50+ Fit im Alter. Einblick. Osteoporose Eine medizinische Ermittlung Seite 4. Durchblick. Muskelkraft für die Generation 50+ Seite 22

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1 Einblick. Osteoporose Eine medizinische Ermittlung Seite 4 Durchblick. Muskelkraft für die Generation 50+ Seite 22 Ausblick. Lesen hält fit Interview mit Dr. Rachinger Seite 40 Schwaighofer und Zier, Diagnostik-Zentrum in Währing Hans-Sachs-Gasse 10-12, 1180 Wien, Tel Fit im Alter Magazin rund um Röntgen und Radiologie. Informativ. Sensibel. Unterhaltsam.

2 Unsere Profis für Ihre Gesundheit Im Mittelpunkt ist der Mensch Prim. Dr. Peter Ji ru Leiter der Ambulanz Facharzt für Chirurgie Peter Prim. Priv.-Doz. Dr. Peichl MSc Vorstand der Abteilungen für Innere Medizin Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und Osteologie Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil Vorstand der Chirurgischen Abteilungen Facharzt für Chirurgie Prim. Dr. Maca Leiter der Internen Abteilung III Facharzt für Innere Medizin und Angiologie Thomas MAS Evangelisches Krankenhaus Hans-Sachs-Gasse A-1180 Wien Tel: +43 (1)

3 Einblick. editorial Unser letztes SZ-insight Magazin mit dem Hauptthema Frauengesundheit war wieder ein großer Erfolg. Natürlich wollen wir immer wissen, wie unser Magazin bei unseren Lesern angekommen ist. Und ich kann nur sagen: Danke für das positive Echo! Besonders gefreut hat mich, dass auch Arztkollegen positive Rückmeldungen geschickt haben und uns zum Weitermachen ermutigt haben. Ganz wichtig ist mir aber zu erwähnen, dass wir nicht nur Frauen und junge Menschen radiologisch betreuen. Zu uns kommen Männer und Frauen jeglichen Alters, und ich empfinde es als besonders schön, dass viele PatientInnen der mittleren und älteren Generation angehören. Immerhin waren im Jahr 2012 sogar 181 unserer PatientInnen zwischen 91 und 100 Jahre alt. Es hat sich also schon herumgesprochen, dass wir eine der wenigen Röntgenordinationen sind, die auch auf ältere Menschen eingestellt ist. Das Gesundheitsbewußtsein hat vor allem bei den über 50-Jährigen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Nach all diesen Erkenntnissen war es für meinen Partner Dr. Zier, das Redaktionsteam und mich rasch klar, das Thema 50+ aufzugreifen und zum Schwerpunkt der neuen Ausgabe zu machen. Ich selbst gehöre einstweilen auch zur Altersgruppe 50+ und ich kann nur sagen: Ich liebe mein Alter! Wir wollen mit dieser Ausgabe den Menschen 50+ die Neuigkeiten auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge nahe bringen. Ich glaube wir sind dazu prädestiniert! Wie Sie wissen, ist das DZiW mit den neuesten Geräten, die es in der Radiologie gibt, ausgestattet. Diese Geräte sind insbesondere auch für ältere und alte Patienten durch die schonende Untersuchung und die kurzen Untersuchungszeiten geeignet. Wir berichten in dieser Ausgabe über Themen wie: Was mache ich bei Gallensteinen?, über Was der Generation 50+ Muskelkraft verleiht und Was ist bei dieser Generation wichtig in der Zahnheilkunde?. Wir berichten auch über die Osteoporose und über Beschwerden im Bewegungsapparat. Ebenso haben wir interessante Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Sport