Microsoft Servervirtualisierung im Überblick. Stand: März 2011

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1 Microsoft Servervirtualisierung im Überblick Stand: März 2011

2 Marktentwicklung Virtualisierung 2012 wird die Hälfte aller Server-Workloads virtualisiert sein, die Zahl der virtuellen Maschinen wird sich auf 58 Millionen verzehnfachen. (Gartner) 75 Prozent der deutschen Unternehmen wollen innerhalb von 18 Monaten die Server- und 57 Prozent die Desktopvirtualisierung vorantreiben. (Computer Reseller News) Virtualisierung gehört weiterhin zu den Top 5 CIO-Themen. (Gartner, Experton) Der Marktanteil von Microsoft kann bis 2012 auf circa 30 Prozent steigen. (Gartner) Im Mittelstand werden Microsoft große Chancen eingeräumt. (Gartner)

3 Microsoft Virtualisierungslösungen Desktop- virtualisierung Präsentations sentations- virtualisierung Zentrales Management User-State State- Virtualisierung Server- virtualisierung Applikations- virtualisierung Document redirection Offline files 3

4 MICROSOFT SERVERVIRTUALISIERUNG DIE PRODUKTE

5 Servervirtualisierung mit Microsoft Remote Library Server Active Directory BitLocker NAP Powershell

6 Windows Server 2008 R2 Hyper-V mit Live Migration Hot Add/Remove VM Storage Remote Desktop Services Power Management Windows PowerShell 2.0 AD Administrative Center Neue Best Practices Analyzer IIS 7.5 ASP.NET auf Server Core Erweitertes FTP und WebDAV Configuration Logging Skalierbarkeit & Verlässlichkeit 256Core-Unterstützung Erweiterte Modularisierung Booten von SAN oder VHD Solid-state Geräte Unterstützung File Classification Infrastructure Gemeinsam noch Besser mit Windows 7 DirectAccess BranchCache Erweiterte Group Policies BitLocker für entfernbare Laufwerke RemoteApp- & Desktop-Verbindungen

7 Servervirtualisierung mit Microsoft IT-Herausforderungen: Niedriger Auslastungs- grad von Servern Verfügbarkeit erhöhen hen Komplexe Verwaltung von physikalischen und virtuellen Servern Hardware- abhängigkeiten bei Legacy-Systemen Betriebssystem- abhängigkeiten von Legacy-Appliaktionen VM 1 Parent VM 2 Child VM 3 Child Hypervisor (WinSrv2008R2) Live Migration Failover Cluster VM 1 Parent VM 2 Child VM 3 Child Hypervisor (Hyper-V V Srv R2)

8 Fortlaufende Innovationen Bessere Flexibilität Live-Migration Freigegebene Clustervolumen Schnelle Storage-Migration Hinzufügen/Entfernen von Storage-Komponenten im laufenden Betrieb Prozessor-Kompatibilitätsmodus Starten über VHD Verbesserte Leistung Verbesserte Speicherverwaltung Unterstützung von TCP-Offload VMQ-Unterstützung (Virtual Machine Queue) Verbessertes Netzwerk Größere Skalierbarkeit Unterstützung von bis zu 64 logischen Prozessoren Erweiterte Green IT durch Core Parking

9 Hyper-V Architektur Parent Partition Child Partitions Provided by: OS ISV / IHV / OEM Microsoft Hyper-V Microsoft / XenSource VM Worker Processes Applications WMI Provider VM Service Anwendunge n Anwendunge n Anwendunge n User Mode Windows Server 2008 Windows Kernel IHV Drivers VMBu s VSP Windows Server 2003, 2008 Windows Kernel VMBu s VSC Non- Hypervisor Aware OS Emulation Xen-Enabled Linux Kernel Linux VSC VMBus Hypercall Adapter Kernel Mode Windows hypervisor Ring -1 Designed for Windows Server Hardware

10 Erhöhte Verfügbarkeit durch Live Migration Virtuelle Maschin e VirtuelleM aschine Configuration Memory Content Sync Data User Cluster Knoten 1 VHD Netzwerk Storage Cluster Knoten 2

