LEADERSHIPPROGRAMM PERSONALMANAGEMENT MODULBESCHREIBUNGEN

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1 MODULBESCHREIBUNGEN LEADERSHIPPROGRAMM PERSONALMANAGEMENT

2 PROFIL DES PROGRAMMES Für wettbewerbsfähige Unternehmen ist es unabdingbare Voraussetzung, den Mitarbeiter als wertvolle Ressource mit Entwicklungspotenzial zu begreifen. Das Personalmanagement entwickelt sich daher zum strategischen Erfolgsfaktor, um den wachsenden Ansprüchen und Herausforderungen vor dem Hintergrund dynamischer Marktprozesse zu begegnen. Das Personalmanagement-Leadership-Programm bereitet die Teilnehmer/innen auf die operativen Aufgabengebiete der Personalwirtschaft vor. Module wie Mitarbeiterbeurteilungen, Vergütungssysteme und arbeitsrechtliche Grundlagen des Personalmanagements ergeben dabei einen interessanten Mix. Das Programm erstreckt sich über zwei Semester und umfasst sechs Module, die über einen einjährigen Zeitraum studiert werden. Die Weiterbildung ist als berufsintegrierendes Programm angelegt und basiert auf dem Kleingruppenkonzept, um einen ausführlichen Erfahrungsaustausch und eine entsprechende Perspektivenvielfalt zu ermöglichen. Die Inhalte der verschiedenen Module werden durch Vorträge der Teilnehmer/innen, Diskussionen, Rollenspiele, Fallstudien und praktische Übungen abgerundet. Für die Übungen greifen die Teilnehmer dabei auf ihr bisheriges betriebliches Erfahrungswissen zurück. Das Programm endet mit einer Teilnahmebescheinigung für jedes Modul oder bei Absolvierung der entsprechenden Prüfungen mit einem Zertifikat der Hochschule Osnabrück und der Berufsakademie Emsland. PERSONALMANAGEMENT-LEADERSHIPPROGRAMM Dauer: Ort: Teilnehmer: Zielgruppe: Abschluss: 1 Jahr (= 2 Semester) Hochschule Osnabrück Institut für Duale Studiengänge und Berufsakademie Emsland in Lingen Personen Führungskräfte im Personalwesen sowie Trainees und angehende Personalreferenten Teilnahmebestätigung oder Zertifikat der Hochschule Osnabrück und der Berufsakademie Emsland Module in der Übersicht: Arbeitsrecht Führung und Kommunikation Mitarbeiterbeurteilungen Vergütungssysteme Personalcontrolling und Personalentwicklung Personalmarketing

3 MODUL I: MITARBEITERBEURTEILUNGEN Rückmeldungen sind notwendig, sowohl für die Mitarbeiter/innen selbst als auch für die Führungskraft. Zielsetzungen sind in erster Linie die Motivation des Mitarbeiters und die Verbesserung der Führung. Es werden unterschiedliche Möglichkeiten der Beurteilung besprochen und verglichen. Es werden sowohl die einzelnen Elemente von Beurteilungssystemen als auch ihre Kombinationsmöglichkeiten dargestellt. Nicht nur die klassische Beurteilung (obere Hierarchie-Eben beurteilt die jeweils nächste) kommt zur Sprache, sondern auch die Möglichkeit der Beurteilung von unten nach oben sowie die 360 -Beurteilung. LEITFRAGEN DER VERANSTALTUNG: Welche Gründe gibt es für Beurteilungen? Wie laufen Beurteilungen ab? Welche Beurteilungsmethoden gibt es? Wer beurteilt wen? Wie werden Beurteilungen ausgewertet? Welcher Unterschied besteht zwischen Beurteilung und Zeugnis? INFORMATIONS-BOX Modul II: Mitarbeiterbeurteilungen Termin: Ort: Hochschule Osnabrück Institut für Duale Studiengänge und Berufsakademie Emsland in Lingen Teilnehmer: Personen Dozent: Dipl.-Volkswirtin Angelika Mayer Zielvereinbarungen Beurteilungs- und Feedbackinstrumente Beurteilungsgespräch Erstellung von Arbeitszeugnissen

