Kultur in Graz! 2011

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1 Kultur in Graz! 2011

2 2 Kultur in Graz!

3 Inhaltsverzeichnis I - Schwerpunkte 4 I.1 Walk the Line 5 Walk The Line # 1 / 11 Kulturspaziergang mit Orhan Kipcak 6 Walk The Line # 2 / 11 Kulturspaziergang mit Erika Thümmel 8 Walk The Line # 3 / 11 Kulturspaziergang mit E. Strobl und H. Kaplan 10 I.2 Gesamtkunstwerk Graz zum Tag der Arbeitslosen Aktionstag am Screening Gesamtkunstwerk Graz zum Tag der Arbeitslosen Der Film zum Tag 19 I.3 queer is not dead _ queerograd I.4 Utopie & Konserve 29 II Permakultur 30 II.1 Radical Gardening 31?Alos & Upperclass Shoplifters 32 Ava Mendoza (us) / Sporay & MSHR (us) / Toba (it) 33 Evangelista (us) / Broken Heart Collector (at) 34 VolXküche bei Kultur in Graz 37 II.2 auslage Auswege aus der Krise 38 II.3 web.magazin 39 II.4 KiG!-Service 41 Information, Beratung und Praxis 41 exchange 42 Kultur ist gut Radiosendung auf 92,6 mhz 45 II.5 Kursprogramm/ Weiterbildungsprogramm 47 Kooperationsprojekt: Praxisnahe Seminare für Kulturmanagement in der Oststeiermark 55 II.6 Kultur schafft Arbeit 56 Kulturarbeitsplätze (GBP) 57 III - Pressestimmen 60 Kultur in Graz! 3

4 I - SCHWERPUNKTE I - Schwerpunkte 4 Kultur in Graz!

5 I.1 Walk the Line *WALK THE LINE* KünstlerInnen haben im Rahmen des Projektes UTOPIE UND KONSERVE Stadtführungen zu jenen Orten zusammengestellt, die für die Kunst- und Kulturszene wie auch das politische Leben Relevanz hatten und haben. Mit einem Augenzwinkern wird ein Blick zurück auf die Geschichte geworfen, dort hin wo die Grundlagen für (Um)brüche und Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre entstanden. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen werden Zeitreisen zu jenen ungewöhnlichen und teilweise verschwundenen Orten unternommen, an denen vieles diskutiert, gefeiert, ge- und erstritten oder gelebt wurde. Kultur in Graz! 5

6 I - SCHWERPUNKTE Walk The Line # 1 / 11 Kulturspaziergang mit Orhan Kipcak Ich habe meine ersten Lebensjahre in Graz verbracht, dann kamen Zeiten in verschiedenen größeren (Istanbul, Wien) und kleineren Städten (Linz). Wie es dann ans Studieren ging, war Graz erste Wahl. Studiert habe ich Architektur gleich von Anfang an in den legendären Zeichensälen. Das war für mich logisch, mein Vater war schon Architekt und hat in den Zeichensälen studiert. Das Architekturstudium ist ja eine Schule der Anmaßung. Besonders in Graz lernt man als ArchitekturstudentInnen, sich für jedes Gestaltungsproblem zuständig zu fühlen. Deswegen sind auch viele Grazer ArchitektInnen in oft unorthodoxen Kunstnischen gelandet als Mediendesigner bin ich hier in guter Gesellschaft. Für mich waren die Jahre zwischen 1978 und 1989 das Jahr in dem ich mein Atelier gegründet habe sehr abwechslungsreich: Ich habe als Architekt, Designer, Ausstellungsgestalter und Journalist gearbeitet. Daneben war ich auch noch politisch aktiv und habe in Bands gespielt. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass diese Tätigkeiten sich all zu sehr von einander unterschieden: Alles war diffus politisch und alles hatte einen Gestaltungsaspekt. Die 80er standen ja unter dem Motto Anything goes die 90er Jahre waren dann etwas fokussierter. 6 Kultur in Graz!

7 Biografie Orhan Kipcak Geboren 1957 in Istanbul, verh., 2 Kinder, betreibt ein Atelier (adm ) in Graz das sich seit 1989 mit Mediendesign befasst. Realisiert Projekte für Museen, Festivals, die Öffentliche Hand und die Industrie (Biennale Venedig, Ars Electronica, ZKM, MAK, sfd, Reuters, Voest, Libro, Adidas, etc.), Weiters nationale und EUgeförderte Forschungsprojekte in den Bereichen Design-Forschung, Virtual Exhibition, Virtual Universities. Zeitweilig Mitglied der Programm-Teams von Forum Stadtpark, steirischer herbst, Ars Electronica, Fond, Medienturm (Mitgründung), Schule für Dichtung. Seit den frühen 90ern Lehre an verschiedenen Universitäten und Hochschulen. Aktuell: Media & Interaction Design an der FH-Joanneum, Graz, außerdem Mediale und Transmediale Formen als Senior Lecturer am Institut für Sprachkunst, Univ. f. Angewandte Kunst, Wien. Datum: 12. Juli 2011 Kultur in Graz! 7

