Kleine Linux-Doku-by- your hunter (Version: 6.0)

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1 Kleine Linux-Doku-by- your hunter (Version: 6.0) 25. März 2012 Diese Dokumentation soll eine kleine Einsteiger-Hilfe für Linux sein aber auch für angehende Systemadministratoren und kleine Programmierer, hier geht es um Befehle auf der Shell und deren Optionen, sowie Programme und Tipps aber auch die Geschichte zu Linux und Server. Dieses Dokument steht unter der GNU Free Dokumentation License (darf frei kopiert und anderweitig verwendet werden (jedoch mit Namensnennung)) jedoch darf es nicht kommerziell verwertet werden). your hunter Teil I Neu in den letzten Versionen: chroot - der Debian-Hammer: chroot - der Debian-Hammer Web-Editoren: Web-Editoren

2 1 INFO ZUM DOKUMENT Schnelleinstieg in Webseiten: Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache Mypaint - das andere Grakprogramm: Mypaint - das andere Grakprogramm Werkzeugleiste von Dolphin anpassen: Werkzeugleiste von Dolphin anpassen Webbrowser: Firefox, Iceweasel, Seamonkey und Iceape: Webbrowser Firefox / Iceweasel / Seamonkey / Iceape (Mozilla) / Netscape MySQL/PHP: MySQL/PHP Inkscape - Vektorgraken: Inkscape - Vektorgraken Apache live beobachten: Apache live in Aktion sehen angemeldete User anzeigen: Angemeldete User anzeigen welche User gehören einer Gruppe an?: Welche User gehören einer Gruppe an? genaueste Infos über die Hardware: Genaueste Infos über die Hardware wichtige Log-Meldungen zusenden lassen: Über wichtige Logmeldungen benachrichtigt werden vor Festplattenausfall warnen lassen: Vor Festplattenausfällen warnen lassen vor RAID-Problemen warnen lassen: Verbundüberwachung - RAID über Probleme berichten lassen: Sich bei Problemen per Mail benachrichtigen lassen iftop - Prozesse und Netzwerk: iftop - anzeigen wohin der Rechner sich im Netzwerk verbindet iotop - Prozesse und Festplatten: iotop - sehen welche Prozess sich gerade mit dem Datenträger beschäftigt dstat - Prozesse und Probleme: dstat - Prozesse-Kontrolle htop - Prozesse unter Kontrolle: htop - Prozesse Systemmanagement: Systemmanagement Teil II Hilfe zum Dokument Dieses inzwischen fast zum kleinen Buch mutierte Dokument ist relativ einfach zu benutzen, im Anschluss nden Sie das Inhaltsverzeichnis das Sie per Klick auf den gewünschten Eintrag direkt zum jeweiligen Eintrag bringt, wenn sich ein Eintrag auf einen anderen bezieht sind darin ebenfalls Verweise eingefügt die Sie zum gewünschten Eintrag bringen. Auf den letzten Seiten ist weiters ein Stichwortverzeichnis das Sie per Klick auf die gewünschte Seite zum jeweiligen Beitrag im Dokument bringt. Dokumentenbetrachter wie etwa Okular (KDE), Evince (GNOME) oder auch Acrobat Reader (von Adobe) haben Suchfunktionen eingebaut mit denen sich das Dokument durchsuchen lässt, weiters lässt sich das Dokument als xhtml-version im Browser - etwa unter Firefox mit der Funktion Bearbeiten - Suchen. nach Stichworten durchsuchen, lässt sich auch mit den Tasten Strg + F + starten. 1 Info zum Dokument Dieses Dokument wurde mittels Latex (latech) - Latex ist eine Textsatz-Sprache die anders als normale Oce-Programme (OpenOce, Libre Oce, Microsoft Oce) aus einer gröÿeren Makro-Sammlung besteht, zwar ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig - die Vorteile liegen jedoch bei der Handhabung von gröÿeren Dokumenten wie etwa wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern, so ist Latex auch mit sehr groÿen Dokumenten sehr schnell, ein weiterer Vorteil von Latex ist - dies kann man nur durch ein kleines Sprichwort erklären: Mit Oce-Programmen bekommst Du was Du siehst und mit Latex bekommst Du was Du willst. - Wenn man mal verstanden hat wie es funktioniert ;). Die Programme die für dieses Dokument verwendet wurden: Lyx - Latex-Editor zum verfassen des Dokumetes Ksnapshot - zum Erstellen der Screenshots Phatch - zum Skalieren der Screenshots und zum Anbingen der Logos GIMP - zum Optimieren der Screenshots 2

3 INHALTSVERZEICHNIS 2 Info zum Autor idx die meisten hier im Forum wissen bin ich einer von vielen tausenden Entwickler die am Linux-Projekt arbeiten, ganauer gesagt an den iptables (der Linux-Firewall), des weiteren an so einigen KDE-Projekten und an der Entwicklung von Debian. Seit dem Jahr 2000 hat auf meinen Rechnern kein Microsoft mehr als 5 Minuten überlebt, ich selbst habe auf den meisten meiner Computer-Kastl Debian Sid (also die fortlaufende Entwickler-Version) installiert dass wiederum da ich eine Art Technik-Freak bin die Steuerung der Heizung, der Klima- und Alarmanlage und so einigem anderen übernehmen, einen Multimedia-Server der das ganze Haus mit Gedudel und den Fernseher versorgt. Weiters leite ich ein kleines Übersetzungsbüro für Open Source - Programme in der Nähe von Moskau. Unter Normalen Umständen verbreite ich mein Wissen gerne in Foren - was derzeit meine etwas angeschlagene Gesundheit verhindert - darum dieses kleine Dokument. Ich wohne südwestlich von Graz/Steiermark/Österreich - wenn man Marble (den Desktop-Globus von KDE) in der Openstreetmap-Ansicht startet und etwa 20km südwestlich stark vergöÿert ndet man in der Nähe der Autobahn ein kleines Ka namens Dobl - wenn man zusätzlich unter Ansicht - Online-Dienste die Option OpenDesktop-Gemeinschaft aktiviert erscheint nach einiger Zeit ein unscheinbares Gewürm namens losrobos. Sollte ich meine Krankheit nicht überstehen - hoe ich wenigstens etwas an Linux zurück zu geben was dieses System mir gegeben hat. 3 Ich zu Linus Benedict Torwalds Linus ist einer dieser Menschen die ich gerne mit dem Tibeter Oberhaupt vergleiche, er hatte eine kleine Vision einer Idee die er durch viele andere verwirklichte. Eine Vision von einem System das für jeden ob arm oder reich gleichermaÿen verfügbar ist - etwas das man anpassen kann so wie man es will. Da ich in letzter Zeit nicht nur geschäftlich mit diesem Mann zu tun hatte sondern auch etwas Zeit privat mit ihm verbringen durfte muss ich sagen er ist einer dieser Leute die wissen was Realität ist und damit umzugehen wissen, er ist dass was man die Verwirklichung von Freundlichkeit versteht - aber auch durchaus etwas von einem Diktator hat - wenn es um Linux geht hat er das Sagen und da setzt er sich auch ohne Widerworte zu akzeptieren durch - was man wie man sieht Erfolg bringt. So etwas wie groÿe herum Schweiferei kennt er nicht - das was er zu sagen hat das bringt er sofort in die Welt aber er ist auch ein sehr lustiger Mensch der sich gerne in der Öentlichkeit zeigt aber nicht gerne sagt wer er ist - sich aber extrem freut wenn man ihn erkennt. Ich selbst sehe diesen kleinen Mann wie er sich selbst bezeichnet als einen Menschen den man gerne als Freund hat und mit dem man wie man so schön sagt Pferde stehlen kann, etwas erreicht hat was viele nicht zustande bringen jedoch immer am Boden der Realität steht. Etwas was ich jedem empfehle ist das Buch das er geschrieben hat: Just for Fun Wie man sich denken kann geht es natürlich um die Entwicklung von Linux selbst, wobei es weniger um die Technik dahinter sondern mehr um die Hintergründe, die negativen und positiven Seiten eines Entwicklers geht - es ist durchaus spaÿig und unterhaltsam zu lesen und gibt Einblicke in einen Mann der eigentlich nichts anderes ist als jeder Mensch wie wir auch. Teil III Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis I Neu in den letzten Versionen: 1 II Hilfe zum Dokument 2 3

4 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 1 Info zum Dokument 2 2 Info zum Autor 3 3 Ich zu Linus Benedict Torwalds 3 III Inhaltsverzeichnis 3 IV Geschichte von Linux 19 4 Die Geschichte von Debian / Ubuntu 21 5 Wie wird es mit Linux weiter gehen? 21 V Linux - Info: 22 6 Was ist Linux? 22 7 Was sind die Vorteile von Linux? 22 8 Warum ist Linux gratis? 22 9 Warum ist Linux anders zu kongurieren? Warum funktionieren manche Geräte unter Linux nur schlecht oder gar nicht? 23 VI Die Philosophie hinter Linux (kleine Geheimnisse) 23 VII Warum Linux - für wen und für wen nicht? Tja - warum Linux? Wem würde ich nun Linux empfehlen und wem nicht? 26 VIII Linux-Versionen 27 IX Distribution 27 X Tux 27 XI Was ist mit Linux möglich? Vorwort 28 XII Linux installieren 28 XIII Software installieren, aktualisieren, entfernen 30 4

5 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS XIV Die Shell Welche Befehle sind installiert? Mehrere Befehle auf einmal: Der Operator ; Der Operator && Der Operator Der Operator Wichtige Befehle auf der Shell Die Befehls-Vervollständigung In der Shell vorangegangene Befehle suchen Anzeige des Verzeichnis-Inhaltes Im Dateisystem navigieren Neue Dateien anlegen Dateien löschen Dateien kopieren Dateien umbenennen Dateien verschieben Verzeichnisse erstellen Verzeichnisse löschen Textdateien bearbeiten Midnight Commander (MC) Rechteverwaltung chmod Besitzer einer Datei ändern chown Benutzer / User unter Linux Passwort eines Users ändern Benutzer / User löschen Neue Gruppen anlegen Benutzer zu Gruppen hinzufügen Als Root / Systemadministrator arbeiten Software installieren Software auf der Shell installieren: Alle installierten Pakete anzeigen: Selbst herunter geladene Pakete installieren: Pakete anderer Distributionen installieren Software kompilieren Software mit Aptitude verwalten Das Debian-Paketformat Standard auf der Shell Dateien komprimieren 7zip Installation von 7zip Erstellen von Archiven mit 7zip Den Inhalt eines 7zip Archives anzeigen Ein 7zip-Archiv entpacken Ein Passwortgeschütztes Archiv erstellen, dazu dient die Option -p Dateien miteinander vergleichen cksum Befehle zu einem bestimmten Zeitpunkt einmalig starten at ManPages durchsuchen apropos Die Festplatte nach Schäden durchsuchen badblocks: Rechner für die Shell bc Kalender für die Konsole cal Durch das Dateisystem navigieren cd Dateien / Verzeichnisse kopieren cp Textdateien anzeigen / nur bestimmte Teile cat Zugrisrechte ändern chmod Den Eigentümer ändern chown Dateien verschlüsseln ccrypt

6 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 13.14Die Shell leeren clear Die Systemzeit anzeigen und setzen date Datenblöcke kopieren dd Den freien Speicherplatz der PartitionidxFestplatte anzeigen df Textdateien miteinander vergleichen di Anfrage an Nameserver dig Meldungen des Kernels lesen dmesg Dos zu UNIX konvertieren dos2unix Informationen über User abfragen nger Dateiformat erkennen le Dateien und Verzeichnisse suchen nd Freien Arbeitsspeicher und Auslagerungsspeicher anzeigen free Textdateien nach Stichworten durchsuchen grep Dateien komprimieren gzip Die ersten Zeilen einer Datei anzeigen head DNS-Namen und IP-Adressen auösen host Den Hostnamen anzeigen oder ändern hostname Informationen zur eigenen ID und den eigenen Gruppen anzeigen id Netzwerk kongurieren ifcong GNU/Info-Seiten anzeigen info Prozesse / Programme beenden kill Prozesse / Programme beenden killall Überblick über die letzten angemeldeten User anzeigen last Textdateien lesen less Symbolische Links erzeugen ln Systemmeldungen protokollieren logger Verzeichnis-Inhalt anzeigen ls ManPages Hilfe zu Befehlen, deren Optionen anzeigen man Dateien vergleichen md5sum Dateien verschieben mv Netzwerkinformationen netstat Prozesse mit anderer Priorität laufen lassen nice Zeilennummern in Textdateien einfügen nl Prozesse nach dem Abmelden weiterlaufen lassen nohub DNS-Server abfragen nslookup Passwort des Users ändern passwd Prozess-ID von Programmen nden pidof Verbindung zu anderen Rechner testen ping Prozessinformationen anzeigen ps Prozess-ID nach dem Programmnamen nden pgrep Aktuelles Verzeichnis anzeigen pwd Prozesse in Baumansicht anzeigen pstree: Priorität laufender Programme ändern renice Dateien per SSH kopieren scp Shellsitzung aufzeichnen script Aufgezeichnete Shellsitzung abspielen scriptreplay Den Rechner ausschalten shutdown Befehle erst nach einer gewissen Zeit starten sleep Groÿe Dateien teilen split Sichere Verbindung zu Server ssh Die letzten Zeilen von Textdateien anzeigen tail Dateien komprimieren tar Zeit der Prozessausführung messen time CPU-Auslastung durch Prozesse anzeigen top Route zu einem Rechner verfolgen traceroute Dateien komprimieren zip

7 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 13.70Dateien erstellen touch System-Details anzeigen uname Die Systemlaufzeit anzeigen uptime Informationen über die aktuell angemeldeten User anzeigen w Informationen über den Dateiinhalt anzeigen wc Dateien von Befehlen suchen whereis Whois-Abfrage whois Informationen über die eingeloggten User anzeigen who Weitere Tipps für die Shell Umwandeln von Dokumenten mit Imagemagick Umwandeln von PDF in Bilddateien Umwandeln von Bilddateien ein PDF-Dateien Umwandeln von HTML-Dateien in Bilddateien oder PDF-Dateien Hardware, Treiber, Firmware Nach USB-Geräten sehen Nach eingebauten Geräten sehen (PCI) Warum funktioniert ein Gerät nicht? - Nach dem Problem suchen Fehlende Firmware nachinstallieren Fehlende Treiber nachinstallieren NVIDIA ATI WLAN Drucker / Scanner Weitere Systeminformationen Erweiterte Infos aus /proc anzeigen: Erweiterte Infos über den Kernel Infos über den Arbeitsspeicher Infos zur CPU Infos zu Prozessen Die Linux-Verzeichnis-Hierarchie Dateitypen unter Linux Dateisysteme aus technischer Sicht Partitionen unter Linux / Partitionieren Was sind Partitionen? Welche Partitionen sind nötig? Cron das System automatisieren An folgenden Stellen liegen die nötigen Kongurationsdateien: Was sind nun crontabs? Aufbau der crontab Bearbeitung der Crontab Anacron - wenn Cron nicht konnte Systemmanagement htop - Prozesse dstat - Prozesse-Kontrolle iotop - sehen welche Prozess sich gerade mit dem Datenträger beschäftigt iftop - anzeigen wohin der Rechner sich im Netzwerk verbindet nethogs - anzeigen welche Programme sich mit dem Netzwerk verbinden Sich bei Problemen per Mail benachrichtigen lassen Verbundüberwachung - RAID Vor Festplattenausfällen warnen lassen

8 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS Über wichtige Logmeldungen benachrichtigt werden Genaueste Infos über die Hardware Welche User gehören einer Gruppe an? Angemeldete User anzeigen Apache live in Aktion sehen Shellscripte Shellscripte schreiben Variablen Hier ein kleines von mir erstelltes Script mit einigen dieser krampfhaften Variablen Interessantes für die Shell Musikplayer für die Shell mp3blaster moc Musikplayer für die Shell Mutt - Mail-Klient für die Shell Befehle im Programm Konguration von Mutt Mixmaster - anonym Mixmaster ohne Postx Mixmaster mit Postx Mixmaster bedienen XV Texteditoren Info zu Editoren unter Linux: Emacs: Vi Nano Gedit Kate XVI Sicherheit unter Linux Warum ist Linux sicherer als etwa Microsoft? Virenscanner ClamAV ohne grasche Oberäche Eine einzelne Datei überprüfen Ein ganzes Verzeichnis überprüfen ClamAV aktualisieren Rootkits jagen rkhunter chkrootkit Firewall Überprüfen der Firewall Updates Software Privatsphäre 106 8

9 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 31 's verschlüsseln Info: Signieren Verschlüsslen Arbeiten mit gnupg Die andere Sicherheit Werbung blocken versteckte Spionage-Programme sehen und gezielt blockieren LSO-Cookies entfernen Lokale Verzeichnisse verschlüsseln Truecrypt - alles verschlüsseln Truecrypt starten Verschlüsseln Entschlüsseln XVII Netzwerke unter Linux Grundlagen zum Netzwerk Home-Netzwerk erstellen Den Server-Rechner als Router nutzen Dateien mit den Rechnern im Netzwerk teilen Samba Drucker über das Netzwerk freigeben Samba Samba grasch kongurieren XVIII Server Webserver mit Apache Installation: Apache steuern: apache2ctl Apache erweitert steuern Die Kongurationsdatei testen Den Server stoppen Den Server starten Den Server neu starten Den Server mit SSL-Support starten Statusbericht des Servers anzeigen Apache benutzen Module aktivieren / deaktivieren Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache HTML PHP Perl Python Java Web-Editoren HTML-Editor - Kompozer Bluesh Den Server vor SSH-Angrien schützen DenyHosts Fail2ban

10 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 39 Einfach mit Webserver verbinden Putty Putty installieren Mit dem Server verbinden Datenbankserver MySQL Installation: Wichtige Befehle: Konguration von MySQL via Phpmyadmin: MySQL/PHP Installation eines MySQL-Servers Steuerung des MySQL-Servers Arbeiten mit MySQL MySQL-Datenbank anlegen, bearbeiten und löschen Daten in eine Datenbank einfügen Daten ausgeben Daten suchen Mailserver für das Heim-Netzwerk Benötigt werden folgende Pakete Einrichtung des Mail-Systems Erster Test 's an den Provider senden 's abholen Tipp: Mail's zwischenspeichern Tipp: zurück zu Postx Tipp: Squirrel-Mail als grasche Web-Oberäche für Cyrus Gallery - Webgallerie auf Apache Ampache - Online-Verwaltung für Audio-Dateien Die Installation von Ampache XIX Log-Dateien zu Log-Dateien Welche Programme protokollieren Meldungen? Log-Dateien ansehen Log-Dateien mit tail ansehen Log-Meldungen verstehen Home-Server Maÿgeschneidert XX chroot - der Debian-Hammer Der vorgang mittels chroot Konguration Dateien zwischen Host und Gast teilen Schroot Schroot kongurieren Was sind die Vorteile einer chroot-umgebung? XXI Desktop-Umgebungen

11 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 46 virtuelle Arbeitsächen KDE installieren Tipps zu KDE Von Einfachklick auf Doppeklick umstellen Kontextmenü von Dolphin erweitern Die Systemzentrale von KDE Systemeinstellungen Besonders interessante Einstellungen zu KDE Festlegen an welcher Position, mit welcher Fenster-Gröÿe und auf welcher virtuellen Arbeitsäche Programme gestartet werden sollen Festlegen welche geöneten und minimierten Fenster in der Fensterleiste angezeigt werden sollen Arbeitsächen-Umschalter unter KDE aktivieren Icons im Arbeitsächen-Umschalter anzeigen Einträge im Systemabschnitt der Kontrollleiste regeln K-Menü KDE-Miniprogramme Plasmoiden Miniprogramme kongurieren KDE-Fensterleisten anpassen Einstellungen zur Uhr Icons, Verzeichnisse und Dateien am Desktop Aktivitäten unter KDE Kwallet - die digitale Brieftasche Welche Programme benötigen Passwörter? Wie kommt Kwallet zu diesen Passwörtern? Kwallet kongurieren KDE-Sprachausgabe Grunddesign von KDE ändern Die Arbeitsäche - der Hintergrund Klipper - die KDE-Zwischenablage Ändern der Anzahl der Einträge in Klipper Zwischenablageaktionen Tipp Der KDE-Schnellstarter krunner Programme starten mit Krunner Weitere Funktionen mit Krunner Krunner frei stellen Systemüberwachung per Krunner schnell starten Desktopsuche mit Nepomuk / Strigi Nepomuk und Strigi aktivieren KDE-Sitzung ändern das KDE Anwendungsmenü Einträge im KDE-Menü erweitern Der Aufbau des Editors Einen neuen Eintrag anlegen Zurück zur Standard-Konguration Tastenkombinationen unter KDE Wo kann man Tastenkombinationen ändern? Tastenkombinationen ändern Standard-Tastenkombinationen unter KDE Benachrichtigungen - akkustisch/optisch Schriften unter KDE installieren Dateimanager Dolphin anpassen Aussehen der Verzeichnis-Symbole ändern Menüleiste anzeigen Seitenleisten einrichten Werkzeugleiste von Dolphin anpassen

12 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS Fensteransicht anpassen Filterleiste - Dateien suchen Verschiedene Ansichten für verschiedene Verzeichnisse Zum Datei/Verzeichnisnamen weitere Infos anzeigen Adressleisten-Ansicht ändern Terminal in einem bestimmten Verzeichnis önen Dolphin auf Einfach-/Doppelklick umschalten Dem Kontextmenü weitere Aktionen hinzu fügen Mülleimer automatisch leeren Löschen, Kopieren und Verschieben nach im Kontextmenü anzeigen Gröÿenregler/Speicher-Infos anzeigen Fenster teilen oder neuer Tab D-Eekte unter KDE Aktivieren der 3D-Eekte D-Eekte auswählen Mausgesten für 3D-Eekte Eekte Die KDE-Kontrollleiste Gwenview - der KDE-Bildbetrachter ShowFoto Bildbetrachter mit P Der Aufbau von ShowFoto Arbeiten mit ShowFoto Nützliche Plasmoiden (Miniprogramme) für KDE Notizen Unity Tipps zu Unity Das Unity - Anwendungsmenü Arbeitsächen-Umschalter unter Unity Fenstermenüs unter Unity Systemeinstellungen unter Unity Tiefere Einstellungen zu Unity GNOME Das GNOME 3 Anwendungsmenü GNOME 3 Schnellstartleiste GNOME 3 Arbeitsächen-Umschalter XXII Anwendungen Dateiverwaltung: Krename Multimedia: Amarok Musikplayer Musik-Verzeichnisse hinzufügen Dateien aktualisieren Playlisten erstellen Equalizer Wiedergabeliste durchsuchen Amarok erweitern Amarok mit MySQL verbinden Amarok - Stimmungsanzeige K3b Brennen & Auslesen Daten-Medium erstellen

13 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS Audio-CD erstellen ISO-Datei brennen CD / DVD kopieren Audio-CD auslesen Video-CD/DVD auslesen Wiederbeschreibbares Medium löschen Einstellungen channels.conf erstellen VLC Media Player Mit VLC DVB-Fernsehen mit VLC DVB aufzeichnen Mit VLC digitalen Teletext sehen EPG für VLC Musik und Video-Listen Stream empfangen und Streamen Media-Allrounder Xine-Ui DVB-Fernsehen mit Xine-Ui Musikliste abspielen Geschlossenes Bedienpult wieder anzeigen Ton aktivieren Project-X - aufgenommene Sendungen schneiden mjpegtools - demuxte Videos zusammenfügen Mixxx - DJ for Linux Easytag - MP3-Tags bearbeiten Wie arbeitet man mit Easytag? Wiedergabelisten erstellen m3u Easymp3gain MP3-Lautstärke anpassen Wie arbeitet man mit Easymp3gain? Audacity - kleiner Audio-Pro Installation von Audacity Arbeiten mit Audacity Kdenlive - der KDE-Video-Editor Wie arbeitet man mit Kdenlive? Jackd - der Audio-Echtzeit-Server Jack installieren Jack aktivieren Ardour - Jackd ZynaddSubFX - vollkommener Synthesizer Hydrogen - Drumsequenzer DJplay - der Ultra-Party-Mixer Weitere Programme für Jack QMMP - Musikplayer Netzwerk Etherape Netzwerküberwachung Zenmap - Server-Sicherheit überprüfen Konqueror - der KDE-Webbrowser Tipp Die Standard-Funktionen erweiterte Funktionen mehr Suchmaschinen für Konqueror Cookies in Konqueror Werbeblocker in Konqueror Ktorrent - schnelle Downloads Vorsicht bei illegalen Torrents Kein Problem bei Linux-Datenträgern Wie benutzt man Ktorrent?

14 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 54.5 Knemo - KDE-Netzwerkmonitor Webbrowser Firefox / Iceweasel / Seamonkey / Iceape (Mozilla) / Netscape Unterschied zwischen Firefox und Iceweasel Seamonkey und Iceape Netscape Die Browser-Bedienung Flashplayer Einstellungen zu den Browsern Plugins System Ksystemlog - Log-Dateien überwachen Neue Log-Dateien einbinden Netzwerküberwachung mit iptraf Krusader - der multifunktionale Dateimanager Kshutdown - das System steuern Kshutdown bedienen Ark - Dateien komprimieren Systemonitor - Prozesskontrolle unter KDE Kinfocenter - Infos zum System Oce Kontact Kmail Adressbuch Kalender / Korganizer Aufgaben Nachrichten Latex - Dokumente Welche Dokumente lassen sich mit Latex erstellen? Wo liegen die Vorteile von Latex? Wie arbeitet man mit Latex? Lyx - der einfache Latex-Editor Wie arbeitet man mit Lyx? Hier einige Tipps: Desktop-Publishing mit Scribus Wie arbeitet man mit Scribus? Okular der KDE-Dokumentenbetrachter Text markieren und kopieren Dokument vergröÿern Weiteres zu Okular ConvertAll - alle Maÿeinheiten konvertieren Die Bedienung von ConvertAll Kalarm - Wecker und Terminerinnerung Einstellungen zu Kalarm Kchartselect - nicht übliche Zeichen verwenden Grak Kolourpaint GIMP - GNU Image Manipulation Program Der Aufbau von GIMP Ebenen in GIMP Kanäle in GIMP Pfade in GIMP Farben in GIMP Einstellungen zu Werkzeugen in GIMP Änderungen in GIMP rückgängig machen GIMP erweitern

15 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS Immer wieder kehrende Fragen Digikam - Bildverwaltung Verzeichnisse zu Digikam hinzufügen Fotos nach Stichworten suchen Fotos nach Datum suchen Fotos nach Skizzen suchen Fotos nach dem Standort der Aufnahme suchen Fotos nach der Gesichtserkennung suchen Bildbearbeitung in Digikam Stapelverarbeitung in Digikam Screenshots / Screencasts Shutter Ksnapshot Gtk-recordmydesktop Screencasts Istanbul - Screencasts Xvidcap - Screencasts Screencasts per mpeg Imagemagick - Bildbearbeitung auf der Shell Was sind die Vorteile von Imagemagick? Wie arbeitet man mit Imagemagic? Hier einige Praxisbezogene Beispiele Phatch - Foto-Stapelverarbeitung Wie arbeitet man mit Phatch? Hier einige interessante Aktionen von Phatch Blender - 3D-Graken Inkscape - Vektorgraken Der Aufbau von Inkscape Wie arbeitet man mit Inkscape Mypaint - das andere Grakprogramm Yakuake - die Shell per Tastendruck Wissen / Hobby / Wissenschaft Gpredict - Satelliten nden Den Beobachtungsstandort festlegen Satelliten-Positionen aktualisieren Weitere Satelliten anzeigen Extcalc - wissenschaftlicher Taschenrechner Kdeedu Marble - Desktop-Globus Der Aufbau von Marble Die unterschiedlichen Karten von Marble Wie arbeitet man mit Marble? Zusatzfunktionen von Marble Kstars - die virtuelle Sternkarte Einrichtung und Erweiterung von Kstars Bedienung von Kstars Teleskope mit Kstars steuern Weitere Hilfe zu Kstars Kcalc - erweiterter Rechner Stellarium - virtuelles Planetarium Celestia - virtuelle Raumfahrt XXIII Windows-Software installieren mit Wine Installation von Wine

16 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 61 Konguration von Wine Installieren von Windows-Software Winetricks Playonlinux Playonlinux installieren Playonlinux verwenden Wine erweitert Weitere Emulatoren Emulation von wissenschaftlichen Taschenrechnern Installation von Tiemu Benutzung von Tiemu Weitere ROM's/Taschenrechner hinzufügen VirtualBox Anlegen einer virtuellen Maschine mit VirtualBox Shared Folders mit VirtualBox USB-Geräte in VirtualBox Sicherheit mit VirtualBox Weitere Hardware-Emulatoren dieses Typs Dosbox - DOS-Programme auf Linux Installation von Dosbox Konguration von Dosbox Atari - Emulator XXIV Spezielles aus der Entwicklung Versionskontrollen CVS (Concurrent Versions System) Selbst ein Projekt erstellen Auf ein Projekt zugreifen Dateien herunter laden Dateien hoch laden Dateien löschen Update der Dateien grasche Oberäche für CVS - Cervisia Subversion (SVN) Das bestehende Verzeichnis aktualisieren Die letzten Meldungen der Entwickler ansehen Dateien / Verzeichnisse umbenennen Informationen über das Projekt anzeigen Grasche Oberäche KDESVN GIT Das Projekt auf den eigenen Rechner kopieren Neue Datei hinzufügen Löschen von Dateien Eigene Kommentare schreiben Änderungen durchführen Das Projektverzeichnis aktualisieren Grasche Oberäche für GIT IDE's - Integrierte Entwicklungs-Umgebungen QtCreator Qt-Designer

17 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 66 Programmieren unter Linux Von der Idee zur Realität Erste Versuche mit C Erklärung zum Quelltext: XXV Diverses UMTS (GPRS)-Modems Welche UMTS-Sticks werden unterstützt? Video-DVD's mit Kopierschutz Drucker & Scanner 277 XXVI Tipps & Tricks Hier einige kleine Tipps und Tricks rund um Linux ISO-Dateien, CD/DVD-Images mounten ohne diese zu brennen Gisomount isoloop Debian-Paket bauen Vorbereitung Hängenden Desktop beenden Hängenden Desktop beenden - Teil zwei Hängenden Desktop beenden - Teil drei Gelöschte Dateien wiederherstellen Debian / Ubuntu beschleunigen Fehler melden XXVII Kleine Helfer Programme die nützlich sind Cairo-Dock die andere Leiste Installation von Cairo-Dock die Benutzung von Cairo-Dock Konguration von Cairo-Dock AWN - Avant Window Navigator Installation von AWN Konguration von AWN XXVIII Puppy Linux / Slacko Installation von Puppy 285 XXIX Alle möglichen Tastenkombinationen Tastenkombinationen 288 XXX Kleine Programmliste nach Kategorien

18 INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS 74 kleine Programmliste Multimedia Video-Player Audio-Player / Musikverwaltung Media-Center Audio-Dateien / Musik bearbeiten - einfach Audio-Dateien / Musik bearbeiten - Studio Audio-CD's rippen Videos bearbeiten, schneiden, Eekte hinzufügen usw CD's / DVD's brennen kleine Programmliste Grak / Foto / Bilder Bildbearbeitung Bildverwaltung Bildbetrachter kleine Programmliste Oce / Büro Oce-Suiten Extra Oce-Programme PIM / Personal Informationsmanager, Kalender Datenbanken kleine Programmsiste Internet Browser Mail-Klient's News / RSS / Usenet FTP-Klient's Torrent / Filesharing / P2P / Gnutella/Limeware Chat - IRC, MSN, Yahoo, Skype, QQ Downloads Twitter / Blog XXXI Begrie unter Linux Info: A B C D E F G H I J K L M N P Q R S T U V W

19 78.23X XXXII Dateiendungen unter Linux 296 XXXIII Stichwortverzeichnis 297 XXXIV Abbildungsverzeichnis 321 XXXV Tabellenverzeichnis 324 Teil IV Geschichte von Linux Bevor man über die Geschichte von Linux spricht sollte man sich ein wenig über das davor informieren: 1965: BELL, General Electric und das MIT beginnen mit der Entwicklung eines Betriebssystems namens Multics (Multiplexed Information and Computing Service). 1969: Bell beginnt mit der Entwicklung eines Zwei-User-Betriebssystems für das Apollo-Raumfahrtprogramm hierbei entsteht das erste hierarchische Dateisystem das für spätere UNIX-artige Systeme Standard sein wird das erste UNIX entsteht. 1971: Dennis Ritchie führt die Programmiersprache C ein. 1973: Der erste UNIX-Kernel komplett in C erscheint, im selben Jahr wird UNIX zu einem vollen Multiuser- Multitasking-Betriebssystem. und:: UNIX spaltet sich in mehrere Derivate auf. BSD die Berkeley Software Distribution erscheint. 1979: das erste freie UNIX entsteht 1983: Richard Stallman gründet das GNU-Projekt Abbildung 1: Richard Stallman 1986: Das bekannte System V erscheint. 1989: System V Release 4 erscheint es gilt heute als UNIX-Standard. Richard Stallman erstellt die GNU General Public License (GPL). 19

20 Abbildung 2: das GNU-Logo 1991: das System Net/2 erscheint, ebenso BSD/OS. Linus Benedict Torvalds war mit dem aktuellen MINIX-System nicht zufrieden und beginnt alleine mit der Arbeit an einem neuem System-Kern. Im August postete er schlieÿlich folgende Nachricht auf der Newsgroup comp.os.minix: From: (Linus Benedict Torvalds) Newsgroups: comp.os.minix Subject: What would you like to see most in minix? Date: 25 Aug 91 20:57:08 GMT Hello everybody out there using minix - I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and professional like gnu) for 386(486) AT clones. This has been brewing since april, and is starting to get ready. I'd like any feedback on things people like/dislike in minix, as my OS resembles it somewhat (same physical layout of the le-system (due to practical reasons) among other things). I've currently ported bash(1.08) and gcc(1.40), and things seem to work. This implies that I'll get something practical within a few months, and I'd like to know what features most people would want. Any suggestions are welcome, but I won't promise I'll implement them :-) Linus PS. Yes it's free of any minix code, and it has a multi- threaded fs. It is NOT protable (uses 386 task switching etc), and it probably never will support anything other than AT- harddisks, as that's all I have :-( Linus veröentlicht die erste Version von Linux 0.01, am erscheint Version 0.02 Abbildung 3: Linus Benedict Torwalds 1992: das freie NetBSD wird eine komplett freie UNIX-Distribution. Version 0.12 von Linux erscheint, die Newsgroup alt.os.linux entsteht. Linux wird unter die GNU General Public License gestellt. 1994: Linux 1.0 wird frei gegeben (Netzwerkfähigkeit hinzugefügt). Das XFree86-Projekt seine grasche Oberäche auf Linux. 1996: Linux 2.0 wird frei gegeben (Slackware und Debian die beiden ältesten heute noch bestehenden Distributionen erscheinen). 1998: Linux 2.2 wird frei gegeben (Multi-Prozessor-Support). 20

21 5 WIE WIRD ES MIT LINUX WEITER GEHEN? 2001: Linux 2.4 wird frei gegeben (Unterstützung für neue Architekturen, Unterstützung für bis zu 64GB RAM, gröÿere Dateien, Dateisysteme ReiserFS und DevFS, Unterstützung für Plug-and-Play, Netlter-Firewall). 2003: Linux 2.6 wird frei gegeben ( Unterstützung für Hyper Threading, neue Architekturen 64 Bit PowerPC, 64 Bit AMD, uclinux und Usermode Linux, ALSA Sound System, SATA-Support, Bluetooth-Support, neue Dateisysteme JFS, Ext4, NFSv4, XFS, AFS) 2011: Linux 3.0 erscheint (enthält keine revolutionären Neuerungen jedoch wurden Linus die Versions-Nummern des Kernels zu lange). 4 Die Geschichte von Debian / Ubuntu Bereits 1993 begann die Geschichte von Debian, der Amerikaner Ian Murdock begann an der Arbeit des ersten Debian- Systems, der Name der Distribution selbst stammt aus der Kombination des Vornamens seiner Frau Deborah und seinem Ian. Die Namen der Versionen stammen bisher aus dem Film Toy Story: Buzz sehr man auch daran arbeitet - Rex der Tyrannosaurus Bo (Bo Peep) das Mädchen, das sich um die Schafe kümmerte Hamm das Sparschwein Slink (Slinky Dog) der Spielzeughund Potato Mr. Potato Head Woody der Cowboy Sarge der Anführer der grünen Plastikarmee-Männer Etch (Etch-a-Sketch) die Schreibtafel Wheeze - das folgende Debian 7 Sid ein Nachbarsjunge, welcher Spielzeug zerstörte - eine Distribution die seit jeher existiert, es ist die Version von Debian in der Software landet die vielleicht in der nächsten Debian-Version landet, wird in dieser Distribution also getestet und ist immer aktuell. Ubuntu: Ubuntu wurde 2005 erstmals von der Südafrikanischen Firma Canonical an die Öentlichkeit gebracht, damals eigentlich nur ein reines Debian-System mit einigen Scripten um die Installation zu erleichtern. Heute ist Ubuntu ein System das seine Pakete aus Debian-Unstable bezieht und diese etwas für seine Zwecke umbaut. Weiters arbeitet Ubuntu vor allem daran Linux einfacher zu gestalten um das System auch für Computer-User die sich nicht für die Technik hinter dem System interessieren - also nur ein Betriebssystem haben wollen das einfach nur funktioniert. Die Unterschiede zwischen Debian und Ubuntu: Grundsätzlich kann man sagen Debian arbeitet daran dass das System allem voran äuÿerst stabil und sicher ist - was wiederum bedeutet dass alles funktioniert - jedoch die Software zumeist schon etwas älter ist. Ubuntu wiederum versucht das System vor allem mit aktuellster Software auszustatten die aus Debian-Unstable stammt - was wiederum dazu führt dass nicht immer alles funktioniert - vor allem wenn man Pakete installiert die nicht als Standard zu bezeichnen sind. 5 Wie wird es mit Linux weiter gehen? Nun 100%ige Prognosen kann wohl niemand abgeben, zur Zeit steigen die Distributions-Downloads und freiwillig registrierte User rasant - alleine 2011 stiegen die Linux-Installationen von unter einem Prozent auf dem Desktop auf über 1,4%. Sicherlich Microsoft wird Linux auf dem Desktop wahrscheinlich nicht komplett ersetzen - dazu gibt es zu viele User die vom Vertrauten nicht weg wollen - auch wenn dies gröbere Abschnitte im Thema Sicherheit, Persönlichkeit und Freiheit bedeutet. Der Servermarkt gehört Linux und das wird sich auch nicht ändern - wie lange UNIX oder gar Microsoft hier noch bestehen können wird die Zeit zeigen denn die Sicherheit, Stabilität und der modulare Aufbau von Linux ist nicht zu schlagen. Am mobilen Markt ist die Sache noch nicht richtig abzuschätzen - wobei man jedoch auch nicht vergessen darf - Android ist Linux - wenn auch ein durch Google sehr unsicheres Linux. Da wo Linux sich durchsetzen wird ist der Markt 21

22 9 WARUM IST LINUX ANDERS ZU KONFIGURIEREN? in Firmen-Servern und Verteiler-Zentren, in der Robotik sowie in der Forschung, über 70% der Weltweiten Superrechner laufen unter Linux - neue Rechner dieser Art werden kaum noch mit UNIX und schon gar nicht mit Microsoft bestückt. Was man sicherlich noch so nebenbei sagen kann ist dass Linux in den kommenden Jahren immer mehr benutzerfreundlich wird, so einige Überraschungen wird es sicherlich geben. Teil V Linux - Info: 6 Was ist Linux? Linux ist ein Betriebssystem wie etwa auch Microsoft Windows oder MAC. Ein Betriebssystem hat die Aufgabe Prozesse (Programme) zu steuern, es bildet die Schnittstelle zwischen Hardware und Software, ohne Betriebssystem kann ein Computer nicht funktionieren. 7 Was sind die Vorteile von Linux? Einerseits könnte man sagen Linux ist gratis, doch selbst das ist nicht ganz korrekt - es gibt Distributionen die sehr wohl Geld kosten, dies sind zumeist Enterprice-Systeme für Firmen die längeren Support für eine Version bieten (darunter: Red Hat, Suse Linux, Xandros und einige weitere spezielle Systeme), vielmehr liegen die Vorteile bei der Stabilität des Betriebssystems, Abstürze kommen so gut wie nicht vor, auch müssen Linux-Systeme weniger oft neu gestartet werden durch die bessere Speicher-Verwaltung, die Sicherheit von Linux ist um einiges höher als etwa die von Microsoft - aber auch höher als die von MAC - so sind Schadprogramme für Linux kaum existent (können Sie an Ihren Fingern abzählen). Linux versendet keine Daten über Ihre Dateien oder Gewohnheiten auch nicht die vielen tausende Programme die Sie installieren können wie etwa Microsoft und viele unzählige Programme, Ihre Persönlichkeit und Ihre Privatsphäre bleiben gewahrt. Linux ist extrem anpassungsfähig, so lassen sich nicht nur unzählige verschiedene grasche Oberächen (siehe: Desktop-Umgebungen) installieren und diese sich individuell kongurieren - sondern Linux lässt sich sehr schnell in alles mögliche verwandeln was man gerade benötigt, ob dies nun ein Webserver, Mail-Server, Datei-Server oder eine Firewall mit integriertem Router ist oder eine voll ausgestattete Multimedia-Station, selbst auf Tabletts oder Smartphones liefert Linux eine sehr gute Figur. 8 Warum ist Linux gratis? Linux wird hauptsächlich nicht von kommerziellen Firmen wie etwa Microsoft oder Apple entwickelt (jedoch auch - etwa von Oracle, Intel, Google - teilweise liefert sogar Microsoft) sondern von Entwicklern die dies in ihrer Freizeit tun weil sie etwa Freude daran haben oder einfach mit etwas anderem arbeiten wollen. 9 Warum ist Linux anders zu kongurieren? Viele Menschen würden gerne auf Linux umsteigen - lassen es jedoch dann wenn Sie sehen dass man für manche Dinge die Shell oder den Texteditor anwerfen muss. Dies ist einerseits so weil Linux an sich noch immer ein Betriebssystem von Entwicklern für Entwickler ist - also für Leute die wissen was sie tun, andererseits ist es so dass grasche Oberächen zur Konguration zumeist nur wenige Funktionen bieten - und wenn dann sind diese unübersichtlich. Auch sind die vielen Optionen und Möglichkeiten zur Konguration ein Grund zum nicht umsteigen - doch gerade diese vielen Möglichkeiten sind der Grund warum es Linux überhaupt gibt, Microsoft ist einfach zu kongurieren - ja - aber will man mal wirklich etwas einstellen und es ist keine Schaltäche dafür da hat sich die Geschichte schon erledigt. Andererseits müssen grasche Oberächen auch erst mal entwickelt werden. - Jedoch muss man auch sagen dass sich die Benutzerfreundlichkeit unter Linux in den letzten Jahren sehr erhöht hat sodass Linux im Normalfall auch von Kleinstkindern zu bedienen ist. 22

23 10 Warum funktionieren manche Geräte unter Linux nur schlecht oder gar nicht? Als erstes sollte man natürlich sagen dass die Unterstützung von Hardware unter Linux hervorragend ist - installieren Sie ein frisch gekauftes Microsoft auf einen Rechner stehen erst mal Treiber-Installationen an denn weder der Drucker, noch das WLAN-Modul oder die Webcam - auch die 3D-Grakkarte funktionieren - unter Linux brauchen Sie zumeist nur das gewünschte Gerät anschlieÿen und es funktioniert im Normalfall - Linux bringt schon in der Standard-Installation mehr Geräte-Treiber mit als alle bisherhigen Microsoft-Versionen zusammen. Sehen Sie sich eben mal Microsoft an - solange ein Gerät nicht nötig ist damit der Rechner funktioniert müssen Sie dazu extra den Treiber installieren - diese Treiber werden auch nicht von Microsoft entwickelt sondern von den Herstellern der Hardware - es ist auch nicht die Aufgabe der Entwickler eines Betriebssystems Treiber für alle möglichen Geräte zu entwickeln - doch unter Linux ist dies zum Groÿteil so - hier entwickeln freie Entwickler Treiber gratis für solche Geräte - damit man jedoch Treiber für ein Gerät entwickeln kann muss man das Gerät entweder selbst haben (darum wird auch nicht jedes exotische seltene Gerät unterstützt) oder zumindest dessen Hardware-Spezikationen kennen - was wiederum die Hersteller der Hardware nicht gerne heraus geben. Die Situation hat sich in letzter Zeit jedoch sehr verbessert, viele Hardware-Hersteller stellen nun die Spezikationen bereit oder entwickeln selbst Treiber für Linux - insgesammt verbessert sich die Situation monatlich, am besten sucht man beim Kauf neuer Hardware - hier vor allem bei Druckern, Scannern, DVB-Geräten und speziellen Geräten nach Marken die bekannt und weit verbreitet sind (es müssen nicht die teuersten sein - nur bekannt und weit verbreitet) - dann sollte es keine Probleme geben. Bei Druckern und Scannern ist mein Tipp immer HP - hier gibt es nie Probleme. Am besten suchen Sie vor dem Kauf unter Google nach den Stichworten Modell und Linux. Teil VI Die Philosophie hinter Linux (kleine Geheimnisse) Hinter Linux steckt so einiges dass so mancher eingeeischter Linux-Freak nicht weiÿ, gut ist es um diese Geschichten zu verstehen die Geschichte von Linux (siehe Beitrag zuvor) gelesen zu haben. Um die Philosophie hinter Linux zu verstehen sollte man zuerst mal die von GNU verstehen, GNU ist ein sogenanntes rekursives Akronym für GNU is not UNIX, GNU wurde von Richard Stallman dazu geschaen ein Betriebssystem zu erstellen das absolut frei von proprietärer Software war (also von Software in dessen Quellcode nur dessen Entwickler oder die Firma dahinter einsehen kann), proprietärere Software bedeutet dass der Entwickler der Software darin alles mögliche einbauen kann - etwa Spionagesoftware und dergleichen (wie es etwa unter Microsoft selbst und unter vielen Programmen unter Windows der Fall ist). Der allerwichtigste Grundsatz von GNU ist es jedem Menschen ob arm oder reich den Zugang zu jeder Art von Software zu ermöglichen. So ist es im Zusammenspiel von GNU, FSF und einiger Firmen gelungen ein kleines Notebook zu bauen das gerade einmal 100 Dollar kostet, den Zugang zum Internet ermöglicht (wenn vorhanden), aber zumindest ein WLAN-Netzwerk zwischen groÿen Entfernungen zwischen diesen Geräten aufzubauen, was die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern aufrecht erhält - dieses Notebook wurde und wird von einigen Regierungen ärmerer Länder in Afrika oder auch in Indien usw. gesponsert und kostenlos zur Verfügung gestellt - der OneLPC. Weiters geht es darum dass jeder Entwickler/Mensch Zugang zu den Quellen dieser Software hat sodass diese mit bester Qualität weiter entwickelt werden kann, dies hat ebenfalls zur Folge dass unerwünschter Code - etwa zur Spionage nicht eingebaut wird da ansonsten diejenige Software sofort in allen möglichen Foren verschrien wird, auf diese Weise werden auch Fehler und Sicherheitslücken schnell entdeckt - denn viele Augen sehen mehr als eines. Ebenfalls hat GNU die GNU General Public License aufgebaut, diese einzige wirklich gültige Lizenz unter Linux beschreibt nicht etwa wie alle anderen Lizenzen etwa unter Microsoft das was Sie nicht dürfen sondern das was Sie dürfen - nämlich so ziemlich alles - Sie dürfen sich den Quellcode der Software nehmen, diesen verändern, an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen oder auch ein ganz neues Programm daraus entwickeln - die einzige Regel die man dabei beachten muss - der Quellcode der daraus entstehenden Software muss wieder frei und oen ins Internet gestellt werden sodass jede Person darauf Zugri hat, weiters regelt die GNU General Public License dass die Software für alle Zwecke - egal welcher eingesetzt werden darf (so darf etwa Microsoft Oce für Studenten nicht in Firmen eingesetzt werden - dafür muss man sich die teueren Versionen kaufen, oder Avira Personal (die Gratis-Version des Virenscanners) ebenfalls nicht auf Rechnern von Firmen usw. usf.). Andererseits schützt die GNU General Public License den Entwickler selbst - also die Rechte an seiner Software - sowie den User der sie benützt (Microsoft versuchte so etwa Linux schon als illegal hinzustellen und bedrohte Linux-User zu verklagen). Des weiteren beschreibt die GNU General Public License dass die Software nichts kosten darf, also frei aus dem 23

24 Internet herunter geladen und benutzt werden darf ohne Einschränkungen - was jedoch keinesfall bedeutet dass mit Linux kein Geld verdient werden kann - man darf kein Geld für die Software verlangen - jedoch etwa für die Arbeit und die Zeit die man benötigt um daraus ein funktionierendes Betriebssystem zu machen - ein Beispiel wäre etwa Red Hat, diese Firma aus den USA entwickelt ein Betriebssystem aus dem Linux-Kernel und zugehörigen Programmen sowie Programmen zur Systemkonguration - und verdient mit dem Verkauf dieser Distribution an Firmen sowie dem Support ihr Geld - wobei sie natürlich den Quellcode der Distribution wieder online stellt (daraus wird wieder zum Beispiel CentOS - eine komplett freie kostenlose Enterprice-Distribution die nichts kostet) und so nebenbei die Entwicklung der freien Distribution Fedora sponsert. Dadurch dass natürlich auch die Entwicklung von freier Software nicht komplett gratis ist - einige Entwickler arbeiten etwa nur am Linux-Kernel - und auf diese Weise nichts verdienen wurde die Free Software Foundation FSF geschaen - sie wird etwa durch Spenden von Usern die doch etwas der Gemeinschaft zurück geben wollen oder auch durch gröÿere Firmen gesponsert die mit Linux arbeiten und dadurch so einiges an Geld sparen. Als kleines Beispiel: die Arbeit am kommenden Betiebssystem Debian 7 Wheeze würde alleine in der Zeit gerechnet die Entwickler dazu verwenden 17 Milliarden US-Dollar verschlingen - wobei die Arbeit am Linux-Kernel selbst überhaupt noch nicht eingerechnet ist - die Arbeit am Linux-Kernel selbst wurde 2010 mit über 100 Milliarden US-Dollar beziert. Vor allem der Umstand dass sich bevor es Linux gab sich UNIX und Microsoft das Server-Geschäft teilten und seit einiger Zeit Linux vor allem Microsoft so gut wie komplett aus dem Server-Geschäft verdrängte - ca 94% der Webserver, Mail-Server, FTP-Server und dergleichen laufen mit Linux, ca 5% mit UNIX und den Rest teilen sich Solaris und Microsoft machten Microsoft so schwer zu schaen dass es so einige Kampagnen startete um Linux zu verdrängen, schlimmer wurde es als sich auch noch Linux immer weiter am Desktop vordrängte - heute nutzt die Londoner Börse hauptsächlich Linux, Google ist Linux (wenn Sie mit Google suchen suchen Sie mit Linux), Facebook, Myspace, Youtube, Yahoo und dergleichen arbeiten nur mit Linux, 90% der sogenannten Supercomputer laufen unter Linux, Router, Flaschenzähler im Supermarkt, Festplattenrecorder, Android ist Linux, Roboter, Satelliten und vieles weitere arbeitet nur unter Linux - Microsoft steht heute dort wo UNIX einstmals stand, das groÿe Imperium begann zu fallen Andrew Tannenbaum kritiesierte den Linux-Kernel als altmodisch und für die Zukunft nicht brauchbar Microsoft begann Strategien zu entwickeln um Linux zurück ins Nirvana zu drängen - Linux sei die gröÿte Gefahr für Microsoft - die Strategien nannten sich die Halloween-Dokumente mit denen Microsoft Linux technisch rückständig und unwirtschaftlich aussehen lassen wollte Microsoft bezichtigte Linux proprietären Microsoft-Code im Linux-Kernel zu verwendet, Linux-Entwickler forderten diesen Code zu nennen um diesen zu entfernen und durch eigenen Code zu ersetzen - Microsoft schwieg. Die Bestätigung der Behauptung wurde nie bewiesen Der UNIX-Hersteller SCO bezichtigte Linux SCO-Code im Linux-Kernel zu verwenden und klagte vor Gericht Microsoft und Novell (Suse Linux, OpenSuse) kooperieren zwangsweise - denn Microsoft beschuldigt noch immer Linux Microsoft-Code zu verwenden, Microsoft und Novell bezahlen gegenseitig Lizenzgebühren Der Rechtsstreit zwischen SCO und Linux wird trotz massiver Geldspenden von Microsoft an SCO eingestellt - denn SCO ist pleite Microsoft produziert Schulungsvideos für Computerverkäufer - diese sollen die Kunden von Linux abraten denn Linux wäre illegal. Linux auf Netbooks werden immer aktueller, Microsoft bringt die Hardware-Hersteller dazu nur kleine Festplatten und wenig Arbeitsspeicher einzubauen um die Verbreitung dieser Geräte mit Linux so gering wie möglich zu machen - leider ein Fehlschlag denn selbst Windows läuft darauf nur mit bescheidener Leistung - die Geräte werden immer mehr und mehr verkauft - schlussendlich wieder mit Linux Android ist wird als Betriebssystem für Smartphones immer aktueller, Microsoft klagt Hersteller dieser Smartphones dass Android (dass ja nur ein unterentwickeltes Linux ist) Microsoft-Code verwendet und verlangt Lizenzzahlungen - bis heute verdient Microsoft an diesen Lizenzzahlungen mehr als mit seinem eigenen Handy- Betriebssystem WindowsPhone Diverse Hersteller die Android verwenden gehen in den Rechtsstreit mit Microsoft - der besagte Code wäre unzulässig - tatsächlich handelt es sich um Code der belanglos ist (um veraltete HTML-Technologien anzuzeigen aus den 80er Jahren), der Streit dauert noch immer an. Microsoft entwickelt Gegenstrategien da Linux auf Online- Plattformen die Live-Programme wie etwa Google-Docks und andere sogenannten Datenwolken läuft und selbst darauf wieder Open Source-Programme, Microsoft versucht die Hersteller zu überzeugen zwar Linux als Unterbau zu verwenden - jedoch als darauf laufende Anwendungen solche von Microsoft - wieder ein Fehlschlag. 24

25 11 TJA - WARUM LINUX? Heute trägt selbst Microsoft mit Millionen von Code-Zeilen zum Linux-Kernel bei (die natürlich von der Linux- Community peniebel überprüft werden) vor allem um zumindest mit Linux kompatibel zu bleiben. Linux teilt einerseits die Philosophie mit UNIX Programme so klein wie möglich zu halten - diese sollen zumeist eine Aufgabe - diese aber mit allen möglichen Optionen und so gut wie möglich lösen können, andererseits läuft Linux nicht unter der BSD-Lizenz die aus UNIX-Code auch proprietären Code machen kann - also Programme für die man direkt bezahlen muss (wie etwa beim oenen Projekt Wine aus dem der kommerzielle Emulator Crossover wurde) - bestehender Linux-Code muss frei bleiben. Teil VII Warum Linux - für wen und für wen nicht? Wie man immer wieder hört ist Linux ein System für Bastler - das stimmt auch - auch wenn man Linux - zum Beispiel Ubuntu ohne weiteres einem Windows-Umsteiger in die Hand drücken kann und er sollte dieses ohne Probleme installieren und damit umgehen können - doch hie und da muss man schone ab und zu etwas Hand anlegen. Wie gesagt - der Ausdruck Linux ist ein System an dem man basteln kann - ist ohne Probleme der richtige Ausdruck, - doch habe ich damit keine Probleme wenn ich von einem Windows-Freak höre Was ist denn dass für ein Zeugs - wenn ich Windows installiere geht alles - das mag teilweise stimmen - doch wenn etwas nicht funktioniert dann funktioniert es nicht und damit hat sich die Geschichte auch schon erledigt - unter Microsoft muss man oft damit leben dass etwas so ist wie es eben ist, man kann gewisse Dinge kongurieren - soweit es der Entwickler der Software oder des Systems vorgesehen hat - unter Linux kann man so ziemlich an allen Stellen Hand anlegen wobei es egal ist was der Entwickler der Software oder des Systems hier vorgesehen hat. Die Frage Warum ist Linux so kompliziert? beantworte ich zumeist damit Weil man unter Linux mehr Möglichkeiten hat. - Warum bastelst Du immer so viel herum - ich muss das nicht? - Weil ich die Möglichkeit habe daran zu basteln.. 11 Tja - warum Linux? Hier kann ich nur meine Gründe haraus heben - jeder hat unterschiedliche Gründe, vielleicht weil es gratis ist. Ich selbst habe unterschiedliche Gründe; zuerst einmal die Philosophie - Linux und die Software dahinter steht jedem zur Verfügung - egal ob arm oder reich, jeder kann damit alles machen ohne dafür zu bezahlen (sicherlich könnte man hier wieder sagen wenn ich einen neuen Rechner kaufe ist Windows drauf - doch einerseits kostet ein neuer Rechner ohne Windows - gibt es ja auch - gleich mal um zwei- dreihundert Euro weniger - weiters kann man ohne zusätzliche Software für die man natürlich zumeist bezahlen muss mit Windows nicht viel anfangen). Weiters kann ich ohne Lizenzen die mir sagen was ich mit einer Software nicht tun darf gut leben - ich hasse es wenn man mir etwas aufzwingt was ich nicht will. Ich will nicht weil das System nach spätestens einem Jahr unbrauchbar langsam wird meine Daten sichern müssen und den ganzen Scheiÿ neu aufsetzen - ich habe zu Hause einen alten IBM-Kasten aus dem Jahr 2000 den ich mit Debian Sarge aufgesetzt habe - 256MB RAM Arbeitsspeicher und eine CPU von deren Leistung ich nicht mal mehr sprechen will - die Kiste läuft immer noch und dient mir als Multimedia-Server, ja inzwischen habe ich zwei mal die Festplatten gewechselt - aber neu aufsetzen musste ich das Teil noch nie - das System auf eine neue Festplatte geklont - das System immer weiter aktualisiert - wie unter Debian üblich benötigt man dazu keine weitere CD/DVD sondern die Aktualisierung läuft über das Internet - und heute läuft die Kiste mit 256MB RAM unter Debian Squeeze tadellos mit mehr Geschwindigkeit als jedes Microsoft-System auf einem aktuellen Rechner - zwar ohne grasche Oberäche - aber wozu benötigt ein Server eine solche :). Als nächstes - ich hasse es wenn Daten über mich ins Netzwerk ieÿen von denen ich nichts weiÿ - Microsoft und haufenweise unter Microsoft verfügbare Software schieÿen Daten über Sie und Ihre Daten ins Netz - hier helfen keine Programme die dies verhindern sollen - alleine der Adobe Reader sendet Daten über Ihre Dokumente die Sie lesen an unbekannte Adressen (ja den Adobe Reader kann man auch unter Linux installieren - doch hier musste dieser so an Linux angepasst werden das dies nicht vorkommt - ansonsten würde er nicht in die Repositories aufgenommen) - wenn ich nur an den Microsoft Media-Player denke - er sendet Daten an Microsoft über Musik die Sie von CD's rippen, nicht nur dass - er sendet Ihre ganze Bibliothek - dies hat den Grund dass Microsoft etwa mit Sony-Musik zusammen arbeitet um illegal verbreitete Musik zu unterbinden - was etwa in Deutschland oder Österreich zur Zeit noch keine Probleme schat weil die Gesetze hier noch nicht soweit vorhanden sind - in den USA wird illegaler Medien-Download mit Freiheitsstrafe geahndet. 25

26 12 WEM WÜRDE ICH NUN LINUX EMPFEHLEN UND WEM NICHT? Ich kann unnötige Software nicht ausstehen die andersweitig benötigte Systemresourcen verschlingt - wie etwa Virenscanner die andauernd laufen müssen - ja ich selbst benutze auch ClamAV - schalte diesen jedoch nur ein wenn ich etwa möglicherweise verseuchte Dokumente wie etwa 's an Microsoft-User weiter sende - ansonsten hat der Virenscanner zu schlafen. Microsoft versucht es dem User so einfach wie möglich zu machen - so ist es auch möglich als normaler User dauerhaft mit Administratorrechten zu arbeiten - was wiederum einer der gröÿten Sicherheitsfehler ist, weiters werden sicherheitskritische Lücken nur einmal im Monat gepatcht - wenn Microsoft diese als unzureichend bendet überhaupt nicht - so sind noch Sicherheitslücken aus Windows 95 in Win 7 und im zukünftigen Win 8 vorhanden die natürlich ausgenützt werden. Und mein wohl gröÿter Grund - ich bin Bastler und Software-Entwickler - ich will da und dort etwas an meine Bedürfnisse anpassen auch wenn der Entwickler der Software nicht an diese Möglichkeit gedacht hat, ich will dort etwas besser machen, die eine Funktion die ich nicht benötige entfernen und dort wieder eine hinzufügen - und - ich kann es - denn Linux ist dazu oen - zumeist ist es genug die richtige Textdatei zu ändern - unter Microsoft zumeist nicht möglich - denn der Hersteller der Software oder des Systems möchte nicht dass Sie in dessen Karten schauen. 12 Wem würde ich nun Linux empfehlen und wem nicht? Theoretisch eigentlich jedem der mit Microsoft nicht zufrieden ist, wirklich ungeeignet ist Linux nur für solche Leute die keine Veränderungen wollen oder Angst davor haben mit etwas anderem zu Arbeiten, anders Arbeiten zu müssen oder diverse Funktionen an anderen Orten suchen zu müssen. Um es genau zu sagen - es gibt zur Zeit über 1000 verschiedene Linux-Systeme die alle ihre Eigenarten und Vorzüge haben - aber keines ist absolut so wie Microsoft - etwas umgewöhnen muss man sich immer. Wenn ich sage Linux ist für jeden geeignet - ist dies zumeist so gemeint dass es für jeden eine Distribution gibt mit der er leben und seine Freude damit haben kann, so ist etwa Ubuntu für solche Leute geeignet die einfach ein schnell funktionierendes System haben wollen an dem man nicht vie basteln muss damit es funktioniert, es ist einfach zu installieren und man hat jedes halbe Jahr die neueste Software (wenn man etwas tiefer in die Paketverwaltung greift kann es vorkommen dass nicht alles funktioniert) weil es alle sechs Monate eine neue Version des Systems gibt die man ganz einfach per Internet aktualisieren kann, Debian ist wiederum eine der zwei ältesten noch existierenden Distributionen überhaupt, es ist sozusagen auch der Vater von Ubuntu - wobei Debian um vieles stabiler ist als etwa Ubuntu - wenn etwas unter Ubuntu nicht funktioniert funktioniert es unter Debian, dabei muss man jedoch mit etwas älterer dafür aber bestens getesteter Software leben - dafür muss man bei der Installation mit einem etwas unfreundlicheren Installer leben - der aber auch von Einsteigern zu meistern sein sollte. Wenn man stattdessen ein wie Debian stabiles und doch extravaganntes System sucht ist man sicherlich mit Dreamlinux zufrieden, Dreamlinux ist schnell und mit einem wunderschön gebauten XFCE-Desktop ausgestattet, es basiert auf Debian legt jedoch mehr Wert auf Multimedia. OpenSuSE ist ähnlich wie Ubuntu auf aktuelle Software ausgelegt - was wiederum heiÿt - alles kann - aber nicht alles muss funktionieren, der Paketmanager YaST wird vor allem dann etwas unfreundlich wenn man weitere Software-Repositories hinzufügt - im Gegensatz zu Debian fragt hier YaST gerne nach wenn es Unstimmigkeiten zwischen Paketen gibt - so muss dann der User selbst entscheiden was zu tun ist. Fedora ist wieder eine Distribution die ich auch Einsteigern empfehlen würde, zwar ist unter Fedora etwas weniger Software als etwa unter Debian/Ubuntu verfügbar - doch jedes halbe Jahr gibt es eine neue Version des Systems was natürlich auch neue Software bringt - diese ist jedoch im Gegensatz zu Ubuntu zumeist sehr funktionstüchtig, wie etwa auch OpenSuSE benötiigt man zum Aktualisieren jedoch eine neue CD/DVD. Weiters ist Fedora dafür bekannt immer die neuesten Techniken zu integrieren. Slackware hingegen dringt wieder etwas mehr in Richtung Debian - auch ist Slackware neben Debian eine der zwei ältesten Distributionen die es gibt, auch hier steht Stabilität und Sicherheit im Vordergrund, wobei man auch wie bei Debian mit etwas älterer Software leben muss. Mandriva hingegen hält wieder mehr auf aktuelle Software - wobei hier zumeist alles funktioniert - einmal im Jahr gibt es eine neue Version der Distribution mit aktueller Software - wobei ich jedoch etwas mehr zu dessen Fork Mageia tendieren würde - denn bei Mandriva ist die nanzielle Situation seit mehreren Jahren etwas unklar. Wie auch bei Fedora oder OpenSuSE ist der Software-Umfang etwas eingeschränkt - aber einfachst zu bedienen - manche sagen einfacher wie etwa Ubuntu. Aptosid ist die unstabile Version von Debian, was jedoch keineswegs bedeutet hier funktioniert so manches nicht - zumeist mehr wie bei Ubuntu, hier ist auch die etwas Userfreundlichere Gemeinschaft von Siduction - gleichzusetzen mit Aptosid für Linux-Einsteiger vorzuziehen, immer aktuellste Software dann wann sie verfügbar ist - extrem schnelles System und Hilfe über IRC-Chat live direkt von den Entwicklern und deren Usern per Klick über Desktop-Icon - natürlich in deutsch. Gentoo - dieses System geht schon etwas mehr in die Königsklasse der Linux-User, schnell, extrem anpassbar, alles funktioniert, dadurch dass keine Binärpakete verwendet werden wird jede Software direkt an die jeweilige CPU 26

27 angepasst was eine weitere Geschwindikeitserhöhung bedeutet - jedoch etwas länger dauert, auch die Installation ist nicht ganz so trivial wie die vorangegangenen Distributionen - etwas Erfahrung mit dem Umgang mit Linux und dem Texteditor sind schon gefragt. LSF - Linux from Scratch - LSF geht noch ein Stück weiter als etwa Gentoo - theoretisch kann man LSF nicht mal als Ditribution betrachten sondern eher als Kochbuch, man erhält eine Beschreibung wie man Linux von Grund auf selbst erstellt, die Zutaten und wie man Linux baut, man erstellt sich sein eigenes Linux-System indem man damit beginnt sich die Verzeichnisstruktur aufbaut, die einzelnen Pakete angefangen vom Linux-Kernel selbst kompiliert, Dateien und Symlinks anlegt - was man erhält ist ein an den Rechner angepasstes - wirklich extrem schnelles System mit ungeahnten Fähigkeiten - es ist das was ich jedem empfehle der wissen will wie Linux aufgebaut ist und wie es funktioniert - hat man sich damit sein System erstellt kann man sich als Linux-Pro bezeichnen. Was nötig zur Erstellung von LSF ist - ist entweder ein bereits installiertes Linux-System oder die LSF-Live-CD. DSL - Damn Small Linux ist eines dieser Systeme dass seine Stärken vor allem auf älteren Rechnern ausspielt, Sie haben noch einen alten Rechner oder ein Notebook von Anno Dazumal mit 128MB RAM Arbeitsspeicher - also das jetzt vielleicht noch installierte Win 95 oder Win 98 würde ich schleunigst entfernen - diese nach Schadsoftware sabbernden Systeme sind völlig überholt - DSL bringt aktuellste Linux-Software die gerade einmal 60MB Festplettenspeicher benötigt und maximal 128MB RAM Arbeitsspeicher, die Geschwindigkeit des Systems ist gewaltig da es sich komplett in den Speicher lädt wenn gewünscht, zwar ist das System etwas gewöhnungsbedürftig da sich das Anwendungsmenü per Rechtsklick auf eine freie Stelle des Desktops önet, auch die Installation ist etwas ngelig doch durch Google selbst für Linux-Einsteiger in 10 Minuten erledigt und abgeschlossen (der Download des kompletten Systems - 50MB). Hier alle Linux-Systeme aufzuzählen sowie deren Vorzüge ist eher nicht möglich da sich die Zahl auf über 1000 bendet - eine sehr gute Infoquelle der 100 beliebtesten ndet sich unter: Teil VIII Linux-Versionen Als erstes sollte man wissen der Name Linux bezeichnet eigentlich nur den Kernel also das reine System. Der Rest den man etwa in einer Bezeichnung einer Distribution: ndet ist der Name der Distribution selbst oder des Zusammenstellers (etwa Debian GNU/Linux 6 - hier ist nicht die Version des Kernels angegeben sondern die Version der Distribution: selbst). Der Linux-Kernel selbst wird so bezeichnet der Haupt-Zweig mit einem Zweier-Paket an Zahlen etwa 2.6 oder 3.0 und darunter liegende Versionen wie etwa oder Dabei gibt es weiter etwa Fehler-bereinigende Versionen diese werden mit einer weiteren Zahlenfolge nach einem - bezeichnet etwa Wie sich Ihr aktuell eingesetzter Kernel nennt erfahren Sie mit dem Befehl: uname -r im Terminal oder auf der Konsole. Teil IX Distribution Wie unter Linux-Versionen beschrieben ist Linux nur der Name für den Kernel also nur für das System selbst, nun kann man als User jedoch mit dem Systemkern nicht viel anfangen, man benötigt zusätzlich etwa Programme zum Arbeiten oder um das System einzustellen. Ein Distributor nimmt sich nun den Kernel und fügt Anwendersoftware, eine mögliche grasche Umgebung, Software zum Installieren des Systems und zur Konguration hinzu. Dies ganze ist nun die komplette Distribution der Zusatz Linux bezeichnet den Kernel also die Art des Systems etwa Debian GNU/Linux. Teil X Tux Tux das Maskottchen des Linux-Kernels hat als Vorbild einen Zwerg-Pinguin, Tux steht übrigens für Torvalds Unix. Der Pinguin wurde erstmals von Larry Ewing mit dem Grakprogramm GIMP erstellt. 27

