skriptum 08/12 wmw Wiener Medizinische Wochenschrift Kongressjournal

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "skriptum 08/12 wmw Wiener Medizinische Wochenschrift Kongressjournal"

Transkript

1 BEILAGE BEILAGE ,10 Euro uogü günstiger ge * 90 4 Stück einmal wöchentlich Filmtabletten 242_RIS_0511 Risedronat STADA 35 mg 4 Stück Originator: Actonel 242_RIS_0511 Wirkstoff: Risedronat-Natrium Bei Osteoporose einmal wöchentlich Filmtabletten 4 Stück Originator: Actonel Wirkstoff: Risedronat-Natrium Bei Osteoporose 4 Stück RIS35/02/09 4_PA 40x20x90 Fachkurzinformation siehe Seite 22 4 Stück mit Ftbl. oder Ktbl. CaVitD3 Ch. B.: Verw. bis: RIS35/02/09 4_PA 40x20x90 mit Ftbl. oder Ktbl. CaVitD3 Band 9 / Heft 8 ISSN Print P. b. b. Verlagspostamt 1201 Wien / Plus.Zeitung 07Z037513P 08/12 SpringerMedizin.at/schwerpunkt/oeggh-2012 SpringerMedizin.at/schwerpunkt/oeggh-2012 skriptum Kongressjournal wmw Wiener Medizinische Wochenschrift Aktuelle Vorträge in der ÄrzteWoche-APP 14. bis 16. Juni 2012, Messe Wels 45. Jahrestagung mit 23. Fortbildungskurs der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie Zur Behandlung von fortgeschrittenem Mammakarzinom bei postmenopausalen Frauen. über 56 % günstiger ** Grüße aus Genericon Diät-Limos 30 ab in der green box Zur Behandlung von fortgeschrittenem Mammakarzinom bei postmenopausalen Frauen. * Arimidex 1 mg 3x30 Stk. vgl. mit Anastrozol Genericon 1 mg 1x90 Stk., KKP 08/11 ** Arimidex 1 mg 30 Stk. vgl. mit Anastrozol Genericon 1 mg 30 Stk., KKP 08/11 Universalgelehrter Diät-Limos über 56 % günstiger ** ab in der green box Grüße aus Genericon * Arimidex 1 mg 3x30 Stk. vgl. mit Anastrozol Genericon 1 mg 1x90 Stk., KKP 08/11 ** Arimidex 1 mg 30 Stk. vgl. mit Anastrozol Genericon 1 mg 30 Stk., KKP 08/11 Universalgelehrter Woche Woche PANTONE Blue 287C PANTONE Red 192C PANTONE Blue 287C PANTONE Red 192C Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten 4 Stück Jede Filmtablette enthält 35 mg Risedronat-Natrium, entsprechend 32,5 mg Risedronsäure. Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten. Zum Einnehmen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Rezept- und apothekenpflichtig. Z.Nr.: Stück Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten 4 Stück Einmal wöchentlich/datum der Tabletteneinnahme: Pharmazeutischer Unternehmer: STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien Mo Di Mi Do Fr Sa So Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten Risedronat STADA 35 mg Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten 4 Stück Jede Filmtablette enthält 35 mg Risedronat-Natrium, entsprechend 32,5 mg Risedronsäure. Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten. Zum Einnehmen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Rezept- und apothekenpflichtig. Z.Nr.: Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten Wirkstoff: Risedronat-Natrium Bei Osteoporose Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten 4 Stück Einmal wöchentlich/datum der Tabletteneinnahme: Pharmazeutischer Unternehmer: STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien Mo Di Mi Do Fr Sa So Fachkurzinformation siehe Seite 22 Risedronat STADA 35 mg einmal wöchentlich Filmtabletten Wirkstoff: Risedronat-Natrium Bei Osteoporose Ch. B.: Verw. bis: Wissenschaftliche Leitung: Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Knoflach

2 inhalt 08/12 Inhalt brief des herausgebers 4 Editorial P. Knoflach, Wels beiträge 6 Refluxkrankheit Nachsorge R. Schöfl, Linz 7 Chronische Hepatitis C: Behandlung des therapienaiven Patienten 2012 M. Gschwantler und E. Dulic-Lakovic, Wien 12 Publikatorische Spitzenleistungen Österreichischer Gastroenterologen Ch. Müller, Wien 14 Vorsorge-Koloskopie in Österreich W. Weiss, Wien 16 Vorsorge-Koloskopie in Österreich M. Ferlitsch, Wien 17 Morbus Crohn H. Tilg, Hall in Tirol 19 Immunsuppressiva- und Biologika-Monitoring H. Vogelsang, Wien 20 Gastroenterologie 2011 /2012 GI Onkologie W. Sieghart, Wien 23 Das familiäre Mittelmeerfieber A. Halmetschleger, Wien 24 Hepatitis C A. Maieron, Linz 45. Jahrestagung und 23. Fortbildungskurs der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) Juni 2012, Messe OeGGH_JT_HP_ Wels 12:49 Seite U1 45. Jahrestagung mit 23. Fortbildungskurs Juni 2012 Messe Wels Kongresspräsident: Peter Knoflach Kongresssekretäre: Michael Gschwantler, Dietmar Hubner Fortbildungskurs 14. Juni 2012 Thema: Der Gastroenterologe und das Mikroskop Organisation: Peter Ferenci, Friedrich Wrba 26 Pharma News IMPRESSUM Herausgeber und Verleger: Springer-Verlag GmbH, Professional Media, Sachsenplatz 4-6, P.O.Box 89, 1201 Wien, Austria, Tel.: 01/ , Fax: 01/ ; Internet: Medizin.at; Geschäftsführung: Katharina Oppitz, Peter Hendriks, Harm van Maanen; Leitung: Mag. Margarete Zupan; Redaktion: Prim. Dr. Herbert Kurz; Redaktionssekretariat: Mag. (FH) Dorothea Wolinski; Redaktionelle Koordination: Gabriele Hollinek; Portalmanagement SpringerMedizin.at: Andrea Niemann; Produktion und Layout: Katharina Bruckner; Anzeigen: Dipl.Tzt. Elise Haidenthaller, Gabriele Popernitsch. Es gilt die Anzeigenpreisliste 2012; Erscheinungsweise: 10x jährlich; Abonnement: WMW-Skriptum ist eine Beilage zur Wiener Medizinischen Wochenschrift (WMW); Bezugspreis pro Jahr: EUR 495, zuzüglich MwSt. und Versandkosten; Verlagsort: Wien; Herstellungsort: Wien; Erscheinungsort: Wien; Verlagspostamt: 1210 Wien P.b.b.; ISSN Print: : Band 9, Heft 08/2012; Inhalte des Wiener Medizinischen Wochenschrift Skriptums sind ab Oktober 2010 auch über die Zeitungsdatenbank der APA (http://www.defacto.at) abrufbar. Design: Wojtek Grzymala; Druck: Friedrich Vereinigte Druckereien- und Verlags GmbH & Co KG, Linz, Austria. Alle namentlich gekennzeichneten Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Diese Beiträge fallen somit in den persönlichen Verantwortungsbereich des Verfassers. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Manuskripte. Mit Sonderbericht oder Advertorial gekennzeichnete Seiten sind entgeltliche Einschaltungen nach 26 Mediengesetz. Allgemeiner Teil/Rechtliche Hinweise für Autoren: Die Autorin/der Autor erklärt, dass ihr/sein Manuskript in dieser Form bislang nicht anderweitig veröffentlicht oder zur Veröffentlichung eingereicht wurde. Die Autorin/der Autor überträgt mit der Übergabe des fertigen Manuskripts und der Veröffentlichung in der Fachzeitschrift die notwendigen Nutzungsrechte zur Vervielfältigung und Verbreitung an den Verlag, insbesondere das Recht der Nutzung zu gewerblichen Zwecken durch Druck, Nachdruck, Verbreitung in elektronischer Form oder andere Verfahren und Medien durch Springer Science + Business Media. Die Autorin/der Autor holt, falls notwendig, die Nutzungsrechte an Texten und Bildern Dritter vor Übergabe des fertigen Manuskripts ein, eventuelle Ansprüche Dritter sind somit geklärt. Hinweise zur Verwertung: Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, auch auszugsweise, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Verlages. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Verarbeitung in elektronischen Systemen. Produkthaftung: Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in dieser Zeitschrift berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen sind anhand anderer Literaturstellen oder der Packungsbeilage auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Der Verlag übernimmt hierfür keine Gewähr. Eigentümer und Copyright-Inhaber: 2012 Springer-Verlag/Wien. Springer ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media. Beilage zur Wiener Medizinischen Wochenschrift 11 12/2012. Springer-Verlag 8/2012 3

3 brief des herausgebers Herzlich Willkommen in Wels! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zur 45. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie, verbunden mit dem 23. Fortbildungskurs, darf ich Sie im Namen der Organisatoren sehr herzlich in Wels willkommen heißen. Als Schwerpunkte des Kongressprogramms findet am Freitag eine Sitzung zum Thema Endoskopie Kolonpolypen, die Vorstellung des überarbeiteten Konsenspapiers Endoskopie und Pathologie der ÖGGH und der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie und ein Roundtable zu den wissenschaftlichen und praktischen Aspekten der Vorsorgekoloskopie in Österreich statt. Am Samstag werden die Themen Seltene Erkrankungen und Neuigkeiten vom Helicobacter besprochen, weiters wird der traditionelle Update der Gastroenterologie und Hepatologie stattfinden. Die großen Themen der viralen Hepatitis und der CED werden diesmal überwiegend im Rahmen der Symposien am Donnerstag und Freitag behandelt werden. Im traditionellen Fortbildungskurs am Donnerstag werden unter dem Titel Der Gastroenterologe und das Mikroskop neueste Forschungsergebnisse, interessante Fälle und der State-of-the-Art der Schnittstelle Klinik und Histopathologie des Gastrointestinaltrakts und der Leber abgehandelt. Erfreulicherweise haben wir diesmal 64 Poster in das Programm aufnehmen können. Sie kommen nicht nur aus den Universitätskliniken (Wien 17, Graz 7, Innsbruck 2), sondern auch aus den Krankenhäusern ganz Österreichs und aller Größenordnungen (u. a. Wien 15, Linz 5, Wels- Grieskirchen 8), was mich besonders freut! Wir haben der Postersitzung noch mehr Gewicht gegeben und ihr dazu einen prominenten und ungestörten Platz vor der Mittagspause am Freitag eingeräumt. Den sieben besten Abstracts wurde die Möglichkeit der Präsentation als freier Vortrag gegeben. Darüber hinaus wird in den Pausen ausreichend Zeit für den Besuch der Ausstellung und Begegnungen mit der Industrie sein, die uns auch dieses Jahr wieder großzügig unterstützt. Danke! Besonders einladen möchten wir zu den Preisverleihungen und Ehrungen, den Wahlen und der Generalversammlung am Samstag. Schließlich freuen wir uns, dass die IVEPA auch heuer wieder ihre Tagung gemeinsam mit der ÖGGH abhält und so ein intensiver Gedankenaustausch mit dem von uns so geschätzten Endoskopie- Assistenz-Personal stattfinden kann. Sehr herzlich bedanke ich mich bei meinen Kongresssekretären Michael Gschwantler und Dietmar Hubner sowie dem ersten Sekretär der ÖGGH Clemens Dejaco, den Organisatoren des Fortbildungskurses Peter Ferenci und Friedrich Wrba, den Mitorganisatoren der Symposien, Arbeitsgruppenleitern, allen ReferentInnen und Vorsitzenden, und nicht zuletzt bei den Damen des Sekretariats Frau Andrea Etz und Frau Sandra Semlitsch für ihre immerwährende Unterstützung. Die Jahrestagung und die Abendveranstaltungen werden im Zentrum von Wels stattfinden. PRIM. UNIV.-PROF. DR. PETER KNOFLACH Kongresspräsident Wir freuen uns, dass Sie unseren Kongress besuchen und mitgestalten, und wünschen Ihnen und uns gutes Gelingen, viele interessante und vielleicht auch ein paar gemütliche Stunden in Oberösterreich! Ihr Peter Knoflach 4 8/2012 Springer-Verlag

4 Rainer Schöfl, Linz Refluxkrankheit Nachsorge Praxisnahe Empfehlungen Im großen Gebiet der Refluxkrankheit gibt es sehr viele verschiedene Szenarien, in denen sich die Frage nach der besten klinischen und endoskopischen Nachsorge stellt, z. B. nach Therapie der erosiven Refluxkrankheit oder des Barrett mit und ohne neoplastischen Frühveränderungen, aber auch nach resezierenden und funktionellen chirurgischen Eingriffen. Dabei verlässt uns die evidenzbasierte Medizin über weite Strecken, Guidelines sind rar und häufig schon in die Jahre gekommen. Vorausgeschickt einige Binsenweisheiten: Je besser die Ausgangsuntersuchung, desto länger kann eine Kontrolle warten. Die Qualität der endoskopischen Untersuchung wird durch lokale und systemische Vorbereitung, eine Aufsetzkappe, Farbstoffe, moderne Gerätetechnologie und systematische Biopsieprotokolle verbessert. Genügend Zeit für Ausbildung, Training sowie Supervision und die Qualität der pathologischen Aufarbeitung und Befundung sind ebenso wichtige Determinanten der Qualität einer Untersuchung, die indirekt auf das Nachsorgeintervall und die Ergebnisse der Nachsorge wirken. Risiko für Adenokarzinom In Österreich haben wir durch Zusammenarbeit von ÖGGH und Hauptverband im Rahmen der Serie Arznei und Vernunft [1] Empfehlungen zur Nachsorge der Refluxösophagitis (Stadium I bis II: Kontrollendoskopie nach ca. 8 Wochen, Stadium III bis IV nach ca. 12 Wochen unter Therapie). Während die deutschen Leitlinien Kontrollen der Refluxösophagitis für nicht notwendig erachten, wurde jüngst an mehr als Patienten in Dänemark [2] nachgewiesen, dass die Refluxösophagitis ein eigenständiger Risikofaktor für die Entwicklung eines Adenokarzinoms ist. Daraus leitet sich für mich ab, dass eine auch längerfristige Kontrolle von Patienten mit erosiver Refluxkrankheit sinnvoll ist, die Kontrollintervalle sind allerdings nicht definiert. Sharma [3] hat gezeigt, dass bei etwas mehr als 600 Patienten mit Barrett ohne Dysplasie über 4 Jahre pro Jahr 0,5 % Adenokarzinome, 0,9 % hochgradige Dysplasien und etwa 4 % niedriggradige Dysplasien entstehen. Standard für die Entdeckung dieser prä- und frühneoplastischen Veränderungen ist nach wie vor das Seattleprotokoll, das alle 2 cm 4 Biopsien in den 4 Quadranten in je 1 Glas pro Ebene entnimmt. Leider ist die Reproduzierbarkeit der Diagnose Barrett sowohl mit dem freien Auge als auch im Mikroskop verbesserungsfähig: in der Münchner Barrettstudie [4] wiesen mehr als 20 % der Patienten bei der Erstuntersuchung eine Diskrepanz zwischen dem visuellen und dem histologischen Befund auf, eine Diskrepanz, die sich bei einer Kontrolluntersuchung innerhalb eines Jahres nur bei gut der Hälfte der Patienten auflösen ließ. Auch die Reproduzierbarkeit der histologischen Befunde lies bei Zweituntersuchungen zu wünschen übrig. Häufig wird bereits die Frage gestellt, ob das Seattleprotokoll in Anbetracht moderner Bildgebung überholt ist und die visuell gezielte Biopsie bei Verwendung von High-Definition-TV und virtueller Chromoendoskopie ausreicht. Bisherige Daten sprechen dafür, es braucht aber noch Bestätigung und schon steht der nächste mögliche Schritt, die endomikroskopische Technologie [5], vor der Tür. Barrett Die Evidenz zur Sinnhaftigkeit von Überwachung bei Barrett lässt noch zu wünschen übrig, die Kosten dürften, zumindest für die USA, bei etwa $ pro gerettetem Lebensjahr liegen. Mitteleuropäische Daten sind mir dazu nicht bekannt. Die Schätzungen über die Höhe des jährlichen Karzinomrisikos bei Barrett ohne Dysplasie gehen laufend zurück, von anfangs etwa 1 %, auf dzt. etwa 0,3 % oder weniger. Überwachungsprotokolle von Barrett ohne Neoplasie empfehlen eine Bestätigungsuntersuchung innerhalb eines Jahres und dann Kontrollen in 3- bis 4-jährigem Abstand, je nach Länge des Barrett. Bei Vorliegen niedriggradiger Neoplasie empfehlen die meisten Richtlinien 6-monatige Kontrollen, bei hochgradigen intraepithelialen Neoplasien eine sofortige Entfernung und dann Kontrollen in 3-monatigem Abstand im ersten Jahr, 6-monatigen Abstand im 2. Jahr und dann jährlich. Dasselbe Nachsorgeprotokoll empfiehlt sich nach Lokaltherapie eines Frühkarzinoms [6]. Fundoplikatio und Resektion stellen kein wesentliches Hindernis für Nachsorgeuntersuchungen dar. Der natürliche Verlauf der Erkrankung wird offensichtlich durch Bodymass-Index und Rauchen, Diät und Helicobakterinfektion sowie die Einnahme von Aspirin oder Protonenpumpenhemmern und Antirefluxoperationen beeinflusst. Zur Person Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl 4. Interne Abteilung Krankenhaus der Elisabethinen Fadingerstraße Linz Fax: ++43/732/ Internet: Zusammenfassung Ich habe versucht, bei spärlicher Evidenzlage praxisnahe Nachsorgeempfehlungen für Refluxösophagitis und Barrettösophagus zu geben. Mit zunehmendem Faktenwissen werden diese Nachsorgeempfehlungen möglicherweise liberaler gestaltet und die Zeitabstände verlängert werden. Trotzdem halte ich die heutigen, vielleicht zu strikten Empfehlungen besonders für die prä- und frühmalignen Veränderun- 6 8/2012 Springer-Verlag

5 gen für gut, um möglichen Schaden für Patienten durch Reste oder Rezidive nach lokaler Abtragung sicher rechtzeitig zu erkennen. Literatur 1 Arznei und Vernunft: Magenkrank (2003). Hauptverband und ÖGGH, 2. Auflage, Jänner Erichsen R, Robertson D, Farkas DK, Pedersen L, Pohl H, Baron JA, Sørensen HT (2012) Erosive reflux disease increases risk for esophageal adenocarcinoma, compared with nonerosive reflux. Clin Gastroenterol Hepatol 10: e1 3 Sharma P, Falk GW, Weston AP, Reker D, Johnston M, Sampliner RE (2006) Dysplasia and cancer in a large multicenter cohort of patients with Barrett s esophagus. Clin Gastroenterol Hepatol 4: Meining A, Ott R, Becker I, Hahn S, Mühlen J, Werner M, Höfler H, Classen M, Heldwein W, Rösch T (2004) The Munich Barrett follow up study: suspicion of Barrett s oesophagus based on either endoscopy or histology only--what is the clinical significance? Gut 53: Sharma P, Meining AR, Coron E, Lightdale CJ, Wolfsen HC, Bansal A, Bajbouj M, Galmiche JP, Abrams JA, Rastogi A, Gupta N, Michalek JE, Lauwers GY, Wallace MB (2011) Real-time increased detection of neoplastic tissue in Barrett s esophagus with probebased confocal laser endomicroscopy: final results of an international multicenter, prospective, randomized, controlled trial. Gastrointest Endosc 74: Koop H, Schepp W, Müller-Lissner S, Madisch A, Micklefield G, Messmann H, Fuchs KH, Hotz J (2005) Consensus conference of the DGVS on gastroesophageal reflux. Z Gastroenterol 43: Michael Gschwantler und Emina Dulic-Lakovic, Wien Chronische Hepatitis C: Behandlung des therapienaiven Patienten 2012 Alte und neue Standardtherapie Die Hepatitis C stellt weltweit ein bedeutendes medizinisches und sozioökonomisches Problem dar: Man rechnet damit, dass etwa 200 Millionen Menschen chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert sind. In Österreich leiden etwa Menschen (etwa 1 % der Bevölkerung) unter einer chronischen Hepatitis C. Die bisherige Standardtherapie der chronischen Hepatitis C bestand aus einer Kombination aus Peginterferon plus Ribavirin. Die Therapiedauer richtete sich einerseits nach dem Genotyp und andererseits nach dem virologischen Ansprechen zu Beginn der Therapie und betrug bei den Genotypen 1 und 4 je nach virologischem Ansprechen 24 bis 72 Wochen und bei den Genotypen 2 und 3 zwischen 16 und 48 Wochen. Neben der langen Therapiedauer, den möglichen Nebenwirkungen und den damit verbundenen Kontraindikationen bestand das Hauptproblem der alten Standardtherapie darin, dass Zur Person Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Gschwantler 4. Medizinische Abteilung Wilhelminenspital Montleartstraße Wien Fax: ++43/1/ negativ Schlechte Verträglichkeit? Wunsch des Pat. nach Therapieende? ja Therapieende nach Wochen erwägen nein Genotyp 2 oder 3 PCR Woche 4 Therapie durch 24 Wochen Abb. 1: Standardtherapie bei Genotyp 2 und 3 die Heilungsraten (definiert als SVR: sustained virologic response) deutlich unter 100 % lagen: Während die Erfolgschancen bei Infektion mit den Genotypen 2 und 3 positiv * entsprechend den Guidlines, obwohl es dafür keine guten Daten gibt. Therapie durch 48 Wochen* mit 80 bis 90 % relativ hoch waren, lagen die Heilungsraten beim Genotyp 1 nur bei 40 bis 50 %. Während der vergangenen Jahre wurden auf dem Gebiet der Therapie der chronischen Hepatitis C bedeutende Fortschritte erzielt. Diese haben dazu geführt, dass beim Genotyp 1 die alte Standardtherapie bestehend aus Peginterferon plus Ribavirin durch eine neue ersetzt werden konnte. Zur Therapie der Genotypen 2 und 3 wird bis zur Zulassung neuer Medikamente nach wie vor die Kombination aus Peginterferon plus Ribavirin empfohlen. In der weiteren Folge werden die aktuellen Therapieempfehlungen zusammengefasst. Springer-Verlag 8/2012 7

