Informationen über die Berufsausbildung zur Pharmazeutischen-Kaufmännischen Assistentin (PKA)

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1 Informationen über die Berufsausbildung zur Pharmazeutischen-Kaufmännischen Assistentin (PKA) Ansprechpartner bei der Apothekerkammer Bremen: Homepage: Sybille Kulpok Bürgermeister-Smidt-Str. 16, Bremen Tel: Fax: Alle wichtigen Hinweise zur Ausbildung finden Sie in unserem internen Bereich unter der Rubrik Ausbildung. Die Zugangsdaten erfahren Sie in der Geschäftsstelle Sprechzeiten: Montag Donnerstag Freitag Uhr Uhr Beratungsthemen: Rechte und Pflichten während der Ausbildung Berichtsheftführung Berufsschulbesuch Verkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit Zwischen- und Abschlussprüfungen Ausbildungsberater: Bei Unstimmigkeiten zwischen dem Ausbilder und dem Auszubildenden oder bei schulischen Problemen stehen die beiden Ausbildungsberaterinnen beratend und unterstützend zur Seite. Apothekerin Birgit Freund Hamburger Str. 270 A, Bremen, Tel: PKA Ulla Odendahl Am Weidedamm 12, Bremen, Tel:

2 Allgemeine Informationen zur Ausbildung Berufsausbildungsvertrag: Ausbilder und Auszubildende schließen vor Beginn der Ausbildung einen Berufsausbildungsvertrag. Bei Jugendlichen, die noch keine 18 Jahre alt sind, sind die gesetzlichen Vertreter Vertragspartner der Apotheke. Der Berufsausbildungsvertrag muss gemäß 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG) bestimmte Mindestangaben enthalten. Die Ausbildungsverträge können bei der Apothekerkammer angefordert werden. Der Vertrag ist vom Ausbildenden, Auszubildenden sowie bei Jugendlichen von den Erziehungsberechtigten zu unterzeichnen. Der unterzeichnete Vertrag ist vor Beginn der Ausbildung in dreifacher Ausfertigung bei der Kammer zur Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse einzureichen. Ein Exemplar des Vertrages bleibt bei der Apothekerkammer, die anderen beiden gehen zurück an die Apotheke. In der Apotheke verbleibt ein Ausbildungsvertrag bei den Unterlagen, den anderen Ausbildungsvertrag erhält der/die Auszubildende. Registrierung des Berufsausbildungsvertrages durch die Apothekerkammer: Der vollständig ausgefüllte und unterzeichnete Berufsausbildungsvertrag einschließlich des Ausbildungsplans für die PKA ist unverzüglich der Apothekerkammer zur Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse vorzulegen. Folgende Unterlagen sind einzureichen: Berufsausbildungsplan einschl. Ausbildungsplan für PKA in 3-facher Ausfertigung Ärztliche Untersuchung nach 32 JArbSChG, wenn die Auszubildende unter 18 Jahre ist (s. u.) Ausbildungsordnung: In der Ausbildungsordnung sind die Inhalte und Ziele der staatlich anerkannten Ausbildungsberufe festgelegt. Die Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung zur PKA vom 12. März 1993 regelt die zeitliche und inhaltliche, praxisbezogene Ausbildung. Die Ausbildungsordnung legt verbindlich die Mindestinhalte der beruflichen Ausbildung fest. Bezeichnung des Ausbildungsberufes Ausbildungsdauer Ausbildungsberufsbild Ausbildungsrahmenplan Ausbildungsplan Berichtsheft Prüfungsanordnungen 2

