Beiträge zur Dysphagie

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1 Unternehmensgruppe Dr. Marx Schriften zur Rehabilitation 3 Beiträge zur Dysphagie Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen Ein Behandlungsschwerpunkt der MEDIAN KLINIK II Flechtingen

2 2 3 Die Autoren 5 Die MEDIAN KLINIK II Flechtingen 7 Schluckstörungen in der Neurologie Einleitung Jozef Rakicky 9 Physiologie des Schluckvorganges und interdisziplinäre Diagnostik Heidrun Schröter-Morasch 13 Impressum Herausgeber: Unternehmensgruppe Dr. Marx Klinik-Beratungs-KG KBG-Verwaltungs-GmbH & Co. Carmerstraße Berlin Telefon Redaktion: U. Reichhold Gestaltung: weberstedt gmbh, visuelle kommunikation, Berlin Typographie: druckvorlagenservice mayer, Berlin Druck: Kästner Druck, Berlin Heft 3, Juli 1998 ISSN X Die Vervielfältigung und Verbreitung dieser Druckschrift auch von Teilen oder Abbildungen bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Herausgebers. Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen Gudrun Bartolome 25 Störungen der Nahrungsaufnahme: Therapie bei erworbenen Hirnschädigungen Ricki Nusser-Müller-Busch 39 Neurologische Erkrankungen, die zu Schluckstörungen führen können Robert Seipold 49 Diagnostik von Schluckstörungen mittels konventioneller Durchleuchtung Robert Seipold 53 PEG die Alternative zur enteralen Langzeiternährung Angelika Brandt und Jozef Rakicky 55 Rehabilitationskliniken der Unternehmensgruppe Dr. Marx 61

3 4 5 Die Autoren Gudrun Bartolome Sprachheilpädagogin Städtisches Krankenhaus München-Bogenhausen Englschalkinger Straße 77, München Ricki Nusser-Müller-Busch Logopädin, Bobath-Therapeutin Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke Rüsternallee 45, Berlin MU Dr. Ph Dr. /Univ. Prag Jozef Rakicky Facharzt für Neurologie Physikalische Therapie/Klinischer Psychologe Chefarzt der MEDIAN KLINIK II Flechtingen Rehabilitationsklinik für Neurologie und Psychosomatik, Parkstraße, Flechtingen Dr. med. Heidrun Schröter-Morasch Ärztin für HNO-Krankheiten, Stimm- und Sprachstörungen Städtisches Krankenhaus München-Bogenhausen Englschalkinger Straße 77, München Robert Seipold Facharzt für Radiologie MEDIAN KLINIK II Flechtingen Rehabilitationsklinik für Neurologie und Psychosomatik, Parkstraße, Flechtingen Angelika Brandt Fachärztin für Innere Medizin MEDIAN KLINIK II Flechtingen Rehabilitationsklinik für Neurologie und Psychosomatik, Parkstraße, Flechtingen

4 6 7 Die MEDIAN KLINIK II FLECHTINGEN Rehabilitationsklinik für Neurologie und Psychosomatik Eine Kooperationsklinik der DEUT- SCHEN MULTIPLE SKLEROSE GE- SELLSCHAFT (DMSG), Sachsen- Anhalt, und der DEUTSCHEN BORRELIOSEund FSME Liga e. V., Graben- Neudorf Bereits im April 1993 wurde in Flechtingen die MEDIAN KLINIK I eröffnet, in der Herz-Kreislauf- Erkrankungen und arterielle Gefäßkrankheiten behandelt werden. Seit September 1995 steht mit 225 Betten die MEDIAN KLINIK II zur Verfügung, die sich neurologisch und psychosomatisch erkrankten Patienten widmet. Den Patienten beider Kliniken kommt die interdisziplinäre Behandlung zugute, die durch den Klinikverbund möglich ist. Für Patienten mit schweren Hirnschädigungen und Lähmungen, z. B. nach einem Schlaganfall, einer Gehirnoperation oder bei Hirnverletzungen, steht in der MEDIAN KLINIK II eine Spezial-

5 8 9 station zur Verfügung. Da Schluck- und Sprechstörungen zu den ernsthaften Begleiterscheinungen vieler Erkrankungen des Gehirns zählen, wurden alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Voraussetzungen zur Be handlung dieser Störungen geschaffen. Optimale Bedingungen bestehen darüberhinaus für die Behandlung entzündlicher Nervenerkrankungen. MEDIAN KLINIK II FLECHTINGEN Rehabilitationsklinik für Neurologie und Psychosomatik Parkstraße Flechtingen Telefon /82-0 Telefax / Ärztliche Leitung: MU Dr. Ph Dr. / Univ. Prag Jozef Rakicky Facharzt für Neurologie Physikalische Therapie / Klinischer Psychologe Chefarzt der neurologischen und psycho somatischen Abteilung Schluckstörungen in der Neurologie Jozef Rakicky Einleitung Die gestörte Schluckfunktion ist eine relativ häufige Erscheinung bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen. So wird die Häufigkeit einer neurogenen Schluckstörung bei Schlaganfallpatienten im Akutstadium von verschiedenen Autoren mit bis zu 85 % angegeben. Monohämispherale In sulte verursachen in der Regel nur eine vorübergehende Schluckstörung. Bei einer bilateralen Läsion, insbesondere im Bereich der cortikalen Schluckzentren, ist die Prognose wesentlich schlechter. Auch nach Hirnstamminfarkten bzw. mit multiloku lären Läsionen infolge einer vaskulären Encephalopathie leiden die Patienten, zumindest in der Akutphase, sehr häufig unter einer Dysphagie. Bei schweren Schädelhirntraumata sind nach eigenen Erfahrungen und Literaturangaben bei 50 % der betroffenen Patienten Schluckstö run gen klinisch oder radiologisch nachweisbar. Zum Glück ist die Prognose solch traumatisch be dingter Schluckstörungen etwas günstiger als bei den oben er wähnten vaskulär bedingten Dysphagien. Bei ungefähr 25 % aller Pa tienten mit schweren cerebrovaskulären Läsionen und Schädelhirntraumata se hen wir in der postakuten bzw. frührehabilitativen Phase neurogene Schluckstörungen verschiedenen Schwe re grades. Diese Tatsache unterstreicht nur die Aktualität dieses Themas, das leider lange Jahre eher ein Stiefkind in der Neurologie war. Erst in den 80er Jahren wurden in den neurologischen Kreisen wissenschaftliche Grundlagen für eine fundierte diagnostische und therapeutische Erforschung von neurogenen Schluckstörungen gelegt (1985 Grün dung der Arbeitsgemeinschaft für Dysphagie unter der Federführung von Herrn Dr. med. Prosiegel in München).