6 Solu-Dacortin Aprednislon Fortecortin Solu-Dacortin Aprednislon Die alte und immer noch aktuelle Standardtherapie bei Genotyp 2 und 3 Die Kombination aus Peginterferon plus Ribavirin stellt nach wie vor die Standardtherapie dar. Bereits nach 4 Wochen Therapie sollte die Virusmenge im Serum kontrolliert werden. Ist zu Woche 4 kein Virus mehr im Serum nachweisbar, so spricht man von einer rapid virologic response (RVR). Mehrere Studien zeigten, dass Patienten, die eine RVR aufweisen, auch im Falle einer Therapieverkürzung auf Wochen eine sehr hohe Chance auf eine SVR haben. Die größte bisher publizierte Studie ergab jedoch, dass bei Patienten mit RVR die SVR-Raten nach 24 Wochen Therapie signifikant höher sind als nach 16 Wochen Therapie. Eine Verkürzung der Therapiedauer auf Wochen ist daher auch bei Patienten mit RVR nur dann zu empfehlen, wenn die antivirale Therapie sehr schlecht vertragen wird oder der Patient dies ausdrücklich wünscht. Patienten, die zu Woche 4 noch PCR positiv sind, weisen in allen Studien nach einer 24-wöchigen Therapie relativ niedrige SVR-Raten auf. Es wird daher empfohlen, bei diesen Patienten die Therapiedauer auf 48 Wochen zu verlängern, obwohl es für diese Vorgangsweise bisher in der Literatur keine überzeugenden Belege gibt. Die Wahl der Therapiedauer in Abhängigkeit von der Viruskinetik bei den Genotypen 2 und 3 ist in Abbildung 1 zusammengefasst. Die neue Standardtherapie der chronischen Hepatitis C SPRINT-2-Studie: Boceprevir + PegIFN/RBV bei therapie-naiven GT1-Patienten Randomisierte, placebo-kontrollierte Studie Therapie-naive Patienten mit chr. Hepatitis C Genotype 1 (2 Kohorten: n = 938 nicht-schwarz und 159 schwarz) PR* (n = 316, 52) PR* (n = 311, 55) *BOC 800 mg alle 8h; pegifn alfa-2b 1.5 µg/kg/wo; Gewichts-basiertes RBV mg/tag. Nicht nachweisbare HCV RNA nach Wo 4 BOC-Therapie (ie, zu Wo 8) and zu allen folgenden Kontrollen. Abb.2: SPRINT-2-Studie: Boceprevir + PegIFN/RBV bei therapienaiven GT1-Patienten In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche neue Moleküle entwickelt, die als Direct-Acting Antiviral Agents (DAAs) bezeichnet werden, da sie spezifisch bestimmte Schritte der HCV-Replikation hemmen. Unter diesen Substanzen befinden sich unter anderem Protease-, Polymerase- und NS5A-Inhibitoren. Vor wenigen Monaten wurden die beiden ersten DAAs die beiden Proteasehemmer Boceprevir und Telaprevir in der Europäischen Union zugelassen. Beide Substanzen sind nur für die Therapie des HCV Genotyp 1 geeignet. Kombiniert man eine dieser beiden Substanzen mit Peginterferon und Ribavirin, so können die Heilungsraten beim Genotyp 1 im Vergleich zur alten Standardtherapie deutlich gesteigert werden. Die Dreifachkombination mit Proteasehemmer/Peginterferon/Ribavirin ist daher als neuer Goldstandard bei der Therapie des HCV Genotyp 1 anzusehen. Boceprevir bei therapienaiven Genotyp-1-Patienten BOC + PR* (n = 316 nicht-schwarz, 52 schwarz) Boceprevir wird in einer Dosierung von 3 x 800 mg tgl. verabreicht. In der wichtigsten Phase-III-Studie, die den Namen SPRINT-2-Studie trug, wurden die Patienten in 3 Gruppen randomisiert (Abb. 2): Eine Kontrollgruppe erhielt über 48 Wochen Peginterferon/Ribavirin. In der response-guided therapy group wurde zunächst eine 4-wöchigen Lead-in Phase bestehend aus Peginterferon und Ribavirin durchgeführt. Ab der 5. Woche erhielten die Patienten zusätzlich zu Peginterferon und Ribavirin auch Boceprevir in der oben genannten Dosierung. War bereits zu Woche 8 (d. h. nach 4 Wochen Dreifachkombination) die PCR negativ und blieb diese auch negativ, so wurde die Therapie nach 28 Wochen beendet. War die PCR hingegen zu Woche 8 und/oder zu einem späteren Zeitpunkt positiv, so wurde Boceprevir am Ende von Woche 28 abgesetzt und noch bis Woche 48 eine Zweifachkombination aus Peginterferon und Ribavirin verabreicht. Mit diesem Therapieregime konnte eine SVR-Rate von 67 % erzielt werden, während in der Vergleichsgruppe der nur mit Peginterferon/ Ribavirin über 48 Wochen behandelten Patienten nur 40 % geheilt werden konnten. (Die genannten Zahlen beziehen sich auf Patienten mit nicht-schwarzer Hautfarbe. Bei Afroamerikanern betrugen die SVR-Raten mit Dreifachkombination 42 % verglichen mit 23 % unter Peginterferon/ Ribavirin.) Die fixe Gabe von Boceprevir/ Peginterferon/Ribavirin über 44 Wochen Wo 4 Wo 28 Wo 48 Wo 72 Keine RVR RVR PR* BOC + PR* (n = 311 nicht-schwarz, 55 schwarz) PR* (n = 311 nicht-schwarz, 52 schwarz) Follow-up Follow-up Follow-up Follow-up Poordad F, et al. New Engl J Med 2011; 364: nach Ende der 4-wöchigen Lead-in Phase zeigte in der SPRINT-2-Studie keinen Vorteil im Vergleich zu dem oben beschriebenen Therapieregime, bei welchem die Therapiedauer abhängig vom virologischen Ansprechen gewählt wurde. Die derzeitigen Therapieempfehlungen bei therapienaiven Patienten unterscheiden sich in mehreren Punkten vom Protokoll der SPRINT-2-Studie: Wie in der SPRINT-2-Studie wird bei therapienaiven Patienten, bei welchen die PCR zu Woche 8 und Woche 24 negativ ist, die Therapie bereits nach 28 Wochen beendet. Bei Patienten, bei welchen zu Woche 4 die PCR noch positiv ist, wird (im Unterschied zur SPRINT-2-Studie) empfohlen, die Dreifachkombination mit Boceprevir/Peginterferon/Ribavirin von Woche 5 bis Woche 36 durchzuführen und anschließend noch mit Peginterferon/Ribavirin bis Woche 48 zu behandeln. Bei Patienten mit vorbestehender Leberzirrhose wird empfohlen, nach der 4-wöchigen Lead-in Phase über 44 Wochen eine Dreifachkombination Boceprevir/Peginterferon/Ribavirin zu verabreichen. Die Behandlung ist vorzeitig zu beenden, wenn zu Woche 12 der HCV-RNA- Titer im Serum über 100 IU/ml liegt oder wenn zu Woche 24 noch HCV- RNA im Serum nachweisbar ist. Telaprevir bei therapienaiven Genotyp-1-Patienten Telaprevir wird in einer Dosierung von 3 x 750 mg tgl. verabreicht. Während der ersten 12 Therapiewochen wird eine Dreifachkombination Tela- Aprednislon Fortecortin Solu-Dacortin Aprednislon 8 8/2012 Springer-Verlag

7 ADVANCE-Studie: Telaprevir (TVR) + PegIFN/RBV bei therapie-naiven Patienten Randomisierte, placebo-kontrollierte Studie Therapie-naïve Patienten mit Genotyp 1 (n = 1088) Wo 8 TVR/P/R* (n = 364) TVR/P/R* (n = 363) Wo 12 ervr : PR* PR* (n = 361) Abb. 3: ADVANCE-Studie: Telaprevir (TVR) + PegIFN/RBV bei therapienaiven Patienten previr/peginterferon/ribavirin verabreicht, anschließend erhält der Patient bis Woche 24 Peginterferon/Ribavirin. Ist die PCR zu Woche 4 und zu Woche 12 negativ, so wird die Therapie zu Woche 24 beendet. Ist hingegen zu Woche 4 und/oder zu Woche 12 noch Virus im Serum nachweisbar (mit einem Titer < IU/ml), so wird die Therapie mit Peginterferon/Ribavirin bis Woche 48 fortgesetzt. In der größten Phase-III-Studie, die den Namen AD- VANCE-Studie trug (Abb. 3), konnten mit diesem Therapieregime 75 % der Patienten geheilt werden, während im Kontrollarm (Peginterferon/Ribavirin über 48 Wochen) nur in 44 % eine SVR erreicht werden konnte. Wurde Telaprevir nur 8 Wochen statt 12 Wochen lang verabreicht, so war die Heilungsrate geringfügig niedriger Wo 48 *TVR 250 mg alle 8 Stunden; pegifn alfa-2a 180 µg/woche; RBV mg/tag. ervr: extended rapid virologic response = nicht nachweisbare HCV RNA zu Woche 4 und 12. Jacobson IM, et al. NEJM 2011 Zur Person ervr : P/R* Wo 24 PR* PR* Dr. Emina Dulic-Lakovic 4. Medizinische Abteilung Wilhelminenspital Montleartstraße Wien Fax: ++43/1/ Follow-up Follow-up Follow-up Follow-up Follow-up Wo 72 (69 % versus 75 %). Laut Therapierichtlinien ist die Therapie vorzeitig abzubrechen, wenn der Virustiter im Serum zu Woche 4 und/oder zu Woche 12 über IU/ml liegt. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Boceprevir und Telaprevir Die beiden wichtigsten Nebenwirkungen von Boceprevir sind eine Verstärkung der Ribavirin induzierten Anämie sowie eine Geschmacksstörung, die als Dysgeusie bezeichnet wird. Unter Telaprevir kommt es ebenfalls zu einer Verstärkung der Anämie und zusätzlich werden häufig Hautausschläge beobachtet. Um das Risiko von dermatologischen Nebenwirkungen zu minimieren, wird eine intensive Hautpflege mit Cremen, die dem Austrocknen der Haut vorbeugen, empfohlen. Wesentlich ist, dass beide Proteasehemmer eine Veränderung der Pharmakokinetik zahlreicher Medikamente bewirken können. Es ist daher extrem wichtig, Patienten darauf hinzuweisen, vor der Einnahme jedes zusätzlichen Arzneimittels Rücksprache mit ihrem behandelnden Hepatologen zu halten. Beurteilung von Boceprevir und Telaprevir bei therapienaiven Genotyp-1-Patienten Mithilfe von Boceprevir und Telaprevir können die Heilungsraten bei therapienaiven Genotyp-1-Patienten um etwa 30 % gesteigert werden. Die zusätzlichen Nebenwirkungen durch den Proteasehemmer werden durch die erhöhten Erfolgsaussichten und die oft mögliche Verkürzung der Therapiedauer mehr als aufgewogen. Die Kombinationstherapie bestehend aus einem der beiden neuen Proteasehemmer, Peginterferon und Ribavirin kann daher als der neue Goldstandard der Therapie der chronischen Hepatitis C Genotyp 1 bezeichnet werden. Zukunftsperspektiven Derzeit befindet sich eine große Anzahl weiterer DAAs in klinischer Entwicklung. Der heilige Gral der Hepatitis-C-Therapie besteht in der Entwicklung interferonfreier Therapieregime: Erste kleinere Pilotstudien haben bewiesen, dass eine Heilung der chronischen Hepatitis C ohne Interferon, nur durch eine Kombination mehrerer DAAs, prinzipiell möglich ist. Diese Ergebnisse lassen hoffen, dass innerhalb weniger Jahre interferonfreie Therapieregime verfügbar sein werden, mit welchen erstmals eine Therapie aller Patienten mit Hepatitis C auch jener, die Kontraindikationen gegen Interferon aufweisen möglich sein wird. Fachkurzinformation Pegasys 135 bzw. 180 Mikrogramm Injektionslösung in einer Fertigspritze, Pegasys 135 bzw. 180 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Fertigspritze/ein Fertigpen enthält Peginterferon alfa-2a* 135 bzw. 180 Mikrogramm. Jede Fertigspritze/jeder Fertigpen mit 0,5 ml Lösung enthält 135 bzw. 180 Mikrogramm Peginterferon alfa-2a*. Die Stärke bezieht sich auf die Menge des Interferon alfa-2a Anteils von Peginterferon alfa-2a ohne Berücksichtigung der Pegylierung. *Der arzneilich wirksame Bestandteil, Peginterferon alfa-2a, ist ein kovalentes Konjugat des Proteins Interferon alfa-2a, das mittels rekombinanter DNA-Technologie in Escherichia coli mit bis-[monomethoxy-polyethylenglykol] hergestellt wird. Die Wirksamkeit dieses Arzneimittels sollte nicht mit der Wirksamkeit anderer pegylierter oder nicht pegylierter Proteine derselben therapeutischen Klasse verglichen werden. Für weitere Informationen siehe veröffentlichte Fachinformation Abschnitt 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften. Sonstiger Bestandteil: Benzylalkohol (10 mg/1 ml). Anwendungsgebiete: Chronische Hepatitis B: Pegasys ist indiziert zur Behandlung der HBeAg-positiven und HBeAg-negativen chronischen Hepatitis B bei erwachsenen Patienten mit kompensierter Lebererkrankung, mit Nachweis viraler Replikation, erhöhten GPT-Werten und histologisch verifizierter Leberentzündung und/oder -fibrose (siehe veröffentlichte Fachinformation Abschnitte 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften ). Chronische Hepatitis C: Pegasys ist indiziert zur Behandlung erwachsener Patienten mit chronischer Hepatitis C, deren Serum HCV-RNA-positiv ist, einschließlich Patienten mit kompensierter Zirrhose und/ oder mit einer klinisch stabilen HIV-Begleitinfektion (siehe veröffentlichte Fachinformation Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung ). Pegasys wird bei Patienten mit chronischer Hepatitis C am besten in Kombination mit Ribavirin angewendet. Die Kombination von Pegasys und Ribavirin ist indiziert bei unvorbehandelten Patienten und bei Patienten, bei denen eine vorhergehende Therapie mit Interferon alfa (pegyliert oder nicht pegyliert) alleine oder in der Kombinationstherapie mit Ribavirin versagt hat. Die Monotherapie ist hauptsächlich bei einer Intoleranz oder Kontraindikationen gegen Ribavirin indiziert. Gegenanzeigen: - Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, alfa- Interferone oder einen der sonstigen Bestandteile. - Hepatitis als Autoimmunerkrankung. - Schwere Dysfunktion der Leber oder dekompensierte Leberzirrhose. - Neugeborene und Kleinkinder bis zu 3 Jahren, da das Arzneimittel Benzylalkohol enthält (siehe veröffentlichte Fachinformation Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung zu Benzylalkohol). - Schwere vorbestehende Herzerkrankung in der Anamnese, einschließlich instabiler oder unkontrollierter Herzerkrankung in den vergangenen sechs Monaten (siehe veröffentlichte Fachinformation Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung ). - Die Anwendung von Pegasys ist bei HIV-HCV- Patienten mit Zirrhose und einem Child-Pugh-Wert > 6 kontraindiziert, es sei denn, dies beruht ausschließlich auf einer indirekten Hyperbilirubinämie, die durch Arzneimittel wie Atazanavir und Indinavir verursacht wurde. Anwendung von Pegasys in Kombination mit Telbivudin (siehe veröffentlichte Fachinformation Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen ). Wenn Pegasys in Kombination mit Ribavirin angewendet werden soll, beachten Sie bezüglich der Kontraindikationen zu Ribavirin auch die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) von Ribavirin. Liste der sonstigen Bestandteile: Natriumchlorid, Polysorbat 80, Benzylalkohol (10 mg/1 ml), Natriumacetat, Essigsäure, Wasser für Injektionszwecke Inhaber der Zulassung: Roche Registration Limited, 6 Falcon Way, Shire Park, Welwyn Garden City, AL7 1TW, Vereinigtes Königreich. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunstimulanz/Cytokin, ATC-Code: L03AB11. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen sowie Informationen zu Schwangerschaft und Stillzeit und zu Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. 10 8/2012 Springer-Verlag

8 veranstaltungshinweis Arbeitsgruppe für chronisch entzündliche Darmerkrankungen Save the date: 10. Symposium über Immunsuppression und monoklonale 9. SYMPOSIUM Antikörper bei chronisch entzündlichen Über Immunsuppression und Darmerkrankungen monoklonale Antikörper bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen September 2011 Wann: Hotel Schloss Mondsee Mondsee September Oberösterreich2012 Wo: Hotel Schloss Mondsee, Mondsee, Oberösterreich Einladung Mondsee 2011.indd :50 Springer-Verlag 8/

9 Christian Müller, Wien Publikatorische Spitzenleistungen Österreichischer Gastroenterologen Top-Publikationen 2011 Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie hat, so wie in den vergangenen Jahren, auf ihrer heurigen Jahrestagung in Wels aus Österreich stammenden Top-Publikationen des Jahres 2011 aus dem Gebiet der Gastroenterologie und Hepatologie vorgestellt. Mit dieser Initiative sollen herausragende wissenschaftliche Leistungen in diesem Fachgebiet einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Naturgemäß ist die Wertung von Top- Publikationen schwierig. Folgende Bewertungskriterien wurden verwendet: Die Arbeit musste im Jahre 2011 in einem Journal in Druck veröffentlicht worden sein, das laut Science Citation Index 2010 (SCI) zu den 10 % mit dem höchsten Impact-Faktor seiner Kategorie zählt. Als SCI-Kategorien wurden gewählt: Gastroenterologie, Innere Medizin, Chirurgie und multidisziplinäre Zeitschriften. Zudem mussten die ausgewählten Arbeiten einen inhaltlichen Bezug zum Gebiet der Gastroenterologie und Hepatologie aufweisen. Weitere Voraussetzung zur Aufnahme einer Arbeit in die Liste der Top- Publikationen war die Forderung, dass der Erstautor seine Adresse in Österreich hat und die Arbeit mittels Medline-Search aufzufinden war, Review- und Perspektiven-Artikel, Kommentare oder Fallberichte wurden nicht berücksichtigt. In der SCI-Kategorie Gastroenterologie wurden im Jahre 2011 vier Arbeiten in Gastroenterology, acht in Hepatology, zwei in Gut, zwei im Journal of Hepatology und eine in Endoscopy veröffentlicht. Chirurgische Top-Publikationen mit Gastroenterologie-Bezug fanden sich im Journal Zur Person of the American College of Surgeons (einmal), in den Annals of Surgical Oncology (viermal), in Surgical Endoscopy (dreimal), in Surgery (zweimal) und in Transplant International (einmal). In den SCI- Kategorien Internal Medicine und Multidisziplinäre Zeitschriften wurde 2011 eine Arbeit in JAMA und eine Arbeit im Journal of Internal Medicine mit gastroenterologischem Bezug aus Österreich in den Top-10 % veröffentlicht. In der SCI- Kategorie Multidisziplinäre Journale stammte eine Arbeit in Science aus Österreich. Insgesamt wurden im Jahre 2011 somit 35 Arbeiten mit einem Gesamt-Impakt-Faktor von 288 Punkten auf dem Gebiet der Gastroenterologie und Hepatologie als aus Österreich stammende Top- Publikationen gewertet. HEPATOLOGIE KLINISCH Mayr R. Griffiths WJ. Hermann M. McFarlane I. Halsall DJ. Finkenstedt A. Douds A. Davies SE. Janecke AR. Vogel W. Cox TM. Zoller H. Identification of mutations in SLC40A1 that affect ferroportin function and phenotype of human ferroportin iron overload. Gastroenterology. 140(7): , 2063.e1, 2011 Jun. Scherzer TM. Stattermayer AF. Strasser M. Laferl H. Maieron A. Stauber R. Datz C. Dulic-Lakovic E. Steindl-Munda P. Hofer H. Ferenci P. Impact of IL28B on treatment outcome in hepatitis C virus G1/4 patients receiving response-guided therapy with peginterferon alpha-2a (40KD)/ribavirin. Hepatology. 54(5): , 2011 Nov. Univ.-Prof. Dr. Christian Müller Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie Universitätsklinik für innere Medizin III Währinger Gürtel Wien Fax: ++43/1/ Scherzer TM. Hofer H. Staettermayer AF. Rutter K. Beinhardt S. Steindl-Munda P. Kerschner H. Kessler HH. Ferenci P. Early virologic response and IL28B polymorphisms in patients with chronic hepatitis C genotype 3 treated with peginterferon alfa-2a and ribavirin. Journal of Hepatology. 54(5):866-71, 2011 May. Sieghart W. Wang X. Schmid K. Pinter M. Konig F. Bodingbauer M. Wrba F. Rasoul- Rockenschaub S. Peck-Radosavljevic M. Osteopontin expression predicts overall survival after liver transplantation for hepatocellular carcinoma in patients beyond the Milan criteria. Journal of Hepatology 54(1):89-97, 2011 Jan. Stadlmayr, A. Aigner, E. Steger, B. Scharinger, L. Lederer, D. Mayr, A. Strasser, M. Brunner, E. Heuberger, A. Hohla, F. Steinwendner, J. Patsch, W. Datz, C. Nonalcoholic fatty liver disease: an independent risk factor for colorectal neoplasia. Journal of Internal Medicine. 270(1):41-9, 2011 Jul. HEPATOLOGIE EXPERIMENTELL Mahajan V. Klingstedt T. Simon R. Nilsson KP. Thueringer A. Kashofer K. Haybaeck J. Denk H. Abuja PM. Zatloukal K. Cross beta-sheet conformation of keratin 8 is a specific feature of Mallory-Denk bodies compared with other hepatocyte inclusions. Gastroenterology. 141(3): e1-7, 2011 Sep. Baghdasaryan A. Claudel T. Gumhold J. Silbert D. Adorini L. Roda A. Vecchiotti S. Gonzalez FJ. Schoonjans K. Strazzabosco M. Fickert P. Trauner M. Dual farnesoid X receptor/tgr5 agonist INT-767 reduces liver injury in the Mdr2-/- (Abcb4-/-) mouse cholangiopathy model by promoting biliary HCO-3 output. Hepatology. 54(4): , 2011 Oct. Moschen AR. Gerner R. Schroll A. Fritz T. Kaser A. Tilg H. A key role for Pre-B cell colony-enhancing factor in experimental hepatitis. Hepatology. 54(2):675-86, 2011 Aug. 12 8/2012 Springer-Verlag

