Wettfahrtregeln beim Segeln. SCRG Theorieabend Feike Bakx

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1 Wettfahrtregeln beim Segeln SCRG Theorieabend Feike Bakx

2 Einleitung Festleger der Segelregeln: ISAF (International SAiling Federation) Überarbeitung alle 4 Jahre, aktuelle Version gilt für Vertretung der ISAF in der Schweiz: Swiss Sailing 2

3 Einleitung 2 Abschnitte: 1. Teile 1-7: Allgemeine Regeln für Wettfahrten (mit insgesamt 91 Regeln) 2. Anhänge A-P: Regeln für bestimmte Arten des Wettsegelns oder eine kleine Zahl von Teilnehmern (z.b. Segelsurfen, Match Racing) 3

4 Gliederung der Wettfahrtregeln Teil 1: Grundregeln Teil 2: Begegnung von Booten Teil 3: Durchführung einer Wettfahrt Teil 4: Weitere Erfordernisse in einer Wettfahrt Teil 5: Proteste, Wiedergutmachung, Verhandlungen, Fehlverhalten und Berufungen Teil 6: Meldung und Qualifikation Teil 7: Veranstaltung von Wettfahrten

5 Teil 1: Grundregeln Grundprinzip: sportliches Verhalten und Annahme von Strafen Grundregeln Hilfeleistung bei Gefahr Rettungsmittel in eigener Verantwortung Faires Segeln Anerkennung der Regeln bei Teilnahme Teilnahme an Wettfahrten in eigener Verantwortung Anti-Doping 5

6 Teil 2: Begegnung von Booten A Wegerecht -> Die direkte Begegnung Wind von Steuerbord / Backbord Luv / Lee bei Überlappung Ohne Überlappung, klar voraus / achteraus Während dem zweiten Teil einer Wende freihalten B Allgemeine Einschränkungen -> Die Art und Weise der Begegnung Berührung vermeiden, wenn vernünftigerweise möglich Wenn Wegerecht erlangt, anfangs Raum zum Freihalten geben Wenn Boot mit Wegerecht Kurs ändert: Raum zum Freihalten geben Bei Überlappung von achteraus in Lee: Nicht höher segeln als Richtiger Kurs Hannes Gubler 6

7 Teil 2: Begegnung von Booten C An Bahnmarken und Hindernissen > Runden und Passieren 18 Bei Überlappung vor der Zone (3-Längen-Kreis) muss aussenliegendes Boot Bahnmarken-Raum geben 19 Raum an Hindernis (auch an ausgedehntem Bahnmarken- Hindernis) 20 Raum zum Wenden an Hindernis (mit Zuruf) Präambel zu C: Abschnitt C gilt nicht an einer von Wasser umgebenen Start-Bahnmarke. Wenn R 20 gilt, gelten R 18 und R 19 nicht. D Weitere Regeln -> Spezielle Situationen 21 Boote während Startstrafen oder Strafdrehungen und bei Rückwärts-Segeln müssen sich freihalten 22 Ausweichen bei gekentert, geankert oder Hilfeleistung 23 Keine Behinderung durch Boot nicht in der Wettfahrt Ausser auf dem Richtigen Kurs keine Behinderung eines Bootes, das eine Strafe ausführt oder auf einem Bahnschenkel segelt. Hannes Gubler 7

8 Einige Begriffe Frei halten (Vom Wegerechtboot) Wegerechtboot muss seinen Kurs fortsetzen können Raum geben (An Bahnmarken und Hindernissen) Platz für Manöver in guter Seemannschaft Nicht Behindern (von Booten in der Wettfahrt) Auch Windabdeckung ist Behindern Raum zum Frei halten geben (Wegerechtboot bei Kursänderung oder Wegerechtserhalt) 8

9 Einige Begriffe Überlappung: 9

10 Wegerecht: direkte Begegnung von Booten Regel 10 Wind von entgegengesetzter Seite Wind von Steuerbord vor Wind von Backbord Zeichnungen: U. Finkh 10

11 Wegerecht: direkte Begegnung von Booten Regel 11 Wind von gleicher Seite Lee vor Luv Zeichnungen: U. Finkh 11

12 Wegerecht: direkte Begegnung von Booten Regel 12: Regel 13: Klar voraus vor Klar achteraus Wendendes Boot muss sich frei halten Zeichnungen: U. Finkh 12

13 Regel 14 Berührung vermeiden Wenn es vernünftigerweise möglich ist, muss ein Boot eine Berührung mit einem anderen Boot vermeiden. Anmerkungen: 1. Dies bedeutet keine Regelumkehr zugunsten von Grün. 2. Wer absichtlich eine Berührung herbeiführt verletzt Regel Wer eine Kollision vermeiden könnte oder deren Auswirkungen verringern könnte und es nicht tut, verletzt Regel 14. Zeichnungen: U. Finkh 13

