Nachhaltigkeit. Schwerpunktthema. 17. Jahrgang No. 8 Dezember 14. Steffie Lux ist neue KJR-Vorsitzende. Pioniere der Integration. Richtig wichtig!

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Nachhaltigkeit. Schwerpunktthema. 17. Jahrgang No. 8 Dezember 14. Steffie Lux ist neue KJR-Vorsitzende. Pioniere der Integration. Richtig wichtig!"

Transkript

1 17. Jahrgang No. 8 Dezember 14 Schwerpunktthema Nachhaltigkeit Steffie Lux ist neue KJR-Vorsitzende Pioniere der Integration Richtig wichtig!

2 2 Inhalt Aktuell Impressum Wechsel an der Spitze des KJR-Vorstands 4 Steffie Lux ist neue KJR-Vorsitzende 50. Jahre MKJZ Westend 6 Pioniere der Integration Perspektivenwechsel einer Fundraiserin 8 4 gewinnt und Vulkanausbruch mit IRMo 25 Jahre Kinderrechte 10 Richtig wichtig! Der 3. KJR-Seifenkistencup im Westpark 14 Mit der Müllabfuhr zum Sieg Angebote Zwischennutzung der ehemaligen Stadtbibliothek Westend 26 Köșk startet mit Ideensalon 6. Besucher/innenbefragung im KJR 27 Gute Noten sind längst nicht alles Kalender Neue Ausstellungen von Kindern und Jugendlichen Jahre Galerie 90 Ausgabe 8/2014 erschienen am Verleger: Kreisjugendring München-Stadt im Bayerischen Jugendring, Paul-Heyse-Str. 22, München Telefon 089 / , Fax 089 / Internet: Verantwortlich: Tom Rausch, Vorsitzender Redaktion: Angelika Baumgart-Jena (verantwortlich), Michael Graber, Kerstin Hof, Marko Junghänel, Carolin Keller, Petra Kutzner, Claudia Lässig, Timo Rosenberg, Manuela Sauer, Armin Schroth, Gecko Wagner, Ingrid Zorn. Unterstützung im Schwerpunktteil durch Verena Jörg. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung des Heraus gebers wieder. Titelbild: Abenteuer-Spiel-Platz Neuhausen Verwaltung: Jana Beyreuther Layout: Fa-Ro Marketing, München Druck: GPP Engelhardt GmbH, München Gedruckt auf 100% Recyclingpapier Auflage: Exemplare Abonnementpreis: Der Bezug ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Erscheinungsweise: 8 Ausgaben jährlich Nächste Ausgabe Erscheinungsdatum: Redaktionsschluss: Schwerpunktthema: Wenn die Seele leidet... Gefördert aus Mitteln der Landeshauptstadt München Schwerpunkt: Nachhaltigkeit KJR spart mit Ökoprofit 121 Tonnen CO 2 15 Zweieinhalb Mal um die Welt Recyclingpapier, Energieeinsparung, Bio-Catering, schonende Reinigungsmittel und vieles mehr: In Sachen Nachhaltigkeit ist der KJR schon weit gekommen. Von Gecko Wagner Nachhaltigkeit mal persönlich genommen 17 Mir nicht wurscht Wie wir die Welt gestalten und unseren Kindern und Enkeln hinterlassen das beschäftigt auch den Kreisjugendring München- Stadt (KJR) als große Organisation. Von Verena Jörg Eine Welt ohne Geld!? 18 Nutzen statt besitzen Kann man ein gutes Leben führen, ohne ans Geldverdienen zu denken oder überhaupt für irgendwas zu bezahlen (oder bezahlt zu werden)? Von Michael Graber Trotz nachhaltiger Produkte ist die Weltrettung nicht in Sicht 19 Grüner wird s nicht Wer eine Nespresso-Maschine besitzt, gehört zu einem exklusiven Club, bei dem ein Lifestyle-Accessoire gratis ist: ein gutes Öko-Gewissen. Von Kathrin Hartmann Alles bio, oder was? 20 NATÜRLICH² Wir möchten Kindern und Jugendlichen in unseren Einrichtungen Verantwortungsbewusstsein für ihre eigene Gesundheit sowie die ökologischen Auswirkungen der eigenen Ernährungsweise vermitteln. Von Verena Jörg So macht Nachhaltigkeit richtig Spaß 20 Kleidertausch statt Einkaufsrausch! Mehr als 150 Menschen kamen zur Kleidertauschparty, um gebrauchte Klamotten loszuwerden und dafür den Kleiderschrank mit schicken, neuen zu bestücken. Von Michael Graber Grundprinzip Nachhaltigkeit im ASP Neuhausen 21 Seit über 30 Jahren im Dienste der Natur Die Schwerpunkte in der Arbeit des ASP mit Schulkindern sind der Hüttenbau und die Beschäftigung mit den Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft. Von Susanne Kußmaul Freiwillig und ökologisch im Rumfordschlössl 22 Kreativ für die Umwelt Was motiviert junge Menschen für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Von Sabine Laske Die Bergwachtjugend in Norwegen 22 Nachhaltigkeit selbstgemacht Unter diesem Titel bewarb sich eine Gruppe der Bergwacht- Jugend bei dem Projekt Create New Limits. Von Joana Melle Nachhaltigkeit in der Kita 23 Achtsamkeit als Bildungsziel Umweltbildung und -erziehung berühren viele Lebensbereiche von der Naturbegegnung über Gesundheit und Werthaltungen bis zu Freizeit- und Konsumverhalten. Von Mirjam Hilmenyuk Nachhaltig im RIVA NORD 24 Tor zur Heide Nachhaltig? Gern! Aber wie? Im Sinne von wegweisend, beeindruckend, spürbar, andauernd haben wir uns auf den Weg gemacht, den naheliegendsten Ort nämlich den vor unserer Haustür zu verändern. Von Tom Droste Energiespar-Projekt im Muspilli 25 Fifty : Fifty und alle gewinnen Ausgestattet mit Materialien aus dem sogenannten Energiesparkoffer machte sich eine Gruppe von Energie-Detektiven mit entsprechenden Messgeräten auf, um im Mädchen- und Jungentreff Muspilli Energiefresser zu suchen. Von Annika Brehm

3 Aktuell 3 Benefiz-Matinée für Hilfe für Kids Lebensgefährliche Creme Ausgeschlafenes Kabarett ohne Gage am Sonntagvormittag um elf Uhr ist eine Kunst. Denn für Bühnenkünstler ist das noch mitten in der Nacht. Doch wenn Andreas Giebel ruft, kommen seine Kollegen gerne. Mit dem GiebelTreffen unterstützen sie Kinder und Jugendliche in München. Vier gestandene Männer der Kabarettszene: Stephan Zinner, André Hartmann, Josef Brustmann und Andreas Giebel (v.l.n.r.) Giebels Mitstreiter in dieser Benefiz-Matinée waren Stephan Zinner, Josef Brustmann und André Hartmann, alle vier gaben Kostproben aus ihren Soloprogrammen. Und das ist Understatement, denn die gut 150 Gäste im Lustspielhaus kamen zwei Stunden lang kaum aus dem Lachen heraus. So auch bei Josef Brustmann. Der Musikkabarettist kommt aus dem Herzen von Bayern, naa, ned aus München, also von dort, wo die Autobahn grundlos endet nimmt er die selbstbewussten Landeshauptstädter aufs Korn. Wobei aus seiner Heimat auch nicht immer nur Gutes kommt. I kimm aus Wolfratshausen Pause jetzt kann man s ja wieder sagen. Von dort hat er existenzielle Fragen mitgebracht: In welcher Farbe kotzt ein Schlumpf? Warum brauch ich beim Hellseher einen Termin? Und ist es lebensgefährlich, wenn eine 19-Jährige eine Faltencreme benutzt, die 20 Jahre jünger macht? Brustmann ist mit gesprochenem Wort ebenso in seinem Element wie mit gesungenem und wechselt von G stanzln an der Gitarre mühelos zum Heimatlied oder sogar zum Beatles-Klassiker Eleanor Rigby auf der Zither. Ebenfalls eine musikalische Offenbarung: Stephan Zinner, er hat den Blues der geknechteten Sklavenarbeiter in bayerischer Version. I sitz jeden Tag in meinem Großraumbüro, stempel jedes Blatt korrekt und hoffe, dass der Chef ganz bald verreckt röhrt er in seinem a cappella dargebotenen Worksong mit Bodypercussion und tanzt dabei authentisch wie einst die Baumwollpflücker in den Südstaaten. Zinner spießt die kleinen Erlebnisse auf, die jeder kennt und macht daraus klasse Kabarett. Er beklagt, dass d Leit drauf san wia a Schnellkochtopf ohne Ventil, erzählt mit naivem Staunen von Autofahrern, die bei Glei-Grün schon durchstarten und über den Hygienehandschuh beim Bäcker, in den das Verkaufspersonal immer greifen muss, ehe es die Backwaren anfasst. Wenn der Ebola wo wohnt, dann da! André Hartmann, auf dem Nockherberg erst Schröder- und dann Ude-Double, fährt am Klavier die großen Musikstars auf: In der Art von Louis Armstrong, Elvis, Heino, Eros Ramazotti oder Westernhagen singt er Hitklassiker wie Bill Ramseys Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett und kombiniert ihn gleich mit einem Sirtaki, Helene Fischers Atemlos erklingt in der Rollendes-R-Version von Heino oder in der kehligen Art Herbert Grönemeyers. Und er führt überzeugend den Beweis, dass Marianne Rosenbergs Er gehört zu mir abgekupfert ist, aus Bachs wohltemperiertem Klavier, aber auch aus Stücken von HfK-Schirmherr Andreas Giebel in action. Beethoven und Liszt, die er kurz anspielt und tatsächlich, da ist die Schlager-Melodie herauszuhören. Nebenbei imitiert er Angela Merkel, Franz Beckenbauer, Jogi Löw und Gerhard Schröder. Mit Time to say goodbye in der Version von Inge Meysel treibt er dem Publikum Lachtränen in die Augen. Gastgeber Andreas Giebel führt durchs Programm und verbindet die Auftritte seiner Kollegen mit Auszügen aus seinem Soloprogramm Das Rauschen in den Bäumen. Er wundert sich über Leute, die immer alles richtig machen, Urlaubs-Extrem-Frühbucher mit Super-Frühbucher-Rabatt, die es auch noch schaffen, wieder extrem früh zu stornieren. Und er ärgert sich über die Besserwisser mit den drei G, die immer alles irgendwo gelesen, gehört oder gesehen haben. Deshalb begegnet der Münchner denen auch nur mit einem Ah, ge ge ge! Giebel ist dem Kreisjugendring verbunden, seit er als Zivi in der Freizeitstätte an der Muspillistraße plötzlich allein dastand, weil sich das Pädagogenteam zerstritten hatte und geschlossen kündigte. Solche Absurditäten des Alltags saugt er geradezu auf und bringt sie auf den Punkt. Zum Beispiel den Online-Wahn der stets sozial vernetzten Mitmenschen. Da triffst du einen auf der Straße und sagst,servus, wie geht s? und der starrt in sein Handy und sagt nur,schau halt nach! Sein Fazit: Wenn s so weiter geht, geht s bald gar nicht mehr!. Für das KJR-Spendenprojekt Hilfe für Kids (HfK), dessen Schirmherr Giebel ist, geht s auf jeden Fall weiter und das auch Dank GiebelTreffen. Weil die Kabarettisten auf ihre Gage verzichteten und auch Till Hofmann sein Lustspielhaus kostenlos zur Verfügung stellte, kommt der Reinerlös in Höhe von mehr als 4000 Euro bedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute, denen HfK die Teilnahme an der Mittagsbetreuung, an Bildungs- und Gesundheitsangeboten sowie an Ferienfahrten und Ausflügen finanzieren kann. Danke! Gecko Wagner, Öffentlichkeitsarbeit, KJR

4 4 Aktuell Wechsel an der Spitze des KJR-Vorstands Steffie Lux ist neue KJR-Vorsitzende Die Delegierten der Münchner Jugendverbände wählten bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendring München-Stadt (KJR) am 11. November mit großer Mehrheit die 31-jährige Sozialpädagogin Steffie Lux vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend München (BDKJ) an die Spitze des größten Jugendrings in der Bundesrepublik. Steffie Lux ist Geschäftsführende Referentin beim BDKJ und seit November 2012 Vorstandsmitglied. Stellvertretende Vorsitzende bleibt Laura Pulz (27) von der DGB-Jugend München. Die Wahl war außerhalb des Turnus notwendig geworden, weil der bisherige Vorsitzende Tom Rausch von der Evangelischen Jugend Nach 4 Jahren an der Spitze des KJR übergibt Tom Rausch sein Amt an Steffie Lux. München (EJM) aus beruflichen Gründen sein Amt niedergelegt hatte. Um den frei gewordenen Platz im KJR- Vorstand bewarb sich der 28-jährige Justiziar Christian Agi vom BDKJ, er wurde von den Delegierten ebenfalls mit großer Mehrheit gewählt. Weiterhin im Vorstand sind die 27-jährige Elif Demir vom Jugendverband Elvan, die 29-jährige Physikerin Anna Eder von der EJM, der 31-jährige Sport- und Fitnesskaufmann Matthias Held von der Jugend des Deutschen Alpenvereins, die 25-jährige Philosophiestudentin Marina Lessig (verbandsfrei), der 26-jährige Photodesigner Julian Schulz vom Münchner Schülerbüro sowie der Sport-Ökonom Hans Radspieler (53) von der Münchner Sportjugend. Auf der Tagesordnung stand neben den außerordentlichen Neuwahlen der Wirtschaftsplan Schwerpunktmäßig beschäftigte sich die Vollversammlung mit der Pflicht zur Vorlage des Erweiterten Führungszeugnisses für Ehrenamtliche in der Jugendverbandsarbeit (Paragraph 72a SGB VIII s. Kasten). 10 Fragen an Mit vollem Namen heiße ich: Stefanie Lux Genannt werde ich am liebsten: Steffie Im Leben ist mir wichtig Optimismus, Vertrauen, Familie, Freunde, Sonne, Berge und Meer. Wenn ich mal nichts tun muss, tue ich am liebsten ausgiebig frühstücken, Skifahren, Mountainbiken, Berggehen, mich in ein Café setzen und Leute beobachten und alles am liebsten mit guten Freunden. Meine Freunde schätzen an mir meine Verlässlichkeit, meine Loyalität, meine Hilfsbereitschaft, meine Geselligkeit, meine Geradlinigkeit und hoffentlich auch meine Ecken und Kanten Seit 2012 bin ich beim BDKJ weil Jugendverbandsarbeit für mich nach wie vor der Königsweg im Feld demokratisch legitimierter Jugendarbeit ist, weil es mir ein Anliegen ist, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem ehrenamtlichen Engagement, unter dem Motto katholisch. politisch.aktiv, zu beraten, zu begleiten und zu unterstützen und weil Kinder und Jugendliche gute Interessensvertreterinnen und -vertreter brauchen. Umsetzung des 72a KJHG in der Jugendverbandsarbeit in München Die neue Regelung des 72a KJHG soll Kinder und Jugendliche vor Übergriffen und sexualisierter Gewalt schützen. Das Gesetz fordert die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses aller haupt-, neben- oder ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendverbände, wozu diese normalerweise vertraglich von den Jugendämtern verpflichtet werden. Der KJR hat mit dem Stadtjugendamt eine andere Vorgehensweise vereinbart: Die Jugendverbände schließen keine einzelnen Verträge ab, sondern der KJR ist Vertragspartner des Jugendamtes. Gemeinsam sorgen die Jugendverbände mit geeigneten Maßnahmen dafür, dass Kindeswohlgefährdung möglichst nicht vorkommt. Diese Maßnahmen sind zum einen die Präventionsarbeit und zum anderen die Vorlageverpflichtung des erweiterten Führungszeugnisses für alle Betreuerinnen und Betreuer von Ferienfahrten. Der Bereich Prävention ist uns besonders wichtig, daher wird es 2015 entsprechende Schulungsangebote für Jugendleiterinnen und Jugendleiter geben. Ihnen wird außerdem ein Informations- und Methodenkoffer zur Verfügung gestellt: Informationen und Tipps werden online abrufbar sein und es wird Materialien und Präventionskonzepte auch als Handouts geben. Darüber hinaus berät und unterstützt der KJR bei der Entwicklung von Präventionskonzepten. Beim erweiterten Führungszeugnis gilt: Alle Betreuerinnen und Betreuer müssen vor Beginn einer Ferienfahrt ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Die Leitung der Fahrt muss dies sicherstellen und bestätigen. Zur möglichst einfachen und unbürokratischen Umsetzung gibt es einen besonderen Service: Die erweiterten Führungszeugnisse werden im JIZ zentral eingesehen. Dort bekommen die Betreuerinnen und Betreuer eine Einsichtnahmebestätigung, welche 3 Jahre lang für die Tätigkeit in unterschiedlichen Verbänden gültig ist. Die Einsichtnahme im JIZ ist voraussichtlich ab dem möglich, ab dem ist sie verpflichtend. Einer meiner schönsten Momente in den letzten Monaten war meine Hochzeit! Mein Lieblingsplatz ist die Piazza in Capoliveri auf der schönen Insel Elba und der Alpenplatz im wunderbaren Giesing, denn da bin ich zuhause! Der KJR ist für mich eine wichtige Größe in dieser Stadt, besonders im Bereich der Jugendpolitik und als Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche in 70 Jugendverbänden und -organisationen, in zahlreichen Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, in Kindertageseinrichtungen, Schulkooperationen, Fachstellen und Projekten. Eines meiner Ziele als KJR-Vorsitzende dass es ein kostengünstiges Jugend- und Auszubildendenticket gibt, mit dem sich alle Kinder und Jugendlichen, die sich in Erstausbildung befinden, über das gesamte Jahr hinweg im ganzen Stadtgebiet München mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen können.

