-Zeitung. Rheinland-Pfalz 1-2/05. Pädagogische Fachkräfte - Arbeit unter unsortierten Verhältnissen (S.4-7) Personalratsarbeit ist unsere Sache - GEW

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1 Pädagogischer Konstruktivismus Teil 3 (S. IX - XII) -Zeitung 114. Jahrgang 1-2/05 Rheinland-Pfalz Personalratsarbeit ist unsere Sache - GEW Foto: T. Senger Wahrheit durch VERA? (S. 8-11) Foto: Thurm Pädagogische Fachkräfte - Arbeit unter unsortierten Verhältnissen (S.4-7)

2 Kolumne / Inhalt / Impressum Foto: Clessienne Die schärfsten Kritiker der Elche... waren früher selber welche. So dichtete einst Robert Gernhardt und nahm damit jene Zeitgenossen auf die Schippe, die - einem Laster gerade entronnen - mit einem Eifer missionarischen Ausmaßes ihre noch der Sucht verfallenen Mitmenschen auf den Pfad der Tugend zu bringen versuchen - und damit meist genau das Gegenteil des Intendierten erreichen. Thema Sucht und wie man davon los kommt. Vordergründig ist ja alles klar. Legale Drogen wie Nikotin und Alkohol schaden nicht nur dem Konsumenten, sondern auch dessen Umwelt. Beifall also für jene Bundesländer wie Hessen, die Nikotin- und Alkoholkonsum an Schulen verboten haben? Ach ja, wie schön wäre es, wenn sich Süchte durch schlichte Restriktionen aus der Welt schaffen ließen. Verändern wird sich - das zeigen Erfahrungen an so genannten rauchfreien Schulen - nur insofern etwas, als die Probleme vom Schulgelände wegverlagert werden. Eine rauchfreie Schule ist schließlich keine raucherfreie. Die qualmenden SchülerInnen verziehen sich dann eben bei jeder Gelegenheit in die Wichtige Info für Mitglieder Wie jedes Jahr sind Beitragsquittung und Mitgliedsausweis im kartonierten Umschlag der Februar-Ausgabe unserer Bundeszeitung E&W zu finden, der unsere Landeszeitung beiliegt. Also: nicht wegwerfen, sondern heraustrennen und dann beim Finanzamt Kohle zurückholen. red außerschulische Umgebung, was garantiert zu massiven Probleme mit der Nachbarschaft führt. Wer mag schon einen mit Kippen übersäten Bürgersteig vor seinem Haus. Auch Lehrkräfte und Verwaltungsangestellte werden das Rauchen nur aus eigenem Antrieb (und vielleicht unterstützt durch Entwöhnungsprogramme) und ganz bestimmt nicht durch Druck von oben aufgeben. Im Gegenteil: Wer lässt sich schon gerne ausgerechnet von Politikern erziehen, die ansonsten eher Probleme produzieren als lösen. Auch hier wird sich die Nachbarschaft freuen - in diesem Falle wirklich, denn die Gaststätten und Cafés der Umgebung dürfen sich auf steigende Umsätze verlassen, während in der Schule die Kommunikation zurück geht. Halt! Stopp! Das klingt doch wie ein Plädoyer für die Sucht. Schließlich haben Lehrkräfte gefälligst Vorbilder zu sein. Arme LehrerInnen. Da ist euer Job schon aufreibend genug, und jetzt sollt ihr auch noch perfekte Vorbilder sein. Aber wirklich perfekt. Also, nicht rauchen, nicht trinken und gesund ernähren. Schließlich sprechen Ernährungsforscher inzwischen von einer Epidemie der Fettsucht, unter der mehr als die Hälfte der Menschen in Industrienationen leiden. Nicht zu vergessen: die nicht-stofflichen Süchte, die einen krank machenden Psycho-Mief verbreiten können, gegen den ein Aufenthalt im Raucherabteil wie ein Kururlaub wirkt. Wer hat nicht schon vordergründig suchtfreie KollegInnen oder Vorgesetzte erlebt, die durch ihren Egozentrismus, ihre Profilierungs- und Geltungssucht verheerend auf das Betriebsklima wirken und schamlos ihre Launen und ihren Frust an ihren bedauernswerten Mitmenschen ausleben. Wenn es Erwartungen an die Vorbildungsfunktion von Lehrkräften gibt, dann sollten diese realistisch und machbar sein. Wie wäre es z.b. mit diesem Anspruch: Gute LehrerInnen bemühen sich, ordentlich vorbereitet und möglichst ausgeglichen in ihren Unterricht zu gehen, um in einer positiven Atmosphäre Lernprozesse zu ermöglichen. Wie sie sich in ihrer freien Zeit entspannen, ist ihre Privatangelegenheit. Günter Helfrich Aus dem Inhalt GEW-ZEITUNG Rheinland-Pfalz Nr. 1-2 / 2005: Schulen Seiten 3-17 Betriebsratsfortbildung Seite 18 Rechtsschutz Seite 19 Nachruf: Zum Gedenken an Rainer Probst Seite 20 Alter + Ruhestand Seite 21 Tipps + Termine Seiten Kreis + Region Seite 27 GEW-Handbuch Seite 28 Mittelteil: Päd. Konstruktivismus, Teil 3 Seiten IX - XII Impressum GEW-ZEITUNG Rheinland-Pfalz Herausgeber: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rheinland-Pfalz, Neubrunnenstr. 8, Mainz, Tel.: ( ) , Fax: (06131) , Redaktion: Günter Helfrich (verantw.), Paul Schwarz (Stellvertr./Bildungspolitik), Ursel Karch (Gewerkschaftspolitik), Karin Helfrich (Außerschulische Bildung), Marc-Guido Ebert (Junge GEW); Redaktionsanschrift: GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz, Postfach , Ludwigshafen, Tel./ Fax: (0621) , Verlag und Anzeigen, Satz und Druck: Verlag Pfälzische Post GmbH, Winzinger Str. 30, Neustadt a.d.w., Tel.: (06321) ; Fax: ( ) ; Datenübernahme per ISDN: ( ) (Leonardo-SP - <MAC> = 2 kanalig) Manuskripte und Beiträge: Die in den einzelnen Beiträgen wiedergegebenen Gedanken entsprechen nicht in jedem Falle der Ansicht des GEW-Vorstandes oder der Redaktion. Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder zug te Daten wird keine Gewähr übernommen. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten; für Nichtmitglieder jährlich Euro 18,-- incl. Porto + MWSt. (Bestellungen nur beim Herausgeber.) Kündigung 3 Monate vor Ablauf des Kalenderjahres. Im anderen Falle erfolgt stillschweigend Verlängerung um ein weiteres Jahr. Anzeigenpreisliste Nr. 12 beim Verlag erhältlich. Redaktionsschluss: jeweils der 1. des Vormonats. GEW-Schnellerhebung zur Unterrichtsversorgung zu Beginn des S Unterrichtsausfall insgesamt (ohn Ist Soll U-Ausfall Anzahl Klassen + - GS ,8 0,20% ,40% -3,10% GHS ,90% 297 0,00% -6,40% HS , ,80% 383 0,30% -7,00% RegS 9.673, ,40% 288 4,10% -2,10% DOS ,70% 103 6,70% -1,00% RealS ,5 2,70% 554 1,10% -3,10% IGS 7.261, ,3 2,90% 185 3,30% -0,50% BBS ,70% 252 4,40% 0,00% Gym ,7 3,40% 439 2,30% 0,00% SoSch , ,4 5,20% 499 2,80% 1,60% 2 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

3 Amtliche Statistik sagt wenig über die Schulwirklichkeit aus Schulen Am 17. November 2004 veröffentlichte das Bildungsministerium die alljährliche Statistik zur Unterrichtsversorgung an den Schulen in Rheinland-Pfalz. Darin hieß es: Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2004/2005 weiter auf hohem Niveau - Gesamtschülerzahl erstmals leicht rückläufig. Das ist die offizielle Lesart. Die GEW sieht diese Besserung nicht und stützt sich dabei auf ihre jedes Jahr zu Beginn des Schuljahres durchgeführte Schnellerhebung an den Schulen des Landes. Von den allgemein bildenden Schulen des Landes haben 303 Schulen (16,4%) eine Rückmeldung an die GEW geschickt (vgl. Tabelle 1). Abgefragt wurden das Unterrichtsstunden-Ist zu Beginn des Schuljahres 2004/2005, das Unterrichtsstunden-Soll (Anzahl der Stunden, die der Schule zugewiesen werden müssten, um eine Hundertprozent-Versorgung zu erreichen) und die aktuelle Anzahl der Klassen im Vergleich zum Unterrichtsjahr 2003/2004. Außerdem wollten wir wissen, ob die Schulen Neue Ganztagsschulen sind (insgesamt 72 von 303 Schulen). Zunächst die gute Nachricht: Die Ergebnisse, die die GEW Rheinland-Pfalz ermittelte, weichen unwesentlich von den Ergebnissen des Ministeriums ab: Wie das MBFJ ermittelte auch die GEW bei den Grundschulen eine Unterversorgung von 0,2%. Diese gute Versorgung führen wir ebenfalls auf die gesunkenen SchülerInnen-Zahlen - und damit weniger einzurichtender Klassen - zurück (vgl. Tabelle 1, Zeilen 5 und 6). Die Aussage des Ministeriums, dass die SchülerInnen-Zahlen auch in den Hauptschulen, den Förderschulen und den Realschulen zurückgegangen seien, bestätigen die Umfrageergebnisse der GEW (vgl. Tabelle 1, Zeilen 5 und 6 bei den jeweiligen Schularten). Ebenfalls fast identisch sind die Zahlen bei den Zuwächsen in den Dualen Oberschulen (GEW 5,7%, MBFJ 5.5%) und Regionalen Schulen (GEW 2%, MBFJ 2,3%). Bei Realschulen und Integrierten Gesamtschulen liegen die ermittelten Zahlen der GEW zur Unterrichtsversorgung fast identisch zu denen des MBFJ (RS 2,7% GEW, 2,3% MBFJ; IGS 2,9% GEW, 2,8% MBFJ). chuljahres 2004/2005 GTS keine GTS Rückm. ges. Sch. insg. 03/04 % Rückm ,30% ,60% ,60% ,90% ,50% ,40% ,80% ,40% ,00% e BBS) : 2,6 % Auswertung: Kai Boehlkau Völlig anders sieht das allerdings bei den Hauptschulen, Regionalen Schulen, Dualen Oberschulen und Förderschulen aus: Schulart GEW MBFJ Hauptschule 3,8% 2,2% Regionale Schule 3,4% 1,8% Duale Oberschule 1,7% 0,6% Förderschule 5,2% 3,8% Wie lassen sich diese Unterschiede erklären? Während die GEW Rheinland-Pfalz ungeschminkte Auskünfte erhält, basieren die Daten des MBFJ auf der amtlichen Statistik, die von den SchulleiterInnen und SchulaufsichtsbeamtInnen bearbeitet werden. Außerdem sind die Angaben der Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres an die GEW übermittelt worden. Wie anders lassen sich sonst Zahlen erklären, die der GEW signalisieren, dass an Schulen im sozialen Brennpunkt bzw. an Schulen in Regionen, die nicht zu den bevorzugten gehören (Westpfalz, Westeifel, Hunsrück, hoher Westerwald, Ludwigshafen-Stadt) zum Teil mehr als 70 Stunden fehlen (z. B. GHS in Rheinhessen: - 70 Stunden, HS im Westerwald: - 92 Stunden, RegS in der Pfalz: - 78 Stunden, RS in der Eifel: - 65 Stunden, DOS im Rheingraben: - 42 Stunden, Förderschule L: - 65 Stunden, Gymnasium an der Mosel: - 73,5 Stunden, IGS im Rheingraben: - 74,5 Stunden)? Von den Haupt- und Förderschulen, die eine Rückmeldung an die GEW gegeben haben, wurde immer wieder angemerkt, dass es an ausgebildetem Personal fehlt bzw. bestimmt Fächerkombinationen nicht zu besetzen sind und deshalb der Unterrichtsausfall so hoch ist. Auch Vertretungslehrkräfte sind nicht mehr zu haben (das melden nicht nur die Schulen, sondern auch die Bezirkspersonalräte der Schulen bei der ADD in Trier). Während das MBFJ einen Versorgungsgrad von 98,1% an den allgemein bildenden Schulen ermittelt hat, ergab die GEW-Umfrage eine Unterversorgung von insgesamt 2,6% oder einen Versorgungsgrad von 97,4% (Differenz zum MBFJ = 0,7%). Die GEW Rheinland-Pfalz stellt fest: Ohne eine ausreichende Lehrerfeuerwehr bzw. eine Vertretungsreserve, kann der Unterricht nicht voll gewährleistet werden. Gruppen oder Klassen müssen zusammen gelegt werden, bestimmte Fächer können nicht unterrichtet werden, nach wie vor basiert die Unterrichtsversorgung auf hohem Niveau auf wackligen Füßen, da zum Teil Vertretungslehrkräfte mit nicht ausreichender Qualifikation den Unterricht aufrecht erhalten. Wer Qualität in den Schulen, Qualität im Unterricht und eine Qualitätsentwicklung verlangt, muss auch entsprechend qualitätsvoll ausgebildetes Personal zur Verfügung stellen. Wenn Ministerin Ahnen in ihrer Presseerklärung vom 17. November 2004 ausführt: Auch weiterhin müssen wir uns anstrengen, um unsere Schülerinnen und Schüler mit gutem Unterricht zu versorgen, und wir werden das tun., dann ist es überhaupt nicht nachzuvollziehen, dass auch für 2005 eine Lehramtsanwärter-Höchstzahlverordnung erlassen wurde. Alle an den Universitäten ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer müssen ohne jede Wartezeit und ohne eine Höchstzahlverordnung übernommen werden, denn die Schulen in Rheinland-Pfalz brauchen dringend jede/n Lehrerin und jeden Lehrer. Tilman Boehlkau GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /2005 3