4 MODUL II: FÜHRUNG UND KOMMUNIKATION Gleichgültig in welchem Bereich eine Führungskraft tätig ist, ihre wichtigste Aufgabe ist es, Mitarbeiter/innen zu Handlungen zu veranlassen, die der Zielsetzung des Unternehmens dienen: sie zu führen, und zwar so, dass ihnen ihre Arbeit Spaß macht (= dass sie motiviert sind). Es geht also um Soft Skills, ohne die keine Führungskraft auskommt. Es sollen unterschiedliche Varianten von Führung diskutiert werden, auch Übungen sind vorgesehen. Die Teilnehmer/innen sollen in die Lage versetzt werden, ihren eigenen Führungsstil zu reflektieren und eventuell bewusst zu verändern. LEITFRAGEN DER VERANSTALTUNG: Braucht ein Unternehmen einen einheitlichen Führungsstil? Wie kommuniziert man als Führungskraft am effektivsten mit den Mitarbeitern? Wie lassen sich Konflikte vermeiden? Wie verhalte ich mich im Konfliktfall; wie möchte ich mich verhalten? Welche Führungsinstrumente stehen zur Verfügung? Wie können Assessment Center als Führungsinstrument eingesetzt werden? INFORMATIONS-BOX Modul IV: Führung und Kommunikation Termin: Ort: Hochschule Osnabrück Institut für Duale Studiengänge und Berufsakademie Emsland in Lingen Dozententeam: Dipl.-Volkswirtin Angelika Mayer, Dipl. Theaterpäd. Eva Renvert Gesprächsführungstechniken Konfliktmanagement Betreuung und Durchführung von Assessment-Centern

5 MODUL III: PERSONALMARKETING Jedes Unternehmen versucht, gute Mitarbeiter finde und sie möglichst lange zu behalten. Trotzdem muss es sie vielleicht irgendwann freisetzen. Diese Vorgänge haben, abgesehen von rechtlichen Aspekten (siehe Modul 1), auch Auswirkungen darauf, wie sich Mitarbeiter im Unternehmen fühlen, wie lange sie dort bleiben und wie sie gegenüber Dritten über ihr Unternehmen sprechen. Es wird diskutiert, welche Möglichkeiten der Beeinflussung Unternehmen hier haben. Die Innen- und Außenwirkung des Personalbereichs, aber auch der Fachabteilungen bei der Ausführung ihrer personalwirtschaftlichen Aufgaben sollen deutlich werden. LEITFRAGEN DER VERANSTALTUNG: Was muss ein Unternehmen tun, um einen guten Ruf als Arbeitgeber zu bekommen? Wie bekommen wir Bewerbungen von guten Kräften? Wie können aus vielen Bewerbern die geeignetsten ausgewählt werden? Wie erreicht man eine dauerhafte Bindung guter Mitarbeiter ans Unternehmen? Welche Möglichkeiten gibt es zur Verringerung der Belegschaft? In welchen Fällen empfiehlt sich ein Outplacement? INFORMATIONS-BOX Modul VI: Personalmarketing Termin: Ort: Hochschule Osnabrück Institut für Duale Studiengänge und Berufsakademie Emsland in Lingen Dozent: Dipl. Volkswirtin Angelika Mayer Personalbeschaffung Personalbindung Personalfreisetzung