6 10 J. Rakicky Schluckstörungen in der Neurologie 11 Das Schlucken ist zum größten Teil ein reflektorischer Akt, an dem zum Teil fünfzig gepaarte Muskeln beteiligt sind. Die genauen Mechanismen der Schluck reflexauslösung sind bis heute nicht in allen Details erklärbar. Dieser Akt kann auch willkürlich beeinflußt werden, jedoch ergeben sich hier deutliche interindividuelle Unterschiede. Die neueren funktionsanatomischen Untersuchungen, insbesondere der Münchener Forschungsgruppe, erbrachten Hinweise auf die bislang unbekannte Existenz von sogenannten cortikalen Schluckzentren, die sich im unteren Bereich der Gesichtsregion des Gyrus präzentralis und postzentralis befinden. Großhirn und Cortex projizieren cortikobulbäre Bahnen, überwiegend gekreuzt auf die für Schlucken und Kauen relevanten Hirnkerne. In der oberen Medulla oblongata befinden sich vier sogenannte Pattern-Generators zwei in einer Hirnstammhälfte, die direkt die räumlich zeitliche Koordinierung der Schluckmuskeln versorgen. Der Schluckakt wird in vier Schluck phasen eingeteilt: 1. Orale Vorbereitungsphase 2. Orale Transportphase 3. Pharyngeale Phase 4. Oesophageale Phase Eine Störung des Schluckaktes kann in jeder Phase oder in einer verschiedenartigen Kombination auftreten. Unter neurogenen Dysphagien verstehen wir per definitionem Schluckstörungen, die bei neurologischen Erkrankungen auftreten. Die Entwicklung auf dem Rehabilitationssektor bewegt sich immer mehr in die Richtung der sogenannten postprimären Rehabilitation, so daß wir alle täglich verstärkt mit diesem Thema konfrontiert werden. Dabei fällt auf, daß in vielen Akutabteilungen die Störungen des Schluckaktes eher am Rande wahrgenommen und wenn überhaupt wenig fachkundig behandelt werden. So werden die ersten Tage nach dem Auftreten einer Schluckstörung z. B. im Rahmen eines Schlaganfalls mit parenteraler intravenöser Ernäh rung überbrückt. Danach er- folgt die Anlage einer nasogastralen Sonde. Dagegen ist im Prinzip nicht einzuwenden, viel schlimmer ist, daß oft Ärzte und Pflegepersonal wenig Erfahrungen und Kenntnisse für die orofaziale Therapie und adäquate Behandlung von Schluckstörungen besitzen. So ist es nicht selten, daß man bei einem liegenden Patienten eine Realimentation mittels Flüssigkeitsabgabe versucht, bzw. daß sich das Pflegepersonal nach bestem Wissen und ohne genaue Einleitung bemüht, die Patienten einfach zu füttern. Abgesehen von den möglichen medizinischen Komplikationen führt eine solche Realimentation nur seltenst zum Erfolg. Bei einer adäquaten Therapie der neurogenen Schluckstörungen muß im Vorfeld eine suffiziente Diagnostik (röntgenologisch, videofluoroskopisch und klinisch) zur Identifizierung der ge störten Phase oder Phasen erfolgen, und erst danach kann ein Therapieprogramm erstellt werden. Bei Schluckstörungen, die voraussichtlich mehr als drei Wochen therapeutisch in Anspruch neh- men, sollte rechtzeitig die Anlage einer PEG erwogen werden. Die große Aktualität des Themas hat uns dazu bewegt, ein erstes Fachsymposium in Sachsen-Anhalt zu organisieren. Die unerwartet große Resonanz und das Interesse von Fachleuten haben uns recht gegeben. Einen Teil der Beiträge unsers 1. Symposiums zur Dysphagie finden Sie in diesem erweiterten Sammelband.

7 12 13 Physiologie des Schluckvorganges und interdisziplinäre Diagnostik Heidrun Schröter-Morasch (Modifiziert nach Schröter-Morasch H.: Schlucken ; In: Lehrbuch der Phoniatrie und Pädaudiologie, Hrsg.: Wendler, J., Seidner, W.; Kittel, G.; Eysholdt, U.; Thieme-Verlag 1996) Einleitung Der Schluckvorgang umfaßt die Aufnahme von Flüssigkeiten und fester Nahrung, deren Zerkleinerung und Durch mischung mit Speichel sowie den Transport des Bolus von der Mundhöhle bis in den Magen unter gleichzeitigem Schutz der tiefen Atemwege. Während des Schluckens erfolgt die Aufnahme sensibler und sensorischer Reize ( Füh len, Schmecken, Riechen ). Zusätzlich dienst der Schluckvorgang der Sammlung und dem Abtransport von Speichel und Nasensekret. Im oberen Anteil besteht das Schlucksystem aus Mundhöhle (stomatognates System), Rachen und Kehlkopf. Diese Strukturen haben drei Funktionen: (I) die Sicherstellung der Atmung obere Luftwege, (II) die Nahrungsaufnahme oberer Verdauungstrakt sowie (III) Stimmgebung und Sprechbewegungen Vokaltrakt. Im unteren Abschnitt erfolgt der Weitertransport der Nahrung durch peristaltische Bewegungen des Ösophagus nach entsprechender Relaxation und Öffnung zuerst des oberen und danach des unteren Sphinkters. Physiologie des Schluckvorganges Nahrungszerkleinerung und -durchmischung sowie der Transport werden durch ein vielfältiges, zeitlich genau aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel

8 14 H. Schröter-Morasch Physiologie des Schluckvorganges und interdisziplinäre Diagnostik 15 kontraktiler und propulsiver Muskelbewegungen eines Schlauchsystems gewährleistet, welches aus einem horizontalen Subsystem (Lippen bis Mesopharynx) und einem vertikalen Subsystem (Mesopharynx bis Kardia) besteht. Innerhalb dieses Muskelschlauches wird die Nahrung durch zwei Ventile, das Velum sowie den Larynx, am Eindringen in einen falschen Passageweg gehindert. Die sensomotorische Steuerung erfolgt über 5 Hirnnerven (N. trigeminus, N. facialis, N. glossopharyngeus, N. vagus und N. hypoglossus) und die drei oberen Zervikalnerven durch spezielle Zentren im Hirn. Im Hirnstamm befinden sich verschiedene pattern generators, welche nach Erhalt entsprechender sensibler und sensorischer Reize für Auslösung, Koordination und Integration des Schluckvorgangs verantwortlich sind und die motorischen, ebenfalls im Hirnstamm gelegenen Hirnnervenkerne aktivieren. Dieser Regelkreis kann durch Einflüsse höherer kortikaler und subkortikaler Zentren (unterer präzentraler Gyrus, präfrontaler Kortex, limbisch-hypothalamisches System) modifiziert werden. Es lassen sich 3 Hauptphasen des Schluckaktes definieren: Orale Phase: Beteiligte Strukturen sind Lippen, Wangen, Kiefer, Mundboden, Zunge und Gaumen. Sie wird unterteilt in die orale Vorbereitungsphase (Dauer abhängig von Nahrungskonsistenz und individueller Gewohnheit): Aufnahme von Flüssigkeiten und Brei bzw. Abbeißen und Kauen von fester Nahrung, Durchmischung mit Speichel, Formung zum Bolus. Durch einen Kontakt des abgesenkten Velums mit dem angehobenen Zungenrücken wird der Mundraum vom Pharynx abgeschlossen, um einen vorzeitigen Übertritt von Nahrung zu verhindern. In dieser Phase wird das Speisematerial über verschiedene Rezeptoren nach Beschaffenheit, Ge ruch, Geschmack, Temperatur und Volumen analysiert und auch als zum Essen geeignet oder ungeeignet identifiziert. die Transportphase (Dauer ca. 1 sec.): Beförderung des Bolus nach hinten und Auslösung des Schluckreflexes im hinteren Teil der Mundhöhle. Die orale Phase wird zwar bis zur Reflexauslösung willkürlich gesteuert, die Bewegungen laufen aber weitgehend automatisiert ab. Pharyngeale Phase (Dauer 0,7 sec). Beteiligte Strukturen sind Velum, Zungenrücken und Zungengrund, Pharynxmuskulatur, Kehlkopf und oberer Ösophagussphinkter. Sie beginnt mit der Aus lösung des Schluckreflexes und beinhaltet den Transport des Bolus vom Zungengrund durch den Pharynx in den Ösophaguseingang. Der Zungengrund wirkt dabei durch Anhebung und Rückführung als Stempel, gleichzeitig erfolgt ein Verschluß des Nasenrachens durch das Velum (Anhebung) und die Pharynxmuskulatur) Kontraktion) einerseits und ein Verschluß des Kehlkopfes (Rückwärtsneigung der Epiglottes, Aneinanderlegen von Aryknorpeln, aryepiglottischen Fal- ten und Taschenfalten, Adduktion der Stimmlippen) zum Schutz der tiefen Atemwege andererseits. Der Eintritt des Speisebolus in den Ösophagus kann nur bei einer ausreichenden Öffnung des oberen Sphinkters erfolgen. Sie wird erreicht durch Relaxation des Muskels passives Aufziehen durch Anhebung und Vorwärtsbewegung des Larynx negative Druckentwicklung durch Erweiterung des Raumes oberhalb des Sphinkters Druck des Speisebolus. Ösophageale Phase (Dauer 4 8 sec). Beteiligte Strukturen sind oberer Ösophagussphinkter, tubu lärer Ösophagus und unterer Ösophagussphinkter. Sie beginnt mit dem Eintritt des Bolus in den oberen Abschnitt des Ösophagus und endet mit dem Durchtritt durch die Kardia in den Magen. Die Bolusbeförderung erfolgt durch peristaltische Wellen. Diese Phase ist rein reflektorisch und kann nicht willentlich beeinflußt werden.

