Geschäftsbericht 2009

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1 Geschäftsbericht 2009

2 KANTONALE IV-STELLE WALLIS Kantonale IV-Stelle Wallis Av. de la Gare SITTEN Tél Fax Eingliederungszweigstelle Martinach Av. de la Gare MARTINACH Tél Fax Eingliederungszweigstelle Brig Gliserallee BRIG-GLIS Tél Fax Regionaler Ärztlicher Dienst RAD Rhone Rue des Creusets SITTEN Tél Fax AUFSICHTSRAT DER KANTONALEN IV-STELLE (2009) Präsidentin Frau Esther Waeber-Kalbermatten Staatsrätin Mitglieder Herr M. Rodo Bossotto Personalverantwortlicher Lauber IWISA AG Frau Françoise Deppierraz Glassey FDG Conseil Herr Dominique Germann Direktor des SMRZ Siders Frau Véronique Thétaz Rechtsanwältin und Notarin Ein herzliches Dankeschön geht an die zurü ckgetretenen Mitglieder des Aufsichtsrates: Herrn Thomas Burgener, Präsident Frau Rose-Marie Zumofen, Vizepräsidentin Herrn Staatsrat Jean-Michel Cina, Mitglied

3 Inhaltsverzeichnis Einige Zahlen 2 Mitarbeitende Botschaft des Direktors 3 Tätigkeitsbericht IV- und AHV-Leistungsgesuche 4 Beschlüsse 6 (Mitteilungen und Verfügungen) Projekt Assistenzbudget 9 Aufträge zur wirtschaftlichen 10 Abklärung vor Ort Regionaler Ärztlicher Dienst 11 (RAD Rhone) Berufliche Eingliederungs- 12 massnahmen Überprüfte Rechnungen 14 Rechtspflege 15 Preisverleihung für eine erfolgreiche berufliche Eingliederung Im Unterwallis 16 Im Oberwallis 17 Projekt IIZ-MAMAC 18 Öffentlichkeitsarbeit 19 Perspektiven 20

4 Einige Zahlen Erstmalige IV-Leistungsgesuche Weitere IV-Geschäfte / Leistungen Anmeldungen für Hilflosenentschädigungen und Abgabe von Hilfsmitteln in der AHV Rentenzusprachen Rentenablehnungen Andere Zusprachen Andere Ablehnungen Betrag der an die Zentrale Ausgleichsstelle in Genf weitergeleiteten Rechnungen (inkl. SUMEX) Fr. 73' Fr. 66' Mitarbeitende Ende 2009 zählte die IV-Stelle Wallis insgesamt 144 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese verteilten sich wie folgt auf die verschiedenen Standorte: Frauen Männer Total Hauptsitz Sitten Eingliederungszweigstelle Martinach Eingliederungszweigstelle Brig Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD Rhone) Total Personalbestand per Geschäftsbericht 09

5 Botschaft des Direktors Liebe Leserin, Lieber Leser «Eingliederung vor Rente» ist kein leeres Wort. Die IV-Stelle Wallis arbeitet seit dem Inkrafttreten der 5. IV-Revision noch konsequenter nach diesem Leitmotiv. Dafür stehen uns verschiedenste Instrumente zur Verfügung. Das wichtigste Ziel ist es, dass eine Person mit einer gesundheitlichen Einschränkung ihren Arbeitsplatz gar nicht erst verliert. Sowohl der Arbeitgeber, wie auch die betroffene Person oder andere involvierte Stellen können der IV-Stelle melden, wenn ein Arbeitsplatzverlust droht. Die IV-Stelle kann die betroffene Person und den Arbeitgeber beraten oder durch unkomplizierte Massnahmen, wie zum Beispiel Anpassungen am Arbeitsplatz, den Stellenverlust abwenden. Scheidet eine Person aus gesundheitlichen Gründen aus dem Arbeitsmarkt aus, ist es für sie trotz grosser Motivation oft schwierig einen Arbeitsplatz zu finden. Je länger die Absenz vom Arbeitsmarkt dauert, umso schwieriger ist dies. Auch hier kann die IV- Stelle weiterhelfen der betroffenen Person, aber auch den Arbeitgebern. Dem Versicherten kann sie Arbeitsvermittlung und Coaching anbieten, dem Arbeitgeber Einarbeitungszuschüsse und laufende Beratung während der Wiedereingliederungsphase. Trotz einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnte die IV-Stelle Wallis 2009 erstmals in über 50 Prozent der Arbeitsvermittlungs-Mandate eine Platzierung im freien Arbeitsmarkt erreichen. Die Arbeitsvermittlung ist dabei nur ein Instrument im vielfältigen Werkzeugkasten der IV. Den von der IV-Stelle Wallis betreuten Versicherten wurden im vergangenen Jahr insgesamt 30% mehr Eingliederungsmassnahmen zugesprochen. Diese positiven Resultate konnten nur dank einer engen Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von kleinen und grösseren Unternehmen erreicht werden. Ihnen gebührt für ihr soziales Engagement ein grosser Dank. Wir danken aber auch allen Institutionen, Organisationen und Partnern, die uns tagtäglich in dieser anspruchsvollen Arbeit unterstützen. Trotz den Erfolgen in der beruflichen Eingliederung und einer weiteren Abnahme der Neurenten verzeichnete die IV 2009 insgesamt ein Defizit von 1.1 Mia. Franken und ihre Schulden bei der AHV stiegen auf rund 14 Mia. Franken. Umso bedeutender ist, dass Volk und Stände am 27. September 2009 die Zusatzfinanzierung der IV angenommen haben. Diese ermöglicht es der IV, Ihren Auftrag gegenüber den Menschen mit einer Behinderung weiterhin wahrzunehmen. Die IV-Stelle Wallis hat im Jahr 2009 erstmals über 20'000 Beschlüsse (IV und AHV) gefasst. Dies sind im Vergleich zum Vorjahr nochmals 2'000 mehr. Die Bewältigung dieses enormen Arbeitsvolumens und die zusätzliche Umsetzung von bedeutenden Projekten, wie die Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagements, verlangte von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Abteilungen unserer IV-Stelle ein sehr grosses Engagement. Ihnen gebührt rückblickend auf das vergangene Geschäftsjahr der grösste Dank. Die erreichten Resultate, wie ein im schweizerischen Vergleich über dem Durchschnitt liegender Eingliederungserfolg und sehr kurze Bearbeitungszeiten, sollen uns Motivation sein, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen. Martin Kalbermatten 3

