Sinnesbehinderung Fernsehen. dcxvcxvxcvxcv yxc ycvc aydfdsklf

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1 Koordinationssitzung Schweiz. Verband für Gehörlosenund Hörgeschädigten-Organisationen Sinnesbehinderung Fernsehen Association Suisse pour organisations de sourds et malentendants dcxvcxvxcvxcv yxc ycvc aydfdsklf Associazione Svizzera per organizzazioni a favore delle persone audiolese 4 Versammlungsrundschau Zürcher Fürsorgeverein für Gehörlose Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen Integration Handicap 16 Erfolgreiche Absolventen der BSFH Davis Colombo Adrian Meyer 21 Sexualisierte Gewalt bei hörbehinderten Menschen Fachartikel von Dr. med. Werner Tschan 106. Jahrgang Nr. 8 September taki mundo Astrid von Reding engagiert sich für hörgeschädigte Kinder in Mexiko

2 Seite des Präsidenten Editorial Impressum Zeitschrift sonos Erscheint monatlich Liebe Leserinnen und Leser Ich hoffe, dass all unsere Leser viele sonnige und erholsame Sommertage geniessen konnten. Für die meisten geht die Ferienzeit zu Ende, der Arbeitsalltag nimmt wieder Besitz von uns. Nicht alle Menschen haben sich Ferien gegönnt. So lesen wir in den Tageszeitungen, dass die Zahl der Einbrüche massiv gestiegen sei. 30 Prozent mehr wurden registriert gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Die Diebe haben es auf Bargeld, Schmuck und elektronische Geräte abgesehen. Aber auch andere verbrecherische Machenschaften wurden beobachtet. So schreibt die Stiftung ZEWO in ihrer Homepage: «Schein-Gehörlose erbetteln Geld; In der Schweiz sind wieder vermehrt Betrüger unterwegs, die sich als gehörlos ausgeben und so Geld erbetteln. Mit gefälschten Zertifikaten bedrängen sie die Leute in Einkaufszentren oder auf der Strasse.» Banden aus Osteuropa sind unterwegs und geben sich entweder als mittellose Gehörlose aus oder sammeln mit gefälschten Unterlagen Geld für gehörlose Mitmenschen. Dreist verwenden sie Logos und Namen von ZEWO-zertifizierten Hörbehindertenorganisationen und suchen sich geschickt stark frequentierte Orte wie Einkaufszentren, Parkhäuser und Bahnhöfe aus. Nichtsahnende Passanten spenden gutgläubig, ansonsten werden sie aggressiv bedrängt. Die Gutmütigkeit und Spendenfreudigkeit der einheimischen Bevölkerung wird unverfroren ausgenützt. Empörte Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Fast jede Woche gehen mehrere Beanstandungen auf unserer Geschäftsstelle ein. Es ist ein beträchtlicher Reputationsschaden für die seriös arbeitenden Hörbehindertenorganisationen zu befürchten. Zudem gehen uns wertvolle Spenden verlustig. Wir empfehlen allen Personen, die entsprechende Beobachtungen machen, sich umgehend an die Polizei zu wenden und Strafanzeige einzureichen. Damit kann vielleicht diesen dreisten Sammelaktionen nachhaltig ein Riegel geschoben werden. Immerhin ist es der Polizei am 20. Mai 2012 in Schmerikon gelungen, drei Spendenbetrügerinnen aus Rumänien zu fassen. Was sind das für Menschen, die eine Behinderung von Mitmenschen benutzt, um sich selber zu bereichern? Ich wünsche allen noch etwas Sonnenschein bei den ausklingenden Sommertagen. Euer Bruno Schlegel Präsident sonos Quellen: Homepage der Stiftung ZEWO Leserbriefe lic. iur. L. Kaiser, Geschäftsführerin sonos Wiler Zeitung, 6. August 2012 Liebe Leserinnen und liebe Leser In der aktuellen Ausgabe unserer Verbandszeitschrift findet sich ein Artikel über eine Vernissage. Der Fotograf Ciro Parlato hat sich mit dem Thema Entschleunigung in seinem künstlerischen Schaffen befasst. Auch gehörlose Gäste konnte er willkommen heissen. Was genau bedeutet eigentlich Entschleunigung? Darüber hat sich Mario Erdheim im Tages-Anzeiger vom 26. Juli 2012 aus meiner Sicht überzeugende Gedanken gemacht. Entschleunigung hat wohl viel mit Beziehung zu tun. Zeit einsetzen, damit etwas wächst, sich entwickelt und verändert. Es geht vermutlich darum, herauszufinden, was jemand oder etwas für seine Entwicklung braucht. Sich Zeit lassen, etwas zu bauen, was mit den Bedürfnissen der Benutzer verknüpft wird. Solche Beziehungen haben sich vom Effizienz- und Nützlichkeitsgedanken emanzipiert. Musse ist eine Art Offenheit. Sie setzt die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis voraus und die Bereitschaft nachzudenken. Um offen sein zu können, muss man zuerst einmal sich selbst «durchschauen». Das macht Offenheit so schwierig. Aber Selbstreflexion und Selbsterkenntnis gedeihen im Gegensatz zu Intrigen nicht gut auf dem Boden der Macht. Wie Musse lediglich am Rand des Gesellschaftlichen ihren Platz findet, ist auch Offenheit ein Grenzphänomen. Sie entsteht dort, wo Grenzen aufgehen und sich neue Perspektiven eröffnen. Weil Grenzüberschreitungen aber oft in unbekanntes Terrain, mit eigenen Sprachen, Sitten und Gebräuchen führen, braucht es dazu auch Mut. Unvermeidlich muss man sich daher einer gewissen Verwirrung aussetzen. Dies alles verweist uns darauf, dass Offenheit nicht von Vornherein Klarheit und Eindeutigkeit schafft, sondern sogar im Gegenteil das «offene» Individuum in eine Krise stürzen kann. Offenheit und Musse sind deshalb nicht einfach etwas Harmonisches und rundum Positives. Sie haben ihre Tücken, die man nicht übersehen sollte. Es braucht viel Zeit und auch Kraft, Konfusionen, Zweideutigkeiten und Beliebigkeiten auszuhalten und diese allmählich zu klären. Wo die Zeit knapp ist, kann man sich Offenheit nicht leisten, denn sie ist ein beschwerlicher und langwieriger Prozess. Je grösser der Erfolgsdruck ist, je schneller man Entscheidungen fällen muss, desto weniger Offenheit ist möglich. Um gute Entscheidungen fällen zu können, wären aber Musse, Langsamkeit und Offenheit nötig. Diese gehören zusammen und schaffen einen Raum für Freiheit. Diesen Raum für Freiheit wünsche ich allen Hörbehindertenorganisationen sowie den Leserinnen und Lesern unseres Magazins, damit im durch die drastischen Sparmassnahmen der Invalidenversicherung härter gewordenen Umfeld richtige Entscheidungen getroffen werden können. Herzliche Grüsse Roger Ruggli Master of Arts (M.A.) Redaktor Herausgeber sonos Schweizerischer Verband für Gehörlosenund Hörgeschädigten-Organisationen Feldeggstrasse 69 Postfach Zürich Telefon Fax Redaktion Redaktion sonos Feldeggstrasse 69 Postfach Zürich Telefon Fax Inserate, Abonnentenverwaltung sonos Feldeggstrasse 69 Postfach Zürich Telefon Fax Druck und Spedition Bartel Druck AG Bahnhofstrasse Glarus sonos verwendet bei Personen zur Vereinfachung abwechslungsweise die weibliche oder männliche Form, angesprochen sind beide Geschlechter. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion, unter Hinweis auf die Quelle und mit Zustellung eines Belegexemplars. Die veröffentlichten Artikel von Gastautoren geben nicht in jedem Fall die Auffassung desherausgebers wieder. Die nächste Ausgabe erscheint am 4. Oktober 2012 Redaktionsschluss : 13. September 2012 Titelbild: Dr. Doris Weber, Präsidenten Gehörlosenfürsorgeverein Zürich, führt mit viel Herz-lichkeit und Fachlichkeit durch die Jahresversammlung. 3

3 Generalversammlung Zürcher Fürsorge verein für Gehörlose Traditionsgemäss beginnt die Generalversammlung des Zürcher Fürsorgevereins für Gehörlose ZFVG mit einem Apéro. An der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich HfH treffen nach und nach die Versammlungsbesucherinnen und -besucher ein. Sie nutzen die ungezwungene Atomsphäre zu ausgiebigen Gesprächen und stimmen sich auf die Versammlung ein. Pünktlich eröffnet die Präsidentin des ZFVG, Dr. iur. Doris Weber, am 28. Juni 2012 die Jahresversammlung und heisst die zahlreichen TeilnehmerInnen ganz herzlich willkommen. Doris Weber freut sich sehr über das rege Interesse am heutigen Anlass. Die ZFVG- Generalversammlung sei ein Anlass, wo Gehörlose und Hörende, Menschen aus zwei unterschiedlichen Kulturen, zusammenkommen. Aus einem Beitrag von Beat Kleeb zum Thema «Wie sehen gehörlose Personen ihre Kultur» zitiert Doris Weber: «Kultur ist für mich Nahrung für Geist und Seele. Die Kultur der Gehörlosen ist auf der Gebärdensprache aufgebaut als gemeinsame Grundlage. Ohne die Kultur der Gehörlosengemeinschaft würde mir etwas fehlen im Leben». Dies liege ganz im Sinne des angestrebten Ziels des Auftrages an das Büro für Behindertengleichstellung, welches die Förderung des Zuganges zur Kultur verfolge, schliesst Weber ihre Einführung. Grusswort des ersten Vizepräsidenten des Gemeinderates der Stadt Zürich Martin Abele Martin Abele nimmt darauf Bezug, dass die Hörbehinderten und Gehörlosen eher zu denjenigen Behindertengruppen gehörten, die in der Öffentlichkeit nicht so stark wahrgenommen würden. Gleichwohl sei nach seinem Dafürhalten feststellbar, dass sich deren Integration in den Alltag in den vergangenen Jahren sichtlich verbessert habe. Nicht nur werde seit einiger Zeit die Tagesschau und die anschliessende Meteo-Sendung in die Gebärdensprache simultan übersetzt, es gebe auch immer mehr öffentliche Anlässe, an welchen die Ansprachen Dr. Doris Weber leitet die Generalversammlung des Zürcher Fürsorgevereins für Gehörlose routiniert und mit viel Herzlichkeit. für die Gehörlosen zugänglich gemacht würden. Aber auch in den Vereinen integrierten sich die Gehörlosen zusehends. Er selber habe mehrere gehörlose Schiedsrichterkollegen im Volleyball. Einer von ihnen «pfeife» sogar auf höchster nationaler Ebene. Abele: «Ich gebe zu, dass mir der ZFVG bisher noch nicht sehr bekannt war. Das schmälert aber nicht die gute und wichtige Funktion, die von ihm wahrgenommen wird. Schon seit über huntert Jahren unterstützt er Gehörlose in ihren Bedürfnissen, sei dies Sozial- und Familienberatung, die Unterstützung bei der Stellensuche, die Bereitstellung von Treffpunkten oder die Förderung der Eingliederung von Behinderten. Der Kanton Zürich unterstützt nicht von ungefähr diese Arbeit mit einem jährlichen Beitrag von Franken, und honoriert damit die anerkannten Dienste zur sozialen Integration, die der ZFVG leistet. Auch der Stadt Zürich ist die Förderung der Integration und Gleichstellung von Behinderten ein wichtiges Anliegen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2024 alle öffentlichen Gebäude, Anlagen, Dienstleistungen, Informationen und Veranstaltungen ohne Einschränkungen hindernisfrei zugänglich zu machen. Zürich soll so zu den attraktivsten Städten in Europa für Menschen mit Behinderungen zählen. Es gibt auch bereits erste konkrete Schritte, die den Hörbehinderten und Gehörlosen zu Gute kommen sollen.» Martin Abele informiert über die geplanten Schritte und Massnahmen: Zurzeit wird überprüft, ob es rechtlich möglich ist, die Zusammenfassung der Abstimmungsunterlagen in Gebärdensprache zu veröffentlichen. Seit Januar 2012 ist im Human Ressources Management der Stadt Zürich eine Koordinatorin für die Gleichstellung Behinderter angestellt, welche Personalfachleute bei der Anstellung von Menschen mit Behinderung unterstützt und diese aktiv fördert. Der Beauftragte für Behindertengleichstellung hat sich mit Vertretern der Gehörlosen getroffen, um ihre Bedürfnisse und Ansprüche an die Stadtverwaltung kennenzulernen. Im Rathaus gibt es eine Induktionsanlage für Zuschauer(innen), die es Personen mit Hörgerät ermöglicht, störungsfrei die Wortbeiträge zu empfangen und zu verfolgen. Martin Abele wird zum Schluss seiner sympathischen Rede noch etwas politisch: «Ich weiss nicht, wie viele Gehörlose schon bei uns im Rathaus zu Besuch waren. Leider Martin Abele wünscht sich, dass in nicht allzu ferner Zukunft gehörlose Personen im Zürcher Gemeinderat vertreten sein werden. können wir noch keine Simultanübersetzung anbieten. Wir sind aber grundsätzlich offen für alle. Ich persönlich würde mich freuen, wenn Sie nicht nur auf der Tribüne Platz nehmen, sondern, wenn in nicht allzu ferner Zukunft auch einmal eine gehörlose Person im Gemeinderat Einsitz nimmt. Der letzte Gemeinderatspräsident war ja der erste Rollstuhlfahrer, der als höchster Zürcher amtierte. Wieso soll es nicht auch einmal eine gehörlose Ratspräsidentin oder einen gehörlosen Ratspräsidenten geben? In diesem Sinne lade ich Sie ein, sich weiterhin für Ihre Rechte stark zu machen und wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Engagement bei Ihrem Kampf um Gleichstellung und Integration.» Statutarische Geschäfte Die Vereinspräsidentin, Dr. Doris Weber, führt umsichtig und kompetent durch die traktandierten Versammlungsgeschäfte. Sie verweist auf den Geschäftsbericht 2011, in welchem die wichtigsten Gegebenheiten festgehalten sind. Sie weist darauf hin, dass die Gespräche mit Vertretern der Stadt Zürich in Bezug auf allfällige finanzielle Unterstützungen und vor allem auch auf die Anerkennung für die von der Beratungsstelle geleistete Arbeit noch im Gange seien. Erfreulich sei, dass der Kanton Zürich wie in den vergangenen Jahren Franken überwiesen habe und die geleistete Arbeit vom ZFVG sehr schätze bzw. als wichtig erachte. Zu verdanken sei auch das finanzielle Engagement der Max Bircher Stiftung, die den Verein mit Franken unterstützt habe. Weber weist noch auf die am 29. August 2012 stattfindende Strategiesitzung mit den Deutschschweizer Beratungsstellen hin. Anhand der beantworteten Fragebögen zu Themen wie Dienstleistungen, Kernthemen, Gemeinsamkeiten und vorhandenen Schnittstellen soll an dieser Sitzung eine konkrete Projektplanung mit «Meilensteinen» ausgearbeitet werden. Das Ziel bestehe darin, die langfristige Sicherung der Beratungsstellen und deren Dienstleistungensangeboten für die gehörlosen Menschen in der Deutschschweiz in die Wege zu leiten. Die Beratungsstellen Denise Eggel, Leiterin der Beratungsstelle Zürich, stellt fest, dass die tägliche Arbeit auf der Beratungsstelle im Berichtsjahr geprägt gewesen sei von der Sicherung der Finanzen. Diese aufreibenden Arbeiten seien wichtig, denn die Beratungsstelle sei einzigartig, vertrauenswürdig und verschwiegen. Eben unverzichtbar für die Hilfe- und Ratsuchenden. In diversen Kurzbeiträgen erfahren die Versammlungsbesucher, welche umfangreichen Dienstleistungen durch die Beratungsstellen erbracht werden. Christine Thümena informiert über die Sozialberatung, Isabella Vogt über die geleistete freiwillige Arbeit und Jacqueline Füllemann über die Angebote «Treffpunkte & Kurse». Denise Eggel schliesst den Rückblick auf das letztjährige Geschäftsjahr mit dem Dank an die hörenden und gehörlosen Mitarbeitenden sowie an die freiwilligen Mitarbeitenden für ihr Engagement. Finanzbericht Der Quästor, Ralph Hort, informiert anhand aussagekräftigen Folien über die finanziellen Gegebenheiten des Vereins. Bemerkenswert sei, dass gegenüber dem Budget ein besserer Ertrag erwirtschaftet und der Aufwand verringert werden konnte, so dass anstelle eines budgetierten Verlustes erfreulicherweise ein Gewinn ausgewiesen werden könne. Der gesamte Ertrag sei praktisch aus eigenen Leistungen ohne irgendein Legat erwirtschaftet worden. Die Leiterin, Denise Eggel, und Vertreterinnen aus ihrem Team stellen die Angebote der Beratungsstelle Zürich vor. 5