5 Aktuell 5 Fachtag Werte, die die Welt verändern Zum sechsten Mal fand am 12. November ein Fachtag Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) statt, diesmal unter dem Motto Werte, die die Welt verändern. Interessierte und engagierte Pädagoginnen und Pädagogen hatten die Gelegenheit, sich darüber auszutauschen, welche Werte für eine Transformation Richtung Nachhaltigkeit wichtig sind und wie die Kinderund Jugendarbeit Werte und Haltungen für nachhaltige Entwicklung fördern kann. Nachdem die von der UNESCO ausgerufene BNE-Dekade in diesem Jahr zu Ende geht, haben wir als Einstimmung ins nächste Jahr und für die weitere Umsetzung des neuen Weltaktionsprogramms ein grundlegendes Thema gefunden, das es weiter möglich macht, Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit zu verankern. Die Frage, wie wir junge Menschen darin unterstützen können, sich für eine nachhaltige Lebensführung einzusetzen, führte schnell zu Werten und Grundhaltungen, die dafür ausschlaggebend sind. Was brauchen wir wirklich? Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was engagierte junge Menschen antreibt, stand am Beginn der Veranstaltung ein Podiumsgespräch mit vier aktiven jungen Erwachsenen, die von ihrer Motivation berichteten. Gemeinsames Handeln, Spaß und konkrete Ergebnisse sind dabei für alle wichtig. Im Anschluss daran hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre persönlichen Werte und Haltungen zu reflektieren und sich in einem Worldcafé darüber auszutauschen, wie diese mit einer Transformation Richtung Nachhaltigkeit zusammenhängen. Nach einem biologischen und regionalen Mittagsimbiss stellten drei Referierende, die sich für die Etablierung eines nachhaltigeren Lebensstils einsetzen, ihre Arbeit in der Praxis vor. Schlagworte wie upcycling, Philosophieren mit Kindern oder Guerilla-Art wurden hier mit Leben gefüllt und an konkreten Beispielen vorgestellt. Alle Bereiche konnten aktiv erlebt und ausprobiert werden. Dies ergab viele kreative Anregungen, die die Teilnehmenden für die praktische Umsetzung in der Kinder- und Jugendarbeit mit nach Hause nahmen. Herzlichen Dank an Steffi Kreuzinger von Ökoprojekt MobilSpiel e.v. für die gute Kooperation bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung sowie an das Ökologische Bildungszentrum, das die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Claudia Seidel, KJR Jubilarsehrung Jahre für den KJR David Hasselhoffs Looking for Freedom (1989), Nelson Mandela wird zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt (1994), der Film Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs wird mit elf Oscars ausgezeichnet (2004) und Dieter Bohlen und Thomas Anders gründen die Band Modern Talking (1984) diese und viele weitere markante Ereignisse der vergangenen Jahre waren Bestandteil der diesjährigen Jubi- larsehrung, die am 5. November 2014 im Gemeindehaus der St.-Pauls-Kirche zelebriert wurde. Nicht weniger als 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KJR wurden in einer rundum gelungenen Veranstaltung mit herzlichen Worten und kleinen Geschenken für ihre langjährige Tätigkeit beim KJR geehrt. Zusammen kommen die Jubilarinnen und Jubilare auf stolze 885 Jahre. Neun Beschäftigte feierten ihr 10-jähriges Dienstjubiläum, zehn ihr 15-jähriges, acht ihr 20-jähriges, vier ihr 25-jähriges und neun ihr 30-jähriges. Herbert Wiedemann, Personalratsvorsitzender und Mitarbeiter im Tasso33, brachte es sogar auf 35 Beschäftigungsjahre. Lediglich Steffi Dartmann von der KJR-Geschäftsstelle und Petra Wilken vom Rumfordschlössl konnten dies mit sage und schreibe 40 Jahren beim KJR München-Stadt übertreffen.

6 6 Aktuell 50. Jahre MKJZ Westend Pioniere der Integration Zur Einweihung kam einst der Stadtschulrat Anton Fingerle, zum Jubiläum am 21. November nun der Oberbürgermeister: Dieter Reiter gratulierte dem Multikulturellen Jugendzentrum (MKJZ) in der Westendstraße 66a persönlich zum 50. Geburtstag. Er blickte dabei nicht nur zurück, sondern auch auf die Bedeutung des Hauses im derzeitigen Flüchtlingsstrom und in die Zukunft. Mit seinen 50 Jahren gehört das MKJZ bereits zur Münchner Kulturgeschichte, das ist jetzt amtlich. Sie wurden kürzlich in den Kulturgeschichtspfad aufgenommen, sagte OB Dieter Reiter in seinem Grußwort, damit stehen sie in einer Reihe mit dem Alten Messegelände, der Augustiner-Brauerei und der Bavaria. Besonders hob der Oberbürgermeister jedoch die Bedeutung des Hauses für die Integration im Westend hervor. Er erinnerte daran, dass vor 60 Jahren die ersten angeworbenen Gastarbeiterinnen und -arbeiter nach München kamen. Aus Arbeitskräften wurden Münchnerinnen und Münchner und das ist gut so, sagte Reiter unter dem Applaus des Publikums. Er spannte den Bogen zur aktuellen Flüchtlingssituation in München. Inzwischen haben die Bürgerinnen und Bürger diese Ansicht verinnerlicht: wir holen uns keine Probleme nach München, sondern Menschen. Das sei nicht zuletzt auch das Verdienst des damals Freizeitheim Westend genannten Hauses. Damals, das war Und einige der Festgäste, die Ismail Sahin, seit 15 Jahren Leiter des Jugendzentrums, im Saal des MKJZ begrüßte, waren schon bei der Eröffnung dabei. Hiltrud Stiefi Stiefenhofer zum Beispiel, die mehr als 40 Jahre für den KJR gearbeitet hat, zuletzt im Jugendinformationszentrum: Ich weiß noch, wie der Kollege Leibl mit dem Moped in den Saal gebraust kam und sein Gefährt kurzerhand dem verdutzten Anton Fingerle in die Hand drückte, berichtet sie lachend aus einer anderen Zeit. Bloß nicht von Integration sprechen! Auch Karl Heupel, von 1966 bis 1999 Leiter des Hauses, erinnert sich gerne an die Anfänge als normales Freizeitheim, das bald von den ersten Rockergruppen heimgesucht und beinahe übernommen wurde, das sich aber bald auf die Arbeit mit ausländischen Kindern und Jugendlichen konzentrierte. Auch wenn sie zunächst nicht wussten, was wir mit den Kindern machen sollten. Diese kamen vor allem aus Griechenland und sprachen zumeist kein Deutsch. Die Pädagogen ihrerseits sprachen weder griechisch noch türkisch. Um das zu ändern, engagierte der KJR griechische, türkische und jugoslawische Gruppenbild mit Oberbürgermeister Pädagoginnen und Pädagogen, die Integrationsarbeit konnte beginnen. Wir sollten aber bloß nicht von Integration sprechen, berichtet Heupel, die Politik ging davon aus, dass die Gastarbeiter bald wieder gehen. Langfristige Planung war daher gar nicht gefragt. Und Konzepte und Vorbilder gab es auch nicht. Doch die Gastarbeiterkinder kamen gerne zum Sporteln und Spielen, sie fanden hier unabhängig vom Elternhaus Leute, mit denen sie reden konnten und fühlten sich angenommen. Das Team des MKJZ betrat damit absolutes Neuland, es gab keine Fachliteratur zum Thema, also machten sie einfach, was sie für gut befanden. Wir wussten selbst nicht, wo s langgeht, und sollten andere beraten Und gut fanden das auch andere, der Bayerische Jugendring förderte die Arbeit als landesweites Modellprojekt, bald kamen Delegationen aus dem ganzen Bundesgebiet, um die so genannte Arbeit mit ausländischen Kindern und Jugendlichen kennenzulernen. Darüber kann Heupel heute noch schmunzeln. Wir wussten selbst nicht, wo s langgeht und sollten andere beraten, sagt der Pädagoge, der gezwungenermaßen zum Pionier wurde. Heute besuchen Kinder und Jugendliche aus mehr als 25 Kulturen das preisgekrönte und Gut Drauf -zertifizierte MKJZ, sie nutzen Kicker, Kletterwand, Trampolin und Tonstudio zum Erholen, Austoben und Weiterentwickeln. Sie profitieren von Hausaufgabenhilfen, Qualikursen, Motivationsprojekten und von Pädagoginnen und Pädagogen, die in jeder Hinsicht ihre Sprache sprechen. Leiter Ismail Sahin ist türkischer Abstammung, Soultana Riga Griechin, Julia Stephan und Andre Gierth kommen aus München und Sakis Charamis ist ebenfalls Grieche er ging schon als Jugendlicher im MKJZ ein und aus. Das Team arbeitet mit vielen Firmen und Organisationen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen zusammen. Besonders eifrig unterstützt das Marriott Hotel schon seit bald zehn Jahren das MKJZ bei seinen Projekten, und die Münchner Tafel spendiert dem MKJZ seit 2009 täglich frisches Obst und Gemüse. Die Besucherinnen und Besucher bestimmen im Kinder- und Jugendrat mit, was hier passiert, unter anderem die Hausregeln. Von einst 20 sind nur noch drei übriggeblieben: Zuhören, Respekt und gegenseitige Anerkennung, bemerkte die KJR-Vorsitzende Steffie Lux in ihrer Festrede anerkennend. Sie zählte auch einige der zahlreichen Preise für den Rat Einrichtungsleiter Ismahil Sahin und BA-Vorsitzende Sibylle Stöhr. auf, darunter 2007 der Jugendsozialpreis, 2010 der Münchner Jugendpreis Engagement ausgezeichnet und der Integrationspreis des Bayerischen Jugendrings. Dass sie sich in ihrem MKJZ wohlfühlen, zeigte die Delegation des Jugendrats, die dem Oberbürgermeister für seine Anwesenheit dankte. Dieter Reiter ist gekommen das ist für uns ein gutes Omen, reimten Aleta und Lauressa (10) ins Mikro und überreichten Reiter ein selbstgebasteltes Mosaikbild. Das mit dem guten Omen bezogen sie auf die Zukunft des Hauses. Denn es soll abgerissen und durch Foto: Michael Nagy

7 Aktuell 7 einen Neubau ersetzt werden, der künftig auch einen Hort und die Geschäftsstelle des KJR beherbergen soll, die Entscheidung des Stadtrats steht im Frühjahr 2015 an. Dass ein Neubau notwendig ist, hatte zuvor schon Ob Reiter angemerkt. 50 Jahre hinterlassen Spuren, auch bei mir, scherzte er mit Verweis auf den Zustand des Hauses. Allerdings gebe es noch kein Konzept für eine gute Zwischenlösung während der Bauzeit. Sie wissen alle, wie brutal schnell wir bei der Stadt sind, sagte er mit einem Augenzwinkern und bat die Festgäste um Mithilfe und Lösungsideen, damit die Kinder hier nicht erst als Erwachsene wiederkommen können und damit diese wertvolle Arbeit weitergehen kann. Diesem Lob schloss sich auch Sibylle Stöhr an. Die Vorsitzende des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe (BA 8) dankte dem MKJZ unter anderem dafür, dass es in den Ferien nie geschlossen habe und dass es sich ohne viel Aufhebens um die jungen Flüchtlinge im Parkhotel kümmere. Wenn es euch nicht gäbe, müsste man euch erfinden!, rief die Lokalpolitikerin in den Saal, in dem sie selbst hin und wieder mit einer Volkstanzgruppe probt. Mit Chuzpe bemerkte sie an OB Reiter gewandt, sie freue sich, dass dieser den Neubau offenbar zur Chefsache macht das mach ich auch! Unter den mehr als 100 Gästen waren neben ehemaligen und aktuellen Besucherinnen und Besuchern auch der ehemalige KJR- Vorsitzende Wolfgang Berg, Stadtrat Cumali Naz, mehrere Mitglieder des BA 8 und der Landtagsabgeordnete Andreas Lotte. Alle konnten sich bei der Fotoausstellung 50 Jahre für ein offenes Westend über den Dieter Reiter ist gekommen das ist für uns ein gutes Omen Wandel der Freizeitstätte und ihren Widerhall in der Presse informieren, mit dem Film zum Theaterprojekt Bodyswitch eine aktuelle Produktion von Jugendlichen kennenlernen und bei Karikatürk, der Cartoon-Comedy von und mit Muhsin Omurca, über das Verhältnis von Türken und Deutschen nachdenken und lachen. Nicht im Rampenlicht standen an diesem Abend Yildiz, Ayse und Nevin, obwohl ihr Werk in aller Munde war. Die drei Mütter, deren Kinder oft im MKJZ zu Gast sind, hatten zwei Tage lang geschnipselt, gerührt, belegt, gebraten und gekocht und zusammen mit Andre Gierth ein üppiges internationales Buffet aufgefahren. Hühnersuppe, Köfte, Pide, Pilav-Reis, gefüllte Käsetaschen, Bulgur, Börek mit Spinat, Käse und Aubergine, Biber Dolması (gefüllte Paprika), Lahana (gefüllte Krautblätter) oder Karnıyarık (pikant belegte Auberginenscheiben) waren nur einige der zahllosen Leckereien. Fotografieren lassen wollten sich die Köchinnen nicht, lieber sahen sie auch zu vorgerückter Stunde nach dem Buffet, das auch noch als alle satt waren eine paradiesische Vielfalt bot. Und Karl Heupel, der langjährige Leiter, erkennt er das Haus heute noch wieder? Nein, sagt er ungerührt. Seit 1999 sei viel passiert, im MKJZ hat sich weiterentwickelt, wofür wir damals die Grundlagen geschaffen haben. Zum Glück! Gecko Wagner, Öffentlichkeitsarbeit, KJR Allianz unterstützt den Freizeittreff Freimann Mobile Spielgeräte Im Rahmen eines Führungskräftetrainings haben Mitarbeitende der Allianz acht mobile Spielgeräte für den Freizeittreff Freimann gebaut. Während dieser Team-Building-Maßnahme sind unter anderem eine große Greifbox, ein Riesen-Yenga und ein Bamboleo entstanden. Im Rahmen der Generalsanierung setzt der Freizeittreff Freimann vermehrt auf mobile Spielaktionen und ist für die neuen Möglichkeiten, die die Geräte bieten, sehr dankbar. Zusätzlich hat die Stiftung Allianz 25 Karten für das Bundesligaspiel des FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Jugendlichen konnten wir einen 4:0 Sieg der Bayern feiern. Die Stiftung Allianz für Kinder und Jugendliche unterstützt Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern. Sie fördert nur Projekte, die von Beschäftigten oder Vertreter der Allianz in Bayern vorgeschlagen werden und von diesen aktiv unterstützt werden.