6 Tätigkeitsbericht IV- und AHV-Leistungsgesuche IV-Leistungsgesuche Erstmalige IV-Leistungsgesuche 1 Eingang Pendent am Neu eingegangene Leistungsgesuche Minderjährige Erwachsene Erstmalige Gesuche offen Erledigte Gesuche Pendent Pendent am Weitere Geschäfte / Leistungen Total der IV-Leistungsgesuche AHV-Leistungsgesuche 2 Anmeldungen für Hilflosenentschädigungen der AHV Pendent am Neu eingegangene Leistungsgesuche Anmeldungen offen Erledigte Gesuche Pendent am Anmeldungen für die Abgabe von Hilfsmitteln der AHV Pendent am Neu eingegangene Leistungsgesuche Anmeldungen offen Erledigte Gesuche Pendent am Total AHV-Leistungsgesuche Total der IV- und AHV-Leistungsgesuche Als erstmalige Anmeldungen gelten ausschließlich diejenigen, welche zur Eröffnung eines elektronischen Datenverarbeitungs-Records für den Versicherten führen und für welche die IV- Stelle vorher noch nie einen Beschluss gefasst hat. Anmeldungen von Versicherten, denen schon Leistungen zugesprochen oder abgelehnt wurden, gelten als weitere Anmeldungen. 2 Es obliegt der IV-Stelle, bei Bezügern der AHV- Rente, zuhanden der 103 tätigen Ausgleichskassen und Zweigstellen, den Grad der Hilflosigkeit zu bemessen (Art.43bis Abs. 5 AHVG) sowie über den Anspruch auf Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung zu entscheiden (Art. 6 HVA). In der AHV enthalten die neu eingegangenen Leistungsgesuche ohne Unterscheidung die erstmaligen und weiteren Anmeldungen. 4 Geschäftsbericht 09

7 Entwicklung der erstmaligen IV-Anmeldungen während den letzten fünf Jahren Im Jahre 2008 hat die Anzahl der erstmaligen Anmeldungen die Schwelle von 3000 überschritten Versicherte haben 2009 ein erstmaliges Gesuch eingereicht. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine kleine Verminderung von 5.3 % dar. IV Erwachsene IV Minderjährige Total der erstmaligen IV-Anmeldungen Entwicklung der AHV-Leistungsgesuche während den letzten fünf Jahren Wie im Jahre 2008 haben die AHV-Leistungsgesuche auch 2009 wiederum die Schwelle von 3000 überschritten. Es wurden 2000 Gesuche für Hilfsmittel AHV und 1125 Gesuche für Hilflosenentschädigung AHV eingereicht. Hilflosenentschädigungen der AHV Hilfsmittel der AHV Total der AHV-Leistungsgesuche

8 Beschlüsse (Mitteilungen und Verfügungen) Inventar der Beschlüsse Verteilung der im Jahr 2009 zugesprochenen oder abgelehnten Leistungen Art der Beschlüsse Zusprache Ablehnung Total Renten Rentenrevisionen Hilflosenentschädigungen Hilflosenentschädigungen: Revisionen IV Medizinische Maßnahmen Hilfsmittel Frühinterventions- und Integrationsmassnahmen sowie berufliche Massnahmen Verschiedene Total der Beschlüsse IV Hilflosenentschädigungen AHV Hilflosenentschädigungen : Revisionen Hilfsmittel Total der Beschlüsse AHV Total der Beschlüsse IV und AHV Geschäftsbericht 09