28 Abbildung 4: das Linux-Maskottchen Tux (Zwerg-Pinguin) Teil XI Was ist mit Linux möglich? Vorwort Die Frage aller Fragen Was ist mit Linux möglich? - Meine Antwort dazu: Alles und nichts. Linux, die Programme unter Linux, die Idee hinter Linux - alles ist frei und oen. Um meine Antwort zu erklären - Alles und nichts. - Linux ist genau das was Sie selbst daraus machen, Linux wurde aus einer kleinen Idee heraus geboren, einer Idee die ein kleiner Informatik-Student aus Finnland hatte - diese Idee beherrscht heute das Netz aller Netze, geben Sie Leeraschen am Supermarkt zurück - werden diese Flaschen von Linux gezählt, bezahlen Sie an der Supermarkt-Kasse wird von Linux verrechnet, lassen Sie Ihre Räder in der Werkstatt wuchten erfüllt Linux diese Aufgabe, Motoren-Tester, CNC-Maschinen, Roboter, Alarmanlagen, das Handysystem Android, Festplattenrecorder, Google, Facebook, Myspace und Yahoo, selbst Satelliten und die Fahrzeuge der NASA die am Mars ihre Kilometer abfahren, die ISS - und so vieles mehr - hier werkelt ein System das aus einer kleinen Idee heraus geboren wurde. Einer Idee die ebenso kostenlos ist wie das System das dahinter steckt - Linux - das eigentlich nach Torwalds selbst Freax heiÿen sollte aber durch den damaligen Server-Betreiber nach Linux umbenannt wurde, Tux - der freundliche Pinguin - sein Name steht für Torwalds UNIX - dieses Maskottchen steht für Oenheit und Freundlichkeit, Zusammenarbeit und Hilfe aus allen Ecken. Niemand ist einem böse wenn man Fragen stellt - und dies ist in Foren, IRC-Chats und auf vielen Webseiten möglich, Sie nden die -Adressen der Entwickler in der Hilfe aller Programme. Mit Linux ist es ohne Probleme möglich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ob dies nun mit Support geschieht, mit dem Verkauf der eigenen Distribution oder mittels Datenrettung von Microsoft-Systemen mit einer einfachen Linux-Live-CD, oder Dinge die mir gerade nicht einfallen - um noch einmal auf meine Antwort Alles und nichts. zurück zu kommen, Linux bietet Ihnen alle Möglichkeiten, vom einfachen Texteditor mit dem es möglich ist einfache bis Programmumfassende Scripte zu schreiben bis hin zur vollkommenen Entwicklungs-Umgebung - dies natürlich alles komplett und ohne Hintergründe kostenlos - Linux ist genau das was Sie daraus machen wollen und was Sie daraus machen. Dieses kleine Buch kann Ihnen weder alle Möglichkeiten zeigen - noch soll es dies tun - niemand - nicht mal unser werter Torwalds kennt alle Möglichkeiten - denn diese sind unbegrenzt, dieses kleine Buch soll und kann Ihnen nur einen kleinen einfachen Einstieg bieten - die Ideen müssen Sie selbst haben, Euer your hunter. Teil XII Linux installieren Die Installation von Linux genau zu beschreiben ist relativ unsinnig denn jede Distribution bäckt hier ihren eigenen Kuchen und mit jeder Version jeder Distribution ändert sich auch dieses. Darum werde ich hier auch nur die Grundzüge 28

29 der Installation beschreiben. Auf jeden Fall könnte man sagen das fast jedes heutige Linux einfacher zu installieren ist als die Installation von Microsoft Windows selbst, die Distributionen - selbst Debian kann von einem Einsteiger wenn man nicht allzuviel von der Vorgabe abweichen will durch die Eingabe eines Usernamens, dessen Passwort und das Passwort des Admins und mehrmaligem drücken der Enter-Taste abgeschlossen - die Distributionen machen selbst bei der Partitionierung sehr gute Vorschläge. Hier wird die Installation Distributionsübergreifend beschrieben, die Reihenfolge muss jedoch nicht bei jeder Distribution gleich sein. Datensicherung/Vorbereitung - egal ob Sie nun das höchstwahrscheinlich bereits installierte Microsoft Windows komplett ersetzen (überschreiben) oder verkleinern (also Linux neben Windows installieren) wollen - liegen darauf noch Daten sollten Sie diese auf einem externen Medium wie etwa einer CD, einem USB-Stick oder einer externen Festplatte sichern. Auf welchem Dateisystem die Daten gesichert werden (NTFS, FAT ) ist egal - Linux kann auf alle Dateisysteme zugreifen. Auf jeden Fall sollten Sie wenn Sie Linux neben Windows auf einer Festplatte installieren wollen das Windows-System defragmentieren und den virtuellen Speicher deaktivieren - ansonsten kann es sein das die Installation fehl schlägt, dies erreichen Sie in der Systemsteruerung - System - Leistung - virtueller Speicher Installationsmedium herunterladen und brennen/auf USB-Stick laden - Laden Sie das Installationsmedium von der Webseite des Distributors herunter (andere Webseiten bieten oft schon ältere Versionen der Distribution an als verfügbar sind), diese Dateien haben die Dateiendung.iso. Achten Sie beim Download darauf welche Architektur Ihr Rechner hat (32/64Bit).Nach dem Download brennen Sie das Iso auf eine CD/DVD - benutzen Sie zum Brennen des Mediums jedoch nicht das Microsoft eigene Brennprogramm - es unterstützt das Brennen von Iso-Dateien nicht, sondern etwa Nero (hier genügt auch schon eine Testversion) oder das Freeware-Programm burniso das Sie von verschiedenen Webseiten einfach herunterladen können. Es besteht auch die Möglichkeit wenn der Rechner etwa kein CD/DVD-Laufwerk besitzt (etwa Netbooks) das Medium auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte zu kopieren und die Installation davon zu starten. Dazu laden Sie sich ebenfalls das Iso-Image der Distribution herunter - ebenfalls das Programm unetbootin, dieses wird dafür verwendet die Iso-Datei auf den USB-Stick/die externe Festplatte zu kopieren (die komplette Iso einfach auf den Stick kopieren funktioniert nicht ). Schlieÿen Sie den Stick/die externe Festplatte an den Rechner an und starten das Programm Unetbootin, wählen Sie den USB-Stick/die Externe Festplatte als Ziel und das Iso-Image und starten den Vorgang. Den Rechner von CD/DVD/USB starten schon gerne sagt D/DVD ein oder schlieÿen den USB-Speicher an und starten den Rechner neu - startet nun wieder das vorinstallierte Microsoft Windows - System müssen Sie die Bootreihenfolge im BIOS ändern, dies ist ganz einfach, starten Sie den Rechner neu und warten auf das Bootlogo des Rechners - nicht das von Windows (hier ist es bereits zu spät) und drücken nun die angegebene Taste. Die Taste ist meist von BIOS zu BIOS verschieden ist aber oft am Bootlogo angegeben - meist ist es eine der folgenden Tasten: F1, F3, F8, F10, Entf oder Einf. Nun nden Sie sich vor einem DOS - ähnlichen blauen Bildschirm wieder, navigieren Sie jetzt mit den Pfeiltasten zum Eintrag Boot, hier navigieren Sie nun wieder mit den Pfeiltasten zum Eintrag des Installationsmediums (CD/DVD- ROM, USB) - rechts sehen Sie nun eine Erklärung wie Sie den Eintrag an die oberste Stelle bekommen, zumeist sind dies die Tasten F5 oder F6. Nun gilt es nur noch diese Einstellungen zu speichern - Sie nden die entsprechende Taste zumeist am unteren Bildschirmrand unter dem Eintrag Save and Exit - zumeist ist es die Taste F10 und durch die Enter-Taste zu bestätigen. Dies können Sie nach der Installation wenn Sie möchten wieder rückgängig machen wenn Sie wollen. Nun startet der Rechner neu und das Linux-System sollte starten. Installation starten/probleme - oftmals werden heute Live-Systeme verwendet zur Installation, wie etwa bei Ubuntu, sollte es hier Probleme geben dücken Sie beim Erscheinen des Bootlogos der Distribution die Pfeil-nach unten- Taste - nun önet sich die Boot-Auswahl, önen Sie mit den Funktionstasten F1 bis F6 bis die unten stehenden Menüs, hier sollten Sie irgendwo einen Eintrag ACPI sehen, per Druck auf die Enter-Taste markieren Sie diesen und versuchen es erneut. Bei anderen Distributionen nden Sie zumeist einen Eintrag im Bootmenü sicherer Modus oder abgesicherter Modus oder ohne ACPI, zu diesem navigieren Sie mit den Pfeiltasten ab/auf und starten mit der Enter-Taste. 29

30 Die Installation selbst: Sprachauswahl - in der Sprachauswahl stellen Sie die Sprache des Systems selbst ein wie Sie es nach der Installation vornden wollen, in der Regel natürlich deutsch Tastaturlayout - die Auswahl der Tastatur (wo welche Tasten liegen), in der Regel deutsch - no dead keys Zeitzone/Zeit - die Auswahl der Zeitzone in der Sie leben und die Angabe der Zeit - diese sollte normal schon stimmen, jedoch sollten Sie wenn UTC aktiviert ist diese deaktivieren Desktopauswahl KDE/GNOME - einige Distributionen wie etwa OpenSuSE bieten auf Ihren DVD's an auszuwählen welchen Desktop Sie verwenden wollen, in der Regel gilt - KDE ist Windows - ähnlicher als andere Root-Passwort - das Root-Passwort ist das Passwort des Computer-Admins - es sollte nicht das gleiche wie das eines Users sein, Ubuntu bietet diese Möglichkeit nicht Username, Login, User-Passwort - der Username ist der normale Name eines Users, der Login ist der Name mit dem man einloggen will und das User-Passwort dient dazu seinen Account abzusichern Partitionierung - die Partitionierung dient dazu die Festplatte(n) für Linux einzuteilen, hier ist es auch möglich ein bereits vorinstalliertes System wie etwa Microsoft Windows zu verkleinern oder komplett zu löschen, meist besteht die Auswahl ganze Festplatte verwenden, bestehendes System verkleinern, freien Speicherplatz verwenden, LVM oder verschlüsseltes LVM. Die Distributionen machen zumeist schon sehr gute Vorschläge die Sie wenn Sie sich nicht auskennen einfach übernehmen können (genaueres siehe: Partitionen unter Linux / Partitionieren ) Weiters bebildert (siehe: Installation von Puppy ). Softwareauswahl - einige Distributionen wie etwa OpenSuSE, Mandriva, Fedora oder auch Debian bieten während der Installation eine genauere Softwareauswahl an, hier können Sie schon vor der eigentlichen Installation gewünschte Software auswählen Bootloader, GRUB, MBR (Master Boot Record) - bis auf etwa Ubuntu bieten die meisten Distributionen an den Ort der Bootloader-Installation selbst zu wählen, Standard ist mbr /dev/hda/ oder auch MBR der ersten Festplatte, dies sollten Sie nicht ändern wenn Sie nichts davon verstehen - auch nicht wenn bereits ein Windows vorinstalliert ist, Linux erkennt dieses und bietet es beim Rechnerstart zur Auswahl an. Teil XIII Software installieren, aktualisieren, entfernen Siehe: Software installieren Teil XIV Die Shell Die Shell könnte man etwa als Gegenstück zur Shell unter Windows verstehen, jedoch ist die Linux-Shell um einiges mächtiger Linux ist um einiges anders als etwa Microsoft Windows, so lässt sich Linux komplett ohne grasche Oberäche bedienen dies bietet nicht nur auf Servern Vorteile (eine grasche Oberäche benötigt sehr viel Kraft der CPU) sondern bietet auch einen massiven Geschwindigkeits-Vorteil und viel mehr Möglichkeiten zum Steuern von Programmen. Um auf die Shell zu kommen drücken Sie entweder vor dem Anmelden oder wenn Sie eingeloggt sind die Tastenkombination: + + Strg + Alt + F1 Hier müssen Sie sich dann mit Benutzername und Passwort einloggen. Mit der Tastenkombination: + + bis 30

31 12.1 Welche Befehle sind installiert? Strg + Alt + F1 bis F6 können Sie weitere Unter-Fenster erzeugen und zwischen diesen hin und her wechseln um etwa auf jedem Fenster unterschiedliche Programme laufen zu lassen. Mit der Tastenkombination: + + Strg + Alt + F7 kommen Sie wieder auf die grasche Oberäche zurück. Sie können die Shell jedoch auch im Fenster-Modus önen um etwa nebenbei mit graschen Programmen zu arbeiten, dazu gibt es unter den verschiedenen Desktop-Umgebungen verschiedene Programme, unter Unity/GNOME nennt es sich Terminal und unter KDE Konsole Welche Befehle sind installiert? Standard-Befehle die installiert sind sucht die Shell an bestimmten Orten, wenn man nun nicht weiÿ welche Befehle man auf dem System verfügbar hat sieht man am besten an diesen Orten nach. Um nun die Orte anzuzeigen gibt man den Befehl: echo $PATH ein und erhält die Ausgabe: /usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/sbin:/bin:/usr/games Sie können also an den durch : getrennten Verzeichnissen nach Befehlen suchen, zum Beispiel mit: ls /usr/bin 12.2 Mehrere Befehle auf einmal: Man muss auf der Shell nicht unbedingt warten bis der erste Befehl abgeschlossen wurde um den nächsten zu starten oder deshalb gleich eine weitere Shell önen - sie kann ohne Probleme mit mehreren Befehlen zur gleichen Zeit umgehen, dazu reiht man sie ganz einfach durch einen Operator getrennt aneinander - Operatoren werden vor allem in der Programmierung und in komplexeren Shellscripten (siehe: Shellscripte) angewendet, können aber ohne Probleme auch händisch verwendet werden: Der Operator ; Der Operator ; dient dazu Befehle zu 100% auszuführen auch wenn diese etwa durch einen Fehler abgebrochen werden, als Beispiel: ls ; uname -a ; cal Der Operator && Der Operator && dient dazu wenn ein Befehl fehlschlägt - etwa weil ein angegebenes Verzeichnis durch ls nicht gefunden wurde (Beispiel: wenn man etwa mit ls zeichnungen sich dieses Verzeichnis anzeigen lassen will dieses aber nicht existiert) wird der darauf folgende Befehl nicht ausgeführt, als Beispiel: uname -a && ls zeichnungen && cal Die Ausgabe: Linux debian-yedi generic #28-Ubuntu SMP Fri Jan 27 17:44:39 UTC 2012 x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux ls: Zugriff auf zeichnungen nicht möglich: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden Das angegebene Verzeichnis zeichnungen existiert nicht darum wird der nachfolgende Befehl nicht ausgeführt Der Operator Der Operator dient dazu zwei oder mehrere Befehle einfach nacheinander auszuführen - zuerst den vor dem Operator dann den dahinter mit dem vorderen als Option, Beispiel: 31

32 12.3 Wichtige Befehle auf der Shell dmesg grep -i suchwort Erklärung - zuerst werden die Kernel-Meldungen von dmesg gelesen - danach wird grep angewiesen daraus das Wort suchwort herauszusuchen und anzuzeigen Der Operator Der Operator ist das genaue Gegenteil zu &&, der darauf folgende Befehl wird nur dann ausgeführt wenn der vorangegangene fehlgeschlagen ist, Beispiel: ls zeichnungen cal 12.3 Wichtige Befehle auf der Shell Die Shell ist nach ein wenig Einarbeitung einfach und viel schneller zu bedienen als die grasche Oberäche. Es gibt natürlich sehr viele Befehle auf der Shell jedoch benötigt man nicht immer alle es genügt wenn man sich diese merkt die man wirklich benötigt und die wichtigsten Optionen dazu. Hier einige der gängigsten Befehle und deren wichtigste Optionen. Es ist nicht nur möglich eine einzige Option an einen Befehl anzuhängen sondern auch mehrere. Hier werden nur die wichtigsten Optionen zu den angeführten Befehlen angezeigt weitere nden Sie über dessen ManPage. Zum Abkürzen von Befehlen nutzen Sie die Die Befehls-Vervollständigung mit der Tabulator-Taste Die Befehls-Vervollständigung Die Befehls-Vervollständigung auf der Shell dient zum schnelleren Arbeiten, wollen Sie zum Beispiel aus dem Home- Verzeichnis direkt ins Verzeichnis Dokumente wechseln müssen Sie nicht den kompletten Befehl: cd Dokumente eingeben sondern es genügt schon wenn Sie etwa cd Do + Tabulator-Taste Ausführen, die Shell vervollständigt den Befehl automatisch wenn kein weiteres Verzeichnis mit Do beginnt falls doch geben Sie einfach einen weiteren Buchstaben ein und drücken die Tabulator-Taste. Dies funktioniert natürlich nicht nur mit Verzeichnissen sondern mit allen Befehlen. Möchten Sie etwa ein Programm starten im Moment nehme ich als Beispiel mal refox sollte der Befehl: fi + Tabulator-Taste Taste genügen und die Shell sollte ohne Probleme den Befehl zu refox erweitern, passiert beim Drücken der Tabulator- jedoch nichts ist noch ein Programm vorhanden dass mit den gleichen Buchstaben beginnt, in diesem Fall drücken Sie einfach noch einmal die Tabulator-Taste und die Shell zeigt die weiteren Programme an die mit den gleichen Buchstaben beginnen nun wissen Sie wie viele Buchstaben Sie noch hinzufügen müssen damit die Vervollständigung wirkt In der Shell vorangegangene Befehle suchen Nicht immer ist es schön immer wieder die gleichen Befehle zu erteilen, vor allem wenn es sich um längere handelt. Die Shell merkt sich jedoch die Befehle die Sie schon abgegeben haben, sind diese nicht allzu lange her drücken Sie einfach die Pfeil-nach-Oben-Taste so lange bis der Befehl wieder hier steht, mit dem Curser können Sie diesen auch bearbeiten und modizieren wenn es sein muss. Sind inzwischen jedoch so einige Befehle geossen kann die Drückerei mit den Pfeil-Tasten schon etwas dauern oder man übersieht den Befehl, in diesem Fall benutzt man einfach die integrierte Suche. (Unter normalen Umständen merkt sich die Shell die letzten 500 gegebenen Befehle) Drücken Sie nun einfach die Tastenkombination: + 32

33 12.6 Anzeige des Verzeichnis-Inhaltes Strg + R und geben nun die ersten Buchstaben des gesuchten Befehls ein, je mehr Sie angeben desto näher kommen Sie dem Befehl. Eine weitere Art nach den letzten Befehlen zu suchen ist durch die Angabe einer Zahl - etwa 3 - damit werden die letzten 3 abgegebenen Kommandos angezeigt - etwa: history 3 Als Beispiel für eine Ausgabe: history clear 1067 ls zeichnungen cal 1068 history 3 Die nächste Möglichkeit wäre durch die Angabe von! und einem Buchstaben:!u somit wird der letzte Befehl mit dem angegebenen Buchstaben angezeigt Anzeige des Verzeichnis-Inhaltes ls (kleines L) Zeigt den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses an (Dateinamen). ls -l Zeigt die Dateien mit weiteren Daten wie etwa die Benutzerrechte, das Datum der Erstellung, die Dateigröÿe und den Besitzer der Dateien an. ls -a Zeigt auch versteckte Dateien an (Dateien deren Namen mit einem. beginnt zumeist Kongurationsdateien und Verzeichnisse im Home-Verzeichnis). ls -l -h Normalerweise wird die Dateigröÿe in Byte angegeben fügt man die Option -h (human readable) hinzu wird die Dateigröÿe in der nächsten passenden Gröÿeneinheit. ls -R Normalerweise werden nur die im aktuellen Verzeichnis liegenden Dateien und Verzeichnisse angezeigt, um auch Unter-Verzeichnisse und darin liegende Dateien (recursiv) anzuzeigen dient die Option -R. ls -X Zeigt alle Dateien und Verzeichnisse nach dem Alphabet an. ls -l -t Zeigt alle Dateien und Verzeichnisse nach dem Erstellungs- Modikations-Datum an. ls -l *.png Natürlich lässt sich ls auch anweisen nur bestimmte Dateiformate anzuzeigen Im Dateisystem navigieren Als erstes sollte man wissen meldet man sich auf der Shell an oder startet man ein Terminal/eine Konsole so bendet man sich in seinem Home-Verzeichnis. cd Verzeichnisname Wechselt in das angegebene Verzeichnis. cd.. Wechselt ein Verzeichnis zurück. cd Verzeichnisname/Verzeichnisname/Verzeichnisname 33

34 12.8 Neue Dateien anlegen Wechselt mit überspringen direkt in das angegebene Unter-Verzeichnis. cd Wechselt egal wo man sich auch gerade bendet direkt in das Home-Verzeichnis. cd / Wechselt egal wo man sich auch gerade bendet direkt in das System-Verzeichnis Neue Dateien anlegen touch Dateiname Legt die mit Dateiname angegebene Datei im aktuellen Verzeichnis an. touch Dateiname.txt Legt die mit der angegebenen Dateiendung angegebene Datei im aktuellen Verzeichnis an. touch /Verzeichnisname/Verzeichnisname/dateiname Legt die angegebene Datei im angegebenen Verzeichnis an egal wo man sich gerade bendet Dateien löschen rm -r dateiname Löscht die angegebene Datei (Vorsicht wird nicht in den Papierkorb verschoben sondern direkt gelöscht). rm -r *.jpg Löscht alle Dateien mit der angegebenen Dateiendung im aktuellen Verzeichnis ohne Nachrufragen (Vorsicht wird nicht in den Papierkorb verschoben sondern direkt gelöscht) Dateien kopieren cp dateiname /Verzeichnisname/Verzeichnisname Kopiert die durch dateiname ins durch /Verzeichnisname/Verzeichnisname angegebene Verzeichnis. Im Fall wenn ein Verzeichnis kopiert wird und darin Dateien liegen fragt der Befehl für jede darin liegende Datei nach hier hilft die Option -R und cp kopiert auch alle darin liegenden Dateien ohne zu fragen, Beispiel: cp -R verzeichnisname /verzeichnis cp *.jpg /Verzeichnisname/Verzeichnisname Kopiert alle Dateien mit der angegebenen Dateiendung aus dem aktuellen Verzeichnis in das durch /Verzeichnisname/Verzeichnisname angegebene Verzeichnis Dateien umbenennen mv dateiname1 dateiname2 Benennt die durch dateiname1 angegebene Datei in dateiname2 um Dateien verschieben mv dateiname /Verzeichnis/Verzeichnis Verschiebt die durch dateiname angegebene Datei in das durch /Verzeichnisname/Verzeichnisname angegebene Verzeichnis. mv *.jpg /Verzeichnisname/Verzeichnisname Verschiebt alle Dateien mit der angegebenen Dateiendung in das durch /Verzeichnisname/Verzeichnisname angegebene Verzeichnis. 34

35 12.13 Verzeichnisse erstellen mv dateiname1 /Verzeichnisname/Verzeichnisname/dateiname2 Verschiebt die durch dateiname1 angegebene Datei in das durch /Verzeichnisname/Verzeichnisname angegebene Verzeichnis und ersetzt den alten Dateinamen durch dateiname Verzeichnisse erstellen mkdir verzeichnisname Erstellt das durch verzeichnisname angegebene Verzeichnis im aktuellen Verzeichnis Verzeichnisse löschen rmdir verzeichnisname Löscht das durch verzeichnisname angegebene Verzeichnis fragt jedoch nach wenn sich darin noch Dateien benden für jede Datei ist mit j zu bestätigen (Vorsicht wird nicht in den Papierkorb verschoben sondern direkt gelöscht). rmdir -r verzeichnisname Wie rmdir verzeichnisname - fragt jedoch nicht nach wenn sich noch Dateien darin benden (Vorsicht wird nicht in den Papierkorb verschoben sondern direkt gelöscht) Textdateien bearbeiten Einer der am einfachsten zu bedienenden Texteditoren für die Shell ist nano. nano dateiname Önet die durch dateiname angegebene Textdatei wenn sie im aktuellen Verzeichnis liegt. nano verzeichnisname/verzeichnisname/dateiname Önet die in verzeichnisname/verzeichnisname angegebene liegende Datei wenn sie nicht existiert wird sie angelegt und zum Bearbeiten geönet. Nano ist einfach zu bedienen man arbeitet wie mit einem normalen graschen Texteditor, am unteren Bildschirmrand nden Sie benötigte Optionen die mit der Taste Strg zum Ausführen sind zum Speichern etwa : + Strg + o Abbildung 5: Texteditor nano 35

36 12.16 Midnight Commander (MC) Midnight Commander (MC) Abbildung 6: Midnight Commander Midnight Commander ist ein einfach zu bediendender grascher Dateimanager für die Shell, gestartet wird er auf der Shell mit dem Befehl: mc Der Dateimanager ist in zwei Fenster-Hälften geteilt die jeweils verschiedene Verzeichnisse önen können zum einfachen Verschieben oder Kopieren von Dateien und Verzeichnissen. Den Curser (hier hellblau) wechseln Sie mit der Tabulator-Taste zwischen den beiden Seiten hin und her, mit den Pfeil-Tasten und der Enter-Taste wird navigiert. Am unteren Bildschirmrand nden Sie die nötigsten Optionen mit einer Zahl davor diese Zahl steht für die jeweilige Funktions-Taste bis für Verschieben zum Beispiel die Taste F6. Am oberen Bildschirmrand nden Sie Menüs mit weiteren Funktionen diese werden geönet mit der Funktions-Taste F9. Mit MC können Sie auch eine SSH- oder FTP-Verbindung zu Servern önen (Menü Datei). Im Terminal oder auf der Konsole gestartet lässt sich MC auch mit der Maus bedienen Rechteverwaltung chmod Die Zugrisrechte sind ein Standard unter Linux und wurde von UNIX übernommen. Die Zugrisrechte dienen einerseits der Systemsicherheit und andererseits der Privatsphäre. Mittels der Zugrisrechte lässt sich festlegen wem welche Datei gehört, wer sie ausführen, ansehen und ändern darf. Grundsätzlich gehört demjenigen eine Datei/ein Verzeichnis der diese erstellt hat. So lässt sich etwa vom Besitzer einer beliebigen Datei/eines Verzeichnisses festlegen welcher anderer Benutzer diese ansehen darf, ob sie andere auch ändern dürfen oder nicht mal sehen dürfen. Wenn Sie sich auf der Shell einige Dateien mit dem Befehl: ls -l ansehen, nden Sie an vorderster Stelle die Zugrisrechte. Diese könnten etwa so aussehen: drwxr-xr-x 2 usename gruppe :48 Arbeitsfläche oder -rw-rw-r-- 1 username gruppe :25 Textdatei.odf 36

37 12.18 Besitzer einer Datei ändern chown Die Zugrisrechte sind in drei Zeichengruppen aufgeteilt: das erste Zeichen im ersten Beispiel ein d im zweiten ein - dient nur zur Information ob es sich um eine Datei oder ein Verzeichnis handelt (d bedeutet es handelt sich um ein Verzeichnis. Danach folgen drei Zeichengruppen, im Falle des zweiten Beispiels: rw-, rw- und r. Nun gilt es zu verstehen die erste Zeichengruppe gehört zum Besitzer (also dem Ersteller der Datei), die zweite Zeichengruppe gehört zur Gruppe des Besitzers der Datei und die letzte Zeichengruppe legt die Rechte für alle anderen fest. Weiters muss man verstehen welche Zeichen was bedeuten - r wie read bedeutet Lesen oder Önen, w wie write bedeutet Schreiben oder Ändern, x steht für Ausführen - da es sich um eine Textdatei handelt ist es hier nicht vorhanden (möglich etwa bei Verzeichnissen hier steht x für Önen, Programmen oder Shellscripten), - steht dafür dass etwas nicht möglich ist oder die bestimmte Gruppe dies nicht darf. In diesem Beispiel darf also der Besitzer die Datei lesen und ändern rw-, die Gruppe der er angehört darf ebenso lesen und ändern rw-, andere dürfen die nur lesen r. Nun sollte man noch verstehen Was sind Gruppen?. Zum einfachen Verstehen gebe ich in meinem Home-Verzeichnis meine Musik-Sammlung einem bestimmten Kreis der Mitbenutzer des Rechners frei damit diese meine Musik anhören können dazu erstelle ich eine Gruppe namens musik, ich füge nun mich und die Personen die ebenfalls die Musik benutzen sollen dürfen dieser Gruppe musik hinzu diejenigen die meine Musik nicht hören können sollen füge ich dieser Gruppe nicht hinzu sie fallen dann also nicht unter die Besitzer der Dateien und nicht unter die Gruppe sondern unter andere wenn ich nun in den Zugrisrechten in der Zeichengruppe andere setze können sie diese Dateien zwar sehen aber nicht önen. Zum festlegen und ändern dieser Rechte dient nun der Befehl chmod. Dazu wird der Befehl selbst angegeben sowie die Gruppe (auch der eigene Username selbst ist eine Gruppe) und das jeweilige hinzuzufügende oder zu entfernende Recht. Nun sollte man noch verstehen u bedeutet User, g bedeutet Gruppe und o bedeutet Andere. Weiters = bedeutet Rechte bleiben gleich, + Recht wird hinzugefügt und - Recht wird entfernt. -rw-rw-r-- 1 username gruppe :25 Textdatei.odf In diesem Fall gehört die Datei dem User (Besitzer) username und der Gruppe gruppe, um nun zum Beispiel der Gruppe das Schreibrecht zu entfernen: chmod g-w Textdatei.odf So wird daraus: -rw-r--r-- 1 username gruppe :25 Textdatei.odf Besitzer einer Datei ändern chown Um den Besitzer einer Datei zu ändern im obrigen Beispiel: -rw-rw-r-- 1 username gruppe :25 Textdatei.odf dient der Befehl chown. Dazu führt man den Befehl chown an, dazu den neuen Besitzer und den Dateinamen: chown username2 Textdatei.odf Gruppe einer Datei ändern hierzu dient ebenfalls der Befehl chown - statt des neuen Besitzers gibt man jedoch gefolgt von einem : die neue Gruppe an. chown :gruppe2 Textdatei.odf Benutzer / User unter Linux Um an die Zugrisrechte gleich anzukoppeln hier wie man Benutzer und deren Konten erstellt und verwaltet. Unter der graschen Oberäche benutzt man dazu ganz einfach unter GNOME/Unity das Programm Benutzer und Gruppen oder unter KDE Kuser. 37

38 12.20 Passwort eines Users ändern Abbildung 7: Kuser Hier können Sie ganz einfach per Klick neue User, deren Konten, Passwörter, Rechte und Gruppen erstellen und bearbeiten. Auf der Shell dient dazu der Befehl useradd - etwas freundlicher ist jedoch dessen Frontend adduser - hier werden alle nötigen Informationen abgefragt und der User sowie dessen Konto und Home-Verzeichnis angelegt Passwort eines Users ändern Das Passwort eines Users lässt sich über die im vorigen Beitrag erwähnten graschen Oberächen unter GNOME/Unity das Programm Benutzer und Gruppen oder unter KDE Kuser ändern oder über die Shell mit dem Befehl durch den gerade angemeldeten User: passwd oder durch Root durch den selben Befehl mit der Angabe des entsprechenden Usernamens: passwd username Benutzer / User löschen Benutzer lassen sich über die im vorigen Beitrag erwähnten graschen Oberächen unter GNOME/Unity das Programm Benutzer und Gruppen oder unter KDE Kuser löschen oder über die Shell mit dem Befehl als Root: deluser --remove-all-files username Neue Gruppen anlegen Wie schon beschrieben dienen Gruppen unter Linux der Rechteverwaltung, neue Gruppen legt man mit dem Befehl als Root: groupadd gruppenname dieser Befehl erstellt eine neue Gruppe mit dem Namen gruppenname. Um Gruppen zu löschen dient der Befehl als Root: delgroup gruppenname Dieser Befehl löscht die Gruppe mit dem Namen gruppenname. 38

39 12.23 Benutzer zu Gruppen hinzufügen Benutzer zu Gruppen hinzufügen Wie schon beschrieben dienen Gruppen unter Linux der Rechteverwaltung, um Benutzer zu einer Gruppe hinzuzufügen dient der Befehl als Root: adduser usename gruppe dieser Befehl fügt den User username zur Gruppe gruppe hinzu. Um die Gruppen zu sehen bei denen man eingetragen ist dient der Befehl: groups Als Root / Systemadministrator arbeiten Um als Root / Systemadministrator zu arbeiten kommt es darauf an mit welchem System Sie arbeiten, arbeiten Sie mit Debian und haben ein Root-Passwort angegeben müssen Sie dieses angeben um als Admin zu arbeiten, unter Ubuntu etwa müssen Sie das normale User-Passwort angeben. Unter Debian müssen Sie um bestimmte grasche Programme als Root zu starten etwa die Systemeinstellungen unter KDE den Schnellstarter mit der Tastenkombination: + Alt + F2 önen und mit dem Befehl: kdesu systemsettings starten, unter GNOME dient dazu der Befehl: gksu Unter Systemen wie Ubuntu wird kein extra Root-Passwort angegeben (es ist auch nicht ratsam denn dass System ist nicht darauf abgestimmt) hier genügt die Angabe des Befehls: sudo vor dem zu startenden Befehl etwa: sudo nautilus Um auf der Shell als Root / Systemadministrator zu arbeiten melden Sie sich auf der Shell mit dem Befehl: su als Root an und geben nach dem Bestätigen mit der Enter-Taste Sie jedem Befehl ein sudo das Root-Passwort an. Unter Ubuntu müssen Voranstellen Um sich als Root abzumelden und wieder zu einem normalen User zu werden geben Sie einfach den Befehl: exit ein Software installieren Da die meiÿten hier Ubuntu oder Debian benutzen werde ich mich auch auf Debian und Ubuntu beschränken. Als erstes ist es wichtig zu wissen Linux lässt die Installation von Software nur durch Root zu (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten:). Weiters Windows-Software ist nicht ohne Hilfe zum Laufen zu bekommen. Unter Linux dienen sogenannte Paketmanager zum Installieren, Aktualisieren und zum Entfernen von Software, darunter nden sich Synaptic (für Pros und doch einfach zu bedienen in manchen Fällen unabdingbar wenn man nicht auf die Shell will), das Software Center (einfachst zu bedienen jedoch nur wenige Funktionen, nicht alle Pakete sind erreichbar und keine Möglichkeit zum Aktualisieren), Kpackagekit (ähnlich wie Synaptic für KDE), Muon (ähnlich wie Synaptic für KDE). 39

40 12.25 Software installieren Abbildung 8: Paketverwaltung Synaptic Im Bild ist Synaptic die Standard-Paketverwaltung von Debian dargestellt, links nden Sie die Kategorien, darunter Suchlter, klicken Sie links eine der Kategorien an erscheint rechts im groÿen Fenster die darin enthaltene Paketliste, klicken Sie eines der Pakete an erscheint darunter dessen Beschreibung. Bevor Sie etwas tun sollten Sie auf die Schaltäche Neu laden klicken, so werden die Paketlisten des Systems mit denen der Repositorie-Server abgeglichen somit erhalten Sie auch neuere Versionen und Updates. In der Paketliste nden Sie vor jedem Paket ein kleines Kästchen ist dieses grün ist die dahinter stehende Software installiert, ist dieses leer ist die Software nicht installiert. Um nun nach Software zu suchen klicken Sie auf die Schaltäche mit der Lupe und geben im sich darauf hin önenden Fenster den Namen der Software ein die Sie suchen oder etwas das die Software können soll oder auch mit welcher Art von Dateien diese umgehen können soll. Um nun ein Software-Paket zu installieren klicken Sie in das Kästchen vor dem Paket und wählen zum Installieren vormerken, nun kann es sein das die benötigte Software weitere Pakete benötigt um zu funktionieren dies wird wenn nötig in einem sich automatisch önenden Fenster angezeigt. Bestätigen Sie und klicken zuletzt auf die Schaltäche mit dem grünen Haken Anwenden - nun wird noch einmal eine Liste mit der herunter zu ladenden Software, deren Downloadgröÿe und der benötigte Speicherplatz auf der Festplatte angezeigt nach einem Klick auf Anwenden wird die Software heruntergeladen und installiert. Ebenso verfahren Sie beim Deinstallieren von Software. 40

41 12.25 Software installieren Abbildung 9: Software Center Das Software Center ist wie gesagt einfach gehalten, Aktualisierungen sind hier nicht möglich und auch nicht der Zugang zu allen verfügbaren Paketen. Sie wählen einfach die gewünschte Kategorie und darunter die gewünschte Software zum Installieren aus. Weitere Informationen erhalten Sie wenn Sie die entsprechende Software markieren und auf Weitere Informationen klicken Software auf der Shell installieren: Die genannten graschen Oberächen haben alle eines gemeinsam sie sind nur grasche Oberächen für die dahinter werkelnde Engine apt - dieses apt ist jedoch auch auf der Shell einfachst zu bedienen (wie schon beschrieben nur als Als Root / Systemadministrator arbeiten ): apt-get update Hiermit erfolgt der Abgleich der Paketlisten des Systems mit dem Server. apt-get upgrade Hiermit wird das System aktualisiert. apt-get dist-upgrade apt-cache search name Sucht nach dem in name angegebenen Wort in den Paketlisten und zeigt Treer mit Informationen. apt-get install paketname Installiert das durch paketname angegebene Paket. apt-get remove --purge paketname Deinstalliert das durch paketname angegebene Paket inklusive dessen Kongurationsdateien. apt-get clean Löscht die heruntergeladenen und zwischengespeicherten Installationsdateien (werden normalerweise nicht mehr benötigt). 41

42 12.25 Software installieren apt-get autoclean Wie apt-get clean - löscht jedoch nur veraltete Installationsdateien (werden normalerweise nicht mehr benötigt). apt-get install -f Löst mögliche Installations-Probleme und Fehler Alle installierten Pakete anzeigen: Um alle installierten Pakete auf der Shell anzuzeigen dient der Befehl: dpkg -l Um etwa alle installierten Pakete in eine Datei zu schreiben: dpkg -l > installiert somit werden alle installierten Pakete in der Datei installiert aufgelistet, wurde diese nicht erstellt wird sie automatisch durch den Befehl erstellt Selbst herunter geladene Pakete installieren: Lädt man sich Debian-Software-Pakete etwa per Browser aus dem Internet installiert man sich am besten das Paket gdebi-gtk, klickt dann die heruntergeladene Datei mit der rechten Maustaste an und wählt önen mit gdebi-gtk. Auf der Shell ebenfalls relativ einfach man wechselt mit der Shell in das Verzeichnis in dem die Installations-Datei liegt und startet den Vorgang mit dpkg -i paketname In diesem Fall kann es jedoch vorkommen dass benötigte Abhängigkeiten entstehen diese muss man dann per Hand nachinstallieren Pakete anderer Distributionen installieren Um Pakete anderer Distributionen zu installieren die etwa ein anderes Paketformat als.deb verwenden etwa.rpm installiert man sich das Paket alien, es dient dazu andere Paketformate in das benötigte umzuwandeln. Man sollte jedoch nicht zu sicher sein es funktioniert nicht immer denn nicht alle Distributionen haben die gleichen Verzeichnisse oder speichern die benötigten Dateien dort wo sie auch die eigene Distribution haben will. Einen Versuch ist es jedoch manchmal wert. Wechseln Sie mit der Konsole in das Verzeichnis in dem die fremde Installations-Datei liegt und geben folgenden Befehl als Root ein: alien paketname.rpm Der Befehl wandelt das durch paketname.rpm angegebene Paket in das benötigte Paketformat um das sich nun einfach installieren lässt wenn alle Abhängigkeiten gegeben sind Software kompilieren Etwas pingeliger ist die Installation von Software aus den Quellen (Quellcodes) wie man sie etwa oft auf sourceforge.net ndet. Als erstes sollte man über den Paketmanager die binutils sowie make, qmake installieren. Nun entpackt man das heruntergeladene Paket und wechselt in das Verzeichnis. Nun sieht man sich die vorhandenen Textdateien an vor allem die Readme und Install - Dateien, diese enthalten Installationsanweisungen und benötigte Software-Pakete, diese sucht man im Paketmanager zumeist sind es sogenannte.dev -Pakete. Anschlieÿend wechselt man mit der Shell in das Installations-Verzeichnis (der heruntergeladenen und entpackten Datei), und startet den Übersetzungsvorgang mit./configure Hier kann es sein dass weitere fehlende Pakete gemeldet werden, diese installiert man per Paketmanager und startet den Vorgang erneut. Ist der Vorgang ohne Fehlermeldungen durchgelaufen startet man das richtige Übersetzen mit make 42

43 12.25 Software installieren Werden Fehler gemeldet startet man make clean und lieÿt sich am besten die beinhalteten Textdateien noch einmal durch. Ist make ohne Probleme durchgelaufen startet man als Root den Befehl: make install Eine groÿe Hilfe beim Installieren mit Quellpaketen ist checkinstall, diese Software erzeugt ein Paket das sich mit dem Paketmanager installieren und wieder deinstallieren lässt hiermit startet man anstatt make install checkinstall Software mit Aptitude verwalten Eine weitere Möglichkeit die Software auf einem Debian-System wie auch Ubuntu eines ist die Software zu verwalten ist Atitude, besonders auf entfernten Servern ist Aptitude interessant da sie so etwas wie eine grasche Oberäche auf die Shell zaubert, ist Aptitude nicht installiert genügt es das Paket aptitude mit dem Paketmanager zu installieren. Abbildung 10: Aptitude - Paketmanager Aptitude kann sowohl mit grascher Oberäche auf der Shell bedient werden (siehe Bild oben) und wird gestartet mit (Root-Rechten - siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) oder mittels normaler kurzer Shell-Befehle wie apt. Um Aptitude mit Oberäche zu erhalten genügt der Befehl: aptitude Aktualisieren der Paketliste: aptitude update Installieren von Paketen: aptitude install paketname paketname Entfernen von Paketen: aptitude remove paketname Entfernen von Paketen plus dem Entfernen derjenigen Kongurationsdateien: aptitude purge paketname Komplettes System-Update aptitude full-upgrade 43

44 13 STANDARD AUF DER SHELL Nach Paketen suchen: aptitude search paketname Bedienung der Ncurses-Oberäche: Wie schon beschrieben wird die grasche Oberäche mit Root-Rechten (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) mit dem Befehl: aptitude gestartet. Der Curser liegt nun als Standard auf den Paketlisten siehe Bild oben, mit den Pfeiltasten (nach oben/unten) navigiert man nun zwischen diesen, mit der Enter-Taste önet und schlieÿt man diese, mittels C-T - önet man das obige Menü (nur auf der Bildschirmfüllenden Shell - im Fenster mit der Maus). Die wichtigsten Befehle sehen Sie ebenfalls am oberen und am unteren Bildschirmrand Das Debian-Paketformat Etwas dass man nicht wissen muss - doch wenn man sich dafür interessiert. Ein Debian-Paket trägt die Dateiendung.deb und ist eigentlich nichts anderes als ein komprimiertes Archiv das die nötigen zur Installation Dateien enthält. Darin liegt zuerst mal das sogenannte Debian-Binary - eine Textdatei die die Version des Paketes enthält, als Beispiel: 2.0 Weiters ein komprimiertes Archiv namens control.tar.gz, dieses enthält die Textdatei control welche etwa benötigte Abhängigkeiten, den Entwicklernamen, und weitere Informationen enthält. Un ein weiteres Archiv mit dem Namen data.tar.gz welches wiederum die ausführbaren Dateien, Kongurationsdateien und Verzeichnisse enthält. Beispiel für ein mögliches Debian-Paket 13 Standard auf der Shell 13.1 Dateien komprimieren 7zip paket.deb DEBIAN control postinst usr bin ausführbare_datei share man manpage Tabelle 1: Debian-Paket im Aufbau 7zip ist ein neues Komprimierungsprogramm um komprimierte Archive zu erstellen und zu entpacken, der Vorteil von 7zip gegenüber anderen Programmen ist der Komprimierungsgrad, die komprimierten Dateien werden um einiges kleiner als mit anderen Programmen erstellte Archive. Die Ausbeute % kleinere Dateien Installation von 7zip Die Installation von 7zip gelingt einfach über den Paketmanager mit den Paketen: p7zip p7tip-full p7zip-rar Erstellen von Archiven mit 7zip Ein Archiv mit der Angabe von einzelnen Dateien erstellen dazu dient die Option a: 7z a archivname.7z dateiname1.jpg dateiname2.jpg erstellt das Archiv archivname.7z mit den Dateien dateiname1.jpg und dateiname2.jpg, die Originaldateien bleiben erhalten. Um ein ganzes Verzeichnis oder mehrere zu komprimieren einfach anstatt den Dateinamen den Verzeichnisnamen angeben. Eine Datei zu einem bestehenden Archiv hinzufügen: 7z a archivname.7z verzeichnisname1 fügt das durch verzeichnisname1 angegebene Verzeichnis zum bereits bestehenden Archiv archivname.7z hinzu. 44

45 13.2 Dateien miteinander vergleichen cksum 13 STANDARD AUF DER SHELL Den Inhalt eines 7zip Archives anzeigen Um den Inhalt eines Verzeichnisses anzuzeigen genügt die Option l (kleines L): 7z l archivname.7z zeigt den Inhalt des durch archivname.7z angegebenen Archives an, Beispiel: Date Time Attr Size Compressed Name :28:40...A sagenumwobenes_treibhaeuschen_001.jpg :29:06...A sagenumwobenes_treibhaeuschen_002.jpg :28:12...A sagenumwobenes_treibhaeuschen_003.jpg :51:42...A px-Tux.svg.png Ein 7zip-Archiv entpacken Um ein 7zip-Archiv zu entpacken genügt die Option e: 7z e archivname.7z Ein Passwortgeschütztes Archiv erstellen, dazu dient die Option -p 7z a -p archivname.7z dateiname1.txt dateiname2.txt das Archiv mit den angegebenen Dateien wird erstellt - anschlieÿend wird man aufgefordert das Passwort anzugeben, ohne dieses Passwort ist es dann nicht möglich die Dateien zu entpacken Dateien miteinander vergleichen cksum Der Befehl cksum dient dazu zwei Dateien miteinander zu vergleichen, dies wird oft bei sicherheitsrelevanten Programmen eingesetzt so etwa auch vom Paketmanger, dieser vergleicht die online liegende Checksumme und das Ergebnis von cksum - so können etwa Änderungen an einer Datei festgestellt werden die eigentlich nicht da sein sollten. Um die sogenannte Prüfsumme einer Datei zu erfahren: cksum dateiname Die mögliche Ausgabe: dateiname Um etwa Änderungen an sicherheitsrelevanten Kongurationsdateien auf dem Server festzustellen legt man von der Datei eine Prüfsumme an und speichert diese in eine Datei: cksum dateiname > prüfsummendatei Die Prüfsumme wird nun in die durch prüfsummendatei angegebene Textdatei geschrieben, werden nun Änderungen an der Kongurationsdatei vorgenommen ändert sich auch die Prüfsumme und man weiÿ etwas ist nicht ganz regulär. cksum wird nur noch selten eingesetzt da md5sum genauere Prüfsummen anlegt (siehe: Dateien vergleichen md5sum:) 13.3 Befehle zu einem bestimmten Zeitpunkt einmalig starten at Um einen Befehl zu einem bestimmten Zeitpunkt einmalig zu starten dient der Befehl at. Um beispielsweise ein Script am selben Tag um 23:00 Uhr ausführen genügt: at f /home/username/scriptname Die Option -f sorgt dafür das at das Script auch lieÿt. Dies funktioniert natürlich auch mit einem bestimmten Datum: at 2300 feb 21 -f /home/user/scriptname at kann ohne weiteres mit mehreren Aufgaben umgehen, dazu gibt man einfach eine Aufgabe ein und anschlieÿend die nächste (sind die Aufgaben Systembedingt muss man die Befehle natürlich als Root angeben siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten:), alle Aufgaben für at kann man sich mit: at -l 45

46 13.4 ManPages durchsuchen apropos 13 STANDARD AUF DER SHELL anzeigen lassen ManPages durchsuchen apropos Der Befehl apropos dient dazu die ManPages nach Stichworten zu durchsuchen wenn man gerade nicht weiÿ welchen Befehl man am besten benutzen soll. (siehe: ManPages Hilfe zu Befehlen, deren Optionen anzeigen man man:) 13.5 Die Festplatte nach Schäden durchsuchen badblocks: badblocks durchsucht die Festplatte nach Schäden (deekte Blöcke) die sich nicht mehr reparieren lassen (Hardware- Schäden), gestartet wird das Programm als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten:) mit dem Befehl badblocks, der Option -s und der Angabe der zu prüfenden Festplatte als Beispiel: badblocks -s /dev/sda Der Vorgang kann je nach Gröÿe der Festplatte ziemlich lange dauern, darum ist es möglich die Ausgabe durch die Option -o block.log in die Datei /home/username/block.log zu schreiben: badblocks -s -o block.log /dev/sda 13.6 Rechner für die Shell bc bc ist auf der einen Seite ein einfacher Rechner für die Konsole auf der anderen Seite jedoch ein hochexibles Teil, er ist programmierbar und kann mit Hilfe von gnuplot sogar grasche Funktionen ausgeben. Die wichtigsten Funktionsaufrufe: + (Plus), - (Minus), * (Multiplizieren), / (Dividieren). (unter bc dient der Punkt als Komma). Als erstes muss der Rechner mit bc gestartet werden. Um nun zum Beispiel 3 Plus 5 zu errechnen genügt: 3+5 und ein Druck auf die Enter-Taste 2040*(4+5)-10.5 bc zeigt bei Divisionen das Ergebnis nur als Ganzzahl an Beispiel: 7/2 das Ergebnis erscheint in der nächsten Zeile, ein weiteres Beispiel: zeigt bc als Ergebnis 3 - was ja auch richtig ist wenn man jedoch die Nachkommastellen benötigt gibt man den Befehl scale plus die gewünschten Kommastellen an etwa: scale=3 ab sofort zeigt bc bei Divisionen 3 Nachkommastellen an Kalender für die Konsole cal cal ist ein einfacher Kalender für die Shell, seine Funktionen sind zwar dürftig doch er folgt dem UNIX-Prinzip ein kleines Programm dass die einzige Aufgabe die es hat bestens löst einen einfachen Kalender anzeigen. Der Aufruf: cal Zeigt das aktuelle Monat auf der Konsole an (siehe Bild) 46

47 13.8 Durch das Dateisystem navigieren cd 13 STANDARD AUF DER SHELL Der Aufruf: cal 2012 Abbildung 11: Kalender für die Shell cal mit der Option -3 zeigt das durch 2012 angegebene ganze Jahr in einer Übersicht an, so lässt sich mit cal einfach herausnden in welchem Jahr welcher Tag an einem bestimmten Datum ist (der Kalender von cal geht dabei ganz schön weit in die Zukunft. Mittels: cal -j lässt sich der aktuelle Julianische Kalender anzeigen. cal -3 Zeigt das vorige, das aktuelle sowie das folgende Monat Durch das Dateisystem navigieren cd Der Befehl cd (change directory) dient dazu auf der Shell durch die Verzeichnisse zu navigieren (siehe: Im Dateisystem navigieren) Dateien / Verzeichnisse kopieren cp Der Befehl cp (copy) dient dazu Dateien und Verzeichnisse zu kopieren (siehe: Dateien kopieren) Textdateien anzeigen / nur bestimmte Teile cat Der Befehl cat dient dazu die Ein- oder Ausgabe der Shell auf gewisse Bedürfnisse zuzuschneiden, hauptsächlich wird er in der Programmierung von Shellscripten eingesetzt. Um mit cat eine Textdatei zu önen genügt der Befehl: cat textdatei cat kann jedoch nicht nur Textdateien anzeigen dies können andere Programme auch, cat dient hauptsächlich dazu nur gewünschte Teile von Textdateien anzuzeigen, ein gutes Beispiel ist die Datei /etc/passwd, sie zeigt die verfügbaren User-Gruppen und, die verwendete Shell und weiteres an, hier eine Beispielzeile angezeigt mit dem Befehl: cat /etc/passwd boinc:x:131:148:boinc core client:/var/lib/boinc-client:/bin/false Die verschiedenen Infos sind durch ein : getrennt, um nun zum Beispiel nur die Info vor dem ersten : (Doppelpunkt) anzuzeigen benutzt man nun zuerst den Befehl cut /etc/passwd, dazu die Option -d (Trennungszeichen), mit ':' gibt man das gewünschte Zeichen an und da hier mehrere Doppelpunkte vorhanden sind mit der Option -f 1 (für Felder) die gewünschte Stelle. cat /etc/passwd cut -d ':' -f 1 Ergibt mit der obrigen Beispielzeile die Ausgabe: boinc 47

48 13.11 Zugrisrechte ändern chmod 13 STANDARD AUF DER SHELL Zugrisrechte ändern chmod Mittels chmod lassen sich die Zugrisrechte an Dateien, Verzeichnissen und Programmen ändern (siehe: Rechteverwaltung chmod) Den Eigentümer ändern chown Mit chown lässt sich der Besitzer einer Datei, eines Verzeichnisses oder eines Programms ändern. (siehe: Besitzer einer Datei ändern chown) Dateien verschlüsseln ccrypt ccrypt dient dazu Dateien zu verschlüsseln. Um mit ccrypt zum Beispiel eine Datei zu verschlüsseln gibt man den Befehl ccrypt und als Option die zu verschlüsselnde Datei an: ccrypt dateiname nun wird man aufgefordert ein Passwort anzugeben und zur Sicherheit ein zweites Mal. Während der Verschlüsselung wird eine Datei Namens dateiname.txt.cpt angelegt die man zum Entschlüsseln wieder benötigt. Dies funktioniert dann so: ccrypt -d dateiname.txt.cpt im Verzeichnis der zu entschlüsselnden Datei Die Shell leeren clear Je mehr man auf der Shell arbeitet desto unübersichtlicher wird die Geschichte zum leeren der Shell-Ausgabe dient der Befehl: clear Die Systemzeit anzeigen und setzen date Der Befehl date dient dazu die Systemzeit anzuzeigen oder diese als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) einzustellen. Mittels des Befehls: date wird die aktuelle Systemzeit angezeigt Beispiel: Sam Feb 11 05:31:05 CET 2012 Einstellen lässt sich die Systemzeit nur als Root, ist zwar ein wenig pingelig aber an sich kein Problem, angegeben wird die Zeit in der Syntax: yyyy mm dd HH MM SS Jahr Monat (Zahl) Tag (Zahl) Stunden Minuten Sekunden Tabelle 2: Systemzeit - Syntax Als Befehl sieht dies so aus: date und die Ausgabe: Sam Feb 11 05:50:42 CET 2012 erscheint und wird als Zeit gesetzt. yyyy mm dd HH MM SS Tabelle 3: Systemzeit - Beispiel 48

49 13.16 Datenblöcke kopieren dd 13 STANDARD AUF DER SHELL Datenblöcke kopieren dd dd dient dazu Datenblöcke Bitgenau zu kopieren, um etwa ganze Partitionen oder Festplatten zu sichern, als Beispiel: dd if=/dev/hda of=/dev/hdc Hiermit wird die komplette Festplatte /hda (angegeben durch if=) auf die Festplatte /hdc (angegeben durch of=) kopiert (natürlich nur als Root möglich siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ). Mit: dd if=/dev/hda bs=512 count=1 lässt sich der Bootsektor auf der Shell ausgeben oder mit: dd if=/dev/hda of=/dev/fd0 bs=512 count=1 zum Beispiel auf Diskette sichern. (netürlich ebenfalls nur als Root).!!!Vorsicht das Kommando dd fragt nicht nach sondern überschreibt ohne zu murren jegliche Daten!!! Den freien Speicherplatz der PartitionidxFestplatte anzeigen df Der Befehl df zeigt den freien Speicherplatz der Partition / der Festplatte an: df Um die Ausgabe von Byte auf eine verständlichere Form zu bringen benutzt man die Option -h df -h Abbildung 12: Der Befehl df verständlicher Textdateien miteinander vergleichen di Mittels di lassen sich Textdateien miteinander vergleichen, um etwa Änderungen oder Unterschiede zu nden. So lassen sich zum Beispiel Prüfsummendateien vergleichen ohne diese anzusehen. Beispiel: diff datei1 datei2 Mögliche Ausgabe bei Unterschieden: 1c1 < 2067f50538fe63f22e989cf852ff286f Unbenannt 1.pdf > 2067f50538fe63f22e989cf852ff286a Unbenannt 1.pdf di zeigt hier 1c1 an dies bedeutet in der Zeile 1 von 1 ist ein Unterschied also stimmen die Prüfsummen nicht überein, wäre kein Unterschied würde di keine Ausgabe liefern Anfrage an Nameserver dig Der Befehl dig dient dazu Anfragen an Nameserver zu stellen, um Beispielsweise den önentlichen DNS-Resolver von Google über pro-linux.de abzufragen muss man die IP des DNS-Resolvers von Google ( ) angeben und die Adresse von pro-linux.de: 49

50 13.20 Meldungen des Kernels lesen dmesg 13 STANDARD AUF DER SHELL Meldungen des Kernels lesen dmesg Der Befehl dmesg dient dazu die Meldungen des Kernels (Linux) zu lesen, der Kernel meldet etwa wenn neue Geräte (USB, IDE...) angeschlossen werden, Treiber und Firmware korrekt geladen wurden oder auch nicht und vieles mehr. Dies dient hauptsächlich dazu wenn ein Gerät etwa nicht oder nicht so funktioniert wie es sollte. Fehlt etwa Firmware oder ein Treiber meldet dies der Kernel und wird durch dmesg ausgegeben. Der Aufruf: dmesg macht diese Meldungen nun sichtbar. Die Ausgabe von dmesg kann nun je nach Hardware und eingebauten / angeschlossenen Geräten ziemlich lange sein und die Suche nach dem richtigen Gerät etwas länger dauern, um nun nach einem bestimmten Gerät zu suchen benutzt man das kleine Programm grep (siehe: Textdateien nach Stichworten durchsuchen grep:) zusätzlich und gibt an nach welchem Gerät man sucht, etwa für Digitales Fernsehen dvb, für Grakkarten video, für Drucker print, für Scanner scan, für UMTS-Sticks umts oder modem und so weiter und so fort. - Als Beispiel für Digitales Fernsehen: dmesg grep -i dvb Somit zeigt dmesg nur noch Zeilen der Ausgabe an die mit dvb zu tun haben Dos zu UNIX konvertieren dos2unix DOS-Textdateien verhalten sich zu UNIX-Textdateien sowie die Katze zur Maus, um nun auf einfache Weise DOS- Textdateien in UNIX-Textdateien zu konvertieren genügt ein: dos2unix textdatei textdatei dos2unix erkennt dabei automatisch das Format und konvertiert in das andere, um MAC-Textdateien in das UNIX- Format zu konvertieren benutzt man den Befehl: mac2unix textdatei textdatei Informationen über User abfragen nger nger dient dazu mögliche Informationen über den angegebenen User zu erfahren, als Beispiel: finger username Dateiformat erkennen le le erkennt bei jeder Datei um welches Dateiformat es sich handelt, jetzt fragt man sich natürlich wozu dies wenn man auf der graschen Oberäche eine Datei ohne Dateiendung sieht ist es kein Problem Linux zeigt grasch trotzdem das richtige Format an aber was tut man auf einem Server ohne grasche Oberäche man benutzt le - dazu gibt man zum Befehl le ganz einfach als Option den Dateinamen an Beispiel: file dateiname Eine mögliche Ausgabe: OpenDocument Text Dateien und Verzeichnisse suchen nd nd wird dazu benutzt um Dateien oder Verzeichnisse im Dateisystem zu nden. Dazu genügt der Befehl: find /verzeichnis dateiname Freien Arbeitsspeicher und Auslagerungsspeicher anzeigen free free wird benutzt um den freien Arbeitsspeicher (RAM) anzuzeigen und zugleich den freien Auslagerungsspeicher (SWAP), Beispiel: free 50

51 13.26 Textdateien nach Stichworten durchsuchen grep 13 STANDARD AUF DER SHELL Textdateien nach Stichworten durchsuchen grep grep durchsucht Textdateien nach angegebenen Stichworten und zeigt die betreenden Zeilen an. Weiters kann grep Shellausgaben (wie zum Beispiel im vorigen Beitrag: Meldungen des Kernels lesen dmesg :) durchsuchen und die Anzeige auf die gesuchten Stichworte begrenzen. Dazu gibt man einfach den Befehl grep an sowie in ' ' (Hochkommata) den gesuchten Begri und die zu durchsuchende Textdatei. Beispiel: grep 'orf' channels.conf Eine mögliche Ausgabe: grep 'ORF' channels.conf ORF1: :INVERSION_AUTO:BANDWIDTH_8_MHZ:FEC_3_4:FEC_AUTO:QAM_16:TRANSMISS Weiters kann man mittels grep etwa die PID (Prozess-ID) von Programmen erfahren, Beispiel: ps aux grep dolphin die mögliche Ausgabe: username ? Dateien komprimieren gzip gzipsystemeinstellungenellne Dateien zu komprimieren also in ein komprimiertes Archiv zu stecken. Wird unter Linux hauptsächlich dazu benutzt um etwa Textdateien zu komprimieren. Der Befehl: gzip dateiname steckt die durch dateiname angegebene Datei direkt in ein komprimiertes Archiv mit der Dateiendung.gz - Beispiel: dateiname.gz Um eine.gz-datei zu entpacken benutzt man gunzip - als Referenz zum vorangegangenen Beispiel: gunzip dateiname.gz Die ersten Zeilen einer Datei anzeigen head Wie der Name schon sagt dient head dazu nur die ersten Zeilen einer Textdatei anzuzeigen. Dazu gibt man einfach den Befehl head an so wie als Option die Anzahl der Zeilen die angezeigt werden sollen als Beispiel: head -4 dateiname DNS-Namen und IP-Adressen auösen host Der Befehl host dient dazu DNS-Namen in IP-Adressen aufzulösen und umgekehrt. Dazu gibt man den Befehl host an, die IP-Adresse oder den DNS-Namen und einen DNS-RESOLVER (etwa den öentlichen von Google mit der IP ). Als Beispiel: host Den Hostnamen anzeigen oder ändern hostname Der Befehl hostname dient auf der einen Seite dazu den eigenen Hostnamen anzuzeigen oder diesen als Root zu ändern. Um den eigenen Hostnamen anzuzeigen genügt der Befehl: hostname Um den eigenen Hostnamen zu ändern muss dies als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten:) erfolgen Beispiel: hostname neuer-hostname 51

52 13.31 Informationen zur eigenen ID und den eigenen Gruppen anzeigen id 13 STANDARD AUF DER SHELL Informationen zur eigenen ID und den eigenen Gruppen anzeigen id id gibt die eigen ID-Nummer so wie die Gruppen zu denen man gehört aus, dazu genügt der Aufruf: id Netzwerk kongurieren ifcong ifcong kann einerseits Netzwerkgeräte anzeigen: ifconfig -a Zeigt alle Netzwerkgeräte an und ifconfig zeigt inaktive nicht an. Weiters lässt sich mit ifcong das Netzwerk kongurieren. Hier sollte man noch wissen wie sich die Netztwerkschnittstellen unter Linux nennen: eth0 (eth1) eingebaute Netzwerkkarte, wlan0 (wlan1) Wlan (eingebaut oder Stick), ppp0 (ppp1) Modem oder UMTS-Stick, lo System-internes Netz. Netzwerkgerät deaktivieren (alle folgenden Befehle gelten als Root siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten :) ifconfig eth0 down Netzwerkgerät aktivieren: ifconfig eth0 up Statische IP-Adresse vergeben: ifconfig eth Für WLAN gilt der Befehl: iwconfig Statische IP-Adresse, Netzmaske und Broadcast-Adresse vergeben (etwa für ein internes Netzwerk oder Kabel-Modem / Telekabel): ifconfig eth netmask broadcast GNU/Info-Seiten anzeigen info Der Befehl info dient dazu die GNU/Info-Seiten zu Befehlen und Programmen (ähnlich wie die Manpages) anzuzeigen. Dazu genügt der Befehl info und als Option der entsprechende Befehl, als Beispiel: info emacs Prozesse / Programme beenden kill Der Befehl kill wird hauptsächlich dazu verwendet störrische Programme zu beenden, um kill zu verwenden muss man die PID (Prozess-ID) des jeweiligen Programms kennen. Man erfährt die jeweilige PID am einfachsten mit dem Befehl: ps aux grep programmname Mögliche Ausgabe: username ? Die PID steht nun gleich nach dem Usernamen in diesem Fall Um das entsprechende Programm nun zu beenden genügt der Befehl: kill Prozesse / Programme beenden killall Der Befehl killall dient ebenso wie kill (siehe: Prozesse / Programme beenden kill:) zum beenden von störrischen Programmen, der Unterschied zu kill besteht jedoch dass man bei killall nicht nur die PID sondern auch ganz einfach den Programmnamen angeben kann, Beispiele: 52

53 13.36 Überblick über die letzten angemeldeten User anzeigen last 13 STANDARD AUF DER SHELL killall programmname oder: killall Überblick über die letzten angemeldeten User anzeigen last Der Befehl last dient dazu die letzten eingeloggte User und die Zeit in der sie sich eingeloggt haben anzuzeigen Beispiele: last Zeigt einen Überblick über alle zuletzt eingeloggte User an und last username zeigt die letzten Login-Zeiten des durch username angegebenen Users an Textdateien lesen less Mittels less lassen sich Textdateien anzeigen, dazu genügt der Befehl less und als Option der entsprechende Dateiname, Beispiel: less dateiname Nun lässt sich die Textdatei mit der Leer-Taste Seitenweise durchblättern (oder auch mit Bild-Auf und Bild-Ab ), oder mit den Pfeiltasten Zeilenweise vorspringen. Mit der Taste h lässt sich die Hilfe anzeigen und wieder ausblenden und mit der Taste q wird less beendet Symbolische Links erzeugen ln Der Befehl ln (kleines L) dient dazu symbolische Links (auch Symlinks genannt) zu erstellen, Symlinks dienen unter Linux dazu Links von einer Datei auf einen anderen Speicherplatz zu weisen (viele davon ndet man etwa bei einem 64Bit-System im /lib32-oder /lib64-verzeichnis). Um zum Beispiel einen Symlink von der Datei /lib/dateiname in /lib64/dateiname zu erstellen genügt der Befehl (in diesem Fall natürlich als Root siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): ln -s /lib/dateiname /lib64/dateiname Somit wird unter /lib/64/ die Datei mit dem Symlink auf /lib/dateiname erstellt Systemmeldungen protokollieren logger logger protokolliert Systemmeldungen und verwendet syslogd. Hauptsächlich ndet logger in Shellscripten Verwendung, als Beispiel dass die automatische Ausführung eines selbst erstellten Shellscriptes erfolgreich war oder etwas nicht so funktionierte wie es sollte integriert man logger ganz einfach in das Script. Als Beispiel erstellt man sich einfach eine Datei die als Logdatei dienen soll (Textdatei) oder man zeigt logger in welche Logdatei er schreiben soll. Beispiel: logger -f /home/username/logdateiname Script erfolreich druchgeführt Die Option -f zeigt logger in welche Datei er schreiben soll und die in Anführungszeichen angegebene Meldung soll in die Logdatei geschrieben werden. 53

54 13.40 Verzeichnis-Inhalt anzeigen ls 13 STANDARD AUF DER SHELL Verzeichnis-Inhalt anzeigen ls Der Befehl ls zeigt auf der Shell den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses an (siehe: Anzeige des Verzeichnis-Inhaltes:) ManPages Hilfe zu Befehlen, deren Optionen anzeigen man Selbst auf der Shell wird man mit den unzähligen Befehlen und deren noch massereicheren Optionen nicht alleine gelassen. Für fast jeden Befehl unter Linux gibt es sogenannte ManPages, die ManPage eines Befehls önet man indem man den Befehl man angibt und als Option den Befehl dessen ManPage man sich ansehen will und oft lohnt es sich denn viele Befehle und Programme bieten einiges mehr als man denkt. Beispiel: man ls Nun kann man mit den Pfeil-Tasten Seitenweise durch die Hilfeseite blättern. Mit: Zeilenweise oder mit der Leer-Taste q wird die ManPage wieder beendet und man landet wieder auf der normalen Shell. Nicht immer weiÿ man gerade welchen Befehl man gerade verwenden soll, oder welcher jetzt wohl der richtige wäre, auch in einem solchen Fall helfen einem die ManPages. Hierzu dient der Befehl apropos, man gibt einfach den Befehl apropos an sowie das Stichwort, am besten versucht man wenn man in deutsch nichts ndet nach dem englischen Wort, als Beispiel: apropos copy Durch den Befehl werden nun alle möglichen ManPages in einer Liste angezeigt die das Wort enthalten und eine kurze Beschreibung dazu und eben dem Namen des Befehls, nun kann man die richtige ManPage önen Dateien vergleichen md5sum Der Befehl md5sum dient dazu zwei Dateien miteinander zu vergleichen, dies wird oft bei sicherheitsrelevanten Programmen eingesetzt so etwa auch vom Paketmanger, dieser vergleicht die online liegende Checksumme und das Ergebnis von md5sum - so können etwa Änderungen an einer Datei festgestellt werden die eigentlich nicht da sein sollten. Um die sogenannte Prüfsumme einer Datei zu erfahren: md5sum dateiname Die mögliche Ausgabe: dateiname Um etwa Änderungen an sicherheitsrelevanten Kongurationsdateien auf dem Server festzustellen legt man von der Datei eine Prüfsumme an und speichert diese in eine Datei: md5sum dateiname > prüfsummendatei Die Prüfsumme wird nun in die durch prüfsummendatei angegebene Textdatei geschrieben, werden nun Änderungen an der Kongurationsdatei vorgenommen ändert sich auch die Prüfsumme und man weiÿ etwas ist nicht ganz regulär Dateien verschieben mv Der Befehl mv (move) dient dazu Dateien auf der Shell zu verschieben oder sie umzubenennen (siehe: Dateien verschieben) Netzwerkinformationen netstat Mit netstat lassen sich verschiedenste Netzwerkinformationen anzeigen, etwa mit welchen Rechnern man im Netzwerk oder im Internet verbunden ist, mittels netstat -tac lassen alle Netzwerkverbindungen anzeigen und die Ausgabe wird ständig aktualisiert 54

55 13.45 Prozesse mit anderer Priorität laufen lassen nice 13 STANDARD AUF DER SHELL Prozesse mit anderer Priorität laufen lassen nice Der Befehl nice dient dazu Prozesse mit einer höheren oder niedrigeren Prozessor-Priorität zu starten. Dies geschieht indem man den Befehl nice angibt, die Option -n - danach die Priorität und den Befehl. Beispiel: nice -n 8 dolphin Wobei die Prozesspriorität mit einer Zahl zwischen 19 und -20 angegeben wird, -20 ist höchste Priorität und 19 niedrigste, Werte unter 0 kann nur Root vergeben (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) Zeilennummern in Textdateien einfügen nl Der Befehl nl dient dazu in bestehende Textdateien Zeilennummern einzufügen. Dies funktioniert ganz einfach indem man den Befehl nl plus die Textdatei als Option angibt. Beispiel: nl textdateiname Prozesse nach dem Abmelden weiterlaufen lassen nohub nohub dient dazu Prozesse nach dem Abmelden etwa weil gerade ein anderer User an den Rechner muss weiterlaufen zu lassen (muss man natürlich vorher wissen), in diesem Fall startet man das entsprechende Programm mit: nohup programmname DNS-Server abfragen nslookup Mit nslookup lässt sich zu einem Domainnamen die entsprechende IP-Adresse oder umgekehrt ermitteln, als Beispiel: nslookup Passwort des Users ändern passwd Der Befehl passwd dient dazu das Passwort des gerade eingeloggten Users zu ändern, dazu gibt man den Befehl passwd an sowie als Option das neue Passwort: passwd passwort Root kann natürlich die Passwörter aller User ändern dazu genügt der Befehl passwd und als Option dessen Usernamen anschlieÿend wird das neue Passwort abgefragt (in diesem Fall natürlich nur mit Admin-Rechten siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) Prozess-ID von Programmen nden pidof Der Befehl pidof dient dazu die Prozess-ID (PID) von Programmen heraus zu nden. Dazu gibt man einfach den Befehl pidof zusammen mit dem Programmnamen als Option an, Beispiel: pidof dolphin Die reine Ausgabe zeigt nur die PID an, Beispiel: Verbindung zu anderen Rechner testen ping Mit ping lässt sich schnell testen ob ein Rechner über das Netzwerk erreichbar ist, zum Test gibt man einfach den Befehl ping an plus IP-Adresse oder Domainname des Rechners den man erreichen will: ping Ohne weitere Option sendet ping so lange bis man mit: + Strg + C Beendet. Mittels der Option -c plus Angabe einer Zahl lassen sich die Pings auf eine Anzahl begrenzen: 55

