt er die Anstellungsbedingungen in keiner Hinsicht, obwohl diese nicht Hans Ulrich Friedlis gewohntem Standard entsprechen. «Ich hate nicht», sagt er und betont: «Ich lernte bereits während meiner 30 arbeitsmarkt

14 F OKUS Umbrüche «Ich vergleiche mich nicht mit anen.» Erwerbslosigkeit, mich einzuschränken.» Sein anpassungsfähiges Wesen sowie sein Interesse, das Beste aus je Situation zu machen, bringen Hans Ulrich Friedli auch bei Tectum Schweiz voran. Innert kurzer Zeit wechselt er ins Firmenkundengeschäft, das ihm neben einem neuen Vorgesetzten auch angenehmere Arbeitszeiten beschert. Auch wenn er im Unternehmen einer ältesten Call-Center- Mitarbeitenden ist, stört ihn das wenig. Mühelos fügt er sich in das neue Team ein. Bald schon wird Hans Ulrich Friedli ein tragendes Team-Mitglied. Nach kurzer Zeit bittet ihn sein jüngerer Vorgesetzter, das Projektmanagement zu seiner Unterstützung zu übernehmen. Rund drei Monate lang bringt Hans Ulrich Friedli Struktur und Ordnung in die Projektabwicklung, erhält nachträglich eine Lohnerhöhung ohne danach gefragt zu haben und wird nur kurze Zeit später nochmals befört. Heute ist Hans Ulrich Friedli Mitglied des Kas. Seinen Erfolg verdanke er letztens seiner Grundhaltung, sagt er entschieden: «Ich vergleiche mich nicht mit anen, entscheide situationsgerecht und selbstbestimmt, fokussiere mich auf meine Tätigkeit und halte mich möglichst von Miesepetern fern.» arbeitsmarkt 31

15 F O KUS Umbrüche Claudia Kuentz, Personalverantwortliche Lufthansa Technik Switzerland, sorgte bis zur Schliessung des Betriebs für ihre Mitarbeitenden. O U T P L A C E M E N T Gestärkt an den Neustart Immer öfter beauftragen Firmen externe Coachs, um gekündigte Mitarbeitende professionell auf eine berufliche Neuorientierung vorzubereiten. Outplacement soll den Betroffenen helfen, neuen Lebensmut zu finden und sich selber optimal auf dem Stellenmarkt zu verkaufen. Lufthansa Technik Switzerland GRÜNDUNG 1. Oktober 2008 ANZAHL MITARBEITENDE 400 (2010), 0 (2013) PRODUKTE Überholungen und Ausstattungen von Flugzeugen Text Linda Osterwal Foto Johny Nemer A n dem Donnerstagmorgen ist am Flughafen Basel- Mulhouse wenig los. Auf dem Weg zum mehrstöckigen Swiss-Gebäude, wo die Personalleiterin Lufthansa Technik Switzerland, Claudia Kuentz, wartet, verhüllt dichter Nebel das Flughafenareal. Nicht nur das Wetter ist grau, auch Gang im elften Stock ist bedrückend. Büros mit verglasten Fenstern zum Korridor reihen sich aneinan. Ein neugieriger Blick durch die Scheiben da ist niemand zu sehen. Ab und zu ein Häuflein Schreib papier o zwei, drei Ordner, die auf dem Boden stehen, sind das Einzige, was daran erinnert, dass hier einmal Leute gearbeitet haben. Wo sind die Angestellten, was ist mit ihnen passiert? «Wir waren 400 Mitarbeitende», sagt die 38-jährige Personal - leiterin und kann den Abbau selber immer noch nicht richtig fassen. «Durch den hohen Franken waren wir nicht mehr konkurrenzfähig», so Claudia Kuentz. Die verschiedenen Airlines, darunter die Swiss, lassen ihre Maschinen heute in England überholen. «Auch neunte Stock gehört zu uns, ist genauso leer», sagt die Personalverantwortliche mit grossem Bedauern. Claudia Kuentz spricht ruhig trotz trostlosen Lage. Turbulenzen beim Bodenpersonal Die Reorganisation begann Ungefähr 65 Mitarbeitende verloren ihre Stelle. Die Firma erstellte für sie einen Sozialplan. Ein Jahr später waren etwa 35 Leute betroffen, und 2012 kam grösste Abbau: 200 Mitarbeitende bekamen die Kündigung. Diesmal informierte die Lufthansa Technik Switzerland das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Basel-Stadt über die bevorstehende Massenentlassung. Gemeinsam beschlossen «Verliere nicht den Mut und bleib positiv.» Jennifer Wioland, ehemalige Mitarbeiterin Personalabteilung sie, eine Outplacement-Firma zu engagieren, die OTP in Basel (siehe Kasten). Ihr Auftrag lautete, innert nützlicher Frist eine neue berufliche Herausforung für die entlassenen Mitarbeitenden zu finden. Die professionelle Beratung und Schulung, die OTP anbot, war freiwillig, und je Betroffene konnte für sich selber entscheiden, ob er die Unterstützung annehmen wollte. Dies tat zum Beispiel Jennifer Wioland, 36, eine Mitarbeiterinnen Personalabteilung. Sie war nicht überrascht, und trotzdem traf sie die Kündigung hart. «Ich habe mich fünf Jahre lang mit Firma identifiziert, arbeitete sehr engagiert, und jetzt sollte alles zu Ende sein?» Ende März 2013 lief ihr Arbeitsvertrag aus. Die Hilfe und Unterstützung durch den OTP-Coach half ihr sehr. Zuerst überarbeiteten sie gemeinsam ihre Bewerbungs- KUNDEN Diverse Airlines und Flugzeugbesitzer

