Unfallkasse Nord Jahresbericht 2013

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1 Jahresbericht 2013

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3 Unfallkasse Nord Jahresbericht 2013

4 Vorwort Die gesetzliche Unfallversicherung ist weitaus mehr als nur ein Kostenträger für die Heilbehandlung beim Arzt oder die Versorgung im Krankenhaus nach einem Arbeits- oder Schulunfall. Jeder Träger der gesetzlichen Unfall versicherung ist auch zuständig für die Beratung und Überwachung der Unternehmen bei der Durchführung der ihnen obliegenden Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Dieser Auftrag zur Durchführung der Unfallversicherung aus einer Hand ist inzwischen nicht nur in der Fachwelt bekannt. Spätestens seit sich die Unternehmen immer intensiver mit den Folgen des demografischen Wandels auseinandersetzen müssen, werden die Prävention von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und die Rehabilitation von Beschäftigten in ein neues Licht gerückt. Unternehmerinnen und Unternehmer bekommen Instrumente an die Hand, um ihr gut ausgebildetes Fachper sonal möglichst lange gesund im aktiven Dienst zu halten. Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben mit allen geeigneten Mitteln und möglichst frühzeitig die Heilbehandlung und die medizinische Rehabilitation sicherzustellen. Dies ist in vielen Fällen in den nach Landeskrankenhausbedarfsplänen zugelassenen Krankenhäusern gewährleistet. Die Versorgung hier deckt sich aber nicht in jedem Fall mit dem umfassenden Rehabilitationsauftrag des Unfallversicherungsrechts, so dass spezielle Krankenhäuser von den Landesverbänden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Verletzungsarten- und Schwerstverletzungsartenverfahren zugelassen werden. Darüber hinaus werden unter dem Logo der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland eigene Krankenhäuser (Berufs genossenschaftliche Unfallkrankenhäuser) betrieben, um dem speziellen gesetzlichen Auftrag gerecht werden zu können. Hierbei handelt es sich um hochqualifizierte Krankenhäuser, die besondere Schwerpunkte im Bereich der Versorgung von Querschnittsgelähmten, Brandverletzten, schweren Schädel-Hirn-Verletzungen oder ähnlichen Verletzungen ausgebildet haben. Bei allen Unfallverletzten, die dort behandelt werden, wird besonderes Augenmerk auf eine frühzeitige Orientierung aller Therapien zu einer möglichst reibungslosen Wiedereingliederung in das Arbeitsleben gelegt. Die Qualität und der Umfang der Teilhabemaßnahmen im Anschluss an die klassische Heilbehandlung sind eine besondere Leistung der gesetzlichen Unfallversicherung. Um diese Leistungsfähigkeit der medizinischen Rehabilitation der gesetzlichen Unfallversicherung in den Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhäusern sicherzustellen, haben sich die Mitglieder der DGUV im Jahr 2011 darauf verständigt, die Struktur der verschiedenen Klinikträger zu harmonisieren und die Heilverfahren neu zu ordnen. Der Vorstand und die Geschäftsführung der Unfallkasse Nord sind in diesen schwierigen Prozess eingebunden. Es gilt hier, die wirtschaftliche und medizinische Leistungsfähigkeit des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses in Hamburg (Boberg) im Auge zu behalten, um eine möglichst wohnortnahe Spitzenversorgung für alle Unfallverletzten sicherzustellen. Die Geschäftsführung und der Vorstand schätzen die Einsatzbereitschaft und Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bedanken sich für die gute Arbeit im Jahr Ohne ihr Engagement wären bestimmte Arbeitsergebnisse zum Wohle der versicherten Unternehmen und ihrer Beschäftigten nicht möglich gewesen. Uwe Gade Vorsitzender des Vorstands Jan Holger Stock Geschäftsführer 4 Jahresbericht 2013

5 Inhalt Vorwort des Vorstandsvorsitzenden und des Geschäftsführers... 4 Kerndaten Die Unfallkasse Nord... 7 Aufgaben, Versicherte, Mitglieder... 7 Neues aus der Verwaltung... 8 Frischer Wind: Aus- und Fortbildung bei der UK Nord... 9 Beiträge und Finanzierung Öffentlichkeitsarbeit: Schützen, Heilen, Helfen in Wort und Bild Selbstverwaltung Prävention und Arbeitsschutz Prävention Beraten Besichtigen Unfälle untersuchen Messungen und Messtechnik Seminare und Ausbildung Veranstaltungen und Kooperationen Projekte Medien Rehabilitation, Teilhabe, Entschädigung, Berufskrankheiten Rehabilitation und Teilhabe Leistungen und Entschädigung Neue Renten Berufskrankheiten Ausbildung und Studium: Nachwuchs gewinnen, Wissensbestände ausbauen Regress Rechtsgrundlagen Hilfeleistung Ausblick Anhang Die Unfallkasse Nord in Zahlen Renten-, Widerspruchs- und Klageverfahren 2012/ Organisationsplan Mitglieder der Selbstverwaltungsorgane und Ausschüsse Impressum Jahresbericht

6 Kerndaten 2013 Versicherungsverhältnisse Anzahl Schüler-Unfallversicherung 1) Allgemeine Unfallversicherung insgesamt Unfallgeschehen Anzahl insgesamt gemeldete Unfälle 2) davon meldepflichtige Unfälle 3) a) in der Schüler-Unfallversicherung darunter Unfälle mit tödlichem Ausgang 1 b) in der Allgemeinen Unfallversicherung darunter Unfälle mit tödlichem Ausgang 3 Ergebnisse der Jahresrechnung Euro Entschädigungsleistungen 4) Aufwendungen für Prävention Vermögensaufwendungen und sonstige Ausgaben 5) sowie Verwaltungs- und Verfahrenskosten Regressforderungen 4) ) Die Kategorie Schüler-Unfallversicherung umfasst Kinder in Tageseinrichtungen und in Tagespflege, Schülerinnen, Schüler und Studierende. 2) Diese Zahl beziffert alle Unfälle, die der UK Nord gemeldet wurden, einschließlich derer, für die die UK Nord nicht zuständig oder leistungspflichtig war. 3) In der Allgemeinen Unfallversicherung werden die Unfälle als meldepflichtig gezählt, bei denen die oder der Verletzte mehr als drei Tage arbeitsunfähig war. In der Schüler-Unfallversicherung werden die Unfälle gezählt, bei denen ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wurde. 4) Die Rechnungsergebnisse enthalten alle kaufmännisch gebuchten Forderungen. 5) In diesen Kontengruppen sind Anteile der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord enthalten. 6 Jahresbericht 2013