14 Regel 14 Berührung vermeiden Ein Wegerecht- Boot oder ein Boot, das Anspruch auf Raum hat, jedoch (a) braucht nichts tun um eine Berührung zu vermeiden, bis klar ist, dass das andere Boot sich nicht freihält oder keinen Raum gibt, und (b) darf nicht nach dieser Regel bestraft werden, außer es erfolgt eine Berührung mit Schaden. Zeichnungen: U. Finkh 14

15 Regel 15 - Wegerecht erlangen Beispiel 1: Vor dem Start: Erlangt ein Boot Wegerecht, muss es anfangs dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben,.. Regel 12 Grün hat Wegerecht Regel 11 Rot hat Wegerecht Sobald Rot überlappt, muss Grün luven um sich freizuhalten. Wenn es das wegen der Nähe zu Rot nicht kann, hat Rot Regel 15 verletzt. Zeichnungen: U. Finkh 15

16 Regel 15 - Wegerecht erlangen Beispiel 2: Halse vor Wind: Erlangt ein Boot Wegerecht, muss es anfangs dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben, sofern es nicht das Wegerecht durch eine Handlung des anderen Bootes erlangt hat. Regel 11 Grün hat Wegerecht Regel 10 Rot hat Wegerecht Grün muss weg halsen Rot muss dafür Anfangs Raum geben Zeichnungen: U. Finkh 16

17 Regel 15 - Wegerecht erlangen Beispiel 3: Dumme Halse: Erlangt ein Boot Wegerecht, muss es anfangs dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben, sofern es nicht das Wegerecht durch eine Handlung des anderen Bootes erlangt hat. Regel 10 Rot hat Wegerecht Regel 11 Grün hat Wegerecht Grün hat Wegerecht durch Handlung von Rot erhalten. Rot muss sich sofort freihalten Zeichnungen: U. Finkh 17

18 Regel 15 - Wegerecht erlangen Beispiel 4: Leewende: Regel 11 Rot hat Wegerecht Regel 13 Grün hat Wegerecht Grün muss sich ab hier freihalten Regel 10 Grün hat Wegerecht Erlangt ein Boot Wegerecht, muss es anfangs dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben, sofern es nicht das Wegerecht durch eine Handlung des anderen Bootes erlangt hat. Rot muss Grün noch kurz nach Abfallen auf den Am- Wind-Kurs Raum zum Freihalten geben. Zeichnungen: U. Finkh 18

19 Regel 16 Kurs ändern Beispiel 1: Luven Ändert ein Boot mit Wegerecht den Kurs, muss es dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben. Raum ist der Platz, den ein Boot unter den gegebenen Umständen benötigt, um unverzüglich in guter Seemannschaft zu manövrieren. Das geluvte Boot muss eine Chance haben auszuweichen. Zeichnungen: U. Finkh 19

20 Regel 16 Kurs ändern Beispiel 2: Backbord - Steuerbord 1. Ändert ein Boot mit Wegerecht den Kurs, muss es dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben. 2. Zusätzlich gilt: Wenn nach dem Startsignal ein Boot mit Wind von Backbord sich dadurch freihält, dass es ein Boot mit Wind von Steuerbord achteraus passieren will, darf das Boot mit Wind von Steuerbord seinen Kurs nicht ändern, wenn dadurch das Boot mit Wind von Backbord seinen Kurs sofort ändern müsste um sich weiterhin frei zu halten. Zeichnungen: U. Finkh Rot darf Kurs nicht durch ein Dial down wie beim Matchrace ändern. Wenn Grün durch Abfallen verdeutlicht, dass es achteraus passieren will, sollte es nicht abfallen 20

21 Regel 16 Kurs ändern Beispiel 3: Am Startschiff 1. Ändert ein Boot mit Wege-recht den Kurs, muss es dem anderen Boot Raum zum Freihalten geben. Rot hat zwar kein Recht auf Innenposition, doch Grün darf nicht so spät luven, dass Rot keine Ausweichchance hat. Zeichnungen: U. Finkh 21