8 8 Aktuell Perspektivenwechsel einer Fundraiserin 4 gewinnt und Vulkanausbruch mit IRMo Seit September 2013 gibt es beim KJR das IdeenReichMobil. IRMo ist kein Spielebus, sondern ein mobiles Bildungsangebot. Geboren wurde die Idee aus der pädagogischen Praxis, die zeigte, dass Kinder und Jugendliche häufig sehr medienaffin sind und kaum Fähigkeiten in den Bereichen Handwerk und kreatives Gestalten aufweisen bzw. vermittelt bekommen. Das wollten wir mit IRMo ändern. Der Bus ist im Baukastenprinzip ausgestattet und wird nach Absprache mit den Modulen Kreatives / Handwerk / Naturwissenschaft / Technik bestückt, je nach Interessen- und Bedarfslage. Alle KJR-Einrichtungen haben Zugriff auf IRMo, somit ergibt sich ein ressourcenschonender Einsatz von Fachleuten und Equipment. Wie das in der Praxis aussieht und ob unsere Idee Früchte trägt bzw. den Stresstest besteht, das wollte ich selbst herausfinden. 29. Oktober Freizeittreff Lerchenauer Modul Handwerk Im Lerchenauer findet ein Angebot in den Herbstferien statt: 10 Kinder bauen ihr eigenes 4-gewinnt -Spiel. Zunächst werden Kleingruppen gebildet. Marc Bühling, Projektleiter von IRMo, gibt eine Einweisung zum Ablauf des Nachmittags und erste Erklärungen zum Bau des Spiels. Dann geht s los. Die erste Gruppe bereitet die Teile für den Forstnerbohrer vor und die Kinder markieren mithilfe einer 1:1-Schablone und mit dem Vorkörner 42 Löcher in einer Holzplatte. Danach flitzen sie in den Innenhof, wo die Tischbohrmaschine mit dem eingespannten Forstnerbohrer steht. Klaus Ludwig, Einrichtungsleiter, gibt nach einer kurzen Sicherheitseinweisung Hilfestellung, damit die Bohrungen bestmöglich platziert werden. Nach dem Bohren müssen die notwendigen Leisten geschnitten werden. Interessant ist die Vorgehensweise beim Abmessen der kleinen Leisten: Wir brauchen von den 1cmdicken Leisten 1 x 24 cm und 2 x 16 cm; dann von den 0,5 cm Leisten noch 6 x 16 cm. Manche Kinder messen die Holzleisten mit dem Meterstab ab und rechnen 16, 32, 48, 64 etc. Manche nehmen stets das vorgegebene Maß, also 16. Und einige können die Zahl auf dem Meterstab gar nicht mit dem gewünschten Maß in Verbindung bringen und wollen den Strich bei 13 cm machen. Hier und auch beim Feinschliff der einzelnen Teile zeigt sich bereits, wer mit Bedacht an die Sache herangeht und Ausdauer besitzt oder wer dachte, dass er in Nullkommanix ein fertiges Spiel in Händen hält. Während alle Teile miteinander verleimt werden und trocknen müssen, ist Zeit, die notwendigen 42 Spielsteine anzumalen. Manche Kinder Mit dem Vorkörner werden die 42 Löcher vorbereitet. beschließen, nur 20 Steine anzumalen, weil sie keine Lust mehr haben. Die kommen aber später beim abschließenden Begutachten der fertigen Spiele ihrer Mitstreiter ins Grübeln, ob die Entscheidung der Steine-Reduzierung richtig war und fragen geschwind nach, wann Marc mit seinem IRMo denn wieder ins Lerchenauer kommt. 6. November SBZ Sendling Modul Naturwissenschaft Im Spiel- und Bildungszentrum Sendling geht es um Naturgewalten. Christiane Meyerhofer von Science-Lab ist die Fachfrau, um mich und natürlich die acht teilnehmenden Kinder ins spannende Reich der Forschung mitzunehmen. Christiane legt die Regeln fest: Wir sind alle Forscher und hören uns zu. Wir lassen die anderen ausreden und überlegen gemeinsam, wie wir am besten vorgehen. Wir gehen höflich miteinander um. Dann kann es ja losgehen. Naturgewalten sind oft auch Katastrophen was heißt das eigentlich? Da wird was beschädigt! Und wodurch wird was beschädigt? Vulkan, Tornado, Erdbeben, Ölpest, Lawine, Hurrikan (Orkan), Waldbrand! Hm, ein Tsunami, was ist denn das? Das sind ganz hohe Wellen! Fakten zu IRMo: Laufzeit: Sept 2013 bis August (Okt bis Dez): 6 Einsatztage, 53 Teilnehmende 2014: 84 Einsatztage, 1152 Teilnehmende Ausstattung: 1 Sozialpädagoge (3/4-Stelle), seit Okt Erzieherpraktikantin (1/2 Stelle) Wie hoch denn? So hoch bis Gott! Und dann einigen wir uns auf mindestens 10 Meter und gehen diese gemeinsam mit Schrittlängen in der Einrichtung ab. Dann starten wir das erste Experiment: Vulkanausbruch! Wie kommt es zu einem Vulkanausbruch? Die Kinder erzählen, was sie über Vulkane wissen: innen ist Feuer, da brodelt es, da ist Gas drin, da kommt was raus (hier lernen wir schon: innen ist Magma, wenn es raus kommt, heißt es Lava). Wollen wir das mal erleben? Au ja: Man nehme eine Glasflasche, schütte je ein Drittel Wasser und Speiseöl hinein, dann darf jedes Kind mit einer Pipette einige Tropfen rote Lebensmittelfarbe dazugeben das sieht schon toll aus. Aber so wirklich spektakulär ist das noch nicht. Christiane überlegt gemeinsam mit den Kindern, was noch fehlt: das Gas, also der Blubber. Woher kennen sie noch Blubber? Ja genau, aus dem Sprudelwasser. Aber das ist anderes Gas als im Vulkan. Kurz darüber philosophiert und dann wieder weiter im Experiment: jetzt kommen die Brausetabletten zum Einsatz. Jedes Kind wirft ein Stückchen hinein - langsam gerät die Flüssigkeit in der Flasche in Wallung. Das fasziniert die Kinder und Nassif meint: Da ist ja end viel los während Joschua auf die Flasche starrt und vor sich hin flüstert: Oh mein Gott! Als dann endlich der Vulkan ausbricht, sind alle total begeistert und können sich von dem Schauspiel kaum losreißen! Zweites Experiment: Hurrikan Zuerst gibt es einen kleinen Exkurs Wind, dem Zusammenspiel von kalter und warmer Luft, schön veranschaulicht an selbst gebastelten Papierschlangen, die über Teelichter aufgehängt werden und mit der Zeit durch den warmen Luftstrom vor sich hin tanzen.

9 Aktuell 9 Die Kinder tragen zusammen, was ihnen alles zu Wind, Sturm, Orkan und Hurrikan einfällt. Dann ist wieder Experimentierzeit. Zuvor stellt Christiane die Gewissensfrage: Das Experiment können nur Forscher und Forscherinnen machen, die eine ruhige Hand haben! Klar, die haben alle. Jedes Kind hat eine kleine Glasschüssel vor sich stehen, die halb mit Milch gefüllt wird. Dann kommt wieder die Pipette mit Lebensmittelfarbe zum Einsatz. Ein paar Tropfen hinein und dann die Schale ganz ruhig in eine Richtung drehen das klappt nicht bei allen auf Anhieb. Aber dranbleiben und sich nicht frusten lassen, das lernt man auch hier. Nach und nach erscheint zur großen Freude der Kinder in jeder Milchschüssel eine Farbspirale, die eindrucksvoll aufzeigt, wie die Kalt- und Warmluftverwirbelung aussieht, die einem Hurrikan zugrunde liegt. Ganz versunken in ihre Mini-Hurrikans drehen die Kinder weiter und weiter und weiter Drittes Experiment: Blitze Was ist denn ein Blitz? Energie. Warum soll man in einem Gewitter nicht stehen, sondern sich flach auf den Boden legen? Weil der Blitz ganz schnell in die Erde möchte und deshalb den Gegenstand nimmt (Baum, Mensch etc.), der höher als der Erdboden ist. Nun versuchen wir mal, selbst kleine Blitze zu erzeugen. Luftballon aufblasen, ganz eifrig auf dem Kopf hin und her reiben, vorsichtig einen Finger zum Ballon bewegen und wenn man Glück hat, zeigt sich dann ein klitzekleiner Miniblitz. Der lässt sich heute leider nicht herbeiführen. Aber dafür holt Christiane nun Puffreis aus ihrer Materialkiste und die Kinder können mit ihren energetisch aufgeladenen Luftballons den Puffreis vom Tisch abziehen. Abgesehen von den lustigen und wilden Frisuren nach dem Ballonreiben amüsieren sich die Kinder, dass sie nun kleine Aufladestationen geworden sind. Die Zeiger der Uhr rücken unerbittlich vor. Der muntere Austausch über Naturphänomene lässt die Zeit wie im Flug vergehen. Zum Abschluss will Christiane wissen, wie es zu einem Waldbrand kommt. Der Funkenflug und Achtung: Hier entsteht ein Waldbrand! Beim Messen ist Genauigkeit gefragt, damit später alles zusammenpasst. die nahe beieinander stehenden Bäume machen es dem Feuer einfach, sich auszubreiten. Das probieren wir aus selbstverständlich nur im kleinen Rahmen: Glasbehältnis mit Sand gefüllt, alle Kinder stecken nacheinander Streichholz an Streichholz hinein und dann geht es hinaus vor die Einrichtung. Dort entzündet Christiane ein Hölzchen und dann gibt es plötzlich eine große Stichflamme, die verdeutlicht, wie schnell sich ein Feuer ausbreiten kann. Sehr schön zu beobachten ist die Rauchentwicklung in dem Mini- Streichholz-Wald: Zwischen den Streichhölzern sammelt sich dicker Rauch. Das ist eine gute Gelegenheit, auf Gefahren eines Brandes (Erstickungsgefahr durch Rauch) neben den direkten Flammen einzugehen. Die Kinder staunen nicht schlecht und werden ihren Eltern abends viel zu erzählen haben Von den knapp 20 Modulen, die Marc Bühling für IRMo konzipiert hat, durfte ich zwei kennenlernen. Ich bin bestätigt worden in der Annahme, die der Konzeptentwicklung IRMo zugrunde lag, dass IRMo goldrichtig ist, um handwerkliches Geschick und Kreativität zu den Kindern zu bringen. Der Werkunterricht in den Schulen lässt dazu wenig Zeit und auch in den Familien wird selten gebastelt. Bei IRMo hantieren die Kinder mit Meterstab, Anschlagswinkel, Säge, Forstnerbohrer, Akkuschrauber und haben dann z.b. ein tolles selbstgemachtes Spiel in der Hand. Oder im Modul Naturwissenschaft wird in aller Ruhe und in kleinen Gruppen ein Thema erarbeitet, alle Fragen dürfen gestellt werden und es wird gemeinsam nach Lösungen gesucht, um dies dann im Rahmen eines Experimentes zu testen. Das prägt sich ein, da bleibt was hängen! Mein Fazit: IRMo hat sein erstes Jahr glänzend bestanden. Ich wünsche mir sehr, dass es für IRMo auch nach August 2015 weitergeht und noch viele Kinder und Jugendliche von diesem schönen Bildungsprojekt profitieren können. Das wiederum hängt davon ab, ob wir erneut so aufgeschlossene Förderer finden wie die Stiftung Chancen für Kinder, die Mut und Lust hatte, ein neues Projekt anzuschieben. Frauke Gnadl, Fundraising, KJR Aus meiner täglichen Arbeit kenne ich viele KJR-Projekte und bin mit den Inhalten und Zielen gut vertraut. Aber genügt es mir, ein Projekt zu kennen? Ich merke, das ist mir zu wenig, ich will erleben und deshalb heißt es für mich ab und an ich bin dann mal weg. Im April 2011 begleitete ich im Rahmen des Projekts Auf Herz und Rampen prüfen eine Grundschulklasse beim Stadtteilcheck. Den Arbeitgebern schaute ich im Juli bei den Bewerbungstrainings für Jugendliche (Projektstelle JAPs) über die Schulter. Im März 2012 hospitierte ich drei Tage lang bei den Clubmäusen im Hasenbergl und nahm u.a. an den über Hilfe für Kids finanzierten Maßnahmen Sprachförderkurs und Spaß mit Sport im Kindergarten teil. Welche Möglichkeiten zur Berufsfindung der Fähigkeitenparcours (Projektstelle JAPs) Jugendlichen eröffnet, davon überzeugte ich mich im Dezember 2012.

10 10 Aktuell 25 Jahre Kinderrechte Richtig wichtig! Meine Freunde kommen erst um halb fünf aus der Schule und dann ist es im Winter schon dunkel. Ich möchte, dass die Spielplätze in meiner Gegend im Winter beleuchtet werden. Die 11-jährige Vicky aus der 5a der Mittelschule an der Peslmüllerstraße ist ganz allein ins Rathaus zum 60. Kinder- und Jugendforum gekommen, um ihren Antrag zu stellen. Nervös verfolgt sie die Diskussion zu ihrem Anliegen und freut sich zu hören, dass die Kinderbeauftragte in Moosach von einem Bolzplatz berichtet, der allabendlich zwei Stunden lang von einer Solaranlage beleuchtet wird. Auch die städtische Kinderbeauftragte meint, dass sich aufgrund des Ausbaus des Ganztagsunterrichts die gesellschaftliche Situation derart geändert hat, dass geprüft werden sollte, ob eine Beleuchtung der Spielplätze möglich sei. Als die Mehrzahl der Kinder Vickys Antrag zustimmt, ist die Schülerin stolz und erleichtert ihr Antrag ist angenommen. Kinderrechte sind Grundlage städtischer Politik Jetzt ist es Aufgabe von Politik und Verwaltung, auf Vickys Forderung zu reagieren und dabei nicht zu vergessen, dass die Stadt München 2001 die Kinderrechte zur Grundlage ihrer Politik gemacht hat. Rund um das 25-jährige Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention organisierte der Arbeitskreis Kinder- und Jugendbeteiligung* im November in der Kinder- und Vernissage zum Thronprojekt Wenn ich König, Königin wäre dann. Am 4. November um Uhr war es endlich so weit. Der Thron, die Fotos und der Film zum Thema Kinderrechte fanden ihren Einzug zum Auftakt des dreiwöchigen Kinderrechteaktionsprogramms des AK- Kinder- und Jugendbeteiligung in der Pasinger Fabrik. Es war einmal Ende März wurde im Kinderhaus Harthof in Kooperation mit dem IdeenReichMobil (IRMo) ein Thron gebaut, der von Frühjahr bis Herbst 2014 durch zehn verschiedene Einrichtungen des KJR wanderte. Auf dem Thron antworteten die Kinder auf die Frage, was sie in München, in ihrem Stadtteil oder auch in der Schule ändern würden, wenn sie König bzw. Königin wären. Sie interviewten, fotografierten und filmten einander zum Thema Kinderrechte. Yussra und Florian informieren sich beim Kinderrechte-Erlebnisparcours an der Station zum Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht darüber, aus welchen Gründen und Ländern die Menschen zu uns nach München fliehen Jugendkulturwerkstatt Pasinger Fabrik eine Veranstaltungsreihe, um die Kinderrechte in München bekannter zu machen und noch besser umzusetzen: Trickfilmworkshops, offene Kinderrechte-Kunstwerkstätten, Angebote für Schulen und Horte zum Kennenlernen der Rechte, eine Kinderrechte-Ausstellung, einen Kinderrechte-Erlebnisparcours für die * Im AK Kinder- und Jugendbeteiligung kooperieren folgende Träger: Ökoprojekt Mobil- Spiel e.v., Kreisjugendring München-Stadt, Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.v. und Kultur&Spielraum e.v. Eröffnung der Thronausstellung in der Pasinger Fabrik mit dem AK Kinderund Jugendbeteiligung, Jana Frädrich, Kinderbeauftragte der Stadt München, und der Kinderbeauftragten vom Bezirksausschuss Pasing. Die Ergebnisse gab es bei der Auftaktveranstaltung in der Pasinger Fabrik und beim 60. Kinder und Jugendforum im Rat- ganze Familie sowie als krönenden Abschluss das 60. Münchner Kinder- und Jugendforum am 21. November im Münchner Rathaus, bei dem Oberbürgermeister Dieter Reiter nicht nur ein Grußwort sprach, sondern gleich die Patenschaft für den ersten Antrag übernahm. Wie können Münchner Kinder für Flüchtlingskinder in ihrer Stadt aktiv werden? Bei allen Veranstaltungen zeigte sich, dass seitens der Kinder und Jugendlichen starkes Interesse an dem Thema besteht und haus zu sehen. Außerdem sind sie auch auf dem KJR-Kinderrechte-Blog festgehalten Diese Wanderausstellung ist dann als nächstes im Januar in der Galerie 90 in der KJR- Geschäftsstelle zu bewundern. Zur Vernissage am 23. Januar 2015 um Uhr sind alle herzlich eingeladen. Das Projekt wurde von der KJR-Kinderbeauftragten in Kooperation mit den KJR- Einrichtungen Kinderhaus Harthof, ASP Neuhausen, Muspilli, Kindertreff Bogenhausen, Spielhaus Sophienstraße und NTA Arnulfpark, LOK Freimann, Rumfordschlössl, Freizeittreff Lerchenauer, Freizeittreff Freimann, dem IdeenReichMobil (IRMo), der Projektleitung Web 2.0 und mit Unterstützung von jugendlichen Cuttern und dem Team aus dem Café Netzwerk durchgeführt. Kerstin Hof, Kinderbeauftragte,KJR Foto: Susann Lange, Spielhaus Sophienstraße Foto: Severin Vogl

