Talecris GmbH Lyoner Straße Frankfurt am Main

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Talecris GmbH Lyoner Straße 15 60528 Frankfurt am Main"

Transkript

1 Mit freundlicher Unterstützung der Talecris GmbH Lyoner Straße Frankfurt am Main

2

3 Primäre Immundefekte Warnzeichen und Algorithmen zur Diagnosefindung UNI-MED Verlag AG Bremen - London - Boston

4 Primäre Immundefekte Warnzeichen und Algorithmen zur Diagnosefindung 1. Auflage - Bremen: UNI-MED, 2010 (UNI-MED SCIENCE) ISBN UNI-MED Verlag AG, D Bremen, International Medical Publishers (London, Boston) Internet: Printed in Europe Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Entnahme von Abbildungen, der Übersetzung sowie der Wiedergabe auf photomechanischem oder ähnlichem Weg bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Die Erkenntnisse der Medizin unterliegen einem ständigen Wandel durch Forschung und klinische Erfahrungen. Die Autoren dieses Werkes haben große Sorgfalt darauf verwendet, daß die gemachten Angaben dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Das entbindet den Benutzer aber nicht von der Verpflichtung, seine Diagnostik und Therapie in eigener Verantwortung zu bestimmen. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, daß es sich um einen freien Warennamen handele.

5 Vorwort und Danksagung Primäre Immundefekte (PID) sind seltene, angeborene Erkrankungen. Sie manifestieren sich fast immer durch ungewöhnliche Infektkomplikationen. Auf Grund ihrer Komplexität, aber auch da sie als seltene Erkrankungen häufig nicht in die differentialdiagnostischen Überlegungen einbezogen werden, werden sie oft erst mit Verzögerung diagnostiziert. Eine gezielte Therapie betroffener Patienten erfolgt dann erst spät, wenn irreversible, aber vermeidbare Schädigungen bereits eingetreten sind, mit den Folgen einer eingeschränkten Lebensqualität und oft Berufsunfähigkeit. Darüber hinaus können Immundefekte durch schwerste Infektionen auch akut lebensbedrohlich verlaufen. Behandlungserfolge von Therapien wie der Stammzelltransplantation werden vom klinischen Zustand der Patienten mitbestimmt, so dass auch hier eine frühe Diagnosestellung äußerst wichtig ist. Ziel des vorliegenden Buches ist es, mit Hilfe von Anamnese, Klinik und Labor eine erste Verdachtsdiagnose zu generieren, um darauf aufbauend gezielt weitere Untersuchungen zu veranlassen. Auch soll der Blick für mögliche Befundkonstellationen (pattern recognition) und/oder Manifestationen geschärft werden, die nicht unmittelbar an einen Immundefekt denken lassen, wie beispielsweise Autoimmunerkrankungen oder Besonderheiten an Haut oder Skelettsystem. Die Auswahl der aufgenommenen PID orientiert sich an der aktuellen IUIS (International Union of Immunological Societies) Klassifikation für PID, ohne sich hierauf zu beschränken. Dieses Buch entstand auf der Grundlage zweier Arbeitssitzungen im Dezember 2008 und Juni 2009 sowie umfangreicher Korrespondenz und Abstimmung innerhalb der Autorengruppe. Besonderer Dank gebührt daher allen Autoren für Ihre stets engagierte, kompetente und konstruktive Zusammenarbeit, die dieses Gemeinschaftswerk ermöglich hat.

6 Autoren Priv.-Doz. Dr. med. Ulrich Baumann Abteilung für Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Str Hannover Prof. Dr. med. Bernd Belohradsky Universitäts-Kinderklinik Dr. von Hauner sches Kinderspital Lindwurmstraße München Dr. med. Horst von Bernuth Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie Charité Campus Virchow-Klinikum Augustenburger Platz Berlin Prof. Dr. med. Wilhelm Friedrich Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Universitätsklinikum Eythstraße Ulm Dr. Dr. med. Richard Linde Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Johann Goethe Universität Frankfurt Theodor Stern Kai Frankfurt Prof. Dr. med. Tim Niehues Helios Klinikum Krefeld Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Lutherplatz Krefeld Priv.-Doz. Dr. med. Ellen Renner Universitäts-Kinderklinik Dr. von Hauner sches Kinderspital Lindwurmstraße München

7 Dr. med. Ines Schöndorf Talecris Biotherapeutics GmbH Lyonerstraße Frankfurt am Main Dr. med. Ilka Schulze Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Centrum für chronische Immundefizienz (CCI) Universitätsklinikum Freiburg Mathildenstraße Freiburg Prof. Dr. med. Volker Wahn Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie Charité Campus Virchow-Klinikum Augustenburger Platz Berlin Priv.-Doz. Dr. med. Klaus Warnatz Centrum für chronische Immundefizienz CCI Ambulanz Erwachsene Medizinische Klinik Universitätsklinikum Freiburg Hugstetter Str Freiburg

8 8 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1. Algorithmen Kombinierte Defekte [1xx] [101] Schwerer kombinierter Immundefekt [102] Adenosin-Desaminase (ADA) Mangel [103] Retikuläre Dysgenesie [104] Omenn Syndrom [105] DNA Ligase IV Defekt [106] Cernunnos/XLF Mangel [107] PNP-Mangel [108] CD8 + -T- Lymphozyten-Mangel [109] Defekt des CRAC Kanals [110] Störungen der Antigenpräsentation [111] STAT5b-Mangel Immundefekte, bei denen der Antikörpermangel im Vordergrund steht [2xx] [201] X-chromosomale Agammaglobulinämie [202] Autosomal rezessive Agammaglobulinämie [203] Good-Syndrom [204] CVID [205] Hyper-IgM Syndrome [206] Deletion schwerer Immunglobulinketten [207] -Ketten Defekt [208] IgG Subklassendefekt (mit/ohne IgA Mangel) [209] Selektiver IgA Mangel [210] Transitorische Hypogammaglobulinämie des Säuglings/Kleinkinds [901] Selektiver Mangel an Polysaccharid-Antikörpern Andere gut definierte Immundefekt-Syndrome [3xx] [301] Wiskott-Aldrich Syndrom [302] Ataxia teleangiectatica [303] Nijmegen Chromosomeninstabilitäts-Syndrom [304] Bloom Syndrom [305] DiGeorge Syndrom [306] Knorpel-Haar Hypoplasie [307] Schimke Dysplasie [308] Hyper-IgE Syndrome [309] Chronisch-mukokutane Candidiasis [310] Immundefekt mit venookklusiver Erkrankung der Leber [311] Høyeraal-Hreidarsson Syndrom [902] Comèl-Netherton Syndrom [903] ICF-Syndrom

9 Inhaltsverzeichnis 9 5. Erkrankungen bei Immundysregulation [4xx] [401] Chediak-Higashi Syndrom [402] Griscelli Syndrom Typ [403] Hermansky-Pudlak Syndrom Typ [404] Familiäre hämophagozytierende Lymphohistiozytose [405] X-chromosomale lymphoproliferative Syndrome [406] Autoimmune lymphoproliferative Syndrome [407] APECED [408] IPEX Defekte der Phagozyten [5xx] [501] Schwere kongenitale Neutropenie und Kostmann-Syndrom [502] Zyklische Neutropenie [503] X-chromosomale Neutropenie bei WASP Defekt [504] Leukozyten-Adhäsionsdefekte [505] Rac 2 Defekt [506] -Aktin Defekt [507] Lokalisierte juvenile Periodontitis [508] Papillon-Lefèvre Syndrom [509] Shwachman-Diamond Syndrom [510] Septische Granulomatosen [511] Neutrophilen Glukose 6 Phosphat-Dehydrogenase Defekt [512] Mendelsche Anfälligkeit für Erkrankung durch Mykobakterien [904] Neutropenie assoziiert mit Glykogenose Typ Ib [905] Barth Syndrom Defekte der innate immunity [6xx] [601] Anhidrotische Ektodermaldysplasien mit Immundefekt [602] IL-1-Rezeptor assoziierte Kinase 4 Mangel [603] WHIM-Syndrom [604] Herpes Simplex Enzephalitis assoziierte Defekte [906] MyD [907] NEMO Komplementdefekte [8xx] [801] Defekte der Komplementfaktoren C1 - C9 (=klassischer Weg) [802] Hereditäres Angioödem [803] Defekte von Faktor D und Properdin (alternativer Weg) sowie der Regulatorproteine I, H und C4bp [804] Defekte des Lektinweges (MBL und MASP-2) [805] Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

10 10 Inhaltsverzeichnis 9. Defekte in der Entwicklung von B- und T-Lymphozyten Normwerte Immunglobuline Blutbild Abkürzungsverzeichnis Referenzen Adressen Immundefektzentren in Deutschland 124 Index 127 Tabelle 7 der IUIS Klassifikation 1 listed autoinflammatorische Erkrankungen, welche hier nicht aufgenommen wurden. Zahlen, die mit 9xx beginnen, nummerieren Immundefekte, die bislang nicht in der IUIS Klassifikation aufgenommen wurden.