8 I - SCHWERPUNKTE Walk The Line # 2 / 11 Kulturspaziergang mit Erika Thümmel Denken in langen Zeiträumen, Wirken zwischen Vergangenheit und Zukunft Ein Rundgang durch Graz, welcher Bezug nimmt auf meinen wenig bedeutsamen persönlichen Lebensweg, und in dem ich daran anknüpfend die Fragen aufwerfen möchte, die mich im Moment beschäftigen. Was bietet eine City of Design die zugleich UNESCO Welterbe ist an gestalterischen Herausforderungen, wenn man Design als Gestaltung von sozialen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen versteht. Darüber würde ich gerne mit den TeilnehmerInnen sprechen. >> Treffpunkt: Ecke Eggenbergerallee/Franz Steiner Gasse familiärer Hintergrund, Urgroßvater Franz Steiner Bürgermeister von Eggenberg, Brotfabrik Steiner, Herbert Eichholzer baut für den Großonkel um, Konsum, langjähriger Lebensmittelpunkt mit Atelier, Wohnung, Garten >> vorbei an der FH-Joanneum aktueller Arbeitsplatz >> Ecke Eggenbergerstraße/Eggenbergergürtel: erste Ausstellungen in der ehem. Galerie Lang, Kontakt zu Eva & co, Fondshow im Nachtclub, Abrisserlebnisse, Veränderungsprozessen am Beispiel dieser Kreuzung >> Vorbei an Café Wolf u. Annenhofkino zum ehem. Fondgebäude in der Volksgartenstraße 8 Kultur in Graz!

9 >> Über den Lendplatz (Gisi Huber), den Mariahilferplatz (Diözesanmuseum, Fond), durch die Sackstraße (Stadtmuseum Prato; Neue Galerie Steirische Moderne) und die Herrengasse (Zeughaus) zum Jakominiplatz >> Ende des Rundgangs: Jakoministr. 9-0 Jahre altes Haus im josephinischen Stil, Stadtentwicklungsprojekt Jakoministraße/Klosterwiesgasse, aktuelles Atelier, Ausklang im kleinen Hinterhofgarten Jakoministraße; Gestalterin von Ausstellungen wie Berg der Erinnerungen, Moderne in Dunkler Zeit, UNsichtbar oder Ingeborg Bachmann - Schreiben gegen den Krieg; als Bildende Künstlerin Mitglied von Eva & Co und Fond; hauptberuflich Lehrende an den FH-Joanneum Studiengängen Informationsdesign und Ausstellungsdesign. Datum: 19. Juli 2011 Erika Thümmel Diplomierte Restauratorin mit Atelier für gefasste Holzobjekte, Gemälde und Vergoldungen in der Kultur in Graz! 9

10 I - SCHWERPUNKTE Walk The Line # 3 / 11 Kulturspaziergang mit E. Strobl und H. Kaplan die nicht nur Lager der FOND Geschichte ist, sondern auch die Basis von Tonto. Aus einer Musikplattform mit selbigem Namen ließ Edda Strobl den heute weitläufig bekannten Tonto Comics Zweig wachsen, der sich seitdem über ein Netzwerk in ganz Europa erstreckt und bereits bei Nummer 13 der Publikationsreihe steht (Tonto #13 Noise ). Durch die letzte Station des Walks können die SpaziergängerInnen noch viel tieferen Einblick in die Tontographie bekommen, denn das Forum Stadtpark beherbergt zur Zeit die Ausstellung!!VORWÄRTS NA KLAR!! 10 Jahre Tonto Comics, in der Strobl und Kaplan ihre jeweilige Sicht einer Geschichte der Seit über zwanzig Jahren arbeiten Edda Strobl und Helmut Kaplan in verschiedenen Konstellationen und Positionen, in verschiedenen Gruppen und Kontexten zusammen. Auch der von ihnen geführte Kulturspaziergang wird diesen Facettenreichtum und diese Diversität in seinen Stationen widerspiegeln, und so starten die beiden in der Mariahilferstrasse, wo sich das erste Lokal der KünstlerInnenvereinigung FOND befand, der sich beide einst anschlossen und über die es, wie man hören wird, einiges zu erzählen gibt. Über ein paar weitere erinnerungsträchtige Orte führt der Spaziergang dann zur Leitnergasse, 10 Kultur in Graz!