11 Aktuell 11 sie große Lust haben, sich für ihre Rechte einzusetzen. Darüber hinaus brachten sie immer wieder ihr Mitgefühl für Kinder in anderen Ländern oder für Flüchtlingskinder zum Ausdruck, die in München leben und in die Schule gehen und die sie gerne unterstützen möchten, aber nicht recht wissen, wie sie es anpacken und wo sie ansetzen sollen. Dafür gälte es, ein Konzept zu entwickeln gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen. Kinderrechte gehören ins Grundgesetz Die Aufgabe der Münchner Fachkräfte in Kinder- und Jugendeinrichtungen bleibt weiterhin, sich dafür einzusetzen, dass Kinderrechte ins Grundgesetz gehören als Fundament, auf dem gute Kinderpolitik gedeihen kann. Die Verfassung schützt mittlerweile die Umwelt und die Tiere, aber die Kinder nicht. Alle Initiativen, ein Kindergrundrecht ins Grundgesetz zu schreiben, sind bisher gescheitert. Bleibt zu hoffen, dass der entsprechende Vorstoß von Familienministerin Schwesig anlässlich des Kinderrechte-Jubiläums in Berlin noch in dieser Legislaturperiode Früchte trägt. Marion Schäfer, AK Kinder- und Jugendbeteiligung, Kultur&Spielraum e.v. Beauty Day im Zeugnerhof Alles, was schön macht In den Herbstferien fand im Kinderund Jugendtreff Zeugnerhof erstmals ein Beauty Day in Kooperation mit dem den Jugendtreffs AKKU und Au sowie dem Kinder- und Jugendtreff FEZI statt und dieser Tag hatte nicht nur für die Jugendlichen jede Menge Überraschungen zu bieten. Wie der Name bereits erahnen lässt, drehte sich alles um das Thema Schönheit. Unter den zehn angebotenen Stationen gab es welche, deren Bezug zum Thema offensichtlich war, wie etwa Gesichtsmasken selbst herstellen oder Loom-Bänder basteln. Doch da sich wahre Schönheit, mag diese auch im Auge des Betrachters liegen, sicherlich nicht nur aus Tuben und Tiegeln speist, gab es auch ein forderndes Zirkeltraining, selbst gemixte Smoothies aus Bio-Obst und wohltuende Massagen. Trotz der geballten Kompetenz der teilnehmenden Teams musste an einigen Stationen professionelle Hilfe eingeholt werden. Vor Ort waren deshalb auch ein Friseurmeister, eine Kosmetikerin sowie Fotografen mitsamt einem Kleinbus an Technik. Es gab die Möglichkeit, sich fotografieren zu lassen und die vor den eigenen Augen via Photoshop optimierten Bilder ausdrucken zu lassen. Gerade die zuletzt erwähnten Stationen wurden anfangs etwas argwöhnisch beäugt, doch als klar wurde, dass es sich Ein Beauty Day ist auch was für Jungs! Schönheit liegt im Auge des Betrachters. hierbei um Profis handelt, die ihr Handwerk verstehen, war der Andrang kaum zu bewältigen. Dies galt jedoch auch für alle anderen Angebote, denn erste Überraschung für die Organisatoren mit 180 Besucherinnen und Besuchern wurden die Erwartungen definitiv übertroffen. Auch anspruchsvollere Aufgaben, wie unter Anleitung zweier Damen von der TU München Gesichtscremes fast unter Laborbedingungen herzustellen, wurden von Jungen und Mädchen begeistert bewältigt. In diesem Zusammenhang ist die zweite große Überraschung zu nennen: Der Jungenanteil lag bei etwa 50 Prozent, bei den über 13-Jährigen sogar darüber. Sicherlich, Angebote wie etwa sich die Haare hochstecken oder schminken lassen, wurde von ihnen nicht wahrgenommen, aber es war schon erstaunlich zu sehen, wie intensiv sich 16-jährige Jungen mit selbstgemalten Tattoos befassen können. Gegen Ende wurden leckere Nudeln mit selbstgemachtem Pesto ( Mit oder ohne Grün? ), beides selbstverständlich in Bio- Qualität, gereicht und wer mindestens der Hälfte der angebotenen Aktionen einen Besuch abgestattet hatte, konnte mit Hilfe der ausgegebenen Give-aways wie Schminke, Haargel, Lippenbalsam etc. auch zu Hause weiter an der eigenen Schönheit feilen. Unser Dank geht an alle Mitmacherinnen und Mitmacher, die den Beauty Day zu einer Veranstaltung gemacht haben, deren Wiederholung außer Frage steht. Besonders hervorzuheben ist die überragende, wohlschmeckende und gesunde Küchenperformance von Verena Jörg, der Nachhaltigkeitsbeauftragten des KJR. Chapeau! Mathis Höllmann, KJT Zeugnerhof, KJR

12 12 Aktuell ClubIn Internationaler Treff Antirassismustraining und Teamentwicklung für Ehrenamtliche Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ClubIn* sind im Offenen Treff mit einer Vielfalt von Ethnien, kulturellen Hintergründen, Religionen, Hautfarben konfrontiert. Im ClubIn treffen sich junge Erwachsene aus bis zu fünfzehn und mehr Nationen, die hier studieren, ein Au-pair-Jahr oder einen Freiwilligendienst machen oder nach Deutschland migriert sind. * Träger: Verein für Internationale Jugendarbeit, Ortsverein München e.v. Teamparcours in Lenggries Um dieser Vielfalt gerecht zu werden und im Hinblick auf die Vorbildfunktion, die die Ehrenamtlichen für die Clubbesucherinnen und -besucher haben, geht es zunächst darum, sich u.a. mit der eigenen Sozialisation auseinanderzusetzen. D.h. es soll eine Selbstreflexion hinsichtlich der eigenen Erziehung und Alltagsrassismus angestoßen werden. Dank eines Zuschusses der STIFTUNG WELTEN VERBINDEN konnten wir für das ehrenamtliche Team des ClubIn eine eineinhalbtägige Fortbildung zu den Themen Rassismus und Teamentwicklung durchführen. In verschiedenen Übungen setzten sich die Teilnehmenden mit dem Begriff Rassismus auseinander und entwickelten ein Bewusstsein dafür, dass Rassismus auf struktureller Ebene (Medien), institutionelle Ebene (Bildung, Arbeit) und individueller Ebene (Alltagsrassismus) existiert. Auf sehr beeindruckende Weise zeigte die Aufzeichnung einer Rede der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie den Teilnehmenden, dass es gefährlich sein kann, sich aufgrund einer einzigen Geschichte, die man kennt, ein Bild von einem Menschen bzw. einer Ethnie zu machen, und welche Rolle der Machtaspekt dabei spielt. Bei der Auswertung der Übungen wurde von den Teilnehmenden nochmals unterstrichen, dass jeder Besucherin und jedem Besucher im ClubIn wertschätzend und unvoreingenommen zu begegnen ist, egal welche Hautfarbe, Religion, ethnische Zugehörigkeit sie bzw. er hat. Nach dem schweren Thema am Vormittag war der Teamparcours im Hochseilgarten Lenggries ein guter Ausgleich. Um die gestellten Aufgaben gemeinsam lösen zu können, bedurfte es eines hohen Maßes an Kommunikation, Koordination, Vertrauen, Verantwortung, Empathie aber auch Geschicklichkeit. Zum Abschluss konnten alle im Hochseilgarten ihre individuellen Grenzen austesten sowie überwinden lernen. Gestärkt mit neuem Teamgeist und neuen Lernerfahrungen für die Arbeit mit Menschen unterschiedlichster Herkunft kehrten wir am Sonntag nach München zurück. Eine Fotoreportage zum Teamwochenende ist auf unserer Website zu sehen: Ulrike Stempfle, Leitung ClubIn Internationaler Treff Integrations- und Beratungszentrum für Jugendliche Individuelle Hilfestellung Seit April 2014 gibt es in München das Integrations- und Beratungszentrum Jugend (IBZ-Jugend). Es richtet sich an Jugendliche von 14 bis 25 Jahren mit komplexen Problemlagen, die für ihre soziale und berufliche Integration intensive Unterstützung benötigen. Das IBZ-Jugend klärt einen Jugendhilfebedarf am Übergang Schule-Beruf ab und macht den jungen Menschen die Angebote der berufsbezogenen Jugendhilfe (BBJH) in München zugänglich. Der IBZ-Jugend-Trägerverbund aus Kreisjugendring München Stadt (KJR), Anderwerk und Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) führt dieses Pilotprojekt im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt München durch. Sozial benachteiligte Jugendliche, deren Lebensumstände von hohen familiären Belastungen, Armut und Wohnproblemen geprägt sind, geraten schnell in eine Spirale aus schulischen und beruflichen Misserfolgen. Häufige Abbruchserfahrungen ziehen oft weitere Probleme wie Suchtgefährdung, strafrechtliche Vorbelastungen o.ä. nach sich. Die Angebote der berufsbezogenen Jugendhilfe (BBJH) in München bieten diesen jungen Menschen mit Jugendhilfebedarf am Übergang Schule-Beruf eine besonders intensive Unterstützung zur beruflichen Förderung, aber auch zu ihrer persönlichen und sozialen Stabilisierung. Die Zuleitung in Jugendhilfepraktika, EQ- und Ausbildungsstellen im Rahmen der BBJH erfolgt über das IBZ-Jugend in enger Abstimmung mit dem Stadtjugendamt und den BBJH-Betrieben. Clearing Beginnend mit dem Clearing über die Bedarfsermittlung zur Auswahl geeigneter Hilfen und Förderangebote und deren Bewilligung werden im IBZ-Jugend gemeinsam mit den Jugendlichen Schritte für einen gelingenden Übergang Schule-Beruf erarbeitet. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit den zuleitenden Stellen und Betreuenden der Jugendlichen (z.b. Träger der Jugendhilfe, Wohngruppenbetreuer, Schulsozialarbeit, Bezirkssozialarbeit, Jugendgerichtshilfe, Streetwork, Hilfen im Bereich Gesundheit, Wohnen etc.), damit alle Perspektiven zur Entscheidung über einen Jugendhilfebedarf im Übergang Schule-Beruf berücksichtigt werden können. Das Clearing muss immer auch die sozialrechtlichen Leistungsansprüche im Blick haben (z.b. Hilfen zum Lebensunterhalt vom Jobcenter, Maßnahmen der Berufsberatung, zusätzliche Hilfen vom Jugendamt). Auch wenn kein Jugendhilfebedarf im Übergang Schule-Beruf festgestellt werden kann, bemüht sich das IBZ-Jugend um einen Fahrplan für Alternativen. Die Mitarbeiterinnen im IBZ-Jugend wissen, welche Förderbedarfe der Jugendlichen mit welchen Angeboten in München abgedeckt werden können. Sie sind in ein funktionierendes Netzwerk eingebunden und können

13 Aktuell 13 im direkten Kontakt mit den zuständigen Ansprechpersonen schnell Hilfen einleiten und eine Beratungsleistung erbringen, die der Komplexität unterschiedlichster Problemlagen gerecht wird. Längerfristige Begleitung Während die Jugendlichen längerfristige BBJH-Angebote nutzen (z.b. BBJH-Ausbildung, EQ), werden sie vom IBZ-Jugend durch ein langfristiges Case Management begleitet. Regelmäßige Kommunikation und Präsenz bei Krisen und drohenden Abbrüchen helfen, den Ausbildungserfolg zu sichern. Die ersten Erfahrungen zeigen: Es fällt den Jugendlichen im ersten Schritt manchmal leichter, mit dem IBZ-Jugend als neutraler Instanz Probleme im Betrieb während der Probezeit zu besprechen und sich oft nach anfänglichem Abtauchen in die Nicht-Erreichbarkeit überhaupt erst dort zu melden. Gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeiten die Mitarbeiterinnen des IBZ-Jugend Lösungsansätze und moderieren Gespräche mit den Ausbildenden und pädagogischen Fachkräften in den BBJH-Betrieben. Abbrüche und weitere Misserfolgserfahrungen können oft noch verhindert werden. Junge Menschen, die viele und teils verfestigte Probleme zu bewältigen haben, brauchen oft mehrere Chancen, bis es mit dem Übergang Schule-Beruf klappt. Verortung und Perspektiven Die Adresse des IBZ-Jugend in der Kapuzinerstraße 26 wird manchen bekannt vorkommen: Im selben Eingang sind auch das Berufsinformationszentrum (BIZ) und die Berufsberatung untergebracht. Diese Nähe ist kein Zufall, denn in den nächsten beiden Jahren soll in München ein zentrales Jugendberufszentrum entstehen. Dort sollen Jugendliche unkompliziert unter einem Dach alle Ansprechpersonen vorfinden, die Unterstützungsangebote im sozialen, schulischen und beruflichen Bereich anbieten. Das IBZ-Jugend arbeitet als Schnittstellen- und Pilotprojekt bereits heute in jedem Einzelfall intensiv daran, dass der Dschungel an Zuständigkeiten und Möglichkeiten transparenter wird und kein Jugendlicher in München verloren geht. Heidi Huber, IBZ-Jugend-Trägerverbund Lernförderungsprojekt HAUSIX Lernen mit Spaß und Erfolg Seit 2007 bietet der Abenteuerspielplatz ABIX das erfolgreiche Lernförderprojekt HAUSIX an. Es wurde ursprünglich vom Rotary Club Englischer Garten mit einer Erstfinanzierung ins Leben gerufen. In den letzten Jahren förderte die SWM Bildungsstiftung in Kooperation mit LernZiel (Euro-Trainings-Centre ETC e. V.) das Projekt weiter. Hausix ist inzwischen zu einem festen Bestandteil des Spielplatzes geworden ist. Aufgrund mangelnder Erfolgserlebnisse im schulischen Bereich sind viele Spielplatzkinder oft sehr frustriert und haben wenig Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit. Durch die Verbindung des Projekts mit dem Offenen Treff auf dem Abenteuerspielplatz ist es gelungen, den Kindern ein Angebot mit einer einladenden Lernumgebung zu schaffen. Diese anregende Bildungsatmosphäre zeigt inzwischen eine positive Wechselwirkung zwischen dem Spielplatzbetrieb und HAUSIX. Warum ein Lernförderungsprojekt auf dem Abenteuerspielplatz? Zwölf Kinder werden hier an vier Nachmittagen in der Woche kostenlos schulisch gefördert. Die Teilnehmenden sind grundsätzlich motiviert, ihre Lernschwierigkeiten anzugehen, können aber oft im familiären Umfeld nicht ausreichend unterstützt werden. Im August 2015 endet die Förderung durch die SWM Bildungsstiftung. Eine weitere Förderung der Personalkosten ist bislang nicht absehbar. Der Fortbestand des HAUSIX-Lernförderungsprojekts ist damit sehr ungewiss. Aktuell sind wir auf der Suche Spaß haben alle Kinder auf dem ABIX. nach Unterstützerinnen und Unterstützern, die uns helfen, dieses nachhaltige Projekt weiterzuführen. Bereits im November fand auf dem ABIX ein Sonderbeirat statt, in dem gemeinsam mit unterschiedlichen Beteiligten (Stadträtin, Bezirksausschuss, KJR-Vorstand, Stadtjugendamtsvertreterin, Kooperationspartnern etc.) über die aktuelle Lage beraten und diskutiert wurde. Bisher haben wir zwar Ideen, aber leider noch keine Lösung gefunden. Sie haben konkrete Ideen, Anregungen und Unterstützungsmöglichkeiten oder möchten gerne mehr Informationen zum Projekt erhalten? Dann wenden Sie sich bitte an die Projektmitarbeiterin Bettina Tjan oder direkt an die Einrichtungs-leitung Alexandra Kozak oder fordern Sie die HAUSIX-Broschüre unter kostenlos an, die Broschüre ist auch als Download unter erhältlich. Alexandra Kozak, ABIX, KJR

14 14 Aktuell Der 3. KJR-Seifenkistencup im Westpark Mit der Müllabfuhr zum Sieg Hätten Seifenkisten einen Motor, dann wäre die Luft von Reifenquietschen erfüllt gewesen. So aber war der Jubel des Publikums an der Rennstrecke das bestimmende Geräusch beim dritten KJR-Seifenkisten-Cup im Westpark. Hot Dogs und Getränken versorgt wurden, ging es ins Qualifying, in dem nun auch die Zeiten gemessen wurden. Dann begann das eigentliche Rennen. Der schnellste Durchlauf gelang der Müllabfuhr -Seifenkiste vom Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen mit knapp 17 vergeben. Dieses Jahr ging er an das beeindruckend gestaltete Haifisch -Modell aus dem Laimer. Die Seifenkisten waren im Rahmen der Herbstferien-Aktion Alles, was rollt von Kindern und Jugendlichen zwischen sieben und 14 Jahren entworfen und gebaut worden. Alles, was rollt Modell mit Biss samt Rennoutfit mit Haifischflossen-Helm, Müllabfuhr und Micky Maus traten zusammen mit 6 weiteren kreativen Fahrzeugen zum 3. KJR-Seifenkistencup an. Am Freitag in den Herbstferien traten neun selbstgebaute Seifenkisten mit rund 90 Teilnehmenden aus einer Kita und sechs KJR- Freizeitstätten an die Startlinie. Das Rennen war gut besucht, neben den Seifenkistl- Piloten und dem Organisationsteam fanden sich gut 200 Zuschauerinnen und Zuschauer an der Rennstrecke ein, um dem Spektakel beizuwohnen. Um 12 Uhr begann der Cup mit einem Probedurchlauf, bei dem es vor allem darum ging, sich mit der Strecke und den Fahrzeugen vertraut zu machen. Nach einer kurzen Pause, in der die Fahrerinnen und Fahrer mit Sekunden, dicht gefolgt von dem Modell der Kindervilla Theresia auf dem zweiten Platz. Der elfjährige Ludwig vom Haifisch -Team des Laimer Jugendzentrums war mit der Seifenkiste seiner Gruppe sehr zufrieden. Er hat zwar ein paar kleine Schäden abbekommen, aber er ist gut gefahren und das reicht mir schon. Erster zu werden, ist nicht das Wichtigste! Tatsächlich ist Geschwindigkeit allein nicht alles, worauf es beim Seifenkisten-Cup ankommt. Denn neben der Tempo-Wertung wurde auch wieder ein Sonderpreis für das aufwendigste Design der Seifenkisten Von Laim bis Giesing und von Trudering bis Sendling wurde fleißig gesägt, gehämmert und geschraubt. Elias Eberl und seine Kolleginnen und Kollegen vom Tchaka, dem Erlebnispädagogischen Zentrum des KJR, lieferten den Kindern das nötige Know-how und das Material für die Flitzer. Eberl zeigte sich nach dem Rennen sehr zufrieden. Neben der aufwendigen und sehr liebevollen Gestaltung waren die Seifenkisten auch dieses Jahr technisch auf hohem Niveau, resümiert er. Timo Rosenberg, Referat Öffentlichkeitsarbeit, KJR Übernachtung im Deutschen Museum Nachts im Museum In der Nacht zum Buß- und Bettag geisterten wieder einmal 50 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren aus verschiedenen KJR-Einrichtungen durch die heiligen Hallen des Deutschen Museums. Nachts im Museum was für ein aufregendes Erlebnis! Am nächsten Morgen wurden dann bei der Aktion Kinder führen Kinder diverse Exponate vorgestellt. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Kinderbeauftragten des KJR und der Fachgruppe Kinder mit Gabriele Kramer, Bildungsreferentin des Deutschen Museums. Kerstin Hof, Kinderbeauftragte, KJR Foto : Kerstin Hof

