Mexiko macht mobil. Ausgabe 1 / Oktober 2013 DEG für deutsche Unternehmen

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1 Mexiko macht mobil Zukunftsmarkt Mexiko / Ausbau der Windkraft SoWiTec / Gastbeitrag von Arndt G. Kirchhoff, KIRCHHOFF Automotive / Mexiko in Zahlen und Fakten / DEG News Ausgabe 1 / Oktober 2013 DEG für deutsche Unternehmen

2 Editorial Auf der Suche nach neuen Standorten haben sich viele Unternehmer in den letzten Jahren für eine Investition in den BRIC- Staaten entschieden: Brasilien, Russland, Indien und China zählen zu den wichtigsten Auslandsmärkten deutscher Unternehmen. Doch auch Länder jenseits der BRIC kommen für Investitionen in Frage. Eines davon möchten wir Ihnen in diesem Newsletter vorstellen: Mexiko. Lernen Sie den DEG-Kunden SoWiTec kennen, der Windparks in Lateinamerika entwickelt und derzeit neue Projekte in Mexiko plant. Unser Aufsichtsratsmitglied Arndt G. Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der KIRCHHOFF Automotive GmbH & Co. KG, erläutert in einem Gastbeitrag, welche Bedeutung die industrielle Entwicklung für Mexikos Wohlstand hat. Weitere Nachrichten informieren Sie über Finanzierungen der DEG, Beratungsangebote und Veranstaltungen. Mit unserem Newsletter möchten wir Sie regelmäßig über ausgewählte Länder, Branchen und weitere Themen unterrichten, die für deutsche Unternehmen relevant sind. Ein Schwerpunkt pro Ausgabe bildet die Klammer für Unternehmensbeispiele, Interviews, Gastbeiträge, Infografiken und Nachrichten. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback. Gibt es Themen, über die Sie gern einmal in unserem Newsletter mehr erfahren würden? Dann lassen Sie es uns wissen. Manuela Marques Bereichsleiterin Deutsche Unternehmen / Programmfinanzierung Fallbeispiel SoWiTec Mexiko im Aufwind Mit deutscher Beteiligung wird der Ausbau der Windkraft als erneuerbarem Energieträger in Mexiko gestärkt. Eine zuverlässige Energieversorgung ist entscheidend für das wirtschaftliche Wachstum in Schwellen- und Entwicklungsländern. In Mexiko soll der Wind dabei helfen, die aufstrebende Wirtschaft des Landes mit grüner Energie zu versorgen. So kann das Land vom wirtschaftlichen Aufwind profitieren und zugleich einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. SoWiTec, ein Projektentwickler für Windparks aus dem baden-württembergischen Sonnenbühl, investiert seit 2006 in verschiedenen Ländern Lateinamerikas. Die DEG begleitet das Unternehmen derzeit bei der Planung und Entwicklung von vier Windparks im Norden Mexikos. Die neuen Anlagen sollen die Kapazitäten zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen in Mexiko um insgesamt 740 Megawatt erweitern. Damit wird ein CO 2 -Ausstoß von 1,6 Mio. Tonnen pro Jahr eingespart. Zwei beteiligungsähnliche Darlehen in Höhe von insgesamt 8,75 Mio. US-Dollar stellte die DEG dafür zur Verfügung, umfassende Beratung inklusive: Sie begleitet das Vorhaben bereits seit der Entwicklungsphase. Das hervorragende Netzwerk der DEG in Lateinamerika, ihre Marktnähe und ihre Kompetenz in Finanzierungsfragen hilft der SoWiTec ganz enorm bei der Umsetzung ihrer Windprojekte dort, meint Frank Hummel, Geschäftsführer von SoWiTec. SoWiTec geht mit seinen Vorhaben ge zielt in die Nähe großer Verbrauchszentren, wo auch Kraftwerke sind und die Netzinfrastruktur gut ist. Das Investoreninteresse ist groß, die Genehmigungsverfahren für solche Projekte transparent und zeitlich gut planbar. Und das Team von SoWiTec kann vor Ort alles anbieten, was für ein Windkraftprojekt nötig ist, beste Voraussetzungen also für eine erfolg reiche Umsetzung. Das Vorhaben in Mexiko ist nicht das erste gemeinsame von DEG und SoWiTec: Die Partner haben bereits 2011 bei der Entwicklung verschiedener Windparks in Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko und Peru kooperiert. Damals hatte die DEG dem Unternehmen zwei beteiligungsähnliche Darlehen von insgesamt 6 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Mehr Infos zum Thema Windkraftverband AMDEE (www.amdee.org) Energieministerium Mexiko (www.sener.gob.mx)

