Anforderungen aus dem Umschlagwachstum der deutschen Seehäfen an den Hinterlandverkehr auf der Schiene

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1 Anforderungen aus dem Umschlagwachstum der deutschen Seehäfen an den Hinterlandverkehr auf der Schiene Tiefseehafenkonferenz Hamburg, 25. Dr. Thomas Rössler November Kurzporträt Uniconsult Gründung im Jahr 1977 Unabhängiges Management Consulting für den Transport-Sektor Teil der HPC Hamburg Port Consulting GmbH mit rd. 100 Consultants Mehr als 300 internationale und nationale Projekte Kundenkreis: Private Verkehrsunternehmen Infrastukturunternehmen öffentliche Verwaltung auf Bundes- und Landesebene EU-Gremien (DG Tren) Verbände und Parteien 2 1

2 Kurzporträt Uniconsult Beratungsfelder UNICONSULT Schienenverkehr + Infrastruktur Terminals + Kombinierter Verkehr Luftverkehr + Flughäfen Schifffahrt + Häfen Beratungschwerpunkte Strategieentwicklung Markt- und Wettbewerbsanalyse Wirtschaftlichkeitsberechnungen Machbarkeits- und Potentialanalysen Privatisierungsberatung Infra- und Suprastrukturplanung Infrastrukturentwicklung für Schienenwege und Umschlaganlagen Umschlag- und Lagerorganisation Transportlogistik 3 Rahmendaten der Hafenentwicklung: Wirtschaftswachstum und Globalisierung Arbeitsteilung = Globalisierung Anhaltende Verlagerung von Produktionsstandorten aus den USA und Europa nach Asien Globales Wirtschaftswachstum Steigendes Durchschnittseinkommen Verkürzte Innovationszyklen Sinkende Konsumgüterpreise State-of-the-art -Kaufverhalten Wegwerf -Kultur statt Recycling China-Boom Entwicklungstrends 2004 mit 4,9 % höchstes reales Zuwachs seit ca. 30 Jahren (2005: 3,1 %) Positive Entwicklung der lateinamerikanischen Schwellenländer (BIP-Wachstum 2005: 4,5 %) Wachstumsdynamik in Asien 2005 ohne China: + 6,3 % China: + 8,5 % Wachstumserwartung China bis 2015: 6,4 % p.a. 4

3 Veränderung des realen BIP pro Kopf ( ) 5 Weltgüterhandel

4 Rückwirkungen auf den Containerverkehr 7 Containerumschlag ausgewählter Seehäfen in Mio. TEU Ist-Entwicklung und Prognose 20,0 21,0 18,1 + 8,8 % p. a. 15,0 14,0 + 9,4 % p. a. 9,3 10,0 8,3 7,1 8,1 + 7,9 % p. a. 6,3 6,1 6,5 7,0 6,1 5,4 4,2 4,7 6,1 6,5 5,0 5,5 4,8 6,0 4,1 4,2 2,7 2,9 3,0 3,2 3,5 3,7 + 3,1 % p. a. 0, Rotterdam Hamburg Antwerpen Bremerhaven 8

5 Nordrange-Häfen: Umschlag- und Kapazitätsentwicklung bis 2015 Bremerhaven Wilhelmshaven B D NL Amsterdam Rotterdam Antwerpen Zeebrugge Hamburg Hamburg 18,8 8,1 Bremerhaven 7,0 3,7 Rotterdam 20,0 9,3 Antwerpen 16,0 6,5 Zeebrügge 2,0 1,2 Amsterdam 2,4 0,1 Wilhelmshaven 2,7 Umschlag 2005 Kapazität Mio. TEU 9 KV-Hinterlandverkehre bis 2015 stark expansiv Hamburg 2006 Aktuelle Kapazität 1,6 Mio. TEU Anteil Schiene 17,9% (95% Auslastung) 2015 Erhalt Status Quo 3,2 Mio. TEU (+100%) Anteil Schiene 17,9% Politische Vorstellungen, Terminalplanungen 4,5-5,4 Mio. TEU (>200%) Anteil Schiene 25-30% Bremerhaven 2006 Aktuelle Kapazität TEU Anteil Schiene 14% 2015 Erhalt Status Quo TEU (~+90%) Anteil Schiene 14% Politische Vorstellungen, Terminalplanungen 1,8 Mio. TEU (>+200%) Anteil Schiene 25% Wilhelmshaven Geplanter Trans- ~ TEU -> Bahnanteil ~6% shipmentanteil (70%) Modal split 20% Schiene 10

6 Zwischenfazit Signifikanter KapazitätsMEHRbedarf im KV-Hinterlandverkehr (HLV) bis 2015 Hamburg: +100% bis +>200% (TEU) => Züge p.a. ggü. heute > Züge p.a Bremerhaven: +90% bis +200% (TEU) Wilhelmshaven: TEU HLV-Schwerpunkt auf Nord-Süd- und Nord-Ost-Relationen (~80% der Züge) Schienenkapazität In Bremen/Hamburg und im Hinterland heute ausgereizt Infrastrukturbetreiber reagieren nicht zeitnah/angemessen Effizienzsteigerungen im Bahnbetrieb sind nur in Kooperation erreichbar Eisenbahnverkehrsunternehmen und Terminalbetreiber und Eisenbahninfrastruktunternehmen Marktanteil "Schiene" von 11% in 2015 möglich bei ausbleibenden Investments und Kooperationserfolgen Weiterer KapazitätsMEHRbedarf im Hinterlandverkehr bis 2015 entsteht aus zunehmendem Umschlag von Massengut Hamburg: +30% => Weitere Nachfrage nach Trassen! 11 Stark belastete Schieneninfrastruktur insbesondere auf Nord-Süd-Strecken und in Knotenpunkten Gesamtbelastung mit Zügen 2005 Belastung mit Güterzügen

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