7 1 Die Unfallkasse Nord Aufgaben, Versicherte, Mitglieder Ein Leben lang versichert Was haben die meisten Einwohnerinnen und Einwohner Schleswig-Holsteins und Hamburgs gemeinsam? Sie sind mindestens einmal im Leben bei der Unfallkasse (UK) Nord gesetzlich unfallversichert. Sei es als Kita-Kind, Schülerin oder Schüler, Studentin oder Student oder als Beschäftigter des öffentlichen Dienstes. Auch Ruheständler, die für ihre Gemeinde ehrenamtlich tätig werden, zum Beispiel als bestellte Betreuerin oder Betreuer, stehen im Ehrenamt unter dem Schutz der UK Nord. Insgesamt waren ,87 Millionen Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein bei der UK Nord versichert, darunter die folgenden Personengruppen: Ausgewählte Versichertengruppen 2013 Abhängig Beschäftigte Hausangestellte Ehrenamtlich Tätige Pflegepersonen Blutspenderinnen und -spender Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege Schülerinnen und Schüler Studierende Was bedeutet eigentlich gesetzlich unfallversichert? Anders als bei einer privaten Unfallversicherung muss man sich zur gesetzlichen nicht anmelden. Die Menschen sind automatisch während ihrer Arbeit, beim Besuch der Kita, Schule oder Hoch - schule oder im Ehrenamt versichert. Eingeschlossen sind die direkten Wege zur versicherten Tätigkeit und zurück. Die gesetzliche Unfallversicherung hat Unternehmen, Behörden, Gemeinden, Kreise etc. als Mitglieder. Sie zahlen Beiträge an ihren Unfallversicherungs träger und sind weitgehend von der Haftung für Arbeitsunfälle ihrer Beschäftigten befreit. Jahresbericht

8 Die Unfallkasse Nord 1 Im Jahr 2013 zählten als Mitglieder zur UK Nord: Gemeinden 11 Kreise 64 Städte, inklusive der Freien und Hansestadt Hamburg 517 rechtlich selbständige Unternehmen Privathaushalte Gut versorgt aus einer Hand Die Unfallkasse Nord bietet Prävention und Rehabilitation aus einer Hand: Sie hat den gesetzlichen Auftrag, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu verhüten und für eine wirksame Erste Hilfe zu sorgen. Sie berät ihre Mitglieder in Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes. Nach einem versicherten Unfall/einer Berufskrankheit trägt sie die Kosten, damit Verletzte wieder arbeitsfähig werden. Sie steuert das Heilverfahren und stellt sicher, dass Verletzte mit allen geeigneten Mitteln medizinisch und therapeutisch behandelt werden. Bei der Rehabilitation gilt der Grundsatz Reha vor Rente. Sie sorgt für die Wiedereingliederung ihrer Versicherten in Schule, Beruf, Familie und soziales Umfeld. Sie sorgt dafür, dass ihre Versicherten während und nach der Rehabilitation keine finanziellen Nachteile erleiden. Sie zahlt zum Beispiel Verletztengeld, solange Arbeitsunfähigkeit besteht, nachdem die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers geendet hat. Versicherte, die nach einem schweren Unfall unter bleibenden Beeinträchtigungen leiden, erhalten eine Rente. Neues aus der Verwaltung Datenschutz der UK Nord zertifiziert Am 20. März 2013 wurde die UK Nord für ihren Datenschutz mit dem Zertifikat des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz des Landes Schleswig-Holstein (ULD) ausgezeichnet. Das war eine Premiere in zweifacher Hinsicht, denn die UK Nord ist als erster Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für ihren Datenschutz zertifiziert worden. Anette Langner, Staatssekretärin des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung betonte anlässlich des Festaktes zur Verleihung des Zertifikats: Die Auszeichnung verdeutlicht, dass die Unfallkasse Nord eine verlässliche Größe für die Sicherheit ihrer Versicherten ist, auch wenn es um die persönlichen Daten geht. Rund 1,9 Millionen Versicherte in Schleswig-Holstein und Hamburg können zu Recht auf die Mit arbeiterinnen und Mitarbeiter der Unfallkasse vertrauen. Ihnen gilt daher mein herzlicher Dank und die Anerkennung für die geleistete Arbeit. Mit dem Zertifikat bestätigt das ULD, dass die Konzepte und Anwendungen des Datenschutzmanagementsystems bei der UK Nord keinen Anlass zur Beanstandung geben. Die Datenverarbeitung erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Aufgabenerfüllung. Anlass für das Datenschutzaudit war die Eingliederung der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde (StAUK) in die UK Nord im Jahr Sowohl bei der StAUK als auch bei der Unfallkasse werden sensible Daten erhoben und verarbeitet. Es musste sichergestellt sein, dass kein Datenaustausch zwischen der StAUK und der UK Nord ohne gesetzliche Grund lage stattfindet. Das Datenschutz-Zertifikat gilt zunächst für drei Jahre. Uwe Gade, Vorstandsvorsitzender der UK Nord, Staatssekretärin Anette Langner, Thilo Weichert, Landesbeauftragter für den Datenschutz Schleswig-Holstein und Ulf Stecher, Vorstandsvorsitzender der UK Nord (von links) Auslagerung des Rechenzentrums Im Zuge der Vorbereitung auf das Datenschutzaudit des ULD entschied der Vorstand der UK Nord, die Server des Hauses in das externe Rechenzentrum der Arbeitsgemeinschaft BGW/VBG auszulagern und dort zu betreiben. Dieses Rechenzentrum bot von vornherein ein Sicherheitsniveau, das die UK Nord in ihren Räumen erst aufwändig und kostenintensiv hätte erstellen müssen. Die rund 50 virtualisierten Server der UK Nord wurden Zug um Zug ins neue Rechenzentrum überführt. Während der fünf Monate dauernden Umzugsphase lief der IT-Tagesbetrieb fast störungsfrei weiter. Mit dem Umzug ist die UK Nord in das Datennetz des Spitzenverbandes, das Corpo rate Network Unfallversicherung (CN-UV), integriert und hat damit direkten Zugriff auf die dort exklusiv angebotenen Dienste. 8 Jahresbericht 2013