16 F O KUS Umbrüche unterlagen, erstellten ihr Kompetenzprofil, und Coach riet ihr, eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen. Sie brachten ihr Motivationsschreiben auf den Punkt, und schon befand sie sich mitten in Stellensuche. «Das Einzelcoaching hat mich überzeugt und ermutigt.» Die Ausbildung als Personalassistentin hat sie bereits begonnen, und sie ist zuversichtlich, die Prüfung zu bestehen. Ihre Devise heute: «Verliere nicht den Mut und bleib positiv.» Die Outplacement-Firmen beraten und begleiten Betroffene nach einer Kündigung. Sie motivieren und bauen auf. Der Coach hilft dabei, die Perspektiven zu sehen, steckt Ziele, zeigt auf, wie sich die Karriereentwicklung gestalten könnte und wie die Umsetzung erfolgen soll. Nicht zu vergessen: die anfallenden Kosten. Diese finanziert Arbeitgeber, was wieum die Arbeitslosenversicherung entlastet letztlich den Steuerzahler und den Arbeitssuchenden eine schnelle berufliche Wieeinglieung ermöglicht. Wie eine Studie des Branchenverbands aus dem Jahr 2012 zeigt, werden Outplacement-Dienstleistungen immer mehr eingesetzt. Gerade in Umbruchzeiten ist für eine Firma besons wichtig, dass sie Reputationsschäden sowohl nach innen wie nach aussen vermeidet. Erfolg durch gezieltes Coaching Als Michaela Huber (Name geänt), 43, Einkäuferin, im Mai 2012 die Kündigung erhielt, brach für sie eine Welt zusammen nach 22 Jahren Zugehörigkeit. «Ich habe alle Umbrüche miterlebt. Von Crossair kam ich zur Swiss, dann zur Lufthansa Technik Switzerland, und plötzlich war ich ohne Stelle!» Ihr Vertrag lief letztes Jahr aus. Obwohl sie schon einige Kollegen durch Kündigung verloren hatte, glaubte sie bis zuletzt daran, dass ihr Arbeitgeber weiterbestehen würde. Sie war wie gelähmt, unfähig, die Stellenanzeigen in Zeitung zu lesen o im Internet nach neuen Aufgaben zu suchen. Dann entschied sie, an den Outplacement-Beratungen OTP teilzunehmen. «Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.» Durch die Unterstützung ihres Coachs fand sie zu sich selber zurück, war motiviert und kam zu Vorstellungsgesprächen. «Heute fühle ich mich wohl und stark. Ich bin dankbar, dass Lufthansa Technik Switzerland uns dieses Coaching ermöglichte, so haben wir die schwerste Zeit besser überstanden.» Sie kann heute noch ihren Coach kontaktieren und ihr Vorgehen absprechen, um den bestmöglichen Eindruck im Interview zu hinterlassen. Mittlerweile hat Michaela Huber eine Stelle im Industrieeinkauf gefunden. Und sie ist glücklich darüber. Besons bei langjährigen Mitarbeitenden erweist sich Outplacement als hilfreiche Massnahme. «Diese kennen den heutigen Arbeitsmarkt kaum und müssen sich mit den neuen Strategien vertraut machen», sagt Mark Richter, Geschäftsführer OTP Basel. «Durch uns lernt Betroffene, sich selber beim Stellenanbieter zu verkaufen. Er erfährt eine klare Kompetenzsteigerung. Wohingegen Personalvermittler den Kandidaten den Firmen vorschlägt und zu vermitteln versucht.» So unterscheiden sich die Ansätze von Outplacement-Firmen und Personalvermittlungen. Die Outplacement-Firma zeigt einem Kandidaten auf, welche Posi tion im Moment zu seinen fachlichen Qualitäten, aber A U S S E N V E R M I T T L U N G Dienstleistung im Aufstieg B R ANCHE OUTPLACE M E N T ACF Schweiz ist die schweizeri sche Sektion internationalen Vereinigung führenden Outplacement-Firmen und zählt acht Mitglie, darunter die Firma OTP Basel. PROGRAMME Im Angebot stehen Einzel-Outplacement, Gruppen-Outplacement, Laufbahnberatungen und Business- Coaching. KUNDEN Einzelpersonen, KMU, Grossunternehmen und staatliche Institutionen. Davon kommen laut Schätzungen des Branchenverbands im Jahr Prozent aus Industrie, 42 Prozent aus dem Dienstleistungssektor, 9,5 Prozent aus staatlichen Institutionen und 3,5 Prozent aus dem Non-Profit-Bereich. BETROFFENE 47 Prozent Personen, die an einem Outplacement teilnahmen, gehörten dem oberen Ka und Geschäftsleitungsebene an. Dies die Schätzungen aus dem Jahr Tendenz zunehmend. 53 Prozent waren unteres Ka, Fachspezialisten und Mitarbeitende. Ende 2010 waren 3574 Kandidaten in einem Outplacement-Verfahren. DAUER Durchschnittlich dauert die Suche 6 bis 9 Monate. 63 Prozent finden nach 1 bis 6 Monaten einen Job, 28 Prozent nach 7 bis 9 Monaten, 9 Prozent nach 10 Monaten und mehr. Die Firmen zahlen für die Prozessdauer von 3 bis 9 Monaten. Die Outplacement-Unternehmen können keine Garantie abgeben. auch zu seinen persönlichen Stärken passt. «Dank dem Outplacement können sich viele Kandidaten in ihrer Position verbessern.» Entlassungen ohne Ende Nicht alle bei Lufthansa Technik Switzerland hatten ein Outplacement nötig. «Zum Glück konnten alle Lehrlinge zur Swiss nach Zürich wechseln, und 22 Mitarbeitende bleiben hier in Basel, übernommen von Swiss. Sie arbeiten in Werkstatt, wo die Triebwerke gewartet werden», so Claudia Kuentz. Weitere 17 Mitarbeitende haben die Kündigung bereits erhalten, mit Wirkung auf einen späteren Zeitpunkt, sobald die Abschlussarbeiten erledigt sind. Die Abteilungen «Dank dem Outplacement können sich viele Kandidaten in ihrer Position verbessern.» Mark Richter, Geschäftsführer OTP Basel Engineering, technischer Einkauf und Planung sind bereits geschlossen. Im Februar meldete Lufthansa Technik Switzerland, dass sie den Standort am Basler Flughafen definitiv aufgebe. Easy Jet, ihr letzter Grosskunde, hatte seinen Vertrag nicht verlängert. 29 Mitarbeitende wechseln zur Fluggesellschaft Swiss, 31 Mitarbeitende verlieren auf Ende April ihre Stelle. In Personalabteilung arbeiteten in guten Zeiten sechs Personen, vier im Teilzeitpensum. Nun bleibt keiner zurück. Frau Kuentz hat bereits eine neue Stelle angenommen. arbeitsmarkt 33

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Walliser Milchverband (WMV), Siders //

Walliser Milchverband (WMV), Siders // Walliser Milchverband (WMV), Siders // Arbeitgeber Olivier Jollien, Verantwortlicher HR und Finanzen Herr Z. hat schon während seiner Berufsmatura ein Praktikum beim Walliser Milchverband (WMV, Dachorganisation

Mehr

A2 Lies den Text in A1b noch einmal. Welche Fragen kann man mit dem Text beantworten? Kreuze an und schreib die Antworten in dein Heft.

