Gesundheitsökonomie vs. Sozialmedizin Perspektive Gesundheitsökonomie

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1 Universität Bielefeld Fakultät für Gesundheitswissenschaften Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement Gesundheitsökonomie vs. Sozialmedizin Perspektive Gesundheitsökonomie Vortrag am DGSMP-Jahrestagung Stefan Scholz

2 Was ist Gesundheitsökonomie? In a formal sense the economics of health may be defined as economic aspects of health services those aspects of the health problem that deal with the determination of quantity and prices of scarce resources devoted to this and related purposes and with the combinations in which resources are employed. Klarmann 1965 Folie 2

3 Was ist Gesundheitsökonomie? In a formal sense the economics of health may be defined as economic aspects of health services those aspects of the health problem that deal with the determination of quantity and prices of scarce resources devoted to this and related purposes and with the combinations in which resources are employed. Klarmann 1965 Folie 3

4 Warum brauchen wir die Gesundheitsökonomie? Durch Besonderheiten des Gutes Gesundheit ist eine Marktlösung zur Allokation von Ressourcen nicht wünschenswert Dennoch muss es pragmatische Regeln für die Ressourcenallokation durch die Gesundheitspolitik geben, deren Effizienz mithilfe der Gesundheitsökonomie evaluiert werden kann Folie 4

5 Was macht die Gesundheitsökonomie? Anwendung von Methoden zur Minimierung von Opportunitätskosten von Gesundheitsgütern (Gesundheitsökonomische Evaluationen) Versuch der Anwendung von Marktmechanismen auf das Gesundheitswesen Ziel der Nutzenmaximierung durch Minimierung der Opportunitätskosten Folie 5

6 Gibt es überhaupt einen Widerspruch? Bedarf vs. Bedürfnis Markt- vs. Planwirtschaft Private Finanzierung vs. Solidargemeinschaft Gesundheitsökonomie vs. Sozialmedizin Anreize vs. Eigenverantwortung Gleichheit vs. Gerechtigkeit Individueller vs. Gesellschaftlicher Nutzen Folie 6

7 Beispiel: Rauchen Gesundheitsökonomie: Raucher sind für ihr Verhalten verantwortlich und gehen ein bewusstes Risiko einer Erkrankung ein. Deshalb sollten sie mehr Beiträge bezahlen. Sozialmedizin: Das Risiko zu Rauchen hängt u.a. von sozialer Umwelt und Einkommen ab, weshalb Raucher nicht voll für ihr Erkrankungsrisiko verantwortlich gemacht werden können. Folie 7

8 Beispiel: Rauchen Gesundheitsökonomie: Raucher sind für ihr Verhalten verantwortlich und gehen ein bewusstes Risiko einer Erkrankung ein. Deshalb sollten sie mehr Beiträge bezahlen. Sozialmedizin: Das Risiko zu Rauchen hängt u.a. von sozialer Umwelt und Einkommen ab, weshalb Raucher nicht voll für ihr Erkrankungsrisiko verantwortlich gemacht werden können. Folie 8

9 Gesundheitsökonomie vs. Sozialmedizin Die Gesundheitsökonomie bietet pragmatische Methoden und Ansätze zur Ressourcensteuerung leidet unter schwacher theoretischer Fundierung ihrer Nutzendefinition Die Sozialmedizin verfügt über eine Reihe umfassender Theorien zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten hat Schwierigkeiten ihre Lösungsansätze in pragmatische Reglementierungen umzusetzen Prävention als Beispiel für Synergie-Effekte zwischen Gesundheitsökonomie und Sozialmedizin Folie 9

10 Universität Bielefeld Fakultät für Gesundheitswissenschaften Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: Stefan Scholz AG5 Gesundheitsökonomie und -management Fakultät für Gesundheitswissenschaften Universität Bielefeld

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