4 Jacqueline Peter Jacqueline Peter ist am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich Abteilungsleiterin des Bereiches Lehrerinnen- und Lehrerbildung Maturitätsschule und seit 2008 SP-Vorstandsmitglied in Zürich 3. Zudem ist sie seit 2012 Vorstandsmitglied im Quartierverein Zürich Wiedikon, wo sie sich aktiv für kulturpolitische Anliegen engagiere. Esther Hildebrand Quästor Ralph Hort, freut sich, dass die Jahresrechnung 2011 mit einem Gewinn abgeschlossen werden konnte. Hort betont, dass das Eigenkapitalpolster nach wie vor beruhigend sei. Die Beratungsstelle erbringe hauptsächlich Dienstleistungen. Dies führe zwangsläufig zu hohen Personalkosten. Nach Abzug der Personalkosten verblieben der Beratungsstelle vom Gesamtaufwand weniger als 20% für alle anderen Ausgabenpositionen. Dies sei wenig und zwinge die Verantwortlichen sehr sorgsam mit den vorhandenen Mitteln umzugehen. Die Versammlung genehmigt die vorliegende Jahresrechnung sowie den dazugehörenden Revisionsbericht einstimmig. Wahlen Nach neunjährigem Engagement hat Susanne Rhis ihren Rücktritt aus dem Vorstand des ZFVG erklärt. Vizepräsident, Beat Kleeb, schlägt der Versammlung vor, Doris Weber in ihrem Amt als Präsidentin zu bestätigen für weitere zwei Jahre. Beat Kleeb: «Doris Weber hat sich in ihrer zwanzigjährigen Vorstandstätigkeit, davon fünfzehn Jahre als Präsidentin, immer durchgebissen. Sie ist wahrlich eine ganz grosse Freiwilligenarbeiterin. Die notwendige Energie und Motivation sowie das ungebrochene Interesse sind immer noch vorhanden.» Die Versammlung bestätigt mit einem überwältigenden und herzlichen Applaus Doris Weber als ZFVG-Präsidentin. Neue Gesichter im Vorstand. Doris Weber freut sich, dass sich drei äusserst qualifiziert Kandidatinnen und ein Kandidat zur Wahl stellen. Mit kurzen Statements stellen sich die Kandidaten der Versammlung vor. Esther Hildebrand arbeitet als Koordinatorin beim Roten Kreuz des Kantons Zürich und betreut dort das Projekt Integrationsangebot für fremdsprachige Kinder und Jugendliche «mitten unter uns». Sie ist Vorstandsmitglied der Grünen Partei im Bezirk Pfäffikon und Kantonsrätin. Esther Hildebrand möchte die gescheiterten und von Susanne Rhis im Kantonsrat eingebrachten Vorstösse (Postulat und Motion) zur Bilingualität nicht aus den «Augen» verlieren. Die Kommunikation und Austausch seien für sie zentrale Themen. Emanuel Nay Emanuel Nay arbeitet als Gebärdensprachlehrer an der sek3. Er engagiert sich als Präsident für die Genossenschaft Fontana Passugg und als Vorstandsmitglied bei DIMA. Esther Hildebrand. Emanuel Nay erklärt, dass er von der Beratungsstelle angefragt worden sei, sich als Vorstandsmitglied beim ZFVG zur Verfügung zu stellen. Er habe spontan zugesagt. Motiviert sei er, weil so viele Politiker nun im ZFVG-Vorstand mitmachten. Das sei fantastisch. Die neu kandidierenden sowie die bisherigen Vorstandsmitglieder Beat Kleeb, Everlyn Hermann, Jörg Heimann, Ralph Hort (Quästor), Margrit Tanner und Rolf Ruf werden einstimmig und mit grossem Applaus gewählt bzw. in ihren Ämtern bestätigt. Verschiedenes Der Pionier der Schreibberatung, Félix Leutwyler, hat diese Dienstleistung zu einem äusserst erfolgreichen Angebot aufgebaut. Nun ist für Félix Leutwyler die Zeit gekommen, um etwas kürzer zu treten und den verdienten Ruhestand zu geniessen. Emanuel Nay. wissenschaft studiert und als freie Journalistin gearbeitet. In ihrem kurzen Vorstellungsstatement meint Sarah Guidi, dass sie schon Gebärdensprachkurse besucht und mit der Dolmetscherinnen-Ausbildung begonnen habe. Sie habe sich in die Gebärdensprache verliebt. Leider habe sie die Dolmetscherinnen- Ausbildung abbrechen müssen. Aber aufgeschoben, sei nicht aufgehoben. Sie freue sich sehr auf die Aufgaben in der Schreibberatung und sei glücklich, dass sie durch Félix Leutwyler kompetent eingearbeitet werde. Doris Weber schliesst den statutarischen Teil der Generalversammlung und freut sich, nach einer kurzen Pause auf das spannende Referat von Patty Shores. Was ist «Inklusion» und was ist «Integration»? Integration und Inklusion Shores beginnt ihr Referat mit einem visuellen Einstieg anhand eines Bildes des Malers A. Kandinsky. «Denn Bilder sagen mehr als tausend Worte oder sie geben uns Zeit zum Nachdenken und zum Reflektieren unseres Verständnisses. Und Bilder verwöhnen unsere Augen und lassen unseren Geist, Seele und Herz durch die Kunst führen.» Doris Weber würdigt in ihrer Laudatio die wertvolle Arbeit von Félix Leutwyler und dankt ihm ganz herzlich für das langjährige Engagement rund um die Schreibberatung. Die Versammlungsbesucher verabschieden Félix Leutwyler mit einem überwältigenden Applaus. Beat Kleeb gratuliert Doris Weber zu ihrer Wiederwahl als Präsidentin und dankt ihr für ihr grosses Engagement zu Gunsten des Vereins. Jacqueline Peter. Weber freut sich, dass mit Sarah Guidi eine sehr versierte Nachfolgerin für Félix Leutwyler gefunden werden konnte. Sarah Guidi habe Germanistik und Film- Sarah Guidi ist als Nachfolgerin von Félix Leutwyler für das Angebot der Schreibberatung verantwortlich. 7

5 Prof. Patty Shores arbeitet bei der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik und ist die Co-Leiterin für den Studiengang Gebärdensprachdolmetschen (GSD) sowie Leiterin im Bereich Ausbildung zum Gebärdensprachausbildner (AGSA). Prof. Shores erklärt, dass sie ihr Referat, welches sie anlässlich des Gehörlosenkongress in Monteux im September 2011 vortragen durfte, in einen geschichtlichen Kontext, kurzen Definitionen und schlussendlich was dies für die Gehörlosen bedeutet, gegliedert habe. Die geschichtliche Aufarbeitung belege, dass es schon immer so gewesen sei. Seit der Mensch auf der Mutter-Erde lebe, sei das Thema aktuell gewesen und werde es auch in Zukunft bleiben. Das Grundsatzkonzept der Familie, welches sich auf die Gemeinde, den Staat und die Regierung usw. auswirke, Religion, Kultur, Bildung, Politik, Musik, Arbeit und Freizeit beeinflussen bzw. prägten die Lebenssituation jedes Einzelnen. Und es stelle sich die Frage; gehöre ich zu einer dieser Gruppe? Gehören wir zu einer dieser Gruppen? «Es gebe immer ein «Innen» und ein «Draussen». Die einzelnen Gruppen zusammenführen, heisse dann Integrationen. Entscheidend sei aber, ob wir selber was tun, oder warten würden bis die anderen was tun würden. Anhand einiger Beispiele veranschaulicht Prof. Shores, was damit gemeint sein könnte. Zuhause: nehme ich Fremde auf? Gebe ich ihr/ihm ein Dach über dem Kopf? Arbeitsplatz: Beziehe ich eine einsame Person ins Gespräch mit ein? Freizeit: treffe ich mich mit meiner/m NachbarIn? Aktivitäten? Definition Integration Die sympathische Hochschuldozentin erklärt weiter, dass Integration aus dem Lateinischen integrare stamme. Dies bedeute wiederherstellen eines ursprünglich Ganzen. Mit der UNESCO-Erklärung von Salamanca aus dem Jahr 1994 setzten die Unterzeichnenden sich das Ziel, allen Menschen mit besonderem Förderbedarf ins Bildungssystem den unterzeichneten Staaten der allgemeinen Schulen zu integrieren. «Was hat die Schweiz bis anhin getan? Die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz (1994) unterstützt die integrative Zielsetzung. Integrationsförderung des Bundes hat Auswirkungen in den Kantonen (2009), wird aber in der föderalistischen Schweiz auch kantonal geregelt. Leider. Das Leitbild hält fest (1998): Heilpädagogik will Bedingungen schaffen, damit behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen ihre Persönlichkeit entwickeln und zu grosser Mündigkeit und Emanzipation in sozialer Integration gelangen können.» Erfolgreiche Integration in die Schule bedeute aber konkret, dass nicht nur eine Organisationsform gemeint sei. Sie umfasse verschiedene Bereiche einer Schule. Zentral dabei seien; Integrative Haltung Unterricht und Förderung Zusammenarbeit: kindbezogen, unterrichtsbezogen, themenbezogen Steuerung und Qualitätsentwicklung Definition Inklusion Patty Shores erklärt, dass Inklusion aus dem Leiteinischen inclusio stamme, was Einschluss bedeute. Bei dieser alten Bedeutung sei das Einbeziehen von Dazugehörigkeit gemeint. Sie verweist in ihrem Referat auf verschiedene Definition des Begriffs Inklusion. Ihrem Verständnis folgend brauche es Partizipation, Teilhabe, Teilnehmen, beteiligt sein. Der Paradigmawechsel werde dann erfolgreich gelingen, wenn die Ideologie einer barrierefreien Gesellschaft greife und somit von allen Zugang gefordert und gefördert werde. Dafür brauche es ein Umdenken. Menschen mit Behinderung führten ein weitgehend unabhängiges Leben und könnten unter Beizug einer individuellen Dienstleistung an allen gesellschaftlichen Teilen partizipieren. Dafür müssen Hindernisse erst einmal erkannt und dann aus dem Weg geräumt werden. Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Prof. Shores möchte, dass in der Schweiz unter Inklusion, Schule für alle und Bildung für alle, der Umgang mit Heterogenität, verschiedene Sprachen und Kulturen und ein neues Verständnis über die sogenannten «normalverschiedenen Menschen» verstanden bzw. geschaffen werde. Sie schliesst ihr Referat mit dem Fazit, dass Inklusion in den Köpfen der Menschen beginne. Die UNO-Konvention bringe nur so viel, was die Menschen auch umsetzen wollten. Die innere Haltung spiegle sich im äusseren Verhalten. Inklusion heisse auch, Betroffene zu fragen «Wovon wünscht du dir mehr? Was hilft dir? etc.» Für die Inklusion seien wir als Mensch gefordert. Nicht als Lehrer, Eltern oder Fachleute. [rr] In Kürze Gebärdensprache online lernen Gehörlose Kinder können Gebärdensprache jetzt auch online lernen. Der SGB-FSS hat ein Online-Tool mit Geschichten, Spielen, Poesie und Wortschatz erarbeitet, damit gehörlose Kinder möglichst zweisprachig aufwachsen können sollen. Auf dem Computer werden Geschichten aus dem Alltag oder über Zootiere gezeigt. Dabei unterhalten sich die beiden Hauptdarsteller, die gehörlose Doris Hermann und der achtjährige hörbehinderte Jeremy Brägger in Gebärdensprache. Gleichzeitig kann ihr Gespräch als Text gelesen werden. «Gebärdensprache für Kinder» ist seit 1. Juli 2012 auf zugänglich. Zurzeit umfasst das Angebot 18 Geschichten, Spiele und Poesievideos sowie 1700 Wörter im Lexikon der Gebärdensprache. Es richtet sich an Kleinkinder (0 bis 3 Jahre) und Vorschulkinder (4 bis 7) Jahre. Ab Jahresende soll es auch ein Angebot für 8 bis 12-Jährige geben. Die Benutzung des Programms kostet 25 Franken für sechs Monate. Shores betont, dass in der Schweiz unter Integration bei den Gehörlosen primär das pädagogische Setting gemeint sei. Sie verweist dabei auf einen aktuellen Bundesgerichtsentscheid beziehungsweise die Urteilsbegründung. Das Bundesgericht habe entschieden, dass für die Schulung von Kindern mit einer Behinderung die Integration in die Regelschule einer Sonderschulung vorzuziehen sei. Integration zum Wohle des Kindes. Die Kantone und die Gemeinden seien verfassungsmässig verpflichtet, integrative schulische Strukturen mit Förderungen, fachliche Unterstützung mit angemessenen Ressourcen und Mitteln zu gewährleisten. 9