gebeten aus ihrem Leben und zum Thema Älterwerden zu berichten. So spricht die Direktorin der Nationalbibliothek, Dr. Johanna Rachinger, über Weiterbildung, Lesen und wie wichtig das im Alter ist. Und unsere österreichische Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner spricht über ihr Leben. Immer wieder bin ich an der University of California, San Diego als Gastprofessor tätig und ich beschäftige mich damit, Neuigkeiten auf dem Sektor Gesundheitsvorsorge beim älteren Menschen aufzuspüren und diese nach Österreich zu bringen. Die Vorsorge bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte ist in Amerika ein wichtiges Thema. So möchte ich Sie in dieser Zeitschrift an unserem Schwerpunkt, nämlich dem Thema 50+, teilhaben lassen und hoffe, dass wir uns weiterhin um Ihre radiologische Gesundheit kümmern dürfen. inhalt Einblick. Unser Team 4 Medizinische Ermittlung 6 DZiW Rückblick 8 Mitarbeiter über das Alter 10 Die Zäsur im Hinblick auf den 50er 13 Durchblick. Dr. Schwaighofer im Interview 14 Orthopädie für die Generation Vom Altern der Haut 18 Schilddrüse & Röntgenkontrastmittel 20 Im Gleichgewicht 21 Muskelkraft für die Generation Gallensteine verstehen keinen Spaß 24 Fokussierte Stosswellentherapie 26 Volkserkrankung Parodontits 28 Ausblick. Buchtipp: Ernährung 29 Die Wechseljahre Glück oder Frust? 32 Auswirkungen der Schwerkraft 33 Die halbe Miete drin 34 Pensionsfalle 35 Leih-Omas 36 Lesen im Alter 38 Das rüstige Buch 39 Dr. Rachinger im Interview 40 Interview mit Gerlinde Kaltenbrunner 44 Entspanntes Wohlfühltanzen 46 Mit viel Freude und viel Spaß beim Lesen verbleibe ich, Ihr Prim. Prof. Dr. Bernhard Schwaighofer Impressum SZ insight Univ. Prof. Prim. Dr. Schwaighofer und OA Dr. Zier, Diagnostik-Zentrum in Währing, Hans-Sachs-Gasse 10-12, A Wien. Medium zur Zuweiser-, Mitarbeiter- und Patienteninformation. Chefredaktion: Mag. Petra Schumann Redaktion: Manuela Pusker, Gastkommentare und Interviews geben die Meinung der Autoren wieder, die nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion und des DZiW übereinstimmen müssen. Artikel Seite 24/25: Mag. Karin Hönig-Robier, ConsuMED. Artdirektion/Layout: Elisabeth Engel, Im Sinne der Lesbarkeit wurde bei den Texten dieses Magazins auf eine gendergerechte Schreibweise verzichtet. Frauen und Männer werden gleichermaßen wertschätzend angesprochen. Fotos: Teamfotos: kunstfotografin.at // Portraitfotos Dr. Schwaighofer und Dr. Zier: Atelier Doris Kucera // Portraitfoto Dr.med. Andreas Franczak: EKH Wien // istockphoto: Seite 6 Vladimir Nikulin, Seite 21 Catherine Yeulet, Seite 24 xalanx, Seite 25 bojan fatur, Seite 30 piccerella, Seite 31 piccerella, Seite 36 Erika Croner, Seite 45 Grazyna Niedzieska // Fotolia: Cover goodluz, Seite 7 Alexander Raths, Seite 9 Gina Sanders, Seite 20 lom123, Seite Kzenon, Seite 24 Jürgen Fälchle. Seite 26 Kitty, Seite 28 Fotowerk, Seite 29 lily, Seite 32 Igor Yaruta, Seite 35 jd-photodesign, Seite 38 Sinnlichtarts // Grafik Seite 25: Grösel & Grösel // Seite Hejduk/Österreichische Nationalbibliothek. Alle weiteren Fotos wurden von den Gastautoren bzw. Interviewpartnern zur Verfügung gestellt. SZ insight 01/13 3

