Begleitende Befragung zum ersten Workshop Bürgerbeteiligung am

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1 0. Zusammenfassung Begleitende Befragung zum ersten Workshop Bürgerbeteiligung am Der erste Workshop zur Erarbeitung von Leitlinien der zukünftigen Bürgerbeteiligung in der Landeshauptstadt Wiesbaden am wurde durch eine begleitende Befragung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer evaluiert. Von den 74 ausgegebenen Fragebögen wurden insgesamt 37 abgegeben, wobei 24 Fragebögen mit weiteren freien Kommentaren versehen worden sind. Die Mehrheit der Befragten ordnete sich selbst der Teilgruppe der Bürgerinnen und Bürger zu (68 %). Die Befragten waren in der überwiegenden Mehrheit Jahre alt (51 %). Das Geschlechterverhältnis war mit einer deutlichen Mehrheit männlicher Teilnehmer unausgeglichen (65 % männlich, 35 % weiblich). Mehr als drei Viertel der Befragten bewertete die Veranstaltung sehr positiv bzw. überwiegend positiv (zusammen 57 %) oder neutral (30 %). Mehrheitlich bezogen sich die freien Kommentare vor allem auf die Themen Organisation, Information und Moderation. Prozess und Leitlinien nahmen in den Kommentaren eine Nebenrolle ein. Die Befragten wünschen sich für den weiteren Prozess eine noch bessere Informationsvorarbeit und klarere Arbeitsanweisungen durch die Moderation. 1. Erster Workshop zur Bürgerbeteiligung Zum Prozess der Leitlinien-Erarbeitung für die zukünftige Bürgerbeteiligung in der Landeshauptstadt Wiesbaden fand der erste Workshop am zwischen 14 und 17 Uhr im Roncallihaus statt. Thema des Workshops waren die Ziele und Anwendungsbereiche der Bürgerbeteiligung und zentrale Elemente der Leitlinien. Ziel war eine erste Grobstruktur, wie die Leitlinien der Bürgerbeteiligung am Ende des Prozesses inhaltlich und formal strukturiert sein sollen. Nach einführendem Vortrag durch den Moderationsdienstleister empirica wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Ziele und Anwendungsbereiche der Bürgerbeteiligung und über die Grobstruktur der Leitlinien diskutierten. Die Ergebnisse wurden im Plenum vorgetragen und weiter diskutiert. Die Dokumentation aller Veranstaltungen findet sich auf /buergerbeteiligung. Die Veranstaltung war geprägt durch aktive Teilnahme der Anwesenden und hatte ganz überwiegend Arbeitscharakter (=Workshop). An der Veranstaltung haben insgesamt ca. 75 Personen teilgenommen, mehrheitlich über die gesamte Veranstaltungszeit. Wie ist die Veranstaltung bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angekommen? Was waren die Erwartungen und welche Themen hatten besondere Relevanz? Wie wurde die Veranstaltung bewertet? Welche Forderungen und Vorschläge tragen zur weiteren Verbesserung der Prozess- und Veranstaltungsorganisation bei? Was ist für die Folgeveranstaltungen insbesondere zu beachten und noch zu verbessern?