9 Anhörungen Bevor die IV-Stelle der versicherten Person den definitiven Entscheid mitteilt, muss sie ihr die Gelegenheit geben, sich schriftlich oder mündlich dazu zu äussern (Art. 57a Abs. 1 IVG). Im Jahre 2009 wurden 335 Anhörungen erledigt. 39 Gutheissung 28 Teilweise Gutheissung Abweisung 268 Beschlüsse betreffend IV-Renten Im Jahre 2009 wurden 1880 Invalidenrentenentscheide gefällt % waren Ablehnungen. Die Anzahl der Entscheide ist im Verhältnis zu 2008 um 15.5 % gestiegen. Vergleich der überprüften neuen Anmeldungen betreffend IV-Renten Zusprachen Ablehnungen 2009 Total überprüfte neue Anmeldungen betreffend IV-Renten IV-Rentenrevisionen wurden von Amtes wegen oder auf Gesuch der Versicherten durchgeführt und ergaben folgende Resultate: Aufrechterhaltung 2240, Erhöhung 125, Herabsetzung 42, Aufhebung 61. 7

10 Beschlüsse betreffend Hilflosenentschädigungen der IV Im Jahr 2009 haben wir 467 Gesuche für Hilflosenentschädigungen der IV behandelt, welche einen neuen Rekord bedeuten. 59 % der Gesuche wurden abgelehnt. Bei 7.2 % der Gesuche wurde eine Hilflosenentschädigung schweren Grades gewährt. Leichter Grad Mittelschwerer Grad Schwerer Grad Ablehnung Total Beschlüsse betreffend Hilflosenentschädigungen der IV Im Jahr 2009 haben wir 397 Revisionen von Amtes wegen oder auf Gesuch der Versicherten durchgeführt. Die Resultate lauten wie folgt : Aufrechterhaltung 312, Erhöhung 46, Herabsetzung 27 und Aufhebung 12. Beschlüsse betreffend Hilflosenentschädigungen der AHV Im Jahr 2009 wurden 926 neue Leistungsgesuche geprüft. Bei 33 % der Gesuche wurde eine Hilflosenentschädigung schweren Grades gewährt. Mittelschwerer Grad Schwerer Grad Ablehnung 2009 Total Beschlüsse 2008 betreffend Hilflosenentschädigungen der AHV In 64% der 233 durchgeführten Revisionen wurde die Hilflosenentschädigung erhöht. Aufrechterhaltung 82, Erhöhung 150, Herabsetzung 0, Aufhebung 1. 8 Geschäftsbericht 09

11 Pilotprojekt Assistenzbudget für behinderte Personen In diesem seit 2006 laufenden Projekt erhalten Behinderte, die eine intensive Betreuung benötigen, an Stelle einer pauschalen Hilflosenentschädigung der IV ein Budget in Abhängigkeit ihres Assistenzbedarfs. Damit soll ihnen ermöglicht werden, zu Hause statt in einem Heim zu leben. Sie kaufen die benötigten Assistenzdienstleistungen eigenständig ein. Verlängerung des Pilotversuchs : Zeitgleich mit der Eröffnung der Vernehmlassung zur 6. IV-Revision wurde der Pilotversuch um 2 Jahre bis zum verlängert. Einführung eines Assistenzbeitrags auf Gesetzesstufe. Der Bundesrat hat die Botschaft zum ersten Teil der 6. Revision der Invalidenversicherung (IV-Revision 6a) verabschiedet. Im Rahmen dieser Revision ist die Einführung eines Assistenzbeitrags auf Gesetzesstufe vorgesehen. Die Zahlen des Jahres 2009 für das Wallis : Die Kantonale IV-Stelle Wallis ist im Rahmen des Pilotprojekts auch für Teilnehmer aus anderen Westschweizer Kantonen zuständig. Per nahmen insgesamt 105 Personen am Projekt teil. Von diesen wohnten 77 Personen im Wallis und 28 Personen in anderen Kantonen. Wir führten 97 Kontrollen vor Ort durch, davon 27 ausserkantonal. Wir erliessen insgesamt 22 Revisionsentscheide mit folgendem Ergebnis : l 9 Erhöhungen l 5 Herabsetzungen l 3 Austritte infolge Erreichen des AHV-Alters l 2 Austritte infolge Todesfall l 1 Austritt aufgrund eines länger dauernden Spitalaufenthalts l 2 Austritte aufgrund des Eintritts in ein Heim Details zu den Teilnehmenden per Wohnkanton Wallis ausserkantonal Alter Erwachsene Minderjährige Wohnsituation Privat Heim Hilflosigkeitsgrad Leicht Mittel Schwer Behinderungsart Körperlich Geistig Sinne Psychisch

12 Aufträge zur wirtschaftlichen Abklärung vor Ort Ausstehend am Erteilte Aufträge Erteilte Aufträge Vorabklärung Total 2712 Durchgeführte Abklärungen Durchgeführte Vorabklärungen Ausstehend am Überblick der Aufträge zur wirtschaftlichen Abklärung Seit Inkrafttreten der 5. IV-Revision prüft der Abklärungsdienst in bestimmten Fällen die wirtschaftliche Situation der Versicherten bereits in der Phase der Frühintervention. Im Jahre 2009 hat der Abklärungsdienst 2010 Abklärungsberichte und 316 Vorabklärungsberichte erstellt. Total Geschäftsbericht 09