11 Tonto-Comics zeigen, mithilfe der Werke verschiedener Tonto KünstlerInnen. Dieser Spaziergang wird zeigen, dass man man durch lebhaftes Diskutieren und nicht durch Konformität die spannendsten Dinge kreiert und erlebt. Geplante Orte für den Rundgang: Mariahilferstrasse >> Bad zur Sonne >> Postgarage >> Kanal am Augarten >> Leitnergasse >> Münzgrabenstrasse >> Thalia >> Forum Stadtpark Treffpunkt: Mohrenwirt, Mariahilferstrasse 16 Dauer ca 2,5 std Biografie Helmut Kaplan: biografie.html Biografie Edda Strobl: edda.htm Datum: 26. Juli 2011 Kultur in Graz! 11

12 I - SCHWERPUNKTE Interventionen im öffentlichen Raum mit künstlerischen Methoden sind seit mindestens 50 Jahren ein bewährtes Mittel, um auf gesellschaftspolitische Themen aufmerksam zu machen. Kunst im öffentlichen Raum kann sogar wesentlich dazu beitragen, den Staat an seine demokratischen Grundlagen und seine sozialen Aufgaben zu erinnern. Sie kann den Menschen verständlich machen, wie wichtig der öffentliche Raum für uns alle ist, der ja durch neoliberale Wirtschaftsstrategien mehr und mehr privatisiert wird. Sie kann die Menschen dazu bewegen, sich wieder mehr zu beteiligen an Themen, die uns alle angehen und somit an der Mitgestaltung unserer Gesellschaft. Unsere Erfahrungen mit dem Publikum im öffentlichen Raum sind durchwegs positiv, und zwar deshalb, weil es nicht nur zum Zuschauen, sondern zum Mitmachen eingeladen wird bei unseren Aktionen. 12 Kultur in Graz!

13 I.2 Gesamtkunstwerk Graz zum Tag der Arbeitslosen 2011 Aktionstag am Am , dem Tag der Arbeitslosen wurden von Kunst- und Kulturschaffenden, NGO s und AktivistInnen künstlerische und soziale Aktivitäten in öffentlichen Räumen von Graz realisiert. Alle Aktionen setzen sich mit dem Thema Arbeit Arbeitslosigkeit auseinander und machen vor allem auf die Situation und die Anliegen von arbeitslosen Menschen aufmerksam. Das Programm, das auf verschiedenen öffentlichen Plätzen der Grazer Innenstadt stattfindet, ist äußerst vielfältig: Es reicht von interaktiven Veranstaltungen, wie dem Blobben, bei dem man im wahrsten Sinne des Wortes den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt versuchen kann, über das Siebdruck-Projekt stempeln gehen und die Klanginstallation Glück auf Erden bis zum themenbezogenen Stadtrundgang. Verbindendes Element ist das bewährte Heer, das von einer schrägen Combo begleitet wird. Als abschließender Akt finden sich alle AkteurInnen an einem zentralen öffentlichen Ort zu einer sichtbaren großen Tafel zusammen wo gegessen/getrunken und Erfahrungen ausgetauscht werden. Den Hintergrund dieser Veranstaltung bildet die Tatsache, dass Erwerbsarbeitslosigkeit fixer Bestandteil vieler Erwerbsarbeitsbiografien ist. Dies ist nach wie vor ein gesellschaftlich tabuisiertes Phänomen, dem vielerorts mit Ausgrenzung und Stigmatisierung begegnet wird. Erwerbsarbeitslose erleben ihr Schicksal sehr oft als individuelles Versagen. Gesellschaftsund wirtschaftspolitische Realitäten und Strukturen werden von ihnen und der Gesellschaft kaum wahrgenommen. Erwerbsarbeitslose Menschen haben keine Lobby, keine Interessenvertretung. Die thematische Auseinandersetzung in der breiten Öffentlichkeit findet kaum statt oder nur über die sogenannte individualisierte Schuldhaftigkeit der Betroffenen. Kultur in Graz! 13

14 I - SCHWERPUNKTE Überblick der Aktionen am 30. April Hauptplatz: Sprung in den Arbeitsmarkt Soziale Integrationsunternehmen als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Erleben Sie beim Blobben am Grazer Hauptplatz selbst, wie sich der Sprung in den Arbeitsmarkt anfühlt! Am Eisernen Tor: AMSEL-Erwerbsarbeitslosen-Treff Arbeitslose Menschen Suchen Effektive Lösungen eine Interessensgemeinschaft. Mit ihrem Stammtisch am Eisernen Tor macht sie einmal mehr das (scheinbar) Private zum Politischen. Franziskanerplatz: Ausfegen Eine Aneignung der fotodokumentierten Aktion von Josef Beuys, die am Karl-Marx-Platz, Berlin, 1. Mai 1972 stattfand. Landhaushof: Glück auf Erden Ein Hör-Rausch zur Widerlegung des Rechts auf Arbeit: zuhören oder weghören, stehenbleiben oder beschleunigen, anregen oder aufregen. 14 Kultur in Graz!

