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1 Ausgabe Flensburg November zwischen Nord- und Ostsee Schwerpunktthema Energiemärkte IHK Schleswig- Holstein Konjunkturumfrage Standortpolitik Mediatage Nord Tourismustag Schleswig- Holstein Recht und Fair Play Rechnungslegung digital

2 Report Umweltminister Gabriel (Mi.) lässt sich die neueste Technik erklären. HUSUMwind 2007 mit Besucherrekord Am Ende waren es Besucher aus etwa 40 Nationen, die die HUSUM wind 2007 zu einem Riesenerfolg für die Aussteller und den Veranstalter werden ließen. Über 30 teilweise hochrangig besetzte Delegationen aus China, Korea, Frankreich, Österreich, Schweiz, Dänemark, Schweden, Ungarn, USA, Kanada usw. besuchten die internationale Leitmesse der Windenergie. Gute Geschäfte waren in Husum auf der Tagesordnung. Viele verließen die Messe mit dem Hinweis, dass sie auch 2008 auf der HUSUM WindEnergy mit eigenen Ständen vertreten sein wollen. Die Folge: Das nächstjährige Event wird noch internationaler. Hanno Fecke, Geschäftsführer der Messe Husum, zeigte sich höchst zufrieden mit der 10. Auflage der Windenergie-Messe mit Geschäftsführer Hanno Fecke freut sich über den Erfolg seiner Messe. 640 Ausstellern aus 30 Ländern. 20 Prozent mehr Aussteller und 30 Prozent mehr Besucher, davon mehr als 90 Prozent Fachbesucher, belegen einmal mehr die Bedeutung des Messeplatzes Husum für die Branche, freute sich der Messe-Chef. Mehr als 27 Prozent der Besucher kämen aus dem Ausland: über 70 Prozent aus dem europäischen Ausland, acht Prozent aus China, zwölf Prozent aus den USA. Aufgrund der Partnerschaft mit Hamburg und Hannover erwartet Fecke zudem, dass der Aufwärtstrend der weltweit größten Messe der Windindustrie anhalten wird. Mit den Messegesellschaften Hannover und Hamburg haben wir zwei Partner im Boot, mit deren Unterstützung wir den Bekanntheitsgrad und die Bedeutung unserer Messe, die alle zwei Jahre im September stattfindet, signifikant steigern können. Die künftig einzige internationale Fachmesse für die Windbranche in Deutschland wird in Kooperation der Messe Husum und der Hamburg Messe in geraden Jahren unter dem Namen HUSUM WindEnergy stattfinden. In den ungeraden Jahren wird die HANNOVER MESSE ab 2009 den Bereich Energy um eine eigene Fachmesse Wind erweitern. Wir haben quasi 2008 nicht nur im Kalender ein Schaltjahr, sondern auch in der Messeabfolge. Die HUSUM WindEnergy wird erstmals vom Besucher aus 40 Nationen waren in diesem Jahr auf der HusumWind. bis 13. September 2008 gemeinsam mit der Hamburg Messe veranstaltet, kündigte Fecke die nächste Windmesse in Husum an. Die HUSUMwind habe gezeigt, dass Klimaschutz und Windenergie untrennbar seien, sagte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie BWE. Die Windenergie ist die weltweit größte Ressource, die die Nachhaltigkeit der Wirtschaft und das Überleben der Menschheit sichert. Es ist also nur folgerichtig, dass die Messe dynamisch wächst. Sorgen bereite ihm lediglich der deutsche Markt, der an dieser Entwicklung derzeit nicht mehr teilnehme. Eine Anpassung der Rahmenbedingungen ist dringend erforderlich. nie Fotos: Birresborn zwischen Nord- und Ostsee R 1

3 Report Menschen informierten sich über Karriere-Chancen in der Wind-Branche. Erfolgreiche Jobmesse windcareer Foto: Birresborn Windenergie: Neue Fortbildung in der Produktion Der Bedarf an engagierten Arbeitskräften in der Windindustrie ist ungebrochen. Gesucht werden neben Ingenieuren verstärkt auch fachkundige Mitarbeiter in der Produktion. Das Bildungszentrum für Erneuerbare Energien (BZEE) bietet darum jetzt in Kooperation mit dem Berufsfortbildungswerk (bfw) einen auf zwölf Wochen angelegten Lehrgang unter dem Titel Produktionskraft Windenergie an. Das Fortbildungsangebot wurde von Windkraftanlagen-Herstellern in Norddeutschland angeregt und ist entsprechend passgenau auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Es richtet sich an Arbeitssuchende mit handwerklichen oder gewerblich-technischen Vorkenntnissen; eine abgeschlossene Ausbildung ist nicht unbedingt erforderlich. Auch ältere Interessenten über 50 Jahre sollten sich angesprochen fühlen; wichtig ist allerdings die Bereitschaft zu regionaler und eventuell auch überregionaler Mobilität. In den vergangenen 15 Jahren ist die Windenergiebranche zu einem wichtigen Jobmotor in Deutschland geworden. Diese Entwicklung ist noch längst nicht zu Ende. Insbesondere durch den boomenden Anlagenexport, aber auch durch die Offshore- Entwicklung wird der Personalbedarf weiter steigen. Für die Unternehmen bedeutet dies, dass es immer schwieriger wird, genügend qualifizierte Bewerber zu finden, sagte Klaus Markmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg. Daher hat die IHK Flensburg die windcareer im Rahmen der HUSUMwind unterstützt. Die Jobmesse bot eine besondere Gelegenheit, sich über gesuchte Qualifikationen der Branche zu informieren sowie Arbeitgeber und Arbeitnehmer im professionellen Rahmen zusammenzuführen. Mehr als Besucher, zumeist Arbeitsund Ausbildungsplatzsuchende, kamen zur Jobmesse und sprengten fast den Rahmen der Räumlichkeiten. Rund 30 Aussteller große Windenergieunternehmen, diverse Ausbildungsinstitutionen und etliche Personaldienstleister standen für Gespräche zur Verfügung. Im Vortragsraum der windcareer verfolgten mehr als 120 Interessierte Vorträge zum Thema Qualifizierung in der Windenergiebranche von der Ausbildung bis zum Hochschulstudium. Dieses Programm wurde von Präsentationen der Personalverantwortlichen diverser Unternehmen sinnvoll ergänzt. Im kommenden Jahr bei der nächsten Jobmesse windcareer werden wir mit doppelt so vielen Mitarbeitern aus unserer Personalabteilung antreten, sagte Susanne Geng von Vestas Central Europe aus Husum, deren Informationsstand wie alle anderen Jobmessenstände immer dicht umlagert war. Das ist ein riesiger Erfolg und genau das, was die händeringend nach Mitarbeitern suchende Windbranche jetzt benötigt. Große Gratulation für diese Konzeption und die Organisation der windcareer an das Jobmesseteam der HUSUMwind, äußerte sich Volker Köhne vom Germanischen Lloyd begeistert. Mehr als 300 offene Stellen hatten uns die Unternehmen der Windbranche gemeldet und als Stellenangebote auf den HUSUM wind Internetseiten veröffentlicht. Das zeigt den riesigen Personalbedarf. Die Jobmesse windcareer im Rahmen der HUSUM Wind Energy 2008 wird parallel zur Windmesse ebenso schnell wachsen, bestätigte Hanno Fecke, Geschäftsführer der Husumer Messe. nie Foto: Repower Systems AG Dringend Ingenieure gesucht! Zu den Inhalten des insgesamt 480 Unterrichtsstunden umfassenden Vollzeit-Lehrgangs zählen unter anderem die Grundlagen der Windenergietechnik, Metall- und Elektrotechnik, Basiskenntnisse in Lager und Logistik sowie EDV-Anwendung. Qualitätsmanagement sowie Projekt- und Gruppenarbeit sind weitere Stichworte. Die Teilnehmer erwerben den Gabelstaplerführerschein, haben die Möglichkeit für ein Praktikum in einem Unternehmen der Windbranche und werden bei der aktiven Stellensuche begleitet. Unterrichtsstandort ist Husum, Starttermin der 12. November. Die Maßnahme ist zertifiziert und eine Förderung durch die Agentur für Arbeit möglich. red R 2 zwischen Nord- und Ostsee 11 07

