Multimediaschnittstelle. Microsoft DirectShow

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1 Multimediaschnittstelle Microsoft DirectShow

2 Gliederung 1. Grundlagen 1.1 VFW 1.2 WDM, KS, WMF 1.3 DirectShow - DirectX 1.4 Aufgaben von DirectShow 2. Architektur 2.1 COM - kurze Einführung 2.2 Filter Graph Manager 3. Filter Graphen 3.1 Erstellung von Filter Graphen 3.2 Filter-Verbindungsprotokolle 3.3 Datenfluss-Protokolle 3.4 Synchronisation 4. Beispiele 5. Zusammenfassung

3 1. Entwicklung von DirectShow Warum wurde DirectShow entwickelt? 1. 1 VFW (Video for Windows) 1992 als Addon für Windows 3.1 eingeführt Aufgaben: Abspielen / Aufnahme / Kompression / Dekompression von Video- /Audiodaten Anfangs 16 Bit Architektur; mittlerweile teilweise 32 Bit. AVI Container Dateiformat Nachteile: VFW-Treiber: separate Treiber für WinNT/Win9x notwendig, keine standardisierten gerätespezifische Kommunikationsschnittstellen (z.b.: fehlende TVTuner Unterstützung), Treibermodell inkonsistent Unterstützung weniger Dateiformate nur teilweise 32 Bit Architektur keine Synchronisationsmechanismen AVI Container Dateiformat: begrenzt auf 2 GB, nicht streamingfähig, Synchronisation schwierig Neue Multimedia-/Treiberarchitektur und Dateiformat

4 1. Entwicklung von DirectShow 1.2 WDM, KS, WMF WDM (Windows Driver Model): Kompatibilität innerhalb der Windows-Betriebssysteme volle 32 Bit Unterstützung standardisierte Kommunikationsschnittstellen (Bsp.: TV-Tuner Unterstützung) KS (Kernel Streaming): Filter Architektur (Knoten, Pins) Datenaustausch innerhalb des Kernel Mode: keine Kernel-/User Mode Umschaltung geringe Latenzzeiten keine Datenkopie in Systemspeicher WMF (Windows Media Format): Kompression/Dekompression von Video/Audio mit MS MPEG4 Video/Audio Codec sowie MS Video Speech Codec. Streaming von Video-/Audiodaten über Netzwerk (geringe Netzwerkbandbreite) ASF Container Dateiformat (*.wmv, *.wma, *.asf): - streamingfähig, Synchronisationsmechanismen - Dateigröße nicht begrenzt - proprietäres Dateiformat vor ISO MPEG4 Standard entwickelt QuickTime Movie (MOV Format) als MPEG4 Standard vorgesehen

5 1. Entwicklung von DirectShow 1.3 DirectShow - DirectX DirectShow seit 1996 Bestandteil von DirectX DirectX: - Sammlung von Komponenten für verschiedene multimediale Bereiche - Schnittstellen für effiziente Kommunikation von Software mit Hardware - Hardwareunabhängige Funktionsbibliothek (bei fehlender Hardwareunterstützung Verwendung von Softwareemulationen (optimierte Softwareroutinen mittels Assemblercode)

6 1. Entwicklung von DirectShow 1.4 Aufgaben von DirectShow 1. Hauptaufgaben 2. DES (DirectShow Editing Service)

7 2. Architektur

8 2. Architektur

9 2. Architektur

10 2. Architektur Programmablauf für DirectShow Applikationen Applikation Play() Methode Stop Event Filter Graph Manager Filter Graph Source Filter (Bsp.: File Source) Transform Filter (Bsp.: AVI Parser) Transform Filter (Bsp.: Video Decod.) Rendering Filter (Bsp.: Video Render) Transform Filter (Bsp.: Audio Decod.) Rendering Filter (Bsp.: Audio Render)

11 2. Architektur 2.1 COM - kurze Einführung

12 2. Architektur 2.2 Filter Graph Manager Zentrales Objekt von DirectShow Erstellen und Kontrolle von Filter Graphen Synchronisation Ereigniss-Behandlung über Ereigniss-Warteschlange (z.b.: Filter Status, Play )

13 3. Filter Graphen 3.1 Erstellung von Filter Graphen IGraphBuilder (Filter Graph Manager)::RenderFile SourceFilter einfügen; IGraphBuilder::Render IGraphBuilder (Filter Graph Manager)::Render Rendering Filter einfügen; IGraphBuilder::Connect IGraphBuilder (Filter Graph Manager)::Connect - Direkte Verbindung der Pins probieren - Filter aus dem Cache probieren - vorhandene Filter im Filter Graphen probieren - Filter über Windows-Registrierung suchen und probieren Filter in Kategorien unterteilt (Source Filter, Transform Filter, Rendering Filter) Jeder Filter wird mit Major-/SubType und Prioritätswert in Registry eingetragen Abbruch nach bestimmter Anzahl von Versuchen kein Deadlock

14 3. Filter Graphen 3.2 Filter-Verbindungsprotokoll (MediaType Vermittlung)

15 3. Filter Graphen 3.2 Filter-Verbindungsprotokoll (Transport Vermittlung)

16 3. Filter Graphen 3.2 Filter-Verbindungsprotokoll (Speicherverwaltung Vermittlung)

17 3. Filter Graphen 3.3 Datenfluss (Streaming Protokoll) Source Filter Transform Filter Rendering Filter FillBuffer() Transform GetBuffer() Release() GetBuffer() Memory Allocator 1 Memory Allocator 2

18 3. Filter Graphen 3.3 Datenfluss (Streaming Protokoll) Source Filter Transform Filter Rendering Filter FillBuffer() Transform GetBuffer() Release() GetBuffer() Memory Allocator 1 Memory Allocator 2

19 3. Filter Graphen 3.3 Datenfluss (Control Protokoll) Pause-Zustand: Initialisierungsphase für Datenstreaming (z.b.: Threadgenerierung) Datenpufferung jeder Rendering Filter erhält ein Media Sample schnellere Reaktion auf Run Befehl Source-/Transform-Filter ignorieren Zustandsänderung Pause/Running Ausnahme Live Source Filter

20 3. Filter Graphen 3.3 Datenfluss (Ausgewählte Protokolle) Seeking/Flushing: EndOfStream:

21 3. Filter Graphen 3.4 Synchronisation (Grundlagen) Zeitgeber (ReferenceClock COM-Objekt); Zugriff über IReferenceClock Interface Pro Filter Graph eine ReferenceClock Synchronisation aller Filter im Filter Graph mit ReferenceClock

22 3. Filter Graphen 3.4 Synchronisation (Auswahl der ReferenceClock) Manuelle ReferenceClock-Auswahl: Automatische ReferenceClock-Auswahl: Filter Graph Manager sucht ReferenceClock-Implementationen in Filtern in Upstream- Reihenfolge (beginnend bei Rendering Filter) erste gefundene ReferenceClock (in Filter) wird übernommen keine ReferenceClock gefunden Filter Graph Manager stellt interne ReferenceClock auf Basis der System-Uhrzeit zur Verfügung

23 4. Beispiele //Schnittstellenzeiger definieren IGraphBuilder *pgraph; IMediaControl *pmediacontrol; IMediaEvent *pevent; CoInitialize(NULL); //COM-Laufzeitumgebung initialisieren //Filter Graph Manager Objekt erstellen+igraphbuilder Schnittstellenzeiger erzeugen CoCreateInstance(CLSID_FilterGraph,,,IID_IGraphBuilder, (void **)&pgraph); pgraph->renderfile( Beispiel.mpg, NULL); //Graph vollautomatisch erstellen pgraph->queryinterface(iid_imediacontrol, (void **)&pmediacontrol); pmediacontrol->run(); //Graph starten //Warten auf Beendigung des Graphen pgraph->queryinterface(iid_imediaevent, (void **)&pevent); long evcode; pevent->waitforcompletion(infinite, &evcode); pmediacontrol->release(); pevent->release(); pgraph->release(); //Schnittstellenzeiger freigeben CoUninitialize(); //COM-Laufzeitumgebung freigeben

24 Zusammenfassung Was ist DirectShow? (Entstehung, Hauptaufgaben) Architektur Filter Graph Manager als Hauptbestandteil von DirectShow Filter Graphen: Erstellung, Verbindungsprotokolle, Datenflussprotokolle, Buffer-Management, Synchronisation Vorteile gut dokumentiert modulare Struktur wiederverwendbare Komponenten (Filter) Nachteile abhängig von Microsoft-Betriebssystemen Windows-Programmierung notwendig Quellen DirectShow SDK Dokumentation Programming Microsoft DirectShow for Digital Video and Television / Mark D. Pesce. Microsoft MSDN Bibliothek Suchmaschinen (Google) / Internet

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