6 IVG-Revision 6b: eingliedern oder (weg)sparen? Gerd Bingemann, blinder Jurist und Musiker, stimmt mit seinem Einstiegsreferat auf die Podiumsdiskussion ein. An der 63. Delegiertenversammlung des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen SZB findet am 16. Juni 2012, im Kursaal Bern eine Podiumsdiskussion statt zum Thema IVG-Revision 6b. «Eingliedern oder (weg)sparen?», was für Folgen hat die «6b» für die Betroffenen? Die eine Seite betont, dass die Invalidenversicherung endlich saniert und schuldenfrei gemacht werden müsse. Die andere Seite ist davon überzeugt, dass die «6b» zum jetzigen Zeitpunkt überflüssig sei und es mit ihr zu einer massiven Verschiebung der Kosten in die Ergänzungsleistungen komme. Eine Zugsfahrt von 2004 bis 2012 Gerd Bingemann vergleicht die «unendliche» Geschichte der IVG-Revisionen mit einer nie enden wollenden Zugsreise. Mit seinem Einstiegsreferat stimmt er das zahlreich anwesende Publikum auf die Podiumsdiskussion ein. Die Reise beginnt in der vierten IVG-Revision im Jahr Gerd Bingemann bezeichnet diese als erste Etappe zur fünften «Sanierungs»-Revision. Dann gilt es in den Revisions-Zug umzusteigen. «Die befristete Mehrwertsteuererhöhung bis Ende 2017 wird gutgeheissen, und der Bund übernimmt die fälligen Schuldzinsen. Die IVG-Revision 6a wird auf anfangs 2012 Tatsache. Der Paradigma-Wechsel «Eingliederung vor Rente» wird vollzogen. Betroffene werden für den 1. Arbeitsmarkt fit gemacht. Claude Voegeli moderiert und leitet die Podiumsdiskussion souverän. Der lang ersehnte Wunsch zahlreicher Betroffener wird mit der «6a» Realität. Der Assistenz-Beitrag wird eingeführt. Ein wahrer Meilenstein für die Betroffenen ist gesetzt worden. Die Zugsreise geht, vorerst nach nochmaligem Umsteigen, mit der «6b» weiter. Und dies obwohl Prognosen des BSV darlegen, dass mit den bisherigen Massnahmen massive Einsparungen bei der IV gemacht werden könnten und je nach Szenarium die vorhanden Schulden Mitte 2025 beziehungsweise 2030 vollständig getilgt seien.» Gerd Bingemann betont, dass die «6b» eine reine Abbauvorlage sei. Er kritisiert unter anderem das neue lineare Rentensystem und moniert die dauernden Leistungskürzungen. Deshalb appelliert er: «Stopp und nicht weiter. Gegen die drohende «6b» muss, weit über alle Behindertenverbände hinaus, gemeinsam angekämpft werden.» Pro und Contra «6b» Claude Voegeli, Vize-Präsident des SZB, begrüsst die Podiumsgäste, Alt-Nationalrätin Marie-Thérèse Weber-Gobet, Vorstandsmitglied des Vereins «Nein zum Abbau der IV, NR Christian Lohr (CVP), Mitglied der Sicherheits- und Gesundheits- kommission (SGK-NR) und selbst behindert, NR Guy Parmelin (SVP), Vizepräsident der SGK-NR und Georges Pestalozzi, stellvertretender Zentralsekretär von Integration Handicap und Leiter des Rechtsdienstes für Behinderte. Claude Voegeli moderiert die kontradiktorisch geführte Podiumsrunde gekonnt, ausgewogen und mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl. In der Folge entwickelt sich eine sachlich aber zweifellos auch emotional geführte Diskussion unter den Podiumsexponenten, die allesamt auch Sozialversicherungs- Experten sind. Einige zusammengefasste Statements widerspiegeln die ganz unterschiedlichen Haltungen. Christian Lohr Christan Lohr meint, vielleicht müssten harte Massnahmen ergriffen werden, damit die Invalidenversicherung langfristig gesichert werden könne. Trotzdem stelle er sich gegen die Vorlage, weil sie ausschliesslich die Finanzierungsfrage im Fokus habe. Diese Ausrichtung sei Unsinn. Ihn interessiere die Zukunft der IV sehr stark. Es sei einfach keine seriöse Lösung bei der Invalidenversicherung zu kürzen und gleichzeitig eine Verlagerung beziehungsweise ein Hinauffahren der Ergänzungsleistungen in Kauf zu nehmen. Lohr erwartet, dass man sich mit der Thematik vertieft auseinandersetze. Es sei eben nicht eine reine Finanzvorlage, sondern es sei eine sozial-gesellschaftliche- Vorlage. «Wir müssen uns überlegen, wie wir in der Schweiz mit Menschen mit einem Handicap umgehen wollen. «Ich möchte Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.» Lohr weist darauf hin, dass mit der Einführung des Assistenz-Beitrages ein gutes Zeichen gesetzt worden sei. Kein Argument sei es aber, sich auf die wirtschaftliche Entwicklung abzustützen. Niemand könne wissen, wie die Wirtschaft in ferner Zukunft sein werde. Guy Permelin Guy Permelin bestätigt, er sei sich bewusst, dass mit der «6b» eine 70%-ige Nationalrat Christian Lohr möchte die «6b» nicht als reine Finanzvorlage verkommen lassen. Für ihn sei es eine sozial gesellschaftliche Vorlage. Nationalrat Guy Parmelin betont, das Ziel der IV-Revision bilde klar die Sanierung des Sozialwerkes. Das Volk habe zur der befristeten Zusatzfinanzierung ja gesagt. Erwerbsunfähigkeit keinen Anspruch mehr auf eine ganze IV-Rente mehr auslöse. Beim stufenlosen Rentensystem würden viele Betroffene profitieren. Selbstverständlich werde es auch unzufriedene «Verlierer» geben. Permelin macht geltend, dass die IV immer noch ein strukturell bedingtes Defizit von fünfzehn Milliarden Franken habe. Jetzt stehe die letzte Etappe an und die «6b»-Massnahmen würden besonders kontrovers diskutiert. Permelin: «Bisher hat das Volk alle IV-Vorlagen durchgewinkt. Diejenigen, die die IVG-Revision schlecht reden, haben auch die AHV schlecht geredet. Mit der «6b» werden zahlreiche Abfederungsmechanismen parallel eingeführt.» 11

7 Marie-Thérèse Weber-Gobet Marie-Thérèse Weber-Gobet erklärt kämpferisch, dass die IV-Vorlagen während der letzten Jahre in einem absoluten Schnellzugstempo durchgeboxt worden seien. SVP-Nationalrat Alex Kuprecht bezeichnet das Vorgehen als eigentliche «Rosskur». Weber: «Ich bin davon überzeugt, dass der letzte Teil dieser «Rosskur» nicht mehr nötig ist. Im Jahr 2025 wird die IV wieder Überschüsse ausweisen. Bereits im Jahr 2011 hätte die IV einen satten Gewinn ausweisen können, wenn sie nicht noch 53 Millionen Franken als ausserordentlichen Beitrag im Rahmen des neuen Finanz- Ausgleiches hätte bezahlen müssen. Die letzte Sparrunde in dieser «Rosskur» ist einfach nicht mehr nötig. Sie ist unfair und unsozial.» Weber stellt klar, dass über Familien und über Kinder mit weniger Geld auskommen müssten. Es geschehe einfach ein Transfer vom Bund an die Kantone und Gemeinden. Deshalb sei die «6b» einfach eine reine Sparübung. Georges Pestalozzi Georges Pestalozzi erklärt, dass die heutige Praxis und Rechtsprechung zu massiv weniger Ausgaben bei der Invalidenversicherung führe. Das mittlere BSV-Szenario gehe deshalb davon aus, dass die IV bereits ab 2018 mit den Überschüssen die Schulden abbezahlt könne. Pestalozzi: «Die aktuellsten Bundesgerichtsentscheide haben effektiv dazu geführt, dass weniger Renten bezahlt werden müssten. Hauptgrund der Einsparungen sind die somatoformen Störungen. Aber wir stellen fest, dass es eine Ausweitung bei den Krankheitsbildern gebe. Von Marie-Thérèse Weber-Gobet vertritt dezidiert die Meinung, dass es die «6b» nicht mehr brauche. Die «Rosskur» müsse gestoppt werden. Sehbehinderten werde erwartet, dass sie zu 100% arbeiten.» Pestalozzi weist darauf hin, dass es zu einer Abwendung bei der Fallbeurteilung der individuellen Ressourcen hin zu objektiven Kriterien vom Stärksten abgeleitet komme. Es sei mit der heutigen Gerichtspraxis eine äusserst problematische Entwicklung eingeleitet worden. Pestalozzi beurteilt die Situation, dass die Betroffenen mit Teilrenten eine Arbeit finden müssten, als sehr schwierig. Vor allem neue Anstellungen von Betroffenen mit einer Restarbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt dürften sehr schwierig werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass es für die Arbeitgeber keine Quoten-Regelung gebe. Pestalozzi: «Der Paradimawechsel führt zwangsläufig zu einem Anstieg der Ausgaben bei den Ergänzungsleistungen. Eine Tatsache ist auch, dass eine 70%-ige IV- Rente bei der Beruflichen Vorsorge BVG auch zu einer 70%-Rente führt. Dies ist einfach sehr einschneidend.» Guy Parmelin Guy Parmelin erklärt auf die Quoten-Regelung für die Arbeitgeber angesprochen, dass er grundsätzlich dagegen sei. Es gebe heute ja schon Arbeitgeber, die Behinderte auf freiwilliger Basis beschäf- Georges Pestalozzi weist darauf hin, dass eine rigidere Rechtsprechung zu beobachten sein. Als Erkenntnis daraus resultieren weniger Rentenleistungen. tigten. Im internationalen Vergleich stehe die Schweiz zudem sehr gut da. Er sei davon überzeugt, dass die Arbeitgeber kontinuierlich auf diese Problematik sensibilisiert werden, vor allem bei den Verantwortlichen der Personalabteilungen. Parmelin: «Es braucht jetzt Zeit, um zu sehen, ob die Eingliederungsmassnahmen greifen. Die gemachten Erfahrungen werden zeigen, ob wir auf dem richtigen Weg waren.» Christian Lohr Lohr meint, er spüre in den ländlichen Gegenden bei den kleineren und mittleren Unternehmungen KMU, dass sie Verantwortung übernehmen wollten. Lohr: «Ich bin dezidiert gegen Quoten- Regelungen. Auch aus den Gegebenheiten im benachbarten Ausland. Enttäuscht bin ich von den grossen Unternehmen Die könnten und müssen wesentlich mehr tun und zeigen.» Schlussrunde Die Zeit vergeht wie im Fluge. Claude Voegeli muss die spannende Podiumsdiskussion langsam zum Abschluss bringen. Ein Votant aus dem Publikum meint, dass die eigentlichen «Königreiche» die IV-Stellen seien. Dort liege leider vieles im Argen. Die IV-Stellen verfügten seiner Meinung nach über zu wenig behindertenspezifischen Kompetenzen. Im Parlament würden Beschlüsse gefasst, dabei sei die Umsetzung aufgrund der personellen Umständen beziehungsweise mangelnder Kompetenz nicht gewährleistet. Ein anderer Votant fordert, dass die Bundesverwaltung als Vorbild vorangehen und vermehrt Menschen mit Beeinträchtigungen einstellen solle. Die Podiumsrunde mit diametral unterschiedlichen Haltungen in der Frage «6b». Marie-Thérèse Weber-Gobet pocht in ihrem Schlusswort nochmals darauf, dass diese Vorlage eine unnötige, unsoziale und ungerechte Sparmassnahme sei. Der Verein «Nein zum Abbau der IV», hinter den 46 unterstützende Organisationen stünden, sei jedenfalls in den Startlöchern, bei einer Annahme der Vorlage im Parlament das Referendum zu ergreifen. Claude Voegeli schliesst die Podiumsveranstaltung und bedankt sich bei seinen Gästen für ihre Statements zu der kommenden und mit harten Bandagen geführten Debatten in den parlamentarischen Räten. Während des Mittagessens nutzen die Delegierten die Zeit, um ausgiebig über die «6b» zu diskutieren. Als Fazit kann festgehalten werden: Die Wahrung des Besitzstands ist akut gefährdet! Dr. André Assimacopoulos, Präsident des SZB, bedankt sich bei den Podiumsteilnehmenden für die angeregt geführte Diskussion. Die Behandlung der «6b»-Vorlage in den Räten im Bundesbern werde mit grösster Aufmerksamkeit verfolgt werden. [rr] 13

8 Delegiertenversammlung von Integration Handicap Thomas Bickel ist Geschäftsführer von Integration Handicap Am 20. Juni 2012 findet in Bern die Delegiertenversammlung von Integration Handicap statt. sonos ist seit vielen Jahren Mitglied dieses 1951 unter dem Namen SAEB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Eingliederung Behinderter) gegründeten Dachverbandes, der 2005 einen neuen Namen erhalten hat. Auch heuer berichten wir wie bereits in den Vorjahren über die Aktivitäten und aktuellen Aufgaben dieser wichtigen Organisation. Institution mit Bodenhaftung Marc F. Suter, Präsident von Integration Handicap, nimmt zu Beginn seiner Ausführungen Bezug auf die Frage, ob das Gleichgewicht in der Invalidenversicherung weiterhin sichergestellt sei. Er weist darauf hin, dass auch Menschen mit Behinderung wie alle anderen Menschen hierzulande Verantwortung tragen für unsere Gesellschaft. Unter den Anwesenden finden sich prominente Gäste: Stefan Ritler, IV-Chef, und Bundesrichter Ulrich Meyer von der Sozialrechtlichen Abteilung in Luzern. Suter erklärt, dass das Gleichgewicht in der Invalidenversicherung nach seiner Empfindung nicht mehr gewahrt sei vor allem im Hinblick auf die Reintegration. Es sei sehr stossend, dass viele Leute keine Rente mehr bekommen sollten. Ebenfalls bei den Hilfsmitteln erkennt Suter eine Trendwende. Es werde mit einem harten Massstab gemessen. Bei den Hilfen an Institutionen gemäss Art. 74 IVG laufe Etliches aus dem Ruder. Der Trend zeige klar nach unten, gibt er sorgenvoll zu bedenken. Die Stiftung für elektronische Hilfsmittel besser bekannt unter der Bezeichnung Fondation Suisse pour les Téléthèses, la technologie au service du handicap aus Neuenburg stehe kurz vor dem Aus. Infolge der Einfrierung und Kürzung der Bundessubventionen könnte kein neues Personal mehr eingestellt werden und die Einrichtung könne ihre wichtigen Aufgaben gegenüber Menschen mit einer Behinderung nicht mehr wahrnehmen. Durch Sparen am falschen Ort werde sehr viel Kollateralschaden angerichtet. Erfreulich ist trotz allem, dass sich die Finanzen von Integration Handicap derzeit gesund präsentieren. Strukturreform Schon im letzten Jahr wurde über dieses Projekt, die Schlagkraft zu verstärken, der Zersplitterung entgegen zu wirken und Synergien zu nutzen, orientiert. Im nächsten Jahr soll das Konzept spruchreif sein, spätestens im Sommer 2015 müsse die Umsetzung erfolgen, erwähnt Suter. Der Schlüssel der Mitgliederbeiträge bzw. die Höhe der Mitgliederbeiträge müssten neu definiert werden. Dieses Thema wird voraussichtlich verschiedene Diskussionen auslösen. Nach dem statutarischen Teil steht ein Referat von Georges Pestalozzi über die Revision 6b auf dem Programm. Georges Pestalozzi leitet den Rechtsdienst. Marc F. Suter macht sich Sorgen wegen dem klaren Abwärtstrend, den er bei der Invalidenversicherung erkennt. Stefan Ritler, IV-Chef, meldet sich bei der Diskussion am Schluss des Referats von Georges Pestalozzi zu Wort und verteidigt mit Nachdruck die in der Revisionsvorlage verankerte Restarbeitsfähigkeit, die ein Anreiz sein soll. [lk] 15