4 Die Kinder sind groß geworden Report 32 Windräder mit einer Leistung von zehn bis 25 Kilowatt beherbergte der Windpark Westküste im Kaiser-Wilhelm-Koog bei seiner Geburt Zusammen brachten sie es auf eine Spitzenleistung von einem Megawatt. Heute, 20 Jahre später, stehen im Windpark Westküste nur noch sieben Rotoren. Doch dank des technischen Fortschritts produzieren die inzwischen eine Gesamtanschlussleistung von Kilowatt genug für Haushalte. Trotz der aus heutiger Sicht bescheidenen Energiegewinnung, waren die Windanlagen im Kaiser-Wilhelm-Koog Grundlage der heutigen Technik in der Windenergie. Viele Forschungsprogramme und Studienarbeiten begleiteten den Auf- und Ausbau des Windparks und unterstrichen so den Forschungscharakter des Gesamtprojekts. Eine ganze Branche profitiert bis heute von dem Know-how, das hier gewonnen wurde. Wir konnten und können mit unserem Engagement für den Windenergiepark Westküste ein gutes Stück Pionierarbeit für die Entwicklung der Windenergie leisten, sagte Alles hat mal klein angefangen: Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Hans-Jakob Tiessen, Vorstandsvorsitzender von E.On Hanse, beim 20-jährigen Jubiläum des Windenergieparks Westküste. Hans-Jakob Tiessen, Vorstandsvorsitzender der E.ON Hanse AG, dem größten Anteilseigner des Windparks. Der nächste Schritt bei der Entwicklung der Windenergie seien Offshore-Windenergieparks, da hier die Winde stärker und stetiger wehen und somit mehr Energie erzeugt werden könne. Im Bereich der Offshore-Windparks gilt es, in Forschung zu investieren, insbesondere um Errichtungskosten zu senken, Betriebsausfälle zu vermeiden und um einen effizienten Transport der auf hoher See gewonnenen Energie zu gewährleisten. Deshalb engagiert sich E.ON zum Beispiel bei der Errichtung des weltweit größten Offshore-Windenergieparks, `Borkum 2, rund 40 Kilometer vor der ostfriesischen Küste, so Tiessen weiter. Die E.ON Hanse AG ist mit 80 Prozent an der Windenergiepark Westküste GmbH beteiligt, die Vattenfall Europe AG hält die restlichen Anteile. Die Anlagen des Windparks gaben im vergangenen Jahr etwa 13,6 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie ins Netz von E.ON Hanse ab. Für 2008 ist ein Austausch von fünf Windkaftanlagen aus dem Jahr 1993 gegen zwei leistungsstarke Anlagen der neuesten Generation vorgesehen. Bürgerbeteiligung beim Ausbau der erneuerbaren Energien stärken Energieexperten aus sieben europäischen Ländern haben sich in der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein in Sankelmark getroffen, um über die notwendigen Rahmenbedingungen für eine starke Bürgerbeteiligung am Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa zu diskutieren. Ziel der Tagung war es, aus Erfolgen zu lernen und europaweit Initiativen vorzubereiten, die die Bedingungen für eine derartige Bürgerbeteiligung verbessern. Das EU-Projekt wurde von der Investitionsbank Schleswig-Holstein und dem Euro Info Centre in Kooperation mit der Universität Flensburg und dem Kompetenzzentrum Windenergie CeWind initiiert. Mit immer größeren Anlagen und höheren Investitionskosten werden die Konzepte zur Bürgerbeteiligung zunehmend komplexer. Im Vordergrund der Konferenz standen daher Fragen der Finanzierung, der Genehmigungsverfahren und der Netzeinspeisung. In vielen Ländern, insbesondere in Osteuropa, behindern langwierige Genehmigungsverfahren, mangelndes Eigenkapital und Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe die Investition von Bürgern und Dorfgemeinschaften in erneuerbare Energie. Hohe Kosten der Anbindung an die in ländlichen Regionen häufig schwach ausgebauten elektrischen Netze stellen eine weitere Hürde dar. Kleinere Windparks mit Bürgerbeteiligung sind hiervon stärker betroffen als große kommerzielle Windparks. Dazu erklärt Dr. Klaus Rave, Mitglied des Vorstandes der Investitionsbank und Vizepräsident der Europäischen Windenergie Vereinigung EWEA: Mit unseren Finanzierungspartnern konnten wir feststellen, dass Bürgerwindparks Impulsgeber für Wachstum in den ländlichen Räumen sind und auch einen Beitrag zur Sicherstellung einer ortsnahen Kreditversorgung leisten. Das ist auch eine Chance für andere Regionen in Europa. In Schleswig-Holstein sorgen zahlreiche Bürgerwindparks, aber auch Bürgersolaranlagen und Gemeinschaftsbiogasanlagen in ländlichen Gemeinden für zusätzliches Einkommen, Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze. Nur in wenigen europäischen Ländern profitieren die Bürger so stark von erneuerbaren Energien wie in Schleswig-Holstein. Dies trägt zu der hohen Akzeptanz bei, die die erneuerbaren Energien hier genießen. Ohne die Bürger geht nur wenig und gegen sie geht in der Windenergie praktisch nichts! Die Nutzung der Windenergie mit Bürgerbeteiligung ist eines der besten wirtschaftlichen Strukturprogramme, die man sich für ländliche Regionen vorstellen kann, erläutert Olav Hohmeyer, Professor für Energiewirtschaft an der Universität Flensburg. nie zwischen Nord- und Ostsee R 3

5 Report Biomassekraftwerke erzeugen nicht nur CO2-neutral Strom, sie setzen auch thermische Energie, also Wärme frei. Ein Problem bei der Nutzung dieser Wärmeenergie ist, dass zumindest Privathaushalte nicht das ganze Jahr über heizen und in den Sommermonaten die Wärmeenergie nicht abgenommen wird. Die Energie verpufft. Außerdem kann die Wärmeenergie nur über begrenzte Strecken innerhalb des Fernwärmenetzes transportiert werden. Besonders bei Biomassekraftwerken, die auf dem Land ohne viele Abnehmer in der Nähe stehen, stellt dies einen Nachteil dar. Die NaturEnergieKonzept GmbH (NEK) mit Sitz in Steinfeld im Kreis Schleswig- Flensburg plant nun, diese beiden Probleme bei einer neuen Biogasanlage in Kappeln auf einen Schlag zu lösen. Wir wollen einen neuen Weg gehen. Mit unserer neuen Anlage wollen wir dahin, wo ein großer Abnehmer ist, der die Wärme das ganze Jahr über gebrauchen kann. Damit streben wir eine möglichst vollständige Energienutzung an, so Sönke Martensen von der NEK. Gefunden hat das Unternehmen diesen Abnehmer in der Cremilk GmbH in Kappeln. Wir sind nun einmal ein energieintensives Unternehmen, unsere Produkte kann Das Cremilk- Werk in Kappeln Keine Energieverschwendung in Kappeln In Kappeln soll ein Biomassekraftwerk entstehen, das es auf bislang nicht erreichte Art und Weise versteht, die in ihm gewonnene Energie über Kraft-Wärme-Kopplung ganzheitlich zu nutzen. Grundlage ist die Kooperation zweier regionaler Unternehmen, die sich in Angebot und Nachfrage ideal ergänzen. Wenn alles gut läuft, kann in einem Jahr mit der Energiegewinnung begonnen werden das Genehmigungsverfahren läuft bereits. man ohne großen Energieeinsatz nicht herstellen. Und wir brauchen die Wärme 365 Tage im Jahr, erklärt Jens Ramsl, Geschäftsführer des Lebensmittelproduzenten von der Schlei. Umso mehr freut es ihn, dass nun die Aussicht besteht, rund ein Viertel des Energiebedarfs klimaneutral über eine neue Biogasanlage aus der Nachbarschaft zu beziehen. Ramsl und Martensen betonen unisono, dass es eine Kooperation dieser Größenordnung bei einem Biomassekraftwerk in Norddeutschland noch nicht gäbe. Der Grad der Energienutzung könne daher bei der geplanten Anlage deutlich höher liegen als bei bestehenden. Zwischen der NEK und der Cremilk ist die Kooperation bereits beschlossene Sache, doch noch ist das Biomassekraftwerk nicht gebaut. Neben dem Genehmigungsverfahren hängt das Projekt aber auch davon ab, genügend Landwirte mit ins Boot zu holen. Wenn wir der Cremilk ein Viertel ihres Energiebedarfs liefern wollen, benötigen wir eine Fläche von 600 Hektar. Hier sind natürlich noch einige Gespräche und etwas Überzeugungsarbeit von Nöten, sagt Martensen. In jedem Fall sehe er die Erfolgschancen des Projekts aber sehr optimistisch. he Alte Reaktoren müssen nicht unsicher sein Im Industriekomplex von Brunsbüttel gehört das Kernkraftwerk schon seit Jahrzehnten zum gewohnten Bild: Der wegen seines äußeren Erscheinungsbilddes schwarzer Meiler genannte Reaktor verdankt seine Existenz der Idee, durch Bereitstellung billiger Energie die Attraktivität der Region zur Ansiedlung von Industrieunternehmen zu steigern. Rund sechs Jahre hatte die Bauzeit betragen, als das mittlerweile älteste Kraftwerk in Schleswig-Holstein am 23. Juni 1976 erstmals in die kontrollierte Kettenreaktion einstieg. Am 9. Februar 1977 begann schließlich die kommerzielle Stromerzeugung. Das Kraftwerk wurde als Siedewasserreaktor errichtet. Wenn der Meiler läuft, produziert er sechs Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr bei einer Leistung zwischen 771 und 806 Megawatt. Das sind umgerechnet 20 Prozent der in Schleswig-Holstein überhaupt erzeugten Strommenge. Die Eigentümer des Meilers wechselten, die politischen Probleme jedoch blieben. Heute hält Vattenfall Europe Nuclear Energy 66,6 Prozent des Brunsbütteler Kraftwerks, E.ON Kernkraft die übrigen 33,3 Prozent. Mehrfach wurde der Meiler auf Druck Kieler Landesregierungen vom Netz genommen. 300 Arbeitsplätze sind fest mit dem Kraftwerk verbunden. Steht die Revision in dem AKW an, kommen zeitweise schnell mehrere hundert Jobs hinzu. Zurzeit steht der Reaktor still. Ursache ist eine Schnellabschaltung am 28. Juni nach einem Kurzschluss in einer Schaltanlage, der als Ereignis mit keiner oder geringer sicherheitstechnischer Bedeutung wurde. Eine Experten-Kommission, die vom Betreiber Vattenfall eingesetzt wurde, untersucht den Vorfall, der mit einer weiteren Schnellabschaltung im Kernkraftwerk Krümmel bei Geesthacht zusammenfiel. Der Stillstand der beiden Kraftwerke kostet den Betreiber täglich eine Million Euro. Nach dem von der rot-grünen Bundesregierung im Jahr 2000 durchgesetzten Atomkonsens ist für den schwarzen Meiler die endgültige Abschaltung für Februar 2009 vorgesehen. Dieses Datum wird von Vattenfall inzwischen in Frage gestellt. So hat Konzern-Chef Hans-Jürgen Cramer vor einigen Wochen angekündigt, die Laufzeit verlängern lassen zu wollen. Möglicherweise werden wir das juristisch ausfechten müssen, wird Cramer zitiert. har R 4 zwischen Nord- und Ostsee 11 07

