TITELTHEMA: Der Schub EXPERTENRAT: Die Schubbehandlung FACHBEGRIFFE ERKLÄRT: Was kommt nach Mitoxantron?

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1 TITELTHEMA: Der Schub EXPERTENRAT: Die Schubbehandlung FACHBEGRIFFE ERKLÄRT: Was kommt nach Mitoxantron?

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3 Inhaltsverzeichnis Liebe Leser, wir freuen uns, Ihnen heute die zweite Ausgabe unserer Zeitschrift MS Welt präsentieren zu können. Warum wir eine Zeitschrift herausgeben, die sich mit Multipler Sklerose beschäftigt? Weil der Schwerpunkt unserer Apotheken die Versorgung von Menschen mit MS ist und wir mehr tun möchten, als Betroffene schnell und einfach mit den benötigten Medikamenten zu versorgen. Aus vielen persönlichen Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir nämlich, wie wichtig Informationen und Tipps über die Krankheit sind um die Diagnose zu verkraften und mit der Erkrankung zu leben. Daher werden wir in jeder Ausgabe der MS Welt neben einem bestimmten Titelthema auch immer über interessante Forschungsansätze, neue Therapiemöglichkeiten, hilfreiche Internetseiten, Selbsthilfegruppen und vieles mehr berichten. Darüber hinaus wird zu jedem Schwerpunktthema der MS Welt eine bzw. ein Betroffene/r zu Wort kommen, um über ganz persönliche Erfahrungen zu berichten wie in dieser Ausgabe zum Thema Der Schub. Besonders wichtig ist uns bei allen Texten natürlich Ihre Meinung. Also, schreiben Sie uns doch einfach, wie Ihnen unsere zweite Ausgabe gefällt, welche Themen Sie sich für die Zukunft wünschen oder welche Rubriken Ihnen noch in der MS Welt fehlen. Jetzt aber erst einmal viel Spaß bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe! Ihr Martin Hesse Apotheker Floriani & Cranach Apotheke und Ihr Enno Scheel Apotheker Oster-Apotheke TITELTHEMA Der Schub EDITORIAL und INHALTSVERZEICHNIS Seite 3 Seite 7-9 NEWS Seite 4-5 EXPERTENRAT Die Schubbehandlung Seite ERFAHRUNGSBERICHT Von Schub zu Schub Seite Was ist eigentlich Multiple Sklerose (MS)? Die Multiple Sklerose (vielfache Verhärtung freie Übersetzung) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der Bestandteile der Nervenfasern zerstört werden und zwar die Markscheiden, auch Myelinscheiden genannt. Sie entzünden sich und können dauerhaft verhärten, so dass die Funktion von Nerven nämlich die Weiterleitung von Informationen und Befehlen gestört ist. Für diese Zerstörung ist der eigene Körper verantwortlich, da er aus noch ungeklärten Gründen sein Immunsystem auf seine eigenen, gesunden Zellen ansetzt. Deshalb bezeichnet man MS als Autoimmunerkrankung (auto = selbst). FACHBEGRIFFE ERKLÄRT Was kommt nach Mitoxantron? Seite GEHIRN-JOGGING und IMPRESSUM Seite MS Welt 3

4 NEWS Forschungsmeldungen MS-Impfung? Bei Multipler Sklerose wendet sich das Immunsystem gegen eigenes Körpergewebe und zerstört dabei die Isolation der Nervenfasern (Myelin). Leider gibt es kein Heilmittel, das diese Zerstörung stoppt. Die bisherigen MS-Medikamente können lediglich ein Fortschreiten der Erkrankung verzögern oder die Symptome bekämpfen. Daher macht eine Meldung aus den USA Hoffnung: Forschern der amerikanischen Firma PharmaFrontiers soll es dank Zellforschung gelungen sein, so etwas wie einen Impfstoff zu entwickeln. Für die Herstellung dieses Impfstoffs wird dem Patienten eine Blutprobe abgenommen und inaktive myelinspezifische T- Zellen* extrahiert. Sie werden anschließend im Labor vervielfacht und mit Strahlung behandelt, bevor sie den Patienten wieder injiziert werden. Das Immunsystem des Körpers erkennt die veränderten T-Zellen als beschädigt und greift sie so an wie es auch bei anderen Impfstoffen (z. B. Grippe-Impfung) der Fall ist. Bei ersten 15 Testpersonen verringerte der Impfstoff angeblich die Schub-Rate um 92 Prozent. Dieser erste Erfolg muss jetzt jedoch in weiteren Studien untermauert werden. Das heißt, die Entwicklung dieses möglichen Impfstoffes geht jetzt in die so genannte klinische Phase II dem Test mit kleinen Patientengruppen (meist zwischen 50 und 300 Probanden). Das Unternehmen PharmaFrontiers gab bekannt, dass es diese Phase der Studie mit 100 Testteilnehmern durchführen wird. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieser Testreihe und werden Sie natürlich in unserer MS Welt darüber informieren. Jedoch warnen MS-Experten ausdrücklich davor, sich aufgrund solcher Forschungsmeldungen allzu große Hoffnungen zu machen. Zum einen, weil bis zur endgültigen Zulassung Jahre vergehen können und zum anderen, weil die klinischen Phasen II und III auch zu einem negativen Ergebnis führen können. Es könnte sich ein anfangs wirksamer Stoff in dieser Zeit also immer noch als unwirksam oder mit zu vielen Nebenwirkungen behaftet entpuppen. *T-Zellen (auch T-Lymphozyten genannt) sind für die Immunabwehr des Körpers wichtige Blutzellen. Bienengift hilft nicht bei Multipler Sklerose Für die Behandlung von MS gibt es zahlreiche alternative oder komplementäre Methoden. Der Begriff alternativ ist hierbei jedoch missverständlich, denn er erweckt den Eindruck, diese Methoden wären Alternativen zur schulmedizinischen Behandlung und würden diese ersetzen. Dies ist nicht der Fall! Akupunktur, Aroma- oder Atemwegstherapie sollten die Behandlung mit Medikamenten wie Kortison als Schub- und Beta-Interferon als Basis-Therapie nur ergänzen. Daher ist der Begriff komplementäre Behandlungsmethoden besser geeignet, denn das Adjektiv komplementär beschreibt ein spezifisches Verhältnis, in dem Dinge, Eigenschaften usw. zueinander stehen. Sie verhalten sich komplementär, wenn sie sich zu größerer Vollständigkeit oder stärkerer Wirksamkeit ergänzen. Doch längst nicht jede komplementäre Behandlungsmethode bringt auch wirklich den gewünschten Erfolg, selbst wenn sie schon seit Jahren quasi versuchsweise eingesetzt wird. So zeigte beispielsweise jüngst eine Studie zum Einsatz von Bienengift, dass dieses bei der Multiplen Sklerose keine nachweisbaren Erfolge bringt. Dabei war bisher immer die Rede davon, dass die Apitherapie (vom lateinischen Apis für Biene) gerade bei Multipler Sklerose hilfreich sei. Schließlich hatten Tierversuche gezeigt, dass Bienengift eine entzündungshemmende Wirkung besitzt. Doch eine mehrmonatige holländische Studie mit 26 Testteilnehmern* zeigte (bei Kernspin-Untersuchungen), dass die Bienengifttherapie keinen Einfluss auf die Anzahl der neuen Läsionen (Krankheitsherde) hat. Auch gab es keinen Unterschied in der Anzahl der Schübe und keine Verbesserung von motorischen Einschränkungen oder positive Auswirkungen auf die chronische Müdigkeit. Die im Bienengift enthaltenen entzündungshemmenden Stoffe haben demnach keinen positiven Einfluss bei Multipler Sklerose. *13 Testpersonen bekamen drei Mal die Woche Bienengift verabreicht, das lebenden Bienen abgenommen wurde. Die anderen 13 Teilnehmer dienten als Vergleichsgruppe und erhielten kein Bienengift. Quelle: Neurology MS Welt