15 Kapistran-Pieller-Platz und Hauptplatz: Infostand Informationen über die Auswirkungen des Sparpaketes auf die Sozialgesetzgebung, vor allem über die Verschlechterungen der Mindestsicherung gegenüber der Sozialhilfe. Mobil: Das Heer der Arbeitslosen zieht lautstark durch die Innenstadt und errichtet an verschiedenen Plätzen soziale Skulpturen. Kultur in Graz! 15

16 I - SCHWERPUNKTE Mobil: Rosen am Tag der Arbeitslosen steiermarkweite Verteilung von Rosen, ein Symbol der Würde und Wertschätzung für Arbeitsuchende, aber auch für jene, die sich bemühen Arbeitsuchende zu unterstützen. Verschiedene Orte:der ausreißer fragt, fordert, liest, spricht, diskutiert: arbeit macht / gleich oder ungleich / zwischen-, nebenwelten / das einzige unternehmen umsonst und kostenlos kurzum: wo woar mei leistung? Färberplatz: Traum von der Insel Arbeit ist das halbe Leben. Ist die Arbeit weg ist dann das halbe Leben weg? Im Live-Rollenspiel begibst du dich in eine Welt voller Abenteuer, aber pass auf, dass du dabei deinen Traum (von der Insel?) nicht aus den Augen verlierst! Kapistran-Pieller-Platz: Stempeln gehen Was ist Arbeit, wo passiert sie und welche Arbeit macht uns glücklich? Die Grazer Siebdruckfactory exportiert Atelier und Werkstatt und produziert Antworten darauf. Achtung interaktiv! 16 Kultur in Graz!

17 Herrengasse: speakers corner Geflüstert oder geschrien Graz braucht deine Gedanken, Meinungen und Theorien zum Thema Arbeit/Arbeitslosigkeit. Sei freigiebig und teil dich mit! Herrengasse: Food not Bombs VolXküche Food Not Bombs eine direkte Aktion zur Deckung von Grundbedürfnissen steht heute für eine vegane VolXküche im Sinne kollektiver Partizipation, ausgerichtet nach Bedürfnis und Befähigung des Individuums! Kultur in Graz! 17

18 I - SCHWERPUNKTE Am Eisernen Tor: Ausgegrenzt eine Querstadtein-Tour zum Tag der Arbeitslosen. Von und mit Joachim Hainzl. Kostenlose Teilnahme, für max. 30 Personen. Hauptplatz: work.less.power _ Festmahl Das klassische Finale: AkteurInnen und PassantInnen nehmen zum Ausklang des Tages an einer großen Tafel Platz zum öffentlichen Speisen, Diskutieren und Reflektieren. 18 Kultur in Graz!

19 Screening Gesamtkunstwerk Graz zum Tag der Arbeitslosen Der Film zum Tag Wie sind die Fragen einer sozialen Zukunft kommunizierbar? Das Experiment am Tag der Arbeitslosen: die Besetzung des öffentlichen Raumes mit 15 voneinander unabhängigen Positionen als Einladung zur Beteiligung an den Fragestellungen. Der Film zeichnet ein stimmungsvolles Gesamtbild der Operationen am , indem er es wagt, die 15 Einzelpositionen zu beleuchten und zu hinterfragen, Spuren zu suchen, die weiterverfolgt werden können und der sozialen Funktion von Interventionen im öffentlichen Raum nachzugehen. Info-Website: Weltpremiere des Films von Norbert Prettenthaler und Andrea Schabernack Gesamtkunstwerk zum Tag der Arbeitslosen 2011 Paulinum: 5.Juli 2011 Forum Stadtpark: 14. September 2011 Kultur in Graz! 19

20 I - SCHWERPUNKTE Programm Freitag 19:00 Vortrag und Diskussion casper g zehner: Intro & Fragmente zum Schwerpunkt Gin/i Müller: queere Possen des Performativen Doppelvortrag Alex Gruber & Tjark Kunstreich (Teil1): Leiblichkeit und (De)Konstruktion. Zum Kampf gegen die Natur in Poststrukturalismus und Queer Theory vs. Still queer & loathing? Vom Kampf gegen AIDS zum Hass auf Israel Moderation: Sol Haring :00 Performance CLUB BURLESQUE BRUTAL 23:30 Musik plug n pray - DJ team Programm Samstag 19:00 Vortrag und Diskussion Doppelvortrag Alex Gruber und Tjark Kunstreich(Teil2): Leiblichkeit und (De)Konstruktion vs. Still queer & loathing? anschliessend: Podium mit Gin/i Müller, Alex Gruber und Tjark Kunstreich Moderation: Sol Haring :00 Konzert EXTOFITA 23:00 Performance tomtschek-memorial un.h.a.p.p.y: trauerschmaus 20 Kultur in Graz!