56 13.52 Prozessinformationen anzeigen ps 13 STANDARD AUF DER SHELL ping -c Prozessinformationen anzeigen ps Für Systemadmins einer der wichtigsten Befehle, ps zeigt alle möglichen Informationen über Prozesse an. Der Aufruf von: ps zeigt die laufenden Prozesse der aktuellen Shell an. Als Beispiel: PID TTY TIME CMD pts/2 00:00:00 bash pts/2 00:00:00 ps An vorderster Stelle die PID (Prozess-ID), das Terminal (tty), die CPU-Laufzeit (TIME) und der Befehl (CMD). Um alle auf dem System laufenden Prozesse anzuzeigen dient die Option -e: ps -e Um nun genauere Informationen über die laufenden Prozesse zu erhalten benutzt man die Kombination -ef ps -ef Beispiel für eine Ausgabe: UID PID PPID C STIME TTY TIME CMD root :32? 00:00:00 /sbin/init root :32? 00:00:00 [kthreadd] root :32? 00:01:39 [ksoftirqd/0] Prozess-ID nach dem Programmnamen nden pgrep Um Prozess-ID's nach deren Namen zu nden dient neben anderen auch der Befehl pgrep, zum Befehl pgrep fügt man nur noch den Programmnamen hinzu und die Prozess-ID wird angezeigt Beispiel: pgrep apache Aktuelles Verzeichnis anzeigen pwd pwd dient dazu das aktuelle Verzeichnis anzuzeigen in dem man sich gerade bendet, dies macht zwar auf dem eigenen System recht wenig Sinn jedoch umso mehr wenn man gerade auf einem entfernten Server arbeitet. Um das aktuelle Verzeichnis anzuzeigen genügt die Eingabe des Befehls: pwd Prozesse in Baumansicht anzeigen pstree: Um zusammengehörige Prozesse in einer Baumansicht anzuzeigen dient der Befehl pstree, der Befehl pstree ohne Optionen zeigt alle Systemweit laufenden Prozesse an: pstree 56

57 13.56 Priorität laufender Programme ändern renice 13 STANDARD AUF DER SHELL Abbildung 13: Prozesse anzeigen pstree Gibt man higegen eine PID an wird nur der Baum der zugehörigen Prozesse der angegebenen PID angezeigt: pstree Weiters zeigt etwa wenn man als Option seinen eigenen Usernamen angibt nur die Prozesse des Users ohne Systemprozesse: pstree username Priorität laufender Programme ändern renice Um die Priorität bereits laufender Programme zu ändern dient der Befehl renice, hier gibt man den Befehl renice an sowie den Namen oder die PID des bereits laufenden Programms, Beispiel: renice -n 8 programmname Ansonsten gilt alles wie unter: Prozesse mit anderer Priorität laufen lassen nice: Dateien per SSH kopieren scp scp (secure copy) dient dazu Dateien vom eigenen Rechner auf einen entfernten Server oder umgekehrt per SSH (Secure Shell) zu kopieren. SSH erstellt eine verschlüsselte Verbindung über die Passwörter und Dateien übertragen werden können ohne dass jemand anderes dabei mithört. Um nun Dateien per scp vom einem Server auf den eigenen Rechner zu kopieren genügt der Befehl: scp /home/user/verzeichnis/ Um nun eine Datei vom eigenen Rechner auf den Server per scp zu kopieren genügt der Befehl: scp dateiname Um ein ganzes Verzeichnis samt Inhalt zu kopieren benutzt man die Option -r - ansonsten wird wegen jeder Datei extra nachgefragt: scp -r verzeichnisname/ Shellsitzung aufzeichnen script Der Befehl script eignet sich dazu eine Shellsitzung aufzuzeichnen, man kann dies sehen wie einen Film, Eingaben, Aktionen und Ausgaben werden so aufgezeichnet wie man sie eingibt und lassen sich später mit dem Befehl scriptreplay (siehe: Aufgezeichnete Shellsitzung abspielen scriptreplay:) wieder abspielen. Um eine Shellsitzung aufzuzeichnen gibt 57

58 13.59 Aufgezeichnete Shellsitzung abspielen scriptreplay 13 STANDARD AUF DER SHELL man zuerst den Befehl script an, die Option -t 2 damit die Zeit korrekt aufgezeichnet wird und die Datei in die die Aufzeichnung geschrieben werden soll an. Beispiel: script -t 2>dateiname Um die Aufzeichnung zu stoppen drückt man die Tastenkombination: + Strg + D Das Ergebnis ist eine Textdatei Aufgezeichnete Shellsitzung abspielen scriptreplay Der Befehl scriptreplay dient dazu mit dem Befehl script (siehe: Shellsitzung aufzeichnen script:) aufgezeichnete Shellsitzungen auf der Shell abzuspielen. Dazu gibt man einfach den Befehl scriptreplay an plus als Option die Textdatei in der die Aufzeichnung liegt. Beispiel: scriptreplay dateiname Den Rechner ausschalten shutdown Der Befehl shutdown dient dazu den Rechner auf verschiedene Arten auszuschalten, doch shutdown kennt hier einige interessante Optionen. -r plus Angabe der Zeit oder now startet den Rechner mit Angabe der Zeit neu oder mit -r now sofort neu, -h der Rechner wird komplett herunter gefahren und nicht neu gestartet, -c - etwa bei Angabe einer Zeit (-r ) wird das Abschalten gestoppt also das vorige Kommando rückgängig gemacht, -F - startet beim Neustart den Dateisystemcheck mittels fsck, -k Meldung - gibt vor dem Abschalten die durch Meldung angegebene Meldung an alle eingeloggten User aus. Beispiel: shutdown -r now -F In diesem Beispiel wird der Rechner sofort abgeschalten neu gestartet und der Dateisystemcheck durchgeführt Befehle erst nach einer gewissen Zeit starten sleep sleep dient dazu Befehle erst nach einer gewissen Zeit zu starten, dabei startet nicht sleep selbst den Befehl sondern sleep blockiert einfach so lange die Shell bis die Zeit abgelaufen ist und gibt dann die Shell für den folgenden Befehl frei. Um sleep zu nutzen gibt man einfach den Befehl sleep an und als Option die Sekunden die sleep laufen soll also die Shell blockieren soll, zumeist ndet sleep in Shellscripten seinen Einsatz. Beispiel: sleep 5 firefox In diesem Fall läuft sleep 5 Sekunden und gibt danach die Shell für den folgenden Befehl frei Groÿe Dateien teilen split split dient dazu groÿe Dateien in zwei oder mehrere Dateien aufzuteilen. Dazu gibt man den Befehl split an, mit der Option -b wählt man die Dateigröÿe die man in der gewünschten Zahl angibt plus k für Kilobyte oder m für Megabyte sowie die zu teilende Datei. Ein Beispiel: split -b 100m film.avi In diesem Beispiel wird die Datei lm.avi in 100 Megabyte groÿe Stücke zerlegt, hat die Datei etwa 350MB Gröÿe entstehen daraus folgende Dateien: lm.avi.aa lm.avi.ab lm.avi.ac lm.avi.ad 100MB 100MB 100MB 50MB Tabelle 4: Beispiel - split 58

59 13.63 Sichere Verbindung zu Server ssh 13 STANDARD AUF DER SHELL Um gesplittete Dateien wieder zusammen zu fügen ist der einfachste Befehl zum obrigen Beispiel: cat film.avi.a? > film.avi Dies funktioniert mit allen möglichen Dateiformaten, selbst komprimierte Archive oder Programme können so gesplittet werden Sichere Verbindung zu Server ssh ssh erstellt eine verschlüsselte Verbindung über die Passwörter und Aktionen sicher übertragen werden können ohne dass jemand mithört. Um eine sichere Verbindung zu erstellen genügt der Befehl: ssh Um Dateien per ssh zu kopieren verwendet man den Befehl scp (siehe: Dateien per SSH kopieren scp:) Die letzten Zeilen von Textdateien anzeigen tail tail wird dazu benutzt die letzten Zeilen einer Textdatei anzuzeigen, wofür dies gut ist zum Beispiel um die letzten also die aktuellsten Meldungen einer Log-Datei anzusehen. Als Beispiel nehme ich jetzt mal die wichtigste Log-Datei syslog (unter älteren Systemen messages). Um die letzten Meldungen anzusehen gibt man als erstes den Befehl tail an und die entsprechende Datei Beispiel: tail /var/log/syslog Damit werden automatisch die letzten 5 Zeilen der angegebenen Datei angezeigt. Um sich nun eine gewünschte Anzahl von Zeilen anzeigen zu lassen benutzt man die Option -n plus die Zahl der gewünschten Zeilen: tail -n 10 /var/log/syslog In diesem Fall werden die letzten 10 Zeilen angezeigt. Nun ist besonders die Zentrale Log-Datei syslog oder unter älteren Systemen messages eine Datei die von Sekunde zu Sekunde neue Meldungen bekommen kann, in diesem Fall benutzt man die Option -f - dies bewirkt das die Datei ständig neu ausgelesen wird: tail -f -n 10 /var/log/syslog bis man die Tastenkombination: + Strg + C eingibt Dateien komprimieren tar tar wird benutzt um eine oder mehrere Dateien in ein komprimiertes Archiv zu verfrachten oder ein Archiv zu entpacken. Um ein Verzeichnis in ein Archiv zu packen gehen Sie so vor: tar cf archiname zu-packendes-verzeichnis Mit diesem Befehl wurde nun ein Archiv geschaen das durch archivname angegeben wurde, die Dateien wurden jedoch nicht komprimiert. Um die Dateien nun auch zu komprimieren gehen Sie so vor: tar zcf archivname zu-packendes-verzeichnis Um mehrere einzelne Dateien in ein Archiv zu packen genügt der Befehl: tar zcf archivname dateiname1 dateiname2 verzeichnisname Um in ein gepacktes Archiv einzusehen also die darin liegenden Dateien zu sehen ohne es zu entpacken gehen Sie so vor: tar tf archivname Um eine weitere Datei einem bestehenden Archiv hinzuzufügen dient die Option add-le=: tar --add-file=dateiname archivname Um ein Tar-Archiv zu entpacken dient: 59

60 13.66 Zeit der Prozessausführung messen time 13 STANDARD AUF DER SHELL tar xvf archivname Um ein Tar.gz-Archiv zu entpacken: tar xjvf archivname Zeit der Prozessausführung messen time time dient dazu zu messen wie lange ein Prozess benötigt bis dieser abgeschlossen wurde, dazu gibt man den Befehl time an sowie den Start-Befehls des Programmes, als Beispiel: time ls CPU-Auslastung durch Prozesse anzeigen top Der Befehl top zeigt die CPU-Auslastung durch die Prozesse an. top Route zu einem Rechner verfolgen traceroute Mittels traceroute lässt sich zurückverfolgen welche Server die Datenpakete zu einem gewünschten Ziel passieren, als Beispiel: traceroute Dateien komprimieren zip Zwar ist das Microsoft-Zip-Format nicht gerade sehr erfolgreich beim Komprimieren jedoch ist es auch unter Linux verfügbar. Um mittels zip ein Archiv zu erstellen dient: zip archivname.zip datei1 datei2 verzeichnis Um ein Zip-Archiv zu entpacken genügt: unzip archivname.zip Dateien erstellen touch Mittels touch lassen sich Dateien erstellen, mit: touch dateiname wird eine leere Datei erstellt, mit touch dateiname.jpg eine.jpg-datei, je nachdem welche Dateiendung Sie angeben System-Details anzeigen uname Der Befehl uname zeigt je nach Option folgende System-Informationen an: -a alle verfügbaren Informationen, -m die Architektur des Systems (32Bit, 64Bit...), -n den Hostnamen, -p - Infos zum Prozessor, -r Version des Systems, -v Version des Betriebssystems. Beispiel: uname -a Zeigt alle verfügbaren Informationen an. 60

61 13.72 Die Systemlaufzeit anzeigen uptime 14 WEITERE TIPPS FÜR DIE SHELL Die Systemlaufzeit anzeigen uptime uptime gibt die aktuelle Laufzeit des Systems seit dem letzten Start/Neustart an, hierzu genügt der Befehl: uptime Als Beispiel: 14:33:49 up 3:01, 3 users, load average: 0.40, 0.10, Informationen über die aktuell angemeldeten User anzeigen w w zeigt Informationen über die aktuell eingeloggten User an, Beispiel: w Informationen über den Dateiinhalt anzeigen wc wc dient hauptsächlich dazu um Details aus Textdateien zu ziehen, etwa um die Wörter in einer Textdatei zu zählen: wc -w textdatei um die Zeilen in einer Textdatei zu zählen: wc -l textdatei um die Zeichen in einer Textdatei zu zählen: wc -m textdatei Dateien von Befehlen suchen whereis whereis dient dazu Dateien von Befehlen und Programmen also deren Pfade zu nden, dazu genügt zur Angabe des Befehls whereis als Option der Befehl oder das Programm: whereis dolphin Whois-Abfrage whois whois dient dazu Whois-Abfragen zu tätigen, dazu gibt man einfach den Befehl whois plus die abzufragende IP als Option an, Beispiel: whois Informationen über die eingeloggten User anzeigen who who gibt Informationen über die aktuell eingeloggten User aus, dazu genügt der Befehl: who 14 Weitere Tipps für die Shell 14.1 Umwandeln von Dokumenten mit Imagemagick Imagemagick ist auf jedem Linux-System vorinstalliert man muss es nur noch nutzen Umwandeln von PDF in Bilddateien convert dateiname.pdf dateiname.png Der Befehl konvertiert die durch dateiname.pdf angegebene PDF-Datei in.png-dateien (jede Seite eine Bilddatei), wobei man sich nicht auf PNG beschränken muss, Imagemagick kennt so gut wie jedes Bildformat. (die Originaldatei bleibt erhalten) 61

62 14.2 Hardware, Treiber, Firmware 14 WEITERE TIPPS FÜR DIE SHELL Umwandeln von Bilddateien ein PDF-Dateien convert dateiname.jpeg dateiname.pdf Der Befehl konvertiert die durch dateiname.jpeg angegebene PDF-Datei in.eine PDF-Datei, wobei man sich nicht auf JPEG beschränken muss, Imagemagick kennt so gut wie jedes Bildformat. (die Originaldatei bleibt erhalten) Umwandeln von HTML-Dateien in Bilddateien oder PDF-Dateien convert dateiname.html dateiname.png Der Befehl konvertiert die durch dateiname.html angegebene HTML-Datei in.eine PNG-Datei, wobei man sich nicht auf PNG beschränken muss, Imagemagick kennt so gut wie jedes Bildformat. (die Originaldatei bleibt erhalten) convert dateiname.html dateiname.pdf Der Befehl konvertiert die durch dateiname.html angegebene HTML-Datei in.eine PDF-Datei, (die Originaldatei bleibt erhalten) 14.2 Hardware, Treiber, Firmware Wenn ein angeschlossenes / eingebautes Gerät nicht funktioniert beginnt man am einfachsten mit den kleinen Dingen, man sieht nach ob das Gerät als Hardware aufgelistet ist Nach USB-Geräten sehen lsusb Der Befehl zeigt erkannte USB-Geräte an, eine mögliche Ausgabe: Abbildung 14: USB-Geräte anzeigen lsusb hub deutet stark auf USB-Anschlüsse hin, um diese brauchen wir uns erst mal nicht zu kümmern, Webcam ist auch sehr aufschlussreich, PCTV auch dieses Teil zeigt anscheinend gerne was es ist, ZTE MF110/MF636 ist ein UMTS-Modem (worauf Communication hinweist) und Wheel Mouse ist auch nicht schwer zu erkennen, wie man sieht ist nicht schwer zu erkennen was welches Teil sein könnte, ist das angeschlossene USB-Gerät hier aufgelistet heiÿt dies es wurde erkannt sollte es trotzdem nicht funktionieren sehen wir bald weiter Nach eingebauten Geräten sehen (PCI) lspci Dieser Befehl zeigt nun eingebaute Geräte (PCI) an, eine mögliche Ausgabe: 62

63 14.2 Hardware, Treiber, Firmware 14 WEITERE TIPPS FÜR DIE SHELL Abbildung 15: eingebaute Geräte anzeigen lspci Hier ist die Ausgabe natürlich schon etwas gewiefter, zumeist braucht man sich jedoch um technische Kindereien nicht zu kümmern denn die laufen zumeist ohne Probleme unter Linux, wichtig sind die Grakkarte Integrated Graphics Controller, die Audio-Karte HD Audio Controller, die WLAN-Karte Network controller: Broadcom Corporation BCM4312, und die Ethernet-Karte Ethernet controller: Atheros Communications AR8132. Das meiste andere Zeugs sollte ohne weitere Probleme laufen, Standard-Teile mit denen Linux normal ohne Probleme klar kommt. Wichtig ist es sich die Ausgabe einfach genau anzusehen, wenn etwa die Grakkarte nicht will oder komplett spinnt sucht man nach Grak oder Video, die Soundkarte macht heute nur noch selten Probleme (bei sehr exotischen Teilen), auch die normale Ethernet-Karte sollte ohne Probleme laufen, das WLAN-Teil könnte manchmal Probleme machen da die meisten Treiber nicht frei sind, deshalb sind sie in freien Distributionen wie etwa Debian, Ubuntu usw. normal nicht auf den Installationsmedien vorhanden lassen sich jedoch zumeist ohne Probleme über den Paketmanager nach installieren. Wie gesagt wenn etwas nicht funktioniert sucht man danach ob das Teil erkannt wird ist es aufgelistet wurde es auch erkannt, in so einem Fall fehlt dann zumeist nur noch die Firmware oder der Treiber Warum funktioniert ein Gerät nicht? - Nach dem Problem suchen Wie zuvor schon beschrieben ndet man das Gerät unter den Ausgaben der Befehle lsusb und lspci wird das Gerät von Linux auch unterstützt, in einem solchen Fall fehlt dann zumeist nur noch der entsprechende Treiber oder die Firmware die nicht standardmäÿig installiert ist weil es sich um eine nicht freie Software handelt. Um dem Problem nun auf den Grund zu gehen sieht man sich nun die Kernelmeldungen an, denn dieser meldet jede angeschlossene oder eingebaute Hardware und auch Probleme wenn solche vorhanden sind. Um sich nun die Kernelmeldungen anzusehen benutzt man den Befehl: dmesg Diese Ausgabe kann nun wirklich länger werden denn der Kernel meldet so ziemlich alles und ist sehr gesprächig darum hier nur mal ein kurzer Auszug: 63

64 14.2 Hardware, Treiber, Firmware 14 WEITERE TIPPS FÜR DIE SHELL Abbildung 16: Kernel-Meldungen anzeigen dmesg In diesem Fall habe ich zufällig das UMTS-Modem erwischt, wie man hier sieht ist auch hier alles relativ gut beschrieben was nötig ist - GSM modem, aber wie gesagt ist die Ausgabe von dmesg zumeist ziemlich lange, darum lässt man dmesg zum Beispiel mit grep zusammen arbeiten, also nach dem suchen was man eben grade benötigt. Ich werde jetzt mal nach dem digitalen TV-Stick suchen und nehme dazu am besten den Begri dvb - funktioniert so: dmesg grep -i dvb dmesg liefert nun noch immer die ganze Ausgabe doch da ich grep dazu angewiesen habe nach dvb zu suchen werden nun nur noch Zeilen angezeigt die auch dvb enthalten als Beispiel: Abbildung 17: dmesg durchsuchen mit grep In diesem Fall ist natürlich alles in Ordnung - found a 'Pinnacle PCTV 72e' in warm state, würde hier etwa die Firmware fehlen würde in den Zeilen etwa rmware 'dvb_usb_dib0700' not found oder start in cold state stehen, oder dass der Treiber fehlt, zumeist steht sogar noch dabei wo man sich informieren kann oder den Treiber / die Firmware herunter laden kann. Wie gesagt sollte etwas nicht funktionieren ist an dieser Stelle zu 98% das Problem zu nden und mittels grep braucht man nicht lange zu suchen, sollte etwas mit der Grakkarte nicht stimmen sucht man etwa nach video oder graphic, bei Problemen mit der Soundkarte etwa nach audio und so weiter und so fort. 64

65 14.2 Hardware, Treiber, Firmware 14 WEITERE TIPPS FÜR DIE SHELL Fehlende Firmware nachinstallieren Bevor man nun im Internet nach der passenden Firmware sucht sollte man unter Ubuntu das Programm zusätzliche Treiber starten oftmals meldet es sich schon von selbst wenn es Hardware entdeckt für die es Treiber in den Repositories gibt oftmals übersieht man es jedoch. Sind solche vorhanden wird dies im Programm angezeigt sind mehrere verschiedene vorhanden ist sicherlich ein Paket mit empfohlen markiert diesen nimmt man am besten und aktiviert ihn. - Spätestens nach einem Neustart sollte das Gerät nun funktionieren. Unter anderen Distributionen sucht man am besten nach einem Paket dass sich etwa linux-rmware-nonfree oder rmware-linux-nonfree nennt unter Synaptic und installiert dieses Paket, sollte sich nun nach einem Neustart noch nichts tun sucht man am besten nach dem angegebenen Firmwarepaket aus der dmesg -Ausgabe im Internet, ist keine Internet-Adresse für das Paket angegeben sucht man am einfachsten unter Google mit den Stichworten rmwarepaketname, linux und download. Zumeist erhält man nun ein gepacktes Archiv, dieses gilt es nun zu entpacken und die darin liegende Datei oder Dateien an die richtige Stelle zu verfrachten. Die richtige Stelle ist /lib/rmware/, am einfachsten önet man nun einen Dateimanager mit Root-Rechten (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ), kopiert die Datei oder die Dateien und önet nun das Systemverzeichnis (Dateisystem / Basisordner) in dem sich das Verzeichnis /lib/rmware bendet in dieses Verzeichnis wird die Datei oder die Dateien nun eingefügt. Nach einem Neustart sollte das Gerät nun funktionieren Fehlende Treiber nachinstallieren Bei fehlenden Treibern handelt es sich zumeist um Treiber für 3D-Grak-Karten, WLAN-Sticks oder seltene Drucker oder Scanner. 3D-Grakkarten: Hier handelt es sich zumeist um NVIDIA oder ATI Karten, zwar gibt es inzwischen den freien Treiber für NVIDIA von nuveau doch dieser bietet bisher noch nicht vollständige Unterstützung der 2D-Betrieb läuft ohne Probleme aber bei 3D gibt es noch Schwierigkeiten. Doch Abhilfe schat hier NVIDIA selbst die ihre eigenen Treiber für ihre Karten für Linux schreiben, diese werden jedoch nicht standardmäÿig installiert da die Treiber nicht frei sind. Ebenso verhält es sich mit ATI. Die Treiber lassen sich jedoch ohne Probleme über den Paketmanager installieren NVIDIA Hier sollte man auch zuerst einen Blick auf die Ausgabe von dmesg werfen falls man nicht weiÿ um welche Version der Grakkarte es sich handelt. Für Karten der Reihe Geforce 5 9 installiert man sich den Treiber: nvidia-173 Für Karten der Reihe Geforve 2 7 installiert man sich den Treiber: nvidia-96 Eine weitere Möglichkeit wenn man ein wenig erfahrenerer User ist ist der Download der aktuellsten Treiber von NVIDIA und die manuelle Installation, der Nachteil dabei ist jedoch dass man bei jedem Kernel-Update den Treiber neu kongurieren muss ATI Hierzu installiert man sich den Treiber: fglrx WLAN Hier fehlen zumeist nur die Treiber die sich über den Paketmanager installieren lassen. Broadcom: Hierzu installiert man sich den Treiber: bcmwl-kernel-source Drucker / Scanner Sollte der Drucker oder der Scanner nicht funktionieren sucht man am besten unter Google mit den Stichworten druckermodell, driver, linux und download. Vor allem bei neueren Modellen würde ich beim Kauf darauf achten das er von Linux unterstützt wird, dazu genügt zumeist eine Suche unter Google mit den Stichworten druckermodell und linux. Bei Modellen von HP gibt es so gut wie keine Probleme. 65

66 15 WEITERE SYSTEMINFORMATIONEN 15 Weitere Systeminformationen Das Verzeichnis /proc/ ist ein virtuelles Dateisystem - dies bedeutet es belegt keinen Festplatten-Speicher sondern bendet sich im Hauptspeicher - auch als Arbeitsspeicher oder RAM bezeichnet. Hier liegt die Schnittstelle zu Kernel - sie zeigt Informationen zu den laufenden Prozessen an. Einige Dateien liegen hier lose andere wieder in Unterverzeichnissen, einen schnellen Überblick über dieses Verzeichnis liefert uns der Befehl: ls -l /proc less hiermit önet sich das Programm less dass sich mit der Leertaste durch die Seite blättern lässt oder mit den Pfeiltasten Seitenweise und mit der Taste q beendet wird. Hier eine Zeile als Auszug: -r--r--r-- 1 root root :38 version 15.1 Erweiterte Infos aus /proc anzeigen: Mit dem vorigen Befehl ls -l /proc less haben wir uns die darin liegenden Dateien angesehen - was wir damit nun anfangen können soll nun dieses Beispiel zeigen, ich nehme nun aus dem vorangegangenen Befehl die Ausgabe version Erweiterte Infos über den Kernel cat /proc/version Beispiel für eine Ausgabe: Linux version generic (gcc version (Ubuntu/Linaro ubuntu3) ) #28-Ubuntu SMP Fri Jan 27 17:44:39 UTC 2012 zeigt uns die Version des Kernels generic der mit der Version des GNU C Compilers kompiliert wurde und zwar am 27. Jänner 2012 um 17 Uhr 44 und 39 Sekunden Infos über den Arbeitsspeicher Ein weiteres Beispiel mit dem ebenfalls aus ls -l /proc less ermitteltesn meminfo: cat /proc/meminfo würde uns die Aufteilung des Arbeitsspeichers (RAM) zeigen - hier ein kleiner Auszug davon: MemTotal: kb MemFree: kb Buffers: kb Cached: kb Infos zur CPU Um an Infos zur CPU zu kommen benutzen wir cpuinfo: cat /proc/cpuinfo Als Beispiel einige Zeilen zu meinem Stück: processor : 0 vendor_id : GenuineIntel cpu family : 6 model name : Pentium(R) Dual-Core CPU 2.10GHz stepping : 10 cpu MHz : cache size : 1024 KB bogomips : cache_alignment : 64 66

67 17 DATEITYPEN UNTER LINUX Infos zu Prozessen Sie nden mit dem Befehl ls -l /proc less ein Verzeichnis mit einer Zahl - als Beispiel 2167 dr-xr-xr-x 8 root root : und wollen wissen was da gerade passiert: cat /proc/2167/cmdline Als Beispiel für die Ausgabe: anjuta in diesem Fall läuft hier die Entwicklungs-Umgebung Anjuta. 16 Die Linux-Verzeichnis-Hierarchie Das Linux-Dateisystem (die Verzeichnis-Hierarchie) unterscheidet sich von der von Windows sehr stark. Linux folgt hier (bis auf kleine Unterschiede von Distribution zu Distribution) strikten Standards. Unter Microsoft werden oft Bibliotheken und zusätzliche Software mehrfach installiert da viele Programme Bibliotheken mitbringen die eigentlich an anderen Orten schon installiert sind, dies belastet die Registry und verlangsamt das System immer mehr. Werden Programme deinstalliert bleiben oft Programm-Bestandteile zurück auch dies verlangsamt das System. Wenn Sie sich unter Linux nächste Woche ein Programm installieren wollen weiÿ der Paketmanager heute schon wo jede einzelne Datei hinkommen wird und bei der Deinstallation wird jede einzelne Datei wieder entfernt. Doppelt installierte Programme oder Bibliotheken gibt es nicht denn unter Linux hat jede Datei ihren xen Platz. Hier nun die wichtigsten Verzeichnisse: / /bin Systemprogramme /boot /grub /cdrom /dev diverse Unterverzeichnisse Gerätedateien /etc diverse Unterverzeichnisse Kongurationsdateien /home /username persönliche Verzeichnisse /lib /rmware diverse Unterverzeichnisse /lib32 /rmware diverse Unterverzeichnisse /lib64 /rmware diverse Unterverzeichnisse /lost+found verlorene Dateien /media /cdrom /mount eingehängte Medien /opt diverse Unterverzeichnisse zusätzliche Programme /proc diverse Unterverzeichnisse Prozessinfos /root persönliches Verzeichnis /run diverse Unterverzeichnisse Prozessinfos /sbin Systemprogramme für Root /selinux /srv diverse Unterverzeichnisse /sys diverse Unterverzeichnisse Systeminfos /tmp diverse Unterverzeichnisse temporäre Dateien /usr diverse Unterverzeichnisse Programme /var diverse Unterverzeichnisse veränderliche Dateien 17 Dateitypen unter Linux Tabelle 5: Verzeichnis-Hierarchie Wenn Sie sich die obige Tabelle genauer angesehen haben und sich fragen was denn Gerätedateien sind sollte man zuerst verstehen dass unter Linux im Gegensatz zu Windows alles als Datei behandelt und bezeichnet wird. (mit so einigen dieser Dateitypen hat der reine User eigentlich nichts zu tun, doch wenn man davon hört will man zumeist auch wissen was diese Teile bedeuten darum hier die Erklärung) Nun unterscheidet man unter Linux folgende Arten von Dateien: 67

68 18 DATEISYSTEME AUS TECHNISCHER SICHT Reguläre Dateien Dateien wie man sie auch unter Microsoft kennt, Textdateien, Musikdateien, Videodateien Verzeichnisse auch normale Verzeichnisse werden unter Linux als Dateien bezeichnet Links Links sind Dateien die auf andere Dateien verweisen, unter Linux unterscheidet man zwischen Softlinks (auch als Symlinks oder symbolische Links bezeichnet) und Hardlinks, ein Softlink (auch gerne als Verknüpfung bezeichnet) zum Beispiel zu /cdrom wäre eine spezielle Datei mit /mnt/cdrom oder einem anderen Ziel als Inhalt. Greift ein Benutzer nun auf /cdrom zu, so merkt das Betriebssystem, dass es sich bei diesem Verzeichnis um einen Link handelt, und leitet den Benutzer entsprechend zum Ziel weiter, bei einem Hardlink handelt es sich dagegen nur um einen weiteren Dateinamen für eine bereits vorhandene Datei. Dieser Dateiname verweist auf den gleichen Inode-Eintrag des Dateisystems wie die Orginaldatei. Da jede reguläre Datei, etwa eine Textdatei, ein Verweis auf einen Inode-Eintrag ist, ist sie immer auch ein Hardlink Sockets - Sockets sind nicht zwangsläug im Dateisystem abgelegt dies ist durch den Typ des Sockets bedingt. TCP/IP-Sockets liegen beispielsweise nicht im Dateisystem. Ausschlieÿlich Unix-Domain-Sockets sind als Datei im Dateisystem zu nden. Programme können dann in diesen Socket schreiben (also senden) und aus ihm lesen (also empfangen), in der Regel hat der User selbst damit nichts zu tun NamedPipes - Pipes bieten eine Kommunikationsmöglichkeit innerhalb einer Prozesshierarchie (unterhalb eines Session- Leader-Prozesses wie der Shell oder eines Dämonprozesses) Gerätedateien - Gerätedateien (device les) sind im Dateisystem unterhalb von /dev untergebrachte Dateien, die eine Hardwarekomponente repräsentieren. Eine solche Hardwarekomponente kann entweder real existieren oder nur virtueller Natur sein. Letzteres bezeichnet man als Pseudo-Device. Ein Pseudo-Device wäre beispielsweise /dev/null 18 Dateisysteme aus technischer Sicht Wenn man sich die beiden vorhandenen Microsoft-Dateisysteme NTFS und Fat32 ansieht ist einem bekannt diese sind nicht sonderlich stabil, nach einem Systemabsturz muss sofort die Dateisystem-Reparatur starten (zwar automatisch aber dies muss geschehen), es ist auch ohne Systemabsturz möglich dass Dateien verloren gehen oder soweit zerstört werden dass sie unbenutzbar werden (dies sieht man des öfteren bei Bildern sehr gut). Auch ist bei Microsoft die Fragmentierung von Dateien sehr hoch, dies bedeutet dass NTFS Dateien unwillkürlich auf der Festplatte verteilt auch wenn diese zusammen gehören, werden dann noch Programme oder Dateien gelöscht entstehen weiters riesige Lücken, auf diese Weise muss der Schreib- Lesekopf der Festplatte immer unsinnig weite Leerwege überwinden um sich die nötigen Dateien zusammen zu suchen was natürlich Zeit kostet und von Tag zu Tag schlimmer wird bis das System unbenutzbar ist. Zwar gibt es die Defragmentierung (die ab Windows 7 schon automatisch startet) aber auch nur grasch ihre Arbeit gut verrichtet in Wirklichkeit bleiben immer noch riesige Lücken. Unter Linux gibt es nicht nur das eine wichtige Dateisystem, vielmehr gibt es unzählige, darunter mit Eigenschaften: EXT 2 (extendet lesystem) war viele Jahre das Standard-Dateisystem für Linux, extrem stabil, bietet keine Journaling-Funktion ist jedoch aufwärtskompatibel zu EXT 3 EXT 3 - (extendet lesystem) ist die erweiterte Version von EXT 2, bietet Journaling, riesige Festplatten-Partitionen und Dateien sind möglich, extrem stabil und sehr schnell EXT 4 - (extendet lesystem) ist die weiter entwickelte Version von EXT 3, bietet Journaling, ist extrem stabil und ist vor allem mit sehr vielen kleineren Dateien sehr schnell (wobei mit klein unter ein Gigabyte gemeint ist) und unterstützt Dateien bis zu einer Gröÿe von einem Exabyte ReiserFS - extrem stabil und sehr schnell, bietet Journaling JFS - bietet Journaling und ist sehr stabil (kein reines Linux-Dateisystem) XFS - bietet Journaling und ist sehr stabil (kein reines Linux-Dateisystem) BTRFS (binary tree le system) wurde von Oracle entwickelt und es besteht die Möglichkeit das es das neue Linux-Standard-Dateisystem wird, bietet Journaling, ist angemessen schnell (derzeit reicht nach meiner Meinung aber die Stabilität noch nicht), biete Dateigröÿen bis zu 16 Exbibyte SWAP SWAP ist ein Dateisystem von dem der User selbst eigentlich nicht viel mitbekommt, es dient wie unter Microsoft als Auslagerungsspeicher (unter Microsoft auch als virtueller Speicher bekannt, unter Microsoft ist er jedoch direkt im System integriert was die Performance nicht gerade steigert), der Auslagerungsspeicher wird dann aktiv wenn der Arbeitsspeicher zu klein für die verwendeten Daten wird 68

69 19 PARTITIONEN UNTER LINUX / PARTITIONIEREN NFS - (Network Filesystem) ist eigentlich kein reales Dateisystem, es ist eine Art Implementierung in das System um auf entfernte Speichermedien zugreifen zu können wie auf ein direkt im System integriertes und ebenso Speichermedien im Netzwerk freizugeben Weiters kann Linux heute ohne Probleme mit den folgenden Microsoft-Dateisystemen umgehen lesen / schreiben: Fat16 Fat32 NTFS SMB/CIFS 19 Partitionen unter Linux / Partitionieren 19.1 Was sind Partitionen? Partitionen sind Bereiche auf Festplatten die mit einem Dateisystem versehen sind auf denen das Betriebssystem Dateien ablegen kann. Bei der Installation von Linux wird die Partitionierung vor allem von unbedarften Usern dem System überlassen, es ist jedoch keine groÿe Schwierigkeit die Partitionierung selbst zu übernehmen, die eigenständige Partitionierung bietet so einige Modikationsmöglichkeiten. So lässt sich zum Beispiel für jedes Verzeichnis unter / (siehe: Die Linux-Verzeichnis- Hierarchie:) eine eigene Partition anlegen, oder jedes Verzeichnis in einer eigenen Partition auf eine eigene Festplatte legen und ein frei wählbares Dateisystem wählen. Sicherlich fragt sich so mancher User jetzt was die wohl bringen könnte Geschwindigkeit, Performance und Sicherheit. Natürlich ist es für viele ein wenig übertrieben jedes Verzeichnis unter / auf eine eigene Festplatte zu legen, aber schon etwa wenn man / (das Systemverzeichnis) und das /home (Userverzeichnis) auf eine eigene Festplatte legt vielleicht noch nebenbei das Verzeichnis /tmp hat man eine massive Geschwindigkeitssteigerung des Systems denn das System greift gleichzeitig auf /, /home und /tmp zu doch nur einen Motor für den Schreib/Lesekopf der Festplatte, teilt man nun diese Verzeichnisse auf extra Festplatten ist das System um einiges schneller ein Tipp wenn Sie über einen älteren Rechner mit wenig Arbeitsspeicher haben legen Sie die SWAP-Partition die sowieso eine eigene Partition ist auf eine extra Festplatte Welche Partitionen sind nötig? Natürlich ist es für einen reinen Oce-PC übertrieben wie unter: Was sind Partitionen? für jedes Verzeichnis unter / eine eigene Partition anzulegen aber folgende Partitionen werden benötigt: / Das Wurzelverzeichnis oder auch Systemverzeichnis genannt, hier wird das System selbst, die Systemdateien und Kongurationsdateien sowie die zusätzlich installierten Programme abgelegt. Die Partition sollte etwa mindestens 5GB Gröÿe haben, natürlich wollen Sie vielleicht weitere Programme installieren als im Standard installiert sind, wenn Sie nicht extra eine Partition für das /home-verzeichnis anlegen werden hier auch noch zusätzlich die eigenen Daten abgelegt, mein Tipp wenn ich gefragt werde ist mindestens 10 bis 15GB, wenn man mehr Programme installieren will ist auch eine gröÿere Partition kein Fehler (meine /-Partition hat eine Gröÿe von rund 35GB). /home Das Home-Verzeichnis, hier werden die persönlichen Verzeichnisse der einzelnen User abgelegt (wie etwa unter Windows das Verzeichnis Eigene Dateien), darin liegen nun die privaten Daten und Dateien sowie die Kongurationsdateien der Programme die der User benutzt. Es ist nicht zwingend nötig dieses Verzeichnis auf eine extra Partition zu legen dann wird dieses Verzeichnis direkt unter / angelegt aber es ist dennoch besser eine eigene Partition dafür anzulegen noch besser ist es dieses Verzeichnis auf eine eigene Partition und Festplatte zu legen, so ist es dann zum Beispiel möglich wenn man das System komplett zerschossen hat /home einfach in das nächste installierte System zu integrieren, auch ist die Performance des ganzen Systems um vieles besser. /swap Die Auslagerungspartition, hier werden Daten abgelegt wenn der Arbeitsspeicher des Systems (RAM) zu klein wird. Viele Linux-User verzichten heute auf neueren Rechnern mit viel Arbeitsspeicher auf diese Partition, doch gerade wenn man aufwendige Bild- oder Video-Bearbeitung vornehmen will können selbst 8 oder 16GB RAM eng werden. Mein Tipp: bei älteren Rechnern mit 2 oder weniger GB RAM Arbeitsspeicher die doppelte Menge an der Gröÿe eine SWAP-Partition anlegen, bei 8 oder mehr GB zumindest ein bis zwei GB. 69

70 20 CRON DAS SYSTEM AUTOMATISIEREN 20 Cron das System automatisieren Cron ist ein kleiner Prozess der immer läuft und Aufgaben zu vorbestimmten Zeiten ausführt. Vor allem wenn es darum geht immer wieder kehrende Aufgaben zu erledigen warum soll man diese selbst erledigen wenn man es jemanden anderes erledigen lassen kann Cron ist hier die erste Wahl An folgenden Stellen liegen die nötigen Kongurationsdateien: /etc/crontab die Systemweite Kongurationsdatei, hier konguriert man Aufgaben die direkt mit dem System zu tun haben /etc/cron.daily/ hier abgelegte Scripte werden automatisch täglich von der Datei /etc/crontab ausgeführt und müssen nicht extra in die /etc/crontab eingetragen werden /etc/cron.weekly/ - hier abgelegte Scripte werden automatisch wöchentlich von der Datei /etc/crontab ausgeführt und müssen nicht extra in die /etc/crontab eingetragen werden /etc/cron.monthly/ - hier abgelegte Scripte werden automatisch monatlich von der Datei /etc/crontab ausgeführt und müssen nicht extra in die /etc/crontab eingetragen werden /var/spool/cron/crontabs/ - hier liegen die Crontabs der User selbst, mit diesen kann der User Aufgaben steuern die in seinem Home-Verzeichnis wirken sollen aber nichts mit dem System selbst zu tun haben Was sind nun crontabs? Crontabs sind Textdateien in die der Administrator oder der User die entsprechenden Aufgaben in einer Tabelle einträgt. Hier ein Beispiel für die Systemweite /etc/crontab: Abbildung 18: die systemweite crontab Und hier eine für den User aus /var/spool/cron/crontabs/ mit einer einfachen Aufgabe: 70

71 20.3 Aufbau der crontab 20 CRON DAS SYSTEM AUTOMATISIEREN 20.3 Aufbau der crontab Abbildung 19: die User-crontab Der Aufbau sieht zwar etwas kompliziert aus das ist er aber nicht, die Sternchen an vorderster Stelle dienen zur Angabe der Zeiten an welchen die Aufgabe gestartet werden soll etwa ein Script das ausgeführt werden soll, dahinter das Kommando oder der Pfad zum Script das ausgeführt werden soll. * * * * * root Befehl Minuten Stunden Tag des Monats Monat Tag der Woche User Kommando Tabelle 6: Crontab - Syntax Die Sternchen *zeigen die Zeit an der der angegebene Befehl ausgeführt wird, weiters bedeutet ein Sternchen dass der angegebene Befehl zu dieser Zeit ausgeführt wird, im Fall der obigen Tabelle jede Minute zu jeder Stunde an jedem Tag des Monats in jedem Monat an jedem Tag der Woche - der User wird nur in der Systemweiten Crontab angeführt. Natürlich möchte man die Zeit steuern, darum lassen sich die Sternchen durch die gewünschte Zeit ersetzen siehe folgende Tabelle: Minuten Stunden Tag des Monats Monat Tag der Woche Tabelle 7: Crontab - Möglichkeiten Nun kann man die Sternchen durch die angegebenen Zahlen ersetzen und so die genaue Zeit angeben an der der Befehl oder das Script ausgeführt werden soll, einige Beispiele: 0 * * * * Tabelle 8: Crontab - Beispiel - jede Stunde Das Script oder der Befehl wird in der ersten Minute zu jeder Stunde an jedem Tag des Monats jeden Monat ausgeführt * * Tabelle 9: Crontab - Beispiel - einmal im Monat Das Script oder der Befehl wird um 22Uhr 30 am 1. Tag des Monats ausgeführt * * 7 Tabelle 10: Crontab - Beispiel - jeden Sonntag Das Script oder der Befehl wird um 22Uhr 30 jeden Sonntag ausgeführt. 71

72 20.4 Bearbeitung der Crontab 21 SYSTEMMANAGEMENT 20.4 Bearbeitung der Crontab Als normaler User muss man sich zuerst mal eine solche unter /var/spool/cron/crontabs/ anlegen, dazu muss man sich zuerst mal in der Gruppe crontab sein, ob man in dieser Gruppe ist erfährt man am schnellsten mit dem Befehl groups auf der Shell, ist in der Ausgabe crontab nicht angezeigt muss man sich dieser hinzufügen, dies erledigt man entweder unter der graschen Oberäche mit dem Programm Benutzer und Gruppen (unter Unity/GNOME usw.) oder mit Kuser (unter KDE), noch schneller auf der Shell als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) mit dem Befehl (siehe: Benutzer zu Gruppen hinzufügen:): adduser username crontab Nach einer kurzen Ab- und wieder Anmeldung kann man sich seine eigene crontab anlegen mit dem Befehl auf der Shell: crontab -e Somit önet sich der Texteditor nano (siehe: Textdateien bearbeiten:). Nun fügt man sich einfach eine neue Zeile mit der Zeittabelle und dem Befehl: Beispiel: 0 * * * * ls wenn man möchte kann man sich durch das einfügen einer Raute (#) auch eine Beschreibung dahinter stellen damit man sich bei mehreren Aufgaben nicht verwirrt etwa: 0 * * * * ls # Verzeichnisinhalt einlesen oder man gibt den Pfad zum entsprechenden Script an Beispiel: 0 * * * * /home/username/scriptname # mein Script ausführen Für eine weitere Aufgabe legt man sich einfach eine weitere Zeile an Anacron - wenn Cron nicht konnte Solange der Rechner eingeschalten ist hat Cron keine Probleme, er verrichtet seine Aufgaben pünktlich, doch wenn der Rechner gerade zu dieser Zeit gerade abgeschalten ist macht Cron keinen Muckser diese Aufgabe nachzuholen sondern wartet bis zun nächsten fest gesetzen Termin. Ist es jedoch eine wichtige Aufgabe die unbedingt erledigt werden soll setzt man am besten auf Anacron, selbst wenn der Rechner zum festgelegten Zeitpunkt abgeschalten ist wird die Aufgabe so schnell wie möglich nach geholt. Anders als Cron arbeitet Anacron nicht mit einem minimalen Intervall von einer Minute sondern der Minimale Zeitwert ist ein Tag, konnte die Aufgabe weil der Rechner zum festgesetzten Zeitpunkt nicht eingeschalten war nicht ausgeführt werden wird sie spätestens beim nächsten Neustart ausgeführt. Weiters lässt sich mit Anacron nicht festlegen zu welchem Zeitpunkt die gestellten Aufgaben durchgeführt werden sondern nur in welchen Abständen. Festgelegt werden die Aufgaben in der Datei: /etc/anacrontab Als Beispiel: 7 30 mysqldump.all all-databases > backup/all_databases.sql Zeitraum in Tagen Verzögerung Beschreibung Befehl Tabelle 11: Anacron - Beispiel In diesem Beispiel wird alle 7 Tage das Backup aller Datenbanken durchgeführt - wie gesagt ist der Rechner zum Beispiel am 7ten Tag nicht eingeschalten wird dies beim nächsten Start durchgeführt, weiters bedeutet die Verzögerung von 30 Minuten dass erst 30 Minuten nach dem Start des Systems der Befehl durchgeführt wird, legt man mehr Aufträge an kann man diese auf diese Art staeln damit nicht alles gleichzeitig läuft, Bearbeitet wird die Datei ganz normal mit einem Texteditor als Root. 21 Systemmanagement Programme zum ansehen was das System gerade macht. Die meisten dieser Programme benötigen Root-Rechte (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ). 72

73 21.1 htop - Prozesse 21 SYSTEMMANAGEMENT 21.1 htop - Prozesse htop dient dazu zu sehen welche Prozesse laufen und wie viel CPU-Zeit diese verbrauchen oder auch wie viel Arbeitsspeicher, aufgerufen wird das Programm einfach auf der Shell mit dem Befehl als Root: htop Als Beispiel für eine Ausgabe: Abbildung 20: htop - Prozesse anzeigen Hier kann man nun mit den Pfeiltasten auf/ab auf und ab scrollen und so mit dem Curser einen markieren, mit der Taste F9 mit der Taste F dstat - Prozesse-Kontrolle önet sich das Signalmenü mit dem man nun den Prozess etwa beenden usw. kann, önet sich ein Menü mit dem man die Prozesse nach belieben listen kann. dstat ist ähnlich wie htop ein Programm um Prozesse zu beobachten, speziell wenn ein Prozess Unruhe stiftet der sich jedoch nicht zeigen will könnte dstat dabei helfen den Störenfried zu nden. Gestartet wird das Programm auf der Shell mit dem Befehl als Root: dstat Als Beispiel für eine Ausgabe: 73

74 21.3 iotop - sehen welche Prozess sich gerade mit dem Datenträger beschäftigt 21 SYSTEMMANAGEMENT Abbildung 21: dstat - Prozess-Probleme dstat dient hauptsächlich dazu bei Problemen mit Prozessen die Richtung einzugrenzen wenn man nicht weiÿ welcher Prozess wohl Probleme macht. Nach dem Start aktualisiert das Programm im Sekundentakt den Status, so werden auällig hohe Prozessor-Lastwerte grün dargestellt, links nden Sie die CPU-Last, dann das Lesen/Schreiben auf der Festplattem den Netzwerkverkehr und das Paging iotop - sehen welche Prozess sich gerade mit dem Datenträger beschäftigt iotop dient dazu zu sehen welche Prozesse gerade auf der Festplatte lesen/schreiben, das Programm wird einfach mit dem Befehl als Root: iotop gestartet. Als Beispiel für eine Ausgabe: 74

75 21.4 iftop - anzeigen wohin der Rechner sich im Netzwerk verbindet 21 SYSTEMMANAGEMENT Abbildung 22: iotop - Prozesse die mit dem Datenträger arbeiten iotop zeigt die aktuelle Lese/Schreibrate der laufenden Prozesse an - es zeigt also welche Prozesse gerade auf der Festplatte schreiben oder lesen iftop - anzeigen wohin der Rechner sich im Netzwerk verbindet iftop dient dazu zu kontrollieren mit welchen Netzwerkadressen sich der eigene Rechner verbindet, das Programm wird einfach mit dem Befehl als Root: iftop -i schnittstelle (Beispiel eth0) Als Beispiel für eine Ausgabe: 75

76 21.5 nethogs - anzeigen welche Programme sich mit dem Netzwerk verbinden 21 SYSTEMMANAGEMENT Abbildung 23: iftop - Netzwerk überwachen 21.5 nethogs - anzeigen welche Programme sich mit dem Netzwerk verbinden nethogs ist eigentlich dasselbe Programm wie iftop - jedoch zeigt nethogs auch speziell die Programme an die sich mit dem Netzwerk verbinden. Der Start erfolgt mit dem Befehl als Root: nethogs schnittstelle (Beispiel ppp0) Beispiel für eine Ausgabe: Abbildung 24: nethogs - Prozesse und Netzwerk 76

77 21.6 Sich bei Problemen per Mail benachrichtigen lassen 21 SYSTEMMANAGEMENT 21.6 Sich bei Problemen per Mail benachrichtigen lassen Gerade auf Servern die nicht neben einem unter dem Schreibtisch stehen ist es gut zu wissen ob die Kiste ohne Probleme läuft. Linux macht es einem hier einfach indem es sie etwa per bei Hardware-Problemen benachrichtigt, auch sonstige Systemmeldungen kommen natürlich über diese Mail - hier werde ich mich jedoch auf Hardware-Probleme fest legen. Den Mail-Server postx der so gut wie auf jedem Linux-System installiert ist ist relativ einfach und schnell konguriert: Önen Sie dazu mit einem Texteditor als Root - etwa nano die Textdatei /etc/postfix/main.cf und suchen die Zeilen: mydestination = inet_interfaces = all relayhost = smtp.gmail.com (zum Beispiel) smtp_generic_maps = hash:/etc/postfix/generic Die Zeilen sollten nun etwa so aussehen, unter relayhost geben Sie den SMTP-Server an über den die Mail gesendet werden soll. Legen Sie nun unter: /etc/postfix/ die Textdatei generic an und bearbeiten diese so: root Die erste Zeile speziziert die korrekte Absender- und Empfänger-Adresse für Root, die zweite ermöglicht dies für weitere User und die dritte weist Postx an alle an die oben angegebenen User zu senden. Damit Postx diese Datei nutzt führt man als Root nach dem Bearbeiten den Befehl: postfix /etc/postfix/generic aus. Viele Mail-Server im Internet nehmen Mail's nur nach einer verschlüsselten Anmeldung an - dazu kontrolliert man wieder die Datei: /etc/postfix/main.cf ob die folgenden Angaben stimmen: smtp_use_tls = yes smtp_sasl_auth_enable = yes smtp_sasl_security_options = noanonymous smtp_tls_capath = /usr/share/ca-certificates/ smtp_sasl_password_maps = hash:/etc/postfix/sasl_passwd Die ersten drei Zeilen aktivieren nun die Anmeldung am Mail-Server per TLS, die vierte legt den Pfad zu den CA- Certikaten fest und die letzte legt die Datei für die Benutzer-Angaben wie etwa das Passwort zum Anmelden fest, diese legen Sie wieder als Textdatei unter: /etc/postfix/ mit dem Dateinamen sasl_passwd an, diese sollte so aussehen (das erste Feld muss genau mit dem in der main.cf angegebenen relayhost übereinstimmen): smtp.gmail.com:587 Login):ihr_passwort Nun führt man noch folgende Befehle als Root aus: chmod 600 /etc/postfix/sasl_passwd damit nur Root in die Datei einsehen kann und: postmap /etc/postfix/sasl_passwd damit Postx die Datei nutzen kann. Nun können Sie die Konguration mittels: echo Mailbody mail -s Test von username; pls ignore testen, nun önen Sie das Programm mailq hier sollte nun eine Meldung über die versendete Mail auftauchen. Nun sollten Sie auch statt Ihre Mail-Adresse anzugeben auch mit Ihrem Usernamen Mail's versenden können. 77

78 21.6 Sich bei Problemen per Mail benachrichtigen lassen 21 SYSTEMMANAGEMENT Verbundüberwachung - RAID mdadm dient etwa zum Überwachen von Software-RAID und versendet bei Problemen wie dem drohenden Ausfall oder auch dem Ausfall einer Verbund-Festplatte sofort eine Mail an den Administrator (unter anderen Distributionen als Debian oder Ubuntu nennt sich das Paket: mdmonitor). Der Dienst startet zumeist nur wenn in dessen Kongurationsdatei: /etc/mdadm/mdadm.conf eine Empfänger-Mail-Adresse angegeben wurde, normalerweise ist hier root vorkonguriert was auch ausreichen sollte, als Test führt man etwa als Root den Befehl: mdadm --monitor --test --oneshot /dev/md* aus. Eine Beispiel-Mail von mdadm: This is an automarically generated mail message from mdadm running on host_adresse.com A Fail event had been detected on md device /dev/md0. It could be related to component device /dev/sda2. Faithfully yours, blah. P.S. The /proc/mdstat file currently contains the following: Personalities : [raid1] md0 : active raid1 sda2[1] (F) sdc2[0] blocks super 1.2 [2/1] [U_] unused devices: <none> Vor Festplattenausfällen warnen lassen Jede Festplatte gibt irgendwann mal den Geist auf - zumeist jedoch unverhot, Glück wenn man es vorher weiÿ und noch rechtzeitig eine Datensicherung vornehmen kann. Zu den Spezialisten unter Linux zählen hier die smartmontools die man über den selben Namen über den Paketmanager installieren kann. Damit die Festplatte(n) automatisch überwacht werden önet man die Kongurationsdatei: /etc/default/smartmontools und ändert die folgende Zeile: # start_smartd=yes in sstart_smartd=yes ändert. Hier kann man auch das Prüf-Intervall festlegen. Das Programm sendet automatisch den Zustand an Root Über wichtige Logmeldungen benachrichtigt werden Nicht jeder Systemadministrator hat jeden Tag Zeit sich die Logmeldungen des Systems durch zu sehen, viel interessanter ist da die Möglichkeit ein Programm zu nehmen das sich die wirklich wichtigen Meldungen heraus pickt und diese an Root per Mail sendet. Hier spielt das Programm logwatch seine Stärken aus, alle Meldungen des Systems landen in der Datei /var/log/syslog oder /var/log/messages (je nach System), das Programm logwatch (über den gleichen Namen über den Paketmanager zu installieren) startet nun einmal pro Tag automatisch (per Cronjob) und durchsucht die Logmeldungen der letzten 24 Stunden nach Meldungen die für den Admin wirklich interessant sein könnten und sendet diese per Mail an Root. Die Kongurationsdatei ndet man unter: /usr/share/logwatch/default.conf/logwatch.conf 78

79 21.7 Genaueste Infos über die Hardware 21 SYSTEMMANAGEMENT Hier kann man etwa die Stufe Low - nur die wichtigsten Meldungen werden versendet oder auch das Textformat ändern in der die gesendet wird ändern - in der Regel wird eine einfache Textmeldung versendet, durch: Format=Html kann man dies in eine Html-Nachricht ändern Genaueste Infos über die Hardware hwinfo ist ein kleines Programm das nur einen Zweck hat, Infos zur Hardware anzeigen, egal ob diese eingebaut oder angeschlossen ist. Das Programm wird mit dem gleichen Namen über die Paketverwaltung installiert und mit dem Befehl als Root hwinfo gestartet. Der Befehl zeigt jede gefundene Hardware mit allen möglichen Infos an, da die Ausgabe ziemlich lang sein kann - kann man die Ausgabe natürlich mittels grep eingrenzen, um zum Beispiel nach dem Stichwort dvd zu suchen: hwinfo grep -i dvd Eine mögliche Ausgabe: Abbildung 25: hwinfo - Hardware anzeigen 21.8 Welche User gehören einer Gruppe an? Oft ist es gut wenn man weiÿ welche User einer bestimmten Gruppe angehören, dazu nutzt man am einfachsten das Programm members das über den gleichen Namen über den Paketmanager zu installieren ist. Gestartet wird das Programm einfach mit der Gruppe als Option: members www-data Mögliche Ausgabe: www-data username 21.9 Angemeldete User anzeigen Da Linux von Grund auf ein Mehrbenutzer-System ist ist es natürlich interessant zu wissen (besonders etwa auf einem Server) welche User gerade angemeldet sind, dazu könnte man etwa das Programm whowatch verwenden das einfach mit dem gleichen Paketnamen über den Paketmanager zu installieren ist. Der Aufruf des Programms geschieht mit dem Befehl: whowatch 79

80 21.10 Apache live in Aktion sehen 21 SYSTEMMANAGEMENT Eine mögliche Ausgabe: Apache live in Aktion sehen Abbildung 26: whowatch - angemeldete User anzeigen apachetop ist ein Programm das Zugrie auf den Server, Geschwindigkeiten und Transferraten sowie weitere Informationen live zeigt. Das Programm wird mit dem gleichnamigen Paket installiert und gestartet: apachetop Eine mögliche Ausgabe: Abbildung 27: apachetop - Server beobachten 80

81 22 SHELLSCRIPTE 22 Shellscripte Passend zum vorangegangenen Thema nun zum Schreiben von Shellscripten. Normalerweise benötigt man sie nicht, Linux funktioniert genauso gut ohne, mit Shellscripten kann man jedoch ganz schön viele Dinge anstellen, das System automatisieren, Aufgaben die immer wieder die gleichen sind automatisch ausführen lassen, dazu zählen etwa Backups, Verzeichnisse bereinigen, Virensuche, Update, Neustarts und dergleichen und noch viel mehr, die Möglichkeiten haben keine Grenzen. Shellscripte zu schreiben ist keine Kunst, kennt man sich ein wenig auf der Shell aus hat man schon 90% im Kopf, alles was man nun noch benötigt ist ein Texteditor (siehe: Texteditoren) der unter Linux schon vorinstalliert ist, etwa gedit oder kate - alles was man dann noch braucht ist ein wenig Zeit um sich die Befehle zusammen zu suchen die man haben will Shellscripte schreiben Wie schon im vorangegangenen Beitrag beschrieben ist das Schreiben von Shellscripten sehr einfach, genau genommen ist ein Script nichts anderes als wie man selbst etwas in die Shell eingibt so wird es auch geschrieben, natürlich kann man Shellscripte auch erweitern, doch beginnen wir zuerst mal klein. Der Unterschied zur händischen Eingabe von Befehlen ist man gibt zuerst mal an was getan werden soll mit der eigentlichen Textdatei, damit die Bash (der Befehlszeilen-Interpreter) weiÿ was zu tun ist gibt man in die oberste Zeile: #!/bin/bash an. Somit weiÿ die Shell sie selbst hat nun damit zu tun. Nun zu einem wirklich ganz einfachen Beispiel, zumeist ist es am besten einfach zu beginnen, es auszuprobieren um zu sehen ob das Teil funktioniert und langsam immer weiter zu erweitern, so sieht man wenn man sich nicht sicher ist wann Fehler entstehen und man muss später nicht suchen. Den Befehl: ls -l kennt jeder, er zeigt den Inhalt eines Verzeichnisses an mit einigen zusätzlichen Informationen zu den Dateien. Um den Befehl in ein Script zu packen hängen wir ihn einfach in die nächste Zeile an: #!/bin/bash ls -l Nun speichert man die Datei unter einem beliebigen Namen ich nehme jetzt mal shellscript.sh, wichtig ist nun die Datei ausführbar zu machen, dies gelingt etwa indem man die Datei mit der rechten Maustaste anklickt und Eigenschaften Berechtigungen/Zugriffsrechte Datei als Programm ausführen aktiviert, oder über die Shell mit dem Befehl: chmod +x shellscript.sh Nun kann man das Shellscript per Shell: sh shellscript.sh oder./shellscript.sh starten und der Inhalt des Verzeichnisses wird angezeigt was bedeutet das Teil funktioniert. Doch zumeist dienen Shellscripte dazu Aufgaben zu automatisieren, da will man manchmal wissen was da passiert ist, um an das vorige Beispiel mit ls -l anzuknüpfen wollen wir die Ausgabe in eine Log-Datei schreiben, dazu legen wir uns eine solche an, ich nenne das Teil jetzt mal ls.log und speichere sie in meinem Home-Verzeichnis, nun gilt es nur noch die bash anzuweisen die Ausgabe in die angegebene Datei zu schreiben dies funktioniert durch > und die Angabe des Pfades zur Datei. #!/bin/bash ls -l > /home/username/ls.log Startet man nun das Script schreibt es die Ausgabe in die angegebene Datei. Jetzt ist es aber so dass jedes Mal wenn das Script gestartet wird der alte Eintrag gelöscht und durch den neuen Eintrag überschrieben wird, um dies zu ändern fügt man nun ein zweites > hinzu, nun wird der neue Eintrag angefügt. #!/bin/bash ls -l >> /home/username/ls.log 81

82 22.1 Shellscripte schreiben 22 SHELLSCRIPTE Wenn das Script jetzt aber auf einem Server läuft auf den man nicht jeden Tag hinsieht wäre es dann natürlich interessant wenn der Ausgabe etwa das Datum angefügt wird, dies werde ich jetzt mal auf die schnelle Art mit dem Befehl: date lösen der einfach das Datum und die aktuelle Zeit anzeigt, damit dies funktioniert müssen wir jedoch der Shell nach dem ersten Befehl mitteilen dass sie noch einen zweiten Befehl ausführen soll, dies löst man ganz einfach mit dem &. #!/bin/bash ls -l >> /home/username/ls.log & date >> /home/username/ls.log Und schon fügt die Shell nach der Ausgabe des Befehls ls-l das Datum hinzu. Wenn man nun etwas komplexere Scripte schreibt können die Teile schon etwas unübersichtlich werden, und wenn man später etwas verändern will oder das Script an jemanden anderen weiter gibt sich in gröÿeren Scripten zurechtzunden ist nicht mehr so einfach, darum ist es auf einfache Weise möglich diverse Informationen einzubauen. Die bash ignoriert alles was hinter einer Raute (#) steht bis eben auf die erste, dahinter kann man seine eigenen Infos ein bauen, etwa so: #!/bin/bash # Verzeichnis-Inhalt auslesen und in ls.log schreiben ls -l >> /home/username/ls.log & # aktuelles Datum anfügen date >> /home/username/ls.log oder auch so: #!/bin/bash ls -l >> /home/username/ls.log & # auslesen und in ls.log schreiben date >> /home/username/ls.log # aktuelles Datum anfügen Nun wird es langsam Zeit das wir ein Script auch ordnungsgemäÿ beenden, dies geschieht durch den Befehl: exit #!/bin/bash # Verzeichnis-Inhalt auslesen und in ls.log schreiben ls -l >> /home/username/ls.log & # aktuelles Datum anfügen date >> /home/username/ls.log exit Hier ein kleines Beispiel für ein Script das ein neues Script mit dem angegebenen Namen erstellt, es ausführbar macht und dann gleich im gewünschten Editor önet: #!/bin/bash # # Verzeichnis, in dem sich das Script landen soll dir=~/ # Editor, der verwendet werden soll - bei Bedarf einfach ändern editor=gedit # erstes Argument muss der Scriptname sein... [ -z "$1" ] && exit 1 # Editor starten und Script laden (oder erzeugen) $editor $dir/$1 # Ausführrechte für User setzen... chmod u+x $dir/$1 Dieses Script einfach in einen Texteditor kopieren und als Datei unter beliebigen Namen speichern und ausführbar machen, per Shell (Konsole/Terminal) mit dem Befehl: sh scriptname xxx tarten, scriptname durch den Namen dieses Scriptes ersetzen und xxx durch den Namen den das neue Script haben soll, benutzen Sie einen anderen Editor als gedit einfach ersetzen, das neue Script speichert sich unter /home und wird automatisch ausführbar gemacht. 82

83 22.1 Shellscripte schreiben 22 SHELLSCRIPTE Variablen Variablen sind Werte die man zum Zeitpunkt des Schreibens des Scriptes noch nicht kennt also veränderlich sind. In diesem Fall möchte ich eine Datei anlegen die neben dem Namen ls.log noch das Datum im Namen hat also ls.log_datum und der Befehl ls -l soll seine Meldung in diese Datei schreiben. Damit wir das Datum nun in einem schönen Format bekommen benutzen wir diesmal den Befehl: date +%Y_%m_%d Was etwa dann so aussehen könnte (einfach auf der Shell versuchen): 2012_02_13 Um der Shell nun mitzuteilen dass die Ausgabe von date die Variable für datum ist benutzt man das Dollar-Zeichen $ und setzt den Befehl in Klammer: datum=$(date +%Y_%m_%d) Die Shell weiÿ nun dass die Ausgabe des Befehls date die Variable für datum ist, nun können wir der Shell mitteilen mit dem $-Zeichen dass sie hier die Variable für Datum setzen soll. #!/bin/bash # # die Ausgabe des Befehls date ist die Variable für datum datum=$(date +%Y_%m_%d) # ls soll seine Ausgabe in die Datei ls.log_2012_02_13 schreiben (wird erstellt) ls -l > /home/username/ls.log_$datum Hier ein kleines von mir erstelltes Script mit einigen dieser krampfhaften Variablen Die Aufgabe dieses Scriptes: es soll ein überladenes Verzeichnis - oder auch einfach nur die Dateien eines Verzeichnisses auf mehrere aufteilen, im Groben gesagt lieÿt es die Dateien im Verzeichnis in dem es liegt ein und fragt wie viele Dateien jeweils in ein neues Verzeichnis das unter /home/username/ mit dem Namen Verzeichnis_aktuelles_Datum_und_Uhrzeit gespeichert wird verschoben werden sollen. Die angegebene Menge an Dateien wird nun nach dem Alphabet verschoben und zusätzlich als Info in eine Log-Datei die sich zuv_aktuelles_datum_und_uhrzeit.log nennt gespeichert aus der sich auslesen lässt welche Dateien in welchem Verzeichnis gelandet sind. Das Script ist nicht für automatische Aufgabem für Cron geeignet da eine explizite Eingabe der Dateimenge des Users erforderlich ist. Inspiriert wurde dieses Script durch den Kollegen eines sehr guten aber weit entfernten Freundes von mir. 83

84 22.1 Shellscripte schreiben 22 SHELLSCRIPTE # Name : zählen&verschieben *zuv* ## Dieses Script unterliegt der GPLv3 ## Version 0.4 ## by killer-squirrel ## Info: Dieses Script ist modular aufgebaut, leicht veränderbar und mit Infos versehen > ## > die zeigen wo man etwas und wie es zu verändern ist ## ## ## INFO: Dieses Script zählt Dateien in einem Verz. und erstellt ein neues Verz. ## mit Datum und Uhrzeit und verschiebt die gewählte Anzahl in dieses Verz. # Beginn des Scriptes ## # Willkommen - dialog starten # dialog starten und Anzahl der Dateien anzeigen dialog --infobox "Willkommen bei *zuv* >by your hunter< - Dateien werden gezählt und Leerzeichen durch "_" ersetzt - Bitte warten" 5 50 sleep 3 #... wir warten einfach 5 Sekunden dialog --clear # Dialog-Bildschirm löschen clear # Leerzeichen ' ' in Dateiname durch '_' ersetzen space=' ' replace='_' # Ersetzungszeichen # Ersetzt alle Datei- und Verzeichnisnamen im aktuellen Verzeichnis for source in * do case "$source" in # Ist ein Leerzeichen im Namen vorhanden *"$space"*) # Erst mal den Namen in dest speichern dest=`echo "$source" sed "s/$space/$replace/g"` #... überprüfen, ob bereits eine Datei bzw. ein Verzeichnis mit gleichem Namen existiert if test -f "$dest" then echo "Achtung: "$dest" existiert bereits... \ (Überspringen)" 1>&2 continue fi # Vorgang auf der Standardausgabe mitschreiben echo mv "$source" "$dest" # Jetzt ersetzen mv "$source" "$dest" ;; esac # Auflistung des Verzeichnis-Inhaltes in der Datei - kein Datei-Format angeben ".zuv-liste" (wird automatisch erstellt) dir -1 >.zuv-liste # Einträge in der Datei ".zuv-liste" zählen und das Ergebnis in die Datei ".zuv-einträge" schreiben (wird automatisch erstellt) > # > nicht ändern wc -w.zuv-liste >.zuv-einträge # die Anzahl der Einträge aus der Datei "einträge" auslesen und in die Datei ".zuv-zahl" schreiben (wird automatisch erstellt) > # > nicht ändern cat.zuv-einträge cut -d ' ' -f 1 >.zuv-zahl # Variable = Anzahl der im Verz. liegenden Dateien - nicht ändern b=$(cat.zuv-zahl) # dialog starten und Anzahl der Dateien anzeigen dialog --infobox "Die Anzahl der Dateien liegt jetzt bei ** $b **" 5 50 sleep 3 #... wir warten einfach 5 Sekunden dialog --clear # Dialog-Bildschirm löschen clear a=`dialog --inputbox "Wie viele Dateien sollen im Verzeichnis bleiben?" 0 0 "0" \ 3>&1 1>&2 2>&3` # Dialog-Bildschirm löschen dialog --clear dialog --infobox "OK $a, Dateien!" 5 50 # Bildschirm löschen clear f=`dialog --inputbox "Wie viele Dateien sollen in ein neues Verzeichnis verschoben werden?" 0 0 " " \ 3>&1 1>&2 2>&3` # Dialog-Bildschirm löschen dialog --clear dialog --infobox "OK $f, Dateien!" 5 50 # Bildschirm löschen clear # Wenn die Anzahl der Dateien Variable "a" durch Variable "b" überschritten wird if [ $a -le $b ] then # ist die Anzahl gröÿer als Variable "a" werden die ersten x Dateien (Variable aus der Datei "Verschieben=$") verschoben Verschieben=$(head -n $f.zuv-liste) # Zeit einlesen und als Variable für Verzeichnis-Namen setzen datum=$(date +%Y_%m_%d_%H_%M_%S) # Verzeichnis mit aktueller Zeit erstellen - Beispiel "Verzeichnis_2012_03_07_17_45_27" Verzeichnis=$(mkdir $HOME/Verzeichnis_$datum) # die durch "head - xx.zuv-liste" ausgewählten Dateien verschieben in das angegebene Verzeichnis DIALOG=dialog echo "35" ; sleep 1 echo "XXX" ; echo "Verschieben"; echo "XXX" mv $Verschieben $HOME/Verzeichnis_$datum echo "XXX" ; echo "Bitte warten - dieser Vorgang kann je nach Dateigröÿe etwas dauern"; echo "XXX" echo "65" ; sleep 1 ) $DIALOG --title "Fortschrittszustand" --gauge "Starte Verschieben" 8 30 $DIALOG --clear $DIALOG --msgbox "Verschieben erfolgreich beendet..." 0 0 $DIALOG --clear clear else rm -r.zuv-liste.zuv-einträge.zuv-zahl exit 0 fi ls $HOME/Verzeichnis_$datum > $HOME/zuv_$datum.log rm -r.zuv-liste.zuv-einträge.zuv-zahl dir -1 >.zuv-liste wc -w.zuv-liste >.zuv-einträge cat.zuv-einträge cut -d ' ' -f 1 >.zuv-zahl c=$(cat.zuv-zahl) a=1 if [ $a -le $c ] then # Die Anzahl der Dateien überschreitet noch immer die angegebene Mengen - dialog starten dialog --infobox "Die Anzahl der Dateien liegt jetzt bei ** $c **" 5 50 # Hier die Kommandos zur Ausführung zum Löschen sleep 3 #... wir warten einfach 5 Sekunden dialog --clear # Dialog-Bildschirm löschen dialog --infobox "Um weitere Dateien zu verschieben Script nochmals starten - Pfeil nach oben / Enter" 5 50 sleep 3 dialog --clear # Dialog-Bildschirm löschen rm -r.zuv-liste.zuv-einträge.zuv-zahl else exit 0 fi clear 84 exit 0 # Ende des Scriptes