3 Ausbildungsrahmenplan: Der Ausbildungsrahmenplan ( 4 Ausbildungsordnung) gliedert die Berufsausbildung zeitlich und sachlich. Der Ausbildungsrahmenplan ist Grundlage für die Erstellung des praxisspezifischen, individuellen Ausbildungsplans. Ausbildungsplan: Der auf Basis des Ausbildungsrahmenplans vom ausbildenden Apotheker zu erstellende Ausbildungsplan ( 4 BBiG) ist Bestandteil des Ausbildungsvertrags. Berichtshefte: Das Berichtsheft gilt als Ausbildungsnachweis und hat somit eine Informations- und Kontrollfunktion. Bei rechtlichen Auseinandersetzungen kann es somit von größter Bedeutung sein. Es soll den zeitlichen und sachlichen Ablauf der praxisbezogenen Ausbildung wiedergeben und dem Ausbilder bzw. dem Auszubildenden als Leitfaden dienen. Die Berichtshefte werden zum Ausbildungsbeginn von der Apothekerkammer Bremen an die Auszubildenden verschickt. Das Vorliegen des vollständigen Ausbildungsnachweises ist eine Voraussetzung für die Zulassung zur Zwischen- und Abschlussprüfung. Der Ausbildungsnachweis soll monatlich (oder wöchentlich) vom Auszubildenden in aussagekräftigen Stichworten während der Arbeitszeit geführt werden. Die Formblätter der Apothekerkammer unterteilen in Ausbildung im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule. Angaben über die praktische Ausbildung sollen Neu-Erlerntes und Routineaufgaben umfassen. Der Ausbildungsnachweis ist vom Ausbilder möglichst monatlich zu überprüfen und abzuzeichnen. Krankheit und Urlaub sind zu vermerken. Der Ausbildungsnachweis ist der Apothekerkammer jederzeit nach Aufforderung (mindestens zur Zwischen- und Abschlussprüfung) vorzulegen. Ausbildungsvergütung: Die Ausbildungsvergütung gemäß dem neuen Gehaltstarifvertrag beträgt ab: 1. Januar Ausbildungsjahr 533,00 2. Ausbildungsjahr 604,00 3. Ausbildungsjahr 664,00 3

4 Jugendarbeitsschutzgesetz: Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) gewährt Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren einen besonderen Schutz. Ärztliche Untersuchung: Ein Jugendlicher, der noch keine 18 Jahre alt ist und in das Berufsleben eintritt, darf nach 32 JArbSchG nur beschäftigt werden, wenn er innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht worden ist und dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorlegt. Liegt dem Arbeitgeber diese Bescheinigung nicht vor, darf er den Jugendlichen nicht beschäftigen. Eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung über die Erstuntersuchung ist zusammen mit den vollständig ausgefüllten Vertragsunterlagen bei der Kammer einzureichen. Wird die ärztliche Bescheinigung der Kammer nicht zur Einsicht vorgelegt, kann keine Eintragung des Berufsausbildungsvertrages erfolgen. Ein Exemplar ist in der Apotheke aufzubewahren. Die ärztliche Bescheinigung ist laut 39 JArbSchG in Inhalt und Form festgelegt. Andere Bescheinigungen sind nicht ausreichend. Die entsprechenden Untersuchungsformulare können beim angefordert werden. Erst-Helfer-Kurs: Gesundheitsamt Bremen, Horner Straße 60/70,28203 Bremen Die Ausbildung zum Ersthelfer ist Bestandteil der zu vermittelnden Ausbildungsinhalte durch die Praxis. Der Auszubildende muss somit innerhalb der 3-jährigen Ausbildungszeit einen Lehrgang in Erster Hilfe (8 Doppelstunden) absolvieren. Für die Teilnahme am Erst-Helfer-Kurs ist der Auszubildende freizustellen. Es ist zu beachten, dass der im Rahmen des Erwerbs der Fahrerlaubnis abgelegte DRK-Lehrgang (Sofortmaßnahmen am Unfallort) nicht identisch ist und demzufolge nicht angerechnet werden kann. Die Bescheinigung über die Teilnahme am Erst-Helfer-Kurs gemäß den Vorschriften der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ist mit dem Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung vorzulegen. Die Apothekerkammer bietet Ersthelferkurse regelmäßig an. Berufsschulpflicht: Gemäß 35 BremSchG sind alle Auszubildenden, die in einem Ausbildungsverhältnis stehen, für die Zeit des Ausbildungsverhältnisses schulpflichtig. 4