15 Nachhaltigkeit 15 Nachhaltigkeit umfasst viele Bereiche unseres Lebens, und wir alle können etwas für nachfolgende Generationen tun. Foto: Johannes Gerstenberg, pixelio.de KJR spart mit Ökoprofit 121 Tonnen CO 2 Zweieinhalb Mal um die Welt Recyclingpapier, Energieeinsparung, Bio-Catering, schonende Reinigungsmittel und vieles mehr: In Sachen Nachhaltigkeit ist der Kreisjugendring München-Stadt (KJR) schon weit gekommen. Von der Frauenkirche zu den Pyramiden von Gizeh weiter zum Ayers Rock in Australien und zur Ruinenstadt Machu Picchu in Peru. Mit dem Auto ließe sich die Welt zweieinhalb Mal umrunden, ehe die Menge Kohlendioxid anfällt, die der KJR insgesamt seit 2006 mit Ökoprofit eingespart hat. Von den 49 Kinder- und Jugendfreizeitstätten und neun Kindertageseinrichtungen des KJR sind inzwischen 19 Häuser sowie die Geschäftsstelle Ökoprofit-zertifiziert. Weitere Einrichtungen werden folgen. Die KJR-Geschäftsstelle hat bereits mehrere Zertifizierungs-Runden durchlaufen und gehört seit Oktober dem Ökoprofit Klub der fortgeschrittenen Energiesparer an. Ökoprofit ist ein Klimaschutzprojekt mit dem Ziel, Effizienzmaßnahmen aufzudecken und durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort umzusetzen. Dabei werden sie mit Schulungen und Beratung durch Energieexpertinnen und -experten unterstützt. Weil sich damit Geld sparen und die Umwelt schützen lässt, fördern sowohl das Wirtschafts- wie auch das Umweltreferat der Stadt das Projekt. Der KJR ist dabei in guter Gesellschaft. Namhafte Münchner Unternehmen wie das Weiße Bräuhaus im Tal, das Hotel Mandarin Oriental, die Bavaria Film oder die Ludwig-Maximilians-Universität sind mit von der Partie. Jeder kann zum Erfolg beitragen Bis zum Zertifikat ist es jedoch ein weiter Weg. Fachleute durchkämmen die Einrichtungen nach Sparpotenzialen bei Heizung, Wasser, Strom und Müll, checken die Gefährlichkeit aller verwendeten Verbrauchsmaterialien wie Reinigungsmittel, Farben oder Nachhaltigkeit Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird sehr unterschiedlich definiert. Kerngedanke der meisten Konzepte sind Verteilungs- und Generationengerechtigkeit. Das heißt: Wir dürfen nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Nach der am meisten gebrauchten Definition ist nachhaltige Entwicklung eine Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen (Brundtland-Kommission, 1987). Dies setzt voraus, dass die Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft berücksichtigt werden. Nachhaltigkeit berührt also alle Bereiche des Alltags. Asya Unger, Beauftragte für Nachhaltigkeit, KJR Klebstoffe und überprüfen die notwendigen Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblätter. Dann entwickeln die Energiespar- Profis Vorschläge zur Ressourcenschonung. Allerdings sind auch ganz andere Experten wichtig: die Kinder und Jugendlichen in den Häusern und natürlich die pädagogischen Teams. Denn der Einbau beispielsweise einer wassersparenden Armatur bringt zwar einen sofortigen und dauerhaften Effekt, weitergehende Einsparungen lassen sich jedoch häufig nur über ein verändertes Verhalten erreichen; über Mülltrennung etwa oder bewusstes Ein- und Ausschalten nicht benötigter Verbraucher. Energiesparen ist ja ganz einfach!, haben schon viele Kinder und Jugendlichen während des Projekts festgestellt. Zum Beispiel, indem sie die alten Glühbirnen durch LED-Leuchten ersetzen. Das kostet zwar im Moment etwas Geld, durch den geringeren Verbrauch sind die Kosten aber oft schon nach ein bis zwei Jahren wieder drin. Das gilt auch, wenn der alte, stromfressende Kühlschrank durch ein neues Gerät ersetzt oder eine automatische Heizungsregelung eingebaut wird. Etliche Maßnahmen kosten gar nichts und bringen viel. So hat die Kita KoRi Schneckenstein in der Riemerschmidstraße 69 an den Lichtschaltern im Gang Piktogramme angebracht, die auf einen Blick zeigen, welche Schalter welche Lampen schalten. Damit müssen Kinder und Erwachsene weniger durchprobieren, das allein spart 318 kwh Strom im Jahr. Zusammen mit abschaltbaren Steckerleisten (1.250 kwh) und einem Bewegungsmelder für

16 16 Nachhaltigkeit die Beleuchtung in der Kühlzelle (136 kwh) kommen so Kilowattstunden zusammen, Jahr für Jahr. Durch bessere Mülltrennung fallen nun jährlich kg weniger Restmüll an, außerdem entsorgen die Kinder Glas und Kunststoffe an der Wertstoffinsel. Das spart der Kita außerdem 350 Euro Müllgebühren. Überhaupt ist es das Ziel, die Erwachsenen von morgen mit ins Boot zu holen. Dazu hat die KoRi Schneckenstein mit Vorschulkindern sechs Wochen lang das Projekt Energiesparen durchgeführt: Ausgestattet mit Strommessgeräten und einem Thermometer haben die Kinder als Energie-Detektive alle Stromverbraucher im Haus aufgespürt und den wärmsten Raum gesucht es war der Heizungsraum. Der Hausmeister hat ihnen erklärt, wie die Heizung funktioniert und wie sie am besten eingestellt wird. Zusammen mit Filmen und Büchern rund ums Energiesparen haben die Kinder so gelernt, wie sie weniger Energie verbrauchen dieses Wissen geben sie jetzt den anderen Kindern weiter, die nicht am Projekt teilgenommen haben. Auch im Kindertreff Bogenhausen waren Kinder fleißig bei der Sache und haben ihre Erfahrungen in der Aufführung Zirkus Ökoprofit dargestellt (siehe Kasten unten). Die KJR-Geschäftsstelle ist seit dem Start von Ökoprofit im KJR im Jahr 2006 dabei. Auch hier kam alles auf den Prüfstand. Seitdem sind beispielsweise die Warmwasserboiler in den Toiletten stillgelegt, die PC-Arbeitsplätze und viele Küchengeräte werden nach Dienstschluss komplett vom Stromnetz getrennt, der Müll wird in sechs verschiedenen Behältern getrennt und sukzessive wird auf LED-Beleuchtung umgestellt. Diese Veränderungen betreffen nicht nur das Gebäude, sondern den gesamten Kreisjugendring. So sehen die seit Jahresanfang Manege frei für Ökoprofit Kinder aus dem Kindertreff Bogenhausen präsentieren eine von ihnen erdachte Zirkusshow bei der feierlichen Abschlussveranstaltung von Ökoprofit im Alten Rathaus. Der Kindertreff Bogenhausen ist eine der Einrichtungen, die in diesem Jahr das Zertifikat Ökoprofit erhalten haben. Die Kinder waren in diesem Prozess Zielgruppe pädagogischer Angebote und wichtige Akteure zugleich. Sie haben Regeln zum Einsparen von Strom und Wasser entwickelt und ein neues Mülltrennungskonzept umgesetzt. Um diesen sorgsameren Umgang mit natürlichen Ressourcen auch mit nach Hause zu tragen, gestalteten sie für ihre Familien eine Broschüre mit Umwelttipps für den Alltag. Daraus entstand die Idee, die wichtigsten Grundsätze von Ökoprofit in eine Zirkusshow zu verpacken, um das Thema mit Spaß Das Ökoprofit-Team in der KJR-Geschäftsstelle: Projektleiterin Ökoprofit Doris Di Sancarlo, Mitarbeiterin Erika Sturm, Fachkraft für Arbeitssicherheit Stefan Kirsch (hinten), Nachhaltigkeitsbeauftragte Verena Jörg und Auszubildende Anja Wintersberger (vorn) gültigen Standards Nachhaltigkeit für alle Einrichtungen des KJR nachhaltige Ernährung vor, darunter Kaffee aus fairem Handel, Milch und Eier mit Biosiegel und ebenso biologische Speisen und Getränke beim Veranstaltungs-Catering. Die ohnehin schon hohe Recyclingquote beim verwendeten Papier wird weiter hochgefahren und die Reinigungsmittel wurden in allen und Kreativität noch weiter zu vertiefen. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache und entwickelten ein abwechslungsreiches Programm. Die Zauberin verwandelt Altpapier in Recyclingpapier und Aluminiumreste in Alufolie. Tollpatschige Clowns lernen die richtige Mülltrennung und die Seiltänzerin verlangte nach gedämpftem Licht, weil sie von starken Scheinwerfern geblendet wird. Krönender Abschluss waren die Tigerkinder, die sich nach dem Motto Veggie Day für eine bessere Umwelt nur von Gemüse zu ihren Kunststücken bewegen ließen. Bei der feierlichen Urkundenübergabe im Rathaus durften die Kinder das Zirkusprogramm dann einem großen Publikum präsentieren. Die Gäste freuten sich über diese gelungene Abwechslung im Programm und die Kinder nahmen stolz den Applaus und eine süße Überraschung entgegen. Claudia Seidel, Kindertreff Bogenhausen, KJR KJR-Häusern auf ökologisch verträglichere Produkte umgestellt. Weil im KJR fast 600 Menschen arbeiten, sind auch soziale Aspekte Teil von Ökoprofit. So wird überprüft, ob Teilzeitarbeit möglich ist, ob es einen Familienförderplan gibt und ob die Führungsebene die Strategie zu mehr Nachhaltigkeit tatsächlich lebt. Im KJR ist das keine Frage, aber in vielen Betrieben noch nicht selbstverständlich. Ein Baustein ist auch die Stelle der Beauftragten für Nachhaltigkeit, die 2012 eingerichtet wurde. Diese gibt wichtige Impulse wie das Energiesparprojekt 50:50, das derzeit als Pilotprojekt in zwei Einrichtungen läuft. Sie organisiert unter anderem die Veranstaltungsreihen zur Nachhaltigkeit wie die Glückswoche 2013, die sich mit Vorträgen, Filmen und Workshops dem Glück an die Fersen heftete oder die Themenwoche Konsum mit Afterwork-Kleidertauschparty und Reparatur-Workshops. Energiesparen bringt doppelten Gewinn Wenn das Engagement und die Ergebnisse stimmen, verleiht eine externe Kommission das Zertifikat Ökoprofit. Damit ist zwar ein wichtiger Schritt erreicht, die Reise aber nicht zu Ende. Alle zwei Jahre kommen die umgesetzten Schritte auf den Prüfstand, wird das Maßnahmenprogramm fortgeschrieben vier Mal im Jahr treffen sich die am Programm beteiligten Firmen und Organisationen zum Erfahrungsaustausch. Foto: KJR

17 Nachhaltigkeit 17 Es geht nicht nur darum, die natürlichen Ressourcen, sondern auch das Budget zu schonen. Letzteres ist jedoch eher ein Nebeneffekt. Die Kosteneinsparung ist für uns gar nicht das wichtigste Anliegen, sagt der stellvertretende KJR-Geschäftsführer Gerhard Mayer, im Haus für Ökoprofit zuständig. Erfahrungsgemäß werden die Kosten durch Preissteigerungen wieder aufgefressen. Aber die Energieeinsparung ist von Dauer. Am Ende summieren sich auch viele kleine Beiträge zu einem hohen Sparpotenzial. Seit 2006 hat der Kreisjugendring in seiner Geschäftsstelle und in 14 Einrichtungen beispielsweise Kilowattstunden Strom gespart und so den Ausstoß von 121 Tonnen CO 2 vermieden. Das entspricht der Entfernung einer zweieinhalbfachen Weltumrundung. Dabei sind die mehr als neun Tonnen CO 2 noch nicht mitgerechnet, die die fünf eben erst zertifizierten Freizeitstätten und Kitas zusätzlich sparen. Die Reise geht also weiter. Gecko Wagner, Öffentlichkeitsarbeit, KJR Nachhaltigkeit mal persönlich genommen Mir nicht wurscht Aus was und unter welchen Umständen Dinge produziert wurden, die wir nutzen, woher die Lebensmittel kommen, die wir zum Essen anbieten, was mit dem Müll passiert, den wir produzieren kurz: wie wir die Welt gestalten und unseren Kindern und Enkeln hinterlassen das beschäftigt auch den Kreisjugendring München-Stadt (KJR) als große Organisation. Ein Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie des KJR sind Nachhaltigkeitsstandards. Mit diesen Standards im Bereich Beschaffung wollen wir bei den notwendigen Einkäufen negative Auswirkungen minimieren. Deswegen wurden im Januar 2014 vom Vorstand des KJR folgende Standards verabschiedet, die bis Ende 2015 innerhalb der gesamten Struktur umgesetzt werden sollen. In der Geschäftsstelle des KJR gibt es beispielsweise nur fair gehandelten Kaffee. Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.de Lebensmittel (gesamter KJR) n Kaffee aus fairem Handel n Milch und Eier Bio (mindestens EU-Bio- Siegel) Lebensmittel (in der Geschäftsstelle) n Bewirtung bei internen Veranstaltungen (z.b. alle Veranstaltungen in der Geschäftsstelle und des Vorstands) nur mit nachhaltigen Lebensmitteln (EU-Bio-Siegel, wenn möglich regional und saisonal), vorwiegend vegetarisch, bei Wahlmöglichkeit Fleischkost als Option anbieten Büro (gesamter KJR) n alle Papierprodukte aus Recyclingpapier n alle Druckprodukte soweit möglich auf Recyclingpapier n Standard-Druckeinstellung an allen PCs: schwarz-weiß, beidseitig bedrucktes Papier n Neukauf von Bürogeräten (Computer, etc.) mit Energy Star oder anderen anerkannten Nachhaltigkeitssiegeln Merchandising, Geschenke (gesamter KJR) n ausschließlich Produkte, die recyclingfähig oder aus recyceltem Material bestehen und/oder einen praktischen Nutzen haben Beschaffung Sonstiges (gesamter KJR) n nur ökologisch abbaubare Grundreinigungsmittel (mindestens EU-Eco-Label) n Seifen und Spülmittel ökologisch abbaubar (mindestens EU-Eco-Label) Mülltrennung n Mülltrennung von Papier, Glas, Plastik und Metallen Alles nur Tropfen auf den heißen Stein? Schon allein die Umstellung der Zeitschrift K3 auf Recyclingpapier spart im Vergleich zu Frischfaserpapier 6.316,8 kg Holz, kwh, 538 kg CO 2 und Liter Wasser im Jahr. Mit dem Holz könnte man etwa vier 150 Quadratmeter große Häuser ein Jahr lang beheizen. Die eingesparten Kilowattstunden entsprechen mehr als dem jährlichen Stromverbrauch von 6,5 deutschen Durchschnittshaushalten. Das eingesparte CO 2 ist so viel wie bei km Autofahren ausgestoßen wird und mit Litern Wasser könnte jede/r KJR-Beschäftigte beinahe zwei Vollbäder nehmen. Verena Jörg, Nachhaltigkeitsbeauftragte, KJR