9 Überglücklich über Erfolg an der Lehrabschlussprüfung Davis Colombo aus Rüti ZH hat die Ausbildung zum Detailhandelsfachmann mit einer sehr guten Lehrabschlussprüfung erfolgreich absolviert. Der 20-jährige Berufsmann empfängt Roger Ruggli von der sonos-redaktion am 19. Juli 2012 für ein Interview. In der elterlichen Wohnung entwickelt sich schon kurz nach der Begrüssung eine lebhafte Unterhaltung. Herzlich und total aufgeschlossen erzählt der sympathische junge Mann aus seinem Leben. sonos: Ich kann mich mit Ihnen problemlos unterhalten und Ihre Aussprache ist perfekt. Es fällt überhaupt nicht auf, dass Sie eine Hörschädigung haben. Wieso nicht? Davis: Ich bin vor zwanzig Jahren in Sizilien auf die Welt gekommen. Kurz nach meiner Geburt sind meine Eltern, zusammen mit meinem drei Jahre älteren Bruder Fabio und mir nach Rüti gezogen. Rüti wurde zu meiner zweiten Heimat zu meinem Lebensmittelpunkt. Ich habe auch die Schweizer Staatsbürgerschaft erlangt. Ich wie auch mein Bruder haben eine angeborene Hörschädigung, die wahrscheinlich erblich bedingt ist. Mein Urgrossvater war gehörlos. Das Sprechen habe ich dank der Gegebenheit gelernt, dass ich von Kindsbeinen an immer mit hörenden Kindern zusammen war. Meine Schulkameraden im Kindergarten, in der Primar- und Oberstufenschule haben alle immer gewusst, dass ich ein Handicap habe. Mit der Zeit habe ich es gelernt das Sprechen. Und das Schöne daran war, ich war von Anfang an integriert. Aber wieso hören Sie dann heute so gut und wieso können sie sich so hervorragend lautsprachlich ausdrücken? Ich trage schon mein ganzes Leben beidseitig Hörgeräte. Dank meiner Hörgeräte kann ich Gespräche führen. Auf das Lippenablesen bin ich nur angewiesen, wenn es Umgebungsgeräusche hat und wenn es zu laut ist. Ohne meine Hörgeräte würde ich nur ganz laute Geräusche wahrnehmen, und Davis Colombo ist stolz und glücklich, dass er die Lehrabschlussprüfung zum Detailhandelsfachmann erfolgreich bestanden hat. ich könnte unmöglich ein normales Ge - spräch führen, geschweige telefonieren. Ich besuchte ganz normal wie meine Schulkameraden die Regelschulen. Mit einer Ausnahme: Ab der Kindergartenschulzeit hatte ich ein Mal pro Woche für drei Stunden audiopädagogischen Unterricht. Meine Muttersprache ist Italienisch, was wir zuhause immer noch täglich miteinander sprechen. Als zweite Sprache lernte ich Schweizerdeutsch. Dann kam noch das Hochdeutsch dazu. In der Schule lernte ich noch Französisch und Englisch als weitere Fremdsprachen. Davis was können Sie uns über die Schulzeit und Ihre Erfahrungen erzählen? Eine grosse Überforderung erlebte ich zu Beginn meiner Kindergartenzeit. Das Durcheinanderschwatzen der Kinder war für mich ganz schlimm, weil ich den Gesprächen nicht folgen konnte. Als dann aber eine FM-Anlage im Kindergarten eingesetzt wurde, war es für mich viel besser. In der Primarschule haben mich alle, die mit mir redeten, angeschaut und laut und deutlich gesprochen. Auf meine speziellen Bedürfnisse haben die Lehrer wie auch die Schüler vorbildlich Rücksicht genommen. So entschloss ich mich, ab der vierten Schulklasse auf den Einsatz der FM-Anlage zu verzichten. Der Wechsel von der Mittelin die Oberstufenschule verlief für mich problemlos. Jetzt zeigte sich auch, dass mein früherer Entscheid auf den Einsatz einer FM-Anlage zu verzichten, gut war. Davis, und wie verlief dann Ihre berufliche Ausbildung? Mir war eigentlich sehr früh klar, welche Berufe ich erlenen wollte. Auf meiner Wunschliste standen ursprünglich: Velo- Mechaniker, Coiffeur und Detailhandelsfachmann. Ich habe dann entschieden, mich um eine Lehrstelle als Detailhandelsfachmann zu bewerben. Ich hatte Glück. Ich musste lediglich zwölf Bewerbungen schreiben, bis es geklappt hat. Von der LANDI Zola AG, Unternehmen der fenaco, Unternehmensgruppe der Schweizerischen Agrarwirtschaft, Filiale Illnau-Effretikon, erhielt ich meinen erhofften und ersehnten Lehrvertrag. Die Ausbildung hat drei Jahre gedauert. Vor wenigen Wochen habe ich mit der Note 5,4 die Lehrabschlussprüfung bestanden. Glücklich bin ich, dass ich bei LANDI Zola AG (Züricher Oberland) in der Filiale Pfäffikon ZH nach der Lehrzeit eine Festanstellung erhalten habe. Als Rayon-Leiter habe ich bereits zwei direkt unterstellte Mitarbeiterinnen. Davis Colombo zusammen mit seinem Bruder Fabio (rechts) zwei Sportkanonen, die trotz ihrer Hörbeeinträchtigung voll integriert sind. Da ich die Motorfahrzeugprüfung bestanden habe, kann ich jetzt mit meinem eigenen Auto zur Arbeit fahren. So bin ich sehr flexibel und muss nicht auf die fixen Ankunfts- und Abfahrzeiten des öffentlichen Verkehrs Rücksicht nehmen. Davis, welches waren die grössten Schwierigkeiten in der beruflichen Ausbildung? Am Anfang meiner Ausbildung hatte ich tatsächlich einige Schwierigkeiten. Die traditionelle Kundschaft in meinem Lehrbetrieb besteht unter anderem aus älteren Menschen, die oft sehr leise und undeutlich sprechen. Auch solche aus einem bäuerlichen Umfeld gehören dazu, die für mich völlig unverständliche Davis Colombo und sein Bruder Fabio im im Ausgang. Begriffe für Gegenstände und Waren verwendeten, die sie kaufen wollten. Es dauerte eine gewisse Zeit, bis ich mich mit dieser Situation arrangiert hatte. Aber ansonsten hatte ich während meiner gesamten Ausbildung überhaupt keine nennenswerten Probleme. Davis, welches Verhältnis haben Sie zur Gebärdensprache? Ich bin Mitglied der Nationalmannschaft im Futsal. Da in dieser Mannschaft sehr viele Gehörlose mitspielen, habe ich ganz wenige Gebärden gelernt, so dass ich mich mit meinen gebärdenden Mannschaftskollegen austauschen und in der mannschaftsinternen Umgangssprache unterhalten kann. Ich spiele noch beim Unicorns-Club in Dübendorf Futsal. Mit dieser Mannschaft haben wir soeben den Aufstieg in die Nationalliga A geschafft. Als Ausgleich spiele ich noch beim Fussball-Club Rüti in der 4. Liga ganz normalen Fussball. Davis, wo sehen Sie noch konkreten Handlungsbedarf heute in Bezug auf die Gleichstellung hörbehinderter Menschen bzw. die sog. barrierefreie Zugänglichkeit in die «hörende Welt»? Ich sehe keinen konkreten Handlungsbedarf. Ich empfand meine Schulzeit sowie meine berufliche Ausbildung immer fair. Ich fühlte mich mit den Hörenden gleichgestellt. Mir wurden nie irgendwelche Hindernisse in den Weg gelegt. Eine sehr gute Erfahrung durfte ich auch an der Berufsschule für Hörgeschädigte machen. Ich profitierte extrem von den kleinen Klassen und von den Lehrkräften. Gerade bei den Lehrkräften spürte man, dass sie im Umgang mit beeinträchtigten Schülern geschult sind. So konnten sie auf die ganz unterschiedlichen Bedürfnisse von uns Schülern optimal eingehen. Geschätzt habe ich auch den guten und vorbehaltslosen Zusammenhalt unter den Mitschülern. Die BSFH war für mich einfach toll und extrem positiv. Sie bildete die Basis dafür, dass ich die Lehrabschlussprüfung mit gutem Erfolg abschliessen konnte. Davis, was machen Sie in Ihrer Freizeit, welche Hobbys haben Sie? In meiner Freizeit mache ich einfach gerne Sport. Aber ich gehe auch gerne mit meinen Freunden in den Ausgang und tanze gerne. Ich bin einfach glücklich, wenn ich mit meinen Kollegen unterwegs sein kann. Aber einmal im Jahr, in der Ferienzeit, pocht mein Herz für Sizilien. Wenn das nötige Reisegeld vorhanden ist, fahre ich gerne in die Ferien nach Sizilien, um meine Verwandten zu besuchen. Davis und zum Schluss, welchen Traum oder Wunsch haben Sie? Ja, klar habe ich Wünsche und Träume. Zuerst möchte ich einfach weiter glücklich und zufrieden sein dürfen, und ich möchte meinen Freundeskreis behalten dürfen. Später möchte ich gerne eine Familie gründen. Beruflich habe ich zurzeit keine Veränderungsziele. Ich möchte einfach das Leben geniessen können. Mit den allerbesten Wünschen für die berufliche und private Zukunft von Davis bedankt sich Roger Ruggli für das interessante Gespräch und die spannenden Informationen. [rr] 17

10 Handwerkliche Grundausbildung als berufliche Basis Aber wieso hören Sie dann heute so gut und wieso können sie sich so hervorragend lautsprachlich ausdrücken? Für meinen guten Spracherwerb war sicher die regelmässige und jahrelange Betreuung durch den Audiopädagogischen Dienst mitverantwortlich. Bis zur 5. Klasse habe ich die Unterstützung durch den APD konsequent wahrgenommen. Danach fanden jährliche Standortbestimmungsgespräche statt. Meine Schwester Corina hat die Unterstützung während der gesamten Schulzeit in Anspruch genommen. Adrian Meyer hat es trotz seiner Hörschädigung geschafft. Mit Erfolg hat er die Lehrabschlussprüfung als Schreiner und die Berufsmaturitätsprüfung bestanden. Seine Freude drüber ist riesengross. Adrian Meyer aus Bülach ZH hat vor wenigen Wochen als Zweitbester des Zürcher Schreiner-Verbandes die Ausbildung als Schreiner abgeschlossen und die Berufsmaturitätsprüfung erfolgreich bestanden. Am 24. Juli 2012 empfängt der 19-jährige Berufsmann Roger Ruggli von der sonos-redaktion zum vereinbarten Interview. In der elterlichen Wohnung entwickelt sich schon kurz nach der Begrüssung eine lebhafte Unterhaltung. Herzlich und total aufgeschlossen erzählt der sympathische junge Mann aus seinem Leben. sonos: Ich kann mich mit Ihnen problemlos unterhalten und Ihre Aussprache ist perfekt. Es fällt überhaupt nicht auf, dass Sie eine Hörschädigung haben. Wieso nicht? Adrian: Im Spital Bülach bin ich vor neunzehn Jahren auf die Welt gekommen. Gelebt habe ich zusammen mit meiner zwei Jahre jüngeren Schwester Corina und meinen Eltern bis zur 1. Klasse in Volketswil. Im Januar 2000 erfolgte dann der Umzug nach Bülach. Seit dieser Zeit ist der Bezirkshauptort im Zürcher Unterland zu meinem Lebensmittelpunkt geworden. Unsere Familie ist speziell. Sowohl meine Mutter wie auch mein Vater sind seit ihrer Geburt schwerhörig. Diese Schwerhörigkeit haben sie an meine Schwester und an mich vererbt. Im Alter von drei Jahren wurde ich beidseitig mit Hörgeräten versorgt. Gleichzeitig wurde auch meine damals acht Monate alte Schwerster mit zwei Hörgeräten versorgt. Ab diesem Zeitpunkt fuhr uns unsere Mutter zweimal pro Woche ins Kinderspital Zürich für die einstündige audiologischen Betreuung. Für meine gute Aussprache sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Zum einem wurde ich immer unterstützt. Ich habe immer aktiv mitgemacht, beim Spielen mit den normalhörenden Kindern. Ich wollte dabei sein. Aber ganz wichtig war, dass ich immer und konsequent meine Hörgeräte getragen habe. Meine Eltern waren für mich die besten Vorbilder. Das Tragen von Hörgeräten ist in unserer Familie einfach total normal. Die Geräte gehören zu uns. Positiv war natürlich auch, dass bereits ab der Kindergartenzeit FM-Anlagen eingesetzt wurden und ich von den Lehrkräften eigentlich immer voll unterstützt wurde. Mit wenigen Ausnahmen wurde ich während meiner gesamten Schulzeit von meinen Mitschülern voll akzeptiert und im Klassenverband integriert. Endscheidend war aber sicher der Wille meiner Eltern, dass ihre beiden Kinder lautsprachlich aufwachsen konnten. Trotz meiner Hörbeeinträchtigung kann ich problemlos Gespräche führen und auch telefonieren sowie dank technischer Hilfsmittel wie der Fernseh-Ringleitung praktisch uneingeschränkt Fernsehen und Radio hören. Adrian was können Sie uns über die Schulzeit und Ihre diesbezüglichen Erfahrungen erzählen? Ich besuchte in ganz normalen Regelklassen den Kindergarten, die Unter- und Mittelstufe und als Sekundarschüler A die Oberstufe. Dank der eingesetzten FM- Anlagen konnte ich die Lehrkräfte immer gut verstehen. Meine Mitschüler wurden immer darauf aufmerksam gemacht, dass sie laut und deutlich sprechen sollten und es gut wäre, wenn dabei der Augenkontakt gesucht würde. Ich war als Schüler eher ruhig und zurückhaltend. Während der Schulstunden musste ich mich immer sehr konzentrieren. Das war für mich anstrengend und ermüdend. Adrian Meyer im Lehrbetrieb während seiner Ausbildung zum Schreiner. Adrian, und wie verlief dann Ihre berufliche Ausbildung? Mir war schon sehr früh klar, dass ich als Grundausbildung zuerst einen handwerklichen Beruf erlernen wollte. Den Schreinerberuf habe ich gewählt, da ich lieber mit Holz als mit Metall arbeite und vielleicht auch deshalb, weil mein Vater ursprünglich diesen Beruf erlernen wollte, es aber dann doch nicht gemacht hat. Aber ich bekam nicht auf Anhieb einen Lehrvertrag. Ich habe gegen sechzig Adrian Meyer geniesst zusammen mit Freunden einen lauen Sommerabend am See. Bewerbungen geschrieben, bis es endlich geklappt hat. In den Bewerbungsunterlagen habe ich nicht auf meine Hörbeeinträchtigung hingewiesen. Darüber habe ich erst bei den Vorstellungsgesprächen informiert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in der Bewerbungsphase bestimmt auch ein wenig Wettkampfglück braucht. Oft ist man bei den letzen drei Bewerbern noch dabei, und der Lehrbetrieb muss sich dann für einen Kandidaten entscheiden. Bei der Lehrwerkstätte Zürich für Möbelschreiner in Zürich hat es dann geklappt. Die LWZ ist ein reiner Ausbildungsbetrieb für Schreiner und beschäftigt durchschnittlich zehn bis zwölf Lernende. Adrian, welches waren die grössten Schwierigkeiten in der beruflichen Ausbildung? In den ersten beiden Lehrjahren habe ich immer hinterfragt, ab ich tatsächlich die richtige Berufswahl für mich getroffen habe. Ich war einfach unsicher. Aber nach der bestandenen obligatorischen Teilprüfung Ende des zweiten Lehrjahres waren meine Zweifel glücklicherweise weg. Rückblickend gab es in meiner Schreiner-Ausbildung eigentlich keine nennenswerten Probleme. Auch der Besuch der Baugewerblichen Berufsschule in Zürich verlief sehr gut. Ich hatte die Möglichkeit, dass ich während meiner Lehre auch die Berufsmaturitätsschule absolvieren konnte. Während der ersten drei Ausbildungsbildungsjahre war ich an der Berufsmaturitätsschule Zürich eingeschrieben. Ich merkte aber bald, dass meine Mitschüler eigentlich alles Individualisten waren. Sie haben für mich kein Umfeld für «Lernen» geschaffen bzw. gegeben. Die Lehrkräfte haben zudem keinen Einfluss genommen, um Rücksicht auf meine speziellen Bedürfnisse zu nehmen. Vielleicht habe ich mich aber auch zu wenig gewehrt. 19