6 MODUL IV: ARBEITSRECHT Das Modul soll den Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen Überblick über die wichtigsten Grundsätze des Arbeitsrechts vermitteln, soweit sie nicht direkt mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses einhergehen (siehe dazu 6. Modul). Sie sollen die wichtigsten Rechtsquellen des Arbeitsrechts kennen lernen und in ihrer Wertigkeit beurteilen können. Außerdem sollen sie anhand von vielen Fallbeispielen aus der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und der Landesarbeitsgerichte lernen, mit praktischen Fällen aus dem Bereich des Arbeitsrechts umzugehen und diese praktischen und zugleich rechtlich vertretbaren Lösungen zuzuführen. Die Teilnehmer/innen werden zunächst den Gegenstand des Arbeitsrechts kennen und die Arbeitsverhältnisse von ähnlichen Formen der Beschäftigung abgrenzen lernen. Außerdem wird ihnen bei dieser Gelegenheit vermittelt, welche sozialversicherungsrechtlichen Besonderheiten bei Arbeitsverträgen bestehen und wie sich Probleme in diesem Zusammenhang vermeiden lassen. Anschließend werden die besonderen Formen von Arbeitsverhältnissen behandelt, wie sie gerade in den letzten Jahren besonders an Bedeutung gewonnen haben. Zu denken ist insofern an die klassischen Modelle des befristeten und des Teilzeitarbeitsverhältnisses, aber auch an Leiharbeitsverhältnisse und Arbeitsverhältnisse. Den zentralen Teil des Moduls bildet der Abschnitt über den Arbeitsvertrag. Eingegangen wird sowohl auf die Begründung des Arbeitsvertrages und dort schwerpunktartig auch auf die Anforderungen, welche aus dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz erwachsen -, auf die Rechte und Pflichten des Arbeitnehmers, die sich aus dem Arbeitsvertrag als Haupt- und Nebenpflichten ergeben und natürlich auch auf das Direktionsrecht des Arbeitgebers und seine Einschränkungen durch gesetzliche Bestimmungen und den Gleichbehandlungsgrundsatz. Eingegangen wird auf die Haftung von Arbeitnehmern, die ihren Arbeitgebern Schäden zufügen, ebenso wie auf die Haftung des Arbeitgebers gegenüber seinen Arbeitnehmern bei ihrer Schädigung bei betrieblichem Tätigwerden. Auch insoweit werden wiederum die sozialrechtlichen Aspekte mit behandelt. Ergänzt werden diese Ausführungen durch eine Einführung in das Recht der betrieblichen Mitbestimmung, bei der die Möglichkeiten und Grenzen einer Einflussnahme des Betriebsrats erörtert werden. Information, Anhörung, Zustimmung was muss der Arbeitgeber in welchem Fall tun? Arbeitsweise des Moduls ist eine themenbezogene Diskussion mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen, nicht nur eine Vortragsveranstaltung. Dazu werden auch die Teilnehmer/innen aufgefordert, aus ihrer beruflichen Praxis Beispiele beizutragen und den eigenen Lösungsansatz gegenüber den übrigen Programmmitgliedern zu diskutieren.

7 INFORMATIONS-BOX Modul I: Arbeitsrecht Termin: Ort: Hochschule Osnabrück Institut für Duale Studiengänge und Berufsakademie Emsland in Lingen Dozent: Dr. Rainer Kemper Rechtsquellen des Arbeitsrechts und ihre Hierarchie Arbeitsverhältnis und Sozialversicherungspflicht Der Arbeitsvertrag und seine Besonderheiten Arbeitsentgelt und Arbeitsbedingungen im Arbeitsvertrag und Tarifrecht Teilzeit- und befristete Arbeitsverhältnisse Gleichbehandlungsgrundsatz und Diskriminierungsverbot Grundzüge der betrieblichen Mitbestimmung, durch den Betriebsrat

8 MODUL V: VERGÜTUNGSSYSTEME Entgelte sind sowohl für Arbeitnehmer/innen als auch für Arbeitgeber wichtige Daten des Arbeitsverhältnisses: aus Sicht des Arbeitnehmers stellt das Entgelt häufig die Einkommensquelle für den Lebensunterhalt, aus Sicht des Arbeitgebers hingegen einen Kostenfaktor dar. Zwischen den unterschiedlichen Interessenlagen muss ständig nach gangbaren Kompromissen gesucht werden. Dabei geht es nicht nur um die absolute Entgelthöhe, sondern auch um eine nachvollziehbare Entgeltstruktur, die den Mitarbeitern das Gefühl vermittelt, "gerecht" entlohnt zu werden. LEITFRAGEN DER VERANSTALTUNG: Wie kann eine Beziehung zwischen Leistung und Vergütung hergestellt werden? Können Mitarbeiter/innen mit Hilfe von Vergütungssystemen an das Unternehmen gebunden werden? Wie werden die richtigen Anreize gesetzt? Welche Vergütungsbestandteile gibt es außer dem reinen Bruttoentgelt? Wie erreicht man eine nachvollziehbare Entgeltstruktur im Unternehmen? INFORMATIONS-BOX Modul III: Vergütungssysteme Termin: Ort: Hochschule Osnabrück Institut für Duale Studiengänge und Berufsakademie Emsland in Lingen Dozentin: Dipl.-Volkswirtin Angelika Mayer Erfolgsbezogenes Entgelt Erfolgsbeteiligungssysteme Leistungsbezogenes Entgelt Anreizsysteme

