Gulaschkanonen und Gottes Liebe. Die Soldaten der Heilsarmee geben den Menschen erst Brot, dann den Glauben

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1 Münchner Merkur Das Wochenend-Magazin des Münchner Merkur Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 Tierverleih Wie eine Frau Meerschweinchen vor Einsamkeit bewahrt. > Seite Gulaschkanonen und Gottes Liebe Die Soldaten der Heilsarmee geben den Menschen erst Brot, dann den Glauben Sie tragen Uniform, aber keine Waffen: Die Soldaten der Heilsarmee wollen Armen helfen und sie für Gottbegeistern.Jetztsingen sie sogar für die Schweiz beim Eurovision Song Contest. Aber wer sind sie eigentlich? Ein Blick ins Münchner Korps. VON MARKUS HENSEL UND ANNE KRATZER Das Frühstück ist vorbei, der Offizier Stefan Müller schreitet zur Kanzel. Na?, fragt er. Haben wir Sie satt gekriegt? Sein Blick schweift durch den Speiseraum. Vor ihm sitzen verarmte Rentner, Migranten, Obdachlose. Wie jeden Sonntag frühstücken sie im Haus der Münchner Heilsarmee in Obersendling. Eine Frau ruft grinsend: Na ja, es könnte etwas mehr sein! Müller spielt mit und mimt den Militärausbilder: Was? Es könnte mehr sein? Los, runter und 0 Liegestützen. Dann lacht er und beginnt seine Predigt. UNSER THEMA: MISSION Pfingsten gilt als Geburtstag der christlichen Kirche und als Beginn der Missionierung. An Pfingsten erfüllt sich Jesu Ankündigung vom Kommen des Heiligen Geistes. Brausend, so steht es in der Bibel, fährt er vom Himmel auf die Jünger herab. Auf einmal sprechen und verstehen sie die Sprachen aller Völker. Diese Fähigkeit sollen sie nutzen, um überall vom Leben Jesu zu erzählen. Damit beginnen 000 Jahre Mission, bis heute Auftrag der christlichen Kirchen. Der Begriff Mission ging über die Jahrhunderte in den alltäglichen Sprachgebrauch über. Seither spricht man davon, dass Menschen eine persönliche Mission haben. Oder von einer Mission in unbekannten Gebieten sei es in Kenia, in der Wüste oder im Weltraum. Das Thema hat viele Facetten. Deshalb ist ihm das ganze gewidmet. ah Eine Sekte? Falsch! Eine anerkannte Freikirche Mit der Uniform wirkt Müller,, wie ein Militär, dabei ist er Pazifist. Und Offizier als Pastor der Heilsarmee. Seine Mission: Armut und Einsamkeit bekämpfen. Unsere einzigen Waffen sind Gulaschkanonen und die Liebe Gottes, sagt er. So ganz militärisch sieht er auch nicht aus. Müller ist etwas untersetzt, hat ein rundes Gesicht. Seine Stimme ist warm und bestimmt, er lächelt fast immer als wäre er mit allem, was er sagt, zufrieden. Soldatisch ist nur die Uniform: weißes Hemd, dunkelblaue Krawatte, darüber ein marineblaues Jackett. Am Revers: das Emblem der Heilsarmee. Das rote Wappen mit weißem Kreuz in diesen Tagen sieht man es oft in TV und Zeitung. Beim Eurovision Song Contest tritt eine Band der Heilsarmee für die Schweiz an. Weil beim ESC keine religiösen Gruppen singen dürfen, haben sie sich umbenannt von Heilsarmee in Takasa. Statt Uniformen tragen sie dunkle Hosen und weiße Hemden. Aber was machen diese Leute, wenn sie nicht singen? Fast jederhatbeimwort Heilsarmee ein Bild im Kopf: Männer und Haltung zeigen: Der Offizier und Pastor Stefan Müller predigt im Speiseraum der Münchner Heilsarmee von Jesus und seinen Mitarbeitern. Frauen, die Suppe verteilen oder am Weihnachtsmarkt Spenden sammeln. Nur so richtig kennt sie niemand. Manche meinen zu wissen, die Heilsarmee sei eine Sekte. Falsch. Sie ist eine von Katholiken und Protestanten anerkannte Freikirche, die für ihr soziales Engagement geschätzt wird. gründete der Priester William Booth die Heilsarmee in den Slums von London, einem rohen Pflaster voller Gewalt und Armut. Statt in großen Kirchen predigte Booth in engen Gassen, auf kleinen Plätzen und vor verrufenen Kneipen. SeinZiel: DieÄrmstenundEinsamsten für Gott begeistern. UmimNotfallschnellzuhelfen, gab sich die Heilsarmee die militärische Struktur. Die strenge Hierarchie macht klar, wer das Sagen hat. Seit tragen die Heilssoldaten Uniform. Ein offenes Glaubensbekenntnis. Im Münchner Gemeindehaus spürt man wenig militärischen Drill. Höchstens, wenn die MenschenMüllerals HerrMajor ansprechen. AuchderSpeiseraum ist weder Kaserne noch richtig Kirche. Offizier Müller steht hinter einer mobilen Kanzel: Ein Holzpult auf Plastikrollen, vorne ist ein Kreuz aufgeklebt. Das Zimmer ist Teil eines ehemaligen Hotels und das siehtman. AufdemgrünenTeppich stehen Tische mit dunkelrotenlackdecken. Linksneben Herrn Müller ein großer Topf Plastikblumen, rechts von ihm die alte Hotelbar. Obwohl es heller Tag ist, verhängen dünne weiße Vorhänge die Fenster. Hier predigt Müller über Gipfelerlebnisse. Zeiten, in denen mannahbeigottist, indenenes einfach ist zu glauben. Aber er beschreibt auch Momente, in denen man tief im Tal ist, in denen Gott fern scheint. Müller Was ist Ihre Mission? Prominente erzählen spricht in einfachen Worten. Die Jünger werden zu Jesu Mitarbeitern. Trotzdem hören ihm viele Menschen im Speiseraumnichtzu.SiehabendieAugen geschlossen, ein Mann durchforstet seine Taschen. NachderPredigtsagteineältere Frau: Ich glaub dem das nicht, was er sagt, aber für mich ist das eine schöne Meditation. Hilfe als Anbetung das ist ihr Credo Wer Hilfe von der Heilsarmee will, muss nicht gläubig sein, zuhören muss er aber. Wer sich für uns entscheidet, der muss auch aufpassen, sagt Müller. Wer Hunger hat, kann nicht beten. Und die Heilsarmee will, dass die Menschen beten, deswegen geben sie ihnen zuerst zu essen. Für die Heilssoldaten selbst hat Helfen eine besondere Bedeutung. Es ist ihre Art, den Glauben zu leben. Hilfe als Anbetung das ist ihr Credo. Die Heilsarmee ist in Ländern aktiv, hat über, Millionen Mitglieder, in Deutschland 00. Die Münchner Gemeinde, die Stefan Müller zusammen mit seiner Frau leitet, hat sogar nur Mitglieder. Und die gestalten sich ihren Gottesdienst so, wie es ihnen gefällt. Jeder darf mitreden. Ebenso eigenwillig interpretiert die Heilsarmee die Bibel. Uwe Heimowsky, Autor des kritischen Buches Die Heilsarmee sagt: Deren theologische Auslegung ist sehr pragmatisch, aber wenig reflektiert. Genau das macht für Müller die Heilsarmee aus: Ich möchte nicht, dass das Evangelium so verkopft wahrgenommen wird, sagt er, die Leute müssen eine Beziehung zu Gott aufbauen. Mit war er auf einer Jugend- FOTO: STEFFEN LEIPRECHT freizeit der Heilsarmee. In einer Kirche bat ein Mann diejenigen, die sich zum Offizier berufen fühlten, nach vorne zu treten. Müller stand alleine auf der Balustrade, zögerte. Dann hörte er eine göttliche Stimme, die fragte: Warum nicht du? Er trat vor. Sein Glaube bestimmt Müllers Leben. Vor sieben Jahren hatte die Gemeinde in München nur noch fünf Mitglieder. Eigentlich wollte ich sie schließen, aber dazu hat Gott mir sein Okay nicht gegeben. So kaufte Müller für die Heilsarmee das ehemalige Hotel in Obersendling.Underwillexpandieren: Noch heuer eröffnet er eine Gemeinde in Augsburg. Wie er das machen will, weiß er noch nicht so genau. Aber er gibt sich zuversichtlich: Wir von der Heilsarmee dürfen auch mal spinnen. INHALT GLAUBE & WISSEN Mission in aller Welt Hier lesen Sie, was Mission bedeutet und was andere Religionen davon halten. > Seite MENSCHEN Das spornt sie an Neun Menschen sprechen über ihre Mission etwa in der Mundart-AG oder im Haus der kleinen Künste. >Seite und Alfons Schuhbeck, Koch Nina Ruge, Moderatorin Rainer Schießler, Pfarrer Benjamin Idriz, Imam Sandra Forster, Gastronomin David Alaba, Fußballer Ich brenne bis zum Jüngsten Gericht darauf, dass immer mehr Menschen g schmackiger und bekömmlicher essen, dass sie den Produkten ihrer Region verbunden bleiben und immer offener für die Aromen der Welt werden. Und allen Hobbyköchen möchte ich ans Herz legen: Mit Liebe für andere zu kochen bringt mehr, als teure Zutaten einzukaufen. Mein Sendungsbewusstsein ist das der empathischen Vernunft: Lasst uns all unsere Kreativität, Kraft und Intelligenz dafür verwenden, dass diese wunderbare Welt eine wunderbare bleibt. Lasst uns abwenden von allem, was spaltet, aufwiegelt und Feindbilder schafft. Doch ich fürchte: In Wahlkampfzeiten wird das nichts. Und danach? Schaumama. Mission muss heute ganz anders definiert werden. Die Theologie der Befreiung hat vor 0 Jahren die Forderung gestellt, man müsse das Evangelium Jesu mit den Augen der Armen lesen und verkünden. Mission heute muss ergänzen: Wir müssen es auch mit den Augen der Suchenden, der Zweifelnden, der Fernstehenden verkünden. Das Europa der Zukunft wird eine Zukunft vieler Religionen sein. Deshalb will ich als Imam dazu beitragen, dass Christen, Juden und Muslime, Angehörige anderer Religionen oder auch religionslose Menschen ihren gleichberechtigten Platz im Münchner Stadtgefüge einnehmen nicht nebeneinander, sondern miteinander. Meine Mission ist, immer wieder neue gastronomische Konzepte zu entwickeln, um die Gäste stetig neu zu überraschen. Dabei versuche ich, Tierprodukte zu vermeiden und viele vegetarische oder vegane Alternativen anzubieten. Im Optimalfall lässt sich ein Restaurant dann noch mit einem sozialen Projekt verknüpfen. Da ich noch relativ jung bin, möchte ich eher von Zielen sprechen. Im Augenblick will ich die Fans des FC Bayern und der österreichischen Nationalmannschaft begeistern. Natürlich möchte ich auch Titel gewinnen mit dem FC Bayern und mich mit Österreich für die Fußball-WM 0 in Brasilien qualifizieren wobei Ersteres sicherlich einfacher ist. IMPRESSUM Verantwortliche Leitung Dr. Robert Arsenschek Tel: 0/0- Fax: 0/0- Gestaltung: Regina Berg Mitarbeit: Isolde Fugunt