11 Windows Server 2008 R2 SP1 Dynamic Memory RemoteFX Windows Server 2008 R2 SP1 RTM:

12 PowerShell: Neue Kommandozeilen-Shell UND Scripting Sprache in einem Erweitert die Automation der Systemadministration Shell und Skript-Sprache in einem. Bestehende Skripte (wie VB-Skripte) funktionieren weiterhin. Neue Object-Pipeline - Systemansicht Einfacher und konsistenter Weg zur Systemadministration Durchgängige Syntax der Commandlets Verb-Nomen (etwa Get-wmiObject Win32_ComputerSystem) Allgemeine Syntax: Cmdlet param v1 param2 v1,v2 flag

13 Hyper-V: Skalierbarkeit Hyper V als Plattform für Microsoft s Internet Seiten TechNet: 100% Hyper V ~1 Million Hits am Tag MSDN: 100% Hyper V ~3 Millionen Hits am Tag Microsoft.com: 100% Hyper V ~1 Milliarde Hits im Monat

14 Zentrale Verwaltung durch Microsoft System Center

15 System Center Essentials 2010 Integrierte Verwaltung für kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 50 Servern und 500 Clients Einheitliche Verwaltung Verwaltung der virtuellen Infrastruktur Einfaches Setup Umfassende, proaktive Überwachung der IT-Infrastruktur Updateverwaltung Inventarisierung von Hardware- und Softwarebestand Softwarebereitstellung Integriertes Reporting

16 System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 Umfassende Verwaltungslösung für virtuelle Systeme für verschiedene Virtualisierungsplattformen Ressourcenmaximierung Zentrale Bereitstellung und Verwaltung von virtuellen Maschinen über eine Konsole (Hyper- V, Virtual Server, VMware) Verbesserung der Gesamtauslastung durch intelligente Platzierung Schnelle und zuverlässige P2V- und V2V- Migration Dynamische Ressourcenoptimierung (PRO) Mehr Flexibilität Schnelle Bereitstellung von neuen VMs mit Vorlagen Zentrale Bibliothek Nutzung bestehender Storage-Infrastruktur und Cluster Self-Service Portal und delegierte Verwaltung Nutzung bestehender Kenntnisse Vertraute Benutzeroberfläche Enge Integration mit Operations Manager 2007 R2 und voll skriptfähig über Power Shell

17 System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 Virtual Server VMware Cluster Hyper V Cluster Virtuelle Maschinen kontextbezogene Aktivitäten Filter Live Thumbnail VM Information

18 Performance- und Ressourcenoptimierung (PRO) Automatisierte Verwaltung

19 Kostenlose Tools unterstützen Virtualisierungsprojekte Infrastructure Planning and Design Guides (IPD) Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) PLAN Windows 7, Windows Server 2008 R2 and Hyper-V Security Guide Microsoft Deployment Toolkit (MDT)

20 MICROSOFT SERVERVIRTUALISIERUNG MEHRWERTE

21 Microsoft Virtualisierung unterstützt Virtualisierung ist einer der wichtigsten Faktoren für eine dynamische IT Mehr Nutzen Mehr Verfügbarkeit Geschäftliche Flexibilität Geringerer Energiebedarf und Platzbedarf Bessere Hardwarenutzung Geringere Einrichtungskosten inklusive Lizenzierung Vereinfachte Anwendungsund Desktopverwaltung Geringere Betriebskosten für Wartung und Schulung Verbesserte Servicelevels Weniger Unterbrechungen der Services Verbesserte Ausfallsicherheit für die Desktops Geringere Bereitstellungszeit für Anwendungen und Benutzerdaten Integrierte Verwaltung physischer und virtueller Elemente und Anwendungen Schnellere Reaktion auf neue geschäftliche Anforderungen Flexible Desktopbereitstellungen Migration auf eine neue Windows-Version Kapazitäten auf Anforderung

22 Alleinstellungsmerkmale der Microsoft Virtualisierungslösungen

23 Kundenprojekte KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern Auch nachdem wir fünf Jahre auf VMware gesetzt haben, rechtfertigen die Einsparungen und das integrierte Management der Microsoft-Lösung die Migration zu Hyper-V. Egbert Fichter, Head of IT Infrastructure, Miele Mit Windows Server Hyper-V lasten wir unsere Server perfekt aus. So werden wir allein die Kosten für die Wartung von auf unter Euro senken können. Gerhard Härdter, Leiter Servicecenter IT, Klinikum Stuttgart