9 16 H. Schröter-Morasch Physiologie des Schluckvorganges und interdisziplinäre Diagnostik 17 Diagnostik Zur Basisdiagnostik gehören: Umfassende Anamneseerhebung mit Erfassung von Grunderkrankung, Krankheitsverlauf, bisheriger Therapie, Medikation, Ernährungsmodus und besonderer Fahndung nach Dysphagiesymptomen. Dabei hat sich die Verwendung eines Fragebogens bewährt, welcher sowohl indirekte als auch direkte Zeichen einer Dysphagie erfaßt sowie die Störungen den einzelnen Phasen zuordnet (s. Anhang). Als indirekte Symptome (außerhalb der Nahrungsaufnahme, auch durch andere Erkrankungen verursachbar) können auf eine Dysphagie hinweisen: Gewichtsabnahme und Exsiccose als Zeichen der Mangel ernäh rung; vermehrte Verschleimung, Räusperzwang, Fremdkörper gefühl, ver stärktes Husten, unklare Temperaturerhöhung, gehäufte Infekte, Erhöhung der Blutsenkungsgeschwindigkeit, entzündliche Blutbildveränderungen, pathologische Röntgen-, Thorax oder Bronchoskopiebefunde, Beeinträchtigungen der Lungenfunktion als Zeichen des gestörten Schutzes der Atemwege (Aspiration). Direkte Symptome treten bei der Nahrungsaufnahme unmittelbar auf (z. B. Herauslaufen von Speichel oder Nahrung, Gefühl des Liegenbleibens und Steckenbleibens von Nahrung, Verschlucken mit Husten, Würgen, Schmerzen, Druckgefühl). Die klinische Untersuchung ( bedside-untersuchung ) umfaßt: Erfassung des medizinischpflegerischen Status einschließlich des Ernährungsmodus und des respiratorischen Status (parenterale Ernährung, Sonde, PEG, Trachealkanüle) Orientierende Prüfung der Hirnleistung und der Kommunikationsfähigkeit Orientierende Prüfung der Gesamtmotorik Klinische Untersuchung des Oropharynx (Beurteilung der Strukturen, nichtsprachliche orofaciale Funktionen, Atmung, Stimme, Artikulation, visuelle und taktile Untersuchungen des stomatognaten Systems), Überprüfung der Sensibilität und Reflexauslösbarkeit) Klinische Schluckuntersuchung (bei Verdacht auf klinisch relevante Aspiration nur Trockenschlucke vor der weiterführenden Diagnostik). Die endoskopische Untersuchung (nach Möglichkeit mit Videoaufzeichnung) der strukturellen Verhältnisse, der reflekto rischen und willkürlichen Beweglichkeit von Velum, Pharynx und Larynx, evtl. mit Schluckprüfung ermöglicht, den Schweregrad der Störung abzuschätzen und erforderliche Sofortmaßnahmen einzuleiten, ins besondere bei aspirationsgefährdeten Patienten, sowie weiterführende diagnostische Maßnahmen einzugrenzen. Die Untersuchung ist zudem unverzichtbar zur Therapiekontrolle. Bisher wurde in der Literatur nahezu ausschließlich die transnasale Endoskopie mit dem flexiblen Endoskop beschrieben. Die transorale Laryngoskopie mit dem Lupenlaryngoskop erscheint uns jedoch vorteilhafter. Der Schluckvorgang wird nicht behindert, das Risiko einer Schleimhautverletzung bei markumarisierten Patienten sowie eine mögliche Vagusreizung lassen sich vermeiden, und die Untersuchung kann beliebig oft wiederholt werden. Sie erfolgt zunächst vor der Nahrungsaufnahme. Ergeben sich aus der Anamnese und dem Erstbefund keine Hinweise auf eine bedrohliche Aspiration, kann die Überprüfung nach der Aufnahme von Nahrung in verschiedenen Konsistenzen (evtl. angefärbt) und in unterschiedlicher Haltung bzw. nach dem Erlernen von Schlucktechniken erfolgen. Die wichtigsten Kriterien zur Beurteilung sind: Strukturveränderungen (einschließlich entzündlicher Schleimhautveränderungen als Zeichen eines Refluxes) periphere und zentrale Bewegungsstörung von Pharynx und Larynx mit/ohne ausreichend festem Glottisverschluß oder Verschluß der supralaryngealen Strukturen

10 18 H. Schröter-Morasch Physiologie des Schluckvorganges und interdisziplinäre Diagnostik 19 Aufstau von Speichel/Nahrungsresten in den Valleculae, den Sinus periformes, den Pharynxwänden, der hinteren Kommissur Überlauf in den Aditus laryngis, die Glottis, die subglottischen Abschnitte mit / ohne Hustenstoß (Aspirationsgefahr!) Fähigkeit zum willkürlichen Hustenstoß mit effektiver Reinigung von Trachea / Larynx / Aditus Fähigkeit zur Verminderung von Residuen durch Hochräuspern und Nachschlucken bzw. Ausspucken. Bei tracheotomierten Patienten mit geblockter Kanüle weist ein Austritt von Speichel/Nahrung aus dem Tracheostoma auf eine Aspiration hin, dieses Symptom kann aber bei engem Stoma fehlen. Bei ungeblockter Kanüle ist häufig auch kein Aufstau im Hypopharynx sichtbar, da das retinierte Material in die Trachea abläuft. Daher muß besonders auf klinische und endoskopische Zeichen eines Überlaufs geachtet werden. Durch die Videoaufzeichnung der endoskopischen Befunde wird eine interdisziplinäre Beurteilung ermöglicht sowie die Dokumentation der Verlaufsbeobachtung. Außerdem können durch die Demonstration der Befunde dem Patienten und seinen Angehörigen die komplizierten anatomisch-physiologischen Verhältnisse des pharyngo-ösophagealen Übergangs und ihre Störungen besser vermitteln und die Therapiemotivation erhöht werden. Vorteile dieser Untersuchung sind: Die Untersuchung ist bereits im Frühstadium, gegebenenfalls bereits auf der Intensivstation und bei nicht kooperationsfähigen Patienten (vegetatives Syndrom) durchführbar. Die Strukturen und ihre sensomotorischen Funktionen sind direkt erfaßbar Die Untersuchung ist beliebig oft wiederholbar (wichtig für die Überprüfung der Effektivität therapeutischer Maßnahmen wie Haltungsänderung, Schlucktechniken, Nahrungsmodifika tion) Eine Strahlenbelastung wird vermieden Die Untersuchung ist relativ kostengünstig Nachteile gegenüber der radiologischen Untersuchung sind: Die Untersuchung erfaßt nicht den gesamten Schluckablauf (Mundmotorik, Reflextriggerung, Ösophagusmotilität sind nicht beobachtbar) Strukturelle Veränderungen können z. T. nicht diagnostiziert werden (z. B. Divertikel, Tumoren) Die Menge aspirierten Materials kann nicht beurteilt werden. Insbesondere für die Eingangsdiagnostik jeder klinisch relevanten Schluckstörung ist daher eine radiologische Untersuchung unverzichtbar. Röntgen-Hochgeschwindigkeitskinematographie bzw. Videofluoroskopie: Die Aufzeichnung des Schluckvorganges mit Bildfolgen von 50/s bzw /s ermöglicht als bisher einziges klinisch anwendbares Verfahren die bildliche und auch verlangsamte Darstel- lung des gesamten Schluck ablaufs. So gelingt es, die funktionellen Störungen jeder einzelnen Phase zu erfassen. Diese Untersuchung ist deshalb bei jeder klinisch relevanten Schluckstörung unverzichtbar. Die Menge aspirierten Materials und damit der Schweregrad einer Aspiration kann bisher ausschließlich auf diese Weise eingeschätzt werden. Erweiterte Diagnostik Zusatzuntersuchungen können bei spezifischen Fragestellungen erforderlich sein: Manometrie: Die Messung der Druckverläufe im Pharynx und Ösophagus in Ruhe und während des Schluckablaufs ermöglicht Aussagen über die Kraft und Zeitgerechtheit der Muskelkontraktionen und damit der propulsiven Kräfte des Bolustransportes sowie die Funktion der Sphinkter. ph-metrie: Diese Untersuchung gibt Aufschlüsse über das Vorhandensein und das Ausmaß