4 Einblick. OA Dr. Gerhard Zier Prof. Prim. Dr. Bernhard Schwaighofer Unser Team OA Dr. Helga Stadlober-Kodras OA Dr. Claudia Huber Dr. Alma Gjergji Mag. Petra Schumann Qualitätsmanagement OA Dr. Christian Pärtan Helga Lehrner Anmeldung Sabine Kreminger-Sec Anmeldung Sandy Jovanovich Anmeldung Stefanie Fabian Anmeldung Sabrina Rothbauer Anmeldung Barbara Bauer Anmeldung 4 SZ insight 01/13

5 Einblick. Astrid Sulz Telefon Ute Kicin Telefon Barbara Riss Telefon Karin Glanzer Buchhaltung Sandra Schönbauer Verrechnung Angela Böhm RT Bettina Hofbauer RT Monika Beuchot RT Eva Ingerle RT Theresa Strobl RT Eva Walch RT Bianca Trautenberg RT Kathrin Katterbauer RT Andrea Reiterer RT, NUK Mathias Staudigl RT Angelika Janele MR Johanna Pöllmann US Assistentin SZ insight 01/13 5

6 Einblick. Es genügt uns nicht, gute Medizin zu bieten. Unser Anspruch ist, die beste Medizin zu bieten, die Sie sich als PatientIn wünschen können. Darauf sind wir stolz. Medizinische Ermittlung im DZiW Was heute hier im DZiW unser Standard in der Medizin ist, war vor wenigen Jahren und Jahrzehnten noch Inhalt von Science-Fiction Filmen. Die technische Entwicklung hat rasante Fortschritte gemacht. Da wir an uns den Anspruch stellen stets mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, ist es für uns auch selbstverständlich, dass wir keine dieser Neuerungen versäumen möchten. Das bedeutet für uns, dass wir für unsere PatientInnen immer am Ball bleiben und uns weltweit über die neuesten Erkenntnisse und Untersuchungsmethoden erkundigen. Immer wieder ist Prof. Schwaighofer in Amerika, an der University of California San Diego, und ist dort als Gastprofessor tätig. Er ist mit seinen amerikanischen Kollegen den neuesten medizinischen Erkenntnissen für die zweite Lebenshälfte auf der Spur, da dies in Amerika ein sehr großes Thema ist. Wir wollen nicht nur nach den Erkenntnissen vor der eigenen Haustür zu schauen. Gerade in Amerika, aber auch in anderen Ländern der Welt, werden immer wieder Erkenntnisse gewonnen, die erst Jahre später der Öffentlichkeit bekannt werden. Wir wollen diese Jahre nicht verrinnen lassen, sondern unseren PatientInnen alle Möglichkeiten und Neuerungen in der Medizin so früh wie möglich zugänglich machen. Es genügt uns nämlich nicht, gute Medizin zu bieten. Unser Anspruch ist, die beste Medizin zu bieten, die Sie sich als PatientIn wünschen können. Darauf sind wir stolz. Man kann uns fast wie die Ermittler in den beliebten CSI-Serien betrachten. Wir haben zwar keine Tatorte zu sichern und jagen keine Mörder. Unsere Gegner sind die diversen Krankheiten, denen wir stets auf der Spur sind. Genau wie Täter hinterlassen sie ihre Abdrücke. Unsere Tatortsicherung ist also das Erkennen von Strukturen und Veränderungen und das Finden des Zusammenhangs mit verschiedenen Erkrankungen. 6 SZ insight 01/13

7 Einblick. Ermittlung gegen Osteoporose Wenn wir bei diesem Bild bleiben und zum Beispiel gegen die Osteoporose ermitteln, so stellen wir rasch fest, dass es sich hier wahrscheinlich um einen Serientäter handelt. Denn genau so geht sie vor. Sie sucht sich Menschen, die etwas gemeinsam haben, und überfällt diese dann mit dem langsamen und steten Abbau der Knochensubstanz. Im Lauf der letzten Jahre ist es uns immer öfter gelungen, diesen Täter schon so früh wie möglich zu erkennen schon bevor er sein Werk vollendet hat. Es gibt also auch die Möglichkeit der Selbstverteidigung gegen diesen Täter. Aber auch in einem fortgeschrittenen Stadium ist es möglich, sie vor weiteren Schäden zu schützen. Daher ist es wichtig, dass wir unsere technischen Möglichkeiten ausschöpfen, um diesem lautlosen und lange Zeit schmerzfreien Täter immer früher das Handwerk zu legen. Aber schauen wir uns den Tathergang und das Täterprofil etwas genauer an. Die Opfer sind häufig weiblich. Die Osteoporose schleicht sich gerne an Frauen heran, deren Östrogenproduktion im Rahmen der Wechseljahre schon etwas gesunken ist. Aber so leicht macht sie es uns dann doch nicht. Denn sie macht auch vor Männern und selbst Jugendlichen nicht Halt. Und sie sucht sich auch immer wieder Opfer, die aus jedem uns bislang bekannten Zusammenhang heraus fallen. Wir kennen zwar einige, aber längst nicht alle Risikofaktoren. Das macht die Ermittlung auch so schwierig. Und genau wie die Special Agents in den beliebten Serien verfügen wir hier im DZiW über ein Team, das sich sehen lassen kann. Hinter jedem unserer Fachbereiche stehen Menschen, die über eine lange Erfahrung in der Ermittlung verfügen und die mit Begeisterung ihren Beruf ausüben. Wir können behaupten, dass wir technisch auf dem allerneuesten Stand sind. Aber was noch viel wichtiger ist: Wir verfügen über das beste Ermittlerteam, das man sich vorstellen kann. Auch hier forschen wir medizinischen Ermittler noch weltweit um genauere Daten zu erhalten. Vieles wissen wir schon, manchem sind wir noch auf der Spur. Lange Zeit ist man diesem Täter erst auf die Spur gekommen, wenn er schon einen Großteil seiner Tat verrichtet hat. Das heißt, früher waren die ersten Symptome häufige Knochenbrüche und oft Wirbelkörpereinbrüche. Da war die Erkrankung bereits sehr weit fortgeschritten. Heute können wir durch eine kurze, schmerzlose Untersuchung feststellen, ob Sie bereits als Opfer in Betracht kommen. Zu einem frühen Zeitpunkt erkannt, kann eine Änderung der Lebensweise (Sport und Ernährung) oder eine medikamentöse Therapie die Schäden begrenzen, teilweise sogar heilen. SZ insight 01/13 7