9 Die Unfallkasse Nord GUSO-Harmonisierung Seit Anfang 2000 arbeitet die UK Nord (oder eine ihrer Rechtsvorgängerinnen) mit dem Softwareprogramm GUSO. Das Kunstwort steht für Gemeinsame Unfallversicherungs-Software. GUSO integriert die Unfallbearbeitung über die Fachbereiche Rehabilitation und Heilverfahren, Prävention und Regress. Mit der Version GUSO 2 wurde im Jahr 2010 die papierlose Sachbearbeitung eingeführt. Alle Schriftstücke zu einem Versicherungsfall Unfallanzeige, Krankenhausrechnungen, Quittungen für Therapien etc. werden gescannt, elektronisch signiert und in einer elektronischen Versichertenakte gespeichert. Mit GUSO 2 sind hohe Anforderungen an die Datensicherheit und die Stabilität des Programms verbunden, etwa un unterbrochener Betrieb und ständige Verbesserung. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an die Systempflege und -betreuung. Die GUSO-Gemeinschaft entschloss sich, die technischen Systeme bei allen Anwendern zu vereinheitlichen und von einem externen Dienstleister betreuen zu lassen. Damit ist verbunden: gemeinsame Strukturen und abgestimmte Prozesse bei allen GUSO-Anwendern zu schaffen, so dass zukünftig alle Arbeitsschritte zur Pflege und Fortentwicklung der Fachanwendung zentral nur einmal durchgeführt werden müssen dass die Anforderungen an einen den Sicherheitsrichtlinien entsprechenden Betrieb der IT an zentraler Stelle erfüllt werden und nicht bei jedem Anwender einzeln vor Ort dass das erforderliche technische Wissen an zentraler Stelle gebündelt und ausgebaut werden kann, um es allen GUSO- Anwendern von dort effektiv zur Verfügung zu stellen. Zur Auswahl eines geeigneten IT-Dienstleisters initiierte die GUSO-Gemeinschaft im März 2013 ein zweistufiges Auswahlverfahren, das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Teilnehmen konnten grundsätzlich alle Unternehmen, die berechtigt sind, Sozialdaten zu verarbeiten. Beim Teilnahmewettbewerb konnten sich interessierte Dienstleister um Aufnahme in das Verhandlungsverfahren bewerben. Im zweiten Schritt gaben die ausgewählten Dienstleister Teilangebote ab, die dann mit Vertretern der GUSO-Gemeinschaft diskutiert und verhandelt wurden. Kunde und Anbieter arbeiteten Schritt für Schritt die Themen aus. Erst in der dritten und letzten Verhandlungsrunde geben die Dienstleister ein ver - bind liches Angebot ab. Die zweite Runde des Teilnahmewettbewerbs ist inzwischen nahezu abgeschlossen. Ende 2014 sollen alle Verhandlungsrunden beendet und eine abschließende Auswahlentscheidung getroffen sein. Frischer Wind: Aus- und Fortbildung bei der UK Nord Die UK Nord bietet Ausbildungs- und Studienplätze für unterschiedliche berufsspezifische Abschlüsse, sowohl im Ge schäftsfeld Rehabilitation und Leistungen als auch im Geschäftsfeld Prävention und Arbeitsschutz. Die Unfallkasse legt Wert auf gut ausgebildeten beruflichen Nachwuchs, der das Wissen und die Erfahrung der ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernimmt und weiterentwickelt. In der Abteilung Rehabilitation und Leistungen werden Auszubildende zur bzw. zum Sozialversicherungsfachangestellten Fachrichtung Unfallversicherung und Studierende zum Bachelor of Arts ausgebildet. Für die dreijährige Ausbildung zur bzw. zum Sozialversicherungsfachangestellten ist ein guter Realschul abschluss Voraussetzung. Abiturientinnen und Abiturienten steht das sechssemestrige Studium offen. Hier wechseln sich Praxisphasen bei der UK Nord und Studienphasen an den Hochschulen der gesetzlichen Unfallversicherung ab. In der Abteilung Prävention und Arbeitsschutz beginnen jährlich ein bis zwei Personen ihre Ausbildung zur Aufsichtsperson. Die Ausbildung dauert zwei Jahre, Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengang. Die Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord bildet Absolventinnen und Absolventen technischer und naturwissenschaftlicher Studiengänge für den gehobenen technischen Dienst aus. Die Ausbildung der Inspektorenanwärterinnen und -anwärter dauert 18 Monate. Seit 2011 begannen bis zu vier junge Menschen ihre Ausbildung. Auch die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird bei der UK Nord groß geschrieben. Jede und jeder Beschäftigte hat die Möglichkeit, sich jährlich fortzubilden. Führungskräfte sind verpflichtet, ihre Führungskompetenzen laufend weiterzuentwickeln. Das Seminarprogramm für alle Beschäftigten umfasst Angebote von A wie Augentraining bis W wie Work-Life-Balance. Jahresbericht

10 Die Unfallkasse Nord 1 Beiträge und Finanzierung Der Haushaltsplan 2013 wurde im Dezember 2012 vom Vorstand aufgestellt und von der Vertreterversammlung festgestellt (siehe auch Kapitel 2, Selbstverwaltung). Im Haushaltsplan wird neben dem Haushaltsvolumen auch das Umlagesoll festgelegt. der Unfallkasse Nord angegliedert. Die Ausgaben der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord werden durch die Zahlung einer Ausgleichssumme vom Land Schleswig-Holstein gedeckt. Die Einnahmen sind demnach deckungsgleich mit den Ausgaben und beliefen sich 2013 auf rund 6 Millionen Euro. Einnahmeentwicklung der Unfallkasse Nord Haushaltsvolumen gesamt Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Umlagesoll Schleswig- Holstein Hamburg Schleswig- Holstein Hamburg Schleswig- Holstein Hamburg Euro Euro Euro Euro Euro Euro Umlagebeiträge der Privathaushalte Euro Euro Euro Das Umlagesoll ist der Finanzbedarf der Unfallkasse Nord. Allein die versicherten Unternehmen bringen die Beiträge auf. Nach dem Haushaltsplan waren im Berichtsjahr Euro von den Beitragszahlern aufzubringen. Beitragszahler sind die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, die Kreise und Gemeinden in Schleswig-Holstein sowie die rechtlich selbstständigen Unternehmen beider Länder und der Kommunen. Die Beiträge werden solidarisch verteilt. Gleichartige Unternehmen sind zu Beitragsgruppen zusammengefasst und diese wiederum zu Umlagegruppen. Die Beitragsanteile einer Beitragsgruppe werden durch eine Mittelung der Leistungsausgaben der letzten fünf abgerechneten Haushaltsjahre berechnet. Für die Beitragszahler hat das den Vorteil, dass hohe Leistungsausgaben eines Jahres den Beitrag nicht unmittelbar im Folgejahr in die Höhe treiben, sondern geglättet werden. Am 17. September 2013 haben der Vorstand und die Vertreterversammlung einer neuen Beitragsberechnung für Schleswig- Holstein zugestimmt, die am 1. Januar 2014 in Kraft getreten ist. Künftige Grundlage für die Beitragsberechnung ist nicht mehr die Lohnsumme, sondern die Anzahl der Vollbeschäftigten. Im Rahmen der Vorbereitungen der Beitragsreform hatte die Unfallkasse Nord die rechtlich selbstständigen Unternehmen im Landesbereich Schleswig-Holsteins, die Kommunen und alle kommunalen Unternehmen Schleswig-Holsteins angeschrieben, um so die Versichertenzahlen zu ermitteln und entsprechende Vergleichsberechnungen anzustellen. Der Staatliche Arbeitsschutz in Schleswig-Holstein wurde 2008 Einnahmen laut Haushaltsplan 0,2 % 4,6 % 1,3 % 7,1 % 86,8 % Beitragseinnahmen Einnahmen der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord Regresseinnahmen Zinseinnahmen übrige Einnahmen, Entnahmen 10 Jahresbericht 2013