11 Sicher war aber, dass meine Motivation zum Lernen schwand. So endschloss ich mich, an die Berufsschule für Hörgeschädigte Zürich zu wechseln. Mit neuer Motivation kehrte auch wieder die Freude für das Lernen zurück. Meine Lehrer gingen auf meine Bedürfnisse ein, und dies brachte mir den notwendigen Schub. Die BSFH war mit den kleinen Klassen, der gegenseitigen Rücksichtnahme sowie den guten und verständnisvollen Lehrkräften goldrichtig. So wurde die Lehrabschlussprüfung als Schreiner, welche ich mit der Note 5,2, und die Berufsmaturitätsprüfung, welche ich mit der Note 4,9 bestand zum grossen und hart erkämpften Erfolg. Ich bin darüber einfach sehr froh und glücklich. Adrian, welches Verhältnis haben Sie zur Gebärdensprache? Ich finde die Gebärdensprache eigentlich eine sehr coole Sprache, und ich würde sie auch gerne anwenden. Aber ich habe keine Kontakte zu gebärdenden Menschen und könnte deshalb diese Sprache ja gar nie brauchen. Wie bereits erwähnt, ich bin lautsprachlich erzogen worden. Die Gebärdensprache war bei uns zuhause nie ein Thema. Adrian, wo sehen Sie noch konkreten Handlungsbedarf heute in Bezug auf die Gleichstellung hörbehinderter Menschen bzw. die sog. barrierefreie Zugänglichkeit in die «hörende Welt»? Ich möchte, dass konsequent FM-Anlagen mit Ringleitungen in Vortragssälen, in Gemeindeversammlungslokalen oder in den Kinos zur Verfügung stehen. Nur mit diesen technischen Hilfsmitteln kann ich tatsächlich dem gesprochenen Wort folgen und somit dabei sein. Stossend finde ich, dass ich wegen meiner Hörbehinderung dienstuntauglich geschrieben wurde, obwohl ich Militärdienst leisten möchte und nun Militärdienstpflichtersatz zahlen muss. Dies ist absolut diskriminierend. Völlig unverständlich finde ich die IV- Preispolitik für Hörgeräte. Bei einem Adrian Meyer zusammen mit seiner Freundin auf Entdeckungsreise in Florenz. 4-Personenhaushalt, in welchem alle beidseitig mit Hörgeräten versorgt werden müssen, reisst die Leistungskürzung ein Riesenloch ins Budget. Der vom BSV eingeschlagene Weg ist für mich unwürdig und diskriminierend. Adrian, was machen Sie in Ihrer Freizeit, welche Hobbys haben Sie? In meiner Freizeit spiele Badminton in der 3. Liga mit intakten Aufstiegschancen in Bülach, und ich bin Mitglied von Jugehörig, einer Organisation für Schwerhörige. Wichtig in meiner Freizeit ist mir die Kantaktpflege mit meinen Freunden. Adrian und zum Schluss, welchen Traum oder Wunsch haben Sie? Zurzeit bin ich mit meinem Beruf und dem Erreichten einfach glücklich und zufrieden. Nun möchte ich zuerst berufliche Erfahrungen sammeln. Über weitere Ziele habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Sicher möchte ich irgendwann, verbunden mit Auslandaufenthalten, neue Sprache lernen. Und, auch wenn es noch in ganz weitere Ferne ist, möchte ich gerne einmal eine Familie gründen. Mit den allerbesten Wünschen für die berufliche und private Zukunft von Adrian bedankt sich Roger Ruggli für das interessante Gespräch und die spannenden Informationen. [rr] Sexualisierte Gewalt bei gehörlosen respektive hörgeschädigten Menschen Text: Dr. med. Werner Tschan, Basel, Wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Linda. Dr. Walter Tschan. Foto: zvg. Jede zweite gehörlose Frau ist von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend betroffen, besonders häufig in Schulen und Einrichtungen (Gehörlosenschulen). Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie über das Ausmass an Gewalterfahrungen bei Frauen mit Behinderungen in Deutschland, welche diese schockierende Resultate (Schröttle et al. 2011) zeigte. Täter finden sich in allen Lebensbereichen, mit der Folge, dass es keinen Schutzraum gibt. Aiha Zemp et al. haben schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass rund zwei Drittel der Mädchen und Frauen und 50% der Jungen und Männer mit Behinderungen Opfer sexualisierter Gewalt werden (Zemp et al. 1996). Die Faktenlage ist schon länger bekannt. Institutionen gelten als Hochrisikobereiche für sexualisierte Gewaltdelikte (Tschan 2012). Und trotzdem erschüttern immer wieder einzelne Berichte. In der New York Times wurde am 24. März 2010 der Fall von Vater Lawrence C. Murphy bekannt, einem katholischer Priester, der an einer Gehörlosenschule im Bundesstaat Wisconsin über 200 hörbehinderte Knaben vergewaltigt hatte. Untersuchungen verdeutlichten, dass sich Murphy bevorzugt an gehörlosen Knaben von hörenden Eltern vergangen hatte da hier wegen der Kommunikationsprobleme weniger die Gefahr bestand, dass etwas ans Tageslicht kommen könnte. Wir wissen auch um die Ermittlungen im Fall H.S., einem Sozialtherapeuten und Serientäter, der in Deutschland und in der Schweiz an 114 Opfern Übergriffe verübt hat. Das Ermittlungsverfahren gegen ihm wurde 2003 von der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern eingestellt, weil «man dem Opfer keinen Glauben schenken wollte» (Tschan 2012). Die junge Frau konnte damals nur mittels gestützter Kommunikation ihre Situation darstellen. Wellenartig wühlt die Thematik immer wieder Fachleute und Öffentlichkeit auf. Im Jahre 2002 wurde der Kirchenskandal in den USA bekannt, 2010 führten die Vorfälle am Canisius Kolleg, in der Odenwaldschule oder im Kloster Einsiedeln zu einer neuen Medienwelle, die irgendwann wieder abebbt dann kehrt wieder Ruhe ein. Nicht so für die betroffenen Opfer und Erzwungenes Schweigen ist die stärkste Waffe der Täter. deren Angehörigen, die ein Leben lang unter den Folgen zu leiden haben. Entschädigungen und finanzielle Zuwendungen werden den hörgeschädigten Opfern, welche Übergriffe in Einrichtungen erlebt haben, mit der Begründung verweigert, dass sie ja nicht zwangsweise in die Einrichtung eingewiesen worden seien es fehlt nicht viel bis zur Aussage: sie seien für ihr Schicksal selber verantwortlich. Mythen und Fakten Die Aussagen von Gewaltbetroffenen werden immer wieder in Zweifel gezogen. Dies entspricht einer bekannten Täterstrategie und wird als Neutralisierungsstrategie bezeichnet dieses Verhalten ist nur denkbar weil sich viele Menschen täterloyal verhalten. Jede zweite gehörlose Person erlebt sexualisierte Gewalt (Dietzel 2004). Die Behinderung hat sich dabei als deutlicher Risikofaktor für sexualisierte Gewalt erwiesen. Der Begriff «sexualisierte Gewalt» verdeutlicht, dass sich die Täter des Sexuellen «bedienen», wenn sie ihre Verbrechen begehen während «sexuell» für einvernehmliche intime Begegnungen steht. Eine klare Wortwahl bringt das Unrecht der Taten zum Ausdruck. 21 Bild: sonos.