13 Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD Rhone) Die im Jahre 2008 sich abzeichnenden Veränderungen in der Arbeit der RAD-Ärzte haben sich im Laufe des Jahres 2009 verstärkt. Um dies bildlich darzustellen, könnte man sagen, dass die RAD-Ärzte neben ihrem Gutachter-Hut zunehmend auch den des «medizinischen Beraters» tragen müssen. Es erweist sich in der Tat als wichtig, so früh als möglich bereits in der Woche nach der Einreichung der IV- Anmeldung ein Maximum an medizinischen Angaben zu machen, welche die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit der Versicherten fördern, auch wenn ihre gesundheitliche Situation noch nicht stabilisiert ist. Diese frühzeitigen und zukunftsorientierten Stellungnahmen beziehen sich auf den Verlauf der Gesundheitsproblematik, die zur Arbeitsunfähigkeit führte, auf ihre Prognose und die voraussichtliche zumutbare Restarbeitsfähigkeit bei Stabilisierung der Situation. Es ist wichtig, dass die Versicherten eine Einschätzung über ihre berufliche Zukunft und ihre wahrscheinliche Restarbeitsfähigkeit erhalten. Für die Fachleute der Wiedereingliederung ist es sehr wichtig, genaue Angaben über die Einschränkungen und die Restarbeitsfähigkeit der Versicherten zu erhalten, die sie betreuen. Als wichtige Partner werden die behandelnden Ärzte gebeten, erste notwendige Informationen abzugeben und die Patienten-Versicherten in der geplanten Rückkehr zur Arbeit zu unterstützen. Dieses Vorgehen bei den neuen Versicherungsfällen nimmt mehr Zeit in Anspruch. Das BSV hat die Personalerhöhung auf 20 Arbeitsplätze, verteilt auf 27 Ärzte und 5 Sekretärinnen, genehmigt. Die Anzahl der in den vereinbarten Fristen erstellten Berichte ist im Jahre 2009 um ungefähr 10% gestiegen, für: die IV-Stelle Wallis : 7443 Stellungnahmen 548 Klinische Untersuchungen im RAD 157 Assessments die IV-Stelle für die Versicherten im Ausland : 4851 Stellungnahmen Bei zunehmender medizinischer Komplexität ist neben der Pluridisziplinarität unter den RAD-Ärzten verschiedener Fachrichtungen eine Intensivierung der Interdisziplinarität unter den verschiedenen Spezialisten der IV-Stelle und des RAD zu Gunsten der Versicherten notwendig, dies mit dem Ziel einer möglichst raschen Rückkehr zur Arbeit. Mit demselben Ziel ist eine verbesserte Koordination mit den medizinischen Diensten der Taggelderversicherungen geplant. 11

14 Berufliche Eingliederungsmassnahmen 2009 war ein Jahr der Konsolidierung, was die Umsetzung der Massnahmen der 5. IV-Revision angeht. Dabei konzentrierten wir uns vor allem auf den Ausbau der Integrationsmassnahmen, die hauptsächlich für Menschen mit einem psychischen Leiden gedacht sind. Das Massnahmenangebot wurde in Zusammenarbeit mit unseren IIZ-Partnern und den Organisatoren von Massnahmen weiterentwickelt. Die Früherfassung erwies sich als effizientes Mittel zur Verhinderung des Risikos, dass sich ein Leiden chronifiziert und zur Invalidität führt. Unsere Arbeitsvermittler waren sehr aktiv in den Unternehmen. Arbeitgeber und nehmer wurden darüber informiert, wie gesundheitlich beeinträchtigte Personen mit Hilfe der IV ihren Arbeitsplatz möglichst behalten können eine Information, die offenbar Früchte trägt: 26 % der Früherfassungsmeldungen stammen mittlerweile von den Arbeitgebern. Im Jahr 2009 wurden 413 Fälle zur Früherfassung gemeldet. Die Meldungen kamen von folgenden Stellen : Arbeitgeber 26% Taggeldversicherung (VVG) 23% Versicherte Personen 15% Ärzte 10% Taggeldversicherung (KVG) 9% Sozialhilfe 7% Arbeitslosenversicherung 4% Unfallversicherung 3% Andere 3% Total 100% Bei der Früherfassung gilt es in erster Linie abzuklären, ob die IV zuständig ist oder nicht. In 32 % der Fälle kamen unsere Mitarbeitenden zum Schluss, dass keine Anmeldung bei der IV angezeigt ist, weil entweder keine Arbeitsunfähigkeit vorlag oder weil die versicherte Person ihre Tätigkeit bereits wieder aufgenommen hatte bzw. in naher Zukunft wieder aufnehmen konnte. Personen mit Eingliederungspotenzial kommen in den Genuss von Frühinterventionsmassnahmen. Dabei wird möglichst eine Weiterbeschäftigung im bisherigen Betrieb (am selben oder an einem anderen Arbeitsplatz) angestrebt, oder falls dies nicht möglich ist, in einem anderen Betrieb. Im Jahre 2009 wurden im Rahmen der Frühintervention insgesamt 861 Massnahmen gewährt : Anpassung des Arbeitsplatzes 25 Ausbildungskurse 200 Arbeitsvermittlung 3 Berufsberatung 604 Sozialberufliche Rehabilitation 22 Beschäftigungsmassnahmen 7 12 Geschäftsbericht 09