18 18 Nachhaltigkeit Eine Welt ohne Geld!? Nutzen statt besitzen Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungen von Jugendinformationszentrum (JIZ) und Kreisjugendring München-Stadt (KJR) zum diesjährigen Klimaherbst besuchte uns Raphael Fellmer aus Berlin, um über seinen freiwilligen Geldstreik zu referieren. Der Abend beschäftigte sich mit der Grundfrage: Kann man ein gutes Leben führen, ohne ans Geldverdienen zu denken oder überhaupt für irgendwas zu bezahlen (oder bezahlt zu werden)? Raphael Fellmer ist ein freundlicher Mensch mit einem strahlenden Lächeln und offenbar ständig gut gelaunt. Er schaut keineswegs so aus, als würde ihm irgendetwas fehlen. Dennoch unterscheidet er sich in einem ganz wesentlichen Punkt von seinen Zeitgenossen: Seit fünf Jahren verzichtet er darauf, Geld zu benutzen. Mit anderen Worten: Raphael ist nach wirtschaftlichen Kriterien völlig verarmt. Er kauft nichts, er gibt niemandem Geld, er will kein Geld haben Raphael und seine Familie leben buchstäblich von der Hand im Mund. Wie kann das funktionieren? Ohne Geld glücklich geht das? Das wollten auch 140 Menschen wissen, die zu seinem Vortrag ins JIZ gekommen waren. Als ich Raphael vorstellte, musste ich an mein eigenes Konto und all die Dinge denken, die ich mir kaufen würde, wenn ich mal sechs Richtige im Lotto hätte. Raphael hingegen verzichtet auf alles, was man sich für Geld kaufen kann. Trotzdem scheint er ein glücklicher Mensch zu sein. Wovon lebt er und wie bringt er seine Familie durch? Und warum das Ganze überhaupt? Shoppen bis der Arzt kommt nicht mit Raphael Immer leer und trotz ist Raphael mit seiner Familie glücklich Raphael hat seinen Konsumstreik im Jahr 2010 begonnen. Seit diesem Zeitpunkt lebt er mit seiner Familie davon, was ihm andere Menschen schenken oder mit ihm teilen möchten. Dazu gehört auch, dass die Fellmers mit ihren zwei Kindern in Berlin mietfrei bei einem befreundeten Ehepaar wohnen. Lebensmittel bezieht Raphael durch ein von ihm selbst initiiertes Foodsharing-System (www.lebensmittelretten.de). Mit Hilfe von vielen Ehrenamtlichen werden so täglich beträchtliche Mengen von Nahrungsmitteln vor der Vernichtung bewahrt alles, was normalerweise wegen Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weggeworfen würde, führen die Projektmitarbeitenden wieder der Nahrungskette zu. Ein Deal, von dem Foto: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de alle etwas haben. Die Lebensmittelläden tun etwas für ihr soziales Image und viele Menschen bekommen zu essen, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Die Bewegung ist mittlerweile so groß geworden, dass sich in vielen deutschen Städten insgesamt über Menschen engagieren. Mehr als eine Million Kilo Lebensmittel aus rund Betrieben konnten so in den letzten drei Jahren vor der Vernichtung bewahrt werden. Einladung zum Nachahmen Der philosophische Überbau von Raphaels Konsumstreik liegt im Ansatz, Vorhandenes besser zu nutzen und Bewusstsein für die Zusammenhänge und die Verantwortung, die wir alle für diesen Planeten tragen, herzustellen. Raphael und seine Familie möchten zeigen, was wir alle schon heute für eine gerechtere und nachhaltigere Welt tun können. Er spricht von einer Kultur des bedingungslosen Teilens und Schenkens (Quelle: www. raphaelfellmer.de), die er stiften möchte. Und als Familie wollen die Fellmers zeigen, dass ein nachhaltiger Lebensstil auch im urbanen Raum mit Kindern möglich ist. Raphaels Vortrag im JIZ war äußerst beeindruckend zumal er demonstrierte, dass wir alle hier und jetzt etwas für die bessere Nutzung unserer Ressourcen auf der Erde tun können. Zum Glück vermittelt Raphael Fellmer nicht den Eindruck, dass er andere Menschen verachtet, nur weil sie nicht auch in seine Fußstapfen treten wollen. Dennoch bürstet Raphael unser aller Gewohnheiten und Verhalten sehr erfolgreich gegen den Strich. Und dafür können wir ihm dankbar sein. Michael Graber, JIZ, KJR Foto: L. Schiller, pixelio.de

19 Nachhaltigkeit 19 Trotz nachhaltiger Produkte ist die Weltrettung nicht in Sicht Grüner wird s nicht Wer eine Nespresso-Maschine besitzt, gehört zu einem exklusiven Club. Die Mitglieder haben den Segen von Hollywoodstar George Clooney und auch die Wahl zwischen 25 verschiedenen Kaffee-Kapseln aus Aluminium. Diese Exklusivität hat jedoch ihren Preis, und so kostet ein Pfund Kapsel-Kaffee zwischen 30 und 40 Euro. Dafür gibt es ein Lifestyle-Accessoire gratis: ein gutes Öko-Gewissen. Ecolaboration heißt Nestlés Programm, das dafür sorgen soll, dass die zehn Milliarden Einweg-Kapseln, die jedes Jahr weltweit weggeworfen werden, nachhaltig werden. Das klingt dann so: Neben unserer Selbstverpflichtung, die Sammlung gebrauchter Kapseln zu Recyclingzwecken zu intensivieren wolle man einen Standard für die nachhaltige Beschaffung von Aluminium fördern ausgerechnet zusammen mit Rio Tinto Alcan, einem Bergbaukonzern, dem schwere Umwelt- und Menschrechtsverstöße vorgeworfen werden. Braucht s das überhaupt? Wäre es nicht eigentlich öko gewesen, wenn Nespresso gar nicht erst auf den Markt gekommen wäre? Ja natürlich. Aber solche Fragen stellen sich in der nachhaltig zertifizierten Konsumgesellschaft nicht. Im Gegenteil: Es geht darum, Widersprüche zu überwinden. So kommt es, dass ein überflüssiges, überteuertes Kaffeesystem, das eine Menge Müll produziert und Ressourcen verschwendet, als nachhaltig gelten kann. Nespresso ist kein bizarrer Einzelfall. Wer sich den Spaß erlaubt und bei Google sustainable eingibt, bekommt fast 65 Millionen Treffer. Stöbert man in den Ergebnissen, stellt man fest, dass alles, was bislang als schädlich galt, heute der Weltrettung dient: Thunfischsteaks, dicke Autos, Formel 1, Aktienfonds, Flugreisen, Pelzmäntel, Pflanzensprit, Gensoja, Kohlekraft, Erdöl aus der Antarktis all das ist heute nachhaltig. Selbst die Rüstungsindustrie wirbt mit ökologischer, ökonomischer und sozialer Performance (Thyssen Krupp). Dass sich Unternehmen ein grünes Image zimmern, um ihr ökofernes und unsoziales Kerngeschäft zu vertuschen, ist als Greenwashing bekannt. Sie halten sich damit Gesetze vom Hals und machen es ihren Kunden leicht, sich ein gutes Gewissen zu kaufen. McDonald s malt das Firmenschild grün an. Toyota-Händler lassen Bäume pflanzen. RWE lässt an Kraftwerken Wanderfalken- Nistplätze einrichten. Eigentlich lustig es lacht nur keiner. Denn je problematischer das Produkt und je absurder das Ökoversprechen, desto eher wird es geglaubt. Laut einer Studie der Verbraucherzentralen denken elf Prozent Immer mehr, immer schneller, immer rücksichtsloser Hauptsache konsumieren der Befragten beim Stichwort Klimaschutz sofort an neue Autos. Und nur vier Prozent glauben, dass Fliegen dem Klima schadet. Nicht der Wunsch nach Änderung, sondern die Vorstellung, dass alles weitergehen kann wie bisher, nur in gut, ist die große gesellschaftliche Sehnsucht. Kein Wunder, dass es mittlerweile keinen Konzern mehr gibt, der nicht seine Verantwortung und Mission bereits auf der Startseite der Internetpräsenz betont. Der Ölkonzern Shell wirbt mit Windrädern, Nestlé vermarktet Armut mit glücklich lächelnden Kakao- und Kaffeebäuerinnen und Bauern. Der Getränkekonzern Coca Cola, der Privatisierung von Wasser in armen Ländern vorantreibt und dort ganze Brunnen leer pumpt, stilisiert sich mit lächerlichen Ökoprojekten zum Schützer der Weltwasserreserven. Der umstrittene Konzern Monsanto betrachtet sein gentechnisch verändertes Saatgut, dessen Verwendung Bauern in den Selbstmord treibt, als Beitrag zur Hungerbekämpfung. Unilever macht sich für die Rettung der Ressourcen stark. Der Konsumgüterkonzern ist der weltgrößte Einzelverbraucher von Palmöl. Palmöl wächst nur da, wo vorher Regenwald stand. Aber auch dafür gibt es einen Nachhaltigkeitsnachweis, bereitgestellt von industriedominierten Initiativen wie dem Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO), an dem 587 Palmöl-Produzenten, -Händler und -Investoren 26 Nichtregierungsorganisationen gegenübersitzen. Dass dieses Siegel nichts als Greenwashing ist, weil es selbst für Literaturtipps Ende der Märchenstunde. Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt und Wir müssen leider draußen bleiben. Die neue Armut in der Konsumgesellschaft (2012) Öl von Plantagen verliehen wird, für die bereits Regenwald gerodet wurde, das stellten 250 globale Umweltorganisationen in einer Resolution fest. Und trotzdem hat Unilever 2012 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten für die nachhaltigste Zukunftsstrategie. Ich konsumiere also bin ich Das ist also das Ergebnis der Konsumenten-Demokratie. Darin soll nicht mehr der Bürger Veränderungen in der Politik herbeiführen, sondern der Konsument mit seiner Nachfrage Druck auf Unternehmen ausüben, um sie dazu zu bringen, ethisch korrekt zu handeln. Diese Forderung hinterfragt aber nicht das System, das für die kritisierten Missstände verantwortlich ist. Konsumenten sind keine soziale, sie sind eine ökonomische Kategorie. Und in diesem Verständnis sollen sie nur eines: Viel kaufen und viel wegschmeißen. All die guten Produkte ergeben zusammen ein Mosaik, das den Anschein erweckt, die Weltrettung stehe unmittelbar bevor. Im Gegenteil: Nie war der CO 2 -Ausstoß höher, war der Hunger größer, waren die Ressourcen knapper als heute. Je risikoreicher und schädlicher ein Rohstoff oder Produkt, desto größer der Aufwand, dies als nachhaltig zu siegeln. Mehr als 400 unterschiedliche Siegel gibt es heute, die Unbedenklichkeit garantieren sollen. Der ethische Konsum hat eine ganze Industrie hervorgebracht: konzernfreundliche Umweltverbände, Unternehmensberatungen, Zertifizierungsbüros, PR- und Werbeagenturen leben hervorragend davon, ein gutes Gewissen zu verkaufen. So bleibt unter einem grünen Deckmäntelchen alles, wie es ist: Die Menschen behalten ihren aufwändigen Lebensstil, die unternehmen ihr schädliches Kerngeschäft und ihren Profit. Kathrin Hartmann, freie Autorin Foto: Peter Röhl, pixelio.de

20 20 Nachhaltigkeit Alles bio, oder was? NATÜRLICH² Keine Frage. Unser Essen ist gut doppelt gut: verantwortungsvoll und lecker. Das Wichtigste ist, dass es schmeckt. Gleichzeitig möchten wir Kindern und Jugendlichen in unseren Einrichtungen Verantwortungsbewusstsein für ihre eigene Gesundheit sowie die ökologischen Auswirkungen der eigenen Ernährungsweise vermitteln. In den beiden letzten Jahren haben neun Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ihr Essens- und Getränkeangebot unter die Lupe genommen und entsprechend der selbst entwickelten NATÜRLICH²- Standards umgestellt. Das war oft gar nicht so einfach, da zum Teil unerwartete Herausforderungen auftauchten: Was schmeckt den Jugendlichen, ist gleichzeitig gesund und nachhaltig und führt nicht dazu, dass das Team nur noch in der Küche steht und die Kosten explodieren? Wo können die Lebensmittel am besten und günstigsten eingekauft werden? Wie können zweifelnde Kolleginnen und Kollegen ins Boot geholt werden? Wie weit wollen und können wir gehen ist Discounter-Bio ok? Alle neun Einrichtungen haben sich engagiert und viel ausprobiert. Nach jeweils einem Jahr und vielen Gesprächen in den Einrichtungen, Treffen mit den anderen BIO ist auch, wenn im Winter keine frischen Erdbeeren auf dem Einkaufszettel stehen. NATÜRLICH²-Einrichtungen, Beratungen und Experimenten war das Essens- und Getränkeangebot in allen Einrichtungen umgestellt dank der Standards und dem Zertifikat klar, transparent und konsequent. In den neun Einrichtungen wurden große Schritte unternommen. Im kommenden Jahr werden sich erneut einige Einrichtungen auf diesen Weg machen. Am Ende der Anstrengungen zur Umstellung steht ein Essens- und Getränkeangebot, das nicht nur gesünder ist, sondern auch eine Lebensmittelproduktion unterstützt, die ohne Raubbau an unseren Lebensgrundlagen und lebensverachtende Tierhaltung auskommt. Begleitend zur Umstellung gibt es unter einen Blog, der nach und nach mit köstlichen und nachhaltigen Thekenrezepten für Snacks und Getränke gefüllt werden soll. Verena Jörg, Nachhaltigkeitsbeauftragte, KJR Foto: Peter von Bechen, pixelio.de So macht Nachhaltigkeit richtig Spaß Kleidertausch statt Einkaufsrausch! In Kooperation mit Green City e. V. sowie der Fachstelle für Nachhaltigkeit im Kreisjugendring München-Stadt (KJR) fand im Oktober im Jugendinformationszentrum (JIZ) eine Kleidertauschparty statt. Mehr als 150 Menschen kamen in die Einrichtung, um gebrauchte aber gut erhaltene Kleidungsstücke loszuwerden und dafür den Kleiderschrank mit schicken, neuen Klamotten bestücken zu können. Das Konzept ist einfach und bestechend: Alle drei bis vier Monate veranstaltet Green City e. V. in wechselnden Räumlichkeiten sogenannte Kleidertauschpartys. Für viele Münchnerinnen und Münchner eine willkommene Gelegenheit, alte Kleidung auszumisten und Platz für neue bzw. gebrauchte Garderobe zu machen. Alle können gut erhaltene und saubere Hosen, Jacken, T-Shirts, Röcke, Pullover, Schuhe oder Accessoires mitbringen. Auch Baby- und Kinderkleidung wird gerne zum Tausch angeboten. Green City e. V. führt die Veranstaltung in Kooperationen mit anderen Veranstaltern oder Träger durch. Für das JIZ und den KJR Kleidertauschpartys sind der Hit. eine gute Gelegenheit, die eigenen Events im Rahmen des Münchner Klimaherbstes unter dem Motto Konsum um ein interessantes Highlight zu bereichern. Hinter den Kleidertauschpartys steht der Gedanke, kritischen Konsum anzuregen und Alternativen zur Wegwerfgesellschaft aufzuzeigen: Die Herstellung von Kleidung verbraucht Ressourcen und Energie, daher leisten alle Teilnehmenden an der Veranstaltung einen aktiven Beitrag zur Schonung der Umwelt. Gleichzeitig kann man praktisch er- Foto: JIZ München

inhalt Liebe kick it münchen Fans!

inhalt Liebe kick it münchen Fans! inhalt Herausgeber: kick it münchen Redaktion: Anna Wehner und Alexandra Annaberger Auflage: 1000 Stück Stand: August 2013 Struktur & Orte 6 Vision & Werte 8 Konzept 11 Geschichte 12 kick it Bereiche 14

Mehr

Einstufungstest Deutsch (A1, A2, B1)

Einstufungstest Deutsch (A1, A2, B1) Einstufungstest Deutsch (A1, A2, B1) Name: Datum: Was passt? Markieren Sie! (z.b.: 1 = d) heisst) 1 Wie du? a) bin b) bist c) heissen d) heisst Mein Name Sabine. a) bin b) hat c) heisst d) ist Und kommst

Mehr

Gottesdienst noch lange gesprochen wird. Ludwigsburg geführt hat. Das war vielleicht eine spannende Geschichte.

Gottesdienst noch lange gesprochen wird. Ludwigsburg geführt hat. Das war vielleicht eine spannende Geschichte. Am Montag, den 15.09.2008 starteten wir (9 Teilnehmer und 3 Teamleiter) im Heutingsheimer Gemeindehaus mit dem Leben auf Zeit in einer WG. Nach letztem Jahr ist es das zweite Mal in Freiberg, dass Jugendliche

Mehr

Kinderlachen klingt wie heißer Dank! Ludwig Ganghofer

Kinderlachen klingt wie heißer Dank! Ludwig Ganghofer Münchens Kinder zählen auf uns! Kinderlachen klingt wie heißer Dank! Ludwig Ganghofer Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder Denninger Straße 165, 81925 München Telefon 0 89/ 92 38-499, Telefax

Mehr

Mit Einander. Das Patenschaftsprojekt Nachbarschaftswerk e.v.

Mit Einander. Das Patenschaftsprojekt Nachbarschaftswerk e.v. Mit Einander Das Patenschaftsprojekt Nachbarschaftswerk e.v. Das Projekt Das Projekt DiE idee Das Projekt knüpft soziale Patenschaften zwischen Freiburger Kindern im Alter von 4 bis 16 Jahren und Bürgerinnen

Mehr

Ein Bildband zum Thema Bindung Babys verstehen lernen Für Eltern, Mütter und Väter

Ein Bildband zum Thema Bindung Babys verstehen lernen Für Eltern, Mütter und Väter Bindung macht stark! Ein Bildband zum Thema Bindung Babys verstehen lernen Für Eltern, Mütter und Väter Vorwort Liebe Eltern, Von Paderbornern für Paderborner eine sichere Bindung Ihres Kindes ist der

Mehr

Adverb Raum Beispielsatz

Adverb Raum Beispielsatz 1 A d v e r b i e n - A 1. Raum (Herkunft, Ort, Richtung, Ziel) Adverb Raum Beispielsatz abwärts aufwärts Richtung Die Gondel fährt aufwärts. Der Weg aufwärts ist rechts außen - innen Ort Ein alter Baum.

Mehr

Gemeinsame Stunden mit unseren Paten in der 1c

Gemeinsame Stunden mit unseren Paten in der 1c Gemeinsame Stunden mit unseren Paten in der 1c In der Pause (September) Wir spielen eigentlich jeden Tag mit unseren Paten. Am aller ersten Tag hatten wir sogar eine extra Pause, damit es nicht zu wild

Mehr

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Ehrende Ansprache des CDU-Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring zur feierlichen Auszeichnung Ehrenamtlicher durch den CDU-KV Suhl Suhl 20. Mai 2009, 17:00 Uhr sehr geehrte Frau Ann Brück, sehr geehrter Mario

Mehr

HORIZONTE - Einstufungstest

HORIZONTE - Einstufungstest HORIZONTE - Einstufungstest Bitte füllen Sie diesen Test alleine und ohne Wörterbuch aus und schicken Sie ihn vor Kursbeginn zurück. Sie erleichtern uns dadurch die Planung und die Einteilung der Gruppen.