21 I.3 queer is not dead _ queerograd 2011 KiG! presents Zwei opulente Abende voller Stellungnahmen: Kritische Analysen und Clubfieber mit Burlesque, un/h.a.p.p.y. memorial extravaganza und Musik. Queerograd geht weiter. In der 5. Runde gehen wir der Frage nach: Was sind die erkenntnistheoretischen und somit die politischen Schwachstellen und Fehlleistungen des Projektes «queer»? Und hat es letztendlich aufgrund seiner theoretischen Implikationen und Vereinnahmungen als soziale Bewegung versagt? Die retrospektive Betrachtung ihrer Erfolge und Misserfolge führt uns zur kritischen Hinterfragung von queeren Versprechen und Hoffnungen. Infos auch auf: Kultur in Graz! 21

22 I - SCHWERPUNKTE ReferentInnen Gin/i Müller: Dramaturg_in, Theaterwissenschafter_in, Performer_in. Dr.phil., Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Philosophie und Musikwissenschaft in Wien. Seit 2004/5 Lektor_in an der Universität Wien (Theater-, Film-, Medienwissenschaft, Germanistik) und an der Akademie der Bildenden Künste (2003/4-6/7). letzte Theater/Performance/Filmarbeiten: Orlanding the dominant, eine queere Burlesque (Jänner 2008), Transkatholische Vögel (Oktober 2009), Who shot the Princess?, Boxstop Telenovelas (2010/11), brut_wien, Mexico df.. SV Damenkraft ( , queere Performanceband), Volxtheater- Karawane, noborder-netzwerk ( ). 2009/10 Filmdokumentation (Wien/Mexiko): Los Hacedores de Teatro / Die Theatermacher Juan Jose Gurrola spielt Thomas Bernhard Buchveröffentlichung: Gini Müller, Possen des Performativen. Theater, Aktivismus und queere Politiken, republicart 7, Wien: Turia+ Kant, Alex Gruber lebt in Wien und schreibt als freier Autor u.a. für Prodomo und Bahamas. Zuletzt hat er gemeinsam mit Philipp Lenhard den Sammelband Gegenaufklärung. Der Beitrag der Postmoderne zur Barbarisierung der Gesellschaft herausgegeben. Veröffentlichungen: Der Kampf gegen das Freudenhaus der Bourgeoisie. Die Situation von Schwulen und Lesben im Iran. In: Grigat/Hartmann (Hg.): Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer, Wien 2008; Zur Ontologie der Differenz. Über die Unmöglichkeit poststrukturalistischer Gesellschaftskritik. In: Bahamas, Nr 57/2009; Postmoderner Apriorismus. Zur Anthropologie Judith Butlers. In: Prodomo; Nr. 12/2009, Vernichtung als Bazar der Kulturen. Zur Aktualiät des Antirassismus. In: Prodomo, Nr. 14/2010. Tjark Kunstreich lebt in Wien und schreibt u.a. für Jungle World und Bahamas, jüngst veröffentlichte er Dem dunklen Gott geopfert, einen Beitrag zu Lacan, in Gruber/Lenhard: Gegenaufklärung, Freiburg 2011 Sol Haring ist Wissenschaftlerin, Erwachsenenbildnerin, Filmemacherin und Musikerin in Graz. Nach einschlägigen Post Doc Erfahrungen in London und NYC ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Graz tätig und unterrichtet als Lektorin an weiteren österreichischen Unis. Ihr interdisziplinärer Forschungsansatz vernetzt Alterns- und Geschlechterforschung mit Film und Neuen Medien. Mit Peter/Anita Mörth gründet Sol 2003 die Drag King Band supernachmittag. Weitere Projekte: fany3 (live impro band), haring & the trouts (gendersensible coutry rock band) Kultur in Graz!