5 NEWS Grüner Tee bei Multipler Sklerose hilfreich? Grüner Tee könnte eine neue Therapieoption für Menschen mit Multipler Sklerose liefern. Das vermutet jedenfalls Dr. Aktas vom Institut für Neuroimmunologie der Charité in Berlin. Ein Inhaltsstoff des grünen Tees bremst offensichtlich den chronischen Entzündungsprozess im zentralen Nervensystem. Dies haben erste Versuche mit erkrankten Tieren gezeigt. Eine Studie mit MS-Patienten soll nun folgen. Verantwortlich für die erhofften Effekte des grünen Tees ist die Substanz Epigallocatechin-3-Gallat (kurz EGCG genannt). Dies ist ein Naturstoff, der zu den so genannten Flavanoiden gehört. Diese sollen für die positive Wirksamkeit des Tees verantwortlich sein. Flavanoide sind sowohl im grünen als auch im schwarzen Tee vorhanden, ebenso wie in Äpfeln, Zwiebeln und Brokkoli. Die Flavanoide sollen auch ein Absinken des Cholesterin-Spiegels bewirken. Flavanoide sind übrigens eine Untergruppe der Polyphenole und Antioxidantien, also der sekundären Pflanzenstoffe. Sie haben ein besonders breites Spektrum gesundheitsfördernder Wirkungen: sie wirken antikanzerogen, antimikrobiell, antioxidativ und entzündungshemmend. Interessantes aus aller Welt Heinrich Heine ein berühmter Dichter mit MS? Den vor 150 verstorbenen Dichter Heinrich Heine kennen die meisten Deutschen. Doch vermutlich wissen nur wenige, dass er an Multipler Sklerose litt. Dies vermuten jedenfalls Experten, die sich mit den vom Dichter geschilderten Symptomen beschäftigt haben. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, der kann in Heines Briefen mehr über seine fortschreitende Erkrankung nachlesen: Buch-Tipp Multiple Sklerose von A-Z Alle Fachbegriffe zur Multiplen Sklerose auf einen Blick das finden Interessierte in dem Buch Multiple Sklerose von A-Z vom Trias Verlag. Dieses Buch ist ein gutes Fachwörterbuch, mit verständlich formulierten Erläuterungen der medizinischen Begriffe. Dazu Jeder 4. MS-Patient ohne Immuntherapie Der Neurologe Dr. Michael Lang macht Mediziner bei einem Workshop auf diesen untragbaren Umstand aufmerksam Über die Ausführungen von Dr. Lang berichtete auch das Fachmagazin Ärzte-Zeitung. Die Redaktion bezog sich auf die aktuellen Daten des Multiple Sklerose-Registers, nach dem 27 Prozent aller MS-Patienten in Deutschland keine Immuntherapie (Langzeittherapie) bekommen. Dabei haben Studien gezeigt, dass die Immuntherapie um so besser wirkt, je früher sie eingesetzt wird. Deshalb plädierte Dr. Lang auf dem Workshop bei der Practica in Bad Orb für einen rascheren Einsatz der Immuntherapie. enthält das Buch alle wichtigen Wortkombinationen und Abkürzungen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung immer wieder fallen. MS Welt 5

6 Jeder braucht mal Unterstützung. Engagierte MS-Therapiebegleitung von Anfang an. Internet Hotline Mein...das Plus an Unterstützung

7 TITELTHEMA Bis zu 85 % aller Menschen mit Multipler Sklerose (MS) erleben mindestens einmal in ihrem Krankheitsverlauf einen Schub, so Experten. Meist sind die durch einen Schub ausgelösten Beschwerden überhaupt erst der Hinweis auf die Erkrankung an sich. Doch was bezeichnen Mediziner eigentlich als Schub und was passiert dabei im Körper? Dieser Frage möchten wir mit dieser MS Welt auf den Grund gehen. Der Schub Um den Schub bei MS genau zu beleuchten, muss man sich jedoch erst einmal mit der Funktion der Nerven im menschlichen Körper und der MS-Erkrankung an sich auseinandersetzen. Genau dies haben wir im folgenden Titelthema umgesetzt. Und zwar auch für die Leser der MS Welt verständlich, die sich bisher noch nicht umfassend mit der Multiplen Sklerose beschäftigt haben. Daher versteht sich nachfolgender Text nicht als Medizin-Fachliteratur, sondern dient dem generellen Verständnis, was sich hinter MS und dem MS-Schub verbirgt. Das ZNS Zentrale Nervensystem Sehen, fühlen, sprechen, sich bewegen all das, was unser Körper wie selbstverständlich und vor allem augenscheinlich ganz automatisch tut, wird durch Nerven gesteuert. Millionen Nervenzellen im menschlichen Körper senden und empfangen hierfür eine Vielzahl elektrischer Impulse. Auf diese Weise werden rasend schnell Informationen weitergegeben. Zum Beispiel vom Gehirn zur Hand, wenn wir etwas greifen wollen. Oder von den Augen zum Gehirn, um Gesehenes zu verarbeiten. All dies passiert im MS Welt 7