11 Algorithmen 11

12 12 1. Algorithmen 1. Algorithmen Allgemeine Hinweise Bei der Anwendung der Algorithmen ist Folgendes zu beachten: Die Algorithmen sollen als ergänzendes Hilfsmittel verstanden werden. Für die Abklärung von PID, die zur gesicherten Diagnosestellung oder zum sicheren Ausschluss eines Immundefektes führt, reichen die hier aufgeführten Diagnosewege nicht aus. Die Zuordnung herausragender Befunde zu einzelnen Krankheitsentitäten [z.b. kalte Lymphknotenabszesse bei Septischen Granulomatosen, ausgeprägter Mundsoor bei Schwerem kombiniertem Immundefekt (SCID)] bedeutet, dass diese Befunde hier besonders häufig und oft charakteristisch sind, aber keineswegs auf die aufgeführten Entitäten begrenzt sind, d.h. so gut wie niemals Spezifität in Anspruch nehmen, sowie umgekehrt ihr Fehlen auch keineswegs ein Vorliegen der aufgeführten Krankheitsentität ausschließt (nicht jeder SCID Patient leidet an Mundsoor!). Die Verdachtsdiagnose eines Immundefektes beruht nur selten auf einem Einzelbefund, sondern vielmehr in der Regel auf charakteristischen Befundkonstellationen ( pattern recognition ), die es zu erkennen gilt. PID können sich auch unter einem ganz unerwarteten Phänotyp präsentieren, z.b. Erkrankungen mit DNA Reparaturdefekten, deren Leitsymptom rein neurologische Auffälligkeiten sein können. Immundefekte fallen klinisch nicht immer primär durch Infektionen auf, sondern auch durch Immundefektfolgekrankheiten wie Autoimmunerkrankungen oder Tumoren. Darüber hinaus werden ständig weitere Erkrankungen beschrieben, die ebenfalls neue Phänotypen darstellen können. Auch zu den viel verwendeten Warnzeichen muss der Hinweis gegeben werden, dass sie nicht mathematisch naturwissenschaftlich verwendet werden, sondern medizinisch empirisch. Dies bedeutet, dass sie hinweisenden Charakter haben und zur Diagnostik führen, aber nicht schon eine Diagnosestellung PID ermöglichen. Wie oben erwähnt, können PID sich auch unter einem Phänotyp präsentieren, welcher in den Warnzeichen keine Entsprechung findet.

13 13 A 4.1: Routineparameter A 4.2: Differentialblutbild A 4.3: Weiterführende Diagnostik A1.0: Mögliche andere Ursachen für erhöhte Infektionsanfälligkeit 4. Labor A 3.2a: Haut und Schleimhaut A 3.2b: Hautanhangsgebilde 1. Warnzeichen A1.1: Verdacht auf PID: Säugling A1.2: Verdacht auf PID: Kinder ( > 1 Jahr) A1.3: Verdacht auf PID: Erwachsene 2. Anamnese 3. Organbezogene Untersuchungsbefunde A 2.1: Familienanamnese mit Stammbaum A 3.1: Organsysteme 1 Lymphatische Organe A2.2: Anamnese Patient A 2.3: Infektionsanamnese A 3.2: Organsysteme 2 Ektodermale Organe A 3.3: Organsysteme 3 Skelettsystem und Zähne A 3.4: Dysmorphien A 2.4: Erreger A 2.4a: Bakterien A 2.4b: Viren, Pilze, Protozoen, Parasiten A 3.5: Organsysteme 5 Respirationstrakt A 3.6: Organsysteme 6 Gastrointestinaltrakt A 3.7: Organsysteme 7 Nervensystem und Muskel A 3.8: Organsysteme 8 Urogenitalsystem A 3.9: Organsysteme 9 Endokrines System A 3.10: Organsysteme 10 Herz und Gefäße Übersicht: Algorithmen.

14 14 1. Algorithmen Warnzeichen Säuglinge: Evaluation indiziert, wenn mindestens eines positiv ist. Eine Kombination mehrerer Warnzeichen macht PID wahrscheinlicher. Pathologische Infektionsanfälligkeit : ELVIS Indizierte antibiotische Therapie ohne heilenden Effekt Gedeihstörung (mit/ohne chronische Diarrhoe) Komplikationen nach Lebendimpfung (Impfinfektion) Auffällige Familienanamnese (z.b. Immundefekt, pathologische Infektionsanfälligkeit, unklare Todesfälle) Labor: z.b. Lymphopenie < 1500 / µl, Neutropenie < 500 / µl, Immunglobuline vermindert (altersabhängige Normwerte!) Persistierende Dermatitis, insbesondere vor dem 2. Lebensmonat Verspäteter Abfall der Nabelschnur Andere Ursache? nein ja Algorithmus A 1.0 Gegebenenfalls Reevaluierung PID möglich: Rücksprache mit Immundefekt-Zentrum Anamnese: Algorithmus A 2 Organbezogene Untersuchungen: Algorithmus A 3 Labor: Algorithmus A 4 Diagnostischer Algorithmus A 1.1: Verdacht auf PID: Säuglinge. Warnzeichen Kinder > 1 Jahre: Evaluation indiziert, wenn mindestens eines positiv ist. Eine Kombination mehrerer Warnzeichen macht PID wahrscheinlicher Pathologische Infektionsanfälligkeit : ELVIS Indizierte antibiotische Therapie ohne heilenden Effekt Gedeihstörung (mit/ohne chronische Diarrhoe) Komplikationen nach Lebendimpfung (Impfinfektion) Auffällige Familienanamnese (z.b. Immundefekt, pathologische Infektionsanfälligkeit, unklare Todesfälle) Labor: z.b. schwere Lymphopenie, Neutropenie < 500 / µl, Immunglobuline vermindert (altersabhängige Normwerte!) Andere Ursache? nein ja Algorithmus A 1.0 Gegebenenfalls Reevaluierung PID möglich: Rücksprache mit Immundefekt-Zentrum Anamnese: Algorithmus A 2 Organbezogene Untersuchungen: Algorithmus A 3 Labor: Algorithmus A 4 Diagnostischer Algorithmus A 1.2: Verdacht auf PID: Kinder ( 1 Jahre).

15 15 Warnzeichen Erwachsene: Evaluation indiziert, wenn mindestens eines positiv ist Eine Kombination mehrerer Warnzeichen macht PID wahrscheinlicher. Pathologische Infektionsanfälligkeit: ELVIS Indizierte antibiotische Therapie ohne heilenden Effekt Unbeabsichtigter Gewichtsverlust, meist mit Diarrhoe Komplikationen nach Lebendimpfung (Impfinfektion) Auffällige Familienanamnese (z.b. Immundefekt, pathologische Infektionsanfälligkeit, unklare Todesfälle) Labor: z.b. schwere Lymphopenie, Neutropenie < 500 / µl, Immunglobuline vermindert Andere Ursache? nein ja Algorithmus A 1.0 Gegebenenfalls Reevaluierung PID möglich: Rücksprache mit Immundefekt-Zentrum Anamnese: Algorithmus A 2 Organbezogene Untersuchungen: Algorithmus A 3 Labor: Algorithmus A 4 Diagnostischer Algorithmus A 1.3: Verdacht auf PID: Erwachsene. Erläuterungen zu den Warnzeichen (Diagnostische Algorithmen A ): i ad 1: Pathologische Infektionsanfälligkeit E.L.V.I.S. Erreger: Hier weisen vor allem opportunistische Erreger, d.h. Erreger, die auch normale Personen kolonisieren aber bei Immundefekten invasiv werden können, auf einen PID hin. Siehe auch Algorithmus 2.4 a-b bezüglich Erreger und PID. Lokalisation: Monotope Infektionen lassen eher an anatomische Ursachen denken, polytope Infektionen an Abwehrdefekte, die sich systemisch auswirken. Ebenso können untypische Lokalisation für einzelne Erreger (z.b. Hirnabszess durch Aspergillus) Hinweis auf PID geben. Verlauf: Ein unerwartet chronischer oder rezidivierender Verlauf einer Infektion, sowie unzureichendes Ansprechen auf antibiotische Therapie (siehe auch Warnzeichen 2). Intensität: = Schweregrad. Ungewöhnlich schwer verlaufende Infektionen sollten an einen PID denken lassen. Major-Infektionen (wie Pneumonien, Meningitiden etc.) überwiegen meist, aber auch persistierende und über das Maß rezidivierende Minor-Infektionen (wie Otitis media, akute Gastroenteritis) sind verdächtig auf PID. Summe der Infektionen: werden von den Betroffenen bzw. Patienteneltern meist als führendes Symptom erwähnt (Hier kann ein Fieberkalender hilfreich sein). Es ist nicht möglich, einen exakten cut-off für noch normale Anzahl und pathologische Häufung anzugeben. Als Annäherungswerte können gelten: acht Minorinfektionen pro Jahr, zwei Pneumonien oder schwere Sinusitiden pro Jahr. i ad 3: Gedeihstörung/Gewichtsverlust Bei Kindern: Perzentilenkurven für Größe, Gewicht und Kopfumfang beachten.

16 16 1. Algorithmen i ad 5: Auffällige Familienanamnese Die Erstellung eines Stammbaums ist hier sehr wichtig, da oft dadurch erst ungeklärte Todesfälle etc. erinnert werden. Ebenfalls wird so Konsanguinität deutlich bzw. sollte diese erfragt werden. i ad 6: Labor Bei Laborbefunden sind die altersspezifischen Normwerte zu beachten. Diese können für bestimmte Altersgruppen eine sehr weite Bandbreite umfassen. i ad 7: Persistierende Dermatitis Persistierende Dermatitiden beim Säugling eröffnen ein breites differentialdiagnostische Spektrum z.b. von GvHD bis zu Ekzem bei Hyper-IgE Syndromen. Siehe auch Algorithmus 3.2a. i ad 8: Verspäteter Abfall der Nabelschnur 3-4 Wochen. Siehe auch Algorithmus 3.2a.

17 17 Andere Ursachen für pathologische Infektionsanfälligkeit Haut Mittelohr Nasennebenhöhlen: chronische Sinusitis Ekzem Verbrennungen Zinkmangel blasenbildende Erkrankungen Atemwege Gastrointestinal Niere Harnwege Morbus Wegener Gebrauch inhalatorischer Steroide Allergien anatomische Ursachen Zöliakie Eiweißverlustsyndrom, enterales chronisch entzündliche Darmerkrankungen Maldigestion / Malabsorptionssyndrome Reflux mit Obstruktion Fehlbildung, Stenose Meningen Neuroporus Liquorfistel Hämatologie weiteres Immunsuppressiva inklusive Biologicals HIV Infektion Adenoide Zystische Fibrose Gastroösophagealer Reflux Ziliendyskinesiesyndrom Bronchopulmonale Dysplasie Asthma bronchiale COPD Tracheobronchiale Fehlbildungen Bronchiektasen (andere Ursache als PID) Fremdkörperaspiration Eiweißverlustsyndrom, renales Stoffwechselkrankheit Onkologische Erkrankung, z.b.: - Lymphome - Plasmozytom, CLL Knochenmarkshypo/~aplasien - Aplastische Anämien, erworbene - Myelodysplastisches Syndrom - Fanconi Anämie u.a. angeborene KM-Hypoplasien Adäquate Therapie und Kontrolle Gegebenenfalls Reevaluierung zurück zu Algorithmus (entsprechend der Altersgruppe) A A A 1.1 Säugling 1.2 Kinder 1.3 Erwachsene Diagnostischer Algorithmus A 1.0: Mögliche andere Ursachen für erhöhte Infektionsanfälligkeit.

18 18 1. Algorithmen Anamnese Familie Patient Familienanamnese Algorithmus A 2.1 Anamnese Patient Algorithmus A 2.2 Infektions-Anamnese Algorithmus A 2.3 Infektions-Anamnese Erreger Algorithmus A 2.4 a,b Gliederung 2: Anamnese. Familienanamnese Stammbaum erstellen (!) HIV Infektion der Mutter Fragen nach: Konsanguinität der Eltern bekannte Infektionsanfälligkeit PID frühe unklare Todesfälle einschließlich Kindstod/Aborte Tumorerkrankungen Autoimmunerkrankungen ungeklärte Syndromerkrankungen Diskoider LE der Mutter Diagnostischer Algorithmus A 2.1: Familienanamnese.

19 19 Anamnese: Patient unklares Fieber Tumoren / Lymphome alle PID denkbar, gehäuft z.b. bei septischen Granulomatosen [510] anhidrotischen Ektodermal- Dysplasien mit ID [601] Neutropenien [ ] Lymphknotenvergrößerung Autoimmunerkrankung gastrointestinale Beschwerden auffällige infektions- Anamnese: siehe Algorithmus A 2.3 siehe Algorithmus A 3.1 Arthritiden SLE- (ähnlich) Zytopenien (Anämie, Neutropenie,Thrombozytopenie) siehe Algorithmen A4.1 und A4.2 Malabsorption/ chronische Diarrhoe Koliken ohne Diarhhoe DD. periodische Fiebersyndrome DD: sekundäre Immundefizienz gehäuft z.b. bei Komplementdefekten (C1, C2, C4) [801] gehäuft z.b. bei hereditärem Angiödem [802] Immundefekt mit erhöhter Radiosensitivität Wiskott-Aldrich Syndrom autoimmunen, lymphoproliferativen Syndromen [406] X-chromosomalen lymphoproliferativen Syndromen [405] CVID [204] Good-Syndrom [203] X-chromosomalen Agammaglobulinämien Antikörpermangelsyndromen [ ] Wiskott-Aldrich Syndrom [301] fast alle PD, unter anderem kombinierten Immundefekten Antikörpermangelsyndromen [ ] [ ] Hyper-IgM Syndromen [205] Shwachmann-Diamond Syndrom [509] IPEX Syndrom [408] NEMO mit/ohne EDA-ID [601, 907] Septischen Granulomatosen [510] [ , ] [301] [201] Diagnostischer Algorithmus A 2.2: Anamnese Patient.

20 20 1. Algorithmen Infektions-Anamnese Manifestation Erreger Sepsis Osteomyelitis Infektion des Infektion des ZNS Abszesse (Haut, Lymphknoten, innere Organe) HNO- und Respirationstraktes Infektion des Gastrointestinaltraktes Enzephalitis/ Enzephalomyelitis Meningitis Neutropenien [ ] Defekten der innate immunity [601, 602, 906, 907] Antikörpermangelsyndromen [ ] SCID [ ] Asplenie Neutropenien [ ] Phagozytendefekten [ , 509, 510, 904] Antikörpermangelsyndromen Hyper IgE Syndromen [308] Septischen Granulomatosen Störung von L-12, IL-12R und IFN Rezeptor [512] Defekten der innate immunity [601, 602, 906] [ ] [510] siehe ebenfalls Algorithmus 3.2 A siehe ebenfalls Algorithmus A 3.5 Defekten der innate immunity [604] sehr vielen PID, unter anderem bei Antikörpermangelsyndromen [ ] SCID [ ] Antikörpermangelsyndromen SCID [101] siehe ebenfalls [ ] Algorithmus A 3.7 siehe Algorithmus A 2.4 a, b Erreger Septischen Granulomatosen [510] Defekten der innate immunity [601, 602, 906, 907] SCID (nach BCG Impfung) [101] siehe ebenfalls Algorithmus 3.3 A Antikörpermangelsyndromen [ ] SCID [ ] siehe ebenfalls Algorithmus A 3.6 Antikörpermangelsyndromen [ ] Komplementdefekten Defekten der innate immunity siehe ebenfalls Algorithmus A 3.7 [601, 602, 906] [ ] Diagnostischer Algorithmus A 2.3: Infektions-Anamnese.

21 21 Opportunistischee Erreger (Viren, Bakterien, Pilze), ungewöhnliche Verläufe Erreger bei SCID sehr breites Erregerspektrum, einschließlich der hier aufgeführten Hinweis auf Vielzahl von PID Bakterien Viren Pilze Parasiten / Protozoen Pneumokokken / Hämophilus influenza B Bekapselte Bakterien Antikörpermangelsyndromen [ ] Komplementdefekten [801,803] Asplenie Antikörpermangelsyndromen [ ] Neutropenien Neisserien / Meningokokken Staphylococcus aureus Pseudomonas Defekten der innate immunity [602, 906] XLA [201] sekundär bei Bronchiektasen [501, 503] Mykobakterien (nichttuberkulöse) oder Salmonellen Nocardia, Klebsiella, Serratia oder Burkholderia septischen Granulomatosen [510] Helicobacter siehe Algorithmus A 2.4a Antikörpermangelsyndromen [ ] Neutropenien [501, 503] septischen Granulomatosen Antikörpermangelsyndomen Hyper-IgE Syndromen [308] Defekten der innate immunity (EDA-ID, IRAK4, IgG2 / IgG4 Subklassendefekt [208] Defekten der innate immunity (EDA-ID, IRAK4, [601] [602] [906] [907] [301] [801] [302] MyD 88, NEMO ) Wiskott-Aldrich Syndrom Komplementdefekt Ataxia teleangiectatica Asplenie Defekten des Lektinweges [804] [601] [602] [906] [907] MyD 88, NEMO ) Comèl-Netherton Syndrom [510] [ ] [902] Störung von Interferon, IL 12 oder IL 12-Rezeptor oder der Signaltransduktion [512] Diagnostischer Algorithmus A 2.4a: Erreger, assoziiert mit bestimmten Immundefekten: Bakterien.

22 22 1. Algorithmen Opportunistische Erreger (Viren, Bakterien, Pilze), ungewöhnliche Verläufe Erreger bei SCID sehr breites Erregerspektrum, einschließlich der hier aufgeführten Hinweis auf Vielzahl von PID Viren Pilze Parasiten / Protozoen Bakterien HSV Enzephalitis assoziiertem Defekt [604] Herpesviren HSV im ZNS EBV andere Viren der Herpesgruppe X-chromosomalen, lymphoproliferativen Syndromen T-Zell Defekte [405] [z.b. 301, 404, 406] Antikörpermangelsyndromen [ ] Immundefekt mit venookklusiver Erkrankung der Leber [310] Enteroviren Molluscum contagiosum Virus Antikörpermangelsyndromen [ ] Hyper-IgE Syndromen insbesondere autosom-rez. Cernunnos/XLP [308] [106] bei Defekten von B-Zellen T-Zellen NK-Zellen NK-T-Zellen innate immunity [603, 604] Phagozytendefekten Hyper-IgE Syndromen chronisch-mukokutaner Candidiasis [309] APECED [407] Hyper-IgM Syndromen [205] [ , 506] [308] ICF [903] Immundefekt mit venookklusiver Erkrankung der Leber [310] PSP (Pneumocystis jiroveci) (HIGM 1, HIGM 3) ICF [903] Hyper-IgM Syndromen [205] (HIGM 1, HIGM 3) Kryptosporidien Toxoplasmen, Lamblien CVID [204] siehe Algorithmus A 2.4a Erreger, assoziiert mit bestimmten Immundefekten: Viren - Pilze - Parasi- Diagnostischer Algorithmus A 2.4b: ten - Protozoen.

23 23 Organbezogene Untersuchungsbefunde Systemisch Organsysteme Lymphatische Organe Algorithmus A 3.1 Minderwuchs Dystrophie Mikrozephalie (Körpermaße, bei Kindern auch Perzentile, für Größe, Gewicht Kopfumfang) Abszesse Sepsis Ektodermale Organe Skelettsystem / Zähne Dysmorphien Algorithmus A 3.2 Algorithmus A 3.3 Algorithmus A 3.4 Respirationstrakt Algorithmus A 3.5 siehe Algorithmus A 3.3 Skelettsystem / Zähne siehe Algorithmus A 2.3 Infektionsanamnese Gastrointestinaltrakt Nervensystem / Muskel Algorithmus A 3.6 Algorithmus A 3.7 Urogenitalsystem Algorithmus A 3.8 Endokrines System Algorithmus A 3.9 Herz / Gefäße Algorithmus A 3.10 Gliederung 3: Organbezogene Untersuchungsbefunde (körperliche Untersuchung, ggf. einschließlich bildgebender Verfahren und Histopathologie).

24 24 1. Algorithmen Organsystem 1: Lymphatische Organe Tonsillen Lymphknoten Milz Thymus Hypoplasie Hyperplasie / Lymphknoten-Abszesse Asplenie Splenomegalie Thymushypo / Lymphadenopathie -aplasie Thymom Agammaglobilinämien SCID [201, 202] [ ] Phagozytendefekten [ , ] Good Syndrom [203] chronischer mukokutaner Candidiasis [309] angeborene und erworbene Asplenie SCID [ , 108] DiGeorge Syndrom [305] CVID [204] Hyper-IgM Syndromen [205] autoimmunen, lymphoproliferativen Syndromen (ASPS) [406] bei Vielzahl von PID, z.b. bei: CVID [204] Omenn Syndrom [104] Hyper-IgM Syndromen [205] Chédiak-Higashi Syndrom [401] Griscelli Syndrom [402] familiären, hämophagozytischen Lymphohistiozytosen [404] autoimmunen, lymphoproliferativen Syndromen [406] Shwachman-Diamond Syndrom [509] X-chromosomalen lymphoproliferativen Syndromen [405] Diagnostischer Algorithmus A 3.1: Lymphatische Organe.

25 25 Organsystem 2a: Haut und Schleimhaut Pigmentierungsstörung Erythem Ekzem Dyskeratosen linsengroße Pigmentflecken Palmoplantarkeratosen Ulzerationen Infektionen Wundheilungsstörung Hypopigmentierung Pigmentflecken Høyeraal- Hreidarsson- Syndrom [311] Abszesse Candidiasis Warzen Granulozytopenie mit NK-Defekt (Chédiak-Higashi Syndrom [401], Griscelli Syndrom [402], Hermansky-Pudlak Syndrom [403] ) radiosensitiven Erkrankungen, z.b. Nijmegen Chromo- someninstabilitäts- Syndrom [303], Ataxia teleangiectatica [302] CVID [204] Ataxia teleangiectatica Nijmegen Chromosomeninstabilitäts-Syndrom Bloom-Syndrom Høyeraal-Hreidarsson- Syndrom Café-au-lait Flecken [311] z.b. bei: Schimke [302] [303] [304] Dysplasie [307] SLE (ähnlich) Komplementdefekten [801] Diskoider LE Konduktorin für das X-chromosomal rezessive Gen für Septische Granulomatose [510] Wiskott-Aldrich Syndrom bereits neonatales Ekzem bei Hyper-IgE Syndromen Omenn Syndrom z.b. bei: Papillon-Lefèvre Syndrom [508] [104] (Graft versus Host Reaktion bei jungen Säuglingen) IPEX [408] Comèl-Netherton Syndrom [301] [308] [902] Neutropenien [501, 509, 503] septischen Granulomatosen [510] Hyper-IgE Syndromen [308] Störung von II12, II12-R und IFN -Rezeptor [512] Defekten der innate immunity [601, 602, 906, 907] Hyper-IgM Syndromen [205] Comèl-Netherton Syndrom [902] [ ] SCID chronisch-mukokutaner Candidiasis APECED MHC Klasse II Defekt Hyper-IgE Syndromen Good-Syndrom [203] ICF [903] [309] [106] Verruca vulgaris WHIM- Syndrom [603] T-Zell Defekten [110] [308] Mollusca contagiosa Hyper-IgE Syndromen, insbesondere autosom-rez. [308] Phagozytendefekten (z.b. septischen Granulomatosen [510], Neutropenien [501, 503], Leukozyten-Adhäsionsdefekten [504] Rac2 Defekt [505] IRAK4 [602] Myd88 Defekt [906] Leukozyten-Adhäsionsdefekten [504], Rac2 Defekt [505] ) Verspäteter Abfall der Nabelschnur Bloom-Syndrom (Gesichtserythem) [304] (photosensibel) Omenn Syndrom [104] Graft versus Host Reaktion bei SCID [101] Comèl-Netherton Syndrom [902] bei vielen PID möglich, Neutropenien [ ] Kombinierten Immundefekten [ ] MHC Klasse I Defekt [110] Hyper-IgM Syndromen [205] (oral, rektal) Leukozyten-Adhäsionsdefekten [504] Diagnostischer Algorithmus A 3.2a: Haut und Schleimhaut (Teil 1).

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Johannes Liese Pädiatrische Infektiologie und Immunologie / Universitäts-Kinderklinik Würzburg Kinderklinik und Poliklinik Direktor: Prof.

Mehr

Infektionen im Kindesalter was ist zu tun?

Infektionen im Kindesalter was ist zu tun? Häufige Infektionen Fehler im System? Ursachenforschung und Behandlungsmöglichkeiten Infektionen im Kindesalter was ist zu tun? Jürgen Kunkel, Kinderklinik der Universität Regensburg Übersicht Was ist

Mehr

Querschnittsbereich 4 Immundefektdiagnostik. Ulrich Sack

Querschnittsbereich 4 Immundefektdiagnostik. Ulrich Sack Querschnittsbereich 4 Immundefektdiagnostik Ulrich Sack Immundefekte Kriterium Bedingungen des Auftretens Betroffenes System physiologische angeboren erworben sekundär iatrogen infektiös Stammzelle TVorläufer

Mehr

Infektanfälligkeit vs. Immundefekt. Fortbildung 27.Februar 2016

Infektanfälligkeit vs. Immundefekt. Fortbildung 27.Februar 2016 Infektanfälligkeit vs. Immundefekt Fortbildung 27.Februar 2016 Zu Beginn... Ein kleiner Fallbericht 2 Anamnese I 20jähr. Studentin: Als Kind nach eigener Erinnerung häufig erkältet, viel Husten und musste

Mehr

Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen

Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen Kirsten Wittke Institut für Medizinische Immunologie CVK, Charité Berlin Immundefekt Ambulanz für Erwachsene Immundefekte bei hämatologischen Erkrankungen

Mehr

Stellen Sie getrennte Anträge für inhaltlich nicht zusammenhängende Änderungsvorschläge!

Stellen Sie getrennte Anträge für inhaltlich nicht zusammenhängende Änderungsvorschläge! Änderungsvorschlag für die ICD-10-GM 2014 Hinweise zum Ausfüllen und Benennen des Formulars Bitte füllen Sie dieses Vorschlagsformular elektronisch aus und schicken Sie es als E-Mail-Anhang an vorschlagsverfahren@dimdi.de.

Mehr

DAS HYPER-IgM-SYNDROM

DAS HYPER-IgM-SYNDROM DAS HYPER-IgM-SYNDROM Diese Broschüre wurde für Patienten und ihre Familie verfasst und ist nicht als Ersatz für eine Beratung durch einen klinischen Immunologen zu betrachten 1 Auch zur Verfügung: AGAMMAGLOBULINÄMIE

Mehr

Zi-Kodier-Manual. Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit oder Immundefekt? Stand 2015

Zi-Kodier-Manual. Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit oder Immundefekt? Stand 2015 Stand 2015 Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit oder Immundefekt? Zi-Kodier-Manual Dieses Manual soll für die vertragsärztliche Praxis eine Hilfe beim Kodieren bestimmter Krankheitsbilder bzw. Versorgungsbereiche

Mehr

Leitlinie. Diagnostik von primären Immundefekten

Leitlinie. Diagnostik von primären Immundefekten publiziert bei: AWMF-Register Nr. 027/050 Klasse: S2k Leitlinie Diagnostik von primären Immundefekten Koordination der Leitlinie: Stephan Ehl, Ilka Schulze Autoren: Susan Farmand 1, Ulrich Baumann 2, Horst

Mehr

Zi-Kodier-Manual. Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit oder Immundefekt? Stand 2015

Zi-Kodier-Manual. Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit oder Immundefekt? Stand 2015 Stand 2015 Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit oder Immundefekt? Zi-Kodier-Manual Dieses Manual soll für die vertragsärztliche Praxis eine Hilfe beim Kodieren bestimmter Krankheitsbilder bzw. Versorgungsbereiche

Mehr

Immundefizienzen. Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20

Immundefizienzen. Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20 Grundlagen der Immunologie 5. Semester - Dienstags 11.15 Uhr Ruhr-Universität Bochum, HMA 20 Immundefizienzen Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Diagnostik von Immundefizienzen Besonderheiten

Mehr

Sekundäre Immundefekte: erworbene Schwäche des Immunsystems. OA Dr. med. T. Winterberg

Sekundäre Immundefekte: erworbene Schwäche des Immunsystems. OA Dr. med. T. Winterberg Sekundäre Immundefekte: erworbene Schwäche des Immunsystems OA Dr. med. T. Winterberg Themenübersicht Immunsystem: Aufgaben und Organisation Primäre, sekundäre und iatrogene Immundefekte Fallbeispiel Opportunistische

Mehr

Akute lymphoblastische Leukämie

Akute lymphoblastische Leukämie Akute lymphoblastische Leukämie Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Universitätskinderklinik Münster November 2011 Krebserkrankungen des Kindesalters Leukämien 34.5% Leukämien ALL: 478 Kinder/Jahr AML:

Mehr

Diagnostik von Immundefekten

Diagnostik von Immundefekten Diagnostik von Immundefekten Dr. med. Thorsten Krieger Haferweg 36 22769 Hamburg Tel.: 040 / 33 44 11 666 871 Fax: 040 / 33 44 11 670 www.aesculabor-hamburg.de info@aesculabor-hamburg.de Praxis Diagnostik

Mehr

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen

Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Adoptive Immuntherapie dendritische Zellen, Killerzellen, T-Zellen Priv. Doz. Dr. med. Torsten Tonn Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie Johann Wolfgang Goethe Universitätsklinikum Frankfurt

Mehr

Eiweissstoff, der vom Körper als fremd eingestuft wird (z.b. Teile von Krankheitserregern)

Eiweissstoff, der vom Körper als fremd eingestuft wird (z.b. Teile von Krankheitserregern) Glossar Begriff Erklärung Krankheiten Symbol Antikörper (Ak)/ Immunglobuline (Ig) Antigen (Ag) Eiweissstoff des menschlichen Körpers, Bestandteil des erworbenen, humoralen Teils des Immunsystems, wichtig

Mehr

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik : Klinik Leitsymptome Meningitis Enzephalitis Abszess Meningismus Kopfschmerzen Fieber Veränderungen der Bewusstseinslage Reizsymptome (Epilepsie) Fokus, periphere neurologische Defizite Hirnlokales Psychosyndrom

Mehr

Immundefekte und Autoimmunität - Überblick

Immundefekte und Autoimmunität - Überblick Immundefekte und Autoimmunität - Überblick Dr. Gundula Notheis Immundefekt-Ambulanz Dr. von Haunersches Kinderspital München dsai Ärztliche Fortbildung März 2013 Immunsystem und Autoimmunität Kontrolle

Mehr

Das Immunprofil Starke Abwehr gesundes Leben

Das Immunprofil Starke Abwehr gesundes Leben 4 Das Immunprofil Starke Abwehr gesundes Leben Wie wichtig ist unser Immunsystem? Starke Abwehr gesundes Leben: Das Immunsystem ist unser wichtigstes Schutzschild, es hält uns gesund. Tag für Tag muss

Mehr

Antikörpermangel: eine Übersicht zum häufigsten Immundefekt

Antikörpermangel: eine Übersicht zum häufigsten Immundefekt Antikörpermangel: eine Übersicht zum häufigsten Immundefekt Marc Schmalzing, 29.6.2013 Schwerpunkt Rheumatologie / Klinische Immunologie Leiter: Prof. Dr. H.P. Tony Medizinische Klinik und Poliklinik II

Mehr

Immundefektzentren in Deutschland

Immundefektzentren in Deutschland Immundefektzentren in Deutschland Berlin ImmunDefektCentrum der Charité, Berlin IDCC, Berlin Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie Leiter: Prof. Dr. Volker Wahn Augustenburger

Mehr

Immunglobulin- Substitution und Impfungen. bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg

Immunglobulin- Substitution und Impfungen. bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg Immunglobulin- Substitution und Impfungen bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg Einführung Historisches zur Immunglobulintherapie Physiologie des Immunsystems Immunglobulintherapie

Mehr

Leitsymptome angeborener Immundefekte

Leitsymptome angeborener Immundefekte Leitsymptome angeborener Immundefekte 44. Internationaler Oster-Seminar- Kongress, Brixen 18.04.2011 Horst von Bernuth Klinik für Pädiatrie m.s. Pneumologie und Immunologie U N I V E R S I T Ä T S M E

Mehr

Untersuchung Ergebnis Vorwert Referenzbereich

Untersuchung Ergebnis Vorwert Referenzbereich Muster, Max geb. 01.01.1970 Barcode 00347722 Labornummer 811030201 Probenabnahme am 03.11.2008 Probeneingang am 03.11.2008 12:05 Ausgang am 05.11.2008 Praxis 9999 Dr. med. Hugo Muster Allgemeinmedizin

Mehr

Immunologie der Vaskulitis

Immunologie der Vaskulitis Querschnitt Immunologie-Infektiologie Montags 12.00 Uhr Hörsaalzentrum St. Joseph Immunologie der Vaskulitis Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Ein Patient mit diesen Veränderungen kommt in

Mehr

Das spezifische Immunsystem. T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen

Das spezifische Immunsystem. T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, Nicolaistraße 22, 12247 Berlin +49 3077001-220, info@inflammatio.de Das spezifische Immunsystem T-Lymphozyten und deren Effektormechanismen Dr. med. Volker

Mehr

Einblick in die Stammzelltransplantation. Maria Röthlin, Akad. Gesundheitsmanagerin, BL-Pflege Interne I

Einblick in die Stammzelltransplantation. Maria Röthlin, Akad. Gesundheitsmanagerin, BL-Pflege Interne I Einblick in die Stammzelltransplantation Maria Röthlin, Akad. Gesundheitsmanagerin, BL-Pflege Interne I Einblick in die Stammzelltransplantation Definition SZT (KMT) Die Übertragung von körpereigenen (autologen)

Mehr

Pneumologische Rehabilitation - Lungensport

Pneumologische Rehabilitation - Lungensport Thema: Diagnostische Prinzipien bei Asthma Von: Esther Bleise Inhalt: 1) Allgemeines zur Diagnostik 2) Anamnese und körperliche Untersuchung 3) Lungenfunktionsdiagnostik 3.1) Spirometrie 3.2) Reversibilitätstests

Mehr

Antivirale Prophylaxe Leitlinie

Antivirale Prophylaxe Leitlinie Antivirale Prophylaxe Leitlinie Empfehlungen der Fachgesellschaft zur Diagnostik und Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen Herausgeber DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische

Mehr

Erkältung / Pharyngitis häufig: Adenoviren, EBV, Influenza-Viren, Parainfluenza-Viren, Picornaviren, RSV seltener: Bordetella pertussis

Erkältung / Pharyngitis häufig: Adenoviren, EBV, Influenza-Viren, Parainfluenza-Viren, Picornaviren, RSV seltener: Bordetella pertussis Arthritis (Reaktiv) Borrelien, Campylobacter, Chlamydia trachomatis, Salmonellen, Streptokokken (ASL), Yersinien seltener: Brucellen, Hepatitis B-Virus, Mykoplasma hominis, Parvovirus B19, Röteln-Virus,

Mehr

E-Poster 66. Pulmonale Raumforderung unter Infliximab-Therapie

E-Poster 66. Pulmonale Raumforderung unter Infliximab-Therapie E-Poster 66 Pulmonale Raumforderung unter Infliximab-Therapie Alexander Jordan 1, Mathias Dürken 2, Alexander Marx 3 und Rüdiger Adam 1 (1) Pädiatrische Gastroenterologie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,

Mehr

Reisen nach Hämopoietischer Stammzelltransplantation (HSCT) André Tichelli

Reisen nach Hämopoietischer Stammzelltransplantation (HSCT) André Tichelli Reisen nach Hämopoietischer Stammzelltransplantation (HSCT) André Tichelli Reisen in Entwicklungsländer Wo ist das Problem? Risiko bei gesunden Personen Bestimmte Vorsichtsmassnahmen Prophylaktische Massnahmen

Mehr

VASKULITIDEN. Vaskulitiden. Definition: Häufigkeit: Entstehung: Symptome

VASKULITIDEN. Vaskulitiden. Definition: Häufigkeit: Entstehung: Symptome Vaskulitiden Definition: Eine Gruppe entzündlicher Erkrankungen der Blutgefäße mit sehr unterschiedlichem, teilweise auch lebensgefährlichen Verlauf. Man unterscheidet die primären Vaskulitiden, welche

Mehr

Stammzelltransplantation

Stammzelltransplantation Cornelie Haag Medizinische Klinik und Poliklinik 1 Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus Dresden 1 Klinische Einteilung - Begriffsbestimmung Autologe Quelle: Patient selbst KM oder peripheres Blut (Apherese)

Mehr

Wann ist an einen Immundefekt zu denken?

Wann ist an einen Immundefekt zu denken? Häufige Infektionen Diagnostik und Therapie Samstag, 28. November 2015 Wann ist an einen Immundefekt zu denken? Univ. Prof. Dr. med. Georg Pongratz Poliklinik, Funktionsbereich & Hiller Forschungszentrum

Mehr

Inhaltsverzeichnis. KDL_Haematologie.indb 9 26.01.2015 15:20:42

Inhaltsverzeichnis. KDL_Haematologie.indb 9 26.01.2015 15:20:42 Inhaltsverzeichnis Vorwort 2015...5 1 Allgemeine Kodierregeln...15 1.1 Definition der Hauptdiagnose...15 1.2 Definition der Nebendiagnose...17 1.3 Prozeduren...20 1.4 Allgemeiner Prüfalgorithmus...20 1.5

Mehr

5. Oktober 2011. Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus

5. Oktober 2011. Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus 5. Oktober 2011 Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus Dr. med. Volker von Baehr Zelluläre Elemente des Immunsystems Unspezifisches Immunsystem (angeboren, nicht lernfähig) Monozyten Gewebemakrophagen

Mehr

Immundefekte (ID) Aufbau des Immunsystems. Defekte der adaptiven Immunität. Unser Kind ist häufig krank... B-Zell-Entwicklung.

Immundefekte (ID) Aufbau des Immunsystems. Defekte der adaptiven Immunität. Unser Kind ist häufig krank... B-Zell-Entwicklung. Übersicht Immundefekte bei Kindern Was ist Infektanfälligkeit? Pathophysiologie Warnzeichen Diagnostik Aufbau des Immunsystems Immundefekte Defekte von B-Zellen, T-Zellen, Phagozyten Fallbeispiele Ulrich

Mehr

DRG: Verschlüsseln leicht gemacht

DRG: Verschlüsseln leicht gemacht A. Zaiß (Hrsg.) DRG: Verschlüsseln leicht gemacht Deutsche Kodierrichtlinien mit Tipps, Hinweisen und Kommentierungen Mit Beiträgen von B. Busse, D. Dreizehnter, S. Hanser, F. Metzger und A. Rathgeber

Mehr

Nahrungsmittelallergie, Malabsoprtion. Prof. Dr. Tamás Decsi Kinderklinik, UNI Pécs

Nahrungsmittelallergie, Malabsoprtion. Prof. Dr. Tamás Decsi Kinderklinik, UNI Pécs Nahrungsmittelallergie, Malabsoprtion Prof. Dr. Tamás Decsi Kinderklinik, UNI Pécs Die Definition einer Nahrungsmittelallergie Die krankmachende Symptomatik ist überzeugend und reproduzierbaar Eine Auslösung

Mehr

Inhalt 1 Das Immunsystem Rezeptoren des Immunsystems

Inhalt 1 Das Immunsystem Rezeptoren des Immunsystems Inhalt 1 Das Immunsystem 1.1 Bedeutung des Immunsystems..................................... 1 1.2 Das Immunsystem unterscheidet zwischen körpereigen und körperfremd.................................................

Mehr

Moderne Therapie im Kindesalter

Moderne Therapie im Kindesalter Moderne Therapie im Kindesalter u UNI-MED Vertag AG Bremen - London - Boston Inhaltsverzeichnis Grundlagen 12 1.1. 1.1.1. 1.1.2. 1.1.3. 1.1.4. 1.1.4.1. 1.1.4.2. 1.1.4.3. 1.1.4.4. 1.1.4.5. 1.1.4.6. 1.1.4.7.

Mehr

Agammaglobulinämie. Auch zur Verfügung: DAS VARIABLE IMMUNDEFEKT-SYNDROM DER SCHWERE KOMBINIERTE IMMUNDEFEKT DIE CHRONISCHE GRANULOMATOSE

Agammaglobulinämie. Auch zur Verfügung: DAS VARIABLE IMMUNDEFEKT-SYNDROM DER SCHWERE KOMBINIERTE IMMUNDEFEKT DIE CHRONISCHE GRANULOMATOSE AGAMMAGLOBULINÄMIE Diese Broschüre wurde für Patienten und ihre Familie verfasst und ist nicht als Ersatz für eine Beratung durch einen klinischen Immunologen zu betrachten 1 Auch zur Verfügung: DAS VARIABLE

Mehr

Das Immunsupprimierte Kind. W. Kaulfersch Abt. f. Kinder- und Jugendheilkunde Klagenfurt

Das Immunsupprimierte Kind. W. Kaulfersch Abt. f. Kinder- und Jugendheilkunde Klagenfurt Das Immunsupprimierte Kind W. Kaulfersch Abt. f. Kinder- und Jugendheilkunde Klagenfurt Unabhängig davon wie wir leben, wie wir essen, wie gut wir auf uns aufpassen, unterliegt unser Körper einer konstanten

Mehr

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie HIV-Infektion und AIDS Seminar aus funktioneller Pathologie Retroviren des Menschen Lentiviren von Primaten Das Virion des HI-Virus schematisch und elektronenmikroskopisch Virale Gene Bindungssequenzen

Mehr

Bei den Leukämien handelt es sich um bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems,

Bei den Leukämien handelt es sich um bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, Leukämien Bei den Leukämien handelt es sich um bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, im Volksmund ist deshalb gelegentlich auch vom Blutkrebs die Rede. Die Erkrankung nimmt ihren Ausgang im

Mehr

Fragen-Aufbaukurs Wilsede 2007

Fragen-Aufbaukurs Wilsede 2007 Fragen-Aufbaukurs Wilsede 2007 1.) Bei welcher der aufgeführten Erkrankungen spielen vaso-okklusive Komplikationen eine wesentliche Rolle? A - Alpha-Thalassämie, Majorform B - Beta-Thalassämie, Majorform

Mehr

Oft spät erkannt: HIV - Erkrankungen & Symptome -

Oft spät erkannt: HIV - Erkrankungen & Symptome - Oft spät erkannt: HIV - Erkrankungen & Symptome - Hartwig Klinker Medizinische Klinik und Poliklinik II der Universität Würzburg Schwerpunkt Infektiologie Kasuistik 2003 Syphilis (heterosexueller Risiko-Kontakt

Mehr

Variables Immundefektsyndrom (CVID)

Variables Immundefektsyndrom (CVID) Variables Immundefektsyndrom (CVID) 1. CVID - was ist das? 2. Wie häufig ist die Erkrankung? 3. Was sind die Ursachen der Erkrankung? 4. Ist es eine Erbkrankheit? 5. Wie wird die Erkrankung festgestellt?

Mehr

Titer. französisch titre: Feingehalt

Titer. französisch titre: Feingehalt Serologie Testverfahren (in der Mikrobiologie und Virologie) zur Bestimmung spezifischer Antikörper im Serum oder in anderen Körperflüssigkeiten gegen infektiöse Erreger Titer französisch titre: Feingehalt

Mehr

Häufige Infektionen im Erwachsenalter: Diagnostik & DD

Häufige Infektionen im Erwachsenalter: Diagnostik & DD Häufige Infektionen im Erwachsenalter: Diagnostik & DD Dr. Boris Ehrenstein Infektiologie / Rheumatologie Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I Häufige ambulant erworbene Infektionen Sinusitis, Otitis

Mehr

Reaktive Veränderungen und Anomalien. Weiterbildung Labmed 29.11.2007. Dr. Luzius Schmid. Leitender Arzt für Hämatologie, IKCH luzius.schmid@ikch.

Reaktive Veränderungen und Anomalien. Weiterbildung Labmed 29.11.2007. Dr. Luzius Schmid. Leitender Arzt für Hämatologie, IKCH luzius.schmid@ikch. Reaktive Veränderungen und Anomalien Weiterbildung Labmed 29.11.2007 Dr. Luzius Schmid Leitender Arzt für Hämatologie, IKCH luzius.schmid@ikch.ch Allgemeines Hämopoietische Stamm - und Vorläuferzellen

Mehr

GPGE Jahrestagung 2014; Dortmund. IgG4- assoziierte Kolitis im Rahmen einer IgG4-related disease (IgG4-RD)

GPGE Jahrestagung 2014; Dortmund. IgG4- assoziierte Kolitis im Rahmen einer IgG4-related disease (IgG4-RD) GPGE Jahrestagung 2014; Dortmund IgG4- assoziierte Kolitis im Rahmen einer IgG4-related disease (IgG4-RD) E. Bertko 1, M. Borte 1, C. Spranger 1, S. Wygoda 1, T. Wiech 2, TH. Richter 1 1 Kinderklinik,

Mehr

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Dr. Claudia Wolff Viramed Biotech AG 1 Akute EBV-Primärinfektion Erster

Mehr

Autoimmunhämolytische Anämien (AIHA) Pathophysiologie und Therapie

Autoimmunhämolytische Anämien (AIHA) Pathophysiologie und Therapie Autoimmunhämolytische Anämien (AIHA) Pathophysiologie und Therapie Hämatologie Heute Dr. B. Mayer 19.April 2013 1 Autoimmunhämolytische Anämie (AIHA) Inzidenz ca. 1-3:100 000 AIHA vom Wärmetyp (ca. 70%)

Mehr

Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit. Thomas Ledig, Ditzingen

Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit. Thomas Ledig, Ditzingen Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit Thomas Ledig, Ditzingen Agenda Das Feld bereiten: Impfungen mütterliches vs. kindliches Immunsystem Vorteile des Impfens für die Stillzeit Aufbau maternaler

Mehr

Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik

Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik Durchflusszytometrische BALF-Diagnostik Gliederung 1. Lymphozytenidentifizierung 2. Durchflusszytometrie als Methode 3. Bearbeitung der Proben 4. Typische Befunde und Probleme 5. Blick in die Zukunft Dagmar

Mehr

IgA-Mangelnicht mit zählt, sind angeborene

IgA-Mangelnicht mit zählt, sind angeborene 125 2008 Schattauer GmbH Angeborene Immundefekte Editorial Warum werdenkinder beim Kinderarzt vorgestellt? Entwicklungsdiagnostik, Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und viele andere Gründe. Für Eltern

Mehr

Für mehr Lebensfreude und Unabhängigkeit

Für mehr Lebensfreude und Unabhängigkeit Für mehr Lebensfreude und Unabhängigkeit Mehr Freiheit erleben Patienteninformation zum primären Immundefekt (PID) Eine Entscheidung fürs Leben. Inhalt Was ist ein Immundefekt? 04 Unser Immunsystem 10

Mehr

Potentiell gefährliche Entwicklungen beim Kind

Potentiell gefährliche Entwicklungen beim Kind Potentiell gefährliche Entwicklungen beim Kind Pius Bürki, Baar Christoph Cina, Messen 1 Die Geschichte eines 29 Jährigen 2 K.S. mit 15 3 4 Ihre Diagnose? Meningokokken Sepsis 5 was machen? daran denken

Mehr

Diagnosen der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie nach ICD-10-GM Version 2008

Diagnosen der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie nach ICD-10-GM Version 2008 Anlage 1 Diagnosen der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie nach ICD-10-GM Version 2008 Hinweis: Onkologisch-hämatologische Hauptdiagnosen (gemäß Liste 1): Diese Krankheiten müssen in den Zentren für

Mehr

Immundefekte Bakk-Modul Immunologie. Prof. Dr. Albert Duschl

Immundefekte Bakk-Modul Immunologie. Prof. Dr. Albert Duschl Immundefekte Bakk-Modul Immunologie Prof. Dr. Albert Duschl Survival of the Fittest I have called this principle, by which each slight variation, if useful, is preserved, by the term Natural Selection.

Mehr

Chronischer Husten Was ist praxisrelevant?

Chronischer Husten Was ist praxisrelevant? Chronischer Husten Was ist praxisrelevant? Prof. Dr. Volker Stephan Sana Klinikum Lichtenberg, Klinik für Kinder- Jugendmedizin Präsentation unter: www.sana-kl.de/info/kkj ERS Task Force: The diagnosis

Mehr

Hyper-IgE Syndrom (HIES)

Hyper-IgE Syndrom (HIES) Hyper-IgE Syndrom (HIES) 1. HIES - was ist das? 2. Wie häufig ist die Erkrankung? 3. Was sind die Ursachen der Erkrankung? 4. Ist es eine Erbkrankheit? 5. Wie wird die Erkrankung festgestellt? 6. Welche

Mehr

DER SCHWERE KOMBINIERTE IMMUNDEFEKT

DER SCHWERE KOMBINIERTE IMMUNDEFEKT DER SCHWERE KOMBINIERTE IMMUNDEFEKT Diese Broschüre wurde für Patienten und ihre Familie verfasst und ist nicht als Ersatz für eine Beratung durch einen klinischen Immunologen zu betrachten. 1 Auch zur

Mehr

Lungenerkrankungen. Atemnotsyndrom Lungenemphysem chronische Bronchitis akute Pneumonie Tuberkulose Lungenkarzinom malignes Pleuramesotheliom

Lungenerkrankungen. Atemnotsyndrom Lungenemphysem chronische Bronchitis akute Pneumonie Tuberkulose Lungenkarzinom malignes Pleuramesotheliom Lungenerkrankungen Atemnotsyndrom Lungenemphysem chronische Bronchitis akute Pneumonie Tuberkulose Lungenkarzinom malignes Pleuramesotheliom ARDS: acute respiratory distress syndrome akute, lebensbedrohliche

Mehr

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Therapie von Lebererkrankungen Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Virus Fett Alkohol Eisen/Kupfer Medikamente gesunde LEBER Akute Hepatitis Therapieziele Chronische

Mehr

Klinische Chemie & Hämatologie Vorlesung: Entzündung & Akute Phase Reaktion

Klinische Chemie & Hämatologie Vorlesung: Entzündung & Akute Phase Reaktion Klinische Chemie & Hämatologie Vorlesung: Entzündung & Akute Phase Reaktion Dr. med. Michael Erren Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin/Zentrallaboratorium Universitätsklinikum Münster

Mehr

Chronische myeloische Leukämie. Chronische Phase

Chronische myeloische Leukämie. Chronische Phase Chronische myeloische Leukämie Chronische Phase Zytologie Prof. Dr. med. Roland Fuchs Prof. Dr. med. Tim Brümmendorf Medizinische Klinik IV Zytogenetik Molekulargenetik Prof. Dr. med. Detlef Haase Zentrum

Mehr

Gefahren bei unsterilem Arbeiten. Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli

Gefahren bei unsterilem Arbeiten. Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli Gefahren bei unsterilem Arbeiten Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli Injektion von Bakterien Pyrogene Reaktion Beispiel: Infusion von bakteriell kontaminierten

Mehr

Aufbau 01.04.2010. Leukozyten - Differentialblutbild

Aufbau 01.04.2010. Leukozyten - Differentialblutbild Erklärung der wichtigsten Laborparameter und der bildgebenden Diagnostik beim und bei Lymphomen Doz. Dr. Michael Fiegl Hämato-Onkologie (Direktor: Prof. Dr. G. Gastl) Programm für PatientInnen Innsbruck,

Mehr

Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle

Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Grundlagen, Indikationen, therapeutischer Nutzen von Rainer Haas, Ralf Kronenwett 1. Auflage Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Haas

Mehr

Klinische Chemie und Hämatologie Vorlesung: Allgemeine & Spezielle Hämatologie

Klinische Chemie und Hämatologie Vorlesung: Allgemeine & Spezielle Hämatologie Klinische Chemie und Hämatologie Vorlesung: Allgemeine & Spezielle Hämatologie Prof. Dr. med. Th. Büchner Medizinische Klinik und Poliklinik - Innere Medizin A - Universitätsklinikum Münster Albert-Schweitzer-Straße

Mehr

Rheumatische Erkrankungen: Grundsätze der Therapie

Rheumatische Erkrankungen: Grundsätze der Therapie Rheumatische Erkrankungen: Grundsätze der Therapie Kausale (kurative) Therapie nur in experimentellen Ansätzen möglich Verhinderung von Schmerz und Behinderung Kombination aus verschiedenen Medikamenten

Mehr

Inhalt Inhalt Inhalt. Hinweis und Inhaltsverzeichnis zur CD-ROM... 11. Vorwort... 13

Inhalt Inhalt Inhalt. Hinweis und Inhaltsverzeichnis zur CD-ROM... 11. Vorwort... 13 Inhalt Inhalt Inhalt Hinweis und Inhaltsverzeichnis zur CD-ROM.................. 11 Vorwort.............................................. 13 1 Aufbau und Struktur der IHS-Kopfschmerz- Klassifikation...................................

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit Autoimmunerkrankungen

Labortests für Ihre Gesundheit Autoimmunerkrankungen Labortests für Ihre Gesundheit Autoimmunerkrankungen 08 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Autoimmunerkrankungen Wenn der Körper sich selbst bekämpft Wenn Viren, Bakterien und Co. den menschlichen Körper

Mehr

Quantifizierung von Cytomegalievirus (CMV)-DNA in Darmbiopsien mittels PCR zur Diagnostik der gastrointestinalen CMV-Erkrankung

Quantifizierung von Cytomegalievirus (CMV)-DNA in Darmbiopsien mittels PCR zur Diagnostik der gastrointestinalen CMV-Erkrankung Quantifizierung von Cytomegalievirus (CMV)-DNA in Darmbiopsien mittels PCR zur Diagnostik der gastrointestinalen CMV-Erkrankung Dr. med. Tina Ganzenmüller Institut für Virologie Humanes Cytomegalievirus

Mehr

ALLERGIE. Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen

ALLERGIE. Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen ALLERGIE Erstellt von Dr. Hans-Martin Jäck Molekulare Immunologie Erlangen THEMEN Das Immunsystem ein kurzer Überblick Allergien (Heuschnupfen und Asthma) 2 ENTDECKUNG der Immunität Edward Jenner (1749-1823)

Mehr

Immunologie der Schilddrüsenerkrankungen

Immunologie der Schilddrüsenerkrankungen Querschnitt Immunologie-Infektiologie Montags 12.00 Uhr Hörsaalzentrum St. Joseph Immunologie der Schilddrüsenerkrankungen Albrecht Bufe www.ruhr-uni-bochum.de/homeexpneu Kernfragen Anteil des Immunsystems

Mehr

Begrüßung und Einführung

Begrüßung und Einführung Begrüßung und Einführung Hubert Schrezenmeier Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik Ulm DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg Hessen Institut für Transfusionsmedizin, Universität

Mehr

Anwenderinformation QS-Filter. Datensatz Ambulant erworbene Pneumonie (PNEU)

Anwenderinformation QS-Filter. Datensatz Ambulant erworbene Pneumonie (PNEU) 1 von 7 06.03.2015 10:10 Anwenderinformation QS-Filter Datensatz Ambulant erworbene Pneumonie (PNEU) Stand: 03. November 2014 (QS-Spezifikation 2015 V03) Copyright AQUA-Institut, Göttingen Textdefinition

Mehr

Seminare Biochemie (3. Semester)

Seminare Biochemie (3. Semester) Seminare Biochemie (3. Semester) im WS15/16: 5/1. Molekulare Vorgänge der Signaltransduktion 5/2. Hormone und ihre Wirkung 6/1. Gastrointestinaltrakt 6/2. Blut I: Hämoglobin und Eisenstoffwechsel 7/1.

Mehr

Enterovirus/Parechovirus Infektionen. Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg

Enterovirus/Parechovirus Infektionen. Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg Enterovirus/Parechovirus Infektionen Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg Virologie Beide gehören zur Familie der PICORNAVIRIDAE Enteroviren werden traditionell unterteilt in: Poliovirus 1 3 Echoviren

Mehr

Die folgenden Änderungen ergeben sich aus der Aufnahme dieser Schlüsselnummer.

Die folgenden Änderungen ergeben sich aus der Aufnahme dieser Schlüsselnummer. Die WHO und ihr Netzwerk von Kooperationszentren für das System der Internationalen Klassifikationen haben auf ihrem Jahrestreffen 2005 beschlossen, eine neue Schlüsselnummer J09 für die Vogelgrippe in

Mehr

Was gibt es Neues zur Stammzelltransplantation. E Holler Klinik f Innere Medizin III Klinikum der Universität Regensburg

Was gibt es Neues zur Stammzelltransplantation. E Holler Klinik f Innere Medizin III Klinikum der Universität Regensburg Was gibt es Neues zur Stammzelltransplantation E Holler Klinik f Innere Medizin III Klinikum der Universität Regensburg Themen Aktuelle Entwicklungen der Indikationen: Fortschritte generell? Neue allogene

Mehr

Angeborene und erworbene Immunantwort

Angeborene und erworbene Immunantwort Molekulare Mechanismen der Pathogenese bei Infektionskrankheiten Angeborene und erworbene Immunantwort Hans-Georg Kräusslich Abteilung Virologie, Hygiene Institut INF 324, 4.OG http://www.virology-heidelberg.de

Mehr

Syphilis Treponema pallidum

Syphilis Treponema pallidum Syphilis Treponema pallidum! infizierte unbehandelte Mütter! Abort, Totgeburt, Frühgeburt oder! syphilitischen Manifestation Hutchinson-Trias! Hutchinson-Zähne! Hornhauttrübung! Innenohrschwerhörigkeit

Mehr

Seminar Lungensport COPD. Schweregrade, klinisches Bild und Cor Pulmonale. Referentin: Kristin Roelle Dozent: Dr. med. M. Schmitz

Seminar Lungensport COPD. Schweregrade, klinisches Bild und Cor Pulmonale. Referentin: Kristin Roelle Dozent: Dr. med. M. Schmitz Seminar Lungensport COPD Schweregrade, klinisches Bild und Cor Pulmonale Übersicht Definition Übersicht Chronic obstructive pulmonary disease (COPD) Definition Übersicht Chronic obstructive pulmonary disease

Mehr

Husten. Prof. Michael Tamm Chefarzt Pneumologie USB

Husten. Prof. Michael Tamm Chefarzt Pneumologie USB Husten Prof. Michael Tamm Chefarzt Pneumologie USB Leitsymptome der Lunge in der Praxis akuter Husten Akute Bronchitis akuter Husten mit Fieber und Auswurf Infekt der unteren Luftwege, Pneumonie Husten

Mehr

Study Guide Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie

Study Guide Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie Study Guide Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie Task: Zyanose [35] Autoren: Dr. med. S. Keymel/Univ.-Prof. Dr. med. T. Rassaf Version 02.10.2013 Krankheitsbilder in Verbindung mit dem Behandlungsanlass

Mehr

T-Lymphozyten. T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. verantwortlich.

T-Lymphozyten. T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. verantwortlich. T-Lymphozyten T-Lymphozyten erkennen spezifisch nur zell- ständige Antigene (Proteine!) und greifen sie direkt an. Sie sind für die zellvermittelte Immunität verantwortlich. Antigenerkennung B Zellen erkennen

Mehr

Bluterkrankungen bei Menschen mit Down-Syndrom

Bluterkrankungen bei Menschen mit Down-Syndrom Bluterkrankungen bei Menschen mit Down-Syndrom oder Besonderheiten des Blutbildes bei Trisomie 21 Prim. Univ.-Prof. Dr. Milen Minkov Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde Pädiatrische Hämatologie und

Mehr

Hereditäre spastische Paraparese: Symptome bei der reinen und bei der komplizierten Form der HSP

Hereditäre spastische Paraparese: Symptome bei der reinen und bei der komplizierten Form der HSP Hereditäre spastische Paraparese: Symptome bei der reinen und bei der komplizierten Form der HSP Anne-D. Sperfeld Universitätsklinik für Neurologie, Ulm HSP: Historie Erstbeschreibung des Krankheitsbildes

Mehr

Extrakorporale Photopherese. Dr. med. Carolin Bouveret Klinik für Dermatologie und Allergologie HELIOS Klinikum Berlin-Buch

Extrakorporale Photopherese. Dr. med. Carolin Bouveret Klinik für Dermatologie und Allergologie HELIOS Klinikum Berlin-Buch Extrakorporale Photopherese Dr. med. Carolin Bouveret Klinik für Dermatologie und Allergologie HELIOS Klinikum Berlin-Buch Extrakorporale Photopherese Erstbeschreibung 1987 in der Behandlung kutaner T-Zell-

Mehr

Krippen als Fitnesszentrum für das Immunsystem

Krippen als Fitnesszentrum für das Immunsystem Krippen als Fitnesszentrum für das Immunsystem PD. Dr. med Jan Bonhoeffer Pädiatrische Infektiologie und Vakzinologie Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) Kollegium für Hausarztmedizin (KHM),

Mehr

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Überblick Was passiert nach der Transplantation? Wie funktioniert das Immunsystem? Wie wird einer Abstoßung vorgebeugt?

Mehr

Fachhandbuch für Q04 - Infektiologie, Immunologie (6. FS)

Fachhandbuch für Q04 - Infektiologie, Immunologie (6. FS) Fachhandbuch für Q04 - Infektiologie, Immunologie (6. FS) Inhaltsverzeichnis 1. Übersicht über die Unterrichtsveranstaltungen... 2 1.1. Vorlesung... 2 2. Beschreibung der Unterrichtsveranstaltungen...

Mehr

Was bedeutet Infektanfälligkeit?

Was bedeutet Infektanfälligkeit? Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Was bedeutet Infektanfälligkeit? M. Kirchner dsai-fortbildung 11.10.2014 Funktion des Immunsystems Unspezifische und spezifische Abwehrmechanismen schützen den Organismus

Mehr

3.19 Non-Hodgkin-Lymphome

3.19 Non-Hodgkin-Lymphome 140 Ergebnisse zur Non-Hodgkin-Lymphome 3.19 Non-Hodgkin-Lymphome Kernaussagen Inzidenz und Mortalität: Die altersstandardisierten Inzidenzraten von n und in Deutschland sind von 1980 bis zur Mitte der

Mehr

Bösartiges Katarrhalfieber

Bösartiges Katarrhalfieber Bösartiges Katarrhalfieber Tierseuchenrechtliche Bestimmungen: - BKF ist meldepflichtig Info-Box: Familie Herpesviridae Subfamilie alpha-herpesviridae - schnelles Wachstum - Lyse der infizierten Zellen

Mehr