Es war einmal ein Müller, der hatte eine Tochter und einen Kater.

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2 2 Märchen-Salat als Einschlaf-Geschichte. Reklamieren die Kinder nicht mehr, sind sie eingeschlafen. Es war einmal ein Müller, der hatte eine Tochter und einen Kater. Von der Tochter plagierte er, dass sie Stroh zu Gold spinnen könne. Das hörte der König dieses Landes. Er ging zum Müller und sagte: Wenn deine Tochter Stroh zu Gold spinnen kann, dann möchte ich sie heiraten und zur Königin machen. Aber zuerst muss sie mir beweisen, dass sie das kann. Sie soll mit mir kommen! Die Müller-Tochter hiess Liese. Der König nahm sie mit und sperrte sie abends in einen Schloss-Keller ein. Der war bis fast zur Decke hinauf voller Stroh. In der Ecke stand ein Spinnrad bereit. Auch ein Regal voller Spulen, wo das gesponnene Gold aufgewickelt werden sollte. Der König sagte zu Liese: Bis am Morgen hast du alles Stroh zu Gold gesponnen. Sonst lasse ich dich nicht mehr raus. Er schloss sie ein und ging schlafen. Liese begann zu weinen, weil sie nicht Stroh zu Gold spinnen konnte. Sie konnte nur Flachs zu Garn spinnen, und Schur-Wolle zu Strick-Wolle.

3 3 Weil sie so laut weinte, kamen plötzlich 7 Zwerge durch eine Geheimtüre. Liese erzählte, warum sie hier eingesperrt sei. Die Zwerge sagten: Wie können natürlich auch nicht Stroh zu Gold spinnen. Aber wir haben heute im Bergwerk sehr viele schöne bunte Edelsteine gefunden. Die lassen wir hier. Vielleicht ist der König damit auch zufrieden.

4 4 Als am Morgen der König die Edelsteine erblickte, freute er sich darüber und vergass das Stroh und das Gold. Aber er wollte noch mehr Edelsteine. Dann erst wollte er Liese heiraten. Der Müller hörte, dass seine Tochter immer noch eingesperrt sei. Da schickte er seinen Kater los, er solle Liese befreien. Der Kater zog Stiefel an und einen Hut mit einer Feder drauf, schwang sich einen Sack über die Schulter und suchte im Wald Rebhühner. Er fand eines und brachte es dem König, damit er ins Schloss rein komme. Während der König sich über das herzige Rebhühnchen freute, schlich der Kater im ganzen Schloss herum und auch in den Keller und suchte Liese.

5 5 Aber es hatte mehrere Keller im Schloss. Er sah durch ein Gitter- Fenster einer Keller-Tür das Rotkäppchen. Der König hatte gemeint, alle Kinder von armen Leuten könnten zaubern, und darum auch das Rotkäppchen eingesammelt, als es allein durch den Wald ging. Das Rotkäppchen hatte im Gefängnis den Kuchen für die Grossmutter selber gegessen. Auch den Wein hatte es getrunken. Davon wurde es müde und schlief ein. Als der Wolf zu Rotkäppchens Grossmutter kam, fragte sie den Wolf: Wo bleibt mein Rotkäppchen? Es sollte mir Kuchen und Wein bringen. Gehst du es bitte suchen? Vielleicht ist ihm etwas passiert! Der Wolf sagte: Ja, Grossmutter! Ich komme nicht wieder, bis ich Rotkäppchen gefunden habe. Der Wolf sammelte im Wald einen Straus von wilden Wald-Blumen. Die brachte er zum König, damit er herein gelassen werde. Die Keller waren alle verriegelt. Der Wolf und der Kater trafen einander in den Keller-Gängen. Sie beschlossen, Liese und Rotkäppchen gemeinsam zu befreien.