15 Berufliche Eingliederungsmassnahmen (Fortsetzung) Für Frühinterventionsmassnahmen stehen uns pro versicherte Person durchschnittlich Fr. 5'000 zur Verfügung (maximal Fr. 20'000.- in Ausnahmefällen). Die von der IV-Stelle Wallis im Jahre 2009 ergriffenen Frühinterventionsmassnahmen kosteten : l durchschnittlich Fr pro versicherte Person; l durchschnittlich Fr pro Massnahme. Es gelingt uns also, die versicherten Personen rasch und vergleichsweise kostengünstig zu aktivieren, wobei jede Massnahme Teil eines umfassenden, langfristigen Eingliederungsplans ist. Im Rahmen der Integrationsmassnahmen, die vor allem als Vorbereitung auf eine Eingliederung von Personen mit einem psychischen Leiden gedacht sind, gewährten wir 79 Massnahmen. In der Anfangsphase dieser Massnahmen wird eine Präsenzzeit von 2 Stunden während 4 Tagen pro Woche vorausgesetzt. Die meisten Integrationsmassnahmen finden in einer Institution statt, in fünf Fällen konnten wir die betreffenden Personen jedoch direkt in einem Unternehmen platzieren. Neben diesen neuen, im Zuge der 5. IV-Revision eingeführten Massnahmen wurden auch weiterhin «klassische» berufliche Eingliederungsmassnahmen gewährt. In diesem Bereich wurde ebenfalls eine deutliche Zunahme verzeichnet: Berufsberatung 1004 Erstmalige berufliche Ausbildung 452 Umschulung 831 Arbeitsvermittlung 377 Dank unserer Arbeitsvermittlung, deren Ziel es unter anderem ist, versicherte Personen bei der Suche nach einem angepassten Arbeitsplatz zu unterstützen, fanden 271 Personen eine unbefristete und 13 Personen eine befristete Anstellung im freien Arbeitsmarkt. Ausserdem konnten 45 Personen dank der Begleitung unserer Arbeitsplatzberater ihren Arbeitsplatz behalten. Insgesamt konnten wir so 329 Personen im freien Arbeitsmarkt platzieren, was 51 % der neu eingegangenen Mandate entspricht. Für 19 Personen wurden Einarbeitungszuschüsse bezahlt. Ende 2009 warteten noch 317 versicherte Personen auf eine berufliche Lösung. Die 5. IV-Revision hat bei der Kantonalen IV-Stelle Wallis zwischen 2008 und 2009 zu einem sprunghaften Anstieg der Anzahl gewährter Eingliederungsmassnahmen geführt, insbesondere bei den Frühinterventionsmassnahmen (+47 %), den erstmaligen beruflichen Ausbildungen (+52 %) und den Umschulungen (+64 %). Die Anzahl der Integrationsmassnahmen hat sich gar vervierfacht. Diese Zahlen zeigen den seit zwei Jahren eingeschlagenen Weg: der Grundsatz «Eingliederung vor Rente» ist Realität geworden. 13

16 Überprüfte Rechnungen IV + AHV Anzahl überprüfte Rechnungen (inkl. via SUMEX) Anzahl an die Zentrale Ausgleichsstelle in Genf weitergeleitete Rechnungen Anzahl an die Zentrale Ausgleichsstelle in Genf weitergeleitete Rechnungen via SUMEX Betrag der weitergeleiteten Rechnungen Fr. 57'833'885 Fr Betrag der bezahlten Rechnungen via SUMEX Fr. 15'788'138 Fr. 12' Invalidenversicherung (IV) Anzahl individuelle Rechnungen Anzahl Kollektivrechnungen* 4 7 Anzahl Rechnungen SUMEX Betrag der individuellen Rechnungen Fr. 53'073'855 Fr. 49' Betrag der Kollektivrechnungen Fr 2'076 Fr Betrag der bezahlten Rechnungen SUMEX Fr. 15'722'509 Fr. 12' Altersversicherung (AHV) Anzahl Rechnungen Anzahl Rechnungen SUMEX Betrag der Rechnungen Fr. 4' Fr. 4' Betrag der bezahlten Rechnungen SUMEX Fr Fr * Kollektive Rechnungen wurden ab als Einzelrechnungen erfasst. Entwicklung der Anzahl der überprüften Rechnungen Im Jahr 2009 wurden Rechnungen. Dies entspricht einem neuen Rekord gegenüber den früheren Jahren, Rechnungen wurden abgelehnt Geschäftsbericht 09