8 TITELTHEMA zentralen Nervensystem (ZNS), zu dem Gehirn, Rückenmark und die Sehnerven zählen. Wenn die Nerven ihre Schutzschicht verlieren... Die Krankheit Multiple Sklerose (MS), deren Ursachen bis heute nicht genau geklärt sind, schädigt das zentrale Nervensystem. Und zwar greift die körpereigene Abwehr die Nervenzellen besser gesagt deren Schutzschicht (Myelin- oder auch Markscheiden genannt) an und zerstört sie. Möglich ist dies, da bei MS einige krankhaft veränderte T-Zellen (für die Abwehr zuständig) die Blut-Hirn- Schranke *1 aus noch ungeklärten Gründen überschreiten können. Der dadurch ermöglichte Angriff im zentralen Nervensystem verursacht Entzündungen an verschiedenen Stellen, die als Plaques, Herde oder Läsionen bezeichnet werden. Entsteht ein so genannter Plaque und wird die Myelin-Schutzhülle des Nervs angegriffen, treten beim MS-Patienten Beschwerden auf. Denn die Markscheide schützt nicht nur den Nerv, sondern ist auch mitverantwortlich für die schnelle und reibungslose Übertragung der elektrischen Impulse. Je nachdem, wo die Entzündung sitzt, treten die Beschwerden (auch Ausfälle oder Schub-Symptome genannt) auf: zum Beispiel in Form von Steifheit oder eingeschränkter Sehfähigkeit. Dieses Auftreten von Entzündungen wird als Schub bezeichnet genau definiert wird es in der MS-Fachliteratur meist folgendermaßen: Als Schub bezeichnet man erneut auftretende Krankheitszeichen, die sich ohne Hinweise auf eine Nervenzellen unter dem Mikroskop MRT des Gehirns eines MS-Patienten. Die entzündeten Stellen sind deutlich sichtbar (gelbe Flecken) Querschnitt einer Nervenfaser mit intakter Myelinschicht Entzündung oder Fieber innerhalb von Stunden oder Tagen aufbauen, länger als einen Tag andauern und mindestens einen Monat zum letzten Schub auftreten. Nach dem Schub beginnt die Regeneration Die schubbedingten Beschwerden können sich nach der akuten Phase des Schubs mit der Zeit mildern oder ganz verschwinden. Denn nicht jeder MS-Schub führt zu anhaltenden Einschränkungen! Zu Beginn der MS-Erkrankung also bei den ersten Schüben kommt es in vielen Fällen sogar zu einer völligen Rückbildung der Ausfälle. Denn die Schutzhülle der Nerven, das Myelin, kann sich regenerieren. Das nennt der Experte die Remyelisierung. Diese Wiederherstellung der Schutzschicht nach einem Schub kann jedoch einige Zeit dauern bis zu einem Jahr. Obwohl die ersten Schübe meist keine spürbar bleibenden Einschränkungen verursachen, empfehlen viele MS-erfahrenen Ärzte, schon zu diesem Zeitpunkt der MS-Erkrankung mit einer Langzeittherapie zu beginnen. Also, nicht nur bei einem akuten Schub die Symptome zu bekämpfen (mit Kortison siehe Antworten des Ärzteteams ab Seite 12), sondern dauerhaft das Immunsystem davon abzuhalten, die eigenen Nervenzellen anzugreifen. 8 MS Welt

9 TITELTHEMA Nicht jeder Nerv kann sich wieder erholen Warum sich der Körper bzw. die Nerven von ersten Schüben wieder erholen, spätere Schübe jedoch oft zu Behinderungen führen, hat verschiedene Gründe. Zum einen der erst seit einigen Jahren wiederentdeckte Umstand, dass bei einem Plaque nicht nur die Schutzhüllen der Nerven, sondern oft auch die Axone an sich (die Nervenfortsätze) angegriffen werden. Zum anderen kommt es oft noch während der Erholungsphase wieder zu einem neuen Schub; bevor sozusagen die Wiederherstellung der Nervenleitungen abgeschlossen war. All dies führt zur Vernarbung der Nerven, die infolgedessen ihre Funktion verlieren und so können durch einen Schub ausgelöste Beschwerden dauerhaft bestehen bleiben. Plaques können überall im ZNS auftreten Die Plaques, also die Entzündungen der Nerven, können an vielen Stellen des zentralen Nervensystems auftreten. Daher auch die Bezeichnung Multiple Sklerose: vielfache Vernarbung/Verhärtung. Wie viele Entzündungen an welchen Nerven auftreten werden, lässt sich nicht voraussagen. Auch können leider bei einem Schub neben den neuen Plaques auch alte Entzündungsherde wieder aufflammen. Experten gehen jedoch davon aus, dass in den meisten Fällen bei einem Schub nur ein Plaque auftritt. Daher ist ein Schub meist auch nur mit einer Art von Beschwerden verbunden. Nicht klar ist hingegen, wann genau der nächste Schub aufritt. Studien zeigen allerdings, dass die meist vorkommenden Schub-Abstände zwischen einem halben bis hin zu zwei Jahren liegen. Auswirkungen von MS auf das zentrale Nervensystem Ausfälle eines Schubes Da niemand vorhersagen kann, wo im Nervensystem sich die nächste Entzündung bildet, sind die Ausfälle bzw. Beschwerden von Schub zu Schub unterschiedlich. Es gibt jedoch bestimmte Beschwerden, die häufig auftreten. Beispielsweise folgende Erstsymptome, die überhaupt erst zur Diagnose Multiple Sklerose führen: länger anhaltende Empfindungsstörungen (Taubheitsgefühl, Kribbeln: eingeschlafene Körperteile) Sehstörungen Störungen der Muskelfunktion (auch Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen) Im Verlauf der MS-Erkrankung wechseln die Beschwerden oder es kommen andere hinzu. Bei den meisten Menschen mit Multiple Sklerose treten bei den Schüben im Verlauf der Erkrankung starke Ermüdungserscheinungen (Fatigue chronische Müdigkeit), Schwäche in den Beinen, Spastik *2, Blasenprobleme, sexuelle Störungen, Koordinationsstörungen, Sprachveränderungen oder Schmerzen auf. Was löst einen Schub aus? Detaillierte Informationen zur MS gibt es in spezieller Literatur: zum Beispiel im großen Trias- Ratgeber Multiple Sklerose (Trias-Verlag, 4. Auflage von 2005, ISBN ) Wissenschaftlich noch immer nicht gesichert ist die Frage, was genau einen Schub auslöst. Hier spielen viele Abläufe im Körper eine Rolle, wie die Freisetzung von Abwehrstoffen, das Überschreiten der Blut-Hirn-Schranke (und die Gründe dafür), chemische Prozesse und vieles weitere. Es gibt jedoch einige Faktoren, die von Experten als schubfördernd bezeichnet werden. Man geht MS Welt 9