11 Die Unfallkasse Nord Ausgaben Die Leistungen an Versicherte und Hinterbliebene stellen mit 72,9 Prozent oder rund 59 Millionen Euro den größten Posten bei den Jahresausgaben 2013 dar. Für die Arbeit der Prävention wurden 2013 rund 6 Millionen Euro aufgewandt. Verwaltungs- und Verfahrenskosten sind 2013 in Höhe von rund 10 Millionen Euro angefallen. Hierin enthalten sind Personalkosten, Sachkosten wie Mieten und Bewirtschaftung der Verwaltungsräume, Kosten der IT, Beiträge an Verbände, darunter der Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), sowie Aufwendungen für die Selbstverwaltung. Ausgaben laut Jahresrechnung 7,3 % 7,5 % 12,3 % 72,9 % Öffentlichkeitsarbeit: Schützen, Heilen, Helfen in Wort und Bild Kurz gesagt sind die drei Kernaufgaben der Unfallkasse Nord Schützen, Heilen, Helfen. Die Öffentlichkeitsarbeit zielt darauf ab, den Versicherten ihre Unfallkasse bekannt zu machen und deren Aufgaben zu erklären. Wie die Öffentlichkeit erreicht wird, zeigen die folgenden Beispiele. GOLD Du kannst mehr als Du denkst! : Starke Premiere in Hamburg Der Film GOLD Du kannst mehr als Du denkst feierte am 26. Februar 2013 Premiere in Hamburg Gäste erlebten in der riesigen Lackierhalle der Lufthansa Technik den Dokumentarfilm über drei paralympische Athleten. Der Luftfahrt-Dienstleister ist mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Sponsor von GOLD. Der Film macht mit seinen emotionalen und beeindruckenden Bildern deutlich, wie wichtig Sport für die Rehabilitation ist. Und er zeigt die erfolgreiche Wieder eingliederung von Menschen nach einem Unfall oder einer Krankheit. GOLD dokumentiert die Wege des blinden Läufers Henry Wanyoike aus Kenia, der querschnittgelähmten Schwimmerin Kirsten Bruhn aus Neumünster und des Handbike fahrers Kurt Fearnley aus Australien zu den Paralympics 2012 in London. Der Film erschien Ende des Jahres 2013 auf DVD. Metropolregion Hamburg Cup: Finale im Millerntorstadion auf St. Pauli Leistungen für Versicherte und Hinterbliebene Prävention Verwaltungskosten Ausgaben der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord Beim Metropolregion Hamburg Cup (MRH Cup) werden Mädchenfußballmannschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern für rücksichtsvolles Spiel ausgezeichnet. Der Fairnesspreis wird von den Unfallkassen Nord und Mecklenburg-Vorpommern ausgelobt und ist mit 600 Euro dotiert. UK Nord-Geschäftsführer Jan Holger Stock erklärte: Faires Spiel verhindert Sportunfälle und stärkt die soziale Kompetenz für ein achtsames Miteinander. Am 12. Juni fand das Finale des dritten MRH Cups im Millerntorstadion auf St. Pauli statt. Hamburgs Innensenator Michael Neumann eröffnete das Turnier und ließ sich ein Kopfballduell mit einer Nachwuchskickerin nicht nehmen. Die fairste Mannschaft des gesamten Turniers war das Team der Hermann-Tast-Schule in Husum. Jahresbericht

12 Die Unfallkasse Nord 1 Mehr Sicherheit im Straßenverkehr Verkehrsminister Reinhard Meyer (links neben dem Plakat) enthüllte das erste Plakat. Harter Aufprall: Stuntman Mario Eichendorf Plakataktion: Unter dem Motto Sicherheit im Straßenverkehr appellieren das Land Schleswig-Holstein und die Unfallkasse Nord auf über 80 Plakaten an Autofahrerinnen und Autofahrer, Rücksicht auf die landesweit 600 Straßenwärter zu nehmen. Verkehrsminister Reinhard Meyer eröffnete die Aktion am 6. Juni an der alten B 206 bei Mönkhagen. Unsere Kolleginnen und Kollegen vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr halten tagtäglich bei Regen, Hitze oder Schnee unser Kilometer langes Straßennetz in Ordnung und tragen so nicht nur zu einem sicheren, sondern auch zu einem reibungslosen Ablauf des Verkehrs bei, sagte Meyer. Stuntaktion: Es sah gefährlich aus: Ein Radfahrer fährt gegen ein Auto, schleudert durch die Luft und kracht mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe. Zum Glück hatte er einen Fahrradhelm auf, denn sonst hätte er sich schwer am Kopf verletzt. Dieser Fahrradfahrer ist außerdem sehr erfahren in solchen Situationen: Mario Eichendorf ist professioneller Stuntman. Die Unfallkasse Nord hatte ihn engagiert, um zu demonstrieren, wie schnell ein Fahrradunfall passiert. Und wie wenig der menschliche Körper den Kräften entgegensetzen kann, die bei einem Unfall wirken. Ein Fahrradhelm ist wichtig, um Kopfverletzungen zu vermeiden. Das zeigte der Stuntman nicht nur, er erklärte es anschließend auch den Zuschauern. Neben den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Kronshagen waren es Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung Mobilitäts- und Verkehrserziehung Sekundarstufe I, ebenfalls eine Veranstaltung der UK Nord. Pressevertreterinnen und -vertreter von Fernsehen und Zeitungen waren vor Ort und berichteten anschließend. Weitere Aktionen der Unfallkasse Nord und wie darüber berichtet wurde: Making-of des neuen Bewegungsfilms der UK Nord Sich bewegen, aber wie?. Der Film richtet sich an Kitas. Die Dreharbeiten wurden an einem Tag medial begleitet, unter anderem von einem Fernseh-Team. Der Film kann auf der UK Nord-Webseite kostenlos heruntergeladen werden: Webcode P Wettbewerb Hamburger Schulsanitätsdienste, bei dem sich 23 Schulsanitäts-Teams in der Ersten Hilfe am Mitschüler maßen. 12 Praxisaufgaben mussten gelöst werden, vom Asthmaanfall bis zur Schnittwunde. Die besten Nachwuchssanitäter 2013 kamen von der Stadtteilschule Winterhude und der Sophie-Barat-Schule. SAT 1, der NDR und das Hamburger Wochenblatt berichteten. Neu im sozialen Netzwerk Xing ist das Unternehmensprofil der Unfallkasse Nord, in dem sie auf die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten hinweist. Dreharbeiten zum neuen Kita-Film: Für die Kinder war das Schnitzen spannender. 12 Jahresbericht 2013

