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1 Argument N 1 Stuttgart 21: Notwendige Investition? Laut jüngster OECD Studie bringen Bildungsinvestitionen dem Staat eine Rendite von etwa 12%. Im internationalen Vergleich hat Deutschland bei den Bildungsausgaben immer noch Nachholbedarf. (VBE- Bundesvorsitzender Udo Beckmann) Die Milliarden für Stuttgart 21? Rendite für wenige, Schulden für alle, Geld für Bildung: vergraben. Argument N 2 Stuttgart 21: Eine Investition in die Zukunft? Die OECD betont: Würde man es schaffen, alle Schüler in den kommenden 20 Jahren auf das Basiskompetenzniveau von mindestens 400 Pisa-Punkten zu bringen, könnte Deutschland zwischen 2010 und 2090 eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von Milliarden Dollar zu heutigen Preisen erwarten. Dies entspricht mehr als dem Vierfachen der gesamten Wirtschaftsleistung eines Jahres. Stuttgart 21 ist schon nach heutigen Kostenschätzungen unwirtschaftlich und verschlingt Gelder, die auch in der Bildung fehlen. Argument N 3 Stuttgart 21: Fahrzeitverkürzung Stuttgart - Ulm? Die schnellere Fahrt von Stuttgart nach Ulm hat weniger mit Stuttgart 21 als vielmehr mit der Neubau- Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart-Ulm über die Schwäbische Alb zu tun. Diese zwei Projekte, S21 und die Neubaustrecke, werden von BefürworterInnen gerne vermengt, sind aber an sich getrennt zu sehen. Die Neubaustrecke kann problemlos und billiger ohne Stuttgart21 gebaut werden. Der Tiefbahnhof ist ohne die NBS jedoch sinnlos. Argument N 4 Der Massenprotest in Stuttgart ist kein Angriff auf die repräsentative Demokratie. Der Rechtsstaat kann nicht einfach sagen: Geht aus dem Weg, das ist beschlossen, das wird jetzt durchgesetzt. Mit Polizei, Wasserwerfern, Pfeffergas und Motorsägen kann der Staat nicht überzeugen. Planungssicherheit entsteht, wenn man die Demos, das Volk, die Bürger also, überzeugt; wenn man auf Kritik eingeht, die Planungen prüft und gegebenenfalls verändert. Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, Argument N 5 Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung Der Stuttgarter Hauptbahnhof des Architekten Paul Bonatz hat nach Expertenmeinung den Status UNESCO- Weltkulturerbe verdient. Durch Stuttgart 21 wird er zerstört. Dagegen protestieren weltweit renommierte Persönlichkeiten und Verbände. Die Behauptung der S21-Befürworter, der Denkmalschutz werde berücksichtigt, ist eine Lüge. Die Seitenflügel sind selbstverständlich Bestandteil dieses Denkmals. Der nördliche von ihnen wurde jüngst abgebrochen, ein Akt der Zerstörung, wie man es keinem privaten Denkmaleigentümer gestattet hätte. Die wichtigste Funktion dieser Flügel ist der Empfang, die Umarmung der An- und Abreisenden. Für das geplante Projekt S 21 wird die Harmonie des Gesamtbauwerks barbarisch zerstört. Argument N 6 Mehr Verkehr von der Luft auf die Straße? Es wird behauptet, wegen Stuttgart 21würde es in Zukunft weniger Flugverkehr geben. Die Wahrheit ist: Schon heute macht der Flughafen keinen Hehl daraus, dass er mit der ICE-Anbindung einen Zuwachs von 1,5 Mio Passagieren pro Jahr erwartet. Warum sonst würde der Flughafen 227,2 Mio. plus 119,4 Mio. Risikofond für den neuen Bahnhof spendieren? Geld übrigens, was an Steuereinnahmen fehlt. Die meisten Bahnbenutzer sind Pendler und benötigen gute und bezahlbare Nah- und Regionalverbindungen. Durch S 21 werden diese verschlechtert und die Bahnpreise werden weiter explodieren. Argument N 7 Parkerweiterung? Bei kritischer Lektüre des Planfeststellungsbeschlusses (PFB) stellt man fest: Es gibt keine Parkerweiterung durch Stuttgart 21. Ein Großteil der freiwerdenden Flächen wird bebaut, nicht bepflanzt. Laut PFB werden durch S 21 8ha Grünflächen im Zentrum der Stadt zerstört. Die zugewiesenen Ausgleichsflächen reichen zur Kompensation bei weitem nicht aus. Die neuen Bäume werden weitab vom Zentrum an der Stadtgrenze gepflanzt - in ferner Zukunft, nach Abschluss sämtlicher Arbeiten am neuen Tiefbahnhof, frühestens Zudem weiß kein Mensch, ob die Bäume im Park das Grundwassermanagement überleben.

