Investitionsschwäche in Deutschland

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Investitionsschwäche in Deutschland"

Transkript

1 Investitionsschwäche in Deutschland DIHK-Schlaglicht Wirtschaftspolitik Sommer 2014

2 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 2 Investitionsschwäche in Deutschland Die Investitionen von heute sind das Fundament für Wachstum und Arbeitsplätze von morgen. Die schwache Investitionstätigkeit in Deutschland gibt deshalb Anlass zur Sorge. Aktuelle Entscheidungen wie Rente mit 63, Mindestlohn und Mütterente haben das Potenzial, zusätzlich negativ zu wirken. Mit ihnen errichtet die Politik weitere Investitionshürden. Wir laufen Gefahr, in einer Hoch-Zeit unseres Erfolges die Weichen für eine negative Entwicklung zu stellen. Wir brauchen dringend eine neue Standortdebatte, um Chancen auch künftig zu nutzen und den bestehenden Herausforderungen zu begegnen. Gerade der Mittelstand mit seiner auf den Standort Deutschland ausgerichteten Langfristorientierung muss wissen, dass er hierzulande willkommen und wichtiger Bestandteil von Wirtschafts-, Regional und Gesellschaftsstruktur ist. Von Demografie über Energiewende bis hin zu Steuern und Bürokratie gibt es eine weite Bandbreite von Ansatzmöglichkeiten für eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Politik zugunsten von mehr Investitionen der Unternehmen am Standort Deutschland. Hierzu gehört auch ein Mittelstandspakt, der eine Investitionsagenda formuliert. Deutschland hat eine Investitionslücke von 3 Prozent des BIP Die Investitionsquote in Deutschland ist zu gering gemessen an der Wirtschaftsstruktur und auch im internationalen Vergleich. Während Deutschland 2012 beispielsweise 17,5% seiner Wirtschaftsleistung investiert hat, waren es im Schnitt der anderen Industrieländer 21,4% (z. B. Österreich 27%, Schweden 21%). In den Jahren davor sah es nicht viel besser aus, so dass sich nach DIHK-Berechnungen seit 2005 im internationalen Vergleich eine durchschnittliche Investitionslücke von etwa 3% am BIP ergibt. D.h. es hätten pro Jahr etwa 80 Mrd. Euro mehr in Deutschland investiert werden müssen. Mindestens denn ob das ausreichend gewesen wäre, ist nicht einmal sicher: Deutschland braucht wegen seines hohen Industrieanteils und der damit verbundenen hohen Kapitalausstattung eher noch mehr Investitionen. 1 Das oft angeführte Argument, der Rückstand sei auf den Immobilienboom andernorts zurückzuführen, trägt nicht. Rechnet man den Wohnungsbau heraus, liegt die deutsche Investitionsquote immer noch etwa 2% niedriger als im Durchschnitt aller Industrieländer. Außerdem zeigt die Analyse der Zahlen, dass das strukturelle Investitionsdefizit zurückreicht bis zum Jahr Die Finanzmarktkrise sowie die Staatsschuldenkrise im Euroraum oder der Russland-Ukraine-Konflikt sind Verstärker des strukturellen Investitionsmangels, nicht aber dessen eigentliche Ursache. 1 Das DIW beziffert die Lücke ebenfalls auf etwa 3% des BIP. Die DIW-Rechnung basiert auf einem ökonometrischen Modell (Investitionen in Abhängigkeit von Wirtschaftskraft, Wachstum sowie Spar-, Beschäftigungs- und der Industriequote).

3 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 3 Bruttoinvestitionsquote (in Prozent) 23 Deutschland Durchschnitt (gew., ohne D)* * Durchschnitt der Länder Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Mexico, Niederlande, Slowakei, Schweden, Vereinigtes Königreich, USA (soweit verfügbar); Quelle: DIHK, OECD. Der Anteil der Investitionen an der Wirtschaftsleistung ist mit 17,5% immer noch etwas niedriger als in den 2000er Jahren (18%) und klar niedriger als in den 1990ern (22%). Rechnet man die Investitionen zum Erhalt des Kapitalstocks heraus (Nettoinvestitionen), investiert Deutschland nur 3% seiner Wirtschaftsleistung zum Vergleich: Österreich 10%, Schweden und Belgien 7%, Finnland 6%. Die hierzulande verbesserte Investitionsbereitschaft 2014 ist konjunkturell bedingt. Der DIHK rechnet 2014 mit einem Investitionsplus von 5,5%. Dazu trägt der Bau wesentlich bei. In anderen konjunkturell guten Jahren (2006: 8,2%, 2010: 5,7%, 2011: 6,9%) war die Investitionsdynamik allerdings kurzzeitig höher. Zunächst führte 2008/2009 die Finanzkrise zu einem Investitionseinbruch (allein 2009 um fast 12%) und 2013 ließ die Euro-Krise viele Unternehmen vorsichtiger agieren. Die Kapazitätsauslastung erholt sich seitdem nur allmählich. Das Vorkrisenniveau hat die Investitionsquote noch immer nicht erreicht und die war, wie der internationale Vergleich zeigt, ohnehin schon zu niedrig. Viele Unternehmen haben ihre gute Wettbewerbssituation auch genutzt, um eine dünne Eigenkapitaldecke aufzubessern Grundlage für eine verbesserte Bonität und mehr Investitionen. Zudem sorgt die verschärfte Regulierung des Finanzsystems dafür, dass Unternehmen langfristig mehr Liquidität im Betrieb halten. Ein Drittel der Unternehmensgewinne fließt in Investitionen.

4 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 4 Die hohen Auslandsinvestitionen waren einer der Schlüssel zum Erfolg der deutschen Wirtschaft in den letzten Jahren auch für die Weiterentwicklung des heimischen Standorts. Die Unternehmen haben die Märkte in den dynamischen Weltregionen rechtzeitig erschlossen. So sind die hohen Auslandsinvestitionen nicht zuletzt Folge der Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung in diesen Regionen. Außerdem gilt: Investitionen im Ausland und im Inland lassen sich nicht gegeneinander ausspielen. Die aufgestockten Auslandsbudgets der Industrieunternehmen kommen dem Inland zugute. Das zeigt die DIHK-Umfrage zu den Auslandsinvestitionen seit mehreren Jahren: Betriebe mit Auslandsinvestitionen wollen auch hierzulande kräftiger investieren und ihre Beschäftigung aufstocken. Der industrielle Mittelstand erschließt Auslandsmärkte in der Regel nicht mit eigenen Produktionsstätten, sondern über den Export. Um den US-Markt von hier aus beliefern zu können, ist er auf vereinfachte Zertifizierungsverfahren und die gegenseitige Anerkennung von Standards angewiesen. TTIP wäre hier ein wichtiges Aufbruchssignal. Mittelständische Industriebetriebe könnten hierzulande für den US- Markt produzieren und investieren. Problematisch ist es jedoch, wenn Betriebe aus Kostengründen Investitionsprojekte eher im Ausland realisieren. Diese Betriebe zeigen sich am heimischen Standort deutlich zurückhaltender. Bedenklich ist: 2014 gewinnt das Kostenmotiv für die Auslandsinvestitionen erstmals seit langer Zeit wieder leicht an Bedeutung (Anstieg des Anteils von 20 auf 21%). Zuvor hatte es seit 2003 nahezu kontinuierlich verloren. Der seit der Agenda-Politik erlahmte Reformwille der politischen Akteure hinterlässt hier seine Spuren. Die Investitionstätigkeit spiegelt die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wider Der Staat investiert dauerhaft zu wenig und zwar schon seit dem Jahr Gut ein Viertel der Investitionslücke wäre geschlossen, wenn der Staat zumindest die jährlichen Abschreibungen auf seine Infrastruktur in Höhe von über 60 Mrd. Euro ersetzen würde. Die tatsächlichen Investitionen im Umfang von 42 Mrd. Euro müssten um über 40% höher liegen. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt verzeichnet Deutschland somit Jahr für Jahr einen Substanzverlust bei der öffentlichen Infrastruktur von bislang bis zu 18 Mrd. Euro (d.h. 0,7% des BIP gehen kontinuierlich verloren; siehe Grafik). Die deutsche Maut-Diskussion wird der Bedeutung der Problematik bei der Verkehrsinfrastruktur nicht gerecht die 600 Mio. Euro wären allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein und dieser ist zudem noch teuer erkauft. Die Erfahrungen bei Einführung der LKW-Maut haben zudem gezeigt, dass zusätzliche Einnahmen durch gleichzeitige Kürzungen von Haushaltsmitteln nicht zu Mehr-Investitionen führen müssen. Die Investitionslücke im privaten Bereich liegt damit bei etwa 60 Mrd. Euro. Bezogen auf das Investitionsvolumen des privaten Sektors von insgesamt rd. 430 Mrd. Euro sind das etwa 14 Prozent. Nachholbedarf gibt es im Bereich der Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur: Über die nächsten Jahre entstehen beispielsweise für die Versorgung aller Haushalte mit Breitband (50 Mbit/s) Investitionsbedar-