8 Einblick. Das war das DZiW Jahr 2012 Die Wechseljahre Revue im Museumsquartier von Tilman von Blomberg und Bärbel Arenz Die Wechseljahre der vermeintliche Schrecken aller Frauen (und Männer!). Ort des Geschehens ist die Abflughalle eines Flughafens. Hier treffen die Ladies im Hormonrausch aufeinander. In Heiße Zeiten bietet diese Situation Zündstoff für ein komödiantisches und musikalisches Feuerwerk der besonderen Art. Von der Schnulze, über Popsongs und Klassikern der Discowelle sowie Jazzstandards alle in einer deutschen Version - weiß Gerburg Jahnke dieses alles mit ihrem knallharten weiblichen Humor umzumünzen auf das Leben und die aktuellen Sorgen dieser Frauen. Wir vom DZiW durften bei der Premiere und der anschließenden Premierenfeier mit dabei sein und an die BesucherInnen unsere Taschen verteilen. Es war ein gelungener unterhaltsamer Abend, den sie sich, wo immer die Damen auftreten, nicht entgehen lassen sollten. Heuer erstmals auf der LA DONNA: Gemeinsam mit unserem Partnerinstitut, dem Diagnosehaus, Wien 3, waren wir heuer erstmals mit einem Informationsstand auf der Frauenmesse LA DONNA in der Wiener Stadthalle vertreten. Das kompetente Team des Diagnostik-Zentrums in Währing hat es trotz des enormen Besucheransturms geschafft, interessierte BesucherInnen umfassend über unser Leistungsspektrum zu informieren. Die meisten Damen waren natürlich an Vorsorgeuntersuchungen rund um das Thema Mammographie und Knochendichte interessiert. Neben diesen wichtigen Informationsbeiträgen wurden unsere beliebten rosa Taschen mit Informationsbroschüren, unsere druckfrische Sonderausgabe des SZ-insight zum Thema Frauengesundheit sowie kleine Geschenke verteilt. Brustkrebsmonat Oktober 2012: Informationstag im DZIW Am Donnerstag den 11. Oktober 2012 fand auch heuer wieder in zertifizierten Radiologien ein Informationstag zur Brustkrebsvorsorge statt. Auch wir setzten in unserem Institut ein Zeichen der Solidarität und alle waren dazu herzlich eingeladen, sich über das Thema Mammographie im DZiW von unserem fachkundigen Team informieren zu lassen. Auf unserem Infotisch fanden Sie die beliebten rosa Maschen, die Broschüre Aus Liebe zum Leben und natürlich unsere rosa Taschen. Auf Grund der großen Nachfrage können Sie sich die Informationstaschen auch weiterhin am Schalter abholen. Weitere Infos unter 20 JAHRE PINK RIBBON: DAS PARLAMENT IM ZEICHEN VON PINK RIBBON Auch das DZiW war bei der Jubiläumsveranstaltung eingeladen. Seit 20 Jahren macht die Pink Ribbon Aktion auf Brustkrebsvorsorge und -früherkennung aufmerksam. Am 27. September wurde bei einer Festveranstaltung im Parlament in Wien dieses Jubiläum von zahlreichen Ehrengästen gefeiert. Die Aktion fand unmittelbar vor dem Start des Europäischen Krebskongresses (ESMO 2012) statt, der von 28. September bis 2. Oktober im Austria Center Vienna mit rund Teilnehmern stattfand. Das Hohe Haus trug jedenfalls pink: Ein 1 Meter hohes Pink Ribbon und rosa Frauensilhouetten vor und im Parlament machten auf die Frauen aufmerksam, die jährlich in Österreich an Brustkrebs erkranken. 8 SZ insight 01/13

