Wird die IV missbraucht? Referat anlässlich ZV Staats- und Gemeindepersonal Schweiz, Fachtagung 2004 in Brunnen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Wird die IV missbraucht? Referat anlässlich ZV Staats- und Gemeindepersonal Schweiz, Fachtagung 2004 in Brunnen"

Transkript

1 Wird die IV missbraucht? Referat anlässlich ZV Staats- und Gemeindepersonal Schweiz, Fachtagung 2004 in Brunnen Pro Infirmis Scheininvalide? Die IV hat im letzten Jahrzehnt ein nicht erwünschtes Wachstum bei der Rentenzunahme verzeichnet. Das führte 2003 zu einer politisch heftigen Diskussion. Die Begriffe Scheininvalide und Riesenmissbrauch vom damaligen NR Chr. Blocher war auch für Medien und die Oeffentlichkeit aggressiv genug, sich mit der Thematik zu befassen. Fachleute beschäftigt das Thema der IV-Kostenexplosion und der Rentenzunahme jedoch schon viel länger. Auch Pro Infirmis sprach 1997 in einer Eingabe an das Bundesamt für Sozialversicherung davon und machte Vorschläge für Massnahmen. Das Bundesamt analysierte selbst die Situation und informierte darüber auch die involvierten Behörden. Auch den Parteien und den Mitgliedern des Parlamentes war die jährlich steigende Rentenzahl bekannt. Leider wurde die 4. IVG-Revision, welche 2004 in Kraft trat, zu wenig genutzt für die Einführung griffiger Massnahmen. Probleme wurden nicht gelöst Die Problemstellung wurde also schon früh erkannt, aber es wurde zu wenig oder nichts unternommen. Das Nichthandeln bei Problemen kennen wir auch bei andern gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Erst, wenn es knallt, werden schliesslich Massnahmen beschlossen. Es ist schade, dass erst ein Begriff wie Scheininvalide die breite Diskussion auslöste. Dieser Begriff hat erstens diejenigen Versicherten beleidigt, welche aus wirklichen und unbestrittenen Invaliditätsgründen eine Rente beziehen, sicher nicht diejenigen, bei welchen vor allem invaliditätsfremde Gründe eine Rente auslösten. Zweitens war ein Sündenbock gefunden, nämlich der Scheininvalide, ein arbeitsscheuer Mensch, Sozialschmarotzer und konsistent zur SVP-Politik - häufig noch Ausländer. Es wurde das Bild vermittelt, jeder Versicherte, der will, bekommt rechtswidrig und betrügerisch eine IV-Rente. Inzwischen wurde die Diskussion wieder versachlicht. Was ist der Zweck der IV? Der erste Zweck der IV ist es, mit ihren Leistungen die Invalidität mit geeigneten, einfachen und zweckmässigen Eingliederungsmassnahmen zu verhindern, zu vermindern oder zu beheben. 1 Renten werden erst dann zugesprochen, wenn die 1 Art. 1a Best. a IVG; dieser Artikel wurde zwar erst am vom Parlament verabschiedet, war aber schon früher Handlungsmaxime für die IV. Urs Dettling 1

2 Eingliederungsmassnahmen nicht möglich sind oder keine berufliche Eingliederung ermöglichen. Der Grundsatz Eingliederung vor Rente besteht seit den Anfängen der IV, also seit Was sind Eingliederungsmassnahmen? Zu den Eingliederungsmassnahmen gehören z.b. solche beruflicher Art, wie die Berufsberatung, die erstmalige berufliche Ausbildung, die Umschulung und die Arbeitsvermittlung. Finanziert werden auch Hilfsmittel wie Prothesen, Hörgeräte, Rollstühle und behinderungsbedingte bauliche Aenderungen in der Wohnung. Bei Kindern mit einem Geburtsgebrechen übernimmt die IV medizinische Massnahmen. Und vorläufig ist die IV auch noch an der Finanzierung der Sonderschulung beteiligt, welche im Rahmen des Neuen Finanzausgleichs (NFA) künftig voll durch die Kantone zu übernehmen sein wird. Renten sind also nur ein Teil der Leistungen, mengenmässig aber machen sie die grössten Kosten aus. Wo liegen die Probleme der IV? Wird die IV missbraucht? Die IV würde dann missbraucht, wenn einer ihrer Zwecke oder ihre rechtlichen Grundlagen, das Invalidenversicherungsgesetz, verletzt würde. Ein wichtiger Zweck der IV besteht darin, die verbleibenden ökonomischen Folgen der Invalidität im Rahmen einer angemessenen Deckung des Existenzbedarfs auszugleichen 2. Dafür zahlt die IV Renten aus. Nichtinvalide erhalten IV-Rente? Die IV würde also dann missbraucht, wenn jemand eine Rente erhält, der nicht invalid ist. In wie vielen Fällen Leute so eine IV-Rente beziehen, wurde bisher nicht dargelegt und es liegen diesbezüglich m. W. keine umfassenden Abklärungen vor. Zeitungen und Fernsehen konnten aber Einzelbeispiele darstellen, bei welchen der Eindruck falscher Rentenzusprachen bestand. Solche Missbrauchs -Beispiele könnte man analog bei allen Versicherungsträgern feststellen. Wir müssen daher davon ausgehen, dass ein Potential besteht, IV-Renten missbräuchlich oder aus invaliditätsfremden Gründen zuzusprechen. Ohne Zweifel müssen solche Missbrauchspotentiale beseitigt werden. Aber die IV steht heute etwas isoliert am Pranger. Erst zögerlich wird die Diskussion z.b. bei der Krankenversicherung geführt, wo überspitzt gesagt, ein 2 (Art. 1a Bst. b IVG) Urs Dettling 2

3 Konsumrausch nach medizinischen Leistungen besteht. Auch hier spielen krankheitsfremde Gründe für den Leistungsbezug eine wesentliche Rolle. Pro Infirmis Die überwiegende Zahl von IV-Renten wird jedoch gesetzesmässig und dem Zweck der IV entsprechend zugesprochen. Zahlen zur IV Verdoppelung der Ausgaben Die Ausgaben der IV haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt; wie übrigens auch diejenigen der sozialen Krankenversicherung. Sie selber bezahlen in der Regel jedes Jahr höhere Krankenkassenprämien. Analoge Entwicklungen treffen Sie auch bei den andern Sozialversicherungen und in der öffentlichen Sozialhilfe an. Ein Blick auf die Gesamtrechnung aller schweizerischen Sozialversicherungen zeigt, dass wir heute doppelt soviel ausgeben wie 1990, nämlich rund 120 Milliarden Franken für AHV, IV, berufliche Vorsorge, Krankenversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung, Erwerbsersatzordnung und Familienzulagen. Vergleichen Sie das noch mit den Gesamtausgaben für Sozialversicherungen im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt, so stieg die Sozialquote von 1990 bis 2001 von rund 17 % auf rund 25 % 3. Defizit Die IV ist seit Jahren defizitär hatte sie Einnahmen von rund 9,2 Mia. Franken 4. Die Ausgaben beliefen sich auf rund 10,6 Mia. Franken. Fazit: Ein Defizit von 1.4 Mia. Franken nur für Die akkumulierten Defizite werden bereits Ende 2004 über 6 Milliarden Franken betragen, obschon in den letzten Jahren zweimal Milliardenbeträge von der EO zur IV transferiert worden sind. Die jährlichen Einnahmen decken somit bei weitem nicht die jährlichen Aufwendungen. Entgegen den Krankenkassenprämien, welche in den letzten Jahren jährlich gestiegen sind, hatten wir aber keine Erhöhung bei den Lohnbeiträgen für die IV und bei der öffentlichen Hand, womit natürlich das jährliche Defizit zunahm. Verdoppelung der Rentner 3 vgl. dazu Zahlenspiegel 2004 der Economiesuisse 4 Davon stammt die Hälfte aus den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen, die andere Hälfte vom Bund und den Kantonen. Urs Dettling 3