5 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 5 fe von etwa 5 Mrd. Euro pro Jahr 2 (insgesamt 20 Milliarden Euro bis 2018). In etwa so hoch ist das für den Ausbau der Energieinfrastruktur nötige Volumen mit ca. 4 Mrd. Euro jährlich. Gerade energieintensive Branchen weisen in den letzten Jahren eine schwache Investitionsentwicklung auf. Unternehmen dieser Bereiche haben ihre Abschreibungen in Deutschland seit 2001 nicht wieder komplett neu investiert. Bei den Investitionen der Metallerzeuger fehlten 11% zum Ausgleich der Abschreibungen, in der Chemie 12%, bei Papierherstellern 17% und in der Glasindustrie sogar 29%. Allein diese Defizite summieren sich auf eine Differenz zum Kapitalstock von 2001 von 13 Mrd. Euro. Dies steht dafür, dass Deutschland an Standortqualität verliert. Die Notwendigkeit zur Standortverlagerung in der Industrie nimmt aufgrund der in Deutschland steigenden Energiekosten weiter zu das zeigen DIHK-Umfragen. Investitionslücke in Deutschland Investitionsrückstand Deutschland ggü. anderen Industrieländern (ohne Wohnungsbau) (in Punkten) Nettoinvestitionen des Staates (in %) 0,0 0 Investitionsrückstand/Nettoinvestitionen -0,5-1,0-1,5-2,0-2,5-3,0-3,5-0,6-0,6-0,6-1,3-2,0-2,6-0,7-0,7-0,7-2,7-2,6-3,0-2,4-0,6-0,7-0,7-0,7-2,5-2,5-3, in Mrd. Euro (2010) -4,0 Quelle: DIHK, DeStatis, OECD TÜV Rheinland

6 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 6 Identifikation der wichtigsten Investitionshemmnisse Mehr als jedes zweite Industrieunternehmen sieht neben der konjunkturellen Entwicklung Hemmnisse am Standort Deutschland, die seine Investitionsvorhaben beeinträchtigen. 3 Vor allem Unternehmen der Chemieund Pharmaindustriesind hiervon in besonderem Maße betroffen (60%) sowie Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern (63%). Dabei nennen die Unternehmen vor allem steuerliche Aspekte als konkrete Investitionsbremsen. Neben der Höhe und der Komplexität zählen dazu auch die Abschreibungsbedingungen, die dem tatsächlichen Wertverlust nicht gerecht werden. Die Energiekosten haben sich mittlerweile zu einem echten Standortnachteil entwickelt und schlagen voll auf die Investitionsbereitschaft durch. Auch die Verfügbarkeit und die Qualität der Fachkräfte lassen zu Wünschen übrig und bremsen den Expansionsdrang vieler Unternehmen. Würde eine Verbesserung bei folgenden Standortfaktoren in Ihrem Unternehmen zu mehr Investitionen im Inland führen?* (in Prozent) Steuern und Abgaben Flexibilität des Arbeits- und Tarifrechts Energiekosten Steuerrecht Komplexität / Praxistauglichkeit Fördermög. für unternehmerische Innovationsakt. Einführung einer degressiven AfA Planungs- und Genehmigungsverfahren Verfügbarkeit von geeigneten Fachkräften Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen Effizienz der Behörden Politische Unterstützung im globalen Wettbewerb Einstellung der Bevölkerung zu Großprojekten Umweltschutzauflagen Qualität von Fachkräften Demografische Entwicklung IT-Infrastruktur Zusammenarb. Forschung/Hochsch. mit Unternehmen Rechtssicherheit Vereinbarkeit von Familie und Beruf Verkehrsinfrastruktur Verfügbarkeit von Gewerbeflächen Energiesicherheit Verfügbarkeit Zulieferunternehmen/Dienstleister Verfügbareit von Rohstoffen Sozialer Friede Quelle: DIHK * Unternehmen, die Hemmnisse am Standort Deutschland sehen; Summe der Antworten "deutlich mehr Investitionen"und "mehr Investitionen" 3 Erste Ergebnisse einer laufenden Umfrage der IHK-Organisation mit bislang rd Unternehmensantworten.

7 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 7 Was zu tun ist: Gute Politik für mehr Investitionsschwung Gute Wirtschaftspolitik setzt den Rahmen. Nach einer Schwächephase zu Beginn der 2000er Jahre erholten sich die Investitionen hierzulande im Zuge sinnvoller wirtschaftspolitischer Weichenstellungen durch die Agenda-Politik (insb. Arbeitsmarktreformen, moderate Lohnpolitik, Unternehmensbesteuerung, Rente mit 67) und einer konsequenten Erneuerung in den Unternehmen. Diese Reformpolitik hat sich ausgezahlt nicht nur beim Beschäftigungsaufbau, auch bei Investitionen. Allerdings ist seitdem nichts Nennenswert es mehr passiert. Im Gegenteil: Es ist nicht mal einmal geglückt, das Niveau zu halten. Auch aktuell wird eher die Rolle rückwärts geprobt. Bereits vor der Staatsschulden-Krise wurden zahlreiche Reformen wieder verwässert oder sogar zurückgedreht. Dazu zählen z. B. bei der Gewerbesteuer die Hinzurechnungen und die Zinsschranke. Hinzu kommen derzeit weitere neue Investitionsbremsen. So wünschenswert aus sozialer Perspektive Projekte wie Mütterrente, Mindestlohn und Mietpreisbremse sein mögen, sie verändern die Kostensituation der Unternehmen und verschieben die Rahmenbedingungen zulasten privater Investitionen. Gleichzeitig verlagern sich die Haushaltsschwerpunkte weiter in Richtung konsumptiver Ausgaben auf Kosten der so dringend notwendigen öffentlichen Investitionen. Das Geld für mehr öffentliche Investitionen ist da. Allein durch die Steuermehreinnahmen bis 2017 entstehen beim Bund jährlich rd. 4 Mrd. Euro Spielraum für zusätzliche Infrastrukturinvestitionen, der Rest kann durch Umschichtungen ausgeglichen werden. Auch klammen Kommunen kann geholfen werden. Mehr Spielraum auf der für Investitionen besonders wichtigen Ebene der Städte und Gemeinden könnte eine Stabilisierung ihrer Finanzen schaffen. Eine Reform der Gewerbesteuer sowie die Neuordnung der Aufgaben und daran anschließend der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden sind hier zu nennen. Dabei kann helfen, dass die Kommunen das Jahr 2013 mit einem Plus von 1,1 Mrd. Euro abgeschlossen hat. Der Bund ist bereits aktiv geworden und entlastet die Gemeinden um fast 6 Mrd. Euro jährlich durch die Übernahme der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie die vorgesehene Entlastung bei der Eingliederungshilfe. Genau diese Mittel sollten die Kommunen für Infrastrukturerhalt und -umbau nutzen. Auch die Länder müssen ihrer Pflicht zur angemessenen Finanzausstattung ihrer Kommunen nachkommen. Aus eigener Kraft kann sich die kommunale Seite zusätzliche Spielräume durch eine höhere Effizienz gerade auch bei der Erfüllung der Pflichtaufgaben eröffnen. Entflechtung und Ausgabendisziplin im Verwaltungsbereich ermöglichen ein stärkeres eigenverantwortliches Handeln. Derzeit sorgen sich viele Familienunternehmen um eine drohende Neuregelung der Erbschaftsteuer. Bei einem Wegfall der Verschonungsregel und gleichbleibenden Steuersätzen würde rein rechnerisch eine zusätzliche Erbschaftsteuerlast von jährlich fast 11 Mrd. Euro bei Unternehmen entstehen (Grundlage: Daten von 2012). Bei einem Investitionsanteil am Gewinn wie in den letzten Jahren von ca. 34 % (Berechnungen DIHK) könnten also knapp 3,7 Mrd. Euro pro Jahr weniger investiert werden. Da Investitionen und Beschäftigungsaufbau in einem engen Verhältnis zueinander stehen, würde dies wiederum jährlich rund eine halbe Million Arbeitsplätze gefährden. Damit schlüge das Pendel zurück auf die öffentlichen Haushalte: Weniger Arbeitsplätze führen zu weniger Einnahmen aus der Lohn- und Einkommensteuer, zu geringeren Einnahmen bei der Sozialversicherung