10 Innovationen aus Plasma Kompetenz in der Therapie mit Immunglobulinen OCTAPHARMA GmbH Elisabeth-Selbert-Straße Langenfeld Tel.: ( ) Fax: ( )

11 TITELTHEMA heute davon aus, dass seelische und körperliche Belastungen, die das Immunsystem stimulieren also anregen, schubfördernd sind. Zum Beispiel eine Erkältung, die das Immunsystem dazu veranlasst, Abwehrzellen zu aktivieren. Als schubfördernd werden eingeschätzt: Infekte (eher virusbedingte wie Erkältung als bakterielle) Hormonelle Umstellungen (zum Beispiel bei/nach der Entbindung) Übermäßige körperliche Aktivität (Überforderung) Massive Sonneneinstrahlung Starke seelische Belastungen/ Stress Keiner weiß, was zwischen den Schüben passiert Wie schon erwähnt, braucht der Körper nach einem Schub eine gewisse Zeit für die Erholung, also die Wiederherstellung des Myelins. Doch diese so genannte Remyelisierung ist nach heutiger Expertenmeinung nicht das Einzige, was zwischen den Schüben passiert. So geht man davon aus, dass auch zwischen den Schüben eine gewisse Krankheitsaktivität vorhanden ist. Doch dies widerspricht der Tatsache, dass es eine ganze Reihe von MS-Patienten gibt, die viele Jahre ohne Schub bzw. trotz Schüben ohne dauerhafte Einschränkungen leben. Hier wird hoffentlich die Forschung zur Multiplen Sklerose in Zukunft weitere Erkenntnisse bringen, die eine Therapie der MS noch erfolgreicher machen. Schub-Behandlung und Umgang mit Schüben Was bei einem akuten Schub zu tun ist und welche Behandlung es gibt, darüber berichtet ein Experten- Team auf den folgenden Seiten. Darüber hinaus erzählt auf den Seiten eine MS-Patientin von ihrem Umgang mit Schüben in einem Erfahrungsbericht. Denn auch wenn MS die Erkrankung mit den Gesichtern genannt wird, weil sie bei jedem Patienten anders verläuft, können die Erfahrungen anderer hilfreich sein. Den Austausch untereinander macht übrigens auch die Deutsche Multiple Sklerose-Gesellschaft (DMSG) möglich. Die DMSG ist dabei jedoch nicht nur Selbsthilfegruppe, sondern auch Betreuungsorganisation, Interessen- und Fachverband und erbringt spezifische Dienstleistungen für MS- Erkrankte. Mehr Informationen auch über die einzelnen Landesverbände und die Erkrankung an sich finden Interessierte im Internet der DMSG unter: Telefonisch ist der DMSG-Bundesverband zu erreichen unter: Telefon: 0511 / Neben dem Erfahrungsaustausch mit anderen und der Eigen- Information über die Erkrankung durch Literatur oder das Internet ist und bleibt eines für Menschen mit MS unverzichtbar: die gute Betreuung durch einen MS-erfahrenen Arzt und sein Team. Denn vieles rund um die Autoimmunerkrankung und die genauen Auslöser von Entzündungen liegt bis heute noch im Dunkeln (daher finden sich in dem vorhergegangenen Text leider oft Passagen wie bis heute nicht genau geklärt...). Aus diesen Gründen ist eine gute MS-Therapie immer eine ganz individuelle Behandlung, über die Arzt und Patient gemeinsam entscheiden. Lexikon zum Text: *1 Blut-Hirn-Schranke Diese Schranke (BHS) ist im wahrsten Sinne eine Schranke zwischen dem zentralen Nervensystem und dem Blutkreislauf. Sie schützt das Gehirn vor im Blut zirkulierenden Krankheitserregern oder anderen Stoffen. Bei einem MS-Schub wird die BHS überschritten, so dass T-Lymphozyten (Blutzellen, die für die körpereigene Immunabwehr zuständig sind und das Myelin angreifen ) vom Blut zu den Nerven gelangen können. *2 Spastik Das Wort Spastik leitet sich ab vom griechischen Wort spasmos, was man frei mit Krampf übersetzen kann. Bei einer Spastik nimmt unkontrolliert die Muskelspannung (der Muskeltonus ) zu bei Bewegungen oder durch äußere Reize. Durch die Spastik ist die normalerweise perfekte Koordination von Beuge- und Streckmuskulatur gestört. MS Welt 11

12 EXPERTENRAT Neurologische Praxis Eppendorf Dr. Veit Becker, Dr. Thomas Humbert, Dr. Paul Hinse Kümmellstr. 1, Hamburg Telefon: (040) Fax: (040) Mail: Web: Der Expertenrat: Die Schubbehandlung Wenn ich der Meinung bin, ich habe einen Schub: was soll ich tun? Meinen Arzt anrufen oder sofort zu ihm bzw. in ein Krankenhaus fahren? Wenn Sie befürchten, einen Krankheitsschub zu haben, sollten Sie in den ersten Tagen nach Beginn der Krankheitszeichen Ihren behandelnden Neurologen/ Nervenarzt konsultieren. Im Rahmen der ärztlichen Untersuchung kann festgestellt werden, ob die neu aufgetretenen Symptome tatsächlich Folge der Erkrankung sind schließlich sind nicht alle körperlichen Befindlichkeitsstörungen auch Ausdruck eines MS-Schubes und ob es sich um einen behandlungsbedürftigen Krankheitsschub oder etwa um sogenannte Narbensymptome handelt. Hierunter versteht man neurologische Krankheitszeichen wie etwa Taubheitsgefühle oder Sehstörungen, die in zeitlichem Zusammenhang mit körperlicher Erschöpfung, fieberhaften Untersuchungsbefunde der Magnetresonanztomographie zeigen die Krankheitsaktivität 12 MS Welt