11 20 H. Schröter-Morasch Physiologie des Schluckvorganges und interdisziplinäre Diagnostik 21 eines Refluxes, da durch den Rückfluß von Magensaft infolge Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkters der ph-wert im Ösophagus verändert wird. Diese Symptomatik kann besonders für schluckgestörte Patienten lebensbedrohlich sein, da bei Aspiration von Magensaft hochgradige Schädigungen der Lungenfunktion auftreten. Bronchoskopie: Da sowohl Videoendoskopie als auch Videofluoroskopie nur Momentaufnahmen der Schluckfunktion darstellen und sich nicht jede Aspirationssymptomatik erkennen läßt, muß der Verdacht auf akute oder chronische Aspiration in manchen Fällen durch eine direkte Beurteilung des Bronchialsystems abgeklärt werden. Weitere Untersuchungen wie Ultraschall-, EMG-, CT- und kernspintomographische Untersuchungen der am Schluckvorgang beteiligten Organe können zur Differentialdiagnose einzelner Störungen beitragen. Aus der Vielfalt der beteiligten Strukturen und der möglichen Störungskomponenten ergibt sich, daß zur Diagnostik einer Dysphagie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Logopäden/Sprachtherapeuten, Radiologen, Neurologen, Phoniatern bzw. HNO-Ärzten, Gastroenterologen, Pulmologen, Chirurgen und Kollegen anderer Disziplinen erforderlich ist. Weiterführende Literatur: Bartolome, G.: Die funktionelle Therapie neurologisch bedingter Schluckstörungen. In: Bartolome, G. et al.: Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen. G. Fischer Verl. Stuttgart 1993, S. 119 Bastian, R. W.: The videoendoscopic Swallowing Study: An Alternative and Partner to the Videofluoroscopic Swallowing Study. Dysphagia 8 (1993) 359 Bieger, D.: The Brainstern Esophagomotor Network Pattern Generator: A Rodent Model. Dysphagia 1993; 8: Bollschweiler, E., Feussner, H., Hölscher, AH and Siewert, JR: ph Monitoring: The Gold Standard in Detection of Gastrointestina Reflux Disease? Dysphagia 1993; (: ) Bosma, JF: Sensorimotorexamination of thermouth and pharynx. Front Oral Physiol 1976; 2: Bosma, JF, Donner, M. W., Tanaka, E., Robertson, D.: Anatomy of the pharynx, pertinent to swallowing. Dysphagia 1 (1986) 23 Brühlmann, W.: Die röntgenkinemato graphische Untersuchung von Störungen des Schluckaktes; Hans Huber, Bern, 1985 Donner, M. W., Jones, B.: Aging and neurological disease. In: Jones, B., Donner, M. W. (ed): Normal and abnormalswallowing, imaging irdiagnosis and therapy. Springer Verl., New York 1991, p. 189 Hannig, C., Wuttge-Hannig, A.: Radiologische Diagnostik und Therapiekontrolle neurologischer Schluckstörungen. In: Bartolome, G. et al.: Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen. G. Fischer Verl., Stuttgart 1993, S. 45 Hannig, C.: Radiologische Funk tionsdiagnostik des Pharynx und Ösophagus, Springer, Berlin 1995 Kahrilas, PJ, Lin, S., Logemann JA, Ergun GA and Facchini, F.: Deglutitive tongue action: volume accomodation and bolus propulsion. Gastroenterol 1993; 104: Kahrilas, PJ, Logemann JA: Volume Accomodation during Swallowing. Dysphagia 1993: 8: Langmore, SE, Schatz, K. and Olsen N: Fiberoptic endoscopic examination of swallowing safety: a new procedure. Dysphagia 1988: 2: Langmore, SE., Schatz, K., Olson, N.: Endoscopic and videofluoroscopic evaluations of swallowing and aspiration. Ann Otol Rhinol Laryngol 100 (1991) 678 Logemann, JA: Manual for the videofluoroscopicstudy fo swallowing, 2ndedition Pro-ed. Austin, Texas, Logemann, JA: Dysphagia: Evaluation and treatment. Folia Phiatr. Logop. 1995; Lorenz, R., Jorysz and Classen,

12 22 H. Schröter-Morasch Physiologie des Schluckvorganges und interdisziplinäre Diagnostik 23 M.: The Value of Endoscopy and Endosonography in the Diagnosis of the Dysphagig Patient Dysphagia 1993; 8: Martin, RE, Sessle, BJ: The Role of the Cerebral Cortex in Swallow ing Dysphagia 1995; 8: McConnel, F., Cerenko, D., Mendelsohn, M.: Analyse des Schluckaktes mit Hilfe der Manofluorographie, Extracta Otolaryngologica. 1996; 4: Miller, JA: The Search for the Central Swallowing Pathway: The Quest for Clarity. Dysphagia 1993; 8: Neumann, S.: Physologie des Schluckvorgangs. In: Bartolome, G. et al: Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen. G. Fischer Verl., Stuttgart 1993, S. 25 Perlmann, A., Luschei, E. and SuMond, C.: Electrical activity from the superior pharyngeal constrictor during reflexive and non feflexivetasks, J Sspeech Hear, Res. 1989; 32: Prosiegel, M.: Anatomie der am Schluckakt beteiligten zentralnervösen Strukutren. In: Bartolome, G. et al: Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen. G. Fischer Verl., Stuttgart 1993, S. 1 Schröter-Morasch, H.: Klinische Untersuchung der am Schluckvorgang beteiligten Organe. In: Bartolome, G. et al: Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen. G. Fischer Verl., Stuttgart 1993, S. 1 Schröter-Morasch, H.: Anamnesebogen zur klinischen Erfassung von Schluckstörungen nach Hirnverletzung. borgmann publishing, Dortmund 1994 Schröter-Morasch, H.: Schweregradeinteilung der Aspiration bei Patienten mit Schluckstörung. In: Gross, M. (Hrsg.): Aktuelle phoniatrisch-pädaudiologische Aspekte, 1995, Bd. 3. Renate Gross Verl., Berlin 1996, S Schröter-Morasch, H.: Schlucken. In: Wendler, G., Seidner, W., Kittel, G., Eysholdt U. (Hrsg.). Lehrbuch der Phoniatrie und Pädaudiologie, 2. Aufl., Thieme-Verl., Stuttgart 1996, S Sonies, BC: Ultrasound imaging and swallowing. In: Jones, B., Donner, M. W. (ed): Normal and abnormal swallowing, imaging indiagnosis and therapy. Springer Verl., New York 1991, p. 109 Sonies, BC, Weiffenbach, J., Atkison, JC, Brahim, J., Macynski, A. and Fox, PC: Clinical examination of motor and sonsory functions of theadult oralcavity. Dysphagia 1987: 1: Thumfart, WF: Funktionelle und elektrophysiologische Diagnostik bei Dysphagie. In: Verhandlungsbericht der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Referate I: Klinik und Therapie der Dysphagien. 61. Jahresversammlung, Würzburg, Springer Verl., Berlin 1990, S. 51 Wuttge-Hannig, A., Hannig, CH: Anatomie des Schluckvorgangs. In: Bartolome, G. et al: Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungn. G. Fischer Verl., Stuttgart 1993, S. 13.