4 Der Scheininvalidenvorwurf zielte auf die Zunahme der Rentner. Zwischen 1990 und 2003 stieg der Anteil der sogenannt gewichteten Renten an der aktiven Bevölkerung von 2.8 % auf 4.7 % oder in absoluten Zahl von 118'000 auf 216'000 Renten. Was verstehen wir unter gewichteten Renten? Die IV kennt je nach Invaliditätsgrad Viertelsrenten, halbe Renten und ganze Renten und neu seit dem auch Dreiviertelsrenten. Vier Viertelsrenten oder zwei halbe Renten machen z.b. zusammen eine gewichtete Rente. Die IV gibt heute rund 6.2 Mia. Franken für Renten pro Jahr aus, gemessen am IV-Gesamtaufwand sind das 59 %. Wann wird jemand IV-Rentner und warum haben sich diese verdoppelt? Dem Erhalt einer IV-Rente geht in der Regel eine lange Geschichte voraus, ohne dass die IV mit Eingliederungsmassnahmen aktiv werden könnte. Dies, weil die IV nicht informiert wird. Die Ursachen von häufigen krankheitsbedingten Absenzen werden so nicht abgeklärt. Die späte Anmeldung bei der IV kann dann schliesslich zu häufig die Invalidisierung oder Invalidität und damit den Rentenweg nicht mehr verhindern. Was ist nun eine Invalidität? Ich gebe hier vereinfacht die Definitionen wieder, wie sie im Bundesgesetz über den Allgmeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) zu finden sind. Zuerst muss durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ein Verlust der Erwerbsmöglichkeit verursacht sein. Der ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeit führt zur Erwerbsunfähigkeit. Wenn diese Erwerbsunfähigkeit voraussichtlich bleibend ist oder längere Zeit ganz oder teilweise andauern wird 5, liegt eine Invalidität vor. 5 ATSG Art. 8 Invalidität 1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Urs Dettling 4

5 Das alles gibt noch nicht die Rente. Zuerst müssen die zumutbaren medizinischen Behandlungen und Eingliederungsmassnahmen erfolgen 6. Erst wenn diese erfolglos sind, wird der Invaliditätsgrad festgestellt, indem die aktuelle Verdienstmöglichkeit mit dem Einkommen verglichen wird, das der Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielen könnte. Es braucht also einen Gesundheitsschaden, der kausal ist zur teilweisen oder vollständigen Erwerbseinbusse. Wie bereits oben festgehalten, können wir davon ausgehen, dass der absolut überwiegende Teil der Renten materiell und formal rechtmässig zugesprochen worden ist und wird. Trotzdem besteht in breiten Kreisen Konsens darüber, dass die Rentenzunahme nicht im bisherigen Ausmass weitergehen sollte. Gründe für die Rentenzunahme Für die Zunahme der Berentungen gibt es gesellschaftliche, wirtschaftliche und medizinische Ursachen. Gesundheitliche und nichtgesundheitliche bzw. soziale Probleme (z.b. solche am Arbeitsplatz oder in der Familie) mischen und überlagern sich gegenseitig. Je nach Wertung werden die Ursachen politisch akzeptiert (z.b. Alterung der Bevölkerung) oder nicht. Mit geeigneten Massnahmen sollen solche Ursachen beseitigt und damit die Rentenzunahme gebremst werden. Fehlende Gesamtsicht Unser Gesundheits- und Sozialwesen besteht aus vielen isolierten Säulen. Was heisst das? Alle handeln aus ihrer Sicht, ohne untereinander zu koordinieren, ohne Gesamtschau, was eigentlich beim potentiellen IV-Rentner abläuft. Aerzte diagnostizieren, behandeln und stellen Rechnung, welche von den Krankenversicherung in der Regel ohne Rückfragen 6 Art. 7 Erwerbsunfähigkeit Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Urs Dettling 5

6 versicherungsgemäss bezahlt wird. Arbeitsunfähigkeitszeugnisse, welche der Arzt in der Regel nur aufgrund der Darstellung seines Patienten ausstellt, werden aus Datenschutzgründen so produziert, dass der Arbeitgeber nichts weiss über Krankheitsinhalte. Dann bezahlen die Krankentaggeldversicherungen die Taggelder. Anwälte, wohl unter dem Eindruck der grossen Konkurrenz in ihrem Beruf, gehen heute vermehrt für ihre Klienten gegen Sozialversicherungen vor; dasselbe machen auch private und öffentliche Sozialberatungsstellen. Mit der Zeit verändert sich die betroffene Person und schlittert, begleitet von den verschiedenen Personen und Stellen, in Richtung tatsächlicher und dauerhafter Unfähigkeit, noch selber für sich zu sorgen und Erwerbseinkommen zu erzielen. Kommt schliesslich die IV-Anmeldung, ist es häufig zu spät für eine berufliche Eingliederung und es wird eine Voll- oder mindestens eine Teilrente angestrebt. Medizinische Gründe Die medizinischen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten haben in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen. Das hat natürlich Folgen auf die Krankenversicherung und die Invalidenversicherung. Ebenso spielen die absolute Zunahme von Aerzten und Psychiatern im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, und veränderte Einstellungen zu Gesundheit und Krankheit eine Rolle. Gemäss Prof. Erwin Murer von der Universität Freiburg, der sich seit einigen Jahren mit der IV-Entwicklung befasst, kann die Zunahme der Berentungen auf vier bestimmte, in der Medizin eine Rolle spielende Kategorien zurück geführt werden. Zwei davon stehen im Vordergrund: Es sind dies psychische Krankheiten sowie Erkrankungen an Knochen und Bewegungsorganen (Stichwort Rückenbeschwerden). Dies wird auch von den statistischen Zahlen einwandfrei bestätigt. Die zwei weiteren Kategorien sind die Schleudertraumata sowie die psychogenen Störungen nach Unfällen. Bei diesen vier Kategorien gibt es Probleme bei der medizinischen Diagnose. Damit wird es IVrechtlich schwierig, festzustellen, ob eine leistungspezifische Invalidität vorliegt. Das bedeutet, es ist nicht klar, ob tatsächlich ein Gesundheitsschaden vorliegt, der kausal zur Erwerbseinbusse ist. Murer bezeichnet diese Kategorien daher als Versicherungsfälle unklarer Kausalität 7. 7 Vgl. Erwin Murer, Die verfehlte rechtliche Behandlung der Versicherungsfälle unklarer Kausalität und ihre Auswirkungen auf die Rentenexplosion in der IV, Referat gehalten am Freiburger Sozialrechtstag 2004, publiziert in der Publikation zur Tagung Freiburger Sozialrechtstage 2004 Die 5. IVG-Revision: Kann sie die Rentenexplosion stoppen?, S. 5 f. Urs Dettling 6

7 Gesellschaftliche Gründe Die Gesellschaft hat sich seit 1960, als die Invalidenversicherung gegründet wurde, natürlich verändert. Als Folge dieser Änderung werden aus psychologischer und soziologischer Sicht Gründe formuliert, welche die Rentenzunahme rechtfertigen kann. Verstärkt hat sich das Anspruchsverhalten gegenüber dem Staat und den Versicherungen. Die Stärke von bisherigen sozialen Netzen in der Familie oder in der Nachbarschaft ist abgebaut worden (Schwierigkeiten in der Familie, Auflösen von familiären Strukturen oder Schnelllebigkeit von Beziehungen); zugenommen haben soziale Belastungen; die Individualisierung und die soziokulturelle Entwurzelung habe heute eine viel grössere Bedeutung als früher. Veränderungen in der Wirtschaft Stichworte sind hier z.b. die wirtschaftliche Stagnation, ein veränderter Arbeitsmarkt mit weniger Nischenarbeitsplätzen für Leistungsschwache, Arbeitslosigkeit, Globalisierung, rasantes Arbeitstempo, Leistungsdruck, Überforderung sowie Rationalisierungen am Arbeitsplatz. Weniger Rentner? Wie kommen wir dazu? Es ist klar, Versicherte sollen nur dann Renten erhalten, wenn ihre Erwerbsmöglichkeit aus Invaliditätsgründen eingeschränkt ist. Also nur dann, wenn ein Gesundheitsschaden kausal für eine dauernde Erwerbseinbusse ist. Gesundheitliche, nichtgesundheitliche und soziale Gründe überlagern sich aber häufig und verursachen einander, sodass nicht klar ist, was am Anfang war. Der Verlust eines Arbeitsplatzes kann für den Betroffenen je nach Situation familiäre Probleme verursachen, welche den psychischen Druck erhöhen und zu psychosomatischen Beschwerden führen können. Das wiederum reduziert seine Chancen im Arbeitsmarkt und erhöht den psychischen Druck noch weiter usw.. Versicherte können so in einen Teufelskreis geraten. Mögliche Hilfestellungen von Arbeitgebern, RAV, Aerzten, Sozialberatungsstellen etc. erfolgen unkoordiniert und die Situation wird immer auswegloser. Es braucht daher auch eine Änderung im Verhalten. Der Versicherte selbst trägt Verantwortung und soll denn auch zur Mitwirkung verpflichtet werden. Was kann er noch? soll die Frage für ihn, wie für den Arbeitgeber, die Aerzte, die betroffenen Versicherungen oder die Sozialdienste heissen. Der Versicherte und die betroffenen Stellen müssen hier künftig koordinieren. Ziel soll die Erhaltung des Urs Dettling 7