10 Schneller D. Machat G. Sousek A. Proell V. van Zijl F. Zulehner G. Huber H. Mair M. Muellner MK. Nijman SM. Eferl R. Moriggl R. Mikulits W. p19(arf) /p14(arf) controls oncogenic functions of signal transducer and activator of transcription 3 in hepatocellular carcinoma. Hepatology. 54(1):164-72, 2011 Jul. Moschen AR. Fritz T. Clouston AD. Rebhan I. Bauhofer O. Barrie HD. Powell EE. Kim SH. Dinarello CA. Bartenschlager R. Jonsson JR. Tilg H. Interleukin-32: a new proinflammatory cytokine involved in hepatitis C virus-related liver inflammation and fibrosis. Hepatology. 53(6): , 2011 Jun. Aleksic K. Lackner C. Geigl JB. Schwarz M. Auer M. Ulz P. Fischer M. Trajanoski Z. Otte M. Speicher MR. Evolution of genomic instability in diethylnitrosamine-induced hepatocarcinogenesis in mice. Hepatology. 53(3): , 2011 Mar. Gauglhofer C. Sagmeister S. Schrottmaier W. Fischer C. Rodgarkia-Dara C. Mohr T. Stattner S. Bichler C. Kandioler D. Wrba F. Schulte-Hermann R. Holzmann K. Grusch M. Marian B. Berger W. Grasl-Kraupp B. Up-regulation of the fibroblast growth factor 8 subfamily in human hepatocellular carcinoma for cell survival and neoangiogenesis. Hepatology. 53(3):854-64, 2011 Mar. Mueller KM. Kornfeld JW. Friedbichler K. Blaas L. Egger G. Esterbauer H. Hasselblatt P. Schlederer M. Haindl S. Wagner KU. Engblom D. Haemmerle G. Kratky D. Sexl V. Kenner L. Kozlov AV. Terracciano L. Zechner R. Schuetz G. Casanova E. Pospisilik JA. Heim MH. Moriggl R. Impairment of hepatic growth hormone and glucocorticoid receptor signaling causes steatosis and hepatocellular carcinoma in mice. Hepatology. 54(4): , 2011 Oct. Ress C. Moschen AR. Sausgruber N. Tschoner A. Graziadei I. Weiss H. Schgoer W. Ebenbichler CF. Konrad RJ. Patsch JR. Tilg H. Kaser S. The role of apolipoprotein A5 in non-alcoholic fatty liver disease. Gut. 60(7):985-91, 2011 Jul. Das SK. Eder S. Schauer S. Diwoky C. Temmel H. Guertl B. Gorkiewicz G. Tamilarasan KP. Kumari P. Trauner M. Zimmermann R. Vesely P. Haemmerle G. Zechner R. Hoefler G. Adipose triglyceride lipase contributes to cancer-associated cachexia. Science. 333(6039):233-8, 2011 Jul 8. GASTROENTEROLOGIE KLINISCH Ferlitsch M. Reinhart K. Pramhas S. Wiener C. Gal O. Bannert C. Hassler M. Kozbial K. Dunkler D. Trauner M. Weiss W. Sex-specific prevalence of adenomas, advanced adenomas, and colorectal cancer in individuals undergoing screening colonoscopy. JAMA. 306(12):1352-8, 2011 Sep 28. Evstatiev R. Marteau P. Iqbal T. Khalif IL. Stein J. Bokemeyer B. Chopey IV. Gutzwiller FS. Riopel L. Gasche C. FERGI Study Group. FERGIcor, a randomized controlled trial on ferric carboxymaltose for iron deficiency anemia in inflammatory bowel disease. Gastroenterology. 141(3): e1-2, 2011 Sep. Reinisch W. Sandborn WJ. Hommes DW. D Haens G. Hanauer S. Schreiber S. Panaccione R. Fedorak RN. Tighe MB. Huang B. Kampman W. Lazar A. Thakkar R. Adalimumab for induction of clinical remission in moderately to severely active ulcerative colitis: results of a randomised controlled trial. Gut. 60(6):780-7, 2011 Jun. Dolak W. Raderer M. Maresch J. Muellauer L. Puespoek A. Chott A. Haefner M. Detection of gastric MALT lymphoma spreading to the small bowel by enteroscopy. Endoscopy. 43(8):731-3, 2011 Aug. Dulic-Lakovic E. Dulic M. Hubner D. Fuchssteiner H. Pachofszky T. Stadler B. Maieron A. Schwaighofer H. Puspok A. Haas T. Gahbauer G. Datz C. Ordubadi P. Holzapfel A. Gschwantler M. Austrian Dieulafoy-bleeding Study Group. Bleeding Dieulafoy lesions of the small bowel: a systematic study on the epidemiology and efficacy of enteroscopic treatment. Gastrointestinal Endoscopy. 74(3):573-80, 2011 Sep. CHIRURGIE KLINISCH Stremitzer S. Tamandl D. Kaczirek K. Maresch J. Abbasov B. Payer BA. Ferlitsch A. Gruenberger T. Value of hepatic venous pressure gradient measurement before liver resection for hepatocellular carcinoma. British Journal of Surgery. 98(12):1752-8, 2011 Dec. Schoppmann SF. Jesch B. Zacherl J. Wrba F. Hejna M. Maresch J. Langer FB. Riegler MF. Pluschnig U. Birner P. HER-2 status in primary oesophageal cancer, lymph nodes and distant metastases. British Journal of Surgery. 98(10): , 2011 Oct. Rieder E. Stoiber M. Scheikl V. Poglitsch M. Dal Borgo A. Prager G. Schima H. Mesh fixation in laparoscopic incisional hernia repair: glue fixation provides attachment strength similar to absorbable tacks but differs substantially in different meshes. Journal of the American College of Surgeons. 212(1):80-6, 2011 Jan. Birner P. Jesch B. Friedrich J. Riegler M. Zacherl J. Hejna M. Wrba F. Schultheis A. Schoppmann SF. Carbonic anhydrase IX overexpression is associated with diminished prognosis in esophageal cancer and correlates with Her-2 expression. Annals of Surgical Oncology. 18(12):3330-7, 2011 Nov. Krieger PM. Tamandl D. Herberger B. Faybik P. Fleischmann E. Maresch J. Gruenberger T. Evaluation of chemotherapy-associated liver injury in patients with colorectal cancer liver metastases using indocyanine green clearance testing. Annals of Surgical Oncology. 18(6): , 2011 Jun. Tamandl D. Klinger M. Eipeldauer S. Herberger B. Kaczirek K. Gruenberger B. Gruenberger T. Sinusoidal obstruction syndrome impairs long-term outcome of colorectal liver metastases treated with resection after neoadjuvant chemotherapy. Annals of Surgical Oncology. 18(2):421-30, 2011 Feb. Spizzo G. Ofner D. de Vries A. Lukas P. Steger G. Pluschnig U. Zacherl J. Widder J. Zabernigg A. Gastl G. Muhlmann G. Preoperative chemotherapy with cisplatin and docetaxel followed by surgery and clip-oriented postoperative chemoradiation in patients with localized gastric or gastroesophageal junction adenocarcinoma: results from a phase II feasibility study. Annals of Surgical Oncology. 18(3):677-83, 2011 Mar. Silberhumer GR. Miller K. Pump A. Kriwanek S. Widhalm K. Gyoeri G. Prager G. Long-term results after laparoscopic adjustable gastric banding in adolescent patients: follow-up of the Austrian experience. Surgical Endoscopy. 25(9):2993-9, 2011 Sep. Dauser B. Winkler T. Stelzhammer R. Herbst F. Use of a peripheral venous catheter in single-incision laparoscopic surgery. Surgical Endoscopy. 25(7): , 2011 Jul. Springer-Verlag 8/

11 Koch OO. Asche KU. Berger J. Weber E. Granderath FA. Pointner R. Influence of the size of the hiatus on the rate of reherniation after laparoscopic fundoplication and refundopilication with mesh hiatoplasty. Surgical Endoscopy. 25(4): , 2011 Apr. Sahora K. Kuehrer I. Eisenhut A. Akan B. Koellblinger C. Goetzinger P. Teleky B. Jakesz R. Peck-Radosavljevic M. Ba ssalamah A. Zielinski C. Gnant M. NeoGemOx: Gemcitabine and oxaliplatin as neoadjuvant treatment for locally advanced, nonmetastasized pancreatic cancer. Surgery. 149(3):311-20, 2011 Mar. Windhofer C. Michlits W. Heuberger A. Papp C. Perineal reconstruction after rectal and anal disease using the local fascio-cutaneous-infragluteal flap: A new and reliable technique. Surgery. 149(2):284-90, 2011 Feb. Kristo I. Wilflingseder J. Kainz A. Marschalek J. Wekerle T. Muhlbacher F. Oberbauer R. Bodingbauer M. Effect of intraportal infusion of tacrolimus on ischaemic reperfusion injury in orthotopic liver transplantation: a randomized controlled trial. Transplant International. 24(9):912-9, 2011 Sep. Werner Weiss, Wien Vorsorge-Koloskopie in Österreich Vermeiden statt Leiden! Das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, steigt ab dem 40. bis 50. Lebensjahr stark an. Daher ist es sinnvoll, Vorsorgeprogramme in diesem Lebensalter zu starten. All diese Fakten sind seit langem bekannt, führten aber bis vor wenigen Jahren trotz mehrerer Schwerpunktaktionen zu keinem nachhaltigen Erfolg. Die ÖGGH beschloss daher 2002 eine Dauerkampagne zu starten, wobei die Zielsetzung weniger in der Früherkennung, sondern vielmehr in der Vermeidung der Entstehung kolorektaler Karzinome liegen sollte. Die geeignetste Maßnahme dafür ist die Koloskopie, mit der mögliche Vorstufen (Adenome) aufgespürt und gleichzeitig entfernt werden können. Bilanz seit 2002 Zur Person 1. Zunächst wurden 2002 erstmals alle endoskopierenden Stellen in Österreich erfasst und sowohl in Buchform als auch im Internet publiziert. Insgesamt wurden dabei 487 endoskopierende Einheiten identifiziert 187 in Spitälern und 300 im niedergelassenen Bereich. 2. Ein gleichzeitig versandter Fragebogen wurde von 94 % retourniert und gestattete erstmals einen repräsentativen Überblick über die koloskopische Tätigkeit in Österreich. Von Koloskopien wurden 40 % in Vorsorgeabsicht durchgeführt, obwohl dies zu diesem Zeitpunkt offiziell nicht vorgesehen war. Bei mehr als Polypektomien wurden ca Frühkarzinome oder deren unmittelbare Vorstufen entfernt, die in keiner Statistik aufscheinen. Dies ist die Erklärung dafür, dass seit dem Jahr 2000 Ersterkrankungen und Sterbefälle deutlich sinkende Tendenz zeigen. 3. Die ÖGGH hat einen ständigen Beirat für Darmkrebsvorsorge und entsprechende Beauftragte in allen Bundesländern installiert. Univ.-Doz. Dr. Werner Weiss Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie Kleeblattgasse 13/ Wien Fax: ++43/1/ Problematisch war der schlechte Ruf der Koloskopie vor 10 Jahren: in einer Umfrage gaben mehr als 70 % der Befragten an, Angst vor dieser Untersuchung zu haben. Die neuen Möglichkeiten einer Prämedikation erlaubten der ÖGGH 2003 ein Diplom für Sanfte Koloskopie zu kreieren, die in Plakatform am Endoskopieeingang angebracht werden sollte. Mehr als 70 % der endoskopierenden Stellen haben dieses Diplom erworben und damit das negative Image der Koloskopie entscheidend korrigieren können. 5. Als größter Erfolg unserer Bemühungen darf die gesetzliche Verankerung der Koloskopie in die Vorsorgeuntersuchung in Österreich im Jahre 2005 gewertet werden. 6. Außerordentlich bedauerlich ist allerdings die bis heute viel zu geringe Bewerbung und damit auch Teilnahme der Bevölkerung an Vorsorgeuntersuchungen. Wir sind daher der Österreichischen Krebshilfe (ÖKH) sehr dankbar, dass sie seit 2003 gemeinsam mit der ÖGGH öffentlichkeitswirksame Kampagnen durchgeführt und den Hauptteil der beträchtlichen Kosten übernommen hat. Es konnten die Spitzenpolitiker und Spitzenpolitikerinnen der im Parlament vertretenen Parteien und im Jahr 2012 auch Herr BM Stöger für TV-Spots, Plakate und Pressekonferenzen gewonnen werden. Informationsbroschüren, redaktionelle Beiträge in zahlreichen Printmedien 14 8/2012 Springer-Verlag

12 und Informationsveranstaltungen ergänzten die Kampagnen. 7. Der Erfolg der Kampagnen konnte durch zwei Umfragen des Fessel-Instituts belegt werden (1995 und 2006). Allerdings haben wir dabei auch gelernt, dass die Bedeutung einer positiven Familienanamnese sowie die Polypen als mögliche Vorstufen nur unzureichend kommuniziert werden konnten. 8. Nach der gesetzlichen Implementierung der Vorsorge-Koloskopie 2005 scheiterten die Verhandlungen über Österreich-weite Durchführungsbestimmungen, die international obligate Qualitätskriterien beinhalten sollten. In der Folge wurden Einzelverträge in jedem Bundesland abgeschlossen, die unterschiedliche Honorare und Vertragspartner beinhalteten, erforderliche Qualitätskriterien jedoch bis auf eine Ausnahme weitgehend vermissen ließen. Die ÖGGH hat in Zusammenarbeit mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger (HV) ein Qualitätszertifikat geschaffen, welches Qualifikation der Endoskopien, Prämedikationsangebot, Hygiene u. a. m. sicherstellen soll. Unser Dank gebührt den etwas mehr als 40 % aller EndoskopikerInnen, die freiwillig und ohne zusätzliche Bezahlung dieses Zertifikat erworben haben. Zusammenfassend Die ÖGGH hat auf dem Gebiet der Dickdarmkrebsvorsorge in den letzten Jahren einiges erreicht und wichtige Partner gewonnen hat: Insgesamt kann das Erzielte jedoch nur ein Anreiz sein, alle Bemühungen in Zukunft zu intensivieren. Wir müssen uns fragen: Erreicht unser Angebot überhaupt die potentiellen Empfänger? Ist es ausreichend intensiv und verständlich? Wie können wir alle Hausärzte dafür gewinnen, ihre Patienten zur Vorsorge- Koloskopie zu schicken? Ist die Beschäftigung mit dem Darm noch immer ein funktionierendes Tabu (Die Brustkrebsvorsorge ist uns hinsichtlich Medienpräsenz himmelweit voraus, obwohl die Chancen der Darmkrebsvorsorge ungleich erfolgversprechender wären!)? De Kosten für die Behandlung metastasierender kolorektaler Karzinome sind in den letzten Jahren durch neue Medikamente für erfolgreichere Chemotherapien immens angestiegen. Die Vorsorge käme billiger! Daher unsere Devise: VERMEIDEN STATT LEIDEN! Monika Ferlitsch, Wien Vorsorge-Koloskopie in Österreich Wo stehen wir derzeit? Entwurf No.5 Seit der Einführung der Vorsorge-Koloskopie in Österreich sinken sowohl die Neuerkrankungsraten wie auch die Sterblichkeit an Dickdarmkrebs. Die aktuelle Leitlinie der EU-Kommission unterstreicht, dass eine selten durchgeführte, aber hochwertige Vorsorge-Koloskopie mehr für die Darmkrebsvorsorge bringt als eine häufige Koloskopie mit niedrigen Qualitätsstandards. In Österreich passiert MedUni Wien / Matern Zur Person jedoch die Qualitätssicherung trotzdem weiterhin in den meisten Bundesländern (Ausnahme Vorarlberg und Burgenland) auf freiwilliger Basis. Eine landesweite Einführung der Qualitätssicherung würde zur weiteren stärkeren Senkung der Neuerkrankungsraten führen. Derzeit sind 204 Teilnehmer (d. h. 42 % aller endoskopierenden Stellen) zertifiziert. Sowohl die ÖGGH wie auch die Krebshilfe empfehlen Univ.-Prof. Dr. Monika Ferlitsch Leiterin der Arbeitsgruppe Qualitätssicherung der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie Universitätsklinik für Innere Medizin III Medizinische Universität Wien Währinger Gürtel Wien Fax: ++43/1/ auf ihrer Homepage nunmehr Ärzte für Vorsorge-Koloskopie, die das Zertifikat Darmkrebsvorsorge besitzen. Sehr erfreulich ist es, dass wir laufend Hinweise bekommen, dass einerseits die Patienten nach dem Gütesiegel fragen und andererseits im Internet die zertifizierten endoskopierenden Stellen stark frequentiert werden. Eine immer noch unterschätzte Erkrankung Die Ergebnisse der Datenauswertung können in einem Satz zusammengefasst werden: jede dritte asymptomatische Person ab 50 in Österreich hat einen oder mehrere Polypen, jede fünfte ein oder mehrere Adenome und jede neunzigste ein kolorektales Karzinom. Diese Zahlen sollen nicht nur uns Ärzte, sondern vor allem unsere Patienten überzeugen, wie häufig doch die Veränderungen im Darm sind, obwohl Sie keine Beschwerden haben. Die Adenomentdeckungsrate spielt eine 16 8/2012 Springer-Verlag

13 immer größere Rolle: In der USA werden ab 2015 nunmehr Koloskopien bei Ärzten bezahlt, die entsprechend hohe Adenomentdeckungsraten haben. Die Verbesserung der Adenomentdeckungsrate ist im Rahmen der Qualitätssicherung ein wichtiges Anliegen. Nachgewiesen wesentliche Punkte diesbezüglich sind: ein sauberer Darm, ausreichend lange Rückzugszeit, Patientenlagerung während dem Rückzug (vom Zökum bis Transversum Linksseitenlage, im Transversum am Rücken, ab Descendens Rechtsseitenlage), Halbtagskoloskopie, aufmerksame Assistenz. Wegen der empfohlenen Halbtagskoloskopie wäre es überlegenswert, nach Möglichkeit die meisten Koloskopien am Nachmittag zu machen. Damit kann der Patient am Morgen mit der Vorbereitung beginnen, kommt besser vorbereitet und fitter für die Untersuchung, weil er nicht die vorangegangene Nacht auf der Toilette verbracht hat. Nachsorgetermine Wenn Adenome gefunden werden, müssen wir auch wissen, wann die Patienten zu deren Nachsorge, im Sinne einer neuerlichen Koloskopie, kommen sollen. Auf Basis der neuen Nachsorgeguidelines der EU wurden neue Richtlinien für die Nachsorge in Österreich an alle Teilnehmer des Projekts verschickt und auf die Zertifikathomepage gestellt. Die Patienten werden in 3 Risikogruppen unterteilt: Die Patienten mit niedrigem Risiko (1 2 tubuläre Adenome mit low grade EIN < 10 mm) sollen normalen Screeningintervallen unterzogen werden. Die Patienten mit mittleren Risiko (3 4 kleine tubuläre Adenome oder Adenome >= 10 mm und < 20 mm oder mit villöser Komponente oder high grade EIN: Nachsorgekoloskopie nach 3 Jahren. Zur Hochrisiko-Gruppe gehören Patienten mit >= 5 kleinen Adenomen oder zumindest einem Adenom >= 2 cm: diese Patienten sollen innerhalb 1 Jahres nachuntersucht werden. Nachsorge soll bis zum 75. Lebensjahr erfolgen. Alle Nachsorgeintervalle sind nur dann gültig, wenn eine qualitativ hochwertige Koloskopie von einem erfahrenen Untersucher bei optimaler Vorbereitung durchgeführt wurde. Vorbereitung und Sedierung Die AG Qualitätssicherung ist sehr bemüht, die zur Verfügungsstellung einer State of the Art Vorbereitung, die sowohl Polyethylenglycol-haltige Präparate wie auch Na-Picosulfat Präparate beinhaltet, zu erreichen. Weiters ist für eine sanfte Koloskopie nicht nur Midazolam, sondern auch Propofol eine zeitgemäße Sedierungsmedikation, die von den Kostenträgern derzeit nicht erstattet wird. Auch mit diesem Anliegen beschäftigt sich gerade die AG Qualitätssicherung. Frühere Karzinogenese bei Männern Die erste Publikation aus dem Projekt hat dazu geführt, dass Österreich im Bereich der qualitätsgesicherten Vorsorge-Koloskopie keinen schwarzen Fleck auf der Landkarte darstellt (Ferlitsch et al, JAMA 2011). Es haben sich geschlechtsspezifische Unterschiede im Sinne eines früheren Auftretens von Adenomen, fortgeschrittenen Adenomen und kolorektalem Karzinom im Sinne eines früheren Auftretens dieser Läsionen bei Männern, verglichen zu den Frauen, gezeigt. Ob es aufgrund der beschriebenen Daten zu einer Änderung des Zuweisungsalters zur Vorsorge-Koloskopie kommen wird (Männer ab 45) wird die Zukunft zeigen. Hämoccult kein Ersatz Das Hämoccult ist trotz schlechter Sensitivität und Spezifität für Dickdarmkrebs und Adenome in die Vorsorgeuntersuchung integriert. Die neueste Auswertung der Projektdaten hat gezeigt, dass die Adenomentdeckungsrate bei Patienten mit positivem Hämoccult bei 24,9 % liegt, bei Patienten mit negativem Hämoccult ist diese jedoch mit 19,4 % nicht wesentlich niedriger (Ferlitsch et al, in preparation). Aus diesem Grund sollen unsere Patienten trotz negativem Hämoccult zur qualitätsgesicherten Vorsorge-Koloskopie zugewiesen werden. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Teilnehmern des Projekts für die Datenübermittlung bedanken. Die Liste aller zertifizierten Ärzte finden Sie unter www. krebshilfe.net bzw. Eine kostenlose Broschüre zum Thema Darmkrebsvorsorge, die eine Liste aller zertifizierten Stellen beinhaltet, kann jederzeit von der Krebshilfe unter angefordert werden. Das beste Screeningverfahren ist jenes, welches tatsächlich durchgeführt wird. Unsere Patienten werden an der Vorsorge- Koloskopie teilnehmen, wenn sie von uns davon überzeugt werden, wie wichtig diese Untersuchung ist. Herbert Tilg, Innsbruck Morbus Crohn Individualisierte Therapie mit Immunsuppressiva und Biologika Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa stellen häufige Erkrankungen vor allem junger Menschen mit hoher Praxisrelevanz dar. Ziel einer jeden medikamentösen Therapie ist das Erreichen einer Remission und dann die Remissionserhaltung. Immunsuppressiva und Biologika stellen dafür heute die wirksamsten Therapeutika dar. Der Morbus Crohn befällt den gesamten Verdauungstrakt von Mund bis zum Anus, betrifft vor allem junge Menschen in ihrer produktivsten Lebensphase und hat gravierende Konsequenzen für die Betroffenen. Daher ist es unsere Pflicht, nach Diagnosestellung ein exaktes Staging durchzuführen, um sofort die richtige Therapie Springer-Verlag 8/

