Einführung in die Phonetik & Phonologie. Lucia D. Krisnawati

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1 Einführung in die Phonetik & Phonologie Lucia D. Krisnawati

2 Vorlesunginhalt Einleitung: Phonetik vs Phonologie Sprachliche Ebene Kommunikationsmodell Teilgebiete der Phonetik Artikulatorische Phonetik Klassifikation der Lautbildung Phonologische Grundbegriffe 2

3 Phonetik & Phonologie Phonetik & Phonologie: Untersuchen die lautlichen Phänomene der sprachlichen Kommunikation Phonetik: Beschriebt die Entstehung, Übertragung & Wahrnehmung der Sprachlaute die materielle Seite Phonologie: Untersucht die Funktion & Eigenschaft von Sprachlauten als Elemente eines Sprache funktionelle Seite 3

4 Sprachliche Ebene Sprache ein hierarchisch strukturiertes Kommunikationssystem: 4

5 Sprachliche Ebene Die Ebene der Sprachbeschreibung: Syntaktische Ebene Lexikalische Ebene Morphologische Ebene Phonologische Ebene Phonetische Ebene semantische Einheiten asemantische Einheiten Phonem/phon haben bedeutungsdifferenzierende Funktion: /o/ & /u/ <Brot> & <Brut> /t/ & /d/ <Teich> & <Deich> 5

6 Sprachliche Ebene Notationskonventionen: Orthographisch : <kindisch> Phonologisch : /'kindiʃ/ Phonetisch : ['kindiʃ] Die kleinste Analyseeinheiten: phonologisch Phonem phonetisch Phon IPA phonetische Transkription Internationale Phonetische Alphabet 6

7 Sprachliche Zeichen Ein sprachliches Zeichen entsteht aus der Verbindung eines Inhalts mit einem Ausdruckt. Signifikat Zeicheninhalt Signifikant Zeichenausdruck Funktion des lautlichen Ausdrucks: Semantische Funktion Indexikalische Funktion Expressive Funktion Regulative Funktion 7

8 Kommunikationsmodell, Phonetik, & Phonologie Phonologie beschäftigt sich mit dem system- & regelhaften Funktionen von Sprachlauten Phonetik behandelt die vom Sprecher, Medium, und Hörer gebildete, materielle Ebene. 8

9 Phonetische Kommunikationskette 9

10 Teilgebiete der Phonetik Artikulatorische Phonetik: Akustische Phonetik: beschreibt biomechanischen Prozesse der Sprachproduktion Behandelt die Struktur & die Übertragung des Sprachschalls Auditive Phonetik: beschäftigt sich mit der Aufnahme & Verbreitung des Sprachschalls durch den Hörer 10

11 Übung Versuchen Sie, möglichst viele Wörter zu finden, indem Sie im Wort: <Hand> jeweils nur einen Buchstaben austauschen. Warum können zwei Sprecher mit verschiedener Muttersprache ( ohne Fremdsprachenkenntnisse) einander zwar hören, aber sich lautsprachlich nicht miteinander verständigen? 11

12 Artikulatorische Phonetik Die Sprechwerkzeuge: siehe: 12 html

13 Artikulatorische Phonetik Fachbegriffe für Sprechwerkzeuge 13

14 Artikulationprozess Luftstrommechanismen: Pulmonal egressiv (Ausatmen) ingressiv (Einatmen) Glottal: egressiv (Ejektiv) ingressiv (Implosive) Velar Schnalzlaute Oesaphagal Speiseröhrenersatzstimme 14

15 Artikulationprozess Nach dem Artikulationprozess könnte man Lautbildung unter folgende weiter klassifizieren: Artikulationsart Artikulationsort Stammhaftigkeit Nach der Artikulationsart wird Laute unter folgende klassifiziert: Konsonant: Laut, bei dem die ausströmende Luft ein Hindernis überwinden muss Vokal: Laut, bei dem die Luft praktisch ungehemmt ausströmt. Siehe: 15

16 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsart: 16

17 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsart: 17

18 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsart: 18

19 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsart: 19

20 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsort: 20

21 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsort: 21

22 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsort: 22

23 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsort: 23

24 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach Artikulationsort: 24

25 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach der Stimmhaftigkeit 25