3 Gastbeitrag Schlüssel zum Wohlstand: Industrielle Entwicklung in Mexiko Von Arndt G. Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der KIRCHHOFF Automotive GmbH & Co. KG und Mitglied des Aufsichtsrates der DEG Produzierende Industrieunternehmen nehmen eine Schlüsselrolle ein, wenn Entwicklungs- und Schwellenländer ihre wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben. Dafür gibt es gute Gründe: Die industrielle Wertschöpfung ist häufig mehr als doppelt so hoch wie die anderer Branchen. Eine starke Industrie schafft qualifizierte Arbeitsplätze und überdurchschnittlich hohe Einkommen. Unternehmen sorgen zudem für die Aus- und Fortbildung ihrer Beschäftigten, um wettbewerbsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und auf Dauer zu sichern. Für das Investitionsland bietet das Engagement der Industrie vielfältige Chancen. Es erweitert die Wertschöpfungskette vor Ort und verbessert damit die Exporterlöse. Mit ihren Steuerzahlungen leisten die Unternehmen zudem erhebliche Beiträge zu den Staatseinnahmen. Wachstum in der Industrie ist dabei durchaus mit Klima- und Umweltschutz zu vereinbaren: Gut ausgebildete Menschen und moderne Maschinen ermöglichen Innovationen und den sparsamen Einsatz von Ressourcen. Weltweit ist die Industrie größter Träger von Forschung und Entwicklung und damit Motor für Innovationen. Häufig geht es dabei um den Einsatz von Produktionstechnologien, die die Umwelt schonen und helfen, Kosten nachhaltig zu senken. Unternehmer, die sich in diesem Sinne engagieren, sind ein wesentlicher Garant für Fortschritt und Entwicklung. Sie setzen nicht auf kurzfristigen Gewinn, sondern haben den dauerhaften Erfolg am Markt im Blick. Mexiko bietet gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für eine langfristig erfolgreiche Investition: Das Land ist die zweitgrößte Wirtschaftsnation Lateinamerikas, weltweit die zwölftgrößte Handelsnation und gehört zu den zehn größten Erdölproduzenten. Auch 2013 wird sich sein Wachstumskurs auf solidem Niveau fortsetzen. Nach langer Export abhängigkeit von den USA wurde in den letzten Jahren ein weltweites Netz von Freihandelsabkommen aufgebaut, auch mit der EU. KIRCHHOFF Automotive ist seit 1996 in Mexiko vertreten und hat zunächst mit zwei mexikanischen Lizenzunternehmern seine Technologie ins Land gebracht, um Automobilhersteller wie VW, GM und Ford zu beliefern. Mittlerweile arbeiten Menschen in drei Werken nach deutschen Qualitäts- und Umweltstandards. Eine Lehrwerkstatt bildet Werkzeugmacher und Maschinenbediener nach deutschen Lehrplänen aus. Geplante Investitionen von Audi, Mercedes, BMW sowie japanischen und amerikanischen Autoherstellern in neue Automobilwerke in Mexiko versprechen eine sehr gute Zukunft. Das Potenzial, die Dynamik und die Rahmenbedingungen von Mexikos Wirtschaft bieten gute Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen, langfristig rentabel zu investieren. Hier lassen sich neue Märkte erschließen, um dauerhaft im Wettbewerb zu bestehen. Gleichzeitig leisten unternehmerische Investitionen einen großen Beitrag für die erfolgreiche wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes und sind so auch in Mexiko ein Schlüssel zum Wohlstand.

4 Infografik Zwischen Pazifik und Karibik Bekannte und weniger bekannte Zahlen und Fakten Mexiko ist nach Brasilien die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas Das BIP-Wachstum 2012 betrug 3,9 % Neben Spanisch sind 62 indigene Sprachen in Mexiko als Nationalsprachen anerkannt Seit 1994 ist Mexiko Mitglied des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA Mexiko-Stadt gilt als die Stadt mit den meisten Museen der Welt. Rund 40 % der Bevölkerung Mexikos zählen derzeit zur Mittelschicht Mexiko Mexiko zählt bei Mais und Zuckerrohr zu den sieben größten Produzenten der Welt Mexiko-Stadt gehört mit 20 Millionen Einwohnern zu den größten Metropolregionen der Welt. 1 Mexiko-Stadt hat die größte Taxiflotte der Welt mit Taxis. Darunter sind nur noch wenige VW Käfer Mexiko ist der weltgrößte Silberproduzent Mexiko belegt weltweit den ersten Platz beim Konsum von Coca-Cola pro Kopf und Jahr.

