Jahresbericht Nah am Mensch. Nah am Markt.

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1 Jahresbericht 2012 Nah am Mensch. Nah am Markt.

2 Inhalt Editorial 3 Rückblick: 30-Jahre-Jubiläum 4 Potenzialerhebung 5 Menschen bei ESPAS im Fokus 6 ESPAS in Zahlen 9 Bilanz 10 Erfolgsrechnung 11 Kommentar zur Jahresrechnung 12 Rechnung über die Veränderung des Kapitals 13 Organisation 14 Dank 15 2

3 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser 2012 wurde ESPAS 30 Jahre alt und feierte dieses Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Im Übrigen beschäftigte uns weniger die erfolgreiche Vergangenheit als vielmehr die Arbeit an einer ebensolchen Zukunft. Ein wichtiges Projekt waren die Verhandlungen mit unserer neuen Vertragspartnerin, der Sozialversicherungsanstalt (SVA). Bisher kamen die Mittel für unsere Eingliederungsangebote vom Bund, aber Bern ist weit weg; in der SVA haben wir nun ein Gegenüber, mit dem ein praxisnaher Austausch vor Ort möglich ist. Die Leistungsvereinbarungen, die wir für 2013 abschliessen konnten, stimmen uns zuversichtlich. Das heute richtungsweisende Prinzip der 6. IVG-Revision «Eingliederung vor Rente» bestärkt uns in der zunehmenden Aussenorientierung unseres Unternehmens: Menschen mit psychischer oder körperlicher Beeinträchtigung sollen wenn immer möglich eine Aufgabe im ersten Arbeitsmarkt finden. Deshalb haben wir die Potenzialerhebung, ein neues Instrument zur Abklärung der arbeitsmarkttauglichen Ressourcen bisheriger Bezügerinnen und Bezüger einer IV-Rente, entwickelt. Wir schaffen Ausbildungsplätze 35 sind es zurzeit, damit junge Menschen gar nicht erst zu Rentnern werden. Und wir entwickeln das Angebot an externen Praktika als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt weiter. Mit unserem Engagement verbunden bleibt allerdings eine grosse Herausforderung: Noch sind nur wenige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bereit, auch Menschen zu beschäftigen, die nicht immer topfit sind und reibungslos «funktionieren». Umso wichtiger, dass ESPAS nach wie vor auch für sie Arbeitsplätze bereitstellt. Anregende Lektüre wünscht mit herzlichem Dank für Ihr Interesse Marcel Fluri, Geschäftsführer ESPAS Stiftung 3

4 Rückblick 30 Jahre ESPAS Grund zum Feiern 1982 entstand unter den Fittichen der Eingliederungsstätte Brunau das Bürozentrum Wiedikon, das später nach Höngg umziehen und ab 1994 den Namen ESPAS tragen sollte. Am 30. Juni 2012 feierte ESPAS sein 30-Jahr-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher erhielten Einblick in die ESPAS Tätigkeiten und konnten sich in Tests und Spielen sowie im persönlichen Kontakt mit Mitarbeitenden ein Bild von der Komplexität und Vielfalt unserer Dienstleistungen machen. Ein Grusswort von Stadtpräsidentin Corine Mauch und eine Podiumsdiskussion zum Thema «Soziale Verantwortung und ethisches Handeln» rundeten den Tag ab. 4