13 24 25 Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen Gudrun Bartolome (Modifiziert nach: Bartolome, G.: Schluckstörungen. In: LOGOS, 3, , 1995) Physiologische und pathophysiologische Grundlagen I. Physiologie Der oropharyngeale Trakt ist für unterschiedliche Funktionen verantwortlich: 1. Atmung; 2. Sprechen und 3. für das Schlucken. Sekundenschnell kann von einer Funktion in die andere umgeschaltet werden. Schlucken dient dem Transport von Speisen, Flüssigkeiten, Speichel etc. in den Magen. Die physiologischen Mechanismen passen sich in fein abgestimmter Koordination dem jeweiligen Schluckmaterial an. Muskelkraft, Bewegungsamplitude und zeitliche Koordination sind abhängig vom Bolusvolumen und der Viskosität. Ein Speichelschluck, der gewöhnlich ein Bolusvolumen von 1 2 ml hat, erfordert z. B. eine geringere Öffnungsweite des Speiseröhreneingangs als ein Schluck Flüssigkeit mit 20 ml. Hier wird die Sphinkteröffnung doppelt so weit und dauert doppelt so lange. Feste Speisen benötigen z. B. erheblich mehr Muskelkraft als Flüssigkeiten. Insgesamt wirken etwa 50 Muskelpaare und 6 Hirnnerven am Schluckvorgang mit. Bewährt hat sich, wie auch in der internationalen Literatur üblich (Lang ley, J. 1994, Groher 1992, Jondes & Donner 1991, Dodds 1989, Kennedy & Kent 1988, Logemann 1983), die anatomische Zuordnung des Schluckaktes in 4 Phasen:

14 26 G. Bartolome Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre Grundlagen 27 Orale Vorbereitungsphase Orale Phase Pharyngeale Phase Ösophageale Phase Die orale Vorbereitungsphase umfaßt das Kauen und Einspeicheln der Nahrung, die dann als Speisebolus in der Zungenschüssel oder am Mundboden gesammelt wird. Die zeitliche Dauer variiert je nach subjektiven Eßgewohnheiten. Als orale Phase bezeichnet man den Bolustransport vom Mundraum zum Oropharynx. Sie dauert etwa 1 Sekunde und beginnt mit der Zungenspitzenelevation gegen die Alveolen der vorderen Schneidezähne. Die Zunge hebt sich sequentiell gegen den harten Gaumen und drückt dadurch die Nahrung nach hinten. Der Beginn der Schluckreflexauslösung leitet die pharyngeale Phase ein, also die Bolusaustreibung im Rachen bis zum Durchtritt durch den oberen Speiseröhrensphinkter. Eine fein abgestimmte Koordination von Zungen-, Kehlkopf- und Rachenmuskeln bestimmt dieses Reflexgeschehen, das in etwa 0,5 bis 1 Sekunde erfolgt. Mit einer kräftigen Rückwärtsbewegung der Zunge wird der Bolus in den Hypopharynx gedrückt. Dabei hebt sich das Velum und schließt den Epipharynx ab, um das Eindringen von Nahrung in den Nasenraum zu verhindern. Gleichzeitig wird der Kehlkopf nach vorne oben unter das Zungenbein gehoben und der Rachenraum für die Boluspassage erweitert. Während des reflexiven Schluckaktes stoppt die At mung. Laryngeale Verschlußmechanismen wie Senken des Kehldeckels, Taschenfaltenschluß und Glottisschluß sichern die Luftwege vor eindringenden Nahrungspartikeln. Durch die Raumerweiterung während der Kehlkopfhebung entsteht ein Unterdruck und damit eine Sogwirkung, die den Bolus nach unten zieht. Peristaltische Wellen der Rachenmuskeln folgen dem Bolusende und reinigen den Pharynx (Cook 1993, Cerenko et al. 1989). Von entscheidender Bedeutung für eine ungehinderte pharyngeale Boluspassage ist die zeitgerechte und vollständige Öffnung des oberen Ösophagussphinkters (OÖS). Dieser obere Speiseröhrenmuskel, oder auch Pharyngoösophagussegment genannt, bildet eine Muskelschlinge, deren ventraler Teil am Ringknorpel des Kehlkopfskeletts fixiert ist. Die Anhebung des Zungenbeins und damit des Kehlkopfs führen zu einer passiven Erweiterung dieses Ringmuskels (Nilsson et al. 1989, Curtis et al. 1988). Druckrezeptoren am Ösophaguseingang reagieren auf die pharyngealen Druckverhältnisse und steuern je nach Bolusgröße die Öffnungsweite (Kahrilas 1993). Die Ösophagusphase umfaßt den Bolustransport durch die Speiseröhre in den Magen mittels peristaltischer Wellen. Sie verlaufen gleichmäßig mit einer Geschwindigkeit von 2 4 cm pro Sekunde. Mit der Öffnung des unteren Ösophagussphinkters (UÖS) endet der reflexgesteuerte Schluckakt. In Anlehnung an diese physiologische Einteilung wird deshalb zwischen 1. oropharyngealer und 2. ösophagealer Dysphagie unterschieden. Störungen der oralen und pharyngealen Phase werden überwiegend mit funktionellen Therapiemethoden behandelt, die ösophageale Phase hingegen fällt nicht mehr in den Anwendungsbereich der logopädischen Therapie. II. Pathophysiologie Der Schweregrad einer oropharyngealen Dysphagie läßt sich durch das Ausmaß der Aspiration definieren. Aspiration bedeutet das Eindringen von Fremdkörpern in die Luftwege. In der Regel wird auch hier eine anatomisch-funktionelle Einteilung verwendet, die sich auf die Triggerung des Schluckreflexes bezieht. Der Beginn läßt sich röntgenologisch leicht durch das Eintreten der pharyngealen Peristaltik festlegen (Hannig & Wuttge-Hannig 1993). prädegluditiver Aspiration vor der Reflexauslösung