A2 Lies den Text in A1b noch einmal. Welche Fragen kann man mit dem Text beantworten? Kreuze an und schreib die Antworten in dein Heft. Seite 1 von 5 Text A: Elternzeit A1a Was bedeutet der Begriff Elternzeit? Was meinst du? Kreuze an. 1. Eltern bekommen vom Staat bezahlten Urlaub. Die Kinder sind im Kindergarten oder in der Schule und

Mehr

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun!

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun! unseren Vorstellungen Angst. Ich liebe, was ist: Ich liebe Krankheit und Gesundheit, Kommen und Gehen, Leben und Tod. Für mich sind Leben und Tod gleich. Die Wirklichkeit ist gut. Deshalb muss auch der

Mehr

Bis vor ein paar Jahren war Mark noch ein

Bis vor ein paar Jahren war Mark noch ein Bis vor ein paar Jahren war Mark noch ein durchschnittlicher hart arbeitender Mann, der sich und seine Familie mit seiner Arbeit über Wasser halten musste. Aber das war schwer. Heute ist das Leben von

Mehr

BG Ingénieurs Conseil, Genf

BG Ingénieurs Conseil, Genf BG Ingénieurs Conseil, Genf Arbeitgeber Diego Salamon Cadschool hat uns im Auftrag der IV angefragt ob wir für drei Monate einen Praktikanten aufnehmen könnten. Cadschool ist ein Ausbildungsinstitut im

Mehr

Den Tod vor Augen. Text Florian

Den Tod vor Augen. Text Florian Den Tod vor Augen Text Florian 00:08 Ein schwerer Unfall. Ein Unfall, der ein junges Leben total veränderte. Am 10. Januar 1998 verunfallt Florian unverschuldet. Ein ungeduldiger Autolenker überholt in

Mehr

AUSGANGSEVALUATION Seite 1 1. TEIL

AUSGANGSEVALUATION Seite 1 1. TEIL Seite 1 1. TEIL Adrian, der beste Freund Ihres ältesten Bruder, arbeitet in einer Fernsehwerkstatt. Sie suchen nach einem Praktikum als Büroangestellter und Adrian stellt Sie dem Leiter, Herr Berger vor,

Mehr

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: ich weiß wer ich bin! Ich bin das Licht Eine kleine Seele spricht mit Gott Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!" Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien EIN NEUER CHEF FÜRS FAMILIENUNTERNEHMEN Für viele Unternehmer ist es nicht leicht, passende Mitarbeiter zu finden. Das gilt erst recht, wenn man die eigene Firma verkaufen will. Personalberatungen wie

Mehr

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu.

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. Seite 2 7 Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt, dann stellen sich unweigerlich viele Fragen:

Mehr

Unterrichtsreihe: Liebe und Partnerschaft

Unterrichtsreihe: Liebe und Partnerschaft 08 Trennung Ist ein Paar frisch verliebt, kann es sich nicht vorstellen, sich jemals zu trennen. Doch in den meisten Beziehungen treten irgendwann Probleme auf. Werden diese nicht gelöst, ist die Trennung

Mehr

Die Entscheidung. Fischer hatte sich zu Wort gemeldet und erstattete Bericht.

Die Entscheidung. Fischer hatte sich zu Wort gemeldet und erstattete Bericht. Stefan Leichsenring Die Entscheidung Fischer hatte sich zu Wort gemeldet und erstattete Bericht. "Unsere Lage hat sich in den letzten Monaten eigentlich nicht verschlechtert, sie ist genauso schlecht wie

Mehr

Der alte Mann Pivo Deinert

Der alte Mann Pivo Deinert Der alte Mann Pivo Deinert He... Du... Lach doch mal! Nein, sagte der alte Mann ernst. Nur ein ganz kleines bisschen. Nein. Ich hab keine Lust. Steffi verstand den alten Mann nicht, der grimmig auf der

Mehr

KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess Kerstin Stangl 0010455 1 Allgemeines über KVP 1.1 Was ist KVP? KVP hat seinen Ursprung in der japanischen KAIZEN Philosophie (KAIZEN, d.h. ändern zum Guten). KAIZEN

Mehr

Des Kaisers neue Kleider

Des Kaisers neue Kleider Des Kaisers neue Kleider (Dänisches Märchen nach H. Chr. Andersen) Es war einmal. Vor vielen, vielen Jahren lebte einmal ein Kaiser. Er war sehr stolz und eitel. Er interessierte sich nicht für das Regieren,

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien BERUFSAUSSTIEG ALS CHANCE Obwohl sie gut verdienen, sind viele Menschen in Deutschland mit ihrer Arbeit nicht zufrieden. Manche steigen deshalb aus ihrem alten Beruf aus und machen sich selbstständig.

Mehr

Für Firmen und Institutionen

Für Firmen und Institutionen Für Firmen und Institutionen Personalentwicklung, Laufbahnplanung, Lehrstellen Für berufliche Zukunft: www.stadt-zuerich.ch/laufbahnzentrum Ich möchte wissen, wo meine Stärken und Schwächen liegen. Standortbestimmung

Mehr

BEGLEITETE ARBEIT BESUCHSDIENST AMBIENTE ZU HAUSE INTEGRIERTE ARBEITSPLÄTZE JOB COACHING

BEGLEITETE ARBEIT BESUCHSDIENST AMBIENTE ZU HAUSE INTEGRIERTE ARBEITSPLÄTZE JOB COACHING BEGLEITETE ARBEIT BESUCHSDIENST AMBIENTE ZU HAUSE INTEGRIERTE ARBEITSPLÄTZE JOB COACHING BEGLEITETE ARBEIT Besuchsdienst Ambiente zu Hause Integrierte Arbeitsplätze Job Coaching EINLEITUNG Ihr Anliegen

Mehr

Die Führungskraft als Coach eine Illusion?

Die Führungskraft als Coach eine Illusion? Die Führungskraft als Coach eine Illusion? Karin Pape Metrion Management Consulting GbR Martinskirchstraße 74 60529 Frankfurt am Main Telefon 069 / 9 39 96 77-0 Telefax 069 / 9 39 96 77-9 www.metrionconsulting.de

Mehr

«Inhaltsverzeichnis» Auf den folgenden Seiten erwarten Sie spannende Informationen

«Inhaltsverzeichnis» Auf den folgenden Seiten erwarten Sie spannende Informationen «Inhaltsverzeichnis» Auf den folgenden Seiten erwarten Sie spannende Informationen Intro Lösungsorientiertes Personal Coaching Einsatzmöglichkeiten Wahlmöglichkeiten Voraussetzungen für ein Coaching Zeit

Mehr

Personalberater und Headhunter

Personalberater und Headhunter Personalberater und Headhunter Werden Sie manchmal von Personalberatern am Arbeitsplatz angerufen? Sind Sie sicher, dass Sie richtig reagieren, um bei der perfekten Job-Chance auch zum Zuge zu kommen?