9 Einblick. Muttertagsaktion 2012 mit Radio Arabella Wien sieht PINK In Kooperation mit Radio Arabella 92,9 haben wir gemeinsam mit unserem Partnerinstitut am Donnerstag und Freitag vor dem Muttertag an alle interessierten Frauen Gesundheitsvorsorge- Taschen verschenkt. Sie waren gefüllt mit vielen wertvollen Informationen für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Für alle Frauen, die an Gesundheitsvorsorge interessiert sind und an diesen beiden Aktionstagen keine Infotasche bekommen konnten: Kommen Sie in unser Institut, am Schalter erhalten Sie Ihre persönliche Tasche! Interview für Radio Arabella Im Rahmen dieses Programms sprach Dr. Gerhard Zier vom DZiW am Donnerstag, 10 Mai, zwischen 10 und 11 Uhr, mit Sylvia Reim von Radio Arabella über Brustkrebsvorsorge und Mammographie. Das gesamte Interview können Sie auf nachhören. Währinger StraSSen- Spektakel 2012 Am 4. Mai verwandelte sich die Währinger Straße in eine Feststraße. Das Diagnostik-Zentrum in Währing war heuer wieder mitten drin. Vom Gürtel bis zum Aumannplatz präsentierten die Währinger Geschäfte ihre Waren, wo man das eine oder andere Schnäppchen ergattern konnte. Zahlreiche Passanten drängten sich an unserem Infostand, um wie jedes Jahr unsere beliebten rosaroten Infotaschen zu erhalten. VIENNA Blues Spring Bei der diesjährigen Blues Spring Gala im Rathaus am 26. März haben wir uns als Sponsor beteiligt. Der Reinerlös kam dem Verein flora Wienerinnen gegen Brustkrebs mit Schirmherrin Helga Häupl-Seitz zugute. Der Abend stand unter dem Motto American Roots. Hans Theessink spielte mit dem kongenialen Tastenpartner Roland Guggenbichler. Abgerundet wurde das Programm noch durch den derzeit wohl besten (akustischen) Gitarristen weltweit, Adam Rafferty und dem Colin Linden Trio. SZ insight 01/13 9

10 Einblick. Unsere Mitarbeiter über das Alter Astrid Sulz Ich bin ja noch nicht so lange 50, daher kann ich noch kaum mitreden, aber ich stelle fest, dass es mir immer besser geht, umso älter ich werde. Die Altersweisheit kann ich in meinen jungen Jahren natürlich noch nicht für mich beanspruchen, aber wenn ich bedenke wie dumm ich früher war und wie gelassen ich jetzt vieles sehe Ich traue mir viel mehr zu und probiere Neues aus, denn ich habe viel weniger Angst vor Unbekanntem und kümmere mich nicht mehr darum: Was wäre wenn? Mein Körper ist zum Glück ganz gut in Schuss, sodass ich auch wieder vermehrt sportlichen Ambitionen frönen kann, so habe ich wieder mit dem Badmintonspielen angefangen und mir Langlauf-Ski gekauft das wollte ich schon immer mal ausprobieren! Eva Ingerle Seit einigen Monaten gehöre auch ich dazu - Generation Bisher gab es keinen wesentlichen Grund, mir über mein Alter Gedanken zu machen, da mir größeres Leid, Gott sei Dank, erspart geblieben ist. Selbstverständlich ist das allerdings nicht, denn Krankheiten treffen einen in jedem Alter, das lernt man spätestens hier, in der Arbeit mit kranken Menschen. Man lernt aber auch, dass der eigene Beitrag oft nicht unwesentlich ist. 90+ begegnete mir heute Vormittag, 92 genau und frisch hüftoperiert. Bevor ich ihr helfen konnte, sprang sie auf, fast entrüstet, stellte sich schwungvoll in Position, lachte und erwiderte auf die Frage, wie sie sich so viel Energie erhalten konnte, sie habe immer alles, aber nicht so viel gegessen, Bewegung war ihr wichtig, besonders Schwimmen, Arbeit gab es immer genug und sie denkt positiv. Vielen Dank, liebe Patientin! Helga Lehrner Gibt es auch Vorteile, wenn man schon länger erwachsen ist? Ich empfinde enorme Vorteile gegenüber einem großen Teil der Gesellschaft, die nach ewiger Jugend, Faltenlosigkeit und immer in zu sein strebt. die Mitte gefunden zu haben jede Menge Freiheit mehr Zeit für ehrenamtliches Engagement von Vorteilen, wie Mobilität oder Internet, zu profitieren Es gibt kaum eine bessere Zeit und keinen besseren Ort zum Alt werden, als das 21. Jahrhundert in Mitteleuropa das wünsche ich mir auch für die junge Generation. Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen. (Kurt Tucholsky) 10 SZ insight 01/13