5 Potenzialerhebung Potenzialerhebung: nicht primär Einschränkungen, sondern Ressourcen abklären In Kooperation mit der SVA entwickelte ESPAS ein Instrument zur arbeitsmarktbezogenen Standortbestimmung für Menschen mit psychischer und/oder körperlicher Beeinträchtigung. Der Pilotversuch läuft seit August Seit zehn Jahren leidet Andrijana C. als Folge eines Autounfalls unter chronischen Schmerzen. Im Lauf der Zeit sind viele soziale Kontakte verloren gegangen, ihr Selbstbewusstsein hat gelitten, sie geht kaum noch aus dem Haus. An eine Arbeit zu denken wagt sie nicht mehr. Die IV, von der sie eine Rente bezieht, kommt jedoch aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen zum Schluss, dass ihr eine «angepasste Tätigkeit» durchaus zuzumuten sei; ihr Eingliederungsberater schickt sie deshalb zu einer Potenzialerhebung bei ESPAS. Mit ihrer langjährigen Arbeitsunfähigkeit entspricht Andrijana C. ebenso wie der Finanzanalyst, der nach einem Burnout nie mehr Tritt fassen konnte, oder der ehemalige Lastwagenfahrer mit Rückenproblemen und Depressionen genau der Zielgruppe für das neue Verfahren zur Abklärung des aktuellen Eingliederungspotenzials. Praktische Arbeit und moderne Tests Frau C. verbringt nun vier Wochen lang täglich drei bis acht Stunden bei ESPAS und arbeitet in der Hälfte dieser Zeit in verschiedenen Bereichen mit, wo sie agogisch betreut wird. Je nach Fähigkeiten und Möglichkeiten übernimmt sie etwa Aufgaben im Facility Management oder in der Administration, stellt Kundengeschenke bereit, hilft im Lager oder beim Aufbau einer hauseigenen Mediathek. So erfährt sie sich selber wieder einmal in einer Arbeitssituation, und im Rahmen der Abklärung kann ihr generelles Arbeitsverhalten beurteilt werden. In der übrigen Zeit durchläuft Frau C. verschiedene moderne Testverfahren. Zudem erhält sie regelmässig Feedback, führt Tagebuch und realisiert gemeinsam mit anderen Teilnehmenden kleine Projekte. Frau C. fasst Mut Rund 20 Personen profitierten seit Beginn der Pilotphase vom neuen Verfahren, das eine gesamtheitliche Betrachtung des Integrationspotenzials durch interdisziplinär vernetzte Fachpersonen gewährleistet. Dabei werden Einschränkungen und Grenzen zwar in die Beurteilung einbezogen, im Zentrum stehen jedoch die kognitiven, sozialen und personalen Ressourcen der Teilnehmenden. Aus der umfassenden Analyse, in die auch soziale Gegebenheiten wie etwa das Wohnumfeld oder die Frage der Kinderbetreuung einbezogen werden, resultiert ein Bericht, der nicht nur klare Aussagen zur aktuellen Arbeitsmarktfähigkeit sondern auch ein Förderkonzept und Vorschläge für entsprechende Massnahmen beinhaltet. Andrijana C. erhält nach der Potenzialerhebung guten Bescheid. Eine teilzeitliche Tätigkeit im kaufmännischen Bereich ist mit geeigneten Fördermassnahmen eine valable Perspektive. Beinahe noch wichtiger als das Erhebungsresultat selbst ist aber etwas anderes: Frau C. hat wieder Mut gefasst und gespürt, dass sie wieder etwas leisten kann. 5