6 Heißer Tipp: Immer mehrere Eisen im Feuer haben Samstagmorgen, kurz vor zehn: Während einige Altersgenossen noch im Bett liegen oder sich gerade unter die Dusche gequält haben, ist Ole Harries bereits mit seiner Mutter von Schleswig nach Flensburg gefahren, um sich über seine beruflichen Möglichkeiten zu informieren. Das IHK-JOBsearching bietet dort Schülern, Eltern und Lehrern ein Rundum- Paket zur Berufsinformation an. Welche Berufe gibt es? Welche Unternehmen bilden diese Berufe aus? Wie schreibe ich eine gute Bewerbungsmappe und wie verhalte ich mich dann in einem Bewerbungsgespräch? Viele Fragen, die Schüler und ihre Eltern in den letzten Schuljahren umtreiben, beantwortet die IHK-JOBsearching. Bewusst richtet sie sich dabei an die besonders motivierten Schüler, die auch bereit sind, einen Samstagvormittag in ihre Zukunft zu investieren. So, wie Ole Harries eben. Als Zehntklässler einer Realschule entspricht er genau der Zielgruppe des JOBsearching. Ich habe meine Bewerbungsmappen mitgebracht, mal schauen, was die hier dazu sagen, sagte der 15-jährige. Die, das waren in diesem Fall die Flensburger Wirtschaftsjunioren. Die Jungunternehmer haben sich bereit erklärt, beim JOBsearching die Bewerbungsmappen durchzusehen und den Nachwuchskräften hilfreiche Tipps mit auf den Weg zu geben. Mit Oles Mappe war Wirtschaftsjunior Timo Saarup von der Hypovereinsbank in Flensburg dann auch sehr zufrieden. Aber Verbesserungsmöglichkeiten gibt s natürlich immer. Der Betreff sollte gefettet und der Lebenslauf noch einmal extra unterschrieben werden, riet er dem Schüler. Auch sollte er noch einmal beim HWH Baustoffhandel in Schleswig nachfragen, ob er nicht eine schriftliche Bestätigung für das dort geleistete Praktikum haben Ole Harries (Mi.) erfährt von IHK-Ausbildungsberaterin Renate Schürkes (re.) Alternativen zu seinem Traumjob. könne. Praktika sind Unternehmen heutzutage enorm wichtig, denn sie zeigen, dass sich die Jugendlichen schon vor Beginn der Ausbildung mit ihrem Beruf beschäftigt haben. Mit so einer Bewerbungsmappe und mit dem Praktikum habe er aber sicher Chancen auf seinen Traumberuf, dem des Großhandelskaufmanns, machte Saarup Mut. Und trotzdem schlug er vor, sich auf der JOBsearching auch über verwandte Berufe zu informieren, denn: Man sollte immer mehrere Eisen im Feuer haben. Gesagt, getan. Harries informierte sich an diesem Samstag noch über den Beruf des Lagerfachwirts. Auch das klingt interessant, weil ich kaufmännisch tätig sein, aber nicht ausschließlich im Büro arbeiten möchte, freute sich Harries nach dem Gespräch mit den IHK-Berufsberatern. Neben diesen Einzelgesprächen mit Experten zeigte die JOBsearching den Besuchern verschiedene Berufsfilme, ließ Personalchefs aus der Region erklären, was sie von neuen Auszubildenden erwarten und veranstaltete Rollenspiele zum Verhalten in Bewerbungsgesprächen. Auszubildende der IHK bauten hier verschiedene Fehler ein, die die anwesenden Schüler entdecken mussten. Und natürlich wussten die meisten sofort, dass man dem Gesprächspartner bei der Begrüßung die Hand gibt und Neumünster Verkauf Produktion/ Werkstatt mit Verwaltung ca. 195 m² Büro ca. 890 m² Halle m² Grundstück Report während des Gespräches nicht Kaugummi kauen sollte. So kriegt die ja nie einen Job, war das zutreffende Fazit des 16-jährigen Henrik Martens aus Flensburg nach dem Rollenspiel. Aber viele Schüler aus Flensburg und Umgebung wissen nach diesem Vormittag, wie man es besser macht. Dennis Heinert Neumünster Verkauf Produktionshalle mit Büroräumen ca. 300 m² Büro-/Sozialräume ca m² Produktion m² Grundstück Weitere Angebote auch im Internet unter: Krogredder Neumünster Tel / Fax / zwischen Nord- und Ostsee R 5

7 IHK Report Flensburg IHK Flensburg aktiv aktiv IHK Flensburg ehrt die besten Auszubildenden Die geehrten Auszubildenden können voller Zuversicht in ihre berufliche Zukunft blicken. Foto: Staudt Von Lampenfieber keine Spur? Wenn doch, haben sich die Prüfungsbesten der diesjährigen Sommerprüfungen zumindest nicht davon aus dem Konzept bringen lassen und erzielten herausragende Ergebnisse bei ihren Abschlussprüfungen. Für diese Leistungen hat die IHK Flensburg die 64 erfolgreichsten kaufmännischen und gewerblich-technischen Auszubildenden geehrt. Insgesamt hatten sich 1608 Auszubildende in 33 Berufen für die Prüfungen angemeldet. IHK-Präsident Walter Braasch freute sich in seiner Festrede mit den Geehrten, die durch vorbildlichen Einsatz, durch Fleiß, Energie und mit dem festen Willen zur Leistung herausragende Prüfungsergebnisse erzielt hätten. Braasch gratulierte den Auszubildenden und ermunterte sie auch in Zukunft an ihren Fähigkeiten und Kenntnissen zu arbeiten. Braasch bedankte sich darüber hinaus bei den Unternehmen und Ausbildungsverantwortlichen, die in den letzten Jahren einen konstanten Zuwachs an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen vorweisen können. Gegenüber dem sehr hohen Vorjahrsniveau haben wir noch einmal eine Steigerung von über acht Prozent bei den eingetragenen Verträgen erreicht, sagte der Präsident der IHK Flensburg. Niemand, der sich nur ein bisschen bemühte, müsse auf der Straße bleiben, erneuerte Braasch das Versprechen. Auch Oberstudiendirektor Bernd Börensen, Schulleiter der Städtischen Handelslehranstalt Flensburg, lobte die Absolventen für ihre Leistungen, die dafür auch Grund zum Feiern hätten. Mit Ihrem Kaufmannsgehilfenbrief oder Ihrem Facharbeiterbrief halten Sie ein Wertpapier in der Hand, dessen Wert Sie selbst gestalten können. Eine Wertsteigerung erfährt es mit Sicherheit nicht, wenn Sie auf dem jetzigen geistigen und beruflichen Besitzstand stehen bleiben. Der Wert könne aber durch eine weitere Kompetenzentwicklung gesteigert werden, so Börensen weiter. An die Besten aus dem Kreis der Prüfungsbesten vergab der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg, Klaus Markmann, zwölf Stipendien des Förderprogramms Begabtenförderung Berufliche Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die neun Frauen und drei Männer können mit diesem Stipendium in den nächsten drei Jahren berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen mit jeweils insgesamt Euro finanzieren. Wir als IHK-Organisation sehen daher die Begabtenförderung Berufliche Bildung als eine Art regionale Wirtschaftsförderung an, um leistungsfähige junge Menschen in unserer Region zu halten und für die Wirtschaft qualifizierte Fachkräfte gezielt zu fördern, sagte Markmann. Eines dieser Stipendien hat sich die Bankkauffrau Agnes Checinski gesichert. Sie absolvierte Ihre Lehre bei der Nord-Ostsee Sparkasse in Schleswig und blickte stellvertretend für alle Absolventen auf ihre Ausbildungszeit zurück: Die letzten drei Jahre waren aufregend, turbulent, anspruchsvoll, interessant, anstrengend und anspornend. Das volle Leben! Sämtliche Ängste und Befürchtungen, die sie vor der Ausbildung gehabt hätte, seien bereits in den ersten Monaten bei der Nord-Ostsee Sparkasse widerlegt worden, erzählte Checinski weiterhin. he R 6 zwischen Nord- und Ostsee 11 07

