Finanzkompetenz für Jugendliche

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1 Finanzkompetenz für Jugendliche Bildungsprojekt der Stiftung der Kreissparkasse Verden Ergänzende Unterrichtsmodule für Schulen im Landkreis Verden

2 1 Bedarf an Geld- und Finanzinformationen Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbraucherministeriums unter Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 im Jahr 2010: Nur 52 %wissen, dass ein Girokonto für den alltäglichen Zahlungsverkehr wie Gehalt und Miete gedacht ist. 20 %gehen davon aus, dass ein Girokonto eingerichtet wird, "um angemessene Zinsen auf Ersparnisse zu erhalten". 19 %sehen das Girokonto als Möglichkeit, "leichter regelmäßige Beträge anzusparen". 9 %der Schüler wissen nicht, was ein Girokonto ist oder gehen davon aus, dass man kein Girokonto braucht. UND Nur 63 %wissen, dass es länger dauert, einen Kredit von Euro mit 50 Euro abzubezahlen als denselben Betrag zu sparen. 33 %wissen das nicht, sie denken dabei nicht an die Zinsen, die bei einem Kredit anfallen.

3 2 Bedarf an Geld- und Finanzinformationen Jeder zweite junge Befragte räumt ein, dass er sich in Geld- und Finanzfragen kaum oder gar nicht auskennt.

4 3 Interesse an Geld- und Finanzangelegenheiten Acht von zehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehen die Informationen über Geld- und Finanzangelegenheiten für sich als wichtig oder sogar sehr wichtig an.

5 4 Ziele des Bildungsprojektes 1. Ziel des Projektes Finanzkompetenz für Jugendliche ist, den Jugendlichen einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Geld und Krediten zu vermitteln, damit sie möglichst frühzeitig Selbstständigkeit und Eigenverantwortung beim Umgang mit ihrem Geld (Budgetkompetenz) entwickeln können. 2. Keine Kosten für die Schulen, da von der Stiftung die Fachkraft für den Unterricht entlohnt wird. das erforderliche Schulungsmaterial zur Verfügung gestellt wird.

6 5 Eckdaten des Projektes 1. Zielgruppe Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen - insbesondere der Klassen 8 bis Einbindung in den Unterricht - im Regelunterricht, d. h. im Rahmen der wirtschaftsnahen Fächer - im Projektunterricht, zum Beispiel anlässlich von Projekttagen - im Nachmittagsunterricht, etwa im Rahmen einer Ganztagsbetreuung 3. Durchführung der Lerneinheiten Rosmarie Bösche im Auftrag der Stiftung der Kreissparkasse Verden 4. Anfragen / Kontaktaufnahme per Mail oder Telefon an die Dozentin Rosmarie Bösche Mail: Tel.:

7 6 Unterrichtsmodule Die Module 1. Grundlagen der Finanzplanung Budgetplanung 2. Werbung und Konsum 3. Schuldenspirale 4. Sozialsysteme Entsprechend der Lernziele des jeweiligen Unterrichtes können die Lehrer, die die Durchführung der Unterrichtsmodule begleiten, mehrere Module auswählen. Teilaspekte der Module in Absprache mit Frau Bösche individuell kombinieren.

8 7 Unterrichtsmodule 1. Grundlagen der Finanzplanung - Budgetplanung Die Schülerinnen und Schüler sollen Sparbuch und Girokonto kennen, die Unterschiede zwischen beiden erklären und die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten benennen können, Einnahme- und Ausgaberechnung kennen lernen, ihr monatliches Budget planen können. Abhängig vom Alter der Schülerinnen und Schüler können auch Finanzierungsinstrumente wie z. B. Raten- und Dispositionskredite sowie Leasing erläutert werden.

9 8 Unterrichtsmodule 2. Werbung und Konsum Die Schülerinnen und Schüler sollen die Motive für ihre Wünsche wahrnehmen, benennen und reflektieren können, erkennen, dass die Erfüllung ihrer Vorstellungen einen Preis hat, Folgekosten realistisch abschätzen / berechnen, Lösungsmöglichkeiten für die Verwirklichung ihrer Wünsche kennen lernen.

10 9 Unterrichtsmodule 3. Schuldenspirale Die Schülerinnen und Schüler sollen Ursachen für die Verschuldung kennen lernen, eigene Lösungsmöglichkeiten entwerfen, um sich weitgehend davor zu schützen, Handlungsoptionen entwerfen, um mit einer eingetretenen Verschuldungssituation umgehen zu können, Rat und Hilfe bei Verschuldung finden und Angebote nutzen.

11 10 Unterrichtsmodule 4. Sozialsysteme Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass "Wechselfälle" jeden und jede betreffen können, die Sozialsysteme in Deutschland und ihre Finanzierung kennen lernen, erkennen, in welchen Fällen die gesetzliche Vorsorge für den Einzelnen nicht den Lebensstandard sichern kann, einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten der privaten Vorsorge erhalten.

12 11 Exkursionen Exkursionen der Schülerinnen und Schüler zu Kreditinstituten Verbraucherzentralen Schuldnerberatungen sind nicht Teil des Bildungsprojektes. Die Lehrer können eigenverantwortlich mit den o. a. Institutionen Besuchstermine vereinbaren. Frau Bösche in die Vorbereitung und Begleitung der Termine einbeziehen.

13 12 Beginn des Bildungsprojektes Start des Bildungsprojektes im Schuljahr 2013 / 2014 Information der Schulen - schriftlich über die Rektoren mit der Bitte, die Fachlehrer auf das Bildungsangebot aufmerksam zu machen. - auf Wunsch im Rahmen einer Präsentation des Bildungsprojektes vor den zuständigen Fachlehrern. Fortführung des Bildungsprojektes in den folgenden Schuljahren abhängig - vom Interesse der Schulen. - der Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrer.

14 13 Finanzkompetenz für Jugendliche Dozentin: Rosmarie Bösche Freiberufliche Dozentin und Trainerin Sparkassenbetriebswirtin

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