13 2 Selbstverwaltung Die Unfallkasse Nord gehört zu den fünf Säulen der deutschen Sozialversicherung. Ein Charakteristikum der Sozialversicherungsträger ist die paritätische Selbstverwaltung, bei der die Arbeitgeber und die Versicherten die Geschäftspolitik des Sozialversicherungsträgers gestalten. Natürlich nicht alle zusammen, sondern in gewählten Selbstverwaltungsorganen. Organe der gesetzlichen Unfallversicherung sind die Vertreterversammlung als Parlament und der Vorstand als Exekutivorgan. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Organe liegen in den politischen Weichenstellungen. Die Vertreterversammlung der UK Nord umfasst 26 Mitglieder. Sie wählt den Vorstand und den Geschäftsführer, beschließt die Satzung, die Dienstordnung, den jährlichen Haushaltsplan und die Unfallverhütungsvorschriften. Das Gremium tagte 2013 unter dem Vorsitz von Michael Rüther (Gruppe der Versicherten) dreimal. Die Sitzungen waren und sind auch in Zukunft öffentlich. Der Vorstand besteht aus 10 Mitgliedern. Er führt die Beschlüsse der Vertreterversammlung aus, bereitet Satzungsänderungen vor, stellt den Haushaltsplan auf und ist auch für die wichtigsten Verwaltungsentscheidungen zuständig. Das Gremium tagte viermal unter dem Vorsitz von Ulf Stecher (Gruppe der Arbeitgeber). In beiden Selbstverwaltungsorganen wechselt der Vorsitz jährlich zum 1. Januar zwischen der Arbeitgeber- und der Versichertenseite. Eine Übersicht über die Mitglieder der Selbstverwaltungsorgane finden Sie auf den Seiten Aus der Arbeit der Selbstverwaltung Vorstand und Vertreterversammlung beschlossen eine Satzungsänderung mit weitreichenden Folgen für die Mitglieder: Die Umstellung des Beitragssystems ab dem Geschäftsjahr Künftig werden die Beiträge zur UK Nord auf der Grundlage der Zahl der Vollbeschäftigten im Unternehmen berechnet. Die Umstellung betrifft die Unternehmen in Schleswig-Holstein, deren Beiträge bis Ende 2013 auf Grundlage der Lohnsummen berechnet wurden. Mit der Änderung der Berechnungsgrund lage ist das Ziel einer Angleichung der Beitragssysteme in Schleswig- Holstein und Hamburg erreicht. Eine weitere Änderung betrifft alle Unternehmen im Einzugsgebiet, die weniger als 0,5 Beschäftigte haben. Sie müssen grundsätzlich ab 2014 einen Mindestbeitrag in Höhe der Hälfte des Kopfbeitrages ihrer Beitragsgruppe entrichten. Der zweite Nachtrag der Satzung der UK Nord wurde am 17. September 2013 von den Gremien beschlossen und recht zeitig zum Inkrafttreten am 1. Januar 2014 von der Aufsichtsbehörde genehmigt. Der Vorstand beschloss den Umzug des Rechenzentrums der UK Nord in das Rechenzentrum der Arbeitsgemeinschaft der BGW/VBG. Das Jahr 2013 hatte einen Schwerpunkt in der Neuordnung der Steuerung und Finanzierung der berufsgenossenschaft lichen Krankenhäuser. Die Vorsitzenden des Vorstandes und die Delegierten zur Mitgliederversammlung der DGUV und des Klinikverbundes der gesetzlichen Unfallversicherung (KUV) haben sich in mehreren Sitzungen auf Landes- und Bundesebene mit dieser Problematik befasst und den Vorstand auf dem Stand der Entwicklung gehalten. Die Selbstverwaltung unterhält vier Fachausschüsse: den Präventions-, den Renten-, den Widerspruchs- und den Rechnungsprüfungsausschuss. Die UK Nord ist Mitglied im Spitzenverband Deutsche Gesetz - liche Unfallversicherung (DGUV). Die Vertreterversammlung der UK Nord wählte Reimer Lucht und Uwe Gade als Delegierte in die Mitgliederversammlung der DGUV. Reimer Lucht ist außerdem Mitglied im Finanzausschuss der Mitgliederversammlung der DGUV und gestaltet hier die Haushaltspolitik des Verbandes mit. Hauptamtlicher Geschäftsführer ist Jan Holger Stock. Er führt die laufenden Verwaltungsgeschäfte und vertritt die UK Nord gerichtlich und außergerichtlich. Der Geschäftsführer ist Dienstvorgesetzter des Personals. Jahresbericht

14 3 Prävention und Arbeitsschutz Prävention Beraten Besichtigen 2013 ist der Startschuss für die zweite Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) gefallen. Die GDA ist die von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern gemeinsam getragene, bundesweite Strategie im Bereich der Sicherheit und Gesundheit an Arbeitsplätzen. Sie bildet die Grundlage für ein abgestimmtes Handeln, um gemeinsam festgelegte Arbeitsschutzziele zu erreichen. In den nächsten fünf Jahren werden sich die Präventionsaktivitäten der UK Nord im Rahmen der GDA auf die Umsetzung der drei Arbeitsschutzziele ausrichten: Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Arbeitsprogramm Organisation) Verringerung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich (Arbeitsprogramm MSE) Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung (Arbeitsprogramm Psyche) Die Unfallkasse Nord ist in diesen Arbeitsfeldern bereits seit vielen Jahren mit zahlreichen Angeboten für die versicherten Unternehmen aktiv, die in der kommenden Periode noch ausgeweitet werden. Mit der Präventionskampagne Denk an mich Dein Rücken der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurde der Anfang gemacht. Die Mitgliedsunternehmen wurden mit zahlreichen Aktivitäten zum Thema Rückengesundheit sensibilisiert und informiert. Beratungen und Besichtigungen der versicherten Unternehmen und Bildungseinrichtungen gehören zu den zentralen Aufgaben feldern der Präventionsarbeit. Unternehmen und Einrichtungen lassen sich von der UK Nord immer häufiger zu wirtschaftlichen und nachhaltigen Lösungen für ihren Arbeitsund Gesundheitsschutz beraten. Die drei folgenden Beispiele zeigen das Spektrum unserer Beratungsarbeit. Arbeitsschutz mit System Zum wiederholten Mal hat sich die imland GmbH mit ihren Kreis kranken- und Seniorenhäusern im Kreis Rendsburg- Eckernförde erfolgreich von der Unfallkasse Nord zertifizieren lassen und das UK-Gütesiegel Arbeitsschutz mit System erhalten. Es wurde im Frühjahr 2014 überreicht. Die Etablierung eines wirksamen Arbeitsschutz managementsystems bedeutet einen hohen Arbeitsaufwand für die Führungskräfte und alle, die am innerbetrieblichen Arbeitsschutzsystem beteiligt sind, zum Beispiel die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Systembeauftragte nicht zuletzt auch für die Begutachter der Unfallkasse Nord, die vielfältig beraten und unterstützen. Der Aufwand lohnt sich: Die Arbeitsschutzleistung und die Inte gration von Sicherheit und Gesundheit in die betrieblichen Abläufe werden verbessert, Kosten reduziert und die Produktivität erhöht. Indirekt macht sich auch die Steigerung der Arbeitszufriedenheit bei den Beschäftigten bemerkbar. 14 Jahresbericht 2013