14 einleiten zu können. Eine Herausforderung bleibt unverändert zum Zeitpunkt der Diagnosestellung, ob es sich um eine milde oder eher aggressive Krankheitsform handelt. Dies definiert letztlich, ob wir mit der Verwendung von Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Biologika frühzeitig oder erst im späteren Krankheitsverlauf beginnen bzw. ob wir im Einzelfall eine Kombination aus beiden benötigen. Wir müssen uns letztlich daran orientieren, dass etwa zwei Drittel aller CrohnpatientInnen eine immunsuppressive Therapie oder Behandlung mit Biologika benötigen. Die bei Morbus Crohn Zur Person Prim. Dr. Herbert Tilg Abteilung für Innere Medizin LKH Hall in Tirol Milserstrasse Hall i.t. Fax: ++43/(0) verwendeten Therapien zur Remissionsinduktion und Erhaltungstherapie (fett markiert) beinhalten die in Tabelle 1 angeführten Therapeutika. Wie aus der Tabelle ersichtlich, stellen Steroide nur eine Alternative in der Akuttherapie dar und haben keinen Stellenwert als Dauertherapie. Unsere Schwierigkeit besteht unverändert darin, zum Diagnosezeitpunkt zu erkennen, ob eine milde oder eine aggressivere Therapieform, sprich eine Therapie mit Azathioprin oder einem Biologikum (Adalimumab, Infliximab) benötigt wird. Leider liegen uns nach wie vor keine genetischen oder Biomarker vor, die Tabelle 1 Verwendete Therapeutika bei Morbus Crohn Substanz Dosierung Sulfasalazin 3,0 4,0 g/tag, wenig wirksam, evtl. bei extraintestinalem Gelenksbefall 5-Aminosalizylate 1,5 4,0 g/tag; mäßig wirksam, nur für milde Krankheitsverläufe Kortikosteroide/Budesonid 1,0 mg/kg KG Prednison PO; nur für Induktion geeignet; maximal 8 12 Wochen; Budesonid: 9 mg/kg KG Azathioprin 2,5 mg/kg KG (Zieldosierung) 6-Mercaptopurin 1,5 mg/kg KG Adalimumab 40 mg SC alle 2 Wochen Infliximab 5 mg/kg KG IV Woche 0,2 und 6 und dann 8-wöchentlich Tabelle 2 Differentialdiagnostische Aspekte bei Nichtansprechen auf Immunsuppressiva/Biologika Nikotinkonsum Nicht-Steroidale Antirheumatika Clostridium difficile Infektion Begleitendes Reizdarmsyndrom es verlässlich erlauben würden, vorherzusagen, ob ein hoher Therapiebedarf besteht und bereits zum Diagnosezeitpunkt mit Azathioprin oder einem anti-tnf-präparat begonnen werden sollte. Junge PatientInnen, Pankolitis, initiale Präsentation mit Fistelbildung suggerieren die Notwendigkeit für eine frühe intensivere Therapie. Eine frühe Anti-TNF-Therapie ist auch zu initiieren, wenn eine Kortisontherapie kein Ansprechen zeigt. Wir müssen uns bei jeder Diagnosestellung im Klaren sein, dass 2/3 aller PatienInnen Azathioprin oder ein Biologikum benötigen, und damit muss festgestellt werden, dass im Einzelfall auch in unseren Breiten nach wie vor oft zu defensiv therapiert wird. Bei Nichtansprechen auf Azathioprin oder ein Biologikum ist immer auch daran zu denken, dass neben Nichtwirkung bzw. Wirkungsverlust auch andere Differentialdiagnosen in Betracht zu ziehen sind (Tab. 2). Eine individualisierte Therapie wäre höchst wünschenswert anzustreben, aber mit den uns momentan zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln ist sie noch schwer zu erreichen. Man muss hoffen, dass eine Kombination aus Genetik, Epigenetik und Biomarkern (Stuhl, Serum) es uns dennoch in Zukunft ermöglichen wird, diese für PatientInnen so essentielle Strategie, nämlich eine individualisierte umzusetzen. Fachkurzinformation Bezeichnung des Arzneimittels: Victrelis 200 mg Hartkapseln Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Hartkapsel enthält 200 mg Boceprevir. Liste der sonstigen Bestandteile: Kapselinhalt: Natriumlaurylsulfat, Mikrokristalline Zellulose, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose- Natrium, Vorverkleisterte Stärke, Magnesiumstearat. Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172), Eisen(III)-oxid (E172) Rote Aufdruckfarbe: Schellack, Eisen(III)-oxid (E172). Jede Kapsel enthält 56 mg Lactosemonohydrat. Anwendungsgebiete: Victrelis ist indiziert zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC)-Infektion vom Genotyp 1 in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin bei erwachsenen Patienten mit kompensierter Lebererkrankung, die nicht vorbehandelt sind oder die nicht auf eine vorangegangene Therapie angesprochen bzw. einen Rückfall erlitten haben. Gegenanzeigen: Victrelis in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin ist kontraindiziert bei: Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Patienten mit Autoimmunhepatitis. gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, deren Clearance in hohem Maße von CYP3A4/5 abhängt und bei denen erhöhte Plasmakonzentrationen mit schwerwiegenden und/oder lebensbedrohlichen Ereignissen assoziiert sind, beispielsweise bei oraler Anwendung von Midazolam und Triazolam, Bepridil, Pimozid, Lumefantrin, Halofantrin, Tyrosin-Kinase- Inhibitoren und Ergotaminderivaten (Dihydroergotamin, Ergonovin, Ergotamin, Methylergonovin). Schwangerschaft. Weiterführende Informationen siehe Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) zu Peginterferon alfa und Ribavirin. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit: Schwangerschaft: Victrelis in Kombination mit Ribavirin und Peginterferon alfa ist bei schwangeren Frauen kontraindiziert. Es wurden keine Auswirkungen auf die fetale Entwicklung bei Ratten und Kaninchen beobachtet. Es liegen keine Daten zur Anwendung von Victrelis bei schwangeren Frauen vor. Behandelte Patienten und ihre Partner müssen zwei wirksame Methoden zur Empfängnisverhütung anwenden, wenn Boceprevir in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin angewendet wird. Weiterführende Informationen siehe Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) von Ribavirin bzw. Peginterferon alfa. Stillzeit: Boceprevir/Metaboliten gehen bei der Ratte in die Milch über. Es ist nicht bekannt, ob Boceprevir in die menschliche Muttermilch übergeht. Ein Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss die Entscheidung getroffen werden, das Stillen zu unterbrechen oder die Behandlung mit Victrelis zu unterbrechen oder auf sie zu verzichten. Dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen. Fertilität: Es sind keine Daten zu den Auswirkungen von Victrelis auf die Fertilität beim Menschen verfügbar. Auswirkungen auf Fertilität und Sertoli-Zellen wurden bei Ratten, nicht jedoch bei Mäusen und Affen beobachtet. Klinische Daten (Samenanalysen und Inhibin B-Spiegel -[ein Glykoprotein, das durch Sertoli-Zellen produziert und als Surrogat-Marker für die Hodenfunktion verwendet wird]) ergaben keinen Hinweis auf eine veränderte Hodenfunktion. Die vorliegenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten an Ratten zeigten, dass Boceprevir/Metaboliten Auswirkungen auf die Fertilität zeigten, die jedoch bei Weibchen reversibel waren. Inhaber der Zulassung: Merck Sharp & Dohme Ltd. Hertford Road, Hoddesdon, Hertfordshire EN11 9BU, Vereinigtes Königreich. Stand der Information: Juli Rezeptpflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig Pharmakotherapeutische Gruppe: noch nicht zugewiesen. ATC-Code: noch nicht zugewiesen. Weitere Angaben zu Dosierung, Art und Dauer der Anwendung, Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit, Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen, Nebenwirkungen, Überdosierung, pharmakologische Eigenschaften und pharmazeutische Angaben sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. 18 8/2012 Springer-Verlag

15 Harald Vogelsang, Wien Immunsuppressiva- und Biologika-Monitoring Wann welche Kontrollen? In den letzten 20 Jahren kam es zu einer sprunghaften Zunahme des Einsatzes von Immunsuppressiva und zuletzt auch von Biologika in der Therapie von M. Crohn und nun auch Colitis ulcerosa. Man hatte vorerst für Azathioprin und in der Folge auch für die gängigen Anti-TNF-Antikörper wie Infliximab und Adalimumab erkannt, das diese eine Remission der Erkrankung induzieren und diese Remission unter bleibender Therapie auch erhalten können. Es gelang damit bei einigen Patienten sogar eine endoskopische Remission zu erreichen, Spitalsaufenthalte zu reduzieren und Komplikationen mit resultierenden Operationen zu verhindern. Beim Monitoring dieser Therapeutika stellen sich zwei grundsätzliche Fragen: 1. Nebenwirkungen, 2. Effektivität. In der Folge wird auf die zwei wesentlichen Gruppen nämlich Thiopurine (Azathioprin, 6-Mercaptopurin, 6-Thioguanin) und anti-tnf-antikörper (Infliximab, Adalimumab) fokussiert, obwohl natürlich auch andere Immunsuppressiva, wie Methotrexat, Cyclosporin, Mycophenolat in gewissen Konstellationen, insbesondere bei Unverträglichkeit der anderen Medikamente, gegeben werden können. Thiopurine Thiopurine blockieren die Synthese von DNA und RNA und hemmen damit die Vermehrung von T- und B-Zellen und leiten so ihre Effektivität bei Behandlung von entzündlichen, insbesondere Autoimmun- Zur Person erkrankungen her. Das Nebenwirkungsspektrum wächst eben aus dieser Wirkungsweise mit möglichen Veränderungen des Blutbildes insbesondere Leukopenie, erhöhtem Infektionsrisiko, etwas erhöhten Risiko für Hautkrebs und insbesondere im Alter für Lymphome, aber auch anderen Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Gelenksschmerzen und Pankreatitis und eher hepatitischem Bild mit Erhöhung der Leberparameter einher. Deshalb ist eine genaue Aufklärung und Monitoring von Beginn der Einnahme mit Blutabnahmen nach 1 2 Wochen, 4 Wochen, 8 Wochen und später alle 8 Wochen zu empfehlen, wobei insbesondere das Blutbild, die Leberparameter (ASAT, ALAT, AP, gamma- GT) und die Pankreas-Parameter (Amylase, Lipase insbesondere in ersten Wochen) zu kontrollieren sind. Angesichts des erhöhten Hautkrebsrisikos ist für die Zukunft sicher auch eine Voruntersuchung beim Dermatologen und regelmäßige Kontrollen bei gleichzeitiger Empfehlung für erhöhten Sonnenschutz anzuraten. Azathioprin wird im Körper in 6-Mercaptopurin und schließlich in den aktiven Metaboliten 6-Thioguanin oder anderseits 6-MMP umgewandelt, wobei diese 6-Thioguanin-, aber auch die 6-MMP-Spiegel (hoch bei Hepatopathie) in spezialisierten Zentren bestimmt werden. Höhere 6-TGN- Spiegel über 200 pmol/108 Erys gelten als prognostisch gutes Zeichen für Ansprechen. Diese Spiegel können einerseits zum Monitoring der Compliance und andererseits Kontrolle der Metabolisierung durchgeführt werden. Bei niedrigen 6-TG-Spiegel kann ein Therapieversuch mit a.o. Univ.-Prof. DI Dr. Harald Vogelsang Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie Universitätsklinik für Innere Medizin III Medizinische Universität Wien Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien Fax: ++43/1/ Allopurinol, das sonst kontraindiziert ist, mit einem Viertel der Dosis des Azathioprins versucht werden. Bei Verdacht auf genetische Veranlagung für TPMT-Genvariante können die TPMT-Genvarianten genetisch bestimmt werden, wobei 10 % der Bevölkerung einen heterozygoten Typ dafür aufweisen mit reduzierten TPMT-Spiegel und 0,3 % homozygot sind, wo die TPMT völlig fehlt und es zu schweren Leukopenien unter Thioguanin-Therapie kommen kann. Deshalb sind natürlich diese strengen Kontrollen des Blutbilds einzuhalten. Eine klinische Wirkung der Thiopurine ist frühestens nach 2 4 Monaten zu erwarten, und eine Therapie sollte zumindest für 1 2 Jahre fortgesetzt werden, um eine Möglichkeit der Abheilung unter dieser Therapie erreichen zu können. Bei Kindern und Adoleszenten wird diese Therapie relativ früh im Erkrankungsverlauf gegeben und kann dadurch einen langfristigen rezidivfreien Verlauf in einem großen Prozentsatz erreichen. Die Zielparameter sind hier natürlich die klinische Remission, sekundär auch die Laborremission mit Normalisierung von CRP, in Hinkunft vielleicht auch Normalisierung der Calprotectin-Werte im Stuhl und letztendlich wenn möglich auch einer endoskopischen Remission, um spätere Komplikationen zu verhindern. Anti-TNF-Antikörper Die anti-tnf-antikörper wirken einerseits über Neutralisierung von zirkulierenden TNF-alpha und andererseits von TNF-alpha an Monozyten teilweise auch der transportierenden Makrophagen und T- Zellen. Hier sind regelmäßige Laborkontrollen des Blutbildes und der Leberwerte, allerdings in etwas größeren Abständen von zumindest alle 4 Monaten, einzuhalten. Eine regelmäßige Abfrage von eventuellen vermehrten Infektionen ist durchzuführen, um neuerliche Therapien mit anti-tnf zu pausieren oder zu verschieben. Wichtig ist langfristig jedoch, die Wirksamkeit der anti-tnf-antikörper, wobei hier neben dem klinischen Bild natürlich auch Laborparameter (wie CRP, Eisen, Blutbild und Calprotectin im Stuhl) Springer-Verlag 8/

16 TABELLE 1 Infliximab-Therapie-Strategien (Afif, AJG 2010) Response After Change Response to test results Complete/partial response P value Detectable HACA Increase infliximab dose 1/6 (17 %) < Change Anti-TNF drug 11/12 (92 %) Subtherapeutic infliximab concentration Increase infliximab dose 25/29 (86 %) < Change Anti-TNF drug 2/6 (33 %) herangezogen werden. Letztendlich kann bei Ansprechen in etwa 50 % auch eine endoskopische Remission erreicht werden. Patienten mit endoskopischen Remissionen haben natürlich langfristig die beste Prognose sowohl hinsichtlich langfristige Beschwerdefreiheit, Verminderung der Spitalsaufnahmen und auch Reduktion von Operationsbedürftigkeit. 80 % der Patienten, die primär auf anti- TNF-Therapien ansprechen, zeigen auch im weiteren Verlauf eine anhaltende Remission unter laufender anti-tnf-antikörper-therapie. Nichtsdestotrotz kommt es bei einigen Patienten, auch abhängig von Solo- oder Kombinationstherapie mit einem anderen Immunsuppressivum, in 1 5 Jahren zu einem LOR = loss of response in %.Es hat sich gezeigt, dass insbesondere bei Patienten unter Infliximabtherapie mit niedrigerem Trough- Spiegel < 7,2 µg/ml das Risiko für ein Wirkverlust erhöht wird (Alias, ECCO 2012). Zusätzliche Immunsuppressiva erhöhten den Infliximab-Trough-Spiegel von 7,9 auf 10,5 µg/ml, worüber auch die verlängerte und vermehrte Wirksamkeit der Kombinationstherapie erklärt werden könnte. Von Afif wurde 2010 eine Strategie bei anti- TNF-Versagen empfohlen (Tab. 1). Um dieses Vorgehen optimieren zu können, benötigt man einerseits die Bestimmung der Infliximab-Trough-Spiegel vor der nächsten geplanten Infusion bzw. die sogenannten HACA, dies sind anti-infliximab-antikörper. Bestehen HACA, dann empfiehlt es sich eher die anti-tnf-therapie auf die bisher nicht verwendeten anti- TNF-Antikörper zu switchen, bestehen subtherapeutische Dosen von Infliximab- Trough-Spiegel, sollte man die Infliximab- Dosis erhöhen bzw. das Intervall verkürzen. In diesen Situationen führen die empfohlenen Maßnahmen in % zu einem Wiederansprechen der Patienten auf die Therapie. Zusammenfassung 1. Bei Thioguaninen sind insbesondere am Anfang häufige Laborkontrollen mit Blutbild (Amylase, Lipase, Leberfunktionsparameter) und später in 2- bis 3-monatigen Abständen zu empfehlen. Die Spiegelbestimmungen dienen hier insbesondere der Evaluation der Compliance und eventuell auch des Therapieversagens. 2. Das Monitoring bei anti-tnf setzt natürlich auch regelmäßige Kontrollen vom Blutbild und LFP, allerdings in größeren Abständen von 2 4 Monaten voraus, wobei hier eher die Infektkontrolle und das Pausieren der Gabe der anti- TNF-Antikörper bei Infekten wesentlich ist. Bei Wirkverlust sind hier Trough- Spiegel der anti-tnfs bzw. anti-tnf- Antikörperspiegel HACAs zur Optimierung der Strategie zu empfehlen. Wolfgang Sieghart, Wien Gastroenterologie 2011 /2012 GI Onkologie Ausgewählte Arbeiten Zur Person Im Jahr 2011/2012 wurden wieder zahlreiche hochinteressante Studien im Bereich der gastrointestinalen Onkologie vorgestellt. Im folgenden Text wurden einige dieser Arbeiten ausgewählt und besprochen. Univ.-Lektor Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Sieghart Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie Univ.-Klinik für Innere Medizin III Medizinische Universität Wien Währinger Gürtel Wien Fax: ++43/1/ Das hepatozelluläre Karzinom Im Bereich des hepatozellulären Karzinoms (HCC) wurden die Präsentationen der SPACE-Studie und der BRISK-PS Studie mit großer Spannung erwartet. Die Space-Studie [1] war eine randomisierte Phase-2-Studie, welche den Effekt von transarterieller Chemoembolisation (mittels Doxorubicin-eluting beads, DEB-TACE ) in Kombination mit Sorafenib in Standarddosis bzw. Plazebo auf die Zeit zur Tumorprogression (TTP) untersuchte. Eingeschlossen wurden Patienten mit Child Pugh A Zirrhose, bestem Allgemeinzustand (ECOG 0) und einem HCC 20 8/2012 Springer-Verlag