17 Rechtspflege Beschwerden an die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichtes (KG) Im Jahr 2009 wurden 190 Beschwerden durch das KVG behandelt. 25 % dieser Beschwerden wurden ganz oder teilweise gutgeheissen. Gegenstandslos infolge Rückzug 2 Unzulässig Gutheissung 6 Teilweise Gutheissung Abweisung 129 Beschwerden an die sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichtes (BGer) Von den 31 seitens der Versicherten erhobenen und vom Bundesgericht behandelten Beschwerden wurden 16 % ganz oder teilweise gutgeheissen. Unzulässig 3 2 Gutheissung 3 Teilweise Gutheissung Abweisung 23 15

18 Preise für erfolgreiche berufliche Eingliederungen im Unterwallis 2009 zum 30. Mal! Die Preisträger 2009 : - Herr Camille-Gérard Gaspoz - Herr Frédéric Dalmolin - Herr David Jacquemoud Arbeitgeberpreis : - Conchita-Plus, vertreten durch Herrn Emmanuel Ziehli Spezialpreis der Loterie Romande: - Sport Handicap Siders (Tandemski/Dualski) Unsere grosszügigen Gönner : - Walliser Kantonalbank, Sitten - Verein «Chez Paou», Saxon - Rehaklinik SuvaCare, Sitten - Migros Wallis, Martinach - Liliane Berclaz, Siders - Walliser Delegation der Loterie Romande - Alcan Aluminium Valais SA, Chippis - Suva-Agentur Sitten - TCS Sektion Wallis - Rotary Club Sitten - Generaldirektion ORIF - ORIF-Zentrum Pont-de-la-Morge - Druckerei «des Gentianes», Basse-Nendaz 16 Geschäftsbericht 09 Die berufliche Eingliederung von Personen mit einem gesundheitlichen Leiden war schon immer ein Hauptziel der Invalidenversicherung dies zeigt sich auch daran, dass die Preisverleihung 2009 welche übrigens wiederum an der Foire du Valais stattfand bereits die 30. ihrer Art war. Mit ihrer Idee einer Preisverleihung bewiesen die Initianten vor 30 Jahren grossen Pioniergeist. Mittlerweile wurde diese Idee auch von anderen Kantonen übernommen. Für die Kantonale IV-Stelle Wallis ist dieser Anlass zu einem wichtigen Fixpunkt in der Agenda geworden, um einem breiten Publikum zu zeigen, welche Perspektiven und Chancen die berufliche Eingliederung Menschen mit einer Behinderung bieten kann. Im Verlaufe der letzten Jahre konnten viele Personen mit verschiedensten gesundheitlichen Problemen, engagierte Arbeitgeber aus unterschiedlichsten Branchen und initiative Menschen mit originellen Eingliederungsideen ausgezeichnet werden. Ihre Geschichten haben uns immer wieder ermutigt, weiterhin entschlossen den Weg der Eingliederung zu gehen. In Ihrer Rede zum 30. Jubiläum wies Frau Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten, Präsidentin des Aufsichtsrates der Kantonalen IV-Stelle, auf die zahlreichen Eingliederungsmöglichkeiten der 5. IV-Revision hin. Sie sprach sich klar für ein Ja zur Zusatzfinanzierung der IV aus, damit die Zukunft der IV durch eine sozialverträgliche Sanierung gesichert werden kann. Im Weiteren hob sie die zentrale Rolle der Arbeitgeber im Eingliederungsprozess hervor, so wie dies auch die Gastrednerin Bettina Ferdmann-Guerrier von der Stiftung Philias tat. Die Preisverleihung steht jeweils am Ende eines langen Weges, auf dem es zunächst einmal das gesundheitliche Leiden anzunehmen gilt und die bisherige Tätigkeit aufgegeben werden muss. Es ist nicht einfach, einen neuen Beruf zu erlernen, Familienleben und Umschulung unter einen Hut zu bringen, sich auf einem bisher unbekannten beruflichen Terrain zu bewegen und dabei den Mut nie zu verlieren. Sie, liebe Preisträger, verdienen Respekt und Bewunderung dafür, dass Sie diese harte Lebensschule gemeistert haben. Sie sind uns Beispiel und Ansporn, den Weg der Eingliederung auch weiterhin zu gehen. Die Mitarbeitenden der IV-Stelle, insbesondere die Eingliederungsspezialisten, begleiten die betroffenen Personen oft jahrelang auf ihrem Weg und teilen so Freud und Leid mit ihnen. Jede Lebensgeschichte ist einzigartig, jede Begegnung anders. Darum sei hier den Eingliederungsspezialisten herzlich gedankt, dass sie sich immer wieder mit viel Engagement auf neue Situationen einlassen und die ihnen anvertrauten Menschen feinfühlig und individuell begleiten. Überhaupt sei an dieser Stelle allen Mitarbeitenden der IV-Stelle gedankt, denn jeder Erfolg ist die Frucht einer intensiven disziplinübergreifenden Zusammenarbeit im Dienste unserer Kunden. Die Preisverleihung stand auch dieses Jahr im Zeichen vieler emotional berührender Momente und des gegenseitigen Austauschs. Dafür möchten wir allen danken, insbesondere der Foire du Valais mit ihrem Präsidenten Jean-Claude Constantin und Direktor Raphaël Garcia, der Gemeinde Martinach (vertreten durch Herrn Bender) und allen grosszügigen Gönnern, welche die Durchführung dieses Anlasses ermöglicht haben. Auf die nächsten 30 Jahre! Wir hoffen, dass auch in den nächsten 30 Jahren alle so engagiert weiterarbeiten und dass noch viele solche Preisverleihungen stattfinden, damit die Botschaft der erfolgreichen Eingliederungen weiterhin hinaus in die Öffentlichkeit getragen werden kann.