8 Prüfungsbeste Stadt Flensburg / Kreis Schleswig-Flensburg Pernille Albert, Kauffrau im Einzelhandel, Parfümerie Douglas GmbH & Co. KG, Flensburg Jan Hendrik Blum, Kaufmann im Einzelhandel, Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte AG, Flensburg Melek Böhnke, Bürokauffrau, Jesse + Partner GmbH, Schleswig Agnes Checinski, Bankkauffrau, Nord- Ostsee Sparkasse, Schleswig Nadja Davidsen, Kauffrau im Einzelhandel, Eggers Schuh + Sport GmbH, Kappeln Jan Diel, Fachinformatiker / Anwendungsentwicklung, GreyLogix GmbH, Flensburg Arne Eisernitz, Kaufmann im Einzelhandel, Andre Denninghoff, Harrislee Sven Uwe Erdmann, Informationsund Telekommunikationssystem-Kaufmann, SGB-IT OHG, Flensburg Elke Isabell Frömmer, Kauffrau im Einzelhandel, Das Futterhaus Ove GmbH & Co. KG, Flensburg Martin Gastler, Informations- und Telekommunikationssytem-Elektroniker, Kreiswehrersatzamt Schleswig, Berufsförderungsdienst, Schleswig Heiko Graf, Fachinformatiker / Anwendungsentwicklung, Kraftfahrt- Bundesamt, Flensburg Martin Hauschildt, Versicherungskaufmann, Johannes Plähn e.k., Kropp Sara Hester, Fachinformatiker / Anwendungsentwicklung, Kraftfahrt- Bundesamt, Flensburg Sandra Hock, Fachfrau für Systemgastronomie, Cafe Extrablatt Flensburg GmbH, Flensburg Rabea Hoffmann, Informatikkauffrau, Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg Johannes Jacobsen, Kaufmann im Einzelhandel, Peter Jürgensen GmbH & Co. KG, Flensburg Stefanie Jensen, Kauffrau im Einzelhandel, real-sb-warenhaus GmbH, Flensburg Meike Krall, Verkäuferin, C. & A. Mode KG, Flensburg Nina Leptien, Mediengestalterin für Digital- und Printmedien Mediendesign, Martin Schulz, GlaubeLiebeHoffnung, Flensburg Dennis Milbradt, Informations- und Telekommunikationssytem-Elektroniker, Versatel Nord-Deutschland GmbH, Flensburg Monique Peters, Fachfrau für Systemgastronomie, B-K Fast-Food-Vertriebsgesellschaft mbh Burger King Flensburg, Flensburg Philipp Marco Pohlig, Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen, TRANSIT TRANSPORT Flensburg GmbH & Co. KG, Osterrönfeld Torben Schmidt, Industriekaufmann, Mitsubishi HiTec Paper Flensburg GmbH, Flensburg Sarah-Suwan Singhavirat, Bauzeichnerin Schwerpunkt: Architektur, Architektenbüro Lorenzen, Flensburg Dennis Steffen, Kaufmann im Einzelhandel, Marktkauf Handelsgesellschaft mbh & Co. OHG, Schleswig Jacek Stein, Kaufmann im Einzelhandel, Karstadt Warenhaus GmbH, Flensburg Kerstin Still, Informatikkauffrau, Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg Birte Thomsen, Bauzeichnerin Schwerpunkt: Ingenieurbau, BBI Bergmann Bauingenieure, Flensburg Hendrik-Marcel Westphal, Elektroniker für Betriebstechnik, Danfoss Compressors GmbH, Flensburg Anne Bodil Wohlert, Veranstaltungskauffrau, C.L.K. Konzert- und Eventagentur GmbH & Co. KG, Flensburg Malgorzata Ziebarth, Industriekauffrau, Logo tape Gesellschaft für Selbstklebebänder mbh & Co. KG, Harrislee Sina Zucker, Chemielaborantin, Stadtwerke Flensburg GmbH, Flensburg Prüfungsbeste Kreis Nordfriesland Daniel Baron, Industriekaufmann, Vestas Deutschland GmbH, Husum Christopher Borkenhagen, Automobilkaufmann Beratung und Verkauf, Hans Carstens GmbH, Breklum Ines Brodersen, Industriekauffrau, Vestas Deutschland GmbH, Husum Matthias Clausen, Mechatroniker, Clausen & Bosse GmbH, Leck Carina Eichler, Kauffrau im Einzelhandel, Gabriele Theis, Westerland Thomas Fechner, Koch, Sansibar, Inh. Herbert Seckler, Rantum (Sylt) Rene Gerrits, Fahrradmonteur, Fahrradverleih Hanna Fehr, Wyk auf Föhr Sebastian Gode, Kaufmann im Großund Außenhandel, Georg C. Hansen GmbH & Co. KG, Husum Jasim Jenkis, Restaurantfachmann, Restaurant Wulff GmbH, Sylt-Ost Susann Krause, Hotelfachfrau, Hotel Roth Hayo Feikes & Co., Westerland Andreas Kühl, Kaufmann im Einzelhandel, Lars Rasmussen GmbH, Westerland Helge Langhans, Kaufmann im Einzelhandel, co op eingetragene Genossenschaft, Kiel Sören Leitz, Bauzeichner, Schwerpunkt: Tief-, Straßen- und Landschaftsbau, Wasser- und Schifffahrtsamt, Tönning Levke Matthiesen, Bürokauffrau, Kirchenkreis Südtondern, Leck Thorben Nicolaisen, Kaufmann im Einzelhandel, Neukauf Lück e.k., Leck Matthias Petersen, Kaufmann im Einzelhandel, Shell-Service-Station Struckum, Struckum Anastasia Stobert, Bauzeichnerin, Schwerpunkt: Tief-, Straßen- und Landschaftsbau, Wasser- und Schifffahrtsamt, Tönning Prüfungsbeste Kreis Dithmarschen Juliane Beuth, Schifffahrtskauffrau, Sartori & Berger GmbH & Co. KG, Brunsbüttel Marco Düver, Kaufmann im Einzelhandel, Peter Frauen GmbH & Co. KG, Brunsbüttel Jochen Iberlein, Bankkaufmann, Verbandssparkasse Meldorf, Meldorf Tobias Jenckel, Kaufmann im Einzelhandel, Thomas Bulla, Burg Janina Krull, Hauswirtschaftshelferin, Verein Ausbildungsförderung Meldorf e.v., Meldorf Melf Lorenzen, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Shell Deutschland Oil GmbH, Heide Christina Martens, Reiseverkehrskauffrau, Holiday Land Reisebüro Jungjohann, Heide Kai Meier, Bürokaufmann, Vitanas GmbH, Brunsbüttel Lena Plähn, Verkäuferin, J. H. Böttcher GmbH & Co. KG, Heide (H)=Vertragshändler, (A)=Vertragswerkstatt mit Neuwagenagentur, (V)=Verkaufsstelle IHK Flensburg aktiv Stephan Roesgen, Fachinformatiker / Systemintegration, Deutsche Telekom AG, Kiel Alexander Schlüns, Fachinformatiker / Systemintegration, Deutsche Telekom AG, Kiel Martin Klaus, Struve, Zerspanungsmechaniker / Drehtechnik, Göpfert AG, Weddingstedt Annika Tetzner, Verkäuferin, Frauen Lebensmittelbetriebe GmbH, Marne Andre Thiel, Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker, Deutsche Telekom AG, Kiel Björn Voß, Chemikant, YARA Brunsbüttel GmbH, Brunsbüttel In die Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung des Bundesministers für Bildung und Forschung aufgenommene Absolventin und Absolventen: Daniel Baron, Juliane Beuth, Christopher Borkenhagen, Ines Brodersen, Agnes Checinski, Elke Isabell Frömmer, Sandra Hock, Rabea Hoffmann, Susann Krause, Christina Martens, Lena Plähn, Philipp Marco Pohlig MEHR BEKOMMEN, WENIGER BEZAHLEN. CITROËN JUMPER ab ,- zzgl. MwSt. Mit bis zu 17 m 3 Laderaumvolumen erreicht der neue CITROËN JUMPER ein Format, von dem viele Konkurrenten nur träumen. Aber das ist noch nicht alles: Der Kastenwagen bietet bis zu 1,9tNutzlast, den breitesten Laderaum und die niedrigste Ladekante seiner Klasse, eine optionale Luftfederung hinten mit automatischer Niveauregulierung, modernste HDi-Motoren mit bis zu 116 kw (157 PS) und 400 Nm, ABS, ASR, bis zu 6 Airbags und auf Wunsch ESP mit hydraulischem Bremsassistenten, Hill-Holder und Load Adaptive Control. Er hat einfach mehr von allem. *Laderaumvolumen **Leasingangebot der CITROËN BANK für Gewerbetreibende für den CITROËN JUMPER Jumper Kasten 33 L1H1 HDi 100, Sonderzahlung 0,-, Laufleistung km/jahr, Laufzeit 36 Monate. hf Autodepot Süverkrüp GmbH & Co. KG (H) Gutenbergstraße Flensburg Tel.: ab 299,-mtl. Rate** CITROËN NICHTS BEWEGT SIE WIE EIN CITROËN zwischen Nord- und Ostsee R 7