Mehr

Meine eigene Erkrankung

Meine eigene Erkrankung Meine eigene Erkrankung Um ein Buch über Hoffnung und Wege zum gesunden Leben schreiben zu können, ist es wohl leider unabdingbar gewesen, krank zu werden. Schade, dass man erst sein Leben ändert wenn

Mehr

Seite 1 Das trägerübergreifende Persönliche Budget So können Menschen mit Behinderung mehr selber bestimmen

Seite 1 Das trägerübergreifende Persönliche Budget So können Menschen mit Behinderung mehr selber bestimmen Seite 1 Das trägerübergreifende Persönliche Budget So können Menschen mit Behinderung mehr selber bestimmen Seite 2 Inhaltsverzeichnis Seite 4 6 Vorwort von Olaf Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales

Mehr

Vorwort von Bodo Schäfer

Vorwort von Bodo Schäfer Vorwort von Bodo Schäfer Vorwort von Bodo Schäfer Was muss ich tun, um erfolgreich zu werden? Diese Frage stellte ich meinem Coach, als ich mit 26 Jahren pleite war. Seine Antwort überraschte mich: Lernen

Mehr

Die Invaliden-Versicherung ändert sich

Die Invaliden-Versicherung ändert sich Die Invaliden-Versicherung ändert sich 1 Erklärung Die Invaliden-Versicherung ist für invalide Personen. Invalid bedeutet: Eine Person kann einige Sachen nicht machen. Wegen einer Krankheit. Wegen einem

Mehr

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Interview mit Frau Dr. Pia Heußner vom Mai 2012 Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Die Diagnose Krebs ist für jede Partnerschaft eine große Herausforderung. Wie hält das Paar die Belastung

Mehr

Video-Thema Manuskript & Glossar

Video-Thema Manuskript & Glossar WIR SPRECHEN DEUTSCH Alle sprechen Deutsch miteinander. Dies ist die Regel für alle Schüler und Lehrer auf der Herbert-Hoover-Schule in Berlin. Mehr als 90 Prozent der Schüler sind Ausländer oder haben

Mehr

Meine Füße sind der Rollstuhl M 2

Meine Füße sind der Rollstuhl M 2 Meine Füße sind der Rollstuhl M 2 Margit wird jeden Morgen um sieben Uhr wach. Sie sitzt müde im Bett und beginnt sich allein anzuziehen. Das ist schwer für sie. Sie braucht dafür sehr lange Zeit. Dann

Mehr

Heilsarmee Brocki, Zürich

Heilsarmee Brocki, Zürich Heilsarmee Brocki, Zürich Karin Wüthrich, Sozialpädagogin, Heilsarmee Als Herr K. im Herbst 2008 krankgeschrieben wurde, habe ich vom Brockileiter Schweiz den Auftrag bekommen, die Wiedereingliederung

Mehr

BERATUNG, COACHING UND SCHULUNG FÜR ARBEITGEBER UND VORGESETZTE

BERATUNG, COACHING UND SCHULUNG FÜR ARBEITGEBER UND VORGESETZTE BERATUNG, COACHING UND SCHULUNG FÜR ARBEITGEBER UND VORGESETZTE UMGANG MIT BELASTENDEN MITARBEITER-SITUATIONEN: Beratung, Coaching und Schulung, für Arbeitgeber und Vorgesetzte Mitarbeitende nehmen ihre

Mehr

systemisches Coaching im beruflichen Kontext Coaching by Walking Bewerbungs-Beratung/Career Coaching für Ingenieure und Physiker Business Coaching

systemisches Coaching im beruflichen Kontext Coaching by Walking Bewerbungs-Beratung/Career Coaching für Ingenieure und Physiker Business Coaching Begegnen Sie aktiv all den Herausforderungen, die das Berufsleben so bietet oftl ist es nur die Änderung der Sicht- und Handlungsweise, die Sie zum Ziel bringt. Coaching heißt für mich einen Menschen zu

Mehr

Brüderchen und Schwesterchen

Brüderchen und Schwesterchen Brüderchen und Schwesterchen (Deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm) Einem Mädchen und einem Jungen war die Mutter gestorben. Die Stiefmutter war nicht gut zu den beiden Kindern. Darum sagte der Junge

Mehr

Arbeitsorganisation, Laufbahnplanung und Unternehmenskultur

Arbeitsorganisation, Laufbahnplanung und Unternehmenskultur Lerneinheit: Erfolg planen Arbeitsorganisation, Laufbahnplanung und Unternehmenskultur Wissen Sie, wo Ihr Betrieb in fünf oder zehn Jahren stehen soll? Wenn ja, wie werden Sie Ihre Pläne umsetzen? Organisation

Mehr

Erfolgsfaktor Mitarbeitende: Menschen fordern und fördern

Erfolgsfaktor Mitarbeitende: Menschen fordern und fördern Erfolgsfaktor Mitarbeitende: Menschen fordern und fördern Die Mitarbeitenden sind das wertvollste Kapital Ihres Unternehmens. Hand in Hand ist fast möglich - ohne Ihr Team geht überhaupt nichts. Damit

Mehr

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern-

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern- Janine Rosemann Es knarzt (dritte Bearbeitung) Es tut sich nichts in dem Dorf. Meine Frau ist weg. In diesem Dorf mähen die Schafe einmal am Tag, aber sonst ist es still nach um drei. Meine Frau ist verschwunden.

Mehr

T: Genau. B: Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Entscheidungen von Eltern, Freunden beeinflusst wurde?