8 Arbeitsplatzes oder ein neuer Arbeitsplatz sein. Dafür braucht es natürlich genügend geeignete Arbeitsplätze. Pro Infirmis Urs Dettling 8

9 Mit der 5. IVG-Revision will man das ändern Die bestehenden Rahmenbedingungen können nur eine sehr begrenzte Besserung erzielen. Es braucht daher neben der Intensivierung bereits begonnener Entwicklungen auch Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen. Die IV soll mittelfristig mit Massnahmen auf der Einnahme- und Ausgabeseite wieder ein finanzielles Gleichgewicht erreichen. Vorgesehen sind höhere Einnahmen über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 0,8 % sowie der Salärbeiträge von 1,4 % auf 1,5 %. Als Variante wird auch eine alleinige Erhöhung der Lohnabzüge vorgeschlagen. Politisch sind die Vorschläge für diese höheren IV- Einnahmen stark umstritten. Man will sicher sein, dass das Wachstum auf der Ausgabenseite so nicht weiter geht, bevor neue Mittel bewilligt werden. Die Zahl der Neurenten soll um 10 % reduziert werden Für die Erreichung dieses Ziels werden verschiedene Massnahmen vorgeschlagen. Die wichtigsten sind die sogenannte Früherkennung und Begleitung sowie zusätzliche Integrationsmassnahmen. Früherkennung und Begleitung Mit der Früherkennung und Begleitung soll rechtzeitiger erkannt werden, welche krankheitsbedingten Ausfälle zu einer Invalidisierung führen könnten. Je länger jemand und je häufiger er am Arbeitsplatz fehlt, umso geringer sind die Chancen, den Invalidisierungweg aufzuhalten. Hier soll ein System von Früherkennung und Begleitung mit Fachstellen eingerichtet werden. An diese Fachstellen sollen der Versicherte, sein Arbeitgeber, sein Arzt oder auch die Krankentaggeldversicherung gelangen können. Die Fachstelle würde dann die nötigen Massnahmen einleiten, damit der Betroffene seinen Arbeitsplatz nicht verliert. In einer ersten Phase sollen in unterschiedlichen Wirtschaftsregionen dafür Projekte gestartet werden. In den letzten Jahren ist das Bewusstsein gewachsen, dass die Behörden der Sozialhilfe, der IV und der Arbeitslosenversicherung besser zusammenarbeiten müssen. Die sogenannte Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) steckt praktisch aber noch in den Anfängen. Diese Zusammenarbeit ist unbedingt auszubauen, damit die notwendigen medizinischen, beruflichen und sozialen Massnahmen für den Versicherten aufeinander abgestimmt werden können. Die Methode des Case Management kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Urs Dettling 9

10 Integrationsmassnahmen Neben den bereits bestehenden beruflichen Eingliederungsmassnahmen sollen zusätzlich sogenannte Integrationsmassnahmen die Chancen des Versicherten verbessern, den Arbeitsplatz zu erhalten oder einen neuen anzutreten. Mit diesen Massnahmen soll also in erster Linie die verbliebene Restarbeitsfähigkeit aktiv gefördert werden. Gedacht wird dabei u.a. an Arbeitstraining, Beschäftigungsmassnahmen, intensive Arbeitsvermittlung oder Sprachkurse. Weitere Massnahmen Hier gehe ich auf drei weitere vorgeschlagene Massnahmen ein: Bessere Berufsqualifikationen Bisher darf mit beruflichen Eingliederungsmassnahmen die Qualifikation des Versicherten nicht verbessert werden. Das hat vor allem bei schlecht ausgebildeten Versicherten (Hilfsarbeitern) die Konsequenz, dass das Risiko erneuter Arbeitsunfähigkeit und daraus resultierender Erwerbslosigkeit gross ist. Neu sollen daher durch die berufliche Eingliederung auch höhere Berufsabschlüsse zulässig sein. Aerztliche Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit Die Arbeitsunfähigkeit wird bisher durch Hausärzte ausgewiesen. Diese sind aber in der Regel nicht fachlich bewandert, eine solche Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen. Neu sollen daher Fachärzte der IV dies übernehmen. Abschaffen von negativen Anreizen Das IV-Renten-System ist grob ausgestaltet. Wer mehr arbeitet, wird bestraft. Was heisst das? Sie haben gesehen, dass die Rente sich auf den Invaliditätsgrad abstützt. Dabei werden das bisherige Einkommen und das Einkommen verglichen, das noch möglich ist im Rahmen der eingetretenen Invalidität. Erhöht der Versicherte seine Erwerbstätigkeit und verdient mehr, führt das dazu, dass sein Invaliditätsgrad und damit seine Rente so herabgesetzt werden, dass er trotz höherem Erwerbseinkommen ein kleineres Gesamteinkommen hat. Dem soll durch geeignete Massnahmen Abhilfe geschaffen werden. Arbeit und damit Erwerbstätigkeit soll sich lohnen. Was fehlt? Versicherte sollen also im Arbeitsprozess drin bleiben oder neu wieder integriert werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass hier der Wille und die Bereitschaft der Arbeitgeber zentral sind. Anreize für Arbeitgeber wurden in den letzten zwei Jahrzehnten schon viel diskutiert, und entsprechende Projekte sollen demnächst eingeleitet werden. Die 5. Urs Dettling 10

11 IVG-Revision enthält dazu aber keinen Vorschlag. Es ist unbedingt notwendig, dass daher auch Massnahmen geprüft werden, welche die Arbeitgeber besser einbinden. Vorstellbar sind hier die Schaffung von Anreizen für die Arbeitgeber (z.b. steuerliche Entlastungen). Schluss Die Scheininvaliden -Polemik hat die wichtigen Aufgaben der IV in den Hintergrund gedrängt und das Ansehen der IV schwer geschädigt. Vor allem hat der damalige NR Blocher Behinderte beleidigt, welche tagtäglich Nachteile in Kauf zu nehmen haben. Das ist nicht entschuldbar. Je nach Art und Schwere der Behinderung müssen Betroffene auch heute noch behinderungsbedingte Kosten selber tragen. Pro Infirmis hält das nicht für richtig und wird daher auch künftig gezielt Leistungsverbesserungen in der IV fordern. Urs Dettling, Pro Infirmis Urs Dettling 11

IV STELLE. Erfolgreiche berufliche Eingliederung. IV Stelle Basel-Stadt Lange Gasse 7 CH - 4052 Basel

IV STELLE. Erfolgreiche berufliche Eingliederung. IV Stelle Basel-Stadt Lange Gasse 7 CH - 4052 Basel Erfolgreiche berufliche Eingliederung IV STELLE B A S E L S T A D T IV Stelle Basel-Stadt Lange Gasse 7 CH - 4052 Basel Tel. 061 225 25 25 Fax 061 225 25 00 www.ivbs.ch IV Stelle Basel-Landschaft Hauptstrasse

Mehr

Sozialversicherungen

Sozialversicherungen Workshop 3 Was Frau wissen sollte zu. Welche Leistungen stehen von AHV und IV zur Verfügung? Zahno Thomas Eingliederungskoordinator IV Stelle Wallis, Zweigstelle Brig Dipl. Sozialversicherungsexperte Thomas.zahno@vs.oai.ch

Mehr

FAQ zur Invalidenversicherung für Arbeitgeber

FAQ zur Invalidenversicherung für Arbeitgeber AUSGLEICHSKASSE ZUG IV-STELLE ZUG FAQ zur Invalidenversicherung für Arbeitgeber Leistungen der IV-Stelle... 2 1. Warum soll mir als Arbeitgeber gerade die IV-Stelle helfen können?...2 2. Welche Art der

Mehr

Die Leistungen unterteilen sich in Massnahmen der Frühintervention, Eingliederungsmassnahmen und Geldleistungen.