13 EXPERTENRAT Infekten oder äußerer Wärmeeinwirkung vorübergehend auftreten können und im Allgemeinen innerhalb von Stunden wieder komplett abklingen. Sie beruhen nicht wie beim Krankheitsschub auf einer aktiven Entzündung im Bereich des Nervensystems und bedürfen aus diesem Grund naturgemäß keiner Behandlung. Durch die Befragung und der anschließenden körperlichen Untersuchung wird sich der Arzt ein Bild über Art und Schwere des Krankheitsschubes machen, um dann über die Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung zu entscheiden. Da die Behandlung heutzutage ambulant durchgeführt werden kann, ist eine stationäre Krankenhausbehandlung im Allgemeinen nicht erforderlich. Welche Medikamente gibt es zur Schubbehandlung, welche Dosierungen müssen wann genommen werden? Die Behandlung des MS-Schubes erfolgt mit Kortison. Bereits vor 30 Jahren wurde die gute Wirksamkeit von Kortison zur Behandlung des MS-Schubes im Rahmen von wissenschaftlichen Studien eindrucksvoll nachgewiesen. Seitdem haben sich die Art und Dosierung der Kortison-Behandlung mehrfach gewandelt. Heute hat sich die hochdosierte Stoßtherapie als die wirksamste Form der Kortison- Gabe durchgesetzt. Hierbei wird eine hohe Dosis von 1 Gramm Kortison täglich als Infusion verabreicht. Je nach Schwere des Schubes erfolgt die Behandlung über einen Zeitraum von 3-5 Tagen. Wenn sich bereits unter der Behandlung eine Besserung der neurologischen Symptomatik zeigt, wird die Behandlung in der Regel nach dieser Zeit beendet. Anderenfalls kann sie noch über einen weiteren Zeitraum von 2 Wochen mit Kortison-Tabletten in ausschleichender Dosierung fortgesetzt werden. Hat Kortison Nebenwirkungen und wenn ja, welche? Die Kortison-Stoßtherapie wird im Allgemeinen sehr gut toleriert. Als Nebenwirkung kommt es jedoch unter der Kortison-Behandlung nicht selten zu einer inneren Unruhe und Schlafstörungen, die häufig am ersten Infusionstag am deutlichsten ausgeprägt sind und sich im Verlauf der Behandlung bessern. Zudem kann das Medikament vorübergehend einen schlechten Geschmack im Mund erzeugen. Das Kortison regt die Säureproduktion des Magens an, so dass insbesondere bei Patienten mit Magenschleimhautentzündungen oder Magengeschwüren in der Vorgeschichte Vorsicht geboten ist. Grundsätzlich wird die Behandlung bei allen Patienten unter medikamentösem Magenschutz durchgeführt. Bei Patienten mit einem insulinpflichtigen Diabetes oder einem erhöhten Thrombose *1 - Risiko wird die Behandlung meist im Krankenhaus durchgeführt, da unter der Behandlung beim zuckerkranken Patienten eine Entgleisung der Blutzuckerstoffwechsellage erfolgen kann und Kortison das Thrombose-Risiko bei entsprechend gefährdeten Patienten erhöhen kann. Die Nebenwirkungen einer Kortison-Langzeitbehandlung, wie etwa Knochenentkalkung und Schwellung des Gesichtes, treten unter der Kurzzeitbehandlung mit Kortison nicht auf. *1 Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Muss jeder Schub mit Kortison behandelt werden? Nein, die Indikation für die Behandlung mit Kortison sollte sich nach dem Schweregrad der Beschwerden richten. Eine alleinige Gefühlsstörung ohne Schmerzen beispielweise wäre nicht behandlungsnotwendig, eine gravierende Symptomatik wie z. B. eine Gangstörung, Blasenfunktionsstörung oder hochgradige Sehminderung sollte symptomatisch mit Kortison behandelt werden. Gibt es neben der Behandlung des akuten Schubes auch Medikamente, die die Symptome lindern? Ja, neben der Behandlung der akuten Entzündungsaktivität mit Kortison kann es nötig werden, die Schubsymptome auch mit anderen Medikamenten zu behandeln, beispielsweise Schmerzen, Spastik, Blasenfunktionsstörungen. Diese Frage sollte individuell in Abhängigkeit der zu erwartenden Dauer der Symptome und der Ausprägung entschieden werden. MS Welt 13

14 EXPERTENRAT Reicht allein die Schubbehandlung aus oder muss in jedem Fall auch eine Langzeittherapie gemacht werden? Die Schubbehandlung hat keinen nennenswerten Effekt auf den Verlauf der Erkrankung. Es muss deshalb unabhängig von der symptomatischen Schubtherapie im Einzelfall immer geklärt werden, wie hoch die Krankheitsaktivität und damit die zu vermutende Gefährdung des Patienten ist. Hierbei müssen auch die Untersuchungsbefunde der Magnetresonanztomographie *2 des Gehirns und des Rückenmarks mit einbezogen werden. In der Abhängigkeit dieser Befunde sollte die Entscheidung mit dem Patienten zusammen individuell getroffen werden, wobei eine frühe Langzeittherapie vermutlich gewinnbringend ist. *2 Untersuchungsmethode mit Magnetfeldern, die genaue Bilder vom Gehirn liefert. So können früh Krankheitsherde der MS nachgewiesen werden und der Verlauf der MS dokumentiert werden. Wann macht eine Blutwäsche Sinn? Die Blutwäsche, meist im Sinne einer so genannten Plasmapherese *3, ist kein neues Behandlungsverfahren bei der MS. Die bisherigen Erfolge waren nicht durchschlagend. Aktuell wird die Blutwäsche bei einer bestimmten Untergruppe der MS erneut wissenschaftlich untersucht. Es ist noch zu früh, um die Wirksamkeit dieses Verfahrens genau abzuschätzen. Prinzipiell käme eine Blutwäsche in Frage bei Patienten mit schweren Krankheitsschüben, die sich unter Kortikoiden *4 nicht oder nur unzureichend bessern. *3 Filterung oder auch Waschen des Blutplasmas. Das gereinigte Plasma samt den roten und weißen Blutkörperchen wird anschließend dem Patienten wieder zurückgeführt. *4 Oberbegriff für Kortison und Kortison-Abkömmlinge. Kortison ist ein in der Nierennebenrinde gebildetes Hormon (für Medikamente künstlich hergestellt), das die Erregbarkeit von Nerven mindert und bei Entzündungen eingesetzt wird. Video: Blutwäsche- Therapie gegen MS? In Deutschland leiden Menschen an MS. Nicht bei allen hilft die übliche Kortisonbehandlung. Einigen Patienten kann eventuell mit einer Blutwäsche geholfen werden, berichtete das ZDF. Den Beitrag hierzu finden Interessierte online unter von hier aus auf der linken Navigationsseite auf zdfmediathek und dort dann unter Ratgeber und anschließend Medizin klicken und den Beitrag auswählen bzw. suchen. Finde die Wörter, die sich senkrecht, waagerecht und diagonal in dem Raster verstecken: 14 MS Welt GEHIRN-JOGGING Aachen Berlin Bochum Bonn Dresden Duesseldorf Hamburg Hannover Karlsruhe Kiel Muenchen N K B J C U I R B O C H U M Z Y E H C F N D R E S D E N B O R K V R W H K X R X M G A Y G W H A M B U R G L L O K B D K E N B B L I Y T I P A O F I M K Z M M T P M T N R C E E U O H Q O B O L Y H L H S L E S H A N N O V E R S O A V N T D R O Z Q N Y U R M A A C H E N Q X X S N Q U B M S H E O S D U G M E T H E D U E S S E L D O R F F E R X D N A R S F S T A D T Y G M B A R G M R T P W T A Auflösung auf Seite 25