5 Nachrichten DEG News Haver & Boecker- Gruppe expandiert in Lateinamerika Die deutsche Haver & Boecker-Gruppe baut ihre Aktivitäten in Lateinamerika aus. Unterstützt wird sie dabei von der DEG mit einem langfristigen Darlehen in Höhe von 6 Mio. US-Dollar. In Brasilien, Chile und Mexiko sind In vestitionen in Grundstücke, Gebäude, Maschinen und IT vorgesehen. Für den Unternehmensbereich Drahtweberei plant der Mittelständler aus dem Münsterland außerdem den ersten Standort in Brasilien. Automotive - Veranstaltungen in der DEG Zukunftsmärkte für die deutsche Automobilindustrie standen im Mittelpunkt einer DEG-Veranstaltungsreihe. Fach- und Führungskräfte, die neue Standorte planen, trafen mit Experten aus der Praxis zusammen. Auf der Agenda standen die Rahmenbedingungen für Investitionen in den einzelnen Ländern, Fragen der Finanzierung sowie rechtliche Aspekte. Einen Schwerpunkt bildeten Erfahrungsberichte von Unternehmen, die bereits in den jeweiligen Märkten tätig sind. Gestartet ist die Reihe Ende 2012 mit der Automotive India, es folgten Veranstaltungen zu Mexiko und Russland. Weitere Termine, auch zu anderen Branchen, sind in Planung. BRIC & Beyond Märkte mit Zukunft Unter dem Label BRIC sind die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China zum Inbegriff expandierender Wachstumsmärkte geworden. Jenseits der BRIC kommen weitere Länder für Investitionen deutscher Unternehmen in Frage, die über vergleichsweise positive Rahmenbedingungen, relative politische Stabilität und eine attraktive Marktgröße verfügen. Eine erste Einordnung dieser Zukunftsmärkte soll die Roundtable-Reihe BRIC & Beyond ermöglichen, die die DEG gemeinsam mit dem Magazin Markt und Mittelstand initiiert: Exklusiv für einen kleinen Unternehmerkreis stellen je zwei Mittelständler ihre Investitionen in Zukunftsmärkten wie Kolumbien, Indo ne sien oder Mexiko vor und erläutern, warum sie sich für diese Länder entschieden haben. Der erste Roundtable BRIC & Beyond findet am 26. November 2013 in der Print Media Academy in Heidelberg statt. German Desk der DEG in China China ist einer der wichtigsten Märkte für die deutsche Wirtschaft. Um die Unternehmen noch gezielter beraten und begleiten zu können, hat die DEG in ihrem seit 2000 bestehenden Außenbüro in Peking jetzt einen eigenen German Desk ins Leben gerufen. Mit Emily Xu steht den Unternehmern eine in beiden Kulturen beheimatete Ansprechpartnerin zur Verfügung, die viele Jahre im Firmenkundenbereich deutscher Banken und Versicherungen tätig war. Erreichbar ist sie unter

6 Was können wir für Sie tun? DEG für deutsche Unternehmen DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbh Kämmergasse Köln Telefon Telefax Redaktion Cordula Rinsche, Anja Strautz, Sabine Huth Gestaltung Werkstudio : Werbung und Design GmbH Fotos Titel: Getty Images, Gastbeitrag Arndt G. Kirchhoff: Michael May Fallbeispiel: SoWiTec Nachrichten: Thomas Brill, DEG Rückseite: DEG 2013 DEG Wenn es um das Engagement deutscher Mittelständler in Entwicklungs- und Schwel lenländern geht, sind wir der erste Ansprechpartner. Wir bieten unseren Kunden nicht nur faire Bedingungen und passende Finanzierungsprodukte. Es sind unsere Erfahrung und unser Know-how bei der Umsetzung erfolgreicher Auslandsinvestitionen, die uns auszeichnen. Wir kennen die politischen, kulturellen und rechtlichen Gegebenheiten in den wachstumsstarken Regionen der Welt. Als Tochterunternehmen der KfW Bankengruppe sind wir der Förderung deutscher Unternehmen besonders verpflichtet. Ob Sie als Unternehmer ein Pilotvorhaben in einem neuen Markt planen, Kapital für Ihre Auslandsinvestition benötigen oder Förderprogramme des Bundes nutzen möchten: Die DEG ist Ihr Partner. In der Planungsphase einer Auslandsinvestition helfen wir Ihnen dabei, eine belastbare Basis für eine fundierte In vestitionsentscheidung zu schaffen. Als Kunde profitieren Sie von unseren 14 Standorten in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika. Wir unterstützen Sie bei der Informations- und Kontaktsuche ebenso wie bei der Beurteilung lokaler Partner. Die Finanzierung einer Auslandsinvesti tion muss zum Geschäftsmodell und zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens passen. Die DEG bietet maßgeschneiderte langfristige Finanzierungen in Form von Darlehen, Garantien, Mezzaninfinanzierungen und Beteiligungen. Fördermittel können wir etwa für Machbarkeitsstudien und Pilotvorhaben bereitstellen. Zudem unterstützen wir unterschiedlichste Begleitmaßnahmen. Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern sind vielfach mit Risiken verbunden, die im Vorfeld schwer einzuschätzen sind. Unternehmen können sich auf die DEG verlassen. Wir engagieren uns über die gesamte Laufzeit für Sie und Ihre Investitionen auch in schwierigeren Zeiten

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