6 Menschen bei ESPAS im Fokus «Hier werde ich geschätzt. Das tut mir gut.» aufgenommen und administrativ verwaltet werden, bevor wir dann die Auslieferung in unserem Lager auslösen. Es gefällt mir gut bei ESPAS, denn das Klima ist angenehm, und man wird verständnisvoll unterstützt. Ich brauche das, wenn ich jeweils unruhig werde und meine Gedanken abschweifen was oft tagelang nicht passiert, aber dann eben doch wieder. In solchen Situationen ist es gut, wenn Vorgesetzte da sind, die einen im Auge behalten und wieder in geordnete Bahnen lenken, ohne dass man gleich als Versager dasteht. Meine Arbeit wird hier geschätzt, ich spüre, dass man mich als Person akzeptiert und mag, das tut mir gut. Thomas H. (31), gelernter Verkäufer, arbeitete von 2003 bis 2006 bei ESPAS und absolvierte dann eine kaufmännische Ausbildung. Seit 2011 arbeitet er wieder bei ESPAS in der Gruppe Administration 3. «Eigentlich wollte ich nach dem Handelsdiplom als Co-Leiter eines Sekretariats arbeiten, aber dort wurde schnell klar, dass ich nicht so krass leistungsfähig bin wie es die Stelle erfordert hätte. Schon als Kind war ich ein Träumer, konnte schlecht stillsitzen und hatte Schwierigkeiten, mich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Vielleicht war es ADHS 1) diagnostiziert wurde das nie so richtig. Meine Angsterkrankung, mit der ich seit über zehn Jahren lebe, habe ich inzwischen ganz gut im Griff, aber mit der Konzentration hapert es halt manchmal immer noch. Das wird wohl auch nie ganz gut werden, deshalb brauche ich für alles viel mehr Kraft als jemand anderer, der solche Probleme nicht hat. Hier in der Gruppe Administration 3 sind wir unter anderem für die Bestellungen von Tonerpatronen zuständig, die bei uns Überhaupt haben wir bei ESPAS ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl. Das zeigt sich besonders, wenn plötzlich ein grosser Auftrag mit Termindruck reinkommt. Da machen dann alle mit und strengen sich enorm an, egal auf welcher Hierarchiestufe sie sonst arbeiten. Die Teetassen mit Engelsgesichtern in der Vorweihnachtszeit waren so ein Fall: Für eine Apothekerkette mussten wir Tausende von diesen Dingern als Kundengeschenke verpacken natürlich neben der normalen Arbeit, die ja weiterhin zu erledigen war. Da hockten dann alle zwischendurch im Lager unten und waren mit Papier und Geschenkmäschchen beschäftigt auch die Mitglieder der Geschäftsleitung. 1) Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom 6

7 Menschen bei ESPAS im Fokus «Bei uns zählt nicht das Tempo des Einzelnen, sondern die Leistung als Ganzes.» Die Arbeitsagogin Barbara G. (49) arbeitet seit 2011 bei ESPAS. Zusammen mit zwei Kollegen leitet sie die Gruppe Administration 3 mit zwölf Mitarbeitenden, einem Lernenden und mehreren Praktikumsplätzen. «Für gewöhnlich komme ich morgens eine halbe Stunde vor den Mitarbeitenden, um den Tag vorzubereiten. Wir wickeln Bestellungen für Grosskunden wie Neopost und Credit Suisse ab und müssen die komplexen Abläufe jederzeit gewährleisten können. Das ist manchmal knifflig, denn bei uns sind die Ressourcen nicht ganz so berechenbar wie anderswo. Vielleicht ruft Lisa B.* an, weil sie Angstzustände hat und es einfach nicht schafft, aus dem Haus zu gehen. Oder Hans Z. hat eine schlechte Nacht gehabt und wird erst am Nachmittag kommen. Deshalb kann es passieren, dass ich an einem Morgen nur vier der vorgesehenen sieben Leute zur Verfügung habe. Die Qualität unserer Dienstleistungen darf darunter nicht leiden, deshalb muss man auf solche Schwankungen findig reagieren können. Unsere Mitarbeitenden beziehen alle eine IV-Rente und erhalten nur ein kleines Entgelt für ihre Tätigkeit bei ESPAS; sie arbeiten also hier, weil sie das wollen. Die allermeisten haben mit psychischen Problemen zu kämpfen, was aber keineswegs bedeutet, dass wir hier eine depressive Stimmung hätten ganz und gar nicht. Die Atmosphäre ist lebhaft, und wir arbeiten normal, nur dass eben etwas mehr Unterstützung gebraucht wird. Ich kann nicht einfach die Aufgaben verteilen und später das Resultat überprüfen; vielmehr muss ich sie in kleinere Schritte aufteilen und die Ausführung individuell begleiten. Peter A. zum Beispiel braucht klare Zeitvorgaben, sonst dehnt er eine Arbeit ins Unendliche aus. Margrit M. dagegen benötigt eine andere Art von Hilfe, weil sie auf einem Auge nichts mehr sieht und jeweils eine Weile braucht, bis sie mit einer neuen Aufgabe zurechtkommt. Tendenziell dauert bei uns sowieso alles etwas länger, aber das darf auch so sein. Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Aufträge termingemäss erledigt und die Kunden zufrieden sind. Die Hälfte meiner Zeit verbringe ich im Grossraumbüro bei den Mitarbeitenden, beantworte Fragen, überprüfe die Arbeiten und schaue, wo es Schwierigkeiten gibt. Wenn ich an meinem Schreibtisch im Gruppenleitungsbüro sitze, steht die Tür immer offen. Manchmal stürmt Tamara S. herein und muss mir unbedingt etwas erzählen, sonst kann sie nicht weiterarbeiten. Etliche unserer Mitarbeitenden benötigen in schwierigen Situationen viel Aufmerksamkeit. 7