24 Hyper-V Cloud Fast Track Referenzarchitekturen für Private Cloud Definierte Konfiguration Microsoft Lösungen von Compute, Network, Storage Windows Server 2008 X Rack and/or blade servers Y Networking Switches Z Storage arrays R2 Hyper-V System Center: SCVMM, SCOM required; VMMSSP 2.0, + + SCCM, SCDPM recommended Partnerlösungen

25 Die Entwicklung im Rechenzentrum Virtualisierung, und dann? Traditionelles Computing Private Cloud Public Cloud IT as a Service

26 Microsoft Private Cloud Lösungen Virtualisierung, Verwaltung, Self-Service ON-PREMISE PRIVATE CLOUD VORKONFIGURIERT E PRIVATE CLOUD HOSTED PRIVATE CLOUD WINDOWS AZURE PLATFORM APPLIANCE HÖCHSTER GRAD DER INDIVIDUELLEN ANPASSBARKEIT HOHER GRAD DER INDIVIDUELLEN ANPASSBARKEIT WECHSEL VON CAPEX ZU OPEX STANDARDISIERTE HARDWARE UND SOFTWARE INDIVIDUELL ZUGESCHNITTEN AUF BASIS DER ON- PREMISE INFRASTRUKTUR REFERENZARCHITEKT UR FÜR IAAS BEZUG VON IAAS ODER PAAS VON EINEM SERVICE PROVIDER PAAS ON-PREMISE ODER ÜBER EINEN SERVICE PROVIDER

27 MICROSOFT SERVERVIRTUALISIERUNG LIZENZIERUNG

28 Windows Server 2008 R2 8 GB (x64) RAM Unterstützung für 1 Prozessor 32 GB (x64) RAM Unterstützung für bis zu 4 Prozessoren 32 GB (x64) RAM Unterstützung für bis zu 4 Prozessoren Beinhaltet 1 virtuelle Gast-Instanz + Host 2 TB (x64) RAM Unterstützung für bis zu 8 Prozessoren Beinhaltet 4 virtuelle Gast-Instanzen + Host 2 TB (x64) RAM Unterstützung für bis zu 64 Prozessoren Beinhaltet unlimitiert virtuelle Gast-Instanzen + Host

29 Lizenzierung von Windows Server 2008 R2 Serverlizenz + Client-Zugriffslizenz Windows Server 2008 CAL Windows Server 2008 RDS CAL Windows Server 2008 RMS CAL External Connector Windows Server 2008 R2 Standard Windows Server 2008 R2 Enterprise Windows Server 2008 R2 Datacenter 1 Geräte CAL 1 Nutzer CAL Serverlizenz + WS08 CALs + WS08 RDS CALs + WS08 RMS CALs Prozessorlizenz + WS08 CALs + WS08 RDS CALs + WS08 RMS CALs Windows Server 2008 R2 Foundation Windows Web Server 2008 R2 Serverlizenz

30 Upgrade- und Downgrade Rechte Upgrade-Rechte: Kunden mit aktiver Software Assurance (SA) zum Zeitpunkt des Erscheinens von WS08 bzw. WS08 R2 haben Anspruch auf die entsprechende Nachfolgeversion. Beispiel: Upgrade auf Downgrade-Rechte: Eine Serverlizenz von WS08 R2 erlaubt die Nutzung einer früheren Version der entsprechenden Edition der Serversoftware. Eine WS08 CAL erlaubt den Zugriff auf WS08 R2, 2008 und frühere Versionen. Beispiel: Downgrade auf

31 Windows Server Lizenzierung Unabhängig von der Virtualisierungsplattform Standard 1 physikalisches Host-Betriebssystem Sowie bis zu 1 VM Instanzen auf dem gleichen Host 1 Windows Server 2008 R2 Standard Lizenz Virtuelle Maschine Windows Server 2008 R2 Standard 1x Enterprise 1 physikalisches Host- Betriebssystem Sowie bis zu 4 VM Instanzen (Wahlweise Standard oder Enterprise) auf dem gleichen Host 1 Windows Server 2008 R2 Enterprise Lizenz Virtuelle Maschine Windows Server 2008 R2 Standard Windows Server 2008 R2 Enterprise 4x Datacenter Lizenziert per CPU Socket Ermöglicht unendlich viele Gäste auf dem gleichen Host Virtuelle Maschine Windows Server 2008 R2 Standard Windows Server 2008 R2 Enterprise Windows Server 2008 R2 Datacenter Nx 1 Windows Server 2008 R2 Datacenter Lizenz