T: Genau. B: Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Entscheidungen von Eltern, Freunden beeinflusst wurde? 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 Interview mit T B: Ich befrage Sie zu vier Bereichen, und vorweg

Mehr

Die Wette mit dem Sultan

Die Wette mit dem Sultan Die Wette mit dem Sultan Hier ist eine Geschichte vom Baron von Münchhausen. Münchhausen ist ein Baron, der schrecklich viel prahlt. Er erfindet immer die unglaublichsten Abenteuergeschichten und sagt,

Mehr

Stefan Leichsenring. Hans-Joachim Klevert

Stefan Leichsenring. Hans-Joachim Klevert Stefan Leichsenring Hans-Joachim Klevert Ich möchte diesen Menschen vergessen. Seit dreißig Jahren möchte ich Hans-Joachim Klevert vergessen, überwinden, loswerden. Aber ich kann nicht. Hans-Joachim Klevert

Mehr

Lebensläufe / Berufe. ehemaliger Schüler und Schülerinnen des Kranich Gymnasiums

Lebensläufe / Berufe. ehemaliger Schüler und Schülerinnen des Kranich Gymnasiums Lebensläufe / Berufe ehemaliger Schüler und Schülerinnen des Kranich Gymnasiums Bericht über den Apotheker Jan Weber von Janine Michel, Jill Biethan, Laura Burgdorf und Nina Katschke im Schuljahr 2010/11-1

Mehr

Mein perfekter Platz im Leben

Mein perfekter Platz im Leben Mein perfekter Platz im Leben Abschlussgottesdienstes am Ende des 10. Schuljahres in der Realschule 1 zum Beitrag im Pelikan 4/2012 Von Marlies Behnke Textkarte Der perfekte Platz dass du ein unverwechselbarer

Mehr

Einfach erfolgreich. Zürich, 11. Februar 2016

Einfach erfolgreich. Zürich, 11. Februar 2016 Zürich,. Februar 1 Dreijahresstudie 1-1 von Grass & Partner: Outplacement und Bestplacement von Führungskräften in der Deutschschweiz Zunahme von Trennungen bei Marketing- und Verkaufspositionen Industriekader

Mehr

Übungen NEBENSÄTZE. Dra. Nining Warningsih, M.Pd.

Übungen NEBENSÄTZE. Dra. Nining Warningsih, M.Pd. Übungen NEBENSÄTZE Dra. Nining Warningsih, M.Pd. weil -Sätze Warum machen Sie das (nicht)? Kombinieren Sie und ordnen Sie ein. 1. Ich esse kein Fleisch. 2. Ich rauche nicht. 3. Ich esse nichts Süßes. 4.

Mehr

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis Einführung 19 Tradings. Und wenn Ihnen dies wiederum hilft, pro Woche einen schlechten Trade weniger zu machen, aber den einen guten Trade zu machen, den Sie ansonsten verpasst hätten, werden Sie persönlich

Mehr

Warum du noch heute an deiner Einstellung zu Geld arbeiten solltest, um Geld leichter anzuziehen (+ sofort anwendbare Übung) - Teil 1/3

Warum du noch heute an deiner Einstellung zu Geld arbeiten solltest, um Geld leichter anzuziehen (+ sofort anwendbare Übung) - Teil 1/3 Warum du noch heute an deiner Einstellung zu Geld arbeiten solltest, um Geld leichter anzuziehen (+ sofort anwendbare Übung) - Teil 1/3 Seit meinem 16. Lebensjahr beschäftige ich mich intensiv mit den

Mehr

Palliative Betreuung am Lebensende

Palliative Betreuung am Lebensende Palliative Betreuung am Lebensende Informationsbroschüre für Angehörige Wir begleiten Menschen www.hospiz-tirol.at Liebe Angehörige unserer Patientinnen und Patienten! Die Zeit des Sterbens einer nahestehenden

Mehr

im Beruf Gespräche führen: Bei einem Bewerbungsgespräch wichtige Informationen verstehen und eigene Vorstellungen äußern

im Beruf Gespräche führen: Bei einem Bewerbungsgespräch wichtige Informationen verstehen und eigene Vorstellungen äußern 1 Arbeiten Sie mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner. Was denken Sie: Welche Fragen dürfen Arbeitgeber in einem Bewerbungsgespräch stellen? Welche Fragen dürfen sie nicht stellen? Kreuzen Sie an. Diese Fragen

Mehr

EINSTUFUNGSTEST. Autorin: Katrin Rebitzki

EINSTUFUNGSTEST. Autorin: Katrin Rebitzki EINSTUFUNGSTEST A2 Name: Datum: Bitte markieren Sie die Lösung auf dem Antwortblatt. Es gibt nur eine richtige Antwort. 1 Sofie hat Paul gefragt, seine Kinder gerne in den Kindergarten gehen. a) dass b)

Mehr

So finden Sie Ihr persönliche Führungsstrategie!

So finden Sie Ihr persönliche Führungsstrategie! So finden Sie Ihr persönliche Führungsstrategie! Sie möchten Ihrer Tätigkeit als Führungskraft mehr Sinn geben. Sie wollen in allen Situationen glaubwürdig wirken und von Ihrem Umfeld respektiert werden.

Mehr

NEWSLETTER Nr. 12 Juli 2015. Was macht denn erfolgreich?!

NEWSLETTER Nr. 12 Juli 2015. Was macht denn erfolgreich?! NEWSLETTER Nr. 12 Juli 2015 Was macht denn erfolgreich?! Editorial Liebe Leserinnen und Leser, nun ist das Fest zu meinem 20-jährigen Unternehmensjubiläum schon länger her und die Sommerpause steht an.

Mehr

Tokio Hotel Durch den Monsun

Tokio Hotel Durch den Monsun Oliver Gast, Universal Music Tokio Hotel Niveau: Untere Mittelstufe (B1) Copyright Goethe-Institut San Francisco Alle Rechte vorbehalten www.goethe.de/stepintogerman www.tokiohotel.de Tokio Hotel Das Fenster

Mehr

SPEAKER BUSINESS COACH

SPEAKER BUSINESS COACH SPEAKER BUSINESS COACH SEINE MISSION Mathias Fischedick ist Redner, Coach und Autor. Er entwickelt Sie. Er entwickelt ganze Teams. Er hilft Ihnen, eine neue Idee davon zu bekommen, wie Leben und Arbeiten

Mehr

und doch so schwierig

und doch so schwierig Sozialkompetenz so einfach und doch so schwierig Referat im Forum Kaufmännischer Berufsfrauen Schweiz FOKA (Sektion Zentralschweiz) Maya Bentele Dipl. Psychologin FH/SBAP Transaktionsanalytikerin TSTA-O

Mehr

Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh?

Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh? Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh? Stimmungen schwanken Seit Jahren macht sich im Gesundheitsbereich ein interessantes Phänomen bemerkbar es werden immer neue Krankheitsbilder

Mehr

2. Was heißt Gleichstellung bei der Arbeit?

2. Was heißt Gleichstellung bei der Arbeit? 2. Was heißt Gleichstellung bei der Arbeit? Arbeit ist für die meisten Menschen ziemlich wichtig: Menschen müssen arbeiten, damit sie für sich selbst sorgen können. Menschen müssen Arbeit haben, damit

Mehr

Was Schweizerinnen und Schweizer über die Banken denken

Was Schweizerinnen und Schweizer über die Banken denken November 2015 Was Schweizerinnen und Schweizer über die Banken denken Erkenntnisse aus der Meinungsforschung der Schweizerischen Bankiervereinigung SBVg Einleitung Welche Vorteile bringen der Bankenplatz

Mehr

Alte Besen kehren gut: Berufserfahrung als Chance

Alte Besen kehren gut: Berufserfahrung als Chance Presse-Information Stuttgart, den 30. August 2007 Alte Besen kehren gut: Berufserfahrung als Chance Stuttgart, 30. August 2007: Erfahrung ist Trumpf. Nie zuvor waren die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für

Mehr

Menschen mit Beeinträchtigungen erzählen über ihre Ausbildung und ihre Arbeit

Menschen mit Beeinträchtigungen erzählen über ihre Ausbildung und ihre Arbeit Menschen mit Beeinträchtigungen erzählen über ihre Ausbildung und ihre Arbeit Geschrieben von Michaela Studer und Anne Parpan-Blaser Bericht in leichter Sprache An der Forschung haben mitgearbeitet: Angela

Mehr

Die Höhle ist ein großes, tiefes Loch im Felsen.

Die Höhle ist ein großes, tiefes Loch im Felsen. Das tapfere Schneiderlein (Deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm) Es war einmal. Es ist Sommer. Die Sonne scheint schön warm. Ein Schneider sitzt am Fenster und näht. Er freut sich über das schöne Wetter.

Mehr

Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J.

Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J. Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J. Bahar S. und Jessica J. besuchen das Berufskolleg im Bildungspark Essen. Beide lassen sich zur Erzieherin ausbilden. Im Interview

Mehr

Auf der Suche nach dem großen Glück

Auf der Suche nach dem großen Glück Auf der Suche nach dem großen Glück Unsere Glaubenssätze bestimmen, wie wir das Glück erleben Fast jeder von uns hat im Laufe des Lebens erfahren, dass das Glück nicht lange anhält. Ebenso, dass Wunder

Mehr

Teamentwicklung - Lust oder Frust?

Teamentwicklung - Lust oder Frust? schulwitz consulting personal- und organisationsentwicklung In der Meer 30 D - 40667 Meerbusch Tel. 0 21 32/ 75 74 91 Fax 0 21 32/ 75 74 90 Mobil 0172/ 28 29 226 schulwitz@t-online.de Teamentwicklung -

Mehr

3 lange, spannende und abwechslungs-reiche Jahre Meine Lehre zum Büro-Kaufmann

3 lange, spannende und abwechslungs-reiche Jahre Meine Lehre zum Büro-Kaufmann 3 lange, spannende und abwechslungs-reiche Jahre Meine Lehre zum Büro-Kaufmann Vorstellung Mein Name ist Reinhard Köbler. Ich bin 27 Jahre alt. Mir passiert es immer wieder, dass ich Buchstaben und Zahlen

Mehr

Personal kann jeder!.und in Zukunft? Warum sich Personalmanagement jetzt neu erfinden muss Detlef Hollmann

Personal kann jeder!.und in Zukunft? Warum sich Personalmanagement jetzt neu erfinden muss Detlef Hollmann Personal kann jeder!.und in Zukunft? Warum sich Personalmanagement jetzt neu erfinden muss Detlef Hollmann Papenburg, Gute Zeiten Schlechte Zeiten Konjunktur-Barometer Personalmanagement Doch heute geht

Mehr

Das Leitbild vom Verein WIR

Das Leitbild vom Verein WIR Das Leitbild vom Verein WIR Dieses Zeichen ist ein Gütesiegel. Texte mit diesem Gütesiegel sind leicht verständlich. Leicht Lesen gibt es in drei Stufen. B1: leicht verständlich A2: noch leichter verständlich

Mehr

Sie suchen Perspektiven in Medizin und Pflege? Wir haben was für Sie! Informationen zu unserem Geschäftsbereich Medical & Care.

Sie suchen Perspektiven in Medizin und Pflege? Wir haben was für Sie! Informationen zu unserem Geschäftsbereich Medical & Care. Sie suchen Perspektiven in Medizin und Pflege? Wir haben was für Sie! Informationen zu unserem Geschäftsbereich Sie möchten Menschen helfen? Dann haben wir etwas für Sie. 2 Als Fachkraft im Bereich Medizin

Mehr

- Bücherliste, Literatur-Datenbank & BUCH-Portal für Literatur aus der DDR, Kinderbücher, Jugendliteratur, Märchen,...

- Bücherliste, Literatur-Datenbank & BUCH-Portal für Literatur aus der DDR, Kinderbücher, Jugendliteratur, Märchen,... INHALTSVERZEICHNIS 5 Das Haus in Azabu-ku 16 Der Garten des Daimyo 26 Verborgene Gefühle 35 Der Maler mit dem Karren 44 Treffpunkt Ginza 55 Das dreifache Geheimnis 59 Zwei Häfen 70 Ein Minister schöpft

Mehr

Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten

Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten Tipp 1 Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten Spaß zu haben ist nicht dumm oder frivol, sondern gibt wichtige Hinweise, die Sie zu Ihren Begabungen führen. Stellen Sie fest,

Mehr

sowohl als auch / nicht nur sondern auch / weder... noch / je desto / entweder oder / zwar. aber / einerseits andererseits

sowohl als auch / nicht nur sondern auch / weder... noch / je desto / entweder oder / zwar. aber / einerseits andererseits 1. Wortschatz: Berufsleben. Was passt nicht? a erwerben 1. Begeisterung b ausstrahlen c zeigen a bekommen 2. eine Absage b abgeben c erhalten a ausschreiben 3. eine Stelle b vermitteln c weitergeben a

Mehr

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART SRH BERUFLICHE REHABILITATION IHR WEG ZURÜCK IN DIE ARBEIT: BERUFLICHES TRAINING Wenn eine psychische Erkrankung das Leben

Mehr

So! brechen sie aus dem hamsterrad aus GÜNTER NIEDERHUBER. training coaching beratung

So! brechen sie aus dem hamsterrad aus GÜNTER NIEDERHUBER. training coaching beratung So! brechen sie aus dem hamsterrad aus GÜNTER NIEDERHUBER training coaching beratung günter niederhuber Spezialist für Stressmanagement und Burnout-Prävention Sie haben Stress und spüren körperliche und

Mehr

HOFFNUNG. Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir.