12 Der SAVI Report zeigt, dass in Europa 42% aller Frauen und 28% aller Männer Opfer sexualisierter Gewalt werden (McGee et al. 2002). Vergleichbare Zahlen liegen aus den USA vor, wo 27% aller Frauen und 16% aller Männer entsprechende Erfahrungen angeben (Finkelhor et al. 1990). Mir geht es hier nicht um die exakte Zahl, sondern um die Grössenordnung. Sexualisierte Gewalt ist die grösste derzeit bestehende Pandemie. Sexualisierte Gewalt findet täglich vor unseren Augen statt ohne dass wir sie wahrnehmen. Täter schaffen sich ihre Tatorte. Viele wählen ihren Beruf und den Arbeitsort entsprechend ihren Neigungen was dann zu Jahre bestehenden Täterkarrieren führt. Welche Anzeichen weisen bei gehörlosen respektive hörgeschädigten Menschen auf Gewalterfahrungen hin? Viele Betroffene schweigen zunächst beschämt. Die wenigsten teilen etwas ihren Eltern oder ihren Bezugspersonen mit. Auch nicht hörbeeinträchtigten Opfern verschliesst die Gewalterfahrung den Mund. Viele legen irgendwann etwas gegenüber gleichaltrigen Kolleginnen und Kollegen offen oft möchten sie zunächst bloss in Erfahrung bringen, ob sie auch «so etwas erleben». In vielen Fällen sind die Anzeichen deshalb zunächst höchst subtil leichte Wesens- und Verhaltensänderungen im Sinne eines Rückzuges (soziale Isolation, Sprachstörungen inklusive Stottern) oder störendem Verhalten (Geräusche von sich geben, selbstschädigendes Verhalten, aggressives und distanzloses Verhalten) können resultieren. Kinder waschen sich nicht mehr und legen sich mit ihrer Kleidung ins Bett (Dietzel 2002). Einzelne fürchten sich regelrecht davor, schlafen zu gehen, oder schon nur alleine im Zimmer zu sein. Oft werden derartige Einschränkungen der Behinderung an sich zugeschrieben ohne dass sie in Zusammenhang mit den sexualisierten Gewalterlebnissen gebracht werden. Längerfristig bestimmen Ängste und Vermeidungsverhalten die Folgen, wie sie nachstehend durch die Diagnostik beschrieben werden. Viele Betroffene möchten sich unattraktiv machen und entwickeln entsprechende Störungen. Körperliche Folgen sind deshalb häufig und sie bilden auch regelmässig Anlass für ärztliche Untersuchungen. Direkte Verletzungen, insbesondere im Genitalbereich, sind äussert selten Täter gehen in aller Regel subtil vor und meiden körperliche Gewaltanwendungen, da dies sofort einen entsprechenden Verdacht wecken würde. Traumafolgenstörungen Die gesundheitlichen Auswirkungen nach sexualisierten Gewalterfahrungen werden in der Medizin als Traumafolgenstörungen bezeichnet (Tschan 2001, 2012). Das grundlegende Konzept wurde 1980 mit der Bezeichnung «Posttraumatische Belastungsstörung» geschaffen. Im Anschluss an das traumatische Ereignis zeigen sich vier clusterartigen Symptomgruppen: Ängste (Albträume, Flash backs, Intrusionen), Vermeidungsverhalten (Betroffene weichen instinktiv allem aus, was sie an die traumatische Erfahrung erinnert, inkl. eigene Erinnerungen), Hyperarousal (Nervosität, Anspannung) und Numbing (Taubheit, Gefühl nicht mehr gesund zu werden). Die körperlichen Beschwerden sind bei der Diagnostik «vergessen» gegangen, ebenso viele mit der Störung assozierten Probleme (Essstörungen, Schlafstörungen, Substanzmissbrauch, selbstschädigendes Verhalten, Wut und Aggression). Da sich viele Betroffene an ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt wenden, ist die medizinische Beurteilung und die Behandlung in vielen Fällen suboptimal. Eine mögliche Folge nach sexualisierten Gewalterlebnissen ist der Verlust von Sprache und Gehör, oder dass es bei hörenden Kindern zu Stottern kommt. Erklärungsansätze dazu finden sich in der polyvagalen Theorie, die von Porgess beschrieben wurde (Tschan 2012). Der motorische Anteil des Vagusnerves ist zweigeteilt; der im Nuclues dorsalis entspringende Anteil steuert die viszeralen Mechanismen; während der im Nuclues Accumbens entspringende Anteil (ventrales vagales System) den emotionalen Ausdruck mitbestimmt. Die Steuerung der Gesichtsmuskeln, das Herausfiltern der menschlichen Stimme über die Mittelohrmuskeln und die Steuerung des Sprechflusses über die Larynxund Pharynx-Muskulatur wird über diese Nervenbündel vermittelt. Entsprechend den Erklärungsansätzen des window of tolerance führt eine Unter- oder Überstimulierung im Rahmen von Traumafolgen zu nachhaltigen Beeinträchtigungen (Van der Hart el al. 2006). Wenn alle Regelmechanismen versagen, kommt es entsprechend der hierarchischen Organisation der neurophysiologischen Steuerung zu Dissoziationen mit einem «Auseinanderfallen» von Persönlichkeitsanteilen respektive Teilsystemen. Gehör, Verständnisund Sprachkompetenz wie auch die Ausdrucksmöglichkeiten können davon betroffen sein. Derartige Beeinträchtigungen in Zusammenhang mit Traumafolgen müssen zunächst als Selbstschutzmechanismen verstanden werden und bedürfen einer sorgfältigen therapeutischen Aufarbeitung. Eine Überwindung ist erst möglich, wenn die strukturellen Voraussetzungen geschaffen sind, was in der Regel bedeutet, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen und zum stoppen gebracht werden. Hier zeigt sich auch mit aller Deutlichkeit die grundlegende Bedeutung der justiziellen Verfahren respektive das Versagen des Rechtsstaates im Bereich der sexualisierten Gewalt. Traumabetroffene bleiben oft in ihren Behinderungen gefangen, weil die Gesellschaft das Unrecht, das ihnen angetan wurde, nicht als solches anerkennt. Bei sexualisierten Gewaltdelikten besteht für Ärzte in der Schweiz in fünfeinhalb Kantonen (Luzern, Nidwalden, Schwyz, Uri, Tessin und Basel Landschaft) eine gesetzliche Meldepflicht (eine «halbe» Meldepflicht respektive ein -recht besteht in Basel Landschaft), in der übrigen Schweiz sind sie zum Schweigen verpflichtet (ärztliche Schweigepflicht, Art. 321 StGB). Diesbezüglich ist in Zusammenarbeit mit der Stiftung LINDA eine Motion in Vorbereitung, welche eine einheitliche Regelung für die Schweiz und damit Rechtssicherheit schaffen soll. Es ist mehr als grotesk, dass ein Arzt heute jeden Hundebiss melden muss, nicht jedoch sexualisierte Gewaltdelikte. Die therapeutischen Interventionen nach sexualisierten Gewalterlebnissen beruhen auf traumasensitiven Behandlungen. Am besten bewährt hat sich bisher die dialektisch behaviorale Therapie (DBT). Medikamente haben keinen Einfluss auf die Überwindung von Traumafolgenstörungen, sie können allenfalls zur Symptommilderung vorübergehend nötig sein. Die Behandlung verläuft in drei Schritten (Sicherheit schaffen, Durcharbeiten und Integrieren). Das Ziel der Behandlung besteht darin, dass die Betroffenen nicht mehr dauernd durch die Vergangenheit verfolgt werden ungeschehen machen kann die Taten ohnehin niemand. Die Folgen bestehen lebenslang und werden durch Stressregulationsstörungen auf Ebene der Genexpression und Zellsteuerung erklärt (Tschan 2012). Die positive Nachricht an Betroffene ist, dass sich diese Prozesse in den meisten Fällen durch DBT positiv beeinflussen lassen und eine Heilung der Traumafolgen möglich ist. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Fachleute für traumasensitive Behandlungen ist völlig unzureichend, erst recht für Hörgeschädigte resp. -behinderte. So gibt es im deutschen Sprachraum kaum eine psychiatrische Klinik, welche über eine spezialisierte Abteilung für traumatisierte Menschen verfügt. Auch muss die Bereitschaft, altersentsprechende Sexualpädagogik flächendeckend einzuführen, immer noch als gering eingestuft werden wo sollen hörbehinderte oder geschädigte Menschen lernen, wo die Grenzen liegen? Modus operandi der Täter Ohne fundierte Kenntnisse über Täterstrategien sind keine nachhaltigen präventiven Interventionen möglich. Die Täter bauen zu ihren Opfern Beziehungen auf und bereiten den sexualisierten Übergriff gezielt vor im Fachausdruck als Grooming bezeichnet. Als Treibstoff der Übergriffe haben sich (unstatthafte) Fantasien auf Täterseite erwiesen, welche die Täter dann gezielt umsetzen. Sie machen sich an hörgeschädigte Kinder heran, weil ihre Kommunikationsmöglichkeit eingeschränkt ist, was ihre Glaubwürdigkeit im Falle von entsprechenden Aussagen erheblich in Zweifel zieht. Bei der Untersuchung von Täterkarrieren sieht man oft, dass sie entsprechend ihrer Erregungsmuster ihre Berufsausrichtung wählen und dann gezielt Institutionen aussuchen, wo sie ihre Neigungen umsetzen können. Das Risiko für einen Sexualdelinquenten, dass er strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen wird, liegt heute bei eins zu hundert; das heisst mit anderen Worten: einer von hundert Tätern wird erwischt. Rund 6% aller Sexualdelikte werden angezeigt und in rund 15% aller angezeigten Fälle erfolgt eine Verurteilung. Selbst wenn Betroffene in der Vergangenheit etwas gesagt haben, wurden die Täter nicht behelligt am krassesten nachzuvollziehen am Beispiel der deutschen Odenwaldschule. Wie viel schwerer es dann hörgeschädigte Menschen haben, kann un schwer erahnt werden. Opfern Glauben zu schenken, ist ein Akt der eine entsprechende Bereitschaft voraussetzt, analog wie die Unschuldsvermutung auf Täterseite, wonach niemand einer Tat beschuldigt werden darf, solange er nicht in einem ordentlichen Gerichtsverfahren rechtsgültig verurteilt worden ist. Viele Übergriffe ereignen sich in Einrichtungen, begangen durch Fachleute im Rahmen ihrer fachlichen Tätigkeiten (Tschan 2012). Täter schaffen sich ihre Tatorte. Wir sprechen von einer Opfer-Täter-Institutions- Dynamik um zu verdeutlichen, dass nicht bloss die individuelle Täterpathologie eine Rolle für die Entstehung von sexualisierten Gewaltdelikten spielt, sondern die systemischen Bedingungen mitberücksichtigt werden müssen. Durch das Bagatellisieren der Übergriffe durch die Verantwortlichen, durch das Nicht-Reagieren der Entscheidungsträger, haben viele Täter freie Bahn gehabt. Dies gilt nicht nur für den Behindertenbereich, sondern kann andernorts analog festgestellt werden (siehe zum Beispiel Odenwaldschule, Tschan 2012). Was soll mit Täter-Fachleuten geschehen? Gestützt auf mehrere tausend Aussagen von Betroffenen hat Christine Bergmann in ihrem Abschlussbericht (2011) eine erschütternde Feststellung gemacht: «Männer und Frauen haben das jahrzehntelange Schweigen gebrochen, erstmalig über ihr Leiden und die lebenslangen Folgen gesprochen. Sie haben auch darüber gesprochen, wie sie mit ihren Versuchen, Hilfe zu erhalten, gescheitert sind, und wie die Täter und Täterinnen geschützt wurden. Das Verschweigen, Vertuschen und Verleugnen der Taten hat das Unrecht vervielfacht». Der Rechtsstaat verkommt zum Unrechtsstaat, wenn die Taten dieser Täter nicht gesühnt werden. Für pädosexuelle Täter muss ein Berufsverbot für entgeltliche und unentgeltliche Arbeit mit Kinder, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Weiter müssen in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden geeignete Rehabilitationsmassnahmen für Fachleute mit Schwierigkeiten geschaffen werden; eine Weitbeschäftigung unter einem Monitoring ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ein geeignetes Register stellt das Fallmanagement von Fachleuten mit Schwierigkeiten sicher. Es würde den vorgegebenen Rahmen sprengen, diese Überlegungen hier en detail vorzustellen und zu diskutieren wichtig scheint mir, dass die Berufsverbände und die Organisationen im Behindertenbereich diese Thematik aufgreifen (Tschan 2012). Der entscheidende Punkt dabei ist, dass Hilfeangebote für Fachleute mit Schwierigkeiten zu Interventionen führen, bevor es zu sexualisierten Gewaltdelikten gekommen ist. 23

13 Das Buch von Dr. Werner Tschan ist am 19. März 2012 erschienen und kann im Verlag Hans Huber unter ISBN-10: bezogen werden. Das Schweigen überwinden Prävention von sexualisierten Gewaltdelikten bei gehörlosen oder hörgeschädigten Menschen ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Prävention ist machbar sie muss jedoch strukturell verankert sein. Die Einrichtungen müssen die entsprechenden Massnahmen umsetzen. Wir müssen das Schweigen überwinden, welches über dem Thema liegt und wirkungsvolle Interventionen gegen sexualisierte Gewalt verhindert. Die Prävention in diesem Bereich ist nicht mittels polizeilicher taki mundo und justizieller Mittel zu erreichen, sondern nur im Zusammenwirken aller involvierten Kräfte. Dem Melden der einzelnen Vorfälle kommt eine zentrale Bedeutung zu da erst dann zielgerechte Interventionen erfolgen können. Die Thematik muss in der Ausbildung den nötigen Platz finden und die Fachleute müssen neben Faktenwissen und Handlungskompetenz auch ihre Haltungen reflektieren. Die Einrichtungen und Berufsverbände müssen Anlaufstellen für Betroffene und Mitarbeitende schaffen und entsprechende Guidelines erarbeiten und Standards festlegen. Es müssen transparente Abklärungsprozedere sowie Interventionsmassnahmen festgelegt werden. Eine wirkungsvolle Prävention kann nie alle Vorfälle verhindern aber sie kann wesentlich dazu beitragen, viele Menschen vor Leid zu bewahren. Die Stiftung Linda gibt betroffenen Opfern eine Stimme. Die Stiftung ist aktiv in der Umsetzung einer wirkungsvollen Prävention engagiert und bietet Fachleuten entsprechende Schulungen an. In Zusammenarbeit mit verantwortungsbewussten ParlamentarierInnen werden die erforderlichen Änderungen auf gesetzlicher Ebene umgesetzt. Danksagung Ich danke Dr. Anja Dietzel für die kritische Durchsicht des Manuskriptes und die zahlreichen Anregungen, die sie beisteuerte. Referenzen Bergmann C.: Abschlussbericht der unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs. Berlin, Dietzel A.: Sexuelle Gewalt gegen gehörlose Mädchen und Jungen. Möglichkeiten der präventiven Arbeit an der Gehörlosenschule. Inaugural-Dissertation an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität Köln, Dietzel A.: Sexuelle Gewalt gegen hörgeschädigte Kinder. Risikofaktoren und Prävention. Essen, Kofo, 10. März Finkelhor D., Hotling G., Lewis I.A., Smith C.: Sexual abuse in a national survey of adult men and women: Prevalence, characteristics, and risk factors. Child Abuse and Neglect, 1990;14: Hintermair M.: Sozialemotionale Probleme hörgeschädigter Kinder Erste Ergebnisse mit der deutschen Version des Stength and Difficulties Questionaire (SDQ-D). Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie, 2006;34: McGee H., Garavan R., de Barra M., Byrne J. Conroy R. (eds.): The SAVI Report. Sexual Abuse and Violence in Ireland. Dublin, Liffey, Tschan W.: Missbrauchtes Vertrauen. Sexuelle Grenzverletzungen in professionellen Beziehungen. Basel, Karger, 2001, Tschan W.: Sexualisierte Gewalt. Praxishandbuch zur Prävention von sexuellen Grenzverletzungen bei Menschen mit Behinderungen. Bern, Huber, Van der Hart O., Nijenhuis E.R.S., Steele K.: The haunted self. New York, W.W. Norton, 2006 (dt.: Der verfolgte Selbst. Paderborn, Junfermann, 2008). Zemp A., Pricher E. (1996).: «Weil das alles weh tut mit Gewalt». Sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen mit Behinderung. Wien, Schriftenreihe der Frauenministerin, Bd.10, Thema Hörschädigung ausstrahlt, verzeichnen wir mehr Anfragen. Eine Ohrenärztin greift während der Sendung Themen über Gehörlosigkeit auf und informiert über Behandlungsmöglichkeiten. Am Anfang und zum Schluss der Sendung folgen Angaben über unsere Schule. Diese Sendung ist kostenlos und wir sind stolz, dass sich unser fünfjähriges hartnäckiges Nachfragen beim TV-Sender nun ausbezahlt. Die Sendungen kann man sich auf unserer Webseite unter News anschauen. Elternkontakte sind ein wichtiger Bestandteil Astrid von Reding ist Initiantin und Gründerin von taki mundo. Sie ist seit vielen Jahren in Marketing und Verkauf innerhalb von Medienunternehmen tätig hat sie ein Masterstudium in Diversity Management abgeschlossen. Ihre Masterthesis fokussiert die Situation gehörloser und hörgeschädigter Menschen in Mexico. Seit der Gründung hat sich Astrid von Reding unermüdlich für ihr Projekt eingesetzt. Mittlerweile fördert taki mundo achzehn hörgeschädigte oder gehörlose Kinder und das Projekt steht finanziell solide da. taki mundo unterrichtet nicht nur in den regulären Schulfächern, sondern bietet eine Ausbildung in Siebdruck, Computerschulung und einen Gebärdensprachkurs für die Eltern der Schülerinnen und Schüler an. Um die Gebärdensprache zu lernen, nutzen viele Eltern das Angebot regelmässig. Während meiner Aufenthalte in Mexico organisieren wir häufig Treffen mit allen Eltern. Eine Möglichkeit für direktes Feedback und eine Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass eine Teilnahme am Kurs für Gebärdensprache wichtig ist. Neu bieten wir den Kindern auch Unterricht in Lautsprache an und ermuntern die Eltern, Zuhause mit dem Kind zu üben, damit die Aussprache verbessert wird. Die Kommunikation zwischen Eltern und ihren gehörlosen oder hörgeschädigten Kindern verbessert sich durch diese Angebote wesentlich. Stets weisen wir auch darauf hin, dass Kinder kostenlos gebrauchte Hörgeräte aus der Schweiz erhalten und die Eltern nur die Anpassung beim Ohrenarzt finanzieren müssen. Einzige Bedingung, die Kinder müssen mindestens sechs Monate unsere Schule besuchen. Aus Schutz für die Kinder mussten wir diese Klausel einführen. Es gab Eltern, die von diesem Angebot profitierten, ihr Kind aber nach der Anpassung des Hörgerätes zwangen, eine Arbeit anzunehmen statt es weiterhin in die Schule zu schicken. Volleyballmatch zwischen Hörenden und Gehörlosen Brian, der Sohn des mexikanischen Schulverwalters, initiierte einen Volleyballmatch zwischen den Schülern von taki mundo und seiner Schule mit hörenden Kindern. Am 30. September 2011 war es soweit. Die taki mundo Schülerinnen und Schüler gaben alles und gewannen den Match! Solche Aktivitäten machen Spass, helfen soziale Kontakte aufzubauen und Hemmschwellen zwischen Hörenden und Gehörlosen abzubauen. Auf diese Weise gewinnen hörgeschädigte und gehörlose Kinder an Selbstvertrauen. Verkauf von Eigenkreationen Die Kinder haben bunte Armbändchen in Mexico heissen sie Pulseras kreiert und auf der Siebdruckmaschine bedruckt. Unter kann man diese Pulseras und Postkartensets mit verschiedenen Sujets erwerben. In Mexico verkaufen Kinder wie Lehrpersonen die Bändeli und viele weitere selbst gemachte Siebdruckartikel. Die Kinder sind stolz darauf, mit ihrer Arbeit etwas zum Unterhalt der Schule beizusteuern. Sponsorenlauf für taki mundo Jährlich organisiert die «Drittweltgruppe» Würenlos einen Sponsorenlauf und der Erlös Liebe Leserin, lieber Leser Gehörlose Menschen werden in Mexico praktisch nicht gefördert und es gibt kaum Schulen, die gehörlose oder hörgeschädigte Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend unterrichten. Massnahmen, die eine Früherkennung von Hörproblemen bei Säuglingen und Kleinkindern ermöglichen, fehlen in Mexico. Bis zur sechsten Klasse besuchen einige hörgeschädigte und gehörlose Kinder zwar regulär die Schule, verstehen aber während des Unterrichts nichts, da das Lehrpersonal nicht entsprechend ausgebildet ist. Nach der Schulzeit fristen die meisten ein isoliertes Dasein, werden als dumm eingestuft und besitzen keine sozialen Kontakte. Diese mangelnden Perspektiven waren ausschlaggebend, die Schule taki mundo ins Leben zu rufen. Zwei Jahre vor der Vereinsgründung wurden die nötigen Abklärungen getroffen, um das Projekt in Mexico und in der Schweiz in Gang zu setzen. Zuerst musste eine Idee ausgearbeitet, das Projekt budgetiert und in der Schweiz bekannt gemacht werden. In einem nächsten Schritt galt es, in Mexico Lehrpersonen und Schulverwalter zu rekrutieren und Schweizer Vorstandsmitglieder zu gewinnen. Im März 2007 war es endlich soweit: Der Grundstein für taki mundo war gelegt. Fernseh-Sendung zum Thema Hörschädigungen Seit der Fernseh-Sender CANAL siete wöchentlich in der Hauptsendezeit exklusiv eine fünfminütige taki mundo Sendung zum Üben für den Volleyballmatch. Arbeiten in der Siebdruckwerkstatt. 25

