Finanzierung von Investitionen in die barrierefreie Freiraumgestaltung durch öffentliche Fördermittel

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1 Finanzierung von Investitionen in die barrierefreie Freiraumgestaltung durch öffentliche Fördermittel concepts for communication Manfred Häpp Mirweilerweg 22a Düren Tel.: Fax: Mail: 1 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

2 1. Barrierefreies Bauen Einführung Individuelles und kollektives Altern Individuelles Altern: Beruf + private Lebensführung + außergewöhnliches Ereignis Kollektives Altern: Prognose % der Gesamtbevölkerung ist älter als 60 Jahre (2005) 2050 ca. 40 % Anteil an über 60jährigen der Gesamtbevölkerung Anteil Hochbetagte: 2010 ca Personen Hochbetagte: 2050 ca Personen 2 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

3 2. Barrierefreie Maßnahmen Praxisbeispiel 1 Quelle: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBV), Wohnen ohne Barrieren Komfort für alle; Düsseldorf 2007; S / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

4 2. Barrierefreie Maßnahmen Praxisbeispiel 2 Quelle: Dipl.-Ing. Carsten Brausch, Landschaftsverband-Rheinland / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

5 2. Barrierefreie Maßnahmen Praxisbeispiel 3 Quelle: Linkes Bild: Dietmar Böhninger; Barrierefreiheit für Blinde und Sehbehinderte Beiträge zum Bauen und Gestalten; Heft 2, Hannover 2003 Rechtes Bild: Flexo-Produktinformation / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

6 2. Barrierefreie Maßnahmen Praxisbeispiel 4 Quelle: Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit, Barrierefreiheit in Hotellerie und Gastronomie, Oktober 2010, S / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

7 3. Finanzierungsmöglichkeiten 1 2. Finanzierungsmöglichkeiten Überblick Europäische Förderebene mit besonderen regionalen und sozialen Bezügen Kreditanstalt für Wiederaufbau mit Sonderprogramm und zeitlich befristeten Programmen 2.2 Deutsches Institut für Urbanistik Programm Soziale Stadt 2.3 Bundesministerien mit Schwerpunktförderung + besonderen Laufzeitprogrammen 2.4 Bundesagentur für Arbeit mit besonderen Arbeitgeberleistungen und behinderten Berufsanfängern 2.5 Rentenversicherungsträger Bund für Angestellte und Landesversicherungsanstalten für Arbeiter betreffen die Rehabilitation 2.6 Unfallversicherungsträger Bundesebene Landesförderbanken nicht immer vorhanden 3.2 Landesministerien mit besonderen Schwerpunktprogrammen oder befristeten Laufzeitprogrammen Förderung auf Landesebene Kommunale Zweckverbände mit Bezügen zur Eingliederungshilfe für Behinderte 4.2 Kommunale Zweckverbände mit speziellen Leistungen an Arbeitgeber und berufstätigen Behinderten = Maßnahmen mit langfristiger Wirkung und besonderen Auflagen 4.3 Kommunen mit Sonderprogrammen zu ergänzenden Leistungen an Vermieter, Unternehmer Förderung auf kommunaler Ebene 5 Förderungen durch Stiftungen, deren Inhalt sich nach der jew. Satzung richtet 7 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

8 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.1 Förderung KfW-Hausprogramm KfW Finanzgruppe Barrierefreies Bauen mit den Standards Altersgrechtes Wohnen und Altersgerechtes Haus Ziel: Anpassung von Wohnungsbestand an demografischen Wandel Kredit Programm-Nummer 159 ab April 2012 gültig Vorgaben der technischen Mindestanforderungen sind einzuhalten Ziel: Abbau / Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand Förderausschluss: Alten- und Pflegeheime, selbst genutzte Wohneinheit durch Vermieter 8 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

9 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.1 Förderung KfW-Hausprogramm Förderungen an Vermieter / Mieter durch KfW-Finanzgruppe 7 Förderbereiche werden vom Fachbetrieb / Architekten einzeln oder gruppenweise bescheinigt, keine Eigenleistung Techn. Mindestanforderungen erfassen nur Komplettmaßnahmen Kreditbetrag je Wohneinheit, abrufbar über Hausbank 9 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

10 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.1 Förderung KfW-Hausprogramm KfW Finanzgruppe Programme Investitionskredit Sozial investieren IKS und Barrierearme Stadt IKU Ziel Programm Sozial investieren : Förderung der sozialen Infrastruktur Fördernehmer: Krankenhäuser, betreute Wohnkonzepte etc. Ist das Investitionsvorhaben noch nicht abgeschlossen, kann der Kreditbetrag aufgestockt werden! Ziel Programm Barrierearme Stadt : Verbesserung der sozialen Infrastruktur Betroffen ist die kommunale Infrastruktur 10 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

11 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.2 Geförderte Maßnahmen KfW-Finanzgruppe - bisher wurde gefördert: 11 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

12 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.3 Hessen Fördergeberin: Wirtschafts- und Infrastrukturbank WI-Bank Grundlage: Verschiedene Wohnbauprogramme Fördergegenstand: Bedarfsgerechter Bau und Modernisierung von Mietwohnungen Behinderten- und krankenspezifische Anpassungsmaßnahmen in Mietwohnungen Freiraumgestaltungen in Kombination mit baulichen Anpassungsmaßnahmen 12 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

13 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.3 Hessen Fördergeberin: Wirtschafts- und Infrastrukturbank WI-Bank Mittel Städtebauförderung + Wohnungswirtschaft sind teilweise kombinierbar Antragstellung über Kommunen Weitergabe der Fördermittel durch Kommune an Dritte Kommune muss sich im Städtebaufördergebiet befinden Kein Rechtsanspruch auf Förderung Keine Neuantragstellung mehr möglich, da es sich um Auslaufprogramm handelt Es muss Kriterium Problemgebiet vorliegen! 13 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

14 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.3 Hessen Fördergeber: Wirtschafts- und Infrastrukturbank WI-Bank Programm: Soz. Wohnraumförderung Neubau + Modernisierung Mietwohnraum für Wohnungen, die vor 1984 bezogen wurden Fördergegenstand: Darlehen Förderzweck: Sanitäreinrichtungen, bauliche Eignung für ältere und behinderte Menschen 14 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

15 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.4 Baden-Württemberg Fördergeberin: L-Bank Infrastrukturprogramm Baden-Württemberg Förderinstrument: Investitionskredit Kommune direkt Kommunen geben diesen Investitionszuschuss an gemeinnützige Organisationen weiter 2 Millionen dürfen bei bis zu 100 % Kostenübernahme der förderf. Kosten n i c h t überschritten werden! Bei Überschreitung reduziert sich der Darlehensbetrag auf bis zu 50 % der förderf. Kosten! 15 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

16 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.4 Baden-Württemberg Fördergeberin: L-Bank Infrastrukturprogramm Baden-Württemberg Förderinstrument: Investitionskredit Kommune direkt Es ist eine Kombination mit anderen Förderprogrammen mit Ausnahme des KfW-Programms Investitionskredit Kommune flexibel Direkte Antragstellung bei der L-Bank 16 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

17 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.4 Baden-Württemberg Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum Baden-Württemberg Fördergeberin: Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Zielgruppen: Unternehmer, priv. Hausbesitzer und Kommunen Förderzweck: Es geht um Maßnahmen zur Strukturverbesserung in ländlich geprägten Orten auf der Grundlage eines Gesamtkonzeptes der Gemeinde, davon betroffen sind auch Fragen des Wohnens! Je nach Programmlinie kombinierbar mit Mittel aus dem Fonds für Regionale Entwicklung EFRE L-Bank zahlt die Mittel als Zuschuss aus und überprüft die Zweckbestimmung 17 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

18 3. Finanzierungsmöglichkeiten 3.5 Immobilienleasing Die meisten gebräuchlichen Formen dieses Leasings schonen Bilanz und Eigenkapitalquote. Gleichzeitig können Leasingnehmer Gebäude und Grundstücke wie Eigentümer nuten Stille Reserven werden gehoben, Sofortbesteuerung wird vermieden. Neubau ermöglicht Umsetzung Individueller Anforderungen. Leasinggesellschaft prüft die Wirtschaftlichkeit des Kaufs gegenüber einem potentiellen Neubau. Verbesserung der Eigenkapitalquote + Finanzierungsstruktur Kostenkalkulation und Zeitplanung sind zuverlässig; Leasingnehmer wird von der Projektabwicklung entlastet. Leasinggesellschaft prüft die Wunschimmobilie auf ihre Werthaltigkeit und erstellt ein Nutzungskonzept. Aufwand bei Umbau oder Modernisierung wird linearisiert. Bau und Finanzierung kommen aus einer Hand. Kauf wird durch Leasinggesellschaft abgewickelt. Bilanzneutralität Eigentümerähnliche Stellung des Leasingnehmers 100-prozentige Finanzierung Chance auf Wertsteigerung liegt beim Leasingnehmer Quelle: Ratgeber Immobilienleasing 2008/2009 ein Leitfaden für den Mittelstand; aus Initiativbanking 1/ / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

19 4. Marktpotenziale im Überblick 2011 ca. 1,4 Mio. Demenzkranke Zunahme an Pflegedienstleistungen, Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung + Servicewohnen 19 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

20 4. Marktpotenziale im Überblick Beispiele Piktogramme für barrierefreien Tourismus der DEHOGA Kategorie A Gehbehinderung Ggf. + i für Information Kategorie B Gehunfähige Rollstuhlnutzer Kategorie C Sehbehinderte und Blinde Kategorie D Gehörlose und Schwerhörige Kategorie E Alle Kategorien zusammen Bildnachweis : Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit, Barrierefreiheit in Hotellerie und Gastronomie, Oktober 2010, S / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

21 4. Marktpotenziale im Überblick Wohnungsbedarf bis / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

22 4. Marktpotenziale im Überblick Gesamtverband der Wohnungswirtschaft und Immobilienunternehmen GdW: Bis 2015 jährlich neue Wohnungen nötig, um aktuellen Bedarf zu decken In Großstädten + Verbundregionen sind diese für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen Mangelware! Umfrage von TNS Emnid Januar 2011: In 15 Jahren wird es ca. 10 Mio. Haushalte mit Personen > 70 Jahre geben Laut Verbände müssten p. a neue / modernisierte Wohnungen bereitgestellt werden - ca. 2 Mio barrierefreie / barrierarme Wohnungen bis / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

23 4. Marktpotenziale im Überblick Wohnungsbaustruktur in Ballungsräumen Stand / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

24 4. Marktpotenziale im Überblick Zahl der Privathaushalte steigt In Städten haben Alterung + Schrumpfung geringere Bedeutung, dafür der Migrationshintergrund! Geringer Anteil jüngerer Altersgruppen großer Anteil älterer Menschen mit starker Entwicklung in ländlichen Gebieten steigendes Durchschnittsalter der Bevölkerung! Beschleunigter Alterungsprozess nach 2025 und Höhepunkt ab 2040 erreicht, Grund: Generation Babyboomer wird zum Kreis der Hochbetagten gehören! 24 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

25 4. Marktpotenziale im Überblick Wohin Menschen über 50 umziehen 25 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

26 4. Marktpotenziale im Überblick Die Zukunft liegt im Umbau SV-Kommission Wohnen im Alter ermittelte auf der Grundlage der Studie bis 2013 für die 2,5 Mio. anzupassenden Wohnungen für mobilitätseingeschränkte Senioren einen Investitionsbedarf von 39 Mrd. Euro, wovon 18 Mrd. Euro den Mehrbedarf ausmachen 26 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

27 4. Marktpotenziale im Überblick Investitionspotenzial öffentliche Hand Das KfW-Panel 2011 untersuchte folgende Aspekte: Investitionsbedarf Investitionstätigkeit Finanzierungsmöglichkeiten Die Investitionen in den Bereichen Schulen und Kinderbetreuung sowie Straßenund Verkehrsinfrastruktur sind mit knapp 40 % der Gesamtinvestitionen die wichtigsten Investitionsschwerpunkte. Trotz hoher Investitionen bleibt es in diesen beiden Bereichen bei einem hohen Investitionsstau. Investitionsrückstände: rund 87,4 Mrd. EUR bei Städten und Gemeinden und rund 12,5 Mrd. EUR bei den Landkreisen 27 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

28 5. Wirtschaftlichkeit barrierefreies Bauen Bestimmungsgründe Kosten Zeitaufwand Verhältnis von Mitteleinsatz und Ertrag Abschreibung Wann ist Maßnahme n i c h t w i r t s c h a f t l i c h? schwierige Geländeverhältnisse Einbau eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs ungünstige vorhandene Bebauung Sicherheit von älteren und behinderten Menschen wenn vorg. Punkte mit unverhältnismäßigen Aufwand umsetzbar sind 28 / 28 Manfred Häpp 19. September 2012

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