32 Windows Server Lizenzierung Windows Server Lizenzbestimmungen sind unabhängig von der Virtualisierungsplattform Virtualisierungsrechte bestimmen sich durch die Edition (Standard, Enterprise, Datacenter) Serverlizenz bzw. Prozessorlizenzen werden einem bestimmten Server für mindestens 90 Tage zugewiesen. Erst nach 90 Tagen dürfen die Lizenzen einem anderen Server zugewiesen werden

33 Lizenzkalkulator

34 MICROSOFT SERVERVIRTUALISIERUNG LINKS UND RESSOURCEN

35 ROI Kalkulator

36 Trainings und Zertifizierung Angebote Partner-Trainings Kompetenz Virtualisierung Zertifizierungen Weiterführende Informationen Lernpfad für technische Trainings zu Virtualisierung https://partner.microsoft.com/germany/trainingevents/ Lernpfad für Vertriebstrainings zu Virtualisierung https://partner.microsoft.com/germany/trainingevents/ Lernpfad für Vertriebstrainings zu System Center https://partner.microsoft.com/germany/trainingevents/ Lernpfad für technische Trainings zu System Center https://partner.microsoft.com/germany/trainingevents/ https://partner.microsoft.com/germany/program/competencies/ Exam TS: Windows Server Virtualization, Configuring Exam : TS: Microsoft System Center Virtual Machine Manager Exam TS: Windows Server 2008 R2, Server Virtualization Exam TS: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Configuring Exam: TS: Microsoft Desktop Optimization Pack, Configuring Exam TS: Windows Server 2008 R2, Desktop Virtualization

37 Angebote und Ressourcen Angebote Produktinformationen Technische Informationen Contoso Weiterführende Informationen Website zu Microsoft-Virtualisierungslösungen Virtualisierung im Partner Network https://partner.microsoft.com/germany/productssolutions/productsvirtualization Produktwebsite zu allen System Center-Produkten Virtualisierung auf TechNet TechNet Webcasts Keyword: Virtualisierung System Center auf TechNet TechNet Edge

38 Angebote und Ressourcen Angebote Marketingmaterial Veranstaltungen ROI-Kalkulator Presales-Support Lizenzkalkulator Weitere Ressourcen (engl.) Weiterführende Informationen Produktpräsentationen und Datenblätter im Partner Marketing Center Kundenreferenzen IT Business Foren TechDay TechNet Seminare ROI-Kalkulator zu Virtualisierung https://roianalyst.alinean.com/microsoft/virtualization/ System Center ROI-Kalkulator Vertriebsunterstützung auch zu System Center und Virtualisierung https://partner.microsoft.com/germany/supportsecurity/susalessupport

39 Weitere Tools Angebote Solution Accelerators Microsoft Virtualization Solution Accelerators Microsoft Assessment & Planning Toolkit Dynamic Datacenter Toolkit Virtual Machine Manager Self Service Portal 2.0 Offline Virtual Machine Servicing Tool 2.0 IPD Assessment Guide and Scenario Selection Tool Weiterführende Informationen VIRTPROD Optimized Desktop Scenarios:

40 Testversionen Angebote Testversion Windows Server 2008 R2 Testversion Hyper-V Server 2008 R2 Testversion System Center Essentials 2010 Testversion System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 Virtual Labs Windows Server 2008 R2 Weiterführende Informationen ae0a-232d0314ccf6&displaylang=de

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42 Servervirtualisierung Neue, kostengünstige Lösungen von Microsoft zur Optimierung der IT-Infrastruktur Informationsbroschüre Stand: März 2011

43 Inhalt Inhaltsübersicht 2 Einleitung 3 Was ist Virtualisierung? 4 Herausforderungen und Möglichkeiten für Unternehmen 5 Chancen, die die Servervirtualisierung eröffnet 5 Virtualisierungslösungen von Microsoft 6 Einsatzszenarien für die Servervirtualisierung 8 Microsoft Hyper-V 10 Microsoft Virtual Desktop Infrastructure 17 Verwaltungslösungen von Microsoft 19 Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 19 Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2 23 Microsoft System Center Configuration Manager 2007 R3 24 Microsoft System Center Data Protection Manager Microsoft System Center Essentials Opalis 28 Microsoft System Center Service Manager Lizenzierung 30 Lizenzierung von Microsoft-Servervirtualisierung 30 Lizenzierung von Microsoft Virtual Desktop Infrastructure 33 Lizenzierung von Verwaltungslösungen 34 Enrollment for Core Infrastructure (ECI) 38 Virtualization Solution Accelerators 40 Interoperabilität 41 2