Die Leistungen unterteilen sich in Massnahmen der Frühintervention, Eingliederungsmassnahmen und Geldleistungen. www.iv-stelle.ch/so Leistungen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung haben versicherte Personen, die aufgrund einer Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit

Mehr

Ihre Sozialversicherungen unser Metier.

Ihre Sozialversicherungen unser Metier. Schwyzer Schlüssel zur sozialen Sicherheit Ihre Sozialversicherungen unser Metier. Wir sind für Sie da. Als kantonal verankertes Kompetenzzentrum sichern wir der gesamten Schwyzer Bevölkerung den Zugang

Mehr

Die Eidgenössische Invalidenversicherung

Die Eidgenössische Invalidenversicherung Die Eidgenössische Invalidenversicherung Erwerbsminderung / Invalidität - grenzüberschreitende Herausforderungen 13.11.2013 Lic. Phil. Rolf Schürmann Geschäftsleiter IV-Stelle Basel-Stadt Ziel des heutigen

Mehr

Die Bedeutung von Arbeitsintegration und deren Kosten auf die Politik

Die Bedeutung von Arbeitsintegration und deren Kosten auf die Politik Die Bedeutung von Arbeitsintegration und deren Kosten auf die Politik Fachsymposium 10. September 2015 Kompetenzzentrum für berufliche Integration Appisberg Referat lic. iur. Ruth Humbel, Nationalrätin

Mehr

Massnahmen der CVP Schweiz für die 5. IV-Revision

Massnahmen der CVP Schweiz für die 5. IV-Revision Massnahmen der CVP Schweiz für die 5. IV-Revision Zusammenfassung Für die CVP bedeutet Solidarität in einem modernen Staat, dass dieser für alle Menschen, ob produktiv oder nicht, Verantwortung trägt.

Mehr

Guten Tag. Arbeitgeberpräsentation 2011

Guten Tag. Arbeitgeberpräsentation 2011 Guten Tag 1 Für Arbeitgebende Das Kompetenzzentrum für Sozialversicherungen Produkte Kantonale Ausgleichskasse AHV Invalidenversicherung Zusatzleistungen zu AHV / IV Familienzulagen Mutterschaftsentschädigung

Mehr

Fortbildung Update Sucht interdisziplinär 2015.

Fortbildung Update Sucht interdisziplinär 2015. Fortbildung Update Sucht interdisziplinär 2015. Brandherd IV und Sucht Dr. Monika Hermelink, Leiterin RAD Ostschweiz www.svasg.ch/rad 1 Agenda. (1/2) Grundsätzlich heisse Themen Was steht im Gesetz? Welche

Mehr

IV-Revision 6a Inhalt und Konsequenzen für Pensionskassen. Patrick Nasciuti 12. Juni 2012

IV-Revision 6a Inhalt und Konsequenzen für Pensionskassen. Patrick Nasciuti 12. Juni 2012 IV-Revision 6a Inhalt und Konsequenzen für Pensionskassen Patrick Nasciuti 12. Juni 2012 Agenda 1. Ausgangslage 2. Überblick zu den wesentlichen Änderungen 3. Auswirkungen auf Pensionskassen 4. Chance

Mehr

5. IV- Revision. Inhalt und Auswirkungen auf die Zusatzleistungen zur AHV/IV. 5. IV-Revision; Auswirkungen auf die EL Fachtagung 22.

5. IV- Revision. Inhalt und Auswirkungen auf die Zusatzleistungen zur AHV/IV. 5. IV-Revision; Auswirkungen auf die EL Fachtagung 22. 5. IV- Revision Inhalt und Auswirkungen auf die Zusatzleistungen zur AHV/IV Folie 1 Die wichtigsten Schwerpunkte der 5. IV-Revision Ziel der 5. IV-Revision ist es die Zahl der Neurenten zu reduzieren (Folie

Mehr

Die Revision der Invalidenversicherung

Die Revision der Invalidenversicherung MUSTER-REFERAT Bundesamt für Sozialversicherungen Die Revision der Invalidenversicherung Einleitung Sehr geehrte Damen und Herren Für Menschen mit Behinderungen ist die Invalidenversicherung eine unentbehrliche

Mehr

Erfolgreiche berufliche Eingliederung IV STELLE. IV-Stelle Basel-Stadt Lange Gasse 7 CH - 4052 Basel

Erfolgreiche berufliche Eingliederung IV STELLE. IV-Stelle Basel-Stadt Lange Gasse 7 CH - 4052 Basel Erfolgreiche berufliche Eingliederung IV STELLE B A S E L S T A D T IV-Stelle Basel-Stadt Lange Gasse 7 CH - 4052 Basel Tel. 061 225 25 25 Fax 061 225 25 00 www.ivbs.ch IV-Stelle Basel-Landschaft Hauptstrasse

Mehr

Arbeitsunfähigkeit Eingliederung Die IV und ihre Eingliederungsbemühungen. Lic. Phil. Rolf Schürmann Leiter IV-Stelle Basel-Stadt

Arbeitsunfähigkeit Eingliederung Die IV und ihre Eingliederungsbemühungen. Lic. Phil. Rolf Schürmann Leiter IV-Stelle Basel-Stadt Arbeitsunfähigkeit Eingliederung Die IV und ihre Eingliederungsbemühungen Lic. Phil. Rolf Schürmann Leiter IV-Stelle Basel-Stadt Ziel des heutigen Referates Integrationsdimension der IV verständlich machen

Mehr

Fachseminar Netzwerk Hausarzt - Sozialberatung

Fachseminar Netzwerk Hausarzt - Sozialberatung Fachseminar Netzwerk Hausarzt - Sozialberatung Hans Mangold, Master Management of Social Insurance Mitinhaber des Institut für angewandtes Sozialrecht Sozial-Medizinische Arbeitsgemeinschaft Olten und

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Vorwort... 5 Inhaltsverzeichnis... 7 Abkürzungsverzeichnis... 15 Informationsquellen... 19 A. Unterstellung unter die Sozialversicherung... 21 1. Fragestellung...

Mehr

SBV-Argumentarium gegen die 5. IVG-Revision

SBV-Argumentarium gegen die 5. IVG-Revision SBV-Argumentarium gegen die 5. IVG-Revision 1 Rentenkürzungen Laut Bundesrat wird die Hälfte der Rentenkürzungen Mehrkosten bei den Ergänzungsleistungen verursachen! - Die IV-Renten liegen allgemein um

Mehr

zuwanderung positive auswirkungen auf die sozialwerke

zuwanderung positive auswirkungen auf die sozialwerke zuwanderung positive auswirkungen auf die sozialwerke Informationsblatt 4: Sozialwerke Das Wichtigste in Kürze: Nur wer Beiträge in die Sozialversicherungen einbezahlt hat, darf Leistungen beziehen das

Mehr

Aktuelles zur beruflichen Integration. IVG-Revision

Aktuelles zur beruflichen Integration. IVG-Revision Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Aktuelles zur beruflichen Integration vor dem Hintergrund der laufenden IVG-Revision Berufsschule für Hörgeschädigte 7.

Mehr

Merkblatt für Case Management-Anbieter: Besonderheiten der Lohnfortzahlung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Krankheit und Unfall

Merkblatt für Case Management-Anbieter: Besonderheiten der Lohnfortzahlung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Krankheit und Unfall Merkblatt für Case Management-Anbieter: Besonderheiten der Lohnfortzahlung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Krankheit und Unfall Stand: 1. Januar 2015 1. Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung

Mehr

Sozialversicherungsrecht

Sozialversicherungsrecht Sozialversicherungsrecht ZV, Fachtagung Brunnen, 7. / 8. November 2013 Grundlagen Übersicht 1. Wozu braucht es Sozialversicherungen? / Geschichte 2. Das 3-Säulen-Konzept 3. Finanzierung / Leistungen 4.