15 Gemeinsam. Zukunft gestalten. Im Kampf gegen Multiple Sklerose arbeiten wir gemeinsam mit Grundlagenforschern und Ärzten zum Wohle der Patienten. Der Erfolg der langjährigen Forschung motiviert uns, auch weiterhin neue richtungweisende Wege zu gehen, mit dem Ziel: MS-Patienten das Leben zu erleichtern. AVS a

16 ERFAHRUNGSBERICHT Von Schub zu Schub... Die 27-jährige Anja Michalke über ihre ganz persönlichen Erfahrungen über den Umgang mit der Diagnose MS und den krankheitsbedingten Schüben Für den Erfahrungsbericht zum Thema Schub haben wir uns mit einer MS-Patientin hier in der Redaktion verabredet. Gegen Uhr, nach ihrem Feierabend, trifft die lebenslustige Hamburgerin bei uns ein. Zur Begrüßung reicht sie die linke Hand mit der anderen kann sie aufgrund eines akuten Schubs derzeit nicht richtig greifen. So schlimm war es noch nie..., erzählt sie uns im Verlauf des Gespräches. Denn die bisherigen fünf Schübe seit ihrer MS-Diagnose im Jahr 2004 verursachten keine motorischen Probleme, sondern eher ein Taubheitsgefühl in den Armen. Am besten vergleichbar mit eingeschlafenen Körperteilen, versucht uns die junge Frau dieses Gefühl zu beschreiben. Ihr akuter Schub hat genau mit diesem Taubheitsgefühl begonnen und sich dahin gesteigert, dass sie die rechte Hand nicht mehr richtig einsetzen kann. Vor allem bei der Arbeit am Computer ist das hinderlich. Da dieser Schub schon mehrere Wochen anhält, fragen wir sie, ob es nicht vielleicht zwei Schübe hintereinander sein könnten: Ich vermute eher, dass der Schub sich verschlimmert hat. Am Anfang schien es nur ein kleiner Schub zu sein, der keine Kortison-Behandlung erfordert. Als sich die Beschwerden dann jedoch steigerten, konnte ich leider aufgrund einer Grippe nicht sofort mit der Kortison-Therapie beginnen. Aber auch jetzt mit Kortison haben sich die Symptome noch nicht gebessert. Bei den anderen Schüben habe ich nach zwei Tagen eine Besserung verspürt. Dieses Mal nehme ich schon fünf Tage lange hohe Dosen Kortison und es zeigen sich keine Verbesserungen. Bisher waren die Schübe nicht für andere sichtbar, nur ich habe die Auswirkungen gespürt. Trotz des Schubes und der eingeschränkten Beweglichkeit der Hand arbeitet die 27-jährige in ihrem Job weiter, ohne sich krankschreiben zu lassen. Mein Arbeitgeber weiß noch nichts von meiner Multiple Sklerose-Erkrankung, ich habe nur zwei Kollegen eingeweiht. Da die bisherigen Schübe nie für andere sichtbar waren, hat es auch noch nie jemand bemerkt, wenn ich Beschwerden hatte. Wenn es allerdings in Zukunft vermehrt zu motorischen Ausfällen wie jetzt mit meiner rechten Hand kommt, muss ich wohl oder übel irgendwann der Firma Bescheid geben. Noch scheut sich die junge Frau, ihre MS-Erkrankung bekannt zu machen. Ihre Familie und Freunde wissen Bescheid, aber der Schritt, eine chronische Erkrankung dem Arbeitgeber mitzuteilen, fällt vielen Betroffenen schwer. Oft besteht die Angst, nicht mehr als voll leistungsfähig eingeschätzt zu werden oder seine bisherige Position oder schlimmstenfalls den 16 MS Welt