44 Einleitung Kosten sparen, Kapazitäten besser nutzen, höhere Verfügbarkeit und mehr Flexibilität diese Themen stehen auf der Agenda vieler IT-Manager auch im Jahr 2011 ganz weit oben. Mit dem richtigen Lösungsansatz lassen sich diese Anforderungen auf einmal erfüllen: Das entscheidende Stichwort in diesem Zusammenhang lautet Servervirtualisierung. Mit diesem Verfahren lassen sich vorhandene Systeme schnell und einfach konsolidieren, um Kosten einzusparen. Gleichzeitig sinkt mit der geringeren Anzahl von Hardwaresystemen der Stromverbrauch, was sowohl den Betriebskosten als auch der Umwelt zugutekommt. Genauso gestattet es die Servervirtualisierung, die Kapazitäten der eingesetzten Serversysteme besser auszuschöpfen und die Verfügbarkeit zu steigern, da sich Systeme leicht wiederherstellen oder auf andere Hosts verschieben lassen. Darüber hinaus schafft die Servervirtualisierung die Voraussetzung für mehr Flexibilität, damit die IT rasch auf neue oder sich verändernde Geschäftsanforderungen reagieren kann und so eine stärkere strategische Bedeutung erlangt. Die Servervirtualisierung bietet eine Vielzahl interessanter Möglichkeiten, die IT-Infrastruktur zu modernisieren und zu optimieren. Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige, flexible, skalierbare und sichere Virtualisierungsplattform wie die Microsoft Hyper-V-Technologie. Die technologische Grundlage ist jedoch nur einer der Schlüssel zum Erfolg. Ebenso wichtig ist es, die virtuelle Infrastruktur umfassend verwalten zu können. Mit Managementlösungen auf Basis von Microsoft System Center können Sie aus einer integrierten Oberfläche heraus physische und virtuelle IT-Infrastrukturen einheitlich verwalten. In dieser Broschüre möchten wir Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten der Servervirtualisierung sowie der Verwaltung gemischter physischer und virtueller IT-Infrastrukturen vorstellen. Auf diese Weise erfahren Sie, wie Sie das Lösungsangebot von Microsoft in Ihrem Unternehmen nutzen können um Kosten zu sparen, die Umwelt zu schonen, Kapazitäten besser auszulasten, die Verfügbarkeit Ihrer Systeme zu optimieren und eine IT zu erhalten, die sich flexibel an Veränderungen anpassen lässt. 3

45 Was ist Virtualisierung? Virtualisierung in einer IT-Infrastruktur ist im Wesentlichen die Isolierung einer Computing-Ressource von anderen. Die Separierung der verschiedenen Ressourcen ermöglicht es, eine höhere Flexibilität zu erzielen und die Änderungsverwaltung zu vereinfachen, um schnell und flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können. Hier zeigt sich eine der Stärken der Virtualisierung: Da alles modularisiert ist, gibt es weniger Abhängigkeiten. Vielmehr lassen sich Systembestandteile flexibel austauschen, ohne an starre Abhängigkeiten gebunden zu sein. In einer physischen Umgebung hingegen sind Hardware, Betriebssystem und Anwendungen eng miteinander verbunden und sehr stark voneinander abhängig. In einer virtualisierten IT-Infrastruktur hingegen sind die virtualisierten Elemente logisch isoliert und voneinander unabhängig. Zum besseren Verständnis ist es hilfreich, das vielleicht gängigste Prinzip der Virtualisierung näher zu betrachten: die Virtualisierung eines kompletten Computers. Hierbei werden Betriebssystem und Anwendungen zu einer virtuellen Maschine (VM) kombiniert Eine VM läuft auf einem physischen Host-Computer, der mit einem Betriebssystem oder einem Hypervisor (eine dünne Softwareschicht, die grundlegende Hardwareschnittstellen bereitstellt) arbeitet Die virtuelle Maschine wird unabhängig vom Betriebssystem des physischen Host- Computers betrieben Mehrere virtuelle Maschinen können gleichzeitig auf einem einzigen Server laufen Die Maschinenvirtualisierung bietet Isolierung und Sicherheit in einem Maße, als würde jede virtuelle Maschine eigenständig auf ihrer eigenen Hardware betrieben werden Da alle VMs isoliert voneinander arbeiten, kommen sie sich nicht gegenseitig ins Gehege, was einen universellen Einsatz gestattet Die Virtualisierung von Computern als VMs lässt sich, abhängig vom jeweiligen Szenario, auf Servern wie Microsoft Windows Server 2008 R2 und Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 realisieren. Daneben gibt es weitere Arten der Virtualisierung. Beispiele hierfür sind die Anwendungsvirtualisierung, die Präsentationsvirtualisierung über die Remote-Desktop-Dienste sowie die Virtual Desktop Infrastructure (VDI). 4