2 J GLAUBE & WISSEN Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 Geht hinaus in alle Welt Was christliche Mission bedeutet und warum man sie heute anders nennt Marsmission, Mission Impossible, Beobachtermission : Mission ist ein Trendwort gesetzt vom Christentum. Doch was hat es mit Mission eigentlich auf sich? Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Begriff? Und warum wird er heute meist nur noch zögerlich gebraucht? Ein paar Antworten. VON BENEDIKT GRADL, ALINA RAFAELA HÜBNER UND STEFAN KUHFS Was hat es mit Mission im Christentum auf sich? Ausgangspunkt ist der berühmte Missionsbefehl, den der auferstandene Jesus in den Evangelien den Jüngern gibt. Bei Markus heißt es: Gehet hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen. Der Begriff Mission taucht in der Bibel gar nicht auf. Er findet sich erst im. Jahrhundert bei Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens, und bezeichnet die Bemühung um Andersund Nichtgläubige. Warum das Wort Mission? Es leitet sich vom lateinischen Verb mittere ab, was schicken oder senden bedeutet. Gemeint ist die Aussendung der Christen, um das Evangelium zu verkünden. Der Begriff hat eine schwierige Geschichte. Heute spricht man lieber von Evangelisation wie auch Papst Franziskus am Abend seiner Wahl. Denn viele denken bei Mission an Zwangstaufen im Mittelalter und in der Kolonialzeit. Wie kam es zu diesem Bild? Dass das Christentum von einer anfangs unbedeutenden Sekte im Nahen Osten zur Weltreligion wurde, hatte nicht nur religiöse Gründe. Stets ging es auch um politische und wirtschaftliche Interessen. Seit dem sechsten Jahrhundert etwa, als die ersten europäischen Könige christlich wurden, rückten Staat und Religion immer näher zueinander. Ganze Herrscherdynastien gründeten seit dem Mittelalter als Kaiser und Könige von Gottes Gnaden ihren Herrschaftsanspruch auf den Glauben. Wer ist dafür ein bekanntes Beispiel? Karl der Große und seine Sachsen-Mission. Der Monarch hatte das Franken- Reich um 00 zum größten seiner Zeit in Europa gemacht. Nur an der Ostgrenze plagten ihn die widerspenstigen Sachsen. Immer wieder fielen sie ein, plünderten und brandschatzten. Als es dem Kaiser nach dreißig Jahren endlich gelang, den Germanenstamm zu besiegen, stellte er ihn vor die Wahl: Tod oder Taufe. Die Sachsen ließen sich taufen. Sie wandten sich ab vom germanischen Kult, bauten Kirchen und Klöster, akzeptierten Karl als ihren König von Gottes Gnaden. Gab es das noch öfter? Ganz ähnlich hielt es Friedrich I., genannt Barbarossa. Als der deutsche Kaiser um 0 in die Slawengebiete aufbrach, um neues Land zu erobern, baute er vielerorts gewaltige Klöster nicht nur als christliche Kultstätten. Sie dienten ihm auch als Verwaltungszentren. Sie waren weithin sichtbare, steinerne Symbole seines kaiserlichen Machtanspruchs, waren Bildungs- und Kulturstätten. Und sie verbreiteten natürlich den christlichen Glauben. Welche Rolle spielte Mission im Kolonialzeitalter? Als Spanier und Portugiesen am Anfang der Neuzeit mit gewaltigen Flotten aufbrachen, um die Neue Welt zu entdecken und zu erobern, legten sie damit den Grundstein für die Christianisierung in Asien und in Amerika. Ende des. Jahrhunderts waren fast 000 Missionare in Lateinamerika. Der Entdecker Amerikas, Christoph Kolumbus, soll gesagt haben: Es frohlocke Christus auf Erden, wie er im Himmel frohlockt, wenn er sieht, dass die vorher verlorenen Seelen so vieler Völker gerettet werden. Bis heute ist Lateinamerika fast vollkommen katholisch, ebenso die Philippinen und Teile der USA. Dabei strebten die ibe- Dem König der Zeiten Ehre und Herrlichkeit Regi Saeculorum Honor Et Gloria, steht auf dem Kreuz, das Christus den afrikanischen Völkern bringt. Das undatierte Bild stammt aus einem Missionarsseminar in Ellwangen. Es sollte den Missionaren die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit vor Augen führen. FOTO: ULLSTEIN rischen Könige im. Jahrhundert keineswegs primär danach, den christlichen Glauben in die Welt zu tragen. Vielmehr ging es um handfeste ökonomische Interessen, um billige Rohstoffe und Arbeitskräfte. Die besetzten Gebiete zu christianisieren, sie also der eigenen westlichen Kultur anzupassen, bot sich an. Wie hielten es die Missionare dabei mit der Freiheit? Die Glaubensfreiheit der Menschen stand meistens im Hintergrund. Dialog gab es, aber er bildete die Ausnahme. Stämme und Völker wurden ihrer Kulturen beraubt. Der Schwerpunkt lag nicht unbedingt auf der befreienden Botschaft des Evangeliums, vor allem wurde die westliche Kultur auf die eroberten Regionen übertragen. Das führte dazu, dass das Wort Mission bis heute einen negativen Nachklang hat. Was verstehen Christen heute unter Mission? Wer Mission hört, denkt heute vielleicht an Missionare und Entwicklungshilfe. Doch die christlichen Kirchen verstehen ihre Mission nicht nur als Teil ihres Dienstes am Menschen, sondern vielmehr als wesentlichen Kern ihres Auftrags. Wie ist dieser Auftrag zu verstehen? Es ist unmöglich, nicht zu reden von dem, was wir gesehen und gehört haben, steht im Neuen Testament (Apg, 0). Christen haben also einen klaren Auftrag. Jeder Einzelne, aber auch die Kirche als Glaubensgemeinschaft sollen von Jesus Christus Zeugnis ablegen. Am Weltmissionstag 00 wies der damalige Papst Benedikt XVI. darauf hin, dass der Auftrag, allen Menschen die Frohbotschaft zu verkünden, die wesentliche Sendung der Kirche ist. Was ist das Ziel kirchlicher Mission? Die Taufe als Eintrittskarte in die Heilsgemeinschaft. Extra ecclesiam nulla salus, hieß es im Mittelalter: außerhalb der Kirche gebe es kein Heil. Auch die Diakonie ist von großer Bedeu- tung. Der Begriff leitet sich vom griechischen diakonos, Diener ab. Es geht darum, die Botschaft des Evangeliums ernst zu nehmen und die Worte Jesu in Taten umzusetzen. Dazu gehört auch, sich selbst zurückzunehmen, und den Bedürftigen zu dienen. Hat sich das Missionsverständnis in letzter Zeit verändert? Das Zweite Vatikanische Konzil brachte die größte Änderung. Die katholische Kirche öffnete sich den nichtchristlichen Religionen. Das Missionsverständnis ist seither vom Dialog geprägt. Katholische Fundamentalisten wie die Piusbrüder lehnen diese Öffnung jedoch scharf ab. Und in der evangelischen Kirche? Dort war die Missionsarbeit bis etwa 00 kaum ein Thema. Die protestantische Missionsbewegung begann erst 0 mit Bartholomäus Ziegenbalg. Der sächsische Theologe war vom dänischen König zusammen mit anderen Missionaren beauftragt worden, nach Indien aufzubrechen und die dortige Bevölkerung im evangelischen Glauben zu lehren. Als einer der ersten und einzigen Missionare seiner Zeit lernte er die indische Sprache, um vor Ort besser wirken zu können. Erst einige Jahrzehnte später kam es auch in der protestantischen Missionsbewegung zu Gewalt und Unterdrückung unter der indischen Bevölkerung. Inzwischen ist Mission für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wieder ein Thema. In den vergangenen Jahrhunderten gab es für sie keinen Grund, weil fast jedes Kind christlich getauft wurde. Heute, da ein Drittel der Deutschen konfessionslos ist, will die EKD sich wieder verstärkt um Missionsarbeit kümmern. Die frühere Ratsvorsitzende der EKD, Margot Käßmann, sagte 00 im Interview mit der Welt, für die Kirche sei es Kernaufgabe, Menschen wieder neue Zugänge zum christlichen Glauben zu vermitteln und die Kirche als Ort geistlicher Heimat zu erschließen. Wir müssen (...)darauf achten,dass das Feuer des Judentums in den Herzen unserer Kinder neu entflammen kann: unseretraditionen, unsere Kultur und unser Wissen.(...) Dasist heute unsere historische und moralische Mission, die uns immerzu inspirierenmuss. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden Judentum nach einigen Versuchen in seiner Geschichte verzichtet das Judentum heute weitgehend auf missionarischen eifer. Das war nicht immer so. Als erster Missionar im Judentum gilt Abraham, der die Menschen von Haran dazu bewegen konnte, mit ihm zu gehen und zum jüdischen Glauben zu konvertieren. Auch der Prophet Jesaja rief das Volk israel dazu auf, ein licht für die Völker zu sein. Da zeitweise bis zuzehn Prozent der Bevölkerung des Römischen Reiches dem jüdischen Glauben angehörten, versuchte Kaiser Hadrian, die jüdische Mission zu verbieten. Dies gelang ihm nicht. Unter dem Druck der großen Religionen des Christentums und des islams erlosch die jüdische Missionsarbeit aber schließlich trotzdem. sk Lade ein zum Weg deines Herrn mitweisheit und schöner Ermahnung; und streite mit ihnen in besterweise. Sure,Vers islam Das Verhältnis des islam zur Mission ist widersprüchlich. Zum einen betonen viele Muslime, der islam kenne keine Mission, in islamischenländern ist diese sogar gesetzlich verboten. Zum anderen gibt es aber im Islam die Pflicht der Da wa der Einladung inden Glauben, den Aufruf zum islam. Diese einladung soll an alle nichtmuslime ergehen, aber auch an alle Muslime, die den islam nicht in allen Details befolgen. Jeder Muslim ist also aufgefordert die Botschaft Mohammeds zu verkünden, ein Versäumnis wird amtag des Gerichts in die Waagschale geworfen. Als Vertreter dieser strengen interpretation sind heute vor allem die Salafistenbekannt,die im Internet und mit Ständen in Fußgängerzonen für ihr Verständnis des islam werben. ah orthodoxes CHRistentum Die orthodoxen Kirchen unterscheiden sich sehr, daher lässt sich keine generelle Aussage über Mission treffen. einerseits stehen sie als Christen im biblischen Missionsauftrag. Andererseits warnen sie vor dem Proselytismus dem aktiven Abwerben Gläubiger anderer Konfessionen, Kirchen oder Glaubensgemeinschaften. Denn die orthodoxensind gebrannte Kinder: nach dem Fall des Kommunismus in Russland entdeckten katholische und protestantische Missionare das land. Dabei missionierten und tauften sie auch orthodoxe Christen. insgesamt war die orthodoxe Missionierungspraktik moderater als die der anderen christlichen Kirchen. so wardie liturgie-sprache schon seit dem. Jahrhundert die jeweilige landessprache. bg Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen desvaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,und lehrt sie, alleszubefolgen, wasich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich binbei euch alle Tage biszum Ende derwelt. Mt,-0 buddhismus und Hinduismus im Hinduismus wird man nicht bekehrt, als Hindu wird man geboren. es gibt weder einen Gründer noch feste Glaubenssätze, sondern viele strömungen. Die eine lehre zu verbreiten ist unmöglich. Um 00 starteten jedoch einige Hindus Missionsbewegungen. sie hatten Angst, dass die Religion ausstirbt, da ab dem. Jahrhundert viele Hindus zum islam oder Christentum konvertiert waren. Auch im Buddhismus gibt eskeine organisierte Missionsstrategie. Gelehrt wird nur, wenn danach verlangt wird. Denn es gibt kein erklärtes Ziel, alle Menschen zu Buddhisten machen zu wollen, vielmehr ist es die Hauptabsicht, dass alle Menschen frei von leid sind. ah/bg Ich mag keine Bekehrungen, weil sie negative Auswirkungenauf diegesellschaft haben. DalaiLama

3 Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 HUND, KATZ & CO J Eine kolossale Familie Tierpfleger Fries ist der Ranghöchste unter Riesen Respekt hat er trotzdem Gruppenbild mit Mensch: Pfleger Andreas Fries gibt ein Kommando und die Elefanten öffnen ihre Mäuler. Seit gut 0 Jahren arbeitet Andreas Fries mit Elefanten. Heute hat er eine ganz besondere Beziehung zu den Dickhäutern. Eine Familiengeschichte. VON MARIE BORNICKEL UND LOUISA T. BRAUN Als Andreas Fries an den Zaun tritt, kommt seine Familie angestapft. Fünf graue Riesen: Mangala, Panang, Temi, Steffi und Ludwig die indischen Elefanten des Münchner Tierparks Hellabrunn. Fries hebt den Arm. Prompt legen die Dickhäuter den Kopf in den Nacken. Den Rüssel biegen sie nach oben. Das rosafarbene Maul ist zu sehen. Elefanten lieben es, wenn man sie auf der Zunge streichelt, sagt Tierpfleger Fries und steckt seine Hand in Temis Maul. Liebevoll blickt er zu ihr auf. Neben Temi drängelt sich Nesthäkchen Ludwig durch die Beine seiner Tanten. Fries hat auch eine richtige Familie. Aber manche Elefanten kenne ich schon länger als meine Frau, sagt er. Seit mehr als dreißig Jahren teilt er sein Leben mit den grauen Riesen. Es gibt Tiere, die haben eine magische Wirkung. Bei mir waren das die Elefanten. Der jüngste Dickhäuter ist der zweijährige Ludwig. Der kleine Bulle stupst seine Tante Panang an und spurtet Deshalb haben die Pfleger ihren Schützlingen ein überdimensionales Mobile aus Baumstämmen gebaut. Vorbild waren herabhängende Pflanzen im Regenwald. Begeistert stürzt sich Ludwig auf das Spielzeug. Er rennt zwimal vor, mal neben sie. Fries lächelt, wenn er die Spielereien beobachtet. Der Ludwig kann an manchen Tagen kaum gehen, so sehr strotzt er vor Kraft. Er ist halt noch ein Kind. Und Panang ist gelassen, die lässt viel über sich ergehen. Er kennt den Charakter von jedem seiner Elefanten. Schließlich wird es der sanftmütigen Elefantendame doch zu viel. Mit dem Rüssel schiebt Panang ihren Neffen zur Seite. Der läuft zu seiner Mutter Temi in der anderen Gehege-Ecke. Fries arbeitet schon lange im Zoo, die ersten Erfahrungen machte er als Kind. Damals führte er andere Kinder auf Ponys durch den Tierpark. Auch mit den grauen Riesen kam er schon früh in Berührung. Er wusste von Anfang an, dass er nicht den ganzen Tag Elefanten füttern und streicheln würde. Er muss auch den Stall ausmisten und die Elefanten pflegen. Und: Die Tiere wollen beschäftigt werden. Die Tiere sind Menschen in vielem sehr ähnlich FOTO: LEIPRECHT schen den Stämmen entlang, verhakt seinen Rüssel darin und scheuert sich daran. Fries trainiert die Elefanten täglich und verfolgt damit gleich zwei Ziele. Zum einen bekommen die Elefanten eine Aufgabe, die sie beansprucht, zum anderen kann er die Tiere durch Training erziehen. Sie lernen Regeln, wie sie sich ihren Pflegern gegenüber verhalten sollen, denn selbst der kleine Ludwig darf sich nicht alles erlauben. Das ist wie in die Schule gehen für die Elefanten und für die Pfleger, erklärt Fries. Er selbst lerne dabei, das Verhalten der Dickhäuter richtig zu deuten. Jeder Elefant reagiert unterschiedlich, etwa wenn er krank ist. Der eine Elefant trägt das nach außen und leidet sichtbar. Ein anderer macht das eher mit sich selbst aus. Die Tiere sind Menschen also sehr ähnlich: intelligent, sehr sozial und individuell. Außerdem diene das Training der Behauptung der sieben Pfleger als Ranghöchste. Weltweit kommt auf jeden Elefanten im Zoo ein getöteter Pfleger. Auch Fries ist schon das ein oder andere Mal umgerannt worden. Seine Bindung zu den Tieren ist jedoch größer als die Furcht. Ich habe keine Angst aber Respekt. Einem fremden Elefanten würde er sich nicht ohne dessen persönlichen Pfleger nähern. Sicher fühlt er sich bei einem Tier nur, wenn er eine Beziehung zu ihm hat. Eine künstlerisch angehauchte Elefantenkuh Die tiefste Verbindung hat er zu Mangala, die er schon vor zwanzig Jahren kennenlernte in Indien. Verängstigt reiste die Elefantendame mit eineinhalb Jahren im Flugzeugbauch nach Deutschland. Fries holte sie ab und brachte sie nach Hellabrunn. Ich war der erste Weiße, zu dem Mangala Kontakt hatte. Wir haben schon eine besondere Beziehung, erzählt er. Fast wie zwischen einem Vater und seinem Kind. Mangala ist ein künstlerisch angehauchter Elefant. Als wolle sie ihm beipflichten, trottet die Elefantenkuh mit einem Stock im Maul, der einen Stoßzahn imitieren soll, am Zaun vorbei. Sie schmückt sich gerne, sagt Fries. Wenn es Möhren oder Gurken gibt, steckt sie sich das Gemüse an die Stoßzahnstummel. Oder sie legt sich etwas auf den Kopf. Nun ist sie neugierig. Es könnte ja etwas zum Fressen abfallen, wenn Besucher das Gehege besichtigen. Ein Leben ohne die grauen Dickhäuter kann sich Fries nicht mehr vorstellen. Ich habe sehr früh festgestellt, dass man viel Zeit mit seiner Arbeit verbringt. Da habe ich mir eine Tätigkeit gesucht, die mir Spaß macht. TIERISCH SCHWER MISSION ARBEITSTIER Es gibt kaum ein Lebewesen, das sich so für die Gemeinschaft aufopfert wie die Honigbiene. Der Weg der Arbeiterinnen ist von Geburt an vorgezeichnet: Sie beginnen ihr Leben als Amme, werden später Baubiene, Wächterin des Bienenstocks und widmen sich schließlich der Pollen- und Nektarernte. All das hat nur ein Ziel: Die Königin soll sich fortpflanzen können. ltb MISSION DAMMBAU Biber sind für ihre Dammbauten bekannt, mit denen sie Bäche aufstauen oder künstliche Teiche anlegen. Bei Hochwasser können sie ihren Damm öffnen und so Wasser ablassen. Das reinigt nicht nur die Gewässer, sondern sorgt auch für glückliche Mitbewohner in und am Wasser. ltb MISSION FREMDNEST Das Kuckucksei im fremden Nest ist legendär. Weniger bekannt ist, dass für die Aktion Nestbesetzung Teamwork gefragt ist. Während das Männchen den fremden Vogel ablenkt, legt das Weibchen blitzschnell ein Ei ins Nest. Mit dieser Strategie gibt der Kuckuck die mühsame Aufzucht an andere ab. mcb MISSION AUFZUCHT Alles für den Nachwuchs: Bei Temperaturen von minus 0 Grad Celsius reisen die Kaiserpinguine jedes Jahr von einem Ende der Antarktis zum anderen. Um ihre Eier auszubrüten, suchen sie sich einen Platz weit weg vom Meer aus. Denn