2 Argument N 8 Geologische Risiken beherrschbar? Führende Experten sind da anderer Meinung. Bei Licht betrachtet übrigens auch der Planfeststellungsbeschluss, die rechtliche Grundlage aller Bauarbeiten. Wenn Anhydrit in Kontakt mit Wasser kommt, quillt er unaufhaltsam auf. Beispiele: Der Engelbergtunnel und die Stadt Staufen. Oder auch der Wagenbergtunnel, der bis heute nur eine statt der geplanten zwei Röhren hat, weil Anhydrit im Spiel ist. Dafür waren Bauzeit und Kosten erheblich höher als ursprünglich veranschlagt. Der Engelbergtunnel, kaum fertig gestellt, muss wegen aufquellendem Anhydrit schon wieder für Euro saniert werden. Der Bau von Stuttgart 21 ist und bleibt riskant. Doch wer trägt das Risiko? Die Einwohner der Stadt Stuttgart, alle Bahnfahrer und alle Bundesbürger! Argument N 9 Endlich fließt Geld vom Bund zurück nach BW! Dieses Lieblingsargument vieler S21-Befürworter lässt vergessen, wie viel Geld auch aus Stuttgart, der Region Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg in den geplanten Tiefbahnhof gepumpt werden muss. Bund, Länder und Kommunen weisen bereits jetzt Rekordverschuldungen auf, die Regierung hat einen harten Sparkurs ausgerufen. Seit Jahren ist der Verkehrsetat drastisch unterfinanziert, weiterhin werden wichtige Verkehrsprojekte dem Rotstift zum Opfer fallen. Die knapper werdenden Gelder müssen nun Projekten mit einem hohen verkehrlichen Nutzen zufließen. Weder Stuttgart 21 noch die Neubaustrecke in der geplanten Form weisen diesen auf. Auch hier zeigt sich: Stuttgart 21 ist nicht zeitgemäß. Argument N 10 IHK steht uneingeschränkt hinter S21? Es ist nicht bekannt, dass es bei den betroffenen IHKn Ulm, Bodensee-Oberschwaben und Ost- Württemberg eine Verständigung mit den Vollversammlungsmitgliedern, noch mit der Basis stattgefunden hat. Die Kammerführung beruft sich dennoch auf ihre Mitgliederzahl von ca , die angeblich voll hinter der Entscheidung der IHK stehen. In einem Forum äußern sich nun Gewerbetreibende kritisch gegenüber der IHK und dem Großprojekt Stuttgart 21. Quelle:http://kammerspartakus.wordpress.com/2010/09/22/zwangsmitglieder-der-ihk-raum-stuttgartformieren-sich/ Argument N 11 Alles easy? Zitat Planfeststellungsabschnitt , Baubedingte Erschütterungen, gekürzt: Zur Gründung des Fernbahntrogbauwerkes und in Teilbereichen der Stadtbahn-Tunnelbauwerke müssen 3500 Ortbetonpfähle in den Boden gerammt werden. Hier ist mit großräumigen Auswirkungen zu rechnen. Pro Pfahl sind allein ca. 125 Schläge erforderlich, um diesen ins Erdreich zu treiben. Anschließend erfolgt erst die Ausrammung des Pfahlfußes, für die eine noch größere Rammenergie erforderlich ist. (...) Es ist mit Schäden an baulichen Anlagen, der Beeinträchtigung von betrieblichen Anlagen und vor allem auch mit einer enormen Belästigung der Anlieger zu rechnen. Damit müssen die prognostizierten Erschütterungseinwirkungen in weiten Bereichen als unzumutbar eingestuft werden. Über eine Million Schläge während mehreren Monaten jeweils zwischen 6:00 und 22:00 Uhr. Der Park wird während der gesamten Bauzeit von Jahren kaum nutzbar sein. Die verbliebenen Bäume laufen wegen des Grundwassermanagements Gefahr, zu vertrocknen. Argument N 12 Was hat die Bahn davon? Bei Neubauprojekten gehen 17% - 20% der Bausumme an die Bahn - für Planung und Bauüberwachung. Bei rund 7 Milliarden Euro ist das mehr als eine Milliarde. Da alle anfallenden Mehrkosten der Bund trägt, ist der Ertrag für die Bahn nach oben offen. Wen wundert es da, dass die Bahn Großprojekte bevorzugt - und hier die jeweils teuerste Variante. Denn Sanierung und Streckenerhalt muss die Bahn aus eigener Kraft stemmen. Quelle: ZDF, Frontal21 vom September 2010