Mehr

* MC:SUBJECT * Newsletter Kindermuseum Zinnober_Juli2015.html[27.07.2015 07:52:29]

* MC:SUBJECT * Newsletter Kindermuseum Zinnober_Juli2015.html[27.07.2015 07:52:29] Matschen, färben, weben In der Mitmach-Ausstellung "Schaffe, schaffe schöne Werke" können Kinder traditionelle Handwerkstechniken ausprobieren Aus Ton Ziegel formen, mit Stempeln Texte drucken, aus Pflanzen

Mehr

Kinderrechte stärken!

Kinderrechte stärken! Kinderrechte stärken! Eine Standortbestimmung 1. Präambel nach Janusz Korczak 2. Kinderrechte stärken, Mitbestimmung ermöglichen! für Eltern und Fachkräfte 3. Kinderrechte stärken, Mitbestimmung ermöglichen!

Mehr

EINSTUFUNGSTEST. Autorin: Katrin Rebitzki

EINSTUFUNGSTEST. Autorin: Katrin Rebitzki EINSTUFUNGSTEST A2 Name: Datum: Bitte markieren Sie die Lösung auf dem Antwortblatt. Es gibt nur eine richtige Antwort. 1 Sofie hat Paul gefragt, seine Kinder gerne in den Kindergarten gehen. a) dass b)

Mehr

Mein perfekter Platz im Leben

Mein perfekter Platz im Leben Mein perfekter Platz im Leben Abschlussgottesdienstes am Ende des 10. Schuljahres in der Realschule 1 zum Beitrag im Pelikan 4/2012 Von Marlies Behnke Textkarte Der perfekte Platz dass du ein unverwechselbarer

Mehr

Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach.

Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach. Leseverstehen 1. Lies den Text und mache die Aufgaben danach. Tom und seine Teddys In Toms Kinderzimmer sah es wieder einmal unordentlich aus. Die Autos, Raketen, der Fußball und die Plüschtiere lagen

Mehr

DOM IV (Deaf Online Meeting) ~ GL-C@fe 5 Jahre Jubiläum

DOM IV (Deaf Online Meeting) ~ GL-C@fe 5 Jahre Jubiläum DOM IV (Deaf Online Meeting) ~ GL-C@fe 5 Jahre Jubiläum Es sind 5 Jahre vergangen, als GL-C@fe, ein großes Internetforum für Gehörlose, gegründet wurde. Dieses Jubiläum muss natürlich gefeiert werden!

Mehr

Engagement für unsere gemeinsame Zukunft Sümeyra Coskun

Engagement für unsere gemeinsame Zukunft Sümeyra Coskun Engagement für unsere gemeinsame Zukunft Sümeyra Coskun Kurzbeschreibung: Ich bin Sümeyra Coskun, besuche das BG Gallus in Bregenz und bin 16 Jahre alt. Ich bezeichne mich als engagierte Person, weil ich

Mehr

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 109-5 vom 10. September 2015 Rede der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, zum Haushaltsgesetz 2016 vor dem Deutschen Bundestag

Mehr

Lenis großer Traum. Mit Illustrationen von Vera Schmidt

Lenis großer Traum. Mit Illustrationen von Vera Schmidt Lenis großer Traum Lenis großer Traum Mit Illustrationen von Vera Schmidt Leni ist aufgeregt! Gleich kommt ihr Onkel Friedrich von einer ganz langen Reise zurück. Leni hat ihn schon lange nicht mehr gesehen

Mehr

Die Stiftung nattvandring.nu

Die Stiftung nattvandring.nu Die Stiftung nattvandring.nu Die Stiftung Nattvandring.nu wurde von E.ON, einem der weltgrößten Energieversorger, in Zusammenarbeit mit der Versicherungsgesellschaft Skandia gebildet auf Initiative der

Mehr

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Resonanz pädagogischer Fachkräfte auf ein interaktives Fortbildungsangebot zur Verwirklichung gesundheitlicher Chancengleichheit Grimm Iris,

Mehr

Es gilt das gesprochene Wort

Es gilt das gesprochene Wort Dr. h.c. Charlotte Knobloch Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ehem. Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland anlässlich der Pressekonferenz "Wir Helfen München",

Mehr

news } Sommerferien mit dem z4 in der Badi 4 Juli September 2015 Offene Kinder- und Jugendarbeit Steffisburg 3/2015

news } Sommerferien mit dem z4 in der Badi 4 Juli September 2015 Offene Kinder- und Jugendarbeit Steffisburg 3/2015 Offene Kinder- und Jugendarbeit Steffisburg 3/2015 news Juli September 2015 } Kinder- und Jugendtreff neu einrichten 3 } Linda sagt «Tschüss», Emanuel & Annina «Hallo»! 6 } Sommerferien mit dem z4 in der

Mehr

Passende Reden. für jede Gelegenheit. Geburt, Taufe, Geburtstag, Hochzeit, Trauerfall, Vereinsleben und öffentliche Anlässe

Passende Reden. für jede Gelegenheit. Geburt, Taufe, Geburtstag, Hochzeit, Trauerfall, Vereinsleben und öffentliche Anlässe Passende Reden für jede Gelegenheit Geburt, Taufe, Geburtstag, Hochzeit, Trauerfall, Vereinsleben und öffentliche Anlässe Rede des Paten zur Erstkommunion Liebe Sophie, mein liebes Patenkind, heute ist

Mehr

Offene Kinder- und Jugendarbeit

Offene Kinder- und Jugendarbeit Offene Kinder- und Jugendarbeit März - Mai 2013 Personelles Und tschüss! Uf Wiederluägä! Au revoir! Arrivederci! Sin seveser! Nun ist es soweit, langsam naht der letzte Arbeitstag und die Türen des z4

Mehr

Langen, den 7.7.2014. Sehr geehrter Herr Daneke, sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerstiftung Langen,

Langen, den 7.7.2014. Sehr geehrter Herr Daneke, sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerstiftung Langen, Langen, den 7.7.2014 Sehr geehrter Herr Daneke, sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerstiftung Langen, vor zwei Wochen haben wir unsere Klassenfahrt durchgeführt. Die Fahrt führte uns von Langen ins

Mehr

DOSB l SPORT INTERKULTURELL Ein Qualifizierungsangebot zur integrativen Arbeit im Sport. DOSB l Sport bewegt!

DOSB l SPORT INTERKULTURELL Ein Qualifizierungsangebot zur integrativen Arbeit im Sport. DOSB l Sport bewegt! DOSB l Sport bewegt! DOSB l SPORT INTERKULTURELL Ein Qualifizierungsangebot zur integrativen Arbeit im Sport im Rahmen des Programms Integration durch Sport des Deutschen Olympischen Sportbundes und seiner

Mehr

Übersicht zur das - dass Schreibung

Übersicht zur das - dass Schreibung Overheadfolie Übersicht zur das - dass Schreibung DAS 1. Begleiter (Artikel): Ersatzwort = ein 2. Hinweisendes Fürwort (Demonstrativpronomen): Ersatzwort = dies, es 3. Rückbezügliches Fürwort (Relativpronomen):

Mehr

Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings bei PINK entstanden

Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings bei PINK entstanden Alles gut!? Tipps zum Cool bleiben, wenn Erwachsene ständig was von dir wollen, wenn dich Wut oder Aggressionen überfallen oder dir einfach alles zu viel wird. Alles gut!? ist im Rahmen eines Konflikttrainings

Mehr

Möglichkeiten und Grenzen. beim Aufbau von. Demenzpaten-Projekten

Möglichkeiten und Grenzen. beim Aufbau von. Demenzpaten-Projekten Möglichkeiten und Grenzen beim Aufbau von Demenzpaten-Projekten Dipl.-Theologin, Dipl.-Psycho-Gerontologin aufschwungalt, München Konzeptumsetzung Beachtung der Kriterien eines modernen bürgerschaftlichen

Mehr

Liebe Schülerin, lieber Schüler,

Liebe Schülerin, lieber Schüler, Liebe Schülerin, lieber Schüler, Deine Schule hat sich entschlossen, beim SOCIAL DAY HERFORD 2015 mitzumachen! Bei diesem außergewöhnlichen Spendenprojekt des Stadtjugendringes Herford e.v. unter der Schirmherrschaft

Mehr

Heilsarmee Brocki, Zürich

Heilsarmee Brocki, Zürich Heilsarmee Brocki, Zürich Karin Wüthrich, Sozialpädagogin, Heilsarmee Als Herr K. im Herbst 2008 krankgeschrieben wurde, habe ich vom Brockileiter Schweiz den Auftrag bekommen, die Wiedereingliederung

Mehr

Ein Projekt von ikule e.v. gefördert von SAP

Ein Projekt von ikule e.v. gefördert von SAP Ein Projekt von ikule e.v. gefördert von SAP Das Projekt Ziele Kultur ist kein abgeschlossenes und statisches Ganzes. Kultur ist dynamisch und wandelbar. Für dieses Verständnis möchte ikule (interkulturelles

Mehr

Das Waldhaus. (Deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm)

Das Waldhaus. (Deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm) Das Waldhaus (Deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm) Es war einmal. Ein armer Waldarbeiter wohnt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in einem kleinen Haus an einem großen Wald. Jeden Morgen geht

Mehr

Philipp und sein Rauchengel

Philipp und sein Rauchengel Philipp und sein Rauchengel Philipp und sein Rauchengel Text: Nina Neef Bilder: Judith Drews Das ist mein Buch: Herausgeber: Forum Brandrauchprävention in der vfdb www.rauchmelder-lebensretter.de Philipp

Mehr

HOFFNUNG. Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir.

HOFFNUNG. Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir. I HOFFNUNG Wenn ich nicht mehr da bin, bin ich trotzdem hier. Leb in jeder Blume, atme auch in dir. Wenn ich nicht mehr da bin, ist es trotzdem schön. Schließe nur die Augen, und du kannst mich sehn. Wenn

Mehr

file:///c /Users/hoff/AppData/Local/Temp/Newsletter%20Kindermuseum%20Zinnober.html (1 von 6) [29.10.2014 16:50:31]

file:///c /Users/hoff/AppData/Local/Temp/Newsletter%20Kindermuseum%20Zinnober.html (1 von 6) [29.10.2014 16:50:31] * MC:SUBJECT * file:///c /Users/hoff/AppData/Local/Temp/Newsletter%20Kindermuseum%20Zinnober.html (1 von 6) [29.10.2014 16:50:31] Kicker bauen eigenes Stadion Die Fußballschule von Hannover 96 war gleich

Mehr

Öğrenci no. Wohin musst du jetzt gehen? Was willst du morgens essen? Wie lange willst du bleiben?

Öğrenci no. Wohin musst du jetzt gehen? Was willst du morgens essen? Wie lange willst du bleiben? 815 2380 2360 2317 2297 1 2 3 4 9. A Kannst du jetzt anrufen? Du rufst an. Will er jetzt nicht arbeiten? Er arbeitet jetzt nicht. Kann ich ab und zu nicht anrufen? Ich rufe ab und zu an. Wollen wir morgens

Mehr

AN DER ARCHE UM ACHT

AN DER ARCHE UM ACHT ULRICH HUB AN DER ARCHE UM ACHT KINDERSTÜCK VERLAG DER AUTOREN Verlag der Autoren Frankfurt am Main, 2006 Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Aufführung durch Berufs- und Laienbühnen, des öffentlichen

Mehr

Arche Noah Kindergarten Ahornstraße 30 59755 Arnsberg Tel. (0 29 32) 2 54 45

Arche Noah Kindergarten Ahornstraße 30 59755 Arnsberg Tel. (0 29 32) 2 54 45 Arche Noah Kindergarten Ahornstraße 30 59755 Arnsberg Tel. (0 29 32) 2 54 45 Katharinen-Kindergarten Fresekenweg 12 59755 Arnsberg Tel. (0 29 32) 2 49 50 Martin-Luther-Kindergarten Jahnstraße 12 59821

Mehr

DR. SCHNELL Chemie spendet Produkte für die Münchner Tafel

DR. SCHNELL Chemie spendet Produkte für die Münchner Tafel PRESSEINFORMATION DR. SCHNELL Chemie spendet Produkte für die Münchner Tafel Bei der Verteilaktion der Münchner Tafel Anfang Juli im Münchner Stadtteil Milbertshofen wurden neben Lebensmitteln auch Handcreme,

Mehr

OHREN SPITZEN. in der Krippe. Geräuschen lauschen. AKuSTIScHE umwelt

OHREN SPITZEN. in der Krippe. Geräuschen lauschen. AKuSTIScHE umwelt OHREN SPITZEN in der Krippe AKuSTIScHE umwelt 1 Geräuschen lauschen Start Durch Fenster und Tür kommen Geräusche herein. Sollen wir das Fenster oder die Türe öffnen? Zum Hören braucht ihr nichts außer

Mehr

Konzeption Paten-Projekt

Konzeption Paten-Projekt Konzeption Paten-Projekt für Kinder und Jugendliche mit besonderem Betreuungsbedarf konzipiert und durchgeführt von Ein Projekt des DRK Kreisverbandes Kehl e.v. 1 1. Projektverantwortliche INSEL Integrationsstelle

Mehr

Mimis Eltern trennen sich.... Eltern auch

Mimis Eltern trennen sich.... Eltern auch Mimis Eltern trennen sich... Eltern auch Diese Broschüre sowie die Illustrationen wurden im Rahmen einer Projektarbeit von Franziska Johann - Studentin B.A. Soziale Arbeit, KatHO NRW erstellt. Nachdruck

Mehr

Hab, aber Gut? Interview: Oliver Link Bildkonzept: hoch5 Büro für Konzeption und Gestaltung, Henrike Stefanie Gänß, www.hoch5.info

Hab, aber Gut? Interview: Oliver Link Bildkonzept: hoch5 Büro für Konzeption und Gestaltung, Henrike Stefanie Gänß, www.hoch5.info Hab, aber Gut? Die Architektin und Designerin Henrike Stefanie Gänß machte bei sich selbst Inventur und fotografierte ihren gesamten Besitz (erste Galerie). Dann sortierte sie alles Unwichtige heraus (zweite

Mehr

German Beginners (Section I Listening) Transcript

German Beginners (Section I Listening) Transcript 2013 H I G H E R S C H O O L C E R T I F I C A T E E X A M I N A T I O N German Beginners (Section I Listening) Transcript Familiarisation Text FEMALE: MALE: FEMALE: Peter, du weißt doch, dass Onkel Hans

Mehr

Rechtskunde Gesetze verstehen Datum: Aufbau von Rechtsnormen

Rechtskunde Gesetze verstehen Datum: Aufbau von Rechtsnormen Marion Dobbert (OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung) Aufbau von Rechtsnormen Gesetze beinhalten verschiedene Rechtsnormen, die einzelnen Paragrafen. Nur in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland,

Mehr

Lieber Bürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderats, Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger.

Lieber Bürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderats, Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger. Lieber Bürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderats, Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger. Wo steht der Verein Bubenreutheum im Moment? Wir haben in den letzten vier Jahren einen

Mehr

Spielplatzpaten gesucht

Spielplatzpaten gesucht Spielplatzpaten gesucht Liebe Iserlohner Kinderfreunde Kinder sind ein Inbegriff von Bewegungsfreude. Durch Bewegung und Spiel drücken Kinder Gefühle aus, Bewegung begleitet ihr Sprechen. Wo eine Gelegenheit

Mehr

Evangelische Kirchengemeinde Merzig. Taufen. in unserer Gemeinde ein Wegweiser

Evangelische Kirchengemeinde Merzig. Taufen. in unserer Gemeinde ein Wegweiser Evangelische Kirchengemeinde Merzig Taufen in unserer Gemeinde ein Wegweiser Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des

Mehr

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: ich weiß wer ich bin! Ich bin das Licht Eine kleine Seele spricht mit Gott Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!" Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer

Mehr

Buchbesprechung: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor. Joke van Leuween (2012).

Buchbesprechung: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor. Joke van Leuween (2012). Buchbesprechung: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor. Joke van Leuween (2012). Zentrales Thema des Flucht- bzw. Etappenromans ist der Krieg, der Verlust der Muttersprache und geliebter

Mehr

Protokoll des Arbeitskreises Krankenhäuser vom 07. September 2011. Vergiss mich nicht Patenschaftsprojekt für Kinder von suchtmittelabhängigen Eltern

Protokoll des Arbeitskreises Krankenhäuser vom 07. September 2011. Vergiss mich nicht Patenschaftsprojekt für Kinder von suchtmittelabhängigen Eltern Landesstelle Berlin für Suchtfragen e.v. Gierkezeile 39 10585 Berlin Landesstelle Berlin für Suchtfragen e.v. Protokoll des Arbeitskreises Krankenhäuser vom 07. September 2011 Vergiss mich nicht Patenschaftsprojekt

Mehr

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel Unser Marktstand Unsere Gruppe hat am Mittwoch, 27.9, in der 2. Aktionswoche der fairen Wochen, den Stand auf den Marktplatz zum Zentrum für Umwelt und Mobilität aufgebaut und dekoriert. Wir dekorierten

Mehr

SELBSTEINSTUFUNGSTEST DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE NIVEAU B1

SELBSTEINSTUFUNGSTEST DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE NIVEAU B1 Volkshochschule Zürich AG Riedtlistr. 19 8006 Zürich T 044 205 84 84 info@vhszh.ch ww.vhszh.ch SELBSTEINSTUFUNGSTEST DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE NIVEAU B1 WIE GEHEN SIE VOR? 1. Sie bearbeiten die Aufgaben

Mehr

senso di patria cultura salute sport gioa di vivere

senso di patria cultura salute sport gioa di vivere m Bildungscampus Moosburg heimat www.moosburg.gv.at kultur gesundheit sport lebensfreude Bildungscampus Moosburg homeland culture health sport love of life senso di patria cultura salute sport gioa di

Mehr

La Bohème: Berlin im Café

La Bohème: Berlin im Café meerblog.de http://meerblog.de/berlin-charlottenburg-erleben-und-passend-wohnen/ La Bohème: Berlin im Café Elke Mit einem Mal regnet es richtig. Und es bleibt mir nichts anderes übrig als hineinzugehen.