wo es keine Nahrung gibt, sind auch keine Fressfeinde. Das hat den Nachteil, dass die Weibchen auf der Suche nach Nahrung für die Jungtiere oft hunderte Kilometer zurücklegen. mh Kaiserpinguine reisen weit für ihren Nachwuchs. FOTO: DPA Die Frau, die Meerschweinchen verleiht Keiner sollte sein Leben alleine verbringen müssen. Auch ein Nagetier nicht. Gaby Knorr aus Eching hat die Lösung: ein Leihmeerschweinchen. VON CAROLINE DEIDENBACH Romanski ist alleine, sehr alleine. Ihr Partner ist vor ein paar Wochen gestorben. Jetzt soll sie einen Gefährten auf Zeit bekommen. Deshalb sitzt Romanski, die Meerschweinchendame mit dem wuscheligen Fell, in ihrer Transportbox. Ihre Besitzerin Manuela Freese-Wagner,, findet: Man kann das Tier da nicht so einsam sitzen sehen. Romanski, sieben Jahre und damit Meerschweinchen-Seniorin, soll ihren Lebensabend nicht alleine verbringen. Die Lösung: ein Leihmeerschweinchen. Der Weg führt zu Gaby Knorr nach Eching bei München. In ihrem großen Garten stehen drei Häuschen, in denen ihre Meerschweinchen leben. Drumherum sind verschiedene Außengehege. Die -Jährige hat zurzeit etwa 00 Tiere und verbringt den größten Teil ihrer Freizeit mit deren Pflege. Die Idee mit den Leihmeerschweinchen kam überraschend gut an, sagt Knorr. Wenn einem Halter das zweite Tier stirbt und er kein neues kaufen will, bleibt dem Letzten oft nur ein einsamer Lebensabend. Die Lösung dafür ist, sich ein Meerschweinchen zu leihen. Das kostet bei Knorr genauso viel, wie sich eines zu kaufen. Wenn das Eigene stirbt, kann man das Geliehene wieder zurückgeben. Doch das passiert nicht sehr oft. Von den gut 0 Tieren, die Knorr verliehen hat, sind gerade mal fünf zurückgekommen. Der braune Teddy soll nun Romanskis neuer Partner werden. Dafür werden die beiden in einen neutralen Käfig gesetzt, um sich erst mal zu beschnuppern. Gespannt stehen das Ehepaar Freese-Wagner und Gaby Knorr davor. Leise fiepen sich die Tiere an, schnüffeln, umrunden sich. Kurzes Quieken, kein Knurren. Ein gutes Zeichen. Der Gedanke, Meerschweinchen zu verlei- Erstes Beschnuppern: Teddy (li.) wird Romanskis neuer Mitbewohner. hen, kam Gaby Knorr durch eine andere Züchterin in der Schweiz. Dort wurde 00 ein neues Gesetz zur artgerechten Haltung von Tieren verabschiedet. Dazu gehört auch, dass Meerschweinchen nicht mehr alleine gehalten werden dürfen. Mindestens zu zweit, am besten sogar zu dritt. Gesundheitliche Schäden gebe es laut Doktor Jean-Michel Hatt, Professor für Zoo-, Heim-, und Wildtiermedizin in Zürich, nicht. Es geht darum, dem Wohl der Tiere Rechnung zu tragen. Sie so zu halten, wie sie in der Natur leben, sagt er. Ideal wären bei Meerschweinchen Haremsgruppen mit ei- nem Männchen, mehreren Weibchen. Der Verleih ist eine Möglichkeit den Tieren eine annähernd artgerechte Haltung zu bieten. Gemacht habe ich das schon lange, ohne dass ich das offiziell so genannt habe, sagt Knorr. Sie habe schon immer einen Vertrag mit Rückkaufrecht abgeschlossen. Bevor man es aussetzt, soll es lieber zurück zu mir, sagt sie. Gaby Knorr hat sich mit ihr erstes Meerschweinchen für fünf Mark gekauft. Seitdem kann die Hausfrau und Mutter nicht mehr ohne. Wer einmal ein Meerschweinchen hat, der kommt davon nicht mehr los, sagt sie. Die Tiere sind ihr ein und alles. Gezüchtet hat sie schon immer, seit 000 auch in größeren Maßstäben. Ihre Tiere leben in Gruppen zusammen, haben großzügige Gehege und viele Versteckmöglichkeiten. Oft setzt sich Knorr auf den kleinen Hocker im Gehege und beobachtet ihre Schützlinge. So sieht man am Besten, ob sie gesund sind, sagt sie. Knorr kennt ihre Tiere. Fast alle haben einen Namen. Nicht alle sind für die Zucht geeignet. Das seien Liebhabertiere. Wichtig ist, dass die Meerschweinchen gesund und kräftig sind. Die erste Begegnung von Romanski und Teddy hätte nicht besser laufen können. Nach einer Viertelstunde ist es beschlossene Sache. Er kommt mit. Erst einmal eine Woche auf Probe. Aber Manuela Freese-Wagner ist zuversichtlich, dass es klappt. Gerade weil der zweijährige Teddy für sein Alter ein ruhiges Gemüt hat. Das passt zu Romanski. Die Meerschweinchendame ist am Ende dieses Besuchs glücklich. Sie fährt nicht wieder alleine in ihrer Transportbox nach Hause, sondern zu zweit. Mit Teddy. Meerschweinchenmama: Gaby Knorr mit einem ihrer Lieblinge. BUCHNER ()

4 J MENSCHEN Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 MENSCHEN J Mit Feuereifer: Neun Menschen, die ihre Leidenschaft leben Mission Mundart Wie Grundschüler Bairisch lernen VON BENEDICT WITZENBERGER Griaß eich mitnand. Daniela Grimm,, betritt das Klassenzimmer. Sie ist Lehrerin an der Ernst-Reuter-Grundschule in München, heute unterrichtet sie ein besonderes Fach: Bairisch. Vor ihr sitzen 0 Kinder, erste bis vierte Klasse. Die Mundart-AG. Mit dem Wetter geht s los. Es hod vier Grod, sagt Xaver,. Und: Die Bewoikung is scho gonz stork, es regnet zum Glück neda. Lennart,, ergänzt: Es geht a bissl a Wind. Wie man halt so redet in Bayern. Minuten lang geht das jetzt so. Wie jeden Montag. Bairisch ist hier Wahlfach, das gibt es an wenigen Schulen im Freistaat. Stiegnglander ist das Wort der Woche Und jedes Mal reden sie über das Wort der Woch. Das gibt Daniela Grimm den Schülern immer mit. Sie sollen herausfinden, was es bedeutet. Stiegnglander war es letzte Stunde. Als die Lehrerin jetzt danach fragt, schnellen ein paar Hände hoch. Karima,, hat bei der Oma nachgeforscht: Stiegnglander ist im Bairischen das Treppengeländer. Oder ein wilder Hundemischling wenn man es Stirnglander ausspricht. Daniela Grimm nickt anerkennend. Später erklärt sie: Das sind Wörter, die ich selber schon lange nicht mehr benutzt hab. Bevor die in Vergessenheit geraten, hol ich die raus. Die Kinder kennen die Bedeutung meist spontan nicht. Daniela Grimm hat die Mundart-AG 00 gegründet. Die Idee hatte die Schulleiterin, die selbst kein Bairisch spricht. Grimm war begeistert. Sie kommt aus dem Ort Nie- derstraubing im Landkreis Erding. Ich red selber Bairisch, meine Eltern reden Bairisch, alle um mich rum reden Bairisch. Aber als sie nach München zog, war er weg, der Dialekt. Auch bei ihr: Manche Mundartwörter fielen ihr nicht mehr ein. Aber: Bei mir wird man die Herkunft im Hochdeutschen immer hören, sagt Grimm. Auf ihrem Weg durch das Schulhaus grüßt sie die Schüler aus der Mundart-AG in Mundart: Manche schaugn dann wie a Schwoiberl, wenn s blitzt, erzählt sie und lacht. Der Erhalt der Mundart ist nun mal keine einfache Aufgabe. Im Unterricht lernen die Kinder heute die Farben auf Bairisch. Es ist die Woche vor Ostern, jedes Kind findet auf seinem Tisch ein farbiges Ei aus Papier. Grimm erzählt: Da Osterhos is ganz schee gstresst, sog i eich. Der hod einige Oar verloarn. Die Kinder sollen die Farben nennen. I hob a blaus Oar. I hob a greans Oar. I a goibs Oar. Man könnte das auch anders sagen. Grimm: Ich sage zu gelb goib, meine Schwiegermutter aus Berchtesgaden sagt geib. Es gibt viele Dialekte im Bairischen. Grimm macht die Kinder auf solche Unterschiede aufmerksam. Die Schulstunde neigt sich dem Ende zu, es wird Zeit für das nächste Wort der Woch. Daniela Grimm erzählt, dass sie das Wort gestern seit langer Zeit wieder gehört habe, von ihrem Mann. Das Wort kneißn. Sie schreibt es an die Tafel. Als Beispiel sagt sie: Die Kinder ham sofort kneißt, wo da Osterhos die Oar versteckt hod. Bis zur nächsten Stunde sollen die Kinder herausfinden, was das Wort bedeutet. Ob sie s wohl schnell kneißn? Spaß am Dialekt: Daniela Grimm () unterrichtet das Wahlfach Bairische Mundart an einer Münchner Grundschule. Das Wort kneißn an der Tafel bedeutet begreifen. FOTO: GRADL Der Brückenbauer Der Arzt Andreas Schultz leistet Entwicklungshilfe VON MORGANE LLANQUE Ein gewaltiges Bild dominiert das Sprechzimmer von Dr. Andreas Schultz: Es zeigt eine Hängebrücke, die sich über eine große Schlucht hinweg in einen Urwald spannt. Für die Arbeit des Arztes und Entwicklungshelfers ist sie ein Sinnbild: Er will eine Brücke zwischen Menschen bauen. Schultz ist Deutschland- Direktor der Hilfsorganisation Ärzte der Welt. Alle sechs Monate reist der -Jährige nach Kambodscha Mit Bier zum Erfolg in eines der ärmsten Länder der Welt. Dort bringt er einheimischen Medizinern bei, wie man Ultraschallgeräte bedient. Gemeinsam mit seinen Kollegen vor Ort will er die hohe Jung-Gründer macht ein neues Fass auf VON BENEDIKT BÖGLE UND SABRINA CZECHOFSKY Stolz führt Dominik Guber,, durch sein Reich der blauen Fässer. Ein Raum unter dem Dach, darin: hohe Palettenstapel, Schreibtische, ein kleines Porsche--Modell. Es riecht nach Kaffee. Doch mit Kaffee hat Dominik Guber eigentlich gar nichts am Hut. Sein Ding ist das Bier. Zusammen mit drei Freunden gründete der Maschinenbaustudent einen Versand für Bierbrausets. Die Idee: Bier zum Selbstbrauen für Zuhause. Richtiges Bier. Im Supermarkt gibt s kein Aroma-Bier mit Prozent, das wollten wir ändern, erklärt Guber. Er