AUSSEN WIRTSCHAFTS TAG

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1 AUSSEN WIRTSCHAFTS TAG der Agrar- und Ernährungswirtschaft 17. Juni 2010, Berlin Klaus Grimmel Deutsche Botschaft Warschau Wirtschaftsdienst, Referent für Landwirtschaft und Umwelt 01

2 Deutsche Botschaft Warschau Eine der wichtigsten deutschen Botschaften weltweit Beziehungen zu Polen von besonderer Bedeutung historisch, politisch und wirtschaftlich Unter den Top 10 gehört zu den größten deutschen Auslandsvertretungen Struktur der Botschaft: Etwa 110 Mitarbeiter, davon ca. 30 Entsandte, 80 Ortskräfte Größte Abteilung (nach Verwaltung): Wirtschaftsdienst (acht Mitarbeiter) Aufgaben der Botschaft: Berichterstattung über Entwicklungen im Gastland Vorbereitung und Begleitung von Besuchen auf politischer Ebene Außenwirtschaftsförderung 02

3 Landwirtschaftsreferenten im Auswärtigen Dienst Weltweit etwa zwanzig ELV-Referenten BMELV entscheidet, an welchen Botschaften ELV-Referenten Bis vor etwa zehn Jahren Hauptaufgabe Agrarpolitik (Einsatzschwerpunkte: Europa bzw. EU) Seit einigen Jahren Hauptaufgabe Exportförderung ( Einsatzschwerpunkte: Russland, Ukraine, Indien, China, Japan, Brasilien, Argentinien, neu: Mexiko und Thailand) Anzahl der Stellen unverändert, deshalb Wegfall in EU. Dort bleiben noch Paris und Warschau, Budapest wg. Balkan. 03

4 ELV Referent Warschau Exportförderung im Agrarbereich kein Schwerpunkt (gegen den Trend) CMA weggefallen keine Mittel für Veranstaltungen (anders als bei anderen Fachreferenten, anders als bei ELV-Referenten anderer Botschaften) Europäischer Binnenmarkt = Handelshemmnisse auf ein Minimum reduziert Tätigkeitsschwerpunkte: Agrarpolitik ( GAP nach 2013 ) Umweltpolitik (Energietechnologie; Abfallwirtschaft) 04

5 V e r w a l t u n g s g l i e d e r u n g i n P o l e n Polen ist in 16 Woiwodschaften, 314 Kreise, 65 Städte mit Kreisrechten und Gemeinden eingeteilt FAKTEN ZU POLEN 38 Millionen Einwohner mehr als alle neun anderen Staaten zusammen, die mit Polen 2004 der EU beigetreten sind Grenze zu Deutschland: 450 km genauso lang wie deutsche Grenze zu Frankreich Sieben Nachbarstaaten nur Deutschland hat mehr 05

6 6,7 7, 0 6,2 5,0 % 6, 0 5, 0 4, 0 3, 0 2, 0 Wachstum des BIP in Polen in % zum Vorjahr 5,3 4,3 3,9 3,6 1,2 1,4 1,8 % 1, 0 0, J a h r Polen war 2008 die siebtgrößte Volkswirtschaft in der EU 06

7 Polen als Handelspartner Nr. 1 Nr % poln. Exporte gehen nach D (mehr als nach FR, IT, GB, CZ zusammen) 22 % poln. Importe kommen aus D (mehr als aus RUS, China u. IT zusammen) Handelsvolumen 2009: 54,44 Mrd. EUR 07

8 Handel zwischen Deutschland und ausgewählten MOE-Staaten im Jahr 2009 Mrd. EUR 35,0 Handelsvolumen 2009 mit Polen: 54,4 Mrd (-18,4% 18,4% gegenü nüber Vorjahr) 30,0 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 0,0 Polen Tschechien Ungarn Slowakei Rumänien Bulgarien Litauen Lettland Estland Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden Einfuhr 2009 Ausfuhr

9 AUßENHANDEL D ist POLs wichtigster Außenhandelspartner die Nr. 1 bei den Gesamtausfuhren und dem Export von Agrarprodukten. POL liegt unter den Top Ten bei der Ausfuhr deutscher Agrarprodukte vor der Sowjetunion und den USA. Der Import und Export von polnischen Agrarprodukten hat sich seit dem EU-Beitritt mehr als verdreifacht. 09

10 Mill. Euro , , , , , , ,0 Deutsch-polnischer Außenhandel , Einfuhr Ausfuhr Umsatz 3,9 % von deutscher Gesamtausfuhr 10. Platz 3,4 % von deutscher Gesamteinfuhr 12. Platz Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 10

11 AGRARWIRTSCHAFT Jeder fünfte Landwirt in der EU ist Pole Von 38 Mio Einwohnern leben 15 Mio. in ländlichen Gebieten 15% der Beschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft (D: 2,2%) Es gibt 1,8 Mio. landwirtschaftliche Betriebe, aber nur produzieren für den Markt 80% der Betriebe sind Kleinbetriebe mit weniger als 5 ha (Produktion für den Eigenkonsum und ländliche Märkte) 11

12 Struktur der polnischen landwirtschaftlichen Warenproduktion % 40,0 35,0 30,0 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 0,0 Quelle: GUS, Landwirtschaft Getreide Kartoffeln fertige Erzeugnisse Gemüse Obst sonst. Pflanzenprod. Schlachtvieh Milch und Milchprodukte Jahr

13 Außenwirtschaftsförderung Außenwirtschaftsförderung Drei Säulen der Außenwirtschaftsförderung Drei Säulen der Außenwirtschaftsförderung Deutsch-Polnische Industrieund Handelskammer Germany Deutsche und Handelskammer Trade & Invest Botschaft Deutsch-Polnische Industrieund Handelskammer C M A 13

14 Lebensmitteleinzelhandel In den Städten: Große Supermärkte in Shopping-Malls, lange Öffnungszeiten, z.t. 24h, aber: TOP-5 erwirtschaften nur 20% des Gesamtumsatzes Kleine Geschäfte überleben Stadtteilmärkte gehören zum Lebensbild Discounter eher selten Auf dem Land: Nur kleine Geschäfte Kleine landwirtschaftliche Betriebe produzieren zum Eigenkonsum oder zur Direktvermarktung 14

Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands (Teil 1)

Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands (Teil 1) (Teil 1) Import, in Mrd. Euro Niederlande 72,1 (8,8%) Frankreich 66,7 (8,1%) China 59,4 (7,3%) Import insgesamt: 818,6 Mrd. Euro (100%) USA 46,1 (5,6%) Italien Großbritannien Belgien 46,0 (5,6%) 44,3 (5,4%)

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