17 ohne Hinweis auf Gefäßinvasion bzw. extrahepatischen Metastasen (Tumorstadium BCLC-B). Die PatientInnen begannen die Sorafenib-Therapie 3 7 Tage vor dem ersten DEB-TACE-Zyklus und konnten nach Bedarf weitere DEB-TACE-Zyklen zu Woche 12, 28 und dann alle 24 Wochen erhalten. Die Kombination von DEB-TACE plus Sorafenib verlängerte die TTP (HR: 0,797; 95 %CI: 0,588 1,08; p = 0,072) und erreichte somit entsprechend dem vordefinierten statistischen Analyseplan (1-sided log-rank test mit einem alpha von 0,15 [85 % power]) den primären Endpunkt der Studie bei einem akzeptablen Sicherheitsprofil. Allerdings lag die mediane TTP der Kombination bei 169 Tagen (95 %CI: ) und in der Plazebo-Gruppe bei 166 Tagen (95 %CI: ), sodass der reale klinische Benefit der Kombination letztlich mehr als bescheiden ausfiel. Die Gründe für diese enttäuschenden Ergebnisse lagen einerseits in der insgesamt relativ kurzen Therapieadherenz der Sorafenib-Gruppe sowie im Studiendesign. PatientInnen, bei denen im Verlauf entweder Aszites jeglichen Schweregrades oder eine Zunahme des Child Pugh Scores auf 7 Punkte auftrat, mussten die Studie beenden, weshalb rund ein Drittel der PatientInnen in der Sorafenib-Gruppe nur einen DEB-TACE- Zyklus erhielt. Die BRISK-PS-Studie [2] testete den VEGF und Fibroblast Growth Factor Rezeptor (FGFR) Inhibitor Brivanib (800 mg/ Tag) in PatientInnen mit einem fortgeschrittenen HCC (BCLC-Stadium C) und einem Child Pugh Score 7 Punkten, welche entweder eine Tumorprogredienz oder eine Therapieunverträglichkeit während einer Sorafenib-Therapie erlitten hatten. Leider konnte diese 2:1 randomisierte, Plazebo-kontrollierte Phase-III- Zweitlinienstudie keinen signifikanten Überlebensvorteil bringen (medianes Überleben: 9,4 vs. 8,2 Monate, HR: 0,89 [95 %CI: 0,69 1,15; p = 0,3307]). Auffällig war jedoch, dass Brivanib eine signifikante Verlängerung der Zeit zur Tumorprogression (TTP) erreichte (mediane TTP: 4,2 vs. 2,7 Monate, HR 0,56 [95 %CI: 0,42 0,78; p = 0,0001]). Warum sich das Erreichen dieses sekundären Studienendpunktes nicht in einen Überlebensvorteil umsetzen ließ, bleibt unklar. Ein Grund könnte das Absetzen der Brivanib-Medikation bei radiologischer Tumorprogression gewesen sein, in dessen Folge molekulare Reboundphänomene das Tumorwachstum zusätzlich beschleunigt haben könnten. Kolorektalkarzinom-Vorsorge Großes Aufsehen erregte eine österreichische Studie [3], die aus dem Vorsorge- Kolonoskopie-Qualitätssicherungsprogramm hervorging, welches von der österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie initiiert und vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger unterstützt wurde. In PatientInnen, die sich einer Vorsorge-Kolonoskopie unterzogen, wurden geschlechtsspezifische Unterschiede in der Adenomprävalenz untersucht. Insgesamt wurden in etwa 19,7 % der PatientInnen Adenome gefunden, ein Kolorektalkarzinom fand sich bei 1,1 %. Männer hatten eine deutlich höhere Prävalenz von Adenomen, fortgeschrittenen Adenomen und Kolorektalkarzinomen als Frauen. Bei Analyse von Geschlecht und Alter war die Prävalenz von fortgeschrittenen Adenomen (3,8 % bzw. 3,9 %) sowie die number needed to screen (NNS: 26 für beide Geschlechter) bei Männern im Alter von Jahren und Frauen im Alter von Jahren gleich. Diese Daten stellen die derzeit gültige allgemeine Empfehlung für eine erste Vorsorge-Kolonoskopie ab dem 50. Lebensjahr in Frage und sollten als Grundlage für eine neue geschlechtsspezifische Altersempfehlung für die erste Vorsorge-Kolonoskopie dienen. In einer weiteren sehr prominent publizierten Arbeit wurde die Bedeutung der kolonoskopischen Polypektomie in Patienten, welche 23 Jahre beobachtet wurden, untersucht [4]. Unter der Annahme von 25 Todesfällen durch Kolorektalkarzinome in der Allgemeinbevölkerung gleicher Größe, lag die standardisierte Inzidenz-basierte Mortalitäts Ratio bei 0,47 (95 %CI:, 0,26 0,80) in PatientInnen nach kolonoskopischer Polypektomie. Die Sterblichkeit nach Polypektomie wegen adenomatösen und nicht-adenomatösen Polypen war in den ersten 10 Jahren nach Polypektomie gleich (relatives Risiko, 1,2; 95 %CI: 0,1 10,6). Diese Studie unterstützt daher das Konzept, dass die kolonoskopische Entfernung von Polypen Todesfälle durch Kolorektalkarzinome verhindern kann. Auch eine medikamentöse Intervention könnte für die Prophylaxe des Kolorektalkarzinoms von großem Wert sein. Schon 2010 erregte die Studie von Rothwell et al. [5] über die Fähigkeit von Aspirin, Kolorektalkarzinome insbesondere im rechten Kolon zu verhindern, großes Aufsehen. In einer rezenten Arbeit [6] wurden Patienten, die in 5 britischen Studien zur Prävention von kardiovaskulären Ereignissen zu Aspirin ( 75 mg/tag) oder Plazebo randomisiert wurden, hinsichtlich des Risikos an einem metastasierten Karzinom zu erkranken, untersucht. Aspirin reduzierte das Risiko für das Gesamtrisiko an einem metastasierten Karzinom zu erkranken (Hazard Ratio [HR] 0,64, 95 %CI: 0,48 0,84, p = 0,001; Adenokarzinom, HR 0,54, 95 %CI: 0,38 0,77, p = 0,0007; andere solide Karzinome, HR 0,82, 95%CI: 0,53 1,28, p = 0,39). Speziell das Risiko, mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom diagnostiziert zu werden, konnte durch Aspirin reduziert werden (HR 0,26, 95 %CI: 0,11 0,57, p = 0,0008). Das Pankreaskarzinom Eine neue Therapie steht seit diesem Jahr für das metastasierte Adenokarzinom des Pankreas zur Verfügung. Mit dem Schema FOLFIRINOX (Oxaliplatin, Irinotecan, Leukovorin, Floururacil) alle 2 Wochen für 6 Monate konnte ein signifikanter Überlebensvorteil gegenüber Gemcitabine-Monotherapie erzielt werden (medianes Überleben: 11,1 vs. 6,8 Monate, HR 0,57, 95 %CI: 0,45 0,73, p < 0,001) [7]. Dieser Effekt war jedoch mit ausgeprägten Nebenwirkungen, insbesondere febriler Neutropenie verbunden. Dennoch konnte in der Kombinationsgruppe zu Monat 6 nach Therapiebeginn ein deutlicher Vorteil hinsichtlich der Verbesserung der Lebensqualität im Vergleich zur Gemcitabine Gruppe erreicht werden. FOLFIRINOX stellt somit insbesondere für PatientInnen mit gutem Allgemeinzustand eine interessante neue Therapieoption dar. Im viel selteneren metastasierten neuroendokrinen Pankreaskarzinom konnten 2 molekular-gezielte Substanzen in 2 randomisierten Plazebo-kontrollierten Phase-III-Studien [8-9] eine signifikante Verlängerung des Progressions-freien Überlebens (PFS) demonstrieren. Der mtor Inhibitor Everolimus (10 mg/tag) konnte das PFS von 4,6 auf 11 Monate steigern (HR: 0,35; 95 %CI: 0,27 0,45; p < 0,001) [8]. Nach 18 Monaten waren 34 % (95 % CI: 26, 43) der PatientInnen mit Everolimus am Leben und progressionsfrei im Vergleich zu 9 % (95 %CI: 4 16) mit Plazebo. Schwere Nebenwirkungen (Grad 3 4) wurden in nur 6 % der PatientInnen in der Everolimus-Gruppe registriert. Die Studie mit dem Multityrosinkinasen Inhibitor Sunitinib (37,5 mg/tag) wurde vorzeitig abgebrochen, da in einer Zwischenanalyse ein signifikanter Vorteil 22 8/2012 Springer-Verlag

18 im Vergleich zu Plazebo (medianes Überleben: 11,4 vs. 5,5 Monate, HR: 0,42; 95 % CI 0,26 0,66, p < 0,001) sichtbar war [9]. Somit stehen in dieser Indikation zwei neue, in ihrem molekularen Wirkungsmechanismus nicht redundante Substanzen zur Verfügung. Literatur 1 Lencioni R, Llovet JM, Han G, et al (2012) Sorafenib or placebo in combination with transarterial chemoembolization (TACE) with doxorubicin-eluting beads (DEBDOX) for intermediate-stage hepatocellular carcinoma (HCC): Phase II, randomized, double-blind SPACE trial. J Clin Oncol 30 (Suppl 4): Abstract Llovet JM, Decaens T, Raoul JL, et al (2012) Brivanib versus placebo in patients with advanced hepatocellular carcinoma who failed or were intolerant to sorafenib: results from the Phase 3 BRISK-PS study. J Hepatol 56 (Suppl 2): Ferlitsch M, Reinhart K, Pramhas S, et al (2011) Sex-specific prevalence of adenomas, advanced adenomas, and colorectal cancer in individuals undergoing screening colonoscopy. JAMA 306: Zauber AG, Winawer SJ, O Brien MJ, et al (2012) Colonoscopic polypectomy and longterm prevention of colorectal-cancer deaths. N Engl J Med 366: Rothwell PM, Wilson M, Elwin CE, et al (2010) Long-term effect of aspirin on colorectal cancer incidence and mortality: 20-year followup of five randomised trials. Lancet 376(9754): Rothwell PM, Wilson M, Price JF, et al(2012) Effect of daily aspirin on risk of cancer metastasis: a study of incident cancers during randomised controlled trials. Lancet 379(9826): Conroy T, Desseigne F, Ychou M, et al (2011) FOLFIRINOX versus gemcitabine for metastatic pancreatic cancer. N Engl J Med 364: Yao JC, Shah MH, Ito T, et al (2011) RAD001 in Advanced Neuroendocrine Tumors, Third Trial (RADIANT-3) Study Group. Everolimus for advanced pancreatic neuroendocrine tumors. N Engl J Med 364: Raymond E, Dahan L, Raoul JL, et al (2011) Sunitinib malate for the treatment of pancreatic neuroendocrine tumors. N Engl J Med 364: Andrea Halmetschleger, Wien Das familiäre Mittelmeerfieber Überschießende Sekretion von Interleukin-1β Das familiäre Mittelmeerfieber (FMF) wird auch als familiäre rekurrente Polyserositis oder als Siegal-Cattan-Mamou Syndrom bezeichnet und ist eine genetisch bedingte Erkrankung, welche autosomal rezessiv vererbt wird und zu den autoinflammatorischen Erkrankungen zählt. Obwohl es sich um eine seltene Erkrankung handelt, findet sich eine höhere Prävalenz bei Bewohnern der östlichen Mittelmeerregion (bei Türken, sephardischen Juden, Nordafrikanern, Arabern, Armenier, Griechen und Italienern). Der Ursprung des FMF lag im Nahen Osten im heutigen Libanon, Syrien, Jordanien und Israel, aber im Zuge der großen Völkerwanderungen wurde die Erkrankung in an das Mittelmeer angrenzende Länder verbreitet und ist heute bedingt durch Immigration auch u. a. in Mitteleuropa anzutreffen. Zur Person Dr. Andrea Halmetschleger 4. Medizinische Abteilung Wilhelminenspital Montleartstraße Wien Fax: ++43/1/ Gekennzeichnet ist die Krankheit durch rezidivierend auftretende Fieberschübe verbunden mit heftigen durch eine Serositis bedingte Schmerzen. Es überwiegen abdominelle Schmerzattacken bei Peritonitis [1] nicht selten wurden Patienten auf Grund des klinischen Befundes eines akuten Abdomens auch laparotomiert, gefolgt von meist einseitig auftretenden Pleuritiden, Arthritiden, Entzündungen des Perikards und erysipelähnlichen Hautläsionen. Die Schmerz- und Fieberattacken dauern meist 1 3 Tage an und sistieren spontan. Die Häufigkeit der Attacken variiert von wöchentlichem bis zu monatlichem Auftreten. Bei den meisten Erkrankten kommt es in der frühen Kindheit zum Ausbruch der ersten Symptome. Während der Krankheitsschübe finden sich laborchemisch erhöhte Entzündungsparameter wie CRP, Fibrinogen, eine Leukozytose mit Neutrophilie und Serumamyloid A. Ätiologisch zu Grunde liegend finden sich Mutationen am kurzen Arm des Chromosom 16 (im Bereich des MEFV-Gens). Dieses MEFV-Gen wird vorwiegend in neutrophilen Granulozyten und aktivierten Makrophagen exprimiert und codiert ein Protein namens Pyrin oder Marenostrin, welches Bestandteil der Inflammosomreaktion ist. Durch die Mutationen kommt es u. a. zu einer überschießenden Sekretion von Interleukin-1β. Das MEFV- Gen konnte 1997 geklont werden [2]. Derzeit sind etwa 40 verschiedene Mutationen bekannt. Die Hauptkomplikation des FMF stellt neben der Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Schmerzattacken die Ablagerung des Amyloid-A-Proteins, vor allem in den Nieren dar. Amyloidablagerungen finden sich u. a. auch in der Milz, in der Leber, im Darm und in der Haut. Vor Einführung der Colchizintherapie kam es bei 60 % der Patienten zur Ausbildung einer sekundären Amyloidose mit konsekutiver Nephropathie [3], wobei die Prävalenz der Amyloidose erheblich zwischen den einzelnen ethnischen Gruppen schwankt. Springer-Verlag 8/

19 Colchizin wurde erstmals 1972 therapeutisch eingesetzt [4] und ist bei zwei Drittel der Patienten gut wirksam. Genutzt wird die hemmende Wirkung auf neutrophile Granulozyten. Durch die Colchizingabe können die Anzahl, die Schwere und die Dauer der Anfälle reduziert werden, lediglich die Arthritis spricht weniger gut auf Colchizin an. Alternativ wurden Behandlungsregime mit INF-alpha, Infliximab und Anakinra beschrieben. Die Diagnose des FMF basiert auf den typischen klinischen Manifestationen, dem Ansprechen auf Colchizingabe und dem genetischen Nachweis von Mutationen im Bereich des MEVF-Gens. Literatur 1. Sohar E, Gafni J, Pras M, Heller H (1967) Familial Mediterranean fever. A survey of 470 cases and review of the literature. Am J Med 1967; 43: Babior BM, Matzner Y (1997) The familial Mediterranean fever gene cloned at last. N Engl J Med 337: Ben-Chetrit E, Levy M (1998) Familial Mediterranean fever. Lancet 351: Goldfinger SE (1972) Colchicine for familial Mediterranean fever. N Engl J Med 287:1302. Andreas Maieron, Linz Hepatitis C Vorbereitung des Patienten für die antivirale Therapie Mehr als 170 Millionen Menschen sind weltweit mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert. In Österreich liegt die Prävalenz zwischen 0,4 0,8 %. Die Chronifizierungsrate liegt bei etwa %, deshalb ist von etwa bis Patienten mit chronischer Hepatitis C auszugehen. Der chronische Verlauf kann durch einen progressiven Leberschaden gekennzeichnet sein, bei bis zu 30 % der Betroffenen besteht nach Jahren eine Leberzirrhose. 17 % der Patienten mit Leberzirrhose entwickeln innerhalb von 5 Jahren ein Hepatozellulären Karzinoms (HCC). Genaue Kenntnisse des HCV-Lebenszyklus und die Entwicklung von HCV-Zellkulturmodellen ermöglichte in den letzten Jahren die Entwicklung neuer anti-hcv-wirksamer Substanzklassen, die gemeinsam als direct antiviral agents (DAA) bezeichnet werden. Ziel der antiviralen Therapie ist die dauerhafte Elimination des HCV aus dem Blut, wodurch die Progression der Lebererkrankung verhindert, das Risiko eines HCC vermindert, die Lebensqualität verbessert und das Infektionsrisiko aufgehoben werden kann. Zur Person Als Surrogatmarker einer Heilung dient das dauerhafte virologische Ansprechen (sustained virologic response, SVR), definiert als fehlender Nachweis von HCV-RNA im Blut sechs Monate nach Therapieende. Hohe Zahl an Virusträgern OA Dr. Andreas Maieron 4. Interne Abteilung Krankenhaus der Elisabethinen Linz Fadingerstraße 1/Pf Linz Fax: ++43/732/ Eine der größten Herausforderungen ist es, betroffene Personen zu identifizieren. Der geschätzte Anteil der nicht diagnostizierten Personen mit HCV-Infektion in Europa ist von Land zu Land verschieden: Frankreich: 44 %, Großbritannien: 69 %, Nordspanien: 84 %, Deutschland: 90 %, Polen: 98 %. Für Österreich liegen leider keine Zahlen vor. Alle Personen mit einem Risiko für eine HCV-Infektion sollten getestet werden. Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Diagnosestellung? 1. Fehleinschätzung der Ursachen von Leberkrankheiten durch Ärzte, häufig besteht die Annahme, dass Leberkrankheiten auf Alkoholmissbrauch oder auf Fehlernährung (Fettleber) zurückzuführen sind. 2. Stigmatisierung verhindert die Identifikation von Risikofaktoren, wie Drogenmissbrauch. 3. Das Fehlen von Symptomen erschwert ebenfalls die Identifizierung. Die Mehrheit der Personen mit chronischer Hepatitis C hat bis zur Progression zu fortgeschrittener Leberkrankheit keine oder nur milde Symptome. Wesentlich wäre es, HCV-Risikofaktoren im Anamnesebogen abzufragen, um mehr infizierte Patienten zu identifizieren und einer effektiven Behandlung zuführen zu können. Aufklärung und Beratung Im Fall eines positiven Tests wird dem Diagnosesteller eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept zuteil: es obliegt ihm eine entsprechende Aufklärung bezüglich Prävention einer Übertragung auf andere Personen bzw. eine Reduktion/Einstellung des Alkoholkonsums in die Wege zu leiten. Die Unterstützung zur Einleitung der Behandlung der Alkohol-und/oder/ Drogenabhängigkeit sowie ein entsprechendes Gewichtsmanagement bei übergewichtigen Patienten stellen wichtige Punkte im Gesamtkonzept dar, ebenso sollte eine HAV-Impfung und HBV, wenn keine Antikörper vorhanden sind durchgeführt werden. DAAs-Therapie Die Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C erfordert intensive Vorbereitungen, und das trifft insbesondere 24 8/2012 Springer-Verlag

20 auf die sogenannte Trippletherapie mit DAAs zu. Im Jahre 2011 erhielten zwei HCV-Proteaseinhibitoren, Boceprevir und Telaprevir, die Zulassung der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (US Food and Drug Administration) und der europäischen Zulassungsbehörde EMA (European Medicines Agency) zur Behandlung bisher Treatment naiven und vorbehandelter Patienten mit HCV-Genotyp-1-Infektion. Boceprevir und Telaprevir werden jeweils in Kombination mit Peginterferon und Ribavirin verabreicht, deshalb gilt es zu allererst mögliche Kontraindikationen gegen Peg/IFN oder Ribavirin zu beachten. Zunächst sollte die Frage geklärt werden, ob der Patient ein potentieller Therapiekandidat ist, die EASL hat diesbezüglich im Jahr 2011 entsprechende Empfehlungen herausgegeben: Alle zuvor unbehandelten Patienten mit kompensierter Leberkrankheit aufgrund von HCV-Infektion sollten für eine Therapie in Erwägung gezogen werden (A2). Die Behandlung sollte bei Patienten mit fortgeschrittener Fibrose (META- VIR-Score F3-F4) umgehend begonnen und bei Patienten mit mäßiger Fibrose (METAVIR-Score F2) dringend in Erwägung gezogen werden (B2). Bei Patienten mit weniger schwerer Krankheit besteht eine individuelle Behandlungsindikation (C2). Wenn sich ein Patient prinzipiell für eine antivirale Therapie qualifiziert, sollten zunächst Kontraindikationen für eine PegIFN / RBV-Therapie geprüft werden: unkontrollierte depressive Krankheit, Psychose oder Epilepsie, unbehandelte Anämie (Hämoglobin < 12 g/dl), Nieren-, Herz- oder Lungentransplantation, Autoimmunhepatitis oder andere Autoimmunkrankheiten, die durch pegifn und RBV bekanntermaßen verschlimmert werden können, unbehandelte Schilddrüsenerkrankung, Schwangerschaft oder nicht bereit, angemessene Verhütung anzuwenden, schwere Begleitkrankheiten, bekannte Überempfindlichkeit gegenüber den zur Behandlung von HCV verwendeten Medikamenten. Was sind nun die Herausforderungen vor einer Therapieeinleitung? Einerseits können angenommene/ wahre Kontraindikationen für eine Behandlung ebenso wie falsche Informationen über den Therapieerfolg sowie andererseits die Angst vor unerwünschten Wirkungen zu erheblichen Verunsicherungen der Patienten führen. Vor einer antiviralen Therapie sind folgende Punkte unbedingt im Vorfeld mit dem Patienten zu besprechen: Notwendigkeit einer effektiven Empfängnisverhütung, Prognose der Therapie, Behandlungsoptionen, Prädiktoren für Ansprechen auf die Therapie/Wahrscheinlichkeit des Ansprechens, Handhabung von unerwünschten Ereignissen, Berufsbezogene Anliegen, Beziehungsfragen, Bedeutung der regelmäßigen Einnahme der Medikamente, Notwendigkeit von Besuchen/Laboruntersuchungen, Aufklärung hinsichtlich der Vermeidung von Alkohol, Unterstützung der aktiven Teilnahme des Patienten an Behandlungsentscheidungen und der Möglichkeit, Fragen zu stellen. 06/10.10 Gute Therapieaufklärung ist entscheidend Wenn eine Trippletherapie mit Telaprevir oder Boceprevir im Raum steht, ist der Patient noch zusätzlich über die folgenden Punkte zu beraten, wesentlich scheint jedoch eine realistische Einschätzung der Prognose zu sein: Hämatologische Ereignisse mit Boceprevir, insbesondere Anämie, Hautausschlag, Pruritus, Anämie, anorektale Erkrankungen, erhöhte Harnsäure- und Bilirubin-Spiegel mit Telaprevir, Bedeutung von und potenzielle Herausforderungen hinsichtlich der Compliance, Pillenlast und Dosierungshäufigkeit, Gefahr für das Auftreten arzneimittelresistenter Viren, Medikamenten Wechselwirkungen (z. B. Drogensubstitutionstherapie), Häufigkeit von Praxisbesuchen und Überwachung während der Behandlung. Es erscheint wesentlich, mit dem Patienten eine entsprechende Vertrauensbasis aufzubauen, damit eine solch komplexe und belastende Behandlung zu entsprechendem Erfolg führen kann. Springer-Verlag 8/ pantip_gelber_rahmen_112x112mm.indd :38:38