5 Anmeldung zur Berufsschule: Die Anmeldung zur Berufsschule hat für die Auszubildenden durch den Ausbildungsbetrieb unter Verwendung des Formblatts vom Senator für Bildung und Wissenschaft zu erfolgen. Dieses Formblatt wird dem Ausbilder nach Einreichung der Berufsausbildungsverträge von der Apothekerkammer zugesandt. Schulzentrum des Sekundärbereichs II Walle Abteilung Berufliche Schulen Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r Außenstelle Ritter-Raschen-Straße Ritter-Raschen-Straße Bremen Bereichsleitung Frau Christina Waschkowski Telefon: , Fax: Beratungstermine: Dienstags von Uhr Berufsschulbesuch: Der regelmäßige Besuch der Berufsschule ist während der gesamten Ausbildungszeit Pflicht. Der ausbildende Apotheker hat den Auszubildenden für den Besuch der Berufsschule freizustellen. Ob und wann die Auszubildenden nach der Schule arbeiten müssen, ist abhängig von ihrem Alter: Auszubildende, die unter 18 Jahre alt sind, haben an einem Berufschultag mit mehr als 5 Stunden Anspruch auf einen freien Nachmittag einmal in der Woche. Dieser Tag wird mit 8 Stunden berechnet. Volljährige Auszubildende können nach einem mehr als 5-stündigen Schultag noch beschäftigt werden. Auszubildende dürfen generell nicht vor einem bis 9.oo Uhr beginnenden Unterricht beschäftigt werden. Anrechnungszeiten: Auf die Arbeitszeit werden angerechnet: Bei Minderjährigen: Berufsschultage mit mehr als 5 Unterrichtsstunden einmal in der Woche werden mit 8 Stunden auf die Arbeitszeit angerechnet. Im Übrigen die Unterrichtszeiten einschließlich der Pausen und der Fahrtzeiten zwischen Berufsschule und Apotheke. 5

6 Bei Volljährigen: Über 18 Jahre alte berufsschulpflichtige Auszubildende sind für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen. Auf ihre wöchentliche Arbeitszeit wird jedoch nur die Zeit vom Beginn bis zum Ende des Unterrichts angerechnet, also ohne die für Jugendliche vorgesehene Pauschalierung (s. o). Tarifvertragliche Regelungen: Der Vertrag des Govi-Verlages, der in der Regel zwischen Apothekenleiter und Auszubildenden abgeschlossen wird, stellt PKA-Auszubildende der Apotheke und untereinander gleich. Dass bedeutet, auch volljährigen Auszubildenden wird auf die tarifvertraglich für Apothekenmitarbeiter vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit einmal in der Woche ein Berufsschultag mit acht Stunden angerechnet, wenn dieser eine Unterrichtszeit von mehr als 5 Stunden umfasst. Für Auszubildende ergibt sich folglich eine um 13 Stunden reduzierte betriebliche Arbeitszeit während der Zeit, in der Berufsschulunterricht stattfindet. Innerhalb vorgenannter Grenzen können von der vorgeschlagenen Vertragsformulierung des Govi-Verlages abweichende schriftliche Vereinbarungen getroffen werden. In diesem Fall ist der entsprechende Paragraph zu ändern. Wöchentliche Arbeitszeit: Fehlzeiten: Die wöchentliche Arbeitszeit nach dem Tarifvertrag beträgt 40 Stunden. Es ist zu beachten, dass Jugendliche höchstens 8 Stunden am Tag und nicht mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten dürfen. Es können auch 8,5 Stunden am Tag sein, wenn dafür an einem Tag kürzer gearbeitet wird. Jugendliche dürfen nur an 5 Tagen in der Woche beschäftigt werden. Die beiden wöchentlichen Ruhetage sollen nach Möglichkeit aufeinander folgen. Für Sonntage besteht generelles Beschäftigungsverbot. An Samstagen darf der Jugendliche beschäftigt werden, allerdings sollen zwei Samstage im Monat beschäftigungsfrei bleiben. Erfolgt eine Beschäftigung am Samstag, ist dem Jugendlichen an einem anderen berufsschulfreien Werktag derselben Woche freizugeben. Kann der Jugendliche am Samstag nicht 8 Stunden beschäftigt werden, kann der Unterschied zwischen tatsächlicher und höchstzulässiger Arbeitszeit an dem freien Tag bis Uhr ausgeglichen werden. Gemäß des für die Ausbildung erstellten und unterzeichneten Ausbildungsplanes wird bei der Netto - Ausbildungszeit davon ausgegangen, dass der/die Auszubildende abzüglich des Jahresurlaubes über einen Zeitraum von 10,5 Monaten für die betriebliche Ausbildung zur Verfügung steht. Bei Unterschreitung dieser Präsenzzeiten des/der Auszubildenden kann nach 8 der Prüfungsordnung für Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte prinzipiell keine Zulassung zur Abschlussprüfung erteilt werden! 6