26 Klassifikation der Lautbildung Konsonanten nach der Stimmhaftigkeit 26

27 Zusammenfassung: Konsonante 27

28 Klassifikation der Lautbildung Vokale werden klassifiziert unter: Monophthonge : Diphthonge : laute, die aus einzigen Vokal bestehen bestehen aus 2 Vokalen, die in einer Silbe erzeugt werden. Bei der Erzeugung von Diphthongen bewegen sich die Sprechorgane gleitend von einer Stellung zur anderen. Monophtonge werden unterscheidet von: Zungenlage: Vorn, Zentral, hinten Zungenhöhe: hoch, halbhoch, mittel, tief, halbtief Lippenrundung: gerundet, ungerundet 28

29 Klassifikation der Lautbildung Monophthonge 29

30 Klassifikation der Lautbildung Monophthonge 30

31 Klassifikation der Lautbildung Monophthonge 31

32 Klassifikation der Lautbildung Diphthonge 32

33 Zusammenfassung: Vokale 33

34 Übung Ordnen Sie die folgende Ausdrücke einander zu (z.b. Gaumensegel -Velum: 2c): 1. Lippen 2. Gaumensegel 3. Zungenspitze 4. Stimmritze 5. Rachen 6. Gaumenzäpfchen 7. Kehlkopf 8. Zähne 9. Zungenrücken a. Dorsum b. Larynx c. Velum d. Labia e. Apex f. Dentes g. Glottis h. Uvula i. Pharynx 34

35 Hausübung Transkribiere die folgenden Wörter phonetisch: <kritisch> <Kritik> <Wetter> <Möbel> <möblieren> <manche> <Dosis> <dosieren> <Lehrer> <leben> <lebendig> <wenige> <Diebe> <Diebin> <Tage> <Tagung> <Haus> <Hause> <Welt> <Welten> <Lied> <kindisch> <Liedchen> <Hunde> 35

36 Phonologische Grundbegriffe Phone: Jeder materielle Laut, der in einer konkreten Äusserungen realisiert wird. Minimale distinktive Einheiten z.b. [s], [ç], [ʃ] Wird auch als Segment genannt Phonem: Klasse von Phonen mit derselben bedeutungsunterscheidende Funktion z.b. /k/, /r/, /t/ 36

37 Phonologische Grundbegriffe Abstraktion von konkreten Laut zur distiktiven Einheiten 37

38 Phonologische Grundbegriffe 2 Relationen in der phonoligischen Analyse: Syntagmatisch : die Beziehung zwischen den in der Lautkette aufeinander folgenden Einheiten Paradigmatisch : die Beziehung zwischen Einheiten, die an der gleichen Stelle in einer Lautkette füreinander einsetzbar sind 38

39 Phonologische Grundbegriffe Minimalpaar: Paar von Wortgestalten (Signifikant) mit minimalen lautlichen Unterschied und verschiedener Bedeutung (Signifikat). Wird benutzt um Phoneme nachzuweisen z.b. /bɑɪn/- /mɑɪn/ ; /tsɑʊn/-/tsɑ:n/ Allophone: Ein Phon, das als Realisierung eines bestimmten Phonems klassifiziert worden ist. z.b. [x] <Buch>, <hoch>, <Dach> [ç] <Bücher>, <höchst>, <Dächer> [x] tritt nur nach hinteren Vokalen auf, weil [ç] nach vorderen Vokalen. 39

40 Phonologische Grundbegriffe Distinktives Merkmal: Eine Dimension, für jedes Phonem P einer Sprache L einen Wert aufweisen muss. Das Vorhandensein des Merkmals wird mit '+' oder '-' angezeigt 40

41 Phonologische Grundbegriffe Koartikulation: Ein sekundäre Artikulation, die durch die lautliche Umgebung verursacht wird. Führt zu überlappenden Realisationen im Lautstrom. z.b. <Kind> [ķɪnt] <Kunst> [kʊnst] Freie Variation: 2 Allophone p & q sind freie Varianten (voneinander) gdw. in allen Kontexten, in denen p vorkommen kann, auch q vorkommen kann, und umgekehrt. z.b. die Aussprache von /r/ [r] & [ʁ] 41

42 Übung Zeige, dass die Folgende Phoneme des Deutschen sind, in dem Sie sie jeweils durch mindestens ein Minimalpaar von allen anderen Konsonanten/Vokalen abgrenzen: /i:/ vs /y:/ /i:/ vs /u:/ /h/ vs /m/ /k/ vs /t/ 42

43 Referenzen Grassegger, Hans Phonetik Phonologie. Idstein: Schulz-Kirchner Verlag GmbH. Schuster, Jörg Einführung in die Linguistik. Vorlesungskript. n/frameset.html 43

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