9 IHK Flensburg aktiv Schulungen für Prüfer in der IHK Flensburg Die ersten Workshops der IHK Flensburg für Prüfer und Prüfungsaufsichten im kaufmännischen Bereich sind auf große Resonanz gestoßen. 220 Prüfer haben sich in den themengleichen Schulungen in Husum, Schleswig und Flensburg fortgebildet. Den Schleswiger Workshop eröffnete Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann und bedankte sich bei den angereisten Prüfern: Ihre ehrenamtliche Arbeit leistet einen hervorragenden Beitrag zur Berufsbildung in der Region. Er hoffe, dass die Fortbildung im Schleswiger Haus der Wirtschaft hilfreich sein werde, die hohe Qualität in diesem Bereich zu halten und möglichst noch auszubauen, so Wesemann weiter. Ziel der Workshops ist es, alle rund Prüfer und Prüfungsaufsichten im IHK-Bezirk über aktuelle Entwicklungen und damit verbundene Änderungen in Bezug auf die Bundeseinheitlichkeit der Prüfungen und die Geheimhaltungsrichtlinien zu informieren und schulen. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg Klaus Markmann meinte dazu: Die Prüfer und Prüfungsaufsichten müssen bei IHK-Abschlussprüfungen gewährleisten, dass die IHK-Qualitätsstandards eingehalten und die Prüfungen objektiv und sachlich ohne Verfahrensfehler durchgeführt werden. In den zweistündigen Workshops wurden dafür die Rechtsgrundlagen im Prüfungsgeschäft, Vorbereitung, Durchführung und Bewertung von Prüfungen erläutert sowie die Grundzüge aus dem Berufsbildungsgesetz und die Geheimhaltungsrichtlinien erörtert. Im nächsten Jahr wird die IHK Flensburg neue Workshops anbieten und Sie rechtzeitig zu aktuellen Terminen und Themeninhalten informieren. fk WAS? WER? WO? PALETTEN EDV-BERATUNG Ostimport + Produktion Hitzebehandlung Vom Bodensee ans Meer! Erfolgreiches CRM aus Konstanz erobert Schleswig-Holstein. cobra Adress PLUS 12 oder CRM PLUS unterstützt Sie optimal bei Ihrer Büroarbeit. Mit cobra Mobile CRM haben Sie Ihre Kunden- und Kontaktdaten immer live dabei. Dieter Schirmer EDV-Beratung cobra Business Partner Tel.: Fax: KISTEN Ihr Wegweiser zu den Unternehmen Schleswig-Holsteins Kisten Keil Kiel GmbH Holzverarbeitung Kiel Stadtparkweg 6 Telefon Fax LEUCHTREKLAME Kisten Keil Kiel GmbH LAGERTECHNIK Mit Sicherheit in die Zukunft Systemadministration Projektunterstützung Benutzerservice Schulung 04 31/ Mobil 01 70/ TAGUNGEN GEWERBEBAU R 8 zwischen Nord- und Ostsee 11 07

10 IHK Flensburg aktiv Walter Braasch, Präsident der IHK Flensburg (li.), bedankt sich bei Kurt Klaus für einen spannenden Vortrag mit einem Präsent. Der Faszination der ausgestellten Luxusuhren konnte sich kaum einer der Anwesenden entziehen. Nobeluhren und zeitlose Technik in der IHK Flensburg Der Beruf als Berufung. Wohl nur für wenige Menschen trifft dies in dem Maße zu wie bei Kurt Klaus. Kurt Klaus ist langjähriger Leiter der Entwicklungsabteilung des Schweizer Edeluhrenherstellers IWC. In der IHK Flensburg erzählte der über 70-Jährige von dieser Berufung und wie es ihm als erstem Uhrenmacher der Welt gelang, einen Ewigen Kalender in einen Chronographen zu integrieren. Leidenschaftlich sprach er, frei vorgetragen, anderthalb Stunden über sein Lebenswerk und ganz besonders die Da Vinci. In sie integrierte er 1985 einen Ewigen Kalender und machte sie so zu einer der faszinierendsten Armbanduhren der Welt. Mit Bleistift, Zirkel und Papier habe ich gerechnet und getüftelt, sagte Klaus mit glänzenden Augen. Und natürlich schwang auch ein bisschen Stolz mit, als er von einem Berliner Juwelier berichtete, der das Umspringen der Jahreszahl in seiner Da Vinci von 1999 auf 2000 mit Videokamera filmte und in seinem Schaufenster in der Silvesternacht übertragen ließ. Eine halbe Stunde dauerte dieses Spektakel, ich habe es an meiner eigenen Uhr auch gebannt verfolgt, gestand Klaus. IHK-Präsident Walter Braasch freute sich in seinem Grußwort, dass die Ikone mit Weltruf in seiner Branche den weiten Weg von Schaffhausen nach Flensburg auf sich genommen hatte. Klaus habe großen Anteil am weltweiten Erfolg von IWC. Den Kontakt zu Klaus hatte Kurt Ohlsen, Geschäftsführer des Flensburger Juweliers Peter Jürgensen, hergestellt. Ich bin sehr positiv überrascht, was wir für einen großen Zuspruch zu einem für die IHK Flensburg eher ungewöhnlichen Thema bekommen haben. Das freut uns sehr, sagte Braasch zu den rund 150 Gästen. Lebenswerk, Agilität und Kreativität sowie Klaus Vortrag seien sicherlich ein Motivationsschub für die eigene Arbeit der meisten Zuhörer, erklärte Braasch weiterhin. Noch lange nach seinem Vortrag baten die Gäste Klaus, auf den IWC-Katalogen zu signieren und bestaunten im IHK-Foyer 15 ausgestellte IWC-Uhren mit einem Einzelwert von bis zu Euro. he Hier stimmt der Preis und die Leistung. Kangoo Rapid Basis 1,5 dci 45 kw mit Sortimo Ausbau. Alle Preise zzgl. der gesetzlichen MwSt. Bestnote von 5 Sternen beim Euro NCAP Crashtest Bordcomputer Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung AUTODEPOT Renault-Vertragshändler Sonderzahlung 2.000, Laufzeit Gesamtlaufleistung 36 Monate km Monatliche Rate: 119, Gutenbergstr Flensburg Tel / Fax 04 61/ zwischen Nord- und Ostsee R 9

11 PERSONALLEASING ERSONALLEASING Z ZEITARBEIT PRIVATE ARBEITSVERMITTLUNG chance Zeitarbeit gemeinnützige GmbH Geschäftsstelle: Rungholtstr. 5d Heide ' Niederlassung: Süderstraße Husum ' Pa ss end. Pe rs ön lic h. Pr of e ssi on ell e. de/sh-persona l Zeitarbeit und Personalvermittlung Niederla ssung Lüb eck Niederla ssung Kiel Niederla ssung Ne um ünster Am Fl ug pl at z 4 Li se -M eitn er -S traße 1 7 Re nd sb ur ge r St ra ße Lü be ck Ki el-r ai sd or f Ne um üns te r AP : Ulri ke H ilm er AP : Wo lf ga ng Zi me k AP : Mi ch ael Sc ha ch t F on: F on: F on: Ihr Partner in der Region Schleswig/Flensburg PK Personal Korrekt GmbH Südergraben Flensburg Tel.: 0461/ Fax: 0461/ PARTNER FÜR PERSONAL Hanseteam Partner für Personal GmbH Niederlassung Flensburg Ballastkai Flensburg Telefon (0461) Telefax (0461) Bedarfsgerechte Personallösungen für die Bankenbranche auch in Schleswig-Holstein! Sie benötigen in stürmischen Zeiten die richtigen Mitarbeiter? Bankpower ist die erste Adresse für die professionelle Vermittlung von Mitarbeitern und Führungskräften im Banken- und Finanzsektor! Nutzen Sie unseren Fullservice! It s about people! BANKPOWER GmbH Alter Wall 34-36, Hamburg 040/ Fachkräftemangel? Wir helfen! Warum nutzen Sie nicht den Service von TEMP-TEAM, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter benötigen? Sie sparen Zeit und Sie erhalten eine Garantie für die richtige Auswahl. Lesen Sie mehr über uns im Internet: oder rufen Sie uns an: 0461/ TEMP-TEAM wurde 1979 gegründet und gehört zur dänischen JUHLERGROUP. Mit weltweit 98 Rekrutierungsbüros ist TEMP-TEAM ein lokaler Partner mit internationaler Erfahrung. Unser Angebot: Personalvermittlung Zeitarbeit Outplacement Personalauswahl und Zeitarbeit durch eine enge Zusammenarbeit. TEMP-TEAM Nord GmbH, Am Markt Harrislee