7 Wir bitten die Ausbilder und Lehrer im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht innerhalb der Ausbildung die Auszubildenden auf diese Regelung hinzuweisen und gegebenenfalls in Abstimmung mit der Apothekerkammer Bremen rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Bestimmung zu ergreifen! Einstellungstermin: Die Einstellung sollte zum 1. August, spätestens Anfang September erfolgen. Nur dann ist gewährleistet, dass die/der Auszubildende sich problemlos in den Berufsschulunterricht eingliedern und die Zulassung zur Abschlussprüfung drei Jahre später ohne weiteres erfolgen kann. Probezeit: Nach 20 Berufsbildungsgesetz beginnt das Berufsausbildungsverhältnis mit der Probezeit. Sie muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen. Urlaubsanspruch: Der Urlaubsanspruch ist abhängig vom Alter des/der Auszubildenden zu Beginn des Ausbildungsverhältnisses und kann für den Fall des Ausbildungsbeginns zum 1. August der folgenden Tabelle entnommen werden: Der Urlaub für jugendliche Auszubildende nach dem JArbSchG stellt nur den absoluten Mindesturlaub dar. Da dieser Urlaubsanspruch in den letzten Jahrzehnten nicht angeglichen wurde, liegt er weit unter dem im BRTV für Apothekenmitarbeiter geregelten Jahresurlaub für Volljährige. Der Berufsbildungsausschuss sieht darin eine Benachteiligung und hat deshalb die Empfehlung ausgesprochen, dass alle Auszubildende, auch Minderjährige, in gleicher Weise Urlaub nach dem BRTV erhalten sollten. Grundsätzlich hat jeder, dessen Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis länger als 6 Monate besteht, Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub. Der beträgt bei allen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben 33 Werktage, bei Minderjährigen richtet er sich nach 19 JArbSchG. Werktage im Kalenderjahr Alter zu Beginn des KJ Urlaubstage unter 16 Jahre 30 unter 17 Jahre 27 unter 18 Jahre 25 Freistellung von der Arbeit: Nach 15 BBiG muss der Ausbildende den/die berufsschulpflichtige/n Auszubildende/n für die Teilnahme am Berufsschulunterricht, für Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte und für die Teilnahme an Prüfungen freistellen. Für Jugendliche sieht 10 Abs. 1 Nr. 2 JArbSchG eine Freistellung für den Arbeitstag vor, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht. 7

8 16 Satz 2 Bundesrahmentarifvertrag regelt, dass der Arbeitgeber den Auszubildenden an dem Arbeitstag, der der mündlichen und schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht, freizustellen hat. Die Freistellungsregelung des 16 Satz 2 BRT geht damit über die entsprechende Vorschrift des 10 JArbSchG hinaus. Sie gilt für alle Auszubildenden unabhängig davon, ob sie dem Jugendarbeitsschutzgesetz unterliegen. Informationen über die Zwischen- und Abschlussprüfungen Zwischenprüfung: Nach 42 Berufsbildungsgesetz ist eine Zwischenprüfung abzulegen, in der der Leistungsstand der Auszubildenden in Praxis und Schule festgestellt werden soll. Sie findet in der Regel in der ersten Hälfte des 2. Ausbildungsjahres statt, um dem/der ausbildenden Apotheker/in die Möglichkeit zu geben, ggf. regulierend in die Ausbildung einzugreifen. Die Ergebnisse werden dem Ausbilder schriftlich mitgeteilt. Die Mitteilung des Ergebnisses ist sorgfältig aufzubewahren, da sie Bestandteil der Anmeldeunterlagen für die Abschlussprüfung ist. Das Ergebnis der Zwischenprüfung hat keinen Einfluss auf die Abschlussprüfung. Die Berichtshefte werden bereits zur Zwischenprüfung eingesammelt und kontrolliert. Die Zwischenprüfung wird in schriftlicher Form in folgenden Prüfungsgebieten durchgeführt: Apothekenbetrieb und spezifische Rechtsvorschriften Wareneingang und lagerung, einschl. Textverarbeitung Arzneimittel Apothekenspezifische Fachsprache Wirtschafts- und Sozialkunde Abschlussprüfung: Die Abschlussprüfung dient der Feststellung der Berufsfähigkeit, d.h. es wird überprüft ob die/der Prüfungsteilnehmer/in die entsprechenden Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Termine der Abschlussprüfung werden rechtzeitig durch die Apothekerkammer veröffentlicht. Die Bekanntgabe erfolgt im Mitteilungsblatt der Kammer, in der PZ und DAZ, auf der Homepage sowie durch Aushang in der Berufsschule. Die Anmeldung erfolgt schriftlich nach den von der Apothekerkammer bestimmten Anmeldefristen und Formularen durch die ausbildende Apothekerin bzw. den ausbildenden Apotheker mit Zustimmung der Auszubildenden. In besonderen Fällen kann die Prüfungsbewerberin selbst den Antrag auf Zulassung zur Prüfung stellen. Dies gilt insbesondere in den Fällen der vorzeitigen Abschlussprüfung und bei Wiederholungsprüfungen, falls ein Ausbildungsverhältnis nicht mehr besteht. 8