46 Herausforderungen und Möglichkeiten für Unternehmen Bei der Optimierung ihrer IT-Infrastruktur mithilfe der Servervirtualisierung treffen Unternehmen jeder Größe auf zahlreiche Herausforderungen und Möglichkeiten: Die Ressourcen vorhandener Serversysteme (Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte et cetera) sind häufig nur zu einem Bruchteil ausgelastet und werden daher nur unzureichend genutzt Für Systeme, für deren Hardware oder Betriebssystem es keinen angemessenen Support mehr gibt und deren Wartung sich zunehmend teurer gestaltet, wird eine geeignete Folgelösung gesucht Die in den Serverprozessoren von AMD und Intel bereits eingebauten Virtualisierungsfunktionen werden meist nicht genutzt I/O-Zugriffe in virtuellen Umgebungen (beispielsweise von Netzwerkadaptern) finden bei manchen Virtualisierungslösungen nur langsam statt Die Verfügbarkeit bei ungeplanten oder geplanten Ausfallzeiten ist oftmals unzu - rei-chend. Es gibt kaum sinnvolle Desaster-Recovery-Funktionen Verwaltungstools, mit denen sich sowohl physische als auch virtuelle Systeme einheitlich und zentral konfigurieren und administrieren lassen, fehlen häufig Tools, um die Bereitstellung neuer virtueller Maschinen ( Provisionierung ) zu automatisieren, sind vielfach nicht vorhanden Chancen, die die Servervirtualisierung eröffnet Richtig umgesetzt, bietet die Servervirtualisierung eine Reihe interessanter Chancen: Kann die Anzahl der erforderlichen Systeme verringert werden, lassen sich dadurch die IT-Betriebskosten senken Gleichzeitig wird dadurch Energie gespart, was nicht nur zum Schutz der Umwelt beiträgt, sondern auch zu weiteren Kostenreduzierungen führt 5 Kann die gleiche (oder mehr) Funktionalität mit weniger Systemen erzielt werden, sinken der Platzbedarf sowie die Raumkosten (Miete, Klimatisierung et cetera)

47 Virtualisierungslösungen von Microsoft Microsoft bietet ein vollständiges Portfolio an Virtualisierungslösungen an. Für alle relevanten Bereiche der Virtualisierungen vom Desktop bis zum Rechenzentrum: Die Servervirtualisierung erstellt separate Betriebssystemumgebungen in Form von virtuellen Maschinen (VMs), die vom physischen Host-Server logisch isoliert sind. Dies erlaubt es, die zur Verfügung stehenden Ressourcen wie Hardware, Speicherplatz et cetera besser auszunutzen um die Kosten sowie den Strombedarf zu reduzieren und die Verfügbarkeit sowie die Flexibilität zu erhöhen. Gleichzeitig bleiben die Isolation und Sicherheit der virtuellen Betriebssystemumgebungen erhalten. Die von Microsoft entwickelte Virtualisierungstechnologie Hyper-V lässt sich sowohl zur Virtualisierung von Serversystemen als auch zur Desktopvirtualisierung mittels Virtual Desktop Infrastructure nutzen. Die Anwendungsvirtualisierung trennt bei einer Desktop- oder Serverumgebung die Anwendungskonfigurationsebene vom darunterliegenden Betriebssystem. Dadurch lassen sich Versionskonflikte reduzieren sowie die Bereitstellung von Anwendungen und Updates beschleunigen. Die Desktopvirtualisierung stellt in virtuellen Maschinen eigenständige Betriebssystemumgebungen bereit lokal auf dem Desktop oder zentral auf dem Server. Auf diese Weise können Administratoren und Entwickler komplette PC-Konfigurationen (Betriebssystem inklusive Anwendungen) in einer isolierten Gastumgebung effizient austesten. Genauso können Branchenanwendungen, die für eine ältere Betriebssystemumgebung konzipiert sind, auf einer modernen Host-Plattform weiterverwendet werden. 6 Bei der Präsentationsvirtualisierung in Form der Remote Desktop-Dienste wird die Verarbeitung von der grafischen Ausgabe sowie von Tastatur- und Mauseingaben isoliert. Die Anwendung läuft somit an einem zentralen Standort, lässt sich aber dezentral an anderen Standorten nutzen. Diese Art der Virtualisierung eignet sich zum Beispiel dazu, für aufgabenorientierte Mitarbeiter sowie mobile Mitarbeiter, die lediglich über Verbindungen mit geringer Bandbreite angebunden sind, wichtige Unternehmensanwendungen bereitzustellen. Ebenso bietet sich die Präsentationsvirtualisierung an, um vertrauliche Daten an entfernten Standorten wirksam zu schützen, da auf den Computern vor Ort keine Daten gespeichert werden.