85 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL Abbildung 28: das Scipt zuv bei der Ausführung 23 Interessantes für die Shell Es gibt so einige Programme für die Shell die entweder nur nützlich sind oder auch Spaÿ machen können: 23.1 Musikplayer für die Shell mp3blaster mp3blaster ist ein Musikplayer für die Shell der eigentlich keine Wünsche oen lässt, er ist sehr einfach zu bedienen, hauptsächlich wird er mit den Funktionstasten bis, Enter und den Pfeiltasten gesteuert - doch mp3blaster ist nicht nur auf der Shell nützlich - er tut auch auf der graschen Oberäche in einer Konsole (einem Terminal) seine Picht - und zwar ohne die CPU oder den Arbeitsspeicher zu belasten, so ist er besonders auf älteren Rechnern sehr beliebt. Hier die wichtigsten Kommandos: F1 den Dateibrowser önen / Datei suchen 6 nächste Datei 4 zurück 5 Pause Enter abspielen Tabelle 12: mp3blaster - Steuerung 85

86 23.2 moc Musikplayer für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL 23.2 moc Musikplayer für die Shell Abbildung 29: Musikplayer mp3blaster Ein weiterer Musikplayer für die Shell - jedoch kann er schon etwas mehr als nur Dateien abspielen wie etwa mp3blaster. Abbildung 30: Musikplayer moc moc kann man als erweiterten Musikplayer für die Shell bezeichnen, mit moc lassen sich aus den vorhandenen Dateien Playkisten erstellen. Ebenso wie mp3blaster belastet moc die CPU so gut wie gar nicht. Installiert wird moc einfach über den Paketmanager mit dem Namen moc. Gestartet wird moc mit dem Befehl: mocp nun navigiert man mit den Pfeiltasten zum Musikverzeichnis und drückt die Enter-Taste um in dieses zu wechseln - beim nächsten Start von moc önet der Player automatisch dieses Verzeichnis. Folgende Tasten erfüllen die wichtigesten Kommandos: 86

87 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL Enter-Taste Datei abspielen < Lautstärke leiser > Lautstärke lauter Leertaste Pfeil auf/ab Pause navigieren Q (groÿ) groÿ moc beenden s n b a Stop nächster Eintrag letzter Eintrag Datei in die Playliste C (groÿ) groÿ Playliste leeren Tab-Taste h in die Playliste wechseln Hilfe anzeigen / zurück Tabelle 13: moc Befehle 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell Man möchte sagen wass sollte man mit einem Mail-Klienten auf der Shell anfangen - einerseits ist es auf einem Server möglich auch dort die 's zu verwalten - andererseits muss man bei Mail-Klienten auf der graschen Oberäche wie etwa Thunderbird/Icedove, Kmail usw. zufrieden sein was man hat - zwar lässt sich Thunderbird/Icedove durch Plugins erweitern und kongurieren - aber mit dem Pro-Mailer Mutt kann kein anderes Programm mit halten. 87

88 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL Abbildung 31: Mutt - mit Systemmail Mutt ist zwar zu Beginn ein wenig ungewohnt zu bedienen - vor allem jedoch etwas ngelig zu kongurieren doch hat man dies mal hinter sich ist Mutt die Krone unter den Mail-Klienten.K Startet man Mutt ohne jegliche Konguration als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) wird die Datei /var/mail/root geönet die die Systemmails für Root beinhaltet (das System sendet Daten vom System an den Administrator, diese beinhalten etwa Probleme oder andere Infos). Mit den Pfeiltasten navigiert man durch die einzellnen Einträge und mit der Enter-Taste önet man die markierte. 88

89 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL Abbildung 32: Mutt - geönete Mail Mit der Leertaste kann man nun eine Seite nach unten blättern wenn nicht die ganze Mail auf der Seite Platz hat und mit der Backspace-Taste blättert man wieder hoch. Weiters springt man wenn die Mail zu ende ist mit der Leertaste zur nächsten Mail, mit der Taste i springt man zu Nachrichtenliste zurück, mit der Taste d markiert man die gerade markierte oder die Nachricht die man gerade liest zum Löschen und mit der Taste q beendet man das Programm aus der Nachrichtenliste heraus. 89

90 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL Befehle im Programm Pfeiltasten Enter-Taste D S M R G navigieren in der Mail-Liste, zur nächsten Mail önen der Mail, bestätigen, nach unten blättern (eine Zeile) Nachricht zum Löschen markieren (wird beim Beenden von Mutt gelöscht) die Nachricht lokal speichern geschriebene Nachricht senden Nachricht beantworten allen antworten, Nachrichten vom POP-Server abholen? zum Hilfe-Browser I zur Nachrichtenliste Leertaste nach unten blättern, zur nächsten Mail V Anhänge ansehen Strg + C + Befehl abbrechen, Mutt beenden Q F A H M Mutt beenden, zur Nachrichtenliste zur nächsten Nachricht komplette Absender-Adresse anzeigen Nachricht als Wichtig markieren Adresse des Absenders ins Adressbuch eintragen Header anzeigen Neue Nachricht schreiben </> eine Zeile nach oben/unten Weitere Befehle nden Sie indem Sie Tabelle 14: Befehle in Mutt? drücken. Hier nden Sie alle Befehle Konguration von Mutt Die Konguration von Mutt stellt wohl die gröÿte Hürde dar und dafür sollte man sich auch Zeit nehmen, die Möglichkeiten die Mutt in der Konguration bietet sind gewaltig. Ich werde hier natürlich nur die gängisten beschreiben da wohl selbst der Entwickler nicht alle kennt ;). Als erstes benötigt man zur Konguration eine Kongurationsdatei, diese legt man sich in seinem Home-Verzeichnis mit einem normalen Texteditor wie etwa gedit, kate oder auf einem Server etwa mit emacs oder einfacher mit nano an, sie nennt sich.muttrc, weiters erstellt man sich die Datei.msmtprc, diese regelt das Versenden an den SMTP-Server. 90

91 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL Wie, wo und mit was man beginnt ist ziemlich egal, man kann sich Infos hinzufügen damit man später noch weiÿ was was bedeutet indem man am Beginn der Zeile eine Raute (#) setzt - solche Zeilen werden dann vom Programm einfach ignoriert..msmtprc Diese sollte in etwa so aussehen: ## Sicherheitseinstellungen - können so übernommen werden defaults tls on tls_starttls on tls_certcheck off auth on ## wenn man keine Log-Datei haben möchte eine Raute an den Beginn der nächsten Zeile setzen ~/.msmtp.log ## Hier einige Einstellungen für Provider, ungewünschte einfach weg lassen, fehlende eintragen, als account kann man einen belibigen Namen vergeben ## Google Mail account Google host smtp.googl .com from user port 587 password ihr.passwort ## Web.de account Webde host smtp.web.de from user ihr-login port 587 password ihr-passwort ## dieses Konto soll das Standard-Konto sein, einfach das gewünschte eintragen Plain Layoutult: Webde Da etwa der Login und die Passwörter im Klartext in der Datei stehen sollte man diese Datei nur für sich selbst zugänglich machen - hier der Befehl: chmod 600.msmtprc Nun kann man einen ersten Test wagen, man erstellt sich eine Text-Datei mit einem beliebigen kurzen Text und sendet diese mit dem Befehl: msmtp -a Google < textdatei an eine beliebige Mail-Adresse wobei hier Google durch den gewünschten Account und textdatei durch den Namen der Textdatei zu ersetzen ist..muttrc Nun zur Kongurationsdatei von Mutt selbst -.muttrc, Mutt verfügt über so viele Möglichkeiten zur Konguration dass ich hier nur die wichtigsten rein kleben werde damit das Teil läuft, weitere ndet man etwa in der Manpage mit dem Befehl: man mutt oder auf diversen Foren-Seiten oder auch der Mutt-Homepage selbst. 91

92 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL ## Die Login-Daten für die jeweiligen Accounts, einfach durch die eigenen ersetzen account-hook 'set imap_user=ihr-login imap_pass=ihr-passwort' account-hook 'set imap_user=ihr.login imap_pass=ihr.passwort' ## Wechselt man die Mailbox soll Mutt auf neue Mail's überprüfen folder-hook 'source ~/.mutt/webde' folder-hook 'source ~/.mutt/google' ## zum navigieren in den Postfächern die Taste T verwenden macro index t "c=<tab><tab><tab>" ## legt fest welche Postfächer beim Start von Mutt abgerufen werden sollen mailboxes mailboxes ## Dieses Konto soll beim Start von Mutt automatisch geöffnet und angezeigt werden source ~/.mutt/webde ## Dieses Programm soll zum versenden der 's verwendet werden set sendmail="/usr/bin/msmtp" set envelope_from=yes set edit_hdrs ## Speicherort mit einer möglichen Signatur, Textdatei mit Signatur, wenn gewünscht Raute entfernen #set signature ="~/.mutt/dateiname" ## Zitat in deutsch set attribution="%f schrieb am %d:" ## Nachrichten werden nach Gesprächsverlauf und Datum sortiert set sort=threads set sort_aux=date-sent ## verbesserte Darstellung von Umlauten unset allow_8bit ## Formatierung der Uhrzeit set date_format="%a, %d. %b %H:%M" ## Format der Mail-Übersicht set index_format="%4c %Z %D %-22.22F (%?l?%4l&%4c?) %s" ## Format des Datei-Browsers set folder_format="%2c %8s %d %t %N %f" ## Anzahl der angezeigten Mails in der Nachrichtenliste (einfach anpassen) set pager_index_lines=10 ## Editor, der zum Verfassen der benutzt wird, hier Vim beginnend auf Zeile 8 set editor="vim +8" ## oder in diesem Fall nano - einfach die Zeile set editor="vim +8" mit einer Raute auskommentieren # set editor="nano ## Datei, in der die Kontakte/Adressen gespeichert werden, einfache Textdatei in.mutt mit Namen alias etstellen source ~/.mutt/alias ## Bewirkt, dass in der Nachrichtenliste der Name statt der Mail-Adresse angezeigt wird - wenn bekannt Auch diese Datei sollte man mit dem Befehl chmod 600.muttrc nur für sich selbst zugänglich machen. Viele weitere Optionen ndet man auch unter /usr/share/doc/mutt/manual.txt.gz Nun legt man sich wenn nicht vorhanden im Home-Verzeichnis das Verzeichnis.mutt an und legt darin für jeden Account eine Textdatei an, für die in der.muttrc angegebenen Beispiele: Dateiname: web.de 92

93 23.3 Mutt - Mail-Klient für die Shell 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL set set hostname="web.de" ## Mailbox die abgerufen wird set ## Verzeichnis für Entwürfe set postponed="=entwurf" ## Verzeichnis für die versendeten Mail's set record="=gesendet" #Verzeichnis, das beim Start aufgerufen werden soll set spoolfile="=inbox" Dateiname: google set set hostname=googl .com ## Mailbox die abgerufen wird set ## Verzeichnis für Entwürfe set postponed="=[google Mail]/Entwürfe" ## Verzeichnis für die versendeten Mail's set record="=[google Mail]/Gesendet" #Verzeichnis, das beim Start aufgerufen werden soll set spoolfile="=inbox" Adressbuch für Mutt Wie in der.muttrc beschrieben erstellt man sich im Home-Verzeichnis eine Textdatei mit dem Namen alias, Adressen geöneter oder markierter 's bekommt man einfach mit dem Befehl: A in dieses, man kann sie natürlich auch händisch mit einem Texteditor in der Syntax alias Bezeichnung Name einfügen. Mutt mit POP POP-Accounts lassen sich zwar auch mittels Mutt selbst abholen - es istidxdoch einfacher mittels Fetchmail - siehe: 's abholen. In diesem Fall setzt man in der jeweiligen Account-Datei unter.mutt set folder="$home/mail angibt, funktioniert natürlich auch mit IMAP. Mutt mit Procmail Procmail verteilt die durch Fetchmail abgeholten 's nach von Ihnenidxrdenierten Regeln in verschiedene Postfächer - so kann man die Nachrichten weiter ltern. Als erstes wird dazu im Home-Verzeichnis ein Verzeichnis mit dem Namen Mail angelegt wenn es noch nicht existiert. Konguriert wird Procmail das man sich einfach über den Paketmanager installiert mit der Kongurationsdatei.procmailrc die man sich ebenfalls im Home-Verzeichnis anlegt. 93

94 23.4 Mixmaster - anonym 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL MAILDIR=$HOME/Mail ## Name der Protokolldatei LOGFILE=$HOME/.procmaillog LOGABSTRACT=no VERBOSE=off ## 's von diesen Personen immer erlauben, eine Filterregel (Rezept genannt) - ## beginnt immer mit :0, ohne die Angabe von weiteren Parameteren - ## wird der Mail-Header mittels egrep durchsucht ## Suchmuster beginnen immer mit einem *, gefolgt vom Suchbegriff :0 * name # gibt die Mailbox an, in welche eine entsprechende Mail verschoben werden soll $MAILDIR/freunde # enthält ein Rezept mehrere Suchbegriffe, so werden diese durch ein logisches UND verknüpft * chef $MAILDIR/chef :0 $MAILDIR/arbeit ## Spam aussortieren :0 * cash $MAILDIR/spam :0 * money $MAILDIR/spam :0 * credit $MAILDIR/spam :0 $MAILDIR/spam ## und so weiter und so fort Ein erster Test: fetchmail -kv -m "/usr/bin/procmail -d %T" Wenn für alle in.procmailrc denierten Regeln eine entsprechende abgeholt wurde, existieren nun im Verzeichnis Mail die entsprechenden Dateien (hier im Beispiel: freunde, arbeit, chef und spam) Mixmaster - anonym Mixmaster ist eines dieser netten kleinen Programme (ein R er) mit dem man wirklich anonym 's versenden kann. Mixmaster entfernt alle Header-Daten aus der und versendet die Mail dann verschlüsselt über R er- Server - etwa wie im Tor-Netzwerk damit auch die letzten verräterischen Details wie etwa IP verschwinden. Mixmaster wird komplett von der Shell aus gesteuert und konguriert, eine grasche Oberäche ist nicht vorhanden. Weiters sollte man bedenken dass manche R er ( -Provider) solche 's von Einwahl-Rechnern nicht annehmen - also entweder einfach testen oder über einen eigenen Webserver senden Mixmaster ohne Postx Will man Mixmaster ohne Postx nutzen muss man sich zuerst ein verstecktes Verzeichnis mit dem Namen.Mix anlegen und darin die Kongurationsdatei namens mix.cfg erstellen. 94

95 23.4 Mixmaster - anonym 23 INTERESSANTES FÜR DIE SHELL ## SMTP-Server SMTPRELAY smtp.web.de ## Username zum einloggen SMTPUSERNAME ihr-username ## Passwort zum einloggen SMTPASSWORD ihr-passwort ## Anzahl der Kopien die verschickt werden sollen NUMCOPIES 5 ## Anzahl der R er über die die Mail's geschickt werden sollen - ein Sternchen - ein R er CHAIN *,*,*,* ## Anzahl von Zwischen-R ern - minimal zwei DISTANCE 2 MINREL 70 RELFINAL 80 ## Maximale Anzahl der Stunden, die ein R er die vor der Weiterleitung aufbewahren darf MAXLAT Mixmaster mit Postx Siehe: Mailserver für das Heim-Netzwerk Mixmaster bedienen Als erstes sollte man die R er-Tabellen aktualisieren mixmaster-update --verbose dies sollte alle paar Tage einmal geschehen. Nun startet man Mixmaster mit dem Befehl mixmaster Jetzt kann man mit den folgenden Befehlen fort fahren: mixmaster M P R D S E Q mixmaster starten neue verfassen neue Usenet-Post verfassen oder Usenet-Nachricht einlesen Dummy-Nachricht verfassen alle verfassten Nachrichten senden verändere die Kongurationsdatei beendet Mixmaster Tabelle 15: Mixmaster Befehle 95

96 Teil XV Texteditoren 23.5 Info zu Editoren unter Linux: Wenn man als Microsoft-User das Wort Texteditor hört denkt man höchstwahrscheinlich an Notepad - ein miserabler Texteditor al'la Microsoft - doch eines haben zu 99% die Editoren unter Linux gemeinsam - mit den meisten kann man um vieles mehr anfangen als nur einfache Textdateien bearbeiten. Hier eine kurze Einführung zu den Bekanntesten Editoren unter Linux: Emacs: Emacs ist der wohl bekannteste und auch einer der ältesten Editoren unter Linux - er war einer dieser Editoren mit dem der Grundstein vom heutigen Linux gelegt wurde. Entwickelt von unserem ober GNU-Guru Richard Stallman. Gegenüber normalen bekannten Texteditoren ist die Bedienung ein wenig gewöhnungsbedürftig doch es gibt nichts was Emacs nicht kann. Emacs kann sowohl auf der graschen Oberäche Abbildung 33: der Texteditor emacs als auch im Textmodus benutzt werden - wobei das Aussehen dasselbe ist nur dass man eben keine Maus zur Verfügung hat, aufgerufen wird er ganz einfach jeweils mit dem Befehl emacs wobei man zugleich die entsprechende Datei angeben kann damit diese gleich geönet wird, existiert die Datei nicht wird sie angelegt - als Beispiel: emacs /etc/apt/sources.list Wichtig ist vor allem zu wissen das Emacs vor allem auf der Shell eigentlich nur durch Tastenkombinationen dazu zu bewegen ist dass zu tun was man möchte, auf der graschen Oberäche kommt einem natürlich auch die Maus zur Hilfe. Weiters darf man auch nicht vergessen - Emacs ist ein Ur-Originales UNIX-Programm - es kann alles und es tut alles was Sie wollen und zwar genauso wie Sie es ihm sagen - wenn Sie ein ungespeichertes Dokument schlieÿen tut Emacs dies ohne nachzufragen ob Sie nicht vielleicht doch speichern wollen. Da Emacs auf der graschen Oberäche einfachst mit der Maus bedient werden kann und so auch ohne Probleme die Hilfe die sofort lädt angesehen werden kann. Dies ist jedoch vor allem dann wenn man etwa auf einem Server ohne 96

97 23.5 Info zu Editoren unter Linux: grasche Oberäche arbeitet nicht der Fall. Das Menü: um das Menü dass Sie am oberen Bildschirmrand sehen zu önen drücken Sie die Funktionstaste F10 - es önet sich jedoch nicht wie etwa unter MC (siehe: Midnight Commander (MC)) sondern am unteren Bildschirmrand, hier sehen Sie nun den ersten Eintrag - le - per Pfeil nach unten kommen Sie zum nächsten Menü - per Druck auf Enter önet sich an selber Stelle die Einträge. Wie schon beschrieben wird Emacs hauptsächlich über Tastatur-Kommandos bedient - dies ist auch einer der Vorteile dieses Editors - wenn man diese Kommandos mal kennt ist die Maus nur noch eine Schnecke gegen einen Lamborghini. Kommandos (C bedeutet control - also die Strg-Taste zumeist sind zwei Kommandos nötig - wie im ersten Fall der Tabelle C-x C-c - drücken Sie Strg + x + lassen beide los und drücken Strg + c + ): C M Strg Alt-Taste SPC Leertaste RET DEL Enter-Taste Backspace-Taste Tabelle 16: Emacs - Funktionstasten C-x C-c Emacs beenden C-x C-f Datei/Verzeichnis önen C-x C-s Puer in einer Datei speichern C-x C-w Speichern unter... C-_ letzte Aktion rückgängig machen C-s suchen (vorwärts) C-r suchen (rückwärts) C-g aktuelle Aktion abbrechen C-h Hilfe anzeigen C-x b anderen Puer auswählen C-x C-b alle Puer anzeigen C-x k Puer löschen C-x 2 Fenster halbieren C-x 1 Fenster maximieren C-x o Fenster wechseln C-x ^ Fenster vergröÿern C-SPC Mark setzen C-k bis zum Ende der Zeile löschen C-x C-x setzt Cursor auf die alte Mark C-w Region ausschneiden M-w Region kopieren C-y Kopiertes einfügen M-y vorher Kopiertes einfügen Tabelle 17: Emacs - interessante Befehle Zur Info: ein Puer ist nichts anderes als das gerade geladene und veränderte Dokument, ein Mark ist wiederum eine Markierung die Sie setzen können um aus jeder Stelle des Dokumentes wieder sofort per Tastenkombination dort hin zurück zu kehren. 97

98 23.5 Info zu Editoren unter Linux: Weiters: C-v M-v C-l C-b C-a C-e M-f M-b eine Bildschirmseite weiter blättern eine Bildschirmseite zurück blättern (kleines L) den Curser in die Bildmitte den Curser zur den Curser zum Zeilenbeginn den Curser zum Zeilenende den Curser ein Wort vorwärts den Curser ein Wort rückwärts Tabelle 18: Emacs - Standard-Befehle Sicherlich ist Emacs etwas gewöhnungsbedürftig - doch wenn man erst mal hinter die Tastatur-Kommandos gekommen ist vergisst man gerne alle anderen Editoren unter der graschen Oberäche und auf der Shell - nicht umsonst heist es Linux ist Emacs - weiters gibt es noch so einige anderen Highlights die Sie sich jedoch selbst ansehen dürfen Vi Wenn man Emacs schon als ungewöhnlich bezeichnet dann wird es mit vi wohl noch interessanter, vi ist ein Texteditor rein für die Shell, er ist auf jedem Linux-System installiert und einer der ältesten seiner Art und ebenfalls einer der Mitbegründer von Linux. Vor allem junge Linux-User bezeichnen vi als umständlich - doch er hat seine Vorteile - er ist klein und extrem schnell. Gestartet wird vi durch - existiert die Datei nicht wird sie beim Speichern angelegt: vi dateiname Als erstes sollte man wissen das vi zwei Modi kennt - den Eingabemodus (Datei bearbeiten) und den Kommandomodus (speichern, in der Datei Text suchen etc.). Önet man eine Datei oder erstellt diese landet man als erstes im Kommandomodus - um nun schreiben zu können drückt man einfach die Taste i - man kann also die Datei editieren und bearbeiten wie man möchte. Um nun zum Beispiel ein Kommando - etwa zum Speichern abzugeben muss man in den Kommandomodus gehen - dies geschieht einfach durch das drücken der ESC-Taste, gibt man nun ein Kommando ein erscheint dieses am unteren Bildschirmrand. Kommandos müssen vor dem Kommando einen : (Doppelpunkt) stehen haben. Kommandos: 98

99 23.5 Info zu Editoren unter Linux: i I a o in den Eingabemodus wechseln - Text vor dem aktuellen Zeichen einfügen Text am Anfang der Zeile einfügen Text am Ende der Zeile einfügen Text in einer neuen Zeile unterhalb der aktuellen Zeile einfügen O groÿ Text in einer neuen Zeile oberhalb der aktuellen Zeile einfügen $ Ende der aktuellen Zeile ^ und 0 w b zum Anfang der aktuellen Zeile ein Wort vorwärts ein Wort zurück Strg + F + eine Seite vorwärtsblättern Strg + B + eine Seite zurückblättern G groÿ zur letzten Zeile der Datei bewegen dg groÿ Löscht alles von der aktuellen bis zur einschlieÿlich letzten Zeile d1g groÿ Löscht alles von der aktuellen bis zur einschlieÿlich ersten Zeile dd Löscht die aktuelle Zeile w q die Änderungen speichern den Editor beenden wq die Änderungen speichern und den Editor beenden Tabelle 19: vi - Kommandos Nano Der wohl am einfachsten zu bedienende Texteditor für die Shell (siehe: Textdateien bearbeiten) Gedit Der Standard-Texteditor für GNOME/Unity. 99

100 Abbildung 34: der Texteditor gedit Er ist einfach zu bedienen, bietet Syntaxhighliting (wie eigentlich so ziemlich alle Texteditoren unter Linux) und relativ schnell, hat eine integrierte Textsuche - der Editor ist jedoch nur bedingt für wirklich gröÿere Projekte geeignet Kate Kate ist der Standard-Texteditor von KDE, beim Start sieht das Programm aus wie ein ganz normaler Texteditor: Abbildung 35: der Texteditor kate doch wagt man sich in die Einstellungen ndet man hochprozentige Plugins die diesen Editor bis hin zur SQL-Abfrage erweitern. Weiters ist er auch für gröÿere Projekte ohne Probleme geeignet. Teil XVI Sicherheit unter Linux Info: 100

101 24 WARUM IST LINUX SICHERER ALS ETWA MICROSOFT? Linux hat den Ruf sehr sicher zu sein, dies sind nicht nur leere Worte auch wenn man immer wieder hört dass wenn mehr Leute Linux benutzen werden auch die Schadprogramme kommen. Diese Aussage ist nicht ganz korrekt denn die Systemarchitektur, der Umstand das der User selbst keine Rechte am System hat, die Sache dass man unter Linux hauptsächlich Software aus hochsicherheits-repositories installiert und Linux standardmäÿig keine Ports nach innen hat sowie fehlerhafte Software sofort korrigiert wird machen Linux zu einer Festung. Tatsächlich gibt es seit Kernel 2.6 keinen einzigen Virus mehr für Linux, Spy- und Malware sind nicht vorhanden, jedoch einige Rootkit-Konzepte (diese Teile wurden sogar unter Linux erstmals entwickelt) diese müssen jedoch direkt von einem Hacker installiert werden eine automatische Installation wie unter Microsoft ist nicht möglich. Auf Linux-Desktop-Systeme haben es Hacker derzeit sowieso nicht abgesehen eher auf Server im Internet. Noch eine kleine Info: der Bundestrojaner ist unter Linux / UNIX und MAC nicht lauähig. 24 Warum ist Linux sicherer als etwa Microsoft? Hier gibt es etwa zu Microsoft einige Unterschiede: 1. Microsoft will es dem User recht machen - der an Windows gewöhnte User ist es gewöhnt alles so schnell und einfach zu machen wie möglich darum schalten viele die UAC ab um bei administrativen Aufgaben nicht mal extra klicken zu müssen oder ein Passwort anzugeben. - - Unter Linux ist es nicht möglich ohne das Administratorkennwort anzugeben auch nur das kleinste Programm zu installieren. 2. Wie schon oben beschrieben versucht es Microsoft dem User so gefällig wie möglich zu machen - darum legen viele User ihren Account mit Admin-Rechten an was wiederum bedeutet dass man sich schon beim Surfen mit dem Browser oder beim empfangen einer , auch beim önen verseuchter Dokumente wie PDF- oder Oce-Dateien usw. das System verseuchen kann ohne etwas davon mitzubekommen. - - Es ist unter Linux nicht möglich sich schon mit Admin-Rechten an den Desktop anzumelden - man muss Programme explizit mit Root-Rechten starten - dadurch kann es nicht sein dass sich unbemerkt etwas installiert ohne dass man selbst gerade etwas installieren will da kein User-Programm Zugang zum System selbst hat. 3. Microsoft hat wie jedes andere Betriebssystem Fehler und Sicherheitslücken - da Microsofts Programme und das System selbst jedoch proprietär - also nicht in den Code einsehbar sind werden Fehler und Sicherheitslücken nur von den jeweiligen Entwicklern oder aber auch von professionellen Hackern erkannt die solche Lücken dann ausnützen - - Linux - also das System selbst und die vielen tausende Programme sind Open Source - was bedeutet jeder der will kann in den Code einsehen und Fehler sowie Sicherheitslücken erkennen, so sehen Entwickler anderen auf die Finger was wiederum zu einer schnelleren Erkennung solcher führt - viele Augen sehen mehr als wenige. 4. Wie schon unter Punkt drei beschrieben hat jedes System sowie Programme Fehler und Sicherheitslücken - Microsoft gibt Patches die solche Probleme nur einmal im Monat aus - so können diese Fehler und Sicherheitslücken bis zu diesem Zeitpunkt ausgenützt werden. - - Natürlich haben auch Linux und seine Programme Sicherheitslücken - der Unterschied zu Microsoft ist jedoch das unter Linux Patches dann ausgeben wenn diese Verfügbar sind und nicht erst ab einem bestimmten Datum im Monat. 5. Unter Microsoft gibt es so gut wie keine sichere Quelle von der man seine Programme beziehen kann (auÿer etwa: so ist es leicht möglich dass man ein Programm von einer Webseite herunter lädt das Schadcode enthält die dem System oder den User schaden könnte, weiters sind viele Programme für Microsoft oft sehr teuer so dass man gerne die gleiche Software von illegalen Quellen kostenlos besorgt - genau diese Software ist dann gefährlich weil sie zumeist alles andere als frei von Schadcode ist. - - Unter Linux bezieht man seine Software zumeist aus den Repositories der jeweiligen Distribution - diese Software-Server sind schwer bewacht und werden wie die darauf liegende Software täglich mehrmals mit verschiedenen Mitteln überprüft, weitere Software installiert man sich sonst zumeist etwa von Portalen wie etwa - auch diese Quellen sind ähnlich geschützt wie Repositories - weiters gibt es unter Linux kaum Software für die man bezahlen müsste - also gibt es auch keinen Grund diese Software aus gefährlichen Quellen zu besorgen. 6. Microsoft's Systeme sind eigentlich ein einziges - Windows wird immer weiter entwickelt - so besteht Windows 7 - auch das folgende Windows 8 im Gegensatz zu Microsoft's Aussagen immer noch im Grunde aus Windows 95 und beinhaltet auch dessen Fehler und Sicherheitslücken, auch sind alle Systeme auf jedem Computer gleich - die Systemdateien liegen auf jedem installierten System an der selben Stelle - Hacker und Entwickler von Schadsoftware wissen also an welcher Stelle sie ansetzen müssen denn sie wissen wo welche Datei liegt. - - Unter Linux ist es so dass sich jeder Distributor seine eigene Distribution schmiedet - manche Verzeichnisse liegen an anderen Orten 101

102 25 VIRENSCANNER oder nennen sich anders, der eine legt die Systemdatei dort hin der andere wieder hier hin, hier nennt sich ein Befehl so da nennt sich der selbe Befehl wieder anders, weiters gibt es unter Linux unterschiedliche Konzepte zur Steuerung der Firewall und der Systembefehle - keine Distribution ist also wie die andere - es gibt zur Zeit über 1000 verschiedene Distributionen - hier ist es so gut wie unmöglich Schadsoftware zu entwickeln die mehrere Distributionen zur gleichen Zeit angreifen kann - hier verzichtet man auf die Entwicklung solcher Software lieber gleich. 25 Virenscanner Unter Microsoft ist ein fehlender Virenscanner geradezu ein Verbrechen gegen sich selbst und die restlichen Microsoft-User, unter Linux gibt es natürlich auch Virenscanner wie etwa clamav, dieser sucht jedoch nur nach Microsoft-Schadsoftware, natürlich gibt es auch Virenscanner von Kaspersky, Avira oder Avast für Linux, diese Programme sind jedoch unter Linux reine Verschwendung von CPU-Power und Arbeitsspeicher denn auch diese suchen nur nach Microsoft-Schadsoftware. clamav in Verbindung mit dessen grascher Oberäche ClamTK reichen vollkommen aus, sendet man 's an Microsoft-User startet man den Scanner kurz über diejenige Mail oder das zu versendende Dokument ClamAV ohne grasche Oberäche ClamAV wird durch das Paket clamav installiert und nötige Abhängigkeiten werden automatisch installiert Eine einzelne Datei überprüfen clamav ist nicht der Virenscanner selbst sondern das ganze Paket, zum Scannen benutzt man den Befehl clamscan clamscan --bell dateiname durchsucht die durch dateiname angegebene Datei und liefert den Report wie etwa hier: dateiname: OK SCAN SUMMARY Known viruses: Engine version: Scanned directories: 0 Scanned files: 1 Infected files: 0 Data scanned: 1.29 MB Data read: 0.66 MB (ratio 1.95:1) Time: sec (0 m 4 s) Na will ich doch hoen das dieses Dokument nicht verseucht ist. Die Option bell sorgt dafür das ClamAV einen Warnton ausgibt wenn ein Schadprogramm gefunden wurde Ein ganzes Verzeichnis überprüfen Hier benutzt man eine weitere Optione - -r (für recursive - er soll also auch alle Unterverzeichnisse durchsuchen) clamscan -r --bell verzeichnisname Clamscan durchsucht nun das durch verzeichnisname angegebene Verzeichnis (inkusive versteckter Dateien) und liefert die Ausgabe: SCAN SUMMARY Known viruses: Engine version: Scanned directories: 101 Scanned files: 9246 Infected files: 0 Data scanned: MB Data read: MB (ratio 0.56:1) Time: sec (3 m 40 s) 102

103 25.3 ClamAV aktualisieren 26 ROOTKITS JAGEN 25.3 ClamAV aktualisieren ClamAV aktualisiert sich täglich bei aktiver Internet-Verbindung automatisch, möchte man jedoch direkt selbst aktualisieren genügt der Befehl als Root (siehe: 12.24): freshclam 26 Rootkits jagen Auf einem Desktop-Rechner nach Rootkits zu jagen ist eher Nebensache - so lange man sich nicht etwa gecrackte Versionen von Crossover oder Spielen für die man bezahlen muss braucht man so gut wie keine Angst zu haben - Hacker interessieren sich nicht für Desktop-Systeme. Interessanter wird es natürlich schon auf Servern, etwa Web-, Mail- oder FTP-Servern, hier kann man Schadsoftware verbreiten (die natürlich an Microsoft gerichtet ist) oder an Passwörter kommen - was besonders auf stark frequentierten Webseiten interessant ist. Was sind Rootkits? - Rootkits sind Schadprogramme die die Aufgabe haben andere Schadprogramme vor etwa Virenscannern zu verstecken, besonders interessant - Rootkits sind eine Art Schadsoftware die unter Linux entstanden ist - jetzt aber hauptsächlich unter Microsoft leben da sie seit Kernel 2.6 unter Linux nur sehr schwer zu installieren sind (eine automatische Installation ist sowieso nicht möglich - ein Hacker muss sich direkt mit dem System befassen). Doch trotzdem - es gibt einige rkhunter rkhunter wird mit dem Paket rkhunter ganz einfach über den Paketmanager installiert und startet unter normalen Umständen täglich einmal zur Inspektion wie man unter /etc/cron.daily/ sehen kann. Als erstes sollte man rkhunter als Root aktualisieren (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) mit dem Befehl: rkhunter --update Wenn man nun einen Test selbst starten will genügt als Root der Befehl: rkhunter --check Zuerst prüft rkhunter wichtige Systemdienste: Checking system commands... wobei unter normalen Umständen nur eine Meldung unter warning stehen sollte: /usr/bin/unhide.rb [ Warning ] dies ist normal - denn dieser Dienst sucht selbst mit rkhunter nach versteckten Diensten. Anschlieÿend werden Sie aufgefordert die Enter-Taste zu drücken - nun sucht rkhunter nach den bekannten Rootkits: Checking for rootkits... Wobei es wieder normal ist wenn eine Warnmeldung kommt: Checking for enabled inetd services [ Warning ] Nach einem weiteren Druck auf die Enter-Taste durchsucht rkhunter das Netzwerksystem: Checking the network... auch hier ist es möglich eine Warnmeldung zu bekommen: Checking for hidden files and directories [ Warning ] Nach einem weiteren Druck auf die Enter-Taste liefert rkhunter das Ergebnis aus - als Beispiel: 103

104 26.2 chkrootkit 27 FIREWALL System checks summary ===================== File properties checks... Files checked: 144 Suspect files: 1 Rootkit checks... Rootkits checked : 242 Possible rootkits: 0 Applications checks... All checks skipped The system checks took: 8 minutes and 40 seconds All results have been written to the log file (/var/log/rkhunter.log) One or more warnings have been found while checking the system. Please check the log file (/var/log/rkhunter.log) Bei älteren Versionen von rkhunter werden standardmäÿig zwei Rootkits gefunden :), keine Angst - wenn es nicht mehr sind handelt es sich um einen Fehler bei rkhunter. Wie man aus der Meldung sehen kann legt rkhunter unter /var/log/rkhunter.log eine detailierte Beschreibung ab - dies aber nur wenn rkhunter automatisch startet. Weiters werden Warnungen an den Root-Mail-Account: /var/mail/root gesendet chkrootkit Will man ganz sicher gehen installiert man sich zusätzlich über den Paketmanager chkrootkit, ebenso wie rkhunter startet chkrootkit standardmäÿig einmal täglich und liefert seine Meldungen unter /var/log/chkrootkit ab, weiters werden Warnungen an den Root-Mail-Account: /var/mail/root gesendet. 27 Firewall Unter Debian und auf Debian basierenden Systemen wie etwa Ubuntu ist wie unter jedem Linux-System die Firewall iptables installiert aber nicht aktiviert, dies hat auch einen einfachen Grund auf Debian basierende Systeme bieten standardmäÿig keine Dienste im Netzwerk / Internet an die es zu schützen geben würde. Installiert man sich jedoch etwa einen Webserver / Mailserver oder einen Mysql-Server sollte man die Firewall aktivieren dies kann etwa unter Ubuntu mittels GUFW oder Firestarter und auch auf Debian damit auf einfachste Weise geschehen, die beiden graschen Oberächen sind einfachst zu bedienen Überprüfen der Firewall Um sich einen einfachen Überblick zu verschaen über oene Ports installiert man sich am einfachsten nmap, mit dem Befehl: nmap localhost Verschat man sich einen schnellen Überblick über oene Ports eine mögliche Ausgabe: 104

105 27.1 Überprüfen der Firewall 27 FIREWALL Starting Nmap 5.21 ( ) at :50 CET Nmap scan report for localhost ( ) Host is up ( s latency). Not shown: 995 closed ports PORT STATE SERVICE 80/tcp open http 139/tcp open netbios-ssn 445/tcp open microsoft-ds 631/tcp open ipp 3306/tcp open mysql netstat bietet jedoch schon einige Details mehr da er dafür geschaen ist, der Befehl: netstat -a Zeigt alle geöneten Ports des Systems an, eine mögliche Ausgabe: Aktive Internetverbindungen (Server und stehende Verbindungen) Proto Recv-Q Send-Q Local Address Foreign Address State tcp 0 0 localhost:ipp *:* LISTEN tcp 0 0 *:31416 *:* LISTEN tcp 0 0 localhost:microsoft-ds *:* LISTEN tcp 0 0 localhost:dict *:* LISTEN tcp 0 0 *:mysql *:* LISTEN tcp 0 0 localhost:netbios-ssn *:* LISTEN tcp w:59614 live-webportal.drei:www CLOSE_WAIT tcp w:58789 live-webportal.drei:www CLOSE_WAIT tcp w:58844 live-webportal.drei:www CLOSE_WAIT tcp w:42960 nx-in-f125.1e100.:https SYN_SENT tcp w:58638 live-webportal.drei:www CLOSE_WAIT tcp w:58802 live-webportal.drei:www CLOSE_WAIT tcp w:34459 fa-in-f120.1e100.:https SYN_SENT tcp w:58804 live-webportal.drei:www CLOSE_WAIT tcp w:59107 live-webportal.drei:www CLOSE_WAIT tcp w:42948 germanium.canonic:https SYN_SENT tcp w:59603 origin.weather.com:www LAST_ACK tcp6 0 0 [::]:www [::]:* LISTEN tcp6 0 0 ip6-localhost:ipp [::]:* LISTEN udp wir:ntp *:* udp 0 0 localhost:ntp *:* udp 0 0 *:ntp *:* udp 0 0 *:netbios-ns *:* udp 0 0 *:netbios-dgm *:* udp 0 0 *:mdns *:* udp 0 0 *:58656 *:* udp6 0 0 [::]:34852 [::]:* udp6 0 0 ip6-localhost:ntp [::]:* udp6 0 0 [::]:ntp [::]:* udp6 0 0 [::]:mdns [::]:* Weiters folgen noch die unix-ports um die sie sich jedoch keine Sorgen machen müssen Systemintern. Der Befehl: netstat -l inet zeigt alle auf Eingabe wartende Ports also sicherheitsrelevante mögliche Ausgabe: Aktive Internetverbindungen (Nur Server) Proto Recv-Q Send-Q Local Address Foreign Address State tcp 0 0 localhost:ipp *:* LISTEN tcp 0 0 *:31416 *:* LISTEN tcp 0 0 localhost:microsoft-ds *:* LISTEN 105

106 31 'S VERSCHLÜSSELN tcp 0 0 localhost:dict *:* LISTEN tcp 0 0 *:mysql *:* LISTEN tcp 0 0 localhost:netbios-ssn *:* LISTEN udp wir:ntp *:* udp 0 0 localhost:ntp *:* udp 0 0 *:ntp *:* udp 0 0 *:netbios-ns *:* udp 0 0 *:netbios-dgm *:* udp 0 0 *:mdns *:* udp 0 0 *:58656 *:* Bei ähnlichen Meldungen brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, nden Sie jedoch unter State Meldungen wie unbekannt oder unknow sollten Sie sich näher informieren. 28 Updates System-Updates bringen nicht nur Sicherheits-Updates sondern auch Programmgehler-Bereinigungen und machen das System wie beschrieben noch sicherer als es so schon ist. Nutzen Sie dies auch. 29 Software Installieren Sie Software nur aus den Distributionseigenen Repositories so können Sie sicher gehen dass nichts auf das System kommt dass sie nicht wollen, weitere gute Software-Quellen sind 30 Privatsphäre Da ich dies ebenfalls zum Thema Sicherheit zähle unter Linux können Sie sich zu 100% sicher sein dass nichts über Sie selbst oder Ihre Daten ins Netz gelangen im Gegensatz zu Microsoft wo selbst das Betriebssystem geschweige denn die zusätzlichen Programme regen Dateiverkehr mit allerhand Rechnern im Internet treiben, selbst wenn Sie den Popularity- Contest in der Softwareverwaltung aktivieren, alles was hier versendet wird ist die Programme die Sie installiert haben dies hat den Zweck beliebte Programme zu nden die dann verstärkt auf dem nächsten Installationsmedium ihren Platz nden. 31 's verschlüsseln 31.1 Info: 's sind reine Textnachrichten, ob diese nun in HTML oder in reinem Text versendet werden. Eine passiert zumeist mehrere Server - jemand der Zugri auf einen dieser Server hat kann diese Mail's lesen und verändern ohne dass der Versender oder auch der Empfänger davon etwas mit bekommt. Dies lässt sich jedoch ändern - mittels gnupg Signieren Durch das Signieren von Nachrichten kann sich der Empfänger der sicher sein dass die Nachricht auch wirklich vom angegebenen Abesender kommt - wurde eine Nachricht auf dem Weg über die Mail-Server verändert meldet dies gnupg Verschlüsslen Durch das Verschlüsseln einer Nachricht kann niemand der Zugri auf einen der Mail-Server hat die Nachricht verändern oder auch nur lesen, gnupg bietet einen sicheren Schlüssel. 106

107 31.2 Arbeiten mit gnupg 32 DIE ANDERE SICHERHEIT 31.2 Arbeiten mit gnupg Kmail (siehe: Kmail) hat gnupg bereits integriert und muss nur noch aktiviert werden, Thunderbird/Icedove auch Seamonkey/Iceape unterstützen die Funktion indem Sie diese Pakete installieren (auch bei Verwendung unter Kmail): gnupg enigmail Der Vorgang ist bis auf Kmail bei allen gleich: installieren Sie zuerst die oben angegebenen Pakete (unter Kmail genügt gnupg) und starten danach das Mail-Programm neu. Folgend önen Sie im Menü Openpgp - Openpgp-Assistent und lassen sich durch die Konguration führen. Lassen Sie sich die nötigen Schaltächen auf das Editor-Fenster legen so können Sie für jede Mail extra festlegen ob diese verschlüsselt, signiert oder beides werden soll. Den Rest erledigen die Mail-Klienten von selbst. 32 Die andere Sicherheit Das Internet ist alles andere als anonym, egal ob Sie nur einfach durch die Gegend surfen und sich Ihre Informationen holen - Sie hinterlassen auf jeder Webseite auf der Sie landen Ihre Spuren (siehe: Log-Dateien ), doch damit nicht genug Google kennt alle Ihre Suchbegrie und speichert diese, Facebook gibt Ihnen Cookies mit um zu sehen auf welchen Facebook- Accounts Sie sich tummeln, andere legen ein Pixel groÿe Graken auf Webseiten die dann zu sich selbst verweisen um zu sehen und zuspeicher wo Sie durch das Internet iegen, wenn Sie Webseiten besuchen wissen Sie gar nicht wer alles über Sie Daten speichert - oft liegen auf Webseiten mehrere solche Spionage-Dienste von denen Sie nichts mitbekommen - doch so einiges lässt sich stoppen und verhindern. Hier einige Plugins für Firefox - einige sind auch für Chromium verfügbar Werbung blocken Addblock Plus: ist ein Plugin für Firefox/Iceweasel das von unnötiger Flash-Werbung bis hin zu aufpoppenden Werbefenstern alles blockiert versteckte Spionage-Programme sehen und gezielt blockieren Ghostery: Ghostery ndet versteckte Spionage-Programme (wie die schon zuvor genannten ein Pixel Graken), blockiert diese und zeigt alle vorhandenen nach kurzer Zeit an, gewünschte lassen sich auch wieder aktivieren LSO-Cookies entfernen Better Privacy: eine andere Art der Cookies sind sogenannte Flash-Cookies - auch als LSO-Cookies bekannt, sie speichern das Surf-Verhalten und wer weiÿ was sonst noch. Normale Cookies haben eine Speicherkapazität von 4kb, LSO-Cookies hingegen über 100kb was zwar sehr wenig klingt - jedoch sehr viel ist - es sind ja auch nur reine Textdateien. Was LSO- Cookies noch auszeichnet - während sich normale Cookies einfach durch den Browser löschen lassen sind LSO-Cookies in der Cookie-Verwaltung nicht mal sichtbar und entfernen lassen sie sich schon gar nicht, Better Privacy macht damit schluss Lokale Verzeichnisse verschlüsseln Cryptkeeper ist ein einfaches Programm das es ermöglicht lokale (am eigenen Rechner liegende) Verzeichnisse zu verschlüsseln. Dazu startet man Cryptkeeper entweder über das Anwendungsmenü oder über den Schnellstarter mit dem Befehl: cryptkeeper Nach dem Start ndet man im Panel oder im Systembereich der Kontrollleiste (KDE) ein neues Symbol in Form eines Schlüssels (KDE) oder eines Vorhangschlosses (GNOME/Unity). Als erstes klickt man den Schlüssel mit der rechten Maustaste an und wählt Preferences, unter File browser kann man sich nun den gewünschten Dateimanager eintragen. Um nun ein erstes verschlüsseltes Verzeichnis anzulegen in das man später Dateien für andere unzugänglich legen kann klickt man den Schlüssel mit der linken Maustaste an und wählt New encrypted folder. Man gibt diesem Verzeichnis einen Namen und wählt den Speicherort an, ob dieser nun direkt im Home-Verzeichnis oder einem darunter liegenden 107

108 32.5 Truecrypt - alles verschlüsseln 32 DIE ANDERE SICHERHEIT Verzeichnis ist - ist egal, so lange man das Verzeichnis per Cryptkeeper mit dem Passwort entsperrt ist dieser nicht zu sehen. Nun klickt man auf Forward und gibt ein Passwort an das nötig ist um das Verzeichnis zugänglich zu machen. Ein weiterer Klick auf Forward erstellt in ein oder zwei Sekunden das angegebene Verzeichnis und önet dieses mit dem angegebenen Dateimanager, auch über andere Programme in der Dateiauswahl ist das Verzeichnis nun zugänglich, um es zu verschlüsseln klicken Sie nun wieder mit der linken Maustaste auf den Schlüssel und wählen den Eintrag ab und das Verzeichnis ist nicht mehr zugänglich bis Sie es wieder über den Schlüssel mit dem vergebenen Passwort önen Truecrypt - alles verschlüsseln Truecrypt ist ein Allround-Verschlüsselungsprogramm, Verzeichnisse, Partitionen oder ganze Festplatten sowie externe Medien wie etwa externe Festplatten, USB-Sticks oder CD's/DVD's. Es gibt für Debian und Ubuntu zwar keine Installation per Paketmanager doch die Installation könnte auch mit der originalen Installationsdatei nicht einfacher sein. Laden Sie von: die passende Datei für Ihr System (32/64Bit) herunter und entpacken das Paket per Rechtsklick. Sie erhalten nun ein Shellscript, önen Sie im Verzeichnis in dem die Datei liegt eine Konsole/ein Terminal und starten das Script mit dem Befehl: sh truecrypt-x.xx-setup-xxx wobei Sie natürlich die entsprechenden Versionszahlen anpassen, im aufpoppenden Fenster klicken Sie auf install Truecrypt - im darauf folgenden auf I accept... und ein letztes Mal auf OK, nun werden Sie aufgefordert das Root-Passwort anzugeben, in kürzester Zeit ist das Programm installiert, lesen Sie im Fenster Press Enter to exit... drücken Sie die Enter-Taste und die Installation ist abgeschlossen Truecrypt starten Zum starten von Truecrypt genügt es über das Terminal oder den Schnellstarter den Befehl truecrypt auszuführen. Im Hauptfenster lassen sich nun verschlüsselte Verzeichnisse, Partitionen, Festplatten sowie USB-Sticks mounten - also önen sowie erzeugen, ich würde jedoch komplette Systempartitionen sowie immer eingebundene - also eingebaute Festplatten eher mit den Systemeingenen Tools wie etwa LVM verschlüsseln denn ansonsten müsste man Truecrypt in den Startvorgang mit einbinden sowie die automatische Entschlüsselung aufwendig kongurieren. Jedoch nicht automatisch eingehängte Partitionen für Daten stellen kein Problem dar, auch verschlüsselte Verzeichnisse und externe Medien Verschlüsseln Um eine Partition, eine Festplatte oder ein Verzeichnis zu Verschlüsseln klicken Sie auf Volumes - Creat new Volume Das sich nun önende Fenster bietet nun die Möglichkeit mit: Create an encrypted file container ein ausgewähltes Verzeichnis zu verschlüsseln, dabei ist es egal ob sich dieses auf einer eingebauten Festplatte, auf einer externen Festplatte oder USB-Stick sowie im Home-Verzeichnis bendet, oder mit: Create a volume within a partition/drive eine komplette Festplatte sowie eine ganze Partition verschlüsseln, wobei natürlich man hiermit auch einen ganzen USB-Stick verschlüsseln kann. Klicken Sie in beiden Fällen nun auf Next, in beiden Fällen ndet man hier nun die Möglichkeiten: Standard TrueCrypt volume das verschlüsselte Verzeichnis oder die Partition ist für jeden sichtbar aber nicht zugänglich und Hidden TrueCrypt volume das verschlüsselte Verzeichnis oder die Partition ist standardmäÿig nicht nur verschlüsselt sondern auch nicht sichtbar. Im nächsten Fenster wählen Sie nun je nach Auswahl das Verzeichnis, die Partition, Festplatte oder das Verzeichnis mittels Select... und vergeben einen Namen dafür, zuletzt klicken Sie auf Speichern und wieder auch Next. Im Fenster Encryption Options können Sie wenn Sie wollen einen Verschlüsselungs-Algorythmus wählen, nach einem Klick auf Next geben Sie nun die Gröÿe an die das Teil haben soll und klicken noch einmal auf Next. Nun besteht die 108

109 32.5 Truecrypt - alles verschlüsseln 32 DIE ANDERE SICHERHEIT Möglichkeit zu wählen wie man die Verschlüsselung sichern möchte - mittels Passwort - hier natürlich je länger desto besser oder mittels sogenannter Keyles - also Schlüsseldateien, das Wort sagt eigentlich schon alles - ohne die richtige Schlüsseldatei ist es nicht möglich an die verschlüsselten Dateien zu kommen - hier hilft auch kein ewig langes versuchen mit dem Passwortknacker was natürlich auf Geräten die man mit sich schleppt (etwa Notebooks, tragbare Festplatten oder USB-Sticks) vorteilhaft ist wobei natürlich das Keyle im besten Fall nicht am selben Datenträger ist wie die verschlüsselte Datei. Keyles Im Fall wenn man nun auf eine Schlüsseldatei klickt man einfach auf die Schaltäche Keyles - nun önet sich deren Verwaltungsfenster, hier können Sie mit Add Files eine solche Schlüsseldatei importieren - hierbei ist es ziemlich egal um welche Datei es sich handelt, Sie können eine Video-, Bild-, Video-, Text- oder ein sonstiges Format wählen, auch besteht die Möglichkeit mit der Schaltäche Generate Random Keyle eine solche zu erzeugen und dann hinzuzufügen. Per Klick auf OK ist es geschehen, ein Klick auf Next bringt Sie dann zum Fenster Format Options, hier legen Sie das Dateisystem-Format des Verzeichnisses fest (dies hat keine Auswirkungen auf das installierte System), möchten Sie Zugrisrechte und Dateiattribute beibehalten wählen Sie am besten extx, per Klick auf Next landen Sie nun im Fenster Cross-Platform Support das Ihnen ermöglicht zu wählen ob das verschlüsselte Verzeichnis, die Partition... nur auf Linux-Systemen oder etwa auch auf Windows oder MAC... mit den dortigen Varianten von Truecrypt entschlüsselt werden kann. Kreisen Sie nun etwas mit der Maus über dem Fenster und klicken dann auf Format, nach der Eingabe des User/Adminpasswortes wird das Verschlüsselte Verzeichnis... angelegt Entschlüsseln Zum Entschlüsseln wählen Sie je nach Art (Verzeichnis, Partition) Select le oder Select device und wählen das gewünschte aus, dieses landet nun im groÿen Auswahlfenster, klicken Sie nun doppelt darauf oder klicken auf die Schaltläche Mount - im sich önenden Fenster geben Sie nun entweder das nötige Passwort an oder wählen mit Keyles die entsprechende Datei. Per nochmaligen Doppelklick auf das Verzeichnis önet sich der Dateimanager mit dem Inhalt. Abbildung 36: Truecrypt 109

110 Teil XVII Netzwerke unter Linux Info: Linux ist nicht umsonst im Internet unschlagbar vertreten, mehr als 94% der Server im Internet ( Webserver, Mailserver, FTP-Server) auch Router die Sie benutzen um einfach in das Internet zu kommen laufen mit Linux, den Rest der Server teilen sich UNIX (5%), Microsoft und Solaris (1%). Google, Facebook, Yahoo, Youtube laufen unter Linux selbst Microsoft selbst benutzt im Internet mehr Linux-Server als Microsoft-eigene. Dies hat nicht den Grund das Linux an sich kostenlos ist sondern schnell, stabil (es gibt Linux-Server die mehr als ein Jahr ohne Neustart durchlaufen), anpassungsfähig und modular aufgebaut und es ist zur Zeit das sicherste Betriebssystem. Viele groÿe Firmen benutzen zwar Rechner als Klients mit dem Microsoft-System doch im Hintergrund arbeiten im Netzwerk Server und Groÿrechner mit Linux. Microsoft selbst hat schon viele Male versucht eigene Internet-Protokolle (NetBEUI, IPX/SPX) zum Standard zu machen doch die UNIX-Protokolle (TCP/IP) die Linux übernommen hat sind unschlagbar, selbst IPv6 das unter Microsoft immer noch Probleme verursacht (Geschwindikeitseinbuÿen) ist unter Linux schon länger Standard und voll einsatzbereit und aktiviert. Linux ist das Netzwerk, zwar sind vor allem Home-Netzwerke umständlicher zu kongurieren als etwa mit Microsoft und es ist ein wenig mehr Wissen nötig wo und wie man die Schräubchen drehen muss dies hat aber den Grund darin das Linux und dessen Netzwerke einfach weiter und mehr zu kongurieren sind an einem Linux-Netzwerk das einmal funktioniert brauchen Sie nie mehr Hand anzulegen. Das einfachste Netzwerk ist nun ein Netzwerk mit einem Router zu erstellen: Abbildung 37: Netzwerk mit Router Interessanter aber auch aufwendiger in der Konguration, einen Rechner als Server/Router zu verwenden: Abbildung 38: Netzwerk ohne Router Wie man sich nun sein eigenes Netzwerk realisiert ist natürlich nun Geschmackssache, die Konguration über einen Router fällt sehr einfach aus und ist schnell erstellt, die weitaus interessantere Variante ist es einen seiner Rechner als 110

111 34 HOME-NETZWERK ERSTELLEN Zentralrechner zu benutzen, dieser fungiert dann sozusagen als Router und Firewall (dieser Weg ist vor allem bei einem gröÿeren Netzwerk vorteilhaft). 33 Grundlagen zum Netzwerk Die meisten Leute im Forum wissen was eine IP ist, trotzdem wird nun ein wenig interessanter Trockensto kommen der vor allem dann interessant wird wenn man im eigenen Netzwerk ich nenne es nun das Intranet den Router weg lässt. IP-Adresse: Jeder Rechner hat sobald er sich ins Internet oder ins Home-Netzwerk einwählt eine eindeutige IP-Adresse, diese könnte man auch als Hausnummer bezeichnen damit der Postler die Post an die richtige Stelle zustellen kann. So ist es auch im Internet/Netzwerk wenn Sie eine Internet-Adresse wie etwa aufrufen rufen Sie eigentlich eine IP-Adresse auf, das Internet kommt ohne Probleme ohne solche Adressen aus es benötigt nur die IP-Adresse. Ein Beispiel für eine Internet-Adresse: Die Internet-Adresse wird Ihnen von Ihrem Internet-Provider zugeteilt wenn Sie sich ins Internet einwählen. Intern im eigenen Betriebssystem hat jeder Rechner die IP-Adresse Diese IP dient dazu um System-Interne Services wie etwa einen installierten Webserver erreichen zu können oder auch einfach gesagt Subnetzmaske: Die Subnetzmaske gibt an, welcher Teil der Adresse eines Rechners zur Rechneridentikationsnummer zählt und welcher Teil das Netzwerk selbst klassiziert, also grob gesagt teilt sie die IP-Adresse in zwei grundlegende Teile auf. Ein Beispiel für eine Subnetzmaske: Routing-Tabelle / Gateway : Die Routing-Tabelle gibt an, welche Netzwerke vom Rechner aus betreten werden dürfen bzw. aus welchen Netzen der Rechner Anfragen beantworten soll. Routing ist insbesondere dann von Interesse, wenn ein Rechner in einem heimischen Netzwerk als Internet-Gateway arbeiten soll. Der Gateway ist zumeist ähnlich der IP-Adresse. 34 Home-Netzwerk erstellen In einen Heim-Netzwerk ist es am einfachsten wenn man mit statischen IP-Adressen also stets gleichbleibenden Adressen arbeitet, dies kann man auf der Kongurationsoberäche eines eventuell vorhandenen Routers ansonsten über die Datei /etc/network/interfaces!!!vorsicht!!! - dies ist eine wichtige Kongurationsdatei, wenn Sie nicht wissen was Sie tun legen Sie sich eine Sicherheitskopie und spielen sie später bei Problemen wieder zurück. Diese Datei gilt es natürlich als Root zu bearbeiten (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ). Die Datei könnte etwa so: auto lo iface lo inet loopback oder so (oder ähnlich je nachdem wie viele und welche Netzwerkkarten Sie eingebaut haben) aussehen: auto lo eth0 allow-hotplug eth1 Welche Netzwerkkarten Sie verwenden und zur Verfügung stehen sehen Sie mit dem Befehl: ifconfig und könnte etwa so aussehen: 111

112 34 HOME-NETZWERK ERSTELLEN eth0 Link encap:ethernet Hardware Adresse 00:26:22:7e:0c:e6 UP BROADCAST MULTICAST MTU:1500 Metrik:1 RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000 RX bytes:0 (0.0 B) TX bytes:0 (0.0 B) Interrupt:46 wlan0 Link encap:ethernet Hardware Adresse 90:4c:e5:11:77:3b inet6-adresse: fe80::924c:e5ff:fe11:773b/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung UP BROADCAST MULTICAST MTU:1500 Metrik:1 RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000 RX bytes:0 (0.0 B) TX bytes:0 (0.0 B) Interrupt:17 lo Link encap:lokale Schleife inet Adresse: Maske: inet6-adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metrik:1 RX packets:8083 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:8083 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0 RX bytes: (452.4 KB) TX bytes: (452.4 KB) ppp0 Link encap:punkt-zu-punkt-verbindung inet Adresse: xxx P-z-P: Maske: UP PUNKTZUPUNKT RUNNING NOARP MULTICAST MTU:1500 Metrik:1 RX packets:45401 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:77233 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:3 RX bytes: (18.4 MB) TX bytes: (9.5 MB) Unter Ubuntu nennt sich WLAN zumeist nicht wlan0 sondern eth1 oder ähnlich. Nun gilt es die zu verwendende Netzwerkkarte mit der man die anderen Home-Netzwerkrechner erreichen will auf eine statische IP zu setzen, dies bedeutet man vergibt erst den Begri static und dazu eine IP-Adresse die kein anderer Rechner im Netzwerk hat und die Subnetzmaske. Als Beispiel: iface eth0 static address netmask (weitere Infos dazu auch mit dem Befehl man interfaces auf der Shell), theoretisch können Sie wenn Sie nicht mehr als 256 Rechner in Ihrem Home-Netzwerk haben gleich diese Konguration nehmen (gilt ja nur System-Intern) nur müssen Sie gegebenenfalls eth0 durch die richtige Karte ersetzen. Haben Sie dies auf allen Rechnern in Ihrem Heim-Netzwerk erledigt natürlich jeder mit einer anderen IP, zum Beispiel bei drei Rechnern: jedoch nicht zu vergessen überall die gleiche Subnetzmaske: starten sie auf allen Rechnern das Netzwerk als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten:) neu mit dem Befehl: /etc/init.d/networking restart und testen die Erreichbarkeit der Rechner untereinander mit dem Befehl ping und der Angabe der IP als Option, zum Beispiel: 112

113 34.1 Den Server-Rechner als Router nutzen 34 HOME-NETZWERK ERSTELLEN ping -c und erhalten eine ähnliche Ausgabe wie etwa: PING ( ) 56(84) bytes of data. 64 bytes from : icmp_req=1 ttl=124 time=392 ms 64 bytes from : icmp_req=2 ttl=124 time=350 ms 64 bytes from : icmp_req=3 ttl=124 time=390 ms 64 bytes from : icmp_req=4 ttl=124 time=449 ms 64 bytes from : icmp_req=5 ttl=124 time=368 ms ping statistics packets transmitted, 5 received, 0% packet loss, time 4004ms rtt min/avg/max/mdev = / / / ms funktioniert die Verbindung. Als nächstes geht es darum die Rechner untereinander bekannt zu machen, dazu önen wir die Datei (als Root siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): /etc/hosts Die etwa so aussehen könnte: localhost debian-xxxxx # The following lines are desirable for IPv6 capable hosts ::1 ip6-localhost ip6-loopback fe00::0 ip6-localnet ff00::0 ip6-mcastprefix ff02::1 ip6-allnodes ff02::2 ip6-allrouters und fügen die IP plus den Hostnamen hinzu, etwa so (natürlich nicht den gerade aktuellen Rechner denn der hat ja intern die IP 127.xxx: localhost debian-xxxxx linux-laptop # nach einer Raute können Sie eine Beschreibung angeben linux-server # mein Server # The following lines are desirable for IPv6 capable hosts ::1 ip6-localhost ip6-loopback fe00::0 ip6-localnet ff00::0 ip6-mcastprefix ff02::1 ip6-allnodes ff02::2 ip6-allrouters Den Hostnamen des Rechners erfahren Sie mit dem Befehl: hostname und können ihn als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) mit dem Befehl: hostname neuer_name ändern Den Server-Rechner als Router nutzen Wenn man nun keinen Router besitzt ist es natürlich interessant den Haupt-Rechner der zumeist auch als Server dient diesen als Router zu nutzen also sozusagen das Internet zu teilen. Am einfachsten installiert man sich dazu auf dem Server der als Router dienen soll das Paket dnsmasq als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) mit dem Befehl: apt-get install dnsmasq Sind wie oben beschrieben die restlichen Rechner mit IP und Hostnamen in die Datei /etc/hosts eingetragen ist damit die Konguration auf dem Server abgeschlossen. Nun önet man auf den Klientrechnern die Datei: /etc/resolv.conf 113

114 35 DATEIEN MIT DEN RECHNERN IM NETZWERK TEILEN SAMBA die möglicherweise so oder ähnlich aussehen könnte und fügt als nameserver die IP des Rechners ein auf dem dnsmasq installiert wurde: # Generated by NetworkManager nameserver Dateien mit den Rechnern im Netzwerk teilen Samba Um in einem Linux-Netzwerk Dateien zu teilen benutzt man am besten Samba, Samba ist ein geniales Teil an Software, es kann als LAN-Server, Datei-Server oder ohne Probleme auch als Multimedia-Server benutzt werden. Der nächste Vorteil von Samba selbst wenn Sie Microsoft-Rechner im System haben können diese ohne Probleme auf Samba-Freigaben zugreifen und umgekehrt. Zur Installation genügen die Pakete samba und smbfs - alle weiteren benötigten Pakete werden automatisch installiert. Es ist nie ratsam ganze Verzeichnisse aus dem Home-Verzeichnis frei zu geben, am einfachsten erstellt man sich dazu etwa unter /media ein eigenes Verzeichnis das freigegebene Daten enthält auf die dann alle Rechner zugreifen können. Dies erledigt man am schnellsten als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) auf der Shell mit dem Befehl: mkdir /media/server und um diesen lese- und beschreibbar zu machen: chmod ugo+rw /media/server Nun gilt es das erstellte Verzeichnis in das Home-Netz zu exportieren, dazu önet man als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) mit einem Texteditor (ich nehme jetzt als Beispiel gedit) mit dem Befehl: gedit /etc/samba/smb.conf Zumeist ist die Datei schon erstellt und vorkonguriert und editiert dann sollte die Geschichte bereits laufen, ist dies nicht so wird die Datei durch diesen Befehl erstellt, die Mindestkonguration sollte nun so aussehen: [server] comment = Debian Server Verzeichnis public = yes browseable = yes path = /media/server writeable = yes guest ok = no workgroup = Workgroup wobei hier bei einem anderen Verzeichnisnamen einfach der Pfad (hier: /media/server angepasst werden muss, sollten Sie einen anderen Namen für die Arbeitsgruppe gewählt haben (Standard: Workgroup) geben Sie diesen ebenfalls hier an. Um ein Passwort zu setzen damit man auf die Freigabe zugreifen kann benutzen Sie den Befehl als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): smbpasswd -a neues_passwort Wenn Sie Änderungen an der Kongurationsdatei vorgenommen haben müssen Sie etwa 90 Sekunden warten bis diese wirksam werden oder man zeigt Samba dass es die Kongurationsdatei sofort neu einlesen soll als Root auf der Shell mit dem Befehl: initctl restart smbd Um nun etwa von einem anderen Rechner mit Linux auf diese Freigaben zuzugreifen können Sie unter GNOME/Unity einfach den Dateimanager nautilus benutzen indem Sie auf: Gehe zu Netzwerk Windows-Netzwerk Netzwerkname klicken. 114

115 35 DATEIEN MIT DEN RECHNERN IM NETZWERK TEILEN SAMBA Abbildung 39: Dateimanager nautilus Oder unter KDE mit dem Dateimanager dolphin indem Sie auf der linken Leiste Orte Netzwerk Samba Shares klicken. Abbildung 40: Dateimanager dolphin Um von einem Windows-Rechner auf Samba-Freigaben zuzugreifen benutzen Sie einfach den Dateimanager Windows Explorer Netzwerk freigegebenes_verzeichnis. 115

116 36 DRUCKER ÜBER DAS NETZWERK FREIGEBEN SAMBA Abbildung 41: Windows Explorer (musste ich mir ausleihen da ich glücklicherweise kein Windows habe ;)) 36 Drucker über das Netzwerk freigeben Samba Ebenfalls auf einfachste Weise ist es mit Samba möglich einen Drucker im Netzwerk freizugeben, dazu muss zumindest auf dem Rechner an dem der Drucker angeschlossen ist Samba wie im vorigen Beitrag (Dateien mit den Rechnern im Netzwerk teilen Samba) installiert sein. Nun önen Sie die auch im vorigen Beitrag beschriebene Kongurationsdatei als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): gedit /etc/samba/smb.conf und fügen folgende Zeilen wenn nicht vorhanden hinzu: printcap name = cups load printers = yes printing = cups printer admin use client driver = yes... [printers] comment = All Printers path = /var/tmp create mask = 0600 printable = Yes guest ok = yes browseable = No print command = lpr-cups -P %p -o raw %s -r Nun starten Sie Samba als Root auf der Shell neu: initctl restart smbd Nun sollten Sie über die Druckersteuerung den Netzwerkdrucker aus jedem Rechner im Netzwerk erreichen können unter Microsoft Windows müssen Sie jedoch zuvor die originalen Treiber des Druckers installieren dann können Sie den Drucker auch unter Microsoft als Netzwerkdrucker hinzufügen. 116