hält dabei ein blaues Fässchen hoch und dreht es, so dass man die % auch gut sehen kann. Am Anfang stand ein Gründerprojekt für Studenten der TU München. Die Vier tüfteln zehn Monate an der Idee, betreiben Marktforschung, entwickeln erste Bieraromen. Sie stecken Engagement hinein, ihr Geld und das von der Oma. Ein Risiko. Die Familie Partnern ab. Sie tauschen sich aus. Sie arbeiten zusammen. Sie lernen voneinander. Über tropische Krankheiten wie das Denguefieber. Da wissen die Doktoren aus Kambodscha viel mehr als ihre deutschen Kollegen. Aber der Erfolg der medizinischen Zusammenarbeit ist für Andreas Schultz nicht alles: Mir geht es nicht nur darum, das Leben der Menschen zu verlängern. Ich will es mit Freude füllen. Dafür baut er eine Brücke zwischen den Menschen. Eine Brücke, die hält. Kindersterblichkeit bekämpfen durch bessere Vorsorge bei schwangeren Frauen. Man kann sich aufspielen als weißer Arzt, der kommt und alles verbessert und dann wieder gehen. Aber das reicht nicht, sagt Schultz. Entwicklungshilfe läuft für ihn zwischen ebenbürtigen Ein Lächeln für die Menschen: Dr. Andreas Schultz. FOTO: LEIPRECHT ist skeptisch. Dann kommt der Erfolg. Investoren und ein Beitrag beim TV-Magazin Galileo bringen den Durchbruch. Heute versenden die Jungs Fässer pro Tag. Dominik Guber lächelt. Er sagt: Bisher reinvestieren wir jeden Euro, ab 0 wollen wir uns selbst Gehalt auszahlen. Und vielleicht klappt es dann auch mit einem echten Porsche. Stolz: Dominik Guber mit seinem Braufässchen. FOTO: LEIPRECHT Ab in die Wüste Michael Martin aus München findet im Extrem seine Balance VON MARIE BORNICKEL UND CAROLINE DEIDENBACH Mit sehnte sich Michael Martin nach den Sternen. Er fuhr per Moped nach Marokko, fotografierte den Himmel. Fünf Wochen war er unterwegs. Die Sterne haben mich in die Wüste geführt, sagt er. Vor mir lag auf einmal die Sahara ein riesiger Sandkasten. Ihre Schönheit zog ihn in den Bann, für den Rest seines Lebens. Jetzt ist er 0, hat alle Wüsten der Erde bereist. Immer war jemand dabei: ein Freund, seine Partnerin. Zu groß durfte die Gruppe nicht sein. Sonst beschäftigt sie sich mit sich selbst, streitet über Bausparverträge. Als er alle Trockenwüsten gesehen hatte, wählte Michael Martin 00 ein anderes Extrem: die Eiswüste Islands. Nichts ist langweiliger als das Mittelmaß, sagt er. Nur gut hundert Tage im Jahr ist er in München, die restliche Zeit auf Reisen. Oder er hält Vorträge. So verdient er sein Geld. Er sagt: Ich bin Perfektionist, auch wenn ich mal ne alte Jeans anhabe. Was aussieht wie ein unstetes Leben, hat eine eigene Stabilität. Da sind Freunde und Familie, die ihm ein Zuhause geben. Heute hat er eine Mission. Er will seine Zuhörer für die Wüste begeistern, für diesen hochsensiblen Lebensraum. Er erzählt aber nicht nur von der Natur, sondern auch von Menschen. Vor allem von einem Jungen, der das, was er tun wollte, auch getan hat: von sich selbst. Immer unterwegs: Michael Martin, hier in Argentinien. FOTO: REUTHER Mit dem Aufzug ins All Herbert Weidinger will die Zukunft im Weltraum mitgestalten Taten statt Worte Ein deutscher Benediktiner in Afrika In verdeckter Mission Ein Privatdetektiv kämpft gegen Klischees Raum für Kreative: Große Kunst im kleinen Haus Bahar Auer gibt in ihrem Atelier jungen und unbekannten Künstlern die Chance, ihre Arbeiten zu zeigen Besser ohne Gott Wolf Steinberger ist überzeugter Atheist VON SABRINA CZECHOFSKY UND MAREIKE GRÖNEWEG Das Jahr : In einer langen Schlange tummeln sich aufgeregte Erdbewohner vor dem Eingang zum Weltraumaufzug. Eine Reisegruppe will zum Mond, ein Tourismus- Trip, für vier Wochen. So oder so ähnlich könnte die Zukunft aussehen, nicht zuletzt wegen Studenten wie Herbert Weidinger. Der -Jährige forscht zusammen mit Kommilitonen an der Technischen Universität München an einem Weltraumaufzug, dem Space Elevator. Aufzug stimmt nicht ganz: Man muss sich das eigentlich mehr wie einen senkrechen Zug vorstellen, der nach oben fährt, erklärt der sportliche Student und seine Hand schießt nach oben. Die Idee hinter der Space-Elevator- Forschung: Raketen ablösen und so billiger und sicherer ins Weltall kommen. Eigentlich war es Zufall, dass Weidinger zum Weltraumaufzug kam. Er studierte im zweiten Semester Maschinenwesen, als er feststellte, dass er neben dem theorielastigen Studium etwas Praktisches machen wollte. Also trat er der studentischen Forschungsgruppe Space Elevator bei. Bald war er Projektleiter und gewann immer mehr Studenten für die Forschung, der oft die Leute fehlten. Das aktuelle Modell der Gruppe (siehe Bild) hat den Wert eines Kleinwagens. Damit haben sie schon Wettbewerbe in Japan und Deutschland gewonnen. Mir gefällt vor allem der schöpferische Vorgang an unserem Projekt, erklärt Weidinger seine Faszination. Er ist stolz darauf, die Zukunft der Weltraumtechnik mitzugestalten. Will hoch hinaus: Weidinger mit dem Aufzug-Modell. Das Projekt macht stetig Fortschritte, das Schwierige sei aber, Leute zu überzeugen. Er zitiert den Wissenschaftler Bradley Edwards, der sagte einmal: 0 Jahre, nachdem die Leute nicht mehr über die Idee lachen, ist ein realistischer Zeitpunkt zu ihrer Verwirklichung. Wenn es so weit ist, will sich auch Herbert Weidinger in die Schlange der Weltraumtouristen stellen. FOTO: CZECHOFSKYJ VON BENEDIKT BÖGLE UND CAROLINE DEIDENBACH Pater Matthias Wetzel ist Missionar. Das Wort Mission gefällt ihm aber nicht. Es klingt für ihn nach Zwang. Und Zwang ist das letzte, was er in den Jahren in Ostafrika vermitteln wollte. Damals ging es vielen nur darum, den Glauben zu verbreiten. Der -jährige Benediktinermönch wollte etwas anderes: Von Anfang an wollte ich den Menschen helfen: Seelisch, geistig und körperlich. Liberal nennt er seinen Ansatz. Das setzt er heute auch bei seiner Arbeit in Deutschland um: Vor mehreren Jahren ist er aus Afrika zurückgekehrt. Pater Matthias hat sich für ein Leben im Kloster entschieden. Trotzdem war es die Liebe, die sein Leben bestimmt hat. Die Liebe zu den Menschen. Dabei hat er sich die Frage gestellt: Wo kann ich mehr Menschen Liebe schenken? Als junger Mann hätte er auch heiraten können, eine Familie gründen. Doch als Missionar konnte er viel mehr Menschen erreichen. Nur zu predigen hat ihm dabei nie gereicht: Er wollte nah an den Menschen sein, ihnen seelisch beistehen. Ein Moment ist Wetzel dabei besonders im Gedächtnis geblieben. Er erzählt von einer aidskranken Frau, die im Sterben lag. Wie sie da so lag, hab MissionohneZwang:PaterMatthias war lange in Afrika. FOTO: LEIPRECHT ich mich gefragt: Was mach ich jetzt?, sagt Wetzel. Die anderen hielten Abstand, aus Angst, sich anzustecken. Er wollte ihr Trost spenden. Also kniete er sich zu ihr, hielt einfach ihre Hand, streichelte ihre Wange. So hat die Frau gespürt, ich mag sie, sagt er. Dann bat sie ihn um die Krankensalbung. Kleine, aber einprägsame Augenblicke. Bei seinen Missionseinsätzen war es ihm egal, ob die Menschen Katholiken, Moslems oder Atheisten waren. Er wollte ihre Freiheit respektieren: Wo Zwang ist, da ist Gott nicht. In Gott ist Freiheit. VON JAKOB STADLER Redet Michael Deuringer über die RTL-II-Serie Privatdetektive im Einsatz, fängt er an zu schimpfen. Allein, dass der Ermittler einen Geländewagen fährt: Der ist doch viel zu auffällig, sagt der -Jährige. Seit drei Jahren ist er Privatdetektiv. Er ist gut,0 Meter groß, hat lange blonde Haare und sieht aus wie ein Mix der Serienhelden Ingo Lenßen und Dog Chapman. Doch die Parallelen sind rein optisch. TV- Detektive begehen ständig Straftaten, er nicht. Wenn Klienten so etwas von ihm fordern, lehnt er ab. Deuringer denkt sogar darüber nach, RTL II zu verklagen. Diese Serien seien ja geschäftsschädigend, ätzt er. Sein Beruf ist spannend, aber bei Weitem nicht so gewalttätig wie im Fernsehen. Eine Pistole hat Deuringer nie dabei. Mit Wacher Blick: Michael Deuringer ist Privatdetektiv. Waffe am Gürtel könne er sich schlecht als Bürokaufmann ausgeben. Im Notfall hilft ihm seine Nahkampfausbildung. Ein Detektiv ist dazu verdammt, im Verdeckten zu arbeiten, sagt er. Der Job ist hart, er hofft, dass er mit nur noch Papierkram machen muss. Aber er liebt seine Arbeit. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man ein Arschloch an die Wand knallen kann, sagt er. Er meint: Es sei toll, jemanden zu überführen. Früher war Deuringer Personenschützer bei der Militärpolizei. Die Erfahrung und die Kontakte von damals helfen ihm nun. Viele Detektive haben keine solche Ausbildung. Daher komme das schlechte Image: Es gebe viele schwarze Schafe. Deuringer plädiert für ein System lizensierter Berufsdetektive wie in Österreich. Denn: Ohne Vorbildung ist man im Job aufgeschmissen. FOTO: LEIPRECHT VON JAKOB STADLER Wohin man blickt: Kunst. In Bahar Auers Laden hängen gegenüber der Tür knallbunte Designerklamotten, in einer anderen Ecke das Bild einer nackten Frau, die sich auf einer Wiese räkelt. Selbst die Einrichtung ist ein Hingucker, die Stühle sind in knalligen Farben gestrichen. Über eine Stufe gelangen Besucher in den Nebenraum, von wo aus die gebürtige Iranerin ihr Geschäft organisiert. Die Herrin im Haus der kleinen Künste, Bahar Auer, passt zu ihrem Laden, sie ist ihre beste Kundin. Sie trägt die Mütze eines Jungdesigners und eine Halskette. Selbst die Einrichtung ist ein Hingucker Ich habe mir einen Traum erfüllt, sagt die -Jährige über ihr Atelier. Ihr Laden bietet unbekannten Künstlern und Designern eine Plattform in zentraler Lage zum Gärtnerplatz sind es nur ein paar hundert Meter. Die Idee dazu hatte sie schon lange. Als sie vor sechs Jahren die Chance bekam, ihren Versicherungsjob mit einer Abfindung hinter sich zu lassen, setzte sie mit dem Geld ihre Idee in die Tat um. Bahar Auer will denen eine Chance geben, die ihre Kunst sonst Herrin der kleinen Künste: Bahar Auer in ihrem Laden an der Buttermelcherstraße. tet genug Platz für Performances, Happenings und Theateraufführungen. Die Nachfrage ist groß, die Ausstellungen sind gut besucht. Für die Künstler würde sich Auer allerdings wünschen, dass der Laden mehr Geld abwirft. Ein regelmäßiges Gehalt für die Gründerin ist bisnicht vermarkten könnten. Da sie selbst viele Künstler in ihrem Freundeskreis hat, weiß sie, wie schwierig es ist, einen Ausstellungsraum zu finden. Zwei Jahre nach der Gründung erweiterte sie ihre Spielwiese um den Keller der kleinen Künste, direkt unter dem Laden. Dieser Keller bie- her nicht drin. Würde ihr Mann nicht genug verdienen, um für sie und ihre zwei Kinder zu sorgen, wäre das Projekt wahrscheinlich schon lange gescheitert. Mittlerweile ist das Haus der kleinen Künste als gemeinnütziger Verein organisiert und erhält deshalb öffentliche FOTO: HENSEL Zuschüsse. Auch dank dieser Zuschüsse kann Bahar Auer ihren Traum erst einmal weiterleben. merkur-online.de Hier finden Sie mehr Porträts von Menschen mit Mission. VON LOUISA T. BRAUN UND MICHAEL HAAS Wolf Steinberger,, hat Humor. Und er provoziert gerne. Vor ein paar Jahren, da ließ er eine Heidenspaß-Party steigen, für Nichtgläubige, am tanzfreien Karfreitag. Das gab Ärger, bis heute dauert der Rechtsstreit an. Dann, 00, rief er den Blasphemie-Preis Der freche Mario ins Leben, der religiöse Karikaturen prämiert. Ganz schön respektlos. Ich würde aufhören, wenn sie mich in Ruhe ließen, sagt der Atheist aus Wolfratshausen. Kruzifixe in Klassenzimmern, Glockengeläut: Er fühlt sich belästigt von der Beeinflussung des Alltags durch Religion. Er will mehr Toleranz, weniger blinden Gehorsam der Gläubigen. Wir lassen die ja auch in Ruhe beten. Mit trat Steinberger, der einst katholisch erzogen wurde, aus der Kirche aus. Ein erster Bruch war die Beichtpflicht, der er sich nicht beugen wollte. In Frankreich lernte er die strikte Trennung von Staat und Kirche schätzen. Durch einen Bekannten kam er zum Bund für Geistesfreiheit, später zum Internationalen Bund für Konfessionslose und Atheisten. Er ist zu einem Vorkämpfer der Glaubenslosen geworden. Seine eigentliche Mission aber ist politisch: Er will die Menschen über Ge- und Verbote der Religionen aufklären. Denn: Viele wissen gar nicht, was ihr Glaube ihnen alles vorschreibt. Etliche Politiker sind seiner Ansicht nach Kirchenfunktionäre, das müsse sich ändern. Teilweise hat er seine Mission schon erreicht: Die öffentliche Aufmerksamkeit für Kirchenkritik ist in den letzten Jahren gewachsen. Er wolle niemandem seine religiösen Überzeugungen nehmen, betont er, sondern sie in die Privatsphäre verlagern. Steinberger hat ein Kind verloren, eine schwere Zeit liegt hinter ihm. Sein Atheismus hat ihm geholfen, glaubt er. Wenn es einen Gott gäbe, müsste ich ihn hassen. Blickabgewendet: WolfSteinberger glaubt nicht an Gott. FOTO: HAAS

5 J RÄTSEL & GEWINNSPIELE Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 Mission Bildersalat Gewinnen Sie bei unserem Rebus-Rätsel wertvolle Preise Spielen Sie mit:fügen Sie den Wortlaut dieser Bilder und Zeichen zu Begriffen zusammen.die nummerierten Buchstaben aus diesen Begriffen ergeben das Lösungswort für unser Gewinnspiel.Ein Tipp:Es geht um Themen rund um dieses.viel Spaß beim Knobeln! VonBenediktGradl, Michaelhaas,alinarafaelahüBner FotoS: FotoLIA (),DPA () DAS KÖNNEN SIE GEWINNEN. Preis: ein Easypix Camcorder Focus DVC Full HD. Preis: ein tragbarer Gasgrill Grill Chef von Landmann. Preis: eine Casio Digitalkamera Exilim EX-N. Preis: ein Bresser Refraktor-Teleskop 0/00 im Koffer. Preis: eine Belardo Relaxliege Brintesia mit Fußteil. Preis: eine Cerruti-Reisetasche Dock. 0. Preis: eine Stoff-Wetterente Paula H=M + K en Gs+h n e Lot B=R n Mu Body... SO GEWINNEN SIE Wer gewinnen will, schreibt oder ruft an bitte mit Name, Adresse, Telefonnummer und dem Lösungswort. Münchner Merkur Marketing Postfach 00 München Lösungswort:... Tel.: 0 / (0 Cent pro Anruf aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz; Fa. legion) + + s f=i Einsendeschluss: Dienstag,. Mai 0 Gewinnerin des Gewinnspiels von voriger Woche ist: Ingeborg Flunk, Erdweg lösung SUDOKU LEICHT UND SCHWER Auflösung der Sudoku auf der Seite. LEICHT SCHWER INTEGRATION AUF BAYERISCH (. Reihe v.l.) Markus Hensel, Alina Hübner, Michael Haas, Mareike Gröneweg, Benedikt Gradl, Morgane Llanque, (. Reihe, v.l.) Anne Kratzer, Sabrina Czechofsky, Benedikt Bögle, Jakob Stadler, Marie- Christin Bornickel, Louisa Theresa Braun, Stefan Kuhfs, Benedict Witzenberger, Caroline Deidenbach. FOTO: LEIPRECHT Manchmal ist Integration leicht. Am Anfang unseres Seminars an der katholischen istenschule ifp in München waren neun von Stipendiaten Bayern. In vier Wochen haben wir den sechs Zuagroasten (im Bild in Tracht) alles beibracht, was ma als Bayer wissen muaß. Vom Weißwurstzuzeln übers selbstgebraute Bier bis zum Nockherberg. Wie man sehn ko, fallens jetzad fast nimma auf. Mischn Integration abgschlossn. Hia kenn mia Eana des Bladl da präsendirn, des mia mim Robert Arsenschek, Chefreporta vom Münchner Merkur, erarbeit ham. Jetz samma alle Bayern.

6 Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 WISSENSWERTES J Mit dem Wort Gottes um die Welt Von Paulus bis Mutter Teresa: Sieben Missionare und ihre Geschichten von morgane llanque und mareike gröneweg Sie wirkten als Mittler zwischen Kulturen aber auch alswissenschaftler, Forscher und Entdecker. Vor allem versuchten sie,die ursprüngliche Botschaft des Christentums zu verbreiten: dieliebe.mit derchristlichen Mission verbinden viele Unterdrückung und Leid.Aber nicht alle Missionare waren schlecht. Einige von ihnen kritisierten das brutale Vorgehen der Kirche und der europäischen Eroberer. st.patrick: er brachte Den iren DasDreiblättrige kleeblatt Patrick von Irland ( oder ) Viele Legenden ranken sich um den Nationalheiligen der Iren Patrick von Irland. Daher weiß man bis heute nicht genau, was Legende und was Fakt ist. Sicher ist, dass er im. Jahrhundert die heidnischen gälischen Stämme zum Christentum bekehrt hat. Vermutlich wurde er im heutigen Wales geboren, als Sohn eines wohlhabenden Priesters Nordamerika und Gutbesitzers. Als Jugendlicher wurde er von keltischen Kriegern gefangengenommen und nach Irland verschleppt. Dort musste er sechs Jahre als Sklave arbeiten. Als er im Traum eine Vision von einem Engel hatte, wagte er die Flucht. Sein Wegführte ihn erst nach Frankreich, wo er sich zum Priester weihen ließ. Später wurde er zum Bischof ernannt. Dann ging Patrick zurück nach England. Dort bekehrte er Tausende von Menschen zum Christentum hauptsächlich im Westen und Nordwesten der Insel. Das dreiblättrige Kleeblatt, als Markenzeichen der Iren, soll auf St. Patrick zurückzuführen sein: Er erklärte damit die Dreifaltigkeit Gottes. Eine weitere Legende haftet ihm bis heute an: St. Patrick soll Irland mit Hilfe seines Bischofsstabs von allen giftigen Schlangen befreit haben. Bekannt ist der Missionar heute vor allem durch seinen Gedenktag, den. März St. Patrick s Day. paulus vontarsus: er verbreitete Dasevangelium Paulus von Tarsus ( um n. Chr.) Er war der wichtigste Missionar des Urchristentums, einer der ersten Theologen und hat maßgeblich dazu beigetragen, das Christentum zu verbreiten: Paulus von Tarsus. Obwohl er als jüdischer Pharisäer, also Gelehrter, die Christen zunächst verfolgen ließ, verstand er sich nach seiner Bekehrung als Völkerapostel. Sein Ziel war es, das Evangelium in die Welt zu tragen, wie Jesus es im Missionsbefehl verlangt. Er wollte christliche Ge- Europa Afrika meinden gründen, erweitern und betreuen. Im Zuge seiner drei Missionsreisen kam er in drei antike Städte: Philippi, Korinth und Ephesus. Doch er reiste nicht allein. Die Paulusbriefe berichten, dass unter anderem Titus und Silas ihn begleiteten. Paulus verließ eine Stadt erst, wenn die gegründete Gemeinde sich selbst organisieren konnte. Er hielt auch später noch mit ihnen Briefkontakt, vertiefte so den Glauben und beantwortete ihre theologischen Fragen. Paulus