15 28 G. Bartolome Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre Grundlagen 29 intradegluditiver Aspiration während des Reflexes postdegluditiver Aspiration nach dem Schluckakt Klassifikation und Ursachen der Aspiration Aspirationsart Prädegluditive Aspiration Intradegluditive Aspiration Postdegluditive Aspiration Ursache Fallen vor der Reflextriggerung Nahrungspartikel in den noch ungeschützten Kehlkopf, kommt es zur prädegluditiven Aspiration. Intradegluditiv kann Aspiration vor allem bei gestörtem Stimmbandschluß auftreten. Ein Aufstau von Speiseresten im Rachen führt nach dem Schlucken, wenn der Kehlkopf wieder seine Normalposition erreicht hat, zum Überlauf in die Luftwege. Es entsteht eine Postdegluditive Aspiration. Die folgende Tabelle zeigt eine vereinfachte Darstellung der wichtigsten Aspirationsursachen. Gestörte orale Boluskontrolle Gestörter oraler Bolustransport Verzögerte/fehlende Reflexauslösung Eing. laryngealer Verschluß Eing. Kehlkopfhebung Eing. pharyngeale Peristaltik Eing. Kehlkopfhebung Unvollständige Öffnung des OÖS Gastroösophagealer Reflux (Nach: Bartolome G.: Schluckstörungen. In: LOGOS, 3, , 1995) Die funktionelle Therapie der Dysphagie (Nach: Bartolome, G.: Schluckstörungen. In: LOGOS, 3, , 1995) Der normale Schluckakt setzt ein exaktes Zusammenspiel zwischen oraler, laryngealer und pharyngealer Muskulatur voraus. Aus diesem komplexen Geschehen ergeben sich vielfältige Störungssymptome, aber auch zahlreiche Möglichkeiten logopädischer Therapieinterventionen. Die funktionellen Behandlungsmethoden lassen sich in drei Hauptgruppen unterteilen. Die kausalen und kompensatorischen Verfahren bilden den Schwerpunkt der therapeutischen Strategien. Hinzuzufügen sind noch externe Hilfsmittel im Sinne einer Adaptation, das heißt einer Anpassung von außen (Bartolome 1993). Die kausalen Methoden dienen der Restitution bzw. partiellen Wiederherstellung der beeinträchtigten Funktionen. Durch sensorische Stimuli und motorische Übungen wird versucht, willkürliche, aber auch reflexiv gesteuerte Funktionen zu normalisieren. Es handelt sich um ein sensomotorisches Training, das außerhalb des Schluckvorgangs durchgeführt wird, mit anderen Worten das Bodybuilding des Oropharynx. Liegt z. B. eine prädegluditive Aspiration wegen gestörter oraler Boluskontrolle vor, würden differenzierte Zungenbewegungen angebahnt, wie z. B. das Halten der Speise auf der Zungenschüssel, die Zungenrückenhebung und Lateralbewegungen. Diese motorischen Voraussetzungen verhindern ein vorzeitiges Abgleiten der Nahrung über die Zunge in den noch geöffneten laryngealen Raum. Liegt die Aspirationsursache an einer verspäteten oder fehlenden Reflextriggerung, werden sensorische Stimuli angewendet, um die Rezeptorschwelle zu senken, wie z. B. thermale Reize durch Eislutschen oder Berührung reflexauslösender Zo nen mit Eis. Logemann (1983) stimuliert z. B. an der Basis der vorde-

16 30 G. Bartolome Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre Grundlagen 31 ren Gaumenbögen durch mehrmaliges Betupfen mit einem eisgekühlten Larynxspiegel. Der unmittelbar darauf folgende Schluckakt wird dadurch schneller ausgelöst. Kommt es zur intradegluditiven Aspiration wegen eines gestörten Stimmbandschlusses, bieten sich Übungen aus der Stimmtherapie zur Glottisadduktion an. Primärziel der Intervention bleibt der Stimmbandschluß während des Atemstopps. Wird zusätzlich durch eine eingeschränkte Hebung des Kehlkopfs nach superior-anterior die Boluspassage erschwert, erhöht sich die Gefahr einer intradegluditiven Aspiration. Der Larynx liegt hier zu dicht an der Rachenhinterwand und versperrt den Weg in die Speiseröhre. Das Training der Larynxelevation beinhaltet Übungen zur Zungenrückenhebung und Artikulationsübungen mit palatalen Konsonanten, vor allem in Verbindung mit dem Vokal e. Meist müssen bei intradegluditiver Aspiration sowohl die intrinsische als auch die extrinsische Kehlkopfmuskulatur beübt werden, also sowohl der Stimmbandshluß als auch die Kehlkopfhebung. Hauptursache für die postdegluditive Aspiration bildet die gestörte Öffnung des oberen Speiseröhrensphinkters. Die im Hypopharynx verbliebenen Speisereste treten nach dem Schluckreflex, sobald der Kehlkopf die Ruheposition erreicht hat, in den Aditus laryngis über. Schwerpunkt der kausalen Maßnahmen bilden hier Übungen zur Kehlkopfhebung, um den passiven Zug am Sphinkter zu mobilisieren. Widerstandsübungen zur Kräftigung der Zunge fördern das Rückwärtsschleudern des Bolus, erhöhen den Intrabolusdruck und beeinflussen über die Druckrezeptoren am Ösophaguseingang die Öffnungsweite. Bei eingeschränkter pharyngealer Peristaltik kommt es häufig zu Retentionen von Bolusteilchen an der Rachenmuskulatur, die nach dem Schlucken in den Kehlkopfeingang fallen können. Der therapeutische Zugriff auf die Rachenmuskeln bleibt begrenzt. Das Angebot der funktionellen Übungen beschränkt sich hier auf indirekte Aktivierung über den Buccinatormechanismus, z. B. Widerstandsübungen der oralen und Wangenmuskeln, Saug- und Blasübungen. Bei Vokalübungen in Falsettstimme kommt es ebenfalls zu pharyngealen Kontraktionen. Perlmann et a. (1989) fanden in ihren elektromyographischen Untersuchungen am oberen Konstriktormuskel eine hohe Aktivität beim Sprechen des Wortes hawk (engl.) mit besonderer Betonung von k und beim modifizierten Valsalva- Manöver (ein hartes k wird für mehrere Sekunden gehalten). Zusammenfassend bestehen die kausalen Methoden aus vorbereitenden Maßnahmen zur Tonusnormalisierung und allgemeinen Aktivierung der am Schlucken beteiligten Muskeln, Übun- gen zum Abbau pathologischer oraler Reflexe, Straegien zur Verbesserung der oralen und intraoralen Motorik, Übungen zur laryngealen Adduktion und Larynxelevation. Weiterhin bestehen sie aus Techniken zur Stimulation des Schluckreflexes und zur indirekten Aktivierung der pharyngealen Kontraktion (Bartolome 1993, b, Hörmann et al. 1988). Die kompensatorischen Maßnahmen verändern physiologische Mechanismen, aber nicht die zugrundeliegende Störung, sie dienen also der Kompensation. Es werden Ersatzstrategien trainiert, um aspirationsfreies, sicheres Schlucken zu ermöglichen. Dazu gehören diätetische Maßnahmen, Haltungsänderungen