4 Schulen Pädagogische Fachkräfte - Arbeit unter unsortierten Verhältnissen 120 TeilnehmerInnen aus nahezu ganz Rheinland-Pfalz bei GEW-Tagung An Schulen arbeiten LehrerInnen, klar. Und sonst? Die KollegInnnen im Sekretariat, der Hausmeister und...? Da war doch noch was? Ach ja, die Pädagogischen Fachkräfte. Aber, was sind deren eigentliche Aufgaben? Was verdienen sie und wie werden sie eingesetzt? Um diese und weitere Fragestellungen zu erörtern und über Perspektiven für Pädagogische Fachkräfte zu diskutieren, lud die GEW nach Ludwigshafen ein. Weit über 100 Pädagogische Fachkräfte folgten der Einladung. Veranstaltungen in Trier und Koblenz sind terminiert. betriebliche Praxis herhalten. So, wenn im Arbeitsvertrag keine genauen Regelungen festgehalten wurden. In Anlehnung an BAT ist solch eine wachsweiche Formulierung. Wer lehnt sich denn da in welchen Punkten wie stark an? Klarer wird es bei Formulierungen wie es gilt der BAT für Angestellte der Länder in seiner jeweils gültigen Fassung. Eine Veranstaltung für Pädagogische Fachkräfte an Schulen also. Nichts schwieriger als das, so die einhellige Meinung unserer ReferentInnen. Der Grund: Kaum irgendwo sind die Arbeitsverhältnisse so unterschiedlich geregelt wie in diesem Bereich. Machen wir natürlich trotzdem oder besser: gerade deswegen! So begannen Brigitte Strubel-Mattes (Juristin der GEW), Sylvia Sund (stellvertretende Vorsitzende der GEW und Hauptpersonalrätin für Förderschulen) sowie Thomas Rausch (Bezirkspersonalrat für Förderschulen bei der ADD in Trier) mit der inhaltlichen Vorbereitung. Im Ludwigshafener Heinrich-Pesch-Haus fand der Autor, der als Organisator fungierte, den richtigen Rahmen, einen Raum, geeignet für ungefähr dreißig Personen. Mehr würden zu diesem trockenen Thema wohl ohnehin nicht kommen, zumal der 30. November nicht gerade für angenehme Temperaturen und gute Straßenverhältnisse steht. Am Ende musste der Raum zweimal umgebucht werden und schließlich kamen sage und schreibe 120 TeilnehmerInnen aus nahezu ganz Rheinland-Pfalz. Erfreulich: Alle Schularten, in denen Pädagogische Fachkräfte arbeiten, waren vertreten. Kaum begonnnen, wurden die Problemlagen schnell klar. Gekündigter BAT-Tarifvertrag Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hat zum 30. April 2004 die Arbeitszeitbestimmungen des BAT gekündigt. Für KollegInnen, die vor dem 01. Mai 2004 eingestellt wurden, ist dies zunächst nicht von allzu großer Bedeutung. Sie unterliegen der sogenannten Nachwirkung, die alten Regelungen gelten fort. Für alle KollegInnen, die später eingestellt wurden, ist die Sache jedoch problematischer. Landesangestellte werden neuerdings auf Grundlage einer 40-Stundenwoche eingestellt. Das bedeutet für KollegInnen in Teilzeit ein niedrigeres Gehalt, da die Bemessungsgröße nun von 38,5 auf 40 Stunden steigt. Für KollegInnen in Vollzeit ändert sich jedoch nichts. Wichtig: Auch die Präsenzzeit ändert sich aufgrund des gekündigten Tarifvertrages nicht! Sollte dennoch eine höhere Präsenzzeit angeordnet werden, ist dies nicht korrekt. In diesem Falle wird den betroffenen KollegInnen geraten, sich an ihre GEW zu wenden. Bezirks- und Hauptpersonalräte setzen sich zurzeit dafür ein, dass die teilzeitbeschäftigten KollegInnen nicht benachteiligt und die Verschlechterungen zurückgenommen werden. Schwieriger gestaltet sich die Sachlage für KollegInnen, die bei freien Trägern angestellt sind. Diese unterliegen nicht dem Tarifvertrag. Jedoch bezieht sich der jeweilige Arbeitsvertrag in der Regel mehr oder weniger auf den BAT. Und dieses mehroder-weniger ist genau das Problem. Da müssen wir genau hinschauen, im Zweifelsfall jeden Arbeitsvertrag einzeln prüfen, so Strubel-Mattes auf der Veranstaltung. Denn es gibt eine Vielzahl von uneindeutigen Formulierungen. Oftmals muss gar die Eine Klassenfahrt, die ist lustig... Kann eine Pädagogische Fachkraft zur Teilnahme an einer Klassenfahrt verpflichtet werden? Grundsätzlich ja, so die Juristin, denn die Teilnahme an Klassenfahrten ist Teil der schulischen Aufgaben. Die entscheidende Frage ist jedoch nicht, ob eine Pädagogische Fachkraft an einer Klassenfahrt teilnehmen muss, sondern zu welchen Bedingungen sie dies tut. Einige erstaunte Gesichter gab es im Saal beim Thema Teilnahme von Teilzeitkräften. Während einer Klassenfahrt sind Teilzeitkräfte nämlich den Vollzeitkräften gleichgestellt. Das heißt, sie haben für den Zeitraum der Klassenfahrt Anspruch auf Vergütung als Vollzeitkraft. Die Vergütung erfolgt jedoch zunächst nicht in Euro, sondern in Freizeit. Nur wenn diese nicht gewährt werden kann, besteht ein Anspruch auf Bezahlung. Auch in diesem Fall gilt: Mitglieder wenden sich bei Problemen an ihre GEW. Willkür bei Präsenzzeiten? Kollegin Müller arbeitet seit einiger Zeit als Pädagogische Fachkraft an einer Grundschule. Ihre Präsenzzeit beträgt 27,5 Stunden bei einer vollen Stelle. Kollege Meier ist neu an der Schwerpunktschule. Er wurde von einer Förderschule hierher abgeordnet. Meier freut sich wie ein Schneekönig über die Arbeitszeiten, hatte er doch in der Förderschule 33 Stunden Präsenzzeit zu leisten. Als er aber nun seinen Stundenplan sieht, fällt er aus allen Wolken. Ihm 4 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

5 Schulen wird wiederum eine Präsenzzeit von 33 Stunden abverlangt. Doch Kollege Meier lässt sich das nicht so ohne weiteres gefallen. Er wendet sich an seine GEW-Personalrätin und - was muss er da hören - sie bestätigt diese höhere Präsenzzeit. Leider, leider, so die Personalrätin, existieren in den verschiedenen Schularten höchst unterschiedliche Regelungen. Wie unterschiedlich die Regelungen sind, zeigt das Schaubild. So war es nicht verwunderlich, dass sich in Ludwigshafen Empörung breit machte. Die Politiker müssten doch einsehen, dass solch eine Ungleichbehandlung untragbar sei. Strubel-Mattes stellte unmissverständlich klar, dass die ungleichen Regelungen untragbar, aber dennoch kein rechtliches, sondern viel mehr ein politisches Problem seien. Die GEW setzt sich schon lange für Verbesserungen speziell an Förderschulen ein. Da dort die Mehrzahl der Pädagogischen Fachkräfte eingestellt ist, wäre dies mit erheblichen Kosten für das Land verbunden. Für eine wirklich tragbare Neuregelung ist wohl noch einige Überzeugungsarbeit im Ministerium zu leisten - es gibt dicke Bretter zu bohren. Verwirrung komplett: Die Aufteilung der Arbeitszeiten von pädagogischen Fachkräften an den verschiedenen Einsatzorten. Und Geld gibt s auch - die Eingruppierungsproblematik Eingruppiert wird nach den Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Dort ist klar geregelt, dass beispielsweise eine Erzieherin als pädagogische Unterrichtshilfe an Förderschulen (Sonderschulen) zunächst BAT Vc und nach mehrjähriger Bewährung BAT V b erhält. Der Anspruch mehrjährig ist übrigens bereits nach zwei Jahren erfüllt. Hat die ErzieherIn eine entsprechende Zusatzausbildung, beginnt sie bereits mit BAT Vb und steigt nach einer Bewährungszeit von vier Jahren nach BAT IVb auf. Ein Auszug aus den Richtlinien: III. Lehrkräfte an Sonderschulen 6. Erzieher, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankengymnastinnen, Logopäden und Beschäftigungstherapeuten mit entsprechender staatlicher Prüfung oder staatlicher Anerkennung und Zusatzausbildung als pädagogische Unterrichtshilfen... V b nach mindestens vierjähriger Bewährung in dieser Tätigkeit und in dieser Vergütungsgruppe... IV b (Die Länder werden ermächtigt, im Einzelfall zu entscheiden, welche sonstigen Angestellten aufgrund einer geeigneten gleichwertigen Ausbildung den Erziehern, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankengymnastinnen, Logopäden und Beschäftigungstherapeuten gleichgestellt werden können) GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /2005 5