plante eine Reise von Ephesus über Jerusalem nach Rom. Er wollte dort den westlichen Mittelmeerraum missionieren. Doch in Jerusalem nahmen die römischen Behörden ihn fest und brachten den Missionar nach Rom, wo er vor den Toren der Stadt geköpft wurde, wie es heißt. Erst mit Paulus als Missionar konnte das Christentum sich ausbreiten und zu einer Weltreligion aufsteigen. Asien mutter teresa: Die helferin Der armen Missionsgeschichte ist nicht nur Männergeschichte. Dafür steht niemand so sehr wie Mutter Teresa. reiste die junge Ordensschwester aus einer reichen albanischen Familie nach Indien. Im Zug nach Kalkutta soll Jesus sie aufgefordert haben, den Ärmsten der Armen zu dienen. Teresa gründete daraufhin den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe, für die Armen, die Waisen, die Kranken. Dafür erhielt sie den Friedensnobelpreis. Über ihre Mission sagte sie: Anfangs glaubte ich, bekehren zu müssen. Inzwischen habe ich gelernt, dass es meine Aufgabe ist, zu lieben. Und die Liebe bekehrt, wen sie will. Mutter Teresa (0-) tipps Die suche nach Dem perfekten menschen Wie weit darf ein Wissenschaftler gehen? Der Ich-Erzähler, ein 0-jähriger Techniker und Chef eines Elektrowerks, produziert heimlich Superroboter, vernachlässigt darüber jedoch seine kranke Ehefrau. Ständig fürchtet er,dassdiesacheauffliegt. Das Labor wirdzum Maß aller Dinge.Getrieben vombild einer makellosen Schöpfung, verliert der Forscher den Bezug zur Realität. Er fragt sich: Bin ich absolut böse? Autor Ernst-Wilhelm Händler fragt nach Schöpfung und Seele. DerLesersitzt gleichsam im Kopf des Protagonisten, verfolgt dessen Gedanken, etwa wenn er Schaltpläne konstruiert. Diese langen Passagen sind zäh. Lesenswert ist das Buch dennoch -vor allem für Technik-Fans, die fragen: Wie viel Verantwortungsgefühl braucht Wissenschaft? mcb Der Überlebende Ernst-Wilhelm Händler Seiten, Euro S. Fischer kirchenlieder in Den charts Wenn Cascada mit Glorious am Samstagabend beim ESC in Malmö antritt, schaut das Ensemble Die Priester nur zu. Schade, wären die dreimit dem Lied Ave maris stella, zu Deutsch Meerstern sei gegrüßt doch eine echtealternative gewesen. Ein guter Anlass, die ganze CD der singenden Priester vorzustellen. Sie mixen gregorianische Choräle mit Synthesizer, gleichzeitig verhelfen sieschlagern mit Streichern zu spiritueller Tiefe. Auf ihrer zweiten CD Rex Gloriae wagen sich die drei Männer Gottes auch an weltliche Lieder, bleiben aber mit Titeln wie Tochter Zion in der kirchlichen Tradition. Kirchenmusik, die sich sogar fürs Autoradio eignet. bg isaacjogues: Der unbezwingbare Isaac Jogues (0-) In der Mitte des. Jahrhunderts sandte der französische Jesuitenorden von Saint-Marie mehr als 00 Missionare in die neue Welt. Ihre Aufgabe war es, die Stämme der Irokesen, Huronen und Algonkin zum Christentum zu bekehren. Einer von ihnen war der siebzehnjährige Franzose Isaac Jogues. Er wurde auf einer seiner Reisen von Irokesen gefangen genommen, versklavt und gefoltert: Sie schnitten ihm mehrere Finger ab. Nachdem ihn niederländische Händler befreit hatten, war Jogues geschwächt und verstümmelt. Trotzdem machte er weiter. Bis zu seinem Tod vermittelte Jogues als Friedenstifter zwischen Indianern und Europäern. Die Irokesen gaben ihm den Namen Ondessonk: der Unbezwingbare. Doch beschuldigten sie ihn der Zauberei und erschlugen ihn. bartolome De las casas: Der mönch, Der sich selbst bekehrte Sein Vater war mit Christoph Kolumbus nach Amerika gesegelt. Im Jahre tat es ihm sein Sohn, der Dominikanermönch Bartolomé de las Casas, gleich. Er kam mit der spanischen Flotte nach Kuba als ein Konquistador. Ein Eroberer. Nachdem die Spanier die Insel eingenommen hatten, nahmen sie Hatuey, den einheimischen Stammeshäuptling, gefangen, um ihn bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Bartolomé sah zu, wie ein Franziskaner versuchte, den Indianer vor seinem Todzubekehren. In Bartolomés Aufzeichnungen heißt es: Hatuey dachte ein wenig nach und fragte dann, ob Christen in den Himmel kämen. Der Mönch sagte: Ja, wenn es gute Christen sind. Darauf sagte der Häuptling ohne weiteres Nachdenken, er wolle nicht in den Himmel, sondern in die Hölle, nur um derartige grausame Menschen nicht sehen und mit ihnen zusammen sein zu müssen. Dieses Erlebnis löste einen Sinneswandel bei Bartolomé aus. Er verurteilte fortan den Völkermord an den amerikanischen Südamerika Ureinwohnern, lebte unter ihnen und lernte ihre Sprachen. Er schrieb mehrere Berichte über die Brutalität der Konquista und machte sie damit einem breiten Publikum bekannt. Der spanische Kaiser Karl V. ernannte ihn schließlich zum offiziellen Beschützer der Indios. Bis zu seinem Todsetzte er sich für ihre Rechte ein. Sein Ziel, ihre Versklavung und Ermordung zu beenden, blieb zu seinen Lebzeiten unerreicht. Aber Bartolomé hinterfragte den europäischen Herrschaftsanspruch auf die neue Welt und bekehrte sich damit selbst. Bartolomé de las Casas (-) David Livingstone (-) DaviD livingstone: Der entdecker Der Schotte David Livingstone musste als Zehnjähriger als Baumwollspinner arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Später konnte er Medizin und Theologie studieren und dann seinen Traum verwirklichen: als Arzt und Missionar nach Afrika reisen. Für die Londoner Missionsgesellschaft ging er 0 nach Südafrika. Er war dort in den entlegenen Missionsstationen Kuruman, Mabotsa und Koloben tätig. Doch Livingstone wollte entdecken und forschen. Er zog weiter, umneues Land zum Missionieren zu finden, durchquerte die Kalahari und entdeckte dabei den Ngamisee im heutigen Botswana. Während seiner Reisen wurde er auf den Sklavenhandel am Oberlauf des Flusses Sambesi aufmerksam. Er wollte ihn bekämpfen, und startete eine Expedition. Die Entdeckungsreise dauerte mehr als ein halbes Jahr. Der Forscher kam krank und abgemagert an. Jedoch blieb seine persönliche Mission erfolglos: Livingstone konnte den Sklavenhandel nicht stoppen. Als er als verschollen galt, schickte der Verlag New York Herald den isten Henry Morton Stanley auf die Suche. Stanley fand Livingstone am Tanganjikasee. starb der Afrikaforscher auf der Suche nach den Nilquellen. Einheimische transportierten seinen Leichnam nach London, wo er in der Westminster Abbey beigesetzt wurde. Bei seinen Expeditionen erforschte Livingstone weite Teile Afrikas. Seine Bilanz als Missionar dagegen ist mager: Gesichert ist nur, dass er einen Afrikaner namens Sechele bekehrt hat, den Häuptling des Bakwena-Stammes. Australien carl strehlow: Der völkerkundler Er kam nach Australien, um die Aborigines zu bekehren: Der protestantische Missionar Carl Strehlow aus Brandenburg übersetzte von - das Neue Testament in die Sprache der australischen Ureinwohner. Tausende von ihnen wurden auf Befehl der Regierung ihren Familien entrissen und in Kirchenhäusern erzogen. Anders als viele Missionare weigerte sich Strehlow, den Aborigines ihre Kultur zu nehmen. Er verfasste mehrere Bücher über ihre Kunst und Mythen. Christliche Werte, glaubte er, seien mit denen anderer Kulturen vereinbar. Carl Strehlow(-) Rex Gloriae Die Priester, Euro We Love Music (Universal), Euro Die fraudes fotografen Sie ist, lebt in Tel Aviv und ist voller Energie: Miriam Weissenstein. Die Dokumentation Life in Stills, deutsch, ein Leben in Bildern erzählt die Geschichte von der geborenen Tschechin, die zusammen mit ihrem Enkel Ben um das Fotogeschäftihres verstorbenen Mannes kämpft. Als die Stadt einen neuen Gebäudekomplex bauen will, soll das Fotogeschäft weichen aber Miriam und Ben wollen nicht aufgeben. Denn Miriams Mann war nicht irgendwer: Rudi Weissenstein durfte alseinzigerdie Unabhängigkeitserklärung Israels fotografieren und dokumentierte die jüdischen Einwanderer in den 0er Jahren. Großmutter und Enkel sind typischezyniker,doch sielachen auch viel zusammen und kümmern sich umeinander. Sie teilendie Liebe zur Fotografie und die Liebe zu Israel. Wer große Emotionen mag, wird hier nicht enttäuscht. Humorvolle Szenen, tiefgründige Gespräche und stimmungsvolle Momentegeben dem Film eine liebevolle Atmosphäre. mg Life instills, Doku,0 Regie: Tamar TalMin. ab 0Jahren DVD 0, Euro good!movies