8 Menschen bei ESPAS im Fokus Thomas H. Barbara G. Viel denken musste man dabei ja nicht, es war eher eine Ich muss schauen, dass ich ihnen einerseits die notwendige Aufmerksamkeit schenke, sie aber andererseits Fingerfertigkeitsübung, also konnte man nebenbei plaudern. Auf diese Weise lernte ich ESPAS Leute kennen, mit möglichst rasch wieder zur Arbeit zurückhole. Oder zu denen ich sonst nie zu tun habe, das war cool. sich selber eigentlich, denn das ist es ja, was hier alle wollen: gut arbeiten und sich von der Beeinträchtigung Hier zu arbeiten ist auf jeden Fall hundertmal besser als nicht unterkriegen lassen. Ich sehe mich als eine Art zuhause den ganzen Tag rumsitzen. Ich habe eine IV-Rente und verdiene für meine Arbeit nicht viel, aber wenn seinen Fähigkeiten angepasste Entwicklung ermöglicht. Gehhilfe, die jedem Teammitglied eine optimale, ich sie nicht hätte, würde ich wohl in ein tiefes Loch fallen. Gern würde ich irgendwann eine Stelle in einer Firma Mitarbeitenden sollen spüren, dass wir für eine Wichtig ist mir ausserdem ein guter Teamgeist; die im ersten Arbeitsmarkt finden, denn manchmal drückt gemeinsame Sache arbeiten. Letzte Woche mussten das Gefühl, hier in einer Art geschützten Werkstatt zu wir zum Beispiel sehr viele Adressen erfassen eine arbeiten, ein bisschen auf das Selbstbewusstsein. Natürlich kann ich nicht die volle Leistung erbringen, aber der mit dem Tagessoll drauf. Da konnten alle eintragen, gewaltige Fleissarbeit. Ich habe eine Liste aufgehängt Arbeitgeber müsste ja auch nicht viel bezahlen, weil mein wie viele Adressen sie abgearbeitet hatten, so dass wir Grundeinkommen von der IV kommt. Das könnte doch immer wussten, wo wir in Bezug auf das Ziel gerade eine Win-Win-Situation sein, oder nicht?» standen. Es war beeindruckend, wie sich alle angestrengt und ihre Leistung auf der Liste veröffentlicht haben egal, ob jemand sechs oder zwanzig Adressen zu vermelden hatte. Wichtig war die Leistung als Ganzes, nicht das Tempo des Einzelnen. Das ist ESPAS. Das ist, was ich an meiner Arbeit liebe.» * alle Namen geändert 8