117 36.1 Samba grasch kongurieren 36 DRUCKER ÜBER DAS NETZWERK FREIGEBEN SAMBA 36.1 Samba grasch kongurieren Bisher wurden nur die Kongurationen mittels Texteditor und Shell beschrieben, weiters ist jedoch die Konguration mittels grascher Oberächen möglich, dazu zählen etwa gadmin-samba: Abbildung 42: gadmin-samba das Sie nach der Installation im Menü System nden oder Swat: Abbildung 43: swat im Browser 117

118 37 WEBSERVER MIT APACHE Swat wird im Webbrowser aufgerufen mit der Adresse: Teil XVIII Server Mit Linux - vor allem mit Debian und Ubuntu ist es auf die einfachste Weise möglich das System zu einem Server jeder Art zu erweitern. 37 Webserver mit Apache Apache ist der im Internet am weitesten verbreitete Webserver, er ist schnell, kann mit vielen Webseiten und groÿen Datenmengen umgehen, er kann natürlich nicht nur als richtiger Webserver dienen sondern etwa als Testumgebung für die eigene Webseite oder als interner Home-Server Installation: Zur Installation sind folgende Pakete nötig: apache2 apache2-common apache2-doc, benötigen Sie PHP installieren Sie folgende Zusatzpakete: libapache2-mod-php5 php5, für Python: libapache2-mod-python python 37.2 Apache steuern: Um den Apache-Webserver zu starten muss man Root sein (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ), nun wechselt man auf die Shell und führt folgenden Befehl aus: /etc/init.d/apache2 start Sollte folgende Fehlermeldung angezeigt werden: apache2: Could not reliably determine the server's fully qualified domain name, using for ServerName können Sie dies entweder ignorieren oder durch das Editieren der Datei: /etc/apache2/apache2.conf als Root mit einem Texteditor (siehe: Texteditoren) ändern indem Sie die Zeile: ServerName localhost hinzufügen. Um den Server zu stoppen: /etc/init.d/apache2 stop Um den Server neu zu starten - um etwa die Konguration neu einzulesen: /etc/init.d/apache2 restart!!!haben Sie bisher die Firewall noch nicht aktiviert sollten Sie dies ab jetzt tun!!! (siehe: Firewall) 37.3 apache2ctl Apache erweitert steuern Eine weitere Möglichkeit den Server zu steuern wäre das Tool apache2ctl (natürlich als Root - siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): Die Kongurationsdatei testen Etwa bei Änderungen die man gemacht hat und sich nicht sicher ist das diese funktionieren - so lässt sich testen ob der Server nach den Änderungen auch funktioniert, andernfalls lädt man die Sicherungsdatei oder ändert die Einstellungen (Apache liest Änderungen der Kongurationsdatei erst nach einem Neustart. apache2ctl configtest Mögliche Ausgabe: 118

119 37.4 Apache benutzen 37 WEBSERVER MIT APACHE apache2: Could not reliably determine the server's fully qualified domain name, using for ServerName Syntax OK Den Server stoppen Um den Server zu steuern genügt der Befehl: apache2ctl stop Den Server starten Um den Server zu starten genügt der Befehl: apache2ctl start Den Server neu starten Um den Server neu zu starten genügt der Befehl: apache2ctl restart Den Server mit SSL-Support starten Um Apache mit SSL-Support zu starten genügt: apache2ctl startssl Statusbericht des Servers anzeigen Um einen Statusbericht des Servers anzuzeigen: Server-Version, Laufzeit, letzter Neustart, Zugrie, CPU-Auslastung usw. genügt der Befehl: apache2ctl fullstatus 37.4 Apache benutzen Nun können Sie das erste mal Ihren neuen Webserver testen, dazu önen Sie Ihren Webbrowser und önen folgende Seite: 119

120 37.5 Module aktivieren / deaktivieren 37 WEBSERVER MIT APACHE Abbildung 44: apache2 Apache sucht nun unter /var/www/ nach Webseiten - Sie können diese nun entweder als Root dort ablegen oder gewisse User den Zutritt erlauben - dazu geben Sie als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) in der Shell folgende Befehle ein (unter Debian ist www-data www): chmod 0775 /var/www chgrp -R www-data /var/www adduser username www-data Die durch username angegebenen User können nun Ihre Dateien dort ablegen. Standardmäÿig startet Apache automatisch mit dem Start des Systems - wollen Sie Apache jedoch lieber händisch starten geben Sie folgenden Befehl als Root ein: update-rc.d -f apache2 remove Möchten Sie Apache wieder automatisch starten lassen geben Sie folgenden Befehl als Root ein: update-rc.d apache2 defaults Siehe auch: Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache 37.5 Module aktivieren / deaktivieren Apache arbeitet mittels Plugins, damit etwa PHP, Python, Perl, Ruby und dergleichen funktionieren, solche Plugins nennt man Module- hier einige: libapache2-mod-evasive = hilft dabei Bruteforce-Attacken zu minimieren libapache2-mod-fastcgi = beschleunigt langsam laufende CGI-Scripte libapache2-mod-geoip = erweitert die lookup-funktionalität libapache2-mod-mono = bringt Apache dazu Mono- (.net)-anwendungen zum Laufen zu bringen libapache2-mod-perl2 = bringt Perl-Anwendungen unter Apache zum Laufen libapache2-mod-php5 = bringt PHP-Anwendungen unter Apache zum Laufen libapache2-mod-python = bringt Python-Anwendungen unter Apache zum Laufen 120

121 37.6 Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache 37 WEBSERVER MIT APACHE Es gibt solche Module Haufenweise über den Paketmanager zu installieren, um zu erfahren welche über den Paketmanager installierbar sind genügt der Befehl als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): apt-cache search libapache2-mod Als Beispiel ein kleiner Auszug: libapache2-mod-macro - Makros innerhalb der Apache2-Konfigurationsdateien libapache2-mod-perl2 - Perl-Integration in den Apache2 Webserver libapache2-mod-python - Modul für Apache 2 zur Einbettung von Python libapache2-mod-auth-mysql - Apache 2 module for MySQL authentication Hat man sich nun über den Paketmanager ein solches Modul installiert gilt es diese noch zu aktivieren. Um nicht zu vergessen - unter: /etc/apache2/mods-available/ liegen auch Haufenweise nicht aktivierte Module. Um nun ein installiertes Modul zu aktivieren muss man die Orte kennen an denen diese liegen sollen. Unter: /etc/apache2/mods-avaiable/ liegen vorhandene Module - also auch solche die Sie zusätzlich installieren und unter /etc/apache2/mods-enabled/ ndet man die aktivierten Module. Nun kann man sich auf der Shell ansehen welche Module installiert sind mit: ls -l /etc/apache2/mods-available/ als Beispiel ein kleiner Auszug -rw-r--r-- 1 root root :45 actions.conf -rw-r--r-- 1 root root :45 alias.conf -rw-r--r-- 1 root root :45 cgi.load -rw-r--r-- 1 root root :45 charset_lite.load -rw-r--r-- 1 root root :29 php5.conf -rw-r--r-- 1 root root :29 php5.load und um sich die aktivierten Module anzusehen: ls -l /etc/apache2/mods-enabled/ als Beispiel ein kleiner Auszug: lrwxrwxrwx 1 root root :18 alias.conf ->../mods-available/alias.conf lrwxrwxrwx 1 root root :18 cgi.load ->../mods-available/cgi.load lrwxrwxrwx 1 root root :18 php5.conf ->../mods-available/php5.conf lrwxrwxrwx 1 root root :18 status.conf ->../mods-available/status.conf Um nun ein Modul zu aktivieren legt man einen Symlik des Modules aus /mods-available/ nach /mods-enabled/ - bitte nicht die Original-Datei kopieren. Als Beispiel: ln -s /etc/apache2/mods-available/dateiname /etc/apache2/mods-enabled/dateiname Dadurch wird von der durch dateiname angegebenen Datei ein Symlink unter /mods-enabled/ angelegt und mit den richtigen Rechten zur Ausführung ausgestattet. Um nun Apache die Änderung anzuweisen muss der Server neu gestartet werden: /etc/init.d/apache2 restart 37.6 Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache Um die Funtionalität des Servers zu testen diese kurze Einführung, für diesen kurzen Test benötigen Sie folgende Pakete die einfach über den Paketmanager zu installieren sind: libapache2-mod-php5, php5-cli, php5-common, php5-cgi, libapache2- mod-perl2, libapache2-mod-python, tomcat7, tomcat7-admin, tomcat7-docs. Weiters sollten Sie zuerst: Apache benutzen lesen um das Verzeichnis /var/www einfach und trotzdem geschützt nutzen zu können. 121

122 37.6 Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache 37 WEBSERVER MIT APACHE HTML HTML-Seiten funktionieren sofort nach der Installation von Apache ohne zusätzliche Pakete, Ihre selbst gestrickten Webseiten brauchen Sie nur im Verzeichnis /var/www abzulegen, möchte man hier mehrere verschiedene Webseiten anlegen legt man dazu einfach weitere Unterverzeichnisse an. Als Beispiel eine einfache HTML-Seite die wir zum testen benutzen: <html > <body > <h1 > Hallo Welt!</h1 > <p> Willkommen auf der neuen Homepage.</p> <br/> <p><a href ="phptest.php">php Testseite </a></p> <p><a href ="cgi-bin/perltest.pl">perl Testeite </a></p> <p><a href ="cgi-bin/pythontest.py">python Testseite </a></p> </body > </html > Diese Datei erstellen Sie einfach mit einem Texteditor und speichern die Datei unter dem Namen index.html im oben genannten Verzeichnis. Nun önen Sie im Browser die Adresse: oder , nun sollten Sie folgende Webseite sehen: Die Links funktionieren jedoch noch nicht PHP Abbildung 45: localhost html Erstellen Sie nun im selben Verzeichnis mit einem Texteditor die Datei phptest.php mit dem Inhalt: <?php echo "<h1 >PHP Testseite </h1 >"; phpinfo ();?> und klicken dann auf den ersten Link: PHP Testseite - nun sollten Sie die PHP-Testseite sehen: 122

123 37.6 Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache 37 WEBSERVER MIT APACHE Abbildung 46: localhost - PHP-Test Perl Jetzt erstellen Sie im Verzeichnis: /var/www das Unterverzeichnis cgi-bin und erstellen darin mit einem Texteditor die Datei perltest.pl mit dem Inhalt: #!/usr/bin/perl print "Content -type: text/html\r\n\r\n"; print "<h1 >Perl Testseite </h1 >"; print "Perl funktioniert mit diesem Webserver!";!Wichtig! - die Datei muss ausführbar sein - etwa per Rechtsklick Eigenschaften - Zugriffsrechte/Benutzerrechte - Datei als Programm ausführen oder mit dem Befehl: chmod +x perltest.pl Nun önet man als Root mit einem Texteditor die Datei: /etc/apache2/sites-available/default und ändert den Bereich ScriptAlias /cgi-bin/ in: ScriptAlias /cgi-bin/ /var/www/cgi-bin/ <Directory "/var/www/cgi-bin/"> Options ExecCGI AddHandler cgi-script cgi pl </Directory> und startet den Server mittels: apache2ctl restart als Root neu, nun klickt man im Browser auf den Link Perl Testseite Python Wieder im Verzeichnis cgi-bin erstellen Sie nun die Textdatei pythontest.py mit folgendem Inhalt: 123

124 37.6 Schnelleinstieg in Webseiten mit Apache 37 WEBSERVER MIT APACHE #!/ usr/bin/python def index (): return "<html ><body ><h1 > Python Testseite </h1 ></br >< Python funktioniert mit diesem Webserver!</body ></html >" Auch diese Datei muss ausführbar sein. Nun wird wieder die Datei: /etc/apache2/sites-available/default als Root mit einem Texteditor bearbeitet und folgender Bereich hinzugefügt: <Directory "/var/www/cgi-bin"> Options Indexes FollowSymLinks MultiViews AllowOverride None Order allow,deny allow from all AddHandler mod_python py PythonHandler mod_python.publisher PythonDebug on </Directory> Nach dem Speichern der Datei wird wieder der Server neu gestartet und durch einen Klick auf den Link Python Testseite getestet Java Java wird benötigt um etwa Webanwendungen in Java auf Apache laufen zu lassen, dazu dient unter Apache Tomcat. Gesteuert wird Tomcat als Root mit den Befehlen: Starten: /etc/init.d/tomcat7 start Stoppen: /etc/init.d/tomcat7 stop Neu starten: /etc/init.d/tomcat7 restart Nach dem Start ruft man die Adresse: im Browser auf - hier sollte nun die Meldung It works! zu nden sein. Als erstes sollte man nun an die Konguration gehen, die nötigen Dateien Dazu liegen unter: /var/lib/tomcat7/conf/ Hierzu besonders interessant die Datei tomcat-users.xml, diese wird als Root mit einem Texteditor geönet, hier nden Sie nun unter anderem folgende Zeilen: <-- <role rolename="tomcat"/> <role rolename="role1"/> <user username="tomcat" password="tomcat" roles="tomcat"/> <user username="both" password="tomcat" roles="tomcat,role1"/> <user username="role1" password="tomcat" roles="role1"/> --> Entfernen Sie hier nun das erste und das letzte kleiner/gröÿer - Zeichen und fügen die letzten beiden Zeilen hinzu: -- <role rolename="tomcat"/> <role rolename="role1"/> <user username="tomcat" password="tomcat" roles="tomcat"/> <user username="both" password="tomcat" roles="tomcat,role1"/> <user username="role1" password="tomcat" roles="role1"/> <role rolename="manager-gui" /> <user username="manager" password="ihr_passwort" roles="manager-gui" />

125 37.7 Web-Editoren 37 WEBSERVER MIT APACHE Zunächst muss Tomcat neu gestartet werden. Nun können Sie im Browser folgende Adresse aufrufen: localhost:8080/manager - hier lässt sich Tomcat nun nach der Authentizierung kongurieren. Abbildung 47: Tomcat - Konguration Eine etwa mit dem Editor Eclipse erstellte und kompillierte Anwendung (.war) kann man nun einfach über den Manager hinzufügen und starten Web-Editoren Theoretisch lässt sich so ziemlich jeder unter Linux verfügbare Texteditor zum erstellen von Webseiten nutzen, doch mit spezialisierten Anwendungen tut man sich eben leichter - hier einige der bekanntesten: HTML-Editor - Kompozer Kompozer stammt aus der Mozilla - Software-Schmiede und dient zu einfachen erstellen von Webseiten, Kompozer kann man etwa mit dem Dreamweaver von Adobe vergleichen nur dass Kompozer eben nichts kostet. 125

126 37.7 Web-Editoren 37 WEBSERVER MIT APACHE Bluesh Abbildung 48: HTML-Editor Kompozer Bluesh ist ein Editor mit dem Webtechnisch so ziemlich alles möglich ist, zwar ist er nicht wie Kompozer ein WySiWig- Editor sondern ein reiner Source-Editor - doch Pros benötigen solche Dinge auch nicht. Abbildung 49: Web-Editor Bluesh 126

127 38 DEN SERVER VOR SSH-ANGRIFFEN SCHÜTZEN 38 Den Server vor SSH-Angrien schützen Webserver sind begehrt um damit etwa Schadsoftware zu verbreiten oder diese lahm zu legen Linux unterstützt jedoch so einige Methoden um Angrie auf einen Server zu verhindern - doch der wohl allerbeste Tipp ist noch immer ein Passwort das keinen Sinn ergibt, aus Groÿ- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen besteht, vor allem aber auch aus so vielen Zeichen wie möglich. Zumeist werden Angrie von Scripten gesteuert, aber auch von sogenannten Botnetzen (Windows-Rechner die mit Schadprogrammen inziert wurden), diese versuchen so oft wie möglich bekannte und unbekannte Passwörter bis sie entweder erfolgreich eingeloggt sind oder der Server selbst den Geist aufgibt. Die Gefahr lässt sich jedoch vor allem Scripten gegenüber sehr mindern (Botnetze werden nur selten gegen einfache Server eingesetzt die keinen Gewinn bringen könnten): 38.1 DenyHosts DenyHosts ist ein nettes kleines Python-Script das standardmäÿig alle 30 Sekunden die Log-Datei: /var/log/auth.log durchsucht und nach verdächtigen Login-Fehlversuchen fahndet und trägt auällige IP-Adressen in die Datei /etc/hosts.deny ein. Zur Konguration dient die Datei: /etc/denyhosts.conf Hier kann man etwa die Schwellwerte für Login-Versuche mit nicht existierenden Usernamen DENY_THRESHOLD_INVALID oder richtigen Usernamen aber falschen Passwörtern DENY_TRESHOLD_VALID getrennt regeln. Weiters besteht die Möglichkeit die Zeit in der das Script nach Fehlschlägen sucht regeln: DAEMON_SLEEP = 30s indem man einfach die Zeit in Sekunden verändert. Zu den von DenyHosts ermittelten IP-Adressen in /var/log/auth.log kann man sich auch automatisch die IP-Adressen von anderen Systemen hinzufügen lassen die ebenfalls DenyHosts benutzen. Dazu gibt es einen eigenen Cloud-Dienst im Web der diese verteilt - dazu ändert man folgende Zeile so: SYNC_DOWNLOAD = yes Will man selbst die gesammelten IP-Adressen dem Dienst zur Verfügung stellen ändert man folgende Zeile so: SYNC_UPLOAD = yes Nach der Installation des Paketes: denyhosts startet das Programm sofort automatisch. Gerade wenn man den Cloud-Dienst nutzt wächst natürlich die Sammlung an IP-Adressen kontinuierlich - wird die Datei etwas überheblich kann man etwa mit der Option: PURGE_DENY = 1d löscht etwa die Einträge einmal am Tag Fail2ban Eine besonders interessante Variante den Server zu schützen ist fail2ban, es lässt sich wie DenyHosts ganz einfach über die Paketverwaltung installieren lässt, wie DenyHosts sucht Fail2ban in der Datei /var/log/auth.log nach verdächtigen Einträgen und blockiert diese gleich über die Firewall. Weiters kann Fail2ban nicht nur den SSH- Server sondern etwa auch den Mail- und den FTP-Server schützen - dazu aktiviert man einfach die entsprechenden Optionen. Die Kongurationsdatei jail.conf liegt unter /etc/fail2ban/ und ist eigentlich bereits sinnvoll vorkonguriert. 127

128 39 EINFACH MIT WEBSERVER VERBINDEN PUTTY 39 Einfach mit Webserver verbinden Putty Nicht alle wollen sich unbedingt auf der Shell mit ssh herumschlagen darum nehmen Sie lieber den Browser und benutzen Tools wie etwa Plesk oder PowerPanel, damit lassen sich zwar triviale Dinge wie etwa das Anlegen oder Kopieren und Löschen von Dateien erledigen oder auch das Neustarten des gesamten Systems, mit Plesk lassen sich dann noch auf einfache Weise Webseiten erstellen. Doch wenn man denkt das System (das Betriebssystem) aktualisiert sich von selbst oder der Provider der Ihnen den Server zur Verfügung stellt übernimmt dies für Sie haben Sie falsch gedacht, viele Dinge lassen sich nicht über die Oberächen der oben genannten Webtools nicht erledigen (eigentlich die meisten Dinge die in diesem Dokument liegen nicht). Vor allem der Aspekt Sicherheit - ein Betriebssystem mit Server das nicht aktualisiert wird ist ein Sicherheitsrisiko - auch wenn es sich um Linux handelt. Mit Putty ist es einfach und schnell möglich mit dem Server zu verbinden. Abbildung 50: Putty - SSH Putty erstellt ohne kryptische SSH-Befehle schnell eine sichere SSH-Verbindung mit Ihrem entfernten Webserver und önet die zugehörige Shell auf der Sie sich nur noch mit Ihrem Passwort einloggen müssen Putty installieren Zumeist (unter Debian und Ubuntu) gelingt die Installation einfach durch das Paket putty mit dem Paketmanager Mit dem Server verbinden Um Putty zu starten önen Sie es entweder aus dem Anwendungsmenü oder starten es per Schnellstarter + Alt + F2 und der Eingabe des Befehls: putty 128

129 40 DATENBANKSERVER MYSQL Nun önet sich Putty (siehe Bild oben), unter normalen Umständen können Sie die Einstellungen so belassen wie sie sind, geben Sie nur die IP-Adresse Ihres Servers (nden Sie auf den Info-Seiten Ihres Providers zu Ihrem Webserver) in das Feld: Host Name (or IP address) ein und klicken auf Open. Wichtig ist dass Sie die Option SSH so belassen wie sie ist - alles andere wäre ein Sicherheitsrisiko. Nun nach kurzer Zeit önet sich die Shell in einem Fenster, die Verbindung wird aufgebaut und Sie werden gebeten Ihr Root-Passwort einzugeben - Sie werden wie unter Linux üblich weder Buchstaben noch Zeichen sehen - einfach eingeben und die Enter-Taste drücken, jetzt sollten Sie die Verzeichnis-Hierarchie von Linux sehen - als Beispiel: bin cdrom etc initrd.img lib lib64 media opt root sbin srv tmp var vmlinuz.old boot dev home initrd.img.old lib32 lost+found mnt proc run selinux sys usr vmlinuz ist dies nicht der Fall geben Sie den Befehl: cd / und folgend ls ein um das Dateisystem zu sehen, ab jetzt können Sie mit dem entfernten Server arbeiten wie wenn er vor Ihnen stehen würde und etwa das System aktualisieren und andere Befehle anwenden die Sie etwa in diesem Dokument nden. Um die Verbindung zu beenden geben Sie den Befehl: exit ein oder schlieÿen die Shell. 40 Datenbankserver MySQL Eine MySQL-Datenbank auf Debian oder Ubuntu zu installieren ist sehr einfach Installation: Zur Installation genügen folgende Pakete: mysql-server mysql-client Während der Installation wird automatisch der MySQL-Admin root eingerichtet - dabei werden Sie nach einem Passwort gefragt dass Sie nun vergeben müssen, wenn Sie den MySQL-Server auch anderen Rechnern in Ihrem Netzwerk freigeben wollen müssen Sie in der Firewall den Port: 3306 freigeben (siehe: Firewall) Wollen Sie MySQL mit PHP verwenden installieren Sie folgendes Paket: php5-mysql Wichtige Befehle: Anmelden: mysql -u username -p als Root anmelden: mysql -u root mysql -p Anmelden von einem anderen Rechner aus: mysql -u username -h server -p Neue Datenbank anlegen: CREATE DATABASE datenbankname 129

130 40.2 Konguration von MySQL via Phpmyadmin: 40 DATENBANKSERVER MYSQL 40.2 Konguration von MySQL via Phpmyadmin: Installieren Sie folgendes Paket: phpmyadmin und önen nun einen Webbrowser und geben folgende Adresse ein: Abbildung 51: phpmyadmin 40.3 MySQL/PHP MySQL ist die auf Linux und im Web am meisten verwendete Datenbank, Datenbanken dienen dazu Daten zu speichern und bei Abfrage wieder auszugeben, dazu kann der User selbst Daten speichern und abfragen aber auch Webanwendungen oder Desktop-Anwendungen speichern und beziehen ihre Daten in solchen Datenbanken Installation eines MySQL-Servers Die Installation ist schnell mit den Paketen: mysql-server mysql-client abgeschlossen, während der Installation wird der Admin root angelegt - für diesen muss man ein Passwort vergeben - danach werden Sie automatisch gefragt. Siehe auch: Datenbankserver MySQL Steuerung des MySQL-Servers Standardmäÿig wird der Server nach der Installation automatisch gestartet und auch beim Systemstart läuft dieser an, mit den folgenden Befehlen können Sie den Server aber trotzdem - zum Beispiel für eine neue Konguration steuern - alle Befehle werden als Root durchgeführt. MySQL-Server starten: /etc/init.d/mysql start MySQL-Server stoppen: /etc/init.d/mysql stop MySQL-Server neu starten (um zum Beispiel eine neue Konguration zu übernehmen): 130

131 40.3 MySQL/PHP 40 DATENBANKSERVER MYSQL /etc/init.d/mysql restart Arbeiten mit MySQL Um sich auf der Shell mit dem MySQL-Server zu verbinden genügt der Befehl: mysql -u username -p Melden Sie sich das erste Mal am Server an ist natürlich noch kein anderer User angelegt also gilt es als User root anzugeben. Nun fragt der Server nach dessen Passwort: Enter password: Nach der Eingabe des Passwortes und dem drücken der Enter-Taste werden Sie vom Server begrüÿt: Welcome to the MySQL monitor. Commands end with ; or \g. Your MySQL connection id is 243 Server version: Copyright (c) 2000, 2010, Oracle and/or its affiliates. All rights reserved. This software comes with ABSOLUTELY NO WARRANTY. This is free software, and you are welcome to modify and redistribute it under the GPL v2 license Type 'help;' or '\h' for help. Type '\c' to clear the current input statement. mysql> Ab hier wartet nun der Server auf Ihre Eingabe, mit dem Befehl: quit können Sie die Verbindung wieder beenden. Nicht alle Distributionen lassen Sie gleich bei der Installation ein Passwort für root vergeben, dies sollten Sie aber auf jeden Fall tun - mit dem Befehl: mysqladmin -u root password ihr_passwort Um das bestehende Passwort zu ändern: mysqladmin -u root -p ihr_passwort password ihr_neues_passwort Abfragen des Server-Zustandes: mysqladmin -u root -p status Als mögliche Ausgabe: Uptime: 1855 Threads: 1 Questions: 720 Slow queries: 0 Opens: 1698 Flush tables: 1 Open tables: 64 Queries per second avg: Weiters genauer Abfrage: mysqladmin -u root -p extended-status Eine mögliche Ausgabe der ersten Zeilen: Variable_name Value Aborted_clients 0 Aborted_connects 2 Bytes_sent Eine bestehende Datenbank ansehen - als Beispiel nehme ich jetzt die amarokdb: mysqlshow -u root -p amarokdb In diesem Fall habe ich nur die Datenbank amarokdb angegeben - also werden nur die darin enthaltenen Tabellen angezeigt, als Beispiel für eine Ausgabe der ersten Zeilen: 131

132 40.3 MySQL/PHP 40 DATENBANKSERVER MYSQL Database: amarokdb Tables admin albums amazon Um sich nun aus der Datenbank amarokdb die Tabelle albums genauer anzusehen: mysqlshow -u root -p amarokdb albums Eine mögliche Ausgabe: Abbildung 52: MySQL-Ansicht - Tabelle Und um sich darin nun eine einzelne Spalte anzusehen, als Beispiel nehme ich artist: mysqlshow -u root -p amarokdb albums artist Eine Datenbank sichern: mysqldump -u root -p datenbankname > backup_datenbankname.sql Und wieder herstellen: mysql -u root -p datenbankname < backup_datenbankname.sql MySQL-Datenbank anlegen, bearbeiten und löschen Hier gilt es sich zuerst ein wenig Hintergrundwissen anzueignen: Datentypen Zeichen und Zeichenketten (einzelne Zeichen, Worte) Nummerische Werte (Zahlen (Ganzzahlen, Gleitpunktzahlen)) Datums- und Zeitdatentypen Zeichen und Zeichenketten teilen sich wie folgt auf (diese Tabellen muss man nicht wirklich auswendig kennen, sie dienen nur zur Information) 132

133 40.3 MySQL/PHP 40 DATENBANKSERVER MYSQL Datentyp Bedeutung Länge Speicherbedarf CHAR(G) Zeichenkette mit fester Gröÿe G max. 255 Zeichen Gröÿe G Byte VARCHAR(G) Zeichenkette mit variabler Gröÿe G max. 255 Zeichen Gröÿe G Byte TINYTEXT, TINYBLOB Sehr kleine Zeichenkette max. 255 Byte 2E8 1 Byte TEXT, BLOB Kleine Zeichenkette max Byte 2E16-1 Byte MEDIUMTEXT, MEDIUMBLOB Mittelgroÿe Zeichenkette max Byte 2E24-1 Byte LONGTEXT, LONGBLOB Groÿe Zeichenkette max Byte 2E32-1 Byte ENUM Auflistung Auswahl nur eines Feldes Elemente SET Auflistung Mehrfachauswahl 64 Elemente Tabelle 20: Zeichen und Zeichenketten in MySQL Numerische Datentypen (diese Tabellen muss man nicht wirklich auswendig kennen, sie dienen nur zur Information) Datentyp Bedeutung Bereich Speicherbedarf TINYINT sehr kleine Ganzzahl 0 bis Byte SMALLINT kleine Ganzzahl 0 bis Byte MEDIUMINT mittelgroÿe Ganzzahl 0 bis Byte INT Ganzzahl (Standard) 0 bis Byte BIGINT groÿe Ganzzahl 0 bis Byte FLOAT Flieÿkommazahl, einfach 0 bis 3, Byte DOUBLE Flieÿkommazahl, doppelt 0 bis 1, Byte DECIMAL(G,N) Flieÿkommazahl der Länge G mit N, G+2 Byte Tabelle 21: Numerische Datentypen in MySQL Datums- und Zeitdatentypen (diese Tabellen muss man nicht wirklich auswendig kennen, sie dienen nur zur Information) Datentyp Bedeutung Bereich Format Speicherb. DATE Datum bis YYYY-MM-DD 3 Byte DATETIME Datum und Uhrzeit , 0:00:00 Uhr, bis , 23:59:59 YYYY-MM-DD hh:mm:ss 8 Byte TIMESTAMP UNIX-Zeit bis Byte TIME Uhrzeit hh:mm:ss 3 Byte YEAR Jahreszahl 1901 bis 2155 YYYY 1 Byte Tabelle 22: Datums- und Zeitdatentypen in MySQL Datenbank anlegen Als erstes loggt man sich ganz einfach am Server ein: mysql -u root -p Nun ndet man sich vor der MySQL-Shell wieder: mysql> Als Beispiel möchte ich nun die Datenbank adressen anlegen: CREATE DATABASE adressen; Nun kann man sich überzeugen das die Erstellung geklappt hat: SHOW DATABASES; Damit man nun auf die Datenbank zugreifen kann benutzen wir den Befehl USE und als Option den Namen der Datenbank: USE adresssen; und die Meldung: Database changed zeigt uns das auch dies geklappt hat. 133

134 40.3 MySQL/PHP 40 DATENBANKSERVER MYSQL Datenbank löschen Als erstes loggt man sich ganz einfach am Server ein: mysql -u root -p und um nun die Datenbank adressen zu löschen dient der Befehl: DROP DATABASE adressen; Befehle zum anlegen, darauf zugreifen und zum löschen im Überblick: Befehl CREATE DATABASE name; CREATE DATABASE IF NOT EXISTS name; DROP DATABASE name; SHOW DATABASES; USE name; Bedeutung Legt eine neue Datenbank an. Legt eine neue Datenbank an wenn diese noch nicht existiert. Löscht eine Datenbank. Zeigt alle Datenbanken an. Wählt eine Datenbank aus. Tabelle 23: MySQL-Befehle zum Datenbank anlegen, löschen und zugreifen Tabellen in einer Datenbank anlegen Um nun eine Tabelle anzulegen meldet man sich wieder an der MySQL-Shell an und greift auf die gewünschte Datenbank zu - als Beispiel nehme ich wieder adressen: USE adressen und benutzt nun den Befehl: CREATE TABLE name (, als Beispiel will ich jetzt mal die Tabelle privat anlegen - damit ich gleich Felder darin anlegen kann lasse ich das Punkt-Komma ; CREATE TABLE privat ( weg: worauf uns nun ein Pfeil angezeigt wird - hier wartet MySQL auf die Angabe des Feldes, lässt man wieder das Punkt- Komma ; weg und setzt stattdessen ein Komma, wartet nach der Eingabe der nächste Pfeil so lange bis man das Punkt-Komma ; setzt. -> Als Beispiel: -> vname VARCHAR(25), -> nname VARCHAR(25), -> plz INT, -> ort VARCHAR(100), -> strasse VARCHAR(100), -> hausnr INT -> ); und die Adress-Tabelle wäre erstellt, hier habe ich nun die oben angegebenen Datentypen erstmals benutzt, was bedeutet dies nun? VARCHAR kann Worte mit bis zu 255 Buschtaben aufnehmen, durch die Angabe von (25) habe ich die Anzahl der Buchstaben auf 25 begrenzt, für die Zahlenfolgen habe ich INT benutzt das ganze Zahlen von 0 bis aufnehmen kann. Schlüsselfelder anlegen Schlüsselfelder werden benötigt, wenn Sie eine relationale Verknüpfung zwischen verschiedenen Tabellen herstellen wollen. Mit solch einem Schlüssel kann jeder Datensatz in der Tabelle eindeutig identiziert werden. Man bezeichnet diesen als Primärschlüssel. Um einem Feld einen solchen Schlüssel zuzuweisen geben Sie beim Anlegen des Feldes den gewünschten Schlüssel mit an: Schlüssel: NOT NULL Vorgabe dass keine leeren Werte gespeichert werden dürfen - folgt hinter der Angabe der Denition des Datentyps plz INT NOT NULL, 134

135 40.3 MySQL/PHP 40 DATENBANKSERVER MYSQL UNIQUE oder PRIMARY KEY Vorgabe, dass keine doppelten Einträge für das Feld vorgenommen werden dürfen. AUTO_INCREMENT Der Integer-Wert wird automatisch bei einem Neueintrag inkrementiert und hinzugefügt, falls er nicht angegeben wurde. Indizies anlegen Eine weitere Möglichkeit beim Anlegen einer Datenbank sind Indizes. Damit können die Suche und die Geschwindigkeit verbessert werden. Vorwiegend werden Indizes verwendet, um folgende Vorgänge zu beschleunigen: die Suche nach Informationen von Daten Tabellen sortieren die Suche nach den gröÿten und kleinsten Werten einer Tabelle die Abfrage über unterschiedliche Tabellen Dazu legt man bevor man das Anlegen der Felder in der Tabelle beendet mit dem Befehl INDEX feldname diese an - etwa für das obige Beispiel: -> vname VARCHAR(25), -> nname VARCHAR(25), -> plz INT, -> ort VARCHAR(100), -> strasse VARCHAR(100), -> hausnr INT -> INDEX meinindex (nname), -> INDEX meinindex (ort), -> ); diese an wobei Sie meinindex natürlich benennen können wie Sie wollen. Tabelle betrachten Um das Aussehen einer bestehenden Tabelle zu betrachten dient der Befehl EXPLAIN mit dem Namen der Datenbank als Option: EXPLAIN privat; Als Beispiel: Abbildung 53: EXPLAIN - Tabelle betrachten bestehende Tabelle umbenennen Um eine bestehende Tabelle umzubenennen gehen Sie so vor: ALTER TABLE alter_name RENAME neuer_name; oder alternativ: RENAME TABLE alter_name TO neuer_name; 135

136 40.3 MySQL/PHP 40 DATENBANKSERVER MYSQL ein neues Feld in eine Tabelle einfügen Um ein neues Feld in eine bereits bestehende Tabelle einzufügen dient der Befehl ADD COLUMN - als Beispiel nehme ich jetzt mal telefon gehen Sie so vor: ALTER TABLE privat ADD COLUMN telefon INT; Abbildung 54: ADD COLUMN - neues Feld einfügen Möchte man das Feld an einer bestimmten Stelle einfügen benutzt man den Befehl AFTER und als Option das Feld nachdem es eingetragen werden soll: ALTER TABLE privat ADD COLUMN telefon INT AFTER nname; Um ein neues Feld an erster Stelle neu zu erstellen benutzt man FIRST: ALTER TABLE privat ADD COLUMN telefon INT FIRST; ein Feld aus einer Tabelle entfernen Um ein Feld aus einer bestehenden Tabelle zu entfernen benutzen wir den Befehl DROP COLUMN: ALTER TABLE privat DROP COLUMN telefon; Daten in eine Datenbank einfügen Nun haben wir eine Beispiels-Datenbank ohne Daten - dies lässt sich natürlich ändern, dazu greifen wir wieder auf die Datenbank zu wenn dies nicht schon geschehen ist: USE adressen; INSERT INTO privat( -> vname, nname, plz, ort, strasse, hausnr, telefon ) -> VALUES ( -> 'Hansi', 'Oachkatzl', 12345, 'Wald am See', 'Waldweg', 123, ); ändern von Daten einer Tabelle Nun ist der Nussknacker in einen anderen Baum umgezogen und es gilt die Daten zu ändern, dazu dient der Befehl UPDATE. UPDATE privat -> SET plz=23456, ort='see im Wald', strasse='nussbaumweg', -> hausnr=12, telefon= > WHERE vname='hansi' AND nname='oachkatzl' LIMIT 1; nur den Wert eines Feldes ändern UPDATE privat -> SET hausnr=1 -> WHERE nname='oachkatzl'; Um nur den Wert eines einzelnen Feldes zu ändern: 136

137 40.3 MySQL/PHP 40 DATENBANKSERVER MYSQL Daten aus einem Feld löschen Um die Daten aus einem Feld zu löschen genügt: DELETE FROM privat WHERE ort='see am Wald'; Daten ausgeben Um nun Daten auszugeben loggen Sie sich in den Server ein. Ganze Tabelle ansehen: SELECT * FROM privat; Als Beispiel (natürlich habe ich nur einen Eintrag - ansonsten würden alle angezeigt): Abbildung 55: MySQL - ganze Tabelle ansehen nur ein bestimmtes Feld anzeigen Angabe des Feldes: SELECT ort FROM privat; Um nur ein bestimmtes Feld anzuzeigen ersetzt man das Sternchen durch die nur einen bestimmten Eintrag anzeigen Möchte man nur einen bestimmten Eintrag anzeigen - als Beispiel: SELECT * FROM privat WHERE vname='hansi'; Einträge sortiert ausgeben Um die Einträge nach einem gewissen Feld auszugeben - also dass das gewünschte vorne steht: SELECT * FROM privat ORDER BY strasse; Daten suchen Manchmal fällt einem partout nicht der genaue Name oder die genaue Ortschaft ein. Oder wie hat sich 'Oachkatzl' 'Hansi' gleich wieder geschrieben war es jetzt 'Hansl' oder 'Hansi'... oder wie kann ich -Adressen von einem bestimmten Provider ausltern? Für solche und viele weitere Möglichkeiten gibt es die unscharfe Suche mit den SQL-Befehlen LIKE und IN. Suche zum Beispiel nach einer bestimmten Postleitzahl 63: SELECT * FROM privat WHERE plz LIKE '%63 %'; Suche nach einem Ort der mit berg endet: SELECT * FROM privat WHERE ort LIKE '%berg'; 137

138 41 MAILSERVER FÜR DAS HEIM-NETZWERK 41 Mailserver für das Heim-Netzwerk Alles was für das Einrichten eines Mail-Systems für das Home-Netzwerk von Nöten ist ist mit Debian / Ubuntu einfach zu installieren und zu kongurieren. Als erstes ist hier etwa Fetchmail der die 's von den Servern der Mail-Accounts abholt zu nennen und etwa Postx der die gesammelten 's an die richtigen Postfächer des IMAP-Servers Cyrus verteilt Benötigt werden folgende Pakete Zur Installation werden folgende Pakete benötigt: postx fetchmail cyrus-imapd libsasl2 libsasl2-bin sasl2bin 41.2 Einrichtung des Mail-Systems Als erstes gilt es einen Zentralrechner zu wählen der die Hauptaufgaben übernimmt, auf diesem wird nun Postx eingerichtet, bisher nimmt Postx nur 's von lokalen Usern entgegen - um nun auch Aufträge von weiteren Rechnern des Netzwerks entgegen zu nehmen önet man die Kongurationsdatei als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): /etc/postfix/main.cf Suchen Sie hier nach dem Eintrag mynetworks und fügen die Basis-Adresse Ihres Netzwerks hinzu, als Beispiel für (also die IP-Adresse der Karte mit der Sie mit den anderen Rechnern in Verbindung stehen) mynetworks = /8 [::ffff: ]/104 [::1]/128 mynetworks = /8 [::ffff: ]/104 [::1]/128/ /8 getrennt duch einen Slash / und fügen eine /8 hinzu. Bereits eingetragene wie etwa im Beispiel auf keinen Fall entfernen. Weiters suchen Sie jetzt nach dem Eintrag inet_interfaces, hier geben Sie jetzt die IP-Adresse der Karte ein mit der Sie die weiteren Rechner in Ihrem Netzwerk erreichen. Nun wird Postx als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) neu gestartet mit dem Befehl: postfix reload 41.3 Erster Test Nach dem Neustart von Postx können Sie einen ersten Test starten, von einem anderen Rechner aus dem Netzwerk ändern Sie bei einem Ihrer Mail-Accounts die IP-Adresse des SMTP-Servers auf die Adresse des Rechners auf dem Postx eingerichtet wurde. Schreiben Sie nun eine an wobei Sie username durch einen User auf dem Postx-Rechner ersetzen, nun sollte in der dortigen Log-Datei: /var/log/syslog eine ähnliche Meldung eingehen wie hier: Feb 25 12:42:21 debian-xxx postfix/qmgr[7241]: D8C953248: und in der Datei: /var/mail/username des entsprechenden Users sollte die zu nden sein. Durch den Aufruf: mail auf der Shell ist es einfach in diese Datei einzusehen 's an den Provider senden Da man höchstwahrscheinlich im eigenen Netzwerk sich nur selten 's schickt sondern eher an entferntere Empfänger gilt es nun Postx weiter zu kongurieren. Ein kleines Problem ist vor allem der Spamlter der empfangenen Mail-Provider, diese nehmen nur ungern 's von Mail-Servern an die aus dem IP-Einwahlbereich stammen, so weigert sich etwa der SMTP-Server von GMX 's von WEB.DE anzunehmen - so muss man Postx beibringen etwa GMX-Mail's über den GMX-SMTP-Server und GOOGL 's über Google zu versenden und so weiter und so fort. Am einfachsten funktioniert dies indem man sich eine Datei namens relaymap unter 138

139 41.5 's abholen 41 MAILSERVER FÜR DAS HEIM-NETZWERK /etc/postfix/ anlegt. Hier trägt man nun für jeden Account den SMTP-Server ein, smtp.web.de Diese Datei gilt es nun in ein Format zu bringen das Postx erwartet - dies geschieht mit dem Befehl (natürlich als Root - siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) postmap /etc/postfix/relaymap dabei wird nun die Datei relaymap.db angelegt. Nun gilt es noch die Passwörter und Usernamen Postx mitzuteilen, dazu legen Sie ebenfalls unter: /etc/postfix/ eine Datei mit dem Namen passes an mit den zugehörigen Daten in der Syntax: mailadresse username-des-smtp-servers:passwort-des-smtp-servers also etwa so: hansi:mein-passwort franzi:mein-passwort Ebenfalls diese Datei gilt es nun umzuwandeln mit dem Befehl: postmap /etc/postfix/passes Zuletzt gilt es noch die Datei: /etc/postfix/main.cf ein wenig anzupassen, fügen Sie dazu wenn nicht vorhanden folgende Zeilen ein: sender_dependent_relayhost_maps = hash:/etc/postfix/relaymap smtp_sender_dependent_authentication = yes smtp_sasl_auth_enable = yes smtp_sasl_password_maps = hash:/etc/postfix/passes smtp_sasl_security_options = noanonymous Zuletzt gilt es noch Postx neu zu starten mit dem Befehl: postfix reload Und Sie können s auÿerhalb des Netzwerks versenden 's abholen Da wir nun einen zentralen Sender haben wird es natürlich interessant uns gleichzeitig einen Buttler zu Hilfe rufen der uns die Post abholt, hier kommt Fetchmail ins Spiel. Fetchmail ist nichts anderes als ein Mail-Klient der nichts anderes tut als die Post vom Mail-Provider in von Ihnen festgelegten Intervallen abzuholen. Am einfachsten ist es Fetchmail als Hintergrundprozess laufen zu lassen, dazu önen Sie die Datei: /etc/fetchmailrc und suchen nach set daemon, hier geben Sie den Abhol-Intervall in Sekunden ein - etwa: set daemon 300 um alle 5 Minuten nach neuen 's zu sehen. Weiters gilt es hier die Accounts und deren Daten einzutragen - in der Syntax: poll pop3.web.de protocol pop3 interval 4 user username password passwort is accountname-auf-dem-rechner poll imap.googl .com protocol imap interval 6 user username password passwort is accountname-auf-dem-rechner wobei interval mit set daemon zusammen arbeitet, im Beispiel 4 wird 300x4 gerechnet - wird also alle 20 Minuten abgerufen und im Beispiel 6 = 300x6 alle 30 Minuten, so lassen sich unterschiedliche Konten zu unterschiedlichen Zeiten abrufen. Unter username setzen Sie den Usernamen ein den Sie zum Einloggen beim Provider nehmen und unter passwort dessen Passwort, accountname-auf-dem-rechner ist hingegen wieder Ihr Username den Sie zum Einloggen auf Ihren Rechner nutzen. 139

140 41.6 Mail's zwischenspeichern 41 MAILSERVER FÜR DAS HEIM-NETZWERK Tipp: Wenn Sie Fetchmail auf einem lokalen Rechner einsetzen können Sie das grasche Kongurationsprogramm fetchmailconf einsetzen dass Sie extra über die Paketverwaltung installieren müssen. Es wird gestartet mit dem Befehl: fetchmailconf für die Systemweite Konguration wie in diesem Beispiel natürlich als Root. Damit Fetchmail korrekt arbeitet und niemand anders die Passwörter einsehen kann gibt man dem User fetchmail die Zugrisrechte der mit der Installation von Fetchmail angelegt wurde (natürlich als Root) chmod 600 /etc/fetchmailrc chown fetchmail /etc/fetchmailrc Damit Fetchmail beim Systemstart automatisch startet dient der einmalige Befehl als Root: chkconfig --add fetchmail 41.6 Mail's zwischenspeichern Fetchmail ordnet die 's den jeweiligen Userkonten zu, etwa für den User Hansi unter /var/mail/hansi wäre natürlich nicht Linux wenn man dies nicht komfortabler gestalten könnte. Dazu basteln wir uns eine Art IMAP- Verteilerzentrum mit Cyrus. Die Haupt-Kongurationsdatei liegt unter /etc/imapd.conf Diese ist jedoch schon in der Grundkonguration äuÿerst brauchbar. Trotzdem suchen Sie nun in der Zeile die mit admins beginnt welcher Benutzer hier eingetragen ist - zumeist ist es cyrus. Weiters steht vor der Zeile eine Raute (#) #admins: cyrus diese gilt es per Texteditor zu entfernen - so: admins: cyrus Das selbe gilt für: imap_admins: cyrus in die Zeile: sasl_mech_list: setzen Sie PLAIN sasl_mech_list: PLAIN und in: sasl_pwcheck_method: setzen Sie saslauthd sasl_pwcheck_method: saslauthd Zuletzt setzen Sie vor: sasl_auto_transition: no eine Raute (#) #sasl_auto_transition: no Nun geht es an die Datei: /etc/default/saslauthd in der die Raute (#) vor #START=yes entfernt wird: START=yes und: MECHANISMS="pam" wird in: MECHANISMS="shadow" geändert. Und ein kleiner Link erzeugt: 140

141 41.7 zurück zu Postx 41 MAILSERVER FÜR DAS HEIM-NETZWERK ln -s /var/spool/postfix/var/run/saslauthd /var/run/saslauthd Zuletzt werden mit den Befehlen: /etc/init.d/saslauthd restart /etc/init.d/cyrus-imapd restart Cyrus und saslauthd neu gestartet. Nun geben wir dem Admin cyrus ein Passwort: passwd cyrus und und übergeben die Rechte an diesen: adduser cyrus mail chown root:mail -R /var/lib/cyrus chown root:mail -R /var/spool/cyrus chmod 770 -R /var/lib/cyrus chmod 770 -R /var/spool/cyrus und können nun einen ersten Test starten uns mit dem Imap-Server Cyrus verbinden: cyradm --user cyrus --server localhost und mit cm user.username lassen sich nun Postfächer für User anlegen und mit + Strg + C die Verbindung wieder beenden. Ab sofort sollten sich alle gesetzten User hier mit dem Mail-Klienten anmelden und Verzeichnisse anlegen können Tipp: Zur graschen Konguration könnte man etwa: gyrus verwenden 41.7 zurück zu Postx Nun muss nur noch Postx angewiesen werden dass es die von Fetchmail abgeholten s nicht mehr in den jeweiligen User-Mail-Konten ablegt sondern an Cyrus weiter leitet. Dazu önen Sie als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) die Datei /etc/postfix/master.cf und suchen nach den Zeilen: #cyrus unix - n n - - pipe # user=cyrus argv=/cyrus/bin/deliver -e -r ${sender} -m ${extension} ${user} Entfernen Sie vor beiden die Raute und und kümmern uns dann um diese Zeile: lmtp unix - - n - - lmtp sie wird in: lmtp unix - - n - - lmtp abgeändert und folgende neue Zeile wird hinzugefügt: mailbox_transport = lmtp:unix:/var/run/cyrus/socket/lmtp Anschlieÿend önen Sie noch einmal die Datei /etc/postfix/main.cf und fügen wenn nicht vorhanden die Zeile: mailbox_transport = lmtp:unix:/var/run/cyrus/socket/lmtp ein. Mit dem Befehl: adduser postfix mail Ein letztes: 141

142 41.8 Squirrel-Mail als grasche Web-Oberäche für Cyrus 41 MAILSERVER FÜR DAS HEIM-NETZWERK postfix reload Und die Geschichte läuft Tipp: Gehen Sie Schritt für Schritt vor und testen immer wieder ob alles funktioniert - so erspart man sich eine lange Fehlersuche wenn es nicht sofort funktioniert. Feintuning: ist man erst mal soweit kann man etwa noch einen Spamlter oder Virenscanner dazwischen schalten Squirrel-Mail als grasche Web-Oberäche für Cyrus Squirrel-Mail ist eine anspruchsvolle und beliebte grasche Oberäche für Imap und Pop-Server, auch diese ist natürlich einfach zu installieren. Für Squirrel installiert man sich folgende Pakete: squirrelmail squirrelmail-locales squirrelmail-viewashtml ganz einfach über den Paketmanager. Nach der Installation gilt es Squirrel kurz einzurichten - dies geschieht auf der Shell als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) mit dem Befehl: squirrelmail-configure nun önet sich die textbasierte aber einfach zu bedienende Oberäche: Abbildung 56: squirrelmail-congure Hier gilt es einfach nur die vor der Option entsprechende Zahl oder den entsprechenden Buchstaben einzugeben und die Enter-Taste zu drücken. Wichtig ist hier vor allem Server Settings - Server software - cyrus Unter Ubuntu gibt es beim Önen der Webseite ein gröberes Problem das sich dadurch äuÿert dass sich die Webseite ganz einfach nicht önen lässt so sehr man auch daran arbeitet - deshalb kopiert man sich den Inhalt des Verzeichnisses: /usr/share/squirrelmail/ entweder direkt in /var/www/ oder in ein darunter liegendes Verzeichnis und sofort lässt sich Squirrel mit der Adresse: login.php önen für die angelegten User. Unter anderen Distributionen genügt: src/login.php. 142

143 42 GALLERY - WEBGALLERIE AUF APACHE Abbildung 57: Squirrel-Login 42 Gallery - Webgallerie auf Apache Gallery ist eine Bildergallerie die direkt auf Apache in Verbindung mit PHP und einer MySQL-Datenbank läuft. Zur installation wählt man per Paketmanager die Pakete: gallery2 alle weiteren Pakete werden automatisch installiert. Während der Installation werden Sie aufgefordert das Passwort zum MySQL-Server anzugeben, weiters erhält man die Information dass wahrscheinlich die php.ini von Apache geändert werden muss - was jedoch nicht der Fall ist, zum Abschluss der Installation muss Apache neu gestartet werden was normal die Installationsroutine automatisch erledigt - Ansonsten gilt der Befehl: /etc/init.d/apache2 restart als Root. Anschlieÿend wird der Webbrowser gestartet mit der Adresse: localhost/gallery2, bei der Installation auf einem entfernten Server wird einfach die Serveradresse statt localhost angegeben. Im Browser önet sich nun die Installationsoberäche - klicken Sie auf Installation starten - nun werden Sie zur Authentizierung aufgefordert im Verzeichnis von Gallery2 - bei der Installation mit dem Paketmanager: /usr/share/gallery2/ eine Textdatei mit dem Namen login.txt zu erstellen, einfach mit dem Befehl: nano /usr/share/gallery2/login.txt hier muss nun die angegebene Zahlenfolge die Sie im Browser sehen eingetragen werden, die Datei speichern und schlieÿen. Nun können Sie im Browser auf Authentiziere mich klicken. Nun klicken Sie auf Weiter zum Schritt 2 - zumeist wird hier nun die Warnung Ausgabe-Puerung ausgeschaltet angezeigt - dies gibt nur dann Probleme wenn Sie gröÿere Dateien - etwa Videos auf der Gallerie anbieten. - Möchten Sie dies ändern önen Sie per Texteditor - etwa nano mit dem Befehl: nano /etc/php5/apache2/php.ini und ändern in der Zeile 134 den Wert von: output_buffering = 4096 auf: output_buffering = Off und starten den Server mit dem Befehl: /etc/init.d/apache2 restart 143

144 43 AMPACHE - ONLINE-VERWALTUNG FÜR AUDIO-DATEIEN neu, nun können Sie im Browser einen Schritt zurück gehen und noch einmal auf Weiter zum Schritt 2 klicken - die letzte Warnung Gallery-Dateiintegrität können Sie ignorieren, dabei handelt es sich nur um Lizenzen. Ein Klick auf Weiter zum Schritt 3 bringt Sie zum Installationstyp - Standardinstallation ist wohl die einfachste Lösung. Per Klick geht es dann weiter zum Speicherort für die Dateien, Bilder, Videos - standardmäÿig ist /var/lib/gallery2/g2data der Fall., per Klick auf Weiter zum Schritt 4 werden die Verzeichnisse eingerichtet, wird hier eine Fehlermeldung ausgegeben gehen Sie eine Seite zurück - hier sehen Sie wie Sie das Problem lösen können. Weiter zum Schritt 5 bringt Sie zur Einrichtung der Datenbank - hier sollten Sie nur noch das Passwort vom Benutzer root der Datenbank angeben müssen. Nach einem Klick auf Speichern und Weiter zum Schritt 6 geben Sie die Daten des zukünftigen Gallery2-Admins an und nach Erstellen und Weiter zum Schritt 7 und 8 scrollen Sie ganz nach unten und klicken auf Weiter zum Schritt 9. Hier lassen sich nun Plugins auswählen und aktivieren - nach einem Klick auf Ausgewählte Module aktivieren werden diese eingerichtet - Klick auf Weiter zum Schritt 10 und 11 zeigen noch letzte Meldungen - der letzte Klick bringt Sie direkt zur Gallerie. Abbildung 58: Gallery2 - Überblick 43 Ampache - Online-Verwaltung für Audio-Dateien Ampache ist nicht etwa ein eigener Webserver wie der Name verraten könnte sondern eine Webbasierte Audio-Verwaltung und gleichzeitig natürlich auch ein Streaming-Server mit dem man seine Musik im lokalen Netzwerk oder auch im Internet verteilen kann - so kann man etwa mit Musikplayern wie Amarok direkt darauf zugreifen. Da ich selbst gerade auf Ubuntu sitze möchte ich das Original-Paket nicht unbedingt empfehlen (ich hatte Schwierigkeiten ohne Ende) und rate gleich zum originalen Tar.gz-Paket dass Sie von: Die Installation von Ampache Wichtig ist es etwa Apache2 oder einen anderen Webserver mit PHP und einer Datenbank wie etwa MySQL installiert zu haben (siehe: Webserver mit Apache), nun entpackt man sich das herunter geladene Paket ampache-x.x.x.tar.gz ins Verzeichnis 144

145 43.1 Die Installation von Ampache 43 AMPACHE - ONLINE-VERWALTUNG FÜR AUDIO-DATEIEN /var/www/ und lässt den Webbrowser darauf los. Önen Sie im Webbrowser die Adresse: und klicken auf das Verzeichnis ampache.x.x.x/ Nun önet sich die Infoseite die jetzt den Status OK anzeigen sollte, wählen Sie unten die Sprache Deutsch aus und klicken auf Start conguration. Jetzt geht es an die Konguration der Datenbank - am einfachsten funktioniert es wie vorgegeben, Gewünschter Datenbankname - ampache MySQL Hostname - localhost Administrativer MySQL Benutzer - root MySQL Administrationspasswort - das Passwort von Root der Datenbank Erstelle Datenbank Benutzer für die neue Datenbank? - aktivieren Ampache Datenbank Benutzername - ampache Ampache Datenbank Passwort - ein Passwort des Datenbank-Users ampache vergeben und ein Klick auf Datenbank einfügen. Die nächste Seite bemängelt zwei Fehler: Ampache.cfg vorhanden [ ERROR ] Ampache.cfg.php konguriert? [ ERROR ] Dies ist egal denn die nötige Datei erstellen wir sogleich, fügen Sie nochmals die Daten ein: MySQL Benutzername - wie oben vergeben MySQL Passwort - wie oben vergeben und ein Klick auf Schreibe Konguration bietet die heiÿ ersehnte ampache.cfg.php zum Download an, laden Sie die Datei herunter und kopieren diese unter: /var/www/ampache.x.x.x/config/ Wurde die Datei unter dem oben angegebenen Verzeichnis gespeichert klicken Sie auf Weiter zu Schritt 3 - jetzt wird der Ampache Administrator angelegt - vergeben Sie das Passwort und klicken auf Konto erstellen. Im nächsten Fenster loggen Sie sich nun mit dem Admin-User-Namen und dessen Passwort das zuvor vergeben wurde an und Sie landen im Ampache-System. 145

146 44 ZU LOG-DATEIEN Abbildung 59: Ampache - Online Musik-Verwaltung Teil XIX Log-Dateien 44 zu Log-Dateien Linux ist in Dingen Systemmeldungen gegenüber Microsoft sehr gesprächig - man muss nur wissen wo man suchen muss, Log-Dateien liegen unter Linux unter: /var/log/ einige Programme (User-Programme) legen ihre Log-Dateien im Home-Verzeichnis ab (zumeist bei Fehlern), weiters liegt im Home-Verzeichnis die Datei.xsession-errors diese zeigt Fehler und andere Meldungen an die nicht wirklich etwas mit dem System selbst zu tun haben Welche Programme protokollieren Meldungen? Dies kommt darauf an welche Programme installiert sind, etwa einige interessante: der Apache - Server (wenn installiert) die Paketverwaltung Apt der Virenscanner ClamAV (wenn installiert) die Druckersteuerung Cups Die Datenbank MySQL (wenn installiert) der Dateiserver Samba (wenn installiert) (siehe: Dateien mit den Rechnern im Netzwerk teilen Samba) 146

147 44.2 Log-Dateien ansehen 44 ZU LOG-DATEIEN der Mail-Server (wenn aktiviert) weiters wird etwa protokolliert: wer sich wann anmeldet Kernelmeldungen Meldungen der Firewall (siehe: Firewall) 44.2 Log-Dateien ansehen Log-Dateien kann man sich auf drei Arten ansehen, indem man die richtige Datei etwa mit einem Texteditor önet - jedoch werden dadurch neu hinzu gekommene Meldungen nicht aktualisiert, wenn man direkt die Log-Dateien vom eigenen System ansehen will etwa mit Ksystemlog (siehe: Ksystemlog - Log-Dateien überwachen) oder die auf einem entfernten Server und die mit auf dem eigenen System mit tail Log-Dateien mit tail ansehen tail ist ein kleines nettes Programm das dazu dient die letzten Zeilen einer Textdatei anzusehen und individuell zu kongurieren ist, ich werde mich in den nächsten Beispielen zunächst auf die wohl wichtigste Log-Datei syslog (unter älteren Systemen nennt sich diese messages, wie schon beschrieben ndet man Log-Dateien unter /var/log/ Der Befehl (zumeist benötigt man um unter /var/log/ Dateien zu önen Root-Rechte - siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ): tail /var/log/syslog önet die letzten 10 Zeilen dieser Datei und zeigt diese an. Um nun etwa mehr oder weniger Zeilen anzuzeigen benutzt man die Option -n plus die Angabe der gewünschten Zeilen - etwa: tail -n 5 /var/log/syslog so zeigt tail die letzten 5 Zeilen an, doch gerade Log-Dateien bekommen immer neue Meldungen hinzu - nun könnte man die Datei immer wieder von neuem önen oder intelligenter indem man tail anweist die Datei ständig zu aktualisieren - dies funktioniert mit der Option -f, als Beispiel: tail -f -n 5 /var/log/syslog auf diese Weise aktualisiert tail die Ausgabe ständig und zeigt so auch neue Meldungen an. Eine weitere Möglichkeit wäre das Durchsuchen der angegebenen Datei nach einem bestimmten Begri, dies ermöglicht die Kombination mit grep: tail -n 100 /var/log/syslog grep -i cron auf diese Weise sucht grep nach dem Begri cron in den letzten 100 Zeilen und zeigt nur diese Zeilen an Log-Meldungen verstehen Hier muss man nun wieder von Log-Datei zu Log-Datei unterscheiden, zuerst sollte man den Aufbau einer Meldung kennen, als Beispiel: :35:01 debian-yedi anacron[1518] Job `cron.daily' started Datum/Zeit der Meldung Rechner Dienst/Prozess Meldung Tabelle 24: Log-Datei - Aufbau Ein reales Beispiel für die Datei: /var/log/auth.log Diese Datei protokolliert Anmeldungen in das System, wenn sich also jemand mit seinem Benutzer-Account anmeldet, wenn sich jemand auf der Shell als Root anmeldet oder ein Programm mit Root-Rechten startet, weiters werden das benutzte Programm und wenn der Login fehlgeschlagen ist dies ebenfalls protokolliert. 147

148 44.4 Home-Server Maÿgeschneidert 44 ZU LOG-DATEIEN :40:52 debian-yedi sudo pam_unix(sudo:auth): conversation failed Datum/Zeit der Meldung Rechner User Root das falsche Passwort wurde angegeben Tabelle 25: falsches Passwort wurde angegeben In diesem Fall wollte jemand (ich) sich als Root anmelden und ein Kommando ausführen, jedoch wurde das falsche Passwort angegeben :49:13 debian-yedi login[2827] FAILED LOGIN (1) on '/dev/tty1' 'robert' Datum/Zeit der Meldung Rechner Anmeldeversuch das falsche Passwort wurde angegeben Tabelle 26: falsches Passwort Auch in diesem Fall wurde das falsche Passwort angegeben, /dev/tty1 bedeutet der Kollege wollte sich über die Shell anmelden :49:29 debian-yedi login[2827] pam_unix(login:session): session opened for robert Datum/Zeit der Meldung Rechner Anmeldeversuch hier wurde das korrekte Passwort angegeben Tabelle 27: korrekte Anmeldung In diesem Fall wurde das korrekte Passwort eingegeben und die Sitzung gestartet, man sollte jedoch nicht erschrecken - man ndet den User root womöglich öfters als man sich selbst dazu einloggt - das liegt daran dass sich auch System- Dienste als root eintragen. Eine weitere Interessante Log-Datei ist etwa die Apache-Log-Datei (wenn installiert): /var/log/apache2/access.log Aufbau der access.log - da etwas länger in der vertikale, einzelne Bereiche sind immer in ein - gepackt: die IP der Anfrage - ID - des Users - Username Datum Und Zeit der Anfrage angefragte Webseite mögliche Fehlercodes die tatsächlich geönete Webseite Daten des Klienten [17/Feb/2012:14:29: ] "GET /phpmyadmin/js/cross_framing.. Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:10.0) Gecko/ Firefox/10.0 Tabelle 28: access.log -Apache 44.4 Home-Server Maÿgeschneidert Home-Server die zumeist als Multimedia-Server dienen und im Wohnzimmer stehen haben zumeist andere Anforderungen als der Arbeits- oder Spiele-PC, im Wohnzimmer soll das Ding leise sein, benötigt keine grasche Oberäche - da er sowieso über den Fernseher mit der Fernbedienung gesteuert wird, teuer soll er auch nicht sein und Stromsparend - warum also einen teuren Server-Rechner mit Windows-Media-Center kaufen - Linux kann dies ohne Probleme besser und günstiger. Ich für meinen Teil habe hier komplett auf einen mit Windows vorinstallierten Rechner verzichtet und mir die Teile einzelln bei Conrad gekauft und zusammen geklebt - kein groÿes Aufsehen wenn man weiÿ was man benötigt und die Stecker passen zumeist eh nur an einem Ort. Der Vorteil wenn man sich seinen Rechner selbst zusammen schustert - man kann die Teile einbauen die man haben will und Gehäuse die zumeist besser aussehen (im Wohnzimmer ist ja Geschmack gefragt) gibt es zu günstigen Preisen wie Sand am Meer. Ich selbst habe mir meinen letzten Home-Server so zusammen geklebt: 148

149 45 DER VORGANG MITTELS CHROOT Prozessor Intel Celeron G530, in Box mit Kühler 44 Mainboard Intel DB65AL (Intel-Cpisatz B65) 79 Arbeitsspeiche RAM 2x2GB DDR3-1333/PC Gehäuse Sharkoon T9 Economy 40 Netzteil Enermax ERPro W 53 Festplatte 2x2TB Hitachi 5K Kabel für Festplatten 7 Tabelle 29: Home-Server Macht alles zusammen natürlich mit dem Betriebssystem Linux - ganauer gesagt Debian da hier der Wartungsaufwand sehr gering ist und ohne Probleme ein Jahr ohne Neustart durch läuft (propieren Sie das mal mit Windows). Als Media-Center habe ich Mythtv installiert das ein angenehm zu bedienendes Programm ist und noch dazu optisch sehr ansprechend. Da Mythtv modular aufgebaut ist lassen sich damit nicht nur Videos ansehen und Sendungen aufnehmen sondern Infos zu Videos und Musik per Internet zuschalten, Bilder ansehen, Spiele spielen und im Web surfen sowie das aktuelle Wetter mit Prognosen ansehen. So nebenbei Teletext sehen und so einige weitere Spielereien. Gesteuert wird der Server mit einer handelsüblichen Multifunktions-Fernbedienung - da die vom Fernseher sowieso schon den Geist aufgegeben hat und so nebenbei guck ich über Kamera wer da grade an der Haustüre läutet die wenn ich grade zu faul bin der Server per Tastendruck auf die Fernbedienung önet. 's am Fernseher lesen hat auch so seine Vorteile - also warum gleich einen kompletten Rechner mit Windows kaufen wenn man das Teil selbst zusammen stecken kann und die Geschichte mal eben eine Stunde mehr und um einiges weniger Geld kostet. Teil XX chroot - der Debian-Hammer Virtuelle Systeme die man etwa mittels VirtualBox (siehe: VirtualBox ) installiert haben viele Vorteile - aber auch Nachteile, sie benötigen viel Platz, Power von CPU und Arbeitsspeicher. Die schlankere Alternative wäre mit chroot möglich, zwar lassen sich damit nur Systeme der gleichen Distribution installieren - im Fall von Debian etwa lenny, squeeze, wheezy oder sid - also keine andere Distribution aber das sollte der Freude keinen Absprung machen. So ist es ohne groÿe Umschweife und Nachteile wie einer andauernd hohen CPU-Last möglich etwa unter Squeeze Programme aus Wheeze oder gar Sid zu nutzen. 45 Der vorgang mittels chroot Als erstes gilt es folgende Pakete zu installieren: debootstrap, schroot. Nun gilt es ein Verzeichnis für das System einzurichten - dazu eigent sich etwa das Verzeichnis /var/, um keine Verwirrung zu stiften nenne ich das Verzeichnis mal schnell /var/chroots/, natürlich als Root mit dem Befehl: mkdir /var/chroots Damit man nun auch als normaler User hier Zugang bekommt - ebenfalls als Root: chown username /var/chroots wobei man username natürlich durch seinen eigenen ersetzt, nun wechselt man in das Verzeichnis: cd /var/chroots Nun sollte natürlich schon das Paket debootstrap installiert sein debootstrap --arch i386 wheezy wheezy-i386 wobei man natürlich auch die 64Bit-Version oder eine komplett andere Version nehmen kann. Zur Erklärung der Reihe nach: --arch ist die Architektur, wheeze ist der Versionsname des Systems, wheeze-i386 ist das Verzeichnis das angelegt wird und in dem das System installiert wird. Nach dem Bestätigen mit der Enter-Taste wird das System herunter geladen und in das Verzeichnis installiert was je nach Downloadgeschwindigkeit von einer halben bis zu einer Stunde dauert. Die Abschlieÿende Meldung: 149

150 45.1 Konguration 45 DER VORGANG MITTELS CHROOT I: Base system installed successfully. zeugt von der erfolgreichen Installation Konguration Mit dem Befehl: chroot /var/chroots/wheezy -i386 als Root auf der Shell kann man das System nun schon benutzen, als erstes sollte man nun die Kongurationsdatei /etc/profile an sich anpassen - etwa einfach die vom eigenen System einfach kopieren sowie die Zeit richtig einstellen: cp /usr/share/zoneinfo/europe/berlin /etc/localtime und auch ein: export DISPLAY =:0 in die Datei: /etc/profile eintragen wenn man in der chroot-umgebung grasche Programme nutzen möchte - aber keinen Hostnamen setzen - dies würde auf dem eigentlichen Host (dem realen System) etwas Chaos verursachen. Als nächsten könnte man dann schon mit dem Befehl: apt-get install locales echo "de_de.utf-8 UTF-8" >> /etc/locale.gen locale-gen die Spracheinstellungen kongurieren - dabei kann man die möglicherweise auftretende Meldung: Can not write log, openpty () failed (/dev/pts not mounted?) /proc/mounts getrost ignorieren. Der Rest ist nun nur noch bekannte Kongurations- und Installationsgeschichte Dateien zwischen Host und Gast teilen Um Dateien zwischen Host und Gast zu teilen - auch um einen Fehlerlosen Betrieb des Gastsystems zu gewährleisten sollte man gewisse Dateien teilen, dazu gehören etwa die Verzeichnisse /sys/ und /proc/ und weitere, dazu önet man einfach die Datei /etc/fstab auf dem realen System und fügt folgende Zeilen ein: /home /var/chroots/wheezy-i386/home auto defaults,rbind 0 3 /tmp /var/chroots/wheezy-i386/tmp auto defaults,rbind 0 3 /dev /var/chroots/wheezy-i386/dev auto defaults,rbind 0 3 /proc var/chroots/wheezy-i386/proc proc defaults,rbind 0 3 /sys /var/chroots/wheezy-i386/sys sysfs defaults,rbind 0 3 danach führt als Root ein: mount -a zum gewünschten Ergebnis Schroot Anstatt viele Einstellungen - etwa zum Teilen von Dateien vorzunehmen kann dies Schroot übernehmen, weiters ist es unter Chroot nur Root möglich mit dem zusätzlich installierten System zu arbeiten, Schroot wird einmal ein wenig konguriert und die Geschichte hat sich erledigt, so kann man auch als normaler User in die Chroot-Umgebung wechseln und mit dem System arbeiten. 150