17 32 G. Bartolome Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre Grundlagen 33 und spezielle Schlucktechniken wie das Supraglottische Schlucken und das Mendelsohn-Manöver. Die Kompensation wird während des Schluckens angewendet. Diätetische Veränderungen werden gemäß der rheologischen und kohäsiven Eigenschaften, also je nach Fließ- und Formbarkeit der Konsistenz gewählt (Russel & Hill 1992, Meijing 1992). In der Regel sind Flüssigkeiten am schwierigsten zu bewältigen und am leichtesten breiige, gut gleitfähige Nahrung. Ausnahmen ergeben sich hier in Abängigkeit von der individuellen Pathophysiologie. Änderungen der Kopfposition beeinflussen die Richtung der Boluspassage in Abhängigkeit von der Schwerkraft. Anteflexion des Kopfes wird bei prädegluditiver Aspiration angewendet, die Wirkung der Schwerkraft verhindert ein vorzeitiges Abgleiten des Bolus. Zugleich erweitern sich die Valleculae (Ausbuchtung am Zungengrund) und dienen somit als Auffangbecken. Die Rotation des Kopfes zur kranken Seite ist bei einseitiger pharyngealer Parese indiziert. Das Abdrehen einer Pharynxseite leitet den Bolus zur gegenüberliegenden. Bei kombinierter Hemiparese des Zunge und des Pharynx hingegen wird über eine Lateralflexion (seitliche Neigung) des Kopfes zur gesunden Seite abgeschluckt (Logemann et a. 1989, Linden-Castelli 1991). Als Kompensation des unvollständigen Glottisschlusses bei intradegluditiver Aspiration eignet sich willkürliches Verschließen der Stimmbänder während des Schluckens, das sog. Supraglottische Schlucken. Durch bewußtes Atemanhalten wird die Glottisadduktion fazilitiert. Nach dem Schluckakt wird abgehustet oder kräftig ausgeatmet, um eventuelle Bolusreste aus dem Kehlkopfeingang zu entfernen (Larsen 1973). Die Technik des Supra-supraglottischen Schluckens bietet durch forciertes Atemanhalten bereits einen Schutz auf Taschenfaltenebene (Logemann 1993). Eine weitere Schlucktechnik, das Mendelsohn-Manöver (Mc- Connel et a. 1989), ist vor allem bei postdegluditiver Aspiration als Ursache von Sphinkteröffnungsstörungen indiziert. Hier wird versucht, die Kehlkopfhebung direkt während des Schluckens willkürlich zu verlängern, indem die Zunge mit Beginn der Reflextriggerung etwa zwei Sekunden lang gegen den Gaumen gedrückt wird. Das Pressen gegen den Gaumen erhöht die Schubkraft der Zunge, zugleich wird der Kehlkopf willkürlich hochgehalten. Die prolongierte Kehlkopfhebung verlängert gleich zeitig die passive Traktion am oberen Ösophagussphinkter. Als Folge verlängert sich die Öffnung des OÖS. Externe Hilfsmittel dienen der Adaption, also der Anpassung von außen an die Behinderung. Sie erleichtern vor allem die Nahrungsaufnahme. Es werden z. B. spezielle Trinkgefäße verwendet, besondere Bestecke wie Schiebelöffel usw. Damit erreicht der Patient ein größeres Maß an Unabhängigkeit. Im praktischen Alltag begegnen wir meist multiplen Stö- rungsbildern, so daß verschiedene Methoden indiziert sind. Häufig müssen sowohl kausale als auch kompensatorische Strategien angewendet werden. Desweiteren schaffen oftmals kausale Maßnahmen erst die Voraussetzung zur Durchführung von Kompensationen. So gehen z. B. dem Supraglottischen Schlucken Übungen zur Glottisadduktion voran, oder die Effektivität der Mendelsohn-Technik muß durch vorbereitendes Training der Kehlkopfhebung unterstützt werden (Neumann et al. 1995). Die auf den nächsten Seiten folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der wichtigsten kausalen und kompensatorischen Verfahren in Abhängigkeit von der neuromuskulären Störung. Zusätzlich wird die Indikation der einzelnen Übungen begründet.

18 34 G. Bartolome Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre Grundlagen 35 Zusammenfassung Zusammenfassung funktioneller Therapiemethoden funktioneller Therapiemethoden Neuromuskuläre Störung Neuromuskuläre Störung kausale Therapie kausale Therapie kompensatorische Therapie kompensatorische Therapie Begründung Begründung unvollständiger Lippenschluß, unvollständiger eingeschr. Lippenschluß, eingeschr. Lippenübungen Protraktions- und Retraktionsbewegungen Protraktions- und Retraktionsbewegungen Lippenübungen unvollständiger Kieferschluß unvollständiger Kieferschluß Kieferelevationsübungen Kieferelevationsübungen Kieferkontrollgriff Kieferkontrollgriff passiver Kieferschlußpassiver Kieferschluß eingeschränkte Kieferöffnung eingeschränkte Kieferöffnung Kieferdepressionsübungen Kieferdepressionsübungen fehlende oder unvollständige fehlende oder unvollständige Kaubewegungen Kaubewegungen Kieferrotationsübungen Kieferrotationsübungen Wahl der geeigneten Nahrungskonsistenz (flüssig, breiig) konsistenz (flüssig, Wahl der geeigneten Nahrungs- Abbau des evtl. vorhandenen Abbau des Beißreflexes evtl. vorhandenen Beißreflexes breiig) eingeschr. Spannung der eingeschr. Spannung der Wangenmuskulatur Wangenmuskulatur Wangenübungen Wangenübungen Kopfneigung zur gesunden Kopfneigung Seite zur gesunden Seite verhindert Nahrungsretentionen verhindert Nahrungsretentionen auf auf passiver Druck passiver Druck der kranken Seite der kranken Seite eingeschr. Zungenhebung eingeschr. Zungenhebung (gestörter oraler Transport) (gestörter oraler Transport) Zungenelevationsübungen Zungenelevationsübungen Kopfneigung zur gesunden Kopfneigung Seite zur gesunden Seite Bolustransport über die Bolustransport gesunde Seite über die gesunde Seite Positionierung der Nahrung Positionierung auf der der Nahrung auf verhindert Retention am verhindert GaumenRetention am Gaumen Hinterzunge Hinterzunge Kopfneigung nach hinten Kopfneigung nach hinten Schwerkraft Schwerkraft eingeschr. seitliche Zungenbewegungen eingeschr. seitliche Zungenbewegungen Zungenlateral, -rotationsübungen Zungenlateral, -rotationsübungen eingeschr. Zungenrückwärtsbewegungen eingeschr. Zungenrückwärtsbewegungen Zungenretraktionsübungen Zungenretraktionsübungen (gestörter oraler Transport) (gestörter oraler Transport) Positionierung der Nahrung Positionierung auf der der Nahrung auf der Hinterzunge Hinterzunge Schwerkraft Kopfneigung nach hinten Kopfneigung nach hinten Schwerkraft eingeschr. Rückwärtsbewegung eingeschr. Rückwärtsbewegung des Zungengrundes (Reste in den grundes Valleculae) (Reste in den Zungenretraktionsübungen des Zungen- Zungenretraktionsübungen Valleculae) Kopfneigung nach vorne Kopfneigung nach vorne kräftiges Schlucken kräftiges Schlucken Zungenbasis wird nach Zungenbasis hinten geschoben wird nach hinten geschoben Verbesserung des Bewegungsausmaßes Verbesserung des Bewegungsausmaßes Zungenstoß Zungenstoß Lippen-/Kieferschluß Lippen-/Kieferschluß Zungen-/Kieferrotation Zungen-/Kieferrotation Plazierung der Nahrung Plazierung auf der Hinterzunge der Nahrung auf der verhindert Hinterzunge oralen Nahrungsaustritt verhindert oralen Nahrungsaustritt Pumpbewegungen der Pumpbewegungen Zunge der Zunge (bei M. Parkinson) (bei M. Parkinson) kognitive Steuerung der kognitive oralen Steuerung Schluckphase der oralen Probleme Schluckphase des motorischen Probleme Lernens des motorischen Lernens verzögerte Reflexauslösung verzögerte Reflexauslösung Reflexstimulation Saugen/Schlucken Reflexstimulation Saugen/Schlucken Kopfneigung nach vorne Kopfneigung nach vorne erweitert die Valleculae, erweitert verhindert die Valleculae, unkontrolliertes Abgleiten des trolliertes Bolus - Abgleiten Schwerkraft des Bolus - verhindert unkon- Schwerkraft unilaterale pharyngeale unilaterale Parese pharyngeale Parese Aktivierung der pharyngealen Aktivierung der pharyngealen (Residuen auf einer Pharynxseite) (Residuen auf einer Pharynxseite) Kontraktion Kontraktion orale und pharyngeale orale Hemiparese und pharyngeale auf Hemiparese Zungen- auf und Pharynxübungen Zungen- und Pharynxübungen derselben Seite derselben Seite (orale und pharyngeale (orale Residuen und pharyngeale auf Residuen auf einer Seite) einer Seite) bilaterale pharyngeale bilaterale Parese (pharyngeale Parese (pharyngeale Aktivierung der pharyngealen Aktivierung der pharyngealen Residuen beidseits) Residuen beidseits) Kontraktion Kontraktion Kopfdrehung zur kranken Kopfdrehung Seite zur kranken SeiteBoluspassage über die Boluspassage gesunde Seite über die gesunde Seite Kopfneigung zur gesunden Kopfneigung Seite zur gesunden Seite Boluspassage üer die Boluspassage gesunde Seiteüer die gesunde Seite Wechsel zw. flüssiger Wechsel und fester zw. Nahrung flüssiger und fester Reinigung Nahrung des Rachens Reinigung des Rachens leer nachschlucken leer nachschlucken kräftiges Schlucken kräftiges Schlucken Erhöhung des Bolusdruckes Erhöhung des Bolusdruckes eingeschr. Kehlkopfhebung eingeschr. Kehlkopfhebung Larynxelevationsübungen Larynxelevationsübungen Mendelsohn-Übung Mendelsohn-Übung Verbesserung und Verlängerung Verbesserung der und Larynxelevation Verlängerung der Larynxelevation unvollständiger Stimmbandschluß unvollständiger Stimmbandschluß laryngeale Adduktionsübungen laryngeale Adduktionsübungen eingeschr. Verschluß des eingeschr. Kehlkopfeingangs Verschluß des Kehlkopfeingangs laryngeale Adduktionsübungen laryngeale Adduktionsübungen supraglottisches Schlucken supraglottisches Schlucken willkürl. Stimmbandadduktion willkürl. Stimmbandadduktion vor und vor und während des Schluckens während durchatem des Schluckens anhalten durchatem anhalten Kopfneigung nach vorn Kopfneigung nach vorn Erweiterung der Valleculae Erweiterung der Valleculae Kopfdrehung zur kranken Kopfdrehung Seite zur kranken SeiteVerbesserung der Glottisadduktion Verbesserung der Glottisadduktion supersupraglottisches supersupraglottisches Schlucken Schlucken Verschluß des Kehlkopfeingangs Verschluß des durch Kehlkopfeingangs kräftiges Atemanhalten vor tiges und Atemanhalten während des vor und während des durch kräf- Schluckens - Kontraktion Schluckens der Taschenfalten, - Kontraktion der Taschenfalten, Senkung der Epiglottis Senkung der Epiglottis Sphinkteröffnungstörung Sphinkteröffnungstörung Zungenkräftigung Zungenkräftigung (Residuen im Sinus piriformis) (Residuen im Sinus piriformis) Larynxelevationsübungen Larynxelevationsübungen Mendelsohn-Übung Mendelsohn-Übung kräftiges Schlucken leer nachschlucken Kopfrotation kräftiges Schlucken leer nachschlucken Kopfrotation Verlängerung der Sphinkteröffnung Verlängerung der durch Sphinkteröffnung durch willkürliche Kehlkopfhebung willkürliche während Kehlkopfhebung des während des Schluckens Schluckens Erhöhung des Bolusdruckes Erhöhung des Bolusdruckes Reduzierung d. hypopharyng. Reduzierung Stased. hypopharyng. Stase Reduzierung d. Ruhetonus Reduzierung im OÖSd. Ruhetonus im OÖS