7 J SPRITZTOUREN Münchner Merkur Nr., Pfingsten,././0. Mai 0 VON PEITING ZUM SCHNALZBERG Die Teufelsküche ist die größte Höhle auf dem Schnalzberg und Stoff zahlreicher Legenden. FOTOS: BRAUN () Höhlen über der Ammer Eine Wanderung vom Naturlehrpfad zum Schnalzberggipfel VON LOUISA T. BRAUN Das Wasser scheint / Von Gottes Wort / Ein Teil zu sein. Das Gedicht hat die Peitinger Studentin Jutta Brennauer für ihren Naturlehrpfad an der Ammer ausgewählt. Es fängt die Stimmung ihrer Heimat ein. Eine Landschaft, die von der rauschenden Ammer und dem hoch aufragenden Schnalzgipfel geprägt ist. Die umliegenden Naturschutzgebiete sind schützenswert, sagt Jutta Brennauer. Sie möchte diese bewahren und das Verständnis für die Natur auch anderen Menschen näherbringen. Das ist ihr Antrieb, ihr Ziel, ihre Mission. Deshalb schrieb sie vor vier Jahren eine Biologie-Facharbeit über den Fluss, die Geologie und Ökologie der Ammerschlucht. Ein Wissen, das sie an Naturliebhaber weitergeben will. Sie überzeugte die Stadt Peiting, den Kunst- und Naturlehrpfad Ammerlauf zu finanzieren. Er führt an acht Tafeln entlang und eignet sich für eine beschauliche Wanderung, Reaktion von Grundwasser und Luft. Jutta Brennauer nennt das einen chemischen Zauber aus Kalk, Wasser und Pflanzen. Sie appelliert an die Wanderer, die Sinter-Terrassen nicht zu betreten. Nach dem Besuch der geologischen Besonderheit geht es zurück auf den Naturlehrpfad und dort weiter bergab bis zur Ammer. Das Gebiet ist Lebensraum vieler Tierarten, zum Beispiel von Dachsen, Falken, Uhus und Forellen. Um den Schnalzberg zu besteigen, verlassen die Wandedie sich mit dem anspruchsvolleren Weg auf den Schnalzberg kombinieren lässt. Am Schnalzparkplatz in Peiting beginnt die Tour auf einem gut begehbaren Weg. Nach einigen Metern führt er in steilen Stufen bergab, dem Tal entgegen. An der nächsten Abzweigung lohnt sich ein Abstecher auf den König-Ludwig-Weg zu den Kalksinter-Terrassen ein jahrtausendealtes Naturschauspiel. Der Boden ist hier von einer glitzernden, wachsartigen Kalkschicht überzogen. Entstanden sind sie durch eine Sporthaus des Südens. Anzeige ONLINE SHOPPEN: SPORT-SCHUSTER.DE Haglöfs statt High Heels. rer den Naturlehrpfad und überqueren den Kalkofensteg über die Ammer. Nach dem Steg geht es rechts am Ufer entlang und anschließend links über eine weitere Brücke. Von dort führt ein ausgeschilderter Wanderweg zum Gipfel. Zu Beginn lockt links ein zweiter Abstecher zu den sagenumwobenen Schnalzhöhlen. Dieser steile, schmale Pfad erfordert festes Schuhwerk, Trittsicherheit und viel Ausdauer. Mit kleinen Kindern oder Hunden ist der Weg nicht zu empfehlen. Jeder Wanderer sollte hier vorsichtig sein: Die Steinernen Stuben im Sandsteinfelsen sind nicht gesichert, teilweise besteht Einsturzgefahr. Einst dienten die Höhlen in Kriegen als Zufluchtsort für Einheimische und noch heute ranken sich Legenden um sie. So erzählt die siebte Tafel des Naturlehrpfads die Geschichte eines Mädchens, das sich auf eine Mutprobe einließ und sich nachts bis zur größten Höhle, der Teufelsküche, wagte. Dieser gefährliche Trip endete tödlich. Der Kalkofensteg verbindet Lehrpfad und Schnalzberg. Der Sandstein ist weich und formbar. Ein Blick vom Gipfel über das Ammertal. Nach dem Besuch der Höhlen kehren die Wanderer zurück auf den offiziellen Weg und machen sich auf zum Gipfel. Wenn der Weg sich gabelt, führt die linke Abzweigung Richtung Leithen zum Ziel. Da es unterwegs keine Möglichkeiten zur Einkehr gibt, bietet sich ein Picknick auf dem Gipfel an. Gestärkt machen die Wanderer sich auf den Rückweg in das Ammertal, überqueren wieder den Kalkofensteg und biegen nach rechts ab, zurück auf den Naturlehrpfad. Das letzte Stück führt ab dem Wehr in einer Haarnadelkurve nach links von der Ammer weg und bergauf, bis der Parkplatz erreicht und der Rundweg geschlossen ist. Die gesamte Tour dauert zwei bis drei Stunden. Für Naturliebhaber bietet Jutta Brennauers Kunst- und Naturlehrpfad eine vielfältige Wanderung. Abenteuerlustige Menschen kommen auf dem Schnalzberg auf ihre Kosten. Natur gibt es auf beiden Wegen satt. ANFAHRT Bus und Bahn: Von Weilheim fährt stündlich (jeweils Minuten nach der vollen Stunde) ein Regionalzug zum Bahnhof Peiting Ost. Von dort aus läuft man zu Fuß eine Weile durch den Ort: Vom Bahnhof Ost führt die Kohlenstraße in Richtung Schnalzberg. Nach 00 Metern an der Kreuzung rechts in den Leitenweg einbiegen und diesem bis zur dritten Kreuzung folgen. Dort links in die Zugspitzstraße einbiegen und dem Weg, km durch die Felder folgen. Schließlich die B vorsichtig überqueren und der Schnalzstraße nach links folgen. Hinter einer langgezogenen Rechtskurve befindet sich der Schnalzparkplatz, der Ausgangspunkt der Wanderung. Die Strecke zu Fuß dorthin ist, Kilometer lang. Auto: Peiting ist über die B und die B zu erreichen. Man fährt über die A München Garmisch-Partenkirchen. Ausfahrt Sindelsdorf, dann auf die B Richtung Bad Tölz/Peißenberg. Über Huglfing Peißenberg Unterbau Hohenpeißenberg in Richtung Füssen/Peiting. Ausfahrt B Richtung Garmisch-Partenkirchen/Oberammergau/Peiting-Süd. Rechts abbiegen in die Ammergauer Straße, dann rechts in Am Stein. Danach zwei Mal rechts in die Schnalzbergstraße abbiegen und auf den Schnalzparkplatz fahren. WANDERROUTE Der Naturlehrpfad Ammerlauf beginnt am Parkplatz. Er ist als Rundweg angelegt und ca. drei Kilometer lang. Auf dem Naturlehrpfad sind acht Tafeln angebracht, die über das durchwanderte Gebiet informieren. Tafel befindet sich direkt am Schnalzparkplatz. Rechts davon beginnt der Wanderweg. Die Strecke führt durch waldige und steinige Wanderwege durch das Naturschutzgebiet, um den Gipfel herum und an der Ammer entlang. Am Kalkhofensteg (Station, ausgeschildert) führt die Route zum Panoramarundweg auf dem Schnalzberg. Dieser ist noch einmal etwa, Kilometer lang. Am Kalkofensteg die Ammer überqueren und dem Weg bis zur dritten Kreuzung folgen. Dort links auf den Wanderweg abbiegen und dem Rundweg folgen. An der zweiten Kreuzung links abbiegen (Richtung Leithen), um auf dem Rundweg zu bleiben. Dem Weg bis zur zweiten Kreuzung folgen. Dort führt die Strecke über den Kalkofensteg zurück auf den Naturlehrpfad. Dem Rundweg entlang der Ammer bis zur achten Station folgen. Von dort geht es in einem Bogen durch den Wald zurück zum Schnalzparkplatz. Der Schnalzwanderweg ist streckenweise sehr steil, Wanderschuhe sind zu empfehlen. EXTRATIPP Empfehlenswert ist die Besichtigung der Kalksinter-Terassen und der sagenumwobenen Schnalzhöhlen. EINKEHR Im Ort Peiting: Zechenschenke Zechenstraße, Tel.: 0, Die Wanderroute mit dem Ausgangspunkt Parkplatz. GOOGLEMAP/MM DIE SCHÖNSTEN GASTHÖFE Idylle: Im Sommer wird der Vorhof des Jägerwirts zum Biergarten. Stolz: Wirt Peter Rank mit Geräuchertem, Käse und selbstgebackenem Brot. Regionales à la carte VON BENEDIKT GRADL UND SABRINA CZECHOFSKY Mit Spargel im Februar und frischen Erdbeeren im November will der Jägerwirt in Kirchbichl nicht dienen: Stattdessen gibt es selbstgebackenes Brot, Käse aus dem Nachbarort und Rum-Krokant-Eis vom Beindlhof in Wackersberg. Denn der Wirt und Küchenchef Peter Rank hat eine Mission: Alles was er seinen Gästen serviert, ist frisch, kommt aus der Region und hat gerade Saison. 00 schloss er sich mit Landwirten und anderen Gastronomen aus der Region zusammen, die seine Philosophie teilen. Rank arbeitet mit einer kleinen Karte. Bei uns gibt s halt ned immer zarte Brüstchen oder feine Medaillons wir verkochen auch mal eine gescheite Schulter oder eine Lende, sagt der Koch: Da sind wir a bissl stur. Peter Rank setzt auf eine Kombination aus traditionellen Gerichten und mediterraner Küche. Auf der Karte steht sowohl Spanferkelrücken mit Bockbiersoße als auch Perlhuhn in Chili-Sauce Experimente sind erlaubt, aber nicht die Regel. Viele Münchner kommen zum Jägerwirt. Wenn Ranks Stube voll ist, bewirtet er mehr Gäste als Kirchbichl Einwohner hat. Nur Menschen leben im Dorf, bis zu 0 passen ins Gasthaus. Touristen, die ihren Ausflugstag im Tölzer Land mit einem kühlen Bier und einer Brotzeit ausklingen lassen wollen, sind im Biergarten des Jägerwirts richtig. Zwanzig Minuten sind es von Kirchbichl zum Tegernsee, zum Kochelsee dauert es eine halbe Stunde. Seit gibt es den Jägerwirt in Kirchbichl. Peter Rank führt den Betrieb in der dritten Generation. Und weil sein ältester Sohn ebenfalls das Kochhandwerk lernt, ist er zuversichtlich, dass es auch in der vierten Generation kulinarisch-bunt weitergeht. Denn nur auf traditionelle Küche will sich der Chef nicht festlegen lassen. Was uns Spaß macht, was uns schmeckt das kochen wir. SO GEWINNEN SIE Wir verlosen einen Gutschein für ein Essen beim Jägerwirt. Wer gewinnen will, schreibt oder ruft an bitte mit Name, Adresse, Telefonnummer und Lösungswort. Münchner Merkur Marketing Lösungswort: Jägerwirt 00 München Tel.: 0 / 00 0 (0 Cent pro Anruf aus dem dt. Festnetz; ggf. abw. Preise aus dem Mobilfunknetz / Fa. legion) Einsendeschluss: Di.,.. 0 Ein Gutschein für das Parkhotel Bad Baiersoien geht an: Anneliese Seitz, Mittenwald. JÄGERWIRT... ANFAHRT A Richtung Salzburg/ Innsbruck, Ausf. Holzkirchen. Der B, km folgen, bei der Tankstelle rechts. In Sachsenkam von der Tölzer- in die Kirchbichlerstraße abbiegen. Der Straße bis Kirchbichl folgen. Dort Beschilderung. ÖFFNUNGSZEITEN warme Küche von bis Uhr und.0 bis 0.0 Uhr. Montags und donnerstags Ruhetag. ADRESSE Nikolaus-Rank-Straße. Bad Tölz Kirchbichl, Tel: 0 0 /, EXTRATIPP Drei- bis viermal jährlich Schlachtfest. Das wird serviert: Nudeln und Böfflamot. FOTOS: GRADL () AUFLÖSUNGEN VON SEITE SUDOKU LEICHT SUDOKU SCHWER

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