151 45.3 Was sind die Vorteile einer chroot-umgebung? Schroot kongurieren Als erstes sollte man sich der Datei /etc/schroot/schroot.conf widmen. Für das oben genannte Beispiel würde ich die Datei so denieren: [wheezy -i386] type=dirctory directory=/var/chroots/wheezy-i386 message-verbosity=normal users=username Für eine erweiterte Konguration bringt die Manpage man schroot.conf die gewünschten Erläuterungen. Mit der Option type=directory werden diverse Setup-Scripte geladen wenn man die Umgebung betritt, diese Scripte dienen dazu wie man die Umgebung nutzen will - darunter sind: default, minimal, desktop und sbuild. Welche verwendet wird wird mit der Option script-config in der Datei: /etc/schroot/schroot.conf festgelegt und hat den Standard-Wert default/config die eigentlich bestens funktioniert - ich würde einfach testen mit welcher man sich einfach besser anfreunden kann. Der Befehl: schroot -c wheezy-i386 bringt einen dann in das chroot-system in dem man sofort arbeiten kann, sollte es hier eine Fehlermeldung geben liegt das daran das Schroot sich genau in das Verzeichnis unter chroot starten will indem man von drauÿen gestartet ist - existiert dieses jedoch in der chroot-umgebung nicht benutzt man einfach die Option -d $HOME, als Beispiel: schroot -c wheezy-i386 -d $HOME 45.3 Was sind die Vorteile einer chroot-umgebung? Man kann die Programme einer anderen Version des Systems nutzen ohne dass man lange auf den Start von VirtualBox oder dergleichen warten muss, selbst das in /chroot installierte System muss nicht erst gestartet werden denn es läuft sobald Sie es mit der Shell betreten. Man benötigt keine unsinnig groÿen virtuellen Festplatten - ein Standard-Debian- System benötigt gerade mal 500MB.... Teil XXI Desktop-Umgebungen Was ist eine Desktop-Umgebung? Desktop-Umgebungen sind grasche Oberächen die mit der Maus und Tastatur zu bedienen sind, Programme in Fenstern önen die sich verschieben und in der Gröÿe verändern lassen. Man kann dies etwa so verstehen wie die grasche Oberäche von Microsoft Windows, das Gegenteil wäre etwa MSDOS, ein Bildschirm im Textmodus. Die Frage - Desktop-Umgebungen? - Mehrzahl lässt sich so beantworten, wenn Sie sich unter Microsoft schon öfters gefragt haben was Sie nur machen sollen damit Ihr Desktop wirklich anders aussieht als alle anderen Windows- Systeme, es ist egal was Sie machen einen deutlichen Unterschied wird es nie geben, die Oberäche von Windows wird zwar mit jedem neuen Windows ein wenig anders doch um sie selbst radikal zu verändern als User selbst ist die Oberäche zu sehr mit dem System verknüpft, sicherlich gibt es Tools die die Oberäche ändern aber es erinnert immer an das Original. - Hier ist Linux ein wenig anders, im Gegensatz zu Microsoft ist Linux komplett ohne grasche Oberäche bedienbar auf einem Web- oder Mailserver usw. ist eine grasche Oberäche sogar hinderlich sie benötigt nur unsinnige System-Recourssen. Grasche Oberächen sind unter Linux also theoretisch unnötig, es gibt Systeme die im Standard nicht einmal eine solche installieren. Deshalb ist es möglich wenn man will die komplette grasche Oberäche gegen eine andere auszutauschen, mehrere gleichzeitig zu installieren und zwischen diesen hin und her zu wechseln. 151

152 46 VIRTUELLE ARBEITSFLÄCHEN Welchen Sinn machen unterschiedliche grasche Oberächen? - Einerseits sind die graschen Oberächen teils sehr unterschiedlich im Aussehen, so lässt sich der Rechner mehr personalisieren, andererseits sind sie unterschiedlich zu bedienen was dann eben wieder Geschmackssache ist. Dann gibt es wieder solche die das System um vieles weniger belasten da sie etwa auf grasche Spielereien und Eekte verzichten, andere wieder schmeiÿen mit Eekten nur so um sich dass Microsoft und MAC blass aussehen. So gibt es grasche Oberächen die mit unter 128MB RAM auskommen und andere die mit 2GB RAM erst richtig zu laufen beginnen. Was sich etwa auf Notebooks in der Akkulaufzeit extrem bemerkbar macht. Einige der bekanntesten graschen Oberächen: KDE, GNOME, Unity, LXDE, XFCE, Fluxbox, Enlightenment, FVWM (einer der ältesten überhaupt), IceWM, Windowmaker usw. Wie wechselt man zwischen graschen Oberächen wenn man mehrere installiert hat? Indem man sich abmeldet, auf Sitzung oder Session klick und hier den gewünschten auswählt und sich wieder anmeldet. Wie funktionieren nun grasche Oberächen unter Linux? Da nun die grasche Oberäche mit dem System nicht x verbunden ist übernimmt ein Server der sogenannte xserver besser auch als x11 bekannt die Kommunikation zwischen der graschen Oberäche und dem System. Weiters gibt es noch sogenannte Windowmanager die etwa die Steuerung der Fenster das Verschieben und das Ändern der Gröÿe übernehmen, die bekanntesten sind etwa Metacity (Gnome; Unity), Compiz (3D), oder Kwin (KDE). Dieses Wissen ist an und für sich nicht nötig um mit Linux zu arbeiten, doch sobald man selbst Anwendungen für Linux programmieren möchte wird es interessant. In der unten stehenden Grak sehen Sie den Aufbau des Linux-Systems mit einer graschen Oberäche: Abbildung 60: X11 - Server/Client 46 virtuelle Arbeitsächen Virtuelle Arbeitsächen sind zumeist etwas neues wenn man von Microsoft auf Linux wechselt, sie dienen dazu mit dem knappen Platz auf Bildschirmen ezienter umzugehen. Eine virtuelle Arbeitsäche kann man sich so vorstellen wie wenn man zwei Bildschirme nebeneinander stellt aber nur einen gerade sieht, nun kann man auf jeder virtuellen Arbeitsäche beliebig viele Fenster önen und einfach zwischen diesen hin und her schalten per Tastenkombination, Mausklick oder Mausgeste. So hat man keinen überfüllten Bildschirm und keine überfüllte Fensterleiste. Zum Umschalten dienen etwa wie schon beschrieben Tastenkombination: + + oder Strg + Alt + Pfeil links / oder rechts 152

153 48 TIPPS ZU KDE Unter Unity und dem neuen GNOME 3 benutzt man dazu die Tastenkombination + + oder Strg + Alt + Pfeil runter / oder hoch um zur linken oder zur rechten zu schalten, weiters gibt es zumeist einen Arbeitsächen-Umschalter der die virtuellen Arbeitsächen zeigt und per Klick darauf auf die gewünschte wechselt und wenn Sie etwa Compiz oder KDE verwenden lässt sich die Arbeitsäche auch per Mausgeste an eine Bildschirmecke umschalten. Bis zu 99 virtuelle Arbeitsächen sind möglich. 47 KDE installieren Seit Ubuntu den Umstieg von GNOME auf Unity gewagt hat und selbst GNOME vom alten graschen Design und der Bedienung abgerückt ist sind andere Alternativen oftmals sehr gefragt, gerade für Windows-Umsteiger ist KDE wohl sehr interessant geworden, KDE 4 ist Microsoft Windows sehr ähnlich (KDE 4 gab es schon einige Jahre vor Vista und Windows 7 - Microsoft hat sich hier einiges abgeschaut ;) - nicht nur optisch), alles sitzt an den selben Stellen - es gibt nur viel mehr zu kongurieren. KDE ist wie schon beschrieben massiv kongurierbar und lässt dem User alle Möglichkeiten hier und da an den Schräubchen zu drehen - Wie Torwalds schon gerne sagt KDE ist Linux pur. KDE ist einfach über den Paketmanager mit verschiedenen Paketen zu installieren: kde-full (installiert so ziemlich alles was unter und für KDE verfügbar ist (Debian/Ubuntu)), kubuntu-desktop (unter Ubuntu das Paket um einen Standard- KDE-Desktop zu installieren) und kde-desktop (das selbe Paket unter Debian wie unter Ubuntu kubuntu-desktop), dazu sollte man sich noch das Paket: kde-l10n-de installieren damit der Desktop in deutsch vorzunden ist. Während der Installation wird man gefragt ob man lieber KDM oder GDM verwenden will, hier würde ich KDM vorziehen - so läuft KDE tadellos und wenn Sie zurück zu GNOME/Unity wechseln wollen stellt dies kein Problem dar. Um nach der Installation auf KDE zu wechseln genügt es sich abzumelden - auf Session/Sitzung zu klicken, KDE auszuwählen und sich wieder anzumelden, der erste Start kann bis zu einer Minute dauern da erst die ganzen Daten für KDE angelegt werden, zurück zu einer anderen Desktop-Umgebung geht es genau so einfach, gestartet wird bei Systemstart der Desktop der zuletzt gestartet wurde. KDE benötigt etwas mehr Arbeitsspeicher als etwa GNOME, rund 1GB sollte minimal vorhanden sein um mit KDE arbeiten zu können - meine Empfehlung sind 2GB, eine 3D-Grakkarte ist nicht unbedingt nötig - will man jedoch die spektakulären Eekte von KDE erleben sollte diese vorhanden sein. 48 Tipps zu KDE Was ist KDE? KDE ist wie etwa Microsoft Windows eine vollkommene Arbeitsumgebung mit grascher Oberäche. Weiters ist diese Desktop-Umgebung komplett mit der Maus und Tastatur zu bedienen und die wohl anpassungsfähigste aller Umgebungen. KDE beinhaltet eine groÿe Menge an direkt an KDE angepasste Anwendungen, dies beginnt bei Grakanwendungen, geht weiter über Multimediaanwendungen, KDE besitzt eine eigene Oce-Suite, mit Kdeedu hat KDE eine sehr gut ausgestattete Lern-Suite die von der Vorschule bis hin zur Uni alle Bereiche abdeckt, Programme zur Konguration von KDE und des Systems und noch viel mehr. Um mit KDE sinnvoll arbeiten zu können sollten Sie mindestens 1GB RAM Arbeitsspeicher besser 2GB haben Von Einfachklick auf Doppeklick umstellen KDE verwendet standardmäÿig den Einfachklick um Dateien / Verzeichnisse zu önen, ebenso um Programme zu starten. Um dies zu ändern önen Sie den Dateimanager Dolphin, klicken im Menü auf Einstellungen Dolphin einrichten - Navigation und aktivieren die Option Doppelklick zum Önen von Dateien und Ordnern Kontextmenü von Dolphin erweitern Das Kontextmenü vom KDE Dateimanager Dolphin ist zwar sehr gut ausgestattet doch es lässt sich noch um so einige interessante Dinge erweitern. Önen Sie dazu wieder in Dolphin aus dem Menü: Einstellungen Dolphin einrichten Allgemein Kontextmenü 153

154 48.3 Die Systemzentrale von KDE Systemeinstellungen 48 TIPPS ZU KDE und aktivieren die Optionen Eintrag Löschen anzeigen und Eintrag kopieren nach und verschieben nach anzeigen, ab sofort können Sie Dateien auch direkt löschen ohne sie in den Papierkorb zu verschieben und direkt aus dem Kontextmenü heraus Dateien und Verzeichnisse in jedes beliebige Verzeichnis verschieben und kopieren. Unter: Einstellungen Dolphin einrichten Dienste können Sie auÿerdem unzählige weitere Funktionen dem Kontextmenü hinzufügen, etwa zum konvertieren von Audio und Bilddateien und vieles mehr Die Systemzentrale von KDE Systemeinstellungen Abbildung 61: KDE Systemeinstellungen Die zentrale Kongurationsstelle unter KDE nennt sich Systemeinstellungen und ist im KDE-Menü unter Favoriten zu nden, für einige Einstellungen (die unterste Reihe) benötigen Sie Root-Rechte, dazu starten Sie das Programm im Schnellstarter den Sie mit der Tastenkombination: + Alt + F2 önen und kdesu systemsettings Eingeben. Hier benden sich die einzelnen Einstellungen in den Untermenüs die Sie einfach per Klick önen, bleiben Sie kurz mit der Maus über einem Icon önet sich eine Liste die anzeigt welche Einstellungen Sie darin nden. Da sich in den Systemeinstellungen sehr viele Einstellungen benden können Sie auch nach Begrien suchen diese geben Sie einfach in die obere Suchleiste ein Menüpunkte die nichts mit dem Stichwort zu tun haben werden dann einfach ausgeblendet. Wichtig ist wenn Sie Einstellungen verändern müssen Sie immer unten rechts auf die Schaltäche Anwenden klicken, ansonsten werden Änderungen nicht übernommen. 154

155 48.4 Besonders interessante Einstellungen zu KDE 48 TIPPS ZU KDE 48.4 Besonders interessante Einstellungen zu KDE Festlegen an welcher Position, mit welcher Fenster-Gröÿe und auf welcher virtuellen Arbeitsäche Programme gestartet werden sollen Interessante Einstellungen zu den Programm-Fenstern selbst nden Sie indem Sie beim gewünschten Programm auf die Fensterleiste (der oberste Teil des Fensters in dem der Name des Programms steht) mit der rechten Maustaste klicken und Erweitert spezielle Einstellungen für dieses Fenster oder wenn dies nicht funktioniert (etwa bei GNOME-Anwendungen) Erweitert spezielle Einstellungen für dieses Programm Wählen. Hier lassen sich etwa die Gröÿe des Fensters, die Position des Fensters oder auch die virtuelle Arbeitsäche wählen auf der das Programm landen soll wenn es gestartet wird Festlegen welche geöneten und minimierten Fenster in der Fensterleiste angezeigt werden sollen Standardmäÿig werden in der KDE-Fensterleiste die Fenster aller virtuellen Arbeitsächen angezeigt was zwar schnell per Klick darauf sofort auf die richtige virtuelle Arbeitsäche wechselt jedoch bei vielen geöneten Fenstern die Leiste schnell überfüllt. Um diese Einstellung zu ändern klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf den Eintrag eines geöneten Fensters und wählen: Einstellungen für Fensterleiste Nun können Sie mit der Aktivierung der Option Nur Fenster der aktuellen Arbeitsäche anzeigen die Einstellung ändern somit werden auf jeder virtuellen Arbeitsäche in der Fensterleiste nur noch diese Fenster angezeigt die auch wirklich auf dieser Arbeitsäche liegen Arbeitsächen-Umschalter unter KDE aktivieren Besonders in den neuen Ubuntu-Versionen sieht man den Arbeitsächen-Umschalter nicht obwohl er da ist, dies hat den Grund dass nur eine virtuelle Arbeitsäche aktiv ist. Nun önet man die Systemeinstellungen klickt auf Verhalten der Arbeitsäche und erhöht nun die Anzahl der virtuellen Arbeitsächen, sofort wird der Arbeitsächen-Umschalter aktiv und sichtbar Icons im Arbeitsächen-Umschalter anzeigen Abbildung 62: KDE Arbeitsächen-Umschalter Damit die Icons von laufenden Programmen im KDE Arbeitsächen-Umschalter angezeigt werden klickt man diesen mit der rechten Maustaste an und wählt: Einstellungen für Arbeitsflächen-Umschalter Nun kann man indem man die Option Fenstersymbole aktiviert sich die Icons im Arbeitsächen-Umschalter anzeigen lassen Einträge im Systemabschnitt der Kontrollleiste regeln Abbildung 63: KDE Systembereich der Kontrollleiste Viele Programme zeigen wenn sie laufen einen Eintrag mit ihrem Icon im Systemabschnitt der Kontrollleiste an, bei manchen Programmen ist dies jedoch nicht nötig da sie an sich keine Statusmeldungen von sich geben. Natürlich lässt sich auch hier regeln welche Einträge angezeigt werden sollen und welche ausgeblendet. 155

156 48.5 KDE-Miniprogramme Plasmoiden 48 TIPPS ZU KDE Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste gleich unter den Pfeil neben der Uhr mit der rechten Maustaste und wählen: Einstellungen für Systemabschnitt der Kontrollleiste Nun können Sie unter dem Modul Anzeige wählen welche Icons tatsächlich angezeigt werden sollen und unter dem Modul Einträge ob diese dauerhaft angezeigt oder ausgeblendet werden sollen (um diese dann doch zu sehen klicken Sie einfach auf den Pfeil) oder sich nur dann zeigen sollen wenn sie etwas zu melden haben K-Menü Besonders unter Ubuntu ist das KDE-Menü so eingestellt das die einzelnen Reiter sich nur per Klick darauf wechseln lassen. Sie lassen sich jedoch auch einfach per darüber fahren mit der Maus wechseln, dies regeln Sie einfach indem Sie mit der rechten Maustaste auf das K-Menü (Kicko ) klicken und Einstellungen für K-Menü wählen, hier können Sie auch die Einträge nach ihrem richtigen Namen ordnen lassen oder das Icon für das Menü ändern KDE-Miniprogramme Plasmoiden Abbildung 64: KDE - Desktop mit Plasmoiden Der neue Plasma-Desktop von KDE erlaubt das einfache einbinden von Miniprogrammen auch werden sie unter KDE Plasmoiden oder Apps genannt. Genau genommen ist jedes Objekt auf dem Desktop ein Plasmoid, angefangen von der Kontrollleiste bis zum Hintergrundbild. Um nun ein Miniprogramm auf den Desktop zu legen oder zu kongurieren müssen die Miniprogramme entsperrt sein, dies erledigen Sie einfach indem Sie auf eine freie Stelle am Desktop mit der rechten Maustaste klicken (die Miniprogramme lassen sich sperren damit sie nicht unabsichtlich verändert werden können), auch können Sie die Miniprogramme entsperren und sperren indem Sie auf das kleine Füllhorn am Desktop oben rechts klicken. Um nun neue Plasmoiden auf den Desktop hinzuzufügen klicken Sie nochmals mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops und wählen Miniprogramme hinzufügen Nun önet sich über der Kontrollleiste die Leiste mit den Miniprogrammen, 156

157 48.6 Miniprogramme kongurieren 48 TIPPS ZU KDE Abbildung 65: Plasmoiden-Leiste (in dieser Leiste können Sie sich auch über die Schaltäche Neue Miniprogramme holen neue direkt aus dem Internet heraus installieren), das gewünschte klicken Sie einfach an und ziehen es an die gewünschte Stelle am Desktop Miniprogramme kongurieren Um auf dem Desktop liegende Plasmoiden zu kongurieren müssen die Miniprogramme entsperrt sein (einige Einstellungen aber nicht alle erreichen Sie auch bei gesperrten Miniprogrammen per Rechtsklick darauf), nun fahren Sie mit dem Mauszeiger über das entsprechende Miniprogramm dann önet sich automatisch eine kleine Leiste: Abbildung 66: Plasmoid - analoge Uhr Mit dem Rechteck können Sie nun die Gröÿe des Plasmoids ändern, mit dem Rundpfeil können Sie es drehen, mit dem X entfernen und mit dem Schraubenschlüssel kommen Sie in den Einstellungsdialog. Ein Tipp zu manchen Wetter-Plasmoiden einige dieser Miniprogramme verlangen den direkten Wettercode (Beispiel: AUXX0008 für Graz), diesen bekommen Sie am einfachsten indem Sie unter Google nach dem Stichworten Ihrer nächsten gröÿeren Stadt und Wettercode (weathercode) suchen (auch unter Yahoo Wetter nden Sie zumeist den entsprechenden). Siehe auch: Nützliche Plasmoiden (Miniprogramme) für KDE 48.7 KDE-Fensterleisten anpassen Wie Sie sicherlich schon gesehen haben ist KDE sehr anpassungsfähig, dazu gehören natürlich auch die Fensterleisten der verschiedenen Programme. Abbildung 67: Fensterleiste von Dolphin Je nach Programm lassen sich hier die Einträge und Funktionen individuell anpassen wie man es selbst wünscht. Um an diese Einstellungen zu kommen klicken Sie einfach im entsprechenden Programm-Fenster auf Einstellungen Werkzeugleisten einrichten nun können Sie ganz einfach die verfügbaren Funktionen (links) markieren und per Klick auf den Pfeil nach rechts in die Leiste verschieben oder auch unbenötigte Funktionen daraus entfernen. 157

158 48.8 Einstellungen zur Uhr 48 TIPPS ZU KDE 48.8 Einstellungen zur Uhr So wie auch viele andere Dingen unter KDE lässt sich natürlich auch die Uhr individuell kongurieren. Abbildung 68: Digitale Uhr von KDE Um Einstellungen zur Uhr zu treen klickt man mit der rechten Maustaste darauf und wählt Einstellungen für Digitale Uhr Im sich nun önenden Fenster kann man unter Erscheinungsbild zusätzlich etwa die Sekunden anzeigen lassen, das Datum, die Farbe ändern und so einiges mehr Icons, Verzeichnisse und Dateien am Desktop Abbildung 69: Ordner-Ansicht Seit der Umstellung auf den Plasma-Desktop hat sich an den Icons und Dateien einiges getan, Icons von Programmen lassen sich nur auf den Desktop legen wenn auf diesem die Miniprogramme entsperrt sind - hierbei geht es darum dass man die Miniprogramme nicht unabsichtlich verändert. Will man nun aber Dateien am Desktop ablegen - nein es hat sich keineswegs verschlechtert - entsperren Sie die Miniprogramme und legen das Miniprogramm Ordneransicht auf den 158

159 48.10 Aktivitäten unter KDE 48 TIPPS ZU KDE Desktop, fahren Sie mit dem Mauszeiger darüber nun klappt die Kongurationsleiste heraus, klicken Sie auf den Schalter mit dem Schraubenschlüssel nun önet sich das Kongurationsfenster, hier klicken Sie in die Option Arbeitsächen- Ordner anzeigen und auf Anwenden, jetzt wird der Inhalt des Desktops angezeigt und Sie können hier Dateien und Verzeichnisse und Icons anlegen so viele wie Sie wollen, am Desktop wird nie der Platz aus gehen Aktivitäten unter KDE Eine neue zusätzliche Art von virtuellen Arbeitsächen haben sich die Entwickler von KDE einfallen lassen - diese nennen sich Aktivitäten. Abbildung 70: Schaltäche für Aktivitäten Per Klick auf die Schaltäche önet sich eine Leiste ähnlich die der Miniprogramme: Abbildung 71: Leiste der Aktivitäten Wozu dienen nun Aktivitäten? Man kann dies etwa so sehen, man kann Aktivitäten erstellen und diesen Namen geben, jede lässt sich individuell kongurieren, ein eigenes Hintergrundbild darauf legen und unterschiedliche Miniprogramme. Die KDE-Entwickler sehen dies so, auf jeder Aktivität kann man etwa eine Gruppe Miniprogramme hinterlegen die zusammen gehört, eine Andere ist die Freizeitaktivität mit Vorschaubildern von Familie und Hund, Nachrichtenquellen Ihrer Lieblings-Blogs, einer Ordneransicht Ihrer Filme, einem Twitter-Miniprogramm und einem coolen Hintergrundbild. Aktivitäten lassen sich erstellen, umbenennen und vieles mehr, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt Kwallet - die digitale Brieftasche Kwallet ist die Passwortverwaltung von KDE. Abbildung 72: Kwallet Kwallet ist wie schon beschrieben eine digitale Passwortverwaltung, sie ist einigermaÿen intelligent, verschlüsselt Passwörter gut und übergibt wenn nötig das benötigte Passwort an das Programm das dieses gerade benötigt. Dabei kann Kwallet natürlich nicht nur ein Passwort speichern sondern etwa für jeden Account auf Webseiten an denen Sie 159

160 48.12 KDE-Sprachausgabe 48 TIPPS ZU KDE sich anmelden, für -Accounts und dergleichen. Um diese Passwörter nun frei zu geben muss nur noch wenn ein Programm eines der Passwörter benötigt das Master-Passwort angegeben werden. Was bedeutet nun einigermaÿen intelligent? Kwallet kann wie alle anderen Programme bestens konguriert werden, so kann man in den Einstellungen etwa festlegen wie lange Kwallet geönet bleiben soll wenn Sie das Master-Passwort eingegeben haben, wenn Sie Kwallet so einstellen dass es bis zum Ausschalten des Rechners geönet bleiben soll - Sie auf Mittagspause gehen und die Kollegen derweil Ihre Brieftasche ausklauben hat somit auch Kwallet keinen Sinn. Auch nicht zu vergessen - Kwallet funktioniert zur Zeit nur mit KDE-Programmen perfekt Welche Programme benötigen Passwörter? Dies sind zum einen etwa Webbrowser mit denen Sie sich auf Webseiten mit einem Passwort einloggen, Mail-Klienten die zum Abholen Ihrer 's Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort brauchen, Chatprogramme usw.. Bei Firefox ist es zum Beispiel so - er speichert Benutzernamen und Passwörter - verschlüsselt diese auch - jedoch nicht sehr stark, andere Programme machen dies ebenso, darum wurde unter KDE Kwallet als zentraler Passwort-Safe eingerichtet Wie kommt Kwallet zu diesen Passwörtern? Kwallet ist an die KDE-Programme angepasst und KDE-Programme an Kwallet, starten Sie ein Programm - etwa den Browser Konqueror und loggen sich das erste Mal auf eine Webseite mit Benutzername und Passwort ein wird Kwallet das erste Mal gestartet und Sie werden aufgefordert ein Master-Passwort zu setzen - dieses dient dazu Kwallet dann zu önen wenn Sie mit dem Browser sich auf derselben Webseite wieder automatisch einloggen wollen - dann wird das Master-Passwort angefordert und Sie werden gefragt ob Sie das automatische Einloggen stets erlauben wollen oder jedes Mal bestätigen wollen Kwallet kongurieren Um Kwallet zu kongurieren muss diese geönet sein, Sie nden sie im Systemabschnitt der Kontrollleiste - wenn nicht sichtbar klicken Sie auf den kleinen Pfeil - ist sie nicht geönet nden Sie sie in den Systemeinstellungen - Benutzerkonten-Details oder auch im Anwendungsmenü unter System. Önen Sie sie und klicken (siehe Bild) auf Einstellungen - Kwallet einrichten Unter Digitale Brieftasche schlieÿen können Sie nun festlegen ob und wann sich Kwallet schlieÿen soll - und Sie wieder das Master-Passwort eingeben müssen. Im Fenster Dienstprogramm für digitale Brieftasche liegen nun die Brieftaschen - standardmäÿig eine mit dem Namen kdewallet, per Klick darauf önet sich diese, hier können Sie nun etwa auch neue Programme festlegen für die Sie Passwörter verwenden wollen KDE-Sprachausgabe Die KDE-Sprachausgabe kann so einiges, etwa die aktuelle Uhrzeit zu festgelegte Zeiten ansagen, die Zwischenablage vorlesen, die gerade eingegangene oder eine Webseite - so andere Dinge natürlich auch die mir grade nicht einfallen. Folgende Pakete müssen installiert sein: espeak jovie kdeaccessibility speech-dispatcher Nun gilt es als erstes speech-dispatcher einzurichten (derweil noch über die Konsole oder das Terminal - wird sich aber bald ändern), man önet die Konsole oder das Terminal und gibt folgenden Befehl ein: spd-conf Nun brauchen Sie eigentlich bis hin zur Sprache selbst nur die Enter-Taste de zu drücken und dort einzugeben, weiter geht es dann einfach wieder mit der Enter-Taste. Default language (two-letter iso language code like "en" or "cs") [en] : >de Wenn Sie Speech-Dispatcher works hören hat die Konguration geklappt - drücken Sie nun weiter so lange die Enter- Taste bis Sie wieder am Eingebeprompt gelandet sind, jetzt können Sie das Terminal / die Konsole schlieÿen. Önen Sie jetzt die Systemeinstellungen und klicken auf Zugangshilfen, jetzt aktivieren Sie auf dem Reiter Allgemein die Option Sprachausgabe aktivieren (jovie), klicken Sie nicht auf Anwenden. Wechseln Sie nun auf den Reiter 160

161 48.13 Grunddesign von KDE ändern 48 TIPPS ZU KDE Aufträger der nun aktiviert wurde, klicken im sich önenden Fenster auf OK, schlieÿen Sie jetzt das Fenster Systemeinstellungen ohne auf Anwenden zu klicken und im sich önenden Fenster auf Verwerfen. Im Systemabschnitt der Kontrolleiste nden Sie jetzt ein kleines Männchen das Sie rechts anklicken und Inhalt der Zwischenablage vorsprechen wählen und der kleine Kerl spricht. Önen Sie jetzt nochmals die Systemeinstellungen und deaktivieren unter Allgemein die Option Sprachausgabe aktivieren (jovie) - klicken auf Anwenden - aktivieren sie wieder und klicken nochmals auf Anwenden, wechseln Sie jetzt auf Aufträge und wählen unter Synthesizer Deutsch espeak Tabelle 30: Jovie probieren die möglichen Stimmen, Geschwindigkeit, Lautstärke immer mir einem Klick auf Anwenden. An der Konguration hakt es noch ein wenig - immer wenn Sie die Zugangshilfen önen funktioniert speech-dispatcher nicht und Sie müssen Jovie beenden und die Konguration in den Systemeinstellungen von neuem beginnen Grunddesign von KDE ändern Unter KDE ist so ziemlich alles veränderbar, hier einige der tiefen Eingrie ins Grunddesign. Abbildung 73: Design der Arbeitsäche - Fensterdekoration Etwas das Microsoft erst mit Windows Vista verstanden hat und umgesetzt hat - der Anwender will seinen Desktop personalisieren, unter KDE schon seit Anbeginn (1996) möglich - nicht nur die Fensterumrandungen lassen sich verändern sondern so ziemlich alles. In den Systemeinstellungen - genauer gesagt unter Erscheinungsbild der Arbeitsäche lassen sich etwa die Fensterrahmen ändern oder auch neue installieren, dazu brauchen Sie nur die gewünschte markieren und auf Anwenden klicken. Über die Schaltäche Neue Dekorationen herunterladen önet sich der Browser der nach kurzer Zeit eine weitere Auswahl anzeigt - scrollen Sie ganz hinunter werden weitere nachgeladen, zum Installieren klickt man einfach auf die entsprechende Schaltäche. Unter Arbeitsächen-Design wiederum ist es Ihnen möglich das Design der Plasmoiden, der Kontrollleiste und des Anwendungsmenüs zu ändern, die Steigerung nden Sie auf dem Unterreiter Details - hier lässt sich jedes Plasmoid (jedes Detail auf der Arbeitsäche ist ein Plasmoid) einem anderen Design zuweisen. 161

162 48.14 Die Arbeitsäche - der Hintergrund 48 TIPPS ZU KDE Die Arbeitsäche - der Hintergrund Wie unter Microsoft Windows ist es natürlich auch unter KDE möglich das Hintergrundbild per Rechtsklick auf eine freie Stelle des Desktops zu ändern - doch auch hier wäre es nicht KDE wenn nicht noch interessantere Dinge zu nden wären. Abbildung 74: Einstellungen zum Desktop-Hintergrund Ich glaube triviale Dinge wie eines der vorhandenen markieren und auf Anwenden klicken, ein eigenes önen oder neue von anderen KDE-Usern herunterladen brauche ich nicht zu erklären - aber installieren Sie das Paket kdeplasmaaddons wird die Geschichte zum Hintergrundbild wesentlich interessanter. Nun können Sie unter der Schaltäche Hintergrundbild nicht nur Bild wählen sondern etwa Globus - dieser zeigt per Marble-Plugin die sich drehende Erde etwa aus Satellitenansicht an Muster - zeigt ein ausgewähltes Muster an Mandelbrot - zeigt ein sich veränderndes Fraktalbild Wallyplugin - zeigt wenn das Paket wally installiert ist wechselnde Hintergrundbilder Virus - zeigt einen langsam von einem Virus zerfressen werdenden Desktop mit ausgewählten Hintergrundbild an Farbe - zeigt ganz einfach eine ausgewählte Farbe Wetter - zeigt das aktuelle Wetter sowie eine Vorschau Diaschau - zeigt von Ihnen ausgewählte Bilder als Slideshow Klipper - die KDE-Zwischenablage Klipper ist die Zwischenablage von KDE und kann einiges mehr als nur einfach Kopiertes speichern. 162

163 48.15 Klipper - die KDE-Zwischenablage 48 TIPPS ZU KDE Abbildung 75: Klipper - Zwischenablage Klipper ist mehr als nur etwa die Zwischenablage die man von Microsoft Windows oder anderen Desktop-Umgebungen kennt. Statt einfach nur die letzte kopierte Textstelle oder die letzte kopierte Grak usw. zu speichern kann man hier festlegen wie viele der letzten kopierten Aktionen gespeichert werden sollen. Standardmäÿig werden die letzten 7 kopierten Aktionen gespeichert, wählen Sie nun etwa Einfügen wird die letzte kopierte Aktion eingefügt - klicken Sie auf Klipper und wählen einen Eintrag davor und wählen wieder per Kontextmenü Einfügen wird diese Aktion eingefügt Ändern der Anzahl der Einträge in Klipper Klicken Sie einfach auf Klipper und wählen Klipper einrichten können Sie unter Gröÿe des Verlaufsspeichers die Anzahl der gespeicherten Einträge ändern Zwischenablageaktionen Zwischenablageaktionen sind eine weitere interessante Funktion - diese lassen sich per Klick auf Klipper und der Aktivierung der Funktion Zwischenablageaktionen aktivieren, damit lassen sich vordenierte Aktionen automatisch starten wenn Sie etwas bestimmtes kopieren. So gibt es etwa Texte in denen Adressen von Webseiten stehen auf denen aber kein Link liegt - so heiÿt es die Adresse kopieren den Browser starten und die Adresse einfügen - mit den Aktionen kopieren Sie einfach die Adresse und ein sofort erscheinendes Kontextmenü bietet die mögliche Auswahl an (siehe auch nächster Beitrag: Tipp). Sie können natürlich auch selbst Aktionen denieren und erstellen indem Sie Klipper einrichten wählen und auf dem Reiter Aktionen solche erstellen Tipp Dieser Tipp gehört nicht nur zu Klipper sondern zu Linux allgemein: unter Microsoft Windows hat die mittlere Maustaste die ja nicht nur ein Scrollrad ist sondern auch eine richtige Taste keine Funktion - unter Linux schon - markieren Sie etwa mit der linken Maustaste einen Text müssen Sie nicht erst die markierte Stelle mit der rechten Maustaste anklicken und Kopieren wählen - denn durch das Markieren wurde der Text schon in die Zwischenablage eingefügt - klicken Sie nun 163

164 48.16 Der KDE-Schnellstarter krunner 48 TIPPS ZU KDE an einer anderen Stelle im Dokument oder in einem anderen Dokument mit der mittleren Maustaste wird der markierte Text dort eingefügt Der KDE-Schnellstarter krunner Krunner ist der Schnellstarter von KDE und kann einiges mehr als nur einfach Programme starten. Abbildung 76: Krunner - KDE-Schnellstarter Wie auch unter anderen Desktop-Umgebungen startet der Schnellstarter mit der Tastenkombination + Alt + F2 oder per Rechtsklick auf eine freie Stelle der Arbeitsäche und der Wahl von Befehl ausführen noch interessanter ist natürlich einfach einmal mit der linken Maustaste auf eine freie Stelle der Arbeitsäche zu klicken und einfach den Befehl einzugeben - Krunner startet sobald Sie den ersten Buchstaben eingeben automatisch Programme starten mit Krunner Das Starten von Programmen mit Krunner funktioniert genauso wie mit allen anderen Schnellstarten auch, sobald sie einige Buchstaben eingegeben haben erscheint eine mögliche Treerliste - nun können Sie entweder den Befehl komplett eingeben oder mit der linken Maustaste auf den richtigen Treer klicken oder mit den Pfeil-Tasten navigieren und mit der Enter-Taste bestätigen hin 164

165 48.17 Desktopsuche mit Nepomuk / Strigi 48 TIPPS ZU KDE Weitere Funktionen mit Krunner Abbildung 77: Krunner - Firefox Krunner besitzt so einige interessante Zusatzfunktionen die Sie aktivieren/deaktivieren können indem Sie Krunner starten und links im Menü auf den Schraubenschlüssel klicken. Dann önet sich das Kongurationsmenü in dem Sie entsprechende Optionen einfach per Checkbox aktivieren/deaktivieren. Darunter etwa: Aktivitäten (umschalten per Krunner), Calendar Events (suchen nach Kalendereinträgen), Rechner (Rechnen auf Krunner), Kontakte (Kontakte über Krunner suchen), Nepomuk-Desktopsuche (nach Dateiinhalten oder Metatags von Dateien suchen), Wikipedia (auf Wikipedia suchen) usw Krunner frei stellen Krunner startet seit KDE 4 am oberen Bildschirmrand - was mir persönlich nicht gefällt - um Krunner frei schwebend zu starten starten Sie Krunner und klicken auf das Schraubenschlüssel-Symbol und wechseln auf den Reiter Benutzerober- äche - aktivieren Sie Frei schwebendes Fenster Systemüberwachung per Krunner schnell starten Wenn Sie Krunner starten nden Sie gleich neben dem Schraubenschlüssel ein weiteres Symbol - klicken Sie darauf startet sofort die Systemüberwachung Desktopsuche mit Nepomuk / Strigi Die KDE-Desktopsuche mit Nepomuk und Strigi ist eine feine Geschichte, sie ndet Dateien nicht nur nach dem Dateinamen sondern nach dem was drin steht. Strigi Strigi indiziert (durchsucht) den Inhalt von Dateien und den Dateinamen und speichert die Ergebnisse in eine kleine Datenbank - dadurch wird die Dateisuche extrem beschleunigt. Dabei konzentriert sich Strigi wie gesagt vor allem auf den Inhalt von etwa Textdateien - dabei können dies reine Textdateien, PDF-, Post Script-, HTML-, ODF-, Microsoft Oce-, Mail- oder sonst welche Textdateien sein, gibt man als Dateiinhalt ein Wort oder eine Textstelle zur Suche an werden nur noch Dateien angezeigt die dem gesuchten entsprechen. Weiters indiziert Strigi etwa Metadaten von Musikund Video-Dateien sowie Exif-Informationen von Bildern. Nepomuk Nepomuk hingegen ist eine andere Art der Suche, mit Nepomuk (auch semantischer Desktop genannt) lassen sich Dateien mit selbst erstellten Stichworten, Kommentaren und einer Bewertung versehen, dies funktioniert mit allen Arten von Dateien ebenso wie mit Verzeichnissen. Nun kann man ebenso über Schlagworte, Kommentare sowie in Kombination mit Strigi nach Dateiinhalten, Dateinamen sowie Exif-Informationen und Metatags Nepomuk und Strigi aktivieren Um Nepomuk und Strigi zu aktivieren önen Sie die Systemeinstellungen und darin den Punkt Desktopsuche, Strigi kann auch unabhängig von Nepomuk laufen - jedoch nicht umgekehrt. 165

166 48.18 KDE-Sitzung ändern 48 TIPPS ZU KDE Abbildung 78: Nepomuk - Info im Dateimanager Wurden Strigi und Nepomuk aktiviert beginnt Strigi die Dateien im Home-Verzeichnis zu indizieren was je nach vorhandenen Dateien etwas dauern kann, auch die CPU wird in dieser Zeit etwas gefordert - dies ist jedoch nur einmal der Fall. Sind erst mal alle Dateien indiziert werden nur noch neue Dateien der Datenbank hinzugefügt was höchstenfalls einige Sekunden dauert. Unter Systemeinstellungen - Desktopsuche kann man nun natürlich auch Verzeichnisse ausschlieÿen die nicht durchsucht werden sollen, auch bestimmte Dateitypen usw. Weiters lässt sich der Arbeitsspeicher (RAM) regeln der für die Desktopsuche reserviert wird (standardmäÿig 50MB - in der Regel gilt natürlich - je mehr desto besser). Nun können Sie etwa unter dem Dateimanager Dolphin mit Ansicht - Seitenleisten - Informationen die Infoleiste einblenden die Infos zur gerade markierten Datei/Verzeichnis anzeigt und hier auch Schlagwörter und sonstige Suchhilfen vergeben. Klicken Sie auf Suchen oder starten die Suche mit der Tastenkombination + Strg + F önet sich die Suchleiste in der Sie nun die Suchoptionen wählen können, wählen Sie noch dazu Ansicht - Seitenleisten - Suchen erscheint im rechten Fensterteil eine Erweiterte Auswahl mit der Sie die Suche noch auf bestimmte Dateitypen eingrenzen können KDE-Sitzung ändern KDE arbeitet mit Sitzungen - dies bedeutet wenn Sie KDE verlassen und Anwendungen wie etwa Firefox/Iceweasel geönet lassen werden diese automatisch beim nächhsten Start von KDE wieder geladen, dies gilt ebenso für Anwendungen die etwa nur im Systembereich der Kontrollleiste laufen. Nicht jeder ist davon begeistert - doch auch dies lässt sich natürlich ohne Probleme mit wenigen Klicks steuern. Klicken Sie in den Systemeinstellungen auf Sitzungsverhalten (in älteren Versionen von KDE kann dies auch variieren) und hier auf Sitzungsverhalten, hier lässt sich mit der Aktivierung der Option Manuell gespeicherte Sitzung wiederherstellen das Startverhalten etwa so beeinussen das nur solche Programme starten die Sie einmal als Sitzung 166

167 48.19 das KDE Anwendungsmenü 48 TIPPS ZU KDE gespeichert haben - dies funktioniert so - indem Sie die Funktion aktivieren wird im Anwendungsmenü unter Verlassen eine neue Schaltäche Sitzung speichern angezeigt - dies bedeutet alle gerade laufenden Programme werden in die Sitzung gespeichert und beim nächsten KDE-Start wieder hergestellt das KDE Anwendungsmenü Das neue KDE-Anwendungsmenü (Kicko) ist zwar praktisch wenn man weiÿ wie sich Anwendungen/Programme gerade nennen die man starten will - wenn man sich jedoch immer zu jeder Anwendung durchklicken muss oder will verlängert es den Weg der Maus und die Zahl der Klicks, auch dies lässt sich so wie KDE eben ist ändern. Gefällt Ihnen etwa das alte KDE-Menü das so ähnlich ist wie das Menü aus GNOME 2.x entsperren Sie per Rechtsklick auf eine freie Stelle der Arbeistäche die Miniprogramme, jetzt klicken Sie rechts auf das Icon des Anwendungsmenüs und wählen zum klassischen Menüstil wechseln beim nächsten önen des Menüs erscheint das alte KDE-Menü, ebenso nur mit der Wahl von zum Kickoff-Anwendungsstarter-Menüstil wechseln kehren Sie wieder wenn gewünscht zum neuen Menüstil zurück Einträge im KDE-Menü erweitern Abbildung 79: KDE-Menü alt Nicht jede Anwendung die man installiert wird auch in den Anwendungsmenüs angezeigt (GNOME-Anwendungen brauchen zumeist einfach etwas länger (ab- und wieder anmelden)), dies kommt entweder davon das dies der Packetierer entweder nicht vorgesehen oder schlicht und einfach vergessen hat - auch dass kommt vor. Um dies zu ändern - oder einträge zu modizieren benutzt man den KDE-Menü-Editor. 167

168 48.20 Einträge im KDE-Menü erweitern 48 TIPPS ZU KDE Abbildung 80: KDE-Menü-Editor Der KDE-Menü-Editor ist einfach Hand zu haben, man önet ihn indem man mit der rechten Maustaste auf das Anwendungsmenü klickt und Menüeinträge bearbeiten wählt Der Aufbau des Editors Links im Fenster nden Sie alle Menü-Einträge so vor wie auch das Anwendungsmenü selbst aufgebaut ist und rechts die Optionen des gerade markierten Eintrages der wiederum in zwei Reiter aufgeteilt ist. der Reiter Allgemein Name - der Name ist frei wählbar - unter normalen Umständen jedoch der Name des Programms Beschreibung - die Beschreibung wird im Anwendungsmenü hellgrau angezeigt und zeigt eine kurze Beschreibung des Programmes (für Linux-Einsteiger hilfreich) Kommentar - der Kommentar dient nur als Information im Editor selbstm muss nicht vorhanden sein Befehl - dass wichtigste überhaupt - hiermit weiÿ das Anwendungsmenü welches Programm gestartet werden soll - also welcher Befehl ausgeführt werden soll Startrückmeldung aktivieren - aktiviert das hüpfende Icon des Programms neben dem Mauszeiger während des Starts Im Systemabschnitt der Kontrollleiste anzeigen - hiermit landet das Icon des laufenden Programms im Systemabschnitt der Kontrollleiste Nur in KDE anzeigen - mit dieser Option wird der Eintrag nur im KDE-Anwendungsmenü angezeigt (zum Beispiel wenn man mehrere Desktop-Umgebungen installiert hat - aber diesen Eintrag nur unter KDE sehen möchte) 168

169 48.21 Tastenkombinationen unter KDE 48 TIPPS ZU KDE der Reiter Erweitert Arbeitsordner - normalerweise legen die meisten Programme ihr eigenes verstecktes Verzeichnis im Home-Verzeichnis an in dem ihre Kongurationsdateien liegen - hiermit kann man ein anderes fest legen - etwa zum Testen In Terminal starten - für Anwendungen die normalerweise mit grascher Oberäche laufen - jedoch auch im Terminal laufen können und im Terminal laufen sollen Mit anderer Benutzerkennung starten - dient dazu wenn das Programm mit den Rechten eines anderen Users ausgeführt werden soll - etwa als Root wie Synaptic Aktuelles Tastenkürzel - hiermit lässt sich eine Tastenkombination fest legen die man zum Start des Programms benutzen möchte Einen neuen Eintrag anlegen Um einen neuen Eintrag anzulegen klickt man das entsprechende Kategoriemenü mit der rechten Maustaste an und wählt Neues Element, nun önet sich ein neues Fenster das nach dem Namen des Programms fragt, ist dieses Fenster geschlossen können Sie eine kurze Beschreibung angeben (wenn Sie wollen), wichigt ist jedoch der Befehl - wenn Sie nicht wissen wie dieser lautet nden Sie ihn am einfachsten im Paketmanager Synaptic indem Sie das entsprechende Programm markieren und auf Eigenschaften klicken - hier wiederum auf den Reiter installierte Dateien, suchen Sie nach den Verzeichnissen /usr/bin/ oder /usr/sbin/ - hier landen die meisten Befehle - den hier liegenden Befehl tragen Sie nun unter dem Feld Befehl ein. Im Bild oben sehen Sie ein gutes Beispiel kstars -caption %c %i - dies sind Optionen die eigentlich nicht nötig sind - Sie können einfach nur den normalen Befehl eingeben - Optionen aber eintragen wenn Sie möchten - Optionen erfahren Sie indem Sie in der Konsole / dem Terminal den entsprechenden ManPages-Eintrag lesen man befehl Mehr als ein Klick auf Speichern ist nun eigentlich nicht mehr nötig - auÿer Sie möchten den Eintrag weiter modizieren - siehe Aufbau Zurück zur Standard-Konguration Haben Sie das Menü komplett zerfuchtelt können Sie es wieder in den Ursprungszustand versetzen indem Sie auf Bearbeiten - Systemvoreinstellungen wiederherstellen klicken Tastenkombinationen unter KDE Tastenkombinationen sind zwar häug unter Microsoft-Jüngern verpönt - denn wozu gibt es denn die Maus - hier sind Tastenkombinationen doch nur umständlich. - Für mich persönlich ist die Maus nur etwas dass ich benötige wenn ich mit der Bildbearbeitung arbeite oder einen Text markieren muss, bevor ich mich mit der Maus durch Menüs klicke habe ich schon lange eine Tastenkombination eingegeben die maximal aus drei Tasten besteht und das Teil läuft schon wenn andere noch immer mit der Maus durch die Gegend fuchteln als hätten sie dass groÿe Reissen. Auÿerdem kann man gerade unter Linux so ziemlich alles mit Tastenkombinationen erledigen und diese vor allem so modizieren und ändern wie es einem gerade passt Wo kann man Tastenkombinationen ändern? Dazu gibt es mehrere Orte unter KDE: KDE - weite Einstellungen - nden Sie in den Systemeinstellungen im Modul Kurzbefehle und Gestensteuerung zum aktuell geöneten Programm - unter Einstellungen - Kurzbefehle festlegen zum Window-Manager (3D-Eekte, virtuelle Arbeitsächen usw.) - in den Systemeinstellungen Arbeitsächen- Eekte virtuelle Arbeitsächen steuern - in den Systemeinstellungen Verhalten der Arbeitsäche - Virtuelle Arbeitsächen - Wechsel 169

170 48.21 Tastenkombinationen unter KDE 48 TIPPS ZU KDE Tastenkombinationen ändern Abbildung 81: Tastenkombinationen ändern Um eine Tastenkombination zu ändern klicken Sie den Eintrag an nun önet sich die Steuerung, aktivieren Sie Benutzerdeniert - klicken auf die Schaltäche mit dem Schraubenschlüssel und geben nun die Tastenkombination ein, ist diese etwa schon an eine andere Aktion vergeben wird angeboten diese zu ändern Standard-Tastenkombinationen unter KDE Anwendungsmenü önen - standardmäÿig keiner, um dies zu ändern klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Anwendungsmenü - Einstellungen für K-Menü - Tastenzuordnung und klicken auf die Schaltäche und vergeben die Tastenkombination - etwa Alt + F1 Schnellstarter önen - Alt + F2 + oder wenn kein Programm aktiv einfach den ersten Buchstaben des Befehls eingeben dann önet sich der Schnallstarter automatisch Hilfe zum gerade geöneten KDE-Programm - F1 Kopieren - Strg + C + Einfügen - Strg + V + Alles markieren - Strg + A + zu einer bestimmten Arbeitsäche wechseln: Strg + F1/F2/usw. +,... Bildschirmfoto - Druck 170

171 48.22 Benachrichtigungen - akkustisch/optisch 48 TIPPS ZU KDE hängendes Fenster schlieÿen - Strg + Alt + Esc der Zeiger verwandelt sich in einen Totenkopf - klick auf das Fenster Fenster schlieÿen - Alt + F4 + Fenster-Aktionen-Menü - Alt + F3 + Fenster wechseln - Alt + Tab + KDE sofort beenden - Strg + Alt + Entf Benachrichtigungen - akkustisch/optisch Nicht jedem gefällt es einen Ton zu hören wenn eine bestimmte Aktion eingetreten ist oder der Ton selbst soll geändert werden, zu einer Aktion sollte ein bestimmter Ton zu hören sein, bei einer anderen Aktion soll eine optische Benachtitigung amgezeigt werden bei der anderen wieder nicht - unter KDE lässt sich natürlich alles kongurieren. Abbildung 82: Benachrichtigungen ändern KDE bietet vielfältige Varianten wie man zu diversen Aktionen benachrichtigt werden kann, manche will man ändern, den Ton ändern, oder die Art der Benachrichtigung oder diese auch komplett abschalten oder eben eine hinzufügen - alle Möglichkeiten ndet man in den Systemeinstellungen im Modul Anwendungs- und Systembenachrichtigungen. KDE bietet zahlreiche Varianten an wie man benachrichtigt werden kann: Klang abspielen - spielt einen gewünschten Sound ab, diesen können Sie auch selbst wählen indem Sie auf das Ordner-Symbol hinter dem Feld klicken, zuerst werden die Standard-Töne geönet - hier können Sie dann auch eigene Dateien wählen - am besten verwenden Sie OGG-Dateien - eigene können Sie etwa mit Audacity konvertieren (siehe: Audacity - kleiner Audio-Pro) Meldungsfenster anzeigen - zeigt ein aufpoppendes Fenster über dem Systemabschnitt der Kontrollleiste an In Protokolldatei schreiben - schreibt die Meldung in eine Log-Datei die Sie zuvor angelegt haben 171

172 48.23 Schriften unter KDE installieren 48 TIPPS ZU KDE Eintrag in Fensterleiste hervorheben - hebt den entsprechenden Eintrag des Fensters das die Meldung abgibt in der Fensterleiste optisch hevor Programm ausführen - startet das ausgewählte Programm oder Script Sprachausgabe - wenn Sie die Sprachausgabe aktiviert haben kann auch dies gewählt werden (siehe: KDE-Sprachausgabe), hierfür gibt es mehrere Optionen: Benutzerdenierten Text ausgeben - schreiben Sie einfach den entsprechenden Text in das Feld dahinter, Ereignisnachricht ausgeben - gibt die entsprechende Aktion aus Sie können natürlich nicht nur eine Option wählen und können wenn Sie wollen auch alle deaktivieren Schriften unter KDE installieren Will man andere Schriften installieren als die im Paketmanager verfügbaren önet man ganz einfach in den Systemeinstellungen die Schriftarteninstallation Abbildung 83: Schriften installieren Laden Sie sich einfach die entsprechenden Font-Dateien herunter (Sie können auch Microsoft-Exe-Dateien verwenden - einfach rechts anklicken und önen mit ARK wählen und daraus die Font-Dateien extrahieren), wenn nötig extrahieren (entpacken) Sie diese. Nun önen Sie die Schrift-Dateien in den Systemeinstellungen mit einem Klick auf Hinzufügen, nun werden Sie gefragt ob diese Schriften Systemweit oder als persönliche Schriften installiert werden sollen, Systemweit bedeutet dass diese Schriften dann jeder User nutzen kann - in diesem Fall müssen Sie dann das Root-Passwort angeben, die Schriften werden installiert und nach kurzer Zeit angezeigt Dateimanager Dolphin anpassen Wie die meisten KDE-Programme lässt sich auch der Dateimanager Dolphin sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. 172

173 48.24 Dateimanager Dolphin anpassen 48 TIPPS ZU KDE Abbildung 84: Dolphin - KDE-Dateimanager Dolphin ist der Ersatz für das Allround-Genie Konqueror der unter KDE 3 Webbrowser und Dateimanager in einem war (er kann auch heute noch dazu dienen - sieht genauso aus wie früher jedoch benutzt er als Engine Dolphin ) und heute nur noch als Webbrowser dient Aussehen der Verzeichnis-Symbole ändern Klicken Sie das gewünschte Verzeichnis mit der rechten Maustaste an und wählen Eigenschaften - nun klicken Sie im sich önenden Fenster auf das Symbol - im nächsten Fenster markieren Sie das gewünschte Symbol Menüleiste anzeigen Zumindest unter Ubuntu word die Menüleiste standardmäÿig nicht angezeigt - um dies zu ändern klicken Sie ganz rechts auf das Symbol mit dem Schraubenschlüssel und wählen Menüleiste anzeigen Seitenleisten einrichten Standardmäÿig zeigt Dolphin nur die linke Seitenleiste mit dem Orte-Menü, Dolphin besitzt jedoch auch rechts eine Seitenleiste die Informationen zur gerade markierten Datei/Verzeichnis oder über die über die sich der Mauszeiger gerade bendet anzeigt - die Seitenleisten können jedoch noch mehr. Aktivieren Sie im Menü Ansicht - Seitenleisten die gewünschten Optionen oder deaktivieren unbenötigte: Orte - zeigt in der linken Leiste das Orte-Menü - siehe Bild Informationen - zeigt in der rechten Leiste Informationen zur aktuell markierten Datei/Verzeichnis oder über der sich der Mauszeiger gerade bendet, zeigt etwa auch an wie viele Dateien man gerade markiert hat Ordner - zeigt in der linken Seitenleiste (kann ohne Probleme zusammen mit Orte verwendet werden) die gesammte Verzeichnisstruktur Suchen - hilft bei der genaueren Auswahl der Art von Dateien bei der Desktop-Suche und wird in der rechten Seitenleiste angezeigt (kann ohne Probleme zusammen mit Informationen verwendet werden) Terminal - zeigt am unteren Fensterrand die Konsole an die beim Wechsel von Verzeichnissen dort automatisch mit springt 173

174 48.24 Dateimanager Dolphin anpassen 48 TIPPS ZU KDE Werkzeugleiste von Dolphin anpassen Um die Werkzeugleiste von Dolphin anzupassen, also etwa weitere oft benötigte Schaltächen einzufügen und unbenötigte zu entfernen klickt man im Fenstermenü von Dolphin auf Einstellungen - Werkzeugleisten einrichten Abbildung 85: Werkzeugleisten bon Dolphin einrichten Nun önet sich das oben angezeigte Fenster, in der rechten Hälfte sehen Sie die die in Dolphins Werkzeugleiste liegenden Schaltächen und in der linken die verfügbaren. Um nun eine Schaltäche aus der linken in die rechte Hälfte - also in die Werkzeugleiste zu bekommen markieren Sie diese per Klick darauf und klicken dann in der Mitte des Fensters auf den Pfeil nach rechts, nun kann man mit den Pfeilen auf und ab die Position der Schaltäche ändern, per Klick auf Anwenden wird die Einstellung übernommen. Um unbenötigte Schaltächen aus der Leiste zu entfernen gehen Sie einfach umgekehrt vor. Nicht alle Schaltächen haben auch grasche Symbole - sodass nur der Schriftzug auf der Schaltäche zu sehen ist, um dies zu ändern markieren Sie die Schaltäche per Klick und klicken auf Symbol ändern - nun können Sie ein beliebiges Symbol auswählen, weiters besteht die Möglichkeit per Klick auf Text ändern den angezeigten Text auf der Schaltäche anzupassen. Sind zu viele Symbole in der Werkzeugleiste so nden Sie fanz rechts in der Werkzeugleiste einen kleinen Pfeil der diese per Klick darauf anzeigt Fensteransicht anpassen Dolphin hat natürlich auch verschiedene Ansichten - diese lassen sich entweder über die Schaltächen, über das Menü Ansicht - Ansichtsmodus oder mit den Tastenkombinationen normale groÿe Symbole Strg Details - in einer Liste Strg Spalten - per Klick auf Verzeichnis önet sich dieses in einer neuen Spalte Strg Tabelle 31: Tastenkombinationen - Dolphin - Ansicht 174

175 48.24 Dateimanager Dolphin anpassen 48 TIPPS ZU KDE Filterleiste - Dateien suchen Dolphin bietet eine Filterleiste (siehe Bild am unteren Fensterrand), über diese lassen sich Dateien nach dem Namen im aktuellen Verzeichnis suchen - alle nicht passenden werden ausgeblendet. Diese Option schaltet man über das Menü Extras - Filterleiste anzeigen frei und startet auch mit dem Dateimanager automatisch bis sie wieder geschlossen wird Verschiedene Ansichten für verschiedene Verzeichnisse Standardmäÿig önet Dolphin jedes Verzeichnis in dieser Ansicht wie Sie es verlassen haben, haben Sie in einem Verzeichnis die Vorschau aktiviert wird dieses Verzeichnis auch beim nächsten Betreten wieder in dieser Ansicht geönet - jede Einstellung bleibt erhalten, möchten Sie stattdessen für jedes Verzeichnis die selbe Ansicht verwenden können Sie dies im Menü unter Ansicht - Ansicht anpassen ändern Zum Datei/Verzeichnisnamen weitere Infos anzeigen Dolphin zeigt standardmäÿig unter einer Datei/einem Verzeichnis nur den Datei-/Verzeichnisnamen an - dies können Sie wenn Sie wollen ändern im Menü Ansicht -Ansicht anpassen - zusätzliche Informationen Zu den zusätzlichen Informationen gehören etwa: Gröÿe - Dateigröÿe Datum - erstellt/verändert Zugrisrechte Eigentümer - Besitzer der Datei Gruppe - die Gruppenzugehörigkeit der Datei Typ - Dateityp Verknüpfungsziel - bei Verknüpfungen wird der Pfad zur Original-Datei angezeigt Adressleisten-Ansicht ändern Normal zeigt Dolphin nur Schalter für die jeweiligen Verzeichnisse in der Adressleiste an - diese kann man jedoch zum schnelleren navigieren auch editierbar machen - im Menü Ansicht - Adresse - Editierbare Adressleiste Terminal in einem bestimmten Verzeichnis önen Dolphin kann schon ohne zusätzliches Plugin ein Terminal im aktuellen Verzeichnis önen - im Menü Extras - Terminal öffnen oder mit der Tastenkombination + Umschalt + F Dolphin auf Einfach-/Doppelklick umschalten KDE also auch Dolphin arbeitet standardmäÿig mit Einfachklick zum Önen von Dateien, Verzeichnissen und zum Starten per Desktop-Icons, ebenso zum Markieren von Dateien und niicht mit Doppelklick. Um auf Doppelklick umzustellen - siehe: Von Einfachklick auf Doppeklick umstellen Markiert werden Dateien im Einfachklick-Modus entweder per +Klick 175

176 D-Eekte unter KDE 48 TIPPS ZU KDE STRG + Mausklick oder - wenn man mit dem Mauszeiger über eine Datei fährt erscheint ein kleines Plus (+) - auf diese klickt man - zum abwählen erscheint ein Minus (-) Dem Kontextmenü weitere Aktionen hinzu fügen Das Kontextmenü das erscheint wenn Sie Rechts klicken ist an und für sich schon sehr gut gefüllt - es lässt sich jedoch um so einige interessante Funktionen erweitern indem Sie um Menü Einstellungen - Dolphin einrichten - Dienste - Neue Dienste herunterladen wählen, diese erscheinen dann entweder direkt im Kontextmenü oder im Kontext-Untermenü Aktionen Mülleimer automatisch leeren Der Mülleimer von KDE lässt sich automatisch leeren, dies lässt sich im Menü Einstellungen - Dolphin einrichten - Mülleimer einrichten, so lässt sich das automatische Leeren etwa so einrichten dass jede Datei nur eine gewisse Zeit im Eimer bleiben darf bis sie komplett gelöscht wird oder sich das Verzeichnis des Mülleimers auf eine gewisse Gröÿe beschränkt wird - hier lässt sich auch festlegen welche Dateien dann zuerst gelöscht werden - etwa die gröÿten Löschen, Kopieren und Verschieben nach im Kontextmenü anzeigen Dateien/Verzeichnisse lassen sich auch direkt über das Kontextmenü löschen - so werden diese nicht in den Mülleimer geschoben oder direkt über das Kontextmenü in ein beliebiges Verzeichnis verschieben/kopieren, diese Einträge fügt man getrennt im Menü Einstellungen - Dolphin einrichten - Allgemein - Kontextmenü hinzu Gröÿenregler/Speicher-Infos anzeigen Der Gröÿenregler verändert die Gröÿe der Symbole im Dateimanager per Schieberegler und die Speicherplatz-Informationen zeigen per Balken belegten und freien Speicherplatz auf der aktuellen Partition an - siehe Bild, diese kann man auch getrennt voneinander aktivieren im Menü Einstellungen - Dolphin einrichten - Allgemein - Statusleiste Fenster teilen oder neuer Tab Dolphin lässt sich zum einfachen Kopieren oder Verschieben von Dateien/Verzeichnissen in zei Fenster-Hälften teilen, dazu klickt man einfach auf die Schaltäche Teilen - nun zeigen beide dasselbe Verzeichnis an. einfach in eines der beiden klicken damit dieses aktiviert wird und damit in das gewünschte Verzeichnis wechseln, zugleich lassen sich auch beliebig viele Unterfenster in Tabs önen per Menü Datei - Neues Unterfenster oder mit der Tastenkombination + Strg + T D-Eekte unter KDE Unter KDE 3 war noch Compiz zuständig für die 3D-Eekte, ab KDE 4 ist hier nur noch der Fenstermanager Kwin selbst dafür verantwortlich - so ndet man unter KDE nun die Einstellungen dazu auch nur noch in den KDE-Systemeinstellungen und Compiz ist nicht mehr dafür nötig. Viele der 3D-Eekte sind nicht nur optisch schön sondern auch nützlich und Zeit - sparend. 176

177 D-Eekte unter KDE 48 TIPPS ZU KDE Abbildung 86: 3D-Eekte - Systemeinstellungen Wie schon beschrieben sind so einige der 3D-Eekte von KDE nicht nur optisch schön sondern auch hilfreich und sparen Zeit und belasten weder die Grakkarte noch die CPU sonderlich. Damit diese funktionieren benötigt man jedoch eine 3D-Grakkarte mit aktivierten Treibern - wobei hier jedoch schon eine normale Intel-Onboard-Karte wie sie in vielen Note- und Netbooks verbaut ist Aktivieren der 3D-Eekte Sind die Graktreiber installiert - dies können Sie mit dem Befehl glxgears auf der Konsole/dem Terminal überprüfen sollten sich die Zahnräder drehen - siehe Bild: oder auch mit dem Befehl: Abbildung 87: glxgears - Graktreiber testen 177

178 D-Eekte unter KDE 48 TIPPS ZU KDE glxinfo auf der Shell, scrollen Sie nach der Eingabe des Befehls zurück hinauf - hier sollte zumindest direct rendering: Yes stehen wie hier im Beispiel: name of display: :0 display: :0 screen: 0 direct rendering: Yes server glx vendor string: SGI server glx version string: 1.4 Nun können Sie in den KDE-Systemeinstellungen Arbeitsflächen-Effekte - Allgemein kontrollieren ob diese aktiviert sind - dies sehen Sie an der aktivierten Option Arbeitsächen-Eekte beim Start aktivieren. Wenn Sie die 3D-Eekte zeitweilige deaktivieren wollen können Sie dies mit der Tastenkombination: + + Alt + Umschalt + F12 tun und mit der gleichen Tastenkomanination wieder aktivieren D-Eekte auswählen Sie müssen natürlich nicht alle Eekte aktivieren sondern nur diejenigen die Sie auch wirklich benötigen, dies können Sie in den KDE-Systemeinstellungen Arbeitsflächen-Effekte - Alle Effekte regeln. Die Checkbox vor einem Eekt aktiviert oder deaktiviert einen Eekt nach einem Klick auf Anwenden. Bei vielen Eekten nden Sie am Ende der Zeile eine Schaltäche mit einem Schraubenschlüssel darauf - hier können Sie diese weiter kongurieren, etwa die Geschwindigkeit der Ausführung oder optische Details und auch die Tastenkombination mit der diese gestartet werden. Auf dem Reiter Allgemein können Sie nun Grundeinstellungen treen welcher Eekt etwa für den Fensterwechsel + Alt + Tab zuständig ist, welcher für den Arbeitsächen-Wechsel - hierfür muss derjenige Eekt natürlich aktiviert sein - nicht aktivierte werden transparent dargestellt Mausgesten für 3D-Eekte In Kombination mit Mausgesten wirken die 3D-Eekte besonders Eektiv, anstatt man etwa eine Tastenkombination eingibt wenn man gerade die Hand auf der Maus hat bewegt man einfach den Mauszeiger an eine bestimmte Bildschirm- Ecke und startet damit den Arbeitsächen-Wechsel der alle virtuellen Arbeitsächen anzeigt und per Klick auf die gewünschte diese önet. Diese Einstellungen nden Sie in den KDE-Systemeinstellungen unter Verhalten der Arbeitsfläche - Bildschirmränder Hier nden Sie eine Darstellung des Bildschirms mit Schaltächen an den Rändern und Ecken, klicken Sie auf eine dieser önet sich deren Kontextmenü über das sich der gewünschte Eekt aktivieren lässt. - Nicht aktivierte Eekte sind hier transparent dargestellt Eekte Hier eine kleine Auistung der Eekte: Bildschirm für Systemverwaltungsmodus abdunkeln Passwort fragen abgedunkelt. Hiermit wird der Bildschirm bei Fenstern die nach dem Administrator- Eltern-Fenster abdunkeln Hiermit wird wenn ein Fenster ein Unter-Fenster önet das vorige abgedunkelt - hilft bei der Konzentration wenn man viele Fenster geönet hat. 178

179 D-Eekte unter KDE 48 TIPPS ZU KDE Inaktive abdunkeln Dunkelt gerade nicht aktivierte Fenster etwas ab - hilft bei der Konzentration Nach hinten rutschen Ein interessanter Eekt der wenn man ein weiter hinten liegendes Fenster aktiviert das oder die vorderen zur Seite schwenkt und dann nach hinten - sieht gut aus Abmeldung Wenn man sich abmelden will - also die Nachfrage zur Bestätigung der Abmeldung erscheint wird der restliche Bildschirm grau Anmelden Der Bildschirm wird beim KDE-Start langsam von Grautönen in Farbe gewandelt Arbeitsäche aus-/einblenden Beim Wechsel der virtuellen Arbeitsäche wird die aktuelle Arbeitsäche verkleinert und die zu der man wechselt vergröÿert - sieht spektakulär aus Auseinanderfallen Lässt zu schlieÿende Fenster in viele Stücke auseinander fallen Explosion Lässt zu schlieÿende Fenster explodieren Fenster hervor heben Heb das Fenster über das sich der Mauszeiger in der Fensterleiste gerade bendet optisch hervor Gleiten Wieder ein Eekt für den Arbeitsächen-Wechsel, Fenster fahren beim Wechsel wie in einem Bahnhof am Bildschirm vorbei Herein gleitende Aufklapp-Fenster Fenster die etwa Nafragen stellen gleiten vom Bildschirm-Rand in die Mitte Hereinzoomen Fenster die geönet werden werden von ganz klein auf Normal-Gröÿe gezoomt Mausspur Lässt Sie auf dem Bildschirm zeichnen, gut etwa für Presäntationen Minimieren-Animation Animiert das Minimieren von geöneten Fenstern Schweben Transparenz Nachfrage-Fenster und Dialog-Fenster schweben in den Bildschirm Macht Fenster unter gegebenen Umständen - etwa beim verschieben transparent Abbildung 88: Kwin - Transparenz Verblassen Fenster die geönet oder geschlossen werden erscheinen nicht ruckartig sondern werden von verschwommen zum richtigen Fenster und umgekehrt Verwischen Halb transparente Fenster verschwimmen leicht 179

180 D-Eekte unter KDE 48 TIPPS ZU KDE Vorschaubild in der Fensterleiste Wenn man sich über dem Eintrag eines geöneten oder minimierten Fensters mit dem Mauszeiger bendet wird von diesem ein kleines Vorschaubild angezeigt, besonders gut bei vielen geöneten und grupperten Fenstern - dann werden alle Fenster einer Gruppe angezeigt und bei Klick auf das gewünschte nur dieses in den Vordergrund geholt oder geönet Abbildung 89: Kwin - Vorschaubilder in der Fensterleiste Wabbernde Fenster Eigentlich nur optisch, hat ansonsten keinen Nutzen - beim Verschieben von Fenstern sind diese nicht steif sondern wirken wie aus Gummi Abbildung 90: Kwin - Wabbernde Fenster Wunderlampe Ein Eekt zum Minimieren von Fenstern - beim Minimieren werden diese verkleinert als wenn sie in Jeany's Flasche verschwinden würden Bilder pro Sekunde anzeigen erneuert Dient als kleine Information - Status der Grakkarte wie viele Bilder diese in der Sekunde 3D-Fenstergallerie Ein Eekt zum Fenster-Wechsel - + Alt + Tab die geöneten und minimierten Fenster werden in einem Kreis herum aufgestellt und mit jedem Druck auf die Tabulator-Taste Arbeitsächen ein Fenster weiter gedreht, ja nach Einstellungen alle Fenster einer Arbeistäche oder aller Abbildung 91: Kwin - 3D-Fenstergallerie 180