9 Kennzahlen ESPAS in Zahlen Beschäftigte Personen 31. Dezember MitarbeiterInnen Integrationsarbeitsplätze TeilnehmerInnen Eingliederungsmassnahmen Kader TeilnehmerInnen mit abgeschlossenen Massnahmen 2012 Eingliederungsmassnahmen 2012 Belastbarkeitstrainings 30 Aufbautrainings 33 Integrationsmassnahmen total 63 Abklärungen 40 Arbeitstrainings 49 Job Coachings 13 Berufslehren 11 Berufsmassnahmen total 113 Anschlusslösungen im ersten Arbeitsmarkt % 6% 8% 52% 73% 73% 92% 9

10 Kennzahlen Bilanz per Aktiven Umlaufvermögen Flüssige Mittel Kundenforderungen Delkredere Forderungen IV, KüG Forderungen ggü Sozialversicherungen KK ggü Verbundene Übrige Forderungen Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzung Anlagevermögen Feste Einrichtungen Umbau Einrichtungen Umbau Mobilien, EDV Hardware & Software Wertberichtigungen ab Beteiligung Total Aktiven Passiven Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Leistungen Verbindlichkeiten ggü Sozialversicherungen Übrige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Langfristiges Fremdkapital Darlehen Rücklagen Fondskapital Zweckgebundener Fonds Fonds Umbau Eingliederungsmassnahmen Organisationskapital Stiftungskapital Freie Reserven Betriebskapital Stiftung Jahresergebnis Total Passiven

11 Kennzahlen Erfolgsrechnung 2012 Erträge Dienstleistungsertrag Erträge aus IV-Aufträgen Ökonomie Ertrag Kantonale Betriebsbeiträge Spenden Total Betriebsertrag Aufwand Personalaufwand Raumaufwand Unterhalt & Reparaturen Abschreibungen Schulung & Ausbildung Büro- & Verwaltungsaufwand Entwicklung Übriger Sachaufwand Total Aufwand Betriebsergebnis Finanzertrag Finanzaufwand Ergebnis vor Fondsveränderung Zuweisung an Fonds Verwendung Fonds Ergebnis vor Veränderung Organisationskapital Entnahme Freie Reserven Jahresergebnis

12 Kennzahlen Kommentar zur Jahresrechnung 12 Der Abschluss 2012 der Stiftung ESPAS wurde nach den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER erstellt. Er vermittelt ein transparentes Bild der effektiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und entspricht dem schweizerischen Gesetz. Bilanz Die Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich um CHF auf CHF verringert. Diese Veränderung ist vor allem auf die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Leistungen bzw. passiven Abgrenzungen zulasten der Flüssigen Mittel zurückzuführen. Im Jahr 2011 standen diese Verbindlichkeiten und Abgrenzungen für das Erweiterungsprojekt im Bereich der Eingliederungsmassnahmen, das im 2012 realisiert werden konnte. Durch Auflösung Freier Reserven in der Höhe von CHF wird ein ausgeglichenes Resultat für 2012 ausgewiesen. Der Free Cash Flow weist für das Jahr 2012 einen Abfluss von Geldern in der Höhe von CHF aus und ist hauptsächlich auf die Finanzierung des Erweiterungsprojekts zurückzuführen. Über alle Geschäftsbetriebe wurden Neuund Ersatzanschaffungen im Wert von CHF getätigt. Die ESPAS Stiftung ist mit CHF zu 100% an der ESPAS Handels- und Dienstleistungs-GmbH beteiligt, die jedoch nicht konsolidiert wird. Die Firma betrieb bis am einen Volg Laden in Dielsdorf und wird für allfällige neue Geschäftsaktivitäten wieder aktiviert. Die Darlehensschuld gegenüber der Liegenschaftsvermieterin wurde für die bereits erwähnten Neuanschaffungen um CHF auf CHF aufgestockt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 59% um 4% höher als im Vorjahr. Erfolgsrechnung Gesamthaft gingen die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um CHF auf CHF zurück. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen mit weniger Einnahmen aus IV Erträgen zu erklären. Die Auftragslage der IV Massnahmen sieht für Anfang 2013 jedoch gut aus und somit dürfte die Einbusse in den Erträgen vorübergehender Natur sein. Der Dienstleistungsertrag liegt leicht über dem Vorjahr. Mit einer erneuten Steigerung der Auslastung bei den Integrationsarbeitsplätzen erhöhten sich zudem die Einnahmen durch kantonale Betriebsbeiträge. Der Gesamtaufwand ist um CHF höher ausgefallen als im Vorjahr, was jedoch budgetkonform ist. Die Personalkosten liegen CHF über dem Vorjahr, eine Folge des erweiterten Leitungsteams. Der Sachaufwand liegt hingegen um CHF tiefer im Vorjahresvergleich namentlich wegen geringerem Entwicklungsaufwand, welcher in 2011 im Zusammenhang mit der Erweiterung der Berufsmassnahmen angefallen war. Das Jahresergebnis ist wie erwähnt ausgeglichen (Vorjahr Gewinn CHF ). Bericht der Kontrollstelle zur Jahresrechnung 2012 Die Revisionsstelle BDO AG hat die Jahresrechnung der Stiftung ESPAS für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr auf Konformität mit dem Gesetz, der Stiftungsurkunde und Swiss GAAP FER geprüft. Der offizielle Revisionsbericht sowie die Gesamtrechnung FER können auf Wunsch bei der Geschäftsstelle ESPAS eingesehen werden.