23 Showprogramm Freitag CLUB BURLESQUE BRUTAL Mehr ist mehr und weniger ist einfach nur weniger... Der CLUB BURLESQUE BRUTAL von und mit queeren Performerinnen präsentiert seit zwei Jahren bizarre, glamouröse, intelligente und wundervoll-komische Burlesque Shows im brut im Konzerthaus, Wien. Dabei erobert sich der CLUB BURLESQUE BRUTAL immer wieder die eigenen Körper, die Bühne und das Publikum. Im CBB zeigen sehr diverse Künstlerinnen musikalische, tänzerische, trashige, minimalistische, klassische und in jedem Fall Burlesque Acts voller Lust und Sex: Da performt eine Miss Kottlett als gestiefelter Kater und schießt aus ihrem drei Meter langen Pelzschwanz weiße Federboas ab. Die verruchte Miss Bourbon hat eine derartig unwiderstehliche Stimme, dass die Gäste im Publikum reihenweise in den Schoß ihrer NachbarIn sinken. Dr. Sourial erliegt der wunderbar- unnahbaren Cunt mit Holzbein und ihren drei Brüsten tödlich. Madame Cameltoe performt in glitzerndem Fishnet-Catsuit als ihr eigener father of my mother. Man sieht Rosebutt, wie sie dem Publikum auf charmanteste Art eine buchstäbliche Einführung in die Analitäten gibt oder Madame Don Chanel und Frau Professor la Rose als narzisstisches Kultur in Graz! 23

24 I - SCHWERPUNKTE Doppelschneewittchen, bei dem nicht nur der Apfel von der Prothese gebissen, sondern sich im Sarg vor allem von Hinten begegnet wird... Durch die ständig wechselnden Shows zu Themen wie etwa La Tristesse, medikamentös, Zum Diktat bitte! oder Fairy tales führt Frau Professor la Rose mit ihrer unverkennbaren Moderation auf fast verlegene bis äußerst explizite und ziemlich spitze Art und Weise. CLUB BURLESQUE BRUTAL richtet sich vor allem an ein queeres Publikum, das Interesse an lustvoll- seriöser Nacktheit hat, um in dieser, die unzähligen eingeschriebenen Narrationen und Erlebnisse wahrzunehmen. Get dressed to undress More is more and less is just less! Von und mit Miss Bourbon, Cunt, Miss Kottlett, Madame Don Chanel, Dr. Sourial, Frau Professor la Rose, Madame Cameltoe, Rosebutt u. a., tätig auch bei/als SV DAMENKRAFT, Bonanza Jellybean, Stefanie Sourial. Musik Plug ń Pray DJ Team/ Wien Ohne Strom, kein Gebet. Die Zwei von Plug and Pray verlegen elektronische Perlen zum Niederknien aus allen Epochen der elektrifizierten Tanzmusik und mehr. Erpobt von Berlin (Zickenclub, Olfe, Westgermany...) bis nach Wien (überall) fanden sich Dj Playmejes und Madame Snivlem zusammen, auf dass die Welt schöner wird. Madame Snivlem & Irene Eidinger. 24 Kultur in Graz!

25 Showprogramm Samstag Extofita / Graz The White Out The Wipe Out Show Wir tun so, als kämen wir aus dem Nichts. Erscheinen in der Fläche. Auf der passieren mehr oder weniger passende Ereignisse. Wir spielen bei günstigem und ungünstigem Wetter, nutzen günstige und ungünstige Gelegenheiten, wie es sich oder nicht anbietet. Irgendwann genug davon. Verschwinden von der Wirklichkeit in die Wahrscheinlichkeit. renatn Oblak - acc Nicole Pruckermayr - b, comp 2143 Dead Strobl - git, mel IOhannes m zmölnig - voc, trump. H.A.P.P.Y- Hommage in Memoriam Herrn Tomtschek queer maybe - isn t dead, wir müssen uns dennoch tragischerweise von Thomas Seidl aka Herr Tomtschek, dem wunderbaren Mastermind von H.A.P.P.Y, verabschieden. Wir widmen dieses queerograd: queer is not dead seiner Erinnerung. Die queerograd-veranstaltung H.A.P.P.Y: D.R.E.C.K am Sa muss somit abgesagt werden. Kultur in Graz! 25

26 I - SCHWERPUNKTE Das Reminiszenzprogramm ist eine Hommage an Herrn Tomtschek und seinen Club H.A.P.P.Y Cooks of Grind, Schmesiér, Madame Snivlem, Mara Cash (Graz/Wien) Performance Wir zelebrieren mit den COOKS OF GRIND eine tragische Kochschau in Memoriam Herrn Tomtschek. Dazu werden die Cooks Originalrezepte aus dem H.A.P.P.Y-Buch Haare am Popo Yeah interpretieren, wie etwa Falsche Schweinsohrensuppe, Gebratene Brühwürfel, Gefillte Gummihandschuhe, Fleischkrapfen oder Bratapfel-Blunze. Es gibt würdevolle HouseMusic-Begleitung von Madame Snivlem und einen leicht entrückten Alleinunterhalter, nämlich Schmesiér, der zartes Liedgut zum Besten geben wird. Moderiert wird vom Mara Cash aus dem Gender-Crash-Universum. Cooks of Grind Cooks of Grind sind ein Männerkochverein. Ein Kollektiv der bösen Buben. Zwölf an der Zahl (bitte keine christologischen Deutungsversuche!). Wer sie kennt, weiß: Wirklich, wirklich bös sind sie nicht, wenn, dann nur ein bisschen,und beim Rest tun sie nur so. Aber sie haben 26 Kultur in Graz!