181 D-Eekte unter KDE 48 TIPPS ZU KDE 3D-Fensterstapel Wieder ein Eekt für den Fenster-Wechsel - + Alt + Tab wenn man die Geschichte per Tastenkombination Alt + Tab + kennt - es ist dasselbe, Fenster werden seitlich hintereinander aufgereiht und mit jedem Druck auf die Tabulator-Taste kommt eines nach vorne Abbildung 92: Kwin - Fensterstapel Animation Arbeitsächen-Würfel Der wohl spektakulärste Eekt zum Wechsel der virtuellen Arbeitsächen, je nach Menge der virtuellen Arbeistächen wird ein zweiseitiges Blatt bis zu einem Würfel mit 99 Seiten mit den virtuellen Arbeistächen angelegt und dieser gedreht bis man zur richtigen Arbeitsäche angekommen ist Abbildung 93: Kwin - Arbeitsächen-Würfel Arbeitsächen-Umschalter (Raster) Der wohl eleganteste und nützlichste Eekt zum Wechsel der virtuellen Arbeist- ächen, am besten per Mausgeste oder Tastenkombination gestartet erscheinen alle virtuellen Arbeistächen auf dem Bildschirm mit den darin geöneten Fenstern, die Fenster darin kann man zwischen den Arbeitsächen verschieben wie man will, per Klick auf ein gewünschtes Fenster wird genau dieses Fenster auf der gewünschten Arbeitsäche geönet Abbildung 94: Kwin - Raster Arbeitsächen-Würfel Sollte in Kombination mit dem Eekt Animation Arbeitsächen-Würfel angewendet werden 181

182 48.26 Die KDE-Kontrollleiste 48 TIPPS ZU KDE Fenster anzeigen Intelligent, nützlich - alle Fenster - je nach Einstellungen nur die von der aktuellen Arbeitsäche oder die Fenster aller Arbeitsächen werden verkleinert auf dem Bildschirm angezeigt - per Klick auf das gewünschte wird dieses geönet Abbildung 95: Kwin - Fenster anzeigen Fenstergröÿe ändern Eine kleine Beschleunigung beim Ändern der Fenster-Gröÿe, normalerweise wird der Inhalt von Fenstern beim Ändern der Gröÿe mit aktualisiert - was natürlich der CPU etwas Kraft ab verlangt - diese Option aktualisiert den Fenster-Inhalt erst dann wenn die Gröÿenänderung abgeschlossen ist Programmstartanzeige Das hüpfende Icon neben dem Mauszeiger wenn man ein Programm startet ist unter KDE seit langem etwas unnatürliches - es hüpft so lange wie es eingestellt worden ist und verschwindet nich genau dann wenn das Programm geönet ist - dieses Plugin behebt dieses Problem Arbeitsächen-Vergröÿerung Vergröÿert die komplette Arbeitsäche - besser gesagt den Bereich an dem man mit der Maus gerade unterwegs ist, man könnte es wie die Bildschirm-Lupe für den ganzen Bildschirm bezeichnen Bildschirm-Lupe Vergröÿert nur einen bestimmten Fleck - nicht den ganzen Bildschirm, besonders etwa für kurzzeitiges Vergröÿern geeignet Invertieren Verändert die Farben des Desktops und der Fenster sodass man wenn man Probleme mit den Farben hat diese besser erkennen kann Lupe Vergröÿert nur den Bereich unter der Maus Maus-Position nden Zeigt per Tastenkombination den Aufenthaltsort des Mauszeigers Die KDE-Kontrollleiste Die KDE-Kontrollleiste sowie die darin liegenden Einträge sind alles Plasmoiden - also Miniprogramme wie jedes andere Teil am KDE-Desktop, die Konguration ist durch die Masse an Plasmoiden etwas pingelig - doch es funktioniert. Abbildung 96: KDE-Kontrollleiste - Einstellungen Um Änderungen an der Kontrollleiste vornehmen zu können müssen die Miniprogramme entsperrt sein (Rechtsklick auf eine freie Stelle am Desktop - Miniprogramme entsperren), dann kann man auf eine beliebige Stelle in der Leiste mit der rechten Maustaste klicken - am einfachsten jedoch unter der Uhr und Einstellungen für Kontrollleiste - Kontrollleisten-Einstellungen wählen. Nun önet sich oberhalb der Leiste eine höhere Leiste - siehe Bild oben, hier lässt sich indem man auf Bildschirmkante klickt und die Leiste an den gewünschten Bildschirm-Rand zieht an den jeweiligen Rand legen - so kann man die Kontrollleiste an den oberen Bildschirm-Rand, nach links, nach rechts oder wieder zurück nach unten 182

183 48.27 Gwenview - der KDE-Bildbetrachter 48 TIPPS ZU KDE legen. Klickt man auf die Schaltäche Höhe kann man die Höhe der Leiste ändern, über die Schaltäche Weitere Einstellungen kann man die Leiste zum Beispiel automatisch ausblenden lassen und weiteres. Weiters nden Sie links und rechts in der Leiste an den Rändern Schaltächen mit denen Sie die Länge der Kontrollleiste beeinussen können. Wie schon beschrieben ist jedes Element in der Kontrollleiste ebenfalls ein Plasmoid das Sie ebenfalls verschieben oder entfernen können, ebenfalls können Sie ganz einfach weitere Plasmoiden hinzufügen indem Sie auf eine freie Stelle am Desktop mit der rechten Maustaste klicken und Miniprogramme hinzufügen wählen. Natürlich können Sie auch eine weitere Kontrollleiste hinzufügen um etwa wie unter GNOME 2 mit zwei Leisten zu arbeiten Gwenview - der KDE-Bildbetrachter Der KDE-Bildbetrachter Gwenview kann nicht nur einfach Bilder anzeigen sondern er hat um einige Funktionen mehr eingebaut. Sie nden links eine Leiste die unten drei Schaltächen Anzeigt: Ordner - hiermit können Sie schnell durch die Verzeichnisse navigieren Information - hiermit werden alle möglichen Informationen über das gerade angezeigte Bild gezeigt Operationen - bietet die Möglichkeit einige kleine schnelle Bearbeitungen durch zu führen, darunter das Drehen eines Bildes, Spiegeln - also umkehren, Skalieren (die Gröÿe des Bildes ändern) und das Entfernen von roten Augen, weiters lässt sich das gerade angezeigte Bild direkt aus Gwenview heraus umbenennen, entfernen oder gleich komplett löschen, kopieren und verschieben sowie etwa mit einem anderen Bilbearbeitungsprogramm önen ShowFoto Bildbetrachter mit P Abbildung 97: Gwenview - KDE-Bildbetrachter ShowFoto ist eigentlich ein Bildbetrachter - doch dahinter steckt auch eine Bildbearbeitung die gerade auf Digitalfotos zugeschnitten ist. 183

184 48.28 ShowFoto Bildbetrachter mit P 48 TIPPS ZU KDE Abbildung 98: ShowFoto - KDE Bildbetrachter Wie der Name schon sagt sollte ShowFoto eigentlich ein Bildbetrachter sein - doch die Entwickler haben sich dabei einiges mehr gedacht, sie haben eine Bildbearbeitung eingebaut die gerade auf Digitalfotos zugeschnitten und einfach zu bedienen ist. Önen Sie das Programm zeigt dieses ein leeres Fenster - nun gilt es einfach mit den Schaltächen Önen eine einzelne Datei und mit Ordner önen ein ganzes Verzeichnis zu laden Der Aufbau von ShowFoto Links nden Sie die Bildlaueiste die alle geladenen Bilder in einer Minitaturansicht anzeigt, in der Mitte das Bildanzeigefenster und rechts die ausklappbare Infoleiste, im Fenstermenü selbst nden Sie die Funktionen für die Bildbearbeitung Arbeiten mit ShowFoto Das Programm ist sehr einfach zu bedienen, mit den Schaltächen laden Sie Önen eine einzelne Datei und mit Ordner önen ein ganzes Verzeichnis, per Klick auf ein Bild in der Vorschauleiste laden Sie dieses, mit den Schaltächen (Pfeile) oder mit der Leertaste gehen Sie ein Bild weiter und mit der Backspace-Taste ein Bild zurück. Per Menü Ansicht - Diaschau önen Sie die Diaschau im Vollbildmodus die automatisch alle paar Sekunden ein neues Bild aus den geladenen anzeigt, wenn Sie mit der Maus in den rechten oberen Bereich fahren können Sie diese etwa anhalten oder anderweitig beeinussen und beenden, unter Einstellungen - ShowFoto einrichten - Diaschau können Sie die Zeit einstellen die das Programm zur Ansicht eines Bildes wartet und automatisch weiter schaltet. Bildbearbeitung Sie nden im Fenstermenü Menüs die das Verbessern und Bearbeiten eines Bildes erlauben und wie schon beschrieben genau auf digitale Kamerafotos zugeschnitten ist, darunter: Farbe: automatische Korrektur > bringt wirklich sehr gute Ergebnisse, sowie weitere Funktionen um Helligkeit, Kontrast und einigem weiteren 184

185 49 NÜTZLICHE PLASMOIDEN (MINIPROGRAMME) FÜR KDE Verbessern: Bildfehler entfernen, Schärfen, Entschärfen, entfernen von roten Augen und weiteres Transformieren: Bilder lassen sich drehen, Skalieren (vergröÿern/verkleinern), zuschneiden und dergleichen Dekorieren: hiermit können Sie etwa einen Rahmen aufsetzen, einen Text einfügen Filter: damit lassen sich einige Eekte ins Bild bringen Das Arbeiten mit der Bildbearbeitung ist sehr einfach, wollen Sie etwas bearbeiten teilt sich das Anzeigefenster in zwei Hälften, links sehen Sie den Originalzustand und rechts wie das Bild nach der Bearbeitung aussehen würde, nach einem Druck mit der Enter-Taste wird die Bearbeitung übernommen oder mit der ESC-Taste abgebrochen, dann gilt es das Bild nur noch zu speichern. 49 Nützliche Plasmoiden (Miniprogramme) für KDE Plasmoiden sind so etwas ähnliches wie Apps unter Android - Plasmoiden waren nur einige Jährchen davor da - auch bevor es die Dinger unter Windows gab. Man ndet die Dinger indem man die Miniprogramme entsperrt (Rechtsklick auf eine Freie Stelle des Desktops - Weitere Erklärungen hier: KDE-Miniprogramme Plasmoiden ) Notizen Abbildung 99: Plasmoid - Notizen Notizen ist ein kleines Plasmoid das wie ein Notizzettel wirkt, davon lassen sich beliebig viele am Desktop verteilen, diese lassen sich mit Texten versehen und können so als kleine Erinnerungshilfe dienen für die man nicht unbedingt extra einen Editor starten möchte. 185

186 50 UNITY 50 Unity Abbildung 100: Unity - Desktop Unity ist die neue Standard-Oberäche für Ubuntu. Eigentlich wurde diese Desktop-Umgebung für Geräte mit kleinen Bildschirmen wie etwa Netbooks oder Tabletts entwickelt - doch Canonical (die Firma hinter Ubuntu) suchte einen Desktop der einfachst zu bedienen und vor allem wenige Kongurationsmöglichkeiten bietet. Hierbei geht es vor allem darum dass sich Canonical denkt Microsoft-User die vielleicht umsteigen möchten würden vor den vielen Kongurationsmöglichkeiten die Linux eigentlich bietet zurück schrecken (meiner Meinung nach steigt man gerade wegen der vielen Optionen um) Tipps zu Unity Das Unity - Anwendungsmenü Das Anwendungsmenü ist etwas ungewohnt, es ndet sich links in der Anwendungsleiste ganz oben, ein Klick darauf und es önet sich ein Bildschirm-füllendes Menü über das man nun durch das Eingeben der ersteb Buchstaben einer Anwendung danach suchen kann, je mehr Buchstaben man eingibt desto kleiner wird die Auswahl. Klickt man auf Mehr Anwendungen und hier wiederum auf Suchergebnisse ltern erscheint zumindest eine Kategorie-Auswahl. 186

187 50.1 Tipps zu Unity 50 UNITY Abbildung 101: Unity - Anwendungsmenü Links nden Sie das Menü mit den am meisten benutzten Anwendungen, nicht hier gewollte Anwendungen können Sie hier entfernen indem Sie das gewünschte mit der rechten Maustaste anklicken und im sich darauf önenden Kontextmenü auf Im Starter behalten klicken. Um darin eine Anwendung aus dem Anwendungsmenü abzulegen ziehen Sie sie einfach auf die Leiste Arbeitsächen-Umschalter unter Unity Den originalen Arbeitsächen-Umschalter im Panel gibt es nicht mehr, diesen erreichen Sie entweder über die Menüleiste links (das viergeteilte Kästchen) oder Sie Schalten die Arbeitsäche per Tastenkombination: + + oder Strg + Alt + Pfeiltasten auf/ab um Fenstermenüs unter Unity Die klassischen Fenstermenüs benden sich unter Unity nicht mehr in der Fensterleiste selbst sondern wenn Sie mit der Maus über das Panel fahren wird dieses sichtbar (für das gerade aktivierte Fenster) Systemeinstellungen unter Unity Um unter Unity Systemeinstellungen zu ändern klicken Sie ganz rechts oben in der Leiste auf das Zahnrad und wählen: Systemeinstellungen hier erhalten Sie Zugang zu allen graschen Einstellungen des Systems. 187

188 51 GNOME Tiefere Einstellungen zu Unity Um an etwas tiefer liegende Einstellungen zu Unity zu kommen installieren Sie das Paket: dconf-editor Nach der Installation von dconf-editor önen Sie per Tastenkombination: + Alt + F2 den Schnellstarter und geben den Befehl: dconf-editor ein. Klicken Sie hier auf: desktop - unity - panel und klicken doppelt in die Zeile unter value und geben hier: all ein. Ab sofort werden alle möglichen Anwendungen ihr Icon im Systray (oben rechts im Panel) ablegen. 51 GNOME 3 Abbildung 102: GNOME 3 - Anwendungsmenü GNOME 3 wurde in der gleichen Absicht entwickelt wie etwa Unity (siehe: 50), es soll auf kleinen Desktops ohne Probleme bedienbar sein und und Linux-Einsteiger nicht durch zu viele Kongurationsmöglichkeiten verwirren. Im Vergleich zu Unity jedoch gibt es bereits Quellen die zum Beispiel wieder einen Arbeitsächen-Umschalter und das altbekannte Anwendungsmenü ins Panel integrieren - jedoch kein zweites Panel (dies ist nicht vorgesehen). Zumindest nde ich dass GNOME 3 in der Benutzerfreundlichkeit besser ist als Unity Das GNOME 3 Anwendungsmenü Das Anwendungsmenü ist über die Schaltäche ganz links oben Aktivitäten 188

189 51.2 GNOME 3 Schnellstartleiste 52 DATEIVERWALTUNG: zu erreichen - dabei muss nicht mal geklickt werden sondern es genügt wenn man den Mauszeiger in die Ecke schiebt, hier ndet man nun einerseits ein Suchfeld (in das man nicht klicken muss) in dem man die ersten Buchstaben einer Anwendung eingibt die dann angezeigt werden - oder man klickt auf die Schaltäche: Anwendungen nun erscheinen in der Mitte alle installierten Anwendungen und rechts ein Kategorie-Menü GNOME 3 Schnellstartleiste GNOME 3 besitzt eine Schnellstartleiste in der man beliebte Anwendungen ablegen kann, diese ndet man ebenfalls wenn man links oben die Aktivitäten önet, nun ndet man links die Leiste, hier kann man unbenötigte Anwendungen einfach per Rechtsklick darauf und Aus Favoriten entfernen entfernen und Anwendungen aus dem Menü hinein ziehen GNOME 3 Arbeitsächen-Umschalter Auch unter GNOME 3 wurde der Arbeitsächen-Umschalter an eine andere Stelle verlegt, auch dieser verbirgt sich nun hinter den Aktivitäten önet man diese und fährt mit dem Mauszeiger ganz nach rechts klappt der Arbeitsächen-Umschalter aus. Standardmäÿig nden sich nur zwei virtuelle Arbeitsächen, hier fügt sich jedoch eine neue hinzu wenn Sie beide mit Programmfenstern füllen. Umgeschalten wird unter GNOME 3 zwischen den virtuellen Arbeitsächen nun entweder mit der Maus oder mit der Tastenkombination: + + oder Strg + Alt + Pfeil auf/ab Teil XXII Anwendungen 52 Dateiverwaltung: 52.1 Krename Krename ist ein kleines KDE-Programm das genau der UNIX-Philosophie folgt - klein aber das was es können soll kann es in allen Varianten und mit allen Funktionen. Krename ist dazu gedacht viele Dateien auf einen Schlag nach vom User vorbestimmten Mustern umzubenennen. 189

190 52.1 Krename 52 DATEIVERWALTUNG: Abbildung 103: Krename Nach dem Start von Krename zeigt sich der Reiter Datei über den sich die gewünschten Dateien hinzufügen lassen (vor allem bei vielen Bilddateien würde ich hier zuerst die Option Vorschau deaktivieren), der Reiter Ziel wird eigentlich nur dann benötigt wenn die zum Schluss umbenannten Dateien automatisch in ein anderes Verzeichnis verschoben werden sollen. Der Reiter Plugins bietet einige spezielle Funktionen - etwa für spezielles Sortieren, andere Sprache, Musikdateien, PDF, Exif-Infos, Datum usw. Der wichtigste Reiter ist nun Dateiname (siehe Bild) - hier werden die eigentlichen Einstellungen vorgenommen. Dateiname bietet folgende Optionen und bearbeitet den Namen selbst - etwa linux.png: ursprünglichen Dateinamen verwenden alter Dateiname in Kleinbuchstaben alter Dateiname in Groÿbuchstaben kapitalisieren benutzerspezischer Name belässt den alten Dateinamen an der Stelle wandelt alle Buchstaben zu kleinen Zeichen wandelt alle Buchstaben zu groÿen Zeichen macht den ersten Buchstaben groÿ entfernt den alten Namen komplett Tabelle 32: Krename - Optionen für Dateiname Erweiterung wiederum kümmert sich um die Dateiendung - etwa linux.png und kennt folgende Optionen: ursprüngliche Erweiterung verwenden alter Dateiname in Kleinbuchstaben alter Dateiname in Groÿbuchstaben kapitalisieren benutzerspezische Erweiterung belässt die alte Erweiterung wie sie ist wandelt alle Buchstaben zu kleinen Zeichen wandelt alle Buchstaben zu groÿen Zeichen macht den ersten Buchstaben groÿ entfernt die alte Erweiterung komplett Tabelle 33: Krename - Optionen für Erweiterung Präx dient dazu entweder vor dem originalen Dateinamen etwas hinzuzufügen oder den vorderen Namensteil zu bilden - etwa 1_linux.png und kennt folgende Optionen: Zähler Datum nichts ausgewählt fügt die laufende Nummer nach dem Zähler vorne an fügt das aktuelle Datum vorne an fügt vorne an was man im Feld daneben angegeben hat Tabelle 34: Krename - Optionen für Präx 190

191 53 MULTIMEDIA: Sux dient dazu den hinteren Namensteil zu setzen - etwa linux_1.png und kennt folgende Optionen: Zähler Datum nichts ausgewählt fügt die laufende Nummer nach dem Zähler hinten an fügt das aktuelle Datum hinten an fügt hinten an was man im Feld daneben angegeben hat Tabelle 35: Krename - Optionen für Sux Der Zähler im Fensterteil daneben bietet wiederum dann wenn man ihn in Präx oder Sux aktiviert hat Einstellungen zu diesem, der Startwert dient dazu anzugeben ab welcher Zahl zu zählen begonnen werden soll (falls die Dateien etwa in ein Verzeichnis eingefügt werden in der schon gezählte Dateien liegen). Die Anzahl der Stellen dient wiederum zur Angabe wie viele Stellen die Zahl haben soll - etwa 1 linux_1.png oder 4 linux_0001.png. Sie brauchen keine Angst zu haben - solange Sie nicht auf Abschlieÿen klicken werden die Änderungen nicht vorgenommen und im Dateifeld darunter wird der originale Dateiname sowie wie er nach den Änderungen aussieht angezeigt, weiters lässt sich die Änderung nach dem Klick auf Abschlieÿen noch rückgängig machen solange Sie das Meldefenster nicht schlieÿen. Aktivieren Sie unter dem Reiter Plugins Zusatzfunktionen nden Sie diese auf dem Reiter Dateiname auf dem Unterreiter Fortgeschrittenen-Modus. 53 Multimedia: 53.1 Amarok Musikplayer Amarok ist der Standard-Musikplayer von KDE - obwohl die Beszeichnung Musik-Player wohl etwas untertrieben ist, das Programm sucht selbst unter Programmen für die man bezahlen muss seinesgleichen. Abbildung 104: Amarok - Musikverwaltung Amarok strozt nur so vor Funktionen die man zur Verwaltung von groÿen Musik-Sammlungen benötigt (um MP3- Dateien abzuspielen installiert man sich das Paket gstreamer0.10-uendo-mp3), dazu zählen etwa: Equalizer, Coververwaltung, intelligente Playlisten, Meta-Tag's bearbeiten, Informationen zum Interpreten (Wikipedia), Anzeige des Liedtextes, Integration von Webradios, Integration von Podcasts und vielem mehr. 191

192 53.1 Amarok Musikplayer 53 MULTIMEDIA: Musik-Verzeichnisse hinzufügen Um Amarok zu zeigen in welchen Verzeichnissen er nach neuer Musik suchen soll wählen Sie Einstellungen - Amarok einrichten - Sammlung und versehen hier die gewünschten Verzeichnisse mit einem Häckchen, weiters sollten Sie hier festlegen das Amarok die Verzeichnisse rekursiv durchsucht (damit auch unterverzeichnisse durchsucht werden) Dateien aktualisieren Amarok untersucht die angegebenen Verzeichnisse ständig in einem gewissen Abstand - um Amarok anzuweisen den Datenbestand sofort zu aktualisieren klicken Sie auf Extras - Sammlung aktualisieren Playlisten erstellen Amarok ist in mehrere Unterfenster aufgeteilt, links nden Sie die vorhandenen Dateien, Podcasts, Online-Dienste und weiteres, rechts nden Sie das Playlisten-Fenster. Um nun eine Playlist mit Ihren gespeicherten Dateien zu erstellen muss lokale Sammlung links aktiviert sein - ist dies nicht der Fall klicken Sie auf das Icon mit dem Ordner und wählen lokale Sammlung, nun nden Sie die komplette Liste Ihrer gespeicherten Dateien. Markieren Sie nun eine oder mehrere Dateien und ziehen diese in das mittlere Fenster - dieses verändert nun seinen Inhalt - ziehen Sie die gewünschten Dateien auf zur Wiedergabeliste hinzufügen und die Dateien werden rechts in die Wiedergabeliste gestellt und die erste Datei sofort abgespielt Equalizer Unter Extras nden Sie den Equalizer den es nur noch zu aktivieren gilt Wiedergabeliste durchsuchen Um die vorhandene Wiedergabeliste zu durchsuchen klicken Sie wie links in der Sammlung über der Wiedergabeliste in das Suchfeld und geben die ersten Buchstaben des oder der Lieder die Sie suchen ein - mein Tipp: klicken Sie neben dem Feld auf den Schraubenschlüssel und aktivieren die Option nur Übereinstimmungen anzeigen, auch lässt sich hier festlegen nach was Sie direkt suchen lassen können Amarok erweitern Amarok lässt sich um so einige interessante Funktionen erweitern, dazu zählen etwa verschiedene Online-Radios (weltweit), diverse Podcasts und so einige weitere wie etwa ein Wecker, ein Programm das die Lautstärke nach eingestellter Zeit reduziert und dann ganz abstellt und vieles mehr. Dazu önen Sie in älteren Versionen Extras - Scriptverwaltung und in neueren Versionen Einstellungen - Amarok einrichten - Scripte Hier klicken Sie nun auf weitere Scripte herunterladen / oder Scripte verwalten Nun önet sich der Browser der online nach vorhandenen Erweiterungen sucht die Sie direkt über den Browser installieren können, danach muss Amarok neu gestartet werden. Online-Radios und dergleichen nden Sie dann indem Sie über der lokalen Sammlung auf das Ordner-Symbol klicken und Online-Dienste wählen, diese ziehen Sie einfach in die Fenstermitte. Zusatzfunktionen nden Sie entweder über Extras oder Einstellungen Amarok mit MySQL verbinden Amarok arbeitet standardmäÿig mit einer sqlite-datenbank, vor allem bei gröÿeren Datenmengen ist er dabei schneller und stabiler wenn er mit einer MySQL-Datenbank (siehe: Datenbankserver MySQL) läuft. Dazu legen Sie folgende Datenbank mit allen Rechten an: 192

193 53.2 K3b Brennen & Auslesen 53 MULTIMEDIA: Datenbank amarokdb Benutzername amarokuser Server localhost und ein entsprechendes Passwort ***** Tabelle 36: Amarok mit MySQL Nun önen Sie in den Einstellungen von Amarok: Einstellungen - Amarok einrichten - Datenbank und aktivieren externe Datenbank verwenden und geben die oben vergebenen Daten an Amarok - Stimmungsanzeige 115 Leider hat Amarok in KDE 4 keine Visualisierungen mehr (was sich aber sicherlich ändern wird), jedoch gibt es zumindest eine Funktion die die Höhen und Tiefen anzeigt - diese Funktion mach Amarok zumindest etwas farbiger und kostet keine CPU-Zeit - diese wird im Zeitstreifen angezeigt. Will man diese aktivieren installiert man sich das Paket: moodbar über den Paketmanager, weiters sucht man über die Script-Verwaltung das entsprechende Script oder man erstellt es sich selbst - Name moodbar.sh #!/bin/bash control_c() # Den Vorgang abbrechen, wenn der Nutzer Strg+c drückt { echo $1 > lastreadsong echo "Exiting..." exit } if [ -e lastreadsong ]; then read letodelete < lastreadsong rm "$letodelete" lastreadsong nd. -type f -regextype posix-awk -iregex '.*\.(mp3 ogg ac wma)' while read i do TEMP="${i%.*}.mood" OUTF=`echo "$TEMP" sed 's#\(.*\)/\([^,]*\)#\1/.\2#'` if [! -e "$OUTF" ]; then moodbar -o "$OUTF" "$i" done Dieses Script speichert man nun in den Verzeichnissen in denen die Musik-Dateien liegen, macht es per Rechtklick Eigenschaften - Zugrisrechte/Benutzerrechte ausführbar oder auch mit dem Befehl: chmod +x dateiname.sh auf der Konsole/dem Terminal und führt das Script mit dem Befehl: sh dateiname.sh aus. Nachdem der Vorgang abgeschlossen ist startet man Amarok neu und aktiviert in den Einstellungen: Einstellungen - Amarok einrichten - Allgemein - Stimmung 53.2 K3b Brennen & Auslesen K3b ist das Brennprogramm von KDE doch es ist nicht nur ein einfaches Brennprogramm sondern wird gerne mit Nero unter Microsoft verglichen. 193

194 53.2 K3b Brennen & Auslesen 53 MULTIMEDIA: Abbildung 105: K3b - Nero für Linux K3b ist ein Brennprogramm dass mit so vielen Funktionen um sich wirft dass es gerne mit Nero unter Microsoft verglichen wird. Angefangen vom erstellen von Daten-CD's/DVD's über Audio-CD's bis hin zu Video-DVD's, Video-CD's usw. brennt K3b ohne Probleme ISO-Dateien aller Formate, kann ISO-Dateien von CD's und DVD's erstellen und diese kopieren wobei K3b ohne Probleme jeden Kopierschutz umgeht Daten-Medium erstellen Um eine neue Daten-CD/DVD zu erstellen legen Sie diese in den Brenner ein und warten bis diese eingebunden wurde, nun klicken Sie einfach im unteren groÿen Feld auf Neues Daten-Projekt Nun erscheint unten das Datenfeld, wählen Sie aus den Verzeichnissen oben die gewünschten Dateien und ziehen diese einfach in das groÿe Datenfeld unten, der Balken füllt sich langsam und zeigt so wieviel Platz noch vorhanden ist. Haben Sie alle Daten zum Brennen vorbereitet klicken Sie links über dem Datenfeld auf Brennen - nun önet sich das Abschlussfenster, hier bieten sich auf den vier Reitern noch die Möglichkeiten das Brennen nur zu simulieren oder nur eine ISO-Datei (Abbild) zu erzeugen, auf dem Reiter Dateisystem können Sie den Namen des Mediums wählen, um den Vorgang abzuschlieÿen klicken Sie auf Brennen, ein kleiner Statusbalken zeigt nun den Fortschritt des Vorgangs an Audio-CD erstellen Um eine Audio-CD zu erstellen klicken Sie einfach unten im groÿen Feld auf Neue Audio CD und zieht die Musik-Dateien aus dem Verzeichnis-Fenster in das nun unten geönete Fenster, ein Balken zeigt wieviel Platz noch vorhanden ist. Ist das Erstellen abgeschlossen klicken Sie auf Brennen nun önet sich das Fenster für die letzten Einstellungen in dem Sie wie unter Daten-Medium erstellen letzte Änderungen vornehmen können. Nach einem Klick auf Brennen zeigt ein Statusbalken den Fortschritt an ISO-Datei brennen Um eine ISO-Datei zu brennen klicken Sie die zu brennende Datei einfach mit der rechten Maustaste an und wählen öffnen mit K3b 194

195 53.3 channels.conf erstellen 53 MULTIMEDIA: K3b trit automatisch die richtigen Einstellungen nun brauchen Sie nur noch auf Brennen zu klicken, ein Statusbalken zeigt den aktuellen Fortschritt an CD / DVD kopieren Um eine Daten-CD/DVD, Audio-CD oder Video-CD/DVD zu kopieren klicken Sie auf Medium kopieren und wählen im nächsten Fenster unter Quellmedium das zu kopierende Medium und unter Brennmedium den Datenträger auf den die Kopie erstellt werden soll. Haben Sie keine zwei Laufwerke wählen Sie Nur Abbild-Datei erzeugen und machen dann wie unter ISO-Datei brennen (siehe: ISO-Datei brennen) weiter, klicken Sie nun auf Start und ein Statusbalken zeigt den Vorgang an. Um kopiergeschützte Video-DVD's zu kopieren müssen Sie die Bibliothek libdvdcss2 (siehe: Video-DVD's mit Kopierschutz) installiert haben Audio-CD auslesen Manche Audio-CD's haben einen so ausgeippten Kopierschutz dass selbst die meisten Linux-Programme Probleme haben diese auszulesen, nicht so K3b, legen Sie die CD ein und wählen Audio-CD auslesen nach einem Klick auf Start wird der Vorgang gestartet und der aktuelle Status wird angezeigt Video-CD/DVD auslesen Die meisten Video-DVD's sind kopiergeschützt, deshalb müssen Sie die Bibliothek libdvdcss2 installiert haben (siehe: Video-DVD's mit Kopierschutz), wählen Sie nun je nach Medium Video-CD auslesen oder Video-DVD auslesen legen nun die letzten Einstellungen fest oder übernehmen den Vorschlag von K3b und klicken auf Start Wiederbeschreibbares Medium löschen Um ein Wiederbeschreibbares Medium zu löschen legen Sie dieses ein und klicken über dem Dateifenster auf Formatieren der aktuelle Status wird mit einem Balken angezeigt Einstellungen K3b macht automatisch sinnvolle Einstellungen zu Brenngeschwindigkeit, wenn Sie wenig Ahnung haben rate ich dazu diese so zu belassen wie sie K3b vorschlägt channels.conf erstellen Die meisten DVB-Programme (auÿer Kaeine) benötigen eine channels.conf um Fernsehprogramme anzuzeigen, diese ist einfach zu erstellen, schlieÿen Sie den DVB-Stick an oder bauen die Karte ein und installieren das Paket dvb-apps über den Paketmanager. Önen Sie nun im Dateimanager das Verzeichnis: /usr/share/dvb/dvb-t/ und suchen hier die Datei die Ihrer Region am nächsten liegt, zum Beispiel de-brandenburg, oder für Österreich at-ocial und kopieren diese Datei in Ihr Home-Verzeichnis. Wichtig ist nun das der DVB-Stick angeschlossen oder die Karte eingebaut ist - önen Sie nun eine Konsole oder ein Terminal und geben folgenden Befehl ein - ich nehme jetzt mal als Beispiel die Datei at-ocial: scan at-official > channels.conf Bis die channels.conf nun erstellt ist kann es je nachdem wie viele Sender erreichbar sind unterschiedlich lange dauern, ist der Eingabeprompt wieder zu sehen ist der Vorgang abgeschlossen und die können die zuvor kopierte Datei löschen. 195

196 53.4 VLC Media Player 53 MULTIMEDIA: 53.4 VLC Media Player Der Video LAN Client ist so ein Kleinod den man vielleicht von Mal zu Mal, für dies oder jenes benutzt - dabei ist er eines dieser Allround Genies dessen Qualitäten man erst erkennt wenn man ein wenig hinter die Kulissen blickt. Abbildung 106: VLC VLC kann einfach nur einzelne Videos oder Musikdateien abspielen, DVB-Kanäle anzeigen und aufzeichnen sowie Teletext anzeigen, die Musiksammlung verwalten, oder auch Streams aus dem Internet / Netzwerk empfangen und auch selbst streamen. Dabei braucht man nicht einmal zusätzliche Codecs installieren den VLC bringt bei der Installation diese schon selbst mit, alles was man gerade noch zum Ansehen von Video-DVD's benötigt ist die Bibliothek libdvdcss (siehe: Video-DVD's mit Kopierschutz) Mit VLC DVB-Fernsehen Um mit VLC DVB-Fernsehkanäle empfangen zu können benötigt man eine sogenannte channels.conf (siehe: channels.conf erstellen), hat man diese erst mal erstellt önet man VLC drückt die Taste l (kleines L) oder klickt auf die Schaltäche Wiedergabeliste anzeigen (untere Schalterreihe), man klickt nun in der Wiedergabeliste auf Medienbibliothek und nun mit der rechten Maustaste in das leere Feld und wählt Datei hinzufügen und wählt die erstellte channels.conf aus. Die channels.conf wird nun als Verzeichnis angezeigt - Klick auf den kleinen Pfeil davor - schon önet sich diese, unter KDE genügt ein einfacher Klick auf einen der Einträge, unter GNOME/Unity ein Doppelklick und nach kurzer Zeit önet sich der Kanal - sollte er nicht umschalten einfach wieder die Taste l drücken. Leider gibt es keine komfortablere Möglichkeit zwischen den Kanälen umzuschalten als wieder in die Wiedergabeliste zu wechseln und den entsprechenden Eintrag anzuklicken. Standardmäÿig wird als Eintrag nur dvb:// angezeigt - um dies zu ändern klickt man den jeweiligen Eintrag an und wählt: Information 196

197 53.5 Media-Allrounder Xine-Ui 53 MULTIMEDIA: Unter Titel gibt man nun im sich önenden Fenster den Namen des Kanals ein und klickt auf Metadaten speichern, dies wiederholt man für alle Kanäle mit VLC DVB aufzeichnen Um mit VLC DVB-Sendungen aufzuzeichnen braucht man sich nur die nötige Schaltäche auf dessen Oberäche zu legen, dazu önet man das Menü Ansicht - Oberfläche anpassen und zieht im sich önenden Fenster aus dem Fenster Toolbar-Elemente den Button Aufnehmen direkt neben den Spacer (Pfeil links/rechts) und klickt auf Schlieÿen. Sollten andere Schaltächen verschwinden - VLC einfach neu starten. VLC speichert aufgenommene Sendungen unter /home/username/downloads/ Mit VLC digitalen Teletext sehen Um mit VLC digitalen Teletext zu sehen benötigt man wie oben beschrieben die channels.conf und das Paket vlc-pluginzvbi das man sich einfach über den Paketmanager installiert, nach einem Neustart von VLC ist die neue Schaltäche bei aktiviertem DVB über den unteren Schaltächen EPG für VLC Bei aktiviertem DVB bietet VLC natürlich auch einen elektronischen Programm Guide, dieser önet sich für den jeweils aktuellen Kanal im Menü unter: Extras - Programm Guide Musik und Video-Listen Zwar bietet VLC keine Warteschlangen aber wenn Sie die Taste l (kleines L) drücken kommen Sie in die Wiedergabeliste die unter My Computer alle Musikdateien im Verzeichnis Musik sowie die Videodateien unter Videos önet Stream empfangen und Streamen Um alle möglichen Streams zu önen oder selbst ins Netzwerk zu streamen önen Sie das Menü Medien - Netzwerkstream öffnen / Streamen 53.5 Media-Allrounder Xine-Ui Xine-Ui ist ähnlich wie VLC ein Media Player der so ziemlich alles kann und obendrein noch ein elegantes Design hat - ein weiterer Vorteil - Xine-Ui belastet die CPU so wenig wie kein anderes Programm dieser Klasse. Xine-Ui (wird durch das gleichnamige Paket über den Paketmanager installiert) kann einfach gespeicherte Musik- und Videodateien abspielen, jedoch auch ohne Probleme Video-DVD's abspielen (dazu muss jedoch das Paket libdvdcss2 installiert sein (siehe: Video-DVD's mit Kopierschutz) und ebenso DVB-Fernsehen anzeigen DVB-Fernsehen mit Xine-Ui Um mit Xine-Ui DVB-Fernsehkanäle zu empfangen benötigen Sie eine channels.conf (siehe: channels.conf erstellen), nach dem Erstellen der channels.conf müssen Sie Xine-Ui mindestens einmal starten, auf diese Weise wird das versteckte Verzeichnis.xine im Home-Verzeichnis des Users erstellt, in dieses Verzeichnis gehört nun die channels.conf, nun können Sie Xine-Ui starten und Sie nden im Steuerpanel die Schaltäche DVB, per Klick darauf startet das digitale Fernsehen. Umgeschalten wird mit dem Mausrad durch einfaches drehen und Klick auf den richtigen Kanal. 197

198 53.6 Project-X - aufgenommene Sendungen schneiden 53 MULTIMEDIA: Musikliste abspielen Um die ganzen Musikdateien anzuzeigen und abzuspielen önen Sie ganz links im Steuerpanel die Playliste, klicken Sie im sich nun önenden Fenster auf Hinzufügen und wählen nun die gewünschten Dateien aus Geschlossenes Bedienpult wieder anzeigen Haben Sie unabsichtlich das Bedienpanel geschlossen klicken Sie einfach in das Player-Fenster mit der rechten Maustaste und wählen Bedienpult anzeigen Ton aktivieren Hören Sie nach dem Einschalten von Xine-Ui keinen Ton nden Sie neben dem Info-Fenster im Bedienpult den Lautstärkeregler - schieben Sie diesen einfach nach oben Project-X - aufgenommene Sendungen schneiden Project-X ist eine Anwendung die mit DVB-Programmen aufgenommene Sendungen schneiden kann - das könnte man natürlich mit vielen - doch gerade mit DVB ausgestrahlte Sendungen sind zumeist sehr groÿ da sie sehr viele Daten enthalten die man zum Ansehen der Sendung eigentlich nicht benötigt wie etwa Teletext und weitere Informationen, Project-X entfernt nun diese Daten und lässt den reinen Film mit Ton übrig - diesen Vorgang nennt man demuxen. Abbildung 107: Project-X Project-X ist einfach zu bedienen - am besten erstellt man sich ein eigenes Verzeichnis und legt das zu bearbeitende Video dort hinein - denn Project-X erstellt bei der Bearbeitung mehrere Dateien, über File - Add önet man die aufgenommene Sendung, unter dem grünen Pfeil im Bild sehen Sie die Zeitleiste, darunter die Schalt- ächen mit denen Sie vor und zurück navigieren können (schneller, langsamer, einzelnes Bild usw.), daneben wieder sehen Sie zwei Schaltächen: Plus und Minus - mit diesen fügt man Schnittstellen hinzu. 198

199 53.7 mjpegtools - demuxte Videos zusammenfügen 53 MULTIMEDIA: Der kleine Pfeil in der Zeitleiste steht nun am Beginn der Aufnahme, bewegen Sie diesen nun zum Beginn der Sendung und klicken einmal auf das Plus, dies ist nun der Beginn - auch wenn davor nicht weg geschnitten werden soll klicken Sie einmal auf das Plus. Ist in der Sendung Werbung bewegen Sie den Pfeil der Zeitleiste nun zum Beginn dieser und klicken wieder auf das Plus - bis zum Beginn der Werbung wird die Zeitleiste nun grün, am Ende der Werbung klicken Sie nun wieder auf das Plus usw.. Am Ende der Sendung klicken Sie ein letztes Mal auf die Schaltäche Plus. Alles was nun grün dargestellt ist wird im geschnittenen Film angezeigt - der rote Teil wird entfernt. Ist das Schneiden abgeschlossen klicken Sie auf die Schaltäche Quickstart, das Prozessfenster wird gestartet, die Sendung wird geschnitten und der Ton angepasst, warten Sie bis im Prozessfenster done angezeigt wird dann ist die Bearbeitung beendet. Weitere Bearbeitung - siehe nächster Beitrag 53.7 mjpegtools - demuxte Videos zusammenfügen Um etwa mit Project-X demuxte Videos wieder zu einem Film zusammen zu fügen installiert man sich das Paket: mjpegtools Man önet nun das Verzeichnis in dem die Dateien des demuxten Videos liegen und önet darin eine Konsole oder ein Terminal. Möchte man nur ein normales Video erstellen kann man nun die Original-Datei (das aufgenommene Video.ts oder.m2t), die Protokoll-Datei (.txt) und die möglicherweise erstellte Audio-Datei (.ac3) löschen. Nun startet man mit dem Befehl: mplex -f 9 dateiname.m2v dateiname.mp2 möglicherweise_dateiname[1].mp2 -o gewünschter-videoname.mpg das Zusammenfügen und wartet bis der Vorgang abgeschlossen ist - Fertig Mixxx - DJ for Linux Mixxx ist ein einfacher Mixer-Player der alles nötige für die kleinen DJ's unter Linux integriert hat und einfach zu bedienen ist. Abbildung 108: Mixxy - DJ für Linux 199

200 53.9 Easytag - MP3-Tags bearbeiten 53 MULTIMEDIA: Mixxx benötigt wenig Kraft von der CPU - alle Funktionen sind gut beschrieben (einfach über den jeweiligen Schalter oder den Regler fahren), von der Überblendung angefangen bis hin zu Feintuning der Höhen und Tiefen funktioniert alles fein und so wie es soll per Mausklick oder auch per Mausrad. Links und rechts neue Musik zu laden funktioniert am einfachsten mit dem Menü File oder den Tastenkombinationen + Strg + O + + Strg + Umsch + O oder einfach per Rechtsklick auf den entsprechenden Song und der Wahl von Load to deck 1 Load to deck Easytag - MP3-Tags bearbeiten Easytag ist ein Programm mit dem sich MP3-Tags bearbeiten lassen und so einiges mehr. Abbildung 109: Easytag - MP3-Tags bearbeiten Easytag ist darauf spezialisiert die Metadaten von MP3-Dateien zu bearbeiten Wie arbeitet man mit Easytag? Easytag ist einfach zu bedienen, nach dem Start wählen Sie im linken Fenster das Verzeichnis aus in dem die zu bearbeitenden Dateien liegen - sofort danach durchsucht das Programm das Verzeichnis und lädt die Dateien ins mittere Fenster. Bei rot markierten Dateien hat Easytag einen Vorschlag etwas daran zu ändern - was nicht immer für glückliche Gesichter sorgt - man markiert einfach die erste zu bearbeitende Datei - die Daten dieser Datei werden nun ins rechte Fenster geladen, hier können Sie nun basteln und kleben wie Sie wollen, Bilder zu einzelnen Dateien können Sie einfach per Drag and Drop einfügen oder auch den entsprechenden Dialog benutzen. Zum Speichern markieren Sie einfach die entsprechende Datei oder alle - dazu dienen die zwei kleinen blauen Icons in der Mitte und klicken auf Speichern. 200

201 53.10 Easymp3gain MP3-Lautstärke anpassen 53 MULTIMEDIA: Wiedergabelisten erstellen m3u Um mit Easytag eine Wiedergabeliste zu erstellen markieren Sie die gewünschten oder einfach alle und klicken auf die Schaltäche Schreibe Wiedergabeliste - im gleichen Verzeichnis in dem die Dateien liegen wird nun auch die Datei der Wiedergabeliste erstellt und gespeichert Easymp3gain MP3-Lautstärke anpassen Je nachdem wo man sich eine MP3-Datei herunter lädt - zumeist haben die Teile unterschiedliche Lautstärken, mit Easymp3gain können Sie diese anpassen Wie arbeitet man mit Easymp3gain? Abbildung 110: Easymp3gain - MP3-Lautstärke Easymp3gain ist einfach zu bedienen (unter Ubuntu will das Programm kein komplettes Verzeichnis importieren - markieren Sie einfach die entsprechenden Dateien und wählen per Rechtsklick Önen mit), klicken Sie wenn Sie die Dateien alle geladen haben auf die Schaltäche mit der Lupe, nun werden die Dateien analysiert und die derzeitige Lautstärke der einzelnen Dateien in Dezibel angezeigt. Rechts neben den Schaltächen sehen Sie ein Eingabefeld - hier können Sie die gewünschte Lautstärke eintragen - bei über 100DB werden die Dateien zumeist nicht mehr sonderlich hörbar - vor allem der Bass wird etwas zerstörend für die Lautsprecher - ich selbst habe meine immer bei 100DB. Klicken Sie nun auf das Zahnrad neben der Lupe werden die Änderungen durchgeführt - lässt sich natürlich ohne Probleme wieder rückgängig machen Audacity - kleiner Audio-Pro Audacity ist eines dieser kleinen Programme denen man nicht viel zutraut - alleine durch die Dateigröÿe selbst, doch das nette kleine Programm kann mehr als man denken mag. 201

202 53.12 Kdenlive - der KDE-Video-Editor 53 MULTIMEDIA: Abbildung 111: Audacity - der kleine Audio-Pro Audacity kann vom konvertieren aller möglichen Audio-Dateien in andere Formate, Metatags bearbeiten, Schneiden, Rauschen entfernen, Spuren hinzufügen oder entfernen, ändern der Töne bis hin zum Hinzufügen von Eekten alles und noch mehr Installation von Audacity Zur Installation von Audacity genügt das Paket: audacity - alle weiteren nötigen Pakete werden automatisch nach gezogen, möchten Sie MP3-Dateien bearbeiten und erzeugen oder konvertieren müssen Sie zusätzlich das Paket lame installieren. Weiters wenn Sie Audacity über Synaptic installieren können Sie indem Sie das Paket mit der rechten Maustaste anklicken etwa Empfohlen wählen - darunter nden Sie weitere nützliche Plugins Arbeiten mit Audacity Audacity ist relativ einfach zu bedienen, gewünschte Stellen markieren und entfernen oder den gewünschten Eekt auswählen, weitere Dateien zum Hinzufügen über Datei - Importieren einfügen, zum Speichern oder konvertieren Datei - Exportieren das gewünschte Audio-Format wählen, wenn gewünscht noch die Meta-Daten anpassen und auf OK klicken. Es lohnt sich zu experimentieren Kdenlive - der KDE-Video-Editor Lange Zeit war die Video-Bearbeitung unter Linux etwas unprofessionelles - was sich in den letzten Jahren stark geändert hat, ein besonders professionelles Programm ist Kdenlive. 202

203 53.13 Jackd - der Audio-Echtzeit-Server 53 MULTIMEDIA: Abbildung 112: Kdenlive - der Video-Editor Kdenlive ist ein äuÿerst umfangreiches Programm mit dem sich auch professionelle Projekte erstellen lassen. Über Einstellungen lassen sich viele Vorlagen aller Art herunter laden. Und über Hilfe bekommen Sie Online ein ausgezeichnetes Handbuch Wie arbeitet man mit Kdenlive? Eigentlich gilt es unter Kdenlive nur eines wirklich zu verstehen - das Programm arbeitet viel mit Drag and Drop, so werden Videos einfach aus dem Dateimanager ins Fenster gehieft, ebenso wie Audio-Dateien und dergleichen, gerade nich gebrauchte Fenster (die eigentlich alles Module sind) werden einfach durch gerade benötigte ersetzt und verschoben. Auch Eekte, Übergänge und dergleichen werden einfach per Drag and Drop dort hin verschoben wo man sie benötigt. Wichtig ist sich zuerst einmal ein wenig umzusehen wo man was ndet denn Kdenlive strotzt nur so vor Funktionen. Ist das Projekt soweit fertig genügt ein Klick auf Rendern und die Datei wird im Home-Verzeichnis unter kdenlive gerendert und gespeichert Jackd - der Audio-Echtzeit-Server Jackd - besser bekannt als Jack ist ein Echtzeit-Audio-Server der es ermöglicht professionell mit Audio-Dateien zu arbeiten und Linux so zum professionellen Tonstudio zu machen. Jack nutzt die Echtzeit-Fähigkeit des Linux-Kernels (Realtime) um auf professionellem Niveau mit Audio-Dateien arbeiten zu können, dazu gibt es auch so einige nette Programme wie etwa vollkommene Tonstudio-Software - einige dieser Programme werden später vorgestellt Jack installieren Zur Installation des Echtzeit-Audio-Servers genügt es das Paket: jackd zu installieren, alle nötigen Abhängigkeiten werden automatisch installiert. 203

204 53.14 Ardour - Jackd 53 MULTIMEDIA: Jack aktivieren Um Jack zu aktivieren benutzt man am einfachsten das mit Jackd installierte Programm qjackctl, man ndet es im Anwendungsmenü unter Multimedia oder önet es mit dem Befehl: qjackctl Abbildung 113: Qjackctl - Jackd starten Nun klickt man auf Start und der Server sollte Sekunden später laufen - siehe Bild, werden Fehlermeldungen ausgegeben macht man sich über die Einstellungen her - zumeist liegt es daran weil man keinen richtigen Echtzeit-Kernel installiert hat (wie etwa unter Debian - diesen ndet man im Internet - erst die nächste Version Debian 7 Wheeze wird standardmäÿig einen voll funktionsfähigen Realtime-Kernel installiert haben) aber trotzdem in den Einstellungen die Option Echtzeit im Reiter Einstellungen aktiviert ist. Läuft Jack kann man jede Software starten die Jack zum laufen benötigt Ardour - Jackd Ardour ist eine ausgezeichnete Digitale Audio-Workstation die nur mit Jackd arbeitet für die man in der Welt von Microsoft tief in die Tasche greifen muss - da Ardour ein Professionelles Werkzeug ist kennt er keine MP3 - nur zur Info - Standard wäre etwa WAV. Abbildung 114: Ardour Ardour kann man am besten als professionellen Audio-Harddiskrecorder bezeichnen der ohne Probleme bei Studio- Aufnahmen seine Arbeit verrichten kann - etwas das nicht vorhanden ist gibt es nicht, eine seiner Stärken ist es auch 204

205 53.15 ZynaddSubFX - vollkommener Synthesizer 53 MULTIMEDIA: Schallplatten zu digitalisieren was selbst teure Programme sehr oft nur unzureichend erledigen. Damit Ardour funktioniert muss der Echtzeit-Audio-Server Jackd (siehe: Jackd - der Audio-Echtzeit-Server) laufen ZynaddSubFX - vollkommener Synthesizer Der unaussprechbare Name ZynaddSubFX steht für den am weitesten entwickelten Software-Synthesizer unter Linux. Abbildung 115: ZynaddSubFX - Software-Sybthesizer ZynaddsubFX ist wieder eines diesert Teile das zeigt was freie Software zu leisten vermag, das Programm startet im Beginner-Modus (im Bild der Pro-Modus), das Programm ist schon mit so einigen vorgefertigten Synthis vorbestückt die man über Instument - Show Instrumentbank önet wobei man narürlich seine eigenen erstellen und integrieren kann, es arbeitet tadellos mit Jackd (siehe: Jackd - der Audio-Echtzeit-Server) zusammen und benötigt diesen zum funktionieren Hydrogen - Drumsequenzer Hydrogen ist ein Drumsequenzer der unter Debian / Ubuntu bereits vollkommen mit Drumkits ausgestattet installiert wird. 205

206 53.17 DJplay - der Ultra-Party-Mixer 53 MULTIMEDIA: Abbildung 116: Hydrogen - Drumsequenzer Wie schon beschrieben wird Hydrogen unter Debian und Ubuntu bereits voll ausgestattet mit vorgefertigten Drumkits installiert die unter anderen Distributionen erst hinzugefügt werden müssen. Das Programm ist leistungsstark belastet die CPU jedoch nur wenig. Damit Hydrogen funktioniert muss der Echtzeit- Audio-Server Jackd laufen (siehe: Jackd - der Audio-Echtzeit-Server) DJplay - der Ultra-Party-Mixer DJplay ist ein Echtzeit-Mischpult das auch höchsten Ansprüchen genügen dürfte. DJplay läuft in Echtzeit - was höchsten Musikgenuss bedeutet. Damit das Programm läuft muss Jackd (siehe: Jackd - der Audio-Echtzeit-Server) laufen, DJplay verbindet sich jedoch zumindest unter Ubuntu nicht automatisch mit dem Audio-Server - was bedeutet man muss kurz selbst Hand anlegen, ein Klick in Qjackctl auf Verbinden und es önet sich das Verbindungsfenster das man so ähnlich wie ein Steckpult sehen könnte (im Bild rechts Mitte), klicken Sie links im Fenster auf DJPlay und rechts auf system - nun klicken Sie auf Verbinden und die Geschichte klappt. Dazu noch eine schnelle Kurzanleitung zu DJplay: so wie Sie im Bild DJplay sehen wird es automatisch gestartet, önen Sie im mittleren Dateifenster das Musik-Verzeichnis - markieren nun die gewünschte Datei und klicken im linken Playerfenster auf Load - die Datei ist nun links geladen, rechts dasselbe, unten im Bild sehen Sie das Fenster Mixer - hier klicken Sie einmal auf die Schaltäche PFL (Play File) damit diese aktiviert ist jetzt können Sie die Datei abspielen - siehe Fenster DJPlay im Bild. Das DJPlay sehr viele interessante Funktionen hat sieht man glaube ich schon am Bild selbst - lassen Sie sich überraschen. 206

207 53.18 Weitere Programme für Jack 53 MULTIMEDIA: Weitere Programme für Jack Abbildung 117: DJplay - Mixer Dies sind natürlich nicht alle verfügbaren Programme für Jack, suchen Sie einfach im Paketmanager nach jack und jackd, es gibt sehr viele interessante weitere Programme die das Musikstudio komplettieren QMMP - Musikplayer QMMP ist ein Audio-Player schnell wie nur selten ein grascher Player und ist auch für ältere Rechner ohne Probleme geeignet. Abbildung 118: QMMP - Musilplayer 207

208 54 NETZWERK QMMP ist ein frischer Audio-Player aus Russland und ist auch für ältere Rechner kein Problem, der Player ist in drei Unterfenster aufgeteilt, oben nden Sie den Player selbst, in der Mitte den Equalizer und darunter die Playlisten- Verwaltung, die Einstellungen zum Player nden Sie links neben der Aufschrift qmmp. Der Player lässt sich mit Designs verändern. 54 Netzwerk 54.1 Etherape Netzwerküberwachung Etherape ist eine Netzwerküberwachung der anderen Art, sie gibt den Netzwerkverkehr grasch wieder. Abbildung 119: Etherape Netzwerküberwachung Etherape zeigt wie schon beschrieben den gesammten Netzwerkverkehr grasch wieder, zeigt wenn möglich die Internet-Adresse in Worten ansonsten die IP an. Dabei hilft Etherape bei der Überprüfung des Eigenen Netzwerks oder hilft auch nur dabei die Neugier zu stillen mit wem das eigene System gerade kommuniziert. Gestartet wird Etherape nur als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) entweder über das Menü mit dem Eintrag Ethereape (as Root) oder ober die Konsole (Terminal) als Root mit dem Befehl: etherape 54.2 Zenmap - Server-Sicherheit überprüfen Vor allem wenn man sich das erste Mal einen Server im Internet mietet sollte man sicher gehen dass dieser auch nur solche Ports geönet hat die wirklich geönet sein sollen. 208

209 54.3 Konqueror - der KDE-Webbrowser 54 NETZWERK Abbildung 120: Zenmap - Portscanner Zenmap ist eigentlich nur eine grasche Oberäche für den Portscanner nmap der etwas kryptisch auf der Shell zu bedienen ist, Zenmap setzt hier auf und macht die Bedienung äuÿerst einfach indem man nur noch die entsprechende IP des Ziel-Rechners angibt. Gestartet wird Zenmap ausnahmslos mit Root-Rechten (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) - ansonsten sind die Ergebnisse sehr bescheiden. Man gibt nun einfach die IP-Adresse des Zielrechners in das Feld Ziel ein, wählt gegebenenfalls die Art des Scans Prol (intense scan zeigt einfach alles was nmap anzeigen kann) und wartet ab, der Scan kann ohne weiteres bis zu 5 Minuten oder auch mehr dauern, anschlieÿend zeigt Zenmap alle gefundenen Informationen wie etwa geönete Ports, das Betriebssystem, welche Dienste laufen und so einiges mehr Konqueror - der KDE-Webbrowser Konqueror ist der Standard-Webbrowser von KDE, auf Grund dessen das Konqueror etwas langsamer ist als etwa Firefox wird er oft nicht benutzt - doch das Programm hat andere Stärken von denen man sich erst bewusst werden muss Tipp installieren Sie zusätzlich zu Konqueror das Paket: konq-plugins Die Standard-Funktionen Über Bearbeiten - Suchen oder mit der Tastenkombination + Strg + F können Sie die gerade geönete Webseite nach Begrien durchsuchen Über Ansicht - Schrift vergröÿern/verkleinern oder auch mit der Tastenkombination + oder Strg + < / Strg + > können Sie die Schrift der Webseite vergröÿern/verkleinern 209

210 54.3 Konqueror - der KDE-Webbrowser 54 NETZWERK erweiterte Funktionen Fenster hier lässt sich der Browser in zwei oder mehr Hälften teilen sodass Sie mehrere Webseiten zugleich sehen können Extras - automatisch aktualisieren neu laden hiermit lässt sich die Webseite in von Ihnen bestimmten Intervallen automatisch Extras - Webseite archivieren Extras - Webseite übersetzen übersetzen damit lässt sich die komplette Webseite in ein Archiv packen mit dieser Funktion lässt sich die komplette Webseite in die gewünschte Sprache Extras - Text vorlesen vorlesen hiermit lässt sich kopierter Text wenn Sie die Sprachausgabe von KDE (jovie) aktiviert haben mehr Suchmaschinen für Konqueror Konqueror beinhaltet eine groÿe Anzahl von Suchmaschinen - die standardmäÿig aktivierten wechseln Sie einfach per Klick auf das Icon der gerade aktiven Suchmaschine im Suchfeld - klicken Sie in der Auswahl auf Suchmaschinen auswählen können Sie weitere aktivieren Cookies in Konqueror Cookies sind immer so eine Geschichte - einerseits speichern sie damit etwa die Ansicht eines Forums andererseits ermöglichen sie das ermitteln des Surfverhaltens durch Leute die davon nichts wissen sollten - unter Einstellungen - Konqueror einrichten - Cookies können Sie einrichten von welcher Webseite Sie solche Kekse annehmen wollen, von welcher nicht oder ob Sie bei jedem Cookie gefragt werden wollen, weiters können Sie hier etwa auch ermitteln welches Cookie welche Daten beinhaltet Werbeblocker in Konqueror Im Gegensatz zu anderen Browsern beinhaltet Konqueror schon einen Werbeblocker den Sie nur noch kongurieren müssen - so brauchen Sie die Blocklisten von Diensten nur noch zu aktivieren unter Einstellungen - Konqueror einrichten - Werbefilter - Automatischer Filter 210

211 54.4 Ktorrent - schnelle Downloads 54 NETZWERK Abbildung 121: Konqueror - Webbrowser 54.4 Ktorrent - schnelle Downloads Torrent ist eine Art von Dateitransfer die man auch mit Filesharing - also dem Tausch von Dateien nennen kann und ist besonders unter Linux beliebt um groÿe Dateien wie etwa Installations-CD's/DVD's aus dem Netz zu laden. 211

212 54.4 Ktorrent - schnelle Downloads 54 NETZWERK Abbildung 122: Ktorrent Wie funktioniert Torrent, wie schon beschrieben ist es eine Art des Fielsharings, einige an das Internet angeschlossene Rechner bieten Dateien an die man dann direkt von diesen Rechnern herunter lädt, was die ganze Gelegenheit dann so schnell macht ist das man nicht alles von einem Rechner zieht sondern von vielen Rechnern viele kleine Bruchstücke, diese Bruchstücke - auch wenn die Datei dann ganz heruntergeladen hat bietet man nun wieder über das Torrent-Programm anderen Usern an so lange man diese in den dafür bestimmten Verzeichnissen lässt. Im Grunde genommen kann man sagen je mehr User die gewünschte Datei auf dem Rechner gaben desto schneller gelingt der Download Vorsicht bei illegalen Torrents Auch unter Microsoft wird Torrent gerne genutzt - dort aber eher um illegale Downloads von Musik-CD's, Microsoft- DVD's oder Videolme aus dem Netz zu laden oder auch teure Programme die auf diesem Weg nichts kosten - so kommt natürlich auch viel Schadsoftware auf den Rechner, was unter Linux zwar bei solchen Dateien kein Problem darstellt doch etwa bei Programmen wie etwa Crossover oder Spielen für die man eigentlich bezahlen müsste würde ich die Finger weg lassen und lieber die wenigen Euro hin legen Kein Problem bei Linux-Datenträgern Durch den massiven Geschwindigkeits-Vorteil bei Downloads werden auf diesem Weg auch gerne Linux-ISO's verbreitet, so kann ein Download von eigentlich einer Stunde auf unter 20 Minuten gehen oder noch schneller - wie gesagt - je mehr die gewünschte Datei auf dem Rechner haben desto schneller geht die Geschichte. Damit man einen Torrent-Download starten kann benötigt man eine Torrentdatei die man im Internet ndet - benutzen Sie solche die Sie von den Distributoren selbst herunter laden können Sie sicher sein dass das System das Sie per Torrent herunter laden ohne Schadsoftware ist Wie benutzt man Ktorrent? Egal um welche Datei es sich handelt die man aus dem Netz laden will - man benötigt dazu eine sogenannte Torrentdatei die man ganz einfach vom Anbieter laden kann, dies ist eine erweiterte Textdatei die die Md5-Summe und weitere Daten enthält sodass wirklich das per Torrent geladen wird was Sie wollen - wie gesagt - die Torrentdateien von Linux-Systemen bitte nur von der Webseite des Distributors herunter laden. Torrentdateien für andere Dateien besorgt man sich einfach über Google oder eine sonstige Suchmaschine mit den Stichworten Dateiname und Torrent. 212

213 54.5 Knemo - KDE-Netzwerkmonitor 54 NETZWERK Die herunter geladene Textdatei klickt man mit der rechten Maustaste an und wählt Önen mit Ktorrent, Ktorrent önet sich nun und zeigt in einem Fenster was nun herunter geladen werden soll, in diesem Fenster können Sie wenn es sich um einzelne Dateien handelt auswählen welche Sie wirklich herunter laden wollen und welche nicht. Nach einen Klick auf OK startet Ktorrent den Download. Ktorrent zeigt den Status des Downloads in der Dateizeile an, darunter wie wiele diese Datei anbieten (manchmal dauert es einige Sekunden bis es mehr werden), am unteren Bildschirmrand sehen Sie verschiedene Schaltächen mit denen Sie genauere Infos im unteren Bildschirmfenster sehen (dazu muss die gewünschte Datei im oberen Fenster markiert sein), so können Sie etwa sehen von welchen Rechnern Sie die Dateien gerade herunter laden. Standardmäÿig speichert Ktorrent herunter geladene Dateien im Home-Verzeichnis - dies können Sie in den Einstellungen Einstellungen - Ktorrent einrichten - Anwendung - Standard-Speicherort ändern. Unter Einstellungen - Ktorrent einrichten - Warteschlangenverwaltung können Sie etwa die Uploads begrenzen wenn Sie eine kleinere Flatrate haben. Torrents können Sie einfach abbrechen, das Programm beenden und den Rechner ausschalten und am nächsten Tag dort weiter machen wo Sie aufgehört haben Knemo - KDE-Netzwerkmonitor Knemo ist der KDE-Netzwerkmonitor der in der Kontrollleiste nicht nur gut aussieht sondern auch etwa die Netzlast anzeigen und sonstige Infos liefern kann. Abbildung 123: Knemo - Netzwerkmonitor Nach der Installation über den Paketmanager durch das Paket: knemo wird dieser einfach über das Anwendungsmenü (Internet) oder per Schnellstarter + und dem Befehl knemo gestartet. Dieser zeigt nun als Standard zwei kleine Monitore an die sich je nach Netzlast verändern, per Rechtsklick auf das Symbol und der Wahl von Knemo einrichten önet sich das Einstellungsfenster in dem sich etwa mit Symbol- Design das Symbol von Knemo ändern lässt (im Bild Netzlast), aktivieren Sie auf dem Reiter Statistiken die Option Statistiken aktivieren (weiteres müssen Sie dazu nicht ändern) wird per Linksklick auf das Symbol das Fenster mit den Down-/Upload-Statisktiken angezeigt mit weiteren Infos Webbrowser Firefox / Iceweasel / Seamonkey / Iceape (Mozilla) / Netscape Firefox ist selbst unter Microsoft Windows ein äuÿerst beliebter Webbrowser da er zuerst einmal um vieles schneller ist als der Microsoft Internet Explorer und auch um einiges sicherer, weiters ist er durch unzählige Plugins erweiterbar Unterschied zwischen Firefox und Iceweasel Als allererstes - zwischen Firefox und Iceweasel besteht kein groÿer Unterschied, Firefox wird von der Mozilla-Foundation entwickelt - ich höre immer wieder vor allem von Microsoft-Usern: Windows verwendet Firefox und Linux Mozilla. - Mozilla ist kein Browser sondern die Gemeinschaft die hinter Firefox und Seamonkey steht. Zwischen dem Microsoftund Linux-Firefox besteht so gut wie kein Unterschied, was nun den Unterschied zwischen Firefox und Iceweasel angeht - Mozilla besteht darauf beim ersten Start die Mozilla-Webseite zu önen um dessen Lizenz zu betrachten, Debian jedoch hat feste Grundsatz-Richtlinien - in den standardmäÿig installierten freien Programmen soll der User nichts mit Lizenzen zu tun haben denn im Auslieferungszustand hat Debian nur Open Source - Software installiert - es gibt also nur eine Lizenz - die GPL. So nimmt die Debian-Community die Software-Quellen von Mozilla und kompilliert diesen selbst - so wird man nicht gezwungen beim ersten Start des Browsers diese Webseite anzusehen - klingt penibel - doch Debian hat eben seine restriktiven Richtlinien. Firefox - egal ob nun auf Windows, UNIX, Solaris oder Linux und Iceweasel kann man also so gesehen als ein einziges Programm betrachten. 213

214 54.6 Webbrowser Firefox / Iceweasel / Seamonkey / Iceape (Mozilla) / Netscape 54 NETZWERK Seamonkey und Iceape Bei Seamonkey und Iceape verhält es sich wie bei Firefox und Iceweasel (siehe voriger Beitrag). Seamonkey wird genau so wie Firefox von der Mozilla-Foundation entwickelt, Firefox basiert sogar auf Seamonkey. Die groÿen Unterschiede zwischen diesen Browsern sind - Seamonkey hat eher das Flair von Netscape ( den etwas zeitlich angeschlageneren Computer-Freaks unter uns ist dieser Browser sicherlich noch bekannt ), er ist um einiges schneller als Firefox und der gröÿte Unterschied ist wohl - Seamonkey (also auch Iceape) ist nicht nur ein Browser sondern eine komplette Websuite die aus mehreren Programmen besteht: Webbrowser, Mail-Klient (wie Thunderbird), IRC-Chat (xchat), Adressbuch (wie von Thunderbird) und noch dazu dem HTML-Editor (wie Kompozer). Alle diese Programme werden mit dem Start vom Browser Seamonkey geladen - der Start läuft jedoch um einiges schneller als der Start von Firefox. Die meiÿten Plugins die für Firefox verfügbar sind funktionieren auch unter Seamonkey / Iceape Netscape Netscape ist sicherlich noch der etwas älteren Generation der Windows- Linux-User ein Begri, ein Browser der dem Windows Internet Explorer das Grauen lehrte - schnell, vielseitig, sicher und brauchbar. Doch trotzdem ging die Firma hinter Netscape pleite. Die Mozilla-Foundation kaufte den Quellcode und entwickelte den Browser Firefox (Seamonkey) - wobei Seamonkey direkt noch an das Design von Netscape erinnert und auch nicht viel anders zu bedienen ist Die Browser-Bedienung Die Bedienung der Browser Firefox/Iceweasel/Seamonkey/Iceape ist aufgrund einer einzigen groÿen Community ziemlich gleich - nur nden Sie bei Seamonkey/Iceape am unteren Fensterrand zusätliche Schaltächen mit denen Sie den Mail- Klienten und die weiteren Programmbestandteile önen können. Neue Webseiten werden nicht in neuen Fenstern geönet wenn Sie dies nicht direkt wollen sondern in Tabs (selbst Microsoft ist nach unzähligen Jahren zugucken drauf gekommen das dies eine praktischere Möglichkeit ist) durch die Sie sich einfach durch klicken können. Viel gibt es zur Bedienung eigentlich nicht zu sagen - einfacher geht es gar nicht Flashplayer Standardmäÿig ist unter Debian und Ubuntu sowie darauf basierenden Systemen der freie Flashplayer gnash installiert, sollten damit nicht alle Flash-Inhalte funktionieren müssen Sie den originalen Flashplayer installieren - dies funktioniert jedoch nicht über den Browser selbst sondern über die Paketverwaltung. Unter Ubuntu und darauf basierenden Systemen installieren Sie das Paket: ashplugin-installer und auf Debian fügen Sie das Repositorie http: der Datei: /etc/apt/sources.list hinzu, aktualisieren die Paketlisten und installieren das Paket: ashplugin-nonfree. Nach einem Neustart des Browsers funktioniert der Flashplayer Einstellungen zu den Browsern Im Gegensatz zum Firefox unter Microsoft Windows nden Sie die Einstellungen nicht unter Extras sondern unter Bearbeiten - Einstellungen Dies ist unter allen genannten Browsern dasselbe. Die Einstellungen teilen sich in folgende Module auf: Allgemein - hier lässt sich die Startseite festlegen Tabs - Einstellungen zu den Tabulatoren Inhalt - hier lässt sich etwa festlegen ob Sie Werbe-Popups anzeigen wollen oder nicht, hier lässt sich Javascript deaktivieren und die gewünschte Sprache aktivieren Sicherheit - diverse Sicherheitseinstellungen, hier können Sie sich auch die gespeicherten Passwörter anzeigen lassen Erweitert - diverse Einstellungen zur Sicherheit, zum Update und zum Netzwerk - hier lässt sich etwa auch ein Proxy aktivieren Besitzen Sie gute Computer-Kenntnisse können Sie auch in die Adressleiste die Adresse about:config eingeben, hier ndet sich die Zentrale von Mozilla, alle möglichen und unmöglichen Einstellungen nden Sie hier. 214