11 Einblick. Monika Beuchot Wow mehr als ½ Jahrhundert auf der Welt. Gerade erst nach der Ausbildung schon winkt in absehbarer Ferne schon der Ruhestand. Medien und Werbung suggerieren : Mit 50 ist man heute noch frisch, knackig und jugendlich, aber Körper und Geist sagen manchmal brutal deutlich etwas anderes. Da kommen automatisch auch beunruhigende Fragen für Gegenwart und Zukunft auf: Bin ich schon ein Oldie? Kann ich den diversen Anforderungen noch gerecht werden? Kann ich mit den Jungen noch mithalten? Oder: Was werde ich tun, wenn es nicht mehr nur auf Leistung ankommt, wenn es eigentlich nichts mehr zu tun gibt? Als Antwort auf alle Fragen kann ich nur sagen: Den Geist offen halten, Altes loslassen, Neues willkommen heißen, Veränderungen akzeptieren und auch zu den vermeintlichen Schwächen JA sagen. Immerhin habe ich 50 Jahre lang daran gearbeitet, dass ich jetzt so bin wie ich bin - und mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden;-) Und wenn die Phase schaffe schaffe Häusle baue vorbei ist, kommt die nächste spannende Zeit mit den gleichen Antworten!? Auf geht s OA Dr. Christian Pärtan Es gibt Tage im Leben, da hat man das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, ja richtig glücklich zu sein. Diese Sensation erleben wir unabhängig vom Lebensalter mitunter im Zusammenhang mit Zuständen, wie Erfolgserlebnisse, Abwesenheit von größeren Problemen oder Schmerzen, als junger Mensch paradoxerweise vielleicht manchmal im Zusammenhang mit milden körperlichen Beschwerden, von denen man hoffen darf, dass sie von selbst in kurzer Zeit verschwinden würden, die gerade reichen, das deutliche Gefühl zu vermitteln, dass man lebt. Ein starker Antrieb und eine potentielle Quelle von Glück und Wohlbefinden ist gerade für junge Menschen eine positive Erwartungshaltung, auch wenn sie jugendbedingt einen oft unklaren, verschwommenen Ausblick in die Zukunft bereithält. Immerhin kann man mit zwanzig daran glauben (entsprechende Lebensumstände vorausgesetzt), die Welt stünde einem offen, man kann noch alles werden: Rennfahrer, Supermodel, Vorstandsdirektor, Arzt, Familienvater etc.. Dieser Antrieb der Phantasie und Lebensfreude ist aber doch eher den Jungen vorbehalten, ist es doch so, dass mit zunehmendem Alter Weichen gestellt werden, diverse Dominosteine ins purzeln geraten, geplante Wege ins Wasser fallen, manche neue sich auftun, und froh muss man darüber oft auch noch sein. Somit erhebt sich die Frage: Fünfzig und älter, ja lebt man da überhaupt noch? Was Achtzigjährigen vielleicht ein müdes Lächeln entlockt, ist für den fünfzigjährigen Menschen eine ernsthafte Frage, denn auch ihnen fehlt auch für diesen Lebensabschnitt die Routine, die Kinder sind gerade erst aus dem Haus, der Hund eben gestorben, da muss man sich neu orientieren, obwohl man doch schon einiges erlebt hat. Der potentielle Vorteil ist, dass wir in diesen Jahren schon einiges an Ich-suche, Karriere- und Familienplanung hinter uns haben und nun hoffentlich genügend Zeit für uns selbst, aber auch noch genug Energie haben, um anderen beizustehen und unsere Erfahrungen zu teilen. Und sonst? Halten wir uns jetzt an den Dalai Lama: Gib Dein Wissen weiter, so erlangst Du Unsterblichkeit Geben wir uns jetzt nur noch der Entwicklung weg vom Ich, hin zum Selbst und zum Du hin? Schließlich können wir uns jetzt vielleicht das Traumauto leisten vielleicht mache ich jetzt doch noch den Führerschein SZ insight 01/13 11