21 pharma news pantip pantoprazol Magenschutz leicht gemacht Die Refluxkrankheit nimmt immer mehr zu der Schweregrad korreliert mit den Parametern des metabolischen Syndroms. Damit benö tigen immer mehr Patienten rasch wirksame Protonenpumpeninhibitoren (PPI) 1. Und hier überzeugt Pantip (Pantoprazol) aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer nicht nur die Verschreiber, sondern vor allem auch die Patienten. Pantip auf einen Blick 2 Pantip reduziert die Bildung der Magensäure schnell und effektiv. Prävention und Behandlung des Refluxösophagitis und aller damit verbundenen Symptome wie z. B. Sodbrennen, Schluckschmerz, Säureregurgitation. Vorbeugung von Magen-Darm-Geschwüren während einer Behandlung mit Schmerzmitteln aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Als preisgünstige PPI-Alternative ist Pantip in der Refluxtherapie ein sicher wirksames Qualitätsprodukt. Behandlung eines Magengeschwürs. Behandlung eines Zwölffingerdarmgeschwürs. Langzeitbehandlung von Erkrankungen, die mit einer Überproduktion von Magensäure einhergehen. Pantip mit dem ökonomischen Preisvorteil! Neben Wirksamkeit und Qualität von Arzneimitteln sind aber auch ökonomische Aspekte entscheidend. Als preisgünstige PPI-Alternative bietet Pantip neben der 7-Stück- und 14-Stück-Packung auch die ökonomische Monatspackung zu 30 Stück. Dadurch sparen die Patienten in der Langzeittherapie Rezeptgebühren. 1 Krejs, Säure-assoziierte Erkrankungen 2009; Arzt & Praxis 63/955, 2009 S Für weitere Angaben zu den Indikationen von Pantip 20 mg bzw. Pantip 40 mg magensaftresistente Tabletten siehe Fachinformationen Weitere Informationen Dr. Hugo Leodolter Fachkurzinformation Pantip 20 mg-magensaftresistente Tabletten, Pantip 40 mg-magensaftresistente Tabletten Anwendungsgebiete: 20 mg-magensaftresistente Tabletten: Zur Behandlung der milden Refluxkrankheit und damit verbundener Symptome (z.b. Sodbrennen, Säureregurgitation, Schluckschmerz). Langzeittherapie und Prävention der Refluxösophagitis. Prävention von gastrointestinalen Ulcera, die durch nichtselektive, nichtsteroidale antiendzündliche Substanzen (NSAID) induziert werden, bei Risikopatienten, die eine andauernde NSAID-Therapie benötigen. 40 mg-magensaftresistente Tabletten: Ulcus duodeni. Ulcus ventriculi. Moderate und schwere Refluxösophagitis. Zollinger-Ellison Syndrom und andere pathologisch hypersekretorische Zustände. Zusammensetzung: Eine magensaftresistente Tablette enthält Pantoprazol-Natrium Sesquihydrat entsprechend 20 mg Pantoprazol. Eine magensaftresistente Tablette enthält Pantoprazol-Natrium Sesquihydrat entsprechend 40 mg Pantoprazol. Sonstige Bestandteile: 20 mg: Tablettenkern: 38,425 Maltitol (E 965), Crospovidon, Carmellose Natrium, Calciumstearat, Natriumcarbonat. Tablettenüberzug: Polyvinylalkohol, Talkum, Titandioxid (E-171), Macrogol, Lecithin, Eisenoxid-gelb (E-172), Natriumcarbonat, Methacrylsäure-ethylacrylat-Copolymer (1:1), Natriumdodecylsulfat, Polysorbat 80, Triethylcitrat 40 mg: Tablettenkern: 76,85 mg Maltitol E 965, Crospovidon, Carmellose Natrium, Calciumstearat, Natriumcarbonat. Tablettenüberzug: Polyvinylalkohol, Talkum, Titandioxid (E-171), Macrogol, Lecithin, Eisenoxid-gelb (E-172), Natriumcarbonat, Methacrylsäure-ethylacrylat-Copolymer (1:1), Natriumdodecylsulfat, Polysorbat 80, Triethylcitrat. Gegenanzeigen: Pantip 20 mg und 40 mg-magensaftresistente Tabletten dürfen nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe von Pantip 20 mg und 40 mg-magensaftresistente Tabletten. Pantoprazol sollte, wie andere Protonenpumpenhemmer, nicht zusammen mit Atazanavir verabreicht werden. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Protonenpumpeninhibitor ATC-Code: A02B C02 Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. Packungsgrößen: 20 mg: 14 und 30 Stück, 40 mg: 7, 14 und 30 Stück. Inhaber der Zulassung: G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie Angaben über Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte den veröffentlichten Fachinformationen! Fachkurzinformation Remicade 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Jede Durchstechflasche enthält 100 mg Infliximab. Infliximab ist ein chimärer, human-muriner monoklonaler IgG1-Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technologie in murinen Hybridomzellen hergestellt wird. Nach Rekonstitution enthält jeder ml 10 mg Infliximab. Liste der sonstigen Bestandteile: Sucrose, Polysorbat 80, Dinatriumhydrogenphosphat, Natriumdihydrogenphosphat. Anwendungsgebiete: Rheumatoide Arthritis. Remicade ist in Kombination mit Methotrexat indiziert zur Reduktion der Symptomatik und Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit bei: erwachsenen Patienten mit aktiver Erkrankung, die nur unzureichend auf krankheitsmodifizierende Anti-Rheumatika (DMARDs), einschließlich Methotrexat, angesprochen haben. Methotrexat-naive, erwachsene Patienten oder erwachsene Patienten, die nicht mit anderen DMARDs vorbehandelt wurden, mit schwergradiger, aktiver und fortschreitender Erkrankung. Bei diesen Patienten wurde anhand von radiologischen Untersuchungen eine Reduktion der Progressionsrate der Gelenkschäden nachgewiesen. Morbus Crohn bei Erwachsenen. Remicade ist indiziert zur: Behandlung eines mäßig- bis schwergradig aktiven Morbus Crohn bei erwachsenen Patienten, die trotz einer vollständigen und adäquaten Therapie mit einem Kortikosteroid und/oder einem Immunsuppressivum nicht angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit oder Kontraindikationen für solche Therapien haben. Behandlung von aktivem Morbus Crohn mit Fistelbildung bei erwachsenen Patienten, die trotz einer vollständigen und adäquaten Therapie mit einer konventionellen Behandlung (einschließlich Antibiotika, Drainage und immunsuppressiver Therapie) nicht angesprochen haben. Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen. Remicade ist indiziert zur Behandlung eines schwergradigen, aktiven Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren, die nicht auf eine konventionelle Therapie einschließlich einem Kortikosteroid, einem Immunmodulator und einer primären Ernährungstherapie angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit oder Kontraindikationen für solche Therapien haben. Remicade wurde nur in Kombination mit einer konventionellen immunsuppressiven Therapie untersucht. Colitis ulcerosa. Remicade ist indiziert zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Colitis ulcerosa bei erwachsenen Patienten, die auf eine konventionelle Therapie, einschließlich Kortikosteroide und 6-Mercaptopurin (6-MP) oder Azathioprin (AZA), unzureichend angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation für solche Therapien haben. Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen. Remicade ist indiziert zur Behandlung der schweren aktiven Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren, die auf eine konventionelle Therapie, einschließlich Kortikosteroide und 6-MP oder AZA, unzureichend angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation für solche Therapien haben. Ankylosierende Spondylitis. Remicade ist indiziert zur Behandlung der schwerwiegenden, aktiven ankylosierenden Spondylitis bei erwachsenen Patienten, die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben. Psoriasis-Arthritis. Remicade ist indiziert zur Behandlung der aktiven und fortschreitenden Psoriasis- Arthritis bei erwachsenen Patienten, wenn deren Ansprechen auf eine vorhergehende krankheitsmodifizierende, antirheumatische Arzneimitteltherapie (DMARD-Therapie) unzureichend gewesen ist. Remicade sollte verabreicht werden - in Kombination mit Methotrexat - oder als Monotherapie bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegenüber Methotrexat zeigen oder bei denen Methotrexat kontraindiziert ist. Remicade verbessert die körperliche Funktionsfähigkeit bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis und reduziert die Progressionsrate peripherer Gelenkschäden, wie radiologisch bei Patienten mit polyartikulärem symmetrischem Subtyp der Krankheit belegt wurde. Psoriasis. Remicade ist indiziert zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vom Plaque-Typ bei erwachsenen Patienten, die auf eine andere systemische Therapie, einschließlich Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA, nicht angesprochen haben, bei denen eine solche Therapie kontraindiziert ist oder nicht vertragen wird. Gegenanzeigen: Patienten, bei denen aus der Anamnese eine Überempfindlichkeit gegenüber Infliximab, gegenüber anderen murinen Proteinen oder einen der in Abschnitt 6.1 der Fachinformation genannten sonstigen Bestandteile bekannt ist. Patienten mit Tuberkulose oder anderen schweren Infektionen wie Sepsis, Abszessen und opportunistischen Infektionen. Patienten mit mäßiggradiger oder schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse III/IV). Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit: Frauen im gebärfähigen Alter Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine adäquate Empfängnisverhütung anwenden und diese über mindestens 6 Monate nach der letzten Remicade-Behandlung fortführen. Schwangerschaft: Die recht geringe Anzahl (ungefähr 450) an prospektiv erfassten, Infliximab-exponierten Schwangerschaften mit bekanntem Ausgang, einschließlich einer begrenzten Anzahl (ungefähr 230), die im ersten Trimester exponiert war, zeigte keine unerwarteten Auswirkungen auf den Ausgang der Schwangerschaften. Wegen der TNFα-Hemmung könnte durch die Anwendung von Infliximab während der Schwangerschaft die normale Immunantwort des Neugeborenen beeinflusst werden. Eine Studie zur Entwicklungstoxizität, die an Mäusen mit einem analogen Antikörper durchgeführt wurde, der die funktionelle Aktivität des murinen TNFα selektiv hemmt, lieferte keinen Hinweis auf eine maternale Toxizität, eine Embryotoxizität oder eine Teratogenität. Die verfügbare klinische Erfahrung ist zu begrenzt, um ein Risiko auszuschließen. Eine Verabreichung von Infliximab während der Schwangerschaft wird deshalb nicht empfohlen. Infliximab ist plazentagängig und wurde bis zu 6 Monate im Serum von Säuglingen nachgewiesen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit Infliximab behandelt wurden. Somit könnten diese Säuglinge ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Eine Verabreichung von Lebendimpfstoffen an Säuglinge, die in utero Infliximab ausgesetzt waren, ist für 6 Monate nach der letzten während der Schwangerschaft erfolgten Infliximab-Infusion nicht zu empfehlen. Stillzeit: Es ist unbekannt, ob Infliximab in die Muttermilch übergeht oder nach der Aufnahme systemisch resorbiert wird. Da Humanimmunglobuline in die Muttermilch übergehen, dürfen Frauen nach der Remicade-Behandlung mindestens 6 Monate lang nicht stillen. Fertilität: Es gibt nur ungenügende präklinische Daten, um Rückschlüsse auf die Auswirkungen von Infliximab auf die Fertilität und die Fortpflanzungsfähigkeit zu ziehen. Pharmazeutischer Unternehmer: Janssen Biologics B.V., Einsteinweg 101, 2333 CB Leiden, Niederlande. Pharmakotherapeutische Gruppe: Tumornekrosefaktor-alpha(TNFα)-Inhibitoren, ATC-Code: L04AB02. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: März Weitere Angaben zu Dosierung, Art und Dauer der Anwendung, besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, Nebenwirkungen, Überdosierung, pharmakologische Eigenschaften und pharmazeutische Angaben sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. 26 8/2012 Springer-Verlag

22 fachkurzinformationen Budo-San 3 mg - Kapseln Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 magensaftresistente Kapsel enthält 3 mg Budesonid. Sonstige Bestandteile: 12 mg Lactose-Monohydrat und 240 mg Saccharose. Anwendungsgebiete: Zur Einleitung und Erhaltung der Remission bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Schüben des Morbus Crohn mit Befall des terminalen Ileum und/oder des Colons ascendens. Kollagene Colitis Autoimmunhepatits. HINWEISE: Bei Patienten, die an einem Morbus-Crohn-Befall des oberen Gastrointestinaltrakts leiden, erscheint eine Therapie mit Budo-San nicht zweckmäßig. Bei Patienten, bei denen Krankheitssymptome außerhalb des Darmes (extraintestinal), z.b. an Haut, Augen oder Gelenken auftreten, ist eine Wirkung von Budo-San auf diese Krankheitssymptome aufgrund seiner lokalen Wirkung nicht zu erwarten. Gegenanzeigen: Budo-San darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Budesonid oder einen der sonstigen Bestandteile lokalen Infekten des Darmes (Bakterien, Pilze, Amöben, Viren) Systemmykosen, schwerwiegenden bakteriellen und viralen Allgemeininfektionen. Leberzirrhose und Zeichen einer portalen Hypertension, z.b. im Spätstadium einer primär biliären Zirrhose. HINWEISE: Bei schweren Leberfunktionsstörungen kommt es unter der Behandlung mit Budo-San, ähnlich wie unter der Behandlung mit anderen Glukokortikoiden, zu einer reduzierten Eliminationsrate und zu einer Zunahme der systemischen Verfügbarkeit, daher sind diese Patienten von einer Behandlung mit Budesonid auszuschließen. Budo-San kann die Ansprechbarkeit der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse auf Stress herabsetzen. Aus diesem Grund sollte z.b. bei Operationen oder ähnlichen Stresssituationen die gleichzeitige Gabe eines systemisch wirksamen Glukokortikoids erfolgen. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiinflammatorisches Darmtherapeutikum ATC-Code: A07EA06. Liste der sonstigen Bestandteile: Saccharose, Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Povidon, Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer, Ammoniummethacrylat-Copolymer, Triethylcitrat, Talk, Gelatine, Erythrosin (E127), Titandioxid (E171), Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid schwarz (E172), Natriumdodecylsulfat, gereinigtes Wasser. Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht /Apothekenpflicht: NR, apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: April 2012 Budo-San Uno 9 mg magensaftresistentes Granulat Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Ein Beutel enthält 9 mg Budesonid. Sonstige Bestandteile: Ein Beutel enthält 828 mg Saccharose, 36 mg Lactose-Monohydrat und 900 mg Sorbitol (E 420). Anwendungsgebiete: Induktion der Remission bei Patienten mit akuter kollagener Colitis. Gegenanzeigen: Budo-San Uno darf nicht angewendet werden bei Patienten mit: - Überempfindlichkeit gegen Budesonid oder einen der sonstigen Bestandteile - Leberzirrhose. Pharmakotherapeutische Gruppe: Corticosteroide mit lokaler Wirkung, ATC-Code: A07EA06. Liste der sonstigen Bestandteile: Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ A) (Eudragit RL), Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B) (Eudragit RS), Zitronensäure wasserfrei (zur ph-einstellung), Lactose-Monohydrat, Zitronenaroma, Magnesiumstearat, Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1) (Eudragit L100), Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2) (Eudragit S100), Povidon K25, Sucralose, Zucker-Pellets (aus Saccharose und Maisstärke), Sorbitol (E 420), Talkum, Triethylcitrat, Xanthan Gummi. Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht /Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: Dezember 2010 Endofalk Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Beutel enthält: Kaliumchlorid 0,185 g, Natriumchlorid 1,400 g, Natriumhydrogencarbonat 0,715 g, Macrogol ,500 g, 1 Liter zubereitete Lösung enthält:kaliumchlorid 0,370 g, Natriumchlorid 2,800 g, Natriumhydrogencarbonat 1,430 g, Macrogol g, 1 Liter zubereitete Lösung entspricht: Kalium 5 mmol/l, Natrium 65 mmol/l, Chlorid 53mmol/l, Hydrogencarbonat 17 mmol/l, Macrogol mmol/l. Anwendungsgebiete: Darmentleerung vor einer Koloskopie. Gegenanzeigen: Ileus und Verdacht auf Ileus, gastrointestinale Obstruktion oder Perforation, Gefahr der gastrointestinalen Perforation, hochfloride Kolitis, toxisches Megakolon, Entleerungsstörungen des Magens, Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, andere Macrogole oder einen der sonstigen Bestandteile. Bewusstlosen oder bewusstseinsgestörten Patienten, solchen mit allgemeiner Schwäche und Patienten mit Neigung zur Aspiration oder Regurgitation, sowie gestörtem Schluckreflex darf Endofalk nicht verabreicht werden. Pharmakotherapeutische Gruppe: Osmotisch wirksame Laxantien, Macrogol, Kombinationen. ATC-Code: A06AD65. Liste der sonstigen Bestandteile: Saccharin Natrium, Orangen- und Passionsfruchtaroma, Siliciumdioxid. Inhaber der Zulassung: Dr. Falk Pharma GmbH, Leinenweberstr. 5, Freiburg, Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: Mai Mesagran 500 mg magensaftresistentes Retardgranulat, Mesagran 1000 mg magensaftresistentes Retardgranulat, Mesagran 1500 mg magensaftresistentes Retardgranulat, Mesagran 3000 mg magensaftresistentes Retardgranulat Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jeder Beutel Mesagran 500 mg enthält 500 mg Mesalazin. Jeder Beutel Mesagran 1000 mg enthält 1000 mg Mesalazin. Jeder Beutel Mesagran 1500 mg enthält 1500 mg Mesalazin. Jeder Beutel Mesagran 3000 mg enthält 3000 mg Mesalazin. Sonstige Bestandteile: 1 Beutel Mesagran 500 mg enthält 1,0 mg Aspartam. 1 Beutel Mesagran 1000 mg enthält 2,0 mg Aspartam. 1 Beutel Mesagran 1500 mg enthält 3,0 mg Aspartam. 1 Beutel Mesagran 3000 mg enthält 6,0 mg Aspartam. Anwendungsgebiete: Zur Akutbehandlung und Rezidivprophylaxe der Colitis ulcerosa. Gegenanzeigen: Mesagran darf nicht angewendet werden bei - vorbestehender Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile - schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Pharmakotherapeutische Gruppe: Aminosalicylsäure und ähnliche Mittel. ATC-Code: A07EC02. Liste der sonstigen Bestandteile: Aspartam (E951), Carmellose-Natrium, Citronensäure, wasserfrei, Siliciumdioxid, hochdispers, Hypromellose, Magnesiumstearat, Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1) (Eudragit L 100), Methylcellulose, Cellulose, mikrokristallin, Polyacrylat-Dispersion 40 % (Eudragit NE 40 D; enthält 2 % Nonoxinol 100), Povidon K 25, Simeticon, Sorbinsäure, Talkum, Titandioxid (E171), Triethylcitrat, Vanille-Custard-Aroma (enthält Propylenglycol), Inhaber der Zulassung: Dr. Falk Pharma GmbH, Leinenweberstr. 5, Freiburg, Deutschland. Verschreibungspflicht/ Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation.Stand der Information: März Salofalk 500 mg - Zäpfchen Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Zäpfchen enthält 500 mg Mesalazin (5-Aminosalicylsäure; 5-ASA) Anwendungsgebiete: Zur Anwendung bei Erwachsenen: Akuttherapie chronischer Entzündungen des Dickdarms (Colitis ulcerosa, chronische unspezifische Colitis) und des Enddarms (Proctosigmoiditis, hämorrhagische Proctitis). Gegenanzeigen: Salofalk 500 mg - Zäpfchen dürfen nicht angewendet werden bei: - vorbestehender Überempfindlichkeit gegen Mesalazin, Salicylsäure, deren Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile - schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiinflammatorisches Darmtherapeutikum, Aminosalicylsäure und ähnliche Mittel. ATC-Code: A07EC02. Liste der sonstigen Bestandteile: Hartfett, Docusat-Natrium, Cetylalkohol. Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: Jänner Salofalk 1000 mg - Zäpfchen Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Zäpfchen enthält 1000 mg Mesalazin. Anwendungsgebiete: Akutbehandlung einer leichten bis mittelschweren Colitis ulcerosa, die auf das Rektum beschränkt ist (ulcerative Proktitis). Gegenanzeigen: Salofalk 1000 mg - Zäpfchen dürfen nicht angewendet werden bei Patienten mit: - bekannter Überempfindlichkeit gegen Salicylate oder dem sonstigen Bestandteil - schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Pharmakotherapeutische Gruppe: Aminosalicylsäure und ähnliche Mittel, ATC-Code: A07EC02. Liste der sonstigen Bestandteile: Hartfett. Inhaber der Zulassung: Dr. Falk Pharma GmbH, Leinenweberstr. 5, Freiburg, Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: April 2010 Salofalk 500 mg - Filmtabletten Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 500 mg Mesalazin (5-Aminosalicylsäure; 5-ASA). Sonstige Bestandteile: 48 mg Natrium. Anwendungsgebiete: Zur Anwendung bei Erwachsenen, Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen: - Akutbehandlung und Rezidivprophylaxe der Colitis ulcerosa - Akutbehandlung des Morbus Crohn. Gegenanzeigen: Salofalk 500 mg - Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden bei: - vorbestehender Überempfindlichkeit gegen Mesalazin, Salicylsäure, deren Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile - schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiinflammatorisches Darmtherapeutikum, Aminosalicylsäure und ähnliche Mittel. ATC-Code: A07EC02. Liste der sonstigen Bestandteile: Natriumcarbonat, Glycin, Povidon, mikrokristalline Cellulose, CroscamelloseNatrium, Siliciumdioxid, Calciumstearat, Hypromellose, Eudragit E und L, Talkum, Macrogol 6000, Titandioxid (E 171), Eisenoxidgelb (E 172). Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: Jänner Salofalk 4 g - Klysmen Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Klysma zu 60 g (58,32 ml) enthält 4 g Mesalazin (5-Aminosalicylsäure; 5-ASA) Anwendungsgebiete: Zur Anwendung bei Erwachsenen: Therapie des akuten Schubs bei chronischen Entzündungen des Dickdarms (Colitis ulcerosa, chronische unspezifische Colitis) und des Enddarms (Proctosigmoiditis, hämorrhagische Proctitis). Gegenanzeigen: Salofalk - Klysmen dürfen nicht angewendet werden bei: - vorbestehender Überempfindlichkeit gegen Mesalazin, Salicylsäure, deren Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile (z.b. Benzoate, Sulfit) - schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen - Bronchialasthmatikern, da eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Sulfit möglich ist. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiinflammatorisches Darmtherapeutikum, Aminosalicylsäure und ähnliche Mittel; ATC-Code: A07EC02. Liste der sonstigen Bestandteile: 60 mg Natriumbenzoat (E 211) und 280,8 mg Kaliumdisulfit (E 224, entsprechend 160 mg SO2) als Konservierungsmittel, Kaliumacetat, Xanthangummi, Carbomer, Dinatrium edetat, gereinigtes Wasser. Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: Jänner Salofalk 1 g/sprühstoß Rektalschaum Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Sprühstoß enthält 1,0 g Mesalazin. Sonstige Bestandteile: Cetylstearylalkohol, Propylenglycol und Natriummetabisulfit. Anwendungsgebiete: Behandlung von leichter aktiver Colitis ulcerosa des Sigmoids und Rektums. Gegenanzeigen: Salofalk Rektalschaum darf nicht angewendet werden bei -vorbestehender Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure, deren Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile - schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen - bestehendem Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni - hämorrhagischer Diathese. Vorsicht: Salofalk Rektalschaum sollte bei Asthmatikern mit Vorsicht eingesetzt werden, da das im Schaum enthaltene Sulfit Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen kann. Pharmakotherapeutische Gruppe: Aminosalicylsäure und ähnliche Mittel. ATC-Code: A07EC02. Liste der sonstigen Bestandteile: Natriummetabisulfit (E223), Cetylstearylalkohol, Polysorbat 60, Natriumedetat, Propylenglycol, Treibgase: Propan, Butan, Isobutan. Inhaber der Zulassung: Dr. Falk Pharma GmbH, Leinenweberstr. 5, Postfach 6529, Freiburg, Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: November Ursofalk 250 mg- Kapseln Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Ursofalk 250 mg- Kapseln: 1 Hartkapsel enthält 250 mg Ursodeoxycholsäure. Anwendungsgebiete: - Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase. Die Gallensteine dürfen auf dem Röntgenbild keine Schatten geben und sollten nicht größer als 15 mm im Durchmesser sein, und die Gallenblase muss trotz Gallenstein(en) funktionsfähig sein. - Symptomatische Behandlung der primär biliären Zirrhose, solange keine dekompensierte Leberzirrhose vorliegt. Gegenanzeigen: Ursofalk 250 mg- Kapseln sollten nicht angewendet werden bei Patienten mit: - akuten Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege - Verschluß der Gallenwege (Choledochus- oder Zystikusverschluß) - häufiges Auftreten von Gallenkoliken - röntgendichten, kalzifizierten Gallensteinen - eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase - Überempfindlichkeit gegenüber Gallensäuren oder einen der sonstigen Bestandteile. Pharmakotherapeutische Gruppe: Gallentherapie, ATC-Code: A05AA02. Liste der sonstigen Bestandteile: Ursofalk 250 mg- Kapseln: Maisstärke, hochdisperses Siliziumdioxid, Magnesiumstearat, Gelatine, Titandioxid (E-171), Natriumdodecylsulfat, gereinigtes Wasser. Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: März Ursofalk 250 mg/5 ml - orale Suspension Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 5 ml (entsprechend 1 Messlöffel) enthalten 250 mg Ursodeoxycholsäure. Sonstige Bestandteile: Natrium: 5 ml Suspension enthält 0,50 mmol (11,39 mg) Natrium. Anwendungsgebiete: - Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase. Die Gallensteine dürfen auf dem Röntgenbild keine Schatten geben und sollten nicht größer als 15 mm im Durchmesser sein, und die Gallenblase muss trotz Gallenstein(en) funktionsfähig sein. - Symptomatische Behandlung der primär biliären Zirrhose, solange keine dekompensierte Leberzirrhose vorliegt. Gegenanzeigen: Ursofalk 250 mg/5 ml - orale Suspension soll nicht angewendet werden bei Patienten mit: - akuten Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege - Verschluss der Gallenwege (Choledochus- oder Zystikusverschluß) - häufiges Auftreten von Gallenkoliken - röntgendichten, kalzifizierten Gallensteinen - eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase - Überempfindlichkeit gegenüber Gallensäuren oder einen der sonstigen Bestandteile. Pharmakotherapeutische Gruppe: Gallentherapie, ATC-Code: A05AA02. Liste der sonstigen Bestandteile: Benzoesäure (E-210), gereinigtes Wasser, Xylitol, Glycerol, Mikrokristalline Cellulose, Carmellose- Natrium, Propylenglycol, Natriumcitrat, Natriumcyclamat, Citronensäure, Natriumchlorid, Zitronenaroma. Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: März Springer-Verlag 8/