215 55 SYSTEM Plugins Die genannten Browser sind durch unzählige Plugins erweiterbar die vom Thema Sicherheit über die Downloadverwaltung bis hin zu Plugins die das Surfen erleichtern alles beinhalten. Rund 99% der Plugins erhält man einfach über die Add- On-Verwaltung erhältlich die man über das Menü Extras önen kann. Nach dem Donwload und der automatischen Installation muss der Browser zumeist neu gestartet werden damit diese aktiv sind. Einige interessante Plugins: ColorfulTabs - färbt die Tabs zur besseren Übersicht in unterschiedliche Farben DownloadHelper - fügt dem Browser eine neue Schaltäche hinzu die es ermöglicht so gut wie alles auf einer Webseite erhältliche herunter zu laden auch wenn etwas nicht direkt zum Download angeboten wird Exiv Viewer - zeigt per Rechtsklick auf ein auf einer Webseite liegendes Bild dessen Exif-Infos an Flagfox - zeigt in der Adressleiste die Flagge des Landes an in dem der Server der gerade geöneten Webseite steht, kann also einigermaÿen als Sicherheits-Plugin dienen Flashblock - blockiert Flashinhalte auf Webseiten und macht diese erst per Klick darauf verfügbar, beschleunigt so das Laden von Webseiten, auf diese Weise wird auch so einiges an Werbung blockiert Foxlingo - übersetzt Webseiten in die gewünschte Sprache per Klick Screen Capture Elite - fertigt einen Screenshot der gesamten oder eines Teils der gerade geöneten Webseite an ShowIP - zeigt unten links im Browserfenster die IP der gerade geöneten Webseite an Tab Mix Plus - zusätzliche Einstellungen für die Tabs (meine Empfehlung) Webutation - eine aufkommende Sicherheitseinrichtung die die Seriösität von Webseiten anzeigt Wot - eine sehr gute Sicherheitseinrichtung die anzeigt wenn eine Webseite etwa mehr von Ihnen wissen will als nötig wäre, auch gegen Pishing oder wenn eine Webseite Schadsoftware enthält (natürlich nur Windows - kommt öfters vor als man denkt) Weitere Plugins zum Thema Sicherheit - siehe: Die andere Sicherheit 55 System 55.1 Ksystemlog - Log-Dateien überwachen Log-Dateien sind die erste Anlaufstelle bei Problemen oder bei Interesse was das System in letzter Zeit getan hat, wer sich eingeloggt hat, weiters dient es der Sicherheit die System-Logs sich von Mal zu Mal anzusehen (besonders auf Servern). 215

216 55.2 Netzwerküberwachung mit iptraf 55 SYSTEM Abbildung 124: Ksystemlog Ksystemlog ist ein nettes kleines Programm um sich die Log-Dateien des Systems anzusehen. Log-Dateien sind zwar über die Shell ohne Probleme zu betrachten - doch ist die Shell auch nicht jedermanns Ding. Hier hilft Ksystemlog aus, die Vorteile - Ksystemlog bietet eine zentrale Anlaufstelle auf die wichtigsten Log-Dateien des Systems per Klick. Ksystemlog bietet in der Fensterleiste schon vorgefertigte Lesezeichen, weitere nden Sie im Menü Protokolle Ksystemlog aktualisiert Meldungen ständig - neue Einträge werden dann dunkel dargestellt Neue Log-Dateien einbinden Nicht eingebundene oder selbst erstellte Log-Dateien lassen sich über Datei - Protokolleintrag hinzufügen dazu önet man sich am besten ein neues Fenster - ansonsten wird dieses einfach im aktuellen Log-Fenster zusätzlich eingefügt. Bei entfernten Servern ist es zudem möglich die auf das System kopierten Log-Dateien zu laden. Weitere Infos zu Log-Dateien siehe: Log-Dateien 55.2 Netzwerküberwachung mit iptraf Iptraf ist eine einfache Anwendung die jeglichen Netzwerkverkehr live anzeigt, da sie auf der Shell läuft ist sie auch auf dem entfernten Server einzusetzen. Iptraf wird nur als Root (siehe: Als Root / Systemadministrator arbeiten ) gestartet und kann da sie nur auf der Shell läuft auch auf einem entfernten Server eingesetzt werden. Gestartet wird Iptraf mit dem Befehl iptraf Nach einer kurzen Info und dem drücken irgendeiner Taste kann man sich zwischen Iptrac Monitor - zeigt alle Aktivitäten General Interface Statistics - zeigt nur Statistiken Detailed Interface Statistics - zeigt Statistiken zu einer einzigen Schnittstelle 216

217 55.3 Krusader - der multifunktionale Dateimanager 55 SYSTEM LAN Statusmonitor - internes Netzwerk entscheiden (Bild - Iptrac Monitor), nun önet sich die Auswahl der Schnittstellen in der man auch alle gemeinsam wählen kann. Nun werden je nach Auswahl zur Verfügung stehende Informationen angezeigt, von der eigenen IP zur IP der Gegenstelle, den gesendeten Paketen und der gesendeten Datenmenge. Mit X kommt man wieder ins Menü. Abbildung 125: iptraf - Netzwerküberwachung 55.3 Krusader - der multifunktionale Dateimanager Krusader ist ein Dateimanager der wohl alle anderen mit seinen Funktionen überügelt. Vor allem für Nicht-Schell-Freunde bringt Krusader so einiges mit was deren Herzen erfreuen wird - aber auch wenn man mit vielen Dateifenstern hantieren muss ist Krusader eine gute Wahl. Hier einige interessante Funktionen: erstellen symbolischer Verknüpfungen, Dateien nach deren Inhalt vergleichen, umbenennen von vielen Dateien zur gleichen Zeit, ermitteln, erstellen und testen von Prüfsummen, Dateien splitten und wieder zusammenfügen, ganze Verzeichnisse vergleichen, Dateien als Root bearbeiten, Stapelverarbeitung, mehrere Unterfenster und vieles mehr. 217

218 55.4 Kshutdown - das System steuern 55 SYSTEM Abbildung 126: Krusader - Dateimanager 55.4 Kshutdown - das System steuern Kshutdown ist ein einfaches kleines Programm das den Rechner nach Vorgaben herunter fährt, neu startet und dergleichen. Abbildung 127: Kshutdown - System steuern Das kleine Programm kann nach folgenden Vorgaben: einer vorgegebenen Zeit nach einem vorgegebenen Datum und Zeit wenn eine vorgegebene Anwendung ihre Arbeit beendet hat oder wenn der User eine bestimmte Zeit nichts getan hat den Rechner mit diesen Aktionen steuern: Herunter fahren 218

219 55.5 Ark - Dateien komprimieren 55 SYSTEM neu starten in den Tiefschlaf versetzen den Bildschirm sperren den User abmelden Extras ausführen: diverse vorgegebene Programme stoppen Kshutdown bedienen Mit Kshutdown ist es einfach zu arbeiten, hat man es erst mal über das Anwendungsmenü oder über den Schnellstarter + Alt + F2 und der Eingabe des Befehls kshutdown gestartet önet sich das kleine Fenster in dem man einfach mit Wählen Sie eine Aktion auswählt was das System tun soll und mit Select a time/event die Vorgabe wählt wann dies durchgeführt werden soll. Mit einem Klick auf OK beginnt das Programm zu arbeiten und wird in den Systembereich der Kontrollleiste minimiert. In den Einstellungen Einstellungen - Kshutdown einrichten kann man etwa auch für die verbleibende Zeit einen dünnen Fortschrittsbalken am oberen Bildschirmrand anzeigen lassen Ark - Dateien komprimieren Ark ist das Standard-Archiv-Programm unter KDE. Abbildung 128: Ark - Archiv-Programm Mit Ark lassen sich einfach Archive entpacken un neue der Arten: 219

220 55.6 Systemonitor - Prozesskontrolle unter KDE 55 SYSTEM 7zip Jar Zip Rar Tar Tar.gz Tar.bz erstellen, die Formate müssen nur über den Paketmanager installiert sein. Es lassen sich weitere Dateien zu bestehenden Archiven hinzufügen und entfernen, das Programm ist einfachst zu bedienen. Weiters lassen sich etwa auch Iso-Dateien oder Paketformate wie etwa Deb oder RPM mit Ark önen - dazu klickt man einfach die Datei mit der rechten Maustaste an und wählt Önen mit - Ark Systemonitor - Prozesskontrolle unter KDE Der KDE - Systemmonitor dient zur Kontrolle von Prozessen unter KDE, hier eine kurze Einführung. Abbildung 129: KDE - Systemmonitor Mit dem Systemmonitor lassen sich nicht nur alle laufenden Prozesse anzeigen sondern auch wenn eine Anwendung störrisch weiter läuft obwohl man sie schon beendet hat und dadurch die Prozessor-Last hoch jagt ( kommt gerne unter Ubuntu vor) komplett beenden, dazu markiert man einfach per Klick die gewünschte Anwendung und klickt auf die Schaltäche Prozess beenden. Weiters lässt sich etwa die Prozesspriorität (die Wichtigkeit mit der der Kernel das jeweilige Programm ausführt, so kann man ein Programm als wichtiger - also schneller laufen lassen als andere ) ändern indem man die Anwendung rechts anklickt und Priorität anklickt oder einfach die gewünschte markiert und die Taste F8 drückt (für Systemprogramme benötigt man Root-Rechte - darum önet sich die Passwortabfrage, oder auch für Priorität unter 0). 220

221 55.7 Kinfocenter - Infos zum System 55 SYSTEM Programme können eine Priorität von 20 bis -19 haben, 20 ist niedrigste Stufe und minus 19 höchste Stufe, bitte setzen Sie für kein Programm die Priorität diese ist dem Kernel vorbehalten, das System steht ansonsten wie ein sturer Bock - die Priorität gilt nur so lange wie der Prozess/das Programm aktuell läuft. Ebenso lassen sich mit der Wahläche Prozesse (ganz rechts) die angezeigten Prozesse ändern, etwa nur die Prozesse des aktuell angemeldeten User, nur laufende Programme oder eben alle usw. Das zweite Arbeitsblatt zeigt nun die aktuelle CPU-Last komplett grasch an. Mit dem Menü Datei - neues Arbeitsblatt lässt sich ein neues Arbeitsblatt - also ein weiterer Tab mit den von Ihnen gewünschten Informationen anzeigen. Dazu ziehen Sie einfach die gewünschten Infos aus dem rechten Fenster-Teil auf die linke freie Fläche. Zu den möglichen Informationen zählen: Ladestand und Verwendung des Akkus, CPU- und Gehäuse-Temperatur, Prozessorlast der einzelnen CPU's, Taktrate der CPU's, die Festplatten- und Partitionsbelegung, den Festplattendurchsatz, Log-Dateien, Hauptspeicher (Arbeitsspeicher) und SWAP (Auslagerungsspeicher), Infos über das Netzwerk und weiteres. Sie können so viele Arbeitsblätter anlegen wie Sie wollen und unterschiedliche Namen geben Kinfocenter - Infos zum System Das Kinfocenter bietet Informationen rund um das System. Abbildung 130: Kinfocenter - Infos zum System Das Kinfocenter das Sie wenn installiert im Anwendungsmenü unter System - Infocenter nden oder einfach mit dem Schnellstarter + Alt + F2 und dem Befehl kinfoceneter starten hat eigentlich nur eine Aufgabe, Infos rund um das System anzeigen, dazu zählen: Übersicht - Infos rund um den Kernel, die Version von KDE, Festplatten und CPU 221

222 56 OFFICE Speicher - zeigt die aktuelle Speicherverwendung an, RAM (Arbeitsspeicher), SWAP (Auslagerungsspeicher) Geräteinformationen - Infos zu allen angeschlossenen und eingebauten Geräten Netzwerkinformationen - Infos rund um das Netzwerk, wenn Samba (siehe: Dateien mit den Rechnern im Netzwerk teilen Samba) installiert ist auch zu diesem Grasche Informationen - Infos rund um den XServer und OpenGL 56 Oce 56.1 Kontact Kontakt ist eine PIM-Suite (Persönlicher Informations Manager) der äuÿerst umfangreichen Art. Abbildung 131: Kontact - Korganizer Kontact besteht aus mehreren Komponenten - darunter: Kmail - ein leistungsfähiger Mail-Klient Adressbuch - (Kontakte) ein sehr umfangreiches Adressbuch in dem man mehrere verschiedene Adressbücher anlegen kann Kalender - (Korganizer) Korganizer ist extrem umfangreich, bietet Kommunikation mit anderen Programmen (wie etwa Kalarm), es lassen sich für verschiedene Themen verschiedene Kalender anlegen, er bietet Feiertagsanzeige für viele verschiedene Regionen der Erde, verschiedene Ansichten und unergründlich vieles mehr Aufgaben - eine Aufgabenverwaltung Nachrichten - (Akregator) ein RSS-Reader der alle verfügbaren Protokolle kennt Usenet - eine sehr gut ausgestattete Usenet-Applikation Journale - sehr gut ausgestattete Berichterstattung 222

223 56.1 Kontact 56 OFFICE Notizbücher - ein Programm um unterschiedliche Notizbücher anzulegen Haftnotizen - eine Art virtueller Zettelkasten, sehr übersichtlich (nutze ich persönlich sehr da ich ein vergessliches Vieh bin) Zeiterfassung - ein nettes umfangreich ausgestattetes Programm um die Zeit zu unterschiedlichen Arbeiten zu erfassen Übersicht - nicht zu vergessen die Übersicht selbst die von den nächsten Feitertagen über wichtige Termine, eingegangene s und wichtigen Aufgaben alles übersichtlich anzeigt Kmail Um alle Funktionen und Möglichkeiten von Kmail aufzuzählen würde höchstwahrscheinlich schon die Seiten füllen die dieses Dokument schon hat, viele bezeichnen Kmail als TheBat für Linux - obwohl Kmail wohl noch mehr Funktionen bietet. Identität anlegen - Unter Kmail ist eine Identität so etwas wie unter Thunderbird / Icedove ein Prol, eine neue Identität legt man unter Kmail unter Einstellungen - Kmail einrichten - Idenditäten an. Hier bietet sich die Möglichkeit eine Signatur zwecks Verschlüsselung von s und zur Signierung derer zu erstellen, sowie eine andere Adresse festzulegen an die der Empfänger schreiben soll, auch besteht hier die Möglichkeit Vorlagen für Antworten zu erstellen, eine persönliche Signatur zu erstellen oder ein Bild auszuwählen dass bei jeder mit gesendet werden soll. Mail-Konto erstellen - Um ein neues Mail-Konto zu erstellen können Sie etwa die Grundeinstellungen über den Asstistenten starten Extras - Postfach-Assistent oder direkt unter (um die Einstellungen abzuschlieÿen müssen Sie sowieso hier her) Einstellungen - Kmail einrichten - Zugänge starten, hier legen Sie unter Empfang den Server fest von dem Sie die Nachrichten abrufen (POP, IMAP, oder Mail-Verzeichnisse - Kmail kann mit allen Protokollen umgehen), hier können ie auch festlegen in welchem Intervall die Nachrichten abgerufen werden sollen und ob Nachrichten auf dem Server nachdem sie abgerufen wurden gelöscht werden oder nicht. Hier nden Sie auch den Reiter Versandt auf dem Sie den Server zum Versenden von Nachrichten aktivieren (smtp oder auch eigener Mail-Server). Anti-Spam einrichten - Kmail hat zwar selbst kein Spam-Modul integriert was jedoch kein Nachteil ist - Kmail bietet die Möglichkeit jedes unter Linux installierbare Anti-Spam-Programm zu nutzen (so etwa: amispammer, bmf, bogolter, bslter, dspam, ihle, razor, spamassassin oder spamprobe). Um eines dieser Anti-Spam-Module zu nutzen önen Sie Extras - Anti-Spam-Assistent Nun önet sich der Assistent der alle installierten Anti-Spam-Programme sucht und anzeigt, das Programm kann nun nicht nur eines dieser Programme nutzen sondern auch mehrere kombinieren, dazu klicken Sie diese die Sie benutzen wollen an bis sie markiert sind und klicken auf Fertigstellen, im nächsten Fenster bietet der Assistent nun noch an was mit erkanntem Spam passieren soll. Anti-Virus einrichten - zwar kann Linux kein Virus gefählich werden - auch können die wenigen Rootkits für Linux nicht über Mail installiert werden (wie etwa unter Microsoft), aber vor allem geht es darum wenn man etwa verseuchte s oder Dokumente an Microsoft-User weiter leitet diese für Linux ungefährlichen Teile wieder zu neuem Leben erwachen. Haben Sie etwa ClamAV oder einen anderen Virenscanner installiert lässt sich dieser einfach über den integrierten Assistenten installieren Extras - Anti-Virus-Assistent önet diesen Assistenten und zeigt die gefundenen Anti-Viren-Programme an, markieren Sie den gewünschten und klicken auf Fertigstellen. 223

224 56.1 Kontact 56 OFFICE Ungelesene Nachrichten anzeigen - Kmail kann links in der Ordnerliste unterschiedliche Informationen anzeigen (darunter: Name des Ordners, ungelesene Nachrichten, gesamte Nachrichten, die Ordnergröÿe), auch lassen sich die Gröÿe der Icons ändern oder die Sortierung ändern. Um diese Einstellungen an Ihre Bedürfnisse anzupassen nden Sie über den Ordnern eine kleine Leiste - klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an und aktivieren die gewünschten Optionen. Statusanzeige aktivieren - Kmail bietet neben der Standard-Ansicht auch eine Statusanzeige in der Liste der E- Mails, diese kann etwa anzeigen dass eine Mail neu oder gelesen ist, einen Anhang hat oder nicht und vieles mehr. Um die Statusanzeige zu aktivieren Ansicht - Nachrichtenliste - Design - Dekorativ mit anklickbaren Status Haben Sie diese aktiviert zeigt Kmail die Stausleiste zu jeder Mail rechts in der Liste an. Icon und Status in der Kontrollleiste anzeigen - Um das Icon von Kmail im Systemabschnitt der Kontrollleiste anzuzeigen und die Zahl der ungelesenen Nachrichten darin aktivieren Sie unter Einstellungen - Kmail einrichten - Erscheinungsbild - Systemabschnitt der Kontrollleiste Kmail immer in der Kontrollleiste anzeigen oder Nur bei neuen Nachrichten anzeigen. HTML-Nachrichten anzeigen - Kmail zeigt in den Standard-Einstellungen Nachrichten nur im Textmodus an, wollen Sie dies ändern können Sie dies unter Einstellungen - Kmail einrichten - Sicherheit - Lesen andern indem Sie HTML-Ansicht bevorzugen aktivieren, sicherheitstechnisch ist dies unter Linux nicht relevant Adressbuch Kaddressbook ist ein Bestandteil von Kontact und bietet an Ihre gesamten Kontakte zu verwalten, wenn Sie es das erste Mal önen ist noch kein Adressbuch vorhanden, das Adressbuch ist in drei Fenster unterteilt: links nden Sie die Adressbücher, in der Mitte nden Sie die Kontakte zum gerade markierten Adressbuch und rechts die Details des gerade in der Mitte markierten Kontaktes. Neues Adressbuch erstellen - um ein neues Adressbuch zu erstellen klicken ie im linken Fenster mit der rechten Maustaste und wählen Adressbuch hinzufügen, der Assistent bietet nun unterschiedliche Varianten an - am einfachsten ist KDE Adressbuch (herkömmlich), klciken Sie im nächsten Fenster auf Weiter und wählen je nach Geschmack Datei (hierbei werden alle Kontakte in eine Datei gespeichert), im nächsten Fenster Vcard und vergeben dann einen entsprechenden Namen. Änderungen können Sie immer vornehmen indem Sie einfach mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Buch klicken. Kontakte erstellen und einfügen - um einen Kontakt aus einer eingegangenen zum Adressbuch hinzuzufügen klicken Sie den Namen oder die -Adresse mit der rechten Maustaste an und wählen zum Adressbuch hinzufügen, im Adressbuch können Sie den Kontakt nun per Rechtsklick darauf bearbeiten. Um einen neuen Kontakt zu erstellen klicken Sie im Adressbuch links oben auf die Schaltäche Neuer Kontakt - und bearbeiten diesen (der neue Kontakt landet dann im gerade markierten Adressbuch. an einen Kontakt aus dem Adressbuch heraus schreiben - um eine neue aus dem Adressbuch an einen Kontakt zu schreiben önen Sie den Kontakt und klicken auf dessen -Adresse und der Editor önet sich Kalender / Korganizer Korganizer ist nicht nur ein einfacher Kalender sondern ein Terminplaner mit allen möglichen Funktionen. Er bietet von der Tagesansicht bis hin zur Monatsansicht alles was man benötigt. Unten links nden Sie den einzigen bisher erstellten Kalender der sich persönlicher Kalender nennt, dieser sollte aktiviert sein. Sie können nun per Rechtsklick neue Kalender erstellen, etwa für die Arbeit usw. Neuen Termin erstellen - um einen neuen Termin zu erstellen klicken Sie einfach in das Kästchen mit dem gewünschten Datum und wählen Neuer Termin oder Neue Aufgabe, im sich nun önenden Fenster können Sie einen Namen dafür vergeben, den Ort und eine kurze Beschreibung. Auf den weiteren Unterreitern können Sie etwa die Erinnerungszeit angeben um wie viel Zeit Sie zuvor erinnert werden wollen und vieles weitere. 224

225 56.2 Latex - Dokumente 56 OFFICE Feiertage anzeigen - um die Feiertage für Ihre Region anzuzeigen önen Sie Einstellungen - Kalender einrichten - Zeit und Datum hier aktivieren Sie nun unter Region für Feiertage Ihre eigene Aufgaben Das Modul Aufgaben dient dazu diverse Tätigkeiten zu planen und zu verwalten, um eine neue Aufgabe zu erstellen klicken Sie entweder auf die Schaltäche links oben Neue Aufgabe oder direkt per Rechtsklick in das Fenster und wählen Neue Aufgabe. Weiters können Sie festlegen wenn Sie mehrere Kalender erstellt haben in welchem die Aufgabe eingetragen werden soll Nachrichten Der Newsreader von KDE nennt sich Akregator und ist ein RSS-Reader für alle Protokolle und Browser in einem. Benutzen Sie Konqueror oder Rekonq als Browser und klicken auf einer Webseite mit RSS-Feeds auf das RSS-Zeichen in der Fensterleiste des Browsers werden diese direkt automatisch in Akregator eingetragen und sofort abgerufen Latex - Dokumente Latex (eigentlich Latech genannt) ist eigentlich eine Art Textsatz-System, mit Latex lassen sich Dokumente verschiedener Formate erstellen und ist vor allem für gröÿere Dokumente vorteilhaft Welche Dokumente lassen sich mit Latex erstellen? PDF ODF HTML XHTML Post Script SVG-Graken DVI Text Rich Text EPS Wo liegen die Vorteile von Latex? Dokumente mit Latex geschrieben sehen immer gleich aus, Sie können ohne Probleme ein ganzes Buch schreiben und alle Seiten haben den gleichen Aufbau - dies kommt dadurch da Latex für jedes Element ob dies nun eine Überschrift, normaler Text, Paragraphen oder Absätze sind, um die Formatierung braucht man sich nicht kümmern - man braucht nur zu sagen dies ist eine Überschrift, dies normaler Text usw. usf. - alles was man dann nocht tun muss ist selbst schreiben. Latex kann ohne Probleme mit gröÿeren und sehr groÿen Dokumenten wie etwa Büchern, wissenschaftlichen Arbeiten mit mehreren tausend Seiten umgehen ohne Probleme mit dem Speicher zu bekommen oder abzustürzen denn Latex arbeitet nicht mit dem Dokument selbst sondern erstellt nur eine Art Kongurationsdatei die dann später zum erzeugen des Dokumentes benutzt wird. (dieses Dokument zu speichern dauert kaum eine Sekunde - mit Libre Oce rund 8 Sekunden - immerhin rund 5MB) Formeln und dergleichen sind unter Latex genau so wie sie sein sollen - sin x 0 f(x) = L. 225

226 56.2 Latex - Dokumente 56 OFFICE Wie arbeitet man mit Latex? Als erstes sollte gesagt werden Latex ist eigentlich nichts anderes als eine Sammlung von Makros und Scripten, um ein Latex-Dokument zu erstellen genügt an sich schon ein normaler Texteditor, man setzt Befehle dem eigentlichen Text voran, arbeitet sich so vor und erstellt dann zuletzt das Dokument - was jedoch natürlich voraussetzt dass man so einige duzend Befehle kennt. Heute gibt es so einige Editoren die dies übernehmen sodass man eigentlich nur noch zu schreiben braucht - hier einige davon: Texworks - äuÿerst professionell jedoch wird so einiges an Kenntnissen vorausgesetzt Texmacs - auch sehr professionell aber auch hier werden einige Kenntnisse vorausgesetzt Gummi - noch sehr professionell aber auch hier werden einige Kenntnisse vorausgesetzt Kile - der Editor für KDE, äuÿerst professionell jedoch wird so einiges an Kenntnissen vorausgesetzt Lyx - Lyx ist äuÿerst einfach zu bedienen und ebenso einfach zu erlernen darum werde ich auch hier darüber schreiben Lyx - der einfache Latex-Editor Lyx ist ein relativ einfach zu bedienender Latex-Editor mit dem es möglich ist einfach und schnell professionelle Dokumente zu erstellen. Abbildung 132: Lyx - Latex-Editor Man muss sich jedoch so einfach Lyx auch zu bedienen ist auf einige Umstellung gefasst machen - es ist hier ziemlich egal mit welchen der Editoren man arbeitet - die Werkzeugleiste ähnelt noch dem was man an einem Oce-Programm wie Microsoft Oce oder Libre Oce kennt. Das Editorfenster selbst jedoch in dem man schreibt - nichts lässt sich sichtlich formatieren oder ändern, so etwas wie zwei Leerzeichen oder eine Leerzeile gibt es nicht - jedenfalls nicht indem man zweimal die Leertaste oder die Enter-Taste drückt, Einzüge, Leerzeilen, Absätze usw. - man braucht sich nicht darum kümmern - denn das tut Latex Wie arbeitet man mit Lyx? Hier einige Tipps: Start Nach dem Start bietet sich eine etwas ungewohnte Ansicht, Lyx zeigt nicht eine komplette Seite nur die aktuelle Zeile - siehe Bild: 226

227 56.3 Desktop-Publishing mit Scribus 56 OFFICE Abbildung 133: Lyx - Start Nun kann man etwa indem man Datei - neu von Vorlage eine der Vorlagen wählt ein grundlegendes Dokument starten oder einfach zu schreiben beginnen und die aktuelle Zeile formatieren indem man die breite Schaltäche Standard önet und das richtige Format wählt - man muss die Zeile nicht mal markieren. Einstellungen zum Dokument Einstellungen zum Dokument nden Sie im Menü Dokument - Einstellungen Grak einbinden Um eine beschriftete Grak einzufügen wählen Sie Einfügen - Gleitobjekt - umflossenes Bild-Gleitobjekt bnun erscheint ein Rahmen in dessen Mitte ein weiterer Rahmen liegt - in diesen gehört die Beschreibung, nun klicken Sie einmal in den äuÿeren Rahmen und wählen Einfügen - Grafik Per Klick auf eine Grak önet sich dessen Menü in dem Sie etwa die Gröÿe ändern können. Inhaltsverzeichnis... Um etwa ein Inhaltsverzeichnis anzulegen klicken Sie einfach an die gewünschte Stelle und wählen Einfügen - Liste/Inhaltsverzeichnis - Inhaltsverzeichnis an dieser Stelle erscheint nun eine kleine Grak mit der Aufschrift Inhaltsverzeichnis - das ist alles - mehr brauchen Sie nicht zu tun. Speichern / Eportieren / Ansehen Um das erstellte Dokument so zu sehen wie es tatsächlich aussieht wählen Sie einfach Ansicht - andere Formate ansehen - gewünschtes Format und nach kurzer Zeit önet sich der gewünschte Dokumenten-Betrachter - sollten hier Fehler sein die Latex nicht gewöhnt ist zeigt er diese an um sie korrigieren zu lassen. Um das erstellte Dokument in ein Format zu exportieren wählen Sie Datei - exportieren - gewünschtes Format Hilfe Lyx beinhaltet eine äuÿerst gut dokumentierte Hilfe die Sie auch zuerst kurz überiegen sollten, hier nden sich so einige Tipps wie man mit dem Programm am einfachsten arbeiten könnte die Sie einfach über Hilfe erreichen Desktop-Publishing mit Scribus Scribus ist eine Anwendung mit der Desktop-Publishing zum Kinderspiel wird. Mit Scribus ist es etwa möglich ansprechende Menükarten, kleine Zeitschriften, Faltblätter, Werbeblätter, Broschüren oder Visitenkarten und ähnliches zu erstellen. 227

228 56.4 Okular der KDE-Dokumentenbetrachter 56 OFFICE Abbildung 134: Scribus - Desktop-Publishing Von Scribus gibt es derzeit zwei Versionen - Scribus (stabil) und Scribus-NG (die Entwickler-Version), wie schon der jeweilige Name sagt könnte es bei Scribus-NG etwa zu Abstürzen des Programmes kommen - wobei es bei mir selten vorkommt - einfach öfters mal speichern. Was wichtig ist zu wissen - die Dokumente von stable und unstable sind untereinander nicht kompatibel - man kann also nur selten das Dokument der anderen Verion önen Wie arbeitet man mit Scribus? Scribus ist nach ein wenig Einarbeitungszeit einfach zu beherrschen, nach etwa 6 Stunden suchen was wie und mit welchem Schalterchen zu erreichen ist hatte ich es selbst heraus. Was wichtig ist zu verstehen - Scribus arbeitet mit Rahmen, für jedes Element - Text, Graken, Hintergrund, Tabellen usw. bekommt seinen eigenen Rahmen, diese kann man verschieben, in der Gröÿe ändern, übereinander legen - wie in Ebenen überlagern, heben und senken, die Transparenz ändern - was man auch tut - der Inhalt bleibt immer so wie man es will. Die Eigenschaften der Rahmen. also auch deren Inhalt verändert man per Rechtsklick in den Rahmen und der Wahl von Eigenschaften - nun önet sich das Hauptmenü des Rahmens, hier kann man etwa Text einfügen, ein Bild usw., deren Eigenschaften ändern, alles lässt sich drehen und verarbeiten Okular der KDE-Dokumentenbetrachter Okular ist der Standard-Dokumentenbetrachter von KDE. 228

229 56.4 Okular der KDE-Dokumentenbetrachter 56 OFFICE Abbildung 135: Okular - Dokumentenbetrachter An und für sich ist Okular einfachst zu bedienen doch vor allem wenn man etwa einen Text kopieren möchte ist es etwas ungewohnt, aber auch einige interessante Funktionen hat der Betrachter integriert Text markieren und kopieren Standardmäÿig ist Durchsuchen aktiviert - damit kann man einfach mit dem Mauszeiger das Dokument irgendwo anfassen und verschieben wie man will, auf diese Art lässt sich jedoch kein Text markieren und kopieren. Man klickt nun etwa einfach auf die Schaltäche Auswahl und lässt die Taste so lange gedrückt bis das Kontextmenü erscheint und nun klickt man auf Textauswahl oder Auswahl, Textauswahl dient dazu reinen Text auszuwählen und Auswahl kann Text sowie Bilder kopieren, bei Auswahl erscheint nach dem Auswählen das Kontextmenü über das man einige Möglichkeiten hat, weiters kann man wenn man Jovie aktiviert hat (siehe: KDE-Sprachausgabe) sich die Auswahl vorlesen lassen Dokument vergröÿern Die Lupe dient dazu einen Teil des Dokumentes zu vergröÿern, dazu aktiviert man diese per Klick und markiert die Stelle die man vergröÿert dargestellt haben will und schon wird vergröÿert, per Rechtsklick wird wieder auf die ursprüngliche Gröÿe gestellt Weiteres zu Okular Links in der Leiste können Sie anstatt einem eventuellen Inhaltsmenüs auch Vorschaubilder der einzellnen Seiten anzeigen lassen sowie Lesezeichen setzen damit Sie etwa schneller wieder zu diesen zurück schalten können. Unter dem Menü Einstellungen - Okular einrichten - Leistung können Sie wenn Sie eine relativ gute CPU und ein wenig Arbeitsspeicher (RAM) zur Verfügung haben unter Speicherausnutzung auch Aggressiv wählen, so dauert die Ladezeit eines Dokumentes weniger lange. 229

230 56.5 ConvertAll - alle Maÿeinheiten konvertieren 56 OFFICE 56.5 ConvertAll - alle Maÿeinheiten konvertieren ConvertAll hat nur einen einfachen Zweck - Maÿeinheiten in andere umrechnen - diesen Zweck erfüllt das Programm jedoch zuverlässig, sauschnell und einfach zu bedienen ist es auch noch. Abbildung 136: ConvertAll - Einheiten konvertieren Egal ob es nun darum geht Lichtjahre in Milimeter oder Terrabyte in Byte, Grad Celsius in Fahrenheit oder Fuÿ in Meter - ConvertAll ist ein Programm das so ziemlich alle Bereiche mit allen Maÿeinheiten abdeckt: Elektronik, Physik, Chemie, Temperaturen, Längen, Gewichte oder Computermaÿe - ConvertAll ist überall dabei. Die Installation des Programms läuft einfach über den Paketmanager durch das Paket: convertall, gestartet wird es einfach aus dem Anwendungsmenü heraus oder mit dem Schnellstarter + Alt + F2 und der Eingabe von convertall Die Bedienung von ConvertAll Das Programm hat nur die eine Funktion - Maÿeinheiten konvertieren, kein sonstiger Schnickschnack - daher ist auch keine groÿe Einarbeitung in das Programm nötig. Das Programm besteht im Grunde aus zwei Fenster-Hälften die in je drei Felder eingeteilt sind, in der Mitte nden Sie das Feld mit den verfügbaren Einheiten, darüber die Suchfunktion über die man Einheiten aus dem mittleren Feld suchen kann (es sind schon sehr viele) und darunter das Eingabefeld für die Zahl die man umrechnen will. Nun markiert man einfach im linken Fenster die Einheit die man angeben will und im rechten Fenster die Einheit in die man umrechnen will, dann gibt man im linken unteren Eingabefeld die Zahl ein und das Ergebnis erscheint im rechten Feld. Dass das Programm und die Einheiten in englisch ist kann man glaube ich verschmerzen Kalarm - Wecker und Terminerinnerung Kalarm ist ein Wecker oder auch eine Terminerinnerung die über verschiedene Wege auf sich aufmerksam machen kann. 230

231 56.7 Kchartselect - nicht übliche Zeichen verwenden 56 OFFICE Abbildung 137: Kalarm - Wecker, Terminerinnerung usw. Kalarm kann einerseits als einfacher Wecker oder auch als Terminerinnerung dienen, doch kann es aber auch ein Programm, einen Befehl oder eben auch Scripte zu vorgegebener Zeit ausführen. Wie viele andere ist Kalarm ein kleines Programm das genau einen Zweck erfüllt - dies aber dafür mit allen Möglichkeiten und Optionen. Kalarm wird einfach über den Paketmanager mit dem Paketnamen: kalarm installiert und über das Anwendungsmenü (Dienstprogramme) gestartet, es legt sich als kleines Icon in den Systembereich der Kontrollleiste, das Fenster önet und schlieÿt man einfach per Linksklick darauf. Per Klick auf Neu erzeugt man eine neue Aufgabe, dazu hat man folgende Möglichkeiten: Neue Anzeige-Erinnerung - önet zur gewünschten Zeit ein Fenster mit einer von Ihnen vorgegebenen Meldung wobei man zur gleichen Zeit auch eine gewünschte Audio-Datei wählen kann Neue Befehls-Erinnerung - startet zur gewünschten Zeit einen von Ihnen vorgegebenen Befehl oder ein Script Neue Mail-Erinnerung - sendet zur gewünschten Zeit eine von Ihnen erstellte Mail an die gewünschte Mail-Adresse Neue Audio-Erinnerung - spielt zur gewünschten Zeit eine gewählte Audio-Datei ab Weiters lassen sich etwa Geburtstage aus dem Korganizer und dem Adressbuch importieren und daran erinnern Einstellungen zu Kalarm In den Einstellungen zu Kalarm die man im Menü Einstellungen - Kalarm einrichten ndet lässt sich unter Allgemein etwa aktivieren dass das Programm beim Systemstart automatisch startet, unter Speichern in welchen Kalender (Korganizer) Termine und Erinnerungen gespeichert werden sollen, unter welches Programm zum versenden von 's verwendet werden soll und unter Bearbeiten ob die eingestellten Termine und Erinnerungen auch in Korganizer angezeigt werden sollen Kchartselect - nicht übliche Zeichen verwenden Kchartselect ist ein Programm aus dem man Zeichen heraussuchen, kopieren und einfügen kann die man nur selten verwendet oder normalen Schriftsätzen nicht verfügbar sind. 231

232 57 GRAFIK Abbildung 138: Kchartselect - nicht übliche Zeichen Kchartselect ist unter KDE standardmäÿig installiert und man ndet das Programm im Anwendungsmenü unter Dienstprogramme, hauptsächlich wird es dann verwendet wenn man etwa gerade ein Zeichen nutzen will das aber nicht im gerade verwendeten Schriftsatz verfügbar ist oder auch Worte und ganze Sätze in anderen Sprachen wie etwa chinesisch, japanisch oder russisch benötigt. Dazu wählt man einfach unter Schriften die Region und daneben die Schriftart selbst aus, per Doppelklick auf ein Zeichen wird dieses in das Satzfeld unter kopiert - so kann man ganze Wörter oder Sätze - natürlich wenn es sein muss auch ganze Texte in das Satzfeld übertragen, diese kann man nun einfach per Schaltäche daneben In die Zwischenablage kopieren, oder auch einfach indem man den ganzen Text markiert und kopiert in die Zwischenablage kopieren - ganz intelligente markieren einfach den Text (kopieren nicht per Rechtsklick - ist doch Zeitverschwendung) und fügen den Text per Klick auf die Mittlere Maustaste (Mausrad) in den gewünschen Editor. 57 Grak 57.1 Kolourpaint Vielen ist die Grakbearbeitung GIMP zuviel des Guten, tatsächlich ist es so das GIMP schon ein richtiges Pro- Grakprogramm ist das ohne Probleme mit Photoshop mithalten kann, die dadurch entstehenden Möglichkeiten - auch der Fensteraufbau ist für viele ungewohnt. Arbeitet man nun weniger professionell und benötigt nur dann und wann an einfachen Graken dann wird einem zumeist auch schon Kolourpaint genügen. 232

233 57.2 GIMP - GNU Image Manipulation Program 57 GRAFIK Abbildung 139: Kolourpaint - Grakbearbeitung Kolourpaint ist ähnlich aufgebaut wie das etwas unterbelichtete Microsoft Paint und ist auch nicht viel anders zu bedienen. Installiert wird das Programm mit dem Paket kolourpaint, hat man nicht KDE installiert läuft das Programm unter englischer Sprache - um es und alle anderen KDE-Pakete in deutsch zu haben installiert man sich noch das Paket kde-l10n-de GIMP - GNU Image Manipulation Program GIMP ist eine Bildbearbeitung der Proklasse die ohne Probleme mit Photoshop konkurrieren kann. 233

234 57.2 GIMP - GNU Image Manipulation Program 57 GRAFIK Abbildung 140: GIMP - GNU Image Manipulation Program GIMP ist eines dieser Programme das zeigt was Open Source wirklich leisten kann, so wird es gerne mit Photoshop verglichen was man auch durchaus so sagen kann - es ist auch wirklich so - nur dass man unter GIMP eben manche Dinge anders löst Der Aufbau von GIMP Der gravierendste Unterschied etwa zu Photoshop ist der Aufbau der Fenster, diese sind in drei voneinander unabhängige Fenster aufgeteilt die man so aufteilen oder minimieren kann wie man sie wirklich braucht. Zunächst einmal das Haupt- Fenster, in ihm ndet die Bildbearbeitung statt, in ihm werden Bilder geladen und bearbeitet, über die Menüs nden Sie auch alle Werkzeuge die Sie in den restlichen Fenstern nden. Der Werkzeugkasten wiederum beinhaltet die wichtigsten Werkzeuge zum Bearbeiten und verändern von Graken sowie deren Einstellungen und die Auswahl der Farben. Das letzte Fenster - Ebenen, Kanäle, Pfade beinhaltet die Ebenen, deren Einstellungen, sowie Pfade und Kanäle, auch die Option Änderungen wieder rückgängig zu machen Ebenen in GIMP Was sind Ebenen? - Ebenen kann man sich etwa so vorstellen wie wenn man mehrere durchsichtige Folien übereinander legt, jede kann man unterschiedlich bemalen und bearbeiten. Man kann zwischen Ebenen wechseln, diese extra bearbeiten, nach unten oder nach oben verlegen, doch wozu dies? - Nehmen Sie ein Bild als Hintergrund und legen ein anderes Bild darüber, nun kommen Sie zu spät darauf Sie wollen am Hintergrund noch etwas ändern - nun muss man das darüber liegende Bild wieder entfernen, hat man das darauf gelegte Bild jedoch auf eine eigene Ebene gelegt genügt ein einfacher Klick auf die Ebene des Hintergrundes und man kann diesen bearbeiten ohne das darüber liegende Bild zu entfernen Kanäle in GIMP Wozu sind Kanäle gut? Mit Kanälen sind hauptsächlich Farbkanäle gemeint, mit diesen lassen sich einerseits gewisse Farbkanäle hinzufügen oder entfernen, Graustufen-Bilder erzeugen oder Transparenz erstellen. 234

235 57.3 Digikam - Bildverwaltung 57 GRAFIK Pfade in GIMP Was sind Pfade? Pfade sind etwa alle Arten von Linien, dies können gerade Linien, Kurven oder auch Bezierkurven sein, man kann diese verändern, bewegen oder zu realen Linien werden lassen Farben in GIMP Der Umgang mit Farben in GIMP ist sehr einfach zu handhaben, im Werkzeugkasten in der Mitte nden Sie zwei hintereinander liegende Rechtecke schwarz/weiÿ, das vordere Rechteck - zu Beginn schwarz ist die Farbe mit der Sie aktuell arbeiten, um diese zu ändern genügt ein Klick darauf - nun önet sich die Farbverwaltung, wählen Sie den gewünschten Farbton aus und modizieren ihn wie Sie wollen und klicken nun auf den kleinen Pfeil neben Aktuell somit wird die Farbe in das nächste Kästchen übertragen - ein Klick darauf und OK so arbeiten Sie ab nun mit dieser Farbe Einstellungen zu Werkzeugen in GIMP Zum gerade ausgewählten Werkzeug nden Sie im Werkzeugkasten im unteren Fensterteil dessen Einstellungen und Auswahlmöglichkeiten Änderungen in GIMP rückgängig machen Änderungen lassen sich in GIMP im Fenster Ebenen, Kanäle, Pfade rückgängig machen indem Sie auf den Reiter mit dem gelben geschwungenen Pfeil klicken, hier sind alle Änderungen aufgelistet, darunter nden Sie einen gelben und einen grünen Pfeil - gelb geht einen Schritt zurück und grün nach vor GIMP erweitern Im Internet gibt es zahlreiche Erweiterungen für GIMP, etwa unter dort herunter geladene Erweiterungen kopieren Sie einfach in das versteckte im Home-Verzeichnis liegende Verzeichnis./gimp-x.x/plug-ins/ Nach einem Neustart von GIMP sind diese verfügbar Immer wieder kehrende Fragen Immer wieder gestellte Fragen zu GIMP sind etwa wie zeichnet man unter GIMP eine gerade Linie oder ein Rechteck. - Die Antwort liefert GIMP zumeist zu jedem gerade aktiviertem Werkzeug selbst, bewegen Sie bei aktiviertem Werkzeug den Mauszeiger in das Bildbearbeitungsfenster - nun sehen Sie am unteren Fensterrand die Optionen. Gerade Linie zeichnen - klicken Sie mit dem Zeichenwerzeug (Stift, Pinsel...) an die Stelle an der die Linie beginnen soll - lassen Sie nun die Maustaste los und drücken die Umschalt-Taste (groÿ schreiben), ziehen Sie den Mauszeiger zum gewünschten Endpunkt und den Mauszeiger verfolgt eine virtuelle Linie - klicken Sie nun nochmal und die Linie wird gezeichnet - jetzt lassen Sie die Umschalt-Taste Rechteck, Kreis Ellipse zeichnen - auch dies ist einfach, klicken Sie auf das jeweilige Auswahl-Werkzeug (rechteckige Auswahl/elliptische Auswahl) und ziehen einen Kreis oder ein Rechteck (Infos dazu sehen Sie auch wenn Sie mit dem Mauszeiger kurz über dem jeweiligen Werkzeug-Icon verharren). Haben Sie die gewünschte Form erstellt klicken Sie im Menü Bearbeiten auf Auswahl nachziehen. Kurven, Bezierkurfen zeichnen - hier gehen Sie gleich vor wie im vorigen Beispiel - nur wählen Sie hier Bearbeiten - Pfad nachziehen Digikam - Bildverwaltung Digikam ist nicht nur eine einfache Bildverwaltung, man könnte das Programm ohne Probleme als Eier legende Wollmilchsau für Graken bezeichnen. los. 235

236 57.3 Digikam - Bildverwaltung 57 GRAFIK Abbildung 141: Digikam - Bildverwaltung Nicht umsonst und nicht übertrieben steht im Startlogo Verwalten Sie Ihre Bilder mit allen Möglichkeiten von Open Source, ohne Probleme kann Digikam auch mit sehr groÿen Bildersammlungen umgehen und dies ab der Version auch in Verbindung mit einer MySQL-Datenbank. Digikam kann einerseits Bilder einfach nur anzeigen, oder Bilder mit allen Möglichen Informationen versehen und danach suchen, weiters ist eine bestens ausgestattete Bildbearbeitung integriert die vor allem auf Digitalfotos abgestimmt ist. Dazu kann Digikam ausgewählte Fotos auf alle möglichen Plattformen wie etwa Facebook, Flickr usw exportieren, Gallerien erstellen und vieles mehr Verzeichnisse zu Digikam hinzufügen Standardmäÿig sucht Digikam unter /home/username/bilder/ nach Bildern, wobei jedes darin liegende Verzeichnis als Album dient - siehe Bild oben, um weitere Verzeichnisse hinzuzufügen önen Sie im Menü Einstellungen - Digikam einrichten - Sammlungen hier lassen sich Verzeichnisse auÿerhalb des Verzeichnisses /Bilder, Verzeichnisse von externen Festplatten oder auch von Rechner im Netzwerk hinzufügen Fotos nach Stichworten suchen Um unter Digikam Fotos nach Stichworten zu suchen klicken Sie im Menü Durchsuchen - Stichwörter oder klicken ganz links im Fensterrahmen auf das Notizbrett-Icon. Um einem Foto ein Stichwort zuzuweisen klicken Sie dieses einfach mit der rechten Maustaste an und wählen Stichwort zuweisen - Neues Stichwort zuweisen / kürzlich verwendete Stichwörter Fotos nach Datum suchen Unter Durchsuchen - Kalender nden Sie Bilder nach Datum geordnet 236

237 57.4 Screenshots / Screencasts 57 GRAFIK Fotos nach Skizzen suchen Eine äuÿerst interessante Art der suche ist wenn man nicht mehr weiÿ wer auf dem Bild ist, wann es etwa aufgenommen wurde und in welchem Album es stecken könnte - wenn man noch ungefähr weis was drauf war - etwa irgend ein markantes Objekt - etwa ein Kreuz - zeichnet man eine einfach Skizze davon und Digikam listet alle Bilder im Vorschaubereich auf die etwas ähnliches im Bild haben - zu nden unter Durchsuchen - ungenaue Suche Fotos nach dem Standort der Aufnahme suchen So einige Digitalkameras bieten heute schon eine GPS-Positions-bestimmung die dann die GPS-Daten in die Exif- Informationen speichert, dieser Informationen macht sich Digikam mittels Druchsuchen - Kartensuche zunutze Fotos nach der Gesichtserkennung suchen Eine weitere Neuerung ab Version ist die integrierte Gesichtserkennung, diese muss man erst mal aktivieren, dazu klickt man auf Durchsuchen - Personen nun klickt man auf Sammlung nach Gesichtern durchsuchen und Suchen, je nachdem wie groÿ die Fotosammlung ist wird Digikam nun einige Sekunden dafür verwenden Gesichter darin zu erkennen und solche Fotos in der Vorschau in der Mitte anzeigen. Zwischendurch kann es auch vorkommen dass kein Mensch darauf abgebildet ist - dann fährt man mit dem Mauszeiger darüber und klickt auf das erscheinende Minus-Zeichen. Nun fährt man mit der Maus über Fotos an denen auch wirklich Gesichter von Personen vorhanden sind - nun erscheint darunter ein Eingabefeld in das Sie den entsprechenden Namen derjenigen Person eingeben, machen Sie dies bei so vielen Bildern wie möglich, beim nächsten Start von Digikam wird das Programm versuchen gleiche Gesichter zu erkennen, fahren Sie einfach unter der Personensuche über ein Gesicht und Digikam zeigt den entsprechenden Namen an auch wenn mehrere Personen am Bild sind, links nden Sie dann Icons mit den entsprechenden Namen, per Klick darauf werden alle erkannten Gesichter mit diesem Namen angezeigt - es funktioniert bestens. Sollte Digikam ein Gesicht wirklich nicht erkennen vergröÿern Sie das Bild per Klick darauf - klicken es mit der rechten Maustaste an und wählen Neue Gesichtsmarkierung hinzufügen ziehen einen Rahmen um das Gesicht und fügen den entsprechenden Namen ein Bildbearbeitung in Digikam Digikam hat eine eigene Bildbearbeitung integriert die speziell für Digitalfotos zugeschnitten ist und alle Möglichkeiten der KDE-Kipi-Plugins bieten, dazu markieren Sie einfach das zu bearbeitende Bild und klicken auf Bildbearbeitung. Die Bedienung ist einfach und hilfreich beschrieben Stapelverarbeitung in Digikam Ein weiteres Highlight ist die Stapelverarbeitung in Digikam die es ermöglicht eine ganze Auswahl von Bildern zugleich mit den selben Optionen zu bearbeitenm dazu wählt man einfach die gewünschten Bilder bei gedrückter Strg-Taste und klickt auf Stapelverarbeitung, zieht die gewünschten Optionen aus dem untersten Fenster in die Warteschlange und klickt auf Ausführen Screenshots / Screencasts Unter Linux gibt es so einige interessante Programme die Screenshots (Bildschirmfotos) und Screencasts (Bildschirmvideos) erstellen - hier die bekanntesten Shutter Shutter ist ein beliebtes Programm um Screenshots zu erstellen, er braucht zwar etwas länger zum Starten doch mit ihm lassen sich die Bilder gleich weiter verarbeiten. 237

238 57.4 Screenshots / Screencasts 57 GRAFIK Abbildung 142: Shutter - Screenshots Nach dem Start von Shutter önet er sich entweder gleich als Fenster - ansonsten landet er als Icon im Panel / der Kontrollleiste, links in der Fensterleiste nden Sie die Schaltächen zum Aufnehmen der Bilder Auswahl - lässt Sie einen Bildschirmbereich auswählen Desktop - nimmt den ganzen Bildschirm auf Fenster - hiermit können Sie ein einzelnes Fenster wählen Bereich in einem Fenster - damit können Sie einen Bereich in einem geöneten Fenster aufnehmen Menü - wiederum kann ein geönetes Menü önen, dabei ist es egal ob es ein Anwendungsmenü oder ein sonstiges ist Tooltip - kann etwa ein aufpoppendes Fenster aufnehmen - etwa Infofenster Webseite - kann eine Webseite aufnehmenm, dazu kopieren Sie einfach die entsprechende Webadresse ins geönete Menü Rechts unten im Fenster nden Sie die Checkbox Zeiger einbeziehen - diese ermöglicht es den Mauszeiger mit aufzunehmen oder auszublenden, weiters nden Sie hier das Menü Verzögerung, es ermöglicht wie bei einem Selbstauslöser einen verzögerten Schnappschuÿ. Über die Schaltäche Bearbeiten rechts oben können Sie das gerade ausgewählte Bild bearbeiten, etwa Text oder einen Zeiger einfügen, Stellen verschleiern usw. Wird ein Screenshot aufgenommen wird dieser sofort im Home-Verzeichnis gespeichert - Sie müssen das aufgenommene Bild also nicht extra speichern - auÿer Sie bearbeiten es. Interessant sind auch die eingebauten Plugins die Sie über das Menü Bildschirmfoto - Plugins önen, über diese lassen sich weitere manche sehr schöne Eekte oder etwa auch ein Wasserzeichen einfügen lassen - es lohnt sich zu testen. 238

239 57.4 Screenshots / Screencasts 57 GRAFIK Ksnapshot Ksnapshot ist ein einfaches aber schnelles Screenshot-Programm. Abbildung 143: Ksnapshot - Screenshots Gestartet wird Ksnapshot ganz einfach aus dem Anwendungsmenü oder schneller über die Taste Druck, unter Bildschirmfoto-Modus können Sie auswählen ob Sie den ganzen Bildschirm, ein einzelnes Fenster, einen rechteckigen Bereich oder einen Bereich in einem Fenster aufnehmen wollen, weiters können Sie die Verzögerung einstellen die Ksnapshot warten soll bis die Aufnahme gestartet wird, ob der Mauszeiger und die Fensterumrandung mit aufgenommen werden soll oder nicht Gtk-recordmydesktop Screencasts Gtk-Recordmydesktop ist ein Programm mit dem man Videos der Aktivitäten des Bildschirmes aufnehmen kann. Abbildung 144: Gtk-Recordmydesktop - Screencasts Bei Aufnahmen des ganzen Desktops ist jedoch eine schnellere Grakkarte vor allem jedoch auch eine schnelle CPU 239

240 57.4 Screenshots / Screencasts 57 GRAFIK von Nöten ansonsten werden die Aufnahmen pixelig. Bei Aufnahmen eines einzelnen Fensters gibt es keine Schwierigkeiten. Klickt man auf Aufnahmen verschwindet das Fenster ins Panel / die Kontrollleiste das man dann per Rechtsklick bedient. Beendet man die Aufnahme wird das aufgenommene Video verarbeitet und codiert - ist dies abgeschlossen erhalten Sie ein Video mit der Bezeichnung out.ogv im Home-Verzeichnis (OGV ist ein OGG-Theora - also ein freies Format dass Sie etwa mit Avidemux in andere konvertieren können) Istanbul - Screencasts Istanbul ist ein Screencast-Programm das speziell auf KDE getrimmt ist, wird es gestartet landet es als Icon im Systembereich der Kontrollleiste das per Linksklick die Aufnahme startet und mit nochmaligen Klick wird die Aufnahme beendet (kann ein, zwei Sekunden dauern) - nun önet sich das Fenster in dem angeboten wird das Video zu speichern im.ogg-format Xvidcap - Screencasts Xvidcap ist ein Screencast-Programm mit dem man auch auf etwas älteren Rechnern mit besseren Ergebnissen rechnen kann. Abbildung 145: Xvidcap - Screencast Startet man Xvidcap erhält man ein kleines Panel mit rotem Rechteck - dieses Rechteck gilt es nun über die Fläche zu ziehen die man aufnehmen will, per Rechtsklick auf den Dateinamen (hier test-0000.mpeg) kommt man zu den Einstellungen, nach einem Klick auf Aufnahme verschwindet das Panel in die Kontrollleiste / das Panel und lässt sich dann per Rechtsklick steuern. Zwar sind die Aufnahmen vor allem bei 3D-Eekten nicht sehr rühmlich - aber es funktioniert Screencasts per mpeg mpeg ist kein grasches Programm sondern wird über die Konsole / das Terminal gesteuert. Der Vorteil von mpeg - hochauösende, perfekte Videos - auch bei 3D-Eekten, man kann so gut wie alles steuern - der Nachteil - die Videos werden je nach Qualität relativ groÿ. Gestartet wird mpeg zum Beispiel so: ffmpeg -f x11grab -r 10 -s wxga -i :0.0 -vcodec mpeg4 -sameq screencast.avi Wobei hier 10 -s die Bilder in Sekunden sind - womit sich etwa die Video-Gröÿe als auch die Qualität regeln lässt, wxga ist die Bildschirmgröÿe die man angeben sollte (siehe nachfolgende Tabelle - Formate siehe man ffmpeg )mpeg4 der zu verwendende Video-Codec (auch hiermit lässt sich die Video-Gröÿe beeinussen und mit screencast.avi wird der Dateiname des entstehenden Videos angegeben. Mit der Tastenkombination: + Strg + C wird die Aufnahme beendet und das Video steht sofort bereit im Home-Verzeichnis. Bildschirmauösungen: 240

241 57.5 Imagemagick - Bildbearbeitung auf der Shell 57 GRAFIK sqcif qcif cif 4cif 16cif qqvga 128x96 176x x x x x120 qvga vga svga xga uxga qxga 320x x x x x x1536 sxga qsxga hsxga wvga wxga wsxga 1280x x x x x x1024 wuxga woxga wqsxga wquxga whsxga whuxga 1920x x x x x x4800 cga ega hd480 hd720 hd x x x x x1080 Tabelle 37: mpeg - Bildschirmauösungen 57.5 Imagemagick - Bildbearbeitung auf der Shell Imagemagick ist an sich kein Programm sondern eine kleine Programmsammlung - ja auch Bildbearbeitung auf der Shell ist möglich so anmaÿend es auch klingt. Imagemagick ist normal auf jedem Linux-System installiert, hauptsächlich wird es auf Servern benutzt die Bildergallerien haben und dient als automatische Bildverarbeitung. Zumeist wird die kleine Programmsammlung von normalen Usern nicht benutzt da man zumeist gar nicht weiÿ dass sie da ist und was könnte wohl umständlicher sein als Bildbearbeitung auf der Shell - ist es nicht Was sind die Vorteile von Imagemagick? es ist äuÿerst schnell belastet die CPU kaum Stapelverarbeitung möglich Automatisierung durch Scripte kennt alle gebräuchlichen Bildformate Wie arbeitet man mit Imagemagic? Imagemagick besteht wie wir nun schon gehört haben aus mehreren Programmen - diese sind: convert - konfertiert Bilder in andere Formate, skaliert Bilder, benennt Bilder um, fügt Farben hinzu, entfernt Farben, verändert Bilder in allen Möglichkeiten, erzeugt ein neues Bild und belässt das Original unverändert - siehe auch: man convert identify - ermittelt alle möglichen Informationen über ein Bild - siehe auch: man identify mogrify - wie convert - verändert jedoch das Original - siehe auch: man mogrify composite - fügt Bilder in andere ein - siehe auch: man composite montage - montage erzeugt Bildmontagen - siehe auch: 241

242 57.5 Imagemagick - Bildbearbeitung auf der Shell 57 GRAFIK man montage import - erzeugt Screenshots - siehe auch: man import Hier einige Praxisbezogene Beispiele Als erstes sollte man verstehen dass die Möglichkeiten von Imagemagick unbegrenzt sind - für alles Beispiele und Lösungen hier zu zeigen würde so einiges an MB verschlingen und wohl Monate dauern - darum werde ich hier einfache Beispiele zeigen wie man Imagemagick bedient. Bilder skalieren - vergröÿern/verkleinern ich werde jetzt mal ein Bild namens picture_1.png das eine Gröÿe von 640x480Pixel hat in ein Bild konvertieren das eine maximale Seitenlänge (Höhe und Breite) von 100 Pixel hat. convert convert belässt wie schon bekannt das Original wie es ist und erzeugt ein neues - was wiederum bedeutet man muss einen Namen für das neue Bild angeben dieses benenne ich ganz einfach mit picture_1-thumb.png, das Seitenverhältnis wird natürlich beibehalten convert picture_1.png -resize 100x100 picture_1-thumb.png um das zu verkleinernde Bild zugleich in ein anderes Verzeichnis zu verlegen gibt man ganz einfach das entsprechende Verzeichnis an convert picture_1.png -resize 100x100 /home/username/thumbnails/picture_1-thumb.png um etwa alle Bilder mit der Dateiendung.png in einem Verzeichnis zu konvertieren benutzt man statt dem Dateinamen den Stern *, convert setzt dann im Beispiel oben den Zusatz -1 zum Namen hinzu - etwa so picture_1-1.png convert *.png -resize 100x100 *.png auch hier ist es natürlich möglich die neu erzeugten Dateien in ein anderes Verzeichnis zu verschieben indem man einfach das entsprechende Verzeichnis angibt. mogrify mogrify kennt die gleichen Optionen wie convert nur erzeugt es eben keine neue Datei sondern bearbeitet die Original-Datei und belässt den Dateinamen so wie er ist mogrify -resize 100x100 picture_1.png um alle Dateien in einem Verzeichnis zu skalieren benutzt man nun wieder statt des Dateinamen das Sternchen * mogrify -resize 100x100 *.png Dateien konvertieren in andere Formate Auch hier kommen wieder convert oder mogrify zum Einsatz wobei convert wie immer neue Dateien anlegt die man per Angabe eines Verzeichnisses auch in ein anderes verschieben kann und mogrify die Original-Dateien verändert. convert convert verändert natürlich die Original-Datei nicht, als erstes gibt man den alten Dateinamen an und den neuen mit entsprechender Dateiendung convert picture_1.png picture_1.jpg um wiederum alle.png-dateien zu konvertieren genügt der Befehl - wobei man natürlich wie immer ein Verzeichnis angeben kann in das es verschoben werden soll convert *.png /home/username/verzeichnis/*.jpg mogrify um etwa alle.png-bilder in einem Verzeichnis zu.jpg zu konvertieren genügt der Befehl mogrify -format png *.jpg 242

243 57.6 Phatch - Foto-Stapelverarbeitung 57 GRAFIK Ein neues Bild anlegen Um ein neues leeres Bild anzulegen benutzt man wieder convert, hierbei genügt es die Bildgröÿe sowie das Format anzulegen und die Farbe convert -size 140x100 xc:white leeres-bild.png eine Liste der möglichen Farben erhält man mit dem Befehl convert -list color Auf der Webseite: nden Sie haufenweise Tipps und Tricks rund um Imagema- Tipp gick 57.6 Phatch - Foto-Stapelverarbeitung Phatch ist eine Foto-Stapelverarbeitung, Stapelverarbeitung bezeichnet man als die Bearbeitung mehrerer Dateien gleichzeitig mit einer oder mehrerer Aufträge. Anstatt immer nur eine Datei nach der anderen mit der immer gleichen Operation zu bearbeiten was natürlich Zeit kostet nimmt man einfach eine Stapelverarbeitung die das gleiche mit allen Dateien zugleich macht - natürlich in kürzester Zeit Wie arbeitet man mit Phatch? Grob gesagt erstellt man sich zu allererst eine Liste was mit den Dateien geschehen soll und anschlieÿend wählt man die Dateien aus und startet den Vorgang. Dazu klickt man auf das Plus (+) - siehe Screenshot, markiert eine Aktion und klickt auf Hinzufügen, das Aktions- Fenster schlieÿt sich, nun liegt die Aktion zum weiteren kongurieren im Hauptfenster, per Klick auf die einzelnen Optionen kann man diese ändern. Ist die Konguration abgeschlossen kann man weitere Aktionen anfügen - die einzelnen Aktionen werden immer von oben nach unten abgearbeitet. Will man diese Aktionen später noch einmal durchführen kann man die Liste mit den kongurierten Optionen auch Exportieren über Action List - Exportieren so kann man diese Liste später einfach wieder laden und erneut durchführen, etwa auch auf einem entfernten Server indem man sich dort anstatt das grasche Programm phatch die Shell-Version phatch-cli installiert. Auf einem entfernten Server installiert man sich wie gesagt phatch-cli, kopiert die Aktionsliste auf den Server und startet mit folgendem Befehl: phatch aktionslistendatei /bilder/verzeichnis/ Hier einige interessante Aktionen von Phatch Abgleichen - bringt die Farben automatisch auf optimale Werte Abrunden - Rundet die Bild-Ecken ab Autokontrast - bringt den Kontrast automatisch auf optimale Werte Delete Tags - entfernt die Exif-Daten Helligkeit - bringt die Helligkeit auf optimale Werte Kopieren - kopiert das Original Perspektive - schert das Bild in eine bestimmte Richtung Reexion - spiegelt einen Teil des Bildes Schatten - zeichnet einen Schatten unter das Bild Skalieren - vergröÿert oder verkleinert das Bild Speichern - sollte man nicht vergessen anzufügen, hier kann man auch das Format wählen - hier kann man auch einen belibigen Speicherort angeben 243

244 57.7 Blender - 3D-Graken 57 GRAFIK Text - schreibt einen von Ihnen bestimmten Text an eine von Ihnen bestimmte Position Umbenennen - benennt die Datei nach Ihren Wünschen um Umrandung - Zeichnet einen Rahmen um das Bild Wasserzeichen - fügt ein Wasserzeichen ins Bild ein, das gewünschte Wasserzeichen muss unter /home/username/.local/share/pha liegen Abbildung 146: Phatch - Foto-Stapelverarbeitung Nach dem Erstellen der Liste und möglichem Speichern klickt man auf Aktion ausführen, im nächsten Fenster kann man die jeweiligen Dateien wählen die nin zu bearbeiten sind, nun klickt man auf Stapelverarbeitung und ndet die bearbeiteten Dateien am gewählten Ort - ist das gewählte Verzeichnis nicht vorhanden wird es erstellt Blender - 3D-Graken Blender ist der Vorschlaghammer unter Open Source - Programmen, von der einfachen 3D-Grak, über den Animationslm bis hin zum genialen 3D-Spiel ist mit Blender alles möglich. 244

245 57.8 Inkscape - Vektorgraken 57 GRAFIK Abbildung 147: Blender 3D-Animation Mit Blender wurden schon einige interessante Dinge verwirklicht, zum Beispiel die Animationsvideos Big Buck Bunny oder Elephants Dream oder auch das Spiel Yofrankie und einiges mehr. Gegenüber früheren Versionen hat sich auch die Bedienung erleichtert sodass der Einstieg etwas leichter fällt, mit Maya 3D (übrigens auch für Linux erhältlich) das in der Basisversion rund 1000 kostet kann Blender ohne Probleme mit halten. Zu beginn führt man sich am besten das Blender Wiki PDF Manual zu Gemüte in dem man in rund einer Stunde eine mehr erfährt als ich in diesem Dokument schreiben könnte. Dieses Dokument ndet man unter: _Downloads#Druckversionen einfach zum Download Inkscape - Vektorgraken Vektorgraken basieren nicht auf Pixel wie etwa Digitalfotos die ab einer gewissen Vergröÿerung pixelig werden sondern werden mathematisch berechnet und lassen sich so beliebig und sehen immer gleich aus. Inkscape ist hier einer der Spezialisten dieser Graksparte unter Linux. Vektorgraken werden überall eingesetzt, vom einfachen Programm-Icon über Werbe-Banner bis hin zu Logos, überall dort wo Graken stufenlos vergröÿerbar sein sollen ohne dass sich die Qualität ändert wird das SVG-Format eingesetzt Der Aufbau von Inkscape Beim Start sieht Inkscape eigentlich aus wie ein normales Grak-Programm, seine Stärken nden Sie in den Menüs und wenn Sie eine Funktion aktivieren, oben nden Sie wie immer das Fenster-Menü in dem alle Funktionen, verfügbar sind, links nden Sie die wichtigsten Werkzeuge, per Klick auf eines önen sich unter dem Fenster-Menü übersichtlich die Einstellungen zu diesem, ganz rechts sind die Standard-Funktionen wie Speichern, Önen und dergleichen noch einmal zu nden sowie weitere Funktionen zu Pfaden und anderem. Am unteren Fensterrand liegt die Farbauswahl sowie die Steuerung der Ebenen Wie arbeitet man mit Inkscape Das Programm ist nach kurzer Einarbeitungszeit sehr einfach zu bedienen wenn man einmal die Grundfunktionen verstanden hat, anders als bei normalen Grak-Programmen wird unter Inkscape hauptsächlich mit Objekten gearbeitet die alle individuell kongurierbar sind (diese Zahnräder im Bild sind eigentlich Sterne), mit Pfaden, Spiralen und dergleichen. 245

246 57.9 Mypaint - das andere Grakprogramm 57 GRAFIK Wählt man links ein Werkeug erscheinen unter der Menü-Leiste dessen Winstellungen über die man die Objekte individuell anpassen kann, wobei sich die Füllung (Farbe) und die Kontur (Objektränder) mittels des Menüs Objekt - Füllung und Kontur perfekt nach Wunsch anpassen lässt. Im Bild sehen Sie am markierten Objekt (blau) die Pfeile mit denen sich das Objekt beliebig in der Gröÿe ändern lässt, klicken Sie noch einmal in das Objekt ändern sich die Pfeile zum drehen, weiters ist rechts neben der Farbauswahl ein Kleiner-Zeichen zu sehen, dieser dient dazu weitere Farben zu wählen wenn die vorhandenen nicht genügen. Mit Inskape lässt sich so gut wie alles machen nur sollte man nicht gleich aufgeben wenn man nicht gleich das ndet was man benötigt - es ist alles vorhanden. Abbildung 148: Inkscape - Vektorgraken 57.9 Mypaint - das andere Grakprogramm Mypaint ist nicht das was man sich vorstellt wenn man es das erste Mal startet - nein es ist kein Malprogramm für Kinder, es ist auch nicht dazu gedacht Digital-Fotos von der Kamera zu bearbeiten oder CAD-Zeichnungen zu erstellen - Mypaint ist eher ein Grakprogramm die von der realen Leinwand auf den Computer umsteigen wollen, man könnte es ohne weiteres als künstlerisches Grakprogramm bezeichnen. 246

247 58 YAKUAKE - DIE SHELL PER TASTENDRUCK Abbildung 149: mit Mypaint erstelltes Bild Das Programm ist einfach zu bedienen, beim Start önen sich drei Fenster - das Hauptfenster, die Farbauswahl und das Fenster mit den verfügbaren Pinseln. Bedienung Per Klick in das Pinsel-Fenster wählt man den gewünschten aus, im Farbfenster wählt man die Farbe, mit der Taste F vergröÿert und mit der Taste D verkleinert man diesen schnell, der Rest erschlieÿt sich sehr schnell denn das Programm hat nicht viele Funktionen - wie eben beim Ölmaler auf der Leinwand die Ölfarbe und der Pinsel genügen - die vorliegenden Funktionen beherrscht das kleine Programm aber perfekt. Eine kleine Gallerie mit durch Mypaint erstellten Graken ndet man unter: das Programm arbeitet perfekt mit druckempndlichen Graktabletts zusammen. 58 Yakuake - die Shell per Tastendruck Yakuake oder unter GNOME/Unity Guake sind Shells die automatisch mit dem Systemstart starten und per Tastendruck: F12 eine Shell im Fenster starten, man muss also nicht extra auf das Icon klicken und warten. 247

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