8 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 8 sowie weniger Umsatzsteuern. Die Gesamtbelastung der öffentlichen Haushalte hierdurch beliefe sich auf etwa 10 Mrd. Euro jährlich. Die Bundesregierung ist gut beraten, weiterhin deutlich zu machen, dass bei dieser wichtigen Frage der Koalitionsvertrag gilt: Unternehmensnachfolge soll auch künftig durch die Erbschaftsbesteuerung nicht gefährdet werden. Notwendig ist daher eine verfassungsfeste und mittelstandsfreundlich ausgestaltete Erbschafts- und Schenkungsteuer, die einen steuerlichen Ausnahmetatbestand bei Erhalt von Arbeitsplätzen vorsieht. Hinzu kommen Unwägbarkeiten in der Energiepolitik. Die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise ist seit mittlerweile vier Jahren größtes Geschäftsrisiko der Industrieunternehmen (derzeit 58%; sogar 61% der Betriebe, die mehr investieren wollen). Bei unseren Nachbarn sind die Energiepreise teilweise erheblich niedriger. 4 Das zeigt: Für eine gelungene Energiewende brauchen wir einen europäischen Energiemarkt. Die neue EU- Kommission sollte hier rasch Vorschläge unterbreiten. Die Bundesregierung sollte die Weichen in Richtung Europa stellen. Anders ist die Energiewende nicht zu stemmen. Zweitgrößtes Geschäftsrisiko für Unternehmen mit Investitionsplänen ist mittlerweile die Sorge um geeignete Fachkräfte. Vor dem Hintergrund, dass das Erwerbspersonenpotenzial in den kommenden zehn bis zwölf Jahren in Millionenhöhe abnimmt, wirkt die abschlagsfreie Rente mit 63 hier künftig noch verschärfend. Das Halten älterer Arbeitnehmer ist mittlerweile ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Mangel an qualifiziertem Personal. Weiterbildung mit 63 müsste die Devise heißen statt Rente mit 63. Hinzu kommt, dass die Frühverrentungsmaßnahmen zu höheren Rentenbeiträgen führen werden und damit Investitionsspielräume der Unternehmen zusätzlich verengen. Schon jetzt wurde die eigentlich vom Gesetz vorgeschriebene Senkung der Beiträge abgesagt. Neben den heimischen Potenzialen gilt es, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Die demografische Entwicklung hat für Deutschland auch eine zusätzliche Dimension: Familienunternehmen sitzen häufig nicht in den Ballungszentren. Die Attraktivität der Regionen für Fach- und Führungskräfte ein zentrales Aktionsfeld der IHKs wird damit essenziell. Ansonsten bekommen nicht nur die mittelständischen Unternehmen die demografische Keule zu spüren. Die Regionen werden zu Verlierern, was hier und da schon der Fall ist. Die IHKs werben bereits um Fachkräfte national wie international, beispielsweise in Spanien. In eigens eingerichteten Fachkräfteservicestellen erhalten Neubürger ein Rund-um-Paket aus einer Hand für den Start am neuen Lebensort. Beim Thema Bürokratieabbau lässt die Politik den Mittelstand inzwischen wieder im Stich. So haben die Unternehmen hierzulande die elektronische Bilanz eingeführt die meisten Finanzämter drucken die Daten aber wieder auf Papier aus und bearbeiten sie in herkömmlicher Weise weiter. So können Aufbewahrungsfristen nicht verkürzt, Betriebsprüfungen nicht beschleunigt und das Investitionshemmnis Bürokratie nicht gesenkt werden. Dabei könnten allein durch die Verkürzung der Aufbewahrungsfristen Bürokratiekosten in Höhe von 4 Mrd. Euro eingespart werden. Die Bundesregierung sollte rasch mit einem Projekt Elektronisches Finanzamt nachziehen. 4 Faktenpapier Strompreise in Deutschland, DIHK 2014.

9 DIHK-Schlaglicht ÊInvestitionsschwäche in Deutschland 9 Auch rasche Sofortmaßnahmen können zu einem besseren Investitionsklima beitragen 1. Zurück zur degressiven AfA: Befragt nach ihren Investitionshemmnissen, sagen 60% der Industrieunternehmen in einer aktuellen DIHK-Industrieumfrage, die degressive Abschreibung würde Investitionsentscheidungen erleichtern. 2. Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter seit einem halben Jahrhundert unverändert: Seit 1965 liegt die Grenze für sofort abschreibbare geringwertige Wirtschaftsgüter bei 410 Euro. Ein realistischer Wert wären Euro. 3. Rahmenbedingungen für Wagniskapital verbessern: Die Gründung von Hightech-Unternehmen ist durch das Angebot an Wagniskapital begrenzt. Ein zentrales Hemmnis für Wagniskapital liegt in den restriktiven Regelungen zur Nutzung des Verlustvortrags ( 8c KStG, auch Mantelkaufverbot), sie sollten auf Missbrauchsfälle beschränkt werden. 4. Breitbandversorgung flächendeckend ausbauen: Der Ausbau von Hochgeschwindigkeitsdatennetzen ist eine Voraussetzung für moderne Unternehmen. Er erfordert gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten wie Netzanbieter, Bund, Länder, Kommunen und Politik. 5. Gewerbeflächen verfügbar machen: Investitionen am Standort Deutschland verlangen funktionsfähige, gut erreichbare Flächen für Ansiedlung sowie Erweiterung und Modernisierung von Industrie und Gewerbe. Die Errichtung moderner Anlagen muss mit überschaubaren und verlässlichen Planungszeiten verbunden sein. Dies gelingt im Dialog mit der Wirtschaft am besten.