9 Der Anmeldung sind beizufügen: Das letzte Zeugnis der berufsbildenden Schule ein Nachweis über ausreichende Kenntnisse in Erster Hilfe die Bescheinigung über das Ergebnis der Zwischenprüfung das Berichtsheft Kopie des Einzahlungsbelegs für die Abschlussprüfung Die Prüfungsgebühr in Höhe von 75,00 EUR ist vom Ausbilder auf das Konto der Apothekerkammer bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, Konto , BLZ zu überweisen. Verwendungszweck: Prüfungsgebühr (Name, Vorname der Auszubildenden). Die Anmeldung zur Abschlussprüfung wird erst nach Eingang der Prüfungsgebühr gültig. Die Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgt durch den Prüfungsausschuss der Apothekerkammer. Zur Abschlussprüfung ist zugelassen: Wer die 36-monatige Ausbildungszeit zurück gelegt hat oder wessen Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet Wer an der Zwischenprüfung teilgenommen hat sowie das vorgeschrieben Berichtsheft ordnungsgemäß und vollständig geführt hat Wessen Ausbildungsverhältnis in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverträge eingetragen ist. Vorzieherprüfung: Es können auch Auszubildende vor Ablauf der Ausbildungszeit zur Prüfung zugelassen werden, wenn Ihre Leistungen dies rechtfertigen. Voraussetzung zur Zulassung zur vorzeitigen Abschlussprüfung ist ein Notendurchschnitt von 2,0 und besser Zustimmung des Ausbilders Prüfungsinhalte: Die Abschlussprüfung gliedert sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil: Schriftlicher Teil: Apothekenbetriebslehre Warensortiment und Verkauf Wirtschafts- und Sozialkunde Praktischer Teil: Warenbewirtschaftung Tätigkeiten nach der Apothekenbetriebsordnung In besonderen Fällen kann es zu einer mündlichen Ergänzungsprüfung kommen. Diese findet in der Regel am Tag der feierlichen Entlassung teil. 9

10 Wiederholungsprüfung: Eine nicht bestandene Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden. Das Ausbildungsverhältnis ändert sich dabei auf Verlangen der Auszubildenden bis zum nächsten Prüfungstermin, höchstens jedoch um ein Jahr. Die Verlängerung ist der Apothekerkammer ergänzend zum Berufsausbildungsvertrag schriftlich anzuzeigen. Ende der Ausbildungszeit: Das Berufsausbildungsverhältnis endet gemäß 21 Abs. 1 Satz 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit Ablauf der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit. Das Berufsausbildungsverhältnis verlängert sich nicht über den vereinbarten Zeitpunkt hinaus, sofern die Abschlussprüfungen erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Denn das Berufsbildungsgesetz sieht für diesen Fall keine automatische Verlängerung vor. Bestehen Auszubildende die Abschlussprüfung nicht, so verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis gemäß 21 Abs. 3 BBiG auf ihr Verlangen bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, maximal um ein Jahr. Die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses vor Ablauf der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit ist im 21 Abs. 2 BBiG geregelt. Sofern die Abschlussprüfungen vor Ablauf der vertraglich festgelegten Ausbildungszeit bestanden wurden, endet das Berufsausbildungsverhältnis mit dem Zeitpunkt der Bekanntgabe des Gesamtergebnisses durch den jeweiligen Prüfungsausschuss, d h. mit der Mitteilung über das Bestehen der Prüfung. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass eine Weiterbeschäftigung über das Ende des Ausbildungsverhältnisses zur Begründung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses führt. Kann eine PKA nicht in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden, besteht die Möglichkeit, einen befristeten, schriftlich abgefassten Arbeitsvertrag abzuschließen. Quelle: Kammer aktuell. Rundschreiben der Bayrischen Apothekerkammer 02/2010 Das Ausbildungsverhältnis endet mit dem Tag des Bestehens der Abschlussprüfung. Mit einer Weiterbeschäftigung der PKA nach diesem Termin auch wenn nur faktisch wird ein ordentliches Arbeitsverhältnis begründet. 10

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