HOFFNUNG. Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir. I HOFFNUNG Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir. Wenn ich nicht mehr da bin, ist es trotzdem schön. Schließe nur die Augen, und du kannst mich sehn. Wenn

Mehr

Hinweise aus dem Vortrag im VDI

Hinweise aus dem Vortrag im VDI 1 von 5 Hinweise aus dem Vortrag im VDI Personalfindung / Outplacement / Newplacement vom 24. Januar 2007 Michael Schade Inhaber der Firma WORKINGNOW, Personalvermittlung - Personalentwicklung Für beide

Mehr

Mit Leichtigkeit zum Ziel

Mit Leichtigkeit zum Ziel Mit Leichtigkeit zum Ziel Mutig dem eigenen Weg folgen Ulrike Bergmann Einführung Stellen Sie sich vor, Sie könnten alles auf der Welt haben, tun oder sein. Wüssten Sie, was das wäre? Oder überfordert

Mehr

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION IHR WEG ZURÜCK IN DIE ARBEIT: BERUFLICHES TRAINING Wenn eine psychische Erkrankung das Leben durcheinanderwirft, ändert sich alles:

Mehr

Arbeitswelt und Zukunft

Arbeitswelt und Zukunft Arbeitswelt und Zukunft 1. Welche Aussage über mündliche Verträge ist richtig? Umkreisen Sie die richtige Antwort. a) Mündliche Verträge sind nichtig. b) Mündliche Verträge sind formlose Verträge. c) Schriftliche

Mehr

Transport + Logistik JAHRE

Transport + Logistik JAHRE Transport + Logistik Mobilität 21. Jahrgang ISSN1424-4322 X - XII - 2014 201 + JAHRE Es gibt viele Gründe für Luftsprünge! Transport - Logistik - Lastwagen - Strassentransport Schienenverkehr - Luftverkehr

Mehr

Genusstoleranz. Von Jim Leonard. (Jim Leonard ist der Begründer von Vivation, der Methode, aus der AIM hervorgegangen ist.)

Genusstoleranz. Von Jim Leonard. (Jim Leonard ist der Begründer von Vivation, der Methode, aus der AIM hervorgegangen ist.) Sabeth Kemmler Leiterin von AIM Tel. +49-30-780 95 778 post@aiminternational.de www.aiminternational.de Genusstoleranz Von Jim Leonard (Jim Leonard ist der Begründer von Vivation, der Methode, aus der

Mehr

Anne Frank, ihr Leben

Anne Frank, ihr Leben Anne Frank, ihr Leben Am 12. Juni 1929 wird in Deutschland ein Mädchen geboren. Es ist ein glückliches Mädchen. Sie hat einen Vater und eine Mutter, die sie beide lieben. Sie hat eine Schwester, die in

Mehr

Outplacement Unverzichtbar im professionellen Trennungsmanagement. klaglos.at. Beratung und Begleitung in schwierigen Führungssituationen

Outplacement Unverzichtbar im professionellen Trennungsmanagement. klaglos.at. Beratung und Begleitung in schwierigen Führungssituationen Outplacement Unverzichtbar im professionellen Trennungsmanagement klaglos.at Beratung und Begleitung in schwierigen Führungssituationen Infos und Details OUTPLACEMENT WAS IST DAS? Outplacement ist die

Mehr

Hermann Jürgensen Bürobedarf GmbH

Hermann Jürgensen Bürobedarf GmbH Hermann Jürgensen Bürobedarf GmbH Schulpraktikum vom 21.September 2009 bis 09.Oktober 2009 Lara Stelle Klasse: 9a Politik- Gesellschaft- Wirtschaft bei Frau Böttger Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis

Mehr

Gesprächsleitfaden Mitarbeitergespräch (MAG) für Mitarbeiter/innen

Gesprächsleitfaden Mitarbeitergespräch (MAG) für Mitarbeiter/innen UNIVERSITÄT HOHENHEIM DER KANZLER Miteinander Aktiv - Gestalten Gesprächsleitfaden Mitarbeitergespräch (MAG) für Mitarbeiter/innen Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie werden in nächster Zeit mit Ihrem

Mehr

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst 5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst Von LRS - also Lese-Rechtschreib-Schwäche - betroffene Kinder können einen Nachteilsausgleich beanspruchen. Das ist erst einmal gut. Aber wir sollten

Mehr

Erklär mir bitte die Aufgaben! Während der Erklärung kommt ihr Kind vielleicht selbst auf den Lösungsweg.

Erklär mir bitte die Aufgaben! Während der Erklärung kommt ihr Kind vielleicht selbst auf den Lösungsweg. 10 Hausaufgaben-Tipps Versuch es erst einmal allein! Wenn du nicht weiter kommst, darfst Du mich gerne rufen. So ermuntern Sie ihr Kind selbstständig zu arbeiten. Erklär mir bitte die Aufgaben! Während

Mehr

a) Lesen Sie den Text. Nennen Sie Vor- und Nachteile der veränderten Arbeitsbedingungen.

a) Lesen Sie den Text. Nennen Sie Vor- und Nachteile der veränderten Arbeitsbedingungen. Viel Arbeit 1 Veränderte Arbeitsbedingungen a) Lesen Sie den Text. Nennen Sie Vor- und Nachteile der veränderten Arbeitsbedingungen. Die Soziologin Ruth Seidler vertritt die Meinung, dass es in der Arbeitswelt

Mehr

Was kann ich jetzt? von P. G.

Was kann ich jetzt? von P. G. Was kann ich jetzt? von P. G. Ich bin zwar kein anderer Mensch geworden, was ich auch nicht wollte. Aber ich habe mehr Selbstbewusstsein bekommen, bin mutiger in vielen Lebenssituationen geworden und bin

Mehr

S-15155 / - 1 - Fragebogennummer: ... BITTE VERWENDEN SIE DIESEN FRAGEBOGEN NUR FÜR 9-10JÄHRIGE KINDER ÜBUNGSFRAGEN

S-15155 / - 1 - Fragebogennummer: ... BITTE VERWENDEN SIE DIESEN FRAGEBOGEN NUR FÜR 9-10JÄHRIGE KINDER ÜBUNGSFRAGEN S-15155 / - 1 - Fragebogennummer: Umfrage S-15155 / SA-Kinder April 2010 1-4 Fnr/5-8 Unr/9 Vers... BITTE VERWENDEN SIE DIESEN FRAGEBOGEN NUR FÜR 9-10JÄHRIGE KINDER ÜBUNGSFRAGEN Seite 1 S-15155 / - 2 -

Mehr

Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach.

Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach. Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach. Tom und seine Teddys In Toms Kinderzimmer sah es wieder einmal unordentlich aus. Die Autos, Raketen, der Fußball und die Plüschtiere lagen

Mehr

Gottesdienst zum Thema Gebet 15.01.12 um 10.00 Uhr in Bolheim Schriftlesung: Lk 11,5-13 Gleichnis vom bittenden Freund Pfarrerin z. A.

Gottesdienst zum Thema Gebet 15.01.12 um 10.00 Uhr in Bolheim Schriftlesung: Lk 11,5-13 Gleichnis vom bittenden Freund Pfarrerin z. A. Gottesdienst zum Thema Gebet 15.01.12 um 10.00 Uhr in Bolheim Schriftlesung: Lk 11,5-13 Gleichnis vom bittenden Freund Pfarrerin z. A. Hanna Nicolai Liebe Gemeinde, da habe ich Ihnen heute ein Seil mitgebracht

Mehr

Rund ums ADHS für Erwachsene und ihre Angehörigen. Von Astrid Wälchli, ADHS-Coach, IG-ADS bei Erwachsenen

Rund ums ADHS für Erwachsene und ihre Angehörigen. Von Astrid Wälchli, ADHS-Coach, IG-ADS bei Erwachsenen Strategien und Hilfen Rund ums ADHS für Erwachsene und ihre Angehörigen Von Astrid Wälchli, ADHS-Coach, IG-ADS bei Erwachsenen Diagnose ADHS wie geht es weiter? Sie haben die Diagnose ADHS erhalten, wie

Mehr

Grünes Wahlprogramm in leichter Sprache

Grünes Wahlprogramm in leichter Sprache Grünes Wahlprogramm in leichter Sprache Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Baden-Württemberg ist heute besser als früher. Baden-Württemberg ist modern. Und lebendig. Tragen wir Grünen die Verantwortung?

Mehr

Wir holen die Kunden ins Haus

Wir holen die Kunden ins Haus Ihr Partner für professionellen Kundendienst www.kunden-dienst.ch begeistern, gewinnen, verbinden Wir holen die Kunden ins Haus Geschäftshaus Eibert Bürgstrasse 5. 8733 Eschenbach Telefon +41 55 210 30

Mehr

Noch bei Trost? Alternative Gedanken zur Jahreslosung 2016 ICH WILL EUCH TRÖSTEN, WIE EINEN SEINE MUTTER TRÖSTET Jesaja 66, 13

Noch bei Trost? Alternative Gedanken zur Jahreslosung 2016 ICH WILL EUCH TRÖSTEN, WIE EINEN SEINE MUTTER TRÖSTET Jesaja 66, 13 Noch bei Trost? Seite 1 Noch bei Trost? Alternative Gedanken zur Jahreslosung 2016 ICH WILL EUCH TRÖSTEN, WIE EINEN SEINE MUTTER TRÖSTET Jesaja 66, 13 Ein fünfzigjähriger Mann in beruflich verantwortlicher

Mehr

Kann der Sport zur Motivation einer Person beitragen? Kann der Sport als Motivationsfaktor zur Anhebung der Führungskompetenz gesehen werden?

Kann der Sport zur Motivation einer Person beitragen? Kann der Sport als Motivationsfaktor zur Anhebung der Führungskompetenz gesehen werden? ABSTRACT Ich interessiere mich schon seit meiner Sporthauptschulzeit verstärkt für Sport. Ich betrieb die verschiedensten Sportarten, ohne irgendwelche Hintergedanken, wie zum Beispiel mit dem Ziel, fit

Mehr

Extra 2: Persönlichkeitscoaching für Studenten

Extra 2: Persönlichkeitscoaching für Studenten Extra 2: Persönlichkeitscoaching für Studenten 4 Extra 2: Persönlichkeitscoaching für Studenten von Barbara Foitzik und Marie-Luise Retzmann Nicht nur im Fach- und Führungskräfte-Kontext gewinnt Coaching

Mehr

Gewöhnt man sich an das Leben auf der Strasse?

Gewöhnt man sich an das Leben auf der Strasse? Hallo, wir sind Kevin, Dustin, Dominique, Pascal, Antonio, Natalia, Phillip und Alex. Und wir sitzen hier mit Torsten. Torsten kannst du dich mal kurz vorstellen? Torsten M.: Hallo, ich bin Torsten Meiners,

Mehr

das Traineeprogramm der Allianz Suisse

das Traineeprogramm der Allianz Suisse vielversprechendes Karrieresprungbrett: das Traineeprogramm der Allianz Suisse Mein Weg allianz.ch/trainees Wir entwickeln uns gemeinsam Das Traineeprogramm ermöglicht umfassende Einblicke in die Allianz

Mehr

Ihre KarrIere BItte!

Ihre KarrIere BItte! Ihre Karriere Bitte! Neue Perspektiven mehr Motivation. Sie sind erfolgreich: im Beruf, in Ihrem Unternehmen. Sie träumen davon, ein beruflich erfülltes Leben zu führen. Sie suchen nach einer motivierenden

Mehr

Häufig gestellte Fragen. Um Ihnen einen Eindruck von der Arbeit mit uns zu vermitteln, haben wir hier die wichtigsten Fragen für Sie zusammengestellt:

Häufig gestellte Fragen. Um Ihnen einen Eindruck von der Arbeit mit uns zu vermitteln, haben wir hier die wichtigsten Fragen für Sie zusammengestellt: Häufig gestellte Fragen Um Ihnen einen Eindruck von der Arbeit mit uns zu vermitteln, haben wir hier die wichtigsten Fragen für Sie zusammengestellt: 01. Was ist Interim Management?»Interim«bedeutet»inzwischen,

Mehr

4. In dem Kurs lernt sie, was zu tun ist, wenn etwas Schlimmes passiert.

4. In dem Kurs lernt sie, was zu tun ist, wenn etwas Schlimmes passiert. 1 Hören: Thema lebenslanges Lernen Lesen Sie die Aussagen. Hören Sie dann Track Nr. 1.26 von der Lehrbuch-CD und kreuzen Sie an: richtig oder falsch? r f 1. Herr Schubert ist mit seiner Ausbildung fertig.

Mehr