6 Schulen 7. Erzieher, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankengymnastinnen, Logopäden und Beschäftigungstherapeuten mit entsprechender staatlicher Prüfung oder staatlicher Anerkennung als pädagogische Unterrichtshilfen... V c nach mehrjähriger Bewährung in dieser Tätigkeit und in dieser Vergütungsgruppe... V b (Die Länder werden ermächtigt, im Einzelfall zu entscheiden, welche sonstigen Angestellten aufgrund einer geeigneten gleichwertigen Ausbildung den Erziehern, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankengymnastinnen, Logopäden und Beschäftigungstherapeuten gleichgestellt werden können) 8. Sonstige pädagogische Unterrichtshilfen ohne Ausbildung nach Fallgruppe 5, Fallgruppe 6 oder Fallgruppe 7 mit Zusatzausbildung... V c nach mehrjähriger Bewährung in dieser Tätigkeit und in dieser Vergütungsgruppe... V b Eine gute Sache: Demnächst ist diese Info-Dienst-Broschüre über die GEW Landesgeschäftsstelle in Mainz (für GEW-Mitglieder kostenfrei) zu beziehen. in einem Schulkindergarten oder einer Vorschulklasse. Wird die Zeit in der Grundschule anerkannt oder nicht? Ein ähnlich gelagertes Problem: Kollege Geiger hat eine Zusatzausbildung, arbeitet aber weder in einem Schulkindergarten noch in einer Vorschulklasse. Bekommt er die höhere Eingruppierung nach BAT V b oder bekommt er sie nicht? Solche und ähnliche Fälle müssen nicht, können aber zu Problemen führen. Eine klare Regelung in den Richtlinien ist also dringendst erforderlich. Bis dahin wird eine großzügige Auslegung von der GEW und den Personalräten eingefordert. Der Auszug aus den Richtlinien: VII. Lehrkräfte an Schulkindergärten oder an Vorschulklassen für schulpflichtige Kinder Willkür bei Präsenzzeiten von Pädagogischen Fachkräften Foto: Thurm Des Weiteren existieren Richtlinien für KollegInnen an Schulkindergärten oder an Vorschulklassen (siehe unten). Für alle diejenigen Fachkräfte, die weder an einer Förderschule noch in einem Schulkindergarten / einer Vorschulklasse eingestellt sind, gibt es keine gesonderten Eingruppierungsrichtlinien der TdL. Sie werden analog der unten aufgeführten Richtlinien eingestellt. Ein weiteres Beispiel: Kollegin Schmidt arbeitete als Erzieherin zwei Jahre in einem Schulkindergarten. Dieser wurde aufgelöst und sie arbeitete weitere zwei Jahre als Pädagogische Fachkraft in der Grundschule. Begonnen hatte Frau Schmidt mit BAT Vc. Aber bekommt sie den Bewährungsaufstieg nach BAT Vb (der ihr - hätte der Schulkindergarten weiter bestanden - zugestanden hätte) nun auch? Verlangt ist diesbezüglich eine vierjährige Tätigkeit 4. Erzieher, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankengymnastinnen, Logopäden und Beschäftigungstherapeuten mit entsprechender staatlicher Prüfung oder staatlicher Anerkennung und sonderpädagogischer Zusatzausbildung als Leiter eines Schulkindergartens oder einer Vorschulklasse... V b nach mindestens vierjähriger Bewährung in dieser Tätigkeit und in dieser Vergütungsgruppe... IV b 5. Erzieher, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankengymnastinnen, Logopäden und Beschäftigungstherapeuten mit entsprechender staatlicher Prüfung oder staatlicher Anerkennung und sonderpädagogischer Zusatzausbildung in einem Schulkindergarten oder in einer Vorschulklasse... V b 6. Erzieher, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Krankengymnastinnen, Logopäden und Beschäftigungstherapeuten 6 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

7 Schulen mit entsprechender staatlicher Prüfung oder staatlicher Anerkennung in einem Schulkindergarten oder in einer Vorschulklasse... V c nach mindestens vierjähriger Bewährung in dieser Tätigkeit und in dieser Vergütungsgruppe... V b Nach recht anstrengenden zwei Abendstunden waren viele Informationen gegeben, die Missstände benannt und entsprechende politische Forderungen der GEW von den Anwesenden untermauert. Das Ministerium ist weiterhin gefordert, klare einheitliche Regelungen zu schaffen, die den hohen Bildungsananforderungen und der hohen Belastung der KollegInnen Rechnung tragen. Abschließend stellten sich zahlreiche - teilweise von sehr weit her - angereiste GEW-ExpertInnen zur Klärung von Einzelfragen zur Verfügung. Es zeigte sich, dass bei vielen Problemlagen in der Tat nur eine individuelle Beratung weiterhilft. Die GEW steht dafür weiterhin zur Verfügung. Und auch zwischen den Jahren waren unsere ExpertInnen nicht untätig: Demnächst ist die Info-Dienst-Broschüre Nr. 40 Pädagogische Fachkräfte an Schulen in der GEW-Landesgeschäftsstelle erhältlich. In dieser Broschüre sind die wichtigsten Rechtsverordnungen und Richtlinien abgedruckt und mit kurzen Kommentaren versehen. Ein Muss für jede Pädagogische Fachkraft. Für unsere Mitglieder geben wir die Broschüre selbstverständlich wie immer kostenlos ab. Weitere Veranstaltungstermine: Trier, Koblenz, pbg GEW-Intern: Aktualisierung der Mitgliederdaten Um die Mitgliederverwaltung auf den neuesten Stand zu bringen, bitten wir alle diejenigen, bei denen im Laufe des Jahres Änderungen ihrer persönlichen Daten eingetreten sind, nebenstehenden Vordruck auszufüllen, auszuschneiden und an die GEW-Landesgeschäftsstelle in Mainz zu senden. Vielen Dank. Daten zur Aktualisierung meiner Unterlagen: Name Straße PLZ /Ort: Telefon priv. Mitgliedsnummer Name der Dienststelle: Straße PLZ/Ort Arbeitgeber Tätigkeit Eingruppierung ab Beschäftigungsumfang ab Bankverbindung: Bankleitzahl Kontonummer Datum Unterschrift Bei Veränderungen bitte schicken an: GEW-Landesgeschäftsstelle Neubrunnenstr Mainz GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /2005 7

8 Schulen Wahrheit durch VERA? Anmerkungen zum 1. Durchgang der Leistungstests in 7 Ländern 1 - Von Prof. Dr. Hans Brügelmann - Die am Anfang der vierten Klasse in Rheinland-Pfalz und sechs weiteren Bundesländern im September dieses Jahres durchgeführte Lernstandserhebung VERA (VERgleichsArbeiten... 2 ) hat unter LehrerInnen viel Aufregung verursacht. Meine Reaktion ist ambivalent: Als Forscher habe ich großen Respekt davor, was die VERA-KollegInnen unter den gegebenen Rahmenbedingungen geleistet haben. Gleichzeitig frage ich mich, ob man sich auf die gegebenen politischen und organisatorischen Rahmenbedingungen hätte einlassen sollen. Funktion, Anlage und Durchführung der Studie haben darunter gelitten. Die Erfahrungen aus diesem Durchgang sollten deshalb als Chance genutzt werden, um zu lernen. Das gilt für diejenigen, die die Tests entwikkeln bzw. ihren Einsatz verordnen und durchführen, aber auch für die LehrerInnen, die kritisch prüfen müssen, was sie mit den Ergebnissen anfangen können - und was nicht. Was sollen und was können zentrale Testprogramme leisten? 3 Drei Funktionen von VERA sind in der Außendarstellung von verschiedenen Beteiligten unterschiedlich stark betont worden und faktisch auch unterschiedlich gut einlösbar: * Bei der Bestandsaufnahme von grundlegenden Leistungen auf Landesebene ( System-Monitoring ) hat das deutsche Schulsystem tatsächlich einen Nachholbedarf. Diese Funktion können standardisierte Testprogramme und konkret auch VERA von ihrer Anlage her gut erfüllen (zu einigen spezifischen Vorbehalten s. u.). * Auch die Rückmeldung der Ergebnisse an einzelne Schulen und LehrerInnen ist hilfreich. Zum einen können LehrerInnen genauer sehen, in welchen Bereichen ihre Klassen relativ zu anderen Lerngruppen Stärken und Schwächen haben - bedingt durch besondere Vorerfahrungen der Kinder, durch eigene Schwerpunkte im Unterricht, durch die Anlage der verwendeten Schulbücher oder an- dere Faktoren. Deren Bedeutung ist allerdings nur vor Ort von den Beteiligten selbst zu klären. Außerdem können LehrerInnen im Vergleich mit Klassen, die unter ähnlichen Bedingungen arbeiten ( Referenzschulen ), ihre Anforderungen an die Kinder und ihre Maßstäbe bei der Leistungsbeurteilung überprüfen. Dies darf aber nicht einfach Anpassung an die externen Kriterien bedeuten, sondern verlangt eine Reflexion der externen und der eigenen Annahmen. * Der Anspruch einer Diagnose des Lernstands einzelner Kinder allerdings überfordert die Instrumente. Eine punktuelle Messung muss inhaltlich auf wenige Ausschnitte begrenzt werden. Zudem ist sie immer fehlerbehaftet, d. h. der festgestellte Wert kann nur als Anhaltspunkt für eine Bandbreite, innerhalb derer der wahre Wert mit einiger Sicherheit liegt, genommen werden. Je mehr man das Fehlerrisiko minimieren will, umso breiter muss man die Bandbreite möglicher Schwankungen ansetzen - und umso weniger hilfreich ist dann das Ergebnis. In Kennwerten für Gruppen, also in Werten für ganze Klassen oder gar ein Bundesland, gleichen sich individuelle Schwankungen weitgehend aus, so dass das Fehlerrisiko der entsprechenden Durchschnittswerte entsprechend gering ist. Einmalige Tests bei einzelnen Personen bieten dagegen nur grobe Annäherungen an die tatsächliche Leistung. Sinnvoll nutzen lassen sich die Ergebnisse trotzdem, wenn man Abweichungen zur eigenen Einschätzung als Warnlampe nutzt, also als Anlass, um die Differenzen durch weitergehende Beobachtungen aufzuklären. Für alle drei Ebenen gilt gleichermaßen: Die Ergebnisse sind als ein Element in einem umfassenderen Rechenschaftssystem zu sehen 4, als ein wichtiges und bisher unterrepräsentiertes Evaluationsinstrument, aber auch als ein in seiner Aussagekraft und Geltung begrenztes. Das größte Problem in der seit TIMSS öffentlich geführten Schuldebatte sind ihre Schrumpfung auf den Vergleich von Punktwerten und die Überhöhung der Testautorität. PolitikerInnen und Medien schauen nur noch auf den Output. Berichte der Schulaufsicht, Forschungsergebnisse zu Lehr-/ Lern-Prozessen und ihren Bedingungen verlieren an Bedeutung. Auch viele LehrerInnen nehmen die Vergleichsdaten nicht als nützliche Zusatzinformation über Stärken und Schwächen ihrer Klasse, sondern trauen oft ihrem eigenen Urteil nicht mehr, obwohl es aus einer längerfristigen Erfahrung erwächst. Testergebnisse einzelner Kinder werden für Eltern (und oft auch für LehrerInnen) zum wahren Wert für ihre Leistung, statt zu einem Indikator, der interpretationsbedürftig ist. Konkrete Anmerkungen zu den Aufgaben und Verfahren von VERA Analysiert man die Test- und die Begleitunterlagen, unterhält man sich mit KollegInnen aus der Grundschulpädagogik bzw. der Fachdidaktik und befragt man LehrerInnen aus den beteiligten Bundesländern nach ihren ersten Erfahrungen mit VERA, so stößt man auf sehr unterschiedliche Reaktionen. Manche KollegInnen, die VERA im oben genannten Sinn als ein Element im Rahmen verschiedener Informationsquellen ver- 8 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