17 ERFAHRUNGSBERICHT Bei einem akuten Schub sollte man Stress so gut es geht vermeiden! Job zu verlieren. Hiervor schützen jedoch gesetzliche Regelungen. Ab einem gewissen Grad der krankheitsbedingten Einschränkungen besteht die Möglichkeit, einen Behinderten- bzw. Schwerbehinderten-Status zu erhalten. Damit sind längere Urlaubs-Ansprüche und vor allem ein besonderer Kündigungsschutz verbunden. Wir fragen unsere Gesprächspartnerin, ob sie darüber schon mal nachgedacht hat. Nein!, sagt sie lächelnd. Das kommt für mich nicht infrage jedenfalls noch nicht! Ich bin nicht behindert. Bisher habe ich trotz eines akuten Schubes immer gearbeitet. Wir haben sie anscheinend fragend angeschaut, denn ihr Lächeln wird breiter und sie fügt hinzu: Ich weiß sehr genau, dass es vernünftiger wäre, sich bei einem schweren Schub zu schonen und Stress im Beruf oder Alltag zu vermeiden. Schließlich fördert Stress den Schub bzw. kann überhaupt erst einen Schub auslösen das kenne ich aus eigener Erfahrung. Aber mein Job ist mir sehr wichtig. Ich betreue Projekte, die zu einem bestimmten Termin fertig sein müssen. Würde ich aufgrund eines Schubes zu Hause bleiben, bliebe auch meine Arbeit liegen. Mit diesem Wissen könnte ich mich sowieso nicht entspannen! Ich muss halt noch den goldenen Mittelweg finden zwischen dem, was mein Körper fordert und dem, was mein Geist mir sagt... Doch es ist auch nicht so, dass ich überhaupt nicht auf meinen Körper hören würde! Bei einem Schub gönne ich mir mehr Ruhe als sonst. Das geschieht ganz automatisch, weil die Kraft zu sehr großen Anstrengungen einfach fehlt. Wenn es um den Umgang mit ihrer MS-Erkrankung geht, ist die 27- jährige noch in der Findungsphase, wie sie selbst sagt: Die Diagnose vor zwei Jahren traf mich total unerwartet und zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Obwohl für so eine Diagnose sicherlich kein Zeitpunkt jemals günstig ist! Aber ich hatte gerade meinen neuen Job angefangen, mein Abendstudium begonnen und war dabei, meine neue Wohnung zu renovieren. Außerdem hat man ja auch noch Familie, Freunde und Hobbies... Ich werde in Zukunft nicht mehr alles wie bisher miteinander vereinbaren können und früher oder später Prioritäten setzen müssen. Aber noch bin ich dazu nicht bereit! Eine Planung im Voraus ist bei MS eher schwierig. Schließlich weiß kein Mensch mit MS, wie seine Erkrankung verlaufen wird. Nicht umsonst bezeichnet man Multiple Sklerose als die Krankheit mit den Gesichtern. Sogar jeder einzelne Schub ist anders, als der vorangegangene und kann jedes Mal unterschiedliche Beschwerden mit sich bringen. Das hat auch unsere Interviewpartnerin schon erlebt. Auch wenn die meisten Schübe bisher mit dem schon beschriebenen Taubheitsgefühl einhergingen. Dieses sensorische Problem trat ebenfalls bei ihrem allerersten Schub auf, der für die junge Frau noch gar nicht als MS- Schub erkennbar war: Schließlich denkt man ja nicht gleich an so eine Erkrankung, nur weil der Arm sich wie eingeschlafen anfühlt. Auch mein Hausarzt hat das nicht mit Multiple Sklerose in Verbindung gebracht. Und schließlich gingen die Beschwerden ja auch wieder weg. Doch der nächste Schub ließ nicht lange auf sich warten. Nur knapp zwei Monate nachdem die rechte Seite sich bei der 27-jährigen wie taub angefühlt hatte, traten Probleme mit den Augen auf. Im Sommer 2004 kam sie schließlich mit einer Sehnervenentzündung ins Krankenhaus. Doch auch dort wurde trotz MRT (Magnetresonanztomographie) und Lumbalpunktion *1 die Diagnose MS noch nicht gestellt oder noch nicht ausgesprochen: Man sagte mir aber, es sei eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems. Damit konnte ich allerdings nicht viel anfangen. Bei meiner Entlassung wurde mir geraten, bei erneuten Beschwerden einen Neurologen aufzusuchen. Und das habe ich einige Monate später getan, da plötzlich wieder das Taubheitsgefühl auftauchte. Dass es sich bei den Beschwerden um meinen ersten MS-Schub handelte, war mir damals nicht bewusst. Dieser Neurologe stellte schlussendlich die Diagnose MS. Ein Schock für die damals 25-Jährige, der aber nicht das Ende der Welt für sie bedeutete. Vielleicht, so sagt sie uns, weil mit der Diagnose nicht zwangsläufig etwas ganz Konkretes verbunden ist. Denn selbst der erfahrenste MS-Arzt kann nicht voraussagen, wann welche Lexikon zum Text: *1 Lumbalpunktion: Entnahme von Nervenwasser/Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis, kurz Liquor genannt) am Rückenmarkskanal im Lendenwirbelbereich. Der Name stammt übrigens von dem lateinischen Wort Lumbum, was Lende bedeutet. Mit dieser Methode kann eine Entzündung im zentralen Nervensystem nachgewiesen werden. MS Welt 17

18 Hämophilie ZLB Behring die Synergie vereinter Erfahrung von ZLB Bioplasma und Aventis Behring Wir stehen für lebensrettende Biotherapeutika Patienten zählen auf uns in aller Welt Unsere Erfahrung für Ihr Leben ZLB Behring GmbH Philipp-Reis-Straße Hattersheim Deutschland