15 Prävention und Arbeitsschutz Krippenausbauprogramm auch ein Thema für die Prävention Das Ziel wurde klar formuliert: Krippenplätze für alle und das garantiert. Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz stellt die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein vor eine Herausforderung. Um- und Neubauten von Kitas sind die Antwort. Daher ist die Beratungs- und Besichtigungstätigkeit der UK Nord bei Kitas, von der Planungsphase bis zur Bauabnahme, bedeutend angestiegen. Eine besondere Herausforderung ist die Gestaltung von erhöhten Spielebenen für Kinder unter drei Jahren, die auch zum Schlafen genutzt werden. Im Notfall müssen die Kinder schnell gerettet werden. Hierfür wurde unter anderem folgende Lösung entwickelt: Um eine schnelle Rettung sicherzustellen, werden die Spielebenen mit zusätzlichen Klappen ausgestattet, die von außen zu öffnen sind. Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz Die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz ist für die Beteiligten im betrieblichen Arbeitsschutz zum neuen Schwerpunktthema geworden. Die UK Nord verzeichnet eine stark gestiegene Nachfrage zu diesem Thema und antwortet mit Beratungen, Besprechungen und internen Schulungen. Auch die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutz strategie (GDA) hat das Thema Psyche als Arbeitsprogramm aufgenommen. Die Prävention psychischer Belastungen führt die Unternehmen, die dieses Thema nachhaltig bewegen, über den Weg der Organisations- und Personalentwicklung hin zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Ziel ist es, über eine Beteiligung der Beschäftigten einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in den Unternehmen und Verwaltungen auszulösen. Beraten Besichtigen Untersuchen 2013 Besichtigungen Beanstandungen Beratungen und Besprechungen Unfalluntersuchungen 224 Unfälle untersuchen Ein bedeutendes Aufgabenspektrum der Prävention ist die Ermittlung unfallauslösender Aspekte. Hier stehen immer häufiger die Pflichtversäumnisse in der Organisation des Arbeitsschutzes im Vordergrund. Schlagkräftige Störungsbeseitigung In einer Brandmeldeanlage mussten im Rahmen einer Störungs beseitigung neue Elektrokabel gezogen werden. Auf einer Leiter stehend zog der Beschäftigte an einem lose auf der Kabelpritsche liegenden, stumpf abgeschnittenen Kabel. Beim Berühren des Kabelendes erlitt er einen Stromschlag. Deutliche Ein- und Austrittsmarken waren an der linken Hand zu sehen. Die Rettungskette wurde unverzüglich und erfolgreich in die Wege geleitet. Erhöhte Spielebene mit zusätzlicher Klappe Unfallursache: Bei Elektroarbeiten wurde das Kabel abgeschnitten und ohne weitere Maßnahmen auf der Kabelpritsche liegen gelassen, obwohl es unter Spannung stand. Es war nicht zu erkennen, dass das Kabel abgeschnitten war. Das Kabelende war verschmort. Durch die leichtfertige und unsachgemäße Arbeit waren Gefahr für Leib und Leben sowie Brandgefahr entstanden. Jahresbericht

16 Prävention und Arbeitsschutz 3 Eingeleitete Maßnahmen bestanden in einer gezielten Unterweisung mit folgenden Inhalten: Das Hinterlassen von nicht isolierten Kabeln, die unter Spannung stehen, ist nicht erlaubt. Abgeschnittene Kabel, die unter Spannung stehen, müssen zwingend mit Abzweigdosen gesichert werden. Über ein Rundschreiben wurden zusätzlich alle Führungskräfte und Sicherheitsbeauftragten über den Sachverhalt informiert. Mitarbeiter sind anhand der Betriebsanweisungen mindestens jährlich zu unterweisen, Zeitpunkt und Inhalte sind schriftlich festzuhalten und von den Unterwiesenen abzuzeichnen. Die Gefährdungsbeurteilung ist mit Blick auf die Formatkreissäge zu vervollständigen. Sämtliche für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen sind zu ermitteln und zu dokumentieren. Falscher Anschlag Kabelarbeiten zur Störungsbeseitigung an einer Brandmeldeanlage Rotierendes Sägeblatt amputiert Finger Es sollte ein Ausschnitt aus einem Holzstück herausgesägt werden. Doch dann verkantete sich das Holzstück an der dafür benutzten Formatkreissäge, der Beschäftigte geriet mit seinem Ringfinger an das rotierende Sägeblatt und verlor ein Fingerglied. Unfallursache: Die Kreissäge wurde für die bestimmungsgemäße Verwendung nicht ordnungsgemäß eingerichtet. Der Anschlag hätte hinter Sägeblatt und Werkstück angebracht werden müssen. Unfallbegünstigende Umstände: Es gab keine angemessene Gefährdungsbeurteilung, keine aktuelle Betriebsanweisung, keine Unterweisungsnachweise und keine Prüfungsunterlagen nach Betriebssicherheitsverordnung für die Kreissäge. Maßnahmen: Das Unternehmen wurde aufgefordert, unverzüglich die organisatorischen Mängel abzustellen: Für sämtliche Arbeitsmittel, beispielsweise Holzbearbeitungsmaschinen, Formatkreissäge, Leitern, Anschlagmittel etc. sind die nach Art, Umfang und Fristen erforderlichen Prüfungen zu ermitteln und befähigte Personen festzulegen, die anschließend die Prüfungen vornehmen. Für den Umgang mit Arbeitsmitteln und Gefahrstoffen sind schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen. Richtiger Anschlag Unfall mit einem Schlegelmäher Ein Beschäftigter hatte den Auftrag, eine Grünfläche mit einem handgeführten Schlegelmäher zu mähen. Ein Kollege fand den Beschäftigten geraume Zeit nach Beginn seiner Arbeit mit erheblichen Verletzungen im Gesicht vor der Mähmaschine liegend vor. Der Verletzte wurde umgehend mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Eine umfangreiche Unfalluntersuchung lässt vermuten, dass beim Rasenmähen auf dem Boden liegender Stacheldraht vom Rasenmäher aufgenommen wurde. Der Stacheldraht wickelte sich um die Walze und beschädigte, bedingt durch die Rotationsbewegung, die Gummischutzabdeckung. So konnten Drahtstücke, die sich wieder lösten, auf den Boden aufschlagen, durch die Öffnung der Abdeckung herausschleudern und den Beschäftigten treffen. 16 Jahresbericht 2013