9 Schulen stehen, finden die Tests nützlich. Auch viele Kinder haben die Aufgabe, zu zeigen, was ihr könnt, als Herausforderung positiv angenommen. Andere, vor allem leistungsschwächere SchülerInnen und Kinder mit Migrationshintergrund, erlebten viele Aufgaben und den Umfang insgesamt als völlige Überforderung. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Problemen, die bei der Weiterentwicklung des Instrumentariums und seinem zukünftigen Einsatz bedacht werden müssen: Zum inhaltlichen Ansatz Einige Aufgaben bieten interessante Anregungen für Leistungskontrollen, die LehrerInnen nutzen sollten, um ihr eigenes Repertoire zu erweitern. Die Formate bringen aber - wegen der notwendigen Standardisierung von Durchführung und Auswertung - unvermeidlich auch Einschränkungen mit sich 5 : * Aufgaben ohne Kontextbezug, wie er z. B. in den Lehrplänen für Deutsch gefordert wird, sind für viele SchülerInnen überraschend. Sie verändern auch das Lösungsverhalten, z. B. wenn in 20 min. ein Text zu einem Thema geschrieben werden soll, obwohl den SchülerInnen beigebracht worden ist, dass das Schreiben guter Texte ein Brainstorming, eine Textplanung, mehrere Zyklen der Überarbeitung (z. B. in Schreibkonferenzen) und insgesamt eine rege Kommunikation mit anderen voraussetzt. Dagegen untersagen die Instruktionen bei VERA ausdrücklich Fragen an die Lehrerin und Gespräche der Kinder untereinander. * Die Richtigkeits-Orientierung, wie sie für eine standardisierte Auswertung erforderlich ist, gerät in Konflikt mit der Mehrdeutigkeit von Verhalten, insbesondere von sprachlichen Vorlagen einerseits und Lösungen andererseits, und sie fördert bei SchülerInnen eine Haltung, die nach gewünschter Lösung sucht, statt dem eigenem Denken zu trauen. * Werden Hilfsmittel, deren Gebrauch die SchülerInnen nicht nur gewohnt sind, sondern deren Beherrschung auch explizit als Lernziel von den Lehrplänen eingefordert VERA? Na und! Foto: Tanja Senger wird (z. B. Wörterbücher zur Kontrolle der Richtigschreibung von Wörtern) vorenthalten, entsteht eine Konkurrenz zu den Prinzipien des Unterrichts und den Erfahrungen der SchülerInnen. * Auch das dicht konzentrierte Abarbeiten von unzusammenhängenden Aufgaben unter Zeitdruck (z. B. in Form von Diktaten) steht im Widerspruch zu Leistungssituationen, wie sie neuere Lehrpläne fordern und wie die Kinder in vielen Klassen sie gewohnt sind. Das ganze Setting wird von den Grundschulen, die nach den Richtlinien und Lehrplänen der letzten Jahre arbeiten, als Fremdkörper empfunden. Und diejenigen, die gerade die ersten Schritte machen, werden eher entmutigt - oder sogar in ihren alten Vorstellungen bestätigt. * Die unterstellte Eindimensionalität der Fähigkeitsniveaus innerhalb z. B. von Arithmetik, Geometrie und Sachrechnen/ Größen in Mathematik, wird dem nicht gerecht, was zunehmend über eigene Wege des mathematischen und schriftsprachlichen Lernens bekannt ist 6. * Über die Angemessenheit einzelner Aufgaben, z. B. der Deutung von wenig gängigen Sprichwörtern im Deutschtest, wird nach der Auswertung zu diskutieren sein. Diese kritischen Anmerkungen stellen nicht in Frage, dass die Ergebnisse als wichtige Indikatoren für die angepeilten Leistungen dienen können. Aber die gewonnenen Daten müssen entsprechend interpretiert werden 7, Punktwerte dürfen nicht at face value zu Urteilen über Kinder oder LehrerInnen werden. Damit sind wir bei der Durchführung von VERA und ihren Folgen: Zur Wirkung der Erhebungssituation Die Schulen sind sehr unterschiedlich mit den Vorgaben umgegangen, so dass sowohl das Durchschnittsniveau als auch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse einzelner Klassen ernsthaft in Frage zu stellen sind. Zudem deuten sich schon jetzt ambivalente bis problematische Auswirkungen auf den Unterricht an. 8 * In einer Reihe von Schulen wurden Aufgaben(typen) geübt 9, so dass die Ergebnisse über Klassen hinweg nicht vergleichbar sind. * Manche LehrerInnen haben ihren Klassen oder einzelnen Kindern entgegen den ausdrücklichen Anweisungen geholfen, so dass die empirisch gewonnenen Daten nur schwer als Referenz -Daten zu etablieren sind. * Zudem wurde bei der Bewertung GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /2005 9

10 Schulen VERA ten Halbjahr der Grundschulzeit kaum mehr möglich Im Vergleich zu den in NRW in den Vorjahren eingeführten Parallelarbeiten mindert der weniger enge Lehrplanbezug den Wert der Ergebnisse, ebenso die nicht mehr notwendige Zusammenarbeit von KollegInnen den Ertrag für die innerschulischen Entwicklungsprozesse. Zu den organisatorischen Rahmenbedingungen: Auch wenn die logistische Leistung der Landauer Forschergruppe und der Projektleitungen in den Bundesländern bewundernswert ist: Viele Schulen klagen über den Zeitdruck, die unzureichende Vorbereitung und den hohen personellen und finanziellen Aufwand bei der Durchführung. Als abträglich für die alltägliche Arbeit unter sowieso schon schwierigen Bedingungen werden insbesondere genannt: * hoher Materialaufwand für das Kopieren bei begrenztem Etat (in der Sekundarstufe wurden die Materialien zentral vervielfältigt...); * hoher Zeitaufwand, einsetzbare Testhefte zusammen zu stellen, und hoher Korrekturaufwand 10 - beides zieht Zeit von anderen Aktivitäten ab; * sehr kurzfristige Anforderung der Ergebnisse aus den Referenzschulen und damit immenser Zeitdruck bei der Auswertung (Herbstferien als Korrekturzeit...); * die Fehleranfälligkeit bzw. unzulängliche Passung der komplizierten Auswertungsvorgaben und des Computersystems; * die nicht immer abgestimmten Informationen von verschiedenen Quellen und an verschiedene Zielgruppen, so dass Unsicherheit und zum Teil auch Argwohn entstanden ist; * die als nicht repräsentativ wahrgenommene Auswahl der Beispielaufgaben, die den Schulen im Frühjahr zur Vorinformation zugeschickt worden waren; * der geringe Ertrag für die Weiterentwicklung des Unterrichts und die Förderung einzelner Kinder. Die von der Politik erzeugte Hektik hat sowohl der Testzentrale in Land- von Lösungen unterschiedlich kulant mit Lösungen umgegangen - zum Schutz einzelner SchülerInnen, aber auch im Interesse des eigenen Unterrichtserfolgs... * Testformate beginnen darüber hinaus, die Aufgabenformate im Unterricht zu bestimmen, obwohl Lernsituationen anderen Prinzipien gehorchen als Leistungskontrollen. * Es zeichnet sich eine Einengung des Unterrichts auf die in den Tests geforderten Inhalte und Kompetenzen ab, z. B. auf technische Informations entnahme aus Textstücken statt persönlicher Auseinandersetzung mit der inhaltlichen Botschaft. * Es ist absehbar, dass Eltern und die lokale Presse Informationen aus der verpflichtenden schulinternen Diskussion für ein informelles äußeres Ranking nutzen werden, ohne dass die notwendigen Einschränkungen mit bedacht werden (können). * Der Zeitpunkt der Erhebung und die Dreistufigkeit des Kompetenzmodells legen eine Zuordnung zu den Schularten der Sekundarstufe nahe und werden vor allem von Eltern oft so missverstanden. Die ministeriell immer wieder beschworene individuelle Förderung ist im letzau als auch anderen Beteiligten die Arbeit erschwert und manchen Goodwill in den Schulen verschenkt. Insbesondere das Versprechen, es werde kein Ranking geben, wird durch die Verpflichtung, allen Eltern nicht nur die Ergebnisse ihres Kindes, sondern ebenso die Durchschnittswerte seiner Klasse und der Schule mitzuteilen, faktisch wertlos. Wer in Ländern wie England und den USA beobachtet hat, welche Konsequenzen die Publikation von globalen Testdaten einzelner Schulen z. B. auf die Immobilienpreise von Stadtteilen hat 11, wird sich keine Illusionen machen, was den verständigten Umgang mit solchen Daten in der Öffentlichkeit betrifft. Zu hoffen ist, dass aus diesen Schwierigkeiten für weitere Erhebungen gelernt wird Fazit: * Für ein regelmäßiges System-Monitoring, bei dem die Entwicklung des Schulsystems insgesamt erfasst werden soll, würde es reichen, alle vier bis sechs Jahre Erhebungen durchzuführen. Außerdem könnte man sich (wie bei PISA und IGLU) auf repräsentative Stichproben beschränken und anderen Schulen eine freiwillige Teilnahme (wie bei LUST 12 ) ermöglichen, was die Belastungen solcher Testprogramme mindern und ihre Akzeptanz beträchtlich erhöhen dürfte. Zugleich würden damit Mittel frei für andere Evaluationsaktivitäten (s. u.). * Um LehrerInnen hilfreiche Informationen zur Kalibrierung ihrer Maßstäbe und für den Vergleich der eigenen mit anderen Klassen zu geben, wäre bei den nächsten Terminen ein Wechsel auf andere Kompetenzbereiche von Deutsch bzw. Mathematik und auch auf andere Lernbereiche wie Sachunterricht und die musisch-ästhetischen Fächer sinnvoll. Dabei sollten generell auch weniger standardisierte Formate erprobt werden. * Für die Individualbeobachtung müssten Instrumente zur Lernbegleitung entwickelt werden, um differenziertere Einschätzungen anzuregen und zu unterstützen, als sie durch eine punktuelle Messung 10 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