2 2. Befragung zur Evaluierung des ersten Workshops Das Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik hat zur Beantwortung dieser Fragen eine begleitende Befragung bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Insgesamt wurden 74 (einseitig bedruckte) Fragebögen ausgehändigt, von denen 37 am Veranstaltungstag abgegeben wurden. 5 ausgefüllte Fragebögen wurden vorzeitig vor Veranstaltungsende abgegeben. Alle Fragebögen wurden quantitativ ausgewertet. 24 der 37 Fragebögen enthielten zusätzliche Kommentare, die qualitativ ausgewertet wurden. 3. Ergebnisse der quantitativen Auswertung Von 37 befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmern liegen durch die Angaben auf den Bewertungsbögen Angaben zu Geschlecht, Alter und Selbstzuordnung zu den Teilgruppen Bürgerschaft, Politik oder Verwaltung vor. Die deutliche Mehrheit der Befragten ordnete sich selbst der Teilgruppe der Bürgerinnen und Bürger zu (68 %). Mehrheitlich waren die Befragten 36 bis 65 Jahre alt (51 %). Das Geschlechterverhältnis war nicht ausgeglichen. 1) F5: Welcher Teilgruppe ordnen Sie sich zu? abs. % Bürgerinnen u. Bürger 25 67,6 Verwaltung 5 13,5 Politik 7 18,9 F6: Ihr Alter? abs. % bis 35 Jahre 5 13, Jahre 19 51,4 66 Jahre und älter 13 35,1 F7: Ihr Geschlecht? abs. % männlich 24 64,9 weiblich 13 35,1 Eine deutliche Mehrheit der Befragten von 68 % ordnete sich selbst der Teilgruppe der Bürgerinnen und Bürger zu. 2) Es folgten Politik (19 %) und Verwaltung (14 %). Diese Verteilung war sehr ähnlich zur Teilnehmerstruktur bei der Auftaktveranstaltung (72 % - 13 % - 16 %). 51 % der befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren mittleren Alters (beim Auftakt 68 %). Der Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 35 Jahren war auch diesmal niedrig (14 %, beim Auftakt 10 %). 35 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren im Seniorenalter über 65 Jahre (beim Auftakt 22 %). Das Geschlechterverhältnis der Befragten war unausgeglichener als bei der Auftaktveranstaltung (54 % Männer, 46 % Frauen); die männlichen Teilnehmer waren dieses Mal stärker in der Mehrheit (65 % zu 35 %). 1) Im Analysetext sind die Prozentanteile gerundet, auch angesichts der niedrigen Fallzahlen. 2) Subjektive Selbstzuordnung der Befragten, die nicht trennscharf ist, bspw. bei Bürgerinnen und Bürgern, die in einer Partei oder ehrenamtlich aktiv sind, aber keine politische oder Verwaltungs-Position bekleiden. In der Erhebung und in der Diskussion in den Veranstaltungen gab es den Hinweis, dass diese von anderen teilweise nicht mehr als Normal-Bürger wahrgenommen werden - und bisher völlig ungebundene Bürgerinnen und Bürger seien im Vergleich in der Minderheit.

3 3.1 Gesamteindruck von der Veranstaltung Mit der Eingangsfrage nach dem Gesamteindruck von der Veranstaltung wurde eine summarische Bewertung des Gesamtpakets der Veranstaltung erbeten. F1: Wie ist Ihr Gesamteindruck abs. % von der heuti- gen Veranstaltung? sehr positiv 1 2,7 überwiegend positiv 20 54,1 Neutral 11 29,7 überwiegend negativ 5 13,5 sehr negativ 0 0,0 Weiß nicht, k. A. 0 0,0 Die Mehrheit der Befragten (57 %) beurteilte den ersten Workshop sehr positiv (3 %) oder überwiegend positiv (54 %), bei der Auftaktveranstaltung waren es zusammen 72 %. Eine neutrale Bewertungsposition hatten 30 % (beim Auftakt 20 %) und ca. 14 % gaben eine überwiegend negative Bewertung ab (beim Auftakt 5 %). Kein Befragter/keine Befragte antwortete zum Gesamteindruck mit sehr negativ oder weiß nicht, keine Angabe (beim Auftakt 2 %) Bewertungen nach Einzelaspekten Frage 2 beinhaltete 5 Dimensionen zur Bewertung der Veranstaltung. Sie wurde in den verschiedenen Dimensionen mehrheitlich mit gut bis teils/teils von den Befragten bewertet. F2: Wie bewerten Sie die heutige Veranstaltung im Hinblick auf? sehr gut gut teils / teils weniger gut überhaupt nicht gut den Informationsgehalt abs die bearbeiteten Inhalte und Fragestellungen weiß nicht % 10,8 37,8 35,1 13,5 2,7 0,0 abs % 0,0 48,6 37,8 8,1 2,7 2,7 die Möglichkeiten, sich einzubringen abs % 32,4 56,8 8,1 2,7 0,0 0,0 Gesprächsklima, zwischen-mensch. abs Atmo- sphäre % 21,6 62,2 10,8 2,7 2,7 0,0 das Ergebnis abs % 2,7 32,4 45,9 13,5 0,0 5,4