19 36 G. Bartolome Die funktionelle Therapie der Dysphagie und ihre Grundlagen 37 Literaturverzeichnis Bartolome, G. 1993: Die funktionelle Therapie neurologisch bedingter Schluckstörungen. In: Bartolome et. al.: Diagnostik und Therapie neurologisch bedingter Schluckstörungen. Stuttgart: G. Fischer Bartolome, G. 1993: Pathophysiologische Auffälligkeiten während der klinischen Schluckbeobachtung. In: Bartolome et. al.: Diagnostik und Therapie neurologisch bedingter Schluckstörungen. Stuttgart: G. Fischer Bartolome, G., Neumann, S. 1993: Swallowing therapy in patients with neurological disorders causing cricopharyngeals dysfunction, in: Dysphagia, 8, Buchholz, D., Prosiegel, M. 1993: Häufige mit Dysphagie einhergehende neurologische Erkrankungen. In: Bartolome et al.: Diagnostik und Therapie neurologisch bedingter Schluckstörungen. Stuttgart: G. Fischer Cerenko, D., McConnel, F., Jackson, R. 1989: Quantitative assessment of pharyngeal bolus driving forces. In: Otolaryngol Head Neck Surg., 100, Cook, I. 1993: Cricopharyngeal function and dysfunction. In: Dysphagia, 8, Curtis, D. Brahem, S., Karr, S., Holborow, G., Wormann, D. 1988: Identification of unopposed intact muscle pair action affecting swallowing: potential for rehabilitation. In: Dysphagia, 3, Davis, P. M. 1986: Hemiplegie. Berlin: Springer Dodds, W. 1989: The physiology of swallowing. In: Dysphagia, 3, Edwin, D. 1993: Psychiatric perspectives on swallowing disorders. Vortrag: Second internation al multidisciplinary symposium: Problems in the diagnosis and management of the dysphagic patient. Baltimore Groher, M (Hrsg.): Dysphagia diagnosis and management. Boston: Butterworth Hannig, Ch., Wuttge-Hannig, A. 1993: Radiologische Diagnostik und Therapiekontrolle neurologischer Schluck störungen. In: Bartolome et al.: Diagnostik und Therapie neurologisch bedingter Schluckstörungen. Stuttgart: G. Fischer, Hörmann, M., Hanning, Ch., Wörle-Bartolome, G., Wuttge- Hannig, A. 1988: Oropharyngeale Dysphagie bei neurologischen Erkrankungen Differentialdiagnose, Untersuchungsgang und Therapie. In: Fortschr Neurol Psychiat, 56, Jones, B., Donner, M (Hrsg.): Normal and abnormal swallowing-imaging in diagnosis and therapy. New Kahrilas, P. 1993: Pharyngeal structure and function. In: Dysphagia, 8, Kennedy, J., Raymond, D., Kent, D. 1988: Physiological substrates of normal deglutition. Dysphagia, 3, Langley, J. 1994: Working with swallowing disorders. Bicester: Winslow Press Larsen, G. 1973: Rehabilitation for dysphagia paralytica. In: J. of Speech and Hearing Disorders, 37, Linden-Castelli, P. 1991: Treatment strategies for adult neurogenic dysphagia. In: Seminars in Speech and Language, 3, Logemann, J. 1983: Evaluation and treatment of swallowing disorders. San Diego: College-Hill Press Logemann, J. 1993: Noninvasive approaches to deglutitive aspiration. In: Dysphagia, 8, Logemann, J., Kahrilas, Pl, Kobara, M., Vakil, N. 1989: The benefit of heard rotation on pharyngoesophageal dysphagia. In: Arch Phys Med Rehabil, 70, McConnel, F., Cerenko, D., Mendelsohn, M. 1989: Analyse des Schluckaktes mit Hilfe der Manofluorographie. In: extracta otolaryngologica, 4, Meijing, L., Brasseur, G., Kern, M., Dodds, W. 1992: Viscosity measurements of barium sulfate mixtures for use in motility stu dies of the pharynx and esophagus. In: Duysphagia, 7, Morris, S. 1985: Development implications for the management of feeding problems in neurologically impaired infants. In: Semin ars in Speech and Language, 4, Müller, I In: Finnie, N.: Hilfe für das cerebral geschädigte Kind. Ravensburg: O. Maier

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