2 Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament

2 Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament 2 Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament Die Auswertung Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament basiert auf einer Befragung unter Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleistern

Mehr

2 Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament

2 Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament 2 Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament Die Auswertung Industriestandort Deutschland: Risse im Fundament basiert auf einer Befragung unter Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleistern

Mehr

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015 Industrieland Deutschland Teil 2, Stand: Januar 2015 Deutschland ist ein guter Industriestandort Stärken und Schwächen des Industriestandorts Deutschland 144 Länder im Vergleich; Bester Platz =1, Schlechtester

Mehr

Die steuerlichen Auswirkungen der entlastenden Maßnahmen sowie die Rücknahme insbesondere der Unternehmensteuerreform der Koalition werden saldiert.

Die steuerlichen Auswirkungen der entlastenden Maßnahmen sowie die Rücknahme insbesondere der Unternehmensteuerreform der Koalition werden saldiert. Finanzielle Auswirkungen und Gegenfinanzierung 1. Finanzielle Auswirkungen der gerechten Steuer Die steuerlichen Auswirkungen der entlastenden Maßnahmen sowie die Rücknahme insbesondere der Unternehmensteuerreform

Mehr

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise?

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Prof. Dr. Kai Carstensen ifo Institut und LMU München 17. August 2011 Europäische Schuldenkrise und Euro Krisenmechanismus - Agenda 1. Warum werden Eurobonds gefordert?

Mehr

Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015

Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015 Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015 Weltenergierat Deutsche Energiewende Inhaltsverzeichnis 1 2 Globale Ergebnisse 35 Antworten Europäische

Mehr

Herausforderungen an die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch einen neuen Weltenergiemarkt. 13. November 2013 Berlin

Herausforderungen an die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch einen neuen Weltenergiemarkt. 13. November 2013 Berlin Herausforderungen an die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch einen neuen Weltenergiemarkt 13. November 2013 Berlin Energiekosten spielen für die deutsche Industrie eine besondere Rolle Exportorientiert

Mehr

Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015

Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015 Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Juni 2015 Geld Funk1onierendes Geld ist ein umfassendes Kommunika1onsmi9el (Luhmann) Es verbindet über na1onalstaatliche Grenzen hinweg Geld erleichtert die Vermögensbildung

Mehr

Steueraufteilung. Finanzen&Steuern Folie 1. Gemeinden. Steuern. Gemeinden. Länder. Bund

Steueraufteilung. Finanzen&Steuern Folie 1. Gemeinden. Steuern. Gemeinden. Länder. Bund Finanzen&Steuern Folie 1 Steueraufteilung Deutschland ist ein föderal aufgebauter Staat. Dabei haben alle drei Ebenen Bund, Länder und Gemeinden einen Anspruch auf einen Teil der Steuereinnahmen. Bestimmte

Mehr

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014 2005Q1 2005Q2 2005Q3 2005Q4 2006Q1 2006Q2 2006Q3 2006Q4 2007Q1 2007Q2 2007Q3 2007Q4 2008Q1 2008Q2 2008Q3 2008Q4 2009Q1 2009Q2 2009Q3 2009Q4 2010Q1 2010Q2 2010Q3 2010Q4 2011Q1 2011Q2 2011Q3 2011Q4 2012Q1

Mehr

Europäischer Fiskalpakt ohne

Europäischer Fiskalpakt ohne Europäischer Fiskalpakt ohne Alternative? MdB BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Wirkungen des Europäischen Fiskalpaktes MdB Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Überblick

Mehr

Unternehmensfinanzierung in wirtschaftlich schwierigem Umfeld

Unternehmensfinanzierung in wirtschaftlich schwierigem Umfeld Unternehmensfinanzierung in wirtschaftlich schwierigem Umfeld Peter Heckl Leiter Unternehmenskunden Regionalbereich Filder Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen Zweitgrößte Sparkasse in Baden-Württemberg

Mehr

Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin. Sehr geehrte Damen und Herren,

Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin. Sehr geehrte Damen und Herren, Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin Sehr geehrte Damen und Herren, in drei Monaten wird der neue Bundestag gewählt. Wir entscheiden über die Politik, die Deutschland

Mehr

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003 8. Alterssicherung Bisher konnten sich die Deutschen auf die staatliche Rentenkasse verlassen, die über 80 Prozent ihres Renteneinkommens deckt. Daneben gibt es auch andere Formen der Altersvorsorge. So

Mehr

Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten

Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten Zur Lage der Unternehmensfinanzierung 28. Februar 2013 Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten Das Jahr 2012 endete mit einem konjunkturell schwachen Quartal, im laufenden Jahr

Mehr

Gemeinsamer Beschluss: Schnelles Internet für Brandenburg!

Gemeinsamer Beschluss: Schnelles Internet für Brandenburg! 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Gemeinsamer Beschluss: Schnelles Internet für Brandenburg! Deutschland hat die Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder und Brandenburg kann einen Beitrag dazu

Mehr

Wachstum und solide Staatsfinanzen:

Wachstum und solide Staatsfinanzen: Wachstum und solide Staatsfinanzen: Entwurf des Nachtragshaushalts 2015 Eckwerte des Regierungsentwurfs des Bundeshaushalts 2016 und des Finanzplans bis 2019 1 Ausgangslage Die prioritären Maßnahmen des

Mehr

10. Mobilität: Migration und Fluktuation

10. Mobilität: Migration und Fluktuation ARBEITSMARKTÖKONOMIE: THEORIE, EMPIRIE UND POLITIK 1. Arbeitsangebot 2. Arbeitsnachfrage 3. Arbeitsmarktgleichgewicht 4. Stellenheterogenität und Lohndisparität 5. Bildung von Humankapital 6. Lohndiskriminierung

Mehr

Für eine Infrastruktur der Zukunft. Mehr Entschlossenheit zum digitalen Fortschritt in Deutschland

Für eine Infrastruktur der Zukunft. Mehr Entschlossenheit zum digitalen Fortschritt in Deutschland Für eine Infrastruktur der Zukunft Mehr Entschlossenheit zum digitalen Fortschritt in Deutschland Wir müssen noch in der laufenden Legislaturperiode entscheiden, ob wir die Weichen für ein digitales Deutschland

Mehr

Factsheet 1 WARUM BRAUCHT DIE EU EINE INVESTITIONSOFFENSIVE?

Factsheet 1 WARUM BRAUCHT DIE EU EINE INVESTITIONSOFFENSIVE? Factsheet 1 WARUM BRAUCHT DIE EU EINE INVESTITIONSOFFENSIVE? Seit der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise leidet die EU unter einer Investitionsschwäche. Daher müssen wir auf europäischer Ebene kollektive

Mehr

Monitoring-Report Digitale Wirtschaft

Monitoring-Report Digitale Wirtschaft Monitoring-Report Digitale Wirtschaft Innovationstreiber IKT www.bmwi.de Der aktuelle Monitoring-Report Digitale Wirtschaft Digitale Wirtschaft: IKT und Internetwirtschaft MehrWert- Analyse Internationales

Mehr

KfW-Kommunalbefragung 2009. Wachsender Investitionsrückstand zu befürchten

KfW-Kommunalbefragung 2009. Wachsender Investitionsrückstand zu befürchten KfW-Kommunalbefragung 2009 Wachsender Investitionsrückstand zu befürchten Dr. Busso Grabow Fachtagung Kommunaler Investitionsbedarf und die Finanzlage der Kommunen die Ergebnisse der Kommunalbefragung

Mehr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2014 4. November 2014, 10:00 Uhr

Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2014 4. November 2014, 10:00 Uhr 4. November 2014 - Es gilt das gesprochene Wort - Rede Dr. Norbert Reithofer Vorsitzender des Vorstands der BMW AG 4. November 2014, 10:00 Uhr Guten Morgen, meine Damen und Herren! Auf fünf Punkte gehe

Mehr

Wie geht es weiter mit der Eurozone?