17 Prävention und Arbeitsschutz Die Unfallkasse Nord Eingeleitete Maßnahmen: sofortige Stilllegung des Schlegelmähers. Vom Unternehmen ist für alle Bedienenden gleichartiger Schlegelmäher umgehend Gesichts- und Körperschutzkleidung einzusetzen, auch wenn laut Betriebsanleitung Gehörschutz als ausreichend definiert wird. Organisatorische Mängel sind zeitnah zu beheben: Unvollständige Gefährdungsbeurteilung und fehlende Betriebsanweisung sind zu vervollständigen. Die Unterweisung ist durchzuführen und darauf hinzuwirken, dass vor dem Einsatz der Schlegelmäher die zu bearbeitende Fläche auf herumliegende Gegenstände, die eine Gefahr darstellen, begutachtet wird. Eine interne Prüfung des technischen Arbeitsmittels auf Einhaltung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG durch die Staatliche Arbeitsschutzbehörde ist in Arbeit. Seminare und Ausbildung Das Qualifizierungsangebot der UK Nord greift vielfältige Themen auf und lädt ein, sich fit zu machen für die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im beruflichen Alltag. Die Qualität der Seminare wird laufend kontrolliert und wir freuen uns über die anerkennenden Rückmeldungen der Teilnehmenden. Ein Blick auf ausgewählte Seminare: Seminarreihe Meine Kolleginnen werden immer jünger Blick unter den stillgelegten Schlegelmäher Messungen und Messtechnik Die Messstelle der UK Nord für Gefahrstoffe, biologische Stoffe und Lärm führt messtechnische Kontrollen an Arbeitsplätzen durch. Ihre Tätigkeit dient der Vorbeugung und Aufklärung von Unfällen und Berufskrankheiten Die Messstelle ist dem Messsystem Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (MGU) angegliedert und zertifiziert. Die Seminarteilnehmerinnen notieren ihre Arbeitsergebnisse. Hoher Altersdurchschnitt in den Kita-Teams, belastende Arbeitsbedingungen, Generationenkonflikte: Eine neue, dreiteilige Seminarreihe basiert auf Erfahrungen, die unter anderem unsere Aufsichtspersonen bei der Beratung und Begleitung von Kita-Teams gemacht haben. In den Seminaren werden Ressourcen, Belastungen und Arbeitsbedingungen beleuchtet. Ebenso fließen die eigenen Haltungen und Werte, die je nach Lebensphase sehr verschieden sind, in die Seminare ein. Möglichkeiten der Gestaltung werden ausgelotet. Die ersten Veranstaltungen sind gut aufgenommen worden. Erzieherinnen mit Leitungs- und Koordinationsfunktionen im Alter von Mitte 20 bis Anfang 60 brachten ihre Erfahrungen ein, diskutierten kritisch die vorgestellten Modelle aus der Wissenschaft und waren neugierig auf die Sicht von Kolleginnen aus anderen Lebensphasen. Die Teilnehmerinnen berichteten, wie sie Erkenntnisse aus dem Seminar in ihrer Kita umsetzen. Jahresbericht

18 Prävention und Arbeitsschutz 3 Die Unfallkasse Nord Absicherung von Straßenbaustellen Technik sicher unterrichten Die praxisnahen, anschaulichen Workshops der UK Nord rund um die Sicherheit im Technikunterricht sind ständig ausgebucht. An Regional- und Gemeinschaftsschulen unterrichten oftmals Lehrkräfte das Fach Technik fachfremd. Referendarinnen und Referendare, die später an den Schulen Werken, Arbeitslehre oder Hauswirtschaft unterrichten, haben Klärungsbedarf, beispielsweise im Hinblick auf die Ausstattung von Fachräumen und Anforderungen an Schülerarbeitsplätze. Auch die Gefährdungsbeurteilung ist ein Thema. Als Hilfestellung und Orientierung in einer zunehmend komplexen technischen Welt hat die UK Nord in Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) eine Broschüre für Lehrkräfte technischer Fächer herausgebracht. Die Broschüre wird auf Seite 21 vorgestellt. Seminarbilanz 2013 Schilder zur Baustellenabsicherung Anzahl Teilnehmerinnen und Teilnehmer Beschäftigte der Straßenmeistereien und der örtlichen Bauhöfe, die im Verkehrsraum arbeiten, sind oft die Leidtragenden, wenn es durch Unachtsamkeit und nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit zu einem Verkehrsunfall kommt. Die UK Nord bietet in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ein praxisnahes Seminar für die Beschäftigten von Straßenmeistereien und Bauhöfen an. Darin werden alle bedeutenden Aspekte der Verkehrssicherungsmaßnahmen behandelt, von der Baustellenabsicherung über die Planung von Verkehrs sicherungsmaßnahmen und Haftungsfragen bis hin zu beispielhaften Lösungswegen. Das Seminar wird sehr gut angenommen. Denk an mich Dein Rücken Verschiedene Seminare widmen sich dem Anliegen der Kampagne Denk an mich Dein Rücken. Sie sollen dazu beitragen, dass die Beschäftigten ihre körperliche Leistungsfähigkeit erhalten und sich im Arbeitsalltag bewusst bewegen. Regelmäßig ausgebucht sind die Seminare Prävention von Wirbelsäulenerkrankungen für die Ziel gruppe Heim- und Pflegedienstleitungen, Stationsleitungen und Pflegekräfte; Aufrecht in den Feierabend für die Zielgruppe Erzieherinnen und Erzieher und Fit for Job zur Förderung der Rückengesundheit für Beschäftigte an Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen. Führungskräfte Personal- und Betriebsräte Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärztinnen und -ärzte Sicherheitsbeauftragte Weitere Schulen und Kita/Schüler-Unfallversicherung Summe Erste Hilfe in Hamburg und Schleswig-Holstein 2013 Grundausbildung Auffrischungstraining Schulspezifisches Training Anzahl Personen Personen Personen 18 Jahresbericht 2013