Mehr

Informationen zum. Vorsorge-System Schweiz

Informationen zum. Vorsorge-System Schweiz Informationen zum Vorsorge-System Schweiz VORSORGE-SYSTEM DER SCHWEIZ Sozialversicherungssystem Schweiz Für Sie als Grenzgänger gehen wir hinab in die Abgründe des Schweizerischen Sozialversicherungssystems

Mehr

Tagung: Für soziale Sicherheit und Altersvorsorge, 22. März 2013 (GBKZ)

Tagung: Für soziale Sicherheit und Altersvorsorge, 22. März 2013 (GBKZ) 1 Tagung: Für soziale Sicherheit und Altersvorsorge, 22. März 2013 (GBKZ) Workshop Der Abbau bei der Invalidenversicherung (Christoph Lüthy, Leiter Rechtsdienst Pro Mente Sana, Schweiz. Stiftung, die sich

Mehr

Wiedereingliederung von RentenbezügerInnen

Wiedereingliederung von RentenbezügerInnen Wiedereingliederung von RentenbezügerInnen Aktuelle Herausforderungen 26. Januar 2012 Marcel Paolino, Bereichsleiter Berufliche Integration Bundesamt für Sozialversicherungen Entwicklung zur Eingliederungsversicherung

Mehr

Bedingungsloses Grundeinkommen Was bringt es Menschen mit Behinderung?

Bedingungsloses Grundeinkommen Was bringt es Menschen mit Behinderung? Bedingungsloses Grundeinkommen Urs Schnyder, 8. Januar 2013 1 Prinzip des Grundeinkommens Lohn Lohn Lohn Zusatzleistungen Rente = an Bedingung geknüpft BGE = Bedingungslos Existenzsicherndes Existenzminimum

Mehr

zur der Fachstelle Sozialhilfe und Sozialarbeit und der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden

zur der Fachstelle Sozialhilfe und Sozialarbeit und der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden Begrüssung zur der Fachstelle Sozialhilfe und Sozialarbeit und der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden Ablauf Zeitlicher Ablauf 14.00 14.10 Uhr Begrüssung 14.10 15.00 Uhr IV - heute 15.00 15.30 Uhr Pause

Mehr

Arbeitsrecht. 2. Lohnanspruch trotz fehlender Arbeitsleistung

Arbeitsrecht. 2. Lohnanspruch trotz fehlender Arbeitsleistung Arbeitsrecht 1. Lohnanspruch für geleistete Arbeit Unsere tägliche berufliche Arbeit kann wie folgt umschrieben werden: Wir Arbeitnehmer sind zur Leistung einer Arbeit verpflichtet und auf der anderen

Mehr

Die Invaliden-Versicherung ändert sich

Die Invaliden-Versicherung ändert sich Die Invaliden-Versicherung ändert sich 1 Erklärung Die Invaliden-Versicherung ist für invalide Personen. Invalid bedeutet: Eine Person kann einige Sachen nicht machen. Wegen einer Krankheit. Wegen einem

Mehr

CURAVIVA nimmt Stellung zur 5. IV-Revision

CURAVIVA nimmt Stellung zur 5. IV-Revision Zürich, im Dezember 2004 CURAVIVA nimmt Stellung zur 5. IV-Revision Die 5. IV Revision gliedert sich in drei Vorlagen, die vom Bundesrat den politischen Parteien sowie den Verbänden und Interessenvertretern

Mehr

Referat Junge Menschen mit Rheuma: 12.12.2009

Referat Junge Menschen mit Rheuma: 12.12.2009 Referat Junge Menschen mit Rheuma: 12.12.2009 Herzlich Willkommen im Dschungel der Sozialversicherungen!!!!! Herbert Keller, 8331 Auslikon Inhalt Referat Arbeitsrecht: Diagnose-Mitteilung und Auswirkungen

Mehr

Jahresbericht 2010 der IV-Stelle Basel-Stadt

Jahresbericht 2010 der IV-Stelle Basel-Stadt Jahresbericht der IV-Stelle Basel-Stadt Inhalt Editorial 3 Organe der IV-Stelle Basel-Stadt 5 Organigramm 6 Berufliche Eingliederung 7 Rentenentwicklung Allgemeine Kennzahlen der IV-Stelle Basel-Stadt

Mehr

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Prüfungskommission. Berufsprüfung 2007 für den Sozialversicherungs-Fachausweis

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Prüfungskommission. Berufsprüfung 2007 für den Sozialversicherungs-Fachausweis SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Prüfungskommission Berufsprüfung 2007 für den Sozialversicherungs-Fachausweis Name / Vorname: Probeprüfung Invalidenversicherung Lösungsvorschläge

Mehr

Weiterentwicklung der IV

Weiterentwicklung der IV Weiterentwicklung der IV, Leiter Bereich Gesetzgebung / Recht BSV, Geschäftsfeld IV, Kongress INSOS Schweiz, Flims, 26.8.2015 Strategie zur Weiterentwicklung der IV Die versicherte Person wieder in den

Mehr

Die Broschüre «Alles über die IV» ist unter www.shop.ahv-iv.ch erhältlich.

Die Broschüre «Alles über die IV» ist unter www.shop.ahv-iv.ch erhältlich. Impressum Herausgeberin: Informationsstelle AHV/IV, info@ahv-iv.ch, www.ahv-iv.ch Autoren: Monika Dudle-Ammann, Andreas Dummermuth, Rolf Lindenmann Layout: RTK Medientechnik AG, Kloten Druck: Binkert Buag,

Mehr

Stellenwechsel und Entlassung Aspekte des Sozialversicherungsrechts

Stellenwechsel und Entlassung Aspekte des Sozialversicherungsrechts Stellenwechsel und Entlassung Aspekte des Sozialversicherungsrechts 1. Einführende Überlegungen 2. Stellenwechsel/Entlassung vor Eintritt versichertes Risiko 3. Stellenwechsel/Entlassung nach Eintritt

Mehr

Die IV - Eine Integrationsversicherung

Die IV - Eine Integrationsversicherung Die IV - Eine Integrationsversicherung Generalversammlung VAGS 23. April 2015 Agenda Begrüssung SVA IV-Stelle Auftrag Leistungen Zusammenfassung 30.04.2015 Generalversammlung VAGS 2 Organigramm 30.04.2015

Mehr

- Defizit Ein Defizit ist ein Fehlbetrag in einer Rechnung. Der Begriff wird auch für einen Mangel in anderen Bereichen verwendet.

- Defizit Ein Defizit ist ein Fehlbetrag in einer Rechnung. Der Begriff wird auch für einen Mangel in anderen Bereichen verwendet. Lösungen IV Zusatzfinanzierung Auftrag 1 a) Erklären Sie die Begriffe Defizit Ein Defizit ist ein Fehlbetrag in einer Rechnung. Der Begriff wird auch für einen Mangel in anderen Bereichen verwendet. Provisorisch

Mehr

SIM / 4. Fortbildungskurs 2014 für SIM Gutachter und Interessierte

SIM / 4. Fortbildungskurs 2014 für SIM Gutachter und Interessierte Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV SIM / 4. Fortbildungskurs 2014 für SIM Gutachter und Interessierte Stefan Ritler, Vizedirektor BSV «Sicher is, dass nix

Mehr

INVALIDENVERSICHERUNG. Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern

INVALIDENVERSICHERUNG. Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern VERSICHERUNGSMEDIZIN INVALIDENVERSICHERUNG Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern Lernziele Social insurance C PH 75 Definitions in the general section of the social insurance regulations

Mehr

Kreisschreiben über die Früherfassung und die Frühintervention (KSFEFI)

Kreisschreiben über die Früherfassung und die Frühintervention (KSFEFI) Kreisschreiben über die Früherfassung und die Frühintervention (KSFEFI) Gültig ab 1. Januar 2015 Stand 1. Januar 2016 318.507.22 d 11.15 2 von 11 Vorwort Folgende Randziffern waren Gegenstand von Ergänzungen:

Mehr

Sozialversicherungen der Schweiz

Sozialversicherungen der Schweiz Sozialversicherungen der Schweiz Stephanie John Sozialversicherungsfachfrau FA www.svasg.ch 1 Agenda Soziales Fundament der Schweiz Die einzelnen Sozialversicherungen im Vergleich Entwicklung in den einzelnen

Mehr

ALTERSVORSORGE Die AHV

ALTERSVORSORGE Die AHV Was ist Altersvorsorge? Mit dem Erreichen des Rentenalters scheiden die meisten Erwerbstätigen aus dem Erwerbsleben aus. Das Arbeitseinkommen als Finanzierungsquelle für den persönlichen Konsum fällt fortan

Mehr

4.06 Stand am 1. Januar 2013

4.06 Stand am 1. Januar 2013 4.06 Stand am 1. Januar 2013 Das IV-Verfahren Meldung 1 Für die Früherfassung können versicherte Personen bei der IV-Stelle des Wohnsitzkantons gemeldet werden. Das Formular Meldeverfahren kann bei den

Mehr

4.09 Stand am 1. Januar 2012

4.09 Stand am 1. Januar 2012 4.09 Stand am 1. Januar 2012 Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV Allgemeines 1 Entsprechend dem in der Invalidenversicherung geltenden Grundsatz «Eingliederung vor Rente» nehmen Versicherte in der

Mehr

Trainingsprüfung / Aufgaben. für Personalfachleute. Sozialversicherungen. Trainingsprüfung Sozialversicherungen Aufgaben

Trainingsprüfung / Aufgaben. für Personalfachleute. Sozialversicherungen. Trainingsprüfung Sozialversicherungen Aufgaben Trainingsprüfung / Aufgaben für Personalfachleute Sozialversicherungen Aufgabe 1 Die Schweiz hat zur Sozialen Sicherheit Vereinbarungen mit den europäischen Nachbarstaaten getroffen? Wie würden Sie diese

Mehr

SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Berufsprüfung 2008. Probeprüfung. Invalidenversicherung (IV) Lösungsvorschläge

SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Berufsprüfung 2008. Probeprüfung. Invalidenversicherung (IV) Lösungsvorschläge SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Berufsprüfung 2008 Probeprüfung 2008 Invalidenversicherung (IV) Lösungsvorschläge Zeitvorgabe: max. Punktzahl: 30 Minuten 40 Punkte Aufgabe

Mehr

Berufliche Eingliederungsmassnahmen

Berufliche Eingliederungsmassnahmen 4.09 Leistungen der IV Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick In der Invalidenversicherung (IV) gilt der Grundsatz «Eingliederung vor Rente». Die Eingliederungsmassnahmen

Mehr

4.06 Leistungen der IV Das IV-Verfahren

4.06 Leistungen der IV Das IV-Verfahren 4.06 Leistungen der IV Das IV-Verfahren Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Für die Früherfassung können versicherte Personen bei der IV-Stelle des Wohnsitzkantons gemeldet werden. Die versicherte

Mehr

Übersicht. Kantonale Leistungen im Sozialversicherungsrecht

Übersicht. Kantonale Leistungen im Sozialversicherungsrecht für kantonale Leistungen in der Sozialversicherung Präsentation zum Vortrag von Prof. Dr. Fragestellung Kann ein Kanton für Leistungen im Sozialversicherungsrecht auf die haftpflichtige Person regressieren?

Mehr

Finanzielle Sicherheit im Alter

Finanzielle Sicherheit im Alter Finanzielle Sicherheit im Alter Referat: Urs Hofstetter, Direktor Ausgleichskasse Luzern Altersforum Kanton Luzern, 30. August 2010 Ausgleichskasse Luzern Würzenbachstrasse 8, Postfach, 6000 Luzern 15

Mehr

ALTERSVORSORGE Arbeitsauftrag

ALTERSVORSORGE Arbeitsauftrag Aufgabe 1 Verständnisfragen zum Einstiegstext a. Mit welchem Alter beginnt die Beitragspflicht von erwerbstätigen Personen? b. Ab welchem Alter beginnt die Beitragspflicht von nichterwerbstätigen Personen?

Mehr

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Nach Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Arbeitgeber 12.541 [4,3%] private Haushalte,

Mehr

Demographische Alterung und deren Auswirkungen auf die Gesundheitskosten

Demographische Alterung und deren Auswirkungen auf die Gesundheitskosten Demographische Alterung und deren Auswirkungen auf die Gesundheitskosten 1. Problematik der demographischen Alterung Die Schweiz ist wie die meisten modernen Industrie- und Dienstleistungsstaaten geprägt

Mehr

Kulturwandel der IV? Fakten und Mythen

Kulturwandel der IV? Fakten und Mythen Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Kulturwandel der IV? Fakten und Mythen Fortbildungsnachmittag Dialog 2000, OSGIM/HKO Arbon, 23. Mai 2013 Peter Eberhard,

Mehr

Wir möchten uns recht herzlich bedanken, dass Sie uns die Möglichkeit geben, zum Entwurf der 5. IV- Revision Stellung zu nehmen.

Wir möchten uns recht herzlich bedanken, dass Sie uns die Möglichkeit geben, zum Entwurf der 5. IV- Revision Stellung zu nehmen. Freiburg, 29.Dezember 2004 Bundesamt für Sozialversicherungen Geschäftsfeld Invalidenversicherung Projekte und Spezialaufgaben 3003 Bern Vernehmlassung zur 5. IV-Revision Sehr geehrte Damen und Herren

Mehr

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Zentral-Prüfungskommission. Berufsprüfung 2010. Invalidenversicherung (IV)

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Zentral-Prüfungskommission. Berufsprüfung 2010. Invalidenversicherung (IV) SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Zentral-Prüfungskommission Berufsprüfung 2010 Invalidenversicherung (IV) Lösungsvorschläge : Prüfungsdauer: Anzahl Seiten der Prüfung (inkl.

Mehr

Beiträge der Studierenden an die AHV, die IV und die EO

Beiträge der Studierenden an die AHV, die IV und die EO 2.10 Beiträge Beiträge der Studierenden an die AHV, die IV und die EO Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV) und die

Mehr

DIE SOZIALVERSICHERUNG

DIE SOZIALVERSICHERUNG EINLEITUNG So können Sie sicher starten DIE SOZIALVERSICHERUNG BBK VBU-Schulung zum Thema Sozialversicherung EINLEITUNG Jetzt einsteigen und los! Ein neuer Lebensabschnitt hat für Sie begonnen: die berufliche

Mehr

Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft (LBR) Herausgegeben von Jörg im Auftrag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern

Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft (LBR) Herausgegeben von Jörg im Auftrag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft (LBR) Herausgegeben von Jörg im Auftrag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern Band 65 Gian Claudio Reform des Systems der Schweizerischen

Mehr

Fakten Prämien Kosten Begründungen GRUNDSÄTZE: SOLIDARITÄT UND EIGENVERANTWORTUNG

Fakten Prämien Kosten Begründungen GRUNDSÄTZE: SOLIDARITÄT UND EIGENVERANTWORTUNG Fakten Prämien Kosten Begründungen curafutura zeigt die wichtigsten Fakten und Mechanismen zum Thema Krankenversicherungsprämien auf; erklärt, wie die Krankenkassenprämie zustande kommt, welche gesetzlichen

Mehr

4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV

4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV 4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Taggelder ergänzen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV): Sie sollen den Lebensunterhalt der Versicherten

Mehr

IP Neu für Alle: Die Reform der Invaliditätspension

IP Neu für Alle: Die Reform der Invaliditätspension IP Neu für Alle: Die Reform der Invaliditätspension Ziel: Weniger Invaliditätspensionen, dafür verstärkte Arbeitsmarktintegration von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen. Die geringeren Pensionskosten

Mehr

4.01 Leistungen der IV Leistungen der Invalidenversicherung (IV)

4.01 Leistungen der IV Leistungen der Invalidenversicherung (IV) 4.01 Leistungen der IV Leistungen der Invalidenversicherung (IV) Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind, gelten grundsätzlich

Mehr

4.01 Stand am 1. Januar 2013

4.01 Stand am 1. Januar 2013 4.01 Stand am 1. Januar 2013 Leistungen der Invalidenversicherung (IV) Eine obligatorische Versicherung 1 Alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind, gelten grundsätzlich

Mehr

Unfall & Umsorgt. Ihre private Unfallvorsorge

Unfall & Umsorgt. Ihre private Unfallvorsorge Unfall & Umsorgt Ihre private Unfallvorsorge Wussten Sie, dass...... über 80 % aller Unfälle zu Hause und in der Freizeit passieren?* Sie selbst bei höchster Erwerbsunfähigkeit mit mindestens einem Drittel

Mehr

Existenzsicherung. Die staatliche Vorsorge gewährleistet im Rahmen der AHV/IV die Deckung des Existenzbedarfes für die gesamte Bevölkerung.