3 Argument N 13* Vertrauen? Wenn das alles so schlimm wäre, wie Sie befürchten, würde das doch nicht gebaut werden. Wer das findet, lese doch einfach das von der Landesregierung in Auftrag gegebene und anschließend geheim gehaltene Gutachten von Smoltczyk und Partner (geologisches/hydrogeologisches Gutachten), schaue die Beiträge von Frontal21 und lese die verschiedenen Beiträge im Stern. Einfache Dementi reichen nicht aus, um die beschriebenen Fakten aus dem Weg zu räumen. Argument N 14 Mit Stuttgart 21 fit für die Zukunft? Die Planungen für S 21 sind hoffnungslos veraltet. Sie sind ein typisches Ergebnis der vergangenen Jahrzehnte, wo das Augenmerk lediglich auf Hochgeschwindigkeitsstrecken für den schnellen Personenverkehr und auf den Börsengang gerichtet war. Alles andere wurde vernachlässigt: Bahnhöfe, Flächenbahn, Güterverkehr. Wenn der Tiefbahnhof einmal fertig ist, kann er zukünftigen Anforderungen nie mehr angepasst werden. Diese zukünftigen Anforderungen zeichnen sich schon lange ab und wären mit einem modernisierten Kopfbahnhof leicht zu realisieren. Zu etwa einem Drittel der Kosten. Quelle: Prof. Dr. Ing. Karl Bodack Argument N 15 Mehr Verkehr auf die Schiene? OB Schuster behauptet, als Folge des Baus von Stuttgart 21 würden 18 Mio. Personenfahrten pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagert. Diese Zahlen stehen in geheimen Gefälligkeitsgutachten, die nicht einmal die Stadt Stuttgart selbst hat. Eine solche Verlagerung findet aber nur dann statt, wenn parallel zu den neuen Schienenstrecken die Straßen zurück gebaut werden. Bekanntlich ist das Gegenteil geplant. Unter anderem soll der Rosensteintunnel im Zuge der B10 gebaut werden. Parallel zur Neubaustrecke nach Ulm wird die A8 von vier auf sechs Streifen verbreitert. Rudolf Pfleiderer, Verkehrswissenschaftler Argument N 16 Stuttgart bekommt S21 geschenkt? Seit 2001 ist die Landeshauptstadt Stuttgart stolze Besitzerin von rund 100 Hektar Gleisflächen hinter dem Bonatzbau. 460 Mio. Euro hat sie dafür bezahlt. Verkaufen, bebauen oder begrünen kann sie diese Flächen aber erst mit Inbetriebnahme von Stuttgart 21, also frühestens Bis dahin fahren noch Züge auf den Gleistrassen. Die entgangenen Zinsen aus dem Kaufkapital (5,5 %p.a.) summieren sich für Stuttgart bislang auf 284 Mio. Euro. Großzügig verzichtet die Stadt auch auf Mieteinnahmen für die Flächennutzung. Die Bahn bezahlt keinen Cent, die Züge verkehren kostenlos auf städtischem Boden. Umgekehrt langt die Bahn zu, wenn sie Einrichtungen, etwa Vereinen, historische Schienenfahrzeuge zur Verfügung stellt: 1000 Euro kostet eine Stunde Gleisbelegung im Stuttgarter Hauptbahnhof. (VCD, euz) Auch an anderen Stellen sind viele Kostenbeiträge der Stadt versteckt. Geld, das an anderen Stellen fehlt. Argument N 17 Ausstiegskosten 1,4 Milliarden? Höchstens 400 bis 500 Millionen rechnet der gefragte Bahnexperte und Gutachter Prof. Christian Böttger aus Berlin. Kern der Finanzierung sind Immobilienverkäufe Mio. Euro hat die Stadt Stuttgart für einstmals freiwerdende Gleisflächen an die DB gezahlt. Als Vorschuss sozusagen. Bei Ende des Projektes müsste die Bahn diese Summe plus Zinsen i.h.v. 5,5% zurückzahlen: 744 Mio. - frisches Geld für neue Aufgaben. (...) Die ganze Geschichte: FR vom