22 Regel 17 - Wind von der gleichen Seite, richtiger Kurs 1. Wird ein klar achteraus liegendes Boot überlappendes Leeboot innerhalb eines Abstands von zwei seiner Rumpflängen zu einem Luvboot, darf es nicht höher als seinen richtigen Kurs segeln solange die Überlappung innerhalb dieses Abstands bestehen bleibt. Das gilt nicht, wenn das Boot dadurch klar achteraus fällt. Defintion Richtiger Kurs Ein Kurs, den ein Boot in Abwesenheit der anderen Boote, auf die sich die Regel mit diesem Begriff bezieht, segeln würde, um so schnell wie möglich durchs Ziel zu gehen. Vor dem Startsignal hat ein Boot keinen richtigen Kurs. Regel 11 gilt trotz 17 Rot muss sich freihalten Grün darf nicht Luven Zeichnungen: U. Finkh 22

23 Regel 17 - Wind von der gleichen Seite, richtiger Kurs Fällt das in Lee überholende Boot so weit ab, dass der seitliche Abstand mehr als zwei Rumpflängen beträgt, hört Regel 17 auf zu gelten. Nur Regel 11 gilt Rot muss sich freihalten Auch eine Halse beendet Regel 17 Regel 17 gilt nicht mehr Zeichnungen: U. Finkh 23

24 Regel 17 - Wind von der gleichen Seite, richtiger Kurs Wird ein klar achteraus liegendes Boot überlappendes Leeboot innerhalb eines Abstandes von zwei seiner Rumpflängen zu einem Luvboot mit Wind von der gleichen Seite, darf es nicht höher als seinen richtigen Kurs segeln, solange die Boote mit Wind von der gleichen Seite und innerhalb dieses Abstands überlappt bleiben, es sei denn, es segelt dadurch unverzüglich achteraus des anderen Bootes. Diese Regel gilt nicht, wenn die Überlappung beginnt, während das Luvboot verpflichtet ist, sich nach Regel 13 frei zu halten. Grün darf höher als richtigen Kurs fahren. Zeichnungen: U. Finkh 24

25 Teil 2: Begegnung von Booten C An Bahnmarken und Hindernissen > Runden und Passieren 18 Bei Überlappung vor der Zone (3-Längen-Kreis) muss aussenliegendes Boot Bahnmarken-Raum geben 19 Raum an Hindernis (auch an ausgedehntem Bahnmarken- Hindernis) 20 Raum zum Wenden an Hindernis (mit Zuruf) Präambel zu C: Abschnitt C gilt nicht an einer von Wasser umgebenen Start-Bahnmarke. Wenn R 20 gilt, gelten R 18 und R 19 nicht. D Weitere Regeln -> Spezielle Situationen 21 Boote während Startstrafen oder Strafdrehungen und bei Rückwärts-Segeln müssen sich freihalten 22 Ausweichen bei gekentert, geankert oder Hilfeleistung 23 Keine Behinderung durch Boot nicht in der Wettfahrt Ausser auf dem Richtigen Kurs keine Behinderung eines Bootes, das eine Strafe ausführt oder auf einem Bahnschenkel segelt. Hannes Gubler 25

26 Regel 18 Überlappung bei Bahnmarken 26

27 Regel 18 Überlappung bei Bahnmarken Drei 27

28 Regel 19 Raum am Hindernis Hannes Gubler 28

29 Regel 20 Raum zum Wenden an Hindernis Hannes Gubler 29

30 Teil 2: Begegnung von Booten C An Bahnmarken und Hindernissen > Runden und Passieren 18 Bei Überlappung vor der Zone (3-Längen-Kreis) muss aussenliegendes Boot Bahnmarken-Raum geben 19 Raum an Hindernis (auch an ausgedehntem Bahnmarken- Hindernis) 20 Raum zum Wenden an Hindernis (mit Zuruf) Präambel zu C: Abschnitt C gilt nicht an einer von Wasser umgebenen Start-Bahnmarke. Wenn R 20 gilt, gelten R 18 und R 19 nicht. D Weitere Regeln -> Spezielle Situationen 21 Boote während Startstrafen oder Strafdrehungen und bei Rückwärts-Segeln müssen sich freihalten 22 Ausweichen bei gekentert, geankert oder Hilfeleistung 23 Keine Behinderung durch Boot nicht in der Wettfahrt Ausser auf dem Richtigen Kurs keine Behinderung eines Bootes, das eine Strafe ausführt oder auf einem Bahnschenkel segelt. Hannes Gubler 30

31 Gliederung der Wettfahrtregeln Teil 1: Grundregeln Teil 2: Begegnung von Booten Teil 3: Durchführung einer Wettfahrt Teil 4: Weitere Erfordernisse in einer Wettfahrt Teil 5: Proteste, Wiedergutmachung, Verhandlungen, Fehlverhalten und Berufungen Teil 6: Meldung und Qualifikation Teil 7: Veranstaltung von Wettfahrten

32 Danke für die Aufmerksamkeit! Weitere Infos: (Regelspiel) (ISAF Homepage) 32

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