Existenzsicherung. Die staatliche Vorsorge gewährleistet im Rahmen der AHV/IV die Deckung des Existenzbedarfes für die gesamte Bevölkerung. 1. Säule, AHV/IV Existenzsicherung Die staatliche Vorsorge gewährleistet im Rahmen der AHV/IV die Deckung des Existenzbedarfes für die gesamte Bevölkerung. 1. Ausgangslage. Die Alters-, Hinterlassenen-

Mehr

6.05 Unfallversicherung UVG Obligatorische Unfallversicherung UVG

6.05 Unfallversicherung UVG Obligatorische Unfallversicherung UVG 6.05 Unfallversicherung UVG Obligatorische Unfallversicherung UVG Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 (UVG) ist die Unfallversicherung

Mehr

4.11. Versicherungsschutz während beruflicher. Massnahmen. Berufliche Massnahmen gelten nicht als Arbeitsverhältnis. Versicherungsschutz bei Krankheit

4.11. Versicherungsschutz während beruflicher. Massnahmen. Berufliche Massnahmen gelten nicht als Arbeitsverhältnis. Versicherungsschutz bei Krankheit 4.11 Stand am 1. Januar 2006 Versicherungsschutz während beruflicher Massnahmen 1 Berufliche Massnahmen gelten nicht als Arbeitsverhältnis Berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung (IV) gelten nicht

Mehr

Anmeldung von Versicherungsleistungen

Anmeldung von Versicherungsleistungen FORTUNA Lebens-Versicherungs-Aktiengesellschaft Vaduz Städtle 35 / LP-NBC-C Anmeldung von Versicherungsleistungen Das Formular Ärztliche Auskunft über Arbeitsunfähigkeit lassen Sie bitte von Ihrem behandelnden

Mehr

6.02. Mutterschafts - entschädigung. Anspruchsberechtigte Frauen. Stand am 1. Januar 2010

6.02. Mutterschafts - entschädigung. Anspruchsberechtigte Frauen. Stand am 1. Januar 2010 6.02 Stand am 1. Januar 2010 Mutterschafts - entschädigung 1 Anspruchsberechtigte Frauen Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben Frauen, die im Zeitpunkt der Geburt des Kindes entweder: Arbeitnehmerinnen

Mehr

Von gesund bis krank und wieder zurück Früherkennung und berufliche Reintegration aus Sicht eines Taggeld- und Krankenversicherers

Von gesund bis krank und wieder zurück Früherkennung und berufliche Reintegration aus Sicht eines Taggeld- und Krankenversicherers Von gesund bis und wieder zurück Früherkennung und berufliche Reintegration aus Sicht eines Taggeld- und Krankenversicherers Werner Alfred Selo Stiftung Denise Camenisch 1.07.2015 Gesamtheitliche Sicht

Mehr

6. IV-Revision. Klausur der Regierungsrätinnen und Regierungsräte SODK, 25. Juni 2010. Stefan Ritler

6. IV-Revision. Klausur der Regierungsrätinnen und Regierungsräte SODK, 25. Juni 2010. Stefan Ritler 6. IV-Revision 2. Massnahmenpaket (6b) Klausur der Regierungsrätinnen und Regierungsräte SODK, 25. Juni 2010 Stefan Ritler Der Sanierungsplan für die IV Rechnung ausgleichen, Schuld abbauen 6. IV-Revision,

Mehr

Die Aufgaben. der. Berufsgenossenschaft

Die Aufgaben. der. Berufsgenossenschaft Die Aufgaben der Berufsgenossenschaft Das duale System im Arbeitsschutz Duales AS-System Staat Träger der der gesetzlichen Unfallversicherung erlässt erlässt laut SGB VII 15 Gesetze Unfallverhütungsvorschriften

Mehr

Artikel Code: HRM 554 Artikelnummer: 12885 Titel HR-Einstieg 4/6 Sozialversicherungen Auflage 3., überarbeitete Auflage 2015 Datum 15.04.

Artikel Code: HRM 554 Artikelnummer: 12885 Titel HR-Einstieg 4/6 Sozialversicherungen Auflage 3., überarbeitete Auflage 2015 Datum 15.04. Update Artikel Code: HRM 554 Artikelnummer: 12885 Titel HR-Einstieg 4/6 Auflage 3., überarbeitete Auflage 2015 Datum 15.04.2016 Zur Ausgabe K1026 Position Seiten 41, 45, 46,83 Beschreibung Die Sätze der

Mehr

Ergänzungsleistungen für Familien: Wunschdenken oder Notwendigkeit?

Ergänzungsleistungen für Familien: Wunschdenken oder Notwendigkeit? Ergänzungsleistungen für Familien: Wunschdenken oder Notwendigkeit? Veranstaltung vom 27. April 2010 an der Hochschule Luzern - Wirtschaft Dr. iur. Erwin Carigiet, Zürich Einleitung Ergänzungsleistungen

Mehr

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung 24.11.2011 1 Inhaltsverzeichnis 1 Grundsatz... 3 2 Sozialversicherungen AHV, IV, ALV, EO, MV... 3 3 Berufliche Vorsorge... 4 4 Unfallversicherung... 4 5 Krankentaggeldversicherung...

Mehr

6.02. Mutterschafts - entschädigung. Anspruchsberechtigte Frauen. Stand am 1. Januar 2009

6.02. Mutterschafts - entschädigung. Anspruchsberechtigte Frauen. Stand am 1. Januar 2009 6.02 Stand am 1. Januar 2009 Mutterschafts - entschädigung 1 Anspruchsberechtigte Frauen Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben Frauen, die im Zeitpunkt der Geburt des Kindes entweder: Arbeitnehmerinnen

Mehr

Übersicht. Tagung Paulus-Akademie vom 7. Mai 2009 2

Übersicht. Tagung Paulus-Akademie vom 7. Mai 2009 2 Integration von Behinderten in Unternehmen aus Arbeitgebersicht Tagung an der Paulus-Akademie, 7. Mai 2009 Prof. Dr. Roland A. Müller Übersicht Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts Erhaltung

Mehr

Meldung einer Arbeitsunfähigkeit Formular Arbeitgeber

Meldung einer Arbeitsunfähigkeit Formular Arbeitgeber Meldung einer Arbeitsunfähigkeit Formular Arbeitgeber Seiten 1 und 2: Auszufüllen durch Arbeitgeber der arbeitsunfähigen Person Anschluss Arbeitgeber Anschluss-Nr. Telefon Strasse PLZ/Ort Versicherte Person

Mehr

IV-Früherfassung als Präventionsmassnahme

IV-Früherfassung als Präventionsmassnahme Ansprechpartner Beatrice Kubli Eingliederungsberaterin der SVA Zürich, informiert über die Phase der Früherfassung im IV-Integrationsprozess Reto Willy Eingliederungsberater der SVA Zürich, informiert

Mehr

Faktenblatt Auswirkungen der Personenfreizügigkeit EU/EFTA auf Sozialversicherungen und Sozialhilfe

Faktenblatt Auswirkungen der Personenfreizügigkeit EU/EFTA auf Sozialversicherungen und Sozialhilfe Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Geschäftsfeld Internationale Angelegenheiten Faktenblatt Auswirkungen der Personenfreizügigkeit EU/EFTA auf Sozialversicherungen

Mehr

12.05.2015. Überbetrieblicher Kurs 3 Herzlich Willkommen! zum Modul Soziales. Ziele. Weitere Themen zum LZ. 1.1.3.1.1 Auftrag des Lehrbetriebes

12.05.2015. Überbetrieblicher Kurs 3 Herzlich Willkommen! zum Modul Soziales. Ziele. Weitere Themen zum LZ. 1.1.3.1.1 Auftrag des Lehrbetriebes Überbetrieblicher Kurs 3 Herzlich Willkommen! zum Modul Soziales Ziele 1.1.3.1.1 Auftrag des Lehrbetriebes Ich zeige den Auftrag / die Aufgaben des Lehrbetriebes verständlich auf. Dabei berücksichtige

Mehr

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist.