12 Einblick. Mag. Petra Schumann Ich kann es kaum mehr erwarten und freu mich schon sehr, demnächst in den erlesenen Kreis der 50-jährigen Frauen eintreten zu dürfen, denn wie ein bekannter Deutscher Liedermacher sagt: Frauen über 50 wissen: dass der 1. Liebhaber selten der beste ist wie man einen Knopf für die Ewigkeit annäht dass ein Herz in XL wichtiger ist als ein Designerfummel in S wie wichtig es ist, sich auf jemanden verlassen zu können dass Kinder manchmal besonders süß sind, wenn sie woanders spielen dass Mut zum Risiko in der Küche wichtiger ist als ein Kochbuch dass man ohne Handy überleben kann, aber niemals ohne gute Freunde dass ein richtiger Kuss keine Frage der Technik ist dass der Einfluss von Badezimmerwaagen auf die weibliche Psyche maßlos überschätzt wird wie man eine Wohnung so einrichtet, dass sie ein Zuhause wird dass Schokolade ein Wundermittel sein kann Ute Kicin Ich gehe mit großen Schritten auf die 50 zu Na und? Ich fühle mich trotzdem sehr wohl, nicht anders als mit 30. Kleine körperliche Tiefs führen bei mir nicht gleich zu einer Depression oder Panikattacke. Die Kinder stehen nun fast mit eigenen Beinen im Leben und brauchen nur noch selten meine Hilfe. Gerade jetzt bietet sich noch die Gelegenheit für eine Veränderung. Ich habe nun wieder mehr Zeit für meine eigenen Interessen und Bedürfnisse. Ich habe schon lange den Wunsch, eine Reise nach Irland zu machen, den ich mir hoffentlich bald erfüllen kann. Seit 2 Jahren gehe ich regelmäßig 2x pro Woche zum Sport, was mich jung und vor allem fit hält. Einige Menschen haben mir gesagt, dass ich jünger aussehe als ich bin, was für mich ein schönes Kompliment ist. Auch auf meine Ernährung achte ich jetzt bewusster als früher mit 25, ansonsten fühle ich mich immer noch so energiegeladen wie früher. Um andere Menschen kennenzulernen, nehme ich seit 2012 an einem Lesezirkel teil, wo wir in geselliger Runde bei einem Glas Wein über das gemeinsam gelesene Buch, über Politik und Allgemeines diskutieren. Das macht mir viel Spass, da die Leute mich sehr herzlich in ihren Kreis aufgenommen haben. Auch für einen Tanzkurs würde ich mich wieder sehr begeistern, wie in dem Kinofilm Darf ich bitten, mit Richard Gere. Mit dem Älter werden, erkennt man die wichtigsten Dinge im Leben, man besitzt die Reife und Erfahrung, das Leben besser oder intensiver zu genießen und man erfreut sich auch an kleinen Dingen, wie ein schöner Regenbogen, ein Buch lesen, einen Waldspaziergang. Lebensfreude und Energie sind keine Frage des Alters, sondern hängen von jedem einzelnen ab. Klar, habe ich heute auch noch Stress und bin manchmal traurig oder unglücklich - wer ist das nicht? Aber jeder Tag ist ein Neuer Anfang und man sollte ihn nutzen solange man es kann und das Beste und Schönste daraus machen. 12 SZ insight 01/13

13 Einblick. OA Dr. Gerhard Zier: Die Zäsur im Hinblick auf den 50. Geburtstag Da unser Magazin sich in dieser Ausgabe dem Thema 50+ verschrieben hat, möchte ich hier meine Position als Advocatus Diaboli einnehmen. Aus meiner Sicht ist die Zahl 50 ein willkürlich gewählter Zeitpunkt. Es mag sein, dass es früher einmal so war, dass rund um den 50. Geburtstag eine Veränderung eingetreten ist. Ich kann sie für mich selbst nicht feststellen und bezweifle auch, dass sie für andere Menschen just zu diesem Zeitpunkt feststellbar und von Relevanz ist. Ich habe meinen 50. Geburtstag nicht gefeiert. Was bedeutet das? Bin ich trotzdem 50 geworden und muss ich zumindest einer gedanklichen Zäsur Einlass gewähren? Und da ist noch etwas: Menschen, die alleine aufgrund einer gewissen Anzahl von Lebensjahren den Anspruch entwickeln trotz anhaltender Erkenntnisresistenz gewisse Merkmale für sich beanspruchen zu können, sind mir suspekt. Es ist möglich, dass Menschen wenn sie älter werden Eigenschaften wie Reife, Gelassenheit und Weisheit entwickeln. Es muss aber nicht sein. Ebenso können diese Veränderungen um den 60. oder 70. Geburtstag auftreten oder schon weit vor 50. Man weiß es nicht. Wenn ich diesen Tag willkürlich herausnehme und in mir das Gefühl entwickle, dass ich nun zu altern beginne, kann es sein, dass ich das tue. Ich werde aber niemals herausfinden, ob ich das auch (zu diesem Zeitpunkt) getan hätte, wenn ich dieses Datum unbeachtet gelassen hätte. Daher habe ich mich entschlossen auf meinen 50. Geburtstag zu verzichten. Mir geht es gut, ich fühle mich wohl und ich habe derzeit keine Veranlassung, mein Leben aufgrund eines Datums in irgendeiner Form zu verändern. Lediglich eines wird wohl allen Menschen gemein sein: Wenn wir älter werden (und hier meine ich nicht unbedingt 50, sondern jede beliebige Zahl) müssen wir etwas mehr auf unseren Körper schauen. Der eine mehr, der andere weniger. Und auch hier hängt es vielmehr davon ab, wie sehr ich das bereits vorher schon getan haben, als von einem bestimmten Datum. Wenn wir es geschafft haben, 50 (oder älter) zu werden, ohne größere körperliche Einschränkungen, dann sollten wir uns einfach darüber freuen und weniger darauf lauern, was nun alles auf uns zukommen könnte. Schließlich gibt es genügend Menschen, die sich mehr oder weniger altersunabhängig - aufgrund von Erkrankungen - mit einer Menge Einschränkungen herumplagen müssen. In Anbetracht dieser Tatsachen, sollten wir uns nicht Dinge einreden, die vielleicht gar nicht vorhanden sind. SZ insight 01/13 13