13 Kennzahlen Rechnung über die Veränderung des Kapitals Bilanz per Zugang 2012 Abgang 2012 Interner Transfer Bilanz per Fondskapital Zweckgebundener Fonds Total Fondskapital Organisationskapital Stiftungskapital Total Stiftungskapital Erarbeitetes freies Kapital: Freie Reserven Betriebskapital Stiftung Total erarbeitetes freies Kapital Jahresergebnis Total Organisationskapital

14 Organisation Geschäftsleitung Geschäftsführer Zentrale Leistungen Dienstleistungen/Marketing Eingliederungsmassnahmen Marcel Fluri Rita Durschei Stv. Geschäftsführerin Rita R. Stutz Bereichsleiterin Edith Gitermann Bereichsleiterin Der Stiftungsrat (gewählt bis ) Präsident Vizepräsident Mitglieder Kontrollstelle Robert Bühler Mettmenstetten, Kaufmann Max Fritz, Direktor Papierindustrieverbände ZPK/ASPI Toni Berthel Küsnacht, Ärztlicher Co-Direktor Integrierte Psychiatrie in Winterthur Meinrad Fleischmann Suhr, CEO Möbel Pfister AG René Huber Adliswil BDO AG ESPAS ist seit November 2001 nach ISO-Norm 9001:2000 und BSV/IV zertifiziert. Die Rezertifizierung fand im Sommer 2010 statt. 14

15 Dank Die grosszügige finanzielle Unterstützung hat uns geholfen, dass wir ausserordentliche Projekte und das 30-Jahre-Jubiläum realisieren konnten. Für Ihr Engagement bedanken wir uns ganz herzlich. Allgemeine Wohnbaugenossenschaft ABZ Altstetter Blumen Frisch-Service AG Schlieren Colgate Palmolive AG Therwil Credit Suisse AG Distrimondo AG Bremgarten Dr. Stephan à Porta-Stiftung Dyson SA Gräub Office AG Hotz Elektro AG Watt-Regensdorf Howeg Winterthur Merkur Confiserien AG Dietikon Migros-Kulturprozent Neopost AG Wallisellen Philips AG Pro Patria Sunrise Communications AG Switzerland Cheese Marketing AG Bern 15

16 Naglerwiesenstrasse 4 Postfach 8049 Tel Fax Richterswil Erlenstrasse Richterswil Tel Fax Winterthur Pflanzschulstrasse 17 Postfach 8411 Winterthur Tel Fax Nah am Mensch. Nah am Markt.

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