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. LEBENSSTANDARD SICHERN VITALIFE Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. VitaLife bereits ab 15,40 monatlich für eine(n) 24-jährige(n) Mann/Frau* Wenn es darauf ankommt,

Mehr

Wir danken für die Möglichkeit, zu Stellung nehmen zu dürfen und unterbreiten Ihnen dazu folgende Bemerkungen.

Wir danken für die Möglichkeit, zu Stellung nehmen zu dürfen und unterbreiten Ihnen dazu folgende Bemerkungen. Bundesamt für Sozialversicherungen Geschäftsfeld Alter- und Hinterlassenenvorsorge Effingerstrasse 20 3003 Bern Bern, 25. Juni 2004 Einführung von Ergänzungsleistungen für Familien; Vernehmlassung Sehr

Mehr

6.02 Leistungen der EO/MSE Mutterschaftsentschädigung

6.02 Leistungen der EO/MSE Mutterschaftsentschädigung 6.02 Leistungen der EO/MSE Mutterschaftsentschädigung Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Erwerbstätige Mütter haben für die ersten 14 Wochen nach der Geburt des Kindes Anspruch auf eine Mutterschaftsentschädigung.

Mehr

BEHINDERTE UND WEHRPFLICHTERSATZ

BEHINDERTE UND WEHRPFLICHTERSATZ BEHINDERTE UND WEHRPFLICHTERSATZ Das Bundesgesetz über den Wehrpflichtersatz (WPEG) ist in den letzten Jahren diversen Revisionen unterzogen worden, letztmals per 1.1.2010. Wir fassen im Folgenden zusammen,

Mehr

invalidenversicherung aus der schuldenfalle holen

invalidenversicherung aus der schuldenfalle holen 23. Oktober 2011 faktenblatt: INVALIDENVERSICHERUNG invalidenversicherung aus der schuldenfalle holen Die Schweizerische Invalidenversicherung (IV) hat in den letzten 20 Jahren immer höhere Schulden angehäuft.

Mehr

Die Abschaffung der Unfallversicherung

Die Abschaffung der Unfallversicherung Schriften zum Sozialversicherungsrecht Herausgegeben von Prof. Dr. Ulrich Meyer und Prof. Dr. Thomas Gachter Begriindet von Alfred Kolz und Ulrich Meyer Universitat Zurich Dr. Olivier Steiner Die Abschaffung

Mehr

26.01.15. Einleitung. Regresstagung 2015. Inhalt. Kongresshaus Zürich

26.01.15. Einleitung. Regresstagung 2015. Inhalt. Kongresshaus Zürich 26.01.15 Kongresshaus Zürich Dienstag, 24. März 2015 Inhalt Einleitung Gestörtes Koordinationsverhältnis Heterogenität der Schadenausgleichsbegriffe Rechtserhebliche Kausalität Auszahlung von Schadenausgleichsleistungen

Mehr

Vernehmlassung der Christlich-sozialen Partei Schweiz (CSP Schweiz) zum 2. Massnahmepaket der 6. IV-Revision

Vernehmlassung der Christlich-sozialen Partei Schweiz (CSP Schweiz) zum 2. Massnahmepaket der 6. IV-Revision Bundesamt für Sozialversicherungen Effingerstrasse 20 3003 Bern Zürich / Wünnewil, 12. Oktober 2010 Vernehmlassung der Christlich-sozialen Partei Schweiz (CSP Schweiz) zum 2. Massnahmepaket der 6. IV-Revision

Mehr

Personenversicherungen Unfallversicherung UVG-Obligatorium, UVG-Zusatz. Berufsgefahren können nicht beseitigt werden beugen Sie diesen vor

Personenversicherungen Unfallversicherung UVG-Obligatorium, UVG-Zusatz. Berufsgefahren können nicht beseitigt werden beugen Sie diesen vor Personenversicherungen Unfallversicherung -Obligatorium, -Zusatz Berufsgefahren können nicht beseitigt werden beugen Sie diesen vor Personenversicherungen Vaudoise Bessere Leistungen bei Unfall Ihre Pflichten

Mehr

Sozialversicherungsrecht (Schwerpunkt ATSG)

Sozialversicherungsrecht (Schwerpunkt ATSG) Sozialversicherungsrecht (Schwerpunkt ATSG) lic. iur. Stefan Roth, Rechtsanwalt Oberrichter am aargauischen Versicherungsgericht Rechtliche Grundlagen Einzelne Verfassungsbestimmungen (z.b. Art. 117 BV

Mehr

Sozialversicherung Überblick

Sozialversicherung Überblick Folie 1 von 6 Sozialversicherung Überblick Merkmale der Sozialversicherung Arbeitnehmer (Arbeitslosen-, Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung) Unternehmen (Unfallversicherung) Krankenversicherung: bei

Mehr

11.1.03. Invalidenversicherung (IV)

11.1.03. Invalidenversicherung (IV) 11.1.03. Invalidenversicherung (IV) Rechtsgrundlagen Die wichtigsten Rechtsgrundlagen sind: Art. 111 BV Art. 112 BV Bundesgesetz über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG), SR 831.20 Verordnung

Mehr

Die Invalidenversicherung Ein Partner für nachhaltige Lösungen!?

Die Invalidenversicherung Ein Partner für nachhaltige Lösungen!? Herzlich Willkommen IV-Stelle Thurgau Daniel Naef Abteilungsleiter Eingliederung / Rente 1 Die Invalidenversicherung Ein Partner für nachhaltige Lösungen!? 2 Welche Chancen ermöglicht ein früher Einbezug

Mehr

a) Vervollständigen Sie das folgende Schema zu den in der Lohnabrechnung berücksichtigten Sozialversicherungen:

a) Vervollständigen Sie das folgende Schema zu den in der Lohnabrechnung berücksichtigten Sozialversicherungen: 44.01 Bezeichnung der Sozialversicherung a) Vervollständigen Sie das folgende Schema zu den in der Lohnabrechnung berücksichtigten Sozialversicherungen: Ab - kürzung AHV EO Zweck Beiträge in % des Bruttolohnes

Mehr

Attraktiv und wirkungsvoll unsere Leistungen für Arbeitgeber

Attraktiv und wirkungsvoll unsere Leistungen für Arbeitgeber 123 Attraktiv und wirkungsvoll unsere Leistungen für Arbeitgeber IV-Arbeitgeberberatung: 044 448 58 58 Ihre Situation im Unternehmen ist individuell, unsere Beratung auch. Beratung für Früherkennung von

Mehr

2.02. Beiträge der Selbständigerwerbenden. AHV, die IV und die EO. Selbständige Erwerbstätigkeit. Stand am 1. Juli 2005

2.02. Beiträge der Selbständigerwerbenden. AHV, die IV und die EO. Selbständige Erwerbstätigkeit. Stand am 1. Juli 2005 2.02 Stand am 1. Juli 2005 Beiträge der Selbständigerwerbenden an die AHV, die IV und die EO 1 Selbständige Erwerbstätigkeit Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung

Mehr

1.2016 Allgemeines Änderungen auf 1. Januar 2016

1.2016 Allgemeines Änderungen auf 1. Januar 2016 1.2016 Allgemeines Änderungen auf 1. Januar 2016 Stand am 1. Januar 2016 Übersicht Dieses Merkblatt informiert Sie über die Änderungen auf 1. Januar 2016 bei Beiträgen und Leistungen. Randziffern Beiträge

Mehr