Mehr

Redemittel für einen Vortrag (1)

Redemittel für einen Vortrag (1) Redemittel für einen Vortrag (1) Vorstellung eines Referenten Als ersten Referenten darf ich Herrn A begrüßen. der über das/zum Thema X sprechen wird. Unsere nächste Rednerin ist Frau A. Sie wird uns über

Mehr

Informationen für Schüler zur Projektarbeit

Informationen für Schüler zur Projektarbeit Informationen für Schüler zur Projektarbeit 1. Organisatorisches Die Themenfindung und die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen müssen bis zum 15. Dezember abgeschlossen sein. Über die Klassenlehrkräfte

Mehr

Es gilt das gesprochene Wort. I. Zitat Christian Morgenstern technischer Fortschritt. Anrede

Es gilt das gesprochene Wort. I. Zitat Christian Morgenstern technischer Fortschritt. Anrede Sperrfrist: 06.12.2012, 15:00 Uhr Es gilt das gesprochene Wort Rede des Staatssekretärs im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Bernd Sibler, anlässlich der Auftaktveranstaltung des

Mehr

Erklär mir bitte die Aufgaben! Während der Erklärung kommt ihr Kind vielleicht selbst auf den Lösungsweg.

Erklär mir bitte die Aufgaben! Während der Erklärung kommt ihr Kind vielleicht selbst auf den Lösungsweg. 10 Hausaufgaben-Tipps Versuch es erst einmal allein! Wenn du nicht weiter kommst, darfst Du mich gerne rufen. So ermuntern Sie ihr Kind selbstständig zu arbeiten. Erklär mir bitte die Aufgaben! Während

Mehr

Rede zum Neujahrsempfang in Lohbrügge

Rede zum Neujahrsempfang in Lohbrügge Rede zum Neujahrsempfang in Lohbrügge 1 Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Karin Schmalriede, ich bin Vorstandsvorsitzende der Lawaetz-Stiftung und leite daneben auch unsere Abteilung für Quartiersentwicklung

Mehr

PARTIZIPATIONS-PROJEKT: Beteiligungsklima

PARTIZIPATIONS-PROJEKT: Beteiligungsklima PARTIZIPATIONS-PROJEKT: Beteiligungsklima Nach Absprache mit den Mitarbeitern der Außenwohngruppen Löhlbach, Wolfhagen und Zierenberg, habe ich einen Aktionstag am Edersee geplant und am 14.Oktober 2010

Mehr

Bereich des Faches Schwerpunkt Kompetenzerwartung Lesen mit Texten und Medien umgehen. Texte erschließen/lesestrategien nutzen

Bereich des Faches Schwerpunkt Kompetenzerwartung Lesen mit Texten und Medien umgehen. Texte erschließen/lesestrategien nutzen Lernaufgabe: Verständnisfragen zum Anfang des Buches Eine Woche voller Samstage beantworten Lernarrangement: Paul Maar und das Sams Klasse: 3/4 Bezug zum Lehrplan Bereich des Faches Schwerpunkt Kompetenzerwartung

Mehr

Tokio Hotel Durch den Monsun

Tokio Hotel Durch den Monsun Oliver Gast, Universal Music Tokio Hotel Niveau: Untere Mittelstufe (B1) Copyright Goethe-Institut San Francisco Alle Rechte vorbehalten www.goethe.de/stepintogerman www.tokiohotel.de Tokio Hotel Das Fenster

Mehr

Mit einem Klick gibt s mehr Info, viel Spaß! 03.03.2007 Patenschaftsprojekt für Jugendliche

Mit einem Klick gibt s mehr Info, viel Spaß! 03.03.2007 Patenschaftsprojekt für Jugendliche Plan haben Mit einem Klick gibt s mehr Info, viel Spaß! Die Idee Erstmalig in Deutschland ist dieses Projekt in Norderstedt aufgegriffen worden, um sich um Jugendliche zu kümmern, die in verschiedenen

Mehr

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO

Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO Besondere Angebote im Rahmen von KAP-DO (Stand: Oktober 2015) Fantastische Superhelden Ein Gruppenangebot für Kinder, deren Familie von psychischer Erkrankung betroffen ist; für Jungen und Mädchen zwischen

Mehr

Zentrale Mittelstufenprüfung

Zentrale Mittelstufenprüfung SCHRIFTLICHER AUSDRUCK Zentrale Mittelstufenprüfung Schriftlicher Ausdruck 90 Minuten Dieser Prüfungsteil besteht aus zwei Aufgaben: Aufgabe 1: Freier schriftlicher Ausdruck. Sie können aus 3 Themen auswählen

Mehr

Hilfe zur Selbstentwicklung. Nachhaltige Hilfe: Maßnahmen, die wirken. Erfolge, die bleiben.

Hilfe zur Selbstentwicklung. Nachhaltige Hilfe: Maßnahmen, die wirken. Erfolge, die bleiben. Hilfe zur Selbstentwicklung Nachhaltige Hilfe: Maßnahmen, die wirken. Erfolge, die bleiben. Sauberes Wasser, genug zu Essen und eine Schule für die Kinder Familie Mustefa aus Babile erzählt Ich bin heute

Mehr

Gemeinsamer Spendenbericht der Stiftung Lebenshilfe Freising und Lebenshilfe Freising e. V. Familien bunt bewegt

Gemeinsamer Spendenbericht der Stiftung Lebenshilfe Freising und Lebenshilfe Freising e. V. Familien bunt bewegt Gemeinsamer Spendenbericht der Stiftung Lebenshilfe Freising und Lebenshilfe Freising e. V. Familien bunt bewegt Christine Gediga Referentin Fundraising Stand: 20.7.15 Lebenshilfe Freising 08161-48 30

Mehr

Männer als Paten für Kinder

Männer als Paten für Kinder Männer als Paten für Kinder inhaltsverzeichnis 3 4 7 11 16 19 22 23 25 27 29 2 vorwort veit hannemann 01. 3 02. GrUsswort von evelyn selinger und andreas schulz 4 03. 01. Männer Und die übernahme von

Mehr

Begeisterte, deutsche Don Bosco Volontäre in Indien

Begeisterte, deutsche Don Bosco Volontäre in Indien Begeisterte, deutsche Don Bosco Volontäre in Indien Nach 4 Monaten Freiwilligendienst in Indien, trafen sich zum Jahreswechsel vom 28.12.2010 bis zum 08.01. 2011 die deutschen Auslandsfreiwilligen zum

Mehr

Die ganze Wahrheit Carsten Tsara hat Besuch

Die ganze Wahrheit Carsten Tsara hat Besuch Franz Specht Die ganze Wahrheit Carsten Tsara hat Besuch Deutsch als Fremdsprache Leseheft Niveaustufe B1 Hueber Verlag Worterklärungen und Aufgaben zum Text: Kathrin Stockhausen, Valencia Zeichnungen:

Mehr

Emil und die Detektive Fragen zum Text (von Robert Morrey geschrieben) Deutsch 4

Emil und die Detektive Fragen zum Text (von Robert Morrey geschrieben) Deutsch 4 Emil und die Detektive Fragen zum Text (von Robert Morrey geschrieben) Deutsch 4 Kapitel 1 S. 7 1. Was macht Frau Tischbein in ihrem Haus? 2. Wer ist bei ihr? 3. Wohin soll Emil fahren? 4. Wie heisst die

Mehr

Ardhi: Weihnachen geht mir so auf die Nerven! Dieser ganze Stress... und diese kitschigen

Ardhi: Weihnachen geht mir so auf die Nerven! Dieser ganze Stress... und diese kitschigen Ardhi: Hallo, herzlich willkommen bei Grüße aus Deutschland. Anna: Hallo. Sie hören heute: Die Weihnachtsmütze. Anna: Hach, ich liebe Weihnachten! Endlich mal gemütlich mit der Familie feiern. Ich habe

Mehr

Sachbericht. Sachbericht Inhalte:

Sachbericht. Sachbericht Inhalte: Sachbericht Sachbericht Inhalte: Aus- und Fortbildung von Teamer-innen und Jugendleiter-inne-n, speziell für blinde, sehbehinderte und sehende Jugendliche; Durchführung einer integrativen Ferienfreizeit;

Mehr

www.windsor-verlag.com

www.windsor-verlag.com www.windsor-verlag.com 2014 Marc Steffen Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Verlag: Windsor Verlag ISBN: 978-1-627841-52-8 Titelfoto: william87 (Fotolia.com) Umschlaggestaltung: Julia Evseeva

Mehr

Wie viel Freizeit am Computer?

Wie viel Freizeit am Computer? Kids und Games Informationsheft Wie viel Freizeit am Computer? Kann zu viel Zeit am Computer schädlich sein? Wie lange sollte ein Kind am Computer zubringen? Was kann man tun, wenn Kinder zu viel Zeit

Mehr

Segen bringen, Segen sein

Segen bringen, Segen sein 1 Segen bringen, Segen sein Text & Musik: Stephanie Dormann Alle Rechte bei der Autorin Ein tolles Lied für den Aussendungs- oder Dankgottesdienst. Der thematische Bezug in den Strophen führt in die inhaltliche

Mehr

Für Jugendliche ab 12 Jahren. Was ist eine Kindesanhörung?

Für Jugendliche ab 12 Jahren. Was ist eine Kindesanhörung? Für Jugendliche ab 12 Jahren Was ist eine Kindesanhörung? Impressum Herausgabe Ergebnis des Projekts «Kinder und Scheidung» im Rahmen des NFP 52, unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Büchler und Dr.

Mehr

Hört ihr alle Glocken läuten?

Hört ihr alle Glocken läuten? Hört ihr alle Glocken läuten Hört ihr alle Glocken läuten? Sagt was soll das nur bedeuten? In dem Stahl in dunkler Nacht, wart ein Kind zur Welt gebracht. In dem Stahl in dunkler Nacht. Ding, dong, ding!

Mehr

Patenprojekt Wolfenbüttel

Patenprojekt Wolfenbüttel PATENSCHAFTEN für Kinder psychisch kranker Eltern 1 Ursula Biermann Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern Zielgruppe und konzeptionelle Überlegungen Anforderungen an die Paten Grundsätze der

Mehr

Wenn der Papa die Mama haut

Wenn der Papa die Mama haut Pixie_Umschlag2 22:48 Uhr Herausgegeben von: Seite 1 Wenn der Papa die Mama haut Sicherheitstipps für Mädchen und Jungen Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser Nordrhein-Westfalen Postfach 50

Mehr

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion INHALTSVERZEICHNIS Kompetenz... 1 Vergangenheitsabschnitt... 2 Gegenwartsabschnitt... 3 Zukunftsabschnitt... 3 GOLD - Das Handbuch für Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen Selbstreflecion Kompetenz Die

Mehr

1. Handel im Wandel: Nachhaltiges Wirtschaften in einer globalisierten Welt

1. Handel im Wandel: Nachhaltiges Wirtschaften in einer globalisierten Welt 1. Handel im Wandel: Nachhaltiges Wirtschaften in einer globalisierten Welt Bildungsprojekt für 6 bis 12-jährige Kinder im Spielhaus boomerang in München-Moosach In dem Projekt zu nachhaltigem Wirtschaften

Mehr

TROTZ ALLEM BERATUNG FÜR FRAUEN MIT SEXUALISIERTEN GEWALTERFAHRUNGEN

TROTZ ALLEM BERATUNG FÜR FRAUEN MIT SEXUALISIERTEN GEWALTERFAHRUNGEN TROTZ ALLEM BERATUNG FÜR FRAUEN MIT SEXUALISIERTEN GEWALTERFAHRUNGEN JAHRESBERICHT 2013 Foto: NW Gütersloh Liebe Freundinnen und Freunde von Trotz Allem, wir sind angekommen! Nach dem Umzug in die Königstraße

Mehr

Kater Graustirn. (Nach einem russischen Märchen)

Kater Graustirn. (Nach einem russischen Märchen) Kater Graustirn (Nach einem russischen Märchen) Es war einmal. Ein alter Bauer hat drei Söhne. Der erste Sohn heißt Mauler. Der zweite Sohn heißt Fauler. Der dritte Sohn heißt Kusma. Mauler und Fauler

Mehr

Ergebnisse der Experten-Interviews und Konsequenzen für medienpädagogisches Handeln Prof. Dr. Gabi Reinmann, Universität der Bundeswehr München

Ergebnisse der Experten-Interviews und Konsequenzen für medienpädagogisches Handeln Prof. Dr. Gabi Reinmann, Universität der Bundeswehr München Digitale Privatsphäre Heranwachsende und Datenschutz auf Sozialen Netzwerkplattformen Ergebnisse der Experten-Interviews und Konsequenzen für medienpädagogisches Handeln Prof. Dr. Gabi Reinmann, 29. Oktober

Mehr

Über die Leistungen und die Bedeutung von Bibliotheken brauche ich in dieser Runde keine Worte zu verlieren - das hieße, Eulen nach Athen zu tragen.

Über die Leistungen und die Bedeutung von Bibliotheken brauche ich in dieser Runde keine Worte zu verlieren - das hieße, Eulen nach Athen zu tragen. IFLA-Konferenz Free Access and Digital Divide Herausforderungen für Wissenschaft und Gesellschaft im digitalen Zeitalter Sehr geehrter Herr Staatsminister, verehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten

Mehr

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Wer hat den Text geschrieben? Dr. Valentin Aichele hat den Text geschrieben. Dr. Aichele arbeitet beim Deutschen Institut für Menschen-Rechte.

Mehr

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern-

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern- Janine Rosemann Es knarzt (dritte Bearbeitung) Es tut sich nichts in dem Dorf. Meine Frau ist weg. In diesem Dorf mähen die Schafe einmal am Tag, aber sonst ist es still nach um drei. Meine Frau ist verschwunden.

Mehr

Dezentral. Bürgernah. Erneuerbar. PRESSEMAPPE. Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) auf der Internationalen Grünen Woche

Dezentral. Bürgernah. Erneuerbar. PRESSEMAPPE. Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) auf der Internationalen Grünen Woche Dezentral. Bürgernah. Erneuerbar. (KLJB) auf der Internationalen Grünen Woche 16. bis 26. Gemeinschaftsschau Lust aufs Land gemeinsam für die ländlichen Räume (Halle 4.2, Stand 116) PRESSEMAPPE WILLKOMMEN!

Mehr

SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg

SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg SPD-Stadtratsfraktion, Goldbacher Straße 31, 63739 Aschaffenburg Telefon:0175/402 99 88 Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Giegerich Aschaffenburg, 31.3.2015 Oberbürgermeister

Mehr

Das Astroprofil kleine Anleitung

Das Astroprofil kleine Anleitung Das Astroprofil kleine Anleitung Bevor ich näher auf das Astroprofil eingehe und die Art und Weise wie man das Optimum für sich daraus erzielt, möchte ich euch noch erzählen, warum ich soo begeistert davon

Mehr

Die Deutschen und ihr Urlaub

Die Deutschen und ihr Urlaub Chaos! Specht Mit mehr als 80 Millionen Einwohnern ist Deutschland der bevölkerungsreichste Staat Europas. 50 Prozent der deutschen Urlauber reisen mit dem Auto in die Ferien. Durch unsere Lage im Herzen

Mehr

Lehrer / Schüler: 0,00. Ausgabe: September2012

Lehrer / Schüler: 0,00. Ausgabe: September2012 Lehrer / Schüler: 0,00 Ausgabe: September2012 2 Begrüßung/Impressum/Inhalt OLGGA Seit einem Jahr gilt die neue Schulordnung mit den erweiterten demokratischen Mitwirkungsrechten der Schüler. In diesem

Mehr

Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern

Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern aktion zusammen wachsen Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg Bildung legt den Grundstein für den Erfolg. Für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien

Mehr

«Ihr Kind, alleine unterwegs So schützen Sie es trotzdem!»

«Ihr Kind, alleine unterwegs So schützen Sie es trotzdem!» «Ihr Kind, alleine unterwegs So schützen Sie es trotzdem!» Informationen und Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte Ihre Polizei und die Schweizerische Kriminal prävention (SKP) eine interkantonale

Mehr

Das Leitbild der Ivo-Frueth-Schule und die Umsetzung im Alltag. Kinder stark machen

Das Leitbild der Ivo-Frueth-Schule und die Umsetzung im Alltag. Kinder stark machen Kinder stark machen Unser Ziel ist es, unsere Schüler stark zu machen für eine selbständige Lebensführung. Schüler an Förderschulen haben Versagen und Niederlagen erlebt und dadurch häufig ein beschädigtes

Mehr

Schule für Uganda e.v.

Schule für Uganda e.v. Februar 2015 Liebe Paten, liebe Spender, liebe Mitglieder und liebe Freunde, Heute wollen wir Euch mal wieder über die Entwicklungen unserer Projekte in Uganda informieren. Nachdem wir ja schon im November

Mehr