9 MODUL VI: PERSONALENTWICKLUNG UND -CONTROLLING PERSONALENTWICKLUNG Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des sich abzeichnenden Fach- und Führungskräftemangels gilt es auf Basis der erarbeiteten Kennzahlen und der Ergebnisse von Beurteilungen, die Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen systematisch zu planen und umzusetzen. Ziel des Moduls ist es, die Grundstruktur eines unternehmensinternen Talentmanagements zu konzeptionieren. Hierzu gehören die Identifikation von Leistungsträgern und Nachwuchskräften und der Aufbau eines mit den jeweiligen Bedarfen abgestimmten Personalentwicklungsprogramms mit externen und internen Qualifizierungsbausteinen. Die Teilnehmer lernen zudem Laufbahnmodelle kennen, die dazu beitragen, Talente wertschöpfend an das Unternehmen zu binden. PERSONALCONTROLLING Das Personalcontrolling erstreckt sich auf das Controlling der Personalarbeit und des Personals. Das Ziel liegt daher in der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, damit verbundener Ergebnisverbesserungen, der Beschäftigungssicherung und Motivation der Mitarbeiter/innen. Unter diesem Aspekt stehen in diesem Modul die Koordination und Integration der Personalplanung, die Information über personalwirtschaftliche Sachverhalte durch Kennzahlen und die Unterstützung des Managements bei strategischen und operativen personalwirtschaftlichen Maßnahmen im Mittelpunkt des Interesses. Die Teilnehmer/innen erwerben Kenntnisse über die Analyse und Planung der Personalkosten sowie deren Integration in die allgemeine Unternehmensplanung. Sie erhalten grundlegende Informationen über die Bildung und Analyse von Personalkennzahlen. Weitere Themen sind die Balanced Scorecard sowie die quantitative Fundierung personalwirtschaftlicher Entscheidungsprozesse. INFORMATIONS-BOX Modul V: Personalentwicklung und -controlling Termin: Ort: Hochschule Osnabrück Institut für Duale Studiengänge und Berufsakademie Emsland in Lingen Dozententeam: Dr. Axel Schwellnuß, Jutta Bloem (M.O.P.), Katrin Dinkelborg (B.A.) Aufgabenspektrum des Personalcontrollings Kennziffern im Personalbereich Personalinformationssysteme Erkennung von Potenziale Entwicklung von Kompetenzen Mitarbeiterbindung

10 PRÜFUNGSLEISTUNGEN Im Rahmen der Teilnahme an dem einjährigen Personalmanagement-Leadershipprogramm kann entweder eine Teilnahmebescheinigung oder ein Zertifikat der Hochschule Osnabrück und Berufsakademie Emsland erworben werden. Eine Teilnahmebescheinigung (pro Modul) erhält jede/r Teilnehmer/in am Ende des Seminars. Der Zertifikatserwerb ist an folgende Prüfungsleistungen geknüpft: Am Ende des ersten und zweiten Semesters wird eine 90-minütige Klausur geschrieben. Die Klausur deckt dabei die Inhalte der einzelnen Module des Semesters anteilsmäßig ab. In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, anstatt der beiden 90-minütigen Klausuren am Ende des zweiten Semesters eine 180-minütige Klausur zu schreiben. Zum Ende des ersten Semesters ist ein Praxistransferprojekt (PTP) zu erstellen, das eine betriebliche Problemstellung aus dem beruflichen Umfeld des Teilnehmers / der Teilnehmerin aufgreift. Das Ziel des Praxistransferprojektes ist es, den Theorie-Praxis- Transfer auf wissenschaftlicher Grundlage (Analyse, Reflektion, Synthese) zu erstellen. Das Praxistransferprojekt muss fristgerecht abgegeben werden, um den / die Teilnehmer/in zur zweiten schriftlichen Prüfung zulassen zu können. MODULABFOLGE 1.SEMESTER 2.SEMESTER Arbeitsrecht Mitarbeiterbeurteilungen Führung und Kommunikation Vergütungssysteme Personalentwicklung und - controlling Personalmarketing

Dauer: Minimaldauer 1 Semester. Modulnummer: BPER. Semester: -- Modultyp: Pflicht. Regulär angeboten im: WS, SS. Workload: 150 h ECTS Punkte: 5

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