19 Prävention und Arbeitsschutz Die Unfallkasse Nord Veranstaltungen und Kooperationen Das Jahr 2013 war von einer Vielzahl an Veranstaltungen und Aktionen geprägt, an denen sich die UK Nord mit unterschiedlichen Themen und Beiträgen beteiligt hat. Zum Beispiel: beim Praxistag Globales Lernen Bildung für nachhaltige Entwicklung mit einem umfangreichen Infopaket rund um das Fahrrad bei der Fachtagung Arbeitsschutz im Wandel und der Personal- und Betriebsräte-Tagung mit dem Thema psychosomatische Bedeutung der Rückenbeschwerden bei der Aktion Rücksicht auf Kinder mit dem Schwerpunkt Schwerpunkt Dialog-Displays. Das sind elektronische Warntafeln im Straßenverlauf, die an verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr erinnern sollen. Im Display blinkt entweder der Hinweis Langsam oder Danke je nach Fahrweise. Das Netzwerk Gesunde Kita in Hamburg zeichnete viele gute Ideen für die Kita-Gesundheit aus. Inklusion Gelebte Gemeinschaft Bei der Aktion Schultüten für Hamburgs Autofahrer wurden die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Krohnstieg in Hamburg- Langenhorn von UK Nord-Geschäftsführer Jan Holger Stock unterstützt. Hamburger Kita-Gesundheitstag Bei der Aktionswoche Hamburger Kita-Gesundheitstag stand die Gesundheitsförderung mit einem bunten Strauß von Themen und Wegen im Mittelpunkt. Über 40 Kitas in Hamburg zeigten ihre persönlichen Aktionen auf der Internetplattform des Netzwerks als Anregung für alle. Veranstaltet wurde der Kita-Gesundheitstag im Oktober vom Netzwerk Gesunde Kita in Hamburg, in dem die UK Nord Mitglied ist. Während der Auftaktveranstaltung würdigte die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks die engagierte Präventionsarbeit in den Hamburger Kitas. Die UK Nord präsentierte die Kampagne Denk an mich Dein Rücken. Sie überreichte bunte Sitzkissen und ergonomische Sitzhocker, beides Favoriten der Kitas aus dem Präventions- Projekt Erzieherinnen sitzen ergonomisch in der Kita, das die UK Nord im Rahmen der Rückenkampagne aufgelegt hat. Bei der 16. Fachtagung Gesundheitsförderung in der Kita war die Inklusion das Hauptthema. Menschen sind nicht behindert. Sie haben Beeinträchtigungen und werden dadurch in ihrem Alltagshandeln behindert. So lautete eine Kernaussage des Eröffnungsvortrages von Professor Matthias von Saldern von der Leuphana Universität Lüneburg. Inklusion ist die konsequente Fortführung von Integration. Sie nimmt sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten aller Kinder in den Blick. In Vorträgen wurden Aspekte zur inklusiven Arbeit in der Kita herausgestellt und in Arbeitsgruppen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Die Teilnehmenden diskutierten über bauliche Voraussetzungen für inklusive Kitas, über den Index für Inklusion oder auch Gemeinschaftsförderung durch Spiele. Die Fachtagung wird jedes Jahr im Herbst mit neuen Inhalten von der Landesvereinigung für Gesundheit des Landes Schleswig- Holstein und der UK Nord veranstaltet. Professor Matthias von Saldern Jahresbericht

20 Prävention und Arbeitsschutz 3 Projekte In Modellprojekten werden Präventionsmaßnahmen erarbeitet und erprobt. Zur Sicherung der Qualität arbeitet die Unfallkasse Nord mit anderen Fachinstitutionen zusammen. Gegen den Strich Anti-Mobbing-Projekt mit Figurentheater für Grundschulen Ausgrenzen, Drohen, Angreifen und das über lange Zeit: Mobbing ist auch in Grundschulen ein Thema. Das Projekt Gegen den Strich arbeitet mit den Mitteln des Figurentheaters. Angeleitet von einer professionellen Puppenspielerin bauen alle Kinder einer Klasse ihre persönliche Spielfigur als Stabpuppe aus Haushaltsbürsten. Gemeinsam wird ein Theaterstück zum Thema Mobbing mit den Bürsten-Figuren gespielt. Die erlebten Gefühle und Bedürfnisse werden besprochen, mit den Figuren Lösungswege erprobt. Alle Schüler wie Lehrkräfte können so im Alltag früh Anzeichen für Mobbing erkennen und gemeinsam gegensteuern. Gegen den Strich wurde von der Beratungsstelle Gewaltprävention der Schulbehörde Hamburg, der UK Nord und einer professionellen Puppenspielerin entwickelt und erprobt. Um dem entgegenzuwirken, wurde 2013 ein Projekt für die Beschäftigten im Bereich abwassertechnische Anlagen aufgelegt. Es hat zum Ziel, den Beschäftigten ergonomisch richtiges Arbeiten, auch in Zwangshaltungen, nachhaltig zu vermitteln. Wichtige Schritte der Umsetzung sind Einzelarbeitsplatzanalysen, besonders Analysen der Fehlhaltungen bei Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen, Korrekturen in Richtung der ergonomisch richtigen Arbeitsweise, Vermittlung von Kenntnissen über die Belastungsgrenzen und praktische Ausgleichsübungen. Die Resultate werden im Herbst 2014 erstmals überprüft. Berufsstart und Arbeitsleben aber sicher! Jugendliche leben im Hier und Jetzt. Über Arbeitsschutz wissen sie wenig woher auch? Dabei sind sie als Berufsanfänger beispielsweise aufgrund mangelnder Erfahrung besonders gefährdet. Im neuen Arbeitsschutzkoffer wurden fünf thematisch unterschiedliche Lernstationen zusammengestellt, die Einblicke in den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Berufsleben geben. Um einem erlebnisorientierten Ansatz gerecht zu werden, wurden pro Lernstation alle erforderlichen Hilfsmittel, Handlungsanleitungen mit Hintergrundinformationen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Lösungsbögen für die Lehrkräfte zusammengestellt. Abgerundet wird der Arbeitsschutzkoffer mit einem Fragebogen rund um die fünf Stationen und einem Quiz. Der Arbeitsschutzkoffer ist eine Kooperationsarbeit der folgenden Hamburger Institutionen: Amt für Arbeitsschutz, Arbeitsschutz Partnerschaft Hamburg, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg, UK Nord. Gruppe beim Puppenbau aus Haushaltsbürsten Rückengerechtes Arbeiten in der Abwasserwirtschaft Die Beschäftigten der Abwasser-Branche zählen zu der Beschäftigtengruppe, in der besonders häufige und lange Zeiten der Arbeitsunfähigkeit (AU) auftreten. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zählen zu den häufigsten AU-Fällen mit steigender Tendenz. Im Arbeitsschutzkoffer für Berufsanfänger hat jede Lernstation ihre eigene Farbe. 20 Jahresbericht 2013

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