11 Schulen möglich sind. Der letzte Punkt hat aus meiner Sicht in der nahen Zukunft Priorität, soll das Evaluationssystem nicht Schlagseite bekommen. Der Grundschulverband hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die entsprechende Hilfen für Sprache, Mathematik und Sachunterricht entwickeln und in Form eines Fortbildungspakets publizieren soll. Es ist zu hoffen, dass auch staatliche Institutionen zumindest einen Teil ihrer Ressourcen in solche Aktivitäten investieren. Der Aufsatz stammt aus Heft 89 von Grundschule aktuell, der Zeitschrift des Grundschulverbandes, auf dessen Homepage verband.de ab Februar 05 ein Forum zum Thema Vergleichsarbeiten eingerichtet worden ist. Literatur Bartnitzky, H./ Speck-Hamdan, A. (Hrsg.) (2004, i.d.): Pädagogische Leistungskultur: Leistungen der Kinder wahrnehmen - würdigen - fördern. Beiträge zur Reform der Grundschule, Bd Grundschulverband: Frankfurt. Bartnitzky, H., u. a. (1999): Zur Qualität der Leistung - 5 Thesen zu Evaluation und Rechenschaft der Grundschularbeit. Grundschulverband - Arbeitskreis Grundschule e. V.: Frankfurt. Auch in: Schmitt, R. (Hrsg.) (1999): An der Schwelle zum dritten Jahrtausend. BundesGrundschul- Kongress Grundschulverband - Arbeitskreis Grundschule: Frankfurt, Brügelmann, H. (Hrsg.) (1998): Kinder lernen anders: vor der Schule - in der Schule. Libelle: CH-Lengwil. Brügelmann, H. (i. D.): Schule verstehen - Forschungsbefunde zu Kontroversen über Erziehung und Unterricht. Libelle: CH- Lengwil (erscheint im Sommer 2005). Metzger, K., u. a. (2004): Sprachbezogene Leistungen würdigen. Die aktuelle Leistungsdiskussion und erfolgreicher Deutschunterricht. Ms. für: Bartnitzky/ Speck-Hamdan (2004, i.d.). Anmerkungen 1 Ich danke verschiedenen KollegInnen (die z.t. ausdrücklich lieber ungenannt bleiben wollen...) für hilfreiche Anmerkungen zu einer Vorfassung dieses Papiers 2 Informationen des Projekts unter: /www.uni-landau.de/vera/ 3 Vgl. dazu ausführlicher meine Beiträge in Bartnitzky/ Speck-Hamdan (2004, i.d.) und in GSV-aktuell Nr. 79, 82, 83, sowie in Brügelmann (i. D., Kap ). 4 Vgl. Bartnitzky u. a Vgl. zur inhaltlichen Kritik die konkreten Anmerkungen von Bartnitzky und Selter in diesem Heft sowie Metzger u. a. (2004, i.d.). 6 Vgl. anschaulich, auch für Eltern, die Beiträge in Brügelmann (1998). 7 Die Landauer Forschungsgruppe hat dazu unter dem Titel Pädagogische Nutzung der Vergleichsarbeiten und Handreichung zur Analyse der Falschlösungen wichtige Hinweise gegeben, deren Berücksichtigung helfen könnte, das vielerorts beklagenswerte Niveau der Feststellung, Interpretation und Bewertung von Schülerleistungen anzuheben. Zu befürchten ist auf der anderen Seite, dass viele LehrerInnen und Eltern sich mit Summenwerten begnügen und ihre Urteile auf oberflächliche Vergleiche stützen werden. 8 Das ging bis zu Diskussionen, ob die Kinder während der vorgesehenen 10- minütigen Pause während der Deutscharbeit die Klasse verlassen und miteinander sprechen dürften - oder ob die Pause schweigend im Klassenraum zu verbringen sei, unterbrochen allenfalls vom Gang zur Toilette! Wenn die Klausurlogik sich entfaltet in mindestens einer mit bekannten Klasse sogar zum Üben mit nach Hause gegeben! 0800 / für alle Regionalbüros Ermittlung Beobachtung Detektivausbildung 33 Jahre kriminalpolizeiliche Erfahrung Tätigkeitsschwerpunkte in Rheinland-Pfalz und Saarland Unsere Leistungen und Fachbereiche unter wwww. 24 Stunden erreichbar: unternehmensdetektei.de familiendetektei.de Tel.: / anwaltsdetektei.de seniorendetektei.de freecall: 0800 / versicherungs-detektei.de sektendetektei.de Fax: / immobiliendetektei.de mobbingdetektei.de ausbildungsdetektei.de behoerdendetektei.de Internet: preiswerte kompetente gerichtsverwertbare Beweiserhebung Schützenstraße Ludwigshafen a. Rh. (und in Ihrer Nähe) 10 Mindestwert ca. ein Halbtag pro Fach und Klasse bis hin zu einem Tag schriftliche Auswertung in den Ferien zu Hause und einem weiteren weiterer Tag Eingabe am PC für die zentrale Auswertung in Landau. 11 S. aktuell /mld/mercurynews/living/education/ htm?1c [Abruf: ] 12 Vgl. meinen Beitrag in GSV-aktuell Nr. 84 Bücherspalte GEW-Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer 4. Auflage 1998 Loseblattausgabe - Gesamtwerk mit Spezialordner 4. überarbeitete Fassung Stand März 2003 Das rund Seiten starke Werk enthält alle wichtigen Gesetze und Verwaltungsvorschriften für den Schulbereich in Rheinland-Pfalz. Mitglieder: 23,00 Euro Nichtmitglieder: 32,00 Euro jeweils zzgl. Porto Wissenswertes für Beamtinnen und Beamte Informationen zu beamtenrechtliche Themen wie Besoldung, Arbeitszeit, Reise- und Umzugskosten, Versorgung und Beihilfe 240 Seiten, Ausgabe 2003/2004 2,60 Euro zzgl. Porto Die Beihilfe Der Ratgeber mit praktischen Tipps zu Beihilfeberechtigung, Bemessung, beihilfefähige Aufwendungen uvm. 220 Seiten, Aufl Euro 2,60 zzgl. Porto Beihilfenverordnung in der Fassung vom 10. Dezember 2002 mit der Einführung einer Kostendämpfungspauschale und den Änderungen zu Wahlleistungen GEW-Mitglieder kostenlos - Nichtmitglieder 1,30 Euro, jeweils zzgl. Porto Bestellungen an: GEW Rheinland-Pfalz Neubrunnenstr Mainz GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /

12 Schulen Das Bewerbungsverfahren transparent gemacht Schreiben der ADD an InteressentInnen für Funktionsstellen Wenn sich Schulen positiv entwickeln sollen, brauchen sie - natürlich abgesehen von den notwendigen Rahmenbedingungen - vor allem zweierlei: ein engagiertes Kollegium und eine kompetente Schulleitung. Leider scheuen viele durchaus geeignete Lehrkräfte die Bewerbung um eine Funktionsstelle, wie die Mehrfachausschreibungen im Amtsblatt zeigen. Gründe dafür gibt es viele: Eine Ursache könnte die Scheu vor einem undurchschaubaren Bewerbungsverfahren sein. Die GEW-Zeitung veröffentlicht deshalb ein Schreiben des Leiters der ADD Schulabteilung, Thomas Bartholomé, das an Interessentinnen und Interessenten um schulische Funktionsstellen geht und das Verfahren erläutert. Wir danken für die Abdruckgenehmigung. Weitere Infomationen werden folgen. gh Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege, Sie beabsichtigen, sich um eine schulische Funktionsstelle zu bewerben, um auf diese Weise dauerhaft über die Lehrertätigkeit hinaus für die schulische Entwicklung Mitverantwortung zu übernehmen. Das ist eine Entscheidung, die sicherlich auf reiflicher Reflexion beruht und für die unter anderem auch die Frage bedeutsam ist, auf welche Verfahren der Auswahl und Überprüfung man sich damit einlässt. Bewerberinnen und Bewerber stellen häufig die folgenden Fragen: Welche Aufgaben hat man zu erledigen? Welche Erwartungen und Anforderungen werden an die Übernahme einer solchen Stelle geknüpft? Welche Maßstäbe hat die Behörde? Wie läuft das ganze Verfahren eigentlich ab? Die Entscheidung für eine Bewerbung kann leichter fallen, wenn man in dem einen oder anderen innerschulischen, pädagogischen und außerschulischen Bereich Erfahrungen gesammelt hat, insbesondere auch in der Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen. Beispielhaft seien hier angeführt: eigene Fortbildung, Mitwirkung bei der Referendarausbildung, Fachkonferenzleitung, Beteiligung an besonderen schulischen und unterrichtlichen Projekten, Mitwirkung an einem Schulversuch, der Lehrplanentwicklung, Mitwirkung bei Fort- und Weiterbildung u.a. Jede besondere Funktion im schulischen Bereich lässt Ihr Engagement über die reine Lehrertätigkeit hinaus erkennen. Dazu gehören auch Tätigkeiten als Verbindungslehrer, Schwerbehindertenver- tretung, Gleichstellungsbeauftragte und Personalvertretung. Auch die Wahrnehmung gesellschaftlicher Aufgaben im örtlichen oder überörtlichen Bereich kann hilfreich sein. Die Bedeutung solcher Tätigkeiten liegt nicht in der Quantität, sondern in den exemplarischen Erfahrungen mit Koordinations- und Führungsfunktionen. Besonders hilfreich kann auch die Teilnahme an Vorbereitungskursen für Schulleitungsaufgaben sein. Wichtig ist die Freude an der Gestaltung der Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums. Die folgenden Darlegungen sollen Sie über die wichtigsten Abläufe eines solchen Auswahlverfahrens informieren. Diese Informationen wollen Transparenz schaffen, die Motivation für das angestrebte Amt erhöhen sowie Orientierung und Hilfe bieten. Nach wie vor sind Frauen in Führungsfunktionen unterrepräsentiert. Wir begrüßen es, wenn sich insbesondere Frauen verstärkt um Funktionsstellen bewerben. Veröffentlichung von Funktionsstellen Die schulischen Funktionsstellen werden im Gemeinsamen Amtsblatt ausgeschrieben. Diese können auch im Internet unter der Homepage der ADD (www.add.rlp.de) oder des MBFJ (www.mbfj.rlp.de) eingesehen werden. Im Vorspann werden allgemeine wichtige Informationen gegeben, z.b. dass in der Regel eine Funktionsstelle auch in Teilzeitform angestrebt werden kann. Es empfiehlt sich, vor Abgabe einer Bewerbung, ein Gespräch mit der zuständigen Schulfachreferentin/dem zuständigen Schulfachreferenten zu führen, um sich über allgemeine Fragen des Verfahrens und über die Anforderungen der angestrebten Stelle zu informieren. Entscheidend ist das Stellenprofil, das schriftlich bei der Schule vorliegt, aber auch bei der Schulaufsicht erhältlich ist und künftig im Internet abrufbar sein wird. Auswahlverfahren Die Auswahlentscheidung erfolgt unter Beachtung des Leistungsgrundsatzes. Gemäß 10 Landesbeamtengesetz sind hierbei die Kriterien der Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung zu Grunde zu legen. Grundlage für die Auswahlentscheidung ist zunächst die aktuelle dienstliche Beurteilung. Nach ständiger Rechtsprechung kann diese aber zurücktreten, wenn der zu vergebende Dienstposten spezielle Eignungsanforderungen stellt (Stellenanforderungsprofil), die durch den Inhalt der Beurteilung nicht umfassend abgedeckt sind. Dies ist bei Funktionsstellen im Schulbereich stets der Fall. Deshalb werden die Bewerberinnen und Bewerber einer funktionsbezogenen Überprüfung unterzogen. Diese geht über den Inhalt der dienstlichen Beurteilung hinaus und hat zum Ziel, die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für das jeweils zu besetzende konkrete Amt festzustellen. Es handelt sich hierbei nicht um ein drittes Staatsexamen, bei dem umfängliche Theoriekenntnisse abgeprüft werden, sondern - praxisbezogen - um die Feststellung der Eignung für die angestrebte Stelle. Die funktionsbezogene Überprüfung kann sich aus folgenden Bestandteilen zusammensetzen: 1. Besuch einer von der Bewerberin/ 12 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

13 Schulen dem Bewerber zu haltenden Unterrichtsstunde durch die Schulaufsicht, 2. Beurteilung einer fremden Unterrichtsstunde durch die Bewerberin/den Bewerber, 3. Leitung einer Konferenz oder Dienstbesprechung, 4. Kolloquium. Zurzeit sind bei der Bewerbung um eine Schulleiter- und eine Erste Stellvertreterstelle (Ständiger Vertreter bzw. Ständige Vertreterin) in der Regel drei Überprüfungsbestandteile ( ) vorgesehen. Bei Bewerbungen um andere Funktionsstellen (z.b. Studiendirektor/-in) sind in der Regel ein Kolloquium und die Leitung einer Konferenz oder Dienstbesprechung vorgesehen. Letzteres ist dann der Fall, wenn die Ausübung der Funktionsstelle wesentlich auch die Durchführung von derartigen Besprechungen erfordert (z.b. Mitglied der Schulleitung, MSS-Leitung und Pädagogische und Didaktische Koordinatoren/-innen an einer IGS). Zu 1.: Besuch einer Unterrichtsstunde der Bewerberin/des Bewerbers durch die Schulaufsicht In der Regel ist ein aktueller Unterrichtsbesuch nicht erforderlich, insbesondere dann nicht, wenn aus einer früheren Funktionsstellenbewerbung die pädagogisch/unter-richtliche Kompetenz festgestellt worden ist. Der Besuch der Unterrichtsstunde gibt der Schulaufsicht die Möglichkeit, einen Einblick in die konkrete schülerbezogene pädagogische Arbeit der Bewerberin/des Bewerbers zu gewinnen. Die Unterrichtstunde kann Basis für die gemeinsame Reflexion über diesen Unterricht, ggf. auch im Hinblick auf alternative didaktische und methodische Überlegungen sein. Damit können im besonderen Maße Aspekte der Unterrichtsentwicklung ins Blickfeld gerückt werden. Zu 2. Beurteilung einer fremden Unterrichtsstunde durch die Bewerberin / den Bewerber Bei der Beurteilung einer Unterrichtsstunde ist von Bedeutung, inwieweit die Bewerberin/der Bewerber eine Stunde angemessen beurteilen und - wichtiger noch - ein konstruktives Beratungsgespräch führen kann. Zu 3.: Leitung einer Konferenz oder Dienstbesprechung Bei der Dienstbesprechung oder Konferenz von etwa einstündiger Dauer soll die Bewerberin/der Bewerber eine Tagesordnung mit einem pädagogischen Schwerpunkt vorbereiten und die Leitung übernehmen. Eine angemessene Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Moderation, die Strukturierung und die Ergebnissicherung stehen im Vordergrund. Zu 4.: Kolloquium Das Kolloquium orientiert sich vor allem am Stellenprofil. In der Regel werden auch aktuelle pädagogische und schulpolitische Entwicklungen der betroffenen Schulart angesprochen. Außerdem betrifft es - und das ist Bestandteil nahezu aller Funktionsstellen - Fragen der Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung, außerdem Vorstellungen der Bewerberin/des Bewerbers über Möglichkeiten der Qualitätssicherung und -entwicklung. Es können auch Fragestellungen aus dem Unterrichtsbesuch, der Fremdbeurteilung und der Leitung einer Dienstbesprechung/Konferenz aufgegriffen und im Gespräch vertieft werden. Einbeziehung von Ergebnissen aus früheren Bewerbungsverfahren in das Auswahlverfahren Sofern sich eine Lehrkraft um mehrere Stellen bewirbt, sei es in zeitlicher Parallelität oder nacheinander, gilt die Regel, dass für eine Dauer von bis zu zwei Jahren auf die letzte dienstliche Beurteilung und bestimmte Elemente des Überprüfungsverfahrens zurückgegriffen werden kann. Es ist der Bewerberin/dem Bewerber allerdings freigestellt, einzelne Teile oder das ganze Überprüfungsverfahren zu wiederholen. Ein erneutes oder ergänzendes Kolloquium ist im Hinblick auf das konkrete Stellenprofil immer erforderlich. Unter Beachtung der unterschiedlichen Stellenprofile kann es durchaus auch zu unterschiedlichen Eignungsfeststellungen kommen. Beteiligte Gremien am Bewerbungsverfahren Mit allen Besetzungsverfahren für Funktionsstellen sind Beteiligungs-, Benehmensherstellungs- oder Mitbestimmungsrechte verbunden und zwar für Personalräte, Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehindertenvertretung, Schulträger und Schulausschuss und Schulleiter/-in. Von der Personalratsbeteiligung ausgenommen sind die Schulleiter/-innenstellen und die der Ständigen Vertreter/-innen (Erste Konrektorinnen / Erste Konrektoren). Die Gleichstellungsbeauftragte ist zu beteiligen, wenn sich für eine Stelle sowohl Frauen als auch Männer bewerben. Ist eine schwerbehinderter Lehrkraft im Verfahren beteiligt, ist die Schwerbehindertenvertretung zu den Beurteilungsverfahren aller Mitbewerberinnen und Mitbewerber einzuladen. Für Schulleiterstellen ist außerdem eine Soll ich mir das antun, mich auf eine Funktionsstelle zu bewerben? Foto: Thurm GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /

14 Schulen Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege, wir hoffen mit diesen Informationen Transparenz über das Verfahren - und dessen Notwendigkeit - herzustellen. Wenn sich einzelnen Rahmenbedingungen für die Funktionsstellenverfahren ändern, wird auch diese Information jeweils entsprechend aktualisiert. Wir würden es begrüßen, wenn Sie durch diese Informationen in Ihrer Motivation gestärkt werden und möchten Sie ausdrücklich zu einer Bewerbung ermuntern. qualifizierte Benehmensherstellung mit dem Schulausschuss und dem Schulträger vorzunehmen; diese Gremien laden in der Regel die Bewerberinnen und Bewerber zu einem Gespräch ein. Einzelheiten über die Benehmensherstellung sind im Gemeinsamen Amtsblatt Nr. 15/1992 veröffentlicht. Dort finden sich auch Aussagen zu den Bedingungen, unter denen sogenannte Hausbewerbungen möglich sind und befürwortet werden können. Die Schulleiterin/der Schulleiter der Schule, an welcher die Stelle zu besetzen ist, kann an allen Überprüfungselementen teilnehmen, soweit organisatorische Gründe nicht entgegenstehen und es sich nicht um die eigene Nachfolge handelt. Das Ergebnis der funktionsbezogenen Überprüfung und die vorgesehene Personalentscheidung wird mit ihr/ihm erörtert; das Ergebnis wird protokolliert. Auswahlentscheidung und Beförderung Im Anschluss an das Überprüfungsverfahren erstellt das federführende Referat für jede Bewerberin/jeden Bewerber ein schulfachliches Gutachten, das eine Gesamteignung für die zu besetzende Stelle feststellt und nach einer vergleichenden Bewertung in einen Besetzungsvorschlag mündet. Nachdem Referatsleitung, der Koordinierende Referent (in Neustadt und Koblenz) und der Abteilungsleiter zugestimmt haben, trifft der Präsident bei eigener Zuständigkeit (Grundschulrektor/-in und Konrektoren/-innen bis A14) die abschließende Entscheidung bzw. unterbreitet in den übrigen Fällen dem Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend seinen Personalvorschlag, über Schulleitung - ist das was für mich? Auf der Ebernburg veranstaltete der GEW-Landesverband Rheinland- Pfalz vom für angehende SchulleiterInnen ein Orientierungs- und Vorbereitungsseminar. Der Bericht eines Referenten basiert auf den Rückmeldungen der TeilnehmerInnen. Zu den Fragen ob ich den Anforderungen, die an die Schulleitung gestellt werden, überhaupt gerecht werden kann?, wie ich mich bewerben kann und wie das Überprüfungsverfahren aussieht?, wie kann ich mich vorbereiten?, ob ich auf dem richtigen Weg bin? erwarteten 13 KollegInnen auf der Ebernburg an einem Adventswochenende Antworten. Um es vorweg zu nehmen: Diese Fragen bekamen im Seminar allmählich einen anderen Stellenwert, sie rückten im Interesse nach hinten. Denn den TeilnehmerInnen wurde im Laufe des Prozesses bewusst, dass vor der Bewältigung ei- den dann die Ministerin bzw. der Ministerpräsident entscheidet. Alle Bewerberinnen und Bewerber werden über das Ergebnis des Auswahlverfahrens informiert. Nach einer dreiwöchigen Frist wird die vorgesehene Bewerberin/der vorgesehene Bewerber kommissarisch ernannt. Eine Beförderung, sofern diese mit der neuen Stelle verbunden ist, erfolgt frühestens nach einer erfolgreichen Erprobungszeit. Voraussetzung für die Beförderung ist die Feststellung der Schulbehörde, dass sich die Bewerberin/der Bewerber in der neuen Funktion bewährt hat. Personalentwicklungsgespräch Nach Abschluss des Verfahrens haben alle Bewerberinnen und Bewerber die Möglichkeit, sowohl die auf die eigene Person bezogenen Beurteilungsberichte einzusehen als auch ein Beratungsgespräch mit der federführenden Referentin / dem federführenden Referenten zu führen. Ziele des Gespräches sind die Herstellung von Transparenz sowie die Beratung im Hinblick auf weitere berufliche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. ner Aufgabe eine klare Zielvorstellung, eine Vision stehen muss, dann ergeben sich die Wege beim Gehen. Und sie erfuhren und erlebten, dass das, was man als Kompetenzen, als Fähigkeiten braucht, sich alles lernen lässt. Doch dieses Lernen bedarf der Planung, der Struktur, der Orientierung. So begann das Seminar unter der Leitung erfahrener SchulleiterInnen mit einer Standortbestimmung, mit der Entwicklung der Traumschule, ehe Themen wie Innovation und Rolle der SchulleiterIn näher betrachtet werden konnten. Fachvorträge und eigenes Erleben in Rollenspielen wechselten sich ab, in den Gruppen wurde viel gearbeitet, aber es wurde weder als ermüdend noch als anstrengend empfunden. Die TeilnehmerInnen ließen sich sehr bereitwillig auf die einzelnen Bausteine des Seminars ein, was sicher die Effektivität erhöhte. Breiten Raum nahm das Bewerbungsverfahren selbst ein, dessen Teile nicht als allgemein bekannt vorausgesetzt werden können und wo es viele Hinweise und Tipps gab, die den TeilnehmerInnen nun eine zielgerichtete Vorbereitung ermöglichen. Fragen wie nach dem Stellenwert von Rechtskenntnissen, der Beratung einer KollegIn nach einem Unterrichtsbesuch, dem richtigen Verhalten in der Überprüfung und vieles mehr wurde von den ReferentInnen beantwortet, gaben teilweise aber auch zu heftigen Diskussionen Anlass. Immer deutlicher wurde dabei den TeilnehmerInnen, dass aus der Sicht der Schulleitung das System Schule anders aussieht, anders aussehen muss, und manche äußerte - selbst überrascht- mehr Verständnis für das Handeln der eigenen Schulleitung. Der berufliche Hintergrund der TeilnehmerInnen war sehr unterschiedlich, es waren alle Schulformen und extrem verschiedene Systemgrößen vertreten. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Bilder, die jede Fortsetzung nach dem Einhefter (S. 15) 14 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

15 Schulen Was tun? Denise - *Name und Bild sind anonymisiert. Die Sache ist doch eigentlich klar - Judenwitze und Rassismus haben an der Schule nichts zu suchen. Doch wie soll sich ein verantwortungsbewusster Lehrer verhalten, der mit einer Rechtsradikalen zu tun hat? Soll er sie aus der Schule entfernen (sofern laut Schulgesetz möglich) oder soll er versuchen, seinem Auftrag zur Erziehung der Jugend nachzukommen. Soll er versuchen zu integrieren, zu erziehen, aufzuklären - oder soll er ausgrenzen, um andere vor Rassismus zu schützen? Ich möchte diese Frage anhand eines aktuellen Beispiels an die Leserschaft weitergeben. Der Fall: Denise * hat an meiner Schule das Berufsvorbereitungsjahr 2 (BVJ2) besucht, eine inzwischen zum Glück abgeschaffte Schulform, in der Schüler ohne Aussicht auf einen Schulabschluss ihr letztes Jahr der Schulpflicht absitzen mussten. Als ich die Klasse übernahm, war die Klasse geradezu ver- TeilnehmerIn von einer Konferenz mitbrachte. Die ReferentInnen sorgten mit einem Rollenspiel zunächst für ein gemeinsames Erlebnis. Da wurde es schon hitzig, durfte sich doch jede eine Rolle aussuchen, die im schulischen Alltag manchmal auch eher als störend empfunden wird. Da der gespielte Schulleiter an dem behandelten Thema so gar kein Interesse zeigte, bot sich den überzeugend spielenden LehrerInnen eine gute Reibungsfläche. In der Auswertung wurde auch hier der Rollenwechsel deutlich herausgearbeitet, der immer dann eintritt, wenn eine Kollegin in die Schulleitung wechselt. Die TeilnehmerInnen profitierten davon, dass sie erfuhren, womit sie bei einer Bewerbung (Ansprechpartner, Vorinformation etc.) beginnen, Klarheit bekamen über mögliche Hindernisse, Schwierigkeiten, konkret am Thema arbeiteten und Beispiele aus der Praxis vieles verdeutlichten, viele Informationen über das Verfahren bekamen, sich gedanklich mit den Einzelheiten der Prüfung auseinandersetzten, * die persönlichen Erfahrungen der ReferentInnen des Seminars nutzten, * regen Gedankenaustausch untereinander auch in den Seminarpausen und am Abend pflegten, * inhaltliche Informationen und Tipps bekamen. Die wenigen kritischen Anmerkungen werden von uns genutzt, um in zukünftigen Seminaren im Detail anders vorzugehen. Die schon mehrfach praktizierte Struktur des Seminars hat sich aber wieder bewährt. Am ersten Wochenende im Dezember 2005 ist eine Wiederholung geplant; Näheres ist bei der GEW-Geschäftsstelle zu erfahren. Nach unserem Eindruck verließen die TeilnehmerInnen das Seminar zufrieden, was sich aus den Schlussanmerkungen ablesen lässt: durch das Seminar hat sich der Traum Schulleitung konkretisiert, da ich mein Ziel und den Weg dorthin jetzt konkreter strukturieren kann, die informellen Gespräche in den Pausen und abends waren sehr interessant und lehrreich, fühlte mich sehr wohl, eine freundliche Atmosphäre durch die Leute und die Wahl der Tagungsstätte, auf jede Frage wurde eingegangen, es war richtig hierher zu kommen und der weitere Weg entsteht beim Gehen, es war schön! Vielen Dank!, Danke _, Danke für die angenehme, freundschaftliche Atmosphäre. Diese abschließenden Anmerkungen der TeilnehmerInnen vermitteln vielleicht ein bisschen Seminaratmosphäre, obwohl man diese bei Interesse am Thema besser selbst erleben sollte, wenn man sich auf den Weg machen will. Viele SchulleiterInnen werden in den nächsten Jahren in Pension gehen, die deutsche Schule muss und wird sich nach PISA verändern, und dazu werden besonders hohe Ansprüche an die SchulleiterInnen gestellt. Es ist eine lohnende, eine anregende und sehr befriedigende Arbeit, die durch zielgerichtete Vorbereitung, wie in diesem Seminar praktiziert, wesentlich erleichtert wird. Text: Hans-Peter Kirsten-Schmidt wahrlost, Lehrkräfte weigerten sich, dort zu unterrichten, und von 16 Schülern waren in der Regel allenfalls fünf anwesend. Eine von diesen halbwegs disziplinierten war Denise, 16 Jahre alt, die die Hauptschule nach der 8. Klasse hatte verlassen müssen. Mit dem Willen, den Aufstieg in das BVJ1 zu schaffen und zu einem Schulabschluss zu gelangen, kam sie nahezu täglich in die Schule. Und sie schaffte es, wurde in das BVJ1 übernommen. In dieser Zeit fing sie an, sich verstärkt mit Jugendlichen aus der rechtsradikalen Szene zu treffen, ihr erster Freund war ein Skinhead in voller Kampfmontur, sie äußerte sich zunehmend ausländerfeindlich und versuchte auch, andere für die Sache zu werben. Die Mutter einer mit Denise befreundeten Klassenkameradin beschwerte sich zudem über die starke negative Veränderung der Tochter durch einen - der Familie gänzlich fremden - Ausländerhass. Zurück zu Denise: Trotz dieser Freizeitgestaltung kam sie weiterhin täglich in die Schule und erhielt ein Abschlusszeugnis mit dem Notendurchschnitt von 3,0. Nun bewarb sie sich um die Aufnahme in die Berufsfachschule 1 (BF1) mit dem Ziel, auch die BF2 und somit den mittleren Bildungsabschluss zu erlangen. Die Plätze für diese Schulform waren ziemlich knapp, auf 180 Schulplätze kamen ca. 300 Bewerbungen. Die Meinungen darüber, ob Denise in die BF1 übernommen werden sollte, war im Kollegium geteilt. Die einen meinten, eine Rechtsradikale sei eine zu große Belastung für eine Klasse und für die Lehrer und somit besser abzulehnen, andere vertraten die Ansicht, dass die Schule eine Erziehungsauftrag habe und sich gerade um solche Schüler kümmern müsse, da es ansonsten keiner täte. Die für mich wichtige Frage lautet nun: Wie würden Sie entscheiden? mge Bitte mailen Sie mir Ihre Antwort: In der nächsten Ausgabe werden die Antworten veröffentlicht. GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /

16 Schulen Gender macht Schule Zwischenbilanz zum Gender Mainstreaming in der GEW Für den Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte der Vorstandsbereich Frauenpolitik der Bundes-GEW zur Gender-Konferenz nach Fulda geladen. Ca. 60 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt und erlebten eine sehr abwechslungsreiche Tagung. Zweck der Veranstaltung war es, eine Zwischenbilanz zu ziehen, inwieweit der Beschluss des Gewerkschaftstages von 2001 zum doing gender bereits umgesetzt ist. Die Tagung beleuchtete neben der Praxis auch den Aspekt der Bildungspolitik und der GEW-internen Umsetzung. Laut der Referentin Prof. Dr. Rabe- Kleberg hat das schlechte Abschneiden der Jungen bei Pisa einiges mit der wenig gefestigten Geschlechtsidentität in der frühen Kindheit zu tun. In Kindergärten und Grundschulen, in denen quasi das gesamte Bildungspersonal weiblich sei, fänden Jungen keine Geschlechtervorbilder. Rabe-Kleberg folgerte daraus, dass Gender in Kindergärten thematisiert werden müsse. In der anschließenden Diskussion wurde herausgestellt, dass gerade die ErzieherInnen in den Kindergärten grundlegendes Genderwissen nicht besitzen und dass hier starker Handlungs-/Bildungsbedarf bestünde. Tilman Boehlkau formulierte im Anschluss den Wunsch, dass mehr Männer in den Grundschule: Reine Frauenveranstaltung Erzieherberuf und in die Grundschulen gingen. Zu einer Entdramatisierung im Geschlechterumgang in Schulen rief Frau Prof. Dr. Hannelore Faulstich auf. Weder der Protektionismus für Mädchen noch der pauschale Generalverdacht, alle Jungen seien dominant, helfe beim gender doing. Zur Erweiterung der Handlungskompetenz empfahl Uli Boldt die Einführung von Jungenkonferenzen in Schulen. Jungen sollen hier lernen, Verhaltensmuster zu übernehmen, die sonst wie selbstverständlich von Mädchen übernommen werden (z.b. Trost zusprechen, Empathie). Doch gender mainstreaming stellt nicht nur PädagogInnen, sondern auch die Schulverwaltung vor große Aufgaben. Besonders deutlich wurde dies bei der Vorstellung des neuen Genderreports durch Dr. Anke Burkhardt vom Hochschulforschungsinstitut Wittenberg. Der Bericht wurde im Auftrag des GEW- Hauptvorstandes erstellt und stellt anhand statistischer Erhebungen sehr anschaulich dar, wie es um die Geschlechtergleichheit im deutschen Bildungswesen bestellt ist. Der Genderreport ist über als pdf-datei abrufbar. Laut Bericht sind Mädchen schneller und erfolgreicher in ihrer Schulkarriere, Frauen studieren ebenso häufig wie Männer, doch spätestens bei der Promotion kehren sich die Verhältnisse um, nun sind Männer eindeutig stärker vertreten. Bei Habilitationen ist das Verhältnis letztendlich bei 20:80, so der Report. Den Veranstaltern ist es mit dieser Tagung gelungen, die gesamte Bandbreite des gender mainstream aufzuzeigen. Die Aufgabe, die sich die GEW mit ihrem Genderbeschluss von 2001 gesetzt hat, scheint gewaltig. Dr. Larissa Klinzing zitiert denn auch Aristoteles: Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Und der Anfang ist gemacht. Weitere Informationen zum Thema Gender Mainstream können ab März unter mainstream.html abgerufen werden. Es lohnt sich! Marc-Guido Ebert Tilman Boehlkau: Wo kommt gender mainstreaming in der Erzieherinnenausbildung vor? Wo kommt gender mainstreaming in der Lehrerinnenausbildung vor? Jetzt werden die Erzieherinnen- und Lehrerinnenausbildung in Rheinland-Pfalz reformiert, aber wo ist der Aspekt gender? Wie kann ich Jungen dafür gewinnen, in den Erzieherberuf zu gehen? Wie kann ich junge Männer dazu bewegen, in die Grundschulen zu gehen? Wenn wir uns die Grundschule ansehen, stellen wir fest, dass es eine reine Frauenveranstaltung ist, bis auf die Leitung, die ist männlich. Daran muss gearbeitet werden. Deswegen müssen wir immer darauf hinweisen, dass sich auch die Berufsberatung und die Studienberatung verändern müssen. Foto: Marc-Guido Ebert Klassenfahrten nach Berlin (incl. Transfer, Unterkunft, Programmgestaltung nach Absprache). Broschüre anfordern bei: Biss, Freiligrathstr. 3, Berlin, Tel. (030) GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

17 Haupt- und Regionalschultag 2005 der GEW Am Donnerstag, den 14. April 2005, veranstaltet die Landesfachgruppe Haupt- und Regionalschulen erneut einen Haupt- und Regionalschultag. Die Tagung ist als IFB-Fortbildung unter AZ.: anerkannt. Man sollte lieber fischen, segeln oder tanzen gehen, als dass man Dinge lernt, die keinerlei direkte Auswirkungen auf das eigene Leben ha- Die GEW nimmt Haupt- und Regionalschulen sowie Gymnasien unter die Lupe. Karikatur: J. Mayr Tag der Bildung - Gymnasialtag der GEW Schulen ben (Erich Fromm). Unter diesem Motto wird Otto Herz am Vormittag das Hauptreferat halten. Im Anschluss beginnen die Fachforen, die nach dem Mittagessen fortgesetzt werden: 1. Bildungsstandards Deutsch/Praxishilfen (Marianne Steigner), 2. Hilfen für die Umsetzung der Bildungsstandards im Mathematikunterricht der Hauptschule (Christel Schienagel-Delb), 3. Konfrontative Pädagogik (Markus Brand), 4. Jungenpädagogik (Klaus-Peter Hammer), 5. Ganztagsschulen (Guido Seelmann-Eggebert), 6. Berufsorientierung (Hubert Zöller). Die Veranstaltung schließt mit einem Stehcafé und dem dabei möglichen Informationsaustausch mit GEW- ExpertInnen / GEW-StufenvertreterInnen aus HPR und BPR. Zum Abschluss der Mittagspause, als Nachtisch sozusagen, haben die Veranstalter einen ganz besonderen kulturellen Leckerbissen gewinnen können: SchülerInnen der Regionalen Schule Kaisersesch werden Auszüge aus dem Musical Diabolo darbieten. Ort: Tagungszentrum Erbacher Hof, Mainz Zeit: Donnerstag, 14. April 2005, Uhr, bzw. offenes Ende mit Stehcafé Die Tagungsunterlagen werden spätestens Ende Februar an den Schulen sein bzw. können zu diesem Zeitpunkt bei der GEW-Geschäftsstelle in Mainz angefordert werden. Anmeldungen sind bis 16. März 2005 bei der GEW-Geschäftsstelle möglich. pbg Am Montag, , veranstaltet die Landesfachgruppe Gymnasien erneut einen Gymnasialtag der GEW. Die Tagung ist als IFB-Fortbildung anerkannt. Vormittags eröffnet Otto Herz unseren Tag der Bildung mit einem Vortrag Zwischen Tradition und Innovation: Aufbruch zu einer neuen Lernkultur. Im Anschluss beginnen die Arbeitsgemeinschaften, die nach dem Mittagessen fortgesetzt werden. Hier eine Auswahl der geplanten AG-Themen: 1. Vertiefung des Eingangsreferats mit Otto Herz 2. Teamentwicklung in heterogenen Gruppen 3. Jungenpädagogik 4. Ganztagsschule und Gymnasium 5. Entwicklungsrichtungen des Gymnasiums in den Bundesländern (Schulzeitverkürzung, zentrale Prüfungselemente, Bildungsstandards) 6. Darstellendes Spiel als neues Unterrichtsfach 7. Aktuelle Rechtsfragen der Personalratsarbeit 8. Umgang mit Schulstress Die Veranstaltung schließt mit einem Informationsaustausch. Ort: Tagungszentrum Erbacher Hof, Mainz Zeit: Montag, den 11. April 2005, Uhr Die Tagungsunterlagen werden Ende Februar an den Schulen sein bzw. können zu diesem Zeitpunkt bei der GEW-Geschäftsstelle in Mainz angefordert werden. Die Anmeldung ist bis 11. März 2005 bei der GEW-Geschäftsstelle möglich. sh GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /

18 Betriebsratsfortbildung Tarifrecht nur eingeschränkt anwendbar GEW-Fortbildung für Betriebsräte sozialpädagogischer Einrichtungen Im Dezember haben 25 Betriebsräte sozialpädagogischer und sozialtherapeutischer Einrichtungen an einer Fortbildung der GEW in Vallendar teilgenommen. Für die Arbeitnehmervertreter, die analog der Personalräte für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst die Interessen der Kolleginnen und Kollegen gegenüber ihren jeweiligen privaten Arbeitgebern, z.b. einer regionalen Lebenshilfe e.v., wahrnehmen, ging es um zahlreiche interessante Themen. Behandelt wurde z.b. die Frage: Wie können Betriebsräte reagieren, wenn ihre Arbeitgeber aus dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) aussteigen? Ein brisantes Thema, denn entgegen bisher üblicher Praxis - der Tarifvertrag, der für die Angestellten im Öffentlichen Dienst gilt, wurde per Einzelvertrag vereinbart - kommt es nach Angaben der Betriebsräte immer häufiger vor, dass in den Arbeitsverträgen neu eingestellter Arbeitnehmer Arbeitsbedingungen deutlich unterhalb von BAT-Niveau vereinbart werden. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen deshalb die 77 und 87 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG), wonach Betriebsräte erzwingbare Mitbestimmungsrechte haben, wenn betriebsbezogene Lohn- und Gehaltsgrundsätze eingeführt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, zukünftig solche Lohn- und Gehaltsgrundsätze verhandeln zu wollen, Betriebsräte diskutieren (Foto: Marc Hannappel) um Arbeitsbedingungen für neu eingestellte ArbeitnehmerInnen abzusichern. Die Mitbestimmungsmöglichkeit bezieht sich aber lediglich auf Lohn- und Gehaltsgrundsätze. So können Betriebsräte beispielsweise mitbestimmen, welche Lohn- und Gehaltsgruppen entstehen sollen, in welche dieser Gruppen eine Einstufung erfolgen und wann bzw. unter welchen Voraussetzungen ein Gruppenaufstieg erfolgen soll. Keine Mitbestimmung sieht das Gesetz vor, wenn der konkrete Betrag, der einer Gruppe zugeordnet wird, festgelegt wird. Diese Regelung unterliegt einem so genannten Tarifvorbehalt, wonach sie von Arbeitgebern und Gewerkschaften durch Tarifvertrag getroffen wird. Fehlt jedoch eine tarifliche Vereinbarung, wie es in den meisten privaten sozialpädagogischen und sozialtherapeutischen Einrichtungen der Fall ist, dann bleibt die Lohnhöhe im Entscheidungsbereich des Arbeitgebers, und dieser trifft mit seinen ArbeitnehmerInnen einzelvertragliche Vereinbarungen. Damit sind die Möglichkeiten von Betriebsräten, Lohn- und Gehaltsfragen über die 77 und 87 des BetrVG kollektiv zu regeln, stark eingeschränkt. Probleme entstehen auch bezogen auf Lohnund Gehaltszuwächse, wie sie beispielsweise von den Tarifpartnern im Öffentlichen Dienst in regelmäßigen Abständen vereinbart werden. Haben die ArbeitnehmerInnen privater Träger bisher durch einzelvertraglichen Bezug auf den BAT Anspruch auf entsprechende Zuwächse, so ist dieser Bereich für ArbeitnehmerInnen, deren Vergütung nach betrieblichen Lohn- und Gehaltsgrundsätzen vorgenommen wird, nicht geregelt. Der Betriebsrat kann zwar Verhandlungen über Lohn- und Gehaltsgruppenzuwächse verlangen, er bleibt aber dem Arbeitgeber gegenüber Bittsteller. Im Gegensatz zu den Gewerkschaften darf er zur Durchsetzung seiner Forderungen die ArbeitnehmerInnen seines Betriebes nicht zu einem Streik aufrufen, Erfolge hängen somit ausschließlich von freiwilligen Zusagen des Arbeitgebers ab. Wirksame kollektivrechtliche Regelungen zur Lohn- und Gehaltshöhe führen nur über einen Tarifvertrag, der auch als Haustarifvertrag mit einzelnen Arbeitgebern geschlossen werden kann. Dazu müssen sich die Beschäftigten bei privaten Arbeitgebern solidarisieren und den Arbeitgeber gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft für Verhandlungen über einen Tarifvertrag gewinnen oder ihn zu solchen zwingen. Insofern haben gewerkschaftlich organisierte Betriebsräte eine doppelte Aufgabe. Erstens versuchen sie über die Möglichkeiten, die das BetrVG bietet, Arbeitsbedingungen kollektivrechtlich zu gestalten. Zweitens arbeiten sie daran, die gewerkschaftliche Basis im Betrieb zu verbessern, um mittel- und langfristig Vorraussetzungen für den Einstieg in Tarifverhandlungen zu schaffen. Bernd Huster 18 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

19 Falschinformation durch den Philologenverband Rechtsschutz Betrifft: KollegInnen in ehemaligen 3/4-BAT-Verträgen mit Option auf eine Beamtenstelle Mit Schreiben vom versandte der Philologenverband Rheinland-Pfalz ein Rundschreiben an alle KollegInnen, die in einem Angestelltenverhältnis mit Option auf eine Beamtenstelle (3/4-BAT- Stelle) tätig waren. Hierzu konnte eine Nebenabrede zum Erhalt einer Gewährleistungszusage unterschrieben werden. Der Philologenverband rief dazu auf, die geleistete Zahlung aus der Nebenabrede zurückzuverlangen, weil das Bundesverwaltungsgericht auf Grund einer Klage aus Niedersachsen solche Gehaltsabzüge für unwirksam erklärt hat. Das Urteil ist auf die rheinland-pfälzische Nebenabrede nicht zu übertragen. In Rheinland-Pfalz gab es - anders als in Niedersachsen - zwei Vertragsmöglichkeiten, beide mit der Zusage auf Übernahme ins Beamtenverhältnis: Die eine war das Angebot eines Angestelltenvertrages mit Zahlung in die gesetzliche Kranken-, Rentenund Arbeitslosenversicherung. Die andere war ein Angestelltenvertrag mit einer Zahlung für die Gewährleistungszusage, bei Krankheit, Dienstunfall und Ruhegehalt wie BeamtInnen versorgt zu werden. Die LehrerInnen in Niedersachsen hatten diese Wahlmöglichkeit nicht. Das Bundesverwaltungsgericht hat hierzu die Meinung vertreten, dass die Übernahme ins Beamtenverhältnis nicht von einer wirtschaftlichen Gegenleistung abhängig gemacht werden darf. Es kam zu dem Schluss, dass die geforderte Zahlung von - in Niedersachsen - 200,00 DM pro Monat als Gegenleistung für die Zusicherung der Einstellung in das Beamtenverhältnis anzusehen ist. Deshalb war das Gericht der Auffassung, dass diese vertragliche Vereinbarung nichtig ist und die gezahlten Beträge zurückgefordert werden können. In Rheinland-Pfalz wurde dagegen allen LehrerInnen im 3/4-BAT-Vertrag die Verbeamtung nach spätestens fünf Jahren vertraglich zugesichert. Die GEW hatte allen Betroffenen empfohlen, die Nebenabrede zu wählen, weil damit u. a. der Vorteil verbunden war, im Falle eines Dienstunfalls nach beamtenrechtlichen Vorschriften abgesichert zu sein. Auch der Anspruch auf die Mindestpension war in diesem Fall gesichert, während die Versicherten in der BfA in den ersten fünf Jahren noch keinen Rentenanspruch erworben hatten. Die GEW Rheinland-Pfalz hält es für unseriös, LehrerInnen zu einem Rechtsstreit zu bewegen, der keine Aussicht auf Erfolg hat. Zudem ist es rechtlich offen, welche Folgen eine Rückabwicklung der Gewährleistungszusage in Rheinland-Pfalz für die Beamtenversorgung haben könnte. Die GEW Rheinland-Pfalz ist der Meinung, dass eine mögliche Rückforderung negative Auswirkungen für die Betroffenen haben könnte (Nachversicherung bei der BfA, Nicht-Anrechnung auf die versorgungsfähige Dienstzeit). Bei weiteren Fragen bitte wenden an: GEW-Rechtsschutzstelle, Brigitte Strubel-Mattes, Neubrunnenstraße 8, Mainz Tel: , Fax: 06131/ bsm Lehrkräfte: Vorsicht - böse Falle! In der letzten Zeit werben immer mehr Touristik- und Reiseunternehmen sowie Jugendherbergen und Vergnügungsparks für ihre Leistungen damit, dass sie Lehrkräften für sich und ihre Familien freie Reisen, Unterkünfte oder freien Eintritt im Vergnügungspark offerieren. Es wird dringend davor gewarnt, ein solches Angebot anzunehmen. Im Einzelfall kann eine solche Annahme den strafrechtlichen Tatbestand der Vorteilsnahme bzw. der Bestechlichkeit erfüllen. Davon nicht erfasst sind Freiplätze, die gewährt werden, wenn Lehrkräfte eine Schülergruppe bei der Klassenfahrt begleiten. Diese Freiplätze können angenommen werden, weil in dem Fall die Lehrkraft Schüler betreut. bsm GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 /

20 Nachruf Zum Gedenken an Rainer Probst Ein Lehrer und Künstler, dem Schubladendenken und überkommene Konventionen fremd waren Die GEW trauert um Rainer Probst, der am 14. November 2004, einen Monat vor seinem 63. Geburtstag, nach längerer schwerer Krankheit verstorben ist. Rainer engagierte sich seit 1973 in der GEW als Fachgruppensprecher IGS und Vorsitzender auf Kreisebene, er war langjähriges Mitglied im Landesfachgruppenausschuss Integrierte Gesamtschulen. Als überzeugter Gesamtschullehrer hat er die IGS Ernst-Bloch in Ludwigshafen und die IGS Wörrstadt entscheidend mitgeprägt, letztere durch Konzeptarbeit im Wahlpflichtbereich. Als Lehrer für Bildende Kunst und Arbeitslehre lag ihm das Fach Kunsthandwerk sehr am Herzen. Rainers Haupttätigkeitsfeld war jedoch die Personalratsarbeit. Seit Eintritt in den Schuldienst ÖPR - Vorsitzender an mehreren Schulen, wurde er 1988 zum Vertreter der Integrierten Gesamtschulen im BPR Gymnasien gewählt. Um den Kontakt zur Basis, sprich zu den Örtlichen Personalräten zu halten, gründete Rainer 1991 die AG der Personalräte an Integrierten Gesamtschulen. Als der Schulart IGS in Rheinland-Pfalz endlich eigene Stufenvertretungen zugestanden wurden, war es nur eine konsequente Folge aus diesem Engagement, dass Rainer Probst zum Vorsitzenden im Hauptpersonalrat gewählt wurde. Er hat dieses Amt mit großer Kompetenz, Umsichtigkeit und einer guten Portion Humor ausge- übt, manche Fehde mit der Dienststelle ausgefochten und dabei durch seine ruhige aber hartnäckige Art manchen Sieg davongetragen. Der Kontakt zur Schule war Rainer sehr wichtig, eine Vollfreistellung für die HPR- Arbeit kam für ihn nicht in Frage. Lehrerinnen und Lehrer und auch andere Berufsgruppen schätzten sein konsequentes Eintreten für gute Arbeitsbedingungen der Beschäftigten an Integrierten Gesamtschulen. Ratsuchende fanden beim HPR -Vorsitzenden immer ein offenes Ohr für ihre Fragen und Probleme und erhielten kompetente Auskunft. Dem Lehrer und Künstler Rainer Probst waren Schubladendenken und überkommene Konventionen fremd. Als durch und durch politischer Mensch ging er seinen eigenen, oft unkonventionellen Weg der politischen Arbeit. Dazu gehörte z. B., dass er sich - vor allem nach seiner Pensionierung - in der PDS engagierte. Er war Mitglied des Bundesparteirates und arbeitete in der AG Bildung mit. Die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule im Raum Worms war ein Ziel, das Rainer auf kommunaler Ebene verfolgte. Zu seinen Lebzeiten hat er sich vergeblich dafür eingesetzt. Wie man hört, gibt es jetzt aber eine Initiative in diese Richtung - es sieht so aus, als ob Rainers Wunsch doch noch in Erfüllung geht... Wir trauern um den viel zu früh gestorbenen Menschen Rainer Probst. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Barbara Fiévet Politik und Poesie waren die beide Pole im künstlerischen Schaffen von Rainer Probst 20 GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 1-2 / 2005

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