14 Ciro Parlato Fotografien eines Visionärs Lehrpersonen, Schülerinnen, Schüler und Präsidentin. kommt immer einer anderen gemeinnützigen Organisation zugute. Karl Wiederkehr, Präsident der «Drittweltgruppe», brachte taki mundo ins Spiel und das Organisationskomitee hat unsere Schule gewählt. Unser Dank gilt allen Würenloser Schülerinnen und Schülern, deren Eltern, Lehrpersonen und natürlich dem Initianten und Organisator «Drittweltgruppe» Würenlos. Hoffen wir, dass am 6. September 2012 gutes Wetter die Läuferinnen und Läufer beflügelt. Spannende Jahre und neue Ansätze und Ideen Der Schulbetrieb läuft nun seit vier Jahren und ist geprägt von schönen Erlebnissen und spannenden Begegnungen. Doch nicht nur: Wir mussten auch Tiefschläge hinnehmen und beispielsweise dreimal die Schule wechseln. Entweder kündigte der Vermieter die Lokalität oder verlangte eine höhere Miete. Zudem haben wir uns entschieden, nicht mehr länger an der offiziellen Anerkennung der SEP (Secretaría de ecucacion pública) zu arbeiten, da wir inzwischen eine bessere Alternative gefunden haben. Seit Frühling 2012 dürfen wir mit dem offiziellen Label der INEA ebenfalls eine Abteilung innerhalb der SEP und deren Lehrmaterial unterrichten. So erhalten die Kinder nach Abschluss der Schule ein offizielles Dokument. In den nächsten Jahren stehen folgende Themen und Fragen an: Wie können Eltern in Mexico dazu motiviert werden, damit ihr hörgeschädigtes Kind die notwendige Aufmerksamkeit und Schulung erhält? Lässt sich ein eigener Schulhausbau in Mexico realisieren? Wie kann ein Neugeborenen- Danke. Screening initialisiert und eine Frühförderung in Mexico institutionalisiert werden? Welche Software und welches System für unseren Webauftritt sind optimal? In welcher Form können Organisationen Hörgeschädigte aus der Schweiz und Mexico vernetzen und welche Vorteile können sich daraus ergeben? Beibehalten möchten wir nach wie vor, dass jedes Kind individuelle Angebote erhält. Für das eine ist die Gebärdensprache richtig, für das andere die Lautsprache, ein anderes Kind benötigt beides. Bei taki mundo stehen das Kind und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. Von der Idee zum Projekt Aus einer Idee ist ein überzeugendes Projekt entstanden, das in Mexico allmählich Fuss fasst und bei den Behörden langsam Beachtung findet. Motiviert und voller Tatendrang nehmen wir das sechste Jahr in Angriff und sind gespannt auf die weitere Entwicklung unseres Projektes. Stellvertretend für die gehörlosen Kinder und das Schul- und Betreuungsteam aus Mexico möchte ich mich im Namen des Vorstandes Schweiz bei allen bedanken, die uns in irgendeiner Weise unterstützen. Am Schönsten ist es, die Freude und Fortschritte der Kinder mitverfolgen zu dürfen. Gracias! Weitere Informationen, den Jubiläums- Jahresbericht und viele Fotos finden Sie auf unserer Webseite Gerne gebe ich auch persönlich Auskunft. Astrid von Reding Präsidentin und Gründerin von taki mundo Abschlussarbeit Masterstudium in Diversity Management Während meines Studiums untersuchte ich die Situation von gehörlosen Menschen in Mexico und zeigte auf, mit welchen Problemen und Herausforderungen sie täglich konfrontiert sind. Interessierte Personen können sich gerne bei mir melden und die Arbeit mit dem Titel «Gehörlosigkeit sieht man nicht ein Einblick in die stille Welt von hörgeschädigten Menschen» als PDF beziehen Text: Daniela Blaser, seit 2007 Vorstandsmitglied von taki mundo Fotos: taki mundo taki bedeutet auf P hurépecha Mädchen, Junge mundo auf Spanisch Welt. Der Verein «taki mundo» wurde im März 2007 in Würenlos gegründet. Er ist politisch und konfessionell neutral und nicht Gewinn orientiert. «taki mundo» fördert hörgeschädigte und gehörlose junge Menschen in Uruapan, Mexico. CH-5436 Würenlos, Schliffenenweg 38 Telefon: Telefax: Mobil: Vom 5. Juli 2012 bis 21. Juli 2012 stellte Ciro Parlato in der Galerie Keller in Zürich-Selnau seine neuesten Werke aus. An der Vernissage vom 5. Juli 2012 war sonos präsent. Ciro Parlato hat sich schon vor dem Bekanntwerden des weltberühmten Higgs- bzw. Gottesteilchen in seinem fotografischen Schaffen mit Teilchenphysik beziehungsweise Elementarteilchen befasst, die nach Ansicht der Physiker die Welt verändern werden, wie Anfangs Juli in der gesamten Weltpresse in den Schlagzeilen zu lesen war. Ciro Parlato vor seinem Lieblingswerk der aktuellen Ausstellung «Water on Xtralob». Ciro Parlato hat schon mehrmals mit Gehörlosen zusammen gearbeitet. Hier diskutiert er gerade mit Hanspeter Müller über die Machart seiner Fotografien. Die aktuelle Fotoausstellung von Ciro Parlato trägt den Titel «Makrokosmos in Mikrokosmos versus Komplexität». Der Makrokosmos beschreibt das Grosse, das vom Menschen nicht mehr ohne technische, gedankliche oder mathematische Hilfsmittel Wahrnehmbare der Welt. Demgegenüber ist der Mikrokosmos die Welt des winzig Kleinen. Dazwischen liegt der vom Menschen direkt wahrnehmbare Bereich, der Mesokosmos. Die Ausstellung beabsichtigt nicht, Neues zu zeigen, da es das Neue nicht gibt. Die Bilder von Ciro Parlato thematisieren eine Wandlung des Alten bzw. schon Bekannten. Die Bilder machen über Makrofotografien auf den Kosmos aufmerksam, der sich im Kleinen verbirgt. Die Welt zeigt sich in einer Ordnung des ganz Kleinen, das alles, aber auch nichts ist. Der 1966 in Zürich geborene Ciro Parlato möchte mit seinem Schaffen darauf hinweisen, dass der Mensch der nachpostmodernen Zeit nicht mehr an das Kleine, sondern nur an das Grosse denkt. Eine Entschleunigung des Daseins könnte Wunder bewirken, ist der talentierte Künstler überzeugt. Die Bilder von Ciro Parlato regen zum Nachdenken an, ist der gehörlose Vernissagebesucher Hanspeter Müller, der ganz in der Nähe der Galerie Keller arbeitet und die Gelegenheit an der Vernissage nutzt, mit Ciro Parlato auszutauschen, überzeugt. Die Welt des Kleinen hat eine immense Fülle von Finessen in sich, die in der Hektik des Alltags oftmals ignoriert wird leider. Ungezwungen kommen viele miteinander ins Gespräch. Man tauscht aus, hört einander zu, nimmt sich Zeit, schlägt Brücken zueinander, um miteinander darüber zu diskutieren, was die Bilder von Ciro Parlato aussagen wollen. Die Vernissagegäste sind sich einig: Entschleunigung ist wichtig, führt zu mehr Achtsamkeit und Lebensqualität. Der Künstler ist erreichbar unter der [lk] Der gehörlose Hanspeter Müller ist auch unter den Gästen der Vernissage. Hier gerade vor dem Werk mit dem Titel «Shiva eye in vacuum fluctuation». Inklusion: Menschen aus allen sozialen Schichten diskutieren miteinander angeregt über Kunst und deren Aussagen. 27

15 marianne s Kolumne Leben und Glauben Hallo zusammen Habt Ihr die wenigen so richtigen sonnigen Sommertagen hoffentlich auch vollumfänglich genossen? Wie einige vielleicht schon erfahren haben, entschied ich mich anfangs Jahr dazu, endlich eines meiner Versprechen einzulösen, welche ich mir vorgenommen hatte, als ich in den sonos-vostand eintrat. Unter anderem fand ich, dass ich mir die Gebärdensprache endlich auch aneignen soll, damit ich mich mit den Menschen, die nur diese Sprache beherrschen, selbständig unterhalten und ihre Bedürfnisse auch im sonos-vorstand entsprechend vertreten kann. Natürlich hätte ich bei solchen Begegnungen bequemerweise auf einen Dolmetscher zurückgreifen können. Dies ist aber nicht in meinem Sinne, da ich von den Betroffenen im direkten Dialog eher herauskristallisieren kann, was deren Wünsche, Anliegen etc. sind. Dieser Gebärdensprachkurs begann im Mai dieses Jahres und wir wären eigentlich 12 Teilnehmer, aber meistens kommen nur so um die acht Personen. Eine junge Kollegin und ich sind die einzigen Betroffenen, ein weiterer Teilnehmer trägt ein Hörgerät und der Rest besteht aus hörenden Kursteilnehmenden. Der Grund, weshalb wir alle im Kurs diese Sprache mit den Händen erlernen, ist kunterbunt durchmischt. In meinem Fall ist es hauptsächlich, damit ich mich mit Betroffenen im «geschäftlichen» sowie privaten Umfeld unterhalten kann. Ausserdem bin ich der Meinung, dass es mir nur Vorteile einbringen kann, da ich mich dann bilingual verständigen kann. Schaden tut es mir garantiert nicht, denn, wer weiss, irgendwann bin ich bestimmt mal froh, dass ich diese Gebärdensprache auch beherrsche. Die ersten Gehversuche mit der Gebärdensprache sind echt eine Herausforderung, da wir erst mal das Fingeralphabet beherrschen müssen. Ihr glaubt gar nicht, wir haben jedes Mal solchen Muskelkater, da wir uns selbst so verkrampfen, um die richtige Fingerstellung für einen einzelnen Buchstaben darzustellen. Zum Glück weiss unsere Lehrerin dies und unterbricht die Lektionen nebst den Pausen immer noch zusätzlich mit Auflockerungsübungen. Weiter ist auch die dazugehörende Mimik eine interessante und vor allem auch bereichernde Erfahrung. Es ist gar nicht so einfach, ernst zu bleiben, wenn dein Gegenüber solch eine lustige Mimik darstellen möchte, ihm dies aber noch nicht so ganz gelingt. Übrigens, selber bin ich hier keine Spur besser und finde es extrem spannend, zu sehen, wie wir uns da stets ein bisschen weiter entwickeln. Es ist mir natürlich äusserst bewusst, dass ich noch gaaaanz viel üben muss, um überhaupt einen anständigen Satz hinüberzubringen. Immerhin bin ich schon imstande zu sagen: «Hallo, mein Name ist Marianne. Ich bin gehörlos.» Am liebsten würde ich jetzt zu Beginn ein Video drehen, um diesen später nach einigen Modulen erneut anzusehen und festzustellen, welche optischen Fortschritte ich erzielt habe. Während der fünfwöchigen Sommerpause wurden wir aufgefordert, fleissig zu üben. Das ist ja einfacher gesagt als getan, wie wir schnell feststellen durften. Meine Kollegin und ich einigten uns darauf, dass wir gemeinsam üben. Doch, was üben wir, da wir ja beide nicht wirklich viel wissen? So begaben wir uns daran, die Figuren zu beschreiben und vor allem eben das Fingeralphabet zu repetieren, so dass wir wenigstens das beherrschen. Dabei hatten wir so viel Spass und konnten unsere kreativen Seiten wie Zeichnen etc. gleich noch zum Ausdruck bringen. Für mich ist dies auf jeden Fall eine weitere extrem wertvolle Erfahrung. Spannend war auch, dass meine hörenden KollegInnen sich nach den Kurslektionen jeweils darüber äussern, wie sehr ihnen die Augen schmerzten und wie müde sie einfach nur vom Beobachten sind. Sie können dann jeweils richtiggehend mit uns mitfühlen. Persönlich ist mir dies nicht aufgefallen, da ich ja nichts anderes kenne. Umso schöner war es, dass die Hörenden mal merken, wie anstrengend dies alles für uns Betroffene ist, egal ob lautsprachlich oder gebärdensprachlich orientiert. Nur aufgrund unserer exzellent ausgeprägten Aufmerksamkeit und auch Konzentration sind wir fähig, all das um uns herum wahrzunehmen. Daher sind wir verständlicherweise auch müder als Hörende, was nicht immer auf Verständnis stösst. Es ist wie bei jeder Fremdsprache auch hier eine Frage der Geduld. Man möchte so viel erzählen, kann es aber aufgrund des fehlenden Wortschatzes noch nicht. So, nun muss ich weitere Gebärden lernen, da es schon bald wieder mit den Schulstunden losgeht! Bis zur nächsten Kolumne wünsche ich Euch einen tollen Spätsommer. Herzlichst, Marianne Gegeckas sonos-vorstandsmitglied Über eine Kugelbahn Am Markttag in Münchenbuchsee organisiert der Katholikenverein jeweils eine Kugelbahn. Kinder und Erwachsene kommen und spielen damit. Es hat viele Kugeln, die auf einer langen Bahn durch die Kugelbahn fahren. Zwischendurch hat es immer wieder Lift-Stationen, an denen man die Kugel wieder auf die Höhe bringen muss, damit sie weiter rollen kann. Die Kugelbahn fasziniert Kinder und Erwachsene. Einzelne bleiben mehr als eine Stunde und verweilen sich im Spielen. Andere schauen nur kurz hin und gehen weiter. Auch die Stationen sind ganz unterschiedlich. Es steht nichts geschrieben, wie die Kugel wieder hochkommt. Die Kinder schauen meist kurz und versuchen dann einfach etwas. Das meistens gelingt. Erwachsene studieren manchmal länger, wie es gehen könnte und kommen dann auch zu einem guten Resultat. Ein Bild für unser Leben? Die Kugelbahn ist für mich ein wenig ein Bild für mein eigenes Leben. Manchmal rollt die Kugel einfach wunderbar auf der Bahn, es ist eine wahre Freude. Zwischendurch macht sie Pause. Damit die Kugel weiter kommt, braucht es einen Lift. Dieser bringt die Kugel wieder auf die Höhe. Die «Lifte» sind immer anders gebaut. Einige Kinder versuchen einfach, wie der Lift funktionieren könnte. Sie finden es meist rasch heraus. Erwachsene neigen eher dazu, den Lift zuerst zu analysieren. Und finden dann meist auch heraus, was sie tun müssen. Der Lift funktioniert nicht immer sofort, manchmal braucht es auch viel Ausdauer. Die Kugelbahn mit den verschiedenen Lift- Stationen ist für mich auch ein Bild für mein Leben. Manchmal rollt die Kugel einfach wunderbar Dann kommen neue Aufgaben auf mich zu. Es hat keine Gebrauchsanleitung. Ich muss es einfach versuchen. Neue Aufgaben können sein: eine Herausforderung im Beruf, eine Krise in einer Beziehung, Schwierigkeiten mit dem eigenen Leben, mit Gott, die Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit, der Tod eines Menschen. Gelingt es mir, die Aufgabe zu lösen, rollt die Kugel weiter. Und ich darf stolz sein. Ich habe etwas für mein Leben gelernt. Ich bin an dieser Aufgabe gewachsen. Kinder lernen beim Spielen. Ich kann an den Aufgaben des Lebens lernen und wachsen. Und ich freue mich, wenn es zwischendurch auch etwas zum Spielen gibt. Felix Weder-Stöckli, Seelsorger 29