Wie geht es weiter mit der Eurozone? Wie geht es weiter mit der Eurozone? DR. GERTRUDE TUMPEL- GUGERELL OPEN LECTURE, FH WIENER NEUSTADT 24.OKTOBER 2013 Agenda 1. Euro eine Erfolgsgeschichte 2. Ist die Krise überwunden? 3. Was wurde strukturell

Mehr

Ein Marshallplan für Europa

Ein Marshallplan für Europa Ein Marshallplan für Europa Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes für ein Konjunktur-, Investitions- und Aufbauprogramm für Europa Workshop mit Raoul Didier, Martin Stuber Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit

Mehr

Wirtschaftliches Umfeld und Finanzmärkte

Wirtschaftliches Umfeld und Finanzmärkte Wirtschaftliches Umfeld und Finanzmärkte Mag. Rainer Bacher / Kommunalkredit Austria 25.10.2011 ÖSTERREICHS BANK FÜR INFRASTRUKTUR Auf dem Weg in eine düstere Zukunft? ÖSTERREICHS BANK FÜR INFRASTRUKTUR

Mehr

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS.

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. Stand: 29. Mai 2015 Genaue Infos zu den Freiwilligen-Diensten

Mehr

Staatsschulden in der Eurozone

Staatsschulden in der Eurozone Staatsschulden in Prozent des Bruttoinlandsprodukts 95 Staatsschulden in der Eurozone 90 85 Beginn der Wirtschaftsund Finanzkrise 80 75 70 65 60 1997 2008 2012 Quelle: Ameco-Datenbank Grafik: Andrej Hunko,

Mehr

Postanschrift: 11052 Berlin Hausanschrift: Breite Straße 29 Berlin-Mitte Telefon (030) 20 308-0 Telefax (030) 20 308 1000. www.facebook.

Postanschrift: 11052 Berlin Hausanschrift: Breite Straße 29 Berlin-Mitte Telefon (030) 20 308-0 Telefax (030) 20 308 1000. www.facebook. DIHK- Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. Bereich Wirtschaftspolitik, Mittelstand, Innovation Berlin 2013 Herausgeber Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. und Copyright DIHK Berlin:

Mehr

Soziale Sicherung, Sozialpolitik, Sozialstaat

Soziale Sicherung, Sozialpolitik, Sozialstaat Soziale Sicherung A.1.1 Soziale Sicherung, Sozialpolitik, Sozialstaat Soziale Sicherung ist Teil der staatlichen Sozialpolitik, deren Aufgabe im Allgemeinen die Sicherung eines adäquaten Einkommens während

Mehr

2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich

2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich Pressemitteilung vom 13. Mai 2009 179/09 2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich WIESBADEN Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verdienten vollzeitbeschäftigte

Mehr

Energiekosten als Wettbewerbs- nachteil des Standorts. Nordenham. Deutschland. Carl van Dyken. Nordenham, 13. Dezember 2012 1

Energiekosten als Wettbewerbs- nachteil des Standorts. Nordenham. Deutschland. Carl van Dyken. Nordenham, 13. Dezember 2012 1 Energiekosten als Wettbewerbs- Xstrata Zinc nachteil des Standorts Nordenham Deutschland Management Committee Carl van Dyken GmbHon Feb 15th PresentationXstrata JanZink 2012 Nordenham, 13. Dezember 2012

Mehr

Die globale Finanzkrise und ihre Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft. Peter Bofinger Universität Würzburg Sachverständigenrat

Die globale Finanzkrise und ihre Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft. Peter Bofinger Universität Würzburg Sachverständigenrat Die globale Finanzkrise und ihre Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft Peter Bofinger Universität Würzburg Sachverständigenrat Übersicht Ursachen der Krise Auswirkungen Handlungsspielräume der Politik

Mehr

Wir sind Anwalt der Kommunen!

Wir sind Anwalt der Kommunen! München, 04.12.2013 Wir sind Anwalt der Kommunen! Eine Agenda für die Kommunalfinanzen in der 17. Legislaturperiode. Von Dr. Paul Wengert, MdL, Vorsitzender des Arbeitskreises Kommunale Fragen, Innere

Mehr

28. März 2014. Länderspezifische Empfehlungen: Richtige Schwerpunkte für deutsche Reformagenda setzen!

28. März 2014. Länderspezifische Empfehlungen: Richtige Schwerpunkte für deutsche Reformagenda setzen! 28. März 2014 Positionierung der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand Länderspezifische Empfehlungen: Richtige Schwerpunkte für deutsche Reformagenda setzen! Das Europäische Semester einschließlich der länderspezifischen

Mehr

Weiterhin gute Finanzierungsbedingungen

Weiterhin gute Finanzierungsbedingungen Zur Lage der Unternehmensfinanzierung 27. August 2012 Weiterhin gute Finanzierungsbedingungen Die deutschen Unternehmen profitieren aktuell von ausgesprochen guten Finanzierungsbedingungen. Sie haben einen

Mehr

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Ja zu Vorschlägen, die - Vermögen und Kapitaleinkommen höher besteuern und ein gerechteres Steuersystem

Mehr

Kreditinstitute: Rückläufige Bilanzsumme und gebremstes Kreditwachstum

Kreditinstitute: Rückläufige Bilanzsumme und gebremstes Kreditwachstum Kreditinstitute: Rückläufige Bilanzsumme und gebremstes Kreditwachstum Wesentliche Entwicklungen im inländischen Finanzwesen im ersten Quartal Norbert Schuh Trotz historisch niedriger Zinssätze kam es

Mehr

Krise des Fordismus Trendbruch der 70er-Jahre

Krise des Fordismus Trendbruch der 70er-Jahre Krise des Fordismus Trendbruch der 70er-Jahre Gründe: Verlagerung der gesellschaftlichen Bedürfnisse in Bereiche mit geringeren Rationalisierungsmöglichkeiten bezüglich Zeitökonomie wie Bildung und Gesundheitswesen

Mehr

Rentensysteme in Europa Lohnt sich ein Blick zu den Nachbarn?

Rentensysteme in Europa Lohnt sich ein Blick zu den Nachbarn? Rentensysteme in Europa Lohnt sich ein Blick zu den Nachbarn? Natalie Laub Forschungszentrum Generationenverträge Albert Ludwigs Universität Freiburg Überblick Demografie im internationalen Vergleich Rentenreformen

Mehr

Pressekonferenz zur Ruhrgas-Einigung Düsseldorf, 31.01.2003. Ausführungen Ulrich Hartmann Vorsitzender des Vorstandes der E.ON AG

Pressekonferenz zur Ruhrgas-Einigung Düsseldorf, 31.01.2003. Ausführungen Ulrich Hartmann Vorsitzender des Vorstandes der E.ON AG Pressekonferenz zur Ruhrgas-Einigung Düsseldorf, 31.01.2003 Ausführungen Ulrich Hartmann Vorsitzender des Vorstandes der E.ON AG Es gilt das gesprochene Wort E.ON AG Pressekonferenz Ruhrgas-Einigung 31.01.2003

Mehr

Arbeitskostenerhebung 2012 in der EU28 Arbeitskosten im Finanz- und Versicherungsbereich. Dreimal höher als im Bereich Gastgewerbe & Gastronomie