19 Preise für erfolgreiche berufliche Eingliederungen im Oberwallis Die Preisträger 2009 : - Frau Ismene Schmid - Herr Michel Mitterbacher - Frau Alexandra Franzen Arbeitgeberpreis : - Alters- und Pflegeheim Englischgruss Spezialpreis der Loterie Romande: - Heilpädagogischer Dienst Insieme Oberwallis Unsere grosszügigen Gönner: - Oberwalliser Verband der Raiffeisenbanken - Walliser Delegation der Loterie Romande - Rotary Club Brig - UBS Brig - Die Mobiliar Versicherungen & Vorsorge Generalagentur Oberwallis - Lonza AG Visp - Belalp Bahnen - Matterhorn Gotthard Bahn - SUVA-Kreisagentur Sitten - Walliser Kantonalbank - Migros Valais Martinach Die Preisverleihung fand traditionsgemäss im Rittersaal des Stockalperschlosses statt und wurde von den Jodlerinnen Regula Ritler und Patricia Pfammatter gesanglich umrahmt. Ausgezeichnet wurden wiederum 3 Versicherte, eine Institution und ein Arbeitgeber. Erfolgreicher Neubeginn Frau Ismene Schmid aus Unterbäch ist gelernte Gastronomiefachassistentin. Ein schwerer Gesundheitsschaden schränkte jedoch ihre Leistungsfähigkeit ein und sie musste die zuweilen hektische Tätigkeit in der Hotellerie aufgeben. In der Folge vermittelte die IV-Stelle der kommunikativen und gut ausgebildeten Fachkraft im Tourismusbüro von Bürchen versuchsweise eine Stelle mit eher planbaren Aufgaben. Aufgrund ihrer Motivation und ihrer Einsatzbereitschaft stellte sie ihr Arbeitgeber zunächst als kaufmännische Praktikantin in den Tourismusbüros Bürchen und Unterbäch ein. Inzwischen betreut Ismene Schmid selbstständig das Tourismusbüro in Unterbäch. «Ich bin wieder da!» «Ich bin wieder da!», freute sich Herr Michel Mitterbacher anlässlich der Preisverleihung. Nach der Lehre als Automechaniker hatte der Eggerberger in einer Sportarena als Hauswart und Eismeister gearbeitet. Kurz nachdem er 2005 eine Zusatzausbildung zum Hauswart begonnen hatte, führte der stetig steigende Leistungsdruck zu einer Erkrankung, die der Preisträger dank seiner Willensstärke und mit der Hilfe aus seinem persönlichen Umfeld überwinden konnte. Herr Mitterbacher schloss die seinerzeit begonnene Ausbildung erfolgreich ab und ist heute Mitglied des Hauswartsteams der Gemeinde Visp. Ausgezeichneter Lehrabschluss Frau Alexandra Franzen aus Brig-Glis ist seit ihrer Geburt hörbehindert. Mit neun und zwölf Jahren bekam die gebürtige Zermatterin eine Hörprothese, die ihr Hörvermögen deutlich verbesserte. Aufgrund ihrer handwerklichen Fähigkeiten entschied sie sich für den nicht alltäglichen Beruf einer Handbuchbinderin. Alexandra Franzen absolvierte die vierjährige Ausbildung im Atelier Manus, und schloss ihre Lehre im Sommer 2009 mit der beachtlichen Durchschnittsnote von 5 erfolgreich ab. Die Abschlussprüfung legte sie übrigens zusammen mit Hörenden und Gehörlosen ab. Praktika für Wiedereinsteiger Das Alters- und Pflegeheim Englischgruss in Brig-Glis bietet Menschen, die nach einer Krankheit oder einem Unfall wieder ins Berufsleben einsteigen möchten, immer wieder Praktika an. Diese können hauptsächlich in den Bereichen Administration, Küche, Office, Reinigungs- und Abwartsdienst absolviert werden. Mehrere Festanstellungen sind auf diesem Weg bereits ermöglicht worden. Zudem absolviert zurzeit ein IV-Versicherter eine Umschulung. Für diese Mithilfe bei der beruflichen Integration sprach die IV dem Altersheim den zum vierten Mal verliehenen Arbeitgeberpreis zu. Pionierarbeit geleistet Der diesjährige Spezialpreis ging an den Heilpädagogischen Dienst von insieme Oberwallis. Die IV honoriert damit insbesondere die präventiven Massnahmen des Frühberatungsdienstes, welche die positive Entwicklung eines behinderten Kindes überhaupt erst ermöglichen. In dem Zusammenhang gilt es auch die Pionierleistung der Frühberatung hervorzuheben, durch deren Initiative behinderte Kinder im Oberwallis bereits seit 20 Jahren den Kindergarten besuchen können. Mehrere Rednerinnen und Redner, angeführt von Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten, lobten die Preisträger für ihren Einsatz, ihren Durchhaltewillen und ihr Engagement, welche die Grundlage für ihre erfolgreiche (Wieder-)Eingliederung in die Arbeitswelt bildeten. Frau Esther Waeber-Kalbermatten zeigte sich als Präsidentin des Aufsichtsrates der Kantonalen IV-Stelle Wallis erfreut darüber, dass die 5. IV-Revision mit ihren zusätzlichen Möglichkeiten in unserem Kanton gut angelaufen ist. Sie unterstrich die Bedeutung der Unternehmen bei der beruflichen Eingliederung und hob die Wichtigkeit einer Zusatzfinanzierung für die IV hervor. Ein spezieller Dank gebührt den Gastgebern der Preisverleihung. Die Stadtgemeinde Brig-Glis war vertreten durch die Stadtpräsidentin Frau Nationalrätin Viola Amherd und die Oberwalliser Gewerbeausstellung (OGA) durch deren Präsidenten, Herrn Louis Ursprung. 17