23

Ziele der Hepatitis C-Therapie

Ziele der Hepatitis C-Therapie Behandlung der Hepatitis C Zur Behandlung der Hepatitis C stehen heute neben pegyliertem Interferon alfa (PEG-INF) und Ribavirin auch Proteaseinhibitoren (direkt antiviral wirksame Substanzen) zur Verfügung.

Mehr

Telaprevir-Nutzenbewertung des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß 35a SGB V (Dossierbewertung)

Telaprevir-Nutzenbewertung des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß 35a SGB V (Dossierbewertung) DGVS Olivaer Platz 7 10707 Berlin Telaprevir-Nutzenbewertung des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß 35a SGB V (Dossierbewertung) Stellungnahme des Vorstands

Mehr

Durchbruch beider Therapieder Hepatitis C: Segenfürdie Patienten Albtraum fürdie Behandler?

Durchbruch beider Therapieder Hepatitis C: Segenfürdie Patienten Albtraum fürdie Behandler? Durchbruch beider Therapieder Hepatitis C: Segenfürdie Patienten Albtraum fürdie Behandler? Heiner Wedemeyer Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie Das Leber-Buch Hepatitisviren

Mehr

Update Hepatitis C-Diagnostik

Update Hepatitis C-Diagnostik Update Hepatitis C-Diagnostik Christian Noah Hamburg Therapieindikation Frühzeitiger Behandlungsbeginn erhöht Chancen auf einen Therapieerfolg Therapieindikation ist unabhängig von erhöhten Transaminasen

Mehr

Darmgesundheit. Vorsorge für ein gutes Bauchgefühl. OA Dr. Georg Schauer

Darmgesundheit. Vorsorge für ein gutes Bauchgefühl. OA Dr. Georg Schauer Vorsorge für ein gutes Bauchgefühl OA Dr. Georg Schauer Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung Knapp 7 % der Bevölkerung erkranken bei uns im Laufe ihres Lebens daran Es

Mehr

Hepatitis C Therapiestandards 2013 und Ausblick. Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung Wien

Hepatitis C Therapiestandards 2013 und Ausblick. Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung Wien Hepatitis C Therapiestandards 2013 und Ausblick Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung Wien Alte Standardtherapie der chron. Hepatitis C Pegyliertes Interferon-α Pegasys (Peginterferon

Mehr

Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999

Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999 Hepatitis C Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999 80 70 60 50 40 30 20 10 0 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 Total Drogen Sexueller/Nicht-sexueller

Mehr

therapienaiven Nicht-Zirrhotikern

therapienaiven Nicht-Zirrhotikern Hepatitis C: LDV/SOF mit überzeugenden Daten bei Zirrhotikern und bei der Kurzzeitbehandlung von ther Hepatitis C LDV/SOF mit überzeugenden Daten bei Zirrhotikern und bei der Kurzzeitbehandlung von therapienaiven

Mehr

Therapieoptionen Hepatitis B

Therapieoptionen Hepatitis B Therapieoptionen Hepatitis B Interferon alpha Viral entry Uncoating Nuclear import Assembly & budding cccdna HBsAg ER Positive strand synthesis Removal of pregenome Lamivudin Adefovir Entecavir Tenofovir

Mehr

Praxisempfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C nach Zulassung des Polymerase-Inhibitors Sofosbuvir

Praxisempfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C nach Zulassung des Polymerase-Inhibitors Sofosbuvir Praxisempfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C nach Zulassung des Polymerase-Inhibitors Sofosbuvir Christoph Sarrazin 1, Peter Buggisch 2, Holger Hinrichsen 3, Dietrich Hüppe 4, Stefan Mauss

Mehr

Präventionspotenzial endoskopischer Vorsorgeuntersuchungen für kolorektale Karzinome

Präventionspotenzial endoskopischer Vorsorgeuntersuchungen für kolorektale Karzinome Präventionspotenzial endoskopischer Vorsorgeuntersuchungen für kolorektale Karzinome Symposium Das Früherkennungsprogramm kolorektaler Karzinome in Deutschland eine Zwischenbilanz Oldenburg, 30.10.2004

Mehr

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich ARUD Zürich Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen 450 Patienten Substitution mit Methadon,

Mehr

7. Sailersymposium. Gerinnungssymposium für Innere Medizin und Laboratoriumsmedizin

7. Sailersymposium. Gerinnungssymposium für Innere Medizin und Laboratoriumsmedizin 7. Sailersymposium Gerinnungssymposium für Innere Medizin und Laboratoriumsmedizin mit Workshop der Vereinigung der Primarärzte und ärztlichen Direktoren des Landes Steiermark in Zusammenarbeit mit der

Mehr

Neues zur HCV Therapie

Neues zur HCV Therapie Neues zur HCV Therapie 58. Jahrestagung der Deutschen STD-Gesellschaft Bochum, 18. September 2009 Christoph Sarrazin Klinikum der J. W. Goethe-Universität Medizinische Klinik 1 Frankfurt am Main Diagnostik

Mehr

Was gibt es Neues von Leberkongressen 2009?

Was gibt es Neues von Leberkongressen 2009? 13. Herner Lebertag 2010 Was gibt es Neues von Leberkongressen 2009? AASLD: Fortschritte in der Therapie der chronischen Hepatitis C Genetische Variationen des IL28B Gens und der Einfluss auf die Heilungsraten

Mehr

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Therapie von Lebererkrankungen Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Virus Fett Alkohol Eisen/Kupfer Medikamente gesunde LEBER Akute Hepatitis Therapieziele Chronische

Mehr

Chronische Hepatitis B

Chronische Hepatitis B Chronische Hepatitis B - einmal Nukleos(t)id immer Nukleos(t)id? - Prof. Dr. G. Gerken Universitätsklinikum Essen Zentrum für Innere Medizin Klinik für Gastroenterologie u. Hepatologie Essen, Kulturhauptstadt

Mehr

skriptum 05/13 wmw Wiener Medizinische Wochenschrift Kongressjournal der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie

skriptum 05/13 wmw Wiener Medizinische Wochenschrift Kongressjournal der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie BEILAGE, 0 uogü st ge 90 Während der diesjährigen Gesundheitsgespräche in Alpbach konnten sich die Experten direkt zu den brisanten Themen der Gesundheitspolitik äußern. Das Ergebnis ist ernüchternd. Die

Mehr

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Addendum zur Hepatitis C Leitlinie im Auftrag der folgenden Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und

Mehr

Viszeral Medizin Leber & Gallenwege. Andreas Maieron Innere Medizin 4 Elisabethinen Linz

Viszeral Medizin Leber & Gallenwege. Andreas Maieron Innere Medizin 4 Elisabethinen Linz Viszeral Medizin Leber & Gallenwege Andreas Maieron Innere Medizin 4 Elisabethinen Linz Worüber berichte ich? Sehr persönliche Auswahl Virushepatitis Inkl. warum soll man Patienten therapieren? Hepatitis

Mehr

Hepatitis C Virusinfektionen: Neue Therapieoptionen Jan Fehr

Hepatitis C Virusinfektionen: Neue Therapieoptionen Jan Fehr Hepatitis C Virusinfektionen: Neue Therapieoptionen Jan Fehr 1 Phase 2/3: StartVerso, Lonestar, Promise, Electron, Fusion, Fission... November 2013 Washington April 2013 Amsterdam 100% Ansprechrate Interferon-frei

Mehr

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um den Wirkstoff Daclatasvir wie folgt ergänzt:

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um den Wirkstoff Daclatasvir wie folgt ergänzt: Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Expertenempfehlungen zur Triple-Therapie der HCV- Infektion mit Boceprevir und Telaprevir

Expertenempfehlungen zur Triple-Therapie der HCV- Infektion mit Boceprevir und Telaprevir Übersicht 57 Expertenempfehlungen zur Triple- der HCV- Infektion mit Boceprevir und Telaprevir Expert Opinion on Boceprevir- and Telaprevir-Based Triple s of Chronic Hepatitis C Autoren C. Sarrazin 1,

Mehr

Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager

Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager Günter Umbach Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager Wie Sie effektiv wissenschaftliche Daten kommunizieren

Mehr

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Addendum zur Hepatitis C Leitlinie im Auftrag der folgenden Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und

Mehr

Therapiestandards und neue Entwicklungen. Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung Wien

Therapiestandards und neue Entwicklungen. Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung Wien Therapiestandards und neue Entwicklungen Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung Wien HCV Infektion: Weltweite Prävalenz 10% keine Daten WHO. Wkly

Mehr

Human Capital Management

Human Capital Management Human Capital Management Raimund Birri Human Capital Management Ein praxiserprobter Ansatz für ein strategisches Talent Management 2., überarbeitete Auflage Raimund Birri Zürich, Schweiz ISBN 978-3-8349-4574-7

Mehr

Virusinfektion Hepatitis C. Nur ein diagnostizierter Patient kann geheilt werden.

Virusinfektion Hepatitis C. Nur ein diagnostizierter Patient kann geheilt werden. Nur ein diagnostizierter Patient kann geheilt werden. Informationsbroschüre Virusinfektion Hepatitis C Nur ein diagnostizierter Patient kann geheilt werden. Heute eindrucksvolle Heilungschancen 100 Heilungsrate

Mehr

Rekombinante Wirkstoffe! 9. Vorlesung!

Rekombinante Wirkstoffe! 9. Vorlesung! Rekombinante Wirkstoffe! 9. Vorlesung! Prof. Dr. Theo Dingermann Ins2tut für Pharmazeu2sche Biologie Goethe- Universität Frankfurt Dingermann@em.uni- frankfurt.de Hepatitiden als Hauptindikation für rekombinante

Mehr

Nonresponse, Relapse, neue Substanzen Schöne neue Welt für Koinfizierte?

Nonresponse, Relapse, neue Substanzen Schöne neue Welt für Koinfizierte? Nonresponse, Relapse, neue Substanzen Schöne neue Welt für Koinfizierte? Patrick Ingiliz Abteilung für Gastroenterologie und Infektiologie Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin Therapieansprechen und

Mehr

TZM-Essentials. Fortgeschrittenes Rektumkarzinom und Rezidiv M. E. Kreis

TZM-Essentials. Fortgeschrittenes Rektumkarzinom und Rezidiv M. E. Kreis CAMPUS GROSSHADERN CHIRURGISCHE KLINIK UND POLIKLINIK DIREKTOR: PROF. DR. MED. DR. H.C. K-W. JAUCH TZM-Essentials Fortgeschrittenes Rektumkarzinom und Rezidiv M. E. Kreis Ludwig-Maximilians Universität

Mehr

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Dokumentvorlage, Version vom 20.01.2011 Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Sofosbuvir (Sovaldi ) Gilead Sciences GmbH Modul 2 Allgemeine Angaben zum Arzneimittel, zugelassene Anwendungsgebiete

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Gebrauchsinformation: Information für Patienten Gebrauchsinformation: Information für Patienten Esberitox -Tabletten Trockenextrakt aus einer Mischung von Lebensbaumspitzen und -blättern, Purpursonnenhutwurzel, Blassfarbener Sonnenhutwurzel und Färberhülsenwurzel

Mehr

Hepatitis-C-Medikamente

Hepatitis-C-Medikamente Hepatitis-C-Medikamente Stand 20. Januar 2015 Inhalt Was ist neu?... 1 Zulassungen und Medikamentenpipeline... 2 Welche Medikamentenkombinationen können laut Zulassung bei welchem Genotyp eingesetzt werden?...

Mehr

WAS GIBT S ES NEUES ZU HCV? 10.05.2014

WAS GIBT S ES NEUES ZU HCV? 10.05.2014 WAS GIBT S ES NEUES ZU HCV? 10.05.2014 Armin Finkenstedt Innere Medizin II Medizinische Universität Innsbruck armin.finkenstedt@uki.at EPIDEMIOLOGIE DER HEPATITIS C IN ÖSTERREICH Epidemiologie Österreich

Mehr

Komplementäre und alternative Therapiemethoden

Komplementäre und alternative Therapiemethoden Komplementäre und alternative Therapiemethoden M.W. Beckmann Inanspruchnahme komplementärer Therapien bei Brustkrebs 78% mindestens eine Therapiemethode 43% zwei oder mehr 23% drei oder mehr (außer Physiotherapie)

Mehr

Hepatitis B und C Therapie - wann beginnt endlich die Zukunft? Petra Munda Galltür,, 24.3.2010

Hepatitis B und C Therapie - wann beginnt endlich die Zukunft? Petra Munda Galltür,, 24.3.2010 Hepatitis B und C Therapie - wann beginnt endlich die Zukunft? Petra Munda Galltür,, 24.3.2010 Standortbestimmung Gegenwart? Ziele? Erwartungen an die Zukunft? Welche Perspektive...???? Wollen wir Unmögliches

Mehr

1. Linzer Patientinnen Krebskongress... was die Frau über Krebs wissen sollte!

1. Linzer Patientinnen Krebskongress... was die Frau über Krebs wissen sollte! Pressekonferenz der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz und des AKh Linz 1. Linzer Patientinnen Krebskongress... was die Frau über Krebs wissen sollte! Donnerstag, 22. Jänner 2015, 11 Uhr Als Gesprächspartner

Mehr

Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG 2015. 13. Österreichischer Kongress Krebs bei der Frau

Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG 2015. 13. Österreichischer Kongress Krebs bei der Frau 13. Österreichischer Kongress Krebs bei der Frau Fortbildungsseminar für onkologisches Pflegepersonal am 17. April 2015 16. 18. April 2015 Salzburg Congress Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie

Mehr

IPA-IAO Forschung und Praxis

IPA-IAO Forschung und Praxis IPA-IAO Forschung und Praxis Berichte aus dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart,

Mehr

Pressespiegel 2014. Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge. Inhalt. Axel Heidenreich. Zielsetzung des Screening/ der Früherkennung beim PCA

Pressespiegel 2014. Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge. Inhalt. Axel Heidenreich. Zielsetzung des Screening/ der Früherkennung beim PCA Pressespiegel 2014 Klinik für Urologie Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge Ist die Prostatakrebs-Früherkennung für alle älteren Männer sinnvoll? Laut einer europäischen Studie senkt sie die Zahl

Mehr

Liebe werdende Eltern

Liebe werdende Eltern Home Hebamme Nicola Feld, Hamburg Seite 1 Home Leistungen & Kurse Über mich Elternbuch Kontakt Liebe werdende Eltern Ihr erwartet Nachwuchs, herzlichen Glückwunsch! Eine spannende Zeit hat für Euch begonnen.

Mehr

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Addendum zur Hepatitis C Leitlinie im Auftrag der folgenden Fachgesellschaften (2/15): Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs-

Mehr

1. ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT RHEUMATOIDE ARTHRITIS 2009

1. ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT RHEUMATOIDE ARTHRITIS 2009 1. ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT RHEUMATOIDE ARTHRITIS 2009 Bedürfnisse Interessen Wünsche Anliegen EINE INITIATIVE DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR GESUNDHEIT, DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR ARBEIT, SOZIALES,

Mehr

Hepatitis B - eine unterschätzte Infektion? C. Berg

Hepatitis B - eine unterschätzte Infektion? C. Berg Hepatitis B - eine unterschätzte Infektion? C. Berg Med. Univ.-Klinik Tübingen T Abt. I Z. Gastroenterol. 2007 J. Hepatol. 2009 Hepatology 2009 Aktualisierung für Frühjahr 2011 erwartet Aktualisierung

Mehr

Handbuch Kundenmanagement

Handbuch Kundenmanagement Handbuch Kundenmanagement Armin Töpfer (Herausgeber) Handbuch Kundenmanagement Anforderungen, Prozesse, Zufriedenheit, Bindung und Wert von Kunden Dritte, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage

Mehr

Darmkrebsfrüherkennung: was bringt das?