Arbeitskostenerhebung 2012 in der EU28 Arbeitskosten im Finanz- und Versicherungsbereich. Dreimal höher als im Bereich Gastgewerbe & Gastronomie 193/2014-15. Dezember 2014 Arbeitskostenerhebung 2012 in der EU28 Arbeitskosten im Finanz- und Versicherungsbereich am höchsten Dreimal höher als im Bereich Gastgewerbe & Gastronomie Im Jahr 2012 lagen

Mehr

Oktober 2012 gewählt, wobei der besondere Fokus auf die letzten drei Jahre gelegt wurde, in welchen aufgrund

Oktober 2012 gewählt, wobei der besondere Fokus auf die letzten drei Jahre gelegt wurde, in welchen aufgrund Entwicklung des Kreditvolumens und der Kreditkonditionen privater Haushalte und Unternehmen im Euroraum-Vergleich Martin Bartmann Seit dem Jahr kam es im Euroraum zwischen den einzelnen Mitgliedsländern

Mehr

Die Lissabon-Strategie. Referat auf der Delegiertenversammlung der IG Metall Mannheim 1.10.2007 Prof. Dr.Jörg Huffschmid, Bremen

Die Lissabon-Strategie. Referat auf der Delegiertenversammlung der IG Metall Mannheim 1.10.2007 Prof. Dr.Jörg Huffschmid, Bremen Die Lissabon-Strategie Referat auf der Delegiertenversammlung der IG Metall Mannheim 1.10.2007 Prof. Dr.Jörg Huffschmid, Bremen Struktur des Vortrags 1. Säulen der Lissabon Strategie (LS) - Marktöffnung

Mehr

Wintersaison 2014/2015 bis März: Ankünfte +4% und Nächtigungen +2%

Wintersaison 2014/2015 bis März: Ankünfte +4% und Nächtigungen +2% Wintersaison 2014/2015 bis März: Ankünfte +4% und Nächtigungen +2% Quellen: Statistik Austria sowie TA im Auftrag des BMWFW (vorläufige Ergebnisse) Nach 5 Monaten bilanziert der Winter mit Zuwächsen bei

Mehr

So bleibt Deutschland stark.

So bleibt Deutschland stark. FDP Unser Kurzwahlprogramm So bleibt Deutschland stark. Nur mit uns. Vier gute Jahre für Deutschland Damit Deutschland stark bleibt ie Freiheit des Einzelnen ist Grund und Grenze D liberaler Politik. Deshalb

Mehr

Die Lage der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland

Die Lage der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland Die Lage der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland I. Der ZIA stellt sich vor (1) Gründung des ZIA am 22. Juni 2006 Umfassende Interessenvertretung der Immobilienwirtschaft 116 Mitglieder (Tendenz

Mehr

Niedersächsischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/1864. Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort

Niedersächsischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/1864. Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort Niedersächsischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/1864 Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort Anfrage des Abgeordneten Dr. Stephan Siemer (CDU), eingegangen am 22.07.2014 Wie haben

Mehr

Energiepreise und Unternehmensentwicklung in Baden-Württemberg

Energiepreise und Unternehmensentwicklung in Baden-Württemberg Energiepreise und Unternehmensentwicklung in Baden-Württemberg Auswertung einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern Heilbronn-Franken, Hochrhein-Bodensee, Karlsruhe und Ostwürttemberg im Herbst 8

Mehr

Entschließung des Bundesrates zur Überreglementierung bei der Bankenaufsicht

Entschließung des Bundesrates zur Überreglementierung bei der Bankenaufsicht Bundesrat Drucksache 167/05 (Beschluss) 29.04.05 Beschluss des Bundesrates Entschließung des Bundesrates zur Überreglementierung bei der Bankenaufsicht Der Bundesrat hat in seiner 810. Sitzung am 29. April

Mehr

WAS IST IHK? WAS MACHT IHK?

WAS IST IHK? WAS MACHT IHK? Für die Ansprache der Politiker IHKs stiften Nutzen für Politik, Gesellschaft und Unternehmen IHKs sind für politische Entscheider erste Adresse IHKs leisten in unserer globalisierten Wirtschaftswelt branchenübergreifende

Mehr

Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten

Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten Arbeitskammer des Saarlandes Abteilung Wirtschaftspolitik - Stand: 22.5.2013 AK-Fakten Öffentliche Finanzen im Saarland Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten fakten Das Saarland hat

Mehr

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Wirtschaftspolitische Informationen ver.di Bundesvorstand Berlin - Dezember 2002 Bereich Wirtschaftspolitik Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge trifft

Mehr

Busunternehmen Taxi und Autovermietung Billigfluglinien & Charter Airlines Andere

Busunternehmen Taxi und Autovermietung Billigfluglinien & Charter Airlines Andere Umfrage KMU Panel zu Tourismus Fragebogen Bevor Sie die folgenden Fragen beantworten, ersuchen wir Sie um folgende Informationen zu Ihrem Betrieb: (für Fragen a) f) ist jeweils nur eine Option zur Auswahl

Mehr

Bundesinitiative Investitionsprogramm leistbares Wohnen 2015

Bundesinitiative Investitionsprogramm leistbares Wohnen 2015 Bundesinitiative Investitionsprogramm leistbares Wohnen 2015 Ein Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und leistbarem Wohnen in Österreich Aktuelle Rahmenbedingungen Geringes Wirtschaftswachstum, hohe Arbeitslosigkeit

Mehr

Internationale Fondsmärkte 1. Halbjahr 2004 Eine Analyse von DWS Investments*

Internationale Fondsmärkte 1. Halbjahr 2004 Eine Analyse von DWS Investments* Internationale Fondsmärkte 1. Halbjahr 2004 Eine Analyse von DWS Investments* * Veröffentlichung der Studie - auch auszugsweise - nur unter Angabe der Quelle Wertpapierfonds weltweit Anstieg des verwalteten

Mehr

Die Finanzlage der Kommunen im Lande ist alarmierend. 34 Städte und Gemeinden sind überschuldet oder sind bis 2013 von der Überschuldung bedroht.

Die Finanzlage der Kommunen im Lande ist alarmierend. 34 Städte und Gemeinden sind überschuldet oder sind bis 2013 von der Überschuldung bedroht. 1 Die Finanzlage der Kommunen im Lande ist alarmierend. 34 Städte und Gemeinden sind überschuldet oder sind bis 2013 von der Überschuldung bedroht. Die Situation ist dramatisch! Die NRW-Kommunen haben

Mehr

Investitionen weltweit finanzieren. Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten mit uns.

Investitionen weltweit finanzieren. Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten mit uns. Investitionen weltweit finanzieren Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten mit uns. Agenda 1. Die Deutsche Leasing AG 2. Globalisierung 2.0 3. Sparkassen-Leasing International 4. Best Practice 5. Fragen & Antworten

Mehr

Auswertung online Konsultation Grundstoff-Industrien September 2014 Insgesamt wurde die Konsultation von 479 Personen ausgefüllt, davon waren:

Auswertung online Konsultation Grundstoff-Industrien September 2014 Insgesamt wurde die Konsultation von 479 Personen ausgefüllt, davon waren: Auswertung online Konsultation Grundstoff-Industrien September 2014 Insgesamt wurde die Konsultation von 479 Personen ausgefüllt, davon waren: 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% 40,66% 9,09% 9,60% 1,01%

Mehr

Renaissance der bav. Frank Neuroth, Vorstand ERGO Lebensversicherung AG Düsseldorf, 19. Oktober 2010

Renaissance der bav. Frank Neuroth, Vorstand ERGO Lebensversicherung AG Düsseldorf, 19. Oktober 2010 Renaissance der bav Frank Neuroth, Vorstand ERGO Lebensversicherung AG Düsseldorf, 19. Oktober 2010 1 Agenda 1. Thema Fachkräftemangel rückt in den Fokus 2. Studie zeigt: Kleine und mittlere Unternehmen