27 SCHMESIÉR schmutzige Gedanken, lausbübischen Witz, ein großes Herz für die Kunst, ein ebensolches für die Lust an der Provokation, keine Furcht davor, das zusammenwachsen zu lassen, was eigentlich nicht zusammengehört; viel Freude am echt harten Stromgitarren-Liedgut, kaum stillbare Experimentierfreude (gepaart mit ausgeprägter Tabubruchsehnsucht), ein gehöriges Subkultur-Gourmetbedürfnis und einen schier überbordenden Kreativitätsfluss, der in Bahnen gelenkt werden muss. SCHMESIÉR is an electronic pop-performance, a onemanshow with dark songs from the past up to today. The sound is electronic popmusic combined with classical and experimental elements. European classical music from the 16th century up to todays jazz and popmusic is being adapted and new arranged, ancient classical instruments meet abstract electronics. His voice, deep and low, sounds like Leonard Cohen after voice break. All songs are arranged, played, sung and produced by schmesier. Kultur in Graz! 27

28 28 Kultur in Graz!

29 I.4 Utopie & Konserve Die künstlerische Off-Szene der Generation X in Graz < > Dokumentation & Kulturgeschichte Fern von traditionellen Ausstellungsräumen, Bühnen und Konzerthäusern entwickelte sich in Graz eine Szene, die weder über jährliche Subventionsgelder, noch fixe Aufführungsorte, noch langfristige Programmpläne oder ein Stammpublikum mit Abonnementzahlung verfügt. Ihr Einsatz war/ist ihr Leben; ihr alltägliches Erleben steht im Kreis der Betrachtung, des/der BetrachterIn, der Auseinandersetzung, der Reflexion. Innovative Trends blühten an anderen Stellen, an dezentralen Kunst- und Kultur-Orten; temporäre Zusammenschlüsse resultierten in erfolgreichen Kunstproduktionen, die der Vergessenheit anheim fielen; temporäre Zusammenschlüsse wurden zu Experimenten, zu Lebens- und Wohnprojekten, zu Knotenpunkten, zu Umschlagplätzen, zu Absprungschanzen. Mehrere erfolgreiche AkteurInnen wanderten aus/ab und etablierten sich außerhalb von Graz in neuen Kunstzentren wie beispielsweise Linz, Wien oder Berlin. Das Fehlen von Wissen um und Dokumentation von diesen KulturagentInnen reißt ein schwarzes Loch in die Kulturgeschichte der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres Innovative Trends entstanden nämlich in sogenannten Kulturhinterhöfen fern von Palais Attems und Herberstein. Ohne jegliche Form von Dokumentation blieben diese innovativen Initiativen somit für die Kulturund Kunstgeschichte von Graz unzugänglich. Diese wird noch heute vom Steirischen Herbst und Forum Stadtpark, mittlerweile institutionalisierte Kunstproduktionsstätten, dominiert. Avantgarde entsteht aber abseits von Institutionen, Museen, Galeriekomplexen und ZuschauerInnenzahlen. Wir schreiben die Geschichte der Grazer Avantgarde weiter, indem wir die versprengten Initiativen (auf) suchen, dokumentieren und sie in einen internationalen und zeitgenössischen Diskurs kontextualisieren. Forschungsarbeit 2009/ 2011 mit Dr in Margit Franz: a) Biographische Forschung: von Projekten, Initiativen und Personen b) Oral History: offene, halbstrukturierte, qualitative Interviews (Gesprächsleitfaden), narrative Interviews, ExpertInneninterviews c) Studium von Archivmaterial d) Literaturstudium DURCH DAS AUSBLEIBEN VON FÖRDERGELDERN KONNTE DIE ARBEIT NICHT, WIE GEPLANT, MIT EINER PUBLIKATION ABGESCHLOSSEN WERDEN. DIE FERTIGSTELLUNG UND VERÖFFENTLICHUNG DER MATERIALSAMMLUNG WIRD SOMIT VERSCHOBEN. Kultur in Graz! 29

30 II Permakultur 30 Kultur in Graz!

31 II.1 Radical Gardening Interventionen zur Auflösung gesellschaftlicher Monokulturen durch den Zuwachs interkultureller Kompetenzen. Das Schaffen von Räumen, von Foren, in denen kreative Entfaltung jenseits des Marktes möglich ist und neue Diskurse entstehen können, ist seit jeher ein schwieriges Unterfangen. Viele Räume, die der Kunst gewidmet sind, sind zum Teil okkupiert von elitären Gruppierungen oder aber unerschwinglich! Kultur in Graz unterstützt KünstlerInnen jenseits der Mehrheitskultur in ihren Präsentationsformen. Jährlich werden ca. 15 Veranstaltungen programmiert. Ungefähre Spartenverteilung bisher: Ein Drittel Konzerte, ein Drittel Lesungen, ein Drittel Filmpräsentationen, Performances, Diskussionen. Kultur in Graz! 31