4 Etwas mehr als ein Drittel der Befragten beurteilten den Informationsgehalt der Veranstaltung mit gut (38 %). Fast gleichauf bewertete etwas mehr als ein Drittel den Informationsgehalt mit teils/teils (35 %). Die bearbeiteten Inhalte und Fragestellungen beurteilten fast die Hälfte der Befragten mit gut (49 %). Ca. 38 % der Befragten bewerteten die Inhalte und Fragestellungen mit teils/teils. Die Möglichkeiten sich einzubringen bewertete die Mehrheit mit sehr gut (32 %) oder gut (57 %). Die Atmosphäre der Veranstaltung (Gesprächsklima, zwischenmenschliche Atmosphäre) beurteilte die Mehrheit der Befragten mit sehr gut (22 %) oder gut (62 %). Das Veranstaltungsergebnis wurde überwiegend mit gut (32 %) bzw. teils/teils (46 %) bewertet. 2 Teilnehmer bewerteten das Ergebnis mit weiß nicht. Gesprächsklima/Atmosphäre und die Möglichkeiten sich einzubringen, wurden also herausragend positiv bewertet. Die bearbeiteten Inhalte und Fragestellungen, der Informationsgehalt sowie das Ergebnis der Veranstaltung wurden überwiegend positiv oder ambivalent bewertet. Der Anteil der positiven Bewertungen war mit Ausnahme der Ergebnisbewertung - durchgängig höher als der Anteil der ambivalenten Bewertungen. 3.3 Skepsis oder Zuversicht F4: Wie skeptisch oder zuversichtlich sind Sie heute, dass sich der Prozess der Leitlinienerstellung positiv auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger in Wiesbaden auswirkt? abs. % sehr skeptisch 1 2,7 eher skeptisch 7 18,9 neutral 6 16,2 eher zuversichtlich 21 56,8 sehr zuversichtlich 2 5,4 In Frage 4 wurde ermittelt, wie zuversichtlich die Befragten sind, dass sich der Prozess der Leitlinienerstellung positiv auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger in Wiesbaden auswirkt. Die Mehrheit der Befragten ist eher zuversichtlich (57%). Fast gleichauf ist der Anteil neutraler (16%) oder eher (19%) skeptischer Bewertungen. Die Bewertungen der Befragten bewegen sich auf sehr ähnlichem Niveau wie bei der Auftaktveranstaltung.