Mehr

PSA Peugeot Citroën. Finanzergebnisse des Konzerns 2004: Ziele erreicht Operative Marge IFRS: 4,5 % vom Umsatz

PSA Peugeot Citroën. Finanzergebnisse des Konzerns 2004: Ziele erreicht Operative Marge IFRS: 4,5 % vom Umsatz PSA Peugeot Citroën Finanzergebnisse des Konzerns : Ziele erreicht Operative Marge : 4,5 % vom Umsatz : WICHTIGE DATEN konnten die Absatzzahlen des Konzerns erneut gesteigert und die Markteinführungen

Mehr

Deutschland-Check Nr. 32

Deutschland-Check Nr. 32 Umsetzung und Folgen der Energiewende Ergebnisse des IW-Unternehmervotums Bericht der IW Consult GmbH Köln, 14. September 2012 Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH Konrad-Adenauer-Ufer 21

Mehr

Für 2,60 Euro mehr im Monat: sichern gute Renten. Rentenniveau sichern. Erwerbsminderungsrente verbessern. Rente mit 67 aussetzen. ichwillrente.

Für 2,60 Euro mehr im Monat: sichern gute Renten. Rentenniveau sichern. Erwerbsminderungsrente verbessern. Rente mit 67 aussetzen. ichwillrente. Für 2,60 Euro mehr im Monat: Stabile Beiträge sichern gute Renten. Rentenniveau sichern. Erwerbsminderungsrente verbessern. Rente mit 67 aussetzen. ichwillrente.net Fürs Alter vorsorgen: Ja, aber gemeinsam.

Mehr

Geht s noch billiger? Walter Boltz, Vorstand E-Control Vice Chair of ACER s Regulatory Board

Geht s noch billiger? Walter Boltz, Vorstand E-Control Vice Chair of ACER s Regulatory Board 1 Geht s noch billiger? Walter Boltz, Vorstand E-Control Vice Chair of ACER s Regulatory Board Agenda Internationale Energiepreise Auswirkungen auf den internationalen Standortwettbewerb Auswirkungen auf

Mehr

Demografie und Finanzmärkte. Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank Finanzmarkt Roundtable Frankfurt am Main 11. April 2011

Demografie und Finanzmärkte. Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank Finanzmarkt Roundtable Frankfurt am Main 11. April 2011 Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank Finanzmarkt Roundtable Frankfurt am Main 11. April 2011 Demographie und Finanzmärkte Die demografische Entwicklung Weltbevölkerung wird im 21. Jhd. aufhören zu

Mehr

Vorsicht versus Vision: Investitionsstrategien im Mittelstand

Vorsicht versus Vision: Investitionsstrategien im Mittelstand 14. Studie der UnternehmerPerspektiven Vorsicht versus Vision: Investitionsstrategien im Mittelstand Ergebnisse für die chemische und pharmazeutische Industrie UnternehmerPerspektiven 2014 Agenda 1. Untersuchungsdesign

Mehr

Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben

Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben Präsentation in Hamburg am 13. Mai 2014 1. Ökonomischer Ausblick: Weltwirtschaft Weltwirtschaft: Wichtige makroökonomische

Mehr

Energiegespräche 2014 Teure Energie Keine Industrie? Bedeuten hohe Energiepreise das Aus für den Industriestandort Europa?

Energiegespräche 2014 Teure Energie Keine Industrie? Bedeuten hohe Energiepreise das Aus für den Industriestandort Europa? Energiegespräche 2014 Teure Energie Keine Industrie? Bedeuten hohe Energiepreise das Aus für den Industriestandort Europa? Univ.- Prof. Dr. Jonas Puck Univ-Prof. Dr. Jonas Puck Geboren 1974 in Berlin Studium,

Mehr

Perspektive Breitband zukünftige Bedarfe der NGA-Versorgung. Leipzig, 2. Juni 2014

Perspektive Breitband zukünftige Bedarfe der NGA-Versorgung. Leipzig, 2. Juni 2014 Perspektive Breitband zukünftige Bedarfe der NGA-Versorgung Leipzig, 2. Juni 2014 1 Vortragsinhalte 1. Bedeutung exzellenter Breitbandversorgung für die Wirtschaft der Region 2. Brauchen wir überhaupt

Mehr

Chance Energiewende-Markt?! Analyse und Thesen der IG Metall. Astrid Ziegler

Chance Energiewende-Markt?! Analyse und Thesen der IG Metall. Astrid Ziegler Veranstaltung Chance Energiewende-Markt?! am 04. Dezember 2014 in Frankfurt / Main Chance Energiewende-Markt?! Analyse und Thesen der IG Metall Astrid Ziegler Industrie ist Treiber der Energiewende These

Mehr

Finanzlage der Länderhaushalte

Finanzlage der Länderhaushalte Finanzlage der Länderhaushalte Destatis, 09. Oktober 2008 Die Zukunftsfähigkeit und die Gestaltungsmöglichkeiten der Bundesländer sind abhängig von der Entwicklung der öffentlichen Finanzen. Mithilfe finanzstatistischer

Mehr

Information zum deutschen Rentensystems ganz kurz

Information zum deutschen Rentensystems ganz kurz Information zum deutschen Rentensystems ganz kurz Ein kleiner Überblick zu Fragen, die Deutsche in der EU und EU- Angehörige in Deutschland interessieren Berufsgruppen späterer Rentner Fast alle Arbeitnehmer

Mehr

Deutsche Investitionen in China

Deutsche Investitionen in China Osnabrück 28. April 24 Deutsche Investitionen in China Kann man es sich leisten, nicht dabei zu sein? Tamara Trinh, Deutsche Bank Research Übersicht Deutschland China: Die bilateralen Beziehungen Investoren

Mehr

Konjunkturkrise - Unterstützung krisenbedrohter Unternehmen

Konjunkturkrise - Unterstützung krisenbedrohter Unternehmen Konjunkturkrise - Unterstützung krisenbedrohter Unternehmen Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus Unternehmensportal Berlin eastside 02. April 2009 I. Konjunkturelle Entwicklung II. Konjunkturpakete I

Mehr

Willkommen! Einblick in ein internationales Industrieunternehmen

Willkommen! Einblick in ein internationales Industrieunternehmen Willkommen! Einblick in ein internationales Industrieunternehmen Floridsdorf, 31.03.2013 Agenda 1. Das Unternehmen Zahlen, Daten, Fakten 2. Unsere Produkte, Branchen und Lösungen 3. Weidmüller als Arbeitgeber

Mehr

Fakten gegen die Bürgerversicherung.