6 6 Aus dem einen Keller hörten sie Liese weinen, aus dem andern das Schnarchen von Rotkäppchen. Endlich wurde es wieder Abend, und die 7 Zwerge kamen durch die geheime Zauber-Türe. Sie brachten ihren Kollegen Rumpelstilz mit. Diese alle schleusten den Wolf durch die geheime Türe zu Rotkäppchen. Der Wolf konnte Rotkäppchen aber nicht wecken, weil es vom Wein so tief schlief. Da sagte er: Ich schlucke dich in meinen Bauch runter. So kann ich dich aus dem Schloss raus und durch den Wald tragen bis zur Grossmutter. Dort kannst du wieder aus meinem Bauch raus kriechen. Unterdessen gingen die 7 Zwerge und Rumpelstilz zu Liese rein. Die Zwerge brachten keine neuen Edelsteine mit, sondern nur den leeren Sack und packten die Edelsteine wieder ein. Rumpelstilz konnte richtig zaubern. Er konnte auch Stroh zu Gold spinnen. Darum zauberte er alles Stroh, das Spinnrad und die vielen Spulen zu sich in seine Waldhütte. Dort wollte er Gold spinnen und alles für sich behalten. Aber er wollte auch eine Belohnung, weil er half, die beiden Mädchen zu befreien. Zwar wäre es auch ohne Rumpelstilz gegangen, aber er wollte nebst dem Stroh und dem Spinnrad noch etwas zu essen. Im Hühnerhof sah er das Rebhuhn. Das gefiel ihm ausserordentlich. Er nahm es mit. Allerdings wollte er es zuhause braten und essen. Das sagte er aber nicht, sonst hätte der gestiefelte Kater es ihm weg genommen. Liese wollte nicht mehr zum Vater heim. Wer weiss, was er sonst wieder prahlen würde, und dann müsste Liese wieder irgendwo hin und etwas beweisen. Das wollte sie nicht. Aber sie durfte mit den Zwergen zu Schneewittchen kommen. Nun war Schneewittchen nicht mehr den ganzen Tag allein zuhause.

7 7 Als der König am nächsten Morgen seine Keller aufschloss, waren keine Mädchen mehr da, kein Stroh, kein Gold, keine Edelsteine, sogar Spinnrad und Spulen waren verschwunden. Als er aber sah, dass auch das schöne Rebhuhn gestohlen worden war, schickte er seine Soldaten los, sie müssten das Rebhuhn suchen und es wieder heim bringen.

8 8 Das Rebhuhn merkte allerdings, dass Rumpelstilz es nur fressen wollte. Während Rumpelstilz das Feuer anzündete, flatterte das Rebhuhn über den hohen Zaun, dann rannte es wie wild durch den Wald. Es wusste nicht genau, wo das Königs-Schloss sei, weil der gestiefelte Kater es in einem Sack transportiert hatte. Aber die Soldaten fanden das arme Rebhühnchen und brachten es in den königlichen Hühnerhof zurück. Weil der König nichts zurück bekam als das Rebhuhn, dachte er, dieses wäre wohl eine verzauberte Königstochter und heiratete es. Aber das Huhn blieb ein Huhn, und der König wartete und wartete. Die alte Königin schimpfte mit ihrem Sohn, dem König: Du bist zu töricht für einen König. Geh mit dem Rebhuhn in den Hühnerhof und bleibe dort! Die alte Königin schimpfte mit ihrem Sohn, dem König: Du bist zu töricht für einen König. Geh mit dem Rebhuhn in den Hühnerhof und bleibe dort! Ihren Boten befahl sie, überall auszurufen, dass Liese die neue Königin werden solle. Das hört auch Rumpelstilz. Der zauberte das Rebhuhn und den König zu sich in die Waldhütte, verzauberte auch den König in ein Rebhuhn, dann kochte er beide und ass sie auf.

9 9 Das war aber zu viel für den kleinen Rumpelstilz. Sein Magen zerplatzte und sein Herz hörte auf zu schlagen. Rumpelstilz sank tot ins Feuer und verbrannte. Liese und Schneewittchen hörten die Meldung der alten Königin ebenfalls. Liese sagte zu Schneewittchen: Ich mag nicht Königin sein, ich verstehe nicht, was ich da tun soll. Ich will lieber im Zwergen-Haus bleiben und haushalten, und da kann ich auch ziemlich machen was ich will. Aber du, Schneewi, du bist doch eine Königstöchter, geh du in das Schloss und regiere dort das Land! Du wirst es gut machen! v Und so wurde Schnewitte Königin. Bald heiratete sie einen Prinz aus einem andern Land und alles war gut.

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