16 Koordinationssitzung Kirchliche Veranstaltungen September 2012 katholische Sinnesbehinderung und Fernsehen evangelische Gehörlosengemeinden Gehörlosen gemeinden dcxvcxvxcvxcv yxc ycvc aydfdsklf REGION AARGAU Katholische Gehörlosengemeinde Region Aargau Auskünfte: Gehörlosenseelsorge Zürich, Telefon , Fax: , Web: Sonntag, 9. September 2012, 10 Uhr Katholischer Gottesdienst mit der hörenden Gemeinde St. Peter und Paul, Aarau, mit Gebärdensprachdolmetscher/in Ausschreibung: 3. September 2012 Sonntag, 16. September 2012, 10 Uhr Dank-, Buss- und Bettag Ökum. Festgottesdienst mit hörender reformierten Gemeinde und Hirzelheim in Regensberg. Zeltgottesdienst zum 100-jährigen Jubiläum der Stiftung Hirzelheim, mit Gebärdensprachdolmetscher/-in Ausschreibung: 10. September 2012 REGION ST. GALLEN / APPENZELL Katholische Gehörlosenseelsorge des Bistums St.Gallen Klosterhof 6b, 9001 St.Gallen Dorothee Buschor Brunner Gehörlosenseelsorgerin Tel , Fax REGION SOLOTHURN, BERN, BASEL ve...e.e.? verstehen! katholische Gehörlosenseelsorge Solothurn, Bern und beide Basel Felix Weder-Stöckli Lindehus, Oberdorfstrasse 23, Postfach, 3053 Münchenbuchsee Sonntag, 16.September, 14 Uhr ökumenischer Bettagsgottesdienst mit Diakon Andreas Fankhauser und Felix Weder-Stöckli Markuskirche, Tellstrasse 35, Bern anschliessend Kaffee und Kuchen REGION ZÜRICH Katholische Gehörlosengemeinde Region Zürich Auskünfte: Gehörlosenseelsorge Zürich, Telefon , Fax: , Web: Sonntag, 16. September 2012, 10 Uhr Dank-, Buss- und Bettag Ökum. Festgottesdienst mit hörender ref. Gemeinde und Hirzelheim in Regensberg. Zeltgottesdienst zum 100-jährigen Jubiläum der Stiftung Hirzelheim, mit Gebärdensprachdolmetscher/-in Ausschreibung: 10. September 2012 Samstag, 29. September 2012, Uhr Katholischer Gottesdienst mit hörender Gemeinde St. Peter und Paul, Zürich, mit Gebärdensprachdolmetscher/in Ausschreibung: 24. September 2012 Sonntag, 30. September 2012, Uhr 40 Jahre Behindertenseelsorge Zürich. Festanlass mit dem Generalvikar Josef Annen und allen Seelsorgegruppen, mit Gebärdensprachdolmetscher/in Ausschreibung: 24. September 2012 REGION ZÜRICH Ref. Pfarramt für Gehörlose Zürich Oerlikonerstr. 98, 8057 Zürich Ref. Gehörlosengemeinde des Kt. Zürich Fax Pfr. Matthias Müller Kuhn Tel. : Sonntag, 2. September, 10 Uhr Sonntagsbrunch, ökumenischer Gehörlosentreffpunkt, Reformiertes Gehörlosenpfarramt Zürich-Oerlikon Sonntag, 7. September Pilgern mit jungen Erwachsenen mit Gian Reto Janki Sonntag, 16. September Bettag, 10 Uhr Ökum. Festgottesdienst zum 100-jährigen Jubiläum der Stiftung des Hirzelheims mit hörender ref. Gemeinde Regensberg Mittwoch, 26. September Ausflug ins Elsass nach Colmar Donnerstag, 27. September, 18 Uhr Credo Treff mit Gian Reto Janki Sonntag, 30. September, Uhr Gottesdienst, Gehörlosenkirche Zürich- Oerlikon anschliessend gemeinsames Mittagessen in der Cafeteria Sonntag, 7. Oktober, Uhr Gottesdienst mit Abendmahl, Ref. Stadtkirche Winterthur REGION BERN, JURA, SOLOTHURN Ref.-Kirchen Bern-Jura-Solothurn Bereich Sozial-Diakonie Schwarztorstrasse 20; Postfach Bern, Tel Sonntag, 16. September 2012, 14 Uhr Ökumenischer Bettagsgottesdienst Bern, Markuskirche mit Diakon Andreas Fankhauser und Felix Weder Musik: Gong-Trommel: Hans Ries Montag, 17. September 2012, 14 Uhr Belp, Atelier Triebwerk mit Pfarrerin Susanne Bieler-Arnold mit Diakon Andras Fankhauser und Felix Weder Mittwoch, 19. September 2012, 15 Uhr Gottesdienst Bärau, Kapelle der Heimstätte Bärau mit Pfarrerin Susanne Bieler-Arnold Montag, 24. September 2012, 20 Uhr Gottesdienst Uetendorf, Stiftung Uetendorfberg mit Pfarrerin Susanne Bieler-Arnold Dienstag, 25. September 2012, Uhr Gottesdienst Belp Wohnheim, Seftigenstrasse 101 mit Pfarrerin Susanne Bieler-Arnold Mittwoch, 26. September 2012, 18 Uhr Werktagsgottesdienst mit Abendmahl Bern, Treff G 33, Gutenbergstrasse 33 mit Pfarrerin Susanne Bieler-Arnold und Doris De Giorgi Mittwoch, 12. September 2012 mit Pfarrerin Susanne Bieler-Arnold Ort: Heiliggeistkirche Bern Zeit: bis 13 Uhr Jeden Mittwoch findet in der Heiliggeistkirche die Veranstaltung «halb eins Wort, Musik, Stille» statt. Diese Veranstaltung bietet eine halbe Stunde Ruhe, Musik und «Wort» mitten in der Arbeitswoche an. Eine Dolmetscherin wird am 12. September die gesprochenen hochdeutschen Texte in Gebärdensprache übersetzen. Zu diesem Anlass für Hörbehinderte und Hörende sind alle ganz herzlich eingeladen. GEHÖERLOSENGEMEINDEN ST.GALLEN APPENZELL GLARUS THURGAU GRAUBÜNDEN SCHAFFHAUSEN Pfarrer Achim Menges, oberer Graben 31, 9000 St.Gallen Tel Fax SMS/Mobile Sonntag 16. September 2012, 12 Uhr Bettagsausflug der Gehörlosengemeinde Ostschweiz Schloss Sargans Samstag 22. September 2012, 19 Uhr Der Zürcher Mimenchor zu Gast in St. Gallen mit dem Stück «Das Jesusgewand» von Matthias Müller Kuhn Evang.-ref. Kirche Grossacker, Claudiusstrasse 11, St. Gallen Sonntag 30. September 2012, Uhr Abendmahls-Gottesdienst zum Tag der Gebärdensprache in Chur anschliessend Zvieri im Hotel Stern Martinskirche, Chur REFORMIERTES GEHÖRLOSENPFARRAMT DER NORDWESTSCHWEIZ Pfr. Anita Kohler Friedenssrasse 14, 4144 Arlesheim Tel./Fax Natel : Sonntag, 16. September, 17 Uhr Gottesdienst zum Dank-, Buss- und Bettag in Aarau, Bullingerhaus, Jurastrasse 13 mit Pfarrerin Anita Kohler anschliessend Teilete Sonntag, 23. September, 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in Basel, Gemeindezentrum Breite, Farnsburgerstr. 58 mit Pfarrerin Anita Kohler anschliessend Kaffee und Kuchen 31

17 7. CI-Forum St. Gallen der CI Interessengemeinschaft Schweiz (CI IG Schweiz) Samstag, 10. November 2012, Sprachheilschule St. Gallen Kalender für die Gehörlosenhilfe Anmeldung, Kaffee und Gipfeli Begrüssung Hans-Jörg Studer, Präsident CI IG Schweiz Christine Leimgruber, Geschäftsführerin pro audito schweiz Nutzung der Vielfalt Büchse der Pandora oder Zukunftsinnovation? Dr. Nils Jent (Ökonom HSG), Regula Dietsche (Psychologin lic. phil., UZH) Kodierungsstrategien wie künstliches Hören funktioniert Daniel Abels, CI-Audiologe und Akustiker, Basel Musikhören mit CI Eine Herausforderung Dr. Ing. Waikong Lai, Cochlea-Implantat Zentrum Zürich Stehlunch und Ausstellung der Hersteller (Advanced Bionics, Cochlear, MedEl, Phonak, Gleichcom, Vital Energie) Gehirn und CI: Wie sich das Gehirn an die neue Reizsituation anpasst Dr. Pascale Sandmann, Universität Oldenburg «Club» zum Thema: Alltag mit dem Cochlea- Implantat GesprächsteilnehmerInnen: Liselotte Oesch, Mutter eines implantierten Kindes (CIs mit 8 /10 Monaten) Sabine Millius, CIs seit 2001/2004 (in Ausbildung zur Bekleidungsgestalterin) Patrick Röösli, CI seit 2001 (dipl. Architekt FH SIA) Antoinette v. Werdt, CIs seit 2009/2010 (Familienfrau, Ergotherapeutin) Alfred Blumberg, CI seit 2007 (pensionierter Arzt) Moderation: Alex Oberholzer Eine Höranlage ist im Plenumssaal installiert. Die Veranstaltung wird von einer Schriftdolmetscherin mitgeschrieben und von GebärdensprachdolmetscherInnen übersetzt. Kosten: Einzelpersonen (Betroffene, Begleitpersonen, Eltern/pro Person) Fr. 50., Fachpersonen Fr Der Mittagslunch ist inbegriffen. Der Unkostenbeitrag kann an der Tagung bezahlt werden. Anmeldeschluss: Samstag, 27. Oktober Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung ist empfehlenswert. Alle TeilnehmerInnen des letztjährigen Forums sowie alle, die eine Einladung erhalten haben, bekommen das gedruckte Programm automatisch. Für weitere Interessierte ist es ab August 2012 bei der Geschäftsstelle CI Interessengemeinschaft Schweiz erhältlich oder kann von der Homepage heruntergeladen werden. CI Interessengemeinschaft Schweiz Feldeggstrasse 69, Postfach 1332, 8032 Zürich, Telefon , Fax , Mit nützlichen Tipps und interessanten Beiträgen wollen wir Ihre Neugier wecken. Im Kalender finden Sie ein ausführliches Kalendarium mit Marktkalender ein Dossier über die geselligen Murmeltiere Tipps, um ein Geschenk kunstvoll zu verpacken die Geschichte des Kaffees von der grünen Bohne zum duftenden Espresso und den Wirbel ums Kaffeeschäumchen Spaziergänge inmitten von Märzenglöckchen oder entlang eines Gartenpfades Lange Zeit hatte man sich überhaupt nicht für gehörlose Kinder interessiert, man hielt sie oft für bildungsunfähig wurde in Yverdon die erste Schule für gehörlose Kinder eröffnet. Heute helfen sonos, der Schweizerische Verband für Gehörlosen- und Hörgeschädigten-Organisationen und der Schweizerische Gehörlosenbund SGB-FSS Gehörlosen und Schwerhörigen, sich trotz ihrer Kommunikationsbehinderung zu integrieren. Mit der Bestellung eines Kalenders zu Fr helfen auch Sie! Herzlichen Dank! Bestelladresse : Hallwag Kümmerly+Frey AG Kalendervertrieb Grubenstrasse Schönbühl oder rufen Sie an (Lokaltarif)

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