20 Projekt IIZ-MAMAC Der Kanton Wallis richtete seine Politik bereits vor der Konkretisierung des nationalen Projekts IIZ-MAMAC auf die interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) aus. So wurde bereits im Jahr 2001 eine erste formelle IIZ begründet und seit Januar 2009 existiert nun eine Vereinbarung zwischen den wichtigsten Akteuren der beruflichen und sozialen Eingliederung 1. Die so entstehenden Synergien werden genutzt, um : l die berufliche und soziale Ausgrenzung einzelner Personen oder bestimmter Personengruppen zu verhindern; l den betreffenden Personen bei der Eingliederung im freien Arbeitsmarkt bestmöglich zu helfen; l die Koordination zwischen den einzelnen Institutionen zu stärken; l Doppelspurigkeiten zu vermeiden und die verschiedenen Betreuungssysteme bzw. Eingliederungsmassnahmen ganzheitlich wahrzunehmen. Ausserdem besteht für das Projekt IIZ-MAMAC im Wallis seit 2007 eine Zusammenarbeit zwischen der Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit (genauer den regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV), der Sozialhilfe (via sozialmedizinische Zentren SMZ) und der Kantonalen IV-Stelle. Seit 2008 ist auch die Suva am Projekt beteiligt. Die ersten Ergebnisse, die mit diesem Projekt zwischen Juli 2007 und Dezember 2009 erzielt werden konnten, stimmen zuversichtlich. Hier einige Beispiele : l Der Geschäftsstelle IIZ-MAMAC wurden insgesamt 201 Fälle gemeldet. l In 58 Fälle war eine Weiterbearbeitung durch die IIZ adäquater. l 143 Fälle wurden von den regionalen Assessment-Teams behandelt. l 86 Fälle sind abgeschlossen. In 28% dieser Fälle konnte eine Anstellung im freien Arbeitsmarkt gefunden werden. Weitere 28% der Fälle wurden wegen mangelnder Zusammenarbeit abgebrochen. In 22% der Fälle kam es zur Gewährung einer IV-Rente. Die Zukunft der IIZ ist im Wallis angesichts der Vereinbarung vom Januar 2009 gesichert. Das Projekt MAMAC (medizinisch-arbeitsmarktliche Assessments im Rahmen des Case-Managements) erlaubte uns im Speziellen, Erfahrungen zu sammeln und die Professionalität zu steigern. Nicht zuletzt lernten wir so auch die Arbeit und Mittel unserer Partnerinstitutionen besser kennen. Das erworbene Know-how ist im Arbeitsalltag sehr wertvoll. Allen Projektteilnehmern sei ein grosses Dankeschön gewidmet, insbesondere dem Steuerungsausschuss für das Vertrauen und die Unterstützung während all der Monate, aber auch den Direktionen der einzelnen Institutionen: Ohne sie wäre die erfolgreiche Umsetzung der IIZ-MAMAC nicht möglich gewesen. Ein Merci geht natürlich auch an die versicherten Personen, die bereit waren, an diesem Pilotprojekt teilzunehmen. 1 Interinstitutionelle Vereinbarung, per Staatsratsentscheid vom 22. Januar 2009 ratifiziert. Unterzeichnet von: Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit (DIHA) Dienststelle für Sozialwesen Kantonale IV-Stelle Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) Dienststelle für Berufsbildung Walliser Liga gegen die Suchtgefahren. 18 Geschäftsbericht 09

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