4 Argument N 18 Schicker neuer Bahnhof? Wenn er so würde, wie es die schicken Visualisierungen der Büros Ingenhoven und Aldinger und Wolf suggerieren, könnte man das wirklich meinen. Diese hübschen Bildern wirken ja so echt, wie Fotos! Da vergisst man leicht, dass Beton nicht weiß ist, dass auf einem Betondeckel keine Bäume wachsen können, da lässt man sich verzaubern von großen Bäumen, die durch elegante Lichtaugen lächeln, über kathedralenhafte Höhen, geschwungene Säulen, gleißende Helle, perfekte Oberflächen... Alles Fake. Der neue Bahnhof wird grau, niedrig, eng, hässlich, unfunktionabel. Im Internet kursieren noch Visualisierungen vom Fraunhofer Institut, die helfen bei der Entzauberung. Suchen Sie danach. Argument N 19 Barrierefrei und attraktiv? Der 16-gleisige Kopfbahnhof bietet Entzerrung und Flexibilität bei Fahrzeitverzögerungen, Züge können aufeinander warten. Ein 8-gleisiger Durchgangsbahnhof ist sehr störanfällig und unflexibel. Durch die bei S21 mit 2 Minuten extrem kurz angesetzten Haltezeiten der Züge sowie die langen Umsteigewege über Aufzüge und Treppen wird Zugfahren zu einem gehetzten Hindernisparcour. Ein Horror für Menschen mit Behinderung, Kinderwägen oder viel Gepäck. Aufgrund der hohen Bau- und Unterhaltskosten für Stuttgart 21 muss mit einer Erhöhung der Trassen und Stationsgebühren um mindestens 25 Prozent gerechnet werden. Die Bahnfahrer werden, so sie der Bahn nicht den Rücken kehren, die Zeche zahlen müssen - entweder in Form eines reduzierten Zugangebots oder durch verteuerte Fahrpreise. Argument N 20 Wassermanagement? Ein 17 km langes, überirdisch in einer Höhe von bis zu 5 Metern verlegtes Rohrsystem mit einer Wasseraufbereitungsanlage ist während der mindestens 10-jährigen Bauzeit des Tunnelbahnhofes notwendig, um die Baugrube Grundwasserfrei zu halten und eventuelle Verunreinigungen des Grundwassers zu reinigen. Eine zentrale Wasserader Stuttgarts, der Nesenbach, muss unter der Baugrube, die den Verlauf des Baches kreuzt, hindurchgeführt und daher mit einem viele Millionen teuren System umgeleitet werden. Alle diese Maßnahmen sind bei einem Bahnhof mit Kopf nicht notwendig. Argument N 21 Zukunft in Stuttgart? Der Schlossgarten ist die grüne Lunge Stuttgarts -von Stadtplanern weise geplant, von den Stuttgarter Bürgern geliebt, belebt und selbst in schlimmsten Nöten wie den kalten Wintern nach dem 2. Weltkrieg nie angegriffen. Eine Rodung des mittleren Schlossgartens würde nicht nur einen Heimatverlust bedeuten, er würde auch das Stadtklima negativ verändern. Denn exakt dort, wo fast 300 Bäume fallen sollen, herrscht die höchste Feinstaubbelastung in ganz Deutschland. Diesem Negativrekord würde die Baustelle für S21 täglich 2400 LKW-Fahrten hinzufügen. Argument N 22 Wer trägt das Risiko? Angenommen Sie haben ein Haus, in dessen Nähe Tunnel gebohrt werden. Sofern die DB Ihr Haus bereits vor Jahren als potentiell gefährdet eingestuft hat, nahm sie ein Beweissicherungsverfahren vor. Sofern Sie selbst vor Jahren wussten, dass Ihr Haus gefährdet sein könnte, beantragten Sie damals ein solches und die DB haftet für ev. auftretende Schäden. Sollten Sie aber nichtsahnend ohne Beweissicherungsverfahren sein und Ihr Haus bekommt plötzlich Risse, kommt ins Rutschen oder... dann bleiben Sie rechtmäßig auf dem Schaden sitzen. Argument N 23 Zukunftsweisende Architektur und Stadtplanung?... die neue Bibliothek will auch mit einzigartiger Architektur begeistern - der Glaskubus wird auch optisch einer der Mittelpunkte des Europaviertels werden. Die neue Bibliothek soll von außen wie ein großer strahlender Kristall wirken...die neue Bibliothek soll städtebauliches Vorbild werden... Quelle:

5 Argument N 24 Bauzeit 10 Jahre? Es ist völlig illusorisch davon auszugehen, dass die Projekte Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendlingen - Ulm jährlich ein Viertel der insgesamt bundesweit zur Verfügung stehenden Verkehrsinvestitionsmittel erhalten werden. Geringere jährliche Mittel bedeuten aber eine Verlängerung der Bauzeit. Ein gravierender Nachteil der Projekte ist, dass sie erst dann einen Nutzen entfalten, wenn sie vollständig fertig gestellt sind - voraussichtlich nicht vor Weil Stuttgart 21 ohne die Neubaustrecke auf dem Acker endet, wird der Tiefbahnhof auch nicht vorher fertiggestellt. Die Leidensjahre für die Stadt Stuttgart mit der größten Baustelle Europas mitten in der City erhöhen sich auf Jahre. Argument N 25 Monopoly 21 (martin sigmund) Stuttgart 21 ist für seine Initiatoren und deren Freundeskreis in erster Linie kein Bahn-, sondern ein Immobilienprojekt. Auf dem möglicherweise frei werdenden Gleisgelände sollen insgesamt zehn Milliarden Euro in Büros, Wohnhäuser und noch mehr Einkaufszentren investiert werden. Am Ende hat die Stuttgarter Innenstadt dann z.b. 60% mehr Einkaufsflächen als jetzt. (Quelle Stern ) Dieser Plan besteht trotz einer Überkapazität an Büroflächen, trotz überteuerter Wohnflächen und der Gefahr einer Verödung der Innenstadt. Argument N 26 Unworte Gleisgewurschtel, Hüttenkruscht Ökonazis Fortschrittsverweigerer Zukunftsverhinderer Unumkehrbarkeit Berufsdemonstranten Fortschrittsverwöhnte und der denkmalgeschützte Nordflügel des Bahnhofs alter Moder usw. - warum so viele negative Wortschöpfungen, wo doch angeblich die besseren Argumente vorhanden sind? Argument N 27 Problemlösung 21 Stuttgart 21 ist die Lösung eines Problems, das wir gar nicht haben und schafft neue Probleme, für die wir keine Lösung haben. Argument N 28 Null-Energiebahnhof? Stuttgart 21 wird kein Null-Energie-Bahnhof, wie sein Architekt Ingenhoven lautstark behauptet. Gegenüber dem bestehenden Kopfbahnhof sind immense zusätzliche Betriebskosten zu tragen: 1,3 Mill. Euro pro Jahr. Laufend. Z.B. für 35 Rolltreppen und 15 Panoramaaufzüge. Wohlgemerkt: falls die Energiepreise nicht steigen. Wenn der Strom teurer wird, werden auch hier die Kosten nach oben schnellen. Quelle: VCD Argument N 29 notwendiges Infrastrukturprojekt? Stuttgart 21 ist kein Infrastrukturprojekt, auch wenn das immer behauptet wird. Bei Stuttgart 21 wird eine funktionierende und erweiterbare Infrastruktur (der bestehende Kopfbahnhof) zerstört und durch eine dysfunktionale und störanfällige ersetzt, die nie mehr erweitert oder wesentlich verändert werden kann. Dem Regionalverkehr bringt S21 nichts, im Gegenteil: so können z.b. Dieselloks den Tiefbahnhof nicht anfahren. Argument N 30 Und was sagt Schiller dazu? (joel) Festen Mut in schwerem Leiden, Hülfe, wo die Unschuld weint, Ewigkeit geschwornen Eiden, Wahrheit gegen Freund und Feind, Männerstolz vor Königsthronen, Brüder, gältʼ es Gut und Blut Dem Verdienste seine Kronen, Untergang der Lügenbrut! Friedrich von Schiller, Ode an die Freude, Vers 5

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