5 4. Ergebnisse der qualitativen Auswertung Frage 3 - nach den Wünschen für künftige Veranstaltungen zur Leitlinienerstellung - wurde fast durchgängig von den Befragten genutzt, um freie Kommentare, Bewertungen und Anregungen oder Forderungen mitzuteilen. 4 von 37 machten hier keine Angaben, 9 äußerten keine Wünsche bzw. finden alles in Ordnung und 24 äußerten sich in Form von Kritik, Wünschen oder Verbesserungsvorschlägen. Deshalb sind diese Kommentare systematisch inhaltlich ausgewertet worden. Alle Kommentare sind im Anhang ungekürzt aufgeführt. Die Befragten äußern sich im Freitextfeld des Fragebogens überwiegend zu einzelnen Aspekten, vereinzelt auch zu mehreren Aspekten gleichzeitig. Sie fordern teilweise eine bessere oder ausführlichere Informationsvorarbeit und klarere Diskussionsregeln oder Arbeitsanweisungen. Die Befragten wünschen teilweise auch mehr Zeit für die Arbeitsgruppen und Diskussionen. Teilweise werden konkrete Beispiele gefordert. Der Prozess der Wiesbadener Leitlinienbildung selbst oder vorhandene Leitlinien anderer Städte werden nicht kommentiert. Die Kommentare der Befragten sind daher vor allem als Hinweise zu verstehen, wie bei zukünftigen Workshops eine höhere Arbeitseffizienz zu erreichen ist (Informations-Inputs, Arbeitsstrukturierung und Fragestellungen der Arbeitsgruppen, Synthese von Teilergebnissen und Diskussion im Plenum). Dies verdeutlicht auch noch einmal den Arbeitscharakter des Workshops. 5. Fazit Die Mehrheit der Befragten ordnete sich der Teilgruppe der Bürgerschaft zu. Mehrheitlich waren die Befragten Jahre alt und das Geschlechterverhältnis war mit zwei Dritteln männlicher Befragten unausgeglichen. Die Mehrheit der Befragten bewertete das Veranstaltungsergebnis gut oder teils/teils. Das Klima der Veranstaltung wurde mehrheitlich gut bewertet. Die Mehrheit der Befragten ist eher zuversichtlich, dass die Leitlinienbildung zu mehr Bürgerbeteiligung führt. Mehrheitlich wurden in den freien Kommentaren Hinweise für eine effizientere Arbeitsweise in den zukünftigen Workshops gegeben. Im Vergleich zur Auftaktveranstaltung waren die Bewertungen auch dieses Mal insgesamt überwiegend im Bereich von überwiegend positiv oder gut. Gerhard Bukow Stefanie Neurauter Karl-Heinz Simon

6 6. Anhang Alle Antworten (Freitexte) auf Frage 3 -"mehr Bürger"- AG2: Inhalte so oberflächlich; aber: es geht ja weiter in WS 2 (=Workshop 2) Bessere Zusammenfassung + auf den Punkt bringen von den Moderatoren. Es war zu wenig Zeit vorhanden. Beteiligung für unterpriviligierte Gruppen, die sich von der Gesellschaft zurückgezogen haben; strukturierte Arbeitsgruppen und Darstellung derer Ergebnisse! Bürgerinformation PIWI (=Politisches Informationssystem Wiesbaden) Fragestellung AK1 war nicht so klar Input war zu knapp - Bessere Vorbereitung der Moderatoren KONZENTRATION DER GESPRÄCHE Keine Konkurrenz - sondern Störung der bestehenden Vertretungen der Migranten, Senioren, Jugend etc. Klarere Arbeitsanweisungen, klarere Zusammenfassungen Klarstellen, welchen Wissensstand man als Vorbereitung haben sollte. Wichtig für effiziente Ergebniserreichung Mehr Bürger und weniger aus "Politik" etc. Mitarbeiterinnen des Teams vorstellen Nicht so viele Vorreden Struktur & Systematik Terminabsprache mit anderen Beteiligungsprojekten; Beteiligung des Magistrat, der Stadtverordneten und Fraktionsführer; Zeit strecken Weniger Gruppen - Gruppen Gedödel. Bitte, bitte konkreter an Beispielen bessere Akustik, größere Klarheit zwischen Aufgabenstellung -> Arbeitsgruppenteilnehmer AG1 ohne Verknüpfung nicht gut, bisschen technokratisch etwas klarere Zielformulierungen für die Arbeitsgruppen etwas mehr Zeit in der AGs fehlende Diskussion der beiden AGs vertiefte Information und Diskussion über konkrete Erfahrungen und Beteiligungsprozesse weniger Vorgegebenes, mehr Offenheit z.t. klarere Zielsetzung/Vorgehensweise in den Arbeitsgruppen Hinweise: Die Kommentare wurden zur besseren Lesbarkeit teilweise mit Satzzeichen ergänzt. In Klammern Erläuterungen verwendeter Abkürzungen.

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