Darmkrebsfrüherkennung: was bringt das? 20. Onkologisches Symposium Tumorzentrum Regensburg Darmkrebsfrüherkennung: was bringt das? Vorteile und Ergebnisse der Vorsorge H. Worlicek Regensburg 17.01.2015 Gastroenterologie Facharztzentrum Regensburg

Mehr

Springer Spektrum, Springer Vieweg und Springer Psychologie.

Springer Spektrum, Springer Vieweg und Springer Psychologie. essentials Essentials liefern aktuelles Wissen in konzentrierter Form. Die Essenz dessen, worauf es als State-of-the-Art in der gegenwärtigen Fachdiskussion oder in der Praxis ankommt. Essentials informieren

Mehr

Aktuelle Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Therapie der chronischen Hepatitis C 28 HEPATITIS C Aktuelle Therapie der chronischen Hepatitis C Claus Niederau Erhöhte Leberwerte wie GPT und GT gehören zum Alltag des Hausarztes. Obwohl Alkohol und Übergewicht häufige Ursachen sind, empfehlen

Mehr

MedR Schriftenreihe Medizinrecht Herausgegeben von Professor Dr. Andreas Spickhoff, Göttingen Weitere Bände siehe http://www.springer.

MedR Schriftenreihe Medizinrecht Herausgegeben von Professor Dr. Andreas Spickhoff, Göttingen Weitere Bände siehe http://www.springer. MedR Schriftenreihe Medizinrecht Herausgegeben von Professor Dr. Andreas Spickhoff, Göttingen Weitere Bände siehe http://www.springer.com/series/852 Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwälte im Medizinrecht e.v.

Mehr

Alles was der Patient wissen sollte. Moderne Koloskopie: Alles, was der Patient und Hausarzt wissen sollten

Alles was der Patient wissen sollte. Moderne Koloskopie: Alles, was der Patient und Hausarzt wissen sollten Moderne Koloskopie: Alles, was der Patient und Hausarzt wissen sollten Alles was der Patient wissen sollte Prof. Adrian Schmassmann, Chefarzt Medizin, LUKS Sursee" www.colonoscopyfordummies.com Was ist

Mehr

Stellen Sie getrennte Anträge für inhaltlich nicht zusammenhängende Änderungsvorschläge!

Stellen Sie getrennte Anträge für inhaltlich nicht zusammenhängende Änderungsvorschläge! Änderungsvorschlag für den OPS 2014 Hinweise zum Ausfüllen und Benennen des Formulars Bitte füllen Sie dieses Vorschlagsformular elektronisch aus und schicken Sie es als E-Mail-Anhang an vorschlagsverfahren@dimdi.de.

Mehr

HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brus

HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brus HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brus HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brustkrebs München

Mehr

Hepatitis C. Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur. Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen

Hepatitis C. Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur. Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen Risikofaktoren Transfusion oder Organtransplantation Transfusion von Spendern, die später als HCV-infiziert

Mehr

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um die Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir wie folgt ergänzt:

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um die Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir wie folgt ergänzt: Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Krebstherapie maßgeschneidert individualisiert & ganzheitlich

Krebstherapie maßgeschneidert individualisiert & ganzheitlich Krebstherapie maßgeschneidert individualisiert & ganzheitlich Günther Gastl UK für Innere Medizin V Hämatologie & Onkologie Medizinische Universität Innsbruck Die Heilkunst umfasst dreierlei: - die Erkrankung

Mehr

Dossierbewertung A14-18 Version 1.0 Simeprevir Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 28.08.2014

Dossierbewertung A14-18 Version 1.0 Simeprevir Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 28.08.2014 2 Nutzenbewertung 2.1 Kurzfassung der Nutzenbewertung Hintergrund Der G-BA hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Simeprevir gemäß 35a SGB V beauftragt. Die Bewertung erfolgte auf Basis eines

Mehr

Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn

Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2006 Männer (200 018) Prostata Dickdarm, Mastdarm Lunge Harnblase Magen

Mehr

45. Jahrestagung mit 23. Fortbildungskurs

45. Jahrestagung mit 23. Fortbildungskurs 45. Jahrestagung mit 23. Fortbildungskurs 14. 16. Juni 2012 Messe Wels Kongresspräsident: Peter Knoflach Kongresssekretäre: Michael Gschwantler, Dietmar Hubner Fortbildungskurs 14. Juni 2012 Thema: Der

Mehr

Virushepatitiden - Erreger

Virushepatitiden - Erreger 19.11.213 Virushepatitiden - Erreger Hepatitis A bis E Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung Wien Klassische Hepatitisviren: - Hepatitis A Virus - Hepatitis B Virus - Hepatitis

Mehr

DETECT III DETECT III

DETECT III DETECT III DETECT III Eine prospektive, randomisierte, zweiarmige, multizentrische Phase III Studie zum Vergleich Standardtherapie versusstandardtherapie mit Lapatinib bei metastasierten Patientinnen mit initial

Mehr

Moderne Hepatitis Diagnostik Neue Therapieoptionen neue Herausforderungen

Moderne Hepatitis Diagnostik Neue Therapieoptionen neue Herausforderungen Moderne Hepatitis Diagnostik Neue Therapieoptionen neue Herausforderungen ÖQUASTA Symposium: Innsbruck Igls 29.-30. 09. 2011 Heidemarie Holzmann Department für Virologie Hepatitis Viren (1) Hepatitis A

Mehr

Darmkrebs-Vorsorge. gastroenterologie + hepatologie. praxis für

Darmkrebs-Vorsorge. gastroenterologie + hepatologie. praxis für Dr.med. Rudolf Hermann Facharzt FMH für Innere Medizin speziell Gastroenterologie Steigstrasse 40 CH-8200 Schaffhausen Telefon +41 (0)52 625 16 91 Telefax +41 (0)52 624 90 10 e-mail hermann@hepaline.ch

Mehr

Entwicklung und Ergebnisse einer virtuellen Tumorkonferenz

Entwicklung und Ergebnisse einer virtuellen Tumorkonferenz Tumorboard Gesetzliche Vorgabe Krankenanstaltenträger eine organisatorische Verpflichtung, für eine Behandlung nach dem medizinischen Standard zu sorgen seit 2008 müssen Tumorbefunde nicht mehr nur von

Mehr

IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie)

IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie) IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie) IgY? Studie? Was ist das eigentlich? Wo wird die Studie durchgeführt? Kann ich/ mein Kind noch teilnehmen? Dr. Andreas Reimann Leiter des IMPACTT-Arbeitspaketes

Mehr

HANAUER H!LFE e.v. (Hrsg.) Die Entwicklung professioneller Opferhilfe

HANAUER H!LFE e.v. (Hrsg.) Die Entwicklung professioneller Opferhilfe HANAUER H!LFE e.v. (Hrsg.) Die Entwicklung professioneller Opferhilfe VS RESEARCH HANAUER H!LFE e.v. (Hrsg.) Die Entwicklung professioneller Opferhilfe 25 Jahre Hanauer Hilfe VS RESEARCH Bibliografische

Mehr

Wien, Schloss Wilhelminenberg

Wien, Schloss Wilhelminenberg 12. JAHRESTAGUNG Grenzfälle Diskussionen KARDIOLOGIE INTERAKTIV Wien, Schloss Wilhelminenberg Guidelines Wien, Schloss Wilhelminenberg 16. und 17. Jänner 2015 PROGRAMM www.cardio-congress.com 12. JAHRESTAGUNG

Mehr

EASL 2004, Berlin. 39th Annual Meeting of the European Association of the Study of the Liver. 14.-18. April, 2004. Zusammefassung von

EASL 2004, Berlin. 39th Annual Meeting of the European Association of the Study of the Liver. 14.-18. April, 2004. Zusammefassung von EASL 2004, Berlin 39th Annual Meeting of the European Association of the Study of the Liver 14.-18. April, 2004 Zusammefassung von Dr. Patrick Schmid, St. Gallen Inhaltsverzeichnis Hepatitis-B-Infektion...

Mehr

INITIATIVE BELARUS MS-Betroffene helfen MS-Betrofffenen in Weißrussland. besonderen Bedürfnissen aufgrund. Toiletten erfahren müssen.

INITIATIVE BELARUS MS-Betroffene helfen MS-Betrofffenen in Weißrussland. besonderen Bedürfnissen aufgrund. Toiletten erfahren müssen. 24 diverses neue horizonte ÖSTERREICHISCHE MULTIPLE SKLEROSE GESELLSCHAFT INITIATIVE BELARUS MS-Betroffene helfen MS-Betrofffenen in Weißrussland ÖSTERREICHISCHE MULTIPLE SKLEROSE GESELLSCHAFT Liebe MS-Betroffene,

Mehr

Virologie 2.0 von Roche Diagnostics. Die neue Dimension an Sicherheit und Zuverlässigkeit

Virologie 2.0 von Roche Diagnostics. Die neue Dimension an Sicherheit und Zuverlässigkeit Virologie 2.0 von Roche Diagnostics Die neue Dimension an Sicherheit und Zuverlässigkeit Das ist Virologie 2.0 von Roche Diagnostics Sicherheit Die neuen Technologie-Designs (Dual-Probe und Dual-Target)

Mehr

TOP III Kommunikative Kompetenz im ärztlichen Alltag Verstehen und Verständigen

TOP III Kommunikative Kompetenz im ärztlichen Alltag Verstehen und Verständigen 118. Deutscher Ärztetag Frankfurt am Main 12.-15 Mai 2015 TOP III Kommunikative Kompetenz im ärztlichen Alltag Verstehen und Verständigen Nicole Ernstmann IMVR Abteilung Medizinische Soziologie nicole.ernstmann@uk-koeln.de

Mehr

Alina Schneider. Erfolg in Data-Warehouse-Projekten. Eine praxisnahe Analyse von Erfolgsfaktoren und -kriterien. Diplomica Verlag

Alina Schneider. Erfolg in Data-Warehouse-Projekten. Eine praxisnahe Analyse von Erfolgsfaktoren und -kriterien. Diplomica Verlag Alina Schneider Erfolg in Data-Warehouse-Projekten Eine praxisnahe Analyse von Erfolgsfaktoren und -kriterien Diplomica Verlag Alina Schneider Erfolg in Data-Warehouse-Projekten: Eine praxisnahe Analyse

Mehr

Gut, besser, am besten Die Hepatitis C-Therapie auf der Zielgeraden

Gut, besser, am besten Die Hepatitis C-Therapie auf der Zielgeraden THE INTERNATIONAL LIVER CONGRESS 213 Gut, besser, am besten Die Hepatitis C-Therapie auf der Zielgeraden Der Leberkongress stand ganz im Zeichen der neuen Optionen der Hepatitis C-Therapie. Diese werden

Mehr

BWL im Bachelor-Studiengang

BWL im Bachelor-Studiengang BWL im Bachelor-Studiengang Reihenherausgeber: Hermann Jahnke, Universität Bielefeld Fred G. Becker, Universität Bielefeld Fred G. Becker Herausgeber Einführung in die Betriebswirtschaftslehre Mit 48 Abbildungen

Mehr

Strategien und offene Fragen in der Therapie des Rektumkarzinoms

Strategien und offene Fragen in der Therapie des Rektumkarzinoms Strategien und offene Fragen in der Therapie des Rektumkarzinoms Prof. Dr. med. R. Fietkau Strahlenklinik Erlangen Offenlegung potentieller Interessenkonflikte 1. Anstellungsverhältnis oder Führungsposition

Mehr

Indikationen. Probleme. Benefits. m.lange@krankenhaus-eisenberg.de mit Lehrstuhl für Orthopädie der Friedrich Schiller Universität Jena.

Indikationen. Probleme. Benefits. m.lange@krankenhaus-eisenberg.de mit Lehrstuhl für Orthopädie der Friedrich Schiller Universität Jena. 28.Workshop Regional-Anästhesie Dietrich Bonhoeffer Klinikum Neubrandenburg 08.-11-05.2010 Kontinuierliche Periphere Nervenanästhesie Notwendig oder Spielerei? Indikationen Schmerz, Sympathikolyse Probleme

Mehr

Zurich Open Repository and Archive. Kostenvergleich zwischen zwei Kombinationstherapien gegen Hepatitis C mit pegylierten Interferonen und Ribavirin

Zurich Open Repository and Archive. Kostenvergleich zwischen zwei Kombinationstherapien gegen Hepatitis C mit pegylierten Interferonen und Ribavirin University of Zurich Zurich Open Repository and Archive Winterthurerstr. 190 CH-8057 Zurich http://www.zora.uzh.ch Year: 2005 Kostenvergleich zwischen zwei Kombinationstherapien gegen Hepatitis C mit pegylierten

Mehr

Ao Univ. Prof. Dr. Petra Munda Universitätsklinik tsklinik für f r Innere Medizin III. Munda, RK 11/09

Ao Univ. Prof. Dr. Petra Munda Universitätsklinik tsklinik für f r Innere Medizin III. Munda, RK 11/09 HEPATITIS-UPDATE Ao Univ. Prof. Dr. Petra Munda Universitätsklinik tsklinik für f r Innere Medizin III Abteilung für f Gastroenterologie und Hepatologie wo sind die Neuigkeiten??? Hepatitis C Virus Infektion

Mehr

Christian Kremer. Kennzahlensysteme für Social Media Marketing. Ein strategischer Ansatz zur Erfolgsmessung. Diplomica Verlag

Christian Kremer. Kennzahlensysteme für Social Media Marketing. Ein strategischer Ansatz zur Erfolgsmessung. Diplomica Verlag Christian Kremer Kennzahlensysteme für Social Media Marketing Ein strategischer Ansatz zur Erfolgsmessung Diplomica Verlag Christian Kremer Kennzahlensysteme für Social Media Marketing: Ein strategischer

Mehr

Das Mammakarzinom der jungen Patientin. Dr. C.Kreisel-Büstgens Onkologische Schwerpunktpraxis Minden Lübbecke

Das Mammakarzinom der jungen Patientin. Dr. C.Kreisel-Büstgens Onkologische Schwerpunktpraxis Minden Lübbecke Das Mammakarzinom der jungen Patientin Dr. C.Kreisel-Büstgens Onkologische Schwerpunktpraxis Minden Lübbecke Flurweg 13, 32457 Porta Westfalica Dr. Martin Becker Dr. Christiane Kreisel-Büstgens Dr. Enno

Mehr

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung BIOTRONIK // Cardiac Rhythm Management Herzschrittmacher mit Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung VDE MedTech 2013 26. September

Mehr

Change Management in der öffentlichen Verwaltung

Change Management in der öffentlichen Verwaltung Christian Wörpel Change Management in der öffentlichen Verwaltung Die Verwaltungsbeschäftigten im Fokus von IT-Veränderungsprozessen Diplomica Verlag Christian Wörpel Change Management in der öffentlichen

Mehr

ANHANG I ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

ANHANG I ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS ANHANG I ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS 1 1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS Pegasys 135 Mikrogramm Injektionslösung 2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG Jede Durchstechflasche

Mehr

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients BASG / AGES Institut LCM Traisengasse 5, A-1200 Wien Datum: Kontakt: Abteilung: Tel. / Fax: E-Mail: Unser Zeichen: Ihr Zeichen: 27.05.2015 Mag. pharm. Dr. Ulrike Rehberger REGA +43 (0) 505 55 36258 pv-implementation@ages.at

Mehr

X.systems.press ist eine praxisorientierte Reihe zur Entwicklung und Administration von Betriebssystemen, Netzwerken und Datenbanken.

X.systems.press ist eine praxisorientierte Reihe zur Entwicklung und Administration von Betriebssystemen, Netzwerken und Datenbanken. X. systems.press X.systems.press ist eine praxisorientierte Reihe zur Entwicklung und Administration von Betriebssystemen, Netzwerken und Datenbanken. Rafael Kobylinski MacOSXTiger Netzwerkgrundlagen,

Mehr

Epidemiologie CH 2008

Epidemiologie CH 2008 Das Bronchuskarzinom: Diagnostik, Therapie und Screening Ärzteforum Davos 06.03.2014 Michael Mark Stv. Leitender Arzt Onkologie/Hämatologie Kantonsspital GR Epidemiologie CH 2008 Krebsliga Schweiz Epidemiologische

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Gebrauchsinformation: Information für Anwender Gebrauchsinformation: Information für Anwender Vitagutt Vitamin E 670 mg, Weichkapsel Zur Anwendung bei Erwachsenen Wirkstoff: 1000 mg all-rac-alpha-tocopherolacetat (entsprechend 670 mg RRR-alpha- Tocopherol-Äquivalente).

Mehr

Erfolgsfaktoren des Working Capital Managements

Erfolgsfaktoren des Working Capital Managements Erich Lies Erfolgsfaktoren des Working Capital Managements Optimierungsansätze der Financial Supply Chain Diplomica Verlag Erich Lies Erfolgsfaktoren des Working Capital Managements: Optimierungsansätze

Mehr

Was kostet der Zusatznutzen?

Was kostet der Zusatznutzen? Foto: Fotolia/PictureP Innovative Arzneimittel bei Hepatitis C Was kostet der Zusatznutzen? Von Gabriele Gradl, Dietmar Klöckner, Eva-Maria Krieg, Johanna Werning und Martin Schulz / Die hohen Preise der

Mehr

Neues zum Thema Prostatakrebs Möglichkeiten der Prävention

Neues zum Thema Prostatakrebs Möglichkeiten der Prävention Neues zum Thema Prostatakrebs Möglichkeiten der Prävention Dr. med. Simone Maier Landesvorsitzende des Berufsverbands der deutschen Urologen, Württemberg Urologische Gemeinschaftspraxis Dres.. Maier/Löffler

Mehr

Big Data zwischen Hype und Realität Perspektiven im Gesundheitswesen. Dr. Peter Grolimund, Senior Industry Consultant Life Sciences 26-Januar-2015

Big Data zwischen Hype und Realität Perspektiven im Gesundheitswesen. Dr. Peter Grolimund, Senior Industry Consultant Life Sciences 26-Januar-2015 Big Data zwischen Hype und Realität Perspektiven im Gesundheitswesen Dr. Peter Grolimund, Senior Industry Consultant Life Sciences 26-Januar-2015 Zur Diskussion DATEN Spenden kann Leben retten Analysieren

Mehr

Aktuelle Empfehlung der DGVS zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung der DGVS zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung der DGVS zur Therapie der chronischen Hepatitis C Christoph Sarrazin 1, Thomas Berg 2, Heiner Wedemeyer 3, Stefan Mauss 4, Matthias Dollinger 5, Michael Manns 3, Stefan Zeuzem 1 1 Universitätsklinikum

Mehr

Rauchen in der Gastronomie Umfrage der Medizinischen Universität Wien

Rauchen in der Gastronomie Umfrage der Medizinischen Universität Wien Rauchen in der Gastronomie Umfrage der Medizinischen Universität Wien Sehr geehrter Gast! Das Rauchergesetz hat einige Aufregung mit sich gebracht. Über die tatsächliche Meinung der Kundschaft von Gaststätten

Mehr

Ernährung bei akuter Pankreatitis: Was gibt es Neues?

Ernährung bei akuter Pankreatitis: Was gibt es Neues? Ernährung bei akuter Pankreatitis: Was gibt es Neues? Prof. Dr J. Ockenga Medizinische Klinik II Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie & Ernährungsmedizin Klinikum Bremen Mitte DGEM/ESPEN, Guidelines

Mehr

DFP-Fortbildung. Ärztlicher Fortbildungsanbieter

DFP-Fortbildung. Ärztlicher Fortbildungsanbieter Wien. Klin. Wochenschr. Educ DOI 10.1007/s11812-015-0072-7 Springer-Verlag Wien 2015 Klaus Rüschhoff, Springer Medizin Punkte sammeln auf... D SpringerMedizin.at Das DFP Literaturstudium ist Teil des Diplom-Fortbildungs-Programms

Mehr

GEMEINSAM GEGEN BRUSTKREBS

GEMEINSAM GEGEN BRUSTKREBS GEMEINSAM GEGEN BRUSTKREBS Zertifiziertes Brustgesundheitszentrum 75 % aller Frauen, die an Brustkrebs leiden, können auf Dauer geheilt werden. Je früher die Erkrankung erkannt werden kann, desto besser

Mehr

EINLADUNG. 7. Interdisziplinäres Symposium Rheumatologie, Dermatologie und Gastroenterologie. Klinische Immunologie am Rhein

EINLADUNG. 7. Interdisziplinäres Symposium Rheumatologie, Dermatologie und Gastroenterologie. Klinische Immunologie am Rhein EINLADUNG 7. Interdisziplinäres Symposium Rheumatologie, Dermatologie und Gastroenterologie Klinische Immunologie am Rhein Freitag, 22. August bis Samstag, 23. August 2014 Hotel Marriott Johannisstraße

Mehr

Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment.

Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment. 5th Congenital Hyperinsulinism International Family Conference Milan, September 17-18 Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment. PD Dr. Thomas Meissner

Mehr

Datum Wochen Band DVD Band eingelegt Protokoll kontr. Recovery kontr. Tag Nr. RW Sign. Sign. Sign.

Datum Wochen Band DVD Band eingelegt Protokoll kontr. Recovery kontr. Tag Nr. RW Sign. Sign. Sign. Monat: Januar Anzahl Bänder: 9 01.01.2015 Donnerstag Do DO 02.01.2015 Freitag Fr FR 03.01.2015 Samstag 04.01.2015 Sonntag 05.01.2015 Montag Mo1 MO 06.01.2015 Dienstag Di DI 07.01.2015 Mittwoch Mi MI 08.01.2015

Mehr