14 Durchblick. Aus dem Medizinteil der Die ganze WOCHE Nr. 45/12 Die Patientin Liselotte Kadensky, 66 Obwohl es keinen Krebsfall in meiner Familie gibt, gehe ich seit vielen Jahren zur Mammographie. Begonnen habe ich damit, nachdem mir meine Hausärztin vor etwa zwanzig Jahren empfohlen hat, die Brustkrebsvorsorge in anspruch zu nehmen. es gab keinen konkreten anlass, außer, dass ich in das alter gekommen war, in dem das Risiko für Brustkrebs steigt. Unangenehm ist diese Untersuchung keinesfalls. nur beim ersten Mal tat es mir weh, weil meine Brust zu stark zusammengedrückt wurde. Das habe ich sofort dem arzt gesagt, bin dann aber trotzdem nicht mehr hingegangen. es ist mir wichtig, dass ich mich wohl fühle, dass die Ärzte und Röntgenassistentinnen nett sind. es ist mir auch nicht peinlich, meinen Oberkörper freizumachen, denn bei der Mammographie bin ich mit der Röntgenassistentin alleine. Sie erklärt mir in Ruhe, wie ich mich an den apparat stellen und meine arme halten muss. Sie führt mich sanft in die richtige Position. Das Zusammendrücken der Brust geschieht behutsam. Die Mammographie dauert vielleicht zehn Minuten. Vor der Bestrahlung hatte ich und habe ich keine angst. es ist ja nur für einen kurzen Moment und dient der Gesundheit. Den Befund gebe ich immer auch meiner Hausärztin. ist alles in Ordnung, bin ich natürlich zufrieden. ich werde weiterhin alle zwei Jahre zur Mammographie gehen. VorSorgen ist besser als heilen S Die Strahlenbelastu so gering wie nie zuv Dr. Schwaighofer im Interview Mit der Ganzen Woche Die Mammographie ist die einzige Methode, mit der Ärzte eine frühzeitige Veränderung in der weiblichen Brust erkennen können. Trotzdem sind vier von zehn Frauen besorgt, dass die Strahlenbelastung zu er ist die häufigste Krebserkrankung der Frauen und seine Opfer werden immer mehr und immer jünger. Jedes Jahr erkranken in unserem Land rund fünftausend Frauen an Brustkrebs. Vor fünfzehn Jahren waren es etwa Bösartige Veränderungen in der Brust so früh wie möglich zu erkennen, ist das Ziel der Vorsorge, und das mit gutem Grund. Tumore, die kleiner sind als ein Zentimeter, können in neunzig Prozent der Fälle geheilt werden, versichert Prof. Bernhard Schwaighofer, Leiter des Diagnostik-Zentrums Wien-Währing mit Standort im Evangelischen Krankenhaus. Trotz zahlreicher Kampagnen fühlen sich viele Frauen zu wenig über die Mammographie informiert und fürchten die Strahlenbelastung. Jede dritte Frau denkt über die Strahlung nach, jede Siebente lässt die Mammographie aus Angst davor immer wieder ausfallen. So die Ergebnisse einer Umfrage. Diese Angst will Prof. Schwaighofer zerstreuen, denn die modernen Geräte für die Mammographie arbeiten mit einer geringen Strahlendosis. Unser neues 14 SZ insight 01/13

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