Fakten gegen die Bürgerversicherung. Fakten gegen die Bürgerversicherung. Deutschland hat das beste Gesundheitssystem der Welt Alle Menschen in Deutschland profitieren von kurzen Wartezeiten, freier Arztwahl und gutem Zugang zum medizinischen

Mehr

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 014, Berlin Der Weg ins Niedrigzinsumfeld Auswirkungen auf die Volkswirtschaft Der Ausweg aus dem

Mehr

Pflege ist mehr als Pflegeversicherung

Pflege ist mehr als Pflegeversicherung Handlungsfähigkeit der Kommunen stärken Pflege ist mehr als Pflegeversicherung Versorgung älterer Menschen durch qualifizierte Betreuung, Hilfe und Pflege Workshop, Berlin, 16.10.2014 1 Einführung der

Mehr

Arbeitsgruppe 1: Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014

Arbeitsgruppe 1: Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014 Arbeitsgruppe 1: Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014 Innovationstreiber IKT Zentrale Ergebnisse Veröffentlichung Anfang Dezember 2014 Die Digitale Wirtschaft ist von entscheidender Bedeutung für

Mehr

Pressekonferenz zur Hannover Messe 2014 am 8. April 2014. Auftragseingänge Ausgewählte Abnehmerbranchen in D

Pressekonferenz zur Hannover Messe 2014 am 8. April 2014. Auftragseingänge Ausgewählte Abnehmerbranchen in D -Fachverband Automation Pressekonferenz zur Hannover Messe 2014 am 8. April 2014 Dr.-Ing. Gunther Kegel Vorsitzender des Vorstands Fachverband Automation, Vorsitzender der Geschäftsführung Pepperl+Fuchs

Mehr

Arbeitsmarktreformen im Niedriglohnbereich

Arbeitsmarktreformen im Niedriglohnbereich Arbeitsmarktreformen im Niedriglohnbereich Tagung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des ifo-instituts für Wirtschaftsforschung am 28. März 2003 in der

Mehr

Erklärung von Alma-Ata

Erklärung von Alma-Ata Erklärung von Alma-Ata Die Internationale Konferenz über primäre Gesundheitsversorgung, die am zwölften Tag des Monats September neunzehnhundertachtundsiebzig in Alma-Ata stattfand, gibt angesichts des

Mehr

Perspektiven M+E Bayerischer Patentkongress

Perspektiven M+E Bayerischer Patentkongress Perspektiven M+E Bayerischer Patentkongress Mittwoch, 29.10.2014 um 13:00 Uhr hbw I Haus der Bayerischen Wirtschaft, Europasaal Max-Joseph-Straße 5, 80333 München Innovation und Patente im Wettbewerb Bertram

Mehr

Rede zum Haushalt 2014 Soziale Fraktion im Rat der Stadt Dorsten

Rede zum Haushalt 2014 Soziale Fraktion im Rat der Stadt Dorsten Rede zum Haushalt 2014 Soziale Fraktion im Rat der Stadt Dorsten Reinhild Reska Sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren, die Soziale Fraktion wird der Fortschreibung des Haushaltssanierungsplanes

Mehr

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Dr. Manuel Rupprecht, Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse, Zentralbereich

Mehr

Top-Zielländer für M&A-Investitionen

Top-Zielländer für M&A-Investitionen Wachstum weltweit: Top-Zielländer für M&A-Investitionen von DAX- und MDAX-Unternehmen Fusionen und Übernahmen von DAX- und MDAX-Unternehmen 2004 13: Top-Zielländer nach Anzahl der Transaktionen 493 Mrd.

Mehr

Breitbandausbau der Deutschen Telekom in Sachsen DiOS-Regionalveranstaltung Leipzig

Breitbandausbau der Deutschen Telekom in Sachsen DiOS-Regionalveranstaltung Leipzig Breitbandausbau der Deutschen Telekom in Sachsen DiOS-Regionalveranstaltung Leipzig 02.Juni 2014 Dr. Hans-Martin Rummenhohl, Deutsche Telekom AG 1 BREITBANDVERSORGUNG SACHSEN AUF BUNDESWEITEM NIVEAU Bundesrepublik

Mehr

DIDAKTIK FINANZ THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & FINANZEN DIDAKTIK. Die Bedeutung des Euro für Wirtschaft und Bevölkerung INITIATIVE WISSEN

DIDAKTIK FINANZ THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & FINANZEN DIDAKTIK. Die Bedeutung des Euro für Wirtschaft und Bevölkerung INITIATIVE WISSEN OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM INITIATIVE THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & EN DIDAKTIK Nr. 1 B DIDAKTIK Aufgaben: 1. Markieren Sie in der folgenden Abbildung jene Länder, in denen der Euro Bargeld

Mehr

DIE EUROPÄISCHE EINBETTUNG DER ENERGIEWENDE INDIKATOREN ZUR BEWERTUNG DER ENERGIEPOLITIK

DIE EUROPÄISCHE EINBETTUNG DER ENERGIEWENDE INDIKATOREN ZUR BEWERTUNG DER ENERGIEPOLITIK DIE EUROPÄISCHE EINBETTUNG DER ENERGIEWENDE INDIKATOREN ZUR BEWERTUNG DER ENERGIEPOLITIK IN EUROPA Christine Brandstätt Jürgen Gabriel, Tobias Utter www.bmwi-energiewende.de www.blog.gruenesgeld.net www.ingenieur.de

Mehr

Sechster Nationaler IT-Gipfel 2011 in München vernetzt, mobil, smart

Sechster Nationaler IT-Gipfel 2011 in München vernetzt, mobil, smart Sechster Nationaler IT-Gipfel 2011 in München vernetzt, mobil, smart ERKLÄRUNG Wir befinden uns auf dem Weg in die Digitale Welt. Das Internet entwickelt sich rasant. Smarte Informations- und Kommunikationstechnologien

Mehr

Umfrage Schnelles Internet im Landkreis Neuwied 2014

Umfrage Schnelles Internet im Landkreis Neuwied 2014 Umfrage Schnelles Internet im Landkreis Neuwied 2014 Das Wichtigste zuerst: Im Landkreis Neuwied besteht beim Ausbau des Schnellen Internet Nachholbedarf, das ist das Umfrageergebnis der Regionalgeschäftsstelle

Mehr

Energielandschaft Morbach: Ein Weg zur energieautarken Kommune

Energielandschaft Morbach: Ein Weg zur energieautarken Kommune : Ein Weg zur energieautarken Kommune 1957-1995 1957-1995 Vorteile des Konversionsgeländes für die Energiegewinnung: - 146 ha Fläche - relativ hoher Abstand zu Orten (1.000 m) - Gelände 50 Jahre nicht

Mehr

Reforms, Investment and Growth: An Agenda for France, Germany and Europe

Reforms, Investment and Growth: An Agenda for France, Germany and Europe Reforms, Investment and Growth: An Agenda for France, Germany and Europe Jean Pisani-Ferry und Henrik Enderlein Europa geht heute durch Krisenzeiten. Schwache Angebot, Nachfragemangel und die Zerspliterung

Mehr

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Federico Foders 2 GLIEDERUNG Einführung: Die demographischen Fakten Risiken der umlagefinanzierten

Mehr

Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Statement Herr Werner Netzel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e.v. Einordnung Green Economy Die Sparkassen-Finanzgruppe

Mehr

Anhang zum Altersübergangs-Report 2012-01

Anhang zum Altersübergangs-Report 2012-01 Anhang 2012-01 Anhang zum Altersübergangs-Report 2012-01 Alterserwerbsbeteiligung in Europa Deutschland im internationalen Vergleich Tabellen und Abbildungen Tabelle Anhang 1: Gesetzliche Rentenaltersgrenzen

Mehr

Bedeutung von Breitband für Region und Unternehmen

Bedeutung von Breitband für Region und Unternehmen Breitband für den Landkreis Cochem-Zell Starke Wirtschaft Starke Regionen: Infrastruktur Bedeutung von Breitband für Region und Unternehmen 30.04.2014, Landrat Manfred Schnur Landkreis Cochem-Zell - Bundesland

Mehr

Zeitfenster des Glücks

Zeitfenster des Glücks Zeitfenster des Glücks Wellenreiter-Kolumne vom 23. April 2015 Im Bundes-Haushaltsplan 2015 sind 26,8 Milliarden Euro für Zinszahlungen veranschlagt. Nach einem Bericht der Welt soll schon jetzt klar sein,

Mehr

Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt?

Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt? Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt? Mag. Alois Steinbichler Vorstandsvorsitzender, Kommunalkredit Austria 26.4.2012 Financial Times, 05.07.2011 Financial Times, 07.07.2011

Mehr