19 ERFAHRUNGSBERICHT Beschwerden auftauchen und ob sie bleiben oder wieder komplett verschwinden. Das bedeutet aber auch, dass man die Verarbeitung der Diagnose nie abschließen kann; jedenfalls geht es mir so. Trotzdem kann und muss man in Sachen Multiple Sklerose etwas unternehmen: sich über die Krankheit informieren, einen MS-erfahrenen Arzt aufsuchen und sich die Therapiemöglichkeiten gemeinsam mit ihm überlegen. Genau das hat unsere Gesprächspartnerin auch gemacht und daraufhin vor einem dreiviertel Jahr mit einer Beta-Interferon-Langzeittherapie *2 begonnen. Ich habe leider noch keine positiven Auswirkungen verspürt. Manchmal frage ich mich, warum ich mir die Injektion und die immer noch stark vorhandenen Nebenwirkungen überhaupt zumute, wo doch die Schübe immer noch auftreten und sich vom Gefühl her sogar häufen. Vor allem vor der Injektion graut es mir jedes Mal. Daher habe ich mich für das Beta-Interferon entschieden, das man nur 1 x die Woche intramuskulär injizieren muss. Am Anfang der Therapie dachte ich allerdings, ich würde das selbst nie allein hinbekommen. Doch mit Hilfe der Beratungs-Schwester meines Neurologen und nach einigen Anlaufschwierigkeiten klappt es jetzt einigermaßen. Ich setze mir die Spritze immer freitags abends, damit die folgenden Nebenwirkungen mir keinen Arbeitstag rauben. Mit diesem Timing fällt jedoch für die sympathische Hamburgerin der komplette Samstag aus. Aber ihr Beruf ist ihr einfach wichtiger. Allerdings gibt es da auch noch ihr Abend-Studium: Wenn ich samstags Klausuren schreiben muss, lasse ich manchmal die Spritze aus. Aber das ist eher die Ausnahme. Denn ich glaube an den Sinn und Zweck der Therapie und an die Schulmedizin. Das gilt auch für die Kortison-Behandlung der Schübe es sei denn, es ist nur ein Schübchen, das ohne Kortison auskommt. Und ganz ehrlich: selbst wenn mir die Langzeittherapie den Samstag raubt, ist das immer noch besser als nichts gegen die Erkrankung zu tun. Sonst würde ich mich immer fragen, was ohne Therapie wäre. Hätte ich dann längst bleibende Beschwerden oder würden die Schübe noch häufiger auftreten?. Ich habe mich für eine Langzeittherapie mit Beta-Interferon entschieden! Die bisherigen Schübe unserer Interviewpartnerin haben keinerlei bleibende Schäden hinterlassen. Lediglich ihr Sehvermögen hat sich ihrer Meinung nach minimal verschlechtert. Was aber nicht unbedingt MS-bedingt sein muss. Schließlich sitzt sie in ihrem Job tagtäglich vor dem Computer-Bildschirm. Wie es nach den nächsten, noch kommenden Schüben aussieht, kann jedoch niemand voraussagen. Aber die junge MS- Patientin sieht daran sogar etwas Positives: Wer Multiple Sklerose hat, der bleibt flexibel sagt sie lachend. Schließlich muss man mit den Schüben umgehen, ganz egal, wie und wann sie kommen. Trotz ihrer positiven Grundeinstellung ist die MS-Erkrankung natürlich auch bei ihr mit Ängsten, Sorgen und Hoffnungen verbunden: Ich hoffe, dass der nächste Schub Beschwerden mit sich bringt, die ich schon kenne. Das mag sich komisch anhören, aber mit dem, das man kennt, kann man besser umgehen. Und ich hoffe immer, dass es keine sichtbaren Beschwerden sind, wie zum Beispiel Steifheit beim Gehen. Das würde zum einen dem Umfeld auffallen und mich zum anderen wirklich einschränken. Außerdem wünscht man sich natürlich immer, dass alle Beschwerden nach dem Schub wieder weggehen. Wir sind am Ende unseres Gespräches angelangt und fragen sie nach ihrem ganz persönlichen Fazit. Ihre Antwort: Ich denke, es ist entscheidend für sich selbst festzulegen, was einem im Leben wirklich wichtig ist und welchen Platz man der MS-Erkrankung in dieser Rangliste einräumen will bzw. sogar irgendwann einräumen muss. Die Diagnose Multiple Sklerose ist zwar ein Schock, aber sie erfordert meiner Meinung nach nicht sofort eine komplette Umstellung aller Lebensgewohnheiten sei es die Ernährung, der Lebensstil oder die Arbeit. Denn auch diese Umstellung bedeutet Stress. Ich versuche, mein Leben mit MS einfach so gut es geht wie vor der Diagnose zu leben. Allerdings achte ich mehr auf mich. Wenn ich merke, dass mir etwas schadet wie zum Beispiel übermäßiger Stress dann versuche ich, das zu ändern. Das geht aber immer nur Stück für Stück oder besser gesagt von Schub zu Schub... Lexikon zum Text: *2 Beta-Interferon: Medikamente für die Langzeittherapie der schubförmigen MS, die auf das Immunsystem wirken. Derzeit sind drei Beta-Interferone in Deutschland zugelassen. Alle drei Präparate müssen gespritzt werden, da es sie nicht in Tablettenform gibt (sie vertragen die Magensäure nicht). Je nach Typ (1a oder 1b) werden sie entweder subkutan oder intramuskulär gespritzt (ins Unterhautfettgewebe oder in den Muskel). Der Unterschied zwischen den beiden Beta-Interferon-Arten liegt in der Herstellung: Beta-Interferon-1b wird aus Bakterien, Beta-Interferon-1a aus Säugetierzellen gewonnen. MS Welt 19

20 FACHBEGRIFFE ERKLÄRT Was kommt nach Lösungsansätze aus dem klinischen Alltag der Sauerlandklinik HACHEN Das Problem, welches Medikament nach einer abgeschlossenen Mitoxantron-Therapie eingesetzt werden soll, ist ebenso wenig gelöst wie die Frage, ob ein notwendiger Kortison-Stoß vor oder unmittelbar nach einer Mitoxantron- Gabe erfolgen soll. Beides wurde bisher noch nicht ausreichend untersucht, sodass dem Arzt momentan keine wissenschaftlich belegten Richtlinien zur Verfügung stehen. Folglich ist es dem behandelnden Arzt selbst überlassen, Strategien hinsichtlich der genannten Probleme zu entwickeln. Neurologische Spezialklinik insbesondere für Multiple Sklerose Dr. med. Markus Heibel, Facharzt für Neurologie Siepenstr. 44, Sundern (Hochsauerlandkreis) Schon wenige Jahre nach der Einführung von Mitoxantron in die Therapie der Multiplen Sklerose, kam die Frage auf, was nach Erreichen der Maximaldosis von zunächst 140 mg/m 2 Körperoberfläche (KOF) eingesetzt werden soll. Als Ende 2005 die zulässige kumulative Gesamtdosis von 140 auf 100 mg/m 2 KOF reduziert wurde, gewann die Frage zunehmend an Dringlichkeit. Denn die Zahl der Mitoxantron-Behandlungen hat seit der offiziellen Zulassung des Medikaments (Ralenova ) zur MS- Behandlung Ende 2002 rapide zugenommen, mit der Folge, dass bei vielen Patienten, die die 100mg/m 2 KOF bereits erreicht haben, diese abrupt beendet werden muss. Was ist Mitoxantron? Mitoxantron ist ein Zytostatikum, ein Anthracenderivat, aus der Onkologie (Lehre der Krebserkrankungen). Es wird angenommen, dass es die Antikörper-Bildung gegen Myelin- Zellen verringert. Verschiedene Studien haben bisher gezeigt, dass Mitoxantron vor allem bei Patienten mit schubförmiger MS und hoher Anzahl Schübe selbige reduzieren kann. Experten bezeichnen Mitoxantron als 2. Stufe, die bei Unverträglichkeit einer Vortherapie mit Immunmodulatoren *1 (Beta-Interferon oder Glatirameracetat) eingesetzt wird oder dann zum Einsatz kommt, wenn die Vortherapie nicht den gewünschten Erfolg erbracht hat. Autor Dr. Heibel In der Ärzteschaft der Sauerlandklinik wird das Problem schon lange diskutiert und es werden bereits Patienten mit anderen Mitteln behandelt, sodass sich inzwischen ein Post-Mitoxantron Therapieschema etabliert, das sich aus folgenden Überlegungen und Erfahrungen ableiten lässt. In der Regel wird heutzutage Mitoxantron bei Versagen der Basistherapie eingesetzt. Die Basistherapie setzt sich zur Zeit aus den immunmodulatorischen Medikamenten als erste Wahl (Interferone (Avonex, Betaferon, Rebif ) und Glatirameracetat (Copaxone )) und den oralen immunsuppressiven *2 Medikamenten als zweite Wahl (Azathioprin (Imurek ) und Methotrexat (MTX )) zusammen. 20 MS Welt

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