48 Virtual Desktop Infrastructure (VDI) ist ein Modell zur Desktopvirtualisierung. Mit VDI können Benutzer per Netzwerkverbindung auf ihre persönlichen Desktops zugreifen, die im Rechenzentrum des Unternehmens als virtuelle Maschinen laufen. Mit VDI steht Unternehmen ein Modell zur Desktopvirtualisierung zur Verfügung, das flexible Arbeitsszenarien an wechselnden Einsatzorten ebenso unterstützt wie das Arbeiten von zuhause aus auch mit PCs, die nicht zum Unternehmen gehören. Alle Anwendungen und Daten verbleiben dabei im Rechenzentrum, was für Sicherheit und Compliance sorgt. Hinweis Mehr Informationen zur Microsoft Virtual Desktop Infrastructure-Lösung finden Sie auf Seite 17. Server- Virtualisierung Präsentations- Virtualisierung AppliKations- Virtualisierung DeSKTOP- Virtualisierung User-State- Virtualisierung Umleitung von Dokumenten Offlinedokumente 7

49 Einsatzszenarien für die Servervirtualisierung Von der Servervirtualisierung können Unternehmen bei einer Reihe von Szenarien profitieren. Konsolidierung Mithilfe der Konsolidierung können Unternehmen ihre IT-Betriebskosten schnell und einfach reduzieren: Die Servervirtualisierung hilft dabei, die Anzahl der zu wartenden physischen Systeme und damit die Komplexität der Infrastruktur zu verringern. Neben einer verbesserten Hardwareauslastung der verbleibenden Systeme steigt dadurch die Übersichtlichkeit, während die Verwaltung leichter vonstattengeht was zu abermaligen Kosteneinsparungen führt. 8 Test und Entwicklung Die Servervirtualisierung bietet Unternehmen die Möglichkeit, das Testen erheblich zu erleichtern. Administratoren können neue Betriebssysteme und Applikationen schnell und kostengüns tig in abgeschotteten, virtuellen Umgebungen austesten, ohne dafür physische Hardware langwierig aufzusetzen oder die Produktivumgebung zu beeinträchtigen. Genauso erhalten Entwickler die Gelegenheit, die von ihnen erstellten Anwendungen auf Herz und Nieren zu prüfen. Zusätzliche Kosten werden eingespart, da hierfür keine separate, physische Testumgebung mehr erforderlich ist.