12 PERSONALLEASING Z ZEITARBEIT PRIVATE ARBEITSVERMITTLUNG Personalsorgen? Mitarbeiterbedarf? Lehnen Sie sich zurück! Qualifiziertes Personal. Schnell. Kompetent. Leistungsstark. Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, Recruiting, Master Vendor, OnSite-Lösungen Stets zu Ihren Personaldiensten: DEKRA Arbeit GmbH Holstenplatz 1, Kiel Tel / DEKRA Arbeit GmbH Bei der Lohmühle 23, Lübeck Tel / Die richtige Richtung für Ihren Unternehmenserfolg! Wir sind die Nummer eins im Norden. Mit 12 Filialen in Norddeutschland und ca Mitarbeiter sind wir auch Ihr leistungsfähiger regionaler Dienstleister für Personalleasing, Werksverträge und Outsourcing TIEMPO Frühjahr 2008 auch in Flensburg! Ob Auftragsspitzen oder Krankheitswelle schnelle Lösungen müssen gefunden werden sofortiger und flexibler Einsatz geeigneter Arbeitskräfte auf die tatsächliche Bedarfszeit begrenzte Personalkosten wir setzen Ihre Anforderungen erfolgreich um Ihr Partner für gewerbliches, kaufmännisches und medizinisches Personal Weil zu einer erfolgreichen Zukunft erfolgreiche Mitarbeiter gehören. Wie wird man Weltmarktführer im Bereich Human-Resources-Dienstleistungen? Adecco Personaldienstleistungen GmbH Geschäftsbereich Office und Industrial Indem man über den Tellerrand schaut und Kunden den Service bietet, den sie für eine erfolgreiche Zukunft brauchen. Adecco bietet Unternehmern und Arbeitnehmern eine einzigartige, breite Palette an Dienstleistungen für flexibles und individuelles Personalmanagement sowie Karrieremöglichkeiten rund um den Globus. Fordern Sie uns: Kundenanfragen bearbeiten wir dabei innerhalb von 4 Stunden. Nicht versprochen, sondern garantiert. Holm Flensburg Telefon Telefax Europaallee Norderstedt Telefon Telefax Andreas-Gayk-Str Kiel Telefon Telefax Dr.-Julius-Leber-Str Lübeck Telefon Telefax Kuhberg Neumünster Telefon Telefax Hamburger Str Ahrensburg Telefon Telefax

13 IHK Flensburg aktiv PERSONALLEASING Z ZEITARBEIT PRIVATE ARBEITSVERMITTLUNG Personal- Management Flexibilität erleben Innovative Personal-Lösungen gepaart mit System-Dienstleistungen für alle Branchen und betrieblichen Aufgabenstellungen verhelfen Ihnen zu mehr Flexibilität, höherer Effizienz und größerem Freiraum für Ihre Kernaufgaben. Büro Handwerk Handel Industrie Medizin Gastronomie Gewerbe Engineering EDV / IT Personal Leasing Personal Vermittlung On-Site- Management Outsourcing Ahrensburg Große Straße 41 Tel.: / Kiel Holstenstraße Tel.: 0431 / Lübeck Kreuzweg 7 Tel.: 0451 / Neumünster Wendenstraße 3 Tel.: / Norderstedt Am Kielortplatz 130 Tel.: 040 / Pinneberg Fahltskamp 8/8a Tel.: / Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000 PERSONAL LEASING UND SYSTEM SERVICE GMBH Ihr Personal- Partner im Norden Industrie & Technik Office Management Existenzgründungstag in Flensburg Der Existenzgründungstag 2007 im Flensburger Technologiezentrum hat großen Zuspruch bei den Gründungsinteressierten der Region gefunden. Es hat sich bestätigt, dass es einen großen Informationsbedarf bei den potenziellen Gründern gibt, resümierte Holger Jensen von der IHK Flensburg die Veranstaltung, die unter dem Motto Ich mach mich selbstständig stand. 17 Beratungsstände von Steuerberatern, Kreditinstituten, der Agentur für Arbeit und Beratungs- und Fördereinrichtungen informierten rund um das Thema der Existenzgründung. Begleitend boten die Organisatoren diverse Fachvorträge zu verschiedenen Gründungsaspekte an. Die Beratungsgespräche an den Infoständen nutzten die Besucher vorwiegend für Fragen zur Finanzierung, Markteinschätzung, den Zugangsvoraussetzungen Holger Jensen (Mi.) von der IHK Flensburg gibt Tipps zur Existenzgründung. und möglichen Standorten. Viele kommende Existenzgründer vereinbarten außerdem Einzelgespräche mit den Gründungsexperten für eine detaillierte Beratung. Organisiert wird der Existenzgründungstag vom Info Netzwerk Existenzgründung der Region Flensburg/Schleswig. In diesem Netzwerk haben sich die regionalen Beratungseinrichtungen, die Agentur für Arbeit, die ARGE Flensburg, die Handwerkskammer, die Beratungsstelle Frau & Beruf, die IHK- Wirtschaftsakademie SH, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die IHK Flensburg zusammengeschlossen. Ziel ist es, gemeinsam das Informationsangebot in der Region zu optimieren. Nach Aussagen der Aussteller waren auch die Besucher vorwiegend gut informiert und vorbereitet. Die in diesem Jahr am IHK- Stand geführten Gespräche gingen zum Teil schon sehr in die Tiefe. Das lässt auf Nachhaltigkeit und konkrete Aufbruchstimmung bei den Gründungswilligen schließen, sagte Holger Jensen. red R 12 zwischen Nord- und Ostsee 11 07

14 IHK Flensburg aktiv Lehrstellenrallye in Husum großer Erfolg In unseren Betrieben haben wir knapp 700 Kontakte mit Schülerinnen und Schülern erzielt, freut sich Henning Göttsch, erster Vorsitzender des Commerziums. Die jungen Leute hatten die Gelegenheit vom Automobilkaufmann bis hin zum Zerspannungsmechaniker in alle möglichen Berufsfelder Einblick zu nehmen und haben dieses auch mit großem Interesse wahrgenommen, so der Geschäftsführer der Mercedes-Benz Nord-Ostsee Automobile weiter. Der Andrang war zum Teil so groß, dass manche Betriebe vor echte Herausforderungen gestellt wurden. Bei den Husumer Nachrichten fanden sich über 100 interessierte Schülerinnen und Schüler ein. Mit einer derart überwältigenden Resonanz haben wir nicht gerechnet, gibt Dagmar Albertsen unumwunden zu. Das Interesse der jungen Leute an Medienberufen ist weiter ungebrochen, freut sich die Verlagskauffrau. Durch eine geschickte Aufteilung der Schülerinnen und Schüler in Gruppen, konnten wir allen Informationswünschen gerecht werden, so Albertsen weiter. Ebenfalls mehr als 100 Besucher hatte die Firma Wiedemann GmbH. Dort haben 30 Auszubildende den Schülern an zahlreichen Ständen die Möglichkeit zur Mitarbeit gegeben. Von der praktischen Übung an der Abkantbank über das Perlenstrahlen von Edelstahl bis hin zum individuellen Zusammenbau von kleinen Edelstahlfiguren reichte hier die Bandbreite. Ausbildungsleiterin Susanne Wiedemann-Grabert zeigte sich beeindruckt von der Energie mancher Schüler Einer saß hier fast drei Stunden und war nur mit sanftem Druck von der Werkbank wegzubewegen. Gute Erfahrungen haben auch viele kleinere Betriebe gemacht. Sönke Kriebel vom Bestattungsunternehmen Dawartz zählte über 40 Interessierte in seinem Hause. Die jungen Leute waren ganz überrascht, wie vielfältig unser Ausbildungsberuf ist und zeigten echtes Interesse, so der Firmenchef, dessen Erwartungen bei weitem übertroffen wurden. In der gemeinsamen Abschlussveranstaltung in der IHK-Wirtschaftakademie wurde dann die Husumer Lehrstellenkönigin ausgelost. Gewonnen hat Sünje Zukowski aus Haselund, die sich nun mit einem neuen Fahrrad auf Lehrstellensuche begeben kann. Eine insgesamt Tim Schildhauer, erstes Lehrjahr, beim Abschleifen einer Kiemenlüftung. gelungene Veranstaltung, die wir im nächsten Jahr unbedingt wiederholen müssen, lautet das einheitliche Fazit aller Beteiligten. be Hilfe für Motorola-Mitarbeiter: Wir lassen niemanden im Stich Angesichts der anhaltenden Wirtschaftsund Arbeitsmarktdynamik im Raum Flensburg könnten die Folgen des Motorola-Abzugs mit dem Abbau von 700 Arbeitsplätzen in bereits zwei Jahren abgefedert sein. Wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann und Flensburgs Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner im Anschluss an eine Standortkonferenz zur aktuellen Wirtschaftsentwicklung sagten, seien konkrete Schritte und Projekte verabredet worden, um den betroffenen Motorola-Mitarbeitern zu helfen und die wirtschaftliche Lücke in der Region zu schließen. An der Standortkonferenz nahmen Vertreter der IHK Flensburg und der Handwerkskammer sowie der Hochschulen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiREG, der Agentur für Arbeit, der Diakonissenanstalt und Mitarbeiter von Motorola teil. Austermann bekräftigte erneut die Entschlossenheit der Landesregierung, der Flensburger Region und den Mitarbeitern rasch und gezielt zu helfen. Wir vergessen Sie nicht und stehen fest an ihrer Seite, sagte der Minister. Austermann bezeichnete die Schließung von Motorola als Schlag für die Region. Es werde durch gemeinschaftliche Anstrengung jedoch gelingen, die Struktureffekte recht bald auszugleichen. Die gute wirtschaftliche Situation im Flensburger Raum und die positiven Impulse aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit machen mich zuversichtlich. Die Landesregierung sei bereit, ihre Fördermöglichkeiten für Flensburg voll auszuschöpfen, versprach der Minister. Auch Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner sah die wirtschaftliche Entwicklung trotz des Rückschlags rund um Motorola weiter positiv. Die Zahl der Unternehmensansiedlungen und -gründungen der vergangenen Jahre spricht ganz klar für Flensburg. Wir werden unsere Aktivitäten natürlich weiter in diesem Bereich konzentrieren, um Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze in unsere Region zu holen, so Tscheuschner. Als Beispiele für eine massive Unterstützung der Region nannten Austermann und Tscheuschner unter anderem: Die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen durch die Förderprogramme der Landesregierung. Die Qualifizierung, Umschulung und Vermittlung von frei gesetzten Mitarbeitern durch Angebote der Arbeitsagentur. Hierfür stehen neun Millionen Euro bereit. Die verbesserte Zusammenarbeit zwischen der WiREG und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes sowie der Industrie- und Handelskammern, WTSH Die verstärkte regionale Innovationsberatung der Unternehmen vor Ort. Die bevorzugte Unterstützung von in Flensburg anstehenden Infrastrukturprojekten. Der gezielte Ausbau des Hochschulstandortes Flensburg. Die direkte Vermittlung von ehemaligen Motorola-Mitarbeitern. Hintergrund: Windanlagenbauer aus dem nördlichen Landesteil bemühen sich angesichts bislang nicht gedeckten Fachkräftebedarfs gezielt um neue Fachkräfte. nie zwischen Nord- und Ostsee R 13

15 Grenzüberschreitend Das Podium war sich nicht immer einig, wie die deutsch-dänische Grenzregion 2050 aussehen soll. Sønderjylland-Schleswig im Jahre 2050 Gestern waren Sønderjylland und Schleswig zwei Grenzgebiete, heute hat sich die Region als eine von 20 organisierten Grenzregionen der EU zusammengefunden. Aber wie sieht die Zukunft aus, was wird 2050 sein? Diese Frage haben die Schleswiger Wirtschaftsjunioren zum Anlass einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Wirtschaft, Politik und Kultur auf beiden Seiten der Grenze genommen. Kennen Sie das Logo des Sportartikelherstellers Kappa? Zwei Menschen, die direkt nebeneinander sitzen, sich aneinander lehnen, aber dem anderen jeweils den Rücken zu drehen. So habe er dann und wann das Miteinander der deutschen und dänischen Seite der Grenze empfunden, sagte dabei A.P. Hansen, früherer Bürgermeister der Stadt Sønderborg. Dabei habe sich auf beiden Seiten längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass Grenzregion sein Herausforderung und Chance zugleich bedeute. Und einige Anknüpfungspunkte für ein grenzüberschreitendes Regionalkonzept gebe es ja auch schon, vor allem im Tourismus. Das müsse ausgebaut werden, beispielsweise durch eine gemeinsame Flughafenstruktur, so Hansen weiter. Für Rainer Prüß, Chef der gleichnamigen Flensburger Agentur für Wirtschafts- und Kulturkonzepte, ist vor allem eine aktive Gestaltung der Zukunft in der Region durch die Menschen wichtig. Wir müssen aktiv sein und kühn denken, sonst fallen wir als Grenzregionen hinten über, urteilte Prüß. Die Region sei sich immer noch nicht ausreichend ihrer Stärken bewusst und der Vorteile, die die direkte Nachbarschaft mit dem Ausland ausmache. Konkret müsse der Tourismus für die Zukunft noch weit mehr gestärkt werden als bisher. Das aktive Element in der Zukunftsgestaltung betonte auch Dr. Michael Schack vom deutsch-dänischen Regionalmanagement an der IHK Flensburg. Wird das Europa der Zukunft ein Europa der Regionen oder ein Europa der Metropolen? Die Taten der vergangenen Jahre sprechen für Letzteres. Wenn wir aber ein Europa der Regionen wollen, müssen wir auch dafür arbeiten. Das heißt mit einer Stimme sprechen, lauter sprechen und dann auch Taten folgen lassen. Schack sprach in diesem Zusammenhang die regionale Universitätslandschaft an und wünschte sich die Schaffung einer gemeinsamen Technischen Universität (TU) in Flensburg für die gesamte Region. Es gibt in ganz Schleswig-Holstein noch keine TU, wir könnten mit so einer Hochschule viel mehr junge und gut ausgebildete Menschen in die Region holen. Und der Wirtschaft würde dies einen enormen Rückenwind geben. Er betonte weiter, dass dies keine Idee für 2050, sondern eher für morgen sei. Kontroverse Meinungen gab es auf dem Podium beim Thema Sprache. Andrea Kunsemüller, Geschäftsführerin vom Regionskontor Sønderjylland-Schleswig, erwartet, dass ein Flensburger Oberbürgermeister 2050 zwingend dänisch sprechen müsse. In diesem Zusammenhang plädierte sie für eine weitere Intensivierung der Sprachkurse in beiden Ländern. A.P. Hansen pflichtete dem bei, die fehlenden Sprachkenntnisse seien ein entscheidender Grund für die Grenze im Kopf. Dagegen stellt sich Henrik Raunkjær, geschäftsführender Direktor des dänischen Solarenergie Unternehmens PowerLynx A/S, die Region in 43 Jahren komplett in englisch vor. Sämtliche Kommunikation wird auf englisch ablaufen, dänisch werden nur noch ein paar ältere Menschen sprechen. Der gegenseitige Spracherwerb hat folgerichtig für ihn nur nachrangige Bedeutung. Wie die Region 2050 letztlich aussehen wird, kann man heute ohnehin kaum erahnen, da waren sich wieder alle Diskussionsteilnehmer einig. Der Ausbau der regionalen Verflechtungen stieß aber einhellig auf Zustimmung und scheint das Meinungsbild in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wiederzuspiegeln. Grenzregionen hätten durch die internationale Zusammenarbeit viel zu gewinnen und nur wenig zu verlieren, so der Tenor. he Der ICE startet erstmals nach Dänemark Premiere: Am 9. Dezember startet der ICE von Berlin und Hamburg nach Dänemark. Kopenhagen und Aarhus sind damit erstmals mit dem ICE erreichbar. Neben Neumünster werden damit auch Rendsburg, Schleswig und Flensburg zu ICE-Bahnhöfen. Die Fahrzeit von Hamburg nach Kopenhagen beträgt etwa viereinhalb Stunden. Die Kooperation mit den Dänischen Staatsbahnen ist ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit der europäischen Bahnen, um wettbewerbsfähiger gegenüber PKW und Flugzeug zu werden, sagte Dr. Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. Zur Vermarktung des Angebotes soll eine Marketingorganisation mit Sitz in Hamburg gegründet werden. Ziel des gemeinsamen Marketings ist, durch direkte Ansprache in den Quellmärkten mehr Kunden zu gewinnen. Mit dem neuen Angebot erwartet die Deutsche Bahn bis 2015 zwischen Hamburg und Kopenhagen einen Anstieg der Reisendenzahl um rund 30 Prozent auf dann über Fahrgäste jährlich. nie R 14 zwischen Nord- und Ostsee 11 07

16 Grenzüberschreitend Für Sie recherchiert: Finanzamt und Zoll in Dänemark. Eine Behörde für alles. Bereits zum 1. Januar 2005 fand in Dänemark eine Steuerreform statt, die weitreichende Verbesserungen und Vereinfachungen nach sich zog: SKAT - die zentrale Staatsbehörde wurde geschaffen. Das bedeutete Steuereffizienz durch Zentralisierung und IT. Ab diesem Zeitpunkt verloren im Bereich Steuern die dänischen Kommunen ihre Zuständigkeit. Für die dänischen Unternehmen bedeutete diese Reform, dass sie fortan nur noch mit einer Steuerbehörde kommunizieren müssen. Bislang hatten die 275 dänischen Kommunen eine eigene Zuständigkeit für die Einkommensteuer. Die staatliche Steuerbehörde existierte nebenher. Heute ist die eine staatliche Behörde SKAT für mehrere Bereiche allein zuständig, u. a. für die Steuern und den Zoll. Die Kommunen verloren ihre Zuständigkeit. Der Kontakt der Unternehmer mit dem Finanzamt SKAT findet seitens der Finanzbehörde bevorzugt über das Internet statt. Darum ist ein Internetzugang in Dänemark von elementarer Wichtigkeit. Die Aktenführung auf Papier wurde Ende 2006 abgeschafft. Heute wird jeder Vorgang elektronisch registriert. Für jeden Unternehmer existiert eine elektronische Akte. Schnell und servicefreundlich ist die Reaktion bei der -Kommunikation. Binnen fünf Minuten vergibt die Finanzbehörde eine Bearbeitungsnummer und versendet eine Mitteilung mit dem Inhalt, dass bei einfachen Fragen möglichst innerhalb von fünf Werktagen die Anfrage bearbeitet wird. Kann dieses Zeitfenster nicht eingehalten werden, wird binnen der Fünftagefrist ein Zwischenbescheid verschickt, wann mit der Beantwortung der Anfrage zu rechnen ist. Bei Einführung der Elektronischen Steuerakte erhielt jeder Bürger auch ein elektronisches Postfach bei der Steuerbehörde. Dort werden alle elektronischen Mitteilungen des Finanzamtes an den Bürger aufbewahrt, so dass der Bürger darauf zurückgreifen kann, um Papierausdrucke zu erstellen - wenn er möchte. Das Elektronische Steuerpostfach des Bürgers führt - insbesondere bei älteren dänischen Staatsbürgern - zu einem Problem, weil sie es gewohnt sind, Briefe vom Finanzamt zu erhalten. Der Umgang mit dem Finanzamt erfordert einen Computer. Wer keinen Computer besitzt, kann auch den Internetzugang jeder öffentlichen Volksbibliothek nutzen. Telefonische Kontakte sind auch möglich, jedoch sind s ausdrücklich erwünscht. Wer möchte, bekommt weiterhin einen Brief, allerdings zeitlich verzögert. Die dänische Finanzbehörde präsentiert sich im Internet mit einer umfangreichen Homepage die alle Informationen über Steuern und Zölle in Dänemark enthält. Unter dem Button Borger z. B. findet der Bürger hier Informationen zur Einkommensteuer. Unternehmer erhalten unter dem Button Virksomhed weitere Informationen zu unterschiedlichen Bereichen. Berater können unter Rådgiver die für sie spezifisch wichtige Information finden. Auch in fremden Sprachen werden Informationen und Formulare ins Netz gestellt. Translated Information heißt der Link, unter dem sich einige dieser Seiten finden, auch auf Deutsch. Allerdings wurden nur die nach Auffassung der dänischen Finanzbehörde erforderlichen Seiten und Formulare übersetzt. Daher sind dänische (oder englische) Sprachkenntnisse für den deutschen Unternehmer immer von großem Vorteil, wenn er im nördlichen Nachbarland geschäftlich aktiv sein will. Foto: Bilderbox Dr. Lars Eriksen, A.S.K. Anwalts- und Steuerkanzlei Dr. Klose Unser Wissen für Ihren Erfolg! Notar, Fachanwalt für Steuerrecht Unsere Stärken: Steuerrecht Steuerberatung Handels- und Gesellschaftsrecht Arbeitsrecht Erneuerbare Energien Gründungsberatung Familienrecht Verträge Mehr über unsere Tätigkeit erfahren Sie unter Engelsbyer Straße Flensburg Tel: 0461 / Fax: 0461 / DD HANS-JÜRGEN DESLER VOLKER DÖLLING STEUERBERATER Jahresabschlüsse und Steuererklärungen Steuerplanung und Steuergestaltung Finanzbuchhaltung und Lohnbuchhaltung Betriebswirtschaftliche Beratung Investitions- und Finanzierungsberatung Wittenberger Weg 8a Flensburg Telefon 04 61/ Telefax 04 61/ zwischen Nord- und Ostsee R 15

17 Flensburger Hafen Boom in den Seehäfen Chance für die Regionalhäfen? Nicht nur die Seehäfen profitieren von einem Boom im Seeverkehr. Auch die Regionalhäfen beiderseits der Grenze können von der Renaissance des Transports über den Seeweg profitieren. Am 9. November veranstaltet das Deutsch-Dänische Regionalmanagement der IHK Flensburg eine Tagung mit dem Titel Maritime Wirtschaft im deutsch-dänischen Wirtschaftsraum. Als im März dieses Jahres die IHK Flensburg eine Seminarreihe mit dem Titel Logistik und Transport zwischen den Metropolen veranstaltete, waren sich die Experten der Transportwirtschaft einig: die in der Region zu wenig beachteten Regionalhäfen verdienen erheblich mehr Aufmerksamkeit. Auch die anwesenden Vertreter der verladenden Wirtschaft waren sich nicht im Klaren darüber, über welches Leistungsspektrum die Häfen in der deutsch-dänischen Region verfügen. Nicht zuletzt das Nadelöhr Hamburg macht es notwendig über Alternativen des Transports nachzudenken, so Volker Saupe, Schiffsmakler aus Husum und Vizepräsident der IHK Flensburg. So ist es nur folgerichtig, der Sache einmal auf den Grund zu gehen. Neben Wirtschaftsminister Dietrich Austermann, der die Situation der Hafenwirtschaft in Schleswig-Holstein darstellen wird, haben Experten des Instituts für Maritime Forschung der Süddänischen Universität in Esbjerg, sowie des Instituts für Transport und Logistik der Technischen Universität Hamburg- Harburg ihr Kommen zugesagt. Gemeinsam mit deutschen und dänischen Praxisberichten sollen die Zukunftschancen der Regionalhäfen in der deutsch-dänischen Region dargestellt und diskutiert werden. Weitere Informationen: Tage des Berufes bei den Beruflichen Schulen in Niebüll Die Berufliche Schule des Kreises Nordfriesland in Niebüll veranstaltet vom 15. bis 17. November 2007 ihren vierten Tag des Berufs. Zu dieser Veranstaltung, an der auch die Industrie- und Handelskammer zu Flensburg beteiligt ist, sind Schüler, Eltern, Lehrer sowie Vertreter der Wirtschaft eingeladen. Im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung können sich die Besucher über die Bildungsangebote der Schule informieren. Durch ein ausgeklügeltes Leitsystem wird den Schülern die Möglichkeit geboten, alle Bereiche näher kennenzulernen, die sich mit ihren Interessen decken. Wer beispielsweise mit dem Gedanken spielt, eine Ausbildung zum Bankkaufmann zu beginnen, der wird gleich am Eingang von einem Fachmann der Schule in Empfang genommen und beginnt mit der Tour C gelb durch kaufmännisch-verwaltende Berufe. Zunächst erfährt er etwas über die Gestaltung von Texten, Tabellen und Diagrammen am Beispiel der Berufsausbildung zum Bürokaufmann. Zum Ende der speziell auf ihn zugeschnittenen Tour hat er die Möglichkeit, sich über die Ausbildungsbetriebe der Region zu informieren, die zum Bankkaufmann ausbilden. Losgelöst von dieser Tour hat jeder Interessent die Gelegenheit, sich über das Gesamtangebot von 32 Ausbildungsberufen zu informieren, die an dieser Schule im Rahmen der dualen Ausbildung angeboten werden. So sollte jeder die Chance nutzen, in die 116 verschiedenen Angebote der Schule hineinzuschnuppern. Wer seine mitgebrachten Bewerbungsmappen checken lassen oder mehr über die IHK-Lehrstellenbörse erfahren möchte, wird an allen drei Tagen von Ausbildungsexperten der IHK Flensburg informiert. ga/nie 3. Banken- und Unternehmertag Schleswig-Holstein 2007 Der gemeinsame Erfolg von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Banken erfordert einen systematischen Gedankenaustausch insbesondere hinsichtlich der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation in Zeiten von Globalisierung und Internationalisierung und aufgrund der steigenden gesetzlichen Anforderungen im Zuge von Basel II. Vor diesem Hintergrund widmet sich der dritte Banken- und Unternehmertag Schleswig-Holstein dem Thema Banken und mittelständische Unternehmen - gemeinsam zum Erfolg - am 28. November Der Bankentag findet in der Fachhochschule Westküste in Heide statt. Organisiert und realisiert wird die Vortragsveranstaltung von Prof. Dr. Dirk Braunhart in Zusammenarbeit mit den Studierenden seines betriebswirtschaftlichen Studienfaches Dienstleistungsmanagement / Finanzdienstleistungen an der Fachhochschule Westküste. Mit dem Banken- und Unternehmertag Schleswig-Holstein möchten wir ein Forum für schleswig-holsteinische Kreditinstitute und andere Finanzdienstleister sowie kleine und mittelständische Unternehmen schaffen. Dabei findet ein aktiver Wissenstransfer zwischen der Wirtschaft und der Wissenschaft auf der einen und ein Gedankenaustausch unter den Teilnehmern auf der anderen Seite statt, betont Prof. Dr. Dirk Braunhart. Zielgruppen der Veranstaltung sind die Geschäftsführer bzw. Mitglieder des jeweiligen Führungskreises mittelständischer Unternehmen sowie schleswig-holsteinischer Kreditinstitute und anderer Finanzdienstleister. Bezüglich Anmeldung, Tagesplanung und Referatsthemen erhalten Sie gerne weitere Informationen unter R 16 zwischen Nord- und Ostsee 11 07

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