32 II - PERMAKULTUR?Alos & Upperclass Shoplifters Konzertabend am 3. März 2011?ALOS (it) Another world exists beyond ours, a world hidden inside every mirror. A mirror image of ours, in which the people carry marks of permanent memories that shape (also us) the characters and lives of everyone. Signorina?Alos is one of this world, she carries on her face the scars of the injuries to the spirit of Stefania Pedretti. That is who?alos is: the alter-ego of Stefania, her mirror image. In the paintings of Stefania Pedretti there are the women, the people of that world and across them?alos has found the path to reach us since She toured Italy, Europe and the U.S.A...?ALOS released: Yomi, l oscura terra dei morti (2010) on Bar la Muerte, a collaboration with Kawabata Makoto and Claudio Rocchetti Ricamatrici (2008) on Bar La Muerte Ricordi Indelebili (2006) on BarLa Muerte, Precordings and Vida Loca records... Stefania Pedretti also plays in OVO (with Bruno Dorella) and ALLUN www. myspace.com/alluninthespace?alos did 4 performances: from 2003 to 2007 one girl cooking music from 2007 to 2008 one girl sewing music in 2009 proposed a special performance 4/5 Senses ( with Baby Dee at Volksbuehne, Berlin) In spring 2009 started a new performance ancestral, pagan doom ; with this one she toured the U.S.A. together with Kawabata Makoto, with Amber Asylum. Open for Earth in Into Darkness Festiva l, Portland (USA) and A Storm of Light NEW SHOW!!!!! PAGAN, ANCESTRAL DOOM: she plays voice,guitar and her long long hair! All in a womanly primordial mystery atmosphere. UPPERCLASS SHOPLIFTERS (at) Ein Schlagzeug, das kaum den Titel Schlagzeug verdient, Gitarre und Amp, die viel Lärm machen, ein Synthie a la Human League und 2 kostümierte Menschen Kultur in Graz!

33 Ava Mendoza (us) / Sporay & MSHR (us) / Toba (it) Interpenetration Satellitenkonzerte am 9. Oktober 2011 Ava Mendoza (us) Ava Mendoza is a guitar player/composer who plays in a wide range of settings-- heavy rock/ free jazz/modern classical/blues and country. In any context, her music finds a wobbly path between expressive melod! icism, atonality and sonic abstraction. She has performed/recorded with Marco Eneidi, Nels Cline (Wilco, Nels Cline Singers), Henry Kaiser, Ben Goldberg, Kenny Wollesen (Sex Mob), Mike Watt (Minutemen), Scott Amendola, members of ROVA saxophone quartet, Gino Robair, Weasel Walter (The Flying Luttenbachers) and contemporary classical ensemble SF Sound. Mute Socialite, her no wave/free jazz band (co-founded with drummer Moe! Staiano of Sleepytime Gorilla Museum) busily toured the U.S. and released albums Mendoza has also toured the U.S. and Europe extensively with Carla Bozulich (The Geraldine Fibbers, Evangelista), Butch Morris Nublu Orchestra, members of Caroliner, and Theatre of Yugen. Her solo record, Shadow Stories, was released on Resipiscent in spring Sporay & MSHR (us) Portland wird mehr und mehr zum Hafen der spannenden experimentellen Klänge. SPORAY heisst die neueste Entdeckung, die neue Band rund um die Noiserin Eva Aguila. Bisher ist sie unter dem Namen Kevin Shields aufgetreten, spielte in Gang Wizard und veröffentlichte bisher auf den Kultkrachlabels wie Ecstatic Peace, Load Records oder Deathbomb Arc, u.a. eine Split mit Sonic Youth Thurston Moore. An diesem aussergewöhnlichen Konzertabend präsentiert sie auch ihr neuestes Release auf dem Grazer Label Dilemma Records. Die zweite Person in SPORAY: Brock Fansler, ganz bescheiden just a creator of collage and noise. MSHR ist das Solo Projekt von Brenna Murphy von Birch Cooper der neuen Band des KünstlerInnen Kollektives Oregon Painting Society s. Improvisiert abstrakt mit selbstgebauten Instrumenten und Programmen. Gemeinsam werden die drei an diesem Abend auftreten und uns definitv mit dem neuem Sound aus Portland einwickeln! Versprochen! sporayband.com mshr.info Kultur in Graz! 33

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