50 Geschäftskontinuität Die Servervirtualisierung kann zusammen mit entsprechender Hardware entscheidend dazu beitragen, die Kontinuität des IT-Betriebs zu bewahren, indem die Auswirkungen, die sowohl geplante Umbauten als auch ungeplante Ausfälle in der IT-Infrastruktur hervorrufen, erheblich reduziert werden: Sollte ein physischer Server ausfallen, lassen sich die darauf laufenden virtuellen Maschinen schnell wieder auf einem anderen physischen Host in Betrieb nehmen, was ausfallbedingte Unterbrechungen im IT-Betrieb minimiert. Private Cloud Die Servervirtualisierung ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Agilität in der IT-Infrastruktur mit dem Ziel, ein dynamisches Rechenzentrum zu realisieren und von Private Cloud-Vorteilen zu profitieren. Durch die flexible Platzierung von virtuellen Maschinen lassen sich die im Rechenzentrum vorhandenen Hardwareressourcen dynamisch auslasten, um den dortigen Pool von physischen Hosts kontinuierlich mit hoher Auslastung zu betreiben. Fortschrittliche Managementfunktionen gestatten es, virtuelle Maschinen ganz nach Bedarf bereitzustellen und selbst eine große Anzahl virtueller Maschinen effizient und einheitlich genauso wie physische Systeme zu verwalten. Webbasierte Self Service-Portale gestatten Benutzern eine leichte Selbstprovisionierung neuer virtueller Maschinen. Ebenso ist eine umfassende Automatisierung der Verwaltung möglich. Weitere Informationen Virtualisierung mit Microsoft Informationen, Kundenreferenzen und technische Details Servervirtualisierung Private Cloud (englisch) Server- und Desktopvirtualisierung mit Windows Server 2008 R2 Windows Virtual PC Anwendungsvirtualisierung mit Microsoft Application Virtualization Microsoft Desktop Optimization Pack 9

51 Microsoft Hyper-V Mit der Hyper-V-Technologie erhalten Unternehmen eine leistungsfähige, serverbasierte Virtualisierungsplattform für Hosts mit x64-prozessoren. Die Hyper-V-Technologie ist auf zwei Arten erhältlich: Bei Microsoft Windows Server 2008 R2 sowohl bei der vollständigen als auch bei der schlanken Server Core-Installationsoption steht Hyper-V als Serverrolle zur Verfügung. Hyper-V ist Bestandteil der Windows Server 2008 R2-Editionen Standard, Enterprise und Datacenter. Des Weiteren gibt es das eigenständige Produkt Microsoft Hyper-V Server 2008 R2, das neben dem Windows Server-Treibermodell lediglich Virtualisierungskomponenten enthält und daher einen kleinen Footprint und minimalen Overhead bietet. Dadurch erhalten Unternehmen die Möglichkeit, leistungsfähige und skalierbare virtuelle IT-Infrastrukturen zu realisieren, die zu ihren jeweiligen Anforderungen am besten passen. Zudem sind die Lösungen überaus kostengünstig: Mit Hyper-V als Bestandteil von Microsoft Windows Server 2008 R2 entfällt die Notwendigkeit zum Erwerb eines separaten Virtualisierungsproduktes. Ebenfalls kostenlos wird das Stand-alone-Produkt Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 zum Download angeboten Beide Servervirtualisierungslösungen lassen sich zentral über Microsoft System Center verwalten. Da darüber eine einheitliche Verwaltung physischer wie auch virtueller Systeme stattfindet, trägt dieses Verfahren maßgeblich dazu bei, den Aufwand und die Kosten für den IT-Betrieb zu minimieren Hinweis Nicht verfügbar ist Hyper-V bei Windows Server 2008 R2 Foundation, bei Windows Web Server 2008 R2 sowie bei Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme. 10 Architektur Hyper-V verwendet eine Hypervisor-Architektur mit flachem Microkernel. Dieser Ansatz weist mehrere Vorteile auf: Der Windows-Hypervisor beinhaltet keinen Code (beispielsweise Treiber), der von Drittherstellern stammt. Dadurch wird die potenzielle Angriffsfläche sowohl für den Hypervisor als auch für den Host und seine Gäste minimiert Die enge Integration in das Host-Betriebssystem ermöglicht es Unternehmen, bei der Virtualisierung ihrer Infrastruktur von noch höherer Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit zu profitieren In Verbindung mit dem Failover-Clustering von Windows Server 2008 R2 Enterprise und Windows Server 2008 R2 Datacenter respektive Hyper-V Server 2008 R2 können Unternehmen geplanten und ungeplanten Ausfallszenarien wirksam begegnen und dadurch ohne Mehrkosten Hochverfügbarkeit von virtuellen Maschinen erzielen: > Die Live-Migration gestattet Administratoren das praktisch unterbrechungsfreie Verschieben virtueller Maschinen (VMs) zwischen physischen Hosts im laufenden Betrieb. Dabei gibt es auch keine Unterbrechung bei Clients, die gerade mit der verschobenen VM arbeiten > Die Quick Migration ermöglicht es, virtuelle Maschinen in unvorhergesehenen Situationen wie zum Beispiel Stromausfällen automatisch auf einen